HEILSLEHRE, Befreiung

  DIE HEILSLEHRE DES BUDDHA

BEFREIUNG

"Den, der zur Ruhe ging, kein Maß ermißt ihn,
von ihm zu sprechen gibt es keine Worte:
Verweht ist, was das Denken könnt' erfassen;
So ist der Rede jeder Pfad verschlossen.'

„Sobald nun der Geist gesammelt ist, gereinigt, geklärt, lustfrei, schmutzfrei, geschmeidig, hämmerbar, gefestigt, unerschütterlich, so wendet, so lenkt er den Geist auf das Wissen vom Schwinden der Triebe.

Das ist das Leiden—erkennt er wirklichkeitsgemäß.

Das ist die Leidens-Entstehung—erkennt er wirklichkeitsgemäß.

Das ist die Leidens-Vernichtung—erkennt er wirklichkeitsgemäß.

Das ist der zur Leidensvernichtung führende Weg— erkennt er wirklichkeitsgemäß.

Das sind die Triebe—erkennt er wirklichkeitsgemäß.

Das ist die Trieb-Entstehung—erkennt er wirklichkeitsgemäß.

Das ist die Trieb-Vernichtung—erkennt er wirklichkeitsgemäß.

Das ist der zur Trieb-Vernichtung führende Weg— erkennt er wirklichkeitsgemäß.

Wenn er so erkennt, so durchschaut, so löst sich ihm der Geist vom Sinnlichkeitstrieb, löst sich ihm der Geist vom Werde-Trieb, löst sich ihm der Geist vom Nicht-Wissens-Trieb. Im Befreiten ist das Wissen vom Befreitsein. Vernichtet ist Geburt, ausgelebt das Reinheitsleben, vollbracht die Aufgabe." [74]


  Oben zeilen.gif (1054 bytes)