Dīgha-Nikāya, die Sammlung der langen Reden

16. 4-6 Die große Lehrrede von der vollkommenen Erlöschung

Kapitel 4

1. Es ging der Erhabene, nachdem er vormittags die Kleidung geordnet hatte, Robe und Almosenschale genommen hatte, auf Almosengang nach Vesāli. Nachdem er in Vesāli den Almosengang beendet hatte, nach dem Essen, nachdem er vom Almosengang zurückgekommen war, Vesāli mit einem Elefantenblick [1] angeschaut hatte, sprach er den ehrwürdigen Ānanda an: "Dies, Ānanda, ist das letzte Mal, dass der Vollendete Vesāli anschaut. Komm, Ānanda, lass uns nach Bhaņḍagāma gehen." - "So sei es, Verehrungswürdiger" antwortete der ehrwürdige Ānanda. Dann ist der Erhabene mit einer großen Mönchsgemeinde in Bhaņḍagāma angekommen. Es weilte der Erhabene in Bhaņḍagāma.

2. Dort sprach der Erhabene die Mönche an: "Durch das Nichtverstehen, Nichtdurchdringen von vier Dingen habe ich und habt ihr diese lange Zeit den Samsāra durchlaufen und durcheilt. Welche vier? Weil wir die edle Sittlichkeit nicht verstanden, nicht durchdrungen hatten, deshalb habe ich und habt ihr diese lange Zeit den Samsāra durchlaufen und durcheilt. Weil wir die edle Sammlung nicht verstanden, nicht durchdrungen hatten, deshalb habe ich und habt ihr diese lange Zeit den Samsāra durchlaufen und durcheilt. Weil wir die edle Weisheit nicht verstanden, nicht durchdrungen hatten, deshalb habe ich und habt ihr diese lange Zeit den Samsāra durchlaufen und durcheilt. Weil wir die edle Erlösung nicht verstanden, nicht durchdrungen hatten, deshalb habe ich und habt ihr diese lange Zeit den Samsāra durchlaufen und durcheilt. Von euch, ihr Mönche, ist diese edle Sittlichkeit verstanden und durchdrungen worden, diese edle Sammlung verstanden und durchdrungen worden, diese edle Weisheit verstanden und durchdrungen worden, diese edle Erlösung verstanden und durchdrungen worden. Abgeschnitten ist der Durst nach Werden, eliminiert das Fundament des Werdens, jetzt gibt es kein Wiederwerden."

3. Dies sagte der Erhabene, als der Wohlgegangene dies gesagt hatte, sagte der Meister Folgendes:

"Sittlichkeit, Sammlung, Weisheit, unübertroffene Erlösung,
vom ruhmreichen Gotama sind diese verstanden worden.
Als der Erwachte dies erkannt hatte, hat er den Mönchen die Lehre dargelegt.
Der Meister hat dem Leid ein Ende bereitet, der Sehende, vollkommen Erloschene.

4. Als der Erhabene in Bhaņḍagāma weilte, sprach er die große Mönchsgemeinde mit einer Lehrrede an: "So ist Sittlichkeit, so ist Sammlung, so ist Weisheit. Durch vollkommen gepflegte Sittlichkeit hat Sammlung ein großes Ergebnis, einen großen Vorteil. Durch vollkommen gepflegte Sammlung hat Weisheit ein großes Ergebnis, einen großen Vorteil. Durch vollkommen gepflegte Weisheit wird das Gemüt frei von den Beeinflussungen, nämlich Beeinflussungen durch sinnliches Begehren, durch Werden, durch Ansichten, durch Unwissen."

5. Nachdem der Erhabene, solange es ihm gefiel, in Bhaņḍagāma geweilt hatte, sprach er den ehrwürdigen Ānanda an: "Komm, Ānanda, lass uns nach Hatthigāma.... nach Ambagāma .... nach Jambugāma .... nach Bhoganagara gehen."

6. "So sei es, Verehrungswürdiger" antwortete der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen. Dann ging der Erhabene mit einer großen Mönchsgemeinde nach Bhoganagara und kam dort an.

7. Dort weilte der Erhabene in Bhoganagara an der Ānanda Gedenkstätte. Dort sprach der Erhabene die Mönche an: "Vier große Nachweise, ihr Mönche, verkünde ich, darum hört gut zu, richtet den Geist aus, ich werde reden." - "So sei es, Verehrungswürdiger", antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene sagte Folgendes:


8. "Wenn, ihr Mönche, ein Mönch Folgendes sagen würde: 'Von Angesicht zu Angesicht habe ich vom Erhabenen gehört, von Angesicht zu Angesicht entgegengenommen: 'Dies ist die Lehre, dies ist die Zucht, dies ist die Anordnung des Meisters.'' Dieses von dem Mönch Gesagte, ihr Mönche, soll man weder billigen noch abweisen. Ungebilligt und unabgewiesen soll man sich jene Worte und deren Bedeutung merken und sie den Lehrreden gegenüberstellen, sie mit dem Vinaya vergleichen. Wenn sie den Lehrreden gegenübergestellt werden, mit dem Vinaya verglichen werden und sie nicht mit den Lehrreden übereinstimmen, nicht dem Vinaya gleichen, soll man folgenden Schluss ziehen: Wahrlich, dies ist nicht, was der Erhabene gesagt hat, das hat dieser Mönch schlecht aufgenommen. Das, Mönche, sollt ihr von euch werfen. - Wenn sie den Lehrreden gegenübergestellt werden, mit dem Vinaya verglichen werden und sie mit den Lehrreden übereinstimmen, dem Vinaya gleichen, soll man folgenden Schluss ziehen: Wahrlich, dies ist, was der Erhabene gesagt hat, das hat dieser Mönch gut aufgenommen. Dieses, Mönche, ist der erste große Nachweis, das sollt ihr euch einprägen.

9. Wenn, ihr Mönche, ein Mönch Folgendes sagen würde: 'In jener Unterkunft weilt eine Gemeinschaft mit Theras und Häuptern. Von Angesicht zu Angesicht habe ich von der Gemeinschaft gehört, von Angesicht zu Angesicht entgegengenommen: 'Dies ist die Lehre, dies ist die Zucht, dies ist die Anordnung des Meisters.'' Dieses von dem Mönch Gesagte, ihr Mönche, soll man weder billigen noch abweisen. Ungebilligt und unabgewiesen soll man sich jene Worte und deren Bedeutung merken und sie den Lehrreden gegenüberstellen, sie mit dem Vinaya vergleichen. Wenn sie den Lehrreden gegenübergestellt werden, mit dem Vinaya verglichen werden und sie nicht mit den Lehrreden übereinstimmen, nicht dem Vinaya gleichen, soll man folgenden Schluss ziehen: Wahrlich, dies ist nicht, was der Erhabene gesagt hat, das hat diese Gemeinschaft schlecht aufgenommen. Das, Mönche, sollt ihr von euch werfen. - Wenn sie den Lehrreden gegenübergestellt werden, mit dem Vinaya verglichen werden und sie mit den Lehrreden übereinstimmen, dem Vinaya gleichen, soll man folgenden Schluss ziehen: Wahrlich, dies ist, was der Erhabene gesagt hat, das hat diese Gemeinschaft gut aufgenommen. Dieses, Mönche, ist der zweite große Nachweis, das sollt ihr euch einprägen.

10. Wenn, ihr Mönche, ein Mönch Folgendes sagen würde: 'In jener Unterkunft weilen viele Theras, kundig, mit der Überlieferung vertraut, Träger der Lehre, Träger des Vinaya, Träger der Tabellen [2]. Von Angesicht zu Angesicht habe ich von den Theras gehört, von Angesicht zu Angesicht entgegengenommen: 'Dies ist die Lehre, dies ist die Zucht, dies ist die Anordnung des Meisters.'' Dieses von dem Mönch Gesagte, ihr Mönche, soll man weder billigen noch abweisen. Ungebilligt und unabgewiesen soll man sich jene Worte und deren Bedeutung merken und sie den Lehrreden gegenüberstellen, sie mit dem Vinaya vergleichen. Wenn sie den Lehrreden gegenübergestellt werden, mit dem Vinaya verglichen werden und sie nicht mit den Lehrreden übereinstimmen, nicht dem Vinaya gleichen, soll man folgenden Schluss ziehen: Wahrlich, dies ist nicht, was der Erhabene gesagt hat, das haben diese Theras schlecht aufgenommen. Das, Mönche, sollt ihr von euch werfen. - Wenn sie den Lehrreden gegenübergestellt werden, mit dem Vinaya verglichen werden und sie mit den Lehrreden übereinstimmen, dem Vinaya gleichen, soll man folgenden Schluss ziehen: Wahrlich, dies ist, was der Erhabene gesagt hat, das haben diese Theras gut aufgenommen. Dieses, Mönche, ist der dritte große Nachweis, das sollt ihr euch einprägen.

11. Wenn, ihr Mönche, ein Mönch Folgendes sagen würde: 'In jener Unterkunft weilt ein Thera, kundig, mit der Überlieferung vertraut, Träger der Lehre, Träger des Vinaya, Träger der Tabellen. Von Angesicht zu Angesicht habe ich von dem Thera gehört, von Angesicht zu Angesicht entgegengenommen: 'Dies ist die Lehre, dies ist die Zucht, dies ist die Anordnung des Meisters.'' Dieses von dem Mönch Gesagte, ihr Mönche, soll man weder billigen noch abweisen. Ungebilligt und unabgewiesen soll man sich jene Worte und deren Bedeutung merken und sie den Lehrreden gegenüberstellen, sie mit dem Vinaya vergleichen. Wenn sie den Lehrreden gegenübergestellt werden, mit dem Vinaya verglichen werden und sie nicht mit den Lehrreden übereinstimmen, nicht dem Vinaya gleichen, soll man folgenden Schluss ziehen: Wahrlich, dies ist nicht, was der Erhabene gesagt hat, das hat dieser Thera schlecht aufgenommen. Das, Mönche, sollt ihr von euch werfen. - Wenn sie den Lehrreden gegenübergestellt werden, mit dem Vinaya verglichen werden und sie mit den Lehrreden übereinstimmen, dem Vinaya gleichen, soll man folgenden Schluss ziehen: Wahrlich, dies ist, was der Erhabene gesagt hat, das hat dieser Thera gut aufgenommen. Dieses, Mönche, ist der vierte große Nachweis, das sollt ihr euch einprägen. Dies, ihr Mönche, sollt ihr euch als die vier großen Nachweise einprägen."

12. Als der Erhabene dort in Bhoganagara an der Ānanda-Gedenkstätte weilte, sprach er die große Mönchsgemeinde mit einer Lehrrede an: "So ist Sittlichkeit, so ist Sammlung, so ist Weisheit. Durch vollkommen gepflegte Sitt-lichkeit hat Sammlung ein großes Ergebnis, einen großen Nutzen. Durch vollkommen gepflegte Sammlung hat Weisheit ein großes Ergebnis, einen großen Nutzen. Durch vollkommen gepflegte Weisheit wird das Gemüt frei von den Beeinflussungen, nämlich Beeinflussungen durch sinnliches Begehren, durch Werden, durch Ansichten, durch Unwissen."


13. Nachdem der Erhabene, solange es ihm gefiel, in Bhoganagara geweilt hatte, sprach er den ehrwürdigen Ānanda an: "Komm, Ānanda, lass uns nach Pāvā gehen." - "So sei es, Verehrungswürdiger" antwortete der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen. Da ging der Erhabene mit einer großen Mönchsgemeinde nach Pāvā und kam dort an. Es weilte der Erhabene in Pāvā im Mangohain des Schmiedes Cunda.

14. Es hörte der Schmied Cunda: Der Erhabene, so sagt man, weilt in Pāvā angekommen in meinem Mangohain. Dann kam der Schmied Cunda zum Erhabenen. Dort angekommen, nachdem er den Erhabenen verehrt hatte, setzte er sich beiseite nieder. Der Erhabene hat den beiseite sitzenden Schmied Cunda durch ein Lehrgespräch unterwiesen, ermahnt, ermutigt, ermuntert.

15. Es war der Schmied Cunda durch das Lehrgespräch des Erhabenen unterwiesen, ermahnt, ermutigt, ermuntert. Er sagte dem Erhabenen Folgendes: "Annehmen möge der Erhabene für morgen das Essen, zusammen mit der Mönchsgemeinde." Durch Schweigen nahm der Erhabene an.

16. Nachdem der Schmied Cunda wusste, dass der Erhabene angenommen hatte, stand er vom Sitz auf, verehrte den Erhabene, umrundete ihn rechts und ging fort.

17. Dann hat der Schmied Cunda, nachdem die Nacht vergangen war, nachdem er in seinem eigenen Heim feste und weiche Speisen vorbereiten ließ, darunter auch viel 'Schweineweich', dem Erhabenen die Zeit ankündigen lassen: Zeit ist es, Verehrungswürdiger, das Essen ist bereitet.

18. Nachdem der Erhabene vormittags die Kleidung geordnet hatte, Robe und Almosenschale genommen hatte, ging er zum Heim des Schmiedes Cunda zusammen mit der Mönchsgemeinde. Dort setzte er sich auf den vorbereiteten Sitz. Sitzend sprach der Erhabene den Schmied Cunda an: "Das 'Schweineweich', Cunda, das von dir vorbereitet wurde, damit versorge mich. Mit den anderen vorbereiteten festen und weichen Speisen versorge die Mönchsgemeinde." - "So sei es, Verehrungswürdiger." Nachdem der Schmied Cunda dies dem Erhabenen geantwortet hatte, versorgte er den Erhabenen mit dem vorbereiteten 'Schweineweich', das es gab. Mit den anderen festen und weichen vorbereiteten Speisen versorgte er die Mönchsgemeinde.

19. Und es sprach der Erhabene den Schmied Cunda an: "Das übriggebliebene 'Schweineweich', Cunda, vergrabe in einem Erdloch. Nicht sehe ich einen, Cunda, in dieser Welt mit ihren Göttern, Māras, Brahmas, Asketen und Brahmanen, mit Menschheit und Gottheit, der, wenn er dieses gegessen hat, es verdauen könnte, ausgenommen der Vollendete." - "So sei es, Verehrungswürdiger." Nachdem der Schmied Cunda dies dem Erhabenen geantwortet hatte, das übriggebliebene vorhandene 'Schweineweich' genommen hatte, es in einem Erdloch vergraben hatte, ging er zum Erhabenen zurück. Dort, nachdem er den Erhabenen verehrt hatte, setzte er sich beiseite nieder. Den beiseite sitzenden Cunda hat der Erhabene durch ein Lehrgespräch unterwiesen, ermahnt, ermutigt, ermuntert. Dann stand er vom Sitz auf und ging fort.

20. Da entstand bei dem Erhabenen, nachdem er das Essen des Schmieds Cunda gegessen hatte, eine schwere Krankheit, eine Blutabsondernde [3], mit starken Schmerzen, zum Tode führend. Sie erduldete der Erhabene achtsam, klarbewusst und unirritiert. Da sprach der Erhabene den ehrwürdigen Ānanda an: "Komm, Ānanda, lass uns nach Kusinārā gehen." - "So sei es, Verehrungswürdiger" antwortete der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen.

Ich hörte: Nachdem er das Essen des Schmieds Cunda gegessen hatte,
überfiel den Standhaften eine Krankheit, eine starke, eine zum Tode führende.
Durch das gegessene 'Schweineweich' entstand bei dem Meister eine schwere Krankheit.
Der Durchfall Habende, der Erhabene sagte: "Ich gehe zur Stadt Kusinārā."

21. Und es ging der Erhabene vom Weg ab zum Fuße eines gewissen Baumes. Dort sprach er den ehrwürdigen Ānanda an: "Gut wäre es, Ānanda, wenn du das Schultertuch, vierfach gefaltet, ausbreiten würdest. Schwach fühle ich mich, Ānanda, ich werde mich hinsetzen" - "So sei es, Verehrungswürdiger." Nachdem der ehrwürdige Ānanda dies dem Erhabenen geantwortet hatte, breitete er das Schultertuch, vierfach gefaltet, aus
.

22. Dann setzte sich der Erhabene auf den vorbereiteten Sitz. Sitzend sprach der Erhabene den ehrwürdigen Ānanda an: "Gut wäre es, Ānanda, wenn du mir etwas Wasser holst, durstig bin ich, Ānanda, ich möchte trinken." Daraufhin, sagte der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen Folgendes: "Jetzt, Verehrungswürdiger, haben fünfhundert Karren (den Fluss) durchfahren. Das Wasser ist von den Rädern durchschnitten, es gibt wenig Wasser, es ist aufgewirbelt, und trüb geworden. Es ist ja, Verehrungswürdiger, der Fluss Kakutthā in der Nähe, mit klarem Wasser, angenehmem, kühlem, hellem, der ist leicht zugänglich, schön (anzusehen). Dort möge der Erhabene Wasser trinken und die Glieder erfrischen."

23. Zum zweiten Mal sprach der Erhabene den ehrwürdigen Ānanda an: "Gut wäre es, Ānanda, wenn du mir etwas Wasser holst, durstig bin ich, Ānanda, ich möchte trinken." Daraufhin, sagte der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen zum zweiten Mal Folgendes: "Jetzt, Verehrungswürdiger, haben fünfhundert Karren (den Fluss) durchfahren. Das Wasser ist von den Rädern durchschnitten, es gibt wenig Wasser, es ist aufgewirbelt, und trüb geworden. Es ist ja, Verehrungswürdiger, der Fluss Kakutthā in der Nähe, mit klarem Wasser, angenehmem, kühlem, hellem, der ist leicht zugänglich, schön (anzusehen). Dort möge der Erhabene Wasser trinken und die Glieder erfrischen."

24. Zum dritten Mal sprach der Erhabene den ehrwürdigen Ānanda an: "Gut wäre es, Ānanda, wenn du mir etwas Wasser holst, durstig bin ich, Ānanda, ich möchte trinken." - "So sei es, Verehrungswürdiger." Nachdem der ehrwürdige Ānanda dies dem Erhabenen geantwortet hatte, die Almosenschale genommen hatte, ging er zu jenem kleinen Fluss. Als der ehrwürdige Ānanda zum kleinen Fluss kam, der von fünfhundert Karren durchfahren, von den Rädern durchschnitten war, der wenig Wasser hatte, aufgewirbelt war und trüb floss, floss der Fluss klar, durchsichtig, unaufgewirbelt.

25. Da kam dem ehrwürdigen Ānanda folgender Gedanke: Das ist wirklich großartig, das ist wahrlich erstaunlich, diese große geistige Wunderkraft, diese Macht, die der Vollendete besitzt. Dass dieser kleine Fluss, der von fünfhun-dert Karren durchfahren, von den Rädern durchschnitten war, der wenig Wasser hatte, aufgewirbelt war und trüb floss, als ich kam, klar, durchsichtig, unaufgewirbelt floss. Nachdem er mit der Almosenschale Wasser geschöpft hatte, ging er zum Erhabenen. Dort sagte er dem Erhabenen Folgendes: "Das ist großartig, das ist erstaunlich diese große geistige Wunderkraft, diese Macht, die der Vollendete besitzt. Dass dieser kleine Fluss, der von fünfhundert Karren durchfahren, von den Rädern durchschnitten war, der wenig Wasser hatte, aufgewirbelt war und trüb floss, als ich kam, klar, durchsichtig, unaufgewirbelt floss. Möge der Erhabene das Wasser trinken. Möge der Wohlgegangene das Wasser trinken." Dann trank der Erhabene das Wasser.

26. Zu jener Zeit war der Malla Pukkusa, ein Nachfolger des Āļāra Kālāma, auf dem Weg von Kusinārā nach Pāvā. Es sah der Malla Pukkusa den Erhabenen am Fuße eines gewissen Baumes. Dies gesehen ging er zum Erhabenen. Nachdem er den Erhabenen verehrt hatte, setzte er sich beiseite nieder. Beiseite sitzend sagte der Malla Pukkusa dem Erhabenen Folgendes: "Das ist wirklich großartig, das ist wahrlich erstaunlich, Verehrungswürdiger, wie die Hauslosen wahrlich in der Ruhe weilen.

27. Früher einmal, Verehrungswürdiger, war Āļāra Kālāma unterwegs und ging vom Wege ab und saß in der Mittagszeit in der Nähe des Fußes eines gewissen Baumes. Da kamen fünfhundert Karren ganz in der Nähe von Āļāra Kālāma vorbei. Es kam, Verehrungswürdiger, ein gewisser Mensch hinter den (fünf)hundert Karren hinterher und ging zu Āļāra Kālāma. Dort sagte er ihm Folgendes: 'Sahst du, Verehrungswürdiger, die fünfhundert Karren, die vorbeifuhren?' - 'Ich, Bruder, sah nichts.' - 'Hörte der Verehrungswürdige ein Geräusch?' - 'Ich, Bruder, hörte kein Geräusch.' - 'Hat der Verehrungswürdige geschlafen?' - 'Nicht, Bruder, habe ich geschlafen.' - 'War der Verehrungs-würdige bei Bewusstsein [4]?' - 'Ja, Bruder.' - 'Also, als die fünfhundert Karren ganz in der Nähe vorbeifuhren, warst du, Verehrungswürdiger, bewusst und wach und sahst sie nicht, nicht hörtest du ein Geräusch? War denn, Verehrungswürdiger, dein Obergewand mit Staub bedeckt?' - 'Ja, Bruder.' Da kam jenem Menschen folgender Gedanke: Das ist wirklich großartig, Herr, das ist wahrlich erstaunlich, Herr, wie die Hauslosen wahrlich in der Ruhe weilen, weil nämlich, als die fünfhundert Karren ganz in der Nähe vorbeifuhren, (war er) bewusst und wach und sah sie nicht, nicht hörte er ein Geräusch. Dann, nachdem er einen großen Glauben an Āļāra Kālāma erklärt hatte, ging er fort."


28. "Was meinst du, Pukkusa, was ist schwieriger, was ist schwerer zu erreichen? Wenn jemand, wenn fünfhundert Karren ganz in der Nähe vorbeifahren, bewusst und wach ist und sie nicht sehen würde und nicht ein Geräusch hören würde oder wenn jemand bewusst und wach ist, wenn es regnet und der Regen niederprasselt, die Blitze einschlagen, der Donner erschallt und nichts sehen würde und nicht ein Geräusch hören würde?"

29. "Was sind schon, Verehrungswürdiger, fünfhundert, sechshundert, siebenhundert, achthundert, neunhundert, tausend Karren oder zehntausend oder eine Million Karren? Es ist schwieriger, es ist schwerer zu erreichen, wenn jemand bewusst und wach ist, wenn es regnet und der Regen niederprasselt, die Blitze einschlagen, der Donner erschallt und nichts sehen würde und nicht ein Geräusch hören würde."

30. "Einstmals weilte ich, Pukkusa, in Ātumā im Bhusāgāra [5]. Zu jener Zeit, als es regnete und der Regen niederprasselte, die Blitze einschlugen und der Donner erschallte, wurden (davon) am Bhusāgāra zwei Brüder, die Bauern waren und vier Ochsen getötet. Da, Pukkusa, nachdem aus Ātumā viele Menschen herausgekommen waren, gingen sie zu den toten Brüdern, die Bauern waren, und den toten Ochsen.

31. Zu jener Zeit, Pukkusa, war ich aus dem Bhusāgāra herausgekommen und war unter freiem Himmel auf- und abgegangen. Dann kam, Pukkusa, von der Menschenmenge ein gewisser Mann zu mir, nachdem er mich verehrt hatte, stand er beiseite. Dem beiseite stehenden Mann sagte ich Folgendes:

32. 'Warum ist hier, Bruder, eine Menschenmenge zusammengekommen?' - 'Hier, Verehrungswürdiger, als es regnete und der Regen niederprasselte, die Blitze einschlugen und der Donner erschallte, sind jetzt zwei Bauern, die Brüder sind und vier Ochsen (davon) getötet worden. Aus diesem Grunde, ist hier eine Menschenmenge zusammengekommen. Wo warst du, Verehrungswürdiger?' - 'Hier war ich, Bruder.' - 'Was sah der Verehrungswürdige?' - 'Nicht sah ich etwas.' - 'Hörtest du ein Geräusch, Verehrungswürdiger?' - 'Nicht hörte ich ein Geräusch.' - 'Hast du dann gerade geschlafen, Verehrungswürdiger?' - 'Nicht habe ich geschlafen, Bruder.' - 'Warst du bei Bewusstsein, Verehrungswürdiger?' - 'So war es, Bruder.' - 'Dann, als es regnete und der Regen nieder-prasselte, die Blitze einschlugen und der Donner erschallte, sahst du nichts, und hörtest kein Geräusch.' - 'So ist es, Bruder.'

33. Dann kam, Pukkusa, jenem Menschen folgender Gedanke: Das ist wirklich großartig, Herr, das ist wahrlich erstaunlich, Herr, wie die Hauslosen wahrlich in der Ruhe weilen, weil nämlich, als es regnete und der Regen niederprasselte, die Blitze einschlugen und der Donner erschallte, sah er nichts und hörte kein Geräusch. Dann, nachdem er einen großen Glauben an mich erklärt hatte, mich verehrt hatte, rechts umrundet hatte, ging er fort."

34. Daraufhin, sagte der Malla Pukkusa dem Erhabenen Folgendes: "Jetzt, Verehrungswürdiger, werde ich den Glauben an Āļāra Kālāma in den Wind werfen, in einen schnell fließenden Strom oder Fluss streuen. Sehr, sehr gut, Verehrungswürdiger, wie wenn (man) etwas Umgedrehtes richtig hinstellen würde oder etwas Verdecktes aufdecken würde oder einem Verirrten den Weg zeigen würde oder wie wenn man in der Dunkelheit eine Öllampe hinhalten würde, damit, wer Augen hat, die Gestalten sieht. Genauso hat der Erhabene auf verschiedene Weise die Lehre ver-kündet. Ich, Erhabener, nehme meine Zuflucht zum Erhabenen, zur Lehre als auch zur Mönchsgemeinde. Der Erhabene möge mich als Laienanhänger annehmen, der von heute an für das ganze Leben seine Zuflucht genommen hat."

35. Es hat der Malla Pukkusa einen anderen Menschen angesprochen: "Gut wäre es, Freund, wenn du zwei goldfarbene, weiche (Stoffstücke) zum Anziehen herbringen würdest." - "So sei es, Verehrungswürdiger." Nachdem jener Mensch dies dem Malla Pukkusa geantwortet hatte, brachte er zwei goldfarbene, weiche (Stoffstücke) zum Anziehen her. Da hat der Malla Pukkusa die beiden hergebrachten, goldfarbenen weichen (Stoffstücke) zum Anziehen dem Erhabenen überreicht: Diese zwei goldfarbenen weichen (Stoffstücke) zum Anziehen möge der Erhabene annehmen von Mitleid bewogen. - "Eines dieser beiden, Pukkusa, lege mir um, das andere gib Ānanda." – "So sei es, Verehrungswürdiger", nachdem der Malla Pukkusa dies dem Erhabenen geantwortet hatte, hat er eines dem Erhabenen umgelegt, das andere dem ehrwürdigen Ānanda.


36. Da hat der Erhabene den Malla Pukkusa durch ein Lehrgespräch unterwiesen, ermahnt, ermutigt, ermuntert. Nachdem der Malla Pukkusa veranlasst durch das Lehrgespräch des Erhabenen unterwiesen, ermahnt, ermutigt, ermuntert war, ist er von seinem Platz aufgestanden, hat den Erhabenen verehrt, ihn rechts umrundet und ging fort.

37. Dann, nachdem der Malla Pukkusa nicht lange fortgegangen war, hat der ehrwürdige Ānanda die beiden goldfarbenen weichen (Stoffstücke) zum Anziehen um den Körper des Erhabenen gelegt. Als sie dem Körper des Erhabenen umgelegt wurden, erschien ihr Glanz wie erloschen. Da sagte der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen Folgendes: "Das ist wirklich großartig, Verehrungswürdiger, das ist wahrlich erstaunlich, Verehrungswürdiger, wie ist des Vollendeten Hautfarbe hell und rein. Als ich die beiden goldfarbenen weichen (Stoffstücke) zum Anziehen um den Körper des Erhabenen legte, erschien ihr Glanz wie erloschen." - "Das ist es, Ānanda. Bei zwei Anlässen, Ānanda, ist des Vollendeten Hautfarbe hell und rein. Bei welchen zwei? In der Nacht, Ānanda, wo der Vollendete zur unübertroffenen vollkommenen Erwachung gelangte und in der Nacht, in der er in das restlose Nibbana eingeht. Bei diesen zwei Anlässen, Ānanda, ist die Hautfarbe des Vollendeten sehr hell und rein.

38. Heute, Ānanda, in dieser Nacht, in ihrem letzten Teil, in Kusinārā, in Upavattana, im Sāla-Hain der Malla, zwischen zwei Sāla-Bäumen, wird der Vollendete völlig erlöschen. Komm, Ānanda, lass uns zum Kakutthā-Fluss gehen." - "So sei es, Verehrungswürdiger" antwortete der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen.

Zwei goldfarbene weiche (Stoffstücke) zum Anziehen hat Pukkusa überreicht.
Diese zog der Meister an und goldene Farbe leuchtete auf.

39. Dann kam der Erhabene mit einer großen Mönchsgemeinde zum Flusse Kakutthā. Dort am Flusse Kakutthā stieg er in den Fluss. Nachdem er gebadet hatte, getrunken hatte, und wieder herausgekommen war, ging er zum Mangohain. Dort sprach er den ehrwürdigen Cundaka an: "Gut wäre es, Cundaka, wenn du das Schultertuch vierfach gefaltet ausbreiten würdest. Schwach fühle ich mich, Cundaka, ich werde mich hinsetzen." - "So sei es, Verehrungswürdiger." Nachdem der ehrwürdige Cundaka dies dem Erhabenen geantwortet hatte, breitete er das vierfach gefaltete Schultertuch aus.

40. Dann hat sich der Erhabene auf die rechte Seite, in die Löwenhaltung gelegt, einen Fuß auf den anderen, achtsam und klarbewusst mit der Vorstellung des Aufstehens in seinem Denken. Dort setzte sich der ehrwürdige Cundaka vor dem Erhabenen nieder.

41. Es ging der Erwachte zum Flusse Kakutthā,
der klar, angenehm, kühl, ungetrübt.
Es stieg der Meister müde (in den Fluss),
der Vollendete, der keines Gleichen hat in der Welt.


Der Meister kam, gebadet und gelabt, am andern Ufer heraus.
An der Spitze, von der Mönchsgemeinde halb umrundet.
Der Meister, der Anführer, der Erhabene in dieser Lehre,
der große Asket kam zum Mangohain.


Dort sprach er einen Mönch mit Namen Cundaka an:
"Breite mein (Schultertuch) als Sitzdecke vierfach gefaltet aus."
Jener Cunda, erfreut und mit kultiviertem Geist,
breitete (sie) vierfach gefaltet schnell aus.
Der müde Meister setzte sich nieder.
Auch Cunda setzte sich dort von Angesicht zu Angesicht nieder.


42. Dann sprach der Erhabene den ehrwürdigen Ānanda an: "Es könnte sein, Ānanda, dass jemand dem Schmied Cunda ein schlechtes Gewissen verursacht: Das, Bruder Cunda, ist für dich ein Nachteil, das ist für dich ein Makel, dass der Vollendete, nachdem er (gerade) dein Essen gegessen hatte, in das vollkommene Nibbana eingetreten ist. Der Schmied Cunda, Ānanda, soll dieses schlechte Gewissen vertreiben. Dies, Bruder, ist ein Vorteil, dies, Bruder, ist makellos, dass der Vollendete, nachdem er (gerade) dein Essen gegessen hatte, in das vollkommene Nibbana eingetreten ist. Von Angesicht zu Angesicht, Bruder Cunda, habe ich es vom Erhabenen gehört, von Angesicht zu Angesicht es vernommen: 'Zwei Almosengaben haben gleichwertige Frucht, gleichwertiges Resultat, mehr als andere Almosengaben haben sie große Frucht, großen Vorteil. Welche zwei? Die Almosenspeise nach der der Vollendete zur unübertroffenen vollkommenen Erwachung gelangt und die Almosenspeise nach der der Vollendete in das restlose Nibbana eingeht. Diese zwei Almosengaben haben gleichwertige Frucht, gleichwertiges Resultat, mehr als andere Almosengaben haben sie große Frucht, großen Vorteil. Der ehrwürdige Cunda hat Kamma ange-sammelt, das zur (Verlängerung) der Lebenskraft führt, zu schönem Aussehen führt, das zu Wohl führt, zu Ruhm führt, zum Himmel führt, zur Herrschaft führt.' Der Schmied Cunda, Ānanda, soll dieses schlechte Gewissen vertrei-ben."

43. Nachdem der Erhabene diesen Sachverhalt erkannt hatte, tat der Erhabene diesen Ausspruch:

Bei dem Gebenden vermehrt sich das Positive,
bei dem Gezügelten sammelt sich keine Feindschaft an,
der Gute beseitigt das Unheilsame -
Leidenschaftliche Zuneigung, Hass, Verblendung vernichtend, erlischt er.

Das vierte Kapitel mit der Āļāra Geschichte ist beendet.

Kapitel 5

1. Dann sprach der Erhabene den ehrwürdigen Ānanda an: "Komm, Ānanda, lass uns zum jenseitigen Ufer des Flusses Hiraññavati nach Kusinārā-Upavattana in den Sāla-Hain der Malla gehen." - "So sei es, Verehrungswürdiger", antwortete der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen. Da ging der Erhabene mit einer großen Mönchsgemeinde zum jenseitigen Ufer des Flusses Hiraññavati nach Kusinārā-Upavattana in den Sāla-Hain der Malla. Dort angekommen sprach er den ehrwürdigen Ānanda an: "Gut wäre es, Ānanda, wenn du mir zwischen den beiden Sāla-Bäumen einen Liegeplatz, mit dem Kopfteil nach Norden, bereiten würdest, ich bin müde, Ānanda, ich werde mich hinlegen." - "So sei es, Verehrungswürdiger." Nachdem der ehrwürdige Ānanda dies dem Erhabenen geantwortet hatte, bereitete er ihm einen Liegeplatz zwischen den beiden Sāla-Bäumen mit dem Kopfteil nach Norden. Dann hat sich der Erhabene auf die rechte Seite, in die Löwenhaltung gelegt, einen Fuß auf den anderen, achtsam und klarbewusst.

2. Zu jener Zeit waren die beiden Sāla-Bäume zur Unzeit in voller Blüte. Sie haben den Körper des Vollendeten (mit Blüten) überschüttet, überhäuft, überdeckt, um den Vollendeten zu ehren. Göttliche Mandārava-Blüten fielen vom Firmament. Sie überschütteten, überhäuften, überdeckten den Körper des Vollendeten, um den Vollendeten zu ehren. Göttliches Sandelholzpulver fiel vom Firmament und überschüttete, überhäufte, überdeckte den Körper des Vollendeten, um den Vollendeten zu ehren. Göttliche Musikinstrumente erklangen im Firmament, um den Vollendeten zu ehren. Göttliche Musik erklang, um den Vollendeten zu ehren.

3. Da sprach der Erhabene den ehrwürdigen Ānanda an: "Die beiden Sāla-Bäume, die zur Unzeit in voller Blüte stehen, haben den Körper des Vollendeten (mit Blüten) überschüttet, überhäuft, überdeckt, um den Vollendeten zu ehren. Göttliche Mandārava-Blüten fielen vom Firmament. Sie überschütteten, überhäuften, überdeckten den Körper des Vollendeten, um den Vollendeten zu ehren. Göttliches Sandelholzpulver fiel vom Firmament und überschüttete, überhäufte, überdeckte den Körper des Vollendeten, um den Vollendeten zu ehren. Göttliche Musikinstrumente erklangen im Firmament, um den Vollendeten zu ehren. Göttliche Musik erklang, um den Vollendeten zu ehren. Nicht aber in dieser Weise, Ānanda, wird der Vollendete geachtet, gewürdigt, geschätzt, geehrt, respektiert, sondern wer als Mönch, Nonne, Laienanhänger oder Laienanhängerin der Lehre lehrgemäß nachfolgt und angemessen der Lehre nachgeht, der achtet den Vollendeten, würdigt, schätzt und ehrt ihn mit höchster Verehrung. Daher, Ānanda: 'Wir werden der Lehre lehrgemäß nachfolgen und angemessen der Lehre nachgehen', so solltet ihr euch schulen."

4. Zu jener Zeit stand der ehrwürdige Upavāņa vor dem Erhabenen, ihm Luft zufächelnd. Es sandte der Erhabene den ehrwürdigen Upavāņa fort: "Geh fort, Mönch, stehe nicht vor mir." Da kam dem ehrwürdigen Ānanda folgender Gedanke: Dieser, der ehrwürdige Upavāņa, war lange Zeit der Aufwärter des Erhabenen, weilte bei ihm in seiner Nähe. Trotzdem hat der Erhabene zu guter Letzt den ehrwürdigen Upavāņa fortgeschickt: "Geh fort, Mönch, stehe nicht vor mir." Was ist nun der Grund, was die Ursache, dass der Erhabene den ehrwürdigen Upavāņa fortgeschickt: hat: "Geh fort, Mönch, stehe nicht vor mir?"

5. Da sagte der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen Folgendes: "Dieser, der ehrwürdige Upavāņa, war lange Zeit der Aufwärter des Erhabenen, weilte bei ihm in seiner Nähe. Trotzdem hat der Erhabene zu guter Letzt den ehrwürdigen Upavāņa fortgeschickt: Geh fort, Mönch, stehe nicht vor mir. Was ist nun der Grund, was die Ursache, dass der Erhabene den ehrwürdigen Upavāņa fortgeschickt hat: Geh fort, Mönch, stehe nicht vor mir? - "Zahlreiche Gottheiten der zehn Sphären, Ānanda, haben sich versammelt, um den Erhabenen zu sehen. Soweit, Ānanda, wie der Sāla-Hain Upavattana der Mallas reicht, überallhin zwölf Yojanas im Umkreis, gibt es keinen Platz, nicht mal von der Größe eines Pferdehaares, der nicht berührt ist von großmächtigen Göttern. Die Götter, Ānanda, sind verärgert: 'Wahrlich, von weitem sind wir gekommen, um den Vollendeten zu sehen. Selten mag wohl ein Vollendeter, Heiliger, vollkommen Erwachte in der Welt geboren werden. Heute, im letzten Teil der Nacht wird der Vollendete ins vollkommene Nibbana eingehen. Dieser großmächtige Mönch steht vor dem Erhabenen (uns) die Sicht nehmend. Nicht bekommen wir den Vollendeten in den letzten Stunden zu sehen.' Die Götter, Ānanda, sind verärgert."


6. "Welcher Art, Verehrungswürdiger, sind die Götter, die der Erhabene bemerkt?" - "Es gibt, Ānanda, Götter des Himmels, die noch an irdischen Vorstellungen (haften); die Haare raufend weinen sie, die Arme hochwerfend weinen sie, wie ein gefällter (Baum) stürzen sie zur Erde und wälzen sich hin und her: 'Zu schnell wird der Erhabene ins vollkommene Nibbana eingehen, zu schnell wird der Wohlgegangene ins vollkommene Nibbana eingehen, zu schnell wird das Auge der Welt entschwinden.' Es gibt, Ānanda, Götter der Erde, die noch an irdischen Vorstellungen [haften; die Haare raufend weinen sie, die Arme hochwerfend weinen sie, wie ein gefällter (Baum) stürzen sie zur Erde und wälzen sich hin und her: 'Zu schnell wird der Erhabene ins vollkommene Nibbana eingehen, zu schnell wird der Wohlgegangene ins vollkommene Nibbana eingehen, zu schnell wird das Auge der Welt entschwinden.' Die Götter aber, die ohne Begehren sind, die ertragen achtsam und klarbewusst: 'Vergänglich sind alle Gebilde, wie wäre es anders wohl möglich.'"

7. "Früher, Verehrungswürdiger, kamen die Mönche, nachdem sie die Regenzeit verbracht hatten, um den Vollendeten zu sehen. Dabei bekamen wir fortgeschrittene Mönche zu sehen und konnten sie verehren. Wenn der Erhabene, Verehrungswürdiger, dahingegangen ist, bekommen wir keine fortgeschrittenen Mönche zu sehen und können sie nicht verehren."

8. "Diese vier Orte, Ānanda, sollte der vertrauende Sohn aus gutem Hause sehen und (dabei in seinem Gemüt) ergriffen werden. Welche vier? 'Hier ist der Vollendete geboren', dies ist ein Ort, den der vertrauende Sohn aus gutem Hause sehen und (dabei in seinem Gemüt) ergriffen werden sollte. 'Hier ist der Vollendete zur unübertroffenen vollkommenen Erwachung gelangt', dies ist ein Ort, den der vertrauende Sohn aus gutem Hause sehen und (dabei in seinem Gemüt) ergriffen werden sollte. 'Hier hat der Vollendete das unübertroffene Rad der Lehre in Gang gesetzt', dies ist ein Ort, den der vertrauende Sohn aus gutem Hause sehen und (dabei in seinem Gemüt) ergriffen werden sollte. 'Hier ist der Vollendete zum restlosen Nibbana eingegangen', dies ist ein Ort, den der vertrauende Sohn aus gutem Hause sehen und (dabei in seinem Gemüt) ergriffen werden sollte. Diese vier Orte, Ānanda, sollte der vertrauende Sohn aus gutem Hause sehen und (dabei in seinem Gemüt) ergriffen werden. Ver-trauende Mönche, Nonnen, Laienanhänger und Laienanhängerinnen, Ānanda, werden kommen: 'Hier ist der Vollendete geboren, hier ist der Vollendete zur unübertroffenen vollkommenen Erwachung gelangt, hier hat der Vollendete das unübertroffene Rad der Lehre in Gang gesetzt, hier ist der Vollendete zum restlosen Nibbana eingegangen.' Wer auch immer, Ānanda, sich auf eine Reise zu den Gedenkstätten begibt, und mit einem zuversichtlichem Gemüt stirbt, alle diejenigen werden nach dem Zerbrechen des Körpers, nach dem Tode, in guter Existenz, im Himmel wiedergeboren werden."

9. "Wie sollen wir uns, Verehrungswürdiger, den Frauen gegenüber verhalten?" - "Nicht sehen, Ānanda." - "Wenn wir sie aber sehen, Erhabener, wie sollen wir uns dann verhalten?" - "Nicht (mit ihnen) reden, Ānanda." - "Bei einem Gespräch, Verehrungswürdiger, wie sollen wir uns dann verhalten?" - "Dann soll man sich, Ānanda, die Achtsamkeit vergegenwärtigen."

10. "Wie sollen wir, Verehrungswürdiger, mit dem Körper des Vollendeten verfahren?" - "Beschäftigt euch nicht damit, Ānanda, den Körper des Vollendeten zu verehren, sondern bemüht euch um das eigene Heil [6], beschäftigt euch mit dem eigenen Heil, verweilt strebsam, eifrig und energisch zu eurem eigenen Heil. Es gibt, Ānanda, weise Fürsten, weise Brahmanen, weise Hausleute, die zum Vollendeten Zutrauen hegen, die werden den Körper des Vollendeten verehren."

11. "Wie soll man dann, Verehrungswürdiger, mit dem Körper des Vollendeten verfahren?" - "Wie man, Ānanda, mit dem Körper eines Königs, eines Erdbeherrschers verfährt, so soll man auch mit dem Körper des Vollendeten verfahren." - "Wie verfährt man, Verehrungswürdiger, mit dem Körper eines Königs, eines Erdbeherrschers?" - "Den Körper eines Königs, eines Erdbeherrschers, wickelt man zuerst in grobes Leinen. Nachdem man ihn in grobes Leinen gewickelt hat, umwickelt man ihn mit Baumwollwatte. Nachdem man ihn mit Baumwollwatte umwickelt hat, wickelt man ihn in grobes Leinen und so fort. Nachdem man auf diese Weise den Körper des Königs, des Erdbeherrschers fünfhundertmal doppelt umwickelt hat, legt man ihn in einen mit Öl gefüllten Metallbehälter und deckt ihn mit einem Metalldeckel zu. Alle wohlriechenden (Holz)arten zu einem Haufen aufgeschichtet, verbrennt man den Körper des Königs, des Erdbeherrschers. An einer Kreuzung zweier Straßen wird eine Thupa errichtet. So, Ānanda, wird mit dem Körper eines Königs, eines Erdbeherrschers verfahren. Wie man, Ānanda, mit dem Körper eines Königs, eines Erdbeherrschers, verfährt, so soll man auch mit dem Körper des Vollendeten verfahren. An einer Kreuzung zweier Straßen soll man eine Thupa errichten. Wenn dort jemand eine Blumengirlande, Wohlriechendes oder Buntes darbringt, sich verbeugt, das Gemüt voller Zutrauen, diesem wird das lange zum Wohl und Heil gereichen.


12. Diese vier, Ānanda, sind einer Thupa würdig. Welche vier? Der Vollendete, der Heilige, vollkommen Erwachte ist einer Thupa würdig. Der Einzelerwachte [7] ist einer Thupa würdig. Der Nachfolger des Vollendeten ist einer Thupa würdig. Der König, der Erdbeherrscher, ist einer Thupa würdig. Aus welchem Grunde, Ānanda, ist der Vollendete, der heilige, vollkommen Erwachte einer Thupa würdig? 'Dies ist die Thupa des Erhabenen, Heiligen, vollkommen Erwachten' so wird, Ānanda, vielen Leuten das Gemüt erhellt. Die werden, nachdem das Gemüt erhellt ist, wenn der Körper zerbricht, nach dem Tode in guter Existenz in himmlischer Welt wiedergeboren. Aus diesem Grunde, Ānanda, ist der Vollendete, der Heilige, vollkommen Erwachte einer Thupa würdig. Aus welchem Grunde, Ānanda, ist der Einzelerwachte einer Thupa würdig? 'Dies ist die Thupa des Einzelerwachten' so wird, Ānanda, vielen Leuten das Gemüt erhellt. Die werden, nachdem das Gemüt erhellt ist, wenn der Körper zerbricht, nach dem Tode in guter Existenz in himmlischer Welt wiedergeboren. Aus diesem Grunde, Ānanda, ist der Einzelerwachte einer Thupa würdig. Aus welchem Grunde, Ānanda, ist der Nachfolger des Vollendeten, einer Thupa würdig? 'Dies ist die Thupa des Nachfolgers des Erhabenen, des Heiligen, vollkommen Erwachten' so wird, Ānanda, vielen Leuten das Gemüt erhellt. Die werden, nachdem das Gemüt erhellt ist, wenn der Körper zerbricht, nach dem Tode in guter Existenz in himmlischer Welt wiedergeboren. Aus diesem Grunde, Ānanda, ist der Nachfolger des Vollendeten, einer Thupa würdig. Aus welchem Grunde, Ānanda, ist der König, der Erdbeherrscher einer Thupa würdig? 'Dies ist die Thupa des gerechten Gesetzeskönigs' so wird, Ānanda, vielen Leuten das Gemüt erhellt. Die werden, nachdem das Gemüt erhellt ist, wenn der Körper zerbricht, nach dem Tode in guter Existenz in himmlischer Welt wiedergeboren. Aus diesem Grunde, Ānanda, ist der König, der Erdbeherrscher einer Thupa würdig. Diese vier, Ānanda, sind einer Thupa würdig."

13. Dann, nachdem der ehrwürdige Ānanda in die Behausung [8] eingetreten war, stützte er sich auf den Türknauf und weinte: "Ich bin doch wahrlich noch ein mich Schulender, ich habe noch an mir zu arbeiten und mein Meister wird in das vollkommene Erlöschen eintreten, er, der mein Fürsorger ist." Da sprach der Erhabene die Mönche an: "Wo, ihr Mönche, ist Ānanda?" - "Es ist, Verehrungswürdiger, der ehrwürdige Ānanda in die Behausung eingetreten, stützt sich auf den Türknauf und weint: 'Ich bin doch wahrlich noch ein mich Schulender, ich habe noch an mir zu arbeiten und mein Meister wird in das vollkommene Erlöschen eintreten, er, der mein Fürsorger ist.'" Da hat der Erhabene irgendeinen Mönch angesprochen: "Komm, Mönch, an meiner Stelle sprich Ānanda an: 'Der Meister, Bruder Ānanda, ruft dich'" - "So sei es, Verehrungswürdiger." Nachdem der Mönch dies dem Erhabenen geantwortet hatte, ging er zum ehrwürdigen Ānanda. Dort sagte er dem ehrwürdigen Ānanda Folgendes: "Der Meister, Bruder Ānanda, ruft dich." - "So ist es, Bruder." Nachdem der ehrwürdige Ānanda dies dem Mönch geantwortet hatte, ging er zum Erhabenen. Dort, nachdem er den Erhabenen verehrt hatte, setzte er sich beiseite nieder.

14. Dem beiseite sitzenden Ānanda sagte der Erhabene Folgendes: "Halt, Ānanda, sei nicht traurig, klage nicht. Habe ich nicht, Ānanda, dir vorher schon gesagt, dass es Veränderung, Trennung und Anderswerden von allem Lieben und Angenehmen gibt? Daher, Ānanda, was erwartest du? Von allem was entstanden, geworden, verursacht, die Natur des Dahinschwindens hat, ist es unmöglich zu wünschen: 'Möge es nicht zerbrechen.' Lange Zeit bist du, Ānanda, dem Vollendeten mit wohlwollenden Taten entgegengekommen, mit heilbringenden, erfreulichen, selbstlosen [9], unermesslichen, mit wohlwollenden Worten entgegengekommen, mit heilbringenden, erfreulichen, selbstlosen, unermesslichen, mit wohlwollenden Gedanken entgegengekommen, mit heilbringenden, erfreulichen, selbstlosen, unermesslichen. Viel Positives, Ānanda, hast du vollbracht. Strenge dich an, gar bald wirst du ein Vollendeter [10] sein."

15. Dann sprach der Erhabene die Mönche an: "Diejenigen, ihr Mönche, die in der Vergangenheit Heilige, vollkommen Erwachte waren, auch diese Erhabenen hatten solche unübertrefflichen Aufwärter, wie ich Ānanda. Diejenigen, ihr Mönche, die in der Zukunft Heilige, vollkommen Erwachte sein werden, auch diese Erhabenen werden solche unübertrefflichen Aufwärter, haben wie ich Ānanda. Ānanda, der Weise, ihr Mönche, weiß: 'Dies ist die Zeit für die Mönche, um den Vollendeten zu sehen und zu ihm zu gehen. Dies ist die Zeit für die Nonnen, um den Vollendeten zu sehen und zu ihm zu gehen. Dies ist die Zeit für die Laienanhänger, um den Vollendeten zu sehen und zu ihm zu gehen. Dies ist die Zeit für die Laienanhängerinnen, um den Vollendeten zu sehen und zu ihm zu gehen. Dies ist die Zeit für den König, für die Königsminister, für die Nachfolger der Nichtbuddhisten um den Vollendeten zu sehen und zu ihm zu gehen.

16. Diese vier erstaunlichen, außergewöhnlichen Eigenschaften besitzt Ānanda. Welche vier? Wenn, ihr Mönche, eine Gruppe von Mönchen kommt, um Ānanda zu sehen - ihn sehend wird sie erfreut. Wenn Ānanda dort die Lehre verkündet - ihn hörend wird sie erfreut. Wenn Ānanda dann schweigt - noch nicht genug gehört hat die Gruppe der Mönche. Wenn, ihr Mönche, eine Gruppe von Nonnen, von Laienanhängern, von Laienanhängerinnen kommt, um Ānanda zu sehen - ihn sehend wird sie erfreut. Wenn Ānanda dort die Lehre verkündet - ihn hörend wird sie erfreut. Wenn Ānanda dann schweigt - noch nicht genug gehört hat die Gruppe der Nonnen, der Laienanhänger, der Laienanhängerinnen.

Diese vier erstaunlichen, außergewöhnlichen Eigenschaften besitzt ein Erdbeherrscher. Welche vier? Wenn, ihr Mönche, eine Gruppe von Fürsten kommt, um den Erdbeherrscher zu sehen - ihn sehend wird sie erfreut. Wenn der Erdbeherrscher dort spricht - ihn hörend wird sie erfreut. Wenn der Erdbeherrscher dann schweigt - noch nicht genug gehört hat die Gruppe der Fürsten. Wenn, ihr Mönche, eine Gruppe von Brahmanen, von Hausherren, von Asketen kommt, um den Erdbeherrscher zu sehen - ihn sehend wird sie erfreut. Wenn der Erdbeherrscher dort spricht - ihn hörend wird sie erfreut. Wenn der Erdbeherrscher dann schweigt - noch nicht genug gehört hat die Gruppe der Brahmanen, der Hausherren, der Asketen.

Genau solche vier erstaunlichen, außergewöhnlichen Eigenschaften besitzt Ānanda. Wenn, ihr Mönche, eine Gruppe von Mönchen kommt, um Ānanda zu sehen - ihn sehend wird sie erfreut. Wenn Ānanda dort die Lehre verkündet - ihn hörend wird sie erfreut. Wenn Ānanda dann schweigt - noch nicht genug gehört hat die Gruppe der Mönche. Wenn, ihr Mönche, eine Gruppe von Nonnen, von Laienanhängern, von Laienanhängerinnen kommt, um Ānanda zu sehen - ihn sehend wird sie erfreut. Wenn Ānanda dort die Lehre verkündet - ihn hörend wird sie erfreut. Wenn Ānanda dann schweigt - noch nicht genug gehört hat die Gruppe der Nonnen, der Laienanhänger, der Laienanhängerinnen. Diese vier erstaunlichen, außergewöhnlichen Eigenschaften besitzt Ānanda."

17. Nachdem dies gesagt wurde, sagte der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen Folgendes: "Möge der Erhabene nicht in diesem kleinen Städtchen, in diesem hinterwäldlerischen Städtchen, in diesem abseits gelegenen Städtchen vollkommen erlöschen. Es gibt ja, Verehrungswürdiger, andere große Städte, wie Campā, Rājagaha, Sāvatthi, Sāketa, Kosambi, Bārāņasi. Möge der Erhabene dort vollkommen erlöschen, dort wo viele wohlhabende Fürsten sind, wo viele wohlhabende Brahmanen sind, wo viele wohlhabende Hausherren sind, die Zutrauen zum Vollendeten haben, die den Körper des Vollendeten verehren werden." - "Mögest du so nicht sprechen, Ānanda, mögest du nicht so sprechen: 'Dieses kleine Städtchen, dieses hinterwäldlerische Städtchen, dieses abseits gelegene Städtchen.'

18. In früheren Zeiten, Ānanda, gab es einen König, einen Erdbeherrscher mit Namen Mahā-Sudassana, ein gerechter Gesetzeskönig, bis an die Grenze der vier Himmelsrichtungen, ein Siegreicher. Er hatte alle Teile des Landes gesichert und gefestigt, war versehen mit den sieben Juwelen. Dieser König Mahā-Sudassana hatte dieses Kusinārā als Königssitz mit Namen Kusāvatī. In östliche und westliche Richtung war es zwölf Yojana, von Norden nach Süden sieben Yojana groß. Der Königssitz Kusāvatī, Ānanda, war wohlhabend, reich, bevölkert, voll von Menschen, begütert. Genauso wie der Königssitz der Götter, Āļakamandā wohlhabend ist, reich, bevölkert, voll von Yakkhas, begütert, genauso war, Ānanda, Kusāvatī wohlhabend, reich, bevölkert, voll von Menschen, begütert. In Kusāvatī, Ānanda, dem Königssitz, waren ständig, Tag und Nacht, zehn Geräusche zu hören: von Elefanten, Pferden, Wagen, Trommeln, Handtrommeln, Lauten, Gesang, Becken, Gongs und zehntens: 'Iß, trink, speise!'

19. Gehe, Ānanda, nach Kusinārā und künde den Malla von Kusinārā an: 'Heute, ihr Vāseţţhās, im letzten Teil der Nacht, wird der Vollendete in das völlige Nibbana eintreten. Kommt her, Vāseţţhās, kommt her, Vāseţţhās, dass euch nicht nachher Reue überfällt: In unserem Dorf, in unserer Flur ist der Vollendete in das völlige Nibbana eingetreten und wir haben des Vollendeten letzte Stunden nicht miterlebt.'" - "So sei es, Verehrungswürdiger." Nachdem der ehrwürdige Ānanda dies dem Erhabenen geantwortet hatte, die Kleidung geordnet hatte, die Almosen-schale und die Robe genommen hatte, ging er nach Kusinārā mit einem anderen (Mönch).

20. Zu jener Zeit waren die Malla aus Kusinārā in der Versammlungshalle zusammengekommen, um etwas zu erledigen. Da kam der ehrwürdige Ānanda zur Versammlungshalle der Malla von Kusinārā. Dort verkündete er den Malla von Kusinārā: "Heute, ihr Vāseţţhās, im letzten Teil der Nacht, wird der Vollendete in das völlige Nibbana eintreten. Kommt her, Vāseţţhās, kommt her, Vāseţţhās, dass euch nicht nachher Reue überfällt: In unserem Dorf, in unserer Flur ist der Vollendete in das völlige Nibbana eingetreten und wir haben des Vollendeten letzte Stunden nicht miterlebt."

21. Nachdem der ehrwürdige Ānanda dies verkündet hatte, wurden die Malla, deren Söhne, deren Schwiegertöchter und deren Frauen, traurig und betrübt, Leid entstand im Gemüt, einige weinten die Haare raufend, die Arme hoch-werfend weinen sie, wie ein gefällter (Baum) stürzten sie zur Erde und wälzen sich hin und her: 'Zu schnell wird der Erhabene ins vollkommene Nibbana eingehen, zu schnell wird der Wohlgegangene ins vollkommene Nibbana einge-hen, zu schnell wird das Auge der Welt entschwinden.' Und es sind die Malla, deren Söhne, deren Schwiegertöchter und deren Frauen, traurig und betrübt, mit entstandenem Leid im Gemüt zum Sāla-Hain Upavattana der Mallas, zum ehrwürdigen Ānanda gekommen.

22. Da kam dem ehrwürdigen Ānanda folgender Gedanke: Wenn ich die Malla von Kusinārā einzeln den Erhabenen verehren lasse, wird die Nacht vorbei sein, bevor alle Malla von Kusinārā den Erhabenen verehrt haben. So will ich nun die Malla von Kusinārā familienweise zusammengefasst den Erhabenen verehren lassen: Der so und so genannte Malla mit Kindern, Frauen, Dienern, und Vertrauten beugt sein Haupt zu Füßen des Erhabenen. Dann, nachdem der ehrwürdige Ānanda die Malla von Kusinārā familienweise zusammengefasst hatte, ließ er den Erhabenen verehren: Der so und so genannte Malla mit Kindern, Frauen, Dienern, und Vertrauten beugt sein Haupt zu Füßen des Erhabenen. So hat der ehrwürdige Ānanda in dieser Weise schon im ersten Teil der Nacht die Malla von Kusinārā den Erhabenen verehren lassen.

23. Zu jener Zeit wohnte der Wanderasket Subhadda in Kusinārā. Es hörte der Wanderasket Subhadda: "Heute, so sagt man, wird der Asket Gotama im letzten Teil der Nacht in das völlige Nibbana eintreten." Da kam dem Wanderasketen Subhadda folgender Gedanke: Sprechen gehört habe ich die altehrwürdigen Wanderasketen, die Lehrer und die Lehrer der Lehrer: "Selten mag wohl ein Vollendeter, ein Heiliger, vollkommen Erwachter in der Welt geboren werden." Heute im letzten Teil der Nacht wird der Asket Gotama in das völlige Nibbana eintreten. Bei mir ist ein Zweifel entstanden, ich bin aber einer, der Zutrauen zum Asketen Gotama hat, dass der Asket Gotama mir die Lehre so darzulegen vermag, dass ich diesen Zweifel aufgebe.

24. Dann kam der Wanderasket Subhadda zum Kusinārā-Upavattana in den Sāla-Hain der Malla zum ehrwürdigen Ānanda. Dort sagte er dem ehrwürdigen Ānanda Folgendes: "Ich hörte, verehrungswürdiger Herr Ānanda, die altehr-würdigen Wanderasketen sprechen, die Lehrer und die Lehrer der Lehrer: 'Selten mag wohl ein Vollendeter, ein Heiliger, vollkommen Erwachter in der Welt geboren werden.' Heute im letzten Teil der Nacht wird der Asket Gotama in das völlige Nibbana eintreten. Bei mir ist ein Zweifel entstanden, ich bin aber einer, der Zutrauen zum Asketen Gotama hat, dass der Asket Gotama mir die Lehre so darzulegen vermag, dass ich diesen Zweifel aufgebe. Ich möchte, Herr Ānanda, den Asketen Gotama zu sehen bekommen." Nachdem er dies gesagt hatte, sagte der ehrwürdige Ānanda dem Wanderasketen Subhadda Folgendes: "Halt, Bruder Subhadda, mögest du den Vollendeten nicht stören. Der Erhabene ist ruhebedürftig."

Zum zweiten und zum dritten Male sagte der Wanderasket Subhadda dem ehrwürdigen Ānanda Folgendes: "Ich hörte, Verehrungswürdiger, Herr Ānanda, die altehrwürdigen Wanderasketen sprechen, die Lehrer und die Lehrer der Lehrer: 'Selten mag wohl ein Vollendeter, ein Heiliger, vollkommen Erwachter in der Welt geboren werden' Heute im letzten Teil der Nacht wird der Asket Gotama in das völlige Nibbana eintreten. Bei mir ist ein Zweifel entstanden, ich bin aber einer, der Zutrauen zum Asketen Gotama hat, dass der Asket Gotama mir die Lehre so darzulegen vermag, dass ich diesen Zweifel aufgebe. Ich möchte, Herr Ānanda, den Asketen Gotama zu sehen bekommen." Nachdem er dies gesagt hatte, sagte der ehrwürdige Ānanda dem Wanderasketen Subhadda zum dritten Mal Folgendes: "Halt, Bruder Subhadda, mögest du den Vollendeten nicht stören. Der Erhabene ruhebedürftig."

25. Es hörte der Erhabene den ehrwürdigen Ānanda mit dem Wanderasketen Subhadda dies Gespräch führen. Da sprach der Erhabene den ehrwürdigen Ānanda an: "Halt, Ānanda, hindere den Wanderasketen Subhadda nicht, gewähre ihm den Wunsch den Erhabenen zu sehen. Was auch immer mich Subhadda fragen will, das fragt er mit der Absicht zu verstehen, nicht mit der Absicht mich zu quälen. Was ich von ihm befragt erkläre, das wird er schnell verstehen." Da sagte der ehrwürdige Ānanda dem Wanderasketen Subhadda Folgendes: "Gehe, Bruder Subhadda, der Erhabene gibt dir dafür die Erlaubnis."

26. Es kam der Wanderasket Subhadda zum Erhabenen. Dort, nachdem er den Erhabenen begrüßt und höfliche und freundliche Worte gewechselt hatte, setzte er sich beiseite nieder. Beiseite sitzend sagte der Wanderasket Subhadda dem Erhabenen Folgendes: "Diejenigen Asketen und Brahmanen, Herr Gotama, mit Gefolgschaft, mit Nachfolgerschaft, Lehrer der Nachfolgerschaft, Bekannte, Berühmte, Wegbereiter, von vielen als gut Anerkannte, als da sind: Pūraņa Kassapa, Makkhali Gosāla, Ajita-Kesakambali, Pakudha Kaccāyana, Sañjaya Belaţţhiputta, Nigaņţha Nāthaputta, haben alle diese, wie sie selber behaupten, die völlige Erkenntnis erlangt? Hat keiner die völlige Erkenntnis erlangt? Haben einige die völlige Erkenntnis erlangt, einige nicht die völlige Erkenntnis erlangt?"

"Halt, Subhadda, lass dieses: 'Haben alle diese, wie sie selber behaupten, die völlige Erkenntnis erlangt? Hat keiner die völlige Erkenntnis erlangt? Haben einige die völlige Erkenntnis erlangt, einige nicht die völlige Erkenntnis erlangt?' Ich werde dir die Lehre verkünden, diese höre, bewahre sie gut im Gedächtnis, ich werde sprechen." - "So sei es, Verehrungswürdiger" antwortete der Wanderasket Subhadda dem Erhabenen. Der Erhabene sagte Folgendes:

27. "In welcher Lehre und Disziplin, Subhadda, der edle achtfache Pfad nicht zu finden ist, dort findet man keine (richtigen) Asketen, dort findet man nicht den zweiten (richtigen) Asketen, dort findet man nicht den dritten (richtigen) Asketen, dort findet man nicht den (vierten) richtigen Asketen [11]. In welcher Lehre und Disziplin, Subhadda, der edle achtfache Pfad zu finden ist, dort findet man den (richtigen) Asketen, dort findet man den zweiten (richtigen) Asketen, dort findet man den dritten (richtigen) Asketen, dort findet man den (vierten) richtigen Asketen. In dieser Lehre und Disziplin, Subhadda, ist der edle achtfache Pfad zu finden, hier findet man den (richti-gen) Asketen, hier findet man den zweiten (richtigen) Asketen, hier findet man den dritten (richtigen) Asketen, hier findet man den (vierten) richtigen Asketen. Leer von (richtigen) Asketen sind die anderen Lehren. Sollten diese Mönche, Subhadda, einwandfrei leben, dann wird diese Welt nicht leer von Heiligen sein.

Im Alter von Neunundzwanzig habe ich, Subhadda,
als einer, der das Heilsame sucht, das Haus verlassen.
Etwas mehr als fünfzig Jahre sind verstrichen,
seitdem ich das Haus verließ, Subhadda.
Ich gelangte in den Bereich der rechten Lehre,
und außerhalb dieser (Lehre) gibt es keine (richtigen) Asketen,

gibt es keinen zweiten (richtigen) Asketen, gibt es keinen dritten (richtigen) Asketen, gibt es keinen vierten (richtigen) Asketen. Leer von (richtigen) Asketen sind die anderen Lehren. Sollten diese Mönche, Subhadda, einwandfrei leben, dann wird diese Welt nicht leer von Heiligen sein."

28. Daraufhin sagte der Wanderasket Subhadda Folgendes: "Sehr, sehr gut, Verehrungswürdiger, wie wenn (man) etwas Umgedrehtes richtig hinstellen würde oder etwas Verdecktes aufdecken würde oder einem Verirrten den Weg zeigen würde oder wie wenn man in der Dunkelheit eine Öllampe hinhalten würde, damit wer Augen hat, die Gestalten sieht, genauso hat der Erhabene auf verschiedene Weise die Lehre verkündet. Ich, Erhabener, nehme meine Zuflucht zum Erhabenen, zur Lehre, als auch zur Gemeinde. Bekommen möchte ich, Erhabener, die Ordination [12] und die Vollordination." - "Wer vorher bei einer anderen Religionsgemeinschaft war und in dieser Lehre und Disziplin die Ordination und die Vollordination erwünscht, bekommt vier Monate eine Probezeit. Wenn die vier Monate vergangen sind und sich die Mönche eine Meinung gebildet haben, fördern sie seine Ordination und Vollordination. Denn ich weiß, dass die Menschen verschieden veranlagt sind."

29. "Wenn, Verehrungswürdiger, diejenigen, die vorher bei einer anderen Religionsgemeinschaft waren, in dieser Lehre und Disziplin die Ordination und die Vollordination erwünschen, vier Monate eine Probezeit bekommen. Wenn die vier Monate vergangen sind und sich die Mönche eine Meinung gebildet haben, fördern sie ihre Ordination und Vollordination, dann werde ich vier Jahre Probezeit auf mich nehmen. Wenn die vier Jahre vergangen sind und sich die Mönche eine Meinung gebildet haben, mögen sie meine Ordination und Vollordination fördern." Da sprach der Erhabene den ehrwürdigen Ānanda an: "Dann sollt ihr, Ānanda, Subhadda ordinieren." - "So sei es, Verehrungswürdiger" antwortete der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen.

30. Es sagte der Wanderasket Subhadda dem ehrwürdigen Ānanda Folgendes: "Gut ist es, Bruder Ānanda, von Vorteil ist es, Bruder Ānanda, dass du vom Meister selber die Schülerweihe erhieltest." So erhielt der Wanderasket Subhaddha beim Erhabenen die Ordination und die Vollordination. Nicht lange danach hatte der ehrwürdige Subhadda allein, abgeschieden, nicht nachlässig, eifrig, energisch verweilt. Nach nicht langer Zeit hatte er, zu welchem Zweck Söhne aus guten Familien in richtiger Weise vom Haus in die Hauslosigkeit ziehen, das Ziel des unübertroffenen Reinheitswandels in diesem Leben unmittelbar erkannt, selbst verstanden und verwirklicht. So verweilte er: 'Vernichtet ist die Geburt, vollbracht der Reinheitswandel, das zu Tuende getan, nichts ist mehr nach diesem', so wusste er. Einer von den Heiligen war der ehrwürdige Subhaddha geworden. Er war der letzte unmittelbare Hörer des Erhabenen.

Das Kapitel vom Hiraññavatiya-Fluß, das fünfte.

Kapitel 6

1. Dann sprach der Erhabene den ehrwürdigen Ānanda an: "Es könnte sein, dass euch einfallen würde: 'Der Meister dieser Lehre ist vergangen, nicht gibt es für uns einen Meister.' So sollt ihr das, Ānanda, aber nicht sehen. Die von mir dargelegte Lehre und die von mir erlassene Zucht, Ānanda, ist nach meinem Tode euer Meister.

2. So wie jetzt, Ānanda, die Mönche gegenseitig die Anrede 'Bruder' verwenden, sollt ihr diese, wenn ich vergangen bin, nicht weiterhin verwenden. Der ältere Theramönch soll den jüngeren Mönch mit dem Namen oder Familien-namen oder 'Bruder' ansprechen. Der jüngere Mönch soll den älteren Theramönch mit 'Verehrungswürdiger' oder 'Ehrwürdiger' ansprechen [13].

3. Wenn die Gemeinde nach meinem Tode es wünscht, möge sie kleine und kleinere Schulungsregeln aufheben.

4. Über den Mönche Channa, Ānanda, soll man nach meinem Tode die Brahmastrafe verhängen." - "Was ist, Verehrungswürdiger, die Brahmastrafe?" - "Der Mönch Channa, Ānanda, kann sagen, was er möchte. Er soll aber von den Mönchen nicht angesprochen werden, nicht belehrt werden, nicht unterwiesen werden."

5. Dann sprach der Erhabene die Mönche an: "Es könnte sein, dass irgendeinem Mönch Zweifel oder Unsicherheit, am Erwachten, an der Lehre, an der Gemeinde, am Pfad, an der Vorgehensweise entstanden sind. Fragt (jetzt) Mönche. Möge nicht später Reue entstehen: Wir waren von Angesicht zu Angesicht mit dem Meister, aber wir konnten den Erhabenen nicht von Angesicht zu Angesicht befragen." Daraufhin, schwiegen die Mönche. Zum zwei-ten, zum dritten Mal sagte der Erhabene: "Es könnte sein, dass irgendeinem Mönch Zweifel oder Unsicherheit, am Erwachten, an der Lehre, an der Gemeinde, am Pfad, an der Vorgehensweise entstanden sind. Fragt (jetzt) Mönche. Möge nicht später Reue entstehen: Wir waren von Angesicht zu Angesicht mit dem Meister, aber wir konnten den Erhabenen nicht von Angesicht zu Angesicht befragen." Auch beim dritten Mal schwiegen die Mönche. Dann sprach der Erhabene die Mönche an: "Es könnte sein, ihr Mönche, dass ihr aus Ehrfurcht vor dem Meister nicht fragt. Dann, ihr Mönche, soll ein Freund für den Freund es sagen." Daraufhin schwiegen die Mönche.

6. Dann sagte der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen Folgendes: "Das ist wirklich großartig, das ist wahrlich erstaunlich. Ich bin so zuversichtlich, Verehrungswürdiger, der Mönchsgemeinde gegenüber: Nicht hat irgendein Mönch Zweifel oder Unsicherheit am Erwachten, an der Lehre, an der Gemeinde, am Pfad, an der Vorgehensweise." - "Du sprichst, Ānanda, von Zuversicht. Es erkennt aber dieses der Vollendete: In dieser Mönchsgemeinde hat nicht irgendein Mönch Zweifel oder Unsicherheit am Erwachten, an der Lehre, an der Gemeinde, am Pfad, an der Vorgehensweise. Bei diesen fünfhundert Mönchen ist selbst der letzte Mönch ein Stromeingetretener, kann nicht in der Hölle erscheinen, ist bestimmt für das vollkommene Erwachen, hat es als endgültiges Ziel."

7. Dann sprach der Erhabene die Mönche an: "So lasst mich euch denn sagen: 'Vergänglich sind alle Gebilde, strebet ohne Unterlass.'" Das waren die letzten Worte des Vollendeten.

8. Es trat der Erhabene in die erste Vertiefung ein. Nachdem er aus der ersten Vertiefung herausgetreten war, trat er in die zweite Vertiefung ein. Nachdem er aus der zweiten Vertiefung herausgetreten war, trat er in die dritte Vertiefung ein. Nachdem er aus der dritten Vertiefung herausgetreten war, trat er in die vierte Vertiefung ein. Nachdem er aus der vierten Vertiefung herausgetreten war, trat er in das Gebiet der Raumunendlichkeit ein. Nachdem er aus der Versenkung des Raumunendlichkeitsgebietes herausgetreten war, trat er in das Gebiet der Bewusstseinsunendlichkeit ein. Nachdem er aus der Versenkung des Bewusstseinsunendlichkeitsgebietes herausgetreten war, trat er in das Gebiet der Nichtetwasheit ein. Nachdem er aus der Versenkung des Nichtet-washeitsgebietes herausgetreten war, trat er in das Gebiet der Weder-Wahrnehmung-noch-Nichtwahrnehmung ein. Nachdem er aus der Versenkung des Weder-Wahrnehmung-noch-Nichtwahrnehmungsgebietes herausgetreten war, trat er ein in die Aufhebung von Wahrnehmung und Gefühl.


Da sagte der ehrwürdige Ānanda dem ehrwürdigen Anuruddha Folgendes: "Vollkommen erloschen, verehrungswürdiger Anuruddha, ist der Erhabene." - "Nicht, Bruder Ānanda, ist der Erhabene vollkommen erloschen, er trat in die Aufhebung von Wahrnehmung und Gefühl ein."

9. Dann trat der Erhabene, nachdem er aus der Aufhebung von Wahrnehmung und Gefühl herausgetreten war in das Gebiet der Weder-Wahrnehmung-noch-Nichtwahrnehmung ein. Nachdem er aus der Versenkung des Weder-Wahrnehmung-noch-Nichtwahrnehmungsgebietes herausgetreten war, trat er in das Gebiet der Nichtetwasheit ein. Nachdem er aus der Versenkung des Nichtetwasheitsgebietes herausgetreten war, trat er in das Gebiet der Bewusstseinsunendlichkeit ein. Nachdem er aus der Versenkung des Bewusstseinsunendlichkeitsgebietes her-ausgetreten war, trat er in das Gebiet der Raumunendlichkeit ein. Nachdem er aus der Versenkung des Raumunendlichkeitsgebietes herausgetreten war, trat er in die vierte Vertiefung ein. Nachdem er aus der vierten Vertiefung herausgetreten war, trat er in die dritte Vertiefung ein. Nachdem er aus der dritten Vertiefung herausgetreten war, trat er in die zweite Vertiefung ein. Nachdem er aus der zweiten Vertiefung herausgetreten war, trat er in die erste Vertiefung ein.

Nachdem er aus der ersten Vertiefung herausgetreten war, trat er in die zweite Vertiefung ein. Nachdem er aus der zweiten Vertiefung herausgetreten war, trat er in die dritte Vertiefung ein. Nachdem er aus der dritten Vertiefung herausgetreten war, trat er in die vierte Vertiefung ein. Nachdem er aus der vierten Vertiefung herausgetreten war, erlosch er unmittelbar.

10. Als der Erhabene vollkommen erloschen war, mit dem vollkommenen Erlöschen, entstand eine große, furcht-erregende, haarsträubende Erderschütterung und Donner erscholl. Als der Erhabene vollkommen erloschen war, mit dem vollkommenen Erlöschen, sagte Brahma Sahampati folgenden Vers:

"Ausnahmslos alle Wesen in der Welt legen den Körper ab,
wie dieser Meister, der ohnegleichen in der Welt,
der Vollendete, der Mächtige, der völlig Erwachte ist erloschen."

Als der Erhabene vollkommen erloschen war, mit dem vollkommenen Erlöschen, sagte Sakka, der Herrscher der Götter, folgenden Vers:

"Wahrlich, alle Gebilde sind vergänglich,
Entstehen - Vergehen ist ihr Gesetz.
Entstanden werden sie vergehen,
deren zur Ruhe kommen ist Wohl."

Als der Erhabene vollkommen erloschen war, mit dem vollkommenen Erlöschen, sagte der ehrwürdige Anuruddha folgenden Vers:

"Nicht waren mehr Einatmung und Ausatmung
bei demjenigen dessen Gemüt gefestigt.
Zur wunschlosen Ruhe hin starb der Weise.
Mit unberührtem Gemüt ertrug er die Schmerzen.
Wie ein Licht verlischt, war sein Gemüt befreit."

Als der Erhabene vollkommen erloschen war, mit dem vollkommenen Erlöschen, sagte der ehrwürdige Ānanda folgenden Vers:

"Das war furchterregend, das war haarsträubend,
als der Erwachte vollkommen erlosch,
der versehen war mit allen edlen Schätzen."

Als der Erhabene vollkommen erloschen war, haben einige Mönche, die noch nicht ohne leidenschaftliche Zuneigung waren, die Arme hochwerfend geweint, wie ein gefällter (Baum) stürzten sie zur Erde und wälzten sich hin und her: Zu schnell ist der Erhabene ins vollkommene Nibbana eingegangen, zu schnell ist der Wohlgegangene ins vollkommene Nibbana eingegangen, zu schnell ist das Auge der Welt entschwunden. Die Mönche aber, die ohne Begehren
waren, die ertrugen achtsam und klarbewusst: Vergänglich sind alle Gebilde, wie wäre es anders wohl möglich.

11. Dann hat der ehrwürdige Anuruddha die Mönche angesprochen: "Halt, Brüder, seid nicht traurig, klagt nicht. Hat nicht, Brüder, der Erhabene vorher schon gesagt, dass es Veränderung, Trennung und Anders werden von allem Liebem und Angenehmem gibt? Daher, Brüder, wie könnte das erlangt werden? Von allem was entstanden, geworden, verursacht, die Natur des Dahinschwindens hat, ist es unmöglich zu wünschen: Möge es nicht zerbrechen. Die Götter, Brüder, sind verärgert."

"Welcher Art, ehrwürdiger Anuruddha, sind die Götter, die der Verehrungswürdige bemerkt?" - "Es gibt, Ānanda, Götter des Himmels, die noch an irdischen Vorstellungen haften, die Haare raufend weinen sie, die Arme hoch-werfend weinen sie, wie ein gefällter (Baum) stürzen sie zur Erde und wälzen sich hin und her: Zu schnell ist der Erhabene ins vollkommene Nibbana eingegangen, zu schnell ist der Wohlgegangene ins vollkommene Nibbana eingegangen, zu schnell ist das Auge der Welt entschwunden. Es gibt, Ānanda, Götter der Erde, die noch irdische Vorstellungen haben, die Haare raufend weinen sie, die Arme hochwerfend weinen sie, wie ein gefällter (Baum) stürzen sie zur Erde und wälzen sich hin und her: Zu schnell ist der Erhabene ins vollkommene Nibbana eingegangen, zu schnell ist der Wohlgegangene ins vollkommene Nibbana eingegangen, zu schnell ist das Auge der Welt entschwunden. Die Götter aber, die ohne Begehren sind, die ertragen achtsam und klarbewusst: Vergänglich sind alle Gebilde, wie wäre es anders wohl möglich.

12. Den Rest der Nacht verbrachten der ehrwürdige Anuruddha und der ehrwürdige Ānanda damit, ein Gespräch über die Lehre zu halten. Dann sprach der ehrwürdige Anuruddha den ehrwürdigen Ānanda an: "Gehe, Bruder Ānanda, nach Kusinārā und sage den Malla von Kusinārā Folgendes: 'Vollkommen erloschen, Vāseţţhas, ist der Erhabene, was jetzt die rechte Zeit ist zu tun, das tut.'" - "So sei es, Verehrungswürdiger." Nachdem der ehrwürdige Ānanda dies dem ehrwürdigen Anuruddha geantwortet hatte, am Vormittag die Kleidung geordnet hatte, die Almosenschale und die Robe genommen hatte, ging er nach Kusinārā mit einem anderen. Zu jener Zeit waren die Malla aus Kusinārā in der Versammlungshalle zusammengekommen, um etwas zu erledigen. Da kam der ehrwürdige Ānanda zur Versammlungshalle der Malla von Kusinārā. Dort verkündete er den Malla von Kusinārā: "Vollkommen erloschen, Vāseţţhas, ist der Erhabene, was jetzt die rechte Zeit ist zu tun, das tut." Als der ehrwürdige Ānanda dies verkündet hatte, wurden die Malla, deren Söhne, deren Schwiegertöchter und deren Frauen, traurig und betrübt, Leid entstand im Gemüt, einige weinten, die Haare raufend, die Arme hochwerfend weinten sie, wie ein gefällter (Baum) stürzen sie zur Erde und wälzten sich hin und her: Zu schnell ist der Erhabene ins vollkommene Nibbana eingegangen, zu schnell ist der Wohlgegangene ins vollkommene Nibbana eingegangen, zu schnell ist das Auge der Welt entschwunden.

13. Dann befahlen die Malla von Kusinārā ihren Leuten: "Holt, Freunde, alle Wohlgerüche, alle Blumenkränze und alle Musik(instrumente) von Kusinārā zusammen." Und es haben die Malla von Kusinārā alle Wohlgerüche, alle Blumenkränze und alle Musik(instrumente) sowie fünfhundert Stücke doppelten Tuches genommen und sind zum Upavattana in den Sāla-Hain der Malla gegangen und versammelten sich beim Körper des Erhabenen. Dort, nachdem sie sich versammelt hatten, haben sie den Körper des Erhabenen mit Tanz, Gesang, Musik, Blumengirlanden, Wohlgerüchen, geachtet, gewürdigt, geschätzt, geehrt, spannten Tücher als Baldachin und als runden Seitenschutz auf, den sie mit Girlanden (versahen). So verbrachten sie den Tag. Da kam den Malla aus Kusinārā folgender Gedanke: Heute ist es zu spät geworden, den Körper des Erhabenen zu verbrennen. Morgen werden wir den Körper des Erhabenen verbrennen lassen. Dann haben die Malla von Kusinārā einen zweiten Tag damit verbracht, den Körper des Erhabenen mit Tanz, Gesang, Musik, Blumengirlanden, Wohlgerüchen, zu achten, zu würdigen, zu schätzen, zu ehren, sie spannten Tücher als Baldachin und als runden Seitenschutz auf, den sie mit Girlanden (versahen). Und ebenso verbrachten sie einen dritten, vierten, fünften, sechsten Tag.

14. Am siebten Tage kam den Malla von Kusinārā folgender Gedanke: Wir haben den Körper des Erhabenen mit Tanz, Gesang, Musik, Blumengirlanden, Wohlgerüchen, geachtet, gewürdigt, geschätzt, geehrt. Wir wollen den Körper des Erhabenen, nachdem wir ihn aus dem südlichen Teil der Stadt nach Süden gebrachten haben, ganz außerhalb des südlichen Stadtteils verbrennen. Zu dieser Zeit haben acht Führer der Malla, nachdem sie gebadet hatten, ganz neue Kleidung angezogen hatten, (gedacht): Wir wollen den Körper des Erhabenen aufheben, aber sie konnten ihn nicht aufheben. Da sagten die Malla von Kusinārā dem ehrwürdigen Anuruddha Folgendes: "Was ist, Verehrungswürdiger, der Grund, was die Bedingung, dass die acht Führer der Malla, nachdem sie gebadet hatten, ganz neue Kleidung angezogen hatten, (und gedacht hatten): Wir wollen den Körper des Erhabenen aufheben, ihn nicht aufheben konnten?" - "Anders, ihr Vāseţţhas, ist euer Streben, anders ist das Streben der Götter."


15. "Wie ist denn, Verehrungswürdiger, das Streben der Götter?" - "Euer Streben, Vāseţţhas ist Folgendes: Wir haben den Körper des Erhabenen mit Tanz, Gesang, Musik, Blumengirlanden, Wohlgerüchen, geachtet, gewürdigt, geschätzt, geehrt. Wir wollen den Körper des Erhabenen, nachdem wir ihn aus dem südlichen Teil der Stadt nach Süden gebrachten haben, ganz außerhalb des südlichen Stadtteils verbrennen. Die Götter haben Folgendes Streben: Wir haben den Körper des Erhabenen mit göttlichem Tanz, Gesang, Musik, Blumengirlanden, Wohlgerüchen, geachtet, gewürdigt, geschätzt, geehrt. Wir wollen den Körper des Erhabenen, nachdem wir ihn in den nördlichen Teil der Stadt von Norden her gebracht haben, ihn durch das nördliche Tor in die Stadt gebracht haben, ihn genau in die Mitte der Stadt gebracht haben, durch das östliche Tor hinausbringen, und östlich der Stadt wo die Gedenkstätte Makuţa-bandhana der Malla ist, soll der Körper des Erhabenen verbrannt werden." - "So, Verehrungswürdiger, wie die Götter es anstreben, so wollen wir es tun."

16. Zu jener Zeit war Kusinārā kniehoch mit Mandārava-Blüten überhäuft, bis hin zu den Abflüssen und den Abfallhaufen. Dann haben die Götter und die Einwohner von Kusinārā, die Malla, den Körper des Erhabenen mit göttlichem und menschlichem Tanz, Gesang, Musik, Blumengirlanden, Wohlgerüchen, geachtet, gewürdigt, geschätzt, geehrt. Sie haben den Körper des Erhabenen, nachdem sie ihn in den nördlichen Teil der Stadt von Norden her gebracht hatten, ihn durch das nördliche Tor in die Stadt gebracht hatten, ihn genau in die Mitte der Stadt gebracht hatten, durch das östliche Tor hinausgebracht und östlich der Stadt, wo die Gedenkstätte Makuţa-bandhana der Malla ist, den Körper des Erhabenen niedergelegt.

17. Da sagten die Malla von Kusinārā dem ehrwürdigen Ānanda Folgendes: "Wie soll man, Verehrungswürdiger, mit dem Körper des Vollendeten verfahren?" - "Wie man, Vāseţţhas, mit dem Körper eines Königs, eines Weltbeherrschers verfährt, so soll man auch mit dem Körper des Vollendeten verfahren." - "Wie verfährt man, verehrungswürdiger Ānanda, mit dem Körper eines Königs, eines Weltbeherrschers?" - "Den Körper eines Königs, eines Weltbeherrschers, Vāseţţhas, wickelt man zuerst in neues Leinen, nachdem man ihn in neues Leinen gewickelt hat, umwickelt man ihn mit Baumwollwatte, nachdem man ihn mit Baumwollwatte umwickelt hat, wickelt man ihn in neues Leinen und so fort. Nachdem man auf diese Weise den Körper des Königs, des Weltbeherrschers, fünfhundert mal doppelt umwickelt hat, legt man ihn in einen mit Öl gefüllten Metallbehälter und deckt ihn mit einem weiteren Metallbehälter zu. Alle wohlriechenden (Holz)arten zu einem Haufen aufgeschichtet, verbrennt man den Körper des Königs, des Weltbeherrschers. An einer Kreuzung zweier Straßen wird eine Thupa errichtet. So, Vāseţţhas, wird mit dem Körper eines Königs, eines Weltbeherrschers verfahren. Wie man, Vāseţţhas, mit dem Körper eines Königs, eines Weltbeherrschers verfährt, so soll man auch mit dem Körper des Vollendeten verfahren. An einer Kreuzung zweier Straßen soll man eine Thupa errichten. Wenn dort jemand eine Blumengirlande, Wohlriechendes oder Buntes darbringt, sich verbeugt, das Gemüt voller Zutrauen, diesem wird das lange zum Wohl und Heil gereichen."

18. Daraufhin befahlen die Malla von Kusinārā ihren Leuten: "Holt, Freunde, alle Baumwollwatte zusammen." Die Malla von Kusinārā haben den Körper des Erhabenen zuerst in neues Leinen gewickelt, nachdem sie ihn in neues Leinen gewickelt hatten, umwickelten sie ihn mit Baumwollwatte, nachdem sie ihn mit Baumwollwatte umwickelt hatten, wickelten sie ihn in neues Leinen und so fort. Nachdem sie auf diese Weise den Körper des Erhabenen fünfhundert mal doppelt umwickelt hatten, legten sie ihn in einen mit Öl gefüllten Metallbehälter, deckten ihn mit einem weiteren Metallbehälter zu. Alle wohlriechenden (Holz)arten zu einem Haufen aufgeschichtet, legten sie den Körper des Erhabenen auf das aufgeschichtete Holz.

19. Zu jener Zeit war der ehrwürdige Mahā-Kassapa von Pāvā nach Kusinārā unterwegs, mit einer großen Mönchsgemeinde, mit fünfhundert Mönchen. Da ging der ehrwürdige Mahā-Kassapa vom Wege ab und setzte sich an den Fuß eines gewissen Baumes. Zu jener Zeit hatte ein gewisser Einsiedler in Kusinārā eine Mandārava-Blüte genommen und war unterwegs nach Pāvā. Es sah der ehrwürdige Mahā-Kassapa den Einsiedler aus der Ferne kommen. Dieses gesehen sagte er dem Einsiedler Folgendes: "Kennst du, Bruder, unseren Meister?" - "Ja, Bruder, den kenne ich. Heute ist der siebte Tag, dass der Asket Gotama völlig erloschen ist. Daher habe ich die Mandārava-Blüte genommen." Da haben einige Mönche, die noch nicht ohne leidenschaftliche Zuneigung waren, die Arme hochwerfend geweint, wie ein gefällter (Baum) stürzten sie zur Erde und wälzten sich hin und her: Zu schnell ist der Erhabene ins vollkommene Nibbana eingegangen, zu schnell ist der Wohlgegangene ins vollkommene Nibbana eingegangen, zu schnell ist das Auge der Welt entschwunden. Die Mönche aber, die ohne Begehren waren, die ertrugen achtsam und klarbewusst: Vergänglich sind alle Gebilde, wie wäre es anders wohl möglich.


20. Zu jener Zeit hat ein im Alter Ordinierter mit Namen Subhadda in jener Gruppe gesessen. Da sagte Subhadda, der im Alter Ordinierte, den Mönchen Folgendes: "Genug, Brüder, trauert nicht, klagt nicht, wir sind von dem großen Asketen befreit. Belästigt wurden wir: 'Dies ist euch angemessen, dies ist euch unangemessen' jetzt tun wir, was wir wünschen und tun nicht, was wir nicht wünschen." Da sprach der ehrwürdige Mahā-Kassapa die Mönche an: "Genug, Brüder, trauert nicht, klagt nicht. Hat nicht, Brüder, der Erhabene vorher schon gesagt, dass es Veränderung, Trennung und Anders werden von allem Liebem und Angenehmem gibt? Daher, Brüder, wie könnte das erlangt werden? Von allem was entstanden, geworden, verursacht, die Natur des Dahinschwindens hat, ist es unmöglich zu wünschen: Möge es nicht zerbrechen."

21. Zu jener Zeit haben vier Führer der Malla, nachdem sie gebadet hatten, ganz neue Kleidung angezogen hatten, (gedacht): Wir wollen das aufgeschichtete Holz des Erhabenen anzünden, aber sie konnten es nicht anzünden. Da sagten die Malla von Kusinārā dem ehrwürdigen Anuruddha Folgendes: "Was ist, verehrungswürdiger Anuruddha, der Grund, was die Bedingung, dass die vier Führer der Malla, nachdem sie gebadet hatten, ganz neue Kleidung angezogen hatten, (und gedacht hatten): Wir wollen das aufgeschichtete Holz des Erhabenen anzünden, es nicht anzünden konnten?" - "Anders, ihr Vāseţţhas, ist euer Streben, anders ist das Streben der Götter." - "Wie ist denn, Verehrungswürdiger, das Streben der Götter?" - "Das Streben der Götter, Vāseţţhas ist Folgendes: Da ist der ehr-würdige Mahā-Kassapa von Pāvā nach Kusinārā unterwegs, mit einer großen Mönchsgemeinde, mit fünfhundert Mönchen. Das aufgeschichtete Holz wird solange nicht brennen, bis der ehrwürdige Mahā-Kassapa zu Füßen des Erhabenen das Haupt gebeugt hat." - "So, Verehrungswürdiger, wie die Götter es anstreben, so wollen wir es tun."

22. Da kam der ehrwürdige Mahā-Kassapa nach Kusinārā zur Gedenkstätte Makuţa-bandhana der Malla, zum aufgeschichteten Holz des Erhabenen, legte die Robe auf eine Schulter, legte die Handflächen zu einem Gruß zusammen, umrundete das aufgeschichtete Holz dreimal (rechts herum), öffnete (den Metallbehälter) auf der Fußseite und beugte das Haupt vor den Füßen (des Erhabenen). Dann legten die fünfhundert Mönche die Robe auf eine Schulter, legten die Handflächen zu einem Gruß zusammen, umrundeten das aufgeschichtete Holz dreimal (rechts herum) und beugten das Haupt vor den Füßen (des Erhabenen). Nachdem der ehrwürdige Mahā-Kassapa und die fünfhundert Mönche (den Erhabenen) verehrt hatten, entzündete sich das aufgeschichtete Holz des Erhabenen von selbst.

23. Vom verbrannten Körpers des Erhabenen, von der Oberhaut, dem Gewebe, dem Fleisch, den Sehnen, der Flüssigkeit, war keine Asche und kein Staub zu sehen, nur die Knochen blieben übrig. Wie, wenn man Butterschmalz oder Öl verbrennt, keine Asche und kein Staub übrig bleibt, war vom verbrannten Körper des Erhabenen, von der Oberhaut, dem Gewebe, dem Fleisch, den Sehnen, der Flüssigkeit, keine Asche und kein Staub zu sehen, nur die Knochen blieben übrig. Von den fünfhundert doppelten Stofflagen verbrannten zwei Stofflagen, nämlich die innere und die äußere. Als der Körper des Erhabenen verbrannt war, fiel vom Himmel ein Wasserstrahl und löschte (das Feuer im) aufgeschichteten Holz des Erhabenen, einer entsprang (der Erde) und löschte (das Feuer im) aufgeschichteten Holz des Erhabenen [14]. Die Malla aus Kusinārā löschten (das Feuer im) aufgeschichteten Holz des Erhabenen mit duftendem Wasser. Dann haben die Malla von Kusinārā die Knochen in ihrer Versammlungshalle, umrundet von aufgestellten Speeren, umfangen von einer Mauer aus Bögen, sieben Tage mit Tanz, Gesang, Musik, Blumengirlanden, Wohlgerüchen, geachtet, gehuldigt, geschätzt, geehrt.

24. Es hörte der König von Magadha, Ajātasattu, der Sohn der Vedehi: 'Der Erhabene, so sagt man, ist in Kusinārā völlig erloschen.' Da hat der König von Magadha, Ajātasattu, der Sohn der Vedehi einen Boten an die Malla von Kusinārā gesandt: "Der Erhabene ist aus der Fürstenkaste, auch ich bin aus der Fürstenkaste. Ich bin eines Teiles der Knochen des Erhabenen würdig. Ich werde für die Knochen des Erhabenen eine Thupa errichten und ein Fest feiern."
Es hörten die Licchavi aus Vesāli: 'Der Erhabene, so sagt man, ist in Kusinārā völlig erloschen.' Da haben die Licchavi aus Vesāli einen Boten an die Malla von Kusinārā gesandt: "Der Erhabene ist aus der Fürstenkaste, auch wir sind aus der Fürstenkaste. Wir sind eines Teiles der Knochen des Erhabenen würdig. Wir werden für die Knochen des Erhabenen eine Thupa errichten und ein Fest feiern."
Es hörten die Sakkā aus Kapilavatthu: 'Der Erhabene, so sagt man, ist in Kusinārā völlig erloschen.' Da haben die Sakkā aus Kapilavatthu einen Boten an die Malla von Kusinārā gesandt: "Der Erhabene ist unser hervorragendster Verwandter. Wir sind eines Teiles der Knochen des Erhabenen würdig. Wir werden für die Knochen des Erhabenen eine Thupa errichten und ein Fest feiern."

Es hörten die Buli aus Allakappa: 'Der Erhabene, so sagt man, ist in Kusinārā völlig erloschen.' Da haben die Buli aus Allakappa einen Boten an die Malla von Kusinārā gesandt: "Der Erhabene ist aus der Fürstenkaste, auch wir sind aus der Fürstenkaste. Wir sind eines Teiles der Knochen des Erhabenen würdig. Wir werden für die Knochen des Erhabenen eine Thupa errichten und ein Fest feiern."
Es hörten die Koliya aus Rāmagāma: 'Der Erhabene, so sagt man, ist in Kusinārā völlig erloschen.' Da haben die Koliya aus Rāmagāma einen Boten an die Malla von Kusinārā gesandt: "Der Erhabene ist aus der Fürstenkaste, auch wir sind aus der Fürstenkaste. Wir sind eines Teiles der Knochen des Erhabenen würdig. Wir werden für die Knochen des Erhabenen eine Thupa errichten und ein Fest feiern."
Es hörte ein Brahmane aus Veţhadīpa: 'Der Erhabene, so sagt man, ist in Kusinārā völlig erloschen.' Da hat der Brahmane aus Veţhadīpa einen Boten an die Malla von Kusinārā gesandt: "Der Erhabene ist aus der Fürstenkaste, ich bin aus der Brahmanenkaste. Ich bin eines Teiles der Knochen des Erhabenen würdig. Ich werde für die Kochen des Erhabenen eine Thupa errichten und ein Fest feiern."
Es hörten die Malla aus Pāvā: 'Der Erhabene, so sagt man, ist in Kusinārā völlig erloschen.' Da haben die Malla aus Pāvā einen Boten an die Malla von Kusinārā gesandt: "Der Erhabene ist aus der Fürstenkaste, auch wir sind aus der Fürstenkaste. Wir sind eines Teiles der Knochen des Erhabenen würdig. Wir werden für die Knochen des Erhabenen eine Thupa errichten und ein Fest feiern."

25. Daraufhin, sagten die Malla von Kusinārā den versammelten Boten Folgendes: "Der Erhabene ist in unserem Dorfbereich völlig erloschen. Nicht werden wir die Knochen des Erhabenen aufteilen." Daraufhin, sagte der Brahmane Doņa den versammelten Boten Folgendes:

Hört Freunde, meine Worte:
Unser Erwachter war einer, der die Geduld lehrte.
Nicht gut ist es, dass den noblen Menschen
beim Teilen der Knochen Streit entstünde.


Alle Freunde mögen einträchtig beisammen sein.
Freudig wollen wir acht Teile machen.
Mögen die Thupas in allen Richtungen sein,
(damit) die Leute am Seher Zutrauen erlangen.

"Dann sollst du, Brahmane, die Knochen des Erhabenen in guter Weise in acht Teile aufteilen." - "So sei es Freunde." Nachdem der Brahmane Doņa dies den versammelten Boten geantwortet hatte, die Knochen des Erhabenen in guter Weise in acht Teile aufgeteilt hatte, sagte er Folgendes: "Dann, Freunde, gebt mir dieses Gefäß, denn auch ich werde für das Gefäß eine Thupa errichten und ein Fest feiern." Man gab dem Brahmanen Doņa das Gefäß.

26. Es hörten die Moriya aus Pipphalivana: 'Der Erhabene, so sagt man, ist in Kusinārā völlig erloschen.' Da haben die Moriya aus Pipphalivana einen Boten an die Malla von Kusinārā gesandt: "Der Erhabene ist aus der Fürstenkaste, auch wir sind aus der Fürstenkaste. Wir sind eines Teiles der Knochen des Erhabenen würdig. Wir werden für die Knochen des Erhabene eine Thupa errichten und ein Fest feiern." - "Nicht gibt es mehr einen Anteil an den Knochen des Erhabenen, aufgeteilt sind die Knochen des Erhabenen, nehmt euch von hier die Kohlenasche." Sie nahmen von dort die Kohlenasche.

27. Dann hat der König von Magadha, Ajātasattu, der Sohn der Vedehi in Rājagaha für die Knochen des Erhabenen eine große Thupa errichtet und ein Fest gefeiert. Dann haben die Licchavi aus Vesāli in Vesāli, die Sakka aus Kapilavatthu in Kapilavatthu, die Buli aus Allakappa in Allakappa, die Koliya aus Rāmagāma in Rāmagāma, der Brahmane aus Veţhadīpa in Veţhadīpa, die Malla aus Pāva in Pāva, die Malla aus Kusinārā in Kusinārā für die Knochen des Erhabenen eine große Thupa errichtet und ein Fest gefeiert. Auch der Brahmane Doņa errichtete für das Gefäß eine Thupa und feierte ein Fest. Die Moriya aus Pipphalivana haben für die Asche eine große Thupa errichtet. So gab es acht Thupas für Knochen, eine neunte Thupa für das Gefäß, eine zehnte Thupa für die Asche. So hat es sich damals zugetragen.

28. Acht Maße blieben von den Knochen des Sehers.

Sieben Maße werden im Rosenapfelkontinent [15] verehrt.
Ein Maß des allerhöchsten Menschen
verehren die Schlangenkönige [16] in Rāmagāma.
Einen Zahn verehren die himmlischen Götter,
einen verehrt man in der Stadt Gandhāra.
Wiederum einer ist im Königreich von Kāliņga,
noch einen verehren die Schlangenkönige.


Diese Erde ist geschmückt mit dem Glanze dieser (Reliquien),
diese vorzüglichen Geschenke sind der Schmuck der Welt.
In dieser Weise wurden die Knochen des Sehers
mit den Verehrungen verehrungswürdig verehrt.


Von hohen Göttern, Schlangen und Menschen wurde er verehrt,
von besten Menschen wurde er dort verehrt.
Verneigt euch mit zusammengelegten Händen,
Erwachte sind wahrlich selten, einmal in hundert Weltperioden.

Die Lehrrede von der vollkommenen Erlöschung ist beendet


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[1] d.h. er hatte den ganzen Körper der Stadt zugewandt
[2] gemeint ist der Abhidhamma.
[3] auch: Ruhr
[4] Pāli: saññī
[5] wörtlich: Spreuhaus
[6] eine andere Möglichkeit der Übersetzung wäre: das höchste Heil (sadatt­ha)
[7] Pāli: pacceka-buddho
[8] Woher diese Behausung plötzlich kommt ist selbst den anderen Überset­zern und dem Kommentar nicht ganz verständlich.
[9] Pāli: advayena wörtlich: ohne Zweiheit, unterschiedslos
[10] hier: anāsavo, einer ohne āsavas (Beeinflussungen).
[11] Der Erwachte verweist hier auf die vier edlen Menschen (ariya-puggala)
[12] Ordination = pabbajjaŋ wörtlich: in die Hauslosigkeit gehen.
[13] Bruder = ~vuso, Verehrungswürdiger = bhante, Ehrwürdiger = ~yasmat
[14] Diese Übersetzung ist sehr unsicher. Möglich sind auch: von den Sāla-Bäumen floss Wasser, bei den Sāla Bäumen entsprang Was­ser, aus der Wasserhalle trat Wasser hervor.
[15] Rosenapfelkontinent = Indien
[16] in Pāli: nāgarājā