Khuddaka-Nikāya XIV

Buddhavaṃsa - Die Geschichte der Erwachten

Erste vollständige Übersetzung aus dem Pāli von Santuṭṭho Bhikkhu

Buch XIV aus dem Khuddaka-Nikāya des Sutta-Piṭaka
Deutsche Erstveröffentlichung 1. Auflage 2017
Gesamtgestaltung: Santuṭṭho Bhikkhu © 2017 Santuṭṭho Bhikkhu
Eigenverlag, Berlin ISBN: 978-3-00-057588-4

Jede Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtsge­setzes ist ohne schriftliche Zustimmung des Autors unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung jeglicher Art, Mikroverfilmung und Einspeicherung in elektronische Systeme, gleich welcher Art und Umfang.

Die hier gezeigten Texte sind vom Übersetzer und Autor Santuttho Bhikkhu ausschließlich der Webseite  palikanon.com kostenlos zur Verfügung gestellt worden. Alle Leser verpflichten sich das Urheberrecht zu achten.

Für M.F. - Möge ihm das Verdienst aus diesem Buch zugute kommen!
Die gesamten Kosten für die Herstellung dieses Buches wurden von M.F. getragen.

Diese Übersetzung wurde ermöglicht durch die Unterstützung von:

Wat Buddhavihara
Malchower Straße 23, 13089 Berlin
Facebook: Wat Buddhavihara Berlin
E-Mail: buddhavihara@hotmail.com
Tel.: +49-30-416 98 44 / oder 416 98 46


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

I. Vorreden.

1. Der Abschnitt vom Juwelen-Wandelgang.

2. Die Erzählung von Sumedhas Wunsch.

II. Die Lebenswege.

1. Der Lebensweg des Buddha Dīpaṅkara.

2. Der Lebensweg des Buddha Koṇḍañña.

3. Der Lebensweg des Buddha Maṅgala.

4. Der Lebensweg des Buddha Sumana.

5. Der Lebensweg des Buddha Revata.

6. Der Lebensweg des Buddha Sobhita.

7. Der Lebensweg des Buddha Anomadassī

8. Der Lebensweg des Buddha Paduma.

9. Der Lebensweg des Buddha Nārada.

10. Der Lebensweg des Buddha Padumuttara.

11. Der Lebensweg des Buddha Sumedha.

12. Der Lebensweg des Buddha Sujāta.

13. Der Lebensweg des Buddha Piyadassī

14. Der Lebensweg des Buddha Atthadassī

15. Der Lebensweg des Buddha Dhammadassī

16. Der Lebensweg des Buddha Siddhattha.

17. Der Lebensweg des Buddha Tissa.

18. Der Lebensweg des Buddha Phussa.

19. Der Lebensweg des Buddha Vipassī

20. Der Lebensweg des Buddha Sikhī

21. Der Lebensweg des Buddha Vessabhū.

22. Der Lebensweg des Buddha Kakusandha.

23. Der Lebensweg des Buddha Koṇāgamana.

24. Der Lebensweg des Buddha Kassapa.

25. Der Lebensweg des Buddha Gotama.

III. Verschiedenes.

1. Der Abschnitt über verschiedene Buddhas.

2. Die Erzählung von der Reliquienverteilung.

Anhang.

Die Weltzeiten (kappa)

Die Lebenszeiten der Buddhas.

Der Lebenslauf der Buddhas.

Chronologischer Überblick.

Bibliografie.


Abkürzungen

AN = Aṅguttara Nikāya
BHSD = Buddhist Hybrid Sanskrit Dictionary
Bv = Buddhavaṃsa
BvAB = burmesischer Bv-Kommentar
BvAC = singhalesischer Bv-Kommentar
BWtb = Buddhistisches Wörterbuch
Cp /A = Cariyā-Piṭaka /-Kommentar
Dhp/A = Dhammapada /-Kommentar
DN = Dīgha Nikāya
DoP = Dictionary of Pāli
DPPN = Dictionary of Pali Proper Names
GCB = Great Chronicle of Buddhas
IBH = I.B. Horner (engl. Übersetzung)
MN = Majjhima Nikāya
Pāc = Pācittiya (Vergehenskategorie)
PTS = Pali Text Society
Vism = Visuddhimagga

Weitere Abkürzungen ergeben sich aus dem Textzusammenhang.


 Home Oben 


Vorwort

Dieses Buch ist zweifellos eines der jüngeren Werke im Pāli-Kanon. Es ist vollständig in Versen abgefasst. Diese sind jedoch nicht durchgehend im sonst üblichen Achtsilbenmaß (sloka) gehalten. Auch gibt es gelegentlich Verse mit drei statt zwei Zeilen zu je acht oder mehr Silben.

Es werden hier fünfundzwanzig Erwachte behandelt, wobei aus der ersten Vorrede deutlich wird, dass es in diesem Werk nicht um nüchtern sachliche Fakten geht, sondern darum, im Hörer der ihm vorgetragenen Verse, die man am besten als "Erbauungsverse" bezeichnen kann, spirituelle Freude zu erwecken. Die zweite Vor­rede hat dann inhaltlichen Bezug auf den ersten Buddha.

Bemerkenswert ist, dass zu Lebzeiten des historischen Buddha (Siddhattha Gotama) außer ihm nur sieben Erwachte benannt waren, nämlich: sechs Vorzeitbuddhas und ein zukünftiger. Unter anderem in DN 14,1.4 sind zu finden:

Vipassī (91 Äonen vor Gotama)
Sikhī (31 Äonen vor Gotama)
Vessabhū (auch im 31. Äon vor Gotama)
Kakusandha (im jetzigen Äon)
Koṇāgamana (im jetzigen Äon)
Kassapa (auch im jetzigen Äon)
Metteyya (der zukünftige, ebenfalls im jetzigen Äon)

Demnach ist das jetzige Weltzeitalter eines der glücklichen, denn es sind 5 Erwachte erschienen. Niemals jedoch gab es oder wird es mehr als einen Vollerwachten (sammāsambuddha) zur selben Zeit geben (AN I,25). An gleicher Stelle wird ebenso als unmög­lich definiert, dass es jemals einen weiblichen Buddha gab oder geben wird.

Sicherlich wäre es interessant zu erfahren, woher die 18 Buddhas in den jüngeren Texten kommen, aber das muss an anderem Ort behandelt werden. Nur so viel sei erwähnt: die Reihe der Erwach­ten ist anfangslos, aber bis zum Buddha Vipassī reichte die Erinne­rungsfähigkeit des historischen Buddha Gotama, wie er selber in MN 71 von sich sagt. Demnach sind alle Buddhas vor Vipassī eher als Legenden zu betrachten. Der Buddha Gotama erklärt die Kenntnis über die oben genannten 6 Buddhas wie folgt: "Dem Vollendeten ist dieses Tatsachenmaterial unmittelbar anschaulich geworden. ... und auch Gottheiten haben dem Vollendeten diesen Sachverhalt mitgeteilt."

Es gibt auch eine Auflistung mit achtundzwanzig Buddhas. Zu den bisher bekannten fünfundzwanzig kommen hinzu: Taṇkaṅkara, Medhaṅkara und Saranaṅkara, die noch vor Dīpaṅkara erschienen (Bv III.1). Aber auch diese Liste ist noch nicht ganz vollständig, denn es fehlt der vom historischen Buddha erwähnte Metteyya, der zukünftige fünfte Buddha in diesem Weltzeitalter. Dieser findet ebenfalls erst Erwähnung in Abschnitt III. Ganz deutlich erkenn­bar ist, dass mit der Zeit immer mehr Buddhas in der Literatur erschienen. Je weiter nach Norden die Lehre des Meisters kam, umso mehr wurde die Figur des Erwachten zu einem überwelt­lichen Wesen verklärt. Und – je mystischer solch ein Wesen ver­klärt wurde, umso mehr haben weitere, ebenso mystische Wesen ihren Eingang in die zur Legende gewordenen Erzählungen gefun­den. So nimmt man im tibetischen Buddhismus an, dass es in jeder Himmelsrichtung eine zentrale Buddhafigur geben müsse, denen man sogar fragliche Unterschiede als Attribute zuordnete, was man auf diversen Thangkas (Rollbildern) gut sehen kann. Aber damit nicht genug. Es musste noch ein weiterer Buddha geschaffen werden, der Ādi-Buddha. Eine Figur, die als oberste Instanz über alle anderen Buddhas steht. Weitaus wichtiger ist aber zu wissen, dass man mit der Zeit immer mehr daran glaubte, dass die er­loschenen Buddhas noch immer irgendwie existieren würden. Und so kam dann auch die Idee samt Glauben auf, dass Nibbāna, das ursprüngliche Erlöschen (wtl.: "Ausgewehtsein"), ein Ort sei, an dem eben jene Buddhas samt aller anderen Erloschenen dort ver­weilen. Das wiederum gab die Steilvorlage für allerlei weitere fan­tasievoll ausgeschmückte Texte. Diese bedenkliche Entwicklung machte (leider) auch vor dem, was man Theravāda ("Weg der Älteren") nennt, nicht halt. Es kam trotz deutlicher Aussagen darüber, was Nibbāna ist, zum Entstehen abstrusester Ideen. Das mag der geschickt ausgenutzten Bildungssituation geschuldet sein, d.h. am Grad der Ausprägung des Aberglaubens. Je niedriger der Bildungsgrad, je einflussreicher der Klerus, der vorgibt, was "wahr" und demnach zu glauben ist, umso abwegiger die Vorstel­lungen. Statt sich mit den überlieferten Texten zu begnügen, werden weitere "entdeckt" (erfunden wäre treffender) und die Urschriften werden nur noch dazu benutzt, um mittels (Fehl-)Inter­pretation die eigenen Vorstellungen zu belegen. Diese unheilsame Entwicklung hat z.B. in Thailand ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen, wo sich seit den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Sekte entwickelte, die sich selber sogar noch als dem Theravāda zugehörig empfindet. Und das, obwohl man ganz leicht nachweisen kann, dass klar definierte Lehrinhalte des ur­sprünglichen Buddhismus verdreht als auch missinterpretiert wer­den. Auch diese Sekte postuliert, dass Nibbāna nur eine Art "Zwi­schenstation" sei, und dass an diesem Ort alle Arahats (Heilige) als auch Buddhas tatsächlich existieren würden. Aber damit nicht genug: Man behauptet sogar, dass man mit den dort "Lebenden" in Kontakt kommen könne. Natürlich bleibt diese außerordentliche Fähigkeit nur den Eingeweihten vorbehalten. Je mystischer die Lehrinhalte, desto attraktiver sind sie. Der Fantasie sind wahrlich keine Grenzen gesetzt.

Interessanterweise werden im hier vorliegenden Text keine weite­ren zukünftigen Buddhas namentlich genannt. Mit der Darstellung des Lebensweges des Buddha Gotama ist die Genealogie im Prin­zip abgeschlossen. Im nächsten Buch des Khuddaka-Nikāya, der Sammlung der kürzeren Texte, das den Namen Cariyā-Piṭaka ("Lebenswandel") trägt, wird ausführlich auf den Buddha Gotama und dessen Vervollkommnung eingegangen. Die Übersetzung ins Deutsche wurde mittlerweile bereits veröffentlicht.

Eine Darstellung auf einer Votiv-Tafel aus Burma zeigt insgesamt 30 Buddhas, alle mit der Erdberührungsgeste (bhūmisparṣa-mūdra), dem Zeichen der Anrufung der Erde als Zeuge des Erwachtseins. Oben links könnte aufgrund der abweichenden Größe der zukünftige Buddha Metteyya sein, der mit 28 weiteren Buddhas die zentrale Figur umgibt, welche der historische Buddha Gotama sein dürfte.

28Buddhas

Eine bedeutend besser erhaltene Votiv-Tafel ist in dem Buch enthalten: "Burmese Buddhist Sculpture: The Johan Möger Collection" von O. Karow (→ Bibliografie).

Erwähnenswert ist durchaus die Klassifizierung der Weltzeitalter anhand der Anzahl der in ihnen erscheinenden Buddhas:

I. ohne Buddha (suñña-kappa)
II. mit einem Buddha (sāra-kappa)
III. mit zwei Buddhas (maṇḍa-kappa)
IV. mit drei Buddhas (vara-kappa)
V. mit vier Buddhas (sāramaṇḍa-kappa)
VI. mit fünf Buddhas (bhaddha-kappa)

Für die meisten Buddhisten sind nur drei Buddhas von Interesse:

Der vorgeschichtliche Buddha Dīpaṅkara, der historische Buddha Gotama und der zukünftige Buddha Metteyya. Man findet z.B. in der tibetischen Kunst die drei gemeinsam dargestellt:

drei Buddhas

Drei englische Übersetzungen wurden zu Vergleichszwecken mit herangezogen: 1. die Ausgabe der PTS, in der I.B. Horner die Verse als normalen Fließtext überträgt und sehr viele Anmerkun­gen aus dem Kommentar gibt, was deren Buch lesenswert als auch verständlicher macht; 2. die Bücher der "Great Chronicle", die in Myanmar zusammengestellt und übersetzt, dann in Malaysia gedruckt wurden; und 3. eine neuere Arbeit aus Indien.

Es erscheint überflüssig zu erwähnen, dass sämtliche Zahlenanga­ben (nur) ikonografische Bedeutung haben. Am deutlichsten wird das durch den Begriff koṭi  (Milliarde). Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass viele Namen ihrer Bedeutung nach übersetzt wurden. Ein flüssig lesbarer Text ist durch diese Übersetzung nicht entstanden, aber das war auch gar nicht beabsichtigt. Wer des Englischen mächtig ist, wird die Ausgabe der PTS bevorzugen. Zumal darin eine enorme Menge an zusätzlichen Informationen aus dem Kommentar als Fußnoten beigegeben ist.

Mit diesem Buch ist eine weitere Lücke in der buddhistischen kanonischen Literatur geschlossen. Das war nur möglich durch die fortwährende Unterstützung im Wat Buddhavihara Berlin.

Santuṭṭho Bhikkhu

Sāvana 2017


I. Vorreden

1. Der Abschnitt vom Juwelen-Wandelgang

1.

Der Brahma(-gott) und Herrscher der Welt, Sahampati,
bat mit ehrerbietig gefalteten Händen den unübertroff'nen [Buddha]:
"Hier sind Wesen mit wenig Staub in den Augen.
Leg' uns die Lehre dar, aus Erbarmen für [diese] Geschöpfe!"

2.

Im solcherart[1] vollkommen in Wissen und Wandel Seienden,
=Licht Bewahrenden, den letzten Körper Tragenden;
Vollendeten, unvergleichlicher Person,
in ihm kam Mitgefühl auf für alle Wesen.

3.

"Nicht wissen Gottheiten und Menschen, dass dem so ist,
dass der Erwachte Vorzüglichster der Menschen ist;
mit welch einer übernatürlichen Kraft und starker Weisheit,
mit welcher Kraft eines Erwachten er der Wohltäter der Welt ist.

4.

Nicht wissen Gottheiten und Menschen, dass dem so ist,
dass der Erwachte Vorzüglichster der Menschen ist;
dass er mit übernatürlicher Kraft und starker Weisheit,
mit der Kraft eines Erwachten der Wohltäter der Welt ist.

5.

Los, lass mich dir zeige,
des Buddhas unübertroff'ne Kraft;
einen Wandelgang will ich erschaffen,
im Himmel[2], mit Juwelen verziert."

6.

Der Erde, Großkönige, der Dreiunddreißig,
und Yāmas Götter, des Tusita(-Himmels) und Schaffensfreudige;
die sich an and'rer Schaffung freu'n als auch Brahmas Gefolge,
zahlreich erhoben sie voll Wonne ihre Stimmen.

7.

Und es erstrahlte die Erde samt Götterwelt,
auch zahlreiche Weltzwischenräume uneingeschränkt;
Finsternis und Trübheit ward beseitigt dann an dem Tag,
als sie gesehen hatten, das vollbrachte Wunder.

8.

Bei den Gottheiten, Jenseitigen[3], Menschen und Dämonen,
ein großartiger Glanz weitreichend kam auf;
in dieser Welt und der jenseitigen erstrahlend,
nach unten, oben und dazwischen sich ausbreitend.

9.

Das höchste Wesen, Unübertroffener, Wegleitender,
Meister, ward verehrt von Göttern und Menschen;
der Großmächtige, mit hundert Zeichen des Verdienstes,
er zeigte das vollbrachte Wunder.

10.

Er, gebeten von den besten der Götter, die Einsicht besitzen,
die Sache erwogen habend, jener vorzüglichste der Menschen;
Den Wandelgang erschuf er, der Weltenführer,
gut mit Bildern aller Juwelen ausgeführt[4].

11.

Übernatürliche Kräfte, Gedankenlesen und Lehrdarlegen,
[dieser] drei Wunder Meister war der Erhabene;
Den Wandelgang erschuf er, der Weltenführer,
gut mit Bildern aller Juwelen ausgeführt.

12.

Im zehntausendfachen Weltsystem,
wie höchster Berg Sineru;
der Säulen Reihenfolge gleich, er lehrte,
Wandelgänge, wie mit Juwelen.

13.

Zehntausend überspannend,
der Wandelgang, den der Sieger hat errichtet;
ganz aus Gold gemacht die Seiten,
der Wandelgänge, wie mit Juwelen.

14.

Die Balkenverbindungen symmetrisch,
golden die Bodenplanken;
die Geländer alle golden,
beiderseits die Flanken hergestellt.

15.

Edelsteine, Perlen wie Sand verstreut,
erschaffen [wie] aus Juwelen gemacht;
erglänzt in alle Richtungen,
das Aufgestiegene hundertstrahlig.

16.

Deshalb geht [nun] auf und ab der Weise,
der mit zweiunddreißig edlen Merkmalen,
Erleuchteter, vollkommen Erwachter,
wandelt im Wandelgang der Sieger.

17.

Himmlische Blüten vom Korallenbaum[5],
vom Lotos [und] Korallenbaum[6];
auf den Wandelgang sie warfen,
all jene Götter, die versammelt waren.

18.

Geseh'n hat ihn die Göttergemeinde,
die zehntausend erfreut waren;
zollten Verehrung die Versammelten,
zufrieden, freudig erregt, hocherfreut.

19.

Die Dreiunddreißig und die des Yāma auch,
sowie die Tusita-Gottheiten;
die schaffensfreud'gen Gottheiten,
auch sich an anderem Erfreuenden;
erhob'nen Geistes, heiter,
sie sah'n den Weltenlenker.

20.

Bei den Gottheiten, Jenseitigen, Menschen und Dämonen,
Nāgas, mystische Vogelwesen[7] als auch Chimären[8];
sie sahen ihn, der [voller] Mitgefühl für's Wohlergeh'n der Welt,
wie am Himmel die aufgestieg'ne Mondscheibe.

21.

Die Strahlenden, die mit beständ'ger Aura,
die Belohnten und die höchsten Götter,
reich gekleidet in glänzend weißen Sachen,
sie standen da, die Hände ehrfürchtig erhoben.

22.

Sie ließen dabei Blüten fallen, fünffarbige,
Korallen(-Blüten) gemischt mit Sandelholzpuder;
Sie riefen Tuch und Kleidungsstücke umherschwenkend:
"Oh Sieger, der Du [voll] Mitgefühl für's Wohlergeh'n der Welt bist!

23.

Du unser Meister, Anführer auch,
Banner und Opferpfosten der Lebenden;
Zuflucht[9] und Grundlage[10],
Leuchte und bester Mensch.

24.

Des zehntausendfachen Weltsystems
großmächt'ge Gottheiten;
verehren ihn, nachdem sie ihn bedienten,
zufrieden, freudig erregt, hocherfreut.

25.

Gottheiten und Götternymphen auch,
war'n heiter, frohen Sinnes;
mit fünffarbigem Blütenwerk,
huldigten sie dem Menschenführer[11].

26.

Geseh'n hat ihn die Göttergemeinde,
war'n heiter, frohen Sinnes;
mit fünffarbigem Blütenwerk,
huldigten sie dem Menschenführer.

27.

Oh, wie erstaunlich in der Welt,
wie wunderbar, wie freudig aufregend!
Nicht gab's sowas seit langer Zeit,
so erstaunlich, freudig aufregend."

28.

In eig'nen Stätten weilende,
niedergesetzt sich habende Gottheiten;
ihr großes Lachen lachten sie,
als sie geseh'n am Himmel das Erstaunliche.

29.

Die Wesen des Himmelsraumes und der Erde,
Gras und Wege Bewohnende;
die Hände ehrfürchtig erhoben, sie zoll'n Respekt,
zufrieden, freudig erregt, hocherfreut.

30.

Auch jene langlebigen Nāgas,
Verdienstbesitzer, Großmächtige;
freudvoll sie verehren,
[und] huldigen dem höchsten Menschen.

31.

Chorgesang sie stimmten an,
himmelwärts auf luft'gen Weg;
Trommeln sprechen ließen sie,
als sie geseh'n am Himmel das Erstaunliche.

32.

Und mit Muscheln sowie kleinen Trommeln,
und auch vielen [and'ren] Trommeln;
im Himmelsraum sie musizierten,
als sie geseh'n am Himmel das Erstaunliche.

33.

Erstaunlich, dass gerade heute,
aufkam dies freudvoll Erregende;
Was wir für immer zum Nutzen erlangen können,
gekommen ist dafür der (günst'ge) Augenblick.

34.

"Ein Buddha!", so hörten sie,
Freude kam auf einmal auf;
"Ein Buddha, ein Buddha!", sprachen sie,
[und] standen da, die Hände ehrfürchtig erhoben.

35.

"Hiṃ" und "Sādhu" [-Beifallslaute][12]
ausrufend, sie freuten sich;
und des Himmels verschiedene Geschöpfe,
die Hände ehrfürchtig erhoben hatten.

36.

Sie sangen, riefen laut und musizierten,
und schön mit Fingern schnippend tanzten sie;
sie ließen dabei Blüten fallen, fünffarbige,
Korallen(-Blüten) gemischt mit Sandelholzpuder;

37.

"Gleichwie bei dir, [du] großer Held[13],
das Rad-Zeichen die Füße haben;
Flagge, Donnerkeil[14], Fahnen,
den Treibstock, was verehrungswert ist[15].

38.

In Aussehen, Tugend, Geistesruhe,
und Weisheit unähnlich;
[doch] in Befreiung ungleich/gleich,
setzt [Du] ingang das Rad der Lehre.

39.

Wie zehn Elefanten starker Körper,
Deine Kraft ist allgemein bekannt;
die übernatürliche Kraft ist unvergleichlich,
setzt [Du] ingang das Rad der Lehre.

40.

So ausgestattet mit all den guten Eigenschaften,
mit all deren Faktoren wohl verseh'n;
den großen Weisen, den mitfühlenden,
den Weltenlenker, den verehrt.

41.

Des Hochverehrens und des Rühmens,
des Ehrens und Lobpreisens auch;
der Verbeugung und Verehrung,
all dessen bist Du [wahrlich] wert.

42.

Wer in der Welt verehrt sein sollte,
von denen, die der Ehre würdig;
bist Du der Beste, großer Held,
Dir ähnlich gibt es nichts.

43.

Mit großer Weisheit Sāriputta,
kundig der Geistesruhe [und] Versenkung;
als er da stand auf dem Geiergipfel,
sah er den Weltenlenker.

44.

Wie ein königlicher Salbaum in voller Blüte,
wie am Himmel der aufgegang'ne Vollmond;
wie am Mittag die Sonne,
betrachtet er den Menschenführer.

45.

Leuchtend wie ein Baum [voller] Lampen,
wie die eben aufgegang'ne Sonne;
mit klafter[-großem] Heil'genschein,
sah er den weisen Weltenlenker.

46.

Fünfhundert Mönche,
solche, die ihr Werk getan;
die Einflüsse zerstört habend, Unbefleckte,
hat er sofort versammelt.

47.

Das sogenannte Welt-Gunsterweisen,
dies Wunder zeigt' er auf.
"Nachdem auch wir dorthin gegangen,
woll'n wir den Sieger [auch] verehr'n.

48.

Lasst uns [nun] alle gehen,
und fragen unser'n Sieghaften;
Die Zweifel lasst uns zerstreuen,
wenn wir geseh'n den Weltenlenker."

49.

"Sehr gut!" wurde da geantwortet,
von Klugen, die sie Sinne zügeln.
Die Schale, Roben aufgenommen,
eiligst brachen sie nun auf.

50.

Die Unbefleckten, mit zerstörten Einflüssen,
in höchster Zucht Gezügelten,
bei Sāriputta mit der großen Weisheit,
kamen sie an, mit magischer Kraft.

51.

Von diesen Mönchen umgeben,
Sāriputta [samt] der großen Gruppe,
spielend [leicht] im Götterhimmel,
kamen sie an, mit magischer Kraft.

52.

Sie räusperten und schneuzten[16] sich,
sorgfältig [als auch] pflichtgetreu;
ehrfurchtsvoll und ehrerbietig,
gelangten sie zum Vollerwachten.

53.

Da angekommen sahen sie,
den Weltenlenker, Selbstverwirklichten;
hoch im Luftraum stehend,
gleichwie der Mond am Himmel.

54.

Leuchtend wie ein Baum [voller] Lampen,
gleichsam am Himmel blitzend;
so wie die Sonne am Mittag,
sie sah'n den Weltenlenker.

55.

Die fünfhundert Mönche alle,
sie sah'n den Weltenlenker.
wie einen Teich, der rein ist,
gleichwie ein aufgeblühter Lotos.

56.

Die Hände ehrfürchtig erhoben,
zufrieden, freudig erregt, hocherfreut;
ehrerweisend fiel'n sie nieder,
vor des Meisters Rad-Merkmal.

57.

Mit großer Weisheit Sāriputta,
wie dem gelben Amaranth ähnlich;
geschickt in Geistesruhe [und] Versenkung;
sie ehrten den Weltenlenker.

58.

Donnernd wie Gewitterwolke,
dem blauen Lotos ähnlich;
unvergleichlich in übernatürlicher Kraft,
der großmächtiger Moggallāna,
59.

Und Mahākassapa der Ordensält're,
geschmolz'nem Golde ähnlich;
in Asketenpraxis Hochgeschätzter,
Gepriesener, gerühmt vom Meister.

60.

Höchster der mit himmlisch' Auge,
Anuruddha mit großer Gruppe;
des Erhab'nen bester Anverwandter,
auch er stand nahebei.

61.

Was ein Vergehen ist, was keins,
was wiedergutzumachen ist, darin kundig;
im Ordensrecht weithin berühmt,
Upāli, ward gerühmt vom Meister.

62.

Was allerfeinst ist und subtil verstanden habend,
vorzüglichster beim Predigen vor Gruppen;
der Seher, Sohn der Mantānī,
genannt Puṇṇa, der Berühmte.

63.

Von denen den Geist lesend,
in Gleichnissen geschickt der Weise;
Zweifelzerschneider, großer Held,
erklärte seine eig'ne Tugend:

64.

"Vier gibt es, Unermessliche,
deren Ausdehnung unbekannt:
der körperlichen und des Himmels Wesen,
sowie des Universums Unendlichkeit;
die unberechenbare Buddhaweisheit,
nicht einmal Sakka kann erkennen sie.



65.

Welch ein Wunder dieser Welt,
das meine Macht, verschieden aufzutreten[17];
[und] vieles andere, Erstaunliches,
Wunder [und] Haarsträubendes.

66.

Als ich bei den Tusita war,
Santusita, man nannte mich;
zehntausend haben sich versammelt,
baten mich, mit gefalteten Händen:

67.

'Zeit ist's für Dich, o großer Held,
zu erschein' im Mutterbauch;
mitsamt den Göttern eingehen,
sollst Du zur Todlosigkeit.'

68.

Als ich vom Tusita abschied,
in jenen Bauch hinabgestiegen;
im zehntausendfachen Weltsystem,
erbebte da die Erde.

69.

Als ich sodann den Mutterbauch,
klar bewusst wieder verließ;
Zustimmung erhob sich da,
als es zehntausendfach erbebte.

70.

Gleich meiner Abkunft gibt es keine,
in Geburt [sowie] Hinausziehen;
im Vollerwachen bin ich der Beste,
beim Ingangsetzen des Rad's der Lehre.

71.

Ach was für ein Wunder dieser Welt,
die schiere Größe an Buddhatugend;
das zehntausendfache Weltsystem,
in sechsfach' Art[18] erbebte da;
[19]Und groß war das Wunder,
erstaunlich, haaresträubend."

72.

Der Erhab'ne war zu dieser Zeit,
der Welt vornehmster[20] Menschenführer[21];
mit Göttern ließ er sich sehen,
durch magisch' Kraft wandelte der Sieger.

73.

Wandelnd auf dem Wandelgang,
der Weltenführer lehrte;
am Ende da verschwand er nicht,
sofern vier Handbreit noch zu wandeln waren.

74.

Mit großer Weisheit Sāriputta,
kundig der Geistesruhe [und] Versenkung;
in Erkenntnis Vollkommenheit erlangt,
den Weltenlenker fragte er:

75.

"Von welcher Art, o großer Held,
war Dein Entschluss, unübertroffener?
Zu welcher Zeit, von Dir, o Weiser,
erbeten ward höchstes Erwachen?

76.

Geben, Tugend [und] Entsagung,
Weisheit und Tatkraft war'n welcherart?
Geduld, Ehrlichkeit, Entschlossenheit,
Wohlwollen und Gleichmut war'n welcherart?

77.

Deine zehn Vollkommenheiten, o Weiser,
war'n welcherart, Du Weltenlenker?
Wie wurden höhere Vollkommenheiten erfüllt,
und wie der Vollkommenheiten allerhöchste?"

78.

Dies der Fragende erwünschte,
mit wohlklingend[22] süßer Stimme;
um's Herz zu kühlen,
um sich zu freu'n mitsamt den Göttern.

79.

Was über früh're Buddhas, Sieger dargelegt,
was als Überlieferung der Buddhas vertieft wurde;
frühere Aufenthalte der aufeinanderfolgenden Buddhas,
gab er bekannt, zum Wohl der Welt mit ihren Göttern.

80.

"Freude, freudige Erregung,
der Sorgen (Pfeil-)Spitze Beseitigung;
Erlangung aller Erfolge,
zu respektieren habend, hört mir zu.

81.

Hochmut unterdrückend, Sorgen vertreibend,
aus dem Geburtenrad befreiend;
ein Weg, der alles Leid vernichtet,
mit Würde der Methode folgt."


Der Abschnitt vom Juwelen-Wandelgang ist beendet.


2. Die Erzählung von Sumedhas Wunsch


1.

Hunderttausend Weltzeitalter,
und [noch] vier Unermessliche;
[gab's] eine Stadt genannt Amara[23],
hübsch anzuseh'n, erfreulich.


2.

Die zehn Klänge[24] sie nicht einsam machten[25],
Getreide, Trinkwasser kamen zusammen[26];
Elefantenlärm Pferdelärm,
und von Pauken und Wagen gemachter;
als auch "So iss und trinke doch!",
ward bei Speis und Trank gerufen.

3.

Die Stadt war mit allem wohl versehen,
alle [Art von] Arbeit wurde unternommen;
mit den sieben Juwelen ausgestattet,
verschied'ne Völker mitsamt Familien;
erfolgreich wie 'ne Götterstadt,
war sie ein Ort, Verdienst zu wirken.

4. [27]

In der Stadt Amaravati,
ein Brahmane genannt Sumedha;
hatt' mehr als 'ne Milliarde angesammelt,
zahlreich waren Geld und Korn.

5.

Ein Rezitator vieler Sprüche,
vollkommen in den drei Veden,
in den Zeichen und Legenden,
in der rechten Lehre[28] zu Außergewöhnlichkeit gelangt.

6.

Sich in Abgeschiedenheit niedergelassen,
er überlegte bei sich dies:
'Leiden nennt man Wiederwerden,
auch den Zerfall des Körpers.

7.

Der Natur der Geburt, der Natur des Sterbens,
die Natur des Krankwerdens, die habe ich in diesem Fall;
Nichtgeburt, Nichtsterben, Frieden,
lass mich nun suchen, Glückseligkeit[29].

8.

Was wäre, nachdem ich diesen faul'gen Körper,
der angefüllt mit allerlei Unrat ist,
abgeworfen habend, losgeh'n würde,
unabhängig[30] [und] nichts wünschend[31]?

9.

Da existiert, da wird es geben einen Weg,
nicht es es möglich, dass es keinen geben sollte;
so lass mich suchen jenen Weg,
um mich vom Werden zu befrei'n.

10.

Gleichwie vorhanden ist, was unzulänglich,
was Glück man nennt, auch existiert;
so auch, wenn Werden existiert,
Nichtwerden sollt' erlaubt sein[32].

11.

Gleichwie vorhanden ist, die Hitze,
zukünftig Kälte da sein muss;
so auch wenn's dreifach Feuer existiert,
das Erlöschen sollt' erstrebet werden.

12.

Gleichwie vorhanden ist, das Üble,
dann auch das Edle da sein muss;
so auch wenn's Wiedergeburt gibt,
Nicht-Existenz erstrebt sein sollte.

13.

Gleich wenn ein Mensch in Kot getreten,
dann den vollen Teich gesehen hat,
nicht zu jenem Teich gegangen,
das kein Makel dieses Teiches ist.

14.

Wenn zur Wäsch' unreiner Flecken,
man überlegt, dass da ein Teich vorhanden ist;
[und] dann geht man nicht zu jenem Teich,
ist's nicht des Teiches Fehler.

15.

Wie wenn einer, der rundum von Feinden ist behindert,
es da 'nen Ausweg gibt;
und dieser Mensch, der läuft nicht weg,
dann ist's kein Makel des direkten Weges.

16.

So [auch] wenn man von Unreinheit umgeben ist,
und obwohl's da 'nen günst'gen Pfad gibt;
nicht auf jenem Weg gegangen ist,
ist's nicht des günst'gen Weges Fehler.

17.

Gleichwie ein Mann, der krank ist,
obwohl's eine Behandlung gibt;
sich nicht behandeln lässt die Krankheit,
ist's nicht der Fehler der Behandlung.

18.

So [auch] wenn Krankheit durch Befleckung,
man wird vom Schmerz tyrannisiert;
nicht zu bestimmten Lehrer hingegangen,
ist's kein Fehler des (Weg-)Führenden.

19.

Gleichwie ein Leichnam einen Menschen,
diesen ekelt, wenn am Hals befestigt;
nachdem er sich davon befreite, weggeh'n würde,
glücklich, befreit, wohin er will;

20.

Auf gleiche Weis' den faul'gen Körper,
den aus verschied'nen Leichenteilen,
abgeworfen habend, mag losgeh'n ich,
unabhängig [und] nichts wünschend.

21.

Gleichwie am Ort für Exkremente,
den Kot der Mann, die Frau,
beseitigt habend, weggehen,
unabhängig [und] nichts wünschend;

22.

Ebenso werd' meinen Körper ich,
der angefüllt mit allerlei Unrat ist,
beseitigt habend, weggehen,
wie nachdem ich Stuhlgang hatte auf dem Klo.

23.

Gleichwie ein altersschwaches Boot,
das morsch geworden, Wasser zieht,
nachdem sie es beseitigt, die Eigner [einfach] weitergeh'n,
unabhängig [und] nichts wünschend;

24.

Ebenso werd' meinen Körper ich,
der aus neun Löchern ständig tröpfelt;
ihn beseitigt habend, [einfach] weitergehen,
wie vom altersschwachen [Boot] die Eigner.

25.

Gleichwie ein Mann mit Dieben
gegangen, Dinge mit sich nehmend,
beim Genomm'nen die Gefahr geseh'n,
[jene dann] beseitigt habend, fortgeht,

26.

Ebenso werd' diesen Körper ich,
darin den Meisterdieb erkennend,
ihn aufgeben und (weiter-)gehen,
[sonst würd' ich] fürchten, Gutes zu vernichten.'[33]

27.

Nachdem ich das mir überlegt,
den Schatz von mehr als einhundert Milliarden;
an Arm und Reich verteilt habend,
brach ich zum Schneegebirge[34] auf.

28.

Am Schneegebirge nahebei,
am Dhammika genannten Berg,
richt' ich mich gut ein in Einsiedelei,
die Laubhütte war gut verfertigt.[35]

29.

Den Wandelgang erbaute ich am Platz,
der von fünf Hindernissen frei[36];
Mit acht Eigenschaften[37] stieg auf,
übernatürlich Kraft in mir.

30.

Den Mantel gab ich dann dort auf,
der mit den neun Fehlern[38] ausgestattet;
hab mich in Bast-Gewand gekleidet,
das zwölf Eigenschaften[39] hatte.

31.

Die mit acht Fehlern[40] angefüllte
Blätterhütte gab ich auf;
begab mit an des Baumes Wurzel,
die zehn Eigenschaften[41] hat.

32.

Säen, Ernten des Getreides,
gab ich vollkommen auf;
die mit reichlich Tugenden verseh'nen,
die rohen Früchte nahm ich mir.

33.

An diesem Ort, übt' eifrig ich,
im Sitzen, Stehen, Wandeln [auch];
und innerhalb von sieben Tagen,
hab ich übernatürlich' Kraft erlangt.

34.

So wurde mir Erfolg beschieden,
die Meisterung der Lehre;
Dīpaṅkara, genannt der Sieger,
der Weltenführer, der entstand.

35.

Entstehen und Geborenwerden,
Erwachen, Lehrdarlegung –
nicht zu seh'n war'n die vier Zeichen,
die aus Versenkungsfreud' entsteh'n[42].

36.

Die Einwohner des Grenzlandes,
sie luden ein Vollendeten;
den Weg für seine Ankunft,
sie reinigten mit freud'gem Geist.

37.

Als ich zu jener Zeit,
herausgekomm' aus meiner Zeit[43];
das Bast-Gewand abgeschüttelt,
ging ich im Luftraum damals.

38.

Das ehrfurchtsvolle Volk gesehen,
das befriedigt, freudig aufgeregt, froh;
vom Himmel ich herabgestiegen,
sogleich die Menschen fragte:

39.

"Befriedigt, freudig aufgeregt [und] froh,
ist [hier] viel ehrfürchtiges Volk.
Wessen Weg habt ihr gereinigt,
[welch] g'rade Straß', direkten Pfad?"

40.

Von mir gefragt, erklärten sie,
"In der Welt ein unübertrefflich' Buddha,
Dīpaṅkara genannter Sieger,
ein Weltenlenker ist erschienen.
Für ihn wir reinigten den Weg,
die g'rade Straß', direkten Pfad."

41.

Als ich hörte, wie sie "Buddha." sagten,
stieg Freude auf sogleich;
Indem ich "Buddha, Buddha." sagte,
mein freudiges Gemüt bekannte ich.

42.

Dort stand ich, überlegend,
freudig im Geiste aufgeregt;
'Hier will ich den Samen legen,
nicht (günst'gen) Augenblick verpassen.

43.

Wenn ihr für Buddha saubermacht,
gebt mir ein Stückchen ab davon.
Auch ich will saubermachen,
die g'rade Straß', direkten Pfad."

44.

Sie haben mir ein Stück gegeben,
zum Säubern jener g'raden Straß'.
'Buddha, Buddha' [ständig] denkend,
hab jenen Weg ich rein gemacht.

45.

Unfertig war das meine Stück,
als Dīpaṅkara, der große Weise,
mit vierhunderttausend
sechfach geistesmächt'gen Solchen,
die Einflüsse zerstört [und] fleckenlos,
betrat gerade Straße [wie ein] Sieger.

46.

Ihm entgegen gingen
viele, Pauken schlagend;
froh waren Menschen, Götter,
ihr'n Beifall sie bekundeten.

47.

Die Götter sahen die Menschen,
die Menschen auch die Gottheiten;
und beide ehrfürchtig die Händ' gefaltet,
sie folgten dem Vollendeten.

48.

Die Gottheiten mit himmlischen Musikinstrumenten,
die Menschen [halt] mit menschlichen;
beide darauf spielend,
sie folgten dem Vollendeten.

49.

Himmlische Blüten vom Korallenbaum,
vom Lotos [und] Korallenbaum;
hierhin, dahin streuten sie,
in der Luft erhob'ne Windgötter[44].

50.[45]

Auch himmlisch' Sandelholzpuder,
vorzüglich duftend, unvermischt;
hierhin, dahin streuten sie,
in der Luft erhob'ne Gottheiten.

51.

Magnolien-, Salbaum-[46], Kadampa-[Blüten],
vom Eisenholz, Punnāga[47], Pandanus;
hierhin, dorthin warfen sie,
auf den Erdboden die Menschen.

52.

Hier hab' ich die Haare mir gelöst,
das Bastgewand und Sitzleder,
nachdem im Schlamm hab' ausgebreitet,
mich hingelegt, Gesicht nach unten.[48]

53.

"Betreten mag mich doch der Buddha,
mitsamt den Übrigen über mich geh'n;
So mag er nicht den Schlamm betreten,
das wird für mich zum Segen sein!"

54.

Als ich so auf der Erde lag,
dies mir im Geiste war:
'Was ich mir heute wünsche,
wird Unreinheiten mir verbrennen.

55.

Warum verweil' ich unwissend,
wie die Lehre hier selbst zu erfahren ist?
Nachdem Allwissenheit erlangt ist,
will ich erwachen samt den Göttern.[49]

56.

Wozu mein einzeln Übergehen,
als Mann, der seine Stärke sieht?
Nachdem Allwissenheit erlangt,
will ich hinübergelang' samt Göttern.

57.

Mit dieser meiner Unterstützung[50],
gewirkt für höchste Menschen;
nachdem Allwissenheit erlangt,
viel Volks will ich hinüberführ'n[51].

58.

Den Strom des Daseins abgeschnitten,
zerschmettert habend dreifach Werden;
ins Boot der Lehre eingetreten,
will ich hinübergelang' samt Göttern."

59.

Menschendasein, Männlichkeit erlangen,
die Ursache [und] das Sehen eines Meisters;
Hinauszieh'n, Erreichungen erlangen,
sowie als Unterstützer Willenskraft[52];
Mit den acht Dingen in Verbindung,
das Streben wird erfolgreich sein.

60.

Dīpaṅkara der Weltenkenner,
Empfänger von Geopfertem;
auf meinem Kopf als Kissen[53] so stehend,
diese Worte sprach er dann:

61.

"Hast du geseh'n den sich quälenden
Flechtenasketen, der heftig Übung praktiziert?
In unermesslichen Äonen,
wird er [einst] ein Buddha sein.

62.

Wenn [einst] er von Kapila[vatthu], von Freuden,
aufgebrochen der Vollendete;
bei Anstrengung' sich angestrengt hat,
getan habend, was schwer zu tun war,

63.

am Fuß des Ajapāla-Baumes,
sich hingesetzt hat der Vollendete;
an jenem Platz den Milchreis akzeptiert,
wird er zur Nerañjarā hingeh'n.

64.

Am Ufer der Nerañjarā,
den Milchreis nahm der Sieger;
den höchsten Weg so vorbereitet,
wird er zum Fuß des Bodhibaumes geh'n.[54]

65.

Dort die Rechtsumschreitung ausgeführt,
im Kreis des Bodhibaums, wird der Unübertreffliche;
am Fuße des Assattha-Baumes,
erwachen der Hochwürdige[55].

66.

Seine ihn gebärend' Mutter,
Māyā wird sie genannt;
Suddhodana des Vaters Name,
ein Gotama wird dieser sein.

67.

Einflussfrei, entsüchtigt,
friedvollen, konzentrierten Geistes,
Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler;
[56]Ānanda heißt der Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

68.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
werden beste Schülerinnen,
Einflussfrei, entsüchtigt,
friedvollen, konzentrierten Geistes;
Erwachen wird jener Erhabene,
unter'm Assattha(-Baum), heißt es.

69.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer[57];
und Uttarā, Nanda's Mutter,
wird beste Unterstützerin."

70.

Wenn jene hörten dann die Worte,
des unvergleichlich großen Sehers,
da freu'n sich Menschen, Götter,
dass dieser Sproß des Erwachens ist.

71.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

72.

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten[58],
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen [hier][59] gewärtig sein.

73.

Wie Leute, die den Fluss queren,
[und] die Furt dabei verfehlen,
weiter unten gehen durch die Furt,
so über'n großen Fluss gelangen.

74.

Ebenso wir allesamt,
wenn wir fahren lassen diesen Sieger,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen [hier] gewärtig sein."

75.

Dīpaṅkara, der Weltenkenner,
Empfänger von Geopfertem;
mein Wirken verkündet habend,
den rechten Fuß wird anheben.

76.

Dort werden jene Siegersöhne,
mich rechtsherum umschreitend;
die Götter, Menschen und Dämonen,
nachdem sie mich verehrten weggeh'n.

77.

In meiner Sicht vorüberziehend,
der Weltenlenker samt Gemeinschaft;
aus meiner Lage mich erhoben habend,
setz dann zurück mich mit gekreuzten Beinen.

78.

Durch Glück ich glücklich wurde,
von Freude wurde ich erfreut;
und von erhebend Freude angefüllt,
setzt ich mich dann zurück mit gekreuzten Beinen.

79.

Hingesetzt mit gekreuzten Beinen,
da überlegte ich mir dies:
'In Vertiefung hab' ich Meisterschaft erlangt,
in überweltlich Wissen Vollkommenheit erlangt.

80.

Im zehntausendfachen Weltsystem,
gibt's keinen Seher, der mir gleicht;
nichts gleicht an magisch' Dingen,
was ich erlangt' einem solchen Glück.'

81.

Während mit gekreuzten Beinen ich verweilte,
die Zehntausend zustimmend,
großes Getös' ingangsetzten:
"Gewiss wirst du ein Buddha werden.

82.

Den früheren Erleuchtungssuchern[60],
war'n Vorteile des kreuzbein'gen Sitzens;
als jene Zeichen erschienen,
die auch heute noch erscheinen.

83.

Die Kälte ward vernichtet,
und Hitze abgeklungen;
Das ist heute [auch] erschienen,
gewiss wirst du ein Buddha werden.

84.

Das zehntausendfache Weltsystem,
ist lautlos, unverstört;
Das ist heute [auch] erschienen,
gewiss wirst du ein Buddha werden.

85.

Starke Winde wehen nicht,
nicht fließen [auch] die Ströme;
Das ist heute [auch] erschienen,
gewiss wirst du ein Buddha werden.

86.

An (trock'nem) Ufer Wasserblumen,
auf einmal alle blühen;
Auch heute blühen alle.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

87.

Wie Schlingpflanzen und Bäume,
Früchte tragen auf einmal;
Auch heute haben alle Obst.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

88.

Wie des Himmels und der Erde
Edelsteine erstrahlen auf einmal;
Auch heute Edelstein' erstrahlen.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

89.

Wie menschliche und himmlische,
Instrumente auf einmal spielen;
Auch heute beide laut erklingen.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.


90.

Vom Himmel Blüten vielerlei,
heftig regnen auf einmal;
Auch heute sie herabregnen.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

91.

Der große Ozean ebbt ab,
erbeben tut 's Zehntausendfache;
Auch heute beide laut ertönen.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

92.

Auch in der Höll' zehntausende
der Feuer auf einmal erlöschen;
Auch heute gehen Feuer aus.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

93.

Fleckenlos ist [heut] die Sonne,
[und] alle Sterne sind zu seh'n;
Auch heute sie erscheinen so.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

94.

Obwohl's kein Wasser regnete,
in Mengen auf einmal hervorquillt;
Auch heute quellen Mengen vor.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

95.

Gruppenweise Sterne prangen,
in Sternbildern am Himmelsrund;
der Mond steht im Visākhā[61].
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

96.

In Höhlen hausende Höhlenbewohner,
kommen aus ihren Höhlen heraus;
Auch heut' verlassen sie die Höhlen.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

97.

Unlust gab's nicht unter Wesen,
Zufriedenheit gab's auf einmal;
Auch heut' alle zufrieden sind.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

98.

Da war Krankheit abgeklungen,
auch Hunger überwunden war;
Auch heute ist das so erschienen.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

99.

Abgenommen hat die Gier,
Hass, Unwissenheit sind aufgegeben;
Auch heut' ist all das entfernt.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

100.

Furcht nicht [länger] existiert,
auch das ist heut' erschienen;
Durch dieses Zeichen wissen wir,
gewiss wirst du ein Buddha werden.

101.

Staub nicht aufgewirbelt ist,
auch das ist heut' erschienen;
Durch dieses Zeichen wissen wir,
gewiss wirst du ein Buddha werden.

102.

Unangenehm zu Riechendes ist weggegangen,
es weht ein himmlisch' Duft;
So heute auch ein Duft her weht.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

103.

Alle Götter sind erschienen,
außer den unkörperlichen;
Auch heut' alle zu sehen sind.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

104.

Sofern man etwas Hölle nennt,
war'n alle auf einmal zu seh'n;
Auch heute alle sichtbar sind.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

105.

Mauern, Türen, Felsen auch,
kein Hindernis sie waren da;
Ein off'ner Raum sind sie auch heute.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

106.

Vergehen und Entstehen auch,
in jenem Moment nicht existierten;
Heute ist das auch erschienen.
Gewiss wirst du ein Buddha werden.

107.

Tatkraft, heftig anhaltend,
mag nicht stagnieren, [nur] fortschreiten;
Auch das erkennen wir also.
Gewiss wirst du ein Buddha werden."

108.

Als ich gehört des Buddhas Rede,
und der Zehntausend, beide;
befriedigt, zufrieden, freudig erregt, froh,
da überlegte ich mir dies:

109.

'Unzweideutig ist der Buddhas Rede,
glückverheißend[62] ist der Sieger Rede;
Unwahres gibt's bei Buddhas nicht.
Gewiss werd' ich ein Buddha sein.

110.

Wie hochgeworf'ner Erdklumpen,
gewiss fällt [wieder] auf die Erde;
ebenso sind höchste die des Buddha,
der Reden, ewig anhaltend.
Unwahres gibt's bei Buddhas nicht.
Gewiss werd' ich ein Buddha sein.

111.

Gleichwie bei Wesen allesamt,
das Sterben ewig anhaltend;
ebenso sind höchste die des Buddha,
der Reden, ewig anhaltend.
Unwahres gibt's bei Buddhas nicht.
Gewiss werd' ich ein Buddha sein.

112.

Wie wenn die Nacht am schwinden ist,
der Sonnenaufgang sicher ist;
ebenso sind höchste die des Buddha,
der Reden, ewig anhaltend.
Unwahres gibt's bei Buddhas nicht.
Gewiss werd' ich ein Buddha sein.

113.

Wie wenn beim Lagerstattverlassen,
Gebrüll beim Löwen sicher ist;
ebenso sind höchste die des Buddha,
der Reden, ewig anhaltend.
Unwahres gibt's bei Buddhas nicht.
Gewiss werd' ich ein Buddha sein.

114.

Wie wenn bei schwang'ren Wesen,
eine Entbindung sicher ist;
ebenso sind höchste die des Buddha,
der Reden, ewig anhaltend.
Unwahres gibt's bei Buddhas nicht.
Gewiss werd' ich ein Buddha sein.

115.

Na los, die Buddha [aus-]machend Dinge,
lass mich prüfen hier und da,
oben, unten, in zehn Regionen,
soweit die Erfahrungswelt[63] reicht.'

116.

Jene prüfend ward' mir gewahr,
zuerst des Gebens Vollkommenheit;
[d.h.] der von früh'ren großen Sehern,
erfüllt wordene große Pfad.

117.

'Diesen hast du zuerst zu sichern,
dir stark zueigen dann gemacht;
[und] bis zur Gebeperfektion zu gehen,
wenn du Erwachen zu erlangen wünschst.

118.

Gleich wenn man umdreht vollen Krug,
und mit irgendwas bis oben [füllen will];
[doch] rausläuft alles Wasser,
er es nicht hüten kann,

119.

ebenso Bittsteller gesehen habend,
die niedrig, höher, mittelmäßig;
ihnen völlig[64] Gaben gebend,
wie der Krug, der umgedreht.

120.

Nicht kann's gerade mal so viel,
gewesen sein an Buddhadingen;
Auch anderes will prüfen ich,
an Dingen, wo Erwachen reift.'

121.

Jene prüfend ward' mir gewahr,
als zweites Tugendperfektion;
[d.h.] was von früh'ren großen Sehern,
entwickelt und gepflegt wurde.

122.

'Dies hast als zweites du zu sichern,
dir stark zueigen dann gemacht;
[dann] bis zur Tugendperfektion zu gehen,
wenn du Erwachen zu erlangen wünschst.

123.

'Gleich wenn am Schwanz die Yak-Kuh,
irgendwie wird festgehalten;
[lieber] annimmt, dort zu sterben,
nicht aber ihren Schwanz verletzt,

124.

ebenso in den vier Daseinseb'nen,
ist Sittlichkeit so zu vollenden;
alle Tugend so zu schützen,
wie jene Yak-Kuh ihren Schwanz.

125.

Nicht kann's gerade mal so viel,
gewesen sein an Buddhadingen;
Auch anderes will prüfen ich,
an Dingen, wo Erwachen reift.'

126.

Jene prüfend ward' mir gewahr,
Entsagungsperfektion als drittes;
[d.h.] was von früh'ren großen Sehern,
entwickelt und gepflegt wurde.

127.

'Dies hast als drittes du zu sichern,
dir stark zueigen dann gemacht;
[dann] bis zur Entsagungsperfektion zu gehen,
wenn du Erwachen zu erlangen wünschst.

128.

Wie ein Mann ans Haus gekettet[65],
seit langem schmerzerfüllt verweilt;
und daran kein Gefallen findet,
doch nach Befreiung Ausschau hält,

129.

ebenso [wenn] du alles Werden,
wie ein Gefängnis sehen wirst;
[dich] zur Entsagung hinwendest,
[ist das] vom Werden Freilassung.

130.

Nicht kann's gerade mal so viel,
gewesen sein an Buddhadingen;
Auch anderes will prüfen ich,
an Dingen, wo Erwachen reift.'

131.

Jene prüfend ward' mir gewahr,
als viertes Weisheitsperfektion;
[d.h.] was von früh'ren großen Sehern,
entwickelt und gepflegt wurde.

132.

'Dies hast als viertes du zu sichern,
dir stark zueigen dann gemacht;
[dann] bis zur Weisheitsperfektion zu gehen,
wenn du Erwachen zu erlangen wünschst.

133.

Gleichwie ein Mönch beim Almosengang,
die niedrig, höher, mittleren;
Familien nicht meidet,
und Daseinsfristung so erhält,

134.

[solltest] du ebenso die ganze Zeit,
den weisen Menschen Fragen stellen.
Zur Weisheitsperfektion gegangen,
will ich erreichen völliges Erwachen.

135.

Nicht kann's gerade mal so viel,
gewesen sein an Buddhadingen;
Auch anderes will prüfen ich,
an Dingen, wo Erwachen reift.'

136.

Jene prüfend ward' mir gewahr,
als fünftes Tatkraftperfektion;
[d.h.] was von früh'ren großen Sehern,
entwickelt und gepflegt wurde.

137.

'Dies hast als fünftes du zu sichern,
dir stark zueigen dann gemacht;
[dann] bis zur Tatkraftperfektion zu gehen,
wenn du Erwachen zu erlangen wünschst.

138.

Gleichwie ein Löwe, der Tiere König,
beim Liegen, Stehen, Gehen [auch];
sorgsam [in Sachen] Tatkraft ist,
[und] stets angespannt im Geist,

139.

[solltest] du ebenso in jedem Dasein,
die Tatkraft heftig anstrengen.
Bis zur Tatkraftperfektion gegangen,
will ich erreichen völliges Erwachen.

140.

Nicht kann's gerade mal so viel,
gewesen sein an Buddhadingen;
Auch anderes will prüfen ich,
an Dingen, wo Erwachen reift.'

141.

Jene prüfend ward' mir gewahr,
als sechstes Geduldsvollkommenheit;
[d.h.] was von früh'ren großen Sehern,
entwickelt und gepflegt wurde.

142.

'Dies hast als sechstes du zu sichern,
dir stark zueigen dann gemacht;
darin mit geeintem Geist,
will ich erreichen völliges Erwachen.

143.

Gleichwie nämlich die Erde,
[wenn] Sauberes und Unsaub'res;
alles auf sie Geworf'ne duldet,
nicht Abscheu macht damit,[66]

144.

ebenso auch [solltest] du immer,
Ehrung, Missrespekt erdulden.
Bis zur Geduldsvollkommenheit gegangen,
will ich erreichen völliges Erwachen.

145.

Nicht kann's gerade mal so viel,
gewesen sein an Buddhadingen;
Auch anderes will prüfen ich,
an Dingen, wo Erwachen reift.'

146.

Jene prüfend ward' mir gewahr,
als siebtes Wahrheitsperfektion;
[d.h.] was von früh'ren großen Sehern,
entwickelt und gepflegt wurde.

147.

'Dies hast als siebtes zu sichern,
dir stark zueigen dann gemacht;
Darin mit unzweideut'ger Rede,
will ich erreichen völliges Erwachen.

148.

Wie nämlich Mondkonstellation[67],
Balance ist für Pflanzen samt Gottheiten[68];
auch Herbst, heiße, Regenzeit[69],
nicht abweichen von ihrem Weg,

149.

du ebenso bei der Wahrheit,
solltest nicht abweichen von deren Weg;
Bis zur Wahrheitsperfektion gegangen,
will ich erreichen völliges Erwachen.

150.

Nicht kann's gerade mal so viel,
gewesen sein an Buddhadingen;
Auch anderes will prüfen ich,
an Dingen, wo Erwachen reift.'

151.

Jene prüfend ward' mir gewahr,
als achtes Entschlossenheitsvollkommenheit;
[d.h.] was von früh'ren großen Sehern,
entwickelt und gepflegt wurde.

152.

'Dies hast als achtes zu sichern,
dir stark zueigen dann gemacht;
darin bin standfest dann geworden,
will ich erreichen völliges Erwachen.

153.

Gleichwie der Berg, der Felsen,
standsicher, fest gegründet;
unerschütterlich bei starkem Wind,
an eig'nem Platze stehen,

154.

auf gleiche Weis' deine Entschlossenheit,
[sollt'] immer standfest werden.
Zur Entschlossenheitsvollkommenheit gegangen,
will ich erreichen völliges Erwachen.

155.

Nicht kann's gerade mal so viel,
gewesen sein an Buddhadingen;
Auch anderes will prüfen ich,
an Dingen, wo Erwachen reift.'

156.

Jene prüfend ward' mir gewahr,
als neuntes Freundlichkeitsvollkommenheit;
[d.h.] die von früh'ren großen Sehern,
entwickelt und gepflegt wurde.

157.

'Dies hast als neuntes zu sichern,
dir stark zueigen dann gemacht;
in Freundlichkeit ohnegleichen seiend,
wenn ich wünsche, zu erwachen.

158.

Gleichwie nämlich das Wasser,
gute [als auch] schlechte Menschen,
gleicherweis' die Kühlung spüren lässt,
[und] fortträgt Staub und Schmutz,

159.

du ebenso bei Freund und Nichtfreund,
gleicherweis' in Freundlichkeit verweilst.
Zur Freundlichkeitsvollkommenheit gegangen,
will ich erreichen völliges Erwachen.

160.

Nicht kann's gerade mal so viel,
gewesen sein an Buddhadingen;
Auch anderes will prüfen ich,
an Dingen, wo Erwachen reift.'

161.

Jene prüfend ward' mir gewahr,
als zehntes Gleichmutsperfektion;
[d.h.] was von früh'ren großen Sehern,
entwickelt und gepflegt wurde.

162.

'Dies hast als zehntes zu sichern,
dir stark zueigen dann gemacht.
Ausgewogen, stark geworden,
will ich erreichen völliges Erwachen.

163.

Gleichwie nämlich die Erde,
wenn hingelegt Saub'res, Unsaub'res;
gleichmütig bei beidem ist,
Zorn [und] Freundlichkeit vermeidet,


164.

du ebenso bei Glück und Leid,
stets ausbalanciert sein [solltest].
Bis zur Gleichmutsperfektion gegangen,
will ich erreichen völliges Erwachen.

165.

Gerade mal soviel sind in der Welt,
an Dingen, wo Erwachen reift.
Es gibt nichts anderes nach diesen,
[darum] sei fest in darin gegründet.'

166.

Jene Dinge überlegend,
samt Wesenszug, Akzent, samt Anzeichen;
durch der Wahrheit Glanz, die Erde,
[und die der] Zehntausend erbebte.

167.

Erzittern, aufbrüll'n tat die Erde,
wie Zuckerrohrpresse unter Druck.
Wie's [Mühl-]Rad einer Ölmühle,
so erbebt' der Erdboden.

168.

Soviel wie die Meng' umfasst hat,
die dem Buddha Speisen aufgetragen;
sie zitternd an dem Platz,
ohnmächtig auf dem Boden lagen.

169.

Tausende von Wassertöpfen,
und viele hundert Wasserkrüge;
wurden dort zu Staub zermahlen und verstreut,
als sie aneinander stießen.

170.

Bestürzt, erschrocken [und] sich fürchtend,
erschütterten Geist's umherstreifend;
versammelt' sich die große Menge,
bei Dīpaṅkara angelangt:

171.

Was wird in der Welt [wohl] werden,
Übles oder Heilsames?
Die ganze Welt ist heimgesucht,
dies beseitige, o Sehender!"

172.

Jene dort beschwichtigte,
Dīpaṅkara der große Weise:
"Vertrauet mir, habt keine Furcht,
wegen diesem Erdbeben!

173.

Der, den ich heut ankündig',
wird als Buddha in der Welt erscheinen;
der wird jene Dinge meistern,
die früh're Sieger ausübten.

174.

Jene von ihm erwog'nen Dinge,
sind vollständig Niveau der Buddhas.
Und aus diesem Grund erbebt die Erde,
's Zehntausendfache samt Göttern."

175.

Des Buddha's Wort gehört habend,
der Geist wurd' ihnen kühl auf einmal.
Alle die da zu mir kamen,
nochmals verehrten sie mich nun.

176.

Sich zugeeignet Buddha-Qualitäten,
fest im Geiste etabliert;
Dīpaṅkara verehrt habend,
hab' ich vom Sitz mich dann erhoben.

177.

Himmlisch, menschlich Blumen,
Götter, Menschen, [alle] beide,
gemeinsam streuten Blumen,
als er sich vom Sitz erhob.

178.

Und inbrünstig sie Segen gaben,
Götter, Menschen, [alle] beide:
"Großartig ist, was du dir wünschst.
Du sollst erlangen, was du wünscht.

179.

Jedweder Leidensdruck aufhören mag,
Sorge, Krankheit mag vergeh'n;
magst du Gefahr nicht ausgesetzt sein,
und rasch erlangen höchstes Erwachen.

180.

Gleichwie wenn rechte Zeit gekommen,
erblüh'n der Bäume Blüten,
du ebenso, o großer Held,
erblühe durch Buddhaerkenntnis.

181.

Wenn wo auch immer Vollerwachte,
erfüll' die zehn Vollkommenheiten,
du ebenso, o großer Held,
erfüll' die zehn Vollkommenheiten.

182.

Wenn wo auch immer Vollerwachte,
im Kreis des Bodhi[-baums] erwachen,
du ebenso, o großer Held,
erwache im Erwachen eines Siegers.

183.

Wenn wo auch immer Vollerwachte,
ingangsetzen das Rad der Lehre,
du ebenso, o großer Held,
setz du ingang das Rad der Lehre.

184.

Wie der Mond in Vollmondnacht,
völlig rein erstrahlt,
du ebenso voll scheinst,
erstrahl in den Zehntausend.

185.

Wie die von Rāhu[70] freie Sonne,
mit ihrer Hitze [alles] überstrahlt,
du ebenso von Weltlichem befreit,
erstrahle du in Herrlichkeit.

186.

Wie welcher Fluss auch immer,
fließt hin zum großen Ozean,
so mag die Welt mitsamt den Göttern,
in deine Gegenwart strömen."

187.

Von jenen so gelobt, gepriesen,
ausgestattet mit dieser Dinge zehn[71],
diese Dinge vervollkommnend,
betrat ich dann das Walddickicht.

Die Erzählung von Sumedhas Wunsch ist beendet.


II. Die Lebenswege

[3] 1. Der Lebensweg des Buddha Dīpaṅkara

1.[72]

Damals, nachdem sie ihn gespeist hatten,
den Weltenlenker samt Gemeinschaft,
nahmen jene ihre Zuflucht[73],
bei Dīpaṅkara, dem Meister.

2.

Welche zur Zufluchtnahme,
ließ eintreten Vollkommener,
welchen gab er fünf Tugendregeln,
anderen zehnfältig Sittlichkeit.

3.

Weiteren gab er Anhängerschaft,
zu den vier höchsten Erreichungen;
weiteren die unvergleichlich Dinge,
in der Analytik[74] gab er.

4.

Weiteren der Erreichung vorzüglichste,
acht[75] gab er, der Menschenführer.
Welchen die drei (höh'ren) Wissen[76],
sechs magisch' Fähigkeiten[77] er erklärte.

5.

In den Übungen des Volkes Menge,
unterwies der große Weise.
Weit verbreitet haben jene,
des Weltenschützers[78] Lehre.

6.

Großes Kinn, starke Schultern[79],
Dīpaṅkara Genannter.
Viel Volks führte er hinüber,
befreite sie von übler Fährte[80].

7.

Die Leute, die erwachen könnten sehend,
auch in hunderttausend Meilen,
in günst'gem Augenblick zu ihnen gelangt,
erweckt er sie, der große Weise.

8.

Zum ersten Durchbruch[81] der Erwachte,
hundert Milliarden brachte;
zum zweiten Durchbruch der Helfer,
neun Milliarden hat gebracht.

9.

Und als dann im Götterhimmel,
der Buddha die Lehre dargelegt[82],
neunzigtausend Milliarden
den dritten Durchbruch hatten.

10.

Dreierlei Gefolge hatt' er,
Dīpaṅkara, der Meister,
hunderttausend Milliarden,
kamen beim ersten Mal zusammen.

11.

[Und] weiter, am Berg Nārada,
als der Sieger ging in Einsamkeit,
die Einflüsse zerstört, ohne Befleckungen,
zusammenkamen hundert Milliarden[83].

12.

Während dieser Zeit der große Held,
am Felsenberg Sudassana,
mit neuntausend Milliarden[84],
ward eingeladen der große Weise.
[85]

13.

Zehn [mal] zwanzig Tausende,
die Lehre völlig begriffen haben,
einzeln, paarweise Begreifende,
war'n unmöglich aufzuzähl'n.

14.

Weit verbreitet bei vielen Menschen,
erfolgreich, blühend, war sie da,
des Erhab'nen Dīpaṅkaras
Lehre, die wohlgeläuterte.

15.

Vierhunderttausend [war'n]
der sechs magisch' Kräfte mächtig,
Dīpaṅkara den Weltenkenner,
sie allesamt umgaben ihn.

16.

Zu jener Zeit einige davon,
das menschlich Dasein sie verließen,
Lernende, die nicht erlangten ihren Wunsch,
getadelt wurden sie.

17.

Das wohlerblühte (Buddha-)Wort,
durch solcherart von Heiligen,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
allesamt erstrahlen.

18.

Die Stadt wurd' Rammavatī genannt,
Sudeva nannte man den Krieger(-Adligen),
Sumedhā hieß die ihn Gebärende,
den Lehrer Dīpaṅkara.

19.

Zehntausend Jahre lang,
im Haushalt er verbrachte.
"Schwan", "Kranich" und "Pfau"
die besten drei Paläste [hießen].

20.

[Da gab es] dreihunderttausend
Frauen, die geschmückt war'n.
Lotos hieß [da] seine Gattin,
die Usabhakkhandha[86] selbst gebar.

21.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er mit seinem Elefanten auf,
und volle zehn Monate,
in Anstrengungen der Sieger strebte.

22.

Nachdem im Strebewandel er gewandelt,
erwachte er nach Wunsch, der Weise.
Von Brahma darum gebeten,
Dīpaṅkara, der große Weise,

23.

drehte das Rad der große Held,
beim Prachthaus im Park der Freude[87].
Am Fuße der Akazie sitzend,
hat er zermalmt die Andersgläub'gen.

24.

Sumaṅgala und Tissa auch,
die waren seine besten Schüler.
Sāgata, so hieß der Aufwärter,
von Dīpaṅkara, dem Meister.

25.

Nandā als auch Sunandā,
die besten Schülerinnen war'n.
Als des Erhab'nen (Baum des) Erwachens,
die Pappelfeige ward genannt.

26.

Tapussa und Bhallika nämlich,
das war'n die größten Unterstützer.
Sirimā und Koṇā die Unterstützerinnen,
des Meisters Dīpaṅkara.

27.

Achtzig Spannen war die Höhe,
vom großen Weisen Dīpaṅkara.
Er strahlte wie ein Lichterbaum,
wie voll erblühter Salbaumkönig.

28.

An hunderttausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit des großen Sehers war.
Und weil sie so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

29.

Dargelegt die gute Lehre,
viel Volks hinübergeleitet habend,
entflammt wie eine Feuersbrunst,
erlosch er samt der Jüngerschaft.

30.

Diese Macht und dieser Ruhm,
und die Rad-Juwelen an den Füßen,
sie alle waren nun verschwunden.
War'n nicht aufgegeben[88] alle Gestaltungen?

31.

Dīpaṅkara, der Sieger, Meister,
im Park der Freude war erloschen.
An diesem Platz ein Mahnmal ward dem Sieger,
sechsunddreißig Meilen hoch errichtet.

[Das war] der erste Lebensweg,
der des Erhabenen Dīpaṅkara.


[4] 2. Der Lebensweg des Buddha Koṇḍañña

1.

Später, nach Dīpaṅkara,
[kam] Koṇḍañña genannter Anführer,
unendlich energetisch[89], nicht zu knapp im Ruhm[90],
unermesslich, schwer angreifbar.

2.

Der Erde gleich in Duldsamkeit,
die Tugend gleich dem Ozean,
Geistessammlung gleich Meru(-Berg),
Erkenntnis gleich dem Himmel.

3.

Der Fähigkeiten, Kräfte, Erwachensfaktoren,
Pfad, Wahrheit, Erklärung,
Erwachter stets verkündete,
zum Segen aller Wesen.

4.

Das Rad der Lehr' inganggesetzt,
vom Weltenlenker Koṇḍañña,
hunderttausend Milliarden
den ersten Durchbruch hatten[91].

5.

Als er danach lehrte,
in Zusammenkunft von Männern und Frauen,
neunzigtausend Milliarden
den zweiten Durchbruch hatten.

6.

Als er die Andersgläub'gen zerschmettert',
indem er die Lehre darlegte,
achtzig[mal]hundertausend Milliarden,
den dritten Durchbruch hatten.

7.

Drei Versammlungen er hatte,
der große Weise Koṇḍañña,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solch friedvollen Geistes war'n.

8.

Hunderttausend Milliarden,
war die erste der Gemeinschaften;
die zweite tausend Milliarden,
die dritte neunzig Milliarden.

9.

Zu jener Zeit bin ich gewesen,
ein Krieger namens Vijitāvī;
über'n Ozean von End zu End,
die Oberhoheit übt' ich aus.

10.

Hunderttausend Milliarden,
dieser fleckenlosen großen Seher,
mitsamt dem höchsten Weltenschützer,
auf's vorzüglichste versorgte ich.

11.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
der Weltenlenker Koṇḍañña:
"In unermesslichen Äonen,
wird in der Welt ein Buddha sein.

12.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
was schwer zu tun ist, ausgeführt;
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

13.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden;
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

14.

Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler;
Ānanda heißt sein Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

15.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
die besten Schülerinnen werden;
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens,
wird Assattha heißen.

16.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein;
Nandamātā und Uttarā,
die besten Unterstützerinnen werden;
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."

17.

Als jene diese Worte hörten,
des unvergleichlichen großen Sehers;
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

18.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

19.

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen [hier] gewärtig sein.

20.

Wie Leute, die den Fluss queren,
[und] die Furt dabei verfehlen,
weiter unten gehen durch die Furt,
so über'n großen Fluss gelangen.

21.

Ebenso wir allesamt,
wenn wir fahren lassen diesen Sieger,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen [hier] gewärtig sein."

22.

Als diese Worte ich vernahm,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Um diesem Zweck gerecht zu werden,
gab ich das große Reich dem Sieger.
Das große Reich gegeben habend,
zog ich hinaus[92] in seiner Gegenwart.

23.

Die Lehrreden, auch Ordensregeln,
des Meisters neunfache Lehre,
all das gründlich gelernt habend,
erstrahlt' ich in des Siegers Lehre.

24.

Unablässig darin weilend,
im Liegen, Stehen und beim Gehen,
zu magisch Kräften [dann] gelangt,
ging ich zur Brahmawelt sodann.

25.

Die Stadt ward Rammavatī genannt,
Sunanda nannte man den Krieger[-Adligen],
Sujātā hieß, die ihn gebar,
den großen Seher Koṇḍañña.

26.

Zehntausend Jahre lang,
im Hausstand er verbrachte.
"Reinheit", "Strahlender" und "Attraktiv",
die besten drei Paläste [hießen].

27.

[Da gab es] dreihunderttausend
Frauen, die geschmückt war'n.
Rucidevī die Gattin hieß,
die selbst gebar den Vijitasena.

28.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er mit seiner Kutsche auf,
und keinen Monat weniger als zehn,
in Anstrengungen der Sieger strebte.

29.

[93]Von Brahma darum gebeten,
Kondañña, höchster unter Menschen,
das Rad der große Held ingangsetzte,
in der höchsten Götterstadt.

30.

Bhadda als auch Subhadda,
das waren seine besten Schüler;
Anuruddha hieß der Aufwärter,
von Koṇḍañña, dem großen Seher.

31.

Tissā und auch Upatissā,
die besten Schülerinnen war'n;
ein lieblich Sal war Bodhi(-Baum),
vom großen Seher Koṇḍañña.

32.

Soṇa und auch Upasoṇa,
waren die besten Unterstützer;
Nandā als auch Sirīmā,
war'n beste Unterstützerinnen.

33.

Mit achtundachzig Spannen,
war er sehr groß, der große Weise.
Er strahlte wie der Sternenkönig,
wie am Mittag die Sonne.

34.

So hunderttausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil sie so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

35.

Einflussversiegte, Fleckenlose,
vielfältig die Erde [ausgestattet] ist;
wie der Himmel mit den Sternen,
so erstrahlt er.

36.

Und auch die ungezählten Nāgas,
nicht erregbar, schwer anzugreifen,
blitzartig sich blicken lassend,
erloschen sie, die Ruhmreichen.

37.

So auch des Siegers unvergleichlich' Fähigkeiten,
mit Erkenntnis gemischt und Geistessammlung;
sie alle waren nun verschwunden.
War'n nicht aufgegeben alle Gestaltungen?

38.

Koṇḍañña, der Erwachten Bester,
erlosch im Mond-Lustgarten.
An diesem Platz ein herrlich Mahnmal [gibt's],
sieben Meilen ist es hoch.

[Das war] der zweite Lebensweg,
der des Erhabenen Koṇḍañña.


[5] 3. Der Lebensweg des Buddha Maṅgala

1.

Daraufhin [kam] nach Koṇḍañña,
Maṅgala genannter Anführer,
die Dunkelheit der Welt zerstört habend,
hoch die Fackel der Redlichkeit haltend.

2.

Ohnegleichen war sein Glanz[94],
den der andern Sieger übertreffend;
den Glanz von Mond und Sonne schlagend,
erstrahlt' er über die Zehntausend.

3.

Auch er verkündete als Buddha,
die vier höchsten Wahrheiten;
die, die jenen Wahrheitstrunk getrunken,
vertrieben große Dunkelheit.

4.

Nachdem das unvergleichliche Erwachen er erlangte,
bei der ersten Lehrdarlegung;
hunderttausend Milliarden,
den Durchbruch in der Lehre hatten.

5.

Als im Bereich des Götterfürsten,
der Buddha die Lehre darlegte,
da waren's tausend Milliarden,
die den zweiten Durchbruch hatten.

6.

Als Sunanda, der Weltenherrscher,
den Vollerwachten aufsuchte,
da schlug der Vollerwachte,
der Lehre Trommel allerbeste.

7.

Die Sunanda folgend' Menge,
neunzig Milliarden waren das;
auch sie allesamt und ausnahmslos,
war'n mit "Komm, Mönch!" (Ordinierte).

8.

Drei Gemeinden hatte er,
Maṅgala, der große Seher;
hunderttausend Milliarden,
war die erste der Gemeinschaften.

9.

Die zweite hunderttausend Milliarden,
die dritte neunzig Milliarden;
Einflussversiegt, fleckenlos,
so waren die Gemeinschaften.

10.

Ich war zu jener Zeit,
ein Brahmane, der Surucī hieß;
Gelehrter, Versbewahrer[95],
ein Meister der Drei Veden.

11.

Zu ihm gelangte ich dann hin,
hab beim Meister die Zuflucht genommen;
die Gemeinschaft mit dem Vollerwachten an der Spitze,
verehrte ich mit duftenden Girlanden;
mit Duftgirlanden ihn geehrt habend,
hab ich mit Milchtrunk ihn gestärkt.

12.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
Maṅgala, der höchste unter Menschen:
"In unzählbaren Weltzeitaltern,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

13.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
[96][was schwer zu tun ist, ausgeführt;
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden;
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler;
Ānanda heißt sein Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
die besten Schülerinnen werden;
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens,
wird Assattha heißen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein;
Nandamātā und Uttarā,
die besten Unterstützerinnen werden;
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."

Als jene diese Worte hörten,
des unvergleichlichen großen Sehers;
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen {hier} gewärtig sein."]

14.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Sicherlich es besser ist, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

15.

Dann den frohen Geist verstärkend,
um Vollerwachen am besten zu erlangen;
mein Haus dem Buddha gegeben habend,
zog ich hinaus in seiner Gegenwart.

16.

Die Lehrreden, auch Ordensregeln,
des Meisters neunfache Lehre,
all das gründlich gelernt habend,
erstrahlte ich in des Siegers Lehre.

17.

Unablässig darin weilend,
gottgleiches Weilen entfaltet habend,
zu magisch Kräften [dann] gelangt,
ging ich zur Brahmawelt sodann.

18.

Uttara war der Stadt Name,
Uttara hieß der Krieger(-Adlige),
die ihn gebar hieß Uttarā,
den großen Seher Maṅgala.

19.

Neuntausend Jahre [lang],
im Hausstand er verbrachte,
"Berühmter", "Reiner", "Prächtiger",
die besten drei Paläste [hießen].

20.

Von dreißigtausend Ranggleichen,
Frauen, die geschmückt war'n,
hieß seine Gattin Yasavatī,
die gebar den Sīvala mit Namen.

21.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er mit seinem Pferde auf,
und keinen Monat weniger als acht,
in Anstrengungen der Sieger strebte.

22.

Von Brahma darum gebeten,
der (An-)Führer namens Maṅgala,
das Rad der große Held ingangsetzte,
im besten der Akazienhaine.

23.

Sudeva, Dhammasena auch,
das waren seine besten Schüler;
Pālita, so hieß der Aufwärter,
von Maṅgala, dem großen Seher.

24.

Sīvalā und dann Asokā,
die besten Schülerinnen waren;
der Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
sagt man, ein Eisenholzbaum war.

25.

Nanda als auch Visākha,
die besten Unterstützer waren;
Anulā als auch die Sutanā,
war'n beste Unterstützerinnen.

26.

Mit achtundachzig Ellen[97],
war er sehr groß, der große Weise;
Von ihm ging'n glänzend Strahlen aus,
mehr als hunderttausend.

27.

So neunzigtausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil es so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

28.

Gleichwie des Ozeanes Wellen,
nicht möglich sind zu zählen,
die seinen Schüler ebenso,
unmöglich abzuzählen sind.

29.

Solange wie der Vollerwachte lebte,
Maṅgala, der Weltenlenker,
nicht gab es da in seiner Lehre jemand,
der mit Befleckungen verstarb.

30.

Der Redlichkeit Fackel hochgehalten habend,
viel Volks hinübergebracht habend,
nachdem er wie ein Komet aufstrahlte[98],
erlosch er dann, der Ruhmreiche.

31.

Der Gestaltungen wahre Natur,
samt Göttern aufgezeigt habend[99];
wie Großfeuer aufgelodert,
wie die untergehende Sonne,

32.

im Lustpark namens Vassara,
der Buddha Maṅgala erlosch.
An diesem Platz ein Mahnmal ward dem Sieger,
dreißig Meilen hoch, errichtet.

[Das war] der dritte Lebensweg,
der des Erhabenen Maṅgala.


[6] 4. Der Lebensweg des Buddha Sumana

1.

Daraufhin [kam] nach Koṇḍañña,
Maṅgala genannter Anführer,
In allen Dingen unvergleichlich,
alle Wesen übertreffend.

2.

Damals war er's, der die Trommel der Todlosigkeit
in der Stadt Mekhala schlug.
in Verbindung mit der Lehre Muschel[100],
die neunteilige Lehr' der Sieger.

3.

Als er besiegt Befleckungen,
er das höchste Vollerwachen erlangte,
errichtete der Meister eine Stadt,
die allerhöchste Stadt der guten Lehre.

4.

Ununterbrochen, gerade,
aufrecht, ausgedehnt, weitläufig,
so erbaute er die große Straße
der allerhöchsten Vergegenwärtigung der Achtsamkeit[101].

5.

Die vier Früchte der Askese,
die der vier analytischen Erkenntnisse,
der sechs magischen Kräfte, der acht Erreichungen,
hat er dort auf der Straße ausgebreitet.

6.

Jene ohne Lässigkeit, ohne Starrheit,
mit Schamgefühl, Tatkraft ausgestattet,
von diesen feinen Tugenden,
sie erlangten, was immer sie beglückt.

7.

Durch eben jene Unternehmung[102],
half vielem Volk heraus,
der Meister, [und] zuerst erwachten
hunderttausend Milliarden.

8.

Nach ein'ger Zeit der große Held,
ermahnte andersgläub'ge Gruppe;
tausend Milliarden brachen durch,
bei der zweiten Lehrdarlegung.

9.

Als dann Gottheiten und Menschen,
vereint, im Geiste einig,
stellten Fragen zum Erlöschen,
als auch aus mentaler Ungewissheit.

10.

Dann, bei Darlegung der Lehre,
beim Erklären des Erlöschens,
neunzigtausend Milliarden,
den dritten Durchbruch hatten.

11.

Er hatte drei Gemeinschaften,
der große Seher Sumana,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solch friedvollen Geistes war'n.

12.

Als Regenzeit hielt, der Erhab'ne,
dann das Einladen bekannt gab,
hunderttausend Milliarden,
hat da Vollendeter geladen.

13.

Dann folgte das Versammeln,
der Reinen am goldenen Berg;
neunzigtausend Milliarden,
war die zweite der Gemeinschaften.

14.

Als dann Sakka, der Götterfürst,
herkam, um Erwachten anzuseh'n,
achtzigtausend Milliarden,
war die dritte der Gemeinschaften.

15.

Ich war zu jener Zeit,
ein Schlangenfürst mit großer Macht;
Atula genannt beim Namen,
hervorragend im Anhäufen von Heilsamem.

16.

Dann bin ich von der Nāgastätte,
aufgebrochen mit meinen Anverwandten;
mit himmlischer Musik der Nāgas,
zu dienen, dem Sieger samt Gemeinschaft.

17.

Die hunderttausend Milliarden,
mit Speis und Trank versorgt habend;
[jedem] Einzelnen ein Gewänderpaar gegeben,
nahm ich bei ihm die Zuflucht [dann].

18.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
Sumana, der Weltenlenker:
"In unzählbaren Weltzeitaltern,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

19.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
[103][was schwer zu tun ist, ausgeführt;
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden;
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

Kolita und Upatissa, werden seine besten Schüler;
Ānanda heißt sein Aufwärter, der dem Sieger dienen wird.
Khemā und Uppalavaṇṇā, die besten Schülerinnen werden;
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens, wird Assattha heißen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein;
Nandamātā und Uttarā,
die besten Unterstützerinnen werden;
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."

Als jene diese Worte hörten,
des unvergleichlichen großen Sehers;
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen {hier} gewärtig sein."]

20.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Sicherlich wär's besser, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

21.

Der Stadt Name war Mekhala,
Sudatta hieß der Krieger(-Adlige),
die ihn gebar hieß Sirimā,
den großen Seher Sumana.

22.

Neuntausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte,
"Mond", "Vollmond" und "Stirnschmuck",
die besten drei Paläste [hießen].

23.

[Da gab es] dreiundachtzigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n;
seine Gattin hieß Vaṭaṃsikā[104],
Anūpamo hieß der von ihr Geborene.

24.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er mit seinem Elefanten auf,
nicht einen Monat weniger als zehn,
in Anstrengungen der Sieger strebte.

25.

Von Brahma darum gebeten,
der Führer namens Sumana,
das Rad der große Held ingangsetzte,
in der Hauptstadt Mekhala.

26.

Saraṇa und Bhāvitatta,
waren seine besten Schüler;
Udena hieß der Aufwärter,
des großen Weisen Sumana.

27.

Soṇā und Upasoṇā [dann],
die besten Schülerinnen war'n.
Auch dieser unermesslich berühmte Buddha,
am Fuß des Eisenholz erwachte.

28.

Varuṇa als auch Saraṇa,
seine Unterstützer war'n;
Cālā und Upacālā auch,
die Unterstützerinnen war'n.

29.

Im Stehen war der Buddha,
so neunzig Spannen hoch.
Seine goldn'e kostbare Erscheinung[105],
erstrahlte über die Zehntausend.

30.

So neunzigtausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil sie so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

31.

Hinübergeleitet, die hinüber zu Geleitenden,
die zu Erwachenden erweckt habend,
erlosch völlig der Vollerwachte,
von hier wie ein Sternenkönig.

32.

Solche Mönche mit zerstörten Einflüssen,
und der unvergleichbare Buddha,
unermesslich Glanz gezeigt habend,
[so] erloschen Vielgerühmte.

33.

Dann die unermessliche Erkenntnis,
auch jene unermesslich Schätze,
sie alle waren nun verschwunden.
War'n nicht aufgegeben alle Gestaltungen?

34.

Sumana, der würdevolle[106] Buddha,
erlosch im Aṅga-Park.
An diesem Platz ein Mahnmal ward dem Sieger,
vier Meilen hoch, errichtet.

[Das war] der vierte Lebensweg,
der des Erhabenen Sumana.


[7] 5. Der Lebensweg des Buddha Revata

1.

Daraufhin [kam] nach Sumana,
Revata genannter Anführer,
unvergleichbar, keinem ähnlich,
ein Sieger, unermesslich, unübertroffen.

2.

Auch er die Lehre darlegte,
nach Brahmas drängend' Bitten;
der Aggregate, Elemente Bestimmung,
[und] des Wiederdaseins Innehalten.

3.

Da gab es drei der Durchbrüche,
als die Lehre dargelegt;
nicht zu zählen waren [jene],
die den ersten Durchbruch hatten.

4.

Wenn den Fürsten Arindama,
der Weise Revata belehrte,
da hundert Milliarden,
den zweiten Durchbruch hatten.

5.

Als nach sieben Tagen, aus der Einsamkeit,
sich erhoben hat der Menschenführer,
hundert Milliarden Menschen und Götter,
unterwies er da in den höchsten Erreichungen.

6.

Er hatte drei Gemeinschaften,
der große Seher Revata,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solcherart war'n wohl befreit.

7.

Überschritten war die Zählkunst,
bei der ersten Gemeinschaft.
Hunderttausend Milliarden,
war die zweite Gemeinschaft.

8.

Einer, der in Weisheit unvergleichbar,
jener, der dem Rad [der Lehre] nachfolgte,
der war erkrankt damals,
sein Leben in Gefahr.[107]

9.

Jenen Kranken sie befragten,
die Weisen, welchen ihn besuchten;
tausend Milliarden Heil'ge,
hatt' die dritte der Gemeinschaften.

10.

Ich war zu jener Zeit,
ein Brahmane namens Atideva.
Als ich bei Buddha Revata anlangte,
nahm ich bei ihm die Zuflucht.

11.

Seine Ethik, seine Sammlung auch,
Weisheit, höchste Tugend,
nach bestem Vermögen gepriesen habend,
gab ich ihm meinen Mantel dann.

12.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
Revata, der Weltenlenker:
"In unzählbaren Weltzeitaltern,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

13.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
[was schwer zu tun ist, ausgeführt;
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden;
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler;
Ānanda heißt sein Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
die besten Schülerinnen werden;
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens,
wird Assattha heißen.

Citta und Hatthāḷavaka, werden beste Unterstützer sein;
Nandamātā und Uttarā, die besten Unterstützerinnen werden;
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."

Als jene diese Worte hörten,
des unvergleichlichen großen Sehers;
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen {hier} gewärtig sein."]

14.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Sicherlich es besser ist, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

15.

Als ich dann jene Buddha-Dinge,
erinnert hab, vermehrt' ich sie:
'Ich will mir holen jene Dinge,
nach denen ich schon lang getrachtet.'

16.

Sudhaññavatī hieß die Stadt,
Vipula der Krieger(-Adlige) hieß;
die ihn gebar hieß Vipulā,
den großen Seher Revata.

17.

Und sechstausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte,
"Sudassana", "Ratanagghi"
und "Āveḷa der Verzierte",
durch gute Taten mir gewirkt,
die besten drei Paläste [hießen].

18.

[Da gab es] dreiunddreißigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Sudassanā die Gattin hieß,
die selbst gebar, den Varuṇa.

19.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er mit seiner Kutsche auf,
nicht einen Monat weniger als sieben,
in Anstrengungen der Sieger strebte.

20.

Von Brahma darum gebeten,
der Führer namens Revata,
das Rad der große Held ingangsetzte,
im Prachthaus[108] in Varuṇa's Hain.

21.

Varuṇa und Brahmadeva,
war'n seine besten Schüler.
Sambhava hieß der Aufwärter,
des großen Sehers Revata.

22.

Bhaddā als auch Subhaddā,
war'n seine besten Schülerinnen.
Auch dieser unvergleich' Buddha,
am Fuß des Eisenholz erwachte.

23.

Paduma und Kuñjara,
war'n seine Unterstützer.
Sirīmā sowie Yasavatī,
war'n seine Unterstützerinnen.

24.

Im Stehen war der Buddha,
so achtzig Spannen hoch.
Er überstrahlte alle Richtungen,
hoch wie eines Herrschers Flagge.

25.

Von seinem Körper ausgehend,
unübertroff'ner Lichterkranz,
sowohl bei Tag als auch bei Nacht,
überall sich meilenweit ausbreitete.

26.

So sechzigtausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil es so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

27.

Die Buddhakraft gezeigt habend,
der Welt die Todlosigkeit erklärt,
erlosch er ohne Anhaften,
wie ein Feuer, das sich selbst verzehrt.

28.

Und war dieser juwelengleiche Körper,
und auch die unvergleichlich Lehre,
sie alle waren nun verschwunden.
War'n nicht aufgegeben alle Gestaltungen?

29.

Revata, der würdevolle Buddha,
der Heilsbringer[109], erlosch.
Verteilt wurden Reliquien,
in den Landen hier und da.

[Das war] der fünfte Lebensweg,
der des Erhabenen Revata.


[8] 6. Der Lebensweg des Buddha Sobhita

1.

Daraufhin [kam] nach Revata,
Sobhita genannter Anführer,
gesammeltem, friedvollen Geistes,
ein unvergleichlich, einzigartiger Mensch.

2.

Als der Sieger sich vom eig'nen Haus,
im Geiste sich hat abgewendet,
erlangt hatte völliges Erwachen,
setzt' er ingang das Rad der Lehre.

3.

Von tiefster Avīci(-Hölle),
bis zu den höchsten Daseinsformen;
dazwischen gab's eine Versammlung,
der wurd' die Lehre dargelegt.

4.

In jener Menge der Erwachte,
das Rad der Lehr' ingangsetzte;
nicht zu zählen waren [jene],
den ersten Durchbruch hatten.

5.

Als er dann weiter lehrte,
bei der Zusammenkunft von Menschen, Göttern,
neunzigtausend Milliarden,
den zweiten Durchbruch hatten.

6.

Im Weiteren ein Fürstensohn,
ein Krieger namens Jayasena,
nachdem der einen Park anlegte,
dann dem Buddha diesen widmete.

7.

Verkündend diese Opfergabe,
legt der Sehende[110] die Lehre dar;
da waren's tausend Milliarden,
die den dritten Durchbruch hatten.

8.

Drei Gemeinschaften er hatte,
der große Seher Sobhita,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solch friedvollen Geistes war'n.

9.

Ein Fürst mit Namen Uggata,
gab eine Spende dem höchsten Menschen;
bei dieser Gabe kamen zusammen,
hundert Milliarden Heilige.

10.

Und weiter, eine Gruppe Städter,
gab dem höchsten Menschen Spenden;
dann neuzig Milliarden,
hatte die zweite Versammlung.

11.

In Götterwelt geweilt habend,
stieg dann herab der Sieger;
dann achtzig Milliarden[111],
hatte die dritte Versammlung.

12.

Ich war zu jener Zeit,
ein Brahmane namens Sujāta;
den Erwachten samt der Schüler,
mit Speis und Trank versorgte ich.

13.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
Sobhita, der Weltenlenker:
"In unzählbaren Weltzeitaltern,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

14.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
[was schwer zu tun ist, ausgeführt;
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden;
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler;
Ānanda heißt sein Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
die besten Schülerinnen werden;
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens,
wird Assattha heißen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein;
Nandamātā und Uttarā,
die besten Unterstützerinnen werden;
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."

Als jene diese Worte hörten,
des unvergleichlichen großen Sehers;
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen [hier] gewärtig sein."]

15.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geiste heftig aufgewühlt;
zu jener Zielerfüllung,
streng entschloss ich mich.

16.

Sudhamma ward' die Stadt genannt,
Sudhamma hieß der Krieger(-Adlige);
die ihn gebar hieß Sudhammā,
den großen Seher Sobhita.

17.

Neuntausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte,
"Kumudo", "Nāḷino" und "Padumo",[112]
die besten drei Paläste [hießen].

18.

[Da gab es] siebenunddreißigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n;
Maṇilā, so hieß die Gattin,
die den Sīha selbst gebar.

19.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er vom Palast auf.
Sieben Tage im Strebewandel,
ist höchster Mensch gewandelt.

20.

Von Brahma darum gebeten,
der Führer namens Sobhita,
das Rad der große Held ingangsetzte,
im besten Lustpark der Guten Lehre.

21.

Asama und Sunetta,
die besten Schüler waren.
Anoma hieß der Aufwärter,
von Sobhita dem großen Seher.

22.

Nakulā und Sujātā auch,
die besten Schülerinnen waren.
Und als erwachte, dieser Buddha,
erwachte er am Fuß des Eisenholzes.

23.

Ramma und Sudatto auch,
seine Unterstützer war'n.
Nakulā als auch die Cittā,
ihm Unterstützerinnen war'n.

24.

Achtundfünfzig Ellen,
war der große Seher hoch.
Er überstrahlte alle Richtungen,
hundertstrahlig aufgegangen.

25.

Wie ein voll erblühtes Walddickicht,
mit mannigfaltig Düften parfümiert,
ebenso sind seine Reden,
mit Tugenddüften parfümiert.

26.

Gleichwie nämlich der Ozean,
den Schauenden nicht stillen kann,
ebenso könn'n seine Reden,
die Zuhörer nicht sättigen.

27.

So neunzigtausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil es so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

28.

Ermahnung und Belehrung,
den Übrigen gegeben habend,
wie ein Opferfeuer aufgelodert,
samt Schülern er erlosch.

29.

Der Buddha gleich dem Unvergleichlichen,
als auch Schüler mit erlangten Kräften,
sie alle waren nun verschwunden.
War'n nicht aufgegeben alle Gestaltungen?

30.

Sobhita, bester Vollerwachter,
im Löwenpark erloschen ist.
Verteilt wurden Reliquien,
in den Landen hier und da.

[Das war] der sechste Lebensweg,
der des Erhabenen Sobhita.


[9] 7. Der Lebensweg des Buddha Anomadassī

1.

Daraufhin [war] nach Sobhita,
der höchste unter Menschen, der Erwachte,
Anomadassī, der mit unermesslich Ruhm,
an Tatkraft[113] schwer zu übertreffen.

2.

Nachdem er alle Bande hat zerschnitten,
dreifach Werden hat zerschmettert,
den zum Unumkehrbaren führenden Weg
den Göttern, Menschen lehrte er.

3.

Der Ozean ist unerschütterlich,
der Berg schwer anzugreifen ist,
der Himmel ist unendlich, und er,
wie Salbaumfürst, [steht] voller Blüten.

4.

Auch im Angesicht des Buddha,
werden erfreut die Lebewesen;
des Redners Stimme gehört habend,
das Todlose erlangen sie.

5.

Der Durchbruch in dieser Lehre,
reichlich war er, [und] erfolgreich;
hundert Milliarden den Durchbruch hatten,
bei der ersten Lehrdarlegung.

6.

Bei darauffolgenden Durchbruch,
[als Er] wie einen Guss die Lehre regnen ließ,
Achtzig Milliarden den Durchbruch hatten,
bei der zweiten Lehrdarlegung.

7.

Darauf folgten, [während] er es regnen ließ,
und [so] zufriedenstellt' die Lebewesen;
siebenundachtzig Milliarden,
die den dritten Durchbruch hatten.

8.

Da waren drei Gemeinschaften,
die auch dieser große Seher hatte;
[von solchen, die] magisch Kräfte erlangt,
die in Befreiung war'n erblüht.

9.

Achthunderttausend,
kamen da zusammen;
die Hochmut [und] Verblendung aufgegeben,
die solch friedvollen Geistes war'n.

10.

Siebenhunderttausend,
war die zweite Gemeinschaft;
fleckenlos, leidenschaftslos,
solcherart friedvoll.

11.

Sechsmal hundertausend,
war die dritte Gemeinschaft;
die magisch Kräfte erlangt,
die selbstbeherrscht erloschen sind.

12.

Ich war zu jener Zeit,
ein Yakkha mit gar großer Macht.
Mehr als eine Milliarde Yakkhas,
hab ich beherrscht, war deren Herr.

13.

Dann diesen besten Buddha,
den großen Seher aufgesucht,
versorgte ich mit Speis und Trank,
den Weltenlenker samt Gemeinschaft.

14.

Daraufhin sprach er dies zu mir,
der Weise mit der reinen Sicht:
"In unzählbaren Weltzeitaltern,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

15.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
[was schwer zu tun ist, ausgeführt;
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden;
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler;
Ānanda heißt sein Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
die besten Schülerinnen werden.
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens,
wird Assattha heißen.

Citta und Hatthāḷavaka, werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und Uttarā, die besten Unterstützerinnen werden.
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."
Als jene diese Worte hörten,

des unvergleichlichen großen Sehers,
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen {hier} gewärtig sein."]

16.

Als auch ich die Worte hörte,
freudig erregt, aufgeregten Geistes,
sicherlich es besser ist, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

17.

Candavatī so hieß die Stadt,
Yasavā der Krieger(-Adlige) hieß,
die Mutter hieß Yasodharā,
von Anomadassī, dem Lehrer.

18.

Zehntausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte,
"Sirī", "Upasirī", "Vaḍḍha",
die besten drei Paläste [hießen].

19.

[Da gab es] dreiundzwanzigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Sirimā hieß seine Gattin,
die Upavāṇa selbst gebar.

20.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er in einer Sänfte auf,
und keinen Monat weniger als zehn,
in Anstrengungen der Sieger strebte.

21.

Von Brahma darum gebeten,
Anomadassī, der große Weise,
das Rad der große Held ingangsetzte,
im Lustpark "Gute Aussicht".

22.

Nisabha und Anoma,
war'n seine besten Schüler.
Der Aufwärter hieß Varuṇa,
vom Lehrer Anomadassī.

23.

Sundarī und Sumanā,
die besten Schülerinnen war'n.
Der Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
man sagt, war ein Arjuna(-Baum).

24.

Nandivaḍḍha, Sirivaḍḍha,
waren seine Unterstützer.
Uppalā und auch Padumā,
die Unterstützerinnen war'n.

25.

Mit achtundfünfzig Ellen,
war er sehr groß, der große Weise.
Der Glanz, den er austrahlte,
war hundertstrahlig in der Höhe.

26.

So hunderttausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil sie so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

27.

Wohl erblüh'n die (Buddha-)Worte,
durch jene Würdigen, die
leidenschaftslos, makellos,
in des Siegers Lehre strahlen.

28.

Und auch der Meister mit unermesslich Ruhm,
dessen unvergleichlich Paar,
sie alle waren nun verschwunden.
War'n nicht aufgegeben alle Gestaltungen?

29.

Anomadassī, Sieger, Meister,
im Park der Lehre er erlosch.
An diesem Platz ein Sieger-Mahnmal gibt's,
fünfundzwanzig [Meilen] hoch.


[Das war] der siebente Lebensweg,
der des Erhabenen Anomadassī.


[10] 8. Der Lebensweg des Buddha Paduma

1.

Auf Anomadassī [ward'] dann,
Erwachter, höchster unter Menschen,
Paduma namentlich genannt,
Unvergleichlicher, Konkurrenzloser.

2.

Auch er besaß unvergleichlich Tugend,
auch Geistesruhe war unendlich,
unermesslich der Ruhm seiner Erkenntns,
seine Befreiung unübertroffen.

3.

Als auch er mit ungeheurer Tatkraft,
ingangsetzte das Rad der Lehre,
da gab es drei Durchbrechungen,
die beseitigten die große Dunkelheit.

4.

Bei erstem Durchbruch der Erwachte,
erweckte hundert Milliarden;
beim zweiten Durchbruch der Weise,
erweckte neunzig Milliarden.

5.

Und als der Buddha Paduma,
ermahnte seinen eig'nen Sohn[114],
da waren's achtzig Milliarden,
die den dritten Durchbruch hatten.

6.

Drei Gemeinschaften hatte er,
der große Seher Paduma.
Hunderttausend Milliarden,
war die erste der Gemeinschaften.

7.

Zur Gelegenheit Kathina[115],
als Kathina-Roben(-Material) kam,
für den Heerführer der Lehre,
die Mönche eine Robe nähten.

8.

Dann haben diese reinen Mönche,
sechsfach geistesmächtig, magisch Kräfte habend,
[es waren] dreihunderttausend
Unübertroffene, versammelt.

9.

Und weiter, als der Menschenführer,
im Dickicht nahm den Aufenthalt,
war die Gemeinschaft solcherart,
die zweite, mit hunderttausend.

10.

Ich war zu jener Zeit,
ein Löwe, des Wildes Oberherrscher.
Den in Einsamkeit sich Anstrengenden,
den Sieger sah ich da im Wald.

11.

Den Kopf zu seinen Füßen ehrt' ich ihn,
danch macht' ich die Rechtsumschreitung.
Drei Mal ließ ich erschallen [mein Gebrüll].
Für sieben Tage versorgte ich den Sieger.

12.

Nach sieben Tagen in Erreichung höchster,
erhob sich der Vollendete,
im Geist sich überlegt habend,
versammelt' er eine Milliarde Mönche.

13.

Daraufhin auch mir der große Held,
in jener Mitte hat verkündet:
"In unzählbaren Weltzeitaltern,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

14.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
[was schwer zu tun ist, ausgeführt;
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden,
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler.
Ānanda heißt sein Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
die besten Schülerinnen werden.
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens,
wird Assattha heißen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und Uttarā,
die besten Unterstützerinnen werden.
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."

Als jene diese Worte hörten,
des unvergleichlichen großen Sehers,
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen {hier} gewärtig sein."]

15.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Sicherlich es besser ist, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

16.

Campaka, so hieß die Stadt,
Asama hieß der Krieger(-Adlige),
die ihn gebar hieß Asamā,
den großen Seher Paduma.

17.

Zehntausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte.
"Nandā", "Vasu", "Yasuttarā",
die besten drei Paläste [hießen].

18.

[Da gab es] dreiunddreißigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Uttarā hieß seine Gattin,
die den Ramma selbst gebar.

19.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er mit seiner Kutsche auf,
und keinen Monat weniger als acht,
in Anstrengungen der Sieger strebte.

20.

Von Brahma darum gebeten,
der Führer namens Paduma,
das Rad der große Held ingangsetzte,
im Dhanañca, dem besten Park.

21.

Sāla und auch Upasāla,
war'n seine besten Schüler.
Varuṇa hieß der Aufwärter,
des großen Sehers Paduma.

22.

Rādhā als auch Surādhā,
die besten Schülerinnen war'n.
Zum Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
"Großer Soṇa" sagte man.

23.

Bhiyya als auch Asama,
waren seine Unterstützer.
Rucī und Nandarāmā auch,
die Unterstützerinnen war'n.

24.

Mit achtundfünfzig Ellen,
war er recht hoch, der große Weise.
Der Glanz, der von ihm ausging,
unvergleichbar, strahlt' in alle Richtungen.

25.

Des Mondes und der Sonne Glanz,
Juwelen-, schönster Schätze Glanz,
sie werden alle geschlagen,
vom Glanz des höchsten Siegers.

26.

So sechzigtausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil sie so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

27.

Die geistig reifen Wesen,
ausnahmslos erweckt habend,
die Übrigen ermahnt habend,
erlosch mitsamt den Schülern er.

28.

Wie eine Schlange ihre alte Haut,
auch wie ein Baum die alten Blätter,
alles Gestaltete verbrannt habend,
erlosch er wie ein Feuer.

29.

Paduma, höchster Sieger, Meister,
erlosch im Park der Lehre.
Verteilt wurden Reliquien,
in den Landen hier und da.

[Das war] der achte Lebensweg,
der des Erhabenen Paduma.


[11] 9. Der Lebensweg des Buddha Nārada

1.

Daraufhin [war] nach Paduma,
der höchste unter Menschen, der Erwachte,
Nārada namentlich genannt,
Unvergleichlicher, Konkurrenzloser.

2.

Der Buddha, des Fürstregenten[116],
leiblicher, älterer, wertgeschätzter [Sohn],
Schmuck und Girlanden tragend,
in einem Park anlangte.

3.

Dort war ein Baum, weithin berühmt,
sehr schön, hoch und rein.
Dort angekommen, setzt er sich hin,
unterm großen Soṇa(-Baum).

4.

Dort stieg ihm höchstes Wissen auf,
unendlich, diamantengleich.
Er untersuchte damit die Gestaltungen,
nach oben und nach unten hin[117].

5.

Dort alle die Befleckungen,
restlos er vertrieben hatte,
erreicht' er völliges Erwachen,
und eines Buddha vierzehn Erkenntnisse[118].

6.

Vollkommenes Erwachen erlangt habend,
setzt' er ingang das Rad der Lehre,
und hunderttausend Milliarden,
den ersten Durchbruch hatten.

7.

Der Nāgafürst Mahādoṇa,
vom großen Weisen wurd' bezähmt,
im Luftraum dann das Wunder,
den Gottheiten er zeigte.

8.

Da unter Göttern, Menschen,
durch jene Lehrverkündung,
neunzigtausend Milliarden,
überwanden alle Ungewissheit.

9.

Zu jener Zeit, als der große Held,
ermahnte seinen eig'nen Sohn,
achtzigtausend Milliarden,
den dritten Durchbruch hatten.

10.

Drei Gemeinschaften hatte er,
der große Seher Nārada.
Hunderttausend Milliarden,
war die erste der Gemeinschaften.

11.

Als der Erwachte die Buddhatugenden,
mit deren Entstehung darlegte,
neuzigtausend Milliarden,
Fleckenlose kamen da zusammen.

12.

Als der Nāga Verocana,
dem Meister eine Gabe gab,
als Siegersöhne kamen da zusammen
achtzig[mal]hunderttausend.

13.

Ich war zu jener Zeit,
ein streng übender Flechtenasket.
War ein im Luftraum Wandelnder,
ein Meister der fünf magisch' Kräfte.

14.

Als ich den unter Gleichen Unvergleichlichen,
samt Gemeinschaft, samt Gefolgschaft,
mit Speis und Trank bewirtet hatte,
verehrt' ich ihn mit Sandel.

15.

Sodann auch mir verkündete,
der Weltenlenker Nārada:
"In unzählbaren Weltzeitaltern,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

16.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
[was schwer zu tun ist, ausgeführt;
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden,
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler.
Ānanda heißt sein Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
die besten Schülerinnen werden.
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens,
wird Assattha heißen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und Uttarā,
die besten Unterstützerinnen werden.
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."

Als jene diese Worte hörten,
des unvergleichlichen großen Sehers,
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen {hier} gewärtig sein."]

17.

Als auch ich die Worte hörte,
den Geist noch mehr erfreut habend,
entschloss ich mich noch stärker,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

18.

Dhaññavatī, so hieß die Stadt.
Sudeva hieß der Krieger(-Adlige).
Anomā die Gattin hieß,
von Nārada, dem großen Seher.

19.

Neuntausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte.
"Gewinn", "Erobert", "Oberlieblich",
die besten drei Paläste [hießen].

20.

[Da gab es] dreiundvierzigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Vijitasenā hieß die Gattin,
die selbst gebar Nanduttara.

21.

Die vier Zeichen gesehen habend,
vom Palast wanderte er fort,
und sieben Tage Anstrengungswandel,
befolgte der höchste Mensch.

22.

Von Brahma darum gebeten,
der Führer namens Nārada,
das Rad der große Held ingangsetzte,
im besten Dhanañca-Park[119].

23.

Bhaddasāla, Jitamitta,
war'n seine besten Schüler.
Vāseṭṭha hieß der Aufwärter,
von Nārada, dem großen Seher.

24.

Uttarā als auch Phaggunī,
die besten Schülerinnen war'n.
Zum Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
"Großer Soṇa" sagte man.

25.

Uggarinda und Vasabha,
waren seine Unterstützer.
Indāvarī und die Vaṇḍī,
die Unterstützerinnen war'n.

26.

Mit achtundachtzig Ellen,
war er recht hoch, der große Weise.
Glich einem goldenen Gehänge,
das wie zehntausend prangt.

27.

Von seinem Körper klafterweiter Glanz,
ging aus in jede Richtung,
nicht enden wollend Tag und Nacht,
hat sich stets eine Meile ausgebreitet.

28.

Nicht einen gab's zu dieser Zeit,
in einer Meile Volksversammlung,
der Fackel oder Lampe hätt' entzündet,
weil von Buddhastrahlen eingehüllt.

29.

So neunzigtausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil sie so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

30.

Wie Sternbilder am (Nacht-)Himmel,
gar prächtig glänzen tun,
ebenso tut seine Lehre,
durch Heilige erglänzen.

31.

Um über Daseinsstrom zu gelangen,
restlos dann [den Weg] betreten habend,
die Brück' der Lehre gefestigt habend,
der Menschenführer, er erlosch.

32.

Und der Buddha, unvergleichbar unter Gleichen,
als auch die Triebversiegten, Tatkräftigen,
sie alle waren nun verschwunden.
War'n nicht aufgegeben alle Gestaltungen?

33.

Nārada, der Siegerherr,
erlosch in Sudassana Stadt.
An diesem Platz ein Sieger-Mahnmal gibt's,
das reicht vier Meilen in die Höh'.

[Das war] der neunte Lebensweg,
der des Erhabenen Nārada.


[12] 10. Der Lebensweg des Buddha Padumuttara

1.

Daraufhin [war] nach Nārada,
der höchste unter Menschen, der Erwachte.
Padumuttara, so hieß der Sieger,
dem unerschütterlichen Meere ähnlich.

2.

Es war wie im Maṇḍakappa[120],
in dem Erwachter ward gebor'n.
Überwiegend gute[121] Menschen,
in solch' Äon ins Dasein treten.

3.

Bei des Erhab'nen Padumuttara,
in dessen ersten Lehrdarlegung,
gab's hunderttausend Milliarden,
die in der Lehr' den Durchbruch hatten.

4.

Darauf folgend ließ er [die Lehre] regnen,
die Wesen stellt' er so zufrieden.
Siebenunddreißig[mal]hunderttausend,
den zweiten Durchbruch hatten.

5.

Zu der Zeit, als dann der große Held,
bei Ānanda anlangte,
im Angesicht des Vaters angekommen war,
schlug er die Trommel der Todlosigkeit.

6.

Als er die Trommel der Todlosigkeit schlug,
als der Regen der Lehre fiel,
fünfzig[mal]hunderttausend,
den dritten Durchbruch hatten.

7.

Ermahner, Belehrer,
Retter[122] aller Lebewesen,
geschickt Darlegender Erwachter,
er half hinüber vielem Volks.

8.

Da waren drei Versammlungen,
des Meisters Padumuttara.
Hunderttausend Milliarden,
war die erste der Gemeinschaften.

9.

Als der Buddha, Unvergleichbaren Gleicher,
am Berg Vebhāra weilte,
neunzigtausend Milliarden,
war die zweite der Gemeinschaften.

10.

Weiterreisend auf der Wanderung,
durch Dörfer, Städte, Reiche,
achtzigtausend Milliarden,
war die dritte der Gemeinschaften.

11.

Ich war zu jener Zeit,
Beamter namens Jaṭila.
Dem Orden mit dem Vollerwachten an der Spitze,
gab ich Speise [und] Gewänder.

12.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
inmitten der Gemeinschaft sitzend:
"In hunderttausend Weltzeitaltern,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

13.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
[was schwer zu tun ist, ausgeführt;
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden,
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler.
Ānanda heißt sein Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
die besten Schülerinnen werden.
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens,
wird Assattha heißen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und Uttarā,
die besten Unterstützerinnen werden.
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."

Als jene diese Worte hörten,
des unvergleichlichen großen Sehers,
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen {hier} gewärtig sein."]

14.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
war es gewiss besser, mich zu entschließen,
Entschlossenheit richtig stark gemacht habend,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

15.

Geschlagen all die Andersgläub'gen,
sie war'n bestürzt, bedrückten Geistes dann,
nicht einer ihnen folgen wollte,
sie wurden aus dem Reich verstoßen.

16.

Als alle dort versammelt waren,
gingen sie in Buddhas Gegenwart:
"Du bist Beschützer, großer Held,
bist uns're Zuflucht, Sehender!"

17.

Aus Mitgefühl, barmherzig[123],
um aller Wesen Wohlergeh'n besorgt,
all die versammelten Andersgläubigen,
er festigte in den fünf Tugenden.

18.

So war es [dann] unverstört,
leer von jenen Andersgläub'gen,
durch mancherlei[124] an Heiligen,
die selbige gemeistert haben.

19.

Die Stadt hieß Haṃsavatī.
Ānanda hieß der Krieger(-Adlige).
Die ihn gebar hieß Sujātā,
den Meister Padumuttara.

20.

Zehntausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte.
"Naravāhana", "Yasa", "Vasavattī",
die besten drei Paläste [hießen].

21.

[Da gab es] dreiundvierzigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Vasudattā hieß seine Gattin,
die selbst gebar den Uttama.

22.

Die vier Zeichen gesehen habend,
von seinem Palast wanderte er fort,
und sieben Tage Anstrengungswandel,
befolgte dieser höchste Mensch.

23.

Von Brahma darum gebeten,
der (Weg-)Führer Padumuttara,
das Rad der große Held ingangsetzte,
im besten Park von Mithila.

24.

Devala und Sujāta,
war'n seine besten Schüler.
Sumana war der Aufwärter,
des großen Sehers Padumuttara.

25.

Amitā und auch Asamā,
die besten Schülerinnen war'n.
Der Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
war ein Salbaum, so sagt man.

26.

Vitiṇṇa und auch Tissa,
war'n seine Unterstützer.
Haṭṭhā als auch die Vicittā,
die Unterstützerinnen war'n.

27.

Mit achtundfünfzig Ellen,
war er recht hoch, der große Weise.
Gleichwie goldene Gehänge,
gab's zweiunddreißig Merkmale.

28.

Mauern, Türen, Wände auch,
Bäume, Berge, Felsansammlung,
für ihn nicht Hindernis waren,
im Umkreis von zwölf Meilen.

29.

So sechzigtausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil sie so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

30.

Viel Volks hinübergeführt habend,
durchtrennt habend jeden Zweifel,
aufgeleuchtet wie ein Freudenfeuer,
erlosch er samt der Jüngerschaft.

31.

Padumuttara, der Sieger, der Erwachte,
erlosch im Park der Freude.
An diesem Platz ein Sieger-Mahnmal gibt's,
zwölf Meilen ist es hoch.

[Das war] der zehnte Lebensweg,
der des Erhabenen Padumuttara.


[13] 11. Der Lebensweg des Buddha Sumedha

1.

Daraufhin [war] nach Padumuttara,
Sumedha genannter Anführer,
schwer angreifbarer, mächtig kraftvoll,
höchster Weiser aller Welt.

2.

[Er hatte] klare Augen, ein reines Gesicht[125],
[war] hoch(-gewachsen), aufrecht, majestätisch,
suchte aller Wesen Wohlergehen,
befreite viele von den Banden.

3.

Nachdem der Buddha erlangte,
vollständig höchstes Erwachen,
in der Stadt Sudassana,
setzt' er ingang das Rad der Lehre.

4.

Dann auch drei Durchbrüche,
gab's als er die Lehre darlegte.
Hunderttausend Milliarden,
den ersten Durchbruch hatten.

5.

Des weiteren, als Kumbhakaṇṇa[126],
der Dämon vom Sieger ward' gezähmt,
neunzigtausend Milliarden,
den zweiten Durchbruch hatten.

6.

Des weiteren, als der mit unermesslich Ruhm,
die vier (edlen) Wahrheiten verkündete,
achtzigtausend Milliarden,
den dritten Durchbruch hatten.

7.

Da waren drei Versammlungen,
des großen Sehers Sumedha,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solch friedvollen Geistes war'n.

8.

Sudassana, so hieß die Stadt,
zu welcher ging der Sieger,
und dort an triebversiegten Mönchen,
trafen sich hundert Milliarden.

9.

Des weiteren am Götterkulm,
als Mönche da Kathina hielten,
da waren's neunzig Milliarden,
in der zweiten der Versammlungen.

10.

Des weiteren, als der mit zehn Kräften,
auf seiner Reise wanderte,
da waren's achtzig Milliarden,
in der dritten der Versammlungen.

11.

Ich war zu jener Zeit,
Brahmanenjüngling und hieß Uttara.
Meine achtzig Milliarden,
an Besitz, im Haus ich trug zusamm'.

12.

Vollständig alles gegeben habend,
der Gemeinschaft dieses Weltenlenkers,
nahm ich bei ihm die Zuflucht [dann],
und fand Freude beim Hinausziehen[127].

13.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
die (dankbare) Anerkennung machend:
"In dreißigtausend Weltzeitaltern,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

14.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
[was schwer zu tun ist, ausgeführt;
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden,
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler.
Ānanda heißt sein Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
die besten Schülerinnen werden.
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens,
wird Assattha heißen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und Uttarā,
die besten Unterstützerinnen werden.
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."

Als jene diese Worte hörten,
des unvergleichlichen großen Sehers,
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen {hier} gewärtig sein."]

15.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Sicherlich wär's besser, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

16.

Die Lehrreden, auch Ordensregeln,
des Meisters neunfache Lehre,
all das gründlich gelernt habend,
erstrahlt' ich in des Siegers Lehre.

17.

Unablässig darin weilend,
im Liegen, Stehen und beim Gehen,
zu magisch Kräften [dann] gelangt,
ging ich zur Brahmawelt sodann.

18.

Sudassana, so hieß die Stadt.
Sudatta hieß der Krieger(-Adlige).
Die ihn gebar hieß Sudattā,
den großen Seher Sumedha.

19.

Neuntausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte.
"Sucanda", "Kañcana" [und] "Sirivaḍḍhā",
die besten drei Paläste [hießen].

20.

[Da gab es] dreiundsechzigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Sumanā hieß seine Gattin,
die Punabbasu selbst gebar.

21.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er mit seinem Elefanten auf,
nicht weniger als einen halben Monat,
in Anstrengungen der Sieger strebte.

22.

Von Brahma darum gebeten,
der Führer namens Sumedha,
das Rad der große Held ingangsetzte,
im besten Park Sudassana.

23.

Saraṇa und Sabbakāma,
war'n seine besten Schüler.
Sāgara hieß der Aufwärter,
des großen Sehers Sumedha.

24.

Rāmā als auch Surāmā,
die besten Schülerinnen war'n.
Zum Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
"Großer Nīpa"[128] sagte man.

25.

Uruvelā und Yasavā,
waren seine Unterstützer.
Yasodharā und Sirimā,
die Unterstützerinnen war'n.

26.

Mit achtundfachtzig Ellen,
war er recht hoch, der große Weise.
In alle Richtung strahlte er,
wie der Mond in Sternengruppe.

27.

Das Juwel des Weltenherrschers nämlich,
wie über eine Meile strahlt,
ebenso das seinige Juwel,
den Umkreis meilenweit durchdringt.

28.

So neunzigtausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil sie so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

29.

Dreiwissensmacht, sechs magisch Fähigkeiten,
jene Kräfte erlangt Habende,
überfüllt mit solchen war sie,
mit Heiligen, Verdienstvollen.

30.

Als dann all jene mit unermesslich Ruhm,
Befreite, Anhaftungsfreie,
das Licht der Erkenntnis aufgezeigt,
erloschen sie, die Ruhmreichen.

31.

Sumedha, bester Sieger, Erwachter,
erlosch im Weisheits-Park.
Verteilt wurden Reliquien,
in den Landen hier und da.

[Das war] der elfte Lebensweg,
der des Erhabenen Sumedha.


[14] 12. Der Lebensweg des Buddha Sujāta

1.

Im selben Maṇḍa-Weltzeitalter,
hieß der Anführer Sujāta,
mit Löwenkinn, starken Schultern,
unermesslich, schwierig anzugreifen.

2.

Wie der Mond so fleckenlos rein,
wie Hundertstrahliger so majestätisch,
so strahlt der Vollerwachte,
stets ein prächtig Leuchten aus.

3.

Nachdem der Vollerwachte erlangte,
vollkommen höchstes Erwachen,
in der Stadt Sumaṅgala,
setzt' er ingang das Rad der Lehre.

4.

Die vorzügliche Lehr' verkündend,
der Weltenlenker Sujāta,
achtzig Milliarden brachen durch,
bei der ersten Lehrdarlegung.

5.

Als Sujāta, unermesslich Ruhmreicher,
die Regenzeit bei Göttern antrat,
siebenunddreißig[mal]hunderttausend,
da den zweiten Durchbruch hatten.

6.

Als Sujāta, Unvergleichbaren gleich,
zu seines Vaters Anwesenheit ging,
sechzig[mal]hunderttausend,
den dritten Durchbruch hatten.

7.

Er hatte drei Gemeinschaften,
der große Seher Sujāta,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solch friedvollen Geistes war'n.

8.

Magisch' Fähigkeit und Kräfte erlangt Habende,
die nicht [mehr] erlangen Wiederdasein,
sechzig[mal]hunderttausend,
als erstes sich versammelten.

9.

Des Weiteren, bei einer Zusammenkunft,
als von der dritten Himmelswelt der Sieger stieg herab,
fünfzig[mal]hunderttausend,
war die zweite der Gemeinschaften.

10.

Als zum Menschenführer hinging,
der, welcher war sein bester Schüler,
mit vierhunderttausend,
kam er an beim Vollerwachten.

11.

Ich war zu jener Zeit,
Herrscher der vier Kontinente,
war einer, der im Luftraum wandelt,
ein Weltherrscher mit großer Macht.

12.

Dies Wunder in der Welt gesehen habend,
das erstaunliche, haarsträubende,
zu ihm gegangen ehrt' ich ihn,
den Weltenlenker Sujāta.

13.

Das Großreich der vier Kontinente,
die sieben höchsten Juwelen,
dem Buddha übergeben habend,
zog ich in seiner Gegenwart hinaus.

14.

Vom Land die Klosterhelfer,
Erträge haben eingesammelt,
der Mönchsgemeinschaft dargeboten,
[wurden auch] Erfordernisse, Unterkünfte[129].

15.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
Herrscher der Zehntausend:
"In dreißigtausend Weltzeitaltern,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

16.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
[was schwer zu tun ist, ausgeführt;
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden,
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler.
Ānanda heißt sein Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
die besten Schülerinnen werden.
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens,
wird Assattha heißen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und Uttarā,
die besten Unterstützerinnen werden.
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."

Als jene diese Worte hörten,
des unvergleichlichen großen Sehers,
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen {hier} gewärtig sein."]

17.

Als auch ich die Worte hörte,
den Geist noch mehr erfreut habend,
entschloss ich mich noch stärker,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

18.

Die Lehrreden, auch Ordensregeln,
des Meisters neunfache Lehre,
all das gründlich gelernt habend,
erstrahlt' ich in des Siegers Lehre.

19.

Unablässig darin weilend,
Brahma[-geist] entwickelt habend, so verweilend,
zu magisch Kräften [dann] gelangt,
ging ich zur Brahmawelt sodann.

20.

Sumaṅgala, so hieß die Stadt.
Uggata der Krieger(-Adlige) hieß.
Die Mutter hieß Pabhāvatī,
vom großen Seher Sujāta.

21.

Neuntausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte.
"Sirī", "Upasirī", "Nanda",
die besten drei Paläste [hießen].

22.

[Da gab es] dreiundzwanzigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Sirinandā hieß seine Gattin,
die Upasena selbst gebar.

23.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er mit seinem Pferde auf,
und keinen Monat weniger als neun,
in Anstrengungen der Sieger strebte.

24.

Von Brahma darum gebeten,
der Führer namens Sujāta,
das Rad der große Held ingangsetzte,
im besten Park Sumaṅgala.

25.

Sudassana und Sudeva,
war'n seine besten Schüler.
Nārada hieß der Aufwärter,
des großen Sehers Sujāta.

26.

Nāgā und Nāgasamālā auch,
die besten Schülerinnen war'n.
Zum Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
"Großer Bambus" sagte man.

27.

Und der Baum mit kräft'gen Stamm,
war makellos belaubt,
aufrecht war der Bambus, hoch,
schön anzuschau'n, erfreulich.

28.

Wie ein Stamm [so groß] gewachsen,
da war ein Zweig zerborsten,
als wären Pfauenfedern dran befestigt,
so schön war dieser Baum.

29.

Nicht waren Dornen an ihm dran,
auch keine Löcher[130], groß war er,
die Zweige nicht [zu] weit ausgebreitet,
erfreulich dicht der Schatten.

30.

Sudatta und der Citta auch,
waren seine Unterstützer.
Subhaddā und die Padumā,
die Unterstützerinnen war'n.

31.

Es waren fünfzig Ellen,
die der Sieger in der Höhe [maß],
mit all den höchsten Eigenschaften ausgestattet,
mit allen Tugenden verseh'n.

32.

Sein Glanz glich Unvergleichlichem,
er strahlte überall hin,
unermesslich, konkurrenzlos,
mit Vergleichbarem nicht zu vergleichen.

33.

So neunzigtausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil sie so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

34.

Gleichwie des Ozeanes Wellen,
gleichwie die Stern' am Himmel,
so war dann das Buddhawort,
durch Heilige eingefärbt.

35.

Und so der Buddha, Gleicher unter Unvergleichlichen,
und jene mit unvergleichlichen Tugenden,
sie alle waren nun verschwunden.
War'n nicht aufgegeben alle Gestaltungen?

36.

Sujāta, höchster Sieger, Buddha,
erlosch im Felsenpark.
An diesem Platz ein Mahnmal gibt's,
so zweieinviertel Meilen[131] hoch.

[Das war] der zwölfte Lebensweg,
der des Erhabenen Sujāta.


[15] 13. Der Lebensweg des Buddha Piyadassī

1.

Daraufhin [war] nach Sujāta,
Selbstgeword'ner, Weltenlenker,
schwer Angreifbarer, Gleicher unter Unvergleichlichen,
Piyadassī, der Ruhmreiche.

2.

Auch dieser Buddha mit unermesslich Ruhm,
wie die Sonne strahlte er.
Alle Dunkelheit vertrieben habend,
setzt' er ingang das Rad der Lehre.

3.

Bei ihm, an Tatkraft unvergleichlich,
da waren [auch] drei Durchbrüche.
Hunderttausend Milliarden,
den ersten Durchbruch hatten.

4.

Sudassana, der Götterfürst,
erfreute sich an falscher Ansicht.
Jene falsche Ansichten vertreibend,
legt ihm der Meister die Lehre dar.

5.

Bei unermesslich' Volksversammlung,
dort bei der Großzusammenkunft,
neunzigtausend Milliarden,
den zweiten Durchbruch hatten.

6.

Als der Elefant Doṇamukha,
vom Menschenlenker ward' gezähmt,
achtzigtausend Milliarden,
den dritten Durchbruch hatten.

7.

Da waren drei Versammlungen,
auch bei [ihm, dem] Piyadassī:
hunderttausend Milliarden,
war die erste der Gemeinschaften.

8.

Darauf folgten neunzig Milliarden,
an Weisen, die gleichzeitig zusammen kamen.
Bei der dritten Versammlung,
waren es dann achtzig Milliarden.

9.

Ich war zu jener Zeit,
Kassapa genannter Brahmane.
Gelehrter, Versbewahrer,
ein Meister der Drei Veden.

10.

Diese Lehre gehört habend,
bewirkte das bei mir Vertrauen[132].
Für hunderttausend Milliarden,
hab' ich der Gemeinde einen Park errichtet.

11.

Ihm diesen Park gegeben habend,
freudig erregt, im Geist ganz aufgeregt,
die Zuflucht und die fünf Regeln,
hab' ich mir stark zueigen gemacht.

12.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
inmitten der Gemeinschaft sitzend:
"In achtzehnhundert Weltzeitaltern,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

13.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
[was schwer zu tun ist, ausgeführt;
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden,
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler.
Ānanda heißt sein Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
die besten Schülerinnen werden.
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens,
wird Assattha heißen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und Uttarā,
die besten Unterstützerinnen werden.
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."

Als jene diese Worte hörten,
des unvergleichlichen großen Sehers,
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen {hier} gewärtig sein."]

14.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Sicherlich ist's besser, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

15.

Die Stadt, sie hieß Sudhañña.
Sudatta hieß der Krieger(-Adlige).
Candā hieß die, die ihn gebar,
den Meister Piyadassī.

16.

Neuntausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte.
"Sunimmala", "Vimala" und "Giriguhā",
die besten drei Paläste [hießen].

17.

[Da gab es] dreiunddreißigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Vimalā, so hieß die Gattin,
die Kañcanāveḷa selbst gebar.

18.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er mit seiner Kutsche auf.
Sechs Monate im Anstrengungswandel,
wandelt' er, der höchste Mensch.

19.

Von Brahma darum gebeten,
der große Weise Piyadassī,
das Rad der große Held ingangsetzte,
im erfreulichen Usabha-Park.

20.

Pālita und Sabbadassī,
war'n seine besten Schüler.
Sobhita hieß der Aufwärter,
des Meisters Piyadassī.

21.

Sujātā, Dhammadinnā auch,
die besten Schülerinnen war'n.
Der Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
war ein Kakudha, so sagt man.

22.

Sandhaka und Dhammaka,
waren seine Unterstützer.
Visākhā, Dhammadinnā auch,
die Unterstützerinnen war'n.

23.

Und der Buddha des unermesslichen Ruhmes,
hatte die zweiunddreißig hohen Zeichen.
Achtzig Spannen war er groß,
war anzuseh'n wie ein Salbaum-Fürst.

24.

Von Feuer, Mond und Sonne,
der Glanz war nicht von solcher Art,
wie es war der seine Glanz,
des unvergleichbaren, großen Sehers.

25.

Und auch vom Gott der Götter,
die Lebenszeit war gerade mal so lang,
dass neunzigtausend Jahre,
in der Welt der Seher blieb.

26.

Und der Buddha, unvergleichbar unter Gleichen,
als auch die jene Paare, die da konkurrenzlos,
sie alle waren nun verschwunden.
War'n nicht aufgegeben alle Gestaltungen?

27.

Der große Weise Piyadassī,
erlosch im Assattha-Park.
An diesem Platz ein Sieger-Mahnmal gibt's,
drei Meilen [misst es] in der Höhe.

[Das war] der dreizehnte Lebensweg,
der des Erhabenen Piyadassī.


[16] 14. Der Lebensweg des Buddha Atthadassī

1.

Im selben Maṇḍa-Weltzeitalter[133],
Atthadassī mit großem Ruhm,
die große Dunkelheit vertrieben habend,
erlangte höchstes Vollerwachen.

2.

Von Brahman darum gebeten,
das Rad der große Held ingangsetzte,
mit Todlosigkeit versorgte er die Welt,
[samt] die der Zehntausend mit deren Göttern.

3.

Und auch dieser Weltenschützer,
waren es drei Durchbrüche.
Hunderttausend Milliarden,
den ersten Durchbruch hatten.

4.

Als der Buddha Atthadassī,
wanderte im Götterbereich,
hunderttausend Milliarden,
den zweiten Durchbruch hatten.

5.

Und weiter, als der Buddha,
lehrte in des Vaters Gegenwart,
hunderttausend Milliarden,
den dritten Durchbruch hatten.

6.

Da waren drei Versammlungen,
die auch dieser große Seher hatte,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solch friedvollen Geistes war'n.

7.

Achtundneunzig[mal]hunderttausend,
=war die erste der Gemeinschaften.
[Und] achtundachtzigtausend,
war die zweite der Gemeinschaften.

8.

Achtundsiebzigtausend [dann],
war die dritte der Gemeinschaften,
an Befreiten ohne Haftens(-rest),
Reinen, großen Sehern.

9.

Ich war zu jener Zeit,
ein strenger Flechtenhaar-Asket.
Hieß mit Namen Susīma,
man hielt mich für den Besten auf Erden.

10.

Mit himmlischen Korallen-Blüten,
[auch] Lotos [und] Korallenbaum,
die ich aus Götterwelt geholt hatte,
verehrte ich den Vollerwachten.

11.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
Atthadassī, der große Weise:
"Ab jetzt in achtzehn Weltzeitaltern,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

12.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
[was schwer zu tun ist, ausgeführt,
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden,
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler.
Ānanda heißt sein Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
die besten Schülerinnen werden.
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens,
wird Assattha heißen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und Uttarā,
die besten Unterstützerinnen werden.
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."

Als jene diese Worte hörten,
des unvergleichlichen großen Sehers,
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen {hier} gewärtig sein."]

13.

Als auch ich die Worte hörte,
freudig erregt, im Geist ganz aufgeregt,
hab ich mich mehr noch dazu entschlossen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

14.

Die Stadt hieß Sobhaṇa mit Namen.
Sāgara der Krieger(-Adlige) hieß.
Die ihn gebar hieß Sudassanā,
den Meister Atthadassī.

15.

Zehntausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte.
"Amaragiri", "Sugiri" und "Vāhanā"[134],
die besten drei Paläste [hießen].

16.

[Da gab es] dreiunddreißigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Visākhā, so hieß seine Gattin,
die den Sela selbst gebar.

17.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er mit seinem Pferde auf,
und keinen Monat weniger als acht,
in Anstrengungen der Sieger strebte.

18.

Von Brahma darum gebeten,
der ruhmreiche Atthadassī,
das Rad der große Held ingangsetzte,
im Anoma-Park, der Menschenführer.

19.

Santa und [auch] Upasanta,
war'n seine besten Schüler.
Abhaya hieß der Aufwärter,
von Meister Atthadassī.

20.

Dhammā als auch Sudhammā,
die besten Schülerinnen war'n.
Der Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
war ein Campaka, so sagt man.

21.

Nakula und Nisabha,
waren seine Unterstützer.
Makilā und Sunandā,
die Unterstützerinnen war'n.

22.

Und der Buddha, unvergleichbar unter Gleichen,
=achtzig Spannen [maß er] in der Höhe,
sah so schön aus wie ein Salbaum-Fürst,
wie ein Sternenfürst in Fülle.

23.

Seine Strahlen, natürlicherweise,
mehr als hundert Milliarden,
nach oben, unten in den zehn Gegenden,
eine Meile stets durchdrangen.

24.

Und der Buddha, Menschenführer,
aller Wesen höchster Weiser,
hunderttausend Jahre,
in der Welt der Seher blieb.

25.

Unermesslich Glanz gezeigt habend,
mitsamt den Göttern aufgeleuchtet habend[135],
hat auch er das Unvergängliche erlangt,
wie ein Feuer, dem der Brennstoff ausgeht.

26.

Atthadassī, der berühmte Sieger,
erlosch im Park Anoma.
Verteilt wurden Reliquien,
in den Landen hier und da.

[Das war] der vierzehnte Lebensweg,
der des Erhabenen Atthadassī.


[17] 15. Der Lebensweg des Buddha Dhammadassī

1.

Im selben Maṇḍa-Weltzeitalter,
Dhammadassī mit großem Ruhm,
die blind machende Dunkelheit[136] zertreut hat,
[alles] samt Götter überstrahlend.

2.

Als der mit unermesslich Tatkraft,
ingangsetzte das Rad der Lehre,
hunderttausend Milliarden,
den ersten Durchbruch hatten.

3.

Als der Buddha Dhammadassī,
den Seher Sañjaya unterrichtete,
da waren's neunzig Milliarden,
die den zweiten Durchbruch hatten.

4.

Als dann Sakka anlangte,
beim (Weg-)Führer,
da waren's achtzig Milliarden,
die den dritten Durchbruch hatten.

5.

Auch bei diesem Gott der Götter,
waren's drei Versammlungen,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solch friedvollen Geistes war'n.

6.

Als der Buddha Dhammadassī,
nach Saraṇa ging zur Regenzeit,
da waren hunderttausend Milliarden,
in der ersten der Gemeinschaften.

7.

Und weiter, als der Buddha,
aus Götter(-welt) zur Menschen(-welt) zurückkehrte,
da waren's auch hundert Milliarden,
bei der zweiten der Gemeinschaften.

8.

Und weiter, als der Buddha,
die Tugend der Askete verkündete,
da waren's achtzig Milliarden,
bei der dritten der Gemeinschaften.

9.

Ich war zu jener Zeit,
Sakka Purindada gewesen.
Mit himmlisch Duftgirlanden,
[und] Musik, hab ich ihn verehrt.

10.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
inmitten der Gottheiten sitzend:
"In achtzehnhundert Weltzeitaltern nach diesem,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

11.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
[was schwer zu tun ist, ausgeführt,
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden,
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler.
Ānanda heißt sein Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
die besten Schülerinnen werden.
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens,
wird Assattha heißen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und Uttarā,
die besten Unterstützerinnen werden.
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."

Als jene diese Worte hörten,
des unvergleichlichen großen Sehers,
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen {hier} gewärtig sein."]

12.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Sicherlich wär's besser, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

13.

Die Stadt hieß Saraṇa mit Namen.
Saraṇa hieß der Krieger(-Adlige).
Die ihn gebar hieß Sunandā,
den Meister Dhammadassī.

14.

Achttausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte.
"Araja", "Viraja" und "Sudassana"[137],
die besten drei Paläste [hießen].

15.

[Da gab es] dreiundvierzigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Vicikoḷī hieß seine Gattin,
die Puññavaḍḍhana selbst gebar.

16.

Die vier Zeichen gesehen habend,
von meinem Palast wanderte ich fort,
und sieben Tage Anstrengungswandel,
befolgte der höchste Mensch.

17.

Von Brahma darum gebeten,
der Menschenführer Dhammadassī,
das Rad der große Held ingangsetzte,
der höchste Mensch im Tierpark.

18.

Paduma und Phussadeva,
war'n seine besten Schüler.
Sunetta hieß der Aufwärter,
des Meisters Dhammadassī.

19.

Khemā und Saccanāmā auch,
die besten Schülerinnen war'n.
Zum Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
"Bimbijāla" sagte man.

20.

Subhadda als auch Kaṭissaha,
waren seine Unterstützer.
Sāḷiyā und Kaḷiyā,
die Unterstützerinnen war'n.

21.

Und der Buddha, unvergleichbar unter Gleichen,
achtzig Spannen [maß] er in der Höhe.
Er überstrahlt mit seiner Energie,
den Bereich der Zehntausend.

22.

(Wie) ein voll erblühter Salbaum-Fürst,
gleich einem Blitz am Himmel,
wie zur Tagesmitt' die Sonne,
so überstrahlt er [alle].

23.

Auch dieses unermesslich Tatkräftigen
Leben war [dem des Vorigen] ähnlich,
hunderttausend Jahre,
in der Welt der Seher blieb.

24.

Das Licht aufgezeigt habend,
die fleckenlose Lehre etabliert,
wie auch der Mond am Himmel,
erlosch er samt der Jüngerschaft.

25.

Dhammadassī, der große Held,
erlosch im Salbaum-Park.
An diesem Platz ein Ruhmesmal [steht],
drei Meilen (misst es) in der Höhe.

[Das war] der fünfzehnte Lebensweg,
der des Erhabenen Dhammadassī.


[18] 16. Der Lebensweg des Buddha Siddhattha

1.

Daraufhin nach Dhammadassī,
hieß der Weltenlenker Siddhattha,
der alle Dunkelheit zerstört habend,
wie die aufgehende Sonne war.

2.

Auch er erlangte Vollerwachen,
der Götter mit hinüberbrachte.
Durch die Wolke der Lehre ließ er es regnen,
kühlte so [die Welt] samt Göttern.

3.

Bei ihm, an Tatkraft unvergleichlich,
es auch drei Versammlungen war'n.
Hunderttausend Milliarden,
den ersten Durchbruch hatten.

4.

Des Weiteren, in Bīmaratha,
als er die Trommel[138] schlug,
neunzig Milliarden da,
den zweiten Durchbruch hatten.

5.

Als der Buddha die Lehre darlegt',
in der Hauptstadt Vebhāra,
neunzig Milliarden da,
den dritten Durchbruch hatten.

6.

Da waren drei Versammlungen,
auch bei diesem besten Menschen,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solch friedvollen Geistes war'n.

7.

Hundert Milliarden, [dann] neunzig,
dann achtzig Milliarden.
Das war'n die drei Gelegenheiten,
wo Fleckenlose zusammenkam'.

8.

Ich war zu jener Zeit,
Asket mit Namen Maṅgala,
war sehr energisch, schwer zu übertreffen,
mit magisch' Kräften ausgestattet.

9.

Die Rosenapfelfrucht geholt habend[139],
gab ich sie dem Siddhattha.
Sie angenommen habend, der Vollerwachte,
diese Worte sprach:

10.

"Siehst du diesen Asketen?
Mit Flechtenhaar, sich heftig quälend?[140]
In vierundneunzig Weltzeitaltern,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

11.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
[was schwer zu tun ist, ausgeführt,
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden,
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler.
Ānanda heißt sein Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
die besten Schülerinnen werden.
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens,
wird Assattha heißen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und Uttarā,
die besten Unterstützerinnen werden.
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."

Als jene diese Worte hörten,
des unvergleichlichen großen Sehers,
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen {hier} gewärtig sein."]

12.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Sicherlich wär's besser, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

13.

Vebhāra hieß die Stadt.
Udena hieß der Krieger(-Adlige).
Suphassā hieß, die ihn gebar,
den großen Seher Siddhattha.

14.

Zehntausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte.
"Kokāsa", "Uppala" und "Kokanadā"[141],
die besten drei Paläste [hießen].

15.

[Da gab es] dreiundsechzigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Somanassā hieß auch seine Gattin,
die Anupama selbst gebar.

16.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er in einer Sänfte auf,
und keinen Monat weniger als zehn,
in Anstrengungen der Sieger strebte.

17.

Von Brahma darum gebeten,
der Führer namens Siddhattha,
das Rad der große Held ingangsetzte,
der höchste Mensch im Tierpark.

18.

Sambala und Sumitta,
war'n seine besten Schüler.
Revata hieß der Aufwärter,
des großen Sehers Siddhattha.

19.

Sīvalā und Surāmā,
die besten Schülerinnen war'n.
Zum Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
"Kaṇikāra" sagte man.

20.

Suppiya und Samudda,
waren seine Unterstützer.
Rammā als auch Surammā,
die Unterstützerinnen war'n.

21.

Er, der Buddha, mit sechzig Ellen,
war er so himmelhoch.
Glich einem goldenen Gehänge,
so überstrahlt' er die Zehntausend.

22.

Und der Buddha, unvergleichbar unter Gleichen,
konkurrenzlos, als Mensch einzigartig.
Hunderttausend Jahre,
in der Welt der Seher blieb.

23.

Fleckenlosen Glanz gezeigt habend,
erblüh'n lassend die Schüler,
mit Erreichungen erglänzen lassend,
erlosch er samt der Jüngerschaft.

24.

Siddhattha, berühmter Weiser, Buddha,
erlosch im Park Anoma.
An diesem Platz ein Ruhmesmal [steht],
vier Meilen (misst es) in der Höhe.

[Das war] der sechzehnte Lebensweg,
der des Erhabenen Siddhattha.


[19] 17. Der Lebensweg des Buddha Tissa

1.

Daraufhin nach Siddhattha,
war unvergleichlich, konkurrenzlos,
unendlich energetisch, von unermesslich Ruhm,
Tissa, der Weltenlenker.

2.

Die blindmachende Dunkelheit zerstreuend,
[die Welt] samt Göttern erhellend,
aus Mitgefühl der große Held,
der Seher in der Welt erschien.

3.

Auch er hatt' unermesslich magisch Fähigkeiten,
war konkurrenzlos in Tugend und in Geistesruh',
zu aller Perfektion(-en) gegangen,
setzt' er ingang das Rad der Lehre.

4.

Der Buddha bei den Zehntausend,
belehrte sie[142] mit reiner Rede.
Hundert Milliarden brachen durch,
bei der ersten Lehrdarlegung.

5.

Beim zweiten Mal neun Milliarden,
beim dritten Mal sieben Milliarden,
entließ er aus den Bindungen,
die dort versammelt' Menschen und Götter.

6.

Da waren drei Versammlungen,
des Tissa, dem besten Weltenlenkers,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solch friedvollen Geistes war'n.

7.

Hunderttausend Triebversiegte,
war die erste der Gemeinschaften,
neunzig[mal]hunderttausend,
war die zweite der Gemeinschaften.

8.

Achtzig[mal]hunderttausend,
war die dritte der Gemeinschaften,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die erblüht war'n in Befreiung.

9.

Ich war zu jener Zeit,
Krieger(-Adliger, hieß Sujāta.
Großen Besitz aufgegeben,
zog in die Hauslosigkeit, bei Sehern ordiniert.

10.

Als mein Hinauszieh'n stattfand,
erschien der Weltenlenker.
Den Ruf "Ein Buddha!" gehört habend,
stieg Freude in mir auf.

11.

Himmlische Korallenblüten,
Lotos, Korallenbaum,
beide Hände [ehrfürchtig] erhoben,
im Geiste (auf-)gerüttelt[143], ging ich hin.

12.

Umgeben von vier Ständen[144],
[war] der höchste Weltenlenker Tissa.
Jene Blüten ihm gabracht habend,
hielt ich sie über'n Kopf des Siegers.

13.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
in der Menge Mitte sitzend:
"In zweiundneunzig Äonen nach diesem hier,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

14.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
[was schwer zu tun ist, ausgeführt,
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden,
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler.
Ānanda heißt sein Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
die besten Schülerinnen werden.
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens,
wird Assattha heißen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und Uttarā,
die besten Unterstützerinnen werden.
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."

Als jene diese Worte hörten,
des unvergleichlichen großen Sehers,
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen {hier} gewärtig sein."]

15.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Sicherlich ist's besser, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

16.

Khemaka, so hieß die Stadt.
Janasandha hieß der Krieger(-Adlige).
Die ihn gebar hieß Padumā,
den großen Seher Tissa.

17.

Siebentausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte.
"Guhāsela", "Nārisaya" und "Nisabhā"[145],
die besten drei Paläste [hießen].

18.

[Da gab es] gleich dreißigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Subhaddā, so die Gattin hieß,
gebar selbst nämlich den Ānanda.

19.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er mit seinem Pferde auf,
und nicht weniger als einen halben Monat,
in Anstrengungen der Sieger strebte.

20.

Von Brahma darum gebeten,
Tissa, höchster Weltenlenker,
das Rad der große Held ingangsetzte,
im besten [Park] Yasavatī.

21.

Brahmadeva und Udaya,
war'n seine besten Schüler.
Samaṅga hieß der Aufwärter,
des großen Sehers Tissa.

22.

Phussā als auch Sudattā,
die besten Schülerinnen war'n.
Der Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
war ein Asana(-Baum), so sagt man.

23.

Sambala als auch Sirimā,
waren seine Unterstützer.
Kisāgotamī und Upasenā,
die Unterstützerinnen war'n.

24.

Er, der Buddha, mit sechzig Ellen,
maß der Sieger in der Höhe,
nicht unähnlich, [so] unvergleichlich,
wie der Himavā war er anzuseh'n.

25.

Bei ihm, an Tatkraft unvergleichlich,
die Lebenszeit war unübertroffen.
Hunderttausend Jahre,
in der Welt der Seher blieb.

26.

Der Höchste, Beste, Herrlichste,
großen Ruhm genossen habend,
aufgeleuchtet wie ein Freudenfeuer,
erlosch er samt der Jüngerschaft.

27.

Wie durch den Wind die Regenwolke,
wie Kälte durch die Sonne,
wie Blindmachendes durch eine Lampe,
so erlosch er samt Jüngershaft.

28.

Tissa, ruhmreicher Sieger, Buddha,
er erlosch im Freudenpark.
An diesem Platz ein Sieger-Mahnmal gibt's,
drei Meilen [misst] es in der Höhe.

[Das war] der siebzehnte Lebensweg,
der des Erhabenen Tissa.


[20] 18. Der Lebensweg des Buddha Phussa

1.

Im selben Maṇḍa-Weltzeitalter,
war unübertreffbarer Meister,
Unermesslicher, Gleicher unter Unvergleichlichen,
Phussa, der höchste Weltenlenker.

2.

Nachdem auch er alle Dunkelheit zerschlagen hatte,
entwirrt hatte das große Gewirr,
samt Göttern stellte er zufrieden,
[weil] er abregnen ließ die Wolke der Todlosigkeit.

3.

Als er ingangsetzte das Rad der Lehre,
an glückverheißender Dezember[146]-Konstellation,
hunderttausend Milliarden,
den ersten Durchbruch hatten.

4.

Neunzig[mal]hunderttausend,
den zweiten Durchbruch hatten.
Achtzig[mal]hunderttausend,
den dritten Durchbruch hatten.

5.

Da waren drei Versammlungen,
beim großen Seher Phussa,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solch friedvollen Geistes war'n.

6.

Sechzig[mal]hunderttausend,
war die erste der Gemeinschaften,
fünfzig[mal]hunderttausend,
war die zweite der Gemeinschaften.

7.

Vierzig[mal]hunderttausend,
war die dritte der Gemeinschaften,
an Befreiten ohne Haftensrest,
die Wiederwerden[147] abgeschnitten.

8.

Zu jener Zeit bin ich gewesen,
ein Krieger namens Vijitāvī,
das große Reich aufgegeben,
zog ich hinaus in seiner Gegenwart.

9.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
Phussa, der Weltenlenker:
"Ab jetzt in zweiundneunzig Äonen,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

10.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
[was schwer zu tun ist, ausgeführt,
am Fuß eines Assattha(-Baums) zum Vollerwachten,
wird er mit großem Ruhm erwachen.

Seine ihn gebärend Mutter,
wird Māyā genannt werden,
sein Vater Suddhodana heißen,
er wird ein Gotama werden.

Kolita und Upatissa,
werden seine besten Schüler.
Ānanda heißt sein Aufwärter,
der dem Sieger dienen wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
die besten Schülerinnen werden.
Des Erhab'nen [Baum des] Erwachens,
wird Assattha heißen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und Uttarā,
die besten Unterstützerinnen werden.
Hundert Jahre Lebensspanne wird haben,
Gotama, der Ruhmreiche."

Als jene diese Worte hörten,
des unvergleichlichen großen Sehers,
wurden Menschen und Götter froh.
Das ist gewiss Keim des Erwachens.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen {hier} gewärtig sein."]

11.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Sicherlich ist's besser, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

12.

Die Lehrreden, auch Ordensregeln,
des Meisters neunfache Lehre,
all das gründlich gelernt habend,
erstrahlte ich in des Siegers Lehre.

13.

Unablässig darin weilend,
Brahma[-geist] entwickelt habend, so verweilend,
zu magisch Kräften [dann] gelangt,
ging ich zur Brahmawelt sodann.

14.

Kāsika, so hieß die Stadt.
Jayasena hieß der Krieger(-Adlige)
Die ihn gebar hieß Sirimā,
den Phussa, diesen großen Seher.

15.

Neuntausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte.
"Phönixfeder", "Schwan" und "Goldlast",
die besten drei Paläste [hießen].

16.

[Da gab es] dreiundzwanzigtausend Frauen[148],
Frauen[149], die geschmückt war'n.
Kisāgotamī hieß die Gattin,
die selbst gebar den Anūpama.

17.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er mit seinem Elefanten auf.
Sechs Monate den Anstrengunswandel,
wandelte der höchste Mensch.

18.

Von Brahma darum gebeten,
Phussa, höchster Weltenlenker,
das Rad der große Held ingangsetzte,
der höchste Mensch im Tierpark.

19.

Surakkhita, und Dhammasena,
war'n seine besten Schüler.
Sabhiya hieß der Aufwärter,
des großen Weisen Phussa.

20.

Cālā und auch Upacālā,
die besten Schülerinnen war'n.
der Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
war ein Āmaṇḍa(-Baum), so sagt man.

21.

Dhanañcaya und Visākha,
waren seine Unterstützer.
Padumā als auch die Nāgā,
die Unterstützerinnen war'n.

22.

Achtundfünfzig Ellen,
maß auch der Weise in der Höhe.
Strahlend wie der Hundertstrahlige,
wie der volle Fürst der Sterne[150].

23.

So neunzigtausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil sie so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

24.

Viele Wesen unterwiesen habend,
viel Volks hinübergeführt,
auch der Meister, mit unermesslich Ruhm,
erlosch mitsamt der Jüngerschaft.

25.

Phussa, bester Sieger, Meister,
erlosch im Heerespark.
Verteilt wurden Reliquien,
in den Landen hier und da.

[Das war] der achtzehnte Lebensweg,
der des Erhabenen Phussa.


[21] 19. Der Lebensweg des Buddha Vipassī

1.

Daraufhin [war] nach Phussa,
der höchste unter Menschen, der Erwachte,
mit Namen Vipassī genannt,
als Seher in der Welt erschienen.

2.

Alle Verblendung gesprengt habend,
höchstes Vollerwachen erlangt,
um's Rad der Lehre ingangzusetzen,
brach auf er zur Stadt Bandhumatī.

3.

Das Rad der Lehre inganggesetzt habend,
erweckte beide der (An-)Führer.
Nicht zu zählen sollen die gewesen sein,
die den ersten Durchbruch hatten.

4.

Und weiter, als der unermesslich Rumreiche,
dort die Wahrheit hat verkündet,
vierundachtzigtausend,
den zweiten Durchbruch hatten.

5.

Den vierundachtzigtausend,
unter'm Vollerwachten gänzlich hinausgezogen,
als sie im Kloster ankamen,
die Lehre darlegte der Seher.

6.

Seiner Rede alle Aspekte,
bei ihm sitzend, gehört habend,
auch jene, die zur besten Lehre hingegangen,
den dritten Durchbruch hatten.

7.

Da waren drei Versammlungen,
des großen Sehers Vipassī,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solch friedvollen Geistes war'n.

8.

Achtundsechzig[mal]hunderttausend,
war die erste der Gemeinschaften,
[und] hunderttausend Mönche,
hatt' die zweite der Gemeinschaften.

9.

[Und] achtzigtausend Mönche,
war die dritte der Gemeinschaften.
Dort die Mitte dieser Gruppe Mönche,
der Vollerwachte überstrahlte.

10.

Ich war zu jener Zeit,
ein Schlangenfürst mit großer Macht,
mit Namen Atula geheißen,
Verdienst Habender, Licht-Bewahrer.

11.

Mit einigen Milliarden Nāgas,
mich dort umgeben hatte,
himmlische Musik [ich] spielte,
beim Weltbesten eingetreten.

12.

Beim Vollerwachten angelangt,
bei Vipassī, dem Weltenlenker,
einen Juwelen-Perlen-Edelstein-bestickten,
mit allem Zierart wohl verschönt,
den Fürst der Lehre [dazu] eingeladen habend,
gab ich ihm den gold'nen Sessel.

13.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
inmitten der Gemeinschaft sitzend:
"Ab jetzt in einundneunzig[151] Weltzeitaltern,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

14.

Sobald er von Kapila(-vatthu), der Erfreulichen,
aufgebrochen, wird er der Vollendete.
Die Anstrengungen ausgeübt habend,
was schwer zu tun ist, ausgeführt,


15.

am Fuß des Ziegenhüter Feigenbaums,
der Vollendete sich hingesetzt habend,
dort Milchspeise annehmend,
zur Nerañjarā wird er geh'n.

16.

Am Ufer der Nerañjarā,
die Milchspeise essend, der Sieger,
den besten Weg beschreitend,
zum Fuß des Bodhi(-Baumes) wird er geh'n.

17.

Da die Rechtsumschreitung gemacht habend,
im Umkreis des unübertroff'nen Bodhi(-Baums),
am Fuße des Assattha zum Vollerwachten,
wird der Vielgerühmte [dann] erwachen.

18.

Die Mutter, die ihn wird gebären,
wird Māyā mit Namen sein.
Der Vater heißt Suddhodana,
[und] er wird Gotama heißen.

19.

Ohne Einflüsse, leidenschaftslos,
mit friedvollem Geiste ausgestattet,
Kolita und auch Upatissa,
werden beste Schüler sein.
Ānanda heißt der Aufwärter,
der dem Sieger Dienst tun wird.

20.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
werden beste Schülerinnen,
ohne Einflüsse, leidenschaftslos,
mit friedvollem Geiste ausgestattet.
Zum Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
wird man 'Assattha' sagen.

21.[152]

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und die Uttarā,
werden beste Unterstützerinnen.
Hundert Jahre Lebenszeit wird haben,
der gloriose Gotama."

22.[153]

Als jene hörten dann die Worte,
des unvergleichlich großen Sehers,
Menschen, Götter freuten sich,
dass dieser Sproß des Erwachens ist.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen [hier] gewärtig sein."

23.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Sicherlich ist's besser, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

24.

Die Stadt heißt Bandhumatī.
Bandhumā, so heißt der Krieger(-Adlige).
Bandhumatī, so heißt die Mutter,
des großen Sehers Vipassī.

25.

Achttausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte.
"Freude", "Wohlerfreut" und "Prächtiger",
die besten drei Paläste [hießen].

26.

[Da gab es] dreiundvierzigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Sudassanā hieß auch seine Gattin,
Samavattakkhandha hieß der, den sie selbst gebar.

27.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er mit seiner Kutsche auf,
und nicht weniger als einen halben Monat,
in Anstrengungen der Sieger strebte.

28.

Von Brahma darum gebeten,
Vipassī, der Weltenlenker,
das Rad der große Held ingangsetzte,
der höchste Mensch im Tierpark.

29.

Khaṇḍa und Tissanāma,
war'n seine besten Schüler.
Asoka hieß der Aufwärter,
von Vipassī, dem großen Seher.

30.

Candā und Candamittā,
die besten Schülerinnen war'n.
der Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
war ein Trompetenblütenbaum, so sagt man.

31.

Punabbasumitta und auch Nāga,
waren seine Unterstützer.
Sirimā als auch die Uttarā,
die Unterstützerinnen war'n.

32.

Achtzig Spannen war er hoch,
der Weltenlenker Vipassī.
Der Glanz den jener ausstrahlte,
maß sieben Meilen im Umkreis.

33.

So achtzigtausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil sie so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

34.

Viel Menschen und Gottheiten,
befreite er von Bindungen.
Was Pfad ist und was Nichtpfad, erklärte er
den übrigen der Weltlinge.

35.

Das Licht gezeigt habend,
den Ort des Todlosen erklärt habend,
aufgeleuchtet wie ein Freudenfeuer,
erlosch er samt der Jüngerschaft.

36.

Die höchsten magisch' Kräfte, das beste Verdienst,
auch die blumig Merkmale,
sie alle waren nun verschwunden.
War'n nicht aufgegeben alle Gestaltungen?

37.

Vipassī, Ruhmreicher, Buddha,
erlosch im Park "Gut-Freund".
An diesem Platz ein Ruhmesmal [steht],
sieben Meilen (misst es) in der Höhe.

[Das war] der neunzehnte Lebensweg,
der des Erhabenen Vipassī.


[22] 20. Der Lebensweg des Buddha Sikhī

1.

Daraufhin nach Vipassī,
der höchste unter Menschen, der Erwachte,
der Sieger war [dann] Sikhī,
unvergleichlich, konkurrenzlos.

2.

Māra's Heer zerschlagen habend,
gelangt zu höchstem Vollerwachen,
das Rad der Lehr' setzt' er in Gang,
aus Mitgefühl mit den Wesen.

3.

Als er das Rad der Lehr' ingangsetzte,
der Sikhī, vorzüglichster Sieger,
hunderttausend Milliarden,
den ersten Durchbruch hatten.

4.

Als auch er dann Lehre darlegt',
bester Gruppe, besten Leuten,
neunzigtausend Milliarden,
den zweiten Durchbruch hatten.

5.

Als er das Doppelwunder,
[der Welt] samt Göttern zeigte,
achtzigtausend Milliarden,
den dritten Durchbruch hatten.

6.

Da waren drei Versammlungen,
des großen Sehers Sikhī,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solch friedvollen Geistes war'n.

7.

Hunderttausend Mönche,
war die erste der Gemeinschaften.
Achtzigtausend Mönche,
war die zweite der Gemeinschaften.

8.

Siebzigtausend Mönche,
war die dritte der Gemeinschaften,
[die war'n] wie unbefleckter Lotos,
der aus dem Wasser wächst.

9.

Ich war zu jener Zeit,
Arindama genannter Krieger(-Adliger).
Den Orden mit dem Vollerwachten an der Spitze,
versorgte ich mit Speis und Trank.

10.

Viel bestes Tuch gegeben habend,
für nicht weniger als eine Milliarde Roben,
einen geschmückten Elefantenwagen,
dem Vollerwachten gab ich [auch].

11.

Den Elefantenwagen gemessen habend,
hab ich Erlaubtes dargeboten.
Erfüllte damit meine Absicht,
die ständig fest vorhanden war.

12.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
Sikhī, der beste Weltenlenker:
"Ab jetzt in einundzwanzig Weltzeitaltern,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

13.[154]

Sobald er von Kapila(-vatthu), der Erfreulichen,
aufgebrochen, wird er der Vollendete.
Die Anstrengungen ausgeübt habend,
was schwer zu tun ist, ausgeführt,

am Fuß des Ziegenhüter Feigenbaums,
der Vollendete sich hingesetzt habend,
dort Milchspeise annehmend,
zur Nerañjarā wird er geh'n.


Am Ufer der Nerañjarā,
die Milchspeise essend, der Sieger,
den besten Weg beschreitend,
zum Fuß des Bodhi(-Baumes) wird er geh'n.

Da die Rechtsumschreitung gemacht habend,
im Umkreis des unübertroff'nen Bodhi(-Baums),
am Fuße des Assattha zum Vollerwachten,
wird der Vielgerühmte [dann] erwachen.

Die Mutter, die ihn wird gebären,
wird Māyā mit Namen sein.
Der Vater heißt Suddhodana,
[und] er wird Gotama heißen.

Ohne Einflüsse, leidenschaftslos,
mit friedvollem Geiste ausgestattet,
Kolita und auch Upatissa,
werden beste Schüler sein.
Ānanda heißt der Aufwärter,
der dem Sieger Dienst tun wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
werden beste Schülerinnen,
ohne Einflüsse, leidenschaftslos,
mit friedvollem Geiste ausgestattet.
Zum Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
wird man 'Assattha' sagen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und die Uttarā,
werden beste Unterstützerinnen.
Hundert Jahre Lebenszeit wird haben,
der gloriose Gotama."

Als jene hörten dann die Worte,
des unvergleichlich großen Sehers,
Menschen, Götter freuten sich,
dass dieser Sproß des Erwachens ist.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen [hier] gewärtig sein."

14.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Sicherlich ist's besser, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

15.

Aruṇavatī hieß die Stadt.
Aruṇa der Krieger(-Adlige) hieß.
Die ihn gebar, hieß Pabhāvatī,
den großen Seher Sikhī.

16.

Siebentausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte.
"Sucandaka", "Giri" und "Vasabha"[155],
die besten drei Paläste [hießen].

17.

[Da gab es] vierundzwanzigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Sabbakāmā hieß seine Gattin.
Atula hieß der, den sie selbst gebar.

18.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er mit seinem Elefanten auf,
und einen halben Monat Anstrengungswandel,
wandelte der höchste Mensch.

19.

Von Brahma darum gebeten,
Sikhī, der höchste Weltenlenker,
das Rad der große Held ingangsetzte,
der höchste Mensch im Tierpark.

20.

Abhibhū und auch Sambhava,
war'n seine besten Schüler.
Khemaṅkara hieß der Aufwärter,
des großen Sehers Sikhī.

21.

Sakhilā und Padumā,
die besten Schülerinnen war'n.
Zum Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
"Puṇḍarīka" sagte man.

22.

Sirivaḍḍha und auch Nanda,
waren seine Unterstützer.
Cittā als auch die Suguttā,
die Unterstützerinnen war'n.

23.

In der Höhe war der Buddha,
siebzig Spannen hoch.
Gleich einem goldenen Gehänge,
war'n seine zweiunddreißig Merkmale.

24.

Vom Körper gingen klafterweite Strahlen aus,
bei Tag und Nacht, ohne Ende,
in verschied'ne Richtung' ausstrahlend,
gab es drei Meilen Glanz.

25.

So siebzigtausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil sie so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

26.

Der Lehre Wolke ließ er abregnen,
hat [die Welt] samt Göttern [damit] benetzt,
[sie] zur Friedensstätte hingebracht habend,
erlosch er samt der Jüngerschaft.

27.

Die Ausstattung mit den geringeren,
[als auch] mit den zweiunddreißig Merkmalen,
sie alle waren nun verschwunden.
War'n nicht aufgegeben alle Gestaltungen?

28.

Sikhī, berühmter Weiser, Buddha,
erlosch im Park der Pferde.
An diesem Platz gibt's ein Ruhmesmal,
drei Meilen (misst es) in der Höhe.

[Das war] der zwanzigste Lebensweg,
der des Erhabenen Sikhī.


[23] 21. Der Lebensweg des Buddha Vessabhū

1.

Im selben Maṇḍa-Weltzeitalter,
Unvergleichlicher, Konkurrenzloser,
mit Namen Vessabhū gehießen,
in der Welt aufkam der (An-)Führer.

2.

In Brand gesteckt, wahrlich, mit der Leidenschaft Feuer,
erobert vom Begehren damals.
Wie ein (starker) Elefant die Bande brach,
erlangte [Er] höchstes Vollerwachen.

3.

Als er das Rad der Lehre ingangsetzte,
Vessabhū, der Weltenlenker,
achtzigtausend Milliarden,
den ersten Durchbruch hatten.

4.

Als er aufbrach, um im Reich zu wandern,
der Welt Vornehmster, der Menschenführer,
siebzigtausend Milliarden,
den zweiten Durchbruch hatten.

5.

Die große Falschansicht vertreibend,
ein Wunder er bewirkte.
Menschen, Götter war'n versammelt,
aus den Zehntausend samt Gottheiten.

6.

Das große Wunder gesehen,
das erstaunliche, haarsträubende,
an Gottheiten sowie an Menschen,
erwachten sechzig Milliarden.

7.

Da waren drei Versammlungen,
bei Vessabhū, dem großen Seher,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solch friedvollen Geistes war'n.

8.

Achtzigtausend Mönche,
war die erste der Gemeinschaften.
Siebzigtausend Mönche,
war die zweite der Gemeinschaften.

9.

Sechzigtausend Mönche,
war die dritte der Gemeinschaften.
Furchtlos bei der Angst vor'm Sterben,
war'n des großen Sehers rechtmäßige (Söhne)[156].

10.

Ich war zu jener Zeit,
Sudassana genannter Krieger(-Adliger).
Den großen Helden eingeladen habend,
hab ich gegeben eine große Spende.
Mit Speis und Trank auch Kleidung,
beehrte ich den Sieger samt Gemeinschaft.

11.[157]

Von diesem Buddha, Unvergleichlichem,
das höchste Rad ward' angedreht.
Gehört habend die vorzüglich' Lehre,
hab ich's Hinausziehen genossen.

12.

Die große Gabe dargereicht habend,
Tag und Nacht mir überlegend,
das mit Tugenden verseh'ne Hinausziehen,
nahm ich im Angesicht des Siegers die Ordination.

13.

Mit Tugendwandel ausgestattet,
bei Pflicht und Sittlichkeit aufmerksam,
strebend nach Allwissenheit,
erfreut' ich mich in des Siegers Lehre.

14.

Vertrauen, Freude erlangt habend,
den Buddha ehrte ich als Meister.
In mir entstand erhebend' Freude,
mein eigenes Erwachen bewirkend.

15.

Im Geist erkannt meine Nichtwiederkehr,
der Vollerwachte sagte dies:
"Ab jetzt in einunddreißig Weltzeitaltern,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

16.[158]

Sobald er von Kapila(-vatthu), der Erfreulichen,
aufgebrochen, wird er der Vollendete.
Die Anstrengungen ausgeübt habend,
was schwer zu tun ist, ausgeführt,

am Fuß des Ziegenhüter Feigenbaums,
der Vollendete sich hingesetzt habend,
dort Milchspeise annehmend,
zur Nerañjarā wird er geh'n.
Am Ufer der Nerañjarā,
die Milchspeise essend, der Sieger,
den besten Weg beschreitend,
zum Fuß des Bodhi(-Baumes) wird er geh'n.

Da die Rechtsumschreitung gemacht habend,
im Umkreis des unübertroff'nen Bodhi(-Baums),
am Fuße des Assattha zum Vollerwachten,
wird der Vielgerühmte [dann] erwachen.

Die Mutter, die ihn wird gebären,
wird Māyā mit Namen sein.
Der Vater heißt Suddhodana,
[und] er wird Gotama heißen.

Ohne Einflüsse, leidenschaftslos,
mit friedvollem Geiste ausgestattet,
Kolita und auch Upatissa,
werden beste Schüler sein.
Ānanda heißt der Aufwärter,
der dem Sieger Dienst tun wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
werden beste Schülerinnen,
ohne Einflüsse, leidenschaftslos,
mit friedvollem Geiste ausgestattet.
Zum Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
wird man 'Assattha' sagen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und die Uttarā,
werden beste Unterstützerinnen.
Hundert Jahre Lebenszeit wird haben,
der gloriose Gotama."

Als jene hörten dann die Worte,
des unvergleichlich großen Sehers,
Menschen, Götter freuten sich,
dass dieser Sproß des Erwachens ist.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen [hier] gewärtig sein."

17.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Sicherlich ist's besser, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

18.

Die Stadt heißt Anoma.
Suppatīta der Krieger(-Adlige) heißt.
Die Mutter heißt Yasavatī,
von Vessabhū, dem großen Seher.

19.

Sechstausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte.
"Pracht", "Prächtiger" und "Freudestärker",
die besten drei Paläste [hießen].

20.

[Da gab's] nicht weniger als dreißigtausend,
Frauen, die geschmückt waren.
Sucittā, so hieß seine Gattin,
Suppabuddha hieß der, den sie selbst gebar.

21.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er in einer Sänfte auf,
und sechs Monate Anstrengungswandel,
wandelte der höchste Mensch.

22.

Von Brahma darum gebeten,
der Weltenlenker Vessabhū,
das Rad ingangsetzte der große Held,
der höchste Mensch im Park der Morgenröte.

23.

Soṇa und auch Uttara,
war'n seine besten Schüler.
Upasanta hieß der Aufwärter,
des großen Sehers Vessabhū.

24.

Rāmā als auch Samālā,
die besten Schülerinnen war'n.
Zum Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
"Großer Sal(-Baum)" sagte man.

25.

Sotthika und Rambha auch,
waren seine Unterstützer.
Gotamī und Sirimā,
die Unterstützerinnen war'n.

26.

Sechzig Ellen war er hoch,
als wär' er über und über vergoldet[159],
sein Körper sandte Strahlen aus,
wie ein Feuer auf des Berges Spitze.

27.

So sechzigtausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil sie so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

28.

Die Lehre weithin bekannt gemacht,
an viel Volks verteilt habend,
das Boot der Lehre eingesetzt,
erlosch er samt der Jüngerschaft.

29.

All die ansehnlichen Leute,
die Art des Lebens und Benehmens,
sie alle sind nun am Verschwinden.
War'n nicht aufgegeben alle Gestaltungen?

30.

Vessabhū, der berühmte Sieger, Meister,
erlosch im Park des Friedens.
Verteilt wurden Reliquien,
in den Landen hier und da.

[Das war] der einundzwanzigste Lebensweg,
der des Erhabenen Vessabhū.


[24] 22. Der Lebensweg des Buddha Kakusandha

1.

Daraufhin [war] nach Vessabhū,
der höchste unter Menschen, der Erwachte,
hieß Kakusandha mit Namen,
war unermesslich, schwer angreifbar.

2.

Beseitigt habend alles Werden,
so wandelnd zur Vollkommenheit gegangen,
wie ein Löwe seinen Käfig sprengte,
erlangt' er höchstes Vollerwachen.

3.

Als er das Rad der Lehre ingangsetzte,
der Weltenlenker Kakusandha,
vierzigtausend Milliarden,
war'n [mittels] Lehre durchgebrochen.

4.

Als er im Luftraum war im Himmel,
das Doppelte gewirkt, sich vervielfältigte,
dreißigtausend Milliarden,
Gottheiten und Menschen hat er da erweckt.

5.

Den Menschen, Göttern [und] Dämonen,
verkündend die vier Wahrheiten,
jene, die [mittels] Lehre durchgebrochen,
war'n durch Zählen nicht erfassbar.

6.

Kakusandhassa, der Erhab'ne,
eine Versammlung hatte er,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solch friedvollen Geistes war'n.

7.

Vierzigtausend,
waren da versammelt,
im Zustand geistigen Gezügeltseins,
zerstört die Einflüsse, die Feindesgruppe.

8.

Ich war zu jener Zeit,
ein Krieger(-Adliger), nannt' mich Khema.
Dem Vollendeten [samt] Siegersöhnen,
hab ich beträchtlich Gabe dargebracht.

9.

Almosenschalen, Roben gegeben,
Salben, Lakritzstangen[160],
all dies war erbeten worden,
mir bracht' es Segen über Segen[161].

10.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
der Leiter Kakusandha:
"In diesem Bhadda-Weltzeitalter[162],
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

11.[163]

Sobald er von Kapila(-vatthu), der Erfreulichen,
aufgebrochen, wird er der Vollendete.
Die Anstrengungen ausgeübt habend,
was schwer zu tun ist, ausgeführt,
am Fuß des Ziegenhüter Feigenbaums,
der Vollendete sich hingesetzt habend,
dort Milchspeise annehmend,
zur Nerañjarā wird er geh'n.

Am Ufer der Nerañjarā,
die Milchspeise essend, der Sieger,
den besten Weg beschreitend,
zum Fuß des Bodhi(-Baumes) wird er geh'n.

Da die Rechtsumschreitung gemacht habend,
im Umkreis des unübertroff'nen Bodhi(-Baums),
am Fuße des Assattha zum Vollerwachten,
wird der Vielgerühmte [dann] erwachen.

Die Mutter, die ihn wird gebären,
wird Māyā mit Namen sein.
Der Vater heißt Suddhodana,
[und] er wird Gotama heißen.

Ohne Einflüsse, leidenschaftslos,
mit friedvollem Geiste ausgestattet,
Kolita und auch Upatissa,
werden beste Schüler sein.
Ānanda heißt der Aufwärter,
der dem Sieger Dienst tun wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
werden beste Schülerinnen,
ohne Einflüsse, leidenschaftslos,
mit friedvollem Geiste ausgestattet.
Zum Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
wird man 'Assattha' sagen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und die Uttarā,
werden beste Unterstützerinnen.
Hundert Jahre Lebenszeit wird haben,
der gloriose Gotama."

Wenn jene hören dann die Worte,
des unvergleichlich großen Sehers,
da freu'n sich Menschen, Götter,
dass dieser Sproß des Erwachens ist.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

'Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen [hier] gewärtig sein.'"

12.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Sicherlich ist's besser, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

13.

Khemāvatī, so hieß die Stadt.
Damals hieß ich [selbst] Khema.
Allwissenheit erstrebend,
in seiner Gegenwart zog ich hinaus.

14.

Und der Brahmane Aggidatta,
der war des Buddhas Vater.
Visākhā hieß, die ihn gebar,
den Meister Kakusandha.

15.

In der Stadt Khema lebte dort,
des Vollerwachten Großfamilie,
vorzügliche Leute, Prächtige,
Wohlgebor'ne, Ruhmreiche.

16.

Viertausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte.
"Kāma", "Kāmavaṇṇa", "Kāmasuddhi",[164]
die besten drei Paläste [hießen].

17.

[Da gab es] gleich dreißigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Rocinī hieß jene Gattin,
Uttara hieß der, den sie selbst gebar.

18.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er mit seiner Kutsche auf,
und nicht weniger als einen halben Monat,
in Anstrengungen der Sieger strebte.

19.

Von Brahma darum gebeten,
der (Weg-)Führer Kakusandha,
ingangsetzte das Rad der große Held,
der höchste Mensch im Tierpark.

20.

Vidhura und der Sañjīva,
war'n seine besten Schüler.
Buddhija hieß der Aufwärter,
des Meisters Kakusandha.

21.

Sāmā und auch Campānāmā,
die besten Schülerinnen war'n.
Der Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
war ein Akazienbaum, so sagt man.

22.

Accuta und Sumana,
war'n seine Unterstützer.
Nandā als auch Sunandā,
die Unterstützerinnen war'n.

23.

Mit vierzig Ellen,
war er recht hoch, der große Weise.
Gold'nen Glanz strahlte er aus,
im Umkreis von zehn Meilen.

24.

So vierzigtausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil sie so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

25.

Der Lehre Marktstand eröffnet habend,
[der Welt] samt Göttern, Männern, Frauen,
nachdem er den Löwenruf erschallen ließ,
erlosch er samt der Jüngerschaft.

26.

Mit achtgliedriger Rede Ausgestatteter,
[und] für immer Fehlerlose,
sie alle waren nun verschwunden.
War'n nicht aufgegeben alle Gestaltungen?

27.

Kakusandha, der berühmte Sieger,
erlosch im Park des Friedens[165].
An diesem Platz ein Ruhmesmal [steht],
dreiviertel Meile ragt es in den Himmel.

[Das war] der zweiundzwanzigste Lebensweg,
der des Erhabenen Kakusandha.


[25] 23. Der Lebensweg des Buddha Koṇāgamana

1.

Daraufhin [war] nach Kakusandha,
der höchste unter Menschen, der Erwachte,
der Sieger namens Koṇāgamana,
war Weltbester, war Menschenführer.

2.

Die zehn Dinge[166] erfüllt habend,
die Wildnis überwunden habend,
allen Makel abgewaschen,
erlangt' er höchstes Vollerwachen.

3.

Das Rad der Lehre setzt' ingang,
der (An-)Führer Koṇāgamana,
dreißigtausend Milliarden,
hatten da den ersten Durchbruch.

4.

Und als er dann das Wunder wirkte,
Andersfährt'ge überwältigte,
zwanzigtausend Milliarden,
hatten da den zweiten Durchbruch.

5.

Als er dann machte die Vervielfältigung[167],
der Sieger ging zur Götterstadt.
Dort wohnte dann der Vollerwachte,
am Stein [mit] der weißen Wolldecke[168].

6.

Die sieben Abhandlungen[169] lehrte er,
der Weise, als er da die Regenzeit verbrachte.
Zehntausend Milliarden,
hatten da den dritten Durchbruch.

7.

Auch dieser Gott der Gottheiten,
eine Versammlung hatte,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solch friedvollen Geistes war'n.

8.

Dreißigtausend Mönche,
waren da versammelt,
die die Flut gekreuzt hatten,
und die den Tod zerbrochen hatten.

9.

Ich war zu jener Zeit,
ein Krieger(-Adliger) namens Pabbata,
versehen mit Freunden und Gefährten,
endloser Macht und Lasten[170].

10.

Ich ging zu seh'n, den Vollerwachten,
gehört habend die höchste Lehre,
den Sieger samt Gemeinde eingeladen habend,
gab ich an Gaben, soviel ich mochte.

11.

Mischgewebe[171], auch Chinaseide,
Seidenstoff und Wolldecken,
als auch goldene Sandalen[172],
gab ich an Lehrer und Schüler.

12.

Und dann verkündet' mir der Buddha,
inmitten der Gemeinschaft sitzend:
"In diesem Bhadda-Weltzeitalter,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

13.[173]

Sobald er von Kapila(-vatthu), der Erfreulichen,
aufgebrochen, wird er der Vollendete.

Die Anstrengungen ausgeübt habend,
was schwer zu tun ist, ausgeführt,
am Fuß des Ziegenhüter Feigenbaums,
der Vollendete sich hingesetzt habend,
dort Milchspeise annehmend,
zur Nerañjarā wird er geh'n.

Am Ufer der Nerañjarā,
die Milchspeise essend, der Sieger,
den besten Weg beschreitend,
zum Fuß des Bodhi(-Baumes) wird er geh'n.

Da die Rechtsumschreitung gemacht habend,
im Umkreis des unübertroff'nen Bodhi(-Baums),
am Fuße des Assattha zum Vollerwachten,
wird der Vielgerühmte [dann] erwachen.

Die Mutter, die ihn wird gebären,
wird Māyā mit Namen sein.
Der Vater heißt Suddhodana,
[und] er wird Gotama heißen.

Ohne Einflüsse, leidenschaftslos,
mit friedvollem Geiste ausgestattet,
Kolita und auch Upatissa,
werden beste Schüler sein.
Ānanda heißt der Aufwärter,
der dem Sieger Dienst tun wird.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
werden beste Schülerinnen,
ohne Einflüsse, leidenschaftslos,
mit friedvollem Geiste ausgestattet.
Zum Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
wird man 'Assattha' sagen.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und die Uttarā,
werden beste Unterstützerinnen.
Hundert Jahre Lebenszeit wird haben,
der gloriose Gotama."

Wenn jene hören dann die Worte,
des unvergleichlich großen Sehers,
da freu'n sich Menschen, Götter,
dass dieser Sproß des Erwachens ist.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

'Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen [hier] gewärtig sein.'"

14.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Sicherlich wär's besser, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

15.

Allwissenheit anstrebend,
die Gabe höchstem Menschen dargebracht,
das große Reich hinter mir lassend,
zog ich hinaus im Angesicht des Siegers.

16.

Die Stadt hieß Sobhavatī mit Namen.
Sobha hieß ich als Krieger(-Adliger).
In dieser Stadt da lebte [auch],
des Vollerwachten Großfamilie.

17.

Und der Brahmane Yaññadatta,
war des Buddhas Vater.
Uttarā hieß, die ihn gebar,
den Meister Koṇāgamana.

18.

Dreitausend Jahre [lang],
im Hausstand er verbrachte,
"Tusita", "Santusita" und "Santuṭṭhā"[174],
die besten drei Paläste [hießen].

19.

[Da gab's] nicht weniger als sechzehntausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Rucigattā hieß seine Gattin,
Satthavāha hieß der, den sie selbst gebar.

20.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach er mit seinen Elefanten auf,
und sechs Monate Anstrengungswandel,
wandelte der höchste Mensch.

21.

Von Brahma darum gebeten,
der Führer Koṇāgamana,
das Rad der große Held ingangsetzte,
der höchste Mensch im Tierpark.

22.

Bhiyyasa und Uttara so hießen,
die seine besten Schüler war'n.
Sotthija hieß der Aufwärter,
von Koṇāgamana, dem Meister.

23.

Samuddā als auch Uttarā,
die besten Schülerinnen war'n.
Der Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
war ein Udumbara(-Baum), so sagt man.

24.

Ugga und auch Somadeva,
waren seine Unterstützer.
Sīvalā als auch Sāmā,
die Unterstützerinnen war'n.

25.

In der Höhe war der Buddha,
dreißig Spannen hoch.
Wie ein Armband im Schmelztiegel[175],
so war er mit Strahlenglanz umgeben.

26.

So dreißigtausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil sie so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

27.

Die Brücke der Lehre errichtet habend,
mit dem Stoff der Lehre verziert,
ein Bündel Blüten der Lehre gemacht habend,
erlosch er samt der Jüngerschaft.

28.

Seine Leute, mit großer Anmut,
Erklärer der Herrlichkeit der Lehre,
sie alle waren nun verschwunden.
War'n nicht aufgegeben alle Gestaltungen?

29.

Koṇāgamana, der Vollerwachte,
erlosch im Park der Steine.
Verteilt wurden Reliquien,
in den Landen hier und da.

[Das war] der dreiundzwanzigste Lebensweg,
der des Erhabenen Koṇāgamana.


[26] 24. Der Lebensweg des Buddha Kassapa

1.

Daraufhin [war] nach Koṇāgamana,
der höchste unter Menschen, der Erwachte.
Kassapa war der Familienname[176],
Fürst der Lehre, Lichtbereiter.

2.

Die Familienwurzeln [mal] weggelassen,
reichlich Speisen und Getränke,
Bittstellern Gaben [auch] gegeben habend,
erfüllt habend die Absicht,
wie ein Stier den Pfosten weggebrochen,
erlangt' er höchstes Vollerwachen.

3.

Als das Rad der Lehr' ingangsetzte,
der Weltenlenker Kassapa,
zwanzigtausend Milliarden,
den ersten Durchbruch hatten.

4.

Als vier Monate lang der Buddha,
in der Welt auf Reisen wandelte,
zehntausend Milliarden,
den zweiten Durchbruch hatten.

5.

Als er gewirkt das Doppelwunder,
das Erkenntnis-Element verkündete,
fünftausend Milliarden,
den dritten Durchbruch hatten.

6.

In [der Halle] der guten Lehre, in erfreulicher Götterstadt,
dort hat er die Lehr' verkündet.
Dreitausend Milliarden
Gottheiten, der Sieger da erweckte.

7.

Menschen, Götter und Dämonen,
bei einer später'n Lehrdarlegung,
jene, die dabei den Durchbruch hatten,
war'n durch Zählen nicht erfassbar.

8.

Auch dieser Gott der Gottheiten,
eine Versammlung hatte,
an Einflussversiegten, Fleckenlosen,
die solch friedvollen Geistes war'n.

9.

Zwanzigtausend Mönche,
waren da versammelt.
Sie wurden [nur] übertroffen,
von solchen mit Scham und Sittlichkeit.

10.

Damals war ich Brahmanenjüngling,
berühmt als Jotipāla.
Ein Rezitator vieler Sprüche,
vollkommen in den drei Veden,

11.

in den Zeichen und Legenden,
in der rechten Lehre zu Außergewöhnlichkeit gelangt,
geschickt bei Zeichen von Himmel und Erde,
[war] Wissenschaftler, nicht unerfahren.

12.

Des Erhab'nen Kassapa,
Aufwärter hieß Ghaṭikāra.
Mit Respekt und Ehrerbietung,
erlosch er in der dritten Erreichung[177].

13.

Da nahm mich der Ghaṭīkāra,
und ging zum Sieger Kassapa.
Als die Lehre dort vernommen,
zog ich hinaus in seiner Gegenwart.

14.

Entschlossen, tatkräftig gewesen,
kundig aller Pflichten,
in nichts mich verfehlend,
erfüllte ich des Siegers Lehre.

15.

Sofern vom Buddha ward' gesprochen,
die neunfältige Lehr' des Siegers,
all das hatte ich gemeistert,
erstrahlte in des Siegers Lehre.

16.

Meine Wunder gesehen habend,
auch dieser Buddha verkündete:
"In diesem Bhadda-Weltzeitalter,
wird dieser [hier] ein Buddha werden.

17.

Sobald er von Kapila(-vatthu), der Erfreulichen,
aufgebrochen, wird er der Vollendete.
Die Anstrengungen ausgeübt habend,
was schwer zu tun ist, ausgeführt,

18.

am Fuß des Ziegenhüter Feigenbaums,
der Vollendete sich hingesetzt habend,
dort Milchspeise annehmend,
zur Nerañjarā wird er geh'n.

19.

Am Ufer der Nerañjarā,
die Milchspeise essend, der Sieger,
den besten Weg beschreitend,
zum Fuß des Bodhi(-Baumes) wird er geh'n.

20.

Da die Rechtsumschreitung gemacht habend,
im Umkreis des unübertroff'nen Bodhi(-Baums),
in unbezwingbare Positur,
sich für das höchste Erwachen[178]
mit gekreuzten Beinen hingesetzt habend,
wird der Vielgerühmte [dann] erwachen.

21.

Die Mutter, die ihn wird gebären,
wird Māyā mit Namen sein.
Der Vater heißt Suddhodana,
[und] er wird Gotama heißen.

22.

Ohne Einflüsse, leidenschaftslos,
mit friedvollem Geiste ausgestattet,
Kolita und auch Upatissa,
werden beste Schüler sein.
Ānanda heißt der Aufwärter,
der dem Sieger Dienst tun wird.

23.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
werden beste Schülerinnen,
ohne Einflüsse, leidenschaftslos,
mit friedvollem Geiste ausgestattet.
Zum Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
wird man 'Assattha' sagen.

24.

Citta und Hatthāḷavaka,
werden beste Unterstützer sein.
Nandamātā und die Uttarā,
werden beste Unterstützerinnen."

25.

Wenn jene hörten dann die Worte,
des unvergleichlich großen Sehers,
da freu'n sich Menschen, Götter,
dass dieser Spross des Erwachens ist.

26.

Die Ausrufungs-Klänge halten an,
sie applaudieren, lachen auch,
mit ehrfürchtig erhob'nen Händen sie verehr'n,
im Zehntausendfachen samt Göttern [wird gesagt]:

27.

"Falls wir in des Weltenlenkers,
Lehre erkalten sollten,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen [hier] gewärtig sein.

28.

Wie Leute, die den Fluss queren,
[und] die Furt dabei verfehlen,
weiter unten gehen durch die Furt,
so über'n großen Fluss gelangen.

29.

Ebenso wir allesamt,
wenn wir fahren lassen diesen Sieger,
wahrscheinlich zukünftig,
wir werden diesen [hier] gewärtig sein."

30.

Als auch ich gehört hab' jene Worte,
im Geist ward ich ganz zuversichtig.
Sicherlich ist's besser, mich zu entschließen,
die zehn Vollkommenheiten zu erfüll'n.

31.

Auf diese Weise im Saṃsāra weitergewandert,
vermeidend schlechten Wandel,
mich betätigend in dem, was schwer zu tun,
das eigene Erwachen bewirkend.

32.

Varāṇasī[179], so hieß die Stadt.
Kikī hieß ich als Krieger(-Adliger).
In dieser Stadt da lebte [auch],
des Vollerwachten Großfamilie.

33.

Der Brahmane Brahmadatta,
der war des Buddhas Vater.
Dhanavatī hieß, die ihn gebar,
den großen Seher Kassapa.

34.

Zweitausend [lange] Jahre,
im Hausstand er verbrachte.
"Haṃsa, "Yasa" und "Sirinanda"[180],
die besten drei Paläste [hießen].

35.

[Da gab es] drei[mal]sechzehntausend[181],
Frauen, die geschmückt war'n.
Sunandā hieß auch jene Gattin,
sie selbst gebar den Vijitasena.

36.

Die vier Zeichen gesehen habend,
von seinem Palast wanderte er fort,
und sieben Tage Anstrengungswandel,
befolgte der höchste Mensch.

37.

Von Brahman darum gebeten,
Kassapa, der Weltenlenker,
das Rad der große Held ingangsetzte,
der höchste Mensch im Tierpark.

38.

Tissa und Bhāradvāja,
war'n seine besten Schüler.
Sabbamitta hieß der Aufwärter,
des großen Sehers Kassapa.

39.

Anuḷā und Uruveḷā,
die besten Schülerinnen war'n.
Der Bodhi(-Baum) dieses Erwachten,
war ein Nigrodha(-Baum), so sagt man.

40.

Sumaṅgala und Ghaṭikāra,
waren seine Unterstützer.
Vicitasenā und Bhaddā,
die Unterstützerinnen war'n.

41.

In der Höhe war der Buddha,
zwanzig Ellen hoch.
Wie ein verzweigter Blitz am Himmel,
wie der Mond von Planeten umgeben.

42.

So zwanzigtausend Jahre [wohl],
die Lebenszeit gewiss anhielt.
Und weil sie so lang andauerte,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

43.

Den Teich der Lehre erbaut habend,
die Tugend als Duftstoff gegeben,
in den Stoff der Lehre eingekleidet,
Girlanden der Lehre verteilend,

44.

der Lehre fleckenlosen Spiegel,
vor vielem Volk platziert habend [sagt er:]
"All jene, die erlangen woll'n Nibbāna,
mögen meinen Schmuck anseh'n."

45.

Die Panzerung der Tugend gegeben habend,
mit dem Harnisch der Vertiefung gepanzert,
sich mit dem Schild der Lehre bedeckt habend,
gegeben habend beste Rüstung,

46.

den Schild der Achtsamkeit gegeben habend,
[und] die spitze Lanze der Erkenntnis,
das beste Schwert der Lehre gegeben habend,
[und] Tugend, um Verbindungen zu vernichten,

47.

die Zierde der drei Wissen gegeben habend,
[und] vier Erreichungen als [Sieger-]Kranz,
die sechs magisch Fähigkeiten als Schmuck gegeben habend,
[und] Blumen der Lehre, um sich zu schmücken,

48.

die wahre Lehre als weißen (Ehren-)Schirm
gegeben habend, um Übles abzulegen,
die Blüte der Furchtlosigkeit errichtet habend,
erlosch er samt der Jüngerschaft.

49.

Und dieser vollkommen Vollerwachte,
Unermesslicher, schwer Angreifbarer,
und dieses Juwel der Lehre,
gut dargelegt, selbst ersichtlich,

50.

und dies' Juwel der Gemeinschaft,
der sich gut Führenden, Unübertrefflichen,
sie alle waren nun verschwunden.
War'n nicht aufgegeben alle Gestaltungen?

51.

Der große Kassapa, der Sieger, Meister,
erlosch im Kühlen Park.
An diesem Platz ein Sieger-Mahnmal gibt's,
bis zu einer Meile tief und hoch[182].

[Das war] der vierundzwanzigste Lebensweg,
der des Erhabenen Kassapa.


[27] 25. Der Lebensweg des Buddha Gotama

1.

In jetziger Zeit bin ich der Vollerwachte,
der Gotama, Förderer der Sakyas.
Die Anstrengungen ausgeübt habend,
erlangt' ich höchstes Vollerwachen.

2.

Von Brahma darum gebeten,
setzt' ich ingang das Rad der Lehre.
Achtzehn Milliarden,
hatten da den ersten Durchbruch.

3.

Des Weiteren belehrend,
eine Ansammlung von Menschen, Göttern,
nicht zu zählen sollen die gewesen sein,
die den zweiten Durchbruch hatten.

4.

In jetz'ger Zeit als ich dabei war,
meinen Abkömmling zu unterweisen,
nicht zu zählen sollen die gewesen sein,
die den dritten Durchbruch hatten.

5.

Nur eine Versammlung hatte ich[183],
an Schülern, großen Sehern.
Zwölfeinhalbhundert[184]
Mönche waren da versammelt[185].

6.

Fleckenlos leuchtend,
mitten in der Mönchsgemeinschaft,
da gab ich alles, was erwünscht war,
wie ein Karfunkel all das Begehrte.

7.

Denen die Erreichungen erwarten,
die Werdewillen aufgeben,
vier Wahrheiten verkündet' ich,
aus Mitgefühl mit den Lebewesen.

8.

Zehn-, zwanzigtausende,
war'n [mittels] Lehre durchgebrochen.
Durchbrüche von Einzelnen und Zweien,
war'n unmöglich abzuzähl'n.

9.

Weit verbreitet unter vielen Menschen,
erfolgreich, blühend, voll erblühend,
war die meine, die des Sakyaweisen,
gut reinigende[186] Lehre.

10.

Triebversiegte, Leidenschaftslose,
mit Geistesruh' Versehene,
mehr als hunderte Mönche, all solche,
stets umgaben mich.

11.

Jetzt, da sie heutigentags,
aufgeben menschliches Dasein,
die Absicht nicht erlangt Habende, Übende,
diese Mönche werden von den Weisen getadelt.

12.

Die den edlen [Weg] Rühmenden,
stets an der Lehr' erfreuend Volk,
achtsam Seiende, werden erwachen,
[und] eilends aus dem Daseinskreislauf laufen.

13.

Meine Stadt war Kapilavatthu,
Fürst Suddhodana mein Vater.
Meine Mutter, die mich gebar,
wurde Māyādevī genannt.

14.

Neunundzwanzig [lange] Jahre,
im Hausstand lebend weilte ich.
"Ramma", "Suramma" und "Subhaka"[187],
die besten drei Paläste [hießen].

15.

[Da gab es] vierzigtausend,
Frauen, die geschmückt war'n.
Bhaddakañcanā hieß die Gattin,
Rāhula hieß der, den sie selbst gebar.

16.

Die vier Zeichen gesehen habend,
brach ich mit meinem Pferde auf,
in sechs Jahren des Anstrengungswandels,
tat ich, was schwer zu tun war.

17.

Im Tierpark zu Varāṇasī,
setzt' ich ingang das Rad der Lehre.
Zu mir dem Vollerwachten Gotama,
alle Wesen Zuflucht nahmen.

18.

Kolita und Upatissa[188],
zwei Mönche waren beste Schüler.
Ānanda hieß der Aufwärter,
der sich in meiner Nähe fand.
Khemā und Uppalavaṇṇā,
als Nonnen beste Schülerinnen war'n.

19.

Citta und Hatthāḷavaka,
die besten Unterstützer war'n.
Nandamātā und Uttarā,
war'n beste Unterstützerinnen.

20.

Am Fuße des Assattha(-Baumes),
erlangt' ich höchstes Vollerwachen.
Stets [reicht'] mein Heiligenschein,
[bis] sechzehn Spannen in die Höhe.

21.

Kaum hundert Jahre Lebenszeit,
gibt es heutigentags.
Und weil sie so lang währte,
konnt' ich viel Volks hinüberführ'n.

22.

Die Fackel der Lehre entzündet habend,
[und] die Nachfolgenden erweckend,
auch ich, in gar nicht langer Zeit,
gemeinsam mit der Jüngerschaft,
werd' ins Erlöschen geh'n,
wie ein Feuer, dem der Brennstoff ausgeht.

23.

Und jene unermesslich Energetischen,
auch diese zehn Kräfte,
und dieser Tugend besitzende Körper,
mit zweiunddreißig Merkmalen, so prächtig,

24.

die zehn Gegenden erstrahlt habend,
wie hundertstrahlig, sechsfacher Glanz,
sie alle sind verschwunden nun.
War'n nicht aufgegeben alle Gestaltungen?

[Das war] der fünfundzwanzigste Lebensweg,
der des Erhabenen Gotama.


III. Verschiedenes

[28] 1. Der Abschnitt über verschiedene Buddhas

1.

Vor unzählbaren Weltzeitaltern,
vier (Weg-)Führer da waren:
Taṇhaṅkara, Medhaṅkara,
als auch der Saraṇaṅkara –
und Dīpaṅkara, der Vollerwachte,
war in einem [anderen] Äon der Sieger.

2.

Später, nach Dīpaṅkara,
[kam] Koṇḍañña genannter Anführer,
als einzelner eines Äons,
viel Volks konnt' er hinüberführ'n.

3.

Dīpaṅkara, der Erhabene,
und Koṇḍañña, der Meister,
die dazwischen [liegenden] Äonen,
war'n unmöglich abzuzähl'n.

4.

Daraufhin [kam] nach Koṇḍañña,
Maṅgala genannter Anführer.
Auch die [hier] dazwischen [liegenden] Äonen,
war'n unmöglich abzuzähl'n.

5.

Maṅgala und Sumano auch,
Revata, Sobhita, die Weisen,
diese Buddhas eines Äons,
war'n Sehende, Lichtbereiter.

6.

Daraufhin [war] nach Sobhita,
Anomadassī der Ruhmreiche.
Auch die [hier] dazwischen [liegenden] Äonen,
war'n unmöglich abzuzähl'n.

7.

Anomadassī, Paduma,
als auch Nārada, der (An-)Führer,
war'n Buddhas eines Weltzeitalters,
war'n Weise, die der Dunkelheit ein Ende machten.

8.

Daraufhin nach Nārada,
war Padumuttara nämlich der (An-)Führer.
Einzeln in diesem Äon erschienen,
konnt' er viel Volks hinüberführ'n.

9.

Nārada, der Erhabene,
und Padumuttara, der Meister,
auch die [hier] dazwischen [liegenden] Äonen,
war'n unmöglich abzuzähl'n.

10.

Hunderttausend Weltzeitalter,
war einer [nur] der Große Weise.
Padumuttara, der Weltenkenner,
Annehmender von Opfergaben[189].

11.

Dreißigtausend Weltzeitalter,
gab's zwei (Weg-)Führende.
Sumedha als auch Sujāta,
wie zuvor Padumuttara.

12.

Achtzehnhundert Weltzeitalter,
gab's drei (Weg-)Führende.
Piyadassī, Atthadassī,
und Dhammadassī als (An-)Führer.

13.

Später nach Sujāta,
war'n sie Vollerwachte, höchste Menschen,
in einem Weltzeitalter als die Buddhas,
in der Welt ebenbürtige Personen[190].

14.

Vierundneunzig Weltzeitalter,
war es ein großer Weiser,
Siddhattha, der Weltenkenner,
Chirurg[191], Unübertroffener.

15.

Zweiundneunzig Äonen weiter,
gab's zwei (Weg-)Führer.
Tissa und Phussa, die Vollerwachten,
Unvergleichbare, ebenbürtige Personen.

16.

Einundneunzig Äonen weiter,
hieß der (An-)Führer Vipassī.
Auch er als Buddha, Mitfühlender,
befreite Wesen von den Banden.

17.

Vor einunddreißig Weltzeitaltern,
gab's zwei (Weg-)Führer,
Sikhī und auch den Vessabhū,
Unvergleichbare, ebenbürtige Personen.

18.

In diesem Bhadda-Weltzeitalter,
gab's drei (Weg-)Führer.
Kakusandha, Koṇāgamana,
sowie den Kassapa, die (An-)Führer.

19.

Heutigentags bin ich der Vollerwachte,
doch Metteyya wird mir nachfolgen.
Dies sind die fünf Erwachten,
Weise, die mit der Welt mitfühlen.

20.

Wenn diese Fürsten der Lehre,
den mehr als eine Milliarde Anderen,
den Pfad erklärt haben,
erlöschen sie, samt Jüngerschaft.

Der Abschnitt von den verschiedenen Buddhas ist beendet.


[29] 2. Die Erzählung von der Reliquienverteilung

1.

Der große Gotama, ruhmreicher Sieger,
erlosch im Park zu Kusināra.
Verteilt wurden Reliquien,
in den Landen hier und da.

2.

Ein [Teil bekam] Ajātasattu,
ein [Teil] die Stadt Vesālī,
ein [Teil] Kapilavatthu [bekam],
und ein [Teil] die Allakappakas.

3.

Ein [Teil]in Rāmagāma,
und einer zu denen aus Veṭhadīpa,
ein [Teil] an Mallas von Pāveyya [ging],
und ein [Teil] kam nach Kusināra.

4.

Für den Krug ein Grabmal machte,
der Brahmane, Doṇa[192] genannt.
[Über ihren] Anteil [Asche] bauten ein Grabmal,
die Mauriyas erfreuten Geistes.

5.

Acht Grabmale für Reliquien gab's,
ein Neunter als Denkmal für den (Asche)-Krug.
Als zehntes Grabmal mit Anteilen,
an Ort und Stelle wurd' errichtet.

6.

Der Scheitelwulst, vier Zähne,
und die zwei Schlüsselbeine als Reliquien,
unvermengt war'n jene sieben,
wie die restlichen gemischten Reliquien.

7.

Die Größten war'n wie Mungbohnen,
die mittleren wie gebroch'ner Reis,
und die kleinen war'n wie Senfkörner,
und verschiedenfarbig war'n Reliquien.

8.

Die großen waren goldfarben,
und gelblich[193] war'n die mittelgroßen,
und kleine sahen aus wie Knospen,
sechzehn Doṇa war die Menge.[194]

9.

In fünf größeren Behältern,
in fünf mittleren Behältern,
als auch in sechs kleineren Behältern[195],
war'n all diese Reliquien [enthalten].

10.

Der Schädelwulst [kam] zur Löweninsel[196],
dann in Brahmas Welt zur Linken[197],
und zur Löweninsel durch den Himmel in den Süden,
und befindet sich [nun] bei all den Hungergeistern[198].

11.

Einer der Eckzähne zur Stadt der Dreißig[199],
einer in der Stadt der Nāgas war,
einer [kam] ins Land Gandhāra,
einer zum Kaliṅga-Fürsten[200].

12.

Die vierzig ebenmäßigen Zähne,
alles Kopf- und Körperhaar,
die einzelnen Götter nahmen sie,
in ihre Sphären je nach Tradition[201].

13.

In Vajirā sind des Erhab'nen
Almosenschale, Stock und Robe,
die Unterrobe in Kulaghara,
das Bettlaken in Kapilavatthu.

14.

In der Stadt Pāṭaliputta,
Trinkgefäß und Gürtel,
in Campā das Badegewand,
der Stirnhaarwirbel[202] in Kosala.

15.

Und die Oberrobe in Brahmawelt,
die Kopfbedeckung[203] in der Stadt der Dreißig,
die Sitzunterlage in Avantī,
dort im Reich [der Gottheiten?] die Decke.

16.

Und das Feuerreibholz[204] in Mithilā,
in Videha der Wasserfilter,
Messerchen[205] und Nadelbehältnis,
dort in der Stadt Indapattha.

17.

Die übrigen Gegenstände,
die vom Weisen benutzt wurden,
in westliche Lande,
nahmen mit sich die Leute dann.

18.

Verteilt wurden Reliquien,
des großen Sehers Gotama,
aus Mitgefühl mit den Lebewesen –
so sagen es die Altvorderen.

Die Erzählung von der Reliquienverteilung ist beendet.
Die Geschichte der Erwachten ist beendet.


 Home Oben 


Anhang

Die Weltzeiten (kappa)

suñña-kappa ohne Buddha
sāra-kappa
maṇḍa-kappa mit zwei Buddhas
vara-kappa mit drei Buddhas
sāramaṇḍa-kappa mit vier Buddhas
bhaddha-kappa mit fünf Buddhas


Die Lebenszeiten der Buddhas

Nr. Name Auszug Lebenszeit
1 Dīpaṅkara 10 000 100 000
2 Kondañña 10 000 100 000
3 Maṅgala  9 000  90 000
4 Sumana  9 000  90 000
5 Revata  6 000  60 000
6 Sobhita  9 000  90 000
7 Anomadassī 10 000 100 000
8 Paduma 10 000 100 000
9 Nārada  9 000  90 000
10 Padumuttara 10 000 100 000
11 Sumedha  9 000  90 000
12 Sujāta  9 000  90 000
13 Piyadassī  9 000  90 000
14 Atthadassī 10 000 100 000
15 Dhammadassī  8 000 100 000
16 Siddhattha 10 000 100 000
17 Tissa  7 000 100 000
18 Phussa  9 000  90 000
19 Vipassī  8 000  80 000
20 Sikhī  7 000  70 000
21 Vessabhū  6 000  60 000
22 Kakusandha  4 000  40 000
23 Koṇāgamana  3 000  30 000
24 Kassapa  2 000  20 000
25 Gotama     29     80

 


Der Lebenslauf der Buddhas

Name      Auszug    Wie      Asketenzeit   Bodhi-Baum 
Dīpaṅkara 10 000 Elefant 10 Mon. Pappelfeige
Kondañña 10 000 Kutsche 10 Mon. Salbaum
Maṅgala   9 000 Pferd  8 Mon. Eisenholz
Sumana   9 000 Elefant 10 Mon. Eisenholz
Revata   6 000 Kutsche  7 Mon. Eisenholz
Sobhita   9 000 Palast  7 Tage Eisenholz
Anomadassī 10 000 Sänfte 10 Mon. Arjun
Paduma 10 000 Kutsche  8 Mon. Trompetenblüte
Nārada   9 000 zu Fuß  7 Tage Trompetenblüte
Padumuttara 10 000 Palast  7 Tage Pinie
Sumedha   9 000 Elefant 14 Tage Kadamba
Sujāta   9 000 Pferd  9 Mon. Elefantenbambus
Piyadassī   9 000 Kutsche  6 Mon. Arjun
Atthadassī 10 000 Pferd  8 Mon. Michelia
Dhammadassī   8 000 Palast  7 Tage Scharlachranke
Siddhattha 10 000 Sänfte 10 Mon. Tellerbaum
Tissa   7 000 Pferd  8 Mon. Krokodilrindenbaum
Phussa   9 000 Elefant  6 Mon. Ind. Stachelbeere
Vipassī   8 000 Kutsche  8 Mon. Trompetenblüte
Sikhī   7 000 Elefant  8 Mon. Weißer Mango
Vessabhū   6 000 Sänfte  6 Mon. Salbaum
Kakusandha   4 000 Kutsche  8 Mon. Lebbeckbaum
Koṇāgamana   3 000 Elefant  6 Mon. Wilde Feige
Kassapa   2 000 Palast  7 Tage Banyanbaum
Gotama      29 Pferd  6 Jahre Pappelfeige


Chronologischer Überblick über die Existenzen des späteren Buddha Gotama während der 24 Buddhas

unter dem Buddha: war der historische Buddha Handlung
Dīpaṅkara erst ein Brahmane, dann ein Flechten-Asket namens Sumedha Entschluss, ein Buddha zu werden, als er im Schlamm lag
Kondañña ein Weltherrscher, namens Vijitāvī Spende von vorzüglicher Speise an den Buddha samt Gemeinschaft
Maṅgala ein Brahmane namens Suruci Spende von Duftstoffen und Blumengirlanden an den Buddha samt Ge­meinschaft; Erfrischung des Buddha mit einem Milchtrunk; Gabe aller Besitztümer
Sumana ein Nāga-Fürst namens Atula spielte für den Buddha himmlische Musik, spendete Speisen und Getränke, sowie je zwei Paar Roben pro Mönch, nahm Zuflucht zum Buddha
Revata ein Brahmane namens Atideva Zufluchtnahme beim Buddha, Spende einer Oberrobe
Sobhita ein Brahmane namens Sujāta Spende von Speisen und Getränken an den Buddha samt Gemeinschaft
Anomadassī ein Dämonen-General Spende von Speisen und Getränken an den Buddha samt Gemeinschaft
Paduma ein Löwe Ehrung mit Neigung des Kopfes, Rechtsum­schreitung, dreimaliges Brüllen, dreiwöchiges zu Diensten sein
Nārada ein Flechtenasket Spende von Speisen und Getränken an den Buddha samt Gemein­schaft, Nachfolge, Ehrung mit Gabe von rotem Sandel
Padumuttara ein Distrikt-Gouverneur namens Jaṭila Spende von Speise und Kleidung an den Buddha samt Gemeinschaft
Sumedha ein Brahmanenjüngling namens Uttara Spende von 80 Millionen aus dem Besitz an den Buddha samt Gemeinschaft
Sujāta ein Weltherrscher Spende seines Reiches und der Sieben Schätze, sowie Hinauszug
Piyadassī ein Brahmane namens Kassapa Spende eines Parks im Wert von 100 Millionen an den Buddha
Atthadassī ein Flechtenasket namens Susīma Gabe von Blumen aus der Götterwelt
Dhammadassī der Götterkönig Sakka Ehrung des Buddha mit himmlischen Düften, Girlanden und Musik
Siddhattha erst ein Brahmane namens Maṅgala, dann ein Asket Gabe eines Rosenapfels
Tissa erst ein Kriegeradliger namens Sujāta, dann ein Seher hielt drei himmlische Blumen über den Kopf des Buddha
Phussa ein Kriegeradliger namens Vijitāvī Aufgabe des Königtums und Hinauszug
Vipassī ein Nāga-Fürst namens Atula spielte himmlische Musik und gab einen goldenen Sitz
Sikhī ein Kriegeradliger namens Arindama Spende von Speisen und Getränken an den Buddha samt Gemeinschaft, zwei Spannen Tuch für jeden Mönch, einen Reitelefanten für den Buddha und erlaubte Gegenstände so hoch (gestapelt) wie der Elefant
Vessabhū ein Kriegeradliger namens Sudassana spendete dem Buddha eine wertvolle Gabe, ehrte ihn mit Speisen, Getränken und Kleidung, Hinauszug
Kakusandha ein Kriegeradliger namens Khema machte eine beträcht­liche Spende, gab Robenmaterial, Almo­senschalen, Augensalbe und wildes Süßholz
Koṇāgamana ein Kriegeradliger namens Pabbata spendete Seide und Wolle sowie Sandalen den Schülern
Kassapa ein Brahmanenjüngling namens Jotipāla Hinauszug unter dem Buddha und erhielt die Zusage der Buddha­schaft

Bildnachweis

  Werktitel (nicht immer mit dem Bildtitel identisch), Urheber, Herstellungsjahr
Umschlag

Seite VI

Seite VII

Anm. 48

Anm. 100

Anm. 192

Anm. 203

 
Votivtafel im Museum Öttingen (Sonderausstellung), Santuṭṭho, 2010

Burmesische Votivtafel. Santuṭṭho, 2016

Drei Buddhas. Fo Guan Shan Tempel Berlin.

Sumedha und Dīpaṅkara. Metropolitan Museum New York:

http://www.metmuseum.org/art/collection/search/49809

Muschelhorn. Grafikzitat aus "Lexikon der östlichen Weisheitslehren", O.W. Barth Verlag, Seite 4

Reliquienverteilung. Peshawar-Museum, Inventar-Nr. PM-2831

Stehender Buddha. Museum für ostasiatische Kunst Berlin. Santuṭṭho, 2007

 Home Oben 


Bibliografie

Dahlke, Dr. Paul Dīgha-Nikāya – Die lange Sammlung  Neu-Buddhistischer Verlag, Berlin 1920

Franklin Edgerton Buddhist Hybrid Sanskrit Dictionary  Motilal Banarsidass, Delhi 1977

Horner, I.B. (transl.) Chronicle of Buddhas  PTS, London 1975

Karow, O. Burmese Buddhist Sculpture: The Johan Möger Collection  White Lotos, Bangkok 2003

Krishna Murthy, K. A Dictionary of Buddhist Terms and Terminologies  Sundeep Prakashan, New Delhi 1999

Laohavanich, M. Die esoterische Lehre des Wat Phra Dhammakaya Journal of Buddhist Ethics, Vol. 19, 2012, ISSN 1076 9005

Lata Das (transl.) Buddhavaṃsa – A Life Quest of Buddhas  Punthi Pustak, Kolkata 2012

Malalasekera, G.P. Dictionary of Pāli Proper Names  PTS, London 1974

Nyānaponika Die Lehrreden des Buddha aus der Angereihten Sammlung  Band I, Aurum Verlag, Braunschweig 1993

Nyanatiloka Mahathera Buddhistisches Wörterbuch  Verlag Christiani, Konstanz 1989

Santuṭṭho Bhikkhu Cariyā-Piṭaka – Lebenswandel  Eigenverlag, Berlin 2016

derselbe Nighaṇḍu – Pāli-Deutsch Wörterbuch  Eigenverlag, Berlin 2017

Schumann, Dr. H.W. Der historische Buddha  Diederichs, Köln 1982

derselbe: Handbuch Buddhismus  Diederichs, Kreuzlingen; München 2000

Strong, John S. Relics of the Buddha  Motilal Banarsidass, Delhi 2007

U Ko Lay, U Tin Lwin The Great Chronicles of Buddhas  Ti Ni Publishing Centre, Kuala Lumpur 2000


[1] tādino  "solch, derartig". IBH beruft sich auf BvAC: "Standfester" (steadfast one).

[2] nabhe  1. Luftraum, Himmel; 2. Dunst, Nebel. IBH: "Zenit".

[3] gandhabba  auch "himmlische Musikanten" bzw. "Sänger".

[4] sabba-ratana-nimmitaṃ.

[5] mandārava  Korallenbaum (Erythrina fulgens).

[6] pārichattaka  Der, unter dem Sakkas Thron steht.

[7] supaṇṇā  wtl: "Schönflügel".

[8] kinnarā  Vogelwesen mit Menschenkopf (mit bemerkenswert schönen Augen).

[9] parāyano  hat viele Bedeutungen: "Zuflucht, Stütze; Ende, Ziel; das Liebste seiend, die Hauptsache seiend".

[10] patiṭṭhā  "Grundlage, Fundament, Basis; Stütze, Halt; Standort".

[11] narāsabhaṃ  wtl: "Stiermensch", d.h. hervorragender Mann.

[12] hiṅkārā sādhukārā  wtl: "Sie machten 'hiṃ' und 'sādhu.'". "Hiṃ" ist unübersetzbar und entspricht vielleicht dem deutschen "Hmm" in sei­nem Sinn als Anerkennung. "Sādhu" bedeutet "gut!, gut so!, bravo!".

[13] mahāvīra  Das war (und ist auch) der Beiname des Gründers der Jain.

[14] vajira  auch "Diamant".

[15] vaḍḍhamāna  bedeutet "wachsend/stärker werdend" und nur gelegent­lich "ehrwürdig". In BHSD wird vardhamānamati  mit "tugendhafter Mensch" übersetzt. IBH verweist auf Kommentare, wo es den An­schein hat, dass cuṇṇa  (duftendes Pulver) gemeint sei, was unter den 32 Merkmalen eines Großen Wesens erscheinen soll. Cuṇṇa  erscheint nicht einmal unter den 80 geringeren Merkmalen, ebenso auch Flagge, Fahne, Donnerkeil (Diamant).

[16] khipita  bedeutet eigentlich "niesen".

[17] iddhi-vikubbanaṃ  übernatürliche Fähigkeit, verschiedene Gestalten annehmen zu können.

[18] cha-ppakāraṃ  auf sechserlei Weise: von Ost nach West, von West nach Ost, von Nord nach Süd, von Süd nach Nord von innen nach außen und von außen nach innen.

[19] Die PTS-Ausgabe nimmt die nächsten zwei Zeilen zu Vers 72.

[20] jeṭṭho  auch: "bester, höchster, älterer". IBH: "ältester".

[21] narāsabho  wtl.: "Menschen-Bulle", bildhaft "Leitstier".

[22] karavīka  Der Indische Kuckuck ist wegen seiner klaren, weitreichen­den und wohlklingenden Stimme berühmt.

[23] A-mara  die "Unsterbliche", d.h. die "ewige Stadt".

[24] Wie in DN 16,18: (hatthi-, assa-, ratha-, bheri-, mutiṅga-, vīṇā-, gīta-, samma-, tāla-, asnātha-pivatha-khādhāti-saddena) Elefanten, Pferde, Wagen, Pauken, Trommeln, Lauten, Gesang, Zimbeln, Gongs, [die Rufe:] "Genieß!", "Trink!", "Iss!".

[25] a-vivittaṃ  Gemeint ist, dass die Stadt von "Lärm" widerhallte.

[26] annapānasamāyutaṃ  d.h. mit Speise und Getränke gut ausgestattet.

[27] IBH weicht von der Verszählung ab, da sie Vers 3 trennt.

[28] sadhamme  hiermit sind die Lehrsätze der Brahmanen gemeint.

[29] nibbutiṃ  auch "Wonne, Zufriedenheit". IBH: "Sicherheit".

[30] anapekkho  wtl: "Beziehungslosigkeit", d.h. Gleichmütigkeit. DoP: "frei von Sehnen (nach) ...".

[31] an-atthiko. Atthika hat verschiedene Bedeutungen. Durchaus möglich, dass hier auch die Verneinung (an-) der Existenz in einer anderen Welt gemeint ist. IBH: "unconcerned" (unbekümmert/desinteressiert).

[32] icchitabbako  meist mit "erwünschen sollen" übertragen.

[33] kusalacchedanā bhayā  gemeint ist Reue, also die Angst, nicht zur rech­ten Zeit/Gelegenheit das getan zu haben was zu tun war. IBH: "without danger of plundering what is skilled".

[34] Himavanta  d.i. der Himālaya.

[35] Assamo sukato mayhaṃ, paṇṇasālā sumāpitā.  Das klingt, als hätte Sumedha die Einsiedelei selbst erbaut, aber wie auch IBH richtig anmerkt, war dem nicht so – der Göttersohn Vissakamma hat im Auftrag Sakkas die Arbeit ausgeführt.

[36] pañcadosa  Diese werden u.a. auch im Vinaya (BhuV 353) angeführt.

[37] Der Geist 1. geeint; 2. geläutert; 3. geklärt; 4. ohne Makel; 5. ohne Befleckungen; 6. sanft und fügsam; 7. gerichtet; 8. unerschütterlich.

[38] 1. es ist wertvoll; 2. man ist abhängig von anderen; 3. es wird beim Gebrauch schmutzig und muss deshalb gewaschen und gefärbt wer­den; 4. es wird abgenutzt und muss geflickt werden; 5. es ist schwierig auf dem Almosengang damit zu hantieren; 6. es ist für hauslose Asketen ungeeignet; 7. es muss behütet werden; 8. es schmückt einen wenn es getragen wird; 9. wenn es jemand auf dem Almosengang trägt, hat er großes Verlangen.

[39] 1. es ist wertlos; 2. man ist von anderen nicht abhängig; 3. man kann es selber herstellen; 4. man muss es nicht ausbessern; 5. man muss keine Diebe fürchten; 6. man ist ganz einfach bereit zum Almosengang; 7. es wird nicht als Zierde betrachtet; 8. es entstehen keine Begierden; 9. es ist für Asketen geeignet; 10. es ist angenehm zu tragen; 11. Bast ist einfach zu bekommen; 12. wenn es verloren geht, hat das keine (üblen) Folgen.

[40] 1. Sie erfordert viel Arbeit beim Errichten; 2. sie wird baufällig und muss erneuert werden; 3. dann wird man dadurch abgelenkt; 4. da Hitze und Kälte abgehalten werden, findet man den Körper angenehm; 5. Peinlichkeiten können verborgen werden; 6. das Gefühl von persön­lichem Besitz kann entstehen; 7. man muss sich die Hütte teilen; 8. nicht nur mit einem Gefährten, sondern auch mit Läusen, Fliegen, Eid­echsen usw.

[41] 1. kein oder nur geringer Aufwand; 2. einfach hinzugelangen; 3. kein Fehler, dort Aufenthalt zu nehmen; 4. die Wahrnehmung der Vergäng­lichkeit hält an aufgrund der Veränderung der Blätter; 5. eine solche Wohnstätte lässt keinen Neid aufkommen; 6. man ist beschämt, wenn man da übles tut; 7. man kann keinen Besitz daran erwerben: 8. man hat Gelegenheit, Gottheiten kennenzulernen; 9. dort gibt es keinen Widerstand bzw. Feindseligkeit; 10. erfreulicher Aufenthalt, sofern man dauerhaft an Baumwurzeln lebt.

[42] samappito  wtl: "ausgehändigt werden".

[43] sakassamā  Kompositum: saka+samā = eigenes Jahr. IBH übersetzt samā  in übertragenem Sinn mit "Einsiedelei".

[44] marū  steht vermutlich aufgrund des Versmaßes für alle Art von "Gott­heiten".

[45] Dieser Vers fehlt bei IBH!

[46] saralasaḷala.

[47] Nicht zu ermitteln.

[48]   Kese muñcitvāhaṃ tattha, vākacīrañca cammakaṃ;

Kalale pattharitvāna, avakujjo nipajjahaṃ.

      Dieser Vers liefert Stoff für Diskussionen. Da steht "ich" (ahaṃ), also hat Sumedha sich die Haare gelöst, dann sein Bastgewand zurecht­gemacht und die Sitzunterlage (cammaka)  im Schlamm (kalala)  aus­gebreitet, danach hat er sich mit dem Gesicht nach unten niedergewor­fen – und zwar vor dem Buddha Dīpaṅkara. Dieser Vers liefert die Vorlage für eine berühmte Darstellung in der Kunst.

      Dipankara

[49] buddho hessaṃ sadevake  IBH: "I will become a Buddha in the world with devas."

[50] adhikaraṇa  hat mehrere mögliche Bedeutungen, unter anderem: "Auf­sicht, Dienst, Angelegenheit"

[51] tāremi  bedeutet einerseits: "erretten, erlösen, geleiten", andererseits aber auch "eilen bzw. (los-)rennen lassen, antreiben".

[52] adhikāro ca chandatā  wtl: "Unterstützung und Verlangen (nach)".

[53] ussīsake  wtl: "Kopfkissen". IBH: "nahe meines Kopfes".

[54] bodhimūlamupehiti  IBH: "will go to the Tree of Awakening".

[55] mahāyaso  wtl: "großer Ruhm" oder "große Würde/Ehre".

[56] Die nächsten vier Zeilen nimmt IBH unlogischerweise zu Vers 68.

[57] upaṭṭhāka  IBH: "chief lay attendants" erscheint unlogisch, da selbiges Wort bereits für Ānanda verwendet wurde und ein Buddha wohl kaum Laienbedienstete benötigt, wenn er einen ordinierten Begleiter hat, wie es am Beispiel des Buddha Gotama abzuleiten ist.

[58] virajjhissāma  "leidenschaftslos werden sollten". Man könnte auch "misslingen" bzw. "verlieren" übertragen, wie es gut mit dem folgen­den Satz zusammenpasst.

[59] Gemeint ist der jetzige Bodhisatta Sumedha, der zukünftige Buddha.

[60] bodhisatta  Es ist ein weit verbreiteter Irrtum anzunehmen, dass dieses Wort "Erleuchtungshelfer" bedeutet. Diese Bedeutung kam erst mit dem Mahāyāna auf und wurde dann dessen zentraler Inhalt.

[61] Eine Sternenkonstellation im Mai. Einer der seltenen Hinweise, dass ein Buddha im Mai erscheint.

[62] amogha  kommt vermutlich von a-moha "nicht töricht".

[63] dhammadhātu  auch: "Weltgesetz, Weltprinzip, Grundelement".

[64] nissesaṃ  alles restlos gebend, d.h. ohne etwas zurückzubehalten.

[65] andughare  wtl: "im Kettenhaus", d.h. Gefängnis.

[66] na karoti paṭighaṃ tayā  wtl: "nicht Zorn macht damit". IBH: "and shows no repugnance (or) approval".

[67] osadhī  wtl: "Heilkräuter, Arzneimittel", weil diese bei einer bestimm­ten Mond- bzw. Sternkonstellation gesammelt werden.

[68] tulābhūtā sadevake  man könnte auch übertragen: "ausbalanciert die Wesen mit den Göttern". IBH: "is balanced for devas and mankind". Bhūta  hat verschiedenste Bedeutungen. a) als Substantiv: "1. Ge­schöpf, Wesen; 2. Element; 3. Wirklichkeit, Wahrheit; 4. Gespenst, Geist, Dämon"; b) als Adjektiv: "geworden, geboren, existent, vor­handen".

[69] samaye utuvasse vā  IBH: "(all) times and seasons".

[70] Rāhu  ein Dämon. Bedeutet aber auch "Verfinsterung".

[71] Damit sind die Zehn Vollkommenheiten gemeint (→ Cp).

[72] IBH nimmt diese Lebensgeschichte mit zur vorigen Verszählung.

[73] upagacchuṃ saraṇaṃ  wtl: "Gingen zur Zuflucht".

[74] paṭisambhidā  Damit können Erkenntnisse in der Einsichtsmeditation (vipassanā) gemeint sein, die man die "Vier analytischen Wissen" nennt: 1. das vom wahren Wesen; 2. von den Gesetzmäßigkeiten; 3. von der Sprache; 4. von der Schlagfertigkeit (→ BWtb).

[75] aṭṭha varasamāpattiyo  das sind die 4 körperlichen und die 4 unkörper­lichen Vertiefungen (→ BWtb).

[76] tevijjā  1. Erinnerung an frühere Daseinsformen; 2. das "himmlische Auge"; 3. die Erkenntnis der Triebversiegung (→ BWtb).

[77] chaḷabhiññā  1. magische Kräfte; 2. "himmlisches Ohr"; 3. andere im Geist durchschauen; 4. "himmlisches Auge"; 5. Erinnerung an frühere Daseinsformen; 6. Erkenntnis der Triebversiegung (→BWtb).

[78] nātha  auch "Helfer".

[79] mahāhanu-sabhakkhandho  Zwei der 32 Kennzeichen eines Großen Wesens.

[80] duggati  d.i. dem Weg in eine schlechte nächste Existenz.

[81] abhisamaye  des Begreifens, Verstehens, vollständigen Erkennens. IHB kommentiert: "Zwei Durchdringungen sind aus Vism 216 bekannt: das von der Entwicklung (des Weges) und das der Verwirklichung (des Nibbāna). ... Das war, als er den Dhamma seinem eigenen Sohn auf ähnliche Weise darlegte, wie (Gotamas) Ermahnungen an Rāhula." Das erscheint insofern nicht schlüssig, da von einem dritten Durchbruch die Rede ist. Vermutlich sind die ersten drei Stufen zur Heiligkeit damit gemeint, also Stromeintritt (sotāpatti), Einmalwie­derkehr (sakadāgāmī) und Nichtwiederkehr (anāgāmī).

[82] Nachdem er das Doppelwunder unter einem Akazienbaum gewirkt hatte, soll er in den Himmel der Zweiunddreißig gegangen sein, um dort seiner Mutter die sieben Teile des Abhidhamma gelehrt zu haben. Ein weiteres Puzzleteil als Nachweis, dass man, um die nicht vom historischen Buddha gelehrten Texte des Abhidhamma zu autorisie­ren, dieselben Legenden auch den "Vorzeit-Buddhas" andichtete.

[83] Der Kommentar gibt dazu folgende Information: Diese Zusammen­kunft wurde aufgrund von vier Faktoren caturaṅgasamannāgata  ge­nannt: 1. alle Anwesenden wurden per Formel "Komm, Mönch!" (ehi bhikkhu) ordiniert; 2. alle hatten die Sechs Magischen Kräfte; 3. alle kamen uneingeladen; 4. es war ein Uposatha-Tag, der 15. des Monats. Weitaus interessanter, dass genau diese Beschreibung in Bezug auf den historischen Buddha einer ebensolchen Versammlung zugeschrie­ben wird und man einen extra hohen Feiertag (Māgha-Pūja) daraus machte.

[84] navakoṭisahassehi  bei IBH: "ninety thousand crores".

[85] In der PTS-Ausgabe (IBH-Übersetzung) steht hier ein Vers, der nicht in CSTP erscheint:

            "Zu dieser Zeit war ich ein Flechtenhaarasket, in Askese ange­strengt, ging durch die Luft, war Meister der fünf Kräfte."

[86] Usabhakkhandha  "Breitschultriger", Synonym für "Starker Mann".

[87] sirīghara und nandārāma.

[88] rittā  mit zweierlei Bedeutung: 1. "beseitigt, aufgegeben"; 2. "leer, wertlos".

[89] tejo  bedeutet auch "Glanz, Licht, Feuer, Flamme, Hitze, Glut, Feurig­keit, Strahl, Kraft, Stärke, Autorität".

[90] a-mita-yaso  auch "Würde". IBH: "with a boundless following".

[91] Die den "Durchbruch" erlangten (→ Dīpaṅkara).

[92] pabbajja  d.h. er ließ sich von ihm zum Mönch ordinieren.

[93] Scheinbar fehlt:   Nachdem im Strebewandel er gewandelt,

                                   erwachte er nach Wunsch, der Weise.

[94] pabhā  Damit ist die Ausstrahlung der Aura gemeint.

[95] mantadharo  d.h. einer der Mantras auswendig gelernt hat.

[96] Hier steht nur ''Padhānaṃ padahitvāna…pe… hessāma sammukhā imaṃ'', daher die Einsetzung der fehlenden Verse ohne Zählung in [eckigen Klammern]. IBH nimmt an, die Verse 73-75 aus II A (hier I.2) seien zu ergänzen. Da steht aber: ''Yadimassa lokanāthassa ... hessāma sammuk­hā imaṃ''.

[97] ratana  zu je 12 Finger (aṅgula).

[98] jalitvā dhūmaketūva  IBH bevorzugt "wie eine Feuersäule lodernd".

[99] dassayitvā sadevake  d.h. er hat auch die wahre Natur der Götterwelten gezeigt – dass auch sie (bloß) bedingt entstanden sind.

[100] dhammasaṅkha  ein typisches Symbol für das Mahāyāna:

Das Muschelhorn:

Muschelhorn

[101] satipaṭṭhāna  wird oft irreführend mit "Grundlagen der Achtsamkeit" übersetzt.

[102] yogena  "Anspannung, Streben; magische Kraft, Zauber; Kontempla­tion, Konzentration", von "ernsthaft" (IBH) steht nichts im Text.

[103] Hier steht wie im vorigen Text nur ...pe... (peyyala), daher die Einset­zung der fehlenden Verse ohne Zählung in [eckigen Klammern]. Im weiteren Verlauf fällt diese Anmerkung weg.

[104] Wie der dritte Palast.

[105] kañcan-agghiya-saṅkāso  IBH: "golden festooned column".

[106] yasa-dharo  Zusammensetzung aus "Ruhm, Würde" und "halten, stüt­zen, andauernd, weiterbestehen"; wtl: "den Ruhm / die Würde auf­recht erhaltend".

[107] Dieser Vers ergibt kaum Sinn. Laut IBH-Fußnote bezieht sich dasWort Rad-Nachfolger (cakkānuvattako)  auf Varuṇa, den am besten mit Weisheit ausgestatteten Schüler.

[108] sirīghare  IBH lässt in ihrem Text sirighaṇa  unübersetzt.

[109] mahā-pure, wobei pure  als gekürztes purisa  zu übersetzen ist.

[110] cakkhumā  wtl: "Augen habend", d.h. eine Vision habend.

[111] asīti  bei IBH "acht".

[112] "Weißer Lotos", "Stängliger" und "Lotosblüte".

[113] teja  "Glanz, Licht, Feuer, Flamme, Hitze, Glut, Feurigkeit; (auch spiri­tuell/moralisch) Kraft, Energie, Stärke, Autorität"; in übertragenem Sinn: "Feuer(-Eifer)".

[114] saka-m-atraja  wtl: "selbst Geborener", d.h. "selbst Gezeugter".

[115] Also am Ende der Regenzeit.

[116] cakkavattin  bedeutet normalerweise "Weltherrscher", aber hier muss eher die zweite Bedeutung zutreffen, d.h. "gerechter Fürst".

[117] ukkujjamavakujjakaṃ  bildhaft für das Entstehen und Vergehen der Phänomene.

[118] Das sind die die vier Stufen der Heiligkeit mit deren vier Erreichungs­zuständen und die sechs Erkenntnisse, die nur ein Buddha hat.

[119] Dhanañca  wtl: "Wohlstandsschwund", d.h. der "Schröpfer-Park".

[120] Ein Weltzeitalter, in dem es zwei Erwachte gibt.

[121] ussanna-kusalā  könnte man auch übersetzen mit: "Menschen, bei denen das Heilsame vorherrscht".

[122] tārako  als ein zur Überquerung bzw. zum Entkommen Veranlassen­der.

[123] anukampako kāruṇiko  bedeutet beides "Mitgefühl".

[124] vicittaṃ  bedeutet auch "prächtig", aber da ein Verb fehlt, muss der Sinn "mannigfaltig" bzw. "verschiedenartig" sein. IBH: überträgt lite­rarisch mit: "ornamented with". Gemeint sein dürften die vier Arten derjenigen, die sich auf einer der vier Stufen der Heilikeit befinden.

[125] su-mukha  kann auch "voller Mund", im Sinne von vollständigen Zähnen bedeuten. Ein "volles Gesicht" ließe auf Dickleibigkeit schlie­ßen, ein "gutes Gesicht" auf ein "gütiges", aber dann würde ein ande­res Wort da stehen.

[126] "Krug mit Ohren", d.h. dieser Dämon sah aus wie ein Henkelkrug, vermutlich hatte er "Henkel-Ohren".

[127] pabbajja  Das Hinausziehen in die Hauslosigkeit, d.h. er wurde vom Buddha ordiniert.

[128] Mahā-nīpa  soll sicherlich "Nimba" heißen.

[129] sayanāsanaṃ  wtl: "Liege und Sitz", so auch bei IBH. Dieses Wort steht im Zusammenhang mit dem vorherigen paccayaṃ (Grunderfor­dernis), im Sinne von "Bedarfsgegenstände".

[130] chidda  bzw. schadhafte Stelle.

[131] tīni-gāvuta  d.h. drei ¾ Meilen.

[132] pasāda  1. "Klarheit, Reinheit"; 2. "Gnade, Gunst"; 3. "Gemütsruhe, Heiterkeit"; 4. "Sinneskraft". IBH: "belief" (Glaube).

[133] Ein Äon, in dem zwei Buddhas erscheinen.

[134] "Gipfel der Unsterblichkeit", Schönberg", "Last" ("Belastung"?).

[135] virocetvā sadevake  IBH: "and shone over the world with the devas".

[136] tam-andhakāraṃ  auch: "Dunkelheit/Finsternis, die betört/verwirrt". IBH lässt das Attribut weg.

[137] "Reiner", "Leidenschaftslos", "Schönblick" ("Bellevue").

[138] dundubhi  wtl: "Pauke". Aber im Deutschen ist die Nähe zu "auf die Pauke hauen" negativ belegt.

[139] Das phalamāhatvā  der singhalesischen Textausgabe wird hier genom­men, statt phalamānetvā, was "Frucht geschätzt/geehrt habend" be­deuten würde, aber in diesem Zusammenhang fehl am Platz wirkt.

[140] uggatāpana  d.h. grausame asketische Übungen ausübend.

[141] "Rote Wasserlilie", "Blauer Lotos", "Roter Lotos".

[142] viññāpesi  möglich wäre auch: "ließ sie mittels seiner klaren Stimme erkennen".

[143] dhunamāno  IBH überträgt mit: "rustling" (rascheln) und gibt in ihrer Fußnote den Hinweis: "shaking or rustling the bark-garments" (schüt­teln oder rascheln mit der Bastkleidung), welche sie den Sehern (isi) zumutet.

[144] vaṇṇa  gemeint sind vermutlich die sozialen Stände (später "Kasten"): Brahmanen, Krieger(-Adel), Händler, Arbeiter.

[145] "Steinhöhle", "Frauenliege" und "Bester".

[146] phussa  lautet auch der Name dieses Erwachten: "Fühlender" oder "Farbenprächtig".

[147] paṭisandhinaṃ  wtl: "Wiedervereinigung", d.h. des Bewusstseins-Momentes mit einem neuen Dasein, d.i. ein technischer Terminus aus dem Abhidhamma.

[148] tiṃsa-itthi-sahassāni  GCB: "dreißigtausend weibliche Bedienstete"; die "dreiundzwanzigtausend" bei IBH ist unrichtig, denn kein ge­bräuchliches Wörterbuch hat eine solche Übersetzung.

[149] nārī  bedeutet ebenfalls "Frau" bzw. "Weib" oder "Gattin".

[150] uḷu-rāja  ein Synonym für den Mond.

[151] eka-navuti  IBH: "ninety-two" ist falsch.

[152] Dieser Vers als auch der/die nächste/n fehlen bei IBH.

[153] Hier steht nur: "Idaṃ sutvāna vacanaṃ…pe… hessāma sammukhā imaṃ." Eingefügt wurde dem zur Folge I.2, Verse 70-72.

[154] Hier steht nur: "Ahu kapilavhayā rammā…pe… hessāma sammukhā imaṃ." Eingefügt wurde dem zur Folge aus II.19, Verse 14-22.

[155] "Schönes Pfauenfedernauge", "Gipfel" und "Bester".

[156] orasānaṃ  "legitim, leiblich", im Sinne von "echt" bzw. "wahr".

[157] Dieser Vers passt inhaltlich besser vor Nr. 10.

[158] Hier steht nur: "Ahu kapilavhayā rammā…pe… hessāma sammukhā imaṃ." Eingefügt wurde dem zur Folge aus II.19, Verse 14-22.

[159] hemayūpasamūpamo  IBH: "golden sacrificial pillar".

[160] madhulaṭṭhika  wtl: "Süßholz-Stock".

[161] paṭiyādemi varaṃ varaṃ  IBH: "I bestowed all this very glorious" ist zu verwerfen, auch wenn sie sich auf den Kommentar beruft, der seṭṭhaṃ seṭṭhaṃ  (das Beste vom Besten) als Synonym angibt, sowie die andere, ebenso seltsame Erklärung: "Ich gab ihm alles, was er wünschte, das ist korrekter".

[162] Ein Äon, in dem fünf Buddhas erscheinen.

[163] Hier steht nur: "Ahu kapilavhayā rammā…pe… hessāma sammukhā imaṃ." Eingefügt wurde dem zur Folge aus II.19, Verse 14-22.

[164] "Sinneslust", "Beliebige Gestalt", "Reine Lust". A.a.O.: "Suci, Suruci und Rativaddhana".

[165] khemārāmama  Kann genausogut auch mit "Park der Stadt Khema" übertragen werden.

[166] dasadhammā  Damit dürften die Zehn Vollkommenheiten (pāramī) gemeint sein (→ Cp).

[167] vikubbanaṃ  Zurschaustellung von vielen Erscheinungen, die alle aus­sehen wie er selber.

[168] silāya paṇḍukambala  Das ist die Umschreibung für den Thron des Weltenherrschers Sakka. IBH: "ornamental stone".

[169] pakaraṇe satta  damit sollen die sieben Bücher des Abhidhamma gemeint sein.

[170] vāhana  Damit ist die Last des Weltlichen, besonders Besitz gemeint.

[171] paṭṭ-uṇṇaṃ  wtl: "Seiden-Wolle". IBH vermutet Seide aus einem Land namens Paṭṭunna.

[172] sovaṇṇapāduka  Das ist ein doppeltes Vergehen für Ordinierte auf­grund der Ordensvorschriften: 1. Annehmen von Gold und Silber (→ NisPāc 18); 2. Benutzung goldener Sandalen (→ Mvg 251).

[173] Hier steht nur: "Ahu kapilavhayā rammā…pe… hessāma sammukhā imaṃ." Eingefügt wurde dem zur Folge aus II.19, Verse 14-22.

[174] "Zufrieden", "Voll zufrieden" und "Zufriedenheit".

[175] Ukkāmukhe yathā kambu  wtl: "Der Tülle eines Schmelztiegels glei­chendes Muschelarmband".

[176] nāma gottena  d.h. die Sippe väterlicherseits.

[177] tatiye phale  Das wäre "nur" als ein Nichtwiederkehrer.

[178] bodhipallaṅkamuttame  wurde so übertragen, weil "kreuzbeinig" auch in der nächsten Zeile erscheint.

[179] bārāṇasī

[180] "Schwan, "Ruhm" und "Freudenpracht".

[181] tisoḷasasahassāni  eine irreguläre Zahl um des Versmaßes willen. IBH übersetzt dem Sinn gemäß mit 48 000.

[182] ubbedhamuggatoti  IBH übersetzt: "high to the high", obwohl ubbedha  sowohl Höhe als auch Tiefe bedeuten kann.

[183] Erstaunlicherweise werden in den älteren, d.h. ursprünglicheren Tex­ten vier Gemeinden genannt (→ AN I, Ende).

[184] aḍḍhateḷasasatāna  d.h. tausendzweihundertfünfzig.

[185] zu ergänzen sind: die der Nonnen, der Laienanhänger und die der Laienanhängerinnen (→ Anm. 183).

[186] suvisodhitaṃ  Nicht die Lehre (sāsana)  war gut gereinigt, sondern die Lehre hatte eine gute reinigende ("läuternde") Wirkung.

[187] "Lieblich", "Ganz reizend" und "Anmutiger".

[188] Das sind die Namen von Sāriputta und (Mahā-)Moggallāna.

[189] āhutī  auch "Verehrungen, Anbetungen".

[190] appaṭi-puggala  bedeutet, dass die drei Buddhas in jenem Äon gleich­wertig waren. IBH überträgt irreführend mit "supreme under men" (höchste unter Menschen).

[191] sallakatto  Damit wird auf den Vergleich mit einem Arzt verwiesen.

[192] Das war der mit der Reliquienverteilung beauftragte "Unparteiische". Reliquienverteilung

[193] muttavaṇṇā  wtl: "urin-farbig" klingt etwas abwertend.

[194] Ein Hohlmaß von etwa 4 bis 5 Litern, was bedeuten würde, dass die Behälter des Brahmanen Doṇa eine immense Größe gehabt haben muss, nämlich 56 bis 80 Liter fassend, was aber dem Wortlaut doṇa ("Trog") entspricht.

[195] nāḷī  ist auch ein Hohlmaß.

[196] sīhaḷe dīpa  Sri Lanka. Strong schreibt dazu in "Relics of the Buddha": This relic had originally been acquired by the Mallas at the time of the Buddha's parinirvāṇa, and then was appropriated by Mahakāśyapa, and passed on, within monastic circles, from elder to elder and monas­tery to monastery in India. Eventually, it was transmitted to Southern Sri Lanka (Rohaṇa) ..." (Diese Reliquie hatten ursprünglich die Mallas zur Zeit von Buddha's Parinibbāna erhalten, dann war sie von Mahā­kassapa beschlagnahmt worden und innerhalb klösterlicher Kreise, von Abt zu Abt, von Kloster zu Kloster, in Indien weiter gegeben worden. Vielleicht war sie in den Süden von Sri Lanka [Rohaṇa] gebracht worden...). Siehe auch → Anm. 197.

[197] vamanaka  soll sicherlich das Gegenteil zum folgenden dakkhina sein.

[198] Eine interessante Aussage, die sich mit der Erklärung zu Rohaṇa  in DPPN deckt, wo steht, dass es sich hierbei um eine Gegend im Süd­osten der Insel handelt, wo die Adligen Zuflucht suchten, als sie im Norden von Eindringlingen bedrängt wurden.

[199] tidasapura  soll wahrscheinlich "Dreiunddreißig", d.h. ein Ort bei den Tāvatiṃsa-Göttern sein.

[200] Das dürfte der sein, der später nach Laṅkā (Ceylon) gelangt ist.

[201] paramparā  "Aufeinanderfolge".

[202] uṇṇaloma  sind die Haare zwischen den Augenbrauen.

[203] veṭhana  "Turban". Weder der Buddha noch dessen ordinierte Anhän­ger tragen eine Kopfbedeckung (→ Mvg 372). Hier ist die turbanför­mige Kopfauswölbung gemeint, wie sie auch gern in der Ikonografie dargestellt wird.

     Turban

[204] araṇī  ist definitiv kein Besitztum eines Ordinierten. Zumal das Ent­zünden bzw. sogar das Entzündenlassen eines Feuers (um sich daran zu wärmen) ein Vergehen ist (→ Pāc 56).

[205] vāsi  ist eigentlich ein Beil bzw. (Hack-)Messer. Hier wird aber das in Cvg 256 erwähnte Messerchen gemeint sein.


 Home Oben