Udānapāḷi IV

UDĀNA

IV. KAPITEL: MEGHIYO

Ud.IV.1. MEGHIYO [52]

So hab ich's vernommen: Einstmals weilte der Erhabene bei Cālikā am Cālikāberg. Zu jener Zeit war der ehrwürdige Meghiyo der Helfer des Erhabenen. Da begab sich der ehrwürdige Meghiyo zum Erhabenen, begrüßte den Erhabenen ehrerbietig und stellte sich seitwärts. Seitwärts stehend sprach der ehrwürdige Meghiyo zum Erhabenen: "Herr, ich möchte nach Jantugāma um Almosenspeise gehen." - "Wie es dir recht ist, Meghiyo." Da machte sich der ehrwürdige Meghiyo frühzeitig auf, nahm Obergewand und Schale und ging nach Jantugāma um Almosenspeise. Nachdem er in Jantugāma um Almosenspeise gegangen war und das Mahl beendet hatte, auf dem Rückweg vom Almosengang, kam er an das Ufer des Flusses Kimikālā. Als er am Ufer des Flusses Kimikālā entlangwanderte und meditierend auf und abging, [53] sah er einen stillen, lieblichen Mangohain. Da dachte er: "Wie still und lieblich ist dieser Mangohain, für einen Familiensohn, [54] der danach strebt, den geistigen Kampf zu kämpfen, zum Kämpfen wie geschaffen. Wenn es mir der Erhabene erlaubt, dann will ich in diesen Mangohain gehen und den geistigen Kampf kämpfen."

Da begab sich der ehrwürdige Meghiyo zum Erhabenen, begrüßte den Erhabenen ehrerbietig und setzte sich seitwärts. Seitwärts sitzend, sprach der ehrwürdige Meghiyo zum Erhabenen: "Herr, auf dem Rückweg vom Almosengang, kam ich an das Ufer des Flusses Kimikālā. Als ich am Ufer des Flusses Kimikālā entlangwanderte und meditierend auf- und abging, sah ich einen stillen, lieblichen Mangohain. Da dachte ich: 'Wie still und lieblich ist dieser Mangohain, für einen Familiensohn, der danach strebt, den geistigen Kampf zu kämpfen, zum Kämpfen wie geschaffen. Herr, ich möchte in diesen Mangohain gehen und den geistigen Kampf kämpfen, wenn es mir der Erhabene erlaubt."

Auf diese Bitte sprach der Erhabene zum ehrwürdigen Meghiyo: "Wir sind allein, Meghiyo; warte noch, bis ein anderer Mönch gekommen ist." Ein zweites Mal bat der ehrwürdige Meghiyo den Erhabenen: "Herr, für den Erhabenen gibt es nichts weiteres mehr zu erwirken oder dem Erwirkten hinzuzufügen. Aber für mich, Herr, gibt es noch mehr zu tun und dem Gewirkten hinzuzufügen. Herr, ich möchte in diesen Mangohain gehen und den geistigen Kampf kämpfen, wenn es mir der Erhabene erlaubt." Auf diese Bitte sprach der Erhabene abermals zum ehrwürdigen Meghiyo: "Wir sind allein, Meghiyo; warte noch, bis ein anderer Mönch gekommen ist." Aber ein drittes Mal bat der ehrwürdige Meghiyo den Erhabenen: "Herr, für den Erhabenen gibt es nichts weiteres mehr zu erwirken oder dem Erwirkten hinzuzufügen. Aber für mich, Herr, gibt es noch mehr zu tun und dem Gewirkten hinzuzufügen. Herr, ich möchte in diesen Mangohain gehen und den geistigen Kampf kämpfen, wenn es mir der Erhabene erlaubt." - "Wenn du vom Kämpfen sprichst, Meghiyo, was soll ich da noch sagen. Tu, was dir an der Zeit scheint, Meghiyo." Da erhob sich der ehrwürdige Meghiyo von seinem Sitz, grüßte den Erhabenen ehrerbietig, umwandelte ihn rechtsherum und ging zu dem Mangohain. Im Mangohain angekommen, setzte er sich unter einen Baum, um den Tag dort zuzubringen.

Während der ehrwürdige Meghiyo in dem Mangohain weilte, stiegen ihm ständig dreierlei schlimme, heilsuntaugliche Gedanken auf: Gedanken an Sinnenlust, Gedanken des Übelwollens, Gedanken der Gewaltsamkeit. Da dachte der ehrwürdige Meghiyo: "Das ist doch verwunderlich, das kann doch nicht wahr sein, dass mich, der ich aus Heilsvertrauen aus dem Haus in die Hauslosigkeit gezogen bin, nun diese dreierlei schlimmen, heilsuntauglichen Gedanken verfolgen: Gedanken an Sinnenlust, Gedanken des Übelwollens, Gedanken der Gewaltsamkeit!"

Gegen Abend erhob sich der ehrwürdige Meghiyo aus seiner Zurückgezogenheit, begab sich zum Erhabenen, grüßte den Erhabenen ehrerbietig und setzte sich seitwärts. Seitwärts sitzend, sprach der ehrwürdige Meghiyo zum Erhabenen: "Herr; während ich da in dem Mangohain weilte, stiegen mir ständig dreierlei schlimme, heilsuntauglichen Gedanken auf: Gedanken an Sinnenlust, Gedanken des Übelwollens, Gedanken der Gewaltsamkeit. Da dachte ich: 'Das ist doch verwunderlich, das kann doch nicht wahr sein, dass mich, der ich aus Heilsvertrauen aus dem Haus in die Hauslosigkeit gezogen bin, nun diese dreierlei schlimmen, heilsuntauglichen Gedanken verfolgen: Gedanken m Sinnenlust, Gedanken des Übelwollens, Gedanken der Gewaltsamkeit!'"

"Wenn die Gemüterlösung noch nicht reif ist, Meghiyo, dann bringen fünf Dinge sie zur Reife. Welche fünf?

1. Da hat der Mönch treffliche Freunde, Meghiyo, treffliche Gefährten. Das ist das erste Ding, das die Gemüterlösung zur Reife bringt.

2. Weiter, Meghiyo: Da ist der Mönch tugendhaft, ständig beschützt und behütet durch die Ordensregeln; auf dem Gebiet des Wandels sieht er in den kleinsten Fehlern die Gefahr, übt sich auf den Übungspfaden, die er auf sich genommen hat. Das ist das zweite Ding, Meghiyo, das die noch nicht ausgereifte Gemüterlösung zur Reife bringt.

3. Weiter, Meghiyo: Gespräche, die nachhaltig zur Ablösung führen, die Erschließung des Gemüts fördern, wie Gespräche über Bescheidenheit, Zufriedenheit, Abgeschiedenheit, Einsamkeit, Energieeinsatz, Tugend, Herzenseinigung, Klarwissen, Erlösung, Wissensklarheit der Erlösung, - solche Gespräche erlangt der Mönch nach Wunsch, ohne Mühe, ohne Schwierigkeit. Das ist das dritte Ding, Meghiyo, das die noch nicht ausgereifte Gemüterlösung zur Reife bringt.

4. Weiter, Meghiyo: Da setzt sich der Mönch ständig kraftvoll ein, heillose Eigenschaften zu tilgen und heilstaugliche Eigenschaften zu erwerben, standhaft, mit großer Energie, ohne der Verantwortung für die heilstauglichen Eigenschaften auszuweichen. Das ist das vierte Ding, Meghiyo, das die noch nicht ausgereifte Gemüterlösung zur Reife bringt.

5. Weiter, Meghiyo: Da ist der Mönch weise, erwachsen zu der Weisheit, die das fließende Entstehen-Vergehen durchschaut hat, der heilenden, durchbohrenden, die zur Auflösung allen Leidens führt. Das ist das fünfte Ding, Meghiyo, das die noch nicht ausgereifte Gemüterlösung zur Reife bringt.

Von einem Mönch, der einen trefflichen Freund, einen trefflichen Gefährten, einen trefflichen Genossen hat, Meghiyo, ist zu erwarten, dass er tugendhaft wird, ständig beschützt und behütet durch die Ordensregeln, auf dem Gebiet des Wandels in den kleinsten Fehlern die Gefahr sieht, sich auf den Übungspfaden übt, die er auf sich genommen hat.

Von einem Mönch, der einen trefflichen Freund, einen trefflichen Gefährten, einen trefflichen Genossen hat, Meghiyo, ist zu erwarten, dass er Gespräche, die nachhaltig zur Ablösung führen, die Erschließung des Gemüts fördern, wie Gespräche über Bescheidenheit, Zufriedenheit, Abgeschiedenheit, Einsamkeit, Energieeinsatz, Tugend, Herzenseinigung, Klarwissen, Erlösung, Wissensklarheit der Erlösung, nach Wunsch, ohne Mühe, ohne Schwierigkeit erlangt.

Von einem Mönch, der einen trefflichen Freund, einen trefflichen Gefährten, einen trefflichen Genossen hat, Meghiyo, ist zu erwarten, dass er sich ständig kraftvoll einsetzt, heillose Eigenschaften zu tilgen und heilstaugliche Eigenschaften zu erwerben, standhaft, mit großer Energie, ohne der Verantwortung für die heilstauglichen Eigenschaften auszuweichen.

Von einem Mönch, der einen trefflichen Freund, einen trefflichen Gefährten, einen trefflichen Genossen hat, Meghiyo, ist zu erwarten, dass er weise werden wird, erwachsen wird zu der Weisheit, die das fließende Entstehen-Vergehen durchschaut hat, der heilenden, durchbohrenden, die zur Auflösung allen Leidens führt.

Wenn aber der Mönch in diesen fünf Dingen gefestigt ist, Meghiyo, dann hat er darüberhinaus noch vier Dinge zu entfalten: die Betrachtung des Unschönen hat er zu entfalten, um die Gier auszutilgen; die liebende Güte [55] hat er zu entfalten, um das Übelwollen auszutilgen; die Atembetrachtung hat er zu entfalten, um das Denken stillzustellen; die Wahrnehmung der Unbeständigkeit hat er zu entfalten, um das Bedünken 'Ich bin' aufzuheben. Wer die Unbeständigkeit wahrnimmt, Meghiyo: wenn bei dem das Bedünken 'Ich bin' aufgehoben ist, dann erreicht er noch zu Lebzeiten die Brandlöschung."[56]

Aus diesem Anlaß tat der Erhabene aus seiner Schau folgenden Ausspruch:

"Gedanken unscheinbar, Gedanken leise
sie folgen nach, sie wallen auf im Geiste.
Wer sie nicht merkt, diese Gedanken,
der eilt von Welt zu Welt wirbelnden Herzens.

Doch wer sie merkt im Geist, diese Gedanken,
der wehrt sie unermüdlich ab und achtsam,
sowie sie folgen und im Geist aufwallen.
Wer restlos sie getilgt hat, ist erwacht."[57]

[52] auch in A.IX.3

[53] anucankati anuvicarati: Anucankati bedeutet "auf- und abgehen". Anuvicarati verstehe ich daher als meditierend gehen, nicht, wie Seidenstücker, "umherschlendern", was zu dem Übungseifer Meghiyos wenig passen würde.

[54] Kula-putto wird meist mit "Sohn aus guter Familie" übersetzt. Gemeint ist jedoch eher ein Mensch, der z.B. nicht als Findelkind oder Waise aufgewachsen ist, sondern die Verhaltensvoraussetzungen für den Umgang mit Mitwesen (vgl. A.V.22, besprochen in MExi S. 946 ff.) durch Erziehung in einer Familie - gleich welcher sozialen Schicht - erworben hat. Darauf hat Hellmuth Hecker hingewiesen.

[55] Mettā, s.u. das Mettāsutta Sn 144 ff.

[56] nibbānam. Es geht darum, die Unbeständigkeit wahrzunehmen, nicht nur im Geist über sie nachzudenken.

[57] Meghiyo erreichte den Heilsstand, vgl. seine Verse in Thag 66 und Proper Names S. 653.


Ud.IV.2. DIE AUFGEBLASENEN

So hab ich's vernommen: einstmals weilte der Erhabene bei Kusināra in Úpavattana im Salbaumwald der Maller. Zu der Zeit hausten viele Mönche nicht weit vom Erhabenen in einer Waldhütte, die waren aufgeblasen, unstet, hektisch, geschwätzig, weitschweifig, ohne Wahrheitsgegenwart, ohne klares Bewußtsein, zerstreut, wirbeligen Herzens, mit unbeherrschten Sinnen. Der Erwachte sah diese vielen Mönche, die in der Nähe in der Waldhütte hausten, aufgeblasen, unstet, hektisch, geschwätzig, weitschweifig, ohne Wahrheitsgegenwart, ohne klares Bewußtsein, zerstreut, wirbeligen Herzens, mit unbeherrschten Sinnen.

Aus diesem Anlaß tat der Erhabene aus seiner Schau folgenden Ausspruch:

"Mit einem Körper unbewacht,
und Anschauung auf falschem Weg,
vom Treibenlassen übermannt,
gerät man in des Todes Macht.


Es sei darum das Herz bewacht,
rechte Gesinnung Weidegrund.
Der rechter Sicht ergebene,
Entsteh’n-Vergehen kennende
Trägheitbezwinger - dieser Mönch
bleibt fern von jeder falschen Bahn."


Ud.IV.3. DER RINDERHIRT

So hab ich's vernommen: Einstmals war der Erhabene im Lande Kosalo auf der Wanderschaft mit einer großen Schar von Mönchen. Da wich der Erhabene vom Weg ab, schritt an den Fuß eines Baumes und setzte sich dort mit gekreuzten Beinen nieder. Da kam ein Rinderhirt zum Erhabenen, begrüßte den Erhabenen ehrerbietig und setzte sich seitwärts. Den seitwärts sitzenden Hirten klärte der Erhabene in einem Lehrgespräch auf, spornte ihn an, ermutigte ihn, machte ihn glücklich. Da sprach der Hirt, vom Erhabenen in einem Lehrgespräch aufgeklärt, angespornt, ermutigt, beglückt, zum Erhabenen: "Möge doch der Erhabene mit dem Mönchsorden für morgen meine Einladung zum Mahl annehmen." Schweigend stimmte der Erhabene zu. Als der Hirt der Zusage gewiß war, erhob er sich von seinem Sitz, grüßte den Erhabenen mit gefalteten Händen, umschritt ihn nach rechts und ging. Am anderen Morgen machte der Hirt in seiner Behausung viel Milchreis und frische zerlassene Butter bereit und meldete dem Erhabenen: "Herr, es ist soweit. Das Mahl ist bereit." Da nahm der Erhabene vor Mittag Obergewand und Schale, begab sich zu der Behausung des Hirten und ließ sich auf dem bereitgestellten Sitz nieder. Der Hirt bediente und versorgte eigenhändig die Mönche mit dem Erwachten an der Spitze mit dem Milchreis und der frischen zerlassenen Butter. Als der Erhabene das Mahl eingenommen und die Hand von der Schüssel zurückgezogen hatte, nahm der Hirt einen der niederen Sitze und setzte sich seitwärts. Den seitwärts sitzenden Hirten klärte der Erhabene in einem Lehrgespräch auf, spornte ihn an, ermutigte ihn, machte ihn glücklich. Dann erhob er sich von seinem Sitz und ging.

Bald nachdem der Erhabene gegangen war, ermordete im Grenzgebiet ein Mann den Hirten. Da begab sich eine große Schar von Mönchen zum Erhabenen, begrüßte den Erhabenen ehrerbietig und setzte sich seitwärts. Seitwärts sitzend sprachen die Mönche zum Erhabenen: "Herr, der Hirte, der heute eigenhändig die Mönche mit dem Erwachten an der Spitze mit Milchreis und frischer zerlassener Butter bedient und versorgt hatte - dieser Hirte ist im Grenzgebiet von einem Mann ermordet worden."

Aus diesem Anlaß tat der Erhabene aus seiner Schau folgenden Ausspruch:

"Was ein Feind dem Feind auch tun kann,
und der Gegner seinem Gegner
hat das Herz die falsche Neigung,
kann es Schlimmeres anrichten!'

( = Dhp.42)


Ud.IV.4. MONDNACHT

So hab ich's vernommen: Einstmals weilte der Erhabene bei Rājagaha im Bambuspark am Futterplatz der Eichhörnchen. Zu der Zeit hielten sich der ehrwürdige Sāriputto und der ehrwürdige Mahāmoggallāno in der Taubenhöhle auf. Einmal, in einer hellen Mondnacht, begab es sich, dass der ehrwürdige Sāriputto, der sich soeben das Haupt frisch geschoren hatte, unter freiem Himmel saß, in einen bestimmten Einigungszustand vertieft. Da zogen gerade zwei miteinander befreundete Yakkhas [58] von Norden nach Süden vorbei, um etwas zu erledigen. Die sahen den ehrwürdigen Sāriputto mit seinem frisch geschorenen Haupt in der hellen Mondnacht in Vertiefung da unter freiem Himmel sitzen. Bei diesem Anblick sagte der eine Yakkha zum anderen: "Mein Lieber, mich juckt es, diesem Asketen eins über den Kopf zu hauen." Der andere Yakkha antwortete: "Laß das, Lieber. Tu dem Asketen nichts. Dieser Asket hat große Gewalt, große Geistesmacht und ungeheure Kraft, Lieber." Aber ein zweites und ein drittes Mal sprach der eine Yakkha zum anderen: "Mein Lieber, mich juckt es, diesem Asketen eins über den Kopf zu hauen." Und zum zweiten und dritten Mal antwortete der andere Yakkha: "Laß das, Lieber. Tu dem Asketen nichts. Dieser Asket hat große Gewalt, große Geistesmacht und ungeheure Kraft, Lieber." Der Yakkha hörte nicht auf den anderen Yakkha und gab dem ehrwürdigen Ordensälteren Sāriputto einen Schlag auf den Kopf. Dieser Schlag war so gewaltig, dass man damit einen sieben oder achteinhalb Ellen hohen Elefanten hätte niederstrecken oder einen Berggipfel hätte spalten können. Der Yakkha aber brüllte: "Ich brenne, ich brenne!" und fuhr auf der Stelle in die Große Hölle hinab.

Der ehrwürdige Mahāmoggallāno hatte mit dem himmlischen Auge, dem über menschliche Grenzen hinausreichenden, gesehen, wie der Yakkha dem ehrwürdigen Sāriputto einen Schlag auf den Kopf gab, ging zum ehrwürdigen Sāriputto und fragte: "Geht es dir gut, Freund Sāriputto, bist du wohlauf? Tut dir nichts weh?" - "Mir geht es gut, Freund Moggallāno. Ich bin wohlauf: Ich habe nur ein klein wenig Kopfweh." - "Wunderbar, Freund Sāriputto, außerordentlich, Freund Sāriputto, welche gewaltige Geistesmacht der ehrwürdige Sāriputto hat, welche Riesenkraft! Da hat dir ein Yakkha einen Schlag auf den Kopf gegeben, dieser Schlag war so gewaltig, dass man damit einen sieben oder achteinhalb Ellen hohen Elefanten hätte niederstrecken oder einen Berggipfel hätte spalten können. Und da sagt der ehrwürdige Sāriputto: 'Mir geht es gut, Freund Moggallāno, ich bin wohlauf. Ich habe nur ein klein wenig Kopfweh!'" - "Wunderbar, Freund Moggallāno, außerordentlich, Freund Moggallāno, welche gewaltige Geistesmacht der ehrwürdige Moggallāno hat, welche Riesenkraft, dass er sogar einen Yakkha sehen kann, wo ich eben noch nicht einmal einen kleinen Plagegeist gesehen habe."
Der Erhabene aber hatte mit dem himmlischen Ohr, dem über menschliche Grenzen hinausreichenden, dieser bei den großen Wesen Zwiegespräch vernommen. Aus diesem Anlaß tat der Erhabene aus seiner Schau folgenden Ausspruch:

"Wessen Herz dem Felsen gleich ist,
standfest nicht erbeben kann,
unreizbar von Reizendem,
reglos bei Erregendem
wessen Herz so ausgebildet:
wie könnt' den ein Leid ankommen!"

[58] Yakkhas werden als kraftvolle menschennahe Geister oberhalb des Menschentums beschrieben, oft zwischen gewaltsamem Schabernack und tiefer Wahrheitssehnsucht pendelnd.


Ud.IV.5. DER ELEFANT

So hab ich's vernommen: Einstmals weilte der Erhabene bei Kosambi im Ghosita-Klostergarten. Zu jener Zeit war der Erhabene umdrängt von Mönchen, Nonnen, Anhängern, Anhängerinnen, Königen, königlichen Würdenträgern, Sektenführern und deren Anhängern. So umdrängt, lebte er beschwerlich, nicht unbehelligt. Da dachte der Erhabene: "Ich bin jetzt umdrängt von Mönchen, Nonnen, Anhängern, Anhängerinnen, Königen, königlichen Würdenträgern, Sektenführern und deren Anhängern. So umdrängt, lebe ich beschwerlich, nicht unbehelligt. Ich will lieber allein gehen und abgesondert leben." Da machte sich der Erhabene in der Frühe auf, nahm Obergewand und Schale und ging nach Kosambi um Almosenspeise. Nach dem Almosengang, nachdem er das Mahl eingenommen hatte, räumte er seine Lagerstatt eigenhändig auf, nahm Obergewand und Schale und, ohne seinem Unterstützer etwas zu sagen und ohne den Mönchsorden zu verständigen, brach er allein, ohne Begleiter. auf nach Pālileyyaka. Von Ort zu Ort wandernd kam er nach Pālileyyaka. Bei Pālileyyaka ließ sich der Erhabene im Bannwald am Fuß eines Pracht-Salbaumes nieder.

Auch ein mächtiger Elefant lebte umdrängt von Elefantenbullen, Elefantenweibchen, Jungelefanten, Elefantenkälbchen. Er aß Gras, dessen Spitzen schon abgekaut waren; die Zweige, die er für sich gepflückt hatte, fraßen sie ihm weg; das Trinkwasser war aufgewühlt, und wenn er durchs Wasser ging, dann kamen die Elefantenweibchen, um sich an seinem Körper zu reiben. Umdrängt, lebte er beschwerlich, nicht unbehelligt. Da dachte er: "Ich lebe jetzt umdrängt von Elefantenbullen, Elefantenweibchen, Jungelefanten, Elefantenkälbchen. Ich esse Gras, dessen Spitzen schon abgefressen sind, die Zweige, die ich für mich selber gepflückt habe, fressen sie mir weg; ich trinke aufgewühltes Trinkwasser, und wenn ich durchs Wasser gehe, kommen die Elefantenweibchen, um sich an meinem Körper zu reiben. Umdrängt, lebe ich beschwerlich, nicht unbehelligt. Ich will lieber allein gehen und abgesondert leben." Da verließ der mächtige Elefant die Herde und kam nach Pālileyyaka in den Bannwald zum Fuß des Pracht-Salbaumes, wo der Erhabene weilte. Dort angekommen, säuberte er den Platz, auf dem der Erhabene weilte, von Gras und brachte ihm mit seinem Rüssel Wasser zum Trinken.

Während der Erhabene einsam in Abgeschiedenheit weilte, stieg in seinem Gemüt der Gedanke auf: "Zuvor war ich umdrängt von Mönchen, Nonnen, Anhängern, Anhängerinnen, Königen, königlichen Würdenträgern, Sektenführern und deren Anhängern. Umdrängt, lebte ich beschwerlich, nicht unbehelligt. jetzt lebe ich nicht umdrängt von Mönchen, Nonnen, Anhängern, Anhängerinnen, Königen, königlichen Würdenträgern, Sektenführern und deren Anhängern; unumdrängt lebe ich wohl und unbehelligt."

Und auch dem mächtigen Elefanten stieg in seinem Gemüt der Gedanke auf: "Zuvor war ich umdrängt von Elefantenbullen, Elefantenweibchen, Jungelefanten, Elefantenkälbchen. Ich aß Gras, dessen Spitzen schon abgekaut waren; die Zweige, die ich für mich gepflückt hatte, fraßen sie mir weg; ich trank aufgewühltes Trinkwasser, und wenn ich durchs Wasser ging, kamen die Elefantenweibchen, um sich an meinem Körper zu reiben; umdrängt, lebte ich beschwerlich, nicht unbehelligt. Jetzt lebe ich unumdrängt von Elefantenbullen, Elefantenweibchen, Jungelefanten, Elefantenkälbchen; unumdrängt lebe ich wohl und unbehelligt. Ich esse Gras, dessen Spitzen nicht schon abgekaut sind; die Zweige, die ich für mich gepflückt hatte, frißt mir niemand weg; ich trinke ungetrübtes Wasser, und wenn ich durchs Wasser gehe, kommen keine Elefantenweibchen, um sich an meinem Körper zu reiben; unumdrängt lebe ich wohl und unbehelligt."

Als der Erhabene an seine eigene Abgeschiedenheit dachte und, das Gemüt mit dem Gemüt umfassend, den Gedanken des mächtigen Elefanten erkannte, da tat er aus diesem Anlaß aus seiner Schau folgenden Ausspruch:

"So gleicht Mächtiger dem Mächt’gen
mit den pflugsterzgroßen Hauern:
Ein Herz stimmt zum andern Herzen,
das allein im Wald beglückt ist."

Ud.IV.6. PINDOLO

So hab ich's vernommen: Einstmals weilte der Erhabene in Sāvatthī im Kloster Anāthapindikos. Zu der Zeit hatte sich der ehrwürdige Pindolabhāradvājo in der Nähe des Erhabenen mit gekreuzten Beinen niedergesetzt, den Körper gerade aufgerichtet, ein Freund der Wälder, nur von Almosenspeise ernährt, nur in Gewänder aus weggeworfenen Fetzen gekleidet, der sich mit nur einem dreifachen Gewand begnügte, ein Genügsamer, Zufriedener, Abgeschiedener, Abgesonderter, Energischer, Regeltreuer, der Übung hoher Herzensart Hingegebener. Der Erhabene sah den ehrwürdigen Pindolabhāradvājo in der Nähe mit gekreuzten Beinen sitzen, den Körper gerade aufgerichtet, ein Freund der Wälder, nur von Almosenspeise ernährt, nur in Gewänder aus weggeworfenen Fetzen gekleidet, der sich mit nur einem dreifachen Gewand begnügte, den Genügsamen, Zufriedenen, Abgeschiedenen, Abgesonderten, Energischen, Regeltreuen, der Übung hoher Herzensart Hingegebenen.

Aus diesem Anlaß tat der Erhabene aus seiner Schau folgenden Ausspruch:

"Nicht bekritteln, nicht verletzen,
in der Mönchspflicht wohlgezügelt,
Maß einhalten bei der Nahrung,
abgesondert Lager nehmen,
hoher Herzensart sich weihen:
Das ist der Erwachten Weisung."

               ( = Dhammapada 185)


Ud.IV.7. SĀRIPUTTO

So hab ich's vernommen: Einstmals weilte der Erhabene in Sāvatthī im Kloster Anāthapindikos. Zu der Zeit hatte sich der ehrwürdige Sāriputto unweit des Erhabenen mit gekreuzten Beinen niedergesetzt, den Körper gerade aufgerichtet, ein Genügsamer, Zufriedener, Abgeschiedener, Abgesonderter, Energischer, Regeltreuer, der Übung hoher Herzensart Hingegebener. Der Erhabene sah den ehrwürdigen Sāriputto in der Nähe mit gekreuzten Beinen sitzen, den Körper gerade aufgerichtet, genügsam, zufrieden, abgeschieden, abgesondert, energisch, regeltreu, der Übung hoher Herzensart hingegeben.

Aus diesem Anlaß tat der Erhabene aus seiner Schau folgenden Ausspruch:

"Dem Hochgemuten, niemals Lässigen,
dem Schweiger, der auf stillen Pfaden übt,
dem wachsen keine Sorgen auf;
dem Ruhenden in steter Wahrheitsgegenwart."


Ud.IV.8. Sundarī

So hab ich's vernommen: Einstmals weilte der Erhabene in Sāvatthī im Kloster Anāthapindikos. Zu der Zeit erlangten der Erhabene und die Mönchsgemeinde Wertschätzung, Anerkennung, hohes Ansehen, Achtung, Verehrung, Aufmerksamkeit und den Lebensbedarf an Kleidung, Almosenspeise, Lagerstatt und Arznei für den Fall der Krankheit. Die Pilger anderer Schulen aber erlangten nicht Wertschätzung, Anerkennung, Ansehen, Achtung, Verehrung, Aufmerksamkeit und den Lebensbedarf an Kleidung, Almosenspeise, Lagerstatt und Arznei für den Fall der Krankheit.

Die Pilger anderer Schulen konnten die Wertschätzung, die der Erhabene und die Mönchsgemeinde genossen, nicht ertragen. Sie gingen zu der Pilgerin Sundarī und sprachen zu ihr: "Schwester, könntest du deinen Verwandten einen Dienst erweisen?" - "Was soll ich tun, ihr Herren? Was kann ich tun? Selbst mein Leben würde ich für meine Verwandten hergeben." - "Dann gehe öfter in den Jetahain." - "Ja, ihr Herren", antwortete die Pilgerin Sundarī den Pilgern anderer Schulen und ging öfter in den Jetahain. Als die Pilger anderer Schulen festgestellt hatten, dass die Pilgerin Sundarī - von vielen gesehen - öfter in den Jetahain gegangen war, da ermordeten sie sie, verscharrten sie dort in einer Höhlung des Jetahains, gingen zu König Pasenadi von Kosalo und sprachen: "Großer König, wir sehen die Pilgerin Sundarī gar nicht mehr!" - "Habt ihr denn einen Verdacht, wo sie sein könnte?" - "Im Jetahain, Großer König." - "Dann durchsucht den Jetahain."

Die Pilger anderer Schulen durchsuchten den Jetahain, holten sie aus der Höhlung da heraus, wo sie hineingeworfen worden war, legten sie auf eine Bahre und brachten sie nach Sāvatthī. Dort gingen sie von Straße zu Straße, von Platz zu Platz und hetzten das Volk auf: "Seht, was die Sakyersöhne getan haben! Gewissenlos sind diese Asketen des Sakyersohns, tugendlos, böse, verlogen, unkeusch! Und die erheben den Anspruch, den rechten, brahmischen Wandel zu führen, wahrhaftig, tugendhaft, edel zu sein! Nichts ist es bei ihnen mit Asketentum, nichts mit Brahmawandel! Nichts ist es bei ihnen mit Asketentum, nichts mit Brahmawandel! Wo ist denn ihr Asketentum, wo ist denn ihr Brahmawandel? Aus ist es mit ihrem Asketentum, aus ist es mit ihrem Brahmawandel. Wie kann nur ein Mann, nachdem er den Geschlechtsakt vollzogen hat, die Frau umbringen!" Wenn nun in Sāvatthī die Leute einen Mönch sahen, dann riefen sie ihm rohe Wörter nach, beschimpften ihn, überschütteten ihn mit Beleidigungen, warfen ihm vor: "Gewissenlos sind diese Asketen des Sakyersohns, tugendlos, böse, verlogen, unkeusch! Und die erheben den Anspruch, sie würden den rechten, brahmischen Wandel führen, seien wahrhaftig, tugendhaft, edel! Nichts ist es bei ihnen mit Asketentum, nichts mit Brahmawandel! Nichts ist es bei ihnen mit Asketentum, nichts mit Brahmawandel! Wo ist denn ihr Asketentum, wo ist denn ihr Brahmawandel? Aus ist es mit ihrem Asketentum, aus ist es mit ihrem Brahmawandel. Wie kann nur ein Mann, nachdem er den Geschlechtsakt vollzogen hat, die Frau umbringen!"

Da erhob sich eine große Schar von Mönchen in der Frühe, nahm Obergewand und Schale und ging auf Almosengang nach Sāvatthī. Nach dem Almosengang, nachdem sie das Mahl eingenommen hatten, begaben sie sich zum Erhabenen, grüßten den Erhabenen ehrerbietig und setzten sich seitwärts. Seitwärts sitzend sprachen die Mönche zum Erhabenen: "Herr, wenn nun in Sāvatthī die Leute einen Mönch sehen, dann schreien sie ihm rohe Wörter nach, beschimpfen ihn, überschütten ihn mit Beleidigungen, werfen ihm vor: 'Gewissenlos sind diese Asketen des Sakyersohns, tugendlos, böse, verlogen, unkeusch! Und die erheben den Anspruch, sie würden den rechten Brahmawandel führen, seien wahrhaftig, tugendhaft, edel. Nichts ist es bei ihnen mit Asketentum, nichts mit Brahmawandel! Nichts ist es bei ihnen mit Asketentum, nichts mit Brahmawandel! Wo ist denn ihr Asketentum, wo ist denn ihr Brahmawandel? Aus ist es mit ihrem Asketentum, aus ist es mit ihrem Brahmawandel. Wie kann nur ein Mann, nachdem er den Geschlechtsakt vollzogen hat, die Frau umbringen!'"  "Mönche, dieses Gezeter wird nicht lange anhalten,. nur sieben Tage wird es anhalten,. nach sieben Tagen wird es aufhören. Darum, Mönche, weist die Leute, wenn sie einen Mönch sehen und ihn beschimpfen, mit folgendem Vers zurecht:

Wer falsch beschuldigt, geht zur Hölle ein,
auch wer 'Ich war's nicht' sagt, wenn er was tat:
Den beiden geht es nach dem Tode gleich:
was sie als Menschen taten, trifft sie drüben."

Die Mönche lernten diesen Vers in Gegenwart des Erhabenen auswendig, und wenn nun die Leute einen Mönch trafen und ihn beschimpften, dann wiesen sie sie mit diesem Vers zurecht. Da sagten sich die Leute: "Die Asketen des Sakyersohns haben das nicht getan. Diese Asketen des Sakyersohns versichern, dass sie es nicht gewesen sind" So hielt dieses Gezeter nicht lange an; nur sieben Tage hielt es an; nach sieben Tagen verstummte es. Da begab sich eine große Schar von Mönchen zum Erhabenen, begrüßte den Erhabenen ehrerbietig und setzte sich seitwärts. Seitwärts sitzend sprachen die Mönche zum Erhabenen: "Herr, wunderbar, erstaunlich,. wie richtig der Erhabene gesagt hat: 'Mönche, dieses Gezeter wird nicht lange anhalten; nur sieben Tage wird es anhalten; nach sieben Tagen wird es verstummen.' Das Gezeter ist verstummt."

Aus diesem Anlaß tat der Erhabene aus seiner Schau folgenden Ausspruch:

"Es fahren mit der Rede unbeherrschte Menschen
auf andre los wie Elefanten auf dem Schlachtfeld.
Ein Mönch, der harte Worte äußern hört, ertrage
sie in Geduld und sei nicht bös im Herzen."


Ud.IV.9. UPASENO VANGANTAPUTTO

So hab ich's vernommen: Einstmals weilte der Erhabene bei Rājagaha im Bambuspark am Futterplatz der Eichhörnchen. Zu der Zeit stieg dem ehrwürdigen Upaseno Vangantaputto, [59] als er einsam abgeschieden weilte, folgender Gedanke auf:

"Getroffen hab ich’s wahrlich, gut getroffen,

- dass der Erhabene, der Geheilte, Vollkommen Erwachte mein Meister ist,
- dass ich in der wohlverkündeten Heilslehre und Heilsordnung aus dem Haus in die Hauslosigkeit gezogen bin,
- dass meine Brüder im Brahmawandel so tugendreif sind und so treffliche Eigenschaften haben,
- dass ich die Tugenden vervollkommnet habe und gesammelt bin,
- dass ich einigen Herzens geheilt bin, von Beeinflussung befreit,
- mit großer Geistesmacht, mit großer Kraft begabt,
- dass mein Leben und mein Sterben glücklich ist."

Als der Erhabene, Gemüt mit Gemüt umfassend, den Gedankengang des ehrwürdigen Upasena Vangantaputto erkannte, da tat er aus diesem Anlaß aus seiner Schau folgenden Ausspruch:

"Wem Leben frei von Qualen ist
und Sterben keine Sorge macht,
sieht weise seinen Stand und ist
in Kummers Mitte kummerfrei.


Wer abgeschnitten Werdedurst,
als Mönch des Herzens Stille fand,
den Kreislauf der Geburten sprengt,
für den gibt’s nicht mehr Weitersein."


[59] der Jüngere Bruder Sāriputtos, vgl. seine Verse in Thag 577 ff.


Ud.IV.10. SĀRIPUTTO

So hab ich's vernommen: Einstmals weilte der Erhabene in Sāvatthī im Kloster Anāthapindikos. Da hatte sich der ehrwürdige Sāriputto unweit des Erhabenen mit gekreuzten Beinen niedergesetzt, den Körper gerade aufgerichtet, bei sich den Frieden betrachtend. Der Erhabene sah den ehrwürdigen Sāriputto in der Nähe mit gekreuzten Beinen sitzen, den Körper gerade aufgerichtet, bei sich den Frieden betrachtend.

Aus diesem Anlaß tat der Erhabene aus seiner Schau folgenden Ausspruch:

"Beim friedvoll herzgestillten Mönch,
bei dem die Zufuhr [60] durchgetrennt,
ist der Geburten Lauf versiegt.
Von Māros [61] Banden ist er frei."


[60] netti: die "Leitung", durch die Weitersein durch die vier Arten der Nahrung ernährt wird (vgl. S 23,3: "bhava-netti" = Daseins-Ader): bei allen fünf Zusammenhäufungen Wille, Reiz, Befriedigung, Durst, immer wieder Herantreten, mit dem Gemüt Dabeibleiben und sich Niederlassen; vgl. auch S 12,15, besprochen in MExi S. 563 ff.

[61] Māro ist in Indien die Verkörperung des Unbeständigen, des Todes, des Leidigen, Bösen.


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