Samyutta Nikaya 29

Samyutta Nikaya

29. (8.) Nāga Saṃyutta - Von den Schlangen-Dämonen (Pali)

S.29.1. Grund-Text - 342. Suddhika Sutta
S.29.2. Vornehmer - 343. Panītatara Sutta
S.29.3.-6. Uposatha I-IV - 344.-347. Uposatha, Dutiya-,Tatiya-, Catuttha-, Sutta
S.29.7.-10. Man hat gehört... I-IV - 348.-351. Suta, Dutiya-, Tatiya-, Catuttha- Sutta
S.29.11.-50. Der Gabenspender - 352.-391. Andajadānūpakārasuttadasakam, Jalābujādidānūpakārasuttattimsakam

S.29.1. Grund-Text - 1. Suddhika Sutta

 

1. So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

 

2. Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr Mönche!" - "Ja, o Herr", antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

 

3. "Vier Entstehungsweisen gibt es, o Mönche, für die Schlangendämonen. Welche vier? Es gibt aus dem Ei geborene, aus dem Mutterschoß geborene, aus Feuchtigkeit geborene und geist-erzeugte Schlangendämonen. Dies, o Mönche, sind die vier Entstehungsweisen der Schlangendämonen."

 


S.29.2. Vornehmer - 2. Paṇītatara Sutta

 

1. So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

 

2. Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr Mönche!" - "Ja, o Herr", antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

 

3. "Wier Entstehungsweisen gibt es, o Mönche, für die Schlangendämonen. Welche vier? Es gibt aus dem Ei geborene, aus dem Mutterschoß geborene, aus Feuchtigkeit geborene und geist-erzeugte Schlangendämonen.

 

4. Da sind, ihr Mönche, die mutterschoß-geborenen, feuchtigkeits-geborenen und geist-erzeugten Schlangendämonen vornehmer als die ei-geborenen.

 

5. Da sind, ihr Mönche, die feuchtigkeits-geborenen und geist-erzeugten Schlangendärnonen vornehmer als die eigeborenen und mutterschoß-geborenen.

 

6. Da sind, ihr Mönche, die geist-erzeugten Schlangendamonen vornehmer als die ei-geborenen, die mutterschoß-geborenen und die feuchtigkeits-geborenen.

 

7. Dies, ihr Mönche, sind die vier Entstehungsarten der Schlangendämonen."

 


S.29.3.-6. Uposatha I-IV - 3-6. -Uposatha, Dutiya-, Tatiya-, Catuttha-, Sutta

 

1. So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster Anāthapindikas.

 

2. Da begab sich ein Mönch zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder.

 

3. Seitwärts sitzend sprach jener Mönch zum Erhabenen also: "Was ist da wohl die Ursache, o Herr, was ist der Grund, daß da einige ei-geborene, (Rede 4:) mutterschoß-geborene, (Rede 5:) feuchtigkeits-geborene, (Rede 6:) geist-erzeugte Schlangendämonen den Feiertag (uposatha) begehen und (später) ihres Körpers ledig werden (*f251)?"

 

4. "Da denken, o Mönch, einige ei-geborene ... Schlangendämonen so bei sich: 'Wir haben uns da früher in zweierlei Weise in Werken betätigt, in zweierlei Weise in Worten betätigt, in zweierlei Weise in Gedanken betätigt (*f252). Uns so betätigend sind wir nach dem Zerfall des Körpers, nach dem Tode, in der Gemeinschaft der ei-geborenen ... Schlangendämonen erschienen.

 

5. Wenn wir nun jetzt einen guten Wandel in Werken führen, einen guten Wandel in Worten, einen guten Wandel im Geiste, dann würden wir nach dem Zerfall des Körpers, nach dem Tode, auf guter Daseinsfährte, in himmlischer Welt erscheinen.

 

6. Wohlan, so lasset uns denn jetzt einen guten Wandel in Werken üben, guten Wandel in Worten, guten Wandel in Gedanken!'

 

7. Dies ist die Ursache, o Mönch, dies ist der Grund, daß da einige ei-geborene - mutterschoß-geborene - feuchtigkeits-geborene - geist-erzeugte Schlangendämonen den Feiertag (uposatha) begehen und (später) ihres Körpers ledig werden."

 

 


(*f251) ossattha-kāyā; lt. Subkomm. haben sie sich der Anhänglichkeit an den Körper entledigt.

(*f252) D.h.: manchmal in guter und manchmal in böser Weise.


S.29.7.-10. Man hat gehört... I-IV - 7-10. -Suta,  Dutiya-, Tatiya-, Catuttha-, Sutta

 

1. So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster Anāthapindikas.

 

2. Da begab sich ein Mönch zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder.

 

3. Seitwärts sitzend sprach jener Mönch zum Erhabenen also: "Was ist wohl die Ursache, o Herr, was ist der Grund, daß da einer nach dem Zerfall des Körpers, nach dem Tode, in der Gemeinschaft der ei-geborenen - mutterschoß-geborenen - feuchtigkeits-geborenen - geist-erzeugten Schlangendämonen erscheint?"

 

4. "Da betätigt sich einer, o Mönch, in Werken, Worten und Gedanken in zweierlei Weise. Der hat da nun gehört: 'Die ei-geborenen - mutterschoß-geborenen - feuchtigkeits-geborenen - geist-erzeugten Schlangendämonen besitzen langes Leben, Schönheit und sind reich an Glück.'

 

5. Dieser denkt dann: 'O daß ich doch nach dem Zerfall des Körpers, nach dem Tode, in der Gemeinschaft der eigeborenen ... Schlangendämonen erscheinen möchte!'

 

6. Der erscheint dann nach dem Zerfall des Körpers, nach dem Tode, in der Gemeinschaft der ei-geborenen ... Schlangendämonen.

 

7. Dies ist die Ursache, o Mönch, dies ist der Grund, daß da einer nach dem Zerfall des Körpers, nach dem Tode, in der Gemeinschaft der ei-geborenen - mutterschoß-geborenen - feuchtigkeits-geborenen - geist-erzeugten Schlangendämonen erscheint."

 


S.29.11.-50. Der Gabenspender - 11-20. Aṇḍajadānūpakārasuttadasaka, 21-50. Jalābujādidānūpakārasuttattiṃsaka

(Die zehn Arten der Gaben, verbunden mit den vier Entstehungsweisen der Schlangendämonen ergeben, einzeln gezählt, die vierzig Texte 11-50.)

 

1. So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster Anāthapindikas.

 

2. Da begab sich ein Mönch zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder.

 

3. Seitwärts sitzend sprach jener Mönch zum Erhabenen also: "Was ist die Ursache, o Herr, was ist der Grund, daß da einer nach dem Zerfall des Körpers, nach dem Tode, in der Gemeinschaft der ei-geborenen - mutterschoß-geborenen - feuchtigkeits-geborenen - geist-erzeugten Schlangendämonen erscheint?"

 

4. "Da betätigt sich einer, o Mönch, in Werken, Worten und Gedanken in zweierlei Weise. Der hat nun gehört: 'Die ei-geborenen ... Schlangendämonen besitzen langes Leben, Schönheit und sind reich an Glück.'

 

5. Dieser denkt dann: 'O daß ich doch nach dem Zerfall des Körpers, nach dem Tode, in der Gemeinschaft der ei-geborenen ... Schlangendämonen erscheinen möchte!'

 

6. Dieser gibt nun Speise, gibt Trank, gibt Kleidung, gibt Wagen, gibt Kränze, gibt Wohlgerüche, gibt Salben, gibt Ruhelager, gibt Behausung, gibt Beleuchtung. Nach dem Zerfall des Körpers, nach dem Tode, erscheint er dann in der Gemeinschaft der ei-geborenen... Schlangendämonen.

 

7. Dies ist die Ursache, o Mönch, dies ist der Grund, daß da einer nach dem Zerfall des Körpers, nach dem Tode, in der Gemeinschaft der ei-geborenen ... Schlangendämonen erscheint."

 


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