Samyutta Nikaya 42

Samyutta Nikaya

42. Gāmaṇi Saṃyutta (Pali)

42.1 Hitzkopf
42.2 Tālaputo
42.3 Der Hauptmann
42.4-5 Elefant und Roß
42.6 Westländer
42.7 Aufzeigen
42.8 Das Muschelhorn
42.9 Familien
42.10 Maniculam
42.11 Bhadra
42.12 Rāsiyo
42.13 Pātali

S.42.1 Hitzkopf - 1. Caṇḍa Sutta

 

Zu einer Zeit weilte der Erhabene in Sāvatthi im Siegerwalde, im Garten Anāthapindikos. Da nun begab sich Hitzkopf, ein Bürgervorsteher, zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich seitwärts nieder. Seitwärts sitzend, sprach Hitzkopf, der Bürgervorsteher, also zum Erhabenen:

 

Was ist wohl, o Herr, der Anlaß, was ist der Grund, daß einer Hitzkopf genannt wird, und was ist der Anlaß, was ist der Grund, daß einer Milder genannt wird?"

 

"Da ist, Bürgervorsteher, bei dem einen Reiz, Abwehr und Verblendung nicht überwunden. Und weil sie nicht überwunden sind, regen ihn die anderen auf. Weil ihn die anderen aufregen, wird seine Aufregung sichtbar. Deshalb wird er Hitzkopf genannt. Das ist, Bürgervorsteher, der Anlaß, das ist der Grund, daß einer Hitzkopf genannt wird.

 

Da ist hingegen, Bürgervorsteher, bei einem Reiz, Abwehr und Verblendung überwunden. Weil sie überwunden sind, regen ihn die anderen nicht auf. Weil die anderen ihn nicht aufregen, wird keine Aufregung sichtbar. Deshalb wird er Milder genannt. Das ist, Bürgervorsteher, der Anlaß, das ist der Grund, daß einer Milder genannt wird".

 

Nach diesen Worten sprach Hitzkopf, der Bürgervorsteher, also zum Erhabenen: "Vortrefflich, o Herr! Vortrefflich, o Herr. Gleichwie man, o Herr, Umgestürztes aufstellte oder Verdecktes enthüllte oder einem Verirrten den Weg wiese oder ein Licht in die Finsternis brächte: 'Wer Augen hat, wird die Dinge sehen', ebenso hat der Erhabene gar vielfach die Lehre aufgezeigt. Und so nehme ich denn, o Herr, beim Erhabenen Zuflucht, bei der Lehre und bei der Jüngerschaft. Als Anhänger möge mich der Erhabene betrachten, von heute an zeitlebens getreu".

 


S.42.2 Tālaputo - 2. Tālapuṭa Sutta

 

Zu einer Zeit weilte der Erhabene in Rājagaha im Bambusparke am Hügel der Eichhörnchen. Da nun begab sich Tālaputo, der Schauspieldirektor, zum Erhabenen, wechselte höflichen Gruß und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, sprach Tālaputo, der Schauspieldirektor, also zum Erhabenen:

 

"Gehört habe ich, o Herr, von den früheren Meistern und Altmeistern der Schauspielkunst, daß sie sagten: 'Der Schauspieler, der auf der Bühne oder bei einer Versammlung durch Verdrehung der Wahrheit die Leute zum Lachen bringt und sie erfreut, der gelangt bei Auflösung des Körpers, nach dem Tode zur Gemeinschaft der Lachenden Götter'. Was sagt der Erhabene dazu?"

 

"Laß es gut sein, Direktor, frage mich das nicht".

 

Doch ein zweites Mal stellte Tālaputo, der Schauspieldirektor, dem Erhabenen diese Frage und ein zweites Mal wies der Erhabene sie ab. Und ein drittes Mal stellte Tālaputo, der Schauspieldirektor, diese Frage. Da antwortete ihm der Erhabene:

 

"Hab ich dir nicht ausdrücklich gesagt: 'Laß es gut sein, Direktor, frage mich das nicht?' Doch ich will es dir erklären: Wenn ein Schauspieler auf der Bühne oder bei einer Versammlung den Wesen, die schon bisher nicht frei von Reiz, Abwehr und Verblendung waren, mit Banden von Reiz, Abwehr und Verblendung gebunden, Dinge mit Reiz, Abwehr und Verblendung vorführt, dann werden sie immer noch mehr zu Reiz, Abwehr und Verblendung geführt. Selber berauscht und leichtsinnig, macht er andere berauscht und leichtsinnig: So gelangt er bei der Auflösung des Leibes, nach dem Tode, in die Gelächter Hölle. Hat aber einer die Ansicht: 'Der Schauspieler, der auf der Bühne oder in einer Versammlung durch Verdrehung der Wahrheit die Leute zum Lachen bringt und sie erfreut, der gelangt bei der Auflösung des Leibes nach dem Tode zur Gemeinschaft der Lachenden Götter', dann ist das seine falsche Ansicht. Mit falscher Ansicht aber, Direktor, stehen ihm zwei Fährten bevor, sag ich: Hölle oder Tierreich".

 

Auf diese Worte weinte Tālaputo, der Schauspieldirektor, laut und brach in Tränen aus.

 

"Hab ich dir nicht ausdrücklich gesagt: 'Laß es gut sein, Direktor, frage mich das nicht'?".

 

"Nicht weine ich, o Herr, weil der Erhabene so zu mir sprach, sondern weil ich von den früheren Meistern und Altmeistern der Schauspielkunst so lange betrogen, getäuscht und verführt worden bin: 'Der Schauspieler, der auf der Bühne oder in einer Versammlung durch Verdrehung der Wahrheit die Leute zum Lachen bringt und sie erfreut, der gelangt bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode zur Gemeinschaft der Lachenden Götter'.

 

Vortrefflich, o Herr! Vortrefflich, o Herr. Gleichwie man, o Herr, Umgestürztes aufstellte oder Verdecktes enthüllte oder einem Verirrten den Weg wiese oder ein Licht in die Finsternis brachte. 'Wer Augen hat, wird die Dinge sehen', ebenso hat der Erhabene gar vielfach die Lehre aufgezeigt. So nehme ich denn, o Herr, beim Erhabenen Zuflucht, bei der Lehre und bei der Jüngerschaft der Mönche. Möchte mir der Erhabene Aufnahme gewähren, die Ordensweihe erteilen".

 

Aufgenommen wurde Tālaputo, der Schauspieldirektor, vom Erhabenen, erhielt die Ordensweihe. Nicht lange aber verweilte der Ehrwürdige Tālaputo einsam, abgesondert, unermüdlich, selbstentschlossen. Auch einer der Heiligen war er geworden.

 


S.42.3-5 Der Hauptmann - 3-5. Yodhājīva, Hatthāroha, Assāroha Sutta

 

Da begab sich ein Hauptmann zum Erhabenen und sprach:

 

"Gehört habe ich, o Herr, von den früheren Meistern und Altmeistern der Soldaten, daß sie sagten: 'Wer da als Soldat in die Schlacht zieht und mutig kämpft, und er wird erschlagen, hingestreckt, der gelangt bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode zur Gemeinschaft der Siegreichen Götter empor'. Was sagt nun der Erhabene dazu?"

 

"Laß es gut sein, Hauptmann, frage mich das nicht".

 

Doch ein zweites Mal stellte der Hauptmann dem Erhabenen die Frage, und ein zweites Mal wies der Erhabene sie ab. Und ein drittes Mal stellte er die Frage. Da antwortete ihm der Erhabene:

 

"Hab' ich dir nicht ausdrücklich gesagt: 'Laß es gut sein, Hauptmann, frage mich das nicht?' Doch ich will es dir erklären: Wer da als Soldat in die Schlacht zieht und mutig kämpft, dessen Herz ist schon vorher niedrig, auf schlechter Fährte, schlecht gerichtet: 'Diese Wesen sollen geschlagen werden, umgebracht werden, zerstört und vertilgt werden, sie dürfen nicht mehr da sein'. Während er so mutig kämpft, wird er erschlagen, hingestreckt, und bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode wird er der Siegreichen Hölle, wie sie genannt wird, anheimfallen. Wenn er aber etwa die Ansicht hat: 'Wer da als Soldat in die Schlacht zieht und mutig kämpft, und er wird erschlagen, hingestreckt, der gelangt bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode zur Gemeinschaft der Siegreichen Götter empor', so ist das seine falsche Ansicht. Mit falscher Ansicht aber, Hauptmann, stehen ihm zwei Fährten bevor, sag ich: Hölle oder Tierreich".

 

Auf diese Worte weinte der Hauptmann laut und brach in Tränen aus.

 

"Hab ich dir nicht ausdrücklich gesagt: 'Laß es gut sein, Hauptmann, frage mich das nicht ? "'

 

"Nicht weine ich, o Herr, weil der Erhabene so zu mir sprach, sondern weil ich von den früheren Meistern und Altmeistern der Soldaten so lange betragen, getäuscht und verführt worden bin: 'Wer da als Soldat in die Schlacht zieht und mutig kämpft, und er wird erschlagen, hingestreckt, der gelangt bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode zur Gemeinschaft der Siegreichen Götter empor'.

 

Vortrefflich, o Herr!, Vortrefflich, o Herr. Gleichwie man, o Herr, Umgestürztes aufstellte oder Verdecktes enthüllte oder einem Verirrten den Weg wiese oder ein Licht in die Finsternis brächte: 'Wer Augen hat, wird die Dinge sehen', ebenso hat der Erhabene gar vielfach die Lehre gezeigt. Und so nehme ich denn Zuflucht beim Erhabenen, bei der Lehre und bei der Jüngerschaft. Als Anhänger möge mich der Erhabene betrachten, von heute an zeitlebens getreu".

 


S.42.4-5 Elefant und Roß - 4-5. Hatthāroha, Assāroha Sutta

(Identisch mit 3, nur statt Hauptmann Elephantenlenker oder Rosselenker als Soldaten.)


S.42.6 Westländer - 6. Asibandhakaputta Sutta

 

Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Nālanda im Mangohaine am Saume der Stadt Pāvā. Da nun begab sich der Sohn des Asibandhako, ein Vorsteher, zum Erhabenen, wechselte höflichen Gruß und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, sprach er also zum Erhabenen:

 

"Die westländischen Brahmanen, o Herr, Wassertopfträger, Kränzeträger, Wassertauchende, Feueranbeter, lassen einen Toten, einen Gestorbenen noch draußen bringen, rufen ihn an und schicken ihn in den Himmel hinauf. Kann aber der Erhabene, der Heilige, Vollkommen Erwachte bewirken, daß die ganze Welt bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode auf gute Fährte, in himmlische Welt gelangt?"

 

"Ich will dir, Vorsteher, darüber eine Gegenfrage stellen. Wenn du willst, magst du darauf antworten. Was meinst du, Vorsteher: Da brächte ein Mann Lebendiges um, nähme Nichtgegebenes, beginge Ausschweifung, würde lügen, hintertragen, schelten und schwatzen, wäre habsüchtig, böswillig und hätte falsche Ansichten - diesen würde nun eine große Menschenversammlung anbeten, preisen, ehrfürchtig grüßend umwandeln und sagen: 'Möge doch dieser Mann bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode auf gute Fährte, in himmlische Welt gelangen'. Was meinst du, Vorsteher, würde da dieser Mann, weil eine große Menschenmenge ihn anbetet, preist und ehrfürchtig grüßend umwandelt, bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode auf gute Fährte, in himmlische Welt gelangen?"

"Gewiß nicht, o Herr".

 

"Gleichwie etwa, Vorsteher, wenn da ein Mann einen Felsbrocken in einen tiefen See würfe, und eine große Menschenversammlung würde anbetend, preisend, ehrfürchtig grüßend umwandelnd also sprechen: 'Komm herauf, lieber Felsbrocken, tauche auf, lieber Felsbrocken, schwimme ans Ufer, lieber Felsbrocken'. Was meinst du, Vorsteher, würde dieser Felsbrocken deswegen heraufkommen, auftauchen und ans Ufer schwimmen?"

"Gewiß nicht, o Herr".

 

"Ebenso nun auch, Vorsteher, wenn da ein Mann Lebendiges umbringt, Nichtgegebenes nimmt, ausschweift, lügt, hintertrügt, schilt, schwatzt, habsüchtig und boshaft ist, falsche Ansichten hat, und eine große Menschenversammlung würde ihn anbeten, preisen, ehrfürchtig grüßend umwandeln, und sagen: 'Möchte doch dieser Mann bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode auf gute Fährte gelangen, in himmlische Welt', so würde doch dieser Mann bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode auf schlechte Fährte gelangen, auf den Abweg, in die Hölle.

 

Was meinst du, Vorsteher, da läge es einem Manne fern, Lebendiges umzubringen, Nichtgegebenes zu nehmen, auszuschweifen, zu lügen, zu hintertragen, zu schelten, zu schwatzen, habsüchtig und boshaft zu sein, und er hätte rechte Anschauung, diesen würde nun eine große Menschenversammlung anbeten, preisen und ehrfürchtig grüßend umwandeln, sagend: 'Möchte doch dieser Mann bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode auf schlechte Fährte gelangen, auf den Abweg, in die Hölle'.

 

Was meinst du, Vorsteher, würde dieser Mann deswegen bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode auf schlechte Fährte gelangen, auf den Abweg, in die Hölle?"

"Gewiß nicht, o Herr".

 

"Gleichwie, Vorsteher, wenn da ein Mann einen Krug mit Butter oder einen Krug mit Öl in einen tiefen See versenkte, dann würde dieser zerbrechen, und was daran aus Sand oder Tonerde war, das bleibt unten; was aber daran geschmalzene Butter oder Öl war, das steigt aufwärts. Da würde nun eine große Menschenversammlung anbetend, preisend, ehrfürchtig grüßend, umwandelnd also sprechen: 'Sinke, liebes Butteröl, sinke nieder, liebes Butteröl, gehe nach unten, liebes Butteröl'. Was meinst du Vorsteher, würde dieses Butteröl deswegen sinken, niedersinken, nach unten gehen?"

"Gewiß nicht, o Herr".

 

"Ebenso, Vorsteher, liegt es einem Mann fern, Lebendiges umzubringen, Nichtgegebenes zu nehmen, auszuschweifen, zu lügen, zu hintertragen, zu schelten, zu schwatzen, habsüchtig und boshaft zu sein, und er hätte rechte Anschauung. Diesen würde nun eine große Menschenversammlung anbeten, preisen, ehrfürchtig grüßend umwandeln, sagend: 'Möchte doch dieser Mann bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode auf schlechte Fährte gelangen, auf den Abweg, in die Hölle'. Dieser Mann aber gelangt bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode auf gute Fährte, in himmlische Welt".

 

Auf diese Worte sprach der Sohn des Asibandhako, der Vorsteher, also zum Erhabenen:

 

"Vortrefflich, o Herr, vortrefflich, o Herr. Als Anhänger möge mich der Erhabene betrachten, von heute an zeitlebens getreu".

 


S.42.7 Aufzeigen - 7. Khettūpama Sutta

 

Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Nalānda im Mangohain am Saume der Stadt Pāvā. Da nun begab sich der Sohn Asibandhakos, der Vorsteher, dorthin, wo der Erhabene weilte, wechselte höflichen Gruß mit ihm und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, sprach er zum Erhabenen: "Verweilt wohl o Herr, der Erhabene wohlwollend zu allen lebenden Wesen?"

 

"Gewiß, Vorsteher, verweilt der Vollendete wohlwollend zu allen lebenden Wesen".

"Aber der Erhabene zeigt, o Herr, einigen die Lehre eindringlich, aber anderen zeigt er sie nicht so eindringlich".

 

"Ich will dir darüber, Vorsteher, eine Gegenfrage stellen. Wenn du willst, magst du darauf antworten. Was meinst du, Vorsteher: Da hat ein Hausvater, ein Pflüger, drei Felder: ein Feld ist das beste, ein Feld ist mittelmäßig, ein Feld ist dürftig, karstig, salzig und hat schlechte Erde. Was meinst du, Vorsteher: Wenn dieser Hausvater, der Pflüger, aussäen will, auf welches Feld würde er zuerst säen, auf das beste, das mittelmäßige oder das dürftige, karstige, salzige mit der schlechten Erde?"

 

"Wenn, o Herr, dieser Hausvater, der Pflüger, säen will, dann würde er zuerst das beste Feld bestellen. Nachdem er dort gesät hat, würde er das mittelmäßige Feld bestellen. Nachdem er dort gesät hat, würde er vielleicht auch das dürftige, karstige, salzige Feld mit schlechter Erde bestellen. Und warum? Es könnte immerhin Viehfutter werden" .

 

"Gleichwie hier das beste Feld, so sind meine Mönche und Nonnen. Diesen zeige ich die Lehre, die am Anfang begütigt, in der Mitte begütigt, am Ende begütigt, lege sinn- und wortgetreu den vollkommen geläuterten, vollkommen geklärten Brahma-Wandel dar. Und warum? Diese verweilen, Vorsteher, mit mir als Eiland, als Schutz, als Geborgenheit, als Zuflucht.

 

Gleichwie das mittlere Feld, Vorsteher, sind meine Anhänger und Anhängerinnen. Auch denen lege ich die Lehre dar, die am Anfang begütigt, in der Mitte begütigt, am Ende begütigt, lege sinn- und wortgetreu den vollkommen geläuterten, vollkommen geklärten Brahma-Wandel dar. Und warum? Diese verweilen, Vorsteher, mit mir als Eiland, als Schutz, als Geborgenheit, als Zuflucht.

 

Gleichwie das dürftige, karstige, salzige Feld mit schlechter Erde sind meine andersfährtigen Asketen, Brahmanen und Pilger. Auch denen zeige ich die Lehre, die am Anfang begütigt, in der Mitte begütigt, am Ende begütigt, lege sinn- und wortgetreu den vollkommen geläuterten, vollkommen geklärten Brahma-Wandel dar. Und warum? Selbst wenn sie nur einen Satz verstehen, so würde ihnen das lange zum Heile und Wohle gereichen.

 

Gleichwie, Vorsteher, wenn da ein Mann drei Wassertöpfe hätte: Ein Wassertopf hat keine Sprünge, hält dicht, leckt nicht; ein Wassertopf hat keine Sprünge, aber hält nicht dicht und leckt; und ein Wassertopf hat Sprünge, hält nicht dicht und leckt. Was meinst du, Vorsteher, wenn ein Mann Wasser holen wollte, in welchem Wassertopf würde er es holen, im ersten, im zweiten, im dritten?"

 

"Der Mann, der Wasser holen wollte, würde es zuerst in dem Wassertopf holen, der keine Sprünge hat, dicht hält und nicht leckt. Nachdem er so Wasser geholt hat, würde er es in dem Wassertopf holen, der keine Sprünge hat, aber undicht ist und leckt. Nachdem er so Wasser geholt hat, würde er vielleicht auch in dem Wassertopf Wasser holen, der Sprünge hat, undicht ist und leckt. Und warum? Das mag immerhin reichen, um den Topf selber zu waschen.

 

Gleichwie, Vorsteher", wie dieser Wassertopf ohne Sprünge, der dicht hält und nicht leckt, so sind meine Mönche und Nonnen. Denen zeige ich die Lehre, die am Anfang begütigt, die in der Mitte begütigt, die am Ende begütigt, lege den vollkommen geläuterten, vollkommen geklärten Brahma-Wandel dar. Und warum? Diese verweilen, Vorsteher, mit mir als Eiland, als Schutz, als Geborgenheit, als Zuflucht.

 

Gleichwie, Vorsteher, wie dieser Wassertopf ohne Sprünge, der aber nicht dicht hält und leckt, so sind meine Anhänger und Anhängerinnen. Auch denen zeige ich die Lehre, die am Anfang begütigt, in der Mitte begütigt, am Ende begütigt, lege sinn- und wortgetreu den vollkommen geläuterten, vollkommen geklärten Brahma-Wandel dar. Und warum? Diese verweilen mit mir als Eiland, als Schutz, als Geborgenheit, als Zuflucht.

 

Gleichwie, Vorsteher, wie der Wassertopf mit Sprüngen, der nicht hält und leckt, sind meine andersfährigen Asketen, Brahmanen und Pilger. Auch denen zeig' ich die Lehre, die am Anfang begütigt, in der Mitte begütigt, am Ende begütigt, lege sinn- und wortgetreu den vollkommen geläuterten, vollkommen geklärten Brahma-Wandel dar. Und warum? Selbst wenn sie nur einen Satz verstehen, so würde ihnen das lange zum Heile und Wohle gereichen".

 

Auf diese Worte sprach der Sohn Asibandhakos, der Vorsteher, also zum Erhabenen:

 

"Vortrefflich, o Herr! Vortrefflich, o Herr, als Anhänger möge mich der Erhabene betrachten, von heute an zeitlebens getreu".

 


S.42.8 Das Muschelhorn - 8. Saṅkhadhama Sutta

 

Zu einer Zeit weilte der Erhabene in Nālanda, im Mangohaine am Saume der Stadt Pāvā. Da nun begab sich der Sohn des Asibandhako, der Vorsteher, der ein Anhänger der Freien Brüder war, zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, wandte sich der Erhabene an den Sohn des Asibandhako, den Vorsteher: "Wie legt denn, Vorsteher, der Freie Bruder Nātaputto seinen Jüngern die Lehre dar?"

 

"So legt, o Herr, der Freie Bruder Nātaputto seinen Jüngern die Lehre dar: 'Wer auch immer Lebendiges umbringt, ein jeder solcher sinkt abwärts in die Hölle.

 

Wer auch immer Nichtgegebenes nimmt, ein jeder solcher sinkt abwärts in die Hölle. Wer auch immer ausschweift, ein jeder solcher sinkt abwärts in die Hölle. Wer auch immer lügt, ein jeder solcher sinkt abwärts in die Hölle.

 

Wie man meistens verweilt, dahin gelangt man'.

 

So legt der Freie Bruder Nātaputto seinen Jüngern die Lehre dar".

 

"'Wie man meistens verweilt, dahin gelangt man', Vorsteher, wenn es so wäre, dann würde niemand abwärts sinken in die Hölle, wie es der Freie Bruder Nātaputto sagt.

 

Was meinst du, Vorsteher, wenn da ein Mann Lebendiges umbringt - bei Tag oder bei Nacht oder nur von Zeit zu Zeit - welche Zeit ist länger: Die, während der er Lebendiges umbringt, oder die, in der er Nicht-Lebendiges umbringt?"

 

"Wenn, o Herr, ein Mann Lebendiges umbringt - bei Tag oder bei Nacht oder nur von Zeit zu Zeit - dann ist die Zeit, in der er Lebendiges umbringt, geringer, und länger ist die Zeit, in der er nicht Lebendiges umbringt".

 

"Wenn es aber so wäre, Vorsteher, 'Wie man meistens verweilt, dahin gelangt man', dann würde niemand abwärts sinken in die Hölle, wie es der Freie Bruder Nātaputto sagt.

 

Was meinst du, Vorsteher, wenn da ein Mann Nichtgegebenes nimmt, ausschweift, lügt - bei Tag oder bei Nacht oder nur von Zeit zu Zeit - welche Zeit ist länger: Die, während er Nichtgegebenes nimmt, ausschweift, lügt, oder die, in der er dies nicht tut?"

 

"Wenn da, o Herr, ein Mann Nichtgegebenes nimmt, ausschweift, lügt - bei Tag oder bei Nacht oder nur von Zeit zu Zeit - dann ist die Zeit, in der er dies tut, geringer, und länger ist die Zeit, in der er es nicht tut".

 

"Wenn es aber so wäre, Vorsteher, 'Wie man meistens verweilt, dahin gelangt man', dann würde niemand abwärts sinken in die Hölle, wie es der Freie Bruder Nātaputto sagt. Da, Vorsteher, spricht ein Meister also, hat solche Lehre: 'Wer auch immer Lebendiges umbringt, Nichtgegebenes nimmt, ausschweift, lügt, ein jeder solcher sinkt abwärts in die Hölle'. Auf einen solchen Meister, Vorsteher, verläßt sich ein Jünger und er denkt also: Mein Meister spricht also, hat solche Lehre. Ich aber habe Lebendiges umgebracht, Nichtgegebenes genommen, ausgeschweift, gelogen - also sinke auch ich abwärts in die Hölle: solche Ansicht gewinnt er. Wenn er, Vorsteher, diese Lehre nicht überwindet, diese Herzensverfassung nicht überwindet, diese Ansicht nicht losläßt, dann wird er, wie er es sich bereitet hat, abwärts in die Hölle sinken.

 

Da aber, Vorsteher, erscheint der Vollendete in der Welt, der Heilige, Vollkommen Erwachte, der Wissens- und Wandelsbewährte, der Willkommene, der Welt Kenner, der unübertreffliche Leiter der Menschenherde, der Meister der Götter und Menschen, der Erwachte, der Erhabene. In mancherlei Weise tadelt er, Lebendiges umzubringen, Nichtgegebenes zu nehmen, auszuschweifen, zu lügen, verurteilt es und spricht: 'Steht ab davon'. Auf einen solchen Meister, Vorsteher, verläßt sich ein Jünger und führt sich vor Augen: Lebendiges umzubringen, Nichtgegebenes zu nehmen, auszuschweifen, zu lügen, hat der Erhabene auf mancherlei Weise getadelt, verurteilt es und spricht: 'Steht ab davon'. Aber ich habe doch Lebendiges umgebracht, Nichtgegebenes genommen, ausgeschweift, gelogen, insofern oder insofern. Das war nicht recht, das war nicht gut. Wenn ich nun auch darüber mir Vorwürfe machte, ich könnte diese schlechte Tat nicht ungeschehen machen. Indem er sich dies vor Augen führt, verwirft er eben, Lebendiges umzubringen, Nichtgegebenes zu nehmen, auszuschweifen, zu lügen und steht künftighin davon ab. Also kann man über diese schlechte Tat hinwegkommen.

 

Nachdem er Lebendiges umzubringen verworfen hat, liegt es ihm fern.

Nachdem er Nichtgegebenes zu nehmen verworfen hat, liegt es ihm fern.

Nachdem er Ausschweifung verworfen hat, liegt sie ihm fern.

Nachdem er Lügen verworfen hat, liegt es ihm fern.

Nachdem er Hintertragen verworfen hat, liegt es ihm fern.

Nachdem er Schelten verworfen hat, liegt es ihm fern.

Nachdem er Plappern verworfen hat, liegt es ihm fern.

Nachdem er Habsucht verworfen hat, ist er nicht mehr habsüchtig.

Nachdem er Übelwollen verworfen hat, ist er im Herzen nicht mehr übelwollend.

Nachdem er falsche Ansicht verworfen hat, hat er rechte Ansicht.

 

Wenn nun, Vorsteher, dieser edle Jünger Habsucht überstanden hat, Übelwollen überstanden hat, unverblendet, klar bewußt, gesammelt ist, dann strahlt er liebevollen, erbarmenden, mitfreudigen, gleichmütigen Gemütes nach einer Richtung, dann nach der zweiten, dann nach der dritten, dann nach der vierten, ebenso nach oben und nach unten: überall in allem sich wiedererkennend, durchstrahlt er die ganze Welt mit liebevollem, erbarmendem, mitfreudigem, gleichmütigem Gemüte, mit weitem, tiefem, unbeschränktem, von Grimm und Groll geklärtem.

 

Gleichwie, Vorsteher, etwa ein kräft'ger Trompeter gar mühelos nach allen vier Seiten posaunen könnte, ebenso nun auch, Vorsteher, kann in also entfalteter und also häufig geübter liebreicher, erbarmender, mitfreudiger, gleichmütiger Gemüterlösung, beschränkt gewirktes Wirken nicht übrig bleiben, nicht bestehen".

 

Auf diese Worte wandte sich der Sohn Asibandhakos, der Vorsteher, also an den Erhabenen: "Vortrefflich, o Herr! Vortrefflich, o Herr, als Anhänger möge mich der Erhabene betrachten, von heute an zeitlebens getreu".

 


S.42.9 Familien - 9. Kula Sutta

 

Zu einer Zeit wanderte der Erhabene mit einer großen Schar Mönche im Lande Kosalo umher und kam dabei nach Nālanda. Dort weilte der Erhabene in Nālandā im Mangohain am Saume der Stadt Pāvā. Zu jener Zeit nun gab es in Nālandā schwer etwas zu essen, schwer waren Almosen zu erlangen. Bleichende Knochen lagen herum, die Saaten waren verkümmert. Zu jener Zeit weilte der Freie Bruder Nātaputto in Nālandā zusammen mit einer großen Schar von Freien Brüdern. Da nun begab sich der Sohn Asibandhakas, der Vorsteher, ein Jünger der Freien Brüder, dorthin, wo der Freie Bruder Nātaputto weilte, wechselte höflichen Gruß und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, sprach nun der Freie Bruder Nātaputta zum Sohn Asibandhakos, dem Vorsteher, also:

 

"Gehe du, Vorsteher, und widerlege die Rede des Asketen Gotamo; dann wird sich folgender Ruhmesruf über dich erheben: 'Der Sohn Asibandhakos, der Vorsteher, hat die Rede des Asketen Gotamo, des so magiemächtigen, so gewaltigen, widerlegt".

 

"Wie aber, o Herr, soll ich die Rede des Asketen Gotamo, des so magiemächtigen, so gewaltigen, widerlegen?"

"Gehe, Vorsteher, begib dich zum Asketen Gotamo und sprich also zu ihm: 'Hat nicht der Vollendete auf mancherlei Weise die Anteilnahme hinsichtlich der Familien gepriesen, die Bewahrung gepriesen, das Wohlwollen gepriesen?' Antwortet nun der Asket Gotamo auf diese Frage: 'So ist es, Vorsteher, ich habe in mancherlei Weise die Anteilnahme hinsichtlich der Familien gepriesen, die Bewahrung gepriesen, das Wohlwollen gepriesen', dann frage ihn folgendes: 'Was wandert dann, o Herr, der Erhabene mit einer großen Schar Mönche umher, wo es schwer etwas zu essen gibt, wo schwer Almosen zu erlangen sind, wo bleichende Knochen herumliegen, wo die Saaten verkümmert sind? Zur Vernichtung der Familien geht der Erhabene vor, zum Unglück der Familien geht der Erhabene vor, zum Schaden der Familien geht der Erhabene vor'. Der Asket Gotamo, Vorsteher, wird nun weder imstande sein, deine zweischneidige Frage auszuspucken noch zu schlucken".

 

"Gut, o Herr", stimmte der Sohn Asibandhakos, der Vorsteher, dem Freien Bruder Nātaputto zu, erhob sich von seinem Sitz, grüßte ihn ehrfurchtsvoll, ging rechts herum fort, begab sich zum Erhabenen und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, sprach der Sohn Asibandhakos der Vorsteher, also zum Erhabenen:

 

"Hat nicht, o Herr, der Erhabene auf mancherlei Weise hinsichtlich der Familien die Anteilnahme gepriesen, die Bewahrung gepriesen, das Wohlwollen gepriesen?"

 

"So ist es, Vorsteher, der Vollendete hat in mancherlei Weise hinsichtlich der Familien die Anteilnahme gepriesen, die Bewahrung gepriesen, das Wohlwollen gepriesen".

 

"Was wandert dann, o Herr, der Erhabene mit einer großen Schar Mönche umher, wo es schwer etwas zu essen gibt, wo schwer Almosen zu erlangen sind, wo bleichende Knochen herumliegen, wo die Saaten verkümmert sind? Zur Vernichtung der Familien geht der Erhabene vor, zum Unglück der Familien geht der Erhabene vor, zum Schaden der Familien geht der Erhabene vor".

 

"In 91 Weltzeitaltern, Vorsteher, die ich erinnere, weiß ich nicht, daß da irgendeine Familie einstmals durch Almosengeben auch nur im geringsten geschädigt wurde. Alle Familien, die reich, steinreich, die große Besitztümer, viel Gold und Silber, viele Schätze, viel Getreide hatten - alle diese sind es geworden durch Geben, durch Wahrhaftigkeit und durch Zügelung.

 

Acht Anlässe, Vorsteher, acht Gründe gibt es für die Schädigung der Familien:

 

  1. Durch Könige werden die Familien geschädigt,
  2. durch Räuber werden die Familien geschädigt,
  3. durch Feuer werden die Familien geschädigt,
  4. durch Wasser werden die Familien geschädigt,
  5. sie machen Fehlspekulationen,
  6. Schlechtem ergeben, lassen sie die Arbeit im Stich,
  7. in der Familie erscheint ein Verschwender, der die Besitztümer mißbraucht, verkommen und verderben läßt,
  8. und Unbeständigkeit ist das achte.

 

Das sind, Vorsteher, die acht Anlässe, die acht Gründe für die Schädigung der Familien. Da es nur diese 8 Anlässe und Gründe für die Schädigung der Familien gibt, wie kann man da von mir sagen: 'Zur Vernichtung der Familien geht der Erhabene vor, zum Unglück der Familien geht der Erhabene vor, zum Schaden der Familien geht der Erhabene vor'. Wer da, Vorsteher, diese Rede nicht aufgibt, diese Herzensverfassung nicht aufgibt, diese Ansicht nicht losläßt, der wird, wie er's sich bereitet hat, zur Hölle gelangen".

 

Auf diese Worte wandte sich der Sohn Asibandhakos, der Vorsteher, also an den Erhabenen: "Vortrefflich, o Herr! Vortrefflich, o Herr, als Anhänger möge mich der Erhabene betrachten von heute an zeitlebens getreu".

 


S.42.10 Maniculam - 10. Maṇicūḷaka Sutta

 

Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Rājagaham im Bambuspark am Hügel der Eichhörnchen. Zu jener Zeit aber saß im Königspalast das königliche Gefolge zusammen. Als sie dort versammelt waren, kam unter ihnen folgendes Gespräch auf:

"Den Asketen der Sakyersöhne ist Geld erlaubt; die Asketen der Sakyersöhne nehmen Geld an; die Asketen der Sakyersöhne erhalten Geld".

Zu jener Zeit aber saß Manicūlako, der Vorsteher, in jener Versammlung und sprach:

 

"Sprecht nicht also, ihr Lieben! Nicht ist den Asketen der Sakyersöhne Geld erlaubt. Nicht nehmen die Asketen der Sakyersöhne Geld an. Nicht erhalten die Asketen der Sakyersöhne Geld. Die Asketen der Sakyersöhne haben Juwelen und Gold abgelegt. Sie haben mit Geld nichts zu tun".

 

Aber nicht vermochte Manicūlako, der Vorsteher, jene Gesellschaft zu überzeugen. So begab er sich denn zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrfurchtsvoll und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, berichtete er dem Erhabenen das ganze Gespräch und schloß mit den Worten:

 

"Nicht vermochte ich, o Herr, jene Gesellschaft zu überzeugen. Der ich so geantwortet habe, o Herr, habe ich des Erhabenen Worte gebraucht, den Erhabenen nicht zu Unrecht angeführt und der Lehre gemäß gesprochen, so daß sich kein entsprechender Folgesatz als falsch erweisen kann?"

 

"Wahrlich hast du, Vorsteher, meine Worte gebraucht, mich nicht zu Unrecht angeführt und der Lehre gemäß gesprochen, so daß sich kein entsprechender Folgesatz als falsch erweisen kann: 'Nicht ist den Asketen der Sakyersöhne Geld erlaubt; nicht nehmen die Asketen der Sakyersöhne Geld an; nicht erhalten die Asketen der Sakyersöhne Geld. Die Asketen der Sakyersöhne haben Juwelen und Gold abgelegt. Sie haben mit Geld nichts zu tun'. Wer sich Geld erlaubt, Vorsteher, der erlaubt sich auch die fünf Begehrungen. Wer sich die fünf Begehrungen erlaubt, hat nicht die Eigenschaft eines Asketen, hat nicht die Eigenschaft eines Asketen der Sakyersöhne: das magst du, Vorsteher, unverrückbar behalten. Ich aber sage, Vorsteher:

 

Wer Gras benötigt, mag sich Gras suchen,
wer Holz benötigt, mag sich Holz suchen,
wer einen Wagen braucht, mag sich einen Wagen suchen,
wer einen Menschen braucht, mag sich einen Menschen suchen.

 

Aber nicht sage ich, Vorsteher, daß man sich in irgendeiner Weise Geld genehmigen oder es suchen soll".

 


S.42.11 Bhadra - 11. Bhadraka Sutta

 

Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei den Mallern in Uruvelakappa, wie eine Stadt der Maller heißt. Da nun begab sich Bhadragako, der Vorsteher, dorthin, wo der Erhabene weilte, begrüßte ihn ehrfurchtsvoll und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, sprach nun Bhadragako, der Vorsteher, also zum Erhabenen:

 

"Gut wäre es, o Herr, wenn mir der Erhabene Aufgang und Untergang des Leidens zeigen würde".

 

"Würde ich dir, Vorsteher, im Hinblick auf vergangene Zeiten Aufgang und Untergang des Leidens darlegen: 'So war es in vergangenen Zeiten', dann würdest du in Bedenken und Schwanken geraten. Würde ich dir, Vorsteher, im Hinblick auf künftige Zeiten Aufgang und Untergang des Leidens darlegen: 'So wird es in künftigen Zeiten sein', dann würdest du in Bedenken und Schwanken geraten. Aber, so wie ich, Vorsteher, hier sitze und du da sitzt, will ich dir Aufgang und Untergang des Leidens darlegen. Das höre und achte wohl auf meine Rede".

 

"Gewiß, o Herr", stimmte da Bhadragako, der Vorsteher, dem Erhabenen zu. Der Erhabene sprach also:

 

"Was meinst du, Vorsteher, gibt es in Uruvelakappa Menschen, deren Tod oder Gefangennahme, Schaden oder Schande dir Kummer, Jammer, Schmerz, Gram und Verzweiflung bereiten würde?"

 

"Es gibt, o Herr, in Uruvelakappa Menschen, deren Tod oder Gefangennahme, Schaden oder Schande mir Kummer, Jammer, Schmerz, Gram und Verzweiflung bereiten würde".

 

"Gibt es aber, Vorsteher, in Uruvelakappa Menschen, deren Tod oder Gefangennahme, Schaden oder Schande dir nicht Kummer, Jammer, Schmerz, Gram und Verzweiflung bereiten würde?"

 

"Es gibt, o Herr, in Uruvelakappa Menschen, deren Tod oder Gefangennahme, Schaden oder Schande mir nicht Kummer, Jammer, Schmerz, Gram und Verzweiflung bereiten würde".

 

"Was ist nun, Vorsteher, der Anlaß, was ist der Grund, daß Tod oder Gefangennahme, Schaden oder Schande einiger Menschen dir Kummer, Jammer, Schmerz, Gram und Verzweiflung bereiten würde, und was ist der Anlaß, was ist der Grund, daß Tod oder Gefangennahme, Schaden oder Schande anderer Menschen dir nicht Kummer, Jammer, Schmerz, Gram oder Verzweiflung bereiten würde?"

 

"Zu den Menschen, o Herr, deren Tod oder Gefangennahme, Schaden oder Schande mir Kummer, Jammer, Schmerz, Gram und Verzweiflung bereiten würde, habe ich Willensreiz. Zu den Menschen, o Herr, deren Tod oder Gefangennahme, Schaden oder Schande mir nicht Kummer, Jammer, Schmerz, Gram oder Verzweiflung bereiten würde, habe ich keinen Willensreiz".

 

"Du sagst, 'Zu diesen habe ich keinen Willensreiz'. Dann ziehe von diesen gesehenen und gemerkten, zeitlos eingesehenen und erfaßten Dingen den Schluß auf Vergangenheit und Zukunft: Was auch in vergangenen Zeiten an Leiden sich entwickelt hat, alles das wurzelte im Willen, entstammte dem Willen. Und was auch in künftigen Zeiten an Leiden sich entwickeln wird, alles das wurzelt im Willen, entstammt dem Willen. Denn der Wille ist die Wurzel des Leidens".

 

"Erstaunlich, o Herr, außerordentlich, o Herr, wie trefflich hat der Erhabene gesagt: 'Was auch an Leiden sich entwickelt, alles das wurzelt im Willen, entstammt aus dem Willen, denn der Wille ist die Wurzel des Leidens'.

Ich habe, o Herr, einen Sohn namens Ciravāsī. Er lebt anderswo. Wenn ich aufstehe, schicke ich einen Boten, o Herr: 'Geh', sag ich, ' erkundige dich nach Ciravāsī, meinem Sohn'. Bis dieser Mann, o Herr, zurückkehrt, bin ich in Sorge: 'hoffentlich ist Ciravāsī nicht krank!"

 

"Was meinst du, Vorsteher, würde durch Tod oder Gefangennahme, durch Schaden oder Schande deines Jungen bei dir Kummer, Jammer, Schmerz, Gram und Verzweiflung aufkommen?"

 

"Wenn, o Herr, durch Tod oder Gefangennahme, durch Schaden oder Schande im Leben meines Jungen eine Veränderung einträte, wie sollte bei mir nicht Kummer, Jammer, Schmerz, Gram und Verzweiflung aufkommen?"

 

"Da mußt du es nun, Vorsteher, je nach dem Umstand betrachten: 'Was immer auch an Leiden sich entwickelt, alles das wurzelt im Willen, entstammt aus dem Willen, denn der Wille ist die Wurzel des Leidens'.

 

Was meinst du, Vorsteher, wenn du Ciravāsīs Mutter nie gesehen oder von ihr gehört hättest, hättest du dann Willen oder Reiz oder Vorliebe für sie?"

"Gewiß nicht, o Herr".

 

Als du sie aber gesehen und von ihr gehört hattest, Vorsteher, hattest du dann Wille oder Reiz oder Vorliebe für sie?"

"Gewiß, o Herr".

 

"Was meinst du, Vorsteher, würden durch Tod oder Gefangennahme, durch Schaden oder Schande von Ciravāsīs Mutter bei dir Kummer, Jammer, Schmerz, Gram und Verzweiflung aufkommen?"

 

"Wenn, o Herr, durch Tod oder Gefangennahme, durch Schaden oder Schande bei Ciravāsīs Mutter eine Veränderung einträte, wie sollte bei mir nicht Kummer, Jammer, Schmerz, Gram und Verzweiflung aufkommen?"

 

"Da mußt du es nun, Vorsteher, je noch dem Umstand betrachten: 'Was immer auch an Leiden sich entwickelt, alles das wurzelt im Willen, entstammt aus dem Willen, denn der Wille ist die Wurzel alles Leidens'".

 


S.42.12 Rāsiyo - 12. Rāsiya Sutta

 

Rāsiyo, der Vorsteher, begab sich zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrfurchtsvoll und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, wandte sich Rāsiyo, der Vorsteher, also an den Erhabenen:

 

"Gehört habe ich, o Herr: 'Der Asket Gotamo tadelt jede Buße, und jeden Büßer, der ein rauhes Leben führt, verurteilt er einzig und schilt ihn'. Die da so sagen, o Herr, haben die des Erhabenen Worte gebraucht, den Erhabenen nicht zu Unrecht angeführt und der Lehre gemäß gesprochen, so daß sich kein entsprechender Folgesatz als falsch erweist?"

 

I.

 

"Die da so sagen, o Herr, die haben nicht meine Worte gebraucht, mich zu Unrecht und nicht den Tatsachen gemäß angeführt.

 

Zwei Extreme, Vorsteher, sind von Hauslosen nicht zu pflegen: Bei den Sinnendingen sich dem Kleben am Sinnenwohl hingeben, dem niederen, gewöhnlichen, weltlichen, unedlen, heillosen; und sich der Selbstqual hingeben, der schmerzlichen, unedlen, heillosen. Diese beiden Extreme vermeidend, hat der Vollendete das mittlere Vorgehen entdeckt, das sehend und wissend macht, das zur Beruhigung, zum Überblick, zur Erwachung, zum Nirvāna führt. Und was ist dieses mittlere Vorgehen? Es ist der edle achtfältige Pfad, nämlich rechte Ansicht, rechte Gesinnung, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Wandel, rechtes Mühen, rechte Achtsamkeit, rechte Einigung. Dies nun, Vorsteher, ist das mittlere Vorgehen, das der Vollendete entdeckt hat, das sehend und wissend macht, das zur Beruhigung, zum Überblick, zur Erwachung, zum Nirvāna führt.

Drei sinnlich Genießende, Vorsteher, sind in der Welt anzutreffen. Welche drei?

 

Da, Vorsteher, sucht ein sinnlich Genießender auf unrechte Weise und mit Gewalt Reichtum. Nachdem er auf unrechte Weise und mit Gewalt Reichtum gesucht hat, macht er sich selbst nicht glücklich und froh, teilt nicht und wirkt kein Verdienst, macht er sich selbst glücklich und froh, aber teilt nicht und wirkt kein Verdienst, macht er sich selbst glücklich und froh, teilt und wirkt Verdienst.

 

Da, Vorsteher, sucht ein sinnlich Genießender teils auf rechte, teils auf unrechte Weise, teils mit, teils ohne Gewalt Reichtum. Nachdem er so Reichtum gesucht hat, macht er sich selbst nicht glücklich und froh, teilt nicht und wirkt kein Verdienst, macht er sich selbst glücklich und froh, aber teilt nicht und wirkt kein Verdienst, macht er sich selbst glücklich und froh, teilt und wirkt Verdienst.

 

Da, Vorsteher, sucht ein sinnlich Genießender auf rechte Weise und ohne Gewalt Reichtum. Nachdem er auf rechte Weise und ohne Gewalt Reichtum gesucht hat, macht er sich selbst nicht glücklich und froh, teilt nicht und wirkt kein Verdienst, macht er sich selbst glücklich und froh, aber teilt nicht und wirkt kein Verdienst, macht er sich selbst glücklich und froh, teilt und wirkt Verdienst, aber diesen Reichtum genießt er verstrickt, betört, hingerissen, ohne das Elend zu sehen, ohne die Weisheit des Entrinnens, macht er sich selbst glücklich und froh, teilt und wirkt Verdienst und diesen Reichtum genießt er nicht verstrickt, betört, hingerissen, sondern er sieht das Elend mit der Weisheit des Entrinnens.

 

I.

 

Hierbei nun, Vorsteher, ist der erste sinnlich Genießende aus drei Gründen zu tadeln. Daß er auf unrechte Weise und mit Gewalt Reichtum suchte, aus diesem ersten Grund ist er zu tadeln. Daß er sich selber nicht glücklich und froh macht, aus diesem zweiten Grund ist er zu tadeln. Daß er nicht teilt und keine guten Werke wirkt, aus diesem dritten Grund ist er zu tadeln. Dieser sinnlich Genießende, Vorsteher, ist aus diesen drei Gründen zu tadeln.

 

Hierbei nun, Vorsteher, ist der zweite sinnlich Genießende aus zwei Gründen zu tadeln und aus einem Grund zu loben. Daß er auf unrechte Weise und mit Gewalt Reichtum suchte, aus diesem einen Grund ist er zu tadeln. Daß er sich selber glücklich und froh macht, aus diesem Grund ist er zu loben. Daß er nicht teilt und keine guten Werke wirkt, aus diesem zweiten Grund ist er zu tadeln. Dieser sinnlich Genießende, Vorsteher, ist aus zwei Gründen zu tadeln und aus einem Grund zu loben.

 

Hierbei nun, Vorsteher, ist der dritte sinnlich Genießende aus einem Grund zu tadeln und aus zwei Gründen zu loben. Daß er auf unrechte Weise und gewaltsam Reichtum suchte, aus diesem einen Grund ist er zu tadeln. Daß er sich selber glücklich und froh machte, aus diesem ersten Grund ist er zu loben. Daß er teilte und gute Werke wirkte, aus diesem zweiten Grund ist er zu loben. Dieser sinnlich Genießende, Vorsteher, ist aus einem Grund zu tadeln und aus zwei Gründen zu loben.

 

Hierbei nun, Vorsteher, ist der vierte sinnlich Genießende aus einem Grund zu loben und aus drei Gründen zu tadeln. Daß er auf rechte Weise und gewaltlos Reichtum suchte, aus diesem einen Grund ist er zu loben. Daß er auch auf unrechte Weise und gewaltsam Reichtum suchte, aus diesem ersten Grund ist er zu tadeln. Daß er sich selber nicht glücklich und froh machte, aus diesem zweiten Grund ist er zu tadeln. Daß er nicht teilte und keine guten Werke wirkte, aus diesem dritten Grund ist er zu tadeln. Dieser sinnlich Genießende, Vorsteher, ist aus einem Grund zu loben und aus drei Gründen zu tadeln.

 

Hierbei nun, Vorsteher, ist der fünfte sinnlich Genießende aus zwei Gründen zu loben und aus zwei Gründen zu tadeln. Daß er auf rechte Weise und gewaltlos Reichtum suchte, aus diesem einen Grund ist er zu loben. Daß er auch auf unrechte Weise und gewaltsam Reichtum suchte, aus diesem ersten Grund ist er zu tadeln. Daß er sich selber glücklich und froh machte, aus diesem zweiten Grund ist er zu loben. Daß er nicht teilte und keine guten Werke wirkte, aus diesem zweiten Grund ist er zu tadeln. Dieser sinnlich Genießende, Vorsteher, ist aus zwei Gründen zu loben und aus zwei Gründen zu tadeln.

 

Hierbei nun, Vorsteher, ist der sechste sinnlich Genießende aus drei Gründen zu loben und aus einem Grund zu tadeln. Daß er auf rechte und gewaltlose Weise Reichtum suchte, aus diesem Grund ist er zu loben. Daß er auch auf unrechte Weise und gewaltsam Reichtum suchte, aus diesem Grund ist er zu tadeln. Daß er sich selber glücklich und froh machte, aus diesem zweiten Grund ist er zu loben. Daß er teilte und gute Werke wirkte, aus diesem dritten Grund ist er zu loben. Dieser sinnlich Genießende, Vorsteher, ist aus drei Gründen zu loben und aus einem Grund zu tadeln.

 

Hierbei nun, Vorsteher, ist der siebte sinnlich Genießende aus einem Grunde zu loben und aus zwei Gründen zu tadeln. Daß er auf rechte Weise und gewaltlos Reichtum suchte, aus diesem einen Grund ist er zu loben. Daß er sich selber nicht glücklich und froh machte, aus diesem ersten Grund ist er zu tadeln. Daß er nicht teilte und keine guten Werke wirkte, aus diesem zweiten Grund ist er zu tadeln. Dieser sinnlich Genießende, Vorsteher, ist aus einem Grund zu loben und aus zwei Gründen zu tadeln.

 

Hierbei nun, Vorsteher, ist der achte sinnlich Genießende aus zwei Gründen zu loben und aus einem Grund zu tadeln. Daß er auf rechte Weise und gewaltlos Reichtum suchte, aus diesem einen Grund ist er zu loben. Daß er sich selber glücklich und froh machte, aus diesem zweiten Grund ist er zu loben. Daß er nicht teilte und keine guten Werke wirkte, aus diesem einen Grund ist er zu tadeln. Dieser sinnlich Genießende, Vorsteher, ist aus zwei Gründen zu loben und aus einem Grund zu tadeln.

 

Hierbei nun, Vorsteher, ist der neunte sinnlich Genießende aus drei Gründen zu loben und aus einem Grund zu tadeln. Daß er auf rechte Weise und gewaltlos Reichtum suchte, aus diesem ersten Grund ist er zu loben. Daß er sich selber glücklich und froh machte, aus diesem zweiten Grund ist er zu loben. Daß er teilte und gute Werke wirkte, aus diesem dritten Grund ist er zu loben. Daß er diesen Reichtum aber verstrickt, betört, hingerissen genießt, ohne das Elend zu sehen, ohne die Weisheit des Entrinnens, aus diesem einen Grund ist er zu tadeln.

 

Hierbei nun, Vorsteher, ist der zehnte sinnlich Genießende aus vier Gründen zu loben. Daß er auf rechte Weise und gewaltlos Reichtum suchte, aus diesem ersten Grund ist er zu loben. Daß er sich selber glücklich und froh machte, aus diesem zweiten Grund ist er zu loben. Daß er teilte und Verdienst wirkte, aus diesem dritten Grund ist er zu loben. Daß er diesen Reichtum nicht verstrickt, betört, hingerissen genießt, sondern das Elend sieht mit der Weisheit des Entrinnens, aus diesem vierten Grund ist er zu loben. Dieser sinnlich Genießende, Vorsteher, ist aus vier Gründen zu loben.

 

III.

 

Drei Arten von Büßern, die ein rauhes Leben führen, gibt es in der Welt. Welche drei?

 

Da ist, Vorsteher, irgendein Büßer, ein rauh Lebender, aus Vertrauen vom Hause fort in die Hauslosigkeit gepilgert: 'Könnte ich doch nur ein wenig heilsame Eigenschaften erreichen, könnte ich doch nur ein wenig übermenschliche Eigenschaften, den Segen edler Wissensklarheit verwirklichen'. So quält er sich selbst, quält sich sehr, aber heilsame Eigenschaften erreicht er nicht, übermenschliche Eigenschaften, den Segen edler Wissensklarheit erreicht er nicht.

 

Da ist, Vorsteher, irgend ein Büßer, ein rauh Lebender, aus Vertrauen vom Hause fort in die Hauslosigkeit gepilgert: 'Könnte ich doch nur ein wenig heilsame Eigenschaften erreichen, könnte ich doch nur ein wenig übermenschliche Eigenschaften, den Segen edler Wissensklarheit verwirklichen'. So quält er sich selbst, quält sich sehr - und heilsame Eigenschaften erreicht er. Nicht aber verwirklicht er übermenschliche Fähigkeiten, den Segen der Wissensklarheit.

 

Da ist, Vorsteher, irgend ein Büßer, ein rauh Lebender, aus Vertrauen vom Hause fort in die Hauslosigkeit gepilgert: 'Könnte ich doch nur ein wenig heilsame Eigenschaften erreichen, könnte ich doch nur ein wenig übermenschliche Eigenschaften, den Segen edler Wissensklarheit verwirklichen'. So quält er sich, quält sich sehr. Und heilsame Eigenschaften erreicht er, und er verwirklicht übermenschliche Eigenschaften, den Segen der Wissensklarheit.

 

Hierbei nun, Vorsteher, ist der erste Büßer aus drei Gründen zu tadeln. Er quält sich, quält sich sehr - aus diesem Grunde ist er zu tadeln. Er erreicht keine heilsamen Eigenschaften, aus diesem zweiten Grund ist er zu tadeln. Er verwirklicht keine übermenschlichen Eigenschaften, keinen Segen edler Wissensklarheit, aus diesem dritten Grund ist er zu tadeln.

 

Hierbei nun, Vorsteher, ist der zweite Büßer aus zwei Gründen zu tadeln und aus einem Grund zu loben. Er quält sich, er quält sich sehr, aus diesem ersten Grund ist er zu tadeln. Er erreicht heilsame Eigenschaften, aus diesem einen Grund ist er zu loben. Er verwirklicht keine übermenschlichen Eigenschaften, den Segen edler Wissensklarheit, aus diesem zweiten Grund ist er zu tadeln.

 

Hierbei nun, Vorsteher, ist der dritte Büßer aus einem Grund zu tadeln, aus zwei Gründen zu loben. Er quält sich, er quält sich sehr, aus diesem Grund ist er zu tadeln. Er erreicht heilsame Eigenschaften, aus diesem ersten Grund ist er zu loben. Er verwirklicht übermenschliche Eigenschaften, den Segen der edlen Wissensklarheit - aus diesem zweiten Grund ist er zu loben.

 

IV.

 

Dreierlei, Vorsteher, ist offensichtlich, veraltet nicht, ist zeitlos, einladend, hinführend, ist dem Verständigen von selbst verständlich. Welche drei Dinge?

 

Daß einer voll Reiz, Abwehr und Verblendung wegen Reiz, Abwehr und Verblendung zu eigener Beschwer denkt, zu anderer Beschwer denkt, zu beider Beschwer denkt, dagegen nach Überwindung von Reiz, Abwehr und Verblendung weder zu eigener Beschwer noch zu anderer Beschwer noch zu beider Beschwer denkt, das ist offensichtlich, veraltet nicht, ist zeitlos, einladend, hinfuhrend, dem Verständigen von selbst verständlich.

 

Das sind, Vorsteher, die drei Dinge, die offensichtlich sind, die nicht veralten, zeitlos sind, einladend, hinführend, dem Verständigen von selbst verständlich". Auf diese Rede sprach Rāsiyo, der Vorsteher, also zum Erhabenen:

 

Vortrefflich, o Herr, vortrefflich, o Herr, als Anhänger möge mich der Erhabene betrachten, von heute an zeitlebens getreu".

 


S.42.13 Pātali - 13. Pāṭaliya Sutta

 

Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei den Koliyern zu Uttara, wie ein Städtchen der Koliyer heißt. Da nun begab sich Pātaliyo, der Vorsteher, dorthin, wo der Erhabene weilte, wechselte höflichen Gruß und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, wandte sich Pātaliyo, der Vorsteher, also an den Erhabenen:

 

"Gehört habe ich, o Herr, der Asket Gotamo kennt die Täuschung. Die da so sprechen, o Herr, 'Der Asket Gotamo kennt die Täuschung', haben die des Erhabenen Worte gebraucht, den Erhabenen nicht zu Unrecht angeführt und der Lehre gemäß gesprochen, so daß sich kein entsprechender Folgesatz als ungehörig erweisen kann? Wir möchten, o Herr, den Erhabenen nicht zu Unrecht anführen".

 

"Die da, Vorsteher, so sagen 'Der Asket Gotamo kennt die Täuschung', die haben meine Worte gebraucht, haben mich nicht zu Unrecht angeführt und der Lehre gemäß gesprochen, so daß sich kein entsprechender Folgesatz als ungehörig erweisen kann". "Wir glauben, mein Lieber, aber jenen Asketen und Brahmanen nicht, daß es wahr ist, wenn sie sagen: 'Der Asket Gotamo kennt die Täuschung', denn dann wäre der Asket Gotamo, mein Lieber, selber ein Täuscher".

 

"Wer da, Vorsteher, also spräche 'Ich kenne die Täuschung', behauptet der etwa auch 'Ich bin ein Täuscher' in bezug auf den Erhabenen und Willkommenen? Da will ich dir denn, Vorsteher, hierüber eine Frage stellen. Wie es dir beliebt, magst du sie beantworten".

 

I.

 

"Was meinst du, Vorsteher, kennst du die langhaarige Miliz der Koliyer?"

"Ich kenne, o Herr, die langhaarige Miliz der Koliyer".

"Was meinst du, Vorsteher, welchen Zweck hat die langhaarige Miliz der Koliyer?"

"Um, o Herr, Räuber von den Koliyern zu vertreiben und um Botschaften der Koliyer zu überbringen. Diesen Zweck hat die langhaarige Miliz der Koliyer".

"Was meinst du, Vorsteher, kennst du die langhaarige Miliz der Koliyer als tugendhaft oder als untugendhaft?"

"Ich kenne, o Herr, die langhaarige Miliz der Koliyer als untugendhaft und böse. Wenn es in der Welt Untugendhafte und Böse gibt, dann gehört die langhaarige Miliz der Koliyer dazu".

 

"Wer da nun also spräche, Vorsteher, 'Pātaliyo, der Vorsteher, kennt die untugendhafte böse langhaarige Miliz der Koliyer, also ist Pātaliyo, der Vorsteher, selber untugendhaft und böse' - würde er so recht sprechen?"

 

"Gewiß nicht, o Herr, etwas anderes ist die langhaarige Miliz der Koliyer, etwas anderes bin ich. Andere Eigenschaften hat die langhaarige Miliz der Koliyer als ich".

 

"So wirst du denn, Vorsteher, erreichen, daß man von dir sagt: 'Pātaliyo, der Vorsteher, kennt die langhaarige Miliz der Koliyer als untugendhaft und böse, aber nicht ist Pātaliyo, der Vorsteher, selber untugendhaft und böse'. Wie sollte denn erst der Vollendete nicht erreichen, daß von ihm gesagt wird: 'Ich kenne die Täuschung, aber der Vollendete ist selber kein Täuscher'. Ich kenne, Vorsteher, die Täuschung und die Ernte der Täuschung: Ich kenne das Vorgehen, durch welches der Täuscher beim Zerfall des Leibes nach dem Tode auf den Abweg gerät, auf schlechte Fährte, in die Tiefe hinab, zur Hölle.

 

Ich kenne das Umbringen lebender Wesen, das Nehmen von Nichtgegebenem, die Ausschweifung, Lüge, Hintertragen, Schelten, Schwatzen, Habsucht, Übelwollen und falsche Ansicht und deren Ernte. Ich kenne das Vorgehen, durch welches der Mörder, der Dieb, der Ausschweifende, der Lügner, der Hintertragende, der Scheltende, der Schwätzer, der Habsüchtige, der Übelwollende, der falsche Ansicht Hegende bei Zerfall des Leibes nach dem Tode auf den Abweg gerät, auf schlechte Fährte, in die Tiefe hinab. Auch das kenne ich.

 

II.

 

Es gibt, Vorsteher, einige Asketen und Brahmanen, die so reden und es so ansehen: 'Wer auch immer Lebendiges umbringt, Nichtgegebenes nimmt, ausschweift, lügt, empfindet schon zu Lebzeiten Schmerz und Trübsal'.

 

Man kann aber, Vorsteher, jemanden sehen, bekränzt und beringt, gebadet und gesalbt, Haar und Bart gepflegt, nach Wunsch wie ein König von Frauen umgeben. Von ihm sagt man: 'Was hat dieser liebe Mann getan, daß er bekränzt und beringt, gebadet und gesalbt, Haar und Bart gepflegt, nach Wunsch wie ein König von Frauen umgeben ist?' Und sie antworten dies: 'Dieser liebe Mann besiegte einen Feind des Königs und tötete ihn. Befriedigt darüber überschüttete der König ihn mit Geschenken. Darum ist dieser Mann bekränzt und beringt, gebadet und gesalbt, mit gepflegtem Haar und Bart, nach Wunsch wie ein König von Frauen umgeben'.

 

Da ist aber ein anderer Mann, mit einem starken Strick die Arme fest auf den Rücken gebunden, völlig kahl geschoren, der unter lautem Trommelwirbel von Straße zu Straße, von Platz zu Platz herumgeführt wird, bis es zum Südtor hinausgeht, wo ihm der Kopf abgeschlagen wird. Von ihm sagt man: 'Was hat dieser liebe Mann denn getan, daß ihm dies geschieht?' Und sie antworten dies: 'Dieser liebe Mann war ein Feind des Königs. Er beraubte eine Frau oder einen Mann des Lebens. Darum nahm ihn der König fest und verfuhr so mit ihm!'

Was meinst du, Vorsteher, hast du wohl dergleichen schon gesehen oder gehört?"

"Wir haben dies sowohl gesehen als auch gehört und werden es immer wieder".

 

"Da sagen einige Asketen und Brahmanen so, sahen es so an: 'Wer auch immer Lebendiges umbringt, ein jeder solcher empfindet schon zu Lebzeiten Schmerz und Trübsal'. Sprechen sie die Wahrheit oder Lüge?"

"Lüge, o Herr".

"Die da haltlose Lügen sprechen, sind die tugendhaft oder tugendlos?"

"Tugendlos, o Herr".

"Diese Tugendlosen aber, mit bösen Eigenschaften, gehen sie falsch oder recht vor?"

"Sie gehen falsch vor, o Herr".

"Die da falsch vorgehen, haben die falsche Ansicht oder rechte Ansicht?"

"Falsche Ansicht, o Herr".

"Die da falsche Ansicht haben, kann man sich auf die verlassen?"

"Gewiß nicht, o Herr".

 

"Man kann aber, Vorsteher, jemanden sehen, bekränzt und beringt, gebadet und gesalbt, Haar und Bart gepflegt, nach Wunsch wie ein König von Frauen umgeben. Von ihm sagt man: 'Was hat dieser liebe Mann getan, daß er dies erfährt?' Und sie antworten dies: 'Dieser liebe Mann besiegte einen Feind des Königs und nahm einen Schatz an sich, verführte Frauen der Feinde des Königs, brachte den König durch Lügenmärchen zum Lachen. Befriedigt darüber, überschüttete der König ihn mit Geschenken. Darum ist dieser Mann bekränzt und beringt, gebadet und gesalbt, mit gepflegtem Haar und Bart, nach Wunsch wie ein König von Frauen umgeben'. Da ist aber ein anderer Mann, mit einem starken Strick die Arme fest auf den Rücken gebunden, völlig kahl geschoren, der unter lautem Trommelwirbel von Straße zu Straße, von Platz zu Platz geführt wird, bis es zum Südtor hinausgeht, wo ihm der Kopf abgeschlagen wird. Von ihm sagt man: 'Was hat dieser liebe Mann denn getan, daß ihm dies geschieht?' Und sie antworten dies: 'Dieser liebe Mann hatte in Dorf oder Forst Nicht-Gegebenes genommen, was man Diebstahl nennt, hatte Frauen und Mädchen aus den Familien verführt, schädigte durch Lügen-Reden einen Hausvater oder den Sohn eines Hausvaters. Darum nahm ihn der König fest und verfuhr so mit ihm'.

 

Was meinst du, Vorsteher, hast du wohl dergleichen schon gesehen oder gehört?"

 

"Wir haben dies sowohl gesehen als auch gehört und werden es immer wieder".

 

"Da sagen einige Asketen und Brahmanen so, sehen es so an: 'Wer auch immer Nichtgegebenes nimmt, ausschweift, lügt, ein jeder solcher empfindet schon zu Lebzeiten Schmerz und Trübsal'. Sprechen sie Wahrheit oder Lüge?''

"Lüge, o Herr".

"Die da haltlos Lügen sprechen, sind die tugendhaft oder tugendlos?"

"Tugendlos, o Herr".

"Diese Tugendlosen oder, mit bösen Eigenschaften, gehen sie falsch oder recht vor?"

"Sie gehen falsch vor, o Herr".

"Die da falsch vorgehen, haben die falsche Ansicht oder rechte Ansicht?"

"Falsche Ansicht, o Herr".

"Die da falsche Ansicht haben, kann man sich auf die verlassen?"

"Gewiß nicht, o Herr".

 

III.

 

Erstaunlich, o Herr, außerordentlich, o Herr. Ich habe, o Herr, ein Rasthaus: da sind Lager und Sitze, Wassertöpfe und Öllampen. Welcher Asket oder Brahmane auch kommt, um dort zu weilen, den werde ich, so gut ich kann, bewirten. Einstmals, o Herr, wohnten in diesem Rasthaus vier Meister mit verschiedenen Ansichten, die Verschiedenes billigten, denen Verschiedenes gefiel: Ein Meister sagt und denkt so:

 

'Almosengeben, Verzichtleisten, Spenden - es ist alles eitel; es gibt keine Saat und Ernte guter und böser Werke. Diesseits und Jenseits sind leere Worte, Vater und Mutter und auch geistige Geburt sind hohle Namen; die Welt hat keine Asketen und Brahmanen, die recht gegangen, recht fortgeschritten sind, die sich den Sinn dieser und jener Welt begreiflich machen, anschaulich vorstellen und erklären können'.

Ein Meister sagt und denkt so:

 

'Almosengeben, Verzichtleisten, Spenden ist kein Unsinn; es gibt eine Saat und Ernte guter und böser Werke; das Diesseits ist vorhanden und das Jenseits ist vorhanden, Eltern gibt es und geistige Geburt gibt es; die Welt hat Asketen und Brahmanen, die recht gegangen, recht fortgeschritten sind, die sich den Sinn dieser und jener Welt begreiflich machen, anschaulich vorstellen und erklären können'.

Ein Meister sagt und denkt so:

 

'Was einer begeht oder begehen läßt, wer zerstört oder zerstören läßt, wer quält oder quälen läßt, wer Kummer und Plage schafft, wer schlägt und schlagen läßt; wer Lebendiges umbringen läßt, wer Nichtgegebenes nehmen läßt, wer einbricht, fremdes Gut raubt, einsame Häuser ausplündert, Wegelagerer ist, wer Ehefrauen verführt; wer Lügen spricht: was einer begeht, er begeht keine Schuld. Und wer da gleich mit einer scharf geschliffenen Schlachtscheibe alles Lebendige auf dieser Erde zu einer einzigen Masse Mus, zu einer einzigen Masse Brei machte, so hat er darum keine Schuld, begeht kein Unrecht.

 

Und wer da auch am südlichen Ufer des Ganges verheerend und mordend dahin zöge, zerstörte und zerstören ließe, quälte und quälen ließe, so hat er darum keine Schuld, begeht kein Unrecht.

 

Und wer auch am nördlichen Ufer des Ganges spendend und schenkend dahin zöge, Almosen gäbe und geben ließe, so hat er darum kein Verdienst, begeht nichts Gutes. Durch Geben, Zähmung, Zügelung, Wahrhaftigkeit erwirbt man kein Verdienst, begeht nichts Gutes'.

Ein Meister sagt und denkt so:

 

'Was einer begeht oder begehen läßt, wer zerstört oder zerstören läßt, wer quält oder quälen läßt, wer Kummer und Plage schafft, wer schlägt und schlagen läßt; wer Lebendiges umbringen läßt, wer Nichtgegebenes nehmen läßt, wer einbricht, fremdes Gut raubt, einsame Häuser ausplündert, Wegelagerer ist; wer Ehefrauen verführt, wer Lügen spricht: Was einer begeht, er begeht eine Schuld. Wer da gleich mit einer scharf geschliffenen Schlachtscheibe alles Lebendige auf dieser Erde zu einer einzigen Masse Mus, zu einer einzigen Masse Brei machte, der begeht darum eine Schuld, der begeht Unrecht . Und wer da am südlichen Ufer des Ganges verheerend und mordend dahin zöge, zerstörte und zerstören ließe, quälte und quälen ließe, der lädt Schuld auf sich, der begeht Unrecht.

 

Wer aber am nördlichen Ufer des Ganges spendend und schenkend dahin zöge, Almosen gäbe und geben ließe, der schafft sich damit Verdienst, der tut Gutes. Durch Geben, Zähmung, Zügelung, Wahrhaftigkeit erwirbt man sich Verdienst, tut man Gutes'.

 

Da kamen mir nun, o Herr, Bedenken und Zweifel: Wer von diesen lieben Asketen und Brahmanen spricht die Wahrheit, und wer spricht Lüge?"

 

"Genug, Vorsteher, mit deinen Bedenken, genug mit deinen Zweifeln. Bei zu bedenkenden Fällen ist dir Zweifel aufgestiegen".

 

"Aber ich traue dem Erhabenen, o Herr, daß mir der Erhabene die Lehre so zeigen möchte, daß ich den Zustand der Bedenken überwinden kann".

 

IV.

 

"Es gibt, Vorsteher, eine Einigung in der Lehre: Erlangst du diese Herzenseinigung, dann überwindest du deinen Zustand der Bedenken. Was aber ist, Vorsteher, die Einigung der Lehre?

 

Da hat, Vorsteher, der edle Jünger Lebendiges umzubringen verworfen, Lebendiges umzubringen liegt ihm fern; Nichtgegebenes zu nehmen, hat er verworfen, das Nehmen von Nichtgegebenem liegt ihm fern; Ausschweifung hat er verworfen, Ausschweifung liegt ihm fern; Lüge hat er verworfen, Lüge liegt ihm fern; Hintertragen hat er verworfen, Hintertragen liegt ihm fern; Schelten hat er verworfen, Schelten liegt ihm fern; Schwatzen hat er verworfen, Schwatzen liegt ihm fern; Habsucht hat er verworfen, er ist ohne Habsucht; Übelwollen hat er verworfen, er ist ohne Übelwollen im Herzen; falsche Ansicht hat er verworfen, er hat rechte Ansicht.

 

Dieser edle Jünger, Vorsteher, der Habsucht entgangen, dem Übelwollen entgangen, unverblendet, klar bewußt, bedachtsam, er strahlt liebevollen, erbarmenden, mitfreudigen, gleichmütigen Gemütes nach einer Richtung, dann nach einer zweiten, einer dritten und vierten, ebenso nach oben und unten, überall in allem sich wiedererkennend, durchstrahlt er die ganze Welt mit liebevollem, erbarmendem, mitfreudigem, gleichmütigem Gemüte, mit weitem, tiefem, von Grimm und Groll geklärtem. I

 

Und er führt sich vor Augen, was die vier Meister sagen und denken. Und er sagt sich stets:

Mag das Wort dieses lieben Meisters Wahrheit sein - ich bin fraglos. Ich bedränge nichts, weder Schwaches noch Starkes. Ich habe doppelt gewonnen: Einerseits bin ich mit Körper, Sprache und Geist gezügelt, und andererseits werde ich beim Zerfall des Leibes nach dem Tode auf gute Fährte gelangen, in himmlische Welt. Darüber kommt Freude auf. Dem Freudigen steigt Entzücken auf. Entzückt im Geiste wird der Körper beschwichtigt Körperbeschwichtigt empfindet er Wohl. Wer sich wohl fühlt, dem einigt sich das Herz. Das nun, Vorsteher, ist die Einigung in der Lehre. Erlangst du diese Herzenseinigung, dann überwindest du deinen Zustand der Bedenken".

 

Auf diese Worte wandte sich Pātaliyo, der Vorsteher, also an den Erhabenen:

 

"Vortrefflich, o Herr. Vortrefflich, o Herr. Als Anhänger möge mich der Erhabene betrachten, von heute an zeitlebens getreu".


  Oben