ti lakkhana

Die 'Drei Daseinsmerkmale', sind

    1. Vergänglichkeit (siehe anicca),
    2. Elend, Leiden (siehe dukkha, eig. Leidunterworfensein; siehe sacca, dukkhatā),
    3. Unpersönlichkeit (siehe anattā).

 

»Ob, ihr Mönche, Vollendete in der Welt erstehen oder ob sie nicht erstehen: eine Tatsache bleibt es, ein feste und notwendige Bedingung des Daseins, daß alle Gebilde 'vergänglich' sind . . . daß alle Gebild 'dem Leiden unterworfen' sind . . . daß alle Dinge 'unpersönlich' sind . . .« (A.III.137).

 

»Was meint ihr wohl, o Mönche: Ist die Körperlichkeit (rūpa) vergänglich oder unvergänglich? Vergänglich, o Ehrwürdiger. Sind Gefühl (vedanā), Wahrnehmung (saññā), Geistesformationen (sankhāra) und Bewußtsein (viññāna) vergänglich oder unvergänglich? Vergänglich, o Ehrwürdiger.

Was aber vergänglich ist, ist das leidvoll oder freudvoll? Leidvoll, o Ehrwürdiger.

Von dem aber, was vergänglich, leidvoll und dem Wechsel unterworfen ist, kann man wohl da mit Recht sagen: 'Das gehört mir, das bin ich, das ist meine Persönlichkeit?' Nein, o Ehrwürdiger.

Was es daher, ihr Mönche, an Körperlichkeit gibt, an Gefühl, Wahrnehmung, Geistesformationen und Bewußtsein, da hat man der Wahrheit gemäß in rechter Einsicht zu verstehen: 'Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht meine Persönlichkeit'.« (M. 22 u. a.)

 

»In einem, der da Auge, Ohr und alle übrigen Gebilde als vergänglich, elend und unpersönlich erkennt, in dem kommen die Daseinsfesseln zum Schwinden.« (S. 35-53)

 

1. »Alle Gebilde, die sich da zwischen dem Aufsichnehmen des Körpers (Geburt) und seinem Niederlegen (Tod) befinden, sind vergänglich (anicca). Und wieso? Weil sich da ein Entstehen und Hinschwinden zeigt, ein Anderswerden, weil die Gebilde bloß für eine Zeit bestehen und dem Beständigen widerstreben.

 2. »Weil aber die aufgestiegenen Gebilde den Beharrungszustand erreichen und im Beharrungsmoment durch das Alter erschöpft werden und nach Erreichung des Verfalls unvermeidlich zur Auflösung gelangen, darum gelten sie, eben weil sie immer bedrückt werden, schwer zu ertragen sind, die Grundlage des Leidens bilden und dem Glücke widerstreben, als elend (dukkha).

3. »,Möchten doch die aufgestiegenen Gebilde (Leiden) keine Dauer erlangen! Möchten doch die zur Dauer gelangten (Freuden) nicht altern! Möchten doch die zu Alter gelangten sich nicht auflösen!': weil in dieser dreifachen Hinsicht Keiner über die Gebilde Gewalt hat und die Gebilde daher leer sind an einem die Macht darüber Ausübenden, darum gelten sie, sofern sie eben leer, herrenlos, machtlos und das Gegenteil einer Persönlichkeit sind, als 'unpersönlich' (anattā)(Vis. XX).

 

Weitere Erklärungen siehe anicca, anattā, sacca.


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