Therāpadāna - Die Überlieferungen der Theras

Khuddaka-Nikāya · Therāpadānapāḷi

Aus dem Pali neu übersetzt von Jean-Michel Munderich


1.

Den Tathāgata, weilend im Jetavana, befragte der Vedehamuni, mit geneigtem Haupt:
„Allwissende Buddhas - so heißt es - entstehen wohl;
durch welche Ursachen werden sie es, o Held?"

2.

Da sprach der höchste Allwissende, der große Weise,
freudbringend und segensreich, mit honigsüßer Stimme:
„Die bei früheren Buddhas die Übung vollbracht,
doch in den Lehren der Sieger keine Befreiung erlangt haben -

3.

„- jene Beständigen, durch eben diesen Weg zur Bodhi,
durch höchste Entschlossenheit und große Kraft,
durch den Glanz der Weisheit, mit scharf geschliffener Paññā,
erlangen sie den Zustand des Allwissens.

4.

„Auch ich habe bei früheren Buddhas
nach dem Buddhadasein verlangt -
nur im Geiste verweilend war ich
ungezählte Äonen lang Dhamma-König.

5.

„So höret denn die Apadāna der Buddhas,
ihr mit reinen Herzen;
mit dreißig vollendeten Pāramīs -
ungezählte Äonen lang Dhamma-König.

6.

„Das vollkommene Erwachen der höchsten Buddhas,
der Weltführer mitsamt dem Saṅgha -
verehrend mit gefalteten zehn Fingern,
neigte ich das Haupt in Ehrerbietung.

7.

„Soweit in den Buddhafeldern
Kleinodien in zählbarer Zahl vorhanden sind -
die im Himmel Weilenden und die auf Erden Weilenden -
all dies trug ich im Geiste herbei.

8.

„Dort, auf silbernem Boden,
ließ ich einen Palast errichten:
vielstöckig, aus Edelsteinen,
emporragend, den Himmel erreichend.

9.

„Mit kunstvoll geschmückten Säulen, wohlerrichtet,
wohlgegliedert, von höchstem Wert;
mit goldenen Verstrebungen ausgestattet,
mit Lanzen und Schirmen geschmückt.

10.

„Der erste Boden aus Lapis lazuli,
rein wie eine makellose Wolke, strahlend schön;
übersät mit Lotosblüten und Wassergeborenen,
auf erlesenem Goldboden.

11.

„Korallenfarbene Ecken, korallenfarben leuchtend,
manche rötlich, strahlend schön;
mit dem Glanz von Indagopaka-Farbe
erleuchtet der Boden alle Himmelsrichtungen.

12.

„Wohlgegliederte Torvorzimmer,
Vorsprünge und Löwengitter;
vier Geländer und Gitter,
duftendes Bambusrohr, bezaubernd.

13.

„Blau, gelb, rötlich,
weiß und tiefes Schwarz -
mit herrlichsten Turmpavillons versehen,
mit den sieben Kostbarkeiten geschmückt.

14.

„Lotosblüten in den Öffnungen,
von schönen Vögeln und Wassertieren geziert;
übersät mit Sternen und Gestirnen,
geschmückt mit Mond und Sonne.

15.

„Mit einem goldenen Netz überspannt,
besetzt mit goldenen Glöckchen;
im Zug des Windes erklingend -
goldene Blumengirlanden, bezaubernd.

16.

„Krapprot, leuchtend rot,
gelb und goldgelb schimmernd;
in vielfarbiger Pracht gestaltet,
geschmückt mit aufgerichteten Fahnen und Kränzen.

17.

„Verschiedenartige - viele Hunderte -
aus Kristall und Silber,
aus Edelstein, aus rotem Rubin,
und ebenso aus Masāragalla-Stein;
mit vielfältigen Lagerstätten bunt gestaltet,
bedeckt mit feinstem Kāsī-Gewebe.

18.

„Kampalatücher, Dukūla-Stoffe, Seide aus China,
Paṭṭuṇṇa-Gewebe und weißlichgraue Decken -
all diese vielfältigen Unterlagen
ließ ich im Geiste bereiten.

19.

„Auf jedem dieser Stockwerke,
geschmückt mit Edelsteintürmen,
standen Fackeln aus leuchtendem Maṇi-Stein,
fest und aufrecht ihr Licht haltend.

20.

„Prächtig stehen die Pfeiler und Obelisken,
strahlend die goldenen Torbogen;
aus Jambonadagold, kernig und gediegen,
und auch aus purem Silber.

21.

„Viele Fugen wohl gegliedert,
mit kunstvoll verzierten Türen und Riegeln;
zu beiden Seiten viele gefüllte Krüge,
verbunden mit Lotosblüten und Uppalas.

22.

„Alle Buddhas der Vergangenheit,
die Weltführer mitsamt dem Saṅgha -
in ihrer natürlichen Gestalt und Erscheinung
erschuf ich sie mitsamt ihren Schülern.

23.

„Durch jenes Tor eingetreten,
alle Buddhas mitsamt ihren Schülern -
auf gänzlich goldenen Thronsitzen
saßen sie, der edle Kreis.

24.

„Die Buddhas, die jetzt in der Welt sind,
die Unübertroffenen,
vergangene und gegenwärtige -
alle rief ich in diese Halle.

25.

„Viele Hundert Paccekabuddhas,
die Selbst-Erwachten, die Unbesiegten,
vergangene und gegenwärtige -
alle rief ich in diese Halle.

26.

„Viele Wunschbäume gibt es,
himmlische und menschliche;
all ihre Gewebe zusammengetragen,
bekleidete ich sie mit den drei Gewändern.

27.

„Speisen zum Kauen und zum Essen,
zum Kosten bereit, Trank und Mahlzeit in Fülle -
in strahlend schöne Schalen aus Edelstein gefüllt,
reichte ich sie dar.

28.

„Süß, mit Zucker versetzt,
dazu Öle und Honigsyrup -
so wurden alle, dem göttlichen Gewand gleich fein,
mit Speise und Trank versorgt.

29.

„Gesättigt mit der köstlichsten Speise,
der gesamte edle Kreis -
sie traten in die Edelstein-Gemächer ein
wie Löwen, die in Höhlen ruhen.

30.

„Auf erlesenen, kostbaren Lagerstätten
nahmen sie die Löwenruhe ein, auf der rechten Seite liegend;
mit klarem Bewusstsein sich erhebend,
schlugen sie im Lager den Schneidersitz auf.

31.

Im Bereich aller Buddhas, versunken in Jhāna-Freude -
die einen lehren Dhamma-Lehren,
die anderen spielen mit Iddhis.

32.

Die einen üben Abhiññās,
in Abhiññās meisterhaft gewordene;
sie wirken tausend verschiedenartige Wandlungen,
auf vielerlei Weise.

33.

Auch Buddhas befragen Buddhas
über das Gebiet aller Allwissenden;
den tiefen, feinen Gegenstand
ergründen sie mit Paññā.

34.

Sāvakas befragen Buddhas,
Buddhas befragen Sāvakas;
einander wechselseitig fragend
antworten sie einander.

35.

Buddhas, Paccekabuddhas,
Sāvakas und Begleiter -
so ergötzen sie sich, jeder in seiner Freude,
im Pāsāda.

36.

Mögen Edelsteinschirme stehen,
umrahmt von goldenen Āvelā-Zweigen,
umgeben von Perlenschnüren -
mögen alle sie auf dem Haupt tragen.

37.

Mögen Baldachine aus Tüchern entstehen,
mit goldenen Sternen verziert,
ausgebreitet mit bunten Girlanden -
mögen alle sie auf dem Haupt tragen.

38.

Ausgebreitet mit Blumengirlanden,
geschmückt mit Duftgirlanden,
umgeben von Tuchgirlanden,
geziert mit Edelsteingirlanden.

39.

Überschüttet mit Blüten, schön gemalt,
geschmückt mit lieblichem Duft,
versehen mit dem fünffingrigen Duftauftrag,
bedeckt mit goldenem Dach.

40.

In alle vier Richtungen mögen Teiche erstrahlen,
bedeckt mit Lotussen und Blauwasserlilien;
goldene Gestalten mögen leuchten,
gleichmäßig bestreut mit Lotusblütenstaub.

41.

Mögen alle Bäume ringsum den Pāsāda erblühen;
von selbst Blüten freigebend,
mögen sie hingehen und die Hallen überschütten.

42.

Pfauen mögen dort tanzen,
göttliche Schwäne mögen erklingen;
Karavīka-Vögel mögen singen,
Vogelscharen von allen Seiten.

43.

Mögen alle Trommeln erschallen,
mögen alle Vīṇās erklingen;
mögen alle Gesänge ertönen
ringsum den Pāsāda.

44.

So weit das Buddhakṣetra reicht,
im Cakkavāḷa und darüber hinaus -
groß, mit Glanz erfüllt,
ungebrochen, aus Edelsteinen gefügt.

45.

Mögen goldene Throne stehen,
mögen Lampenbäume leuchten;
mögen sie zu einem einzigen Licht werden,
in Folge von zehntausenden.

46.

Tänzerinnen und Tänzer,
Scharen von Apsarās mögen tanzen;
in vielen Farben mögen sie erscheinen
ringsum den Pāsāda.

47.

Auf Baumgipfeln oder Berggipfeln,
auf dem Scheitel des Sineru-Berges
erhebe ich alle Banner,
bunt, in fünf Farben.

48.

Menschen, Nāgas und Gandharvas,
alle Devas mögen herzutreten;
verehrend, mit gefalteten Händen,
mögen sie den Pāsāda umringen.

49.

Was immer an heilsamen Kamma,
an zu tuenden Taten für mich,
durch Körper, Rede und Geist -
bei den Göttern ist es als wohlgetan vollbracht.

50.

Die Wesen, die wahrnehmend sind,
und die Wesen, die nicht wahrnehmend sind -
die Frucht des Verdienstes, das ich getan habe,
mögen sie alle daran teilhaben.

51.

Denen, denen klar bekannt ist,
dass Verdienstfrucht von mir gegeben wurde -
und die dort es nicht kennen,
mögen Devas hingehen und es verkünden.

52.

Alle Wesen in der ganzen Welt,
die leben und der Speise bedürfen -
alle köstliche Nahrung
mögen sie erlangen durch meinen Geist.

53.

Mit dem Geist habe ich Dāna gegeben,
mit dem Geist habe ich Vertrauen hervorgebracht;
verehrt wurden alle Sambuddhas,
die Paccekabuddhas und die Sāvakas des Jina.

54.

Durch jenes wohlgetane Kamma
und durch Cetanā und Paṇidhī,
den menschlichen Körper verlassend,
gelangte ich nach Tāvatiṃsa.

55.

Zwei Existenzen kenne ich:
das Dasein als Deva und das als Mensch;
andere Gati kenne ich nicht -
Frucht der Wunscherhebung durch den Geist.

56.

Den Devas ward ich überlegen,
ward ich Herrscher über Menschen;
ausgestattet mit Körpermerkmalen,
in Paññā ohne Gleichen in der Welt.

57.

Mannigfache, vorzügliche Speisen
und nicht wenige Edelsteine,
und vielfältige Gewänder -
rasch kamen sie vom Himmel zu mir.

58.

Auf der Erde, auf Bergen,
im Luftraum, im Wasser, im Wald -
wohin immer ich die Hand ausstreckte,
kamen göttliche Speisen zu mir.

59.

Auf der Erde, auf Bergen,
im Luftraum, im Wasser, im Wald -
wohin immer ich die Hand ausstreckte,
kamen alle Edelsteine zu mir.

60.

Auf der Erde, auf Bergen,
im Luftraum, im Wasser, im Wald -
wohin immer ich die Hand ausstreckte,
kamen alle Düfte zu mir.

61.

Auf der Erde, auf Bergen, im Himmel, im Wasser, im Wald -
wohin auch immer ich die Hand ausstrecke,
kommen alle Wagen zu mir hin.

62.

Auf der Erde, auf Bergen, im Himmel, im Wasser, im Wald -
wohin auch immer ich die Hand ausstrecke,
kommen alle Blütenkränze zu mir hin.

63.

Auf der Erde, auf Bergen, im Himmel, im Wasser, im Wald -
wohin auch immer ich die Hand ausstrecke,
kommen alle Schmuckstücke zu mir hin.

64.

Auf der Erde, auf Bergen, im Himmel, im Wasser, im Wald -
wohin auch immer ich die Hand ausstrecke,
kommen alle Mädchen zu mir hin.

65.

Auf der Erde, auf Bergen, im Himmel, im Wasser, im Wald -
wohin auch immer ich die Hand ausstrecke,
kommen Honig und Zucker zu mir hin.

66.

Auf der Erde, auf Bergen, im Himmel, im Wasser, im Wald -
wohin auch immer ich die Hand ausstrecke,
kommen alle Speisen zu mir hin.

67.

Armen Menschen, Reisenden
und Bittenden auf dem Weg -
ich gebe die pflichtgemäße Gabe,
um die erhabenste Vollerwachung zu erlangen.

68.

Den Fels der Berge zum Dröhnen bringend,
den mächtigen Berg donnernd erschütternd,
die Welt samt ihren Göttern zum Jubel erweckend -
werde ich ein Buddha in der Welt.

69.

In den zehn Richtungen dieser Welt,
wohin man geht ohne Ende zu finden -
in jedem dieser Himmelsgebiete
gibt es unzählbare Buddha-Felder.

70.

Mein Glanz ist verkündet -
Zwillingsstrahlen tragen ihn fort;
in diesem Raum dazwischen
erstrahle ein weites Licht aus dem Strahlennetz.

71.

In diesem Bereich der Welten
mögen alle Wesen mich erblicken,
mögen alle mir folgen,
bis hin zu den Wohnstätten der Brahmas.

72.

Mit dem erlesenen, honigsüßen Klang
schlug ich die Trommel des Todlosen -
in diesem Raum dazwischen
mögen alle Wesen die süße Stimme vernehmen.

73.

Wenn der Dhamma-Regen niedergeht,
mögen alle triebversiegt werden;
und jene, die unter den Letzten sind -
mögen sie Stromeingetretene werden.

74.

Nachdem ich die pflichtgemäße Gabe dargebracht,
Sīla vollständig und restlos erfüllt,
die Pāramī des Entsagens vollendet hatte,
erlangte ich die höchste Vollerwachung.

75.

Weise befragend,
höchste Energie entfaltend,
die Pāramī der Geduld vollendend,
erlangte ich die höchste Vollerwachung.

76.

Festen Entschluss fassend,
die Pāramī der Wahrhaftigkeit erfüllend,
die Pāramī der Liebenden Güte vollendend,
erlangte ich die höchste Vollerwachung.

77.

Bei Gewinn und Verlust, Freude und Leid,
bei Ehrung und Verachtung -
überall gleichmütig geworden,
erlangte ich die höchste Vollerwachung.

78.

Trägheit als Gefahr erkennend,
Energie als Sicherheit -
seid von erwachter Energie erfüllt:
Dies ist die Weisung des Buddha.

79.

Streit als Gefahr erkennend,
Streitlosigkeit als Sicherheit -
seid einig und freundlich miteinander:
Dies ist die Weisung des Buddha.

80.

Nachlässigkeit als Gefahr erkennend,
Nicht-Nachlässigkeit als Sicherheit -
entfaltet den achtgliedrigen Pfad:
Dies ist die Weisung des Buddha.

81.

Viele Buddhas sind versammelt,
vollständige Arahants allesamt -
verehrt und huldigt den Vollerwachten,
den Arahants.

82.

So sind die Buddhas unvorstellbar,
der Dhamma der Buddhas ist unvorstellbar -
für jene, die dem Unvorstellbaren vertrauen,
ist die Frucht unvorstellbar.
So sprach der Erhabene, indem er seine eigene Buddhaschaft rühmend, die Dhamma-Lehrdarlegung namens Buddhāpadāna vortrug.
Das Buddhāpadāna ist vollständig.
2. Paccekabuddhāpadāna
Nun vernehmet das Paccekabuddhāpadāna -

83.

Den Tathāgata, der im Jetavana weilte,
befragte der Vedehā-Weise Nataṅga:
„Paccekabuddhas, heißt es, gibt es -
durch welche Ursachen entstehen sie, o Held?"

84.

Da sprach der beste Allwissende, der große Weisheitssucher,
mit Freude verheißender und honigsüßer Stimme:
„Die in früheren Buddhas ihre Pflicht erfüllt,
doch in deren Lehren keine Befreiung erlangt haben -

85.

„durch ebendiese Pforte des heilsamen Erschauerns,
weise, auch ohne Buddhas, von scharfer Einsicht,
gelangen sie selbst mit nur geringem Objekt
zur Paccekabodhī.

86.

„In der gesamten Welt gibt es niemanden,
der den Paccekabuddhas gleich ist - außer mir;
von ihnen werde ich diesen knappen Lobpreis
darlegen, zum Ruhm der großen Weisen.

87.

„Die heilsamen Worte der großen Weisen, der Buddhas selbst,
süß wie Bienenhonig -
die höchste Heilsmedizin erstrebend,
vernehmt sie alle mit heiterem Geist.

88.

„Was von versammelten Paccekabuddhas
nacheinander überliefert und dargelegt wurde -
die Gefahr, der Grund der Loslösung,
und wie sie zur Bodhi gelangten.

89.

„In Dingen, die Leidenschaft wecken, leidenschaftslos wahrnehmend,
mit leidenschaftslosem Geist in einer Welt voll Begehren,
die Zerstreuungen und das Zucken des Geistes überwindend,
gelangten sie ebenso zur Bodhi.

90.

„Den Stock gegen alle Lebewesen niedergelegt,
keines von ihnen auch nur im Mindesten bedrängend,
mit liebevollem Herzen, voller Mitgefühl und Wohlwollen -
wandle allein, dem Einhorn gleich.

91.

Die Waffe niederlegend bei allen Wesen,
kein einziges von ihnen verletzend -
man sollte keinen Sohn begehren, geschweige denn einen Gefährten:
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

92.

Durch Umgang entsteht Anhaftung,
und aus Anhaftung erwächst dieses Leid;
die Gefahr erkennend, die aus Zuneigung geboren wird,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

93.

Wer Freunden und Herzensvertrauten zugetan ist,
dessen Geist bleibt gefesselt und verfehlt den eigenen Nutzen;
diese Gefahr im engen Umgang erkennend,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

94.

Wie ein weitverzweigter Bambus, der sich ausbreitet -
solche Anhänglichkeit an Söhne und Gemahlinnen;
wie ein junger Bambustrieb, der nirgends haften bleibt,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

95.

Wie ein Wild im Walde, das ungebunden ist,
und geht, wohin es will, zur Weide;
der weise Mensch, die Freiheit vor Augen,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

96.

Gegenseitige Anrede entsteht unter Gefährten,
bei Wohnen, Verweilen, Reisen und Wanderschaft;
die begehrenslose Freiheit vor Augen,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

97.

Spiel und Freude entstehen unter Gefährten,
und die Zuneigung zu Söhnen wird groß und tief;
den Schmerz der Trennung vom Geliebten scheuend,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

98.

Man wird zu einem, der nach allen vier Richtungen geht,
der niemandem feindlich ist, zufrieden mit dem, was kommt,
der Gefahren standhält und sich nicht erschreckt -
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

99.

Manche, selbst wenn sie fortgezogen sind, sind schwer zu führen,
ebenso wie Haushälter, die im Haus verweilen;
ohne Sorge um fremder Leute Söhne werdend,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

100.

Die Merkmale des Hauslebens ablegend,
wie der Kovilāra-Baum, der sein Laub abgeworfen -
der Mutige, der die Fesseln des Hauslebens durchtrennt hat,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

101.

Sollte man einen klugen Gefährten finden,
der mitgeht, rechtschaffen lebt und weise ist -
dann überwinde man gemeinsam alle Gefahren
und wandle froh und achtsam mit ihm.

102.

Findet man aber keinen klugen Gefährten,
der mitgeht, rechtschaffen lebt und weise ist -
so wandle man allein wie ein König, der ein gewonnenes Reich verlässt,
wie ein Elefant in des Mātaṅga-Waldes Einsamkeit.

103.

Wahrlich, wir preisen die Fülle guter Gefährten -
die Besten und Gleichen soll man als Gefährten pflegen;
findet man sie nicht, so lebe man von tadelloser Nahrung
und wandle allein, dem Horn des Einhorns gleich.

104.

Die leuchtend glänzenden Goldstücke erblickend,
vom Goldschmiedssohn meisterhaft gefertigt,
wie sie aneinanderstoßen, wenn zwei am Arm getragen werden -
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

105.

So entstünde mit einem Zweiten zusammen
wechselseitiges Ansprechen oder Aneinanderstoßen;
diese künftige Gefahr vor Augen sehend,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

106.

Begierden sind vielfältig, süß und reizend -
in vielgestaltiger Form bestürmen sie den Geist;
die Gefahr in den Sinnesgenüssen erkennend,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

107.

Unheil und Geschwür und Unglück,
Krankheit und Pfeil und Furcht - das ist dies hier;
diese Gefahr in den Sinnesgenüssen erkennend,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

108.

Kälte und Hitze, Hunger und Durst,
Wind und Sonnenbrand, Stechmücken und Kriechgetier -
all dies überwindend,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

109.

Wie ein Elefant, mächtig und hochschultrig, von erhabener Gestalt,
der die Herden verlassen hat, mit dem Lotos geschmückt,
der im Wald weilt, wie es ihm gefällt -
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

110.

Es ist unmöglich für den, der Geselligkeit liebt,
die zeitweilige Befreiung zu berühren;
das Wort des Ādiccabandhu vernehmend,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

111.

Jenseits der Vielheit der Ansichten gelangt,
den Weg erlangt, in die Richtung eingetreten -
in dem Erkenntnis aufgegangen ist, nicht mehr von anderen zu führen -
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

112.

Frei von Gier, frei von Täuschung, frei von Verlangen,
frei von Heuchelei, den Schmutz der Verblendung abgetan,
in der ganzen Welt ohne Stütze werdend -
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

113.

Den schlechten Gefährten meide man,
der das Unheil sieht und im Krummen verankert ist;
man geselle sich nicht selbst zu jemandem, der leidenschaftsverhaftet und nachlässig ist -
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

114.

Man pflege den Vielgelehrten, der den Dhamma trägt,
den erhabenen Freund voll Geisteskraft und Gewandtheit;
die Bedeutungen erkennend und den Zweifel überwindend,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

115.

Spiel, Freude und Sinnesglück in der Welt -
ohne sie zu schmücken, ohne nach ihnen zu verlangen,
enthaltsam von Prunk und wahr in der Rede -
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

116.

Söhne und Gattin, Vater und Mutter,
Schätze, Getreide und Verwandte -
all dies aufgebend und die Begierden, die man angehäuft hat,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

117.

Dies ist Anhaftung - klein ist das Glück darin,
wenig Befriedigung, viel mehr noch Leid;
„Ein Haken ist dies", so erkennend mit weisem Sinn,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

118.

Die Fesseln zertrümmernd,
wie ein Fisch, der das Netz durchbricht und im Wasser zieht,
wie Feuer, das, einmal entfacht, nicht umkehrt -
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

119.

Die Augen gesenkt und nicht unsteten Fußes,
die Sinne gehütet, den Geist bewacht,
nicht überflutet, nicht in Flammen -
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

120.

Die Merkmale des Hauslebens ablegend,
wie der Pāricchatta-Baum, der sein Laub gebreitet hält -
das Ockergewand angezogen und ausgezogen aus dem Haus,
allein wandle man, dem Horn des Einhorns gleich.

121.

Kein Verlangen hegte ich nach Geschmäcken, unverführbar,
nicht auf andere angewiesen, von Haus zu Haus wandernd -
so ziehe einer, dem Nashornhorn gleich, allein.

122.

Die fünf Hindernisse des Geistes aufgebend,
die trübenden Mängel allesamt vertreibend,
unabhängig, durchschneidend Zuneigung und Hass -
so ziehe einer, dem Nashornhorn gleich, allein.

123.

Lust und Schmerz hinter sich lassend, ebenso
die frühere Freude wie den früheren Kummer,
Gleichmut gewinnend, rein und still gesammelt -
so ziehe einer, dem Nashornhorn gleich, allein.

124.

Mit erweckter Energie zur Erlangung des Höchsten,
nicht trägen Geistes, nicht in faulem Lebenswandel,
mit festem Aufbruch, mit Kraft und Ausdauer -
so ziehe einer, dem Nashornhorn gleich, allein.

125.

Die Abgeschiedenheit und das Jhāna nicht aufgebend,
stets dem Dhamma gemäß wandelnd,
die Gefahren der Daseinswelten durchdringend -
so ziehe einer, dem Nashornhorn gleich, allein.

126.

Den Versiegen des Durstes erstrebend, nicht nachlässig,
kein Stummer, ein Gelehrter, mit Achtsamkeit versehen,
den Dhamma ergründet habend, fest entschlossen, bemüht -
so ziehe einer, dem Nashornhorn gleich, allein.

127.

Wie der Löwe nicht erschrickt bei Geräuschen,
wie der Wind sich nicht verfängt in einem Netz,
wie der Lotos nicht benetzt wird von dem Wasser -
so ziehe einer, dem Nashornhorn gleich, allein.

128.

Wie der Löwe mit den Reißzähnen gewaltig,
der König der Tiere, alles überwindend wandelt -
so suche man entlegene Wohnstätten auf
und ziehe, dem Nashornhorn gleich, allein.

129.

Mettā und Upekkhā, Karuṇā und Befreiung
pflegend, zu gegebener Zeit auch Mitfreude,
mit der gesamten Welt in keinem Streit -
so ziehe einer, dem Nashornhorn gleich, allein.

130.

Begierde und Hass aufgebend sowie Verblendung,
die Fesseln allesamt zerschlagend,
ohne Schrecken beim Versiegen des Lebens -
so ziehe einer, dem Nashornhorn gleich, allein.

131.

Freunde suchen und dienen aus eigenem Nutzen;
uneigennützige Freunde sind heute selten.
Die Menschen, nur auf den eigenen Vorteil bedacht, sind unrein -
so ziehe einer, dem Nashornhorn gleich, allein.

132.

Mit reinem Sīla und vollständig gereinigter Paññā,
gesammelt, dem Wachen hingegeben,
schauend, die Besonderheiten des Dhamma sehend -
solche kennen die Pfade der Maggaṅga und Bojjhaṅga.

133.

Leerheit, Ziellosigkeit und Zeichenlosigkeit
im Sāsana des Jina übend -
die Weisen, die nicht zur Jüngerschaft gelangen,
werden zu Paccekabuddhas, zu Sayambhū.

134.

Von großem Dhamma, vielfacher Dhammakāya,
Herren des Geistes, überschritten alle Leidensflutten,
erhobenen Herzens, das Höchste schauend -
dem Löwen gleich, dem Nashornhorn vergleichbar.

135.

Beruhigte Sinne, beruhigter Geist, gesammelt,
den Wesen an den Grenzen zugewandt in Fürsorge -
Leuchten, die anderswo und hier erstrahlen:
diese Paccekabuddhas sind stets unser Heil.

136.

Alle Hindernisse aufgegeben, Herren der Wesen,
Weltenlicht, strahlend wie massives Gold -
zweifellos die vollkommensten Opferwürdigen der Welt:
diese Paccekabuddhas sind beständig unsere Stärkung.

137.

Die wohlgesprochenen Worte der Paccekabuddhas
wandern durch die Welt mitsamt den Göttern.
Die Toren, die sie hören, doch nicht danach handeln,
wandern immer wieder durch die Leiden.

138.

Die wohlgesprochenen Worte der Paccekabuddhas
strömen wie Honig aus dem kleinen Bienenstock.
Die sie hören und dem Üben hingegeben sind -
diese werden Wahrheitsschauende, mit Paññā versehen.

139.

Diese erhabenen Worte, gesprochen von den Paccekabuddhas, den Siegern,
beim Hinausgehen in die Hauslosigkeit -
sie wurden vom Sākya-Löwen, dem Höchsten der Menschen,
kundgetan zum Verständnis des Dhamma.

140.

Aus Mitgefühl für die Welt wurden diese
von den Paccekabuddhas ausgestrahlten Worte
zur großen Förderung von Saṃvega und Verständnis
vom selbst Erwachten Löwen kundgetan.
Paccekabuddhāpadānaṃ samattaṃ.
3-1. Sāriputtattheraapadānaṃ
Atha therāpadānaṃ suṇātha -

141.

Nicht fern vom Himavant liegt ein Berg,
Lambaka genannt;
mein Ashram war trefflich erbaut,
die Laubhütte wohlgefügt.

142.

Ein Flüsschen mit flachem Ufer,
leicht zugänglich, von bezauberndem Anblick,
mit reinweißem Sand bestreut,
liegt nicht fern von meinem Ashram.

143.

Ohne Steine, ohne Steilhänge,
mild, ohne unangenehmen Geruch -
ein Flüsschen fließt dort hin
und schmückt meinen Ashram.

144.

Kumbhīlas und Makaras dort,
Susumāras und Schildkröten -
sie wandern in dem Flüsschen
und schmücken meinen Ashram.

145.

Pāṭhīna- und Pāvusa-Fische,
Balajā, Muñja und Rohita,
Vaggaḷas, umherflatternd -
sie schmücken meinen Ashram.

146.

An beiden Ufern des Flüsschens
blühende und früchtetragende Bäume,
von beiden Seiten herabhängend -
sie schmücken meinen Ashram.

147.

Ambā, Sāla und Tilaka,
Pāṭalī und Sinduvāra -
göttlichen Duft verströmend, erblüht,
in meinem Ashram.

148.

Campaka, Saḷala, Nīpa,
Nāga, Punnāga und Ketaka -
göttlichen Duft verströmend, erblüht,
in meinem Ashram.

149.

Atimuttā und Asoka,
Bhaginīmālā erblüht,
Aṅkola und Bimbijāla -
erblüht in meinem Ashram.

150.

Ketaka und Kandali,
Godhuka und Tiṇasūlī -
göttlichen Duft verströmend,
schmücken sie meinen Ashram.

151.

Kaṇikāra-Blüten und Ohrgehänge-gleiche, Asana- und Arjuna-Bäume in Fülle -
himmlischen Duft ausströmend,
schmücken sie meinen Āsrama.

152.

Punnāga- und Giripunnāga-Bäume, Koviḷāra in voller Blüte -
himmlischen Duft ausströmend,
schmücken sie meinen Āsrama.

153.

Uddhālaka- und Kuṭaja-Bäume, Kadamba- und Vakula-Bäume in Fülle -
himmlischen Duft ausströmend,
schmücken sie meinen Āsrama.

154.

Āḷaka- und Isimuggā-Bäume, Bananenstauden und Mātuluṅga-Früchte -
mit duftendem Wasser genährt,
tragen sie ihre Früchte.

155.

Einige Lotusblüten blühen auf, andere Kesara-Blüten entstehen;
wieder andere Lotuspflanzen sind bereits verblüht -
so stehen sie im Teich zu jener Zeit.

156.

Lotuspflanzen tragen Knospenansätze, Mulāḷi-Stängel treiben hervor;
bedeckt mit Siṃghāṭi-Blättern
erglänzen sie im Teich zu jener Zeit.

157.

Nayitā- und Ambagandhi-Blüten, Uttalī und Bandhujīvaka -
himmlischen Duft verströmend,
erblüht im Teich zu jener Zeit.

158.

Pāṭhīna-, Pāvusa-Fische, Balaja-, Muñja- und Rohita-Fische,
Saṃgula- und Maggura-Fische -
sie wohnen im Teich zu jener Zeit.

159.

Krokodile und Gaviale, Schlangenfänger und Rakkhasa-Wesen,
Oguhā und Riesenschlangen -
sie wohnen im Teich zu jener Zeit.

160.

Tauben und Königsschwäne, Cakkavāka-Vögel, Flusswanderer,
Kuckucke und Papageien mit Starenrufen -
sie leben von jenem See.

161.

Kukkutthaka- und Kuḷīraka-Vögel, Pokkharasātaka im Walde,
Dindibha- und Suvapota-Vögel -
sie leben von jenem See.

162.

Schwäne, Kraniche und Pfaue, Kuckucke und Rotkamm-Vögel,
Pampaka- und Jīvaṃjīva-Vögel -
sie leben von jenem See.

163.

Eulen und Poṭṭhasīsa-Vögel, Kurara-Reiher und viele Senaka-Vögel,
Mahākāḷa-Vögel -
sie leben von jenem See.

164.

Gazellen und Wildschweine, Yak-Rinder und viele Nashörner,
Rohicca- und Sukapota-Vögel -
sie leben von jenem See.

165.

Löwen, Tiger und Leoparden, Bären, Kokatas und Hyänen,
Elefanten in dreifacher Brunst -
sie leben von jenem See.

166.

Kinnarā- und Affenwesen, auch Waldbewohner und Waldarbeiter,
Sklaven und Jäger -
sie leben von jenem See.

167.

Tinduka- und Piyāla-Früchte, Madhuka- und Kāsumāra-Früchte -
beständig tragen sie Früchte
nicht fern von meinem Āsrama.

168.

Kosamba-, Saḷala- und Nimba-Bäume, mit wohlschmeckenden Früchten behangen -
beständig tragen sie Früchte
nicht fern von meinem Āsrama.

169.

Harītaka- und Āmalaka-Früchte, Mango-, Jambu- und Vibhītaka-Früchte,
Kola-, Bhallātaka- und Billa-Früchte -
sie tragen ihre Früchte.

170.

Āluva- und Kaḷamba-Gewächse, Biḷālī- und Takkaḷa-Pflanzen,
Jīvaka- und Sutaka-Kräuter -
sie sind in Fülle in meinem Āsrama.

171.

Nicht fern vom Āsrama sind Teiche kunstvoll angelegt,
mit klarem, kühlem Wasser,
schönen Einstiegen und erfreulichem Anblick.

172.

Mit Paduma- und Uppala-Blüten bedeckt, mit Puṇḍarīka-Lotussen geziert,
von Mandālaka-Blüten übersät -
strömt himmlischer Duft aus.

173.

So in diesem vollständig ausgestatteten, blühenden und früchtetragenden Walde,
in dem wohlgestalteten, anmutigen Āsrama,
weile ich dort.

174.

Tugendhaft, in Übungen gefestigt, immer in Jhāna versunken und dem Jhāna zugetan,
mit der Kraft der fünf Abhiññās ausgestattet -
so der Asket namens Suruci.

175.

Vierundzwanzigtausend Schüler
standen mir zur Seite;
alle waren Brahmanen,
von edler Geburt und Ansehen.

176.

In Zeichen-Wissenschaft und Itihāsa-Überlieferung,
in Nighaṇṭu- und Keṭubha-Texten,
in Metrik und Grammatik -
gelangten sie zur Vollendung im eigenen Wissensgebiet.

177.

In Vorzeichen, Zeichen und Kennzeichen kundig,
was die Erde, den Bereich darunter und den Luftraum betrifft -
meine Schüler waren wohlerfahren.

178.

Mit wenigen Wünschen, achtsam, wenig essend, ohne Gier,
zufrieden mit Gewinn und Nicht-Gewinn -
sie umgaben mich stets.

179.

In Jhāna versunken, dem Jhāna zugetan, weise, mit ruhigem Geist und gesammelt,
nach dem Zustand der Besitzlosigkeit strebend -
sie umgaben mich stets.

180.

Zur Vollendung in den Abhiññās gelangt, dem überlieferten Bereich hingegeben,
im Luftraum wandelnd, weise -
sie umgaben mich stets.

181.

Verschlossen an den sechs Toren, unbeweglich, mit gehüteten Sinnen -
so leben jene Weisen, unnahbar, meine Schüler.

182.

Im Lotossitz oder im Stehen und Wandeln auf dem Wandelgang
verbringen sie die Nacht - unnahbar, meine Schüler.

183.

Beim Verlockenden werden sie nicht verlockt, beim Verhassten nicht erfüllt von Hass,
beim Verwirrenden nicht verwirrt - unnahbar, meine Schüler.

184.

Die Iddhi prüfend, üben sie sich ohne Unterlass;
die Erde erschüttern sie mit Energie - unnahbar, furchtgebietend.

185.

Wenn jene Schüler spielen, spielen sie das Spiel des Jhāna;
sie lassen Früchte von den Jambū-Bäumen herabregnen - unnahbar, meine Schüler.

186.

Andere fahren nach Goyāna, andere nach Pubbavidehaka,
wieder andere nach Uttarakuru - auf der Suche, unnahbar.

187.

Voraus entsenden sie ihre Khārī-Last, dahinter gehen sie selbst;
vierundzwanzigtausend bedecken den Himmel.

188.

Manche kochen im Feuer, manche ohne Feuer, manche fügen sich Zahnschmerzen zu;
einige mahlen mit Steinen, andere essen nur aufgelesene Früchte.

189.

Manche tauchen ins Wasser, morgens und abends seit langer Zeit,
sie vollziehen die Wasserweihe - unnahbar, meine Schüler.

190.

Mit gewachsenem Barthaar und Körperhaar, mit schlammigen Zähnen
und staubbedecktem Haupt - durchduftet vom Duft der Sīla, meine Schüler.

191.

Schon beim Morgengrauen versammeln sich die Jaṭila-Asketen, die Eifrigen,
rezitieren Gewinn und Verlust und ziehen dann durch den Himmel.

192.

Wenn jene aufbrechen, erhebt sich ein gewaltiges Getöse;
beim Klang der Antilopen-Felle jubeln die Götter.

193.

In alle Himmelsrichtungen ziehen die Seher, die Himmelswanderer,
gestärkt durch eigene Kraft gehen sie, wohin es sie zieht.

194.

Diese Erderschütterer - sie alle wandeln durch das Firmament,
von hoher Kraft, unüberwindlich, unerschütterlich wie der Ozean.

195.

Manche sind im Stehen und Wandeln verweilt, manche in der Sitzmeditation,
manche ernähren sich von Aufgelesenem - unnahbar, meine Schüler.

196.

Diese wohnen in Mettā, das Wohl aller Lebewesen im Sinn;
keiner rühmt sich selbst, keiner verachtet irgendjemanden.

197.

Unerschrocken wie Löwenkönige, stark wie Elefantenkönige,
unnahbar wie Tiger kommen sie zu mir heran.

198.

Vijjādhara, Götter, Nāgas, Gandhabben und Rakkhasas,
Kumbhaṇḍas, Dānavas und Garuḷas - sie alle schöpfen aus jenem Teich.

199.

Jene, die Jaṭā-Bündel und Khārī-Lasten tragen, in Antilopenfell gekleidet,
alle Himmelswanderer - sie schöpfen aus jenem Teich.

200.

Stets aufeinander abgestimmt, voller gegenseitiger Ehrerbietung -
unter den Vierundzwanzigtausend ist kein Laut des Zankes zu vernehmen.

201.

Schritt für Schritt setzen sie die Füße, lautlos, wohl gesammelt,
sie alle kommen heran und verehren mich mit gesenktem Haupt.

202.

Von jenen Schülern umgeben, den stillen und den Asketen,
weile ich dort im Āśrama, ein Meditativer, dem Jhāna zugetan.

203.

Vom Duft der Sīla der Seher und vom Duft der Blüten zusammen,
vom Fruchtduft der tragenden Bäume - ist der Āśrama durchduftet.

204.

Tag und Nacht unterscheide ich nicht, Unrast ist mir fremd;
wenn ich meine eigenen Schüler unterweise, empfange ich nur noch mehr Freude.

205.

Von den aufblühenden Blüten und den reifenden Früchten
strömen himmlische Düfte aus und schmücken meinen Āśrama.

206.

Aus dem Samādhi erhoben, eifrig und achtsam,
nahm ich die Khārī-Last auf und trat in den Wald.

207.

In Vorzeichen und Träumen wohl geübt, kundig in den Kennzeichen,
trage ich die umlaufenden Mantra-Verse im Gedächtnis.

208.

Anomadassī, der Erhabene, der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen,
der Vollerwachte, der nach Einsamkeit strebt, kam zum Himāvant.

209.

Den Himāvant durchdringend, der vortreffliche, mitfühlende Muni,
setzte er die Beine in den Lotossitz und saß nieder, der Höchste der Menschen.

210.

Ihn erblickte ich, den Vollerwachten, strahlend leuchtend, entzückend für den Geist -
wie eine erglühende Indīvara-Lotusblüte, wie loderndes Feuer.

211.

Wie einen leuchtenden Flammenbaum, wie Blitze am Himmel -
wie einen Sāla-König in voller Blüte -
so erblickte ich den Weltenführer.

212.

Dieser Nāga, der große Held, der Muni, der dem Leid ein Ende setzt -
wer zu seiner Schau gelangt,
wird von allem Leiden befreit.

213.

Den Gott der Götter erblickend,
prüfte ich die Merkmale:
„Ist er ein Buddha oder nicht?
Wohlan, ich schaue den Sehenden."

214.

Tausend Speichen-Räder werden sichtbar
an den herrlichsten Füßen -
seine Merkmale schauend, gelangte ich
zur Gewissheit über den Tathāgata.

215.

Einen Besen nehmend, fegte ich,
und nachdem ich gefegt hatte,
brachte ich Blumen zusammen
und verehrte den Besten der Buddhas.

216.

Jenen Buddha verehrend, den Fluten-Überschrittenen, den Triebversiegten,
legte ich das Fell über eine Schulter
und verneigte mich vor dem Weltenführer.

217.

Jenes Wissen, womit der Vollerwachte,
der Triebversiegte, weilt -
dieses Wissen werde ich preisen;
hört mich, der ich spreche.

218.

„Diese Welt hast du emporgehoben,
Selbst-Erwachter, von unermesslichem Aufgang;
wer zu deiner Schau gelangt,
der überquert den Strom des Zweifelns.

219.

Du bist der Lehrer und das Zeichen,
das Banner und die Säule für alle Wesen;
das höchste Ziel und die Stütze,
die Leuchte, Erhabenster der Zweifüßler.

220.

Man kann das Wasser des Meeres messen
mit dem Āḷhaka-Maß -
doch dein allumfassendes Wissen,
Allwissender, ist nicht zu messen.

221.

Man kann die Erde abwiegen,
wenn man sie auf eine Waagschale legt -
doch dein allumfassendes Wissen,
Allwissender, ist nicht zu fassen.

222.

Den Himmel kann man messen
mit einer Schnur, Finger für Finger -
doch dein allumfassendes Wissen,
Allwissender, ist nicht zu messen.

223.

Das Wasser des großen Meeres,
die ganze unvermischte Erde -
sie taugen nicht als Gleichnis,
wenn man sie dem Buddha-Wissen vergleicht.

224.

Das Denken der ganzen Welt mit ihren Göttern,
wo immer es sich entfaltet -
all das ist umfangen, du Sehender,
von deinem Wissen wie in einem Netz.

225.

Mit jenem Wissen, durch das du erlangt hast
die vollkommene, höchste Bodhi,
durch dieses Wissen, Allwissender,
durchschautes du die Anderslehrenden."

226.

Diese Verse gesprochen habend,
der Asket namens Suruci -
das Fell auf der Erde ausbreitend,
setzte er sich darauf nieder.

227.

Vierundachtzigtausend Yojana
tief in den großen Ozean versenkt -
so hoch erhebt sich darüber,
was der Bergkönig genannt wird.

228.

So hoch erhebt sich der Meru,
in Länge wie in Breite -
er, zu feinstem Staub zerrieben,
hundertausend Koṭis von Partikeln.

229.

Würde man sie in Hunderttausenden aufschichten
und sie so bis zur Neige aufzählen -
dennoch ist dein allumfassendes Wissen,
Allwissender, nicht zu messen.

230.

Wer auch immer mit einem feinen Netz
das Wasser umspannt -
alle Lebewesen im Wasser
wären vom Netz umfangen.

231.

Ebenso, großer Held:
welche Anderslehrenden auch immer,
in das Dickicht der Ansichten gestürzt,
durch Festhalten verblendet -

232.

durch dein reines, unverstelltes,
hindernislos schauendes Wissen
sind sie allesamt umfangen:
dein Wissen übersteigen sie nicht.

233.

Der Erhabene zu jener Zeit - Anomadassī, von großem Ruhm -
aus dem Samādhi aufgestanden,
schaute der Siegreiche in alle Richtungen.

234.

Des Muni Anomadassī
Schüler, namens Nisabha,
umgeben von Hunderttausenden
von stillen, gleichmütigen Gleichgesinnten,

235.

von Triebversiegten, Reinen,
von sechsfach Wissenden, in Jhāna Verweilenden -
den Geist des Buddha erkennend,
näherte er sich dem Weltenführer.

236.

In der Luft stehend,
umkreisten sie ihn ehrerbietig;
in Verehrung die Hände faltend,
stiegen sie hernieder in die Nähe des Buddha.

237.

Anomadassī, der Erhabene,
der Älteste der Welt, Stier unter den Menschen,
in der Mitte der Bhikkhu-Saṅgha sitzend -
der Siegreiche ließ ein Lächeln erscheinen.

238.

Varuṇa - so hieß der Aufwärter
des Lehrers Anomadassī -
das Gewand über eine Schulter legend,
fragte er den Weltenführer:

239.

„Was, Erhabener, ist der Grund
für das Lächeln des Lehrers?
Denn die Buddhas lächeln nicht
ohne Ursache."

240.

Anomadassī, der Erhabene,
der Älteste der Welt, Stier unter den Menschen,
inmitten der Bhikkhus sitzend,
sprach diese Strophe:

241.

„Wer mich mit Blumen verehrte und auch des Buddha Erkenntnis rühmte -
von dem werde ich künden; hört, was ich spreche.

242.

„Auf des Buddha Wort hin versammelten sich alle Götter;
um den Saddhamma zu hören, traten sie zum Vollerwachten hin.

243.

„Aus zehn Weltbereichen kamen die Götterheere mit großer Macht;
um den Saddhamma zu hören, traten sie zum Vollerwachten hin.

244.

„Elefanten, Rosse, Wagen und Fußtruppen, ein viergliedriges Heer -
sie werden ihn stets umgeben: dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

245.

„Sechzigtausend Musikinstrumente und festlich geschmückte Trommeln -
sie werden ihm stets aufwarten: dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

246.

„Sechzehntausend Frauen, herrlich geschmückt,
in bunten Gewändern und Schmuck, mit leuchtenden Edelsteinohrringen,

247.

„mit langen Wimpern, lächelnder Miene, wohlgestaltet und schlanktaillig -
sie werden ihn stets umgeben: dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

248.

„Hunderttausend Äonen wird er in der Götterwelt erfreuen;
tausendmal wird er als Weltenherrscher, als König, im Lande herrschen.

249.

„Tausendmal wird er als Indra die Götterherrschaft ausüben;
und Teilherrschaft, weitumfassend, unzählige Male.

250.

„Wenn er zur letzten Existenz gelangt, wird er Menschsein erlangen;
eine Brahmanin namens Sārī wird ihn in ihrem Schoß tragen.

251.

„Nach dem Namen und Geschlecht der Mutter wird dieser Mensch bekannt sein;
Sāriputta wird sein Name sein - scharf an Weisheit wird er sein.

252.

„Achtzig Koṭi aufgebend, wird er besitzlos in die Hauslosigkeit ziehen;
auf der Suche nach dem Ort des Friedens wird er diese Erde durchwandern.

253.

„Nach unermesslichen Äonen von jetzt an, aus dem Geschlecht der Okkāka entsprossen,
wird ein Lehrer namens Gotama in der Welt sein.

254.

„Als Erbe seines Dhamma, leiblicher Sohn, aus dem Dhamma gezeugt,
wird er unter dem Namen Sāriputta der erste Schüler sein.

255.

„Diese Bhāgīrathī Gaṅgā, vom Himavant entsprungen,
strömt dem großen Ozean zu und tränkt die weite See -

256.

„ebenso wird dieser Sāriputta, in den Drei kundig auf eigenem Grund,
die Vollendung der Weisheit erreichend, die Lebewesen tränken.

257.

„Vom Himavant bis hin zum Ozean, dem großen Meer -
der Sand auf den Sandbänken dazwischen ist unzählbar an Zahl.

258.

„Doch dieser ließe sich ganz und gar, Korn für Korn, auszählen;
doch Sāriputtas Weisheit wird kein Ende haben.

259.

„Wenn man Hunderttausende abzählt und der Sand des Gaṅgā schwindet -
doch Sāriputtas Weisheit wird kein Ende haben.

260.

„Die Wellen des großen Ozeans sind unzählbar an Zahl;
ebenso wird Sāriputtas Weisheit kein Ende haben.

261.

„Den Vollerwachten, Gotama, den Besten der Sakya verehrend,
wird er, die Vollendung der Weisheit erreichend, der erste Schüler sein.

262.

„Das vom Sohn der Sakya, dem Vollkommenen, in Bewegung gesetzte Dhammacakka
wird er richtig weiterrollen lassen, Ströme des Dhamma ergießend.

263.

„All dies erkennend wird Gotama, der Beste der Sakya,
inmitten des Bhikkhu-Saṅgha sitzend, ihn an die höchste Stelle setzen."

264.

Welch wohl vollbrachtes Kamma ist meines - durch den Lehrer Anomadassī!
Durch das, was ich ihm zu Ehren tat, habe ich überall die Vollendung erlangt.

265.

Das in unermesslicher Zeit vollbrachte Kamma zeigt mir hier seine Frucht;
mit der Wucht eines Pfeils habe ich die Befleckungen verbrannt.

266.

Das Ungestaltete suchend, Nibbāna, den unerschütterlichen Ort,
durchmusterte ich alle Andersgläubigen und wanderte durch die Existenzen.

267.

Wie ein Kranker, der ein Heilmittel sucht,
den ganzen Wald durchforscht, um von der Krankheit befreit zu werden -

268.

das Ungestaltete suchend, Nibbāna, den todlosen Ort,
zog ich ununterbrochen fünfhundert Mal in die Askese der Weisen aus.

269.

Mit schwerem Jaṭā-Haar beladen, das Antilopenfell als Gewand tragend,
die Vollendung der Wunderkräfte erreichend, gelangte ich in die Brahma-Welt.

270.

Es gibt keine Reinheit außerhalb des Jinasāsana;
welche verständigen Wesen es auch seien - sie reinigen sich im Jinasāsana.

271.

Aus eigenem Antrieb war dies, nicht aus bloßem Hörensagen;
Das Ungestaltete suchend, wanderte ich an trügerischen Furten umher.

272.

Wie ein Mann, der auf Kernholz aus ist, eine Bananenstaude fällt und spaltet -
Er würde dort keinen Kern finden, denn leer an Kern ist sie.

273.

So sind die Anhänger verschiedener Ansichten in der Welt, die vielen Menschen -
Leer am Ungestalteten, gleich dem Kern der Bananenstaude.

274.

Im letzten Dasein angekommen, war ich ein Brahmanenverwandter;
Großen Reichtum hinter mir lassend, trat ich aus in die Hauslosigkeit.
Paṭhamabhāṇavāra.

275.

Ein Vedakundiger, Sprüche bewahrend, bewandert in den drei Veden -
Sañcaya mit Namen war er, ein Brahmane; zu seinen Füßen weilte ich.

276.

Dein Schüler, großer Held, ein Brahmane namens Assaji -
Unnahbar, von starkem Glanz, ging er damals auf Piṇḍapāta umher.

277.

Ihn erblickte ich, den Weisen, weise und gesammelt,
Von stillem Geist, einen großen Nāga, gleich einer erblühten Lotosblüte.

278.

Als ich ihn sah, entstand in mir der Gedanke - er ist wohl bezähmt, reinen Geistes:
„Dieser Stier, dieser Edle, dieser Held - er wird ein Würdiger sein."

279.

Anmutig bewegt er sich, wohlgestaltet, wohl gezügelt;
Im höchsten Bezähmen bezähmt, wird er der Seher des Unsterblichen sein.

280.

„Möchte ich doch das Höchste erfragen, mit freudigem Gemüt -
Er, befragt, wird mir antworten" - so trat ich denn an ihn heran.

281.

Ihm folgend, als er Piṇḍapāta beging, ging ich hinter ihm her,
Auf eine Gelegenheit wartend, das unsterbliche Dhamma zu erfragen.

282.

Als er mitten auf der Straße angelangt war, trat ich heran und fragte:
„Wer bist du von Abstammung, Held? Wessen Schüler bist du, Würdiger?"

283.

Er, so befragt, antwortete mir, furchtlos wie ein Löwe:
„Ein Buddha ist in der Welt erschienen - sein Schüler bin ich, Freund."

284.

„Wie ist er, dein großer Held, dem Großberühmten nachgeartet?
Des Buddha Sāsana-Dhamma - erkläre es mir gütig, Herr."

285.

Er, so befragt, erklärte mir alles - das tiefe, genaue Dhamma:
Den Töter des Pfeiles der Begierde, die Auflösung allen Leidens.

286.

„Was auch immer Dhammas sind, aus Ursachen entsprungen -
deren Ursache hat der Tathāgata verkündet;
Und deren Erlöschen -
so lautet die Botschaft des großen Samaṇa."

287.

Als die Fragen beantwortet waren, gelangte ich zur ersten Frucht;
Entstaubt und makellos war ich, nachdem ich das Sāsana des Siegers gehört hatte.

288.

Nachdem ich des Weisen Worte gehört, das höchste Dhamma geschaut hatte,
Tief eingetaucht in das wahre Dhamma, sprach ich diese Strophe:

289.

„Dies ist wahrhaftig das Dhamma - wäre dieser Zustand,
der leidlose, kummerfreie, doch schon erschaut worden,
der ungesehen blieb, der vergangene,
durch viele ungezählte Kappas hindurch."

290.

Ich, der ich das Dhamma suchte, hatte an trügerischen Furten gewandert;
Nun ist mir dieses Ziel erlangt - es ist Zeit für mich, nicht nachlässig zu sein.

291.

Ich, von Assaji beglückt, das unwandelbare Dhamma erlangt habend,
Suchte einen Gefährten und begab mich zum Āssama.

292.

Von weitem hatte mein wohl geübter Gefährte mich gesehen -
Von vorzüglichem Auftreten, sprach er diese Worte:

293.

„Heiter sind dein Antlitz und deine Augen - Weisheit scheint hindurch;
Hast du das Unsterbliche erlangt, Nibbāna, das unvergängliche Dhamma?"

294.

„Du kommst in rechter Gestalt, wie von Unerschütterlichkeit getragen;
Bezähmt wie ein Bezähmter im höchsten Bezähmen - du bist zur Stille gelangt, Brahmane."

295.

„Das Unsterbliche habe ich erlangt, die Auflösung des Pfeiles des Kummers;
Auch du mögest es erlangen - lass uns zum Buddha gehen."

296.

„So sei es" - so antwortete mein wohl geübter Gefährte,
Ergriff meine Hand mit seiner Hand und trat an deine Seite.

297.

„Wir beide werden ausziehen, bei dir, dem Sakyasohn;
In dein Sāsana eingetreten, werden wir frei von Triebflüssen weilen."

298.

Kolita ist der Beste an übernatürlichen Kräften, ich bin Vollendeter in Paññā -
Wir beide, zu einem geworden, lassen das Sāsana erstrahlen.

299.

Mit noch unvollendetem Vorsatz hatte ich an trügerischen Furten gewandert;
Deinen Anblick erlangt habend, ist mein Vorsatz erfüllt.

300.

Gründend auf der Erde, blühen die Bäume zur rechten Zeit;
Himmlische Düfte strömen aus und erfreuen alle Wesen.

301.

So auch ich, o Großer Held, Sakyasohn von hohem Ruhm -
in deiner Lehre gegründet, strebe ich nach Blüte.

302.

Die Blüte der Befreiung suchend, die aus dem Kreislauf des Werdens erlöst,
erfreue ich durch den Gewinn der Befreiungsblüte alle Wesen.

303.

Im gesamten Buddhakhetta, abgesehen vom Großen Weisen selbst,
gibt es niemanden, der an Weisheit deinem Sohn, o Sehender, gleicht.

304.

Wohlgeführt sind deine Schüler, deine Gemeinschaft wohlunterwiesen;
in höchster Zähmung gebändigt, umgeben sie dich allezeit.

305.

Versunkene, der Jhāna-Freude hingegeben, Weise mit stillem Geist, in Samādhi gefestigt,
Munis, erfüllt von Stille - sie umgeben dich allezeit.

306.

Bedürfnisarm, besonnen, weise, genügsam in der Nahrung, frei von Gier,
in Gewinn wie in Verlust zufrieden - sie umgeben dich allezeit.

307.

Waldbewohner, den Dhuta-Übungen ergeben, in Jhāna versunken, in rauhen Roben,
der Abgeschiedenheit zugetan, weise - sie umgeben dich allezeit.

308.

Auf dem Pfad Wandelnde und nach der Frucht Strebende, Lernende und Fruchterlangende,
die nach dem Höchsten trachten - sie umgeben dich allezeit.

309.

Sotāpannas, makellos, und Sakadāgāmīs,
Anāgāmīs und Arahants - sie umgeben dich allezeit.

310.

Geübt in Satipaṭṭhāna, der Entfaltung der Bojjhaṅgas hingegeben -
deine Schüler, viele und alle, umgeben dich allezeit.

311.

Geübt in den Iddhipādas, der Entfaltung des Samādhi zugetan,
dem rechten Streben ergeben - sie umgeben dich allezeit.

312.

Dreifach-Wissende und Sechs-Abhiññā-Erlangende, in der Iddhi zur Vollendung Gelangte,
die die Vollendung der Weisheit erreicht haben - sie umgeben dich allezeit.

313.

Solcher Art, o Großer Held, sind deine wohlunterwiesen Schüler -
unnahbar, von erhabenem Glanz, umgeben sie dich allezeit.

314.

Von diesen Schülern umgeben, entsagungsvoll und asketisch,
strahlst du wie der Löwenkönig, wie der König der Gestirne.

315.

Auf der Erde gegründet wachsen die Bäume der Erde empor,
erlangen Fülle und zeigen ihre Früchte.

316.

Der Erde gleich bist du, o Sakyasohn von hohem Ruhm -
in deiner Lehre gegründet, erlangen sie die Frucht des Unsterblichen.

317.

Sindhu und Sarassatī, und fürwahr die Flüsse Candabhāgā,
Gaṅgā und Yamunā, Sarabhū und auch Mahī -

318.

sie alle, strömend dahin, nimmt der Ozean in sich auf;
sie lassen ihren früheren Namen fahren und werden als Ozean erkannt.

319.

Ebenso diese vier Kasten: nachdem sie in deiner Nähe ausgezogen sind,
lassen sie ihren früheren Namen fahren; als Buddhakinder werden sie erkannt.

320.

Wie der makellose Mond, am Himmelsraum ziehend,
alle Sternenscharen der Welt an Glanz überstrahlt -

321.

so du, o Großer Held, von Göttern und Menschen umgeben,
überstrahlst sie alle; du leuchtest allezeit.

322.

Die aus der Tiefe aufgestiegenen Wellen überschreiten das Ufer nicht;
alle berühren das Ufer, zerschmettert zerstreuen sie sich.

323.

Ebenso die Angehörigen anderer Schulen in der Welt, viele Menschen verschiedener Ansichten -
begierig, den Dhamma zu widerlegen, überschreiten sie diesen Muni nicht.

324.

Und wenn sie mit Widerlegungen an dich herantreten, o Sehender,
kommen sie in deine Nähe und werden gleichsam zerschmettert.

325.

Wie im Wasser geborene Kumuda-Lotusblumen in großer Zahl
von Wasser bedeckt werden, von Schlamm und Morast -

326.

so wachsen und gedeihen viele Wesen, in dieser Welt geboren,
gequält von Begierde und Hass, wie die Lotusblume im Schlamm.

327.

Wie die im Wasser geborene Lotusblume inmitten des Wassers aufwächst
und doch vom Wasser nicht benetzt wird - rein ist ihr Kelch -

328.

so du, o Großer Held, in der Welt geboren, Großer Muni,
wirst von der Welt nicht befleckt, wie die Lotusblume vom Wasser.

329.

Wie in dem erfreulichen Monat viele Wasserblumen aufblühen,
ohne diesen Monat zu überschreiten - das ist die Zeit ihrer Blüte -

330.

so du, o Großer Held, erblüht in deiner Befreiung:
die Lehre überschreiten sie nicht, wie die Wasserblume ihr Gewässer nicht.

331.

Der König der Sālabäume, in vollem Blütenglanz,
Verbreitet göttlichen Duft ringsum;
Von anderen Sālabäumen umgeben,
Erstrahlt er wie ein Sāla-König.

332.

Ebenso du, großer Held,
Erblüht in der Erkenntnis des Erwachten;
Vom Saṅgha der Bhikkhus umgeben,
Erstrahlst du wie ein Sāla-König.

333.

Wie der Fels des Himavā,
Heilkraut für alle Lebewesen,
Den Nāgas, den Asuras
Und den Gottheiten zur Heimstatt.

334.

Ebenso du, großer Held,
Bist Heilkraut für die Lebewesen;
Durch dich erlangten die mit den drei Wissen, den sechs Abhiññās Begabten
Die Vollendung der Iddhi.

335.

Unterwiesen von dir, großer Held,
Dem Mitfühlenden, erfreuen sie sich
An der Freude am Dhamma
Und weilen in deiner Lehre.

336.

Wie der König der Tiere, der Löwe,
Aus seinem Lager heraustritt,
Die vier Himmelsrichtungen überblickt
Und dreimal mächtig brüllt.

337.

Alle Tiere erschrecken
Vor dem Donnern des Tierkönigs;
Denn er, der Edle unter ihnen,
Erschreckt stets alle Geschöpfe.

338.

Wenn du donnerst, großer Held,
Erbebt die Erde;
Die zum Erwachen Fähigen erwachen,
Und die Scharen Māras erschrecken.

339.

Alle Irrlehrer erschrecken
Vor deinem Ruf, großer Muni;
Wie eine Krähenschar in Aufruhr,
Wie Tiere vor dem König des Waldes.

340.

Welche Gruppenleiter auch immer in der Welt
Als „Lehrer" bezeichnet werden -
Sie lehren ihren Versammlungen
Einen von Generation zu Generation überlieferten Dhamma.

341.

Nicht so du, großer Held,
Lehrst du den Lebewesen den Dhamma;
Sondern du hast die Wahrheiten selbst erkannt -
Die vollständige Gesamtheit der Erwachungsfaktoren.

342.

Du kennst Neigungen und Latenzneigungen,
Die Stärke und Schwäche der Fähigkeiten,
Du erkennst die Fähigen und Unfähigen -
Wie eine große Wolke donnerst du.

343.

Bis an die Grenze des Cakkavāḷa
Sitzen Versammlungen in der Welt;
Mit verschiedenen Ansichten grübelnd,
Suchen sie dich auf, den Zweifeln ein Ende zu machen.

344.

Den Geist aller erkennend,
Bist du, Muni, gewandt im Gleichnis;
Auch nur eine Frage erörternd,
Zerschneidest du den Zweifel der Lebewesen.

345.

Die Erde wäre erfüllt mit solchen wie Upatissa -
Sāriputta gleich und ihm an Rang -
Sie alle, mit gefalteten Händen,
Würden den Weltführer preisen.

346.

Einen Äon lang ihn preisend,
Priesen sie ihn in mannigfacher Weise;
Zu messen vermöchten sie ihn nicht -
Unermesslich ist der Tathāgata.

347.

Mit meiner eigenen Kraft
Habe ich den Sieger gepriesen;
Auch wenn man Koṭis von Äonen ihn priese,
So wäre es eben so.

348.

Würde ein Gott oder ein Mensch,
Noch so wohl unterwiesen,
Versuchen, ihn zu messen,
Er käme nur zur Niederlage.

349.

In deiner Lehre verwurzelt,
O Sakyasohn von großem Ruhm,
Bin ich zur Vollendung der Paññā gelangt
Und weile triebversiegt.

350.

Ich bezwinge die Irrlehrer,
Ich drehe das Rad des Siegerlehrers;
Heute bin ich Dhammasenāpati
In der Lehre des Sakyasohnes.

351.

Das Kamma, vollbracht in unermesslichen Zeiten -
Hier zeigte es mir seine Frucht;
Wie ein gut gespannter Pfeil von der Sehne
Verbrannte es meine Kilesas.

352.

Wer auch immer als Mensch eine Last
Stets auf dem Haupt zu tragen hätte -
Er würde durch die Last leiden,
So beladen wie er ist.

353.

Brennend in drei Feuern
Wanderte ich durch die Existenzen;
Beladen mit der Last des Werdens,
Wie einer, der auf einen Berg getrieben wurde.

354.

Die Last ist mir abgelegt worden,
Die Existenzen habe ich abgeworfen;
Alles Zu-Tuende ist getan
In der Lehre des Sakyasohnes.

355.

Soweit das Buddhafeld reicht -
Abgesehen vom Stier unter den Sakyas -
Bin ich der Erste in der Paññā;
Meinesgleichen findet sich nicht.

356.

Im Samādhi höchst gewandt,
Zur Vollendung der Iddhi gelangt,
Könnte ich heute nach Willen
Tausend Erscheinungsformen erschaffen.

357.

In den schrittweisen Verweilungen
Wurde ich zum Meister, großer Muni;
Er lehrte mir die Unterweisung:
Der Nirodha ist mein Lager.

358.

Das himmlische Auge ist mir geläutert,
Ich bin gewandt im Samādhi;
Den rechten Anstrengungen hingegeben,
Erfreue ich mich an der Entfaltung der Bojjhaṅgas.

359.

Alles, was ein Schüler erlangen kann,
Habe ich vollständig vollbracht;
Abgesehen vom Welthüter
Findet sich meinesgleichen nicht.

360.

Gewandt in den Samāpattis,
Schnell im Erlangen von Jhāna und Vimokkhā,
Erfreut an der Entfaltung der Bojjhaṅgas -
Die Vollendung der Schülertugenden habe ich erlangt.

361.

Durch die Jünger-Tugenden berührt, durch reine Erkenntnis, voller Ehrerbietung gegenüber dem Höchsten der Menschen -
das von Vertrauen durchdrungene Herz stets zugewandt den Mitwandlern im heiligen Leben.

362.

Wie eine Schlange, der man das Gift entzogen hat, wie ein Stier, dem die Hörner gebrochen sind,
wie einer, der Dünkel und Hochmut abgelegt hat - so nähere ich mich der Gemeinschaft mit tiefer Ehrfurcht.

363.

Hätte die Weisheit Gestalt, würde sie nicht die Erde selbst überwiegen;
dies ist die Frucht des Lobes der Erkenntnis des Erhabenen Anomadassī.

364.

Das Dhamma-Rad, das vom Gleichmütigen, dem Sohn der Sakya, in Gang gesetzt wurde -
diesem folge ich recht nach: dies ist die Frucht des Lobes der Erkenntnis.

365.

Möge mir niemals einer begegnen, der von schlechten Wünschen ist, träge, von geringem Eifer,
wenig gelehrt, achtlos - an irgendeinem Ort.

366.

Wer vielgelehrt und klug ist, in den Tugenden wohl gefestigt,
der Herzensruhe hingegeben - der möge mir auch über das Haupt gestellt sein.

367.

Das sage ich euch, ihr Ehrwürdigen, alle, die ihr hier versammelt seid:
Seid anspruchslos und zufrieden, Jhāna übend, stets dem Jhāna ergeben.

368.

Jener, den ich zuerst erblickte, durch den ich staub- und makellos wurde -
er ist mein weiser Lehrer, der Schüler namens Assaji.

369.

Durch seinen Einfluss bin ich nun heute Dhamma-Heerführer geworden;
die Vollkommenheit in allem erlangt habend, weile ich ohne Triebe.

370.

Jener, der mein Lehrer war, der Schüler namens Assaji -
in welcher Himmelsrichtung er auch weilt, in jener Richtung lege ich das Haupt nieder.

371.

Meiner Tat gedenkend setzte Gotama, der Stier unter den Sakya,
mich, inmitten des Saṅgha der Bhikkhus sitzend, auf den höchsten Platz.

372.

[Diese beiden Verse finden sich nicht in der siamesischen Handschrift.]
Die Befleckungen habe ich verbrannt, alle Existenzen mit der Wurzel ausgerissen.
Wie ein Elefant, der seine Fesseln durchbricht, weile ich ohne Triebe.

373.

Wahrlich willkommen war mir das Kommen in die Gegenwart des besten der Buddhas;
die drei Wissensarten sind erlangt, des Buddhas Weisung vollendet.
[Diese beiden Verse finden sich nicht in der siamesischen Handschrift.]

374.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā verwirklicht - des Buddhas Weisung vollendet.
So sprach der ehrwürdige Thera Sāriputta diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sāriputta, das erste.
3-2. Das Apadāna des Thera Mahāmoggallāna

375.

Der Erhabene Anomadassī, Ältester der Welt, Stier unter den Menschen,
weilte im Himalaya, umgeben von der Schar der Götter.

376.

Varuṇa war mein Name, ich war damals ein Nāgakönig;
ich konnte Gestalt annehmen nach Belieben und wohnte im großen Ozean.

377.

Die Gemeinschaft verlassend, ließ ich Musik erklingen;
den Vollerwachten umgebend, spielten da die Himmelsnymphen.

378.

Während die Instrumente erklangen, ließen die Götter ihre Instrumente tönen;
den Klang beider vernehmend, erwachte auch der Buddha aus tiefer Versenkung.

379.

Den Vollerwachten einladend, kam ich zu meinem eigenen Wohnort;
einen Sitz bereitend, gab ich ihm die Zeit bekannt.

380.

Von tausend Triebversiegten umgeben, kam der Weltenlenker,
alle Himmelsrichtungen erleuchtend, zu meiner Wohnstätte.

381.

Den niedergesetzten großen Helden, den Gott der Götter, den Stier unter den Menschen,
zusammen mit dem Saṅgha der Bhikkhus bewirtete ich damals mit Speise und Trank.

382.

Der große Held, der Selbst-Erwachte, das beste Wesen, sprach seine Freude aus;
im Saṅgha der Bhikkhus sitzend, sprach er diese Verse:

383.

„Wer dem Saṅgha und dem Buddha, dem Weltenlenker, Verehrung darbrachte -
durch diese Herzensheitere wird er in die Götterwelt eingehen.

384.

Siebenundsiebzig Mal wird er die Götterherrschaft ausüben,
achthundert Mal über das Land herrschen, die Erde beherrschen.

385.

Fünfundfünfzig Mal wird er ein Weltenherrscher sein;
unzählbare Güter werden ihm alsdann entstehen.

386.

In einer unermesslichen Zahl von Äonen von hier an, stammend aus dem Geschlecht der Okkāka,
wird ein Lehrer in der Welt sein, Gotama dem Geschlecht nach.

387.

Jener, aus den Höllenwelten herabgestiegen, wird Menschsein erlangen;
Kolita wird sein Name sein, ein Brahmanensproß.

388.

Jener, später in die Hauslosigkeit gezogen, angetrieben durch heilsame Wurzeln,
wird des Erhabenen Gotama zweiter Schüler sein.

389.

Mit angestrengtem Eifer, entschlossenen Geistes, zur Vollkommenheit in übernatürlichen Kräften gelangt,
alle Triebflüsse vollständig durchschauend, wird er ohne Triebe ins Nibbāna eingehen."

390.

Auf schlechte Freunde gestützt, dem Bann der Sinneslust verfallen,
tötete ich, mit vergiftetem Herzen, Mutter und Vater.

391.

In welcher Geburtsstätte ich auch wiedergeboren wurde, in Höllen oder unter Menschen -
mit bösem Kamma behaftet, starb ich dort mit zerborstenem Schädel.

392.

Dies ist meine letzte Existenz, der letzte Daseinskreislauf vollzieht sich nun;
auch hier, bei mir, wird es in der Todesstunde ebenso sein - doch ohne zerborstenen Schädel.

393.

Der Einsamkeit hingegeben, in der Entfaltung des Samādhi erfreut,
habe ich alle Triebflüsse vollständig durchschaut und weile triebversiegt.

394.

Selbst die tiefe, mächtige, unerschütterliche Erde
könnte ich mit dem großen Zeh erschüttern - so weit habe ich die Vollendung der Iddhi erreicht.

395.

Dünkel des Ich erkenne ich nicht, kein Hochmut findet sich bei mir;
doch selbst einem Novizen gegenüber bringe ich ehrerbietigen Sinn entgegen.

396.

Vor unermesslichen Äonen vollzog ich das Kamma, das ich anstrebte -
nun bin ich zu jenem Ziel gelangt und habe die Versiegung der Triebe erlangt.

397.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññās sind verwirklicht - das Sāsana des Buddha ist vollbracht.
So hat der Ehrwürdige Mahāmoggallāna, der Thera, diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Mahāmoggallāna, das zweite.
3-3. Das Apadāna des Thera Mahākassapa

398.

Als der Erhabene Padumuttara, der Älteste der Welt, der Gleichmütige,
ins Nibbāna eingegangen war, erwiesen die Menschen dem Meister ihre Verehrung.

399.

Frohgemuten Herzens war das Volk, von Freude und Wonne erfüllt;
bei jenen, in denen heilsame Erschütterung entstanden war, erwachte auch in mir Verzückung.

400.

Verwandte und Freunde versammelnd sprach ich diese Worte:
„Der große Held ist ins Parinibbāna eingegangen - wohlan, lasst uns Verehrung erweisen."

401.

„Gut so!" - mit diesem Einverständnis erzeugten sie noch mehr Freude in mir;
„Dem Buddha, dem Welthüter, wollen wir Verdienst anhäufen."

402.

Ein Ehrenopfer kunstvoll errichtet, hundert Hände hoch aufragend,
anderthalb Ellen in der Breite ausgebreitet - ein Himmelspalast, zum Himmel emporsteigend.

403.

Eine Halle darauf erbaut, mit Reihen von Tālā-Palmen geschmückt,
das eigene Herz geläutert und die Cetiya in höchster Verehrung dargebracht.

404.

Wie eine lodernde Feuerflamme, wie ein blühender Kiṃsuka-Baum,
wie ein Indala-Baum im Äther - erstrahlte sie in alle vier Himmelsrichtungen.

405.

Dort das Herz geläutert und viel Heilsames getan,
das frühere Kamma in Erinnerung rufend, ward ich unter den Dreiunddreizig wiedergeboren.

406.

Auf einem göttlichen Gefährt, gezogen von tausend Pferden, thronte ich;
mein Palast stieg hoch empor, sieben Stockwerke aufragend.

407.

Tausende von Giebelhäusern, ganz aus Gold gefertigt,
erstrahlten aus eigener Leuchtkraft und erhellten alle Himmelsrichtungen.

408.

Und auch andere Türme gab es dort, aus rotem Erz -
auch sie erglänzten mit ihrem Schein ringsum in alle vier Richtungen.

409.

Aus verdienstlichem Kamma hervorgegangen, herrlich erbaute Giebelhäuser,
auch aus Edelstein leuchtend, ringsum in alle zehn Richtungen.

410.

Während sie so leuchteten, war ihr Glanz weit und groß;
alle Götter überstrahlte ich - dies ist die Frucht verdienstlichen Kammas.

411.

In sechzigtausend Äonen war ich ein Kriegerkönig namens Ubbiddha,
Herr über die vier Himmelsrichtungen, den Sieg errungen, bewohnte ich die Erde.

412.

Ebenso im Bhadda-Äon war ich dreißigmal wiedergeboren -
durch mein eigenes Kamma gesegnet, ein Cakkavattī von großer Macht.

413.

Mit den sieben Kleinodien ausgestattet, Herrscher über die vier Kontinente;
auch dort ragte mein Palast auf wie ein Indala-Baum.

414.

Vierundzwanzig Meilen in der Länge, zwölf in der Breite -
Rammaṇa, die Stadt mit Namen, mit festem Wall und Tor.

415.

Fünfhundert Meilen in der Länge, zur Hälfte in der Breite,
von Menschenscharen erfüllt, gleich der Stadt der Dreiunddreizig.

416.

Wie in einem Nadelbehälter fünfundzwanzig Nadeln hineingeworfen
einander berühren und dicht gedrängt zusammengepfercht liegen -

417.

So auch meine Stadt, von Elefanten, Pferden und Wagen erfüllt,
stets von Menschen wimmelnd, Rammaṇa, die herrlichste aller Städte.

418.

Dort speisend und trinkend kehrte ich danach wieder zur Götterexistenz zurück.
In meiner letzten Existenz gab es Vollkommenheit der Herkunft.

419.

Aus einem Brahmanengeschlecht stammend, mit großem Reichtum versehen,
achtzig Koṭis an Gold hinter mir lassend, zog ich fort in die Hauslosigkeit.

420.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññās sind verwirklicht - das Sāsana des Buddha ist vollbracht.
So hat der Ehrwürdige Mahākassapa, der Thera, diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Mahākassapa, das dritte.
3-4. Das Apadāna des Thera Anuruddha

421.

Sumedha, den Erhabenen, sah ich,
den Ältesten der Welt, den Stier unter den Menschen,
zurückgezogen lebend -
den Führer der Welt erblickte ich.

422.

Herantretend zum Vollerwachten,
zu Sumedha, dem Führer der Welt,
die Hände faltend zur Ehrerbietung,
bat ich den Höchsten unter den Buddhas.

423.

„Erbarme dich, o Großer Held,
Ältester der Welt, Stier unter den Menschen -
ein Licht will ich dir darbringen,
während du am Fuße des Baumes im Jhāna versunken bist."

424.

Der Weise stimmte zu, der Selbst-Erwachte,
der Beste der Redenden;
die Äste durchflechtend mit Dochten
spannte ich da jenes Gerät.

425.

Tausend Windungen legte ich dar
dem Buddha, dem Weltverwandten;
sieben Tage loderten sie auf,
dann erloschen mir die Lampen.

426.

Durch diese Geistesheiterkeit
und durch Absicht und Wunsch
verließ ich den menschlichen Leib
und ward in einem Himmelspalast geboren.

427.

Als Wiedergeborener unter den Göttern
war mir ein wunderschön errichteter Palast beschieden;
rings leuchtete er auf -
dies ist die Frucht der Lampengabe.

428.

Hundert Yojana rings
erstrahlte ich da;
alle Götter überragte ich -
dies ist die Frucht der Lampengabe.

429.

Dreißig Äonen lang war ich Götterkönig,
herrschend über das Götterreich;
keiner sah auf mich herab -
dies ist die Frucht der Lampengabe.

430.

Achtundzwanzig Mal
war ich ein Weltenherrscher;
bei Tag und Nacht sah ich
rings eine Yojana weit.

431.

Tausend Welten seh ich mit dem Wissen
in der Lehre des Meisters;
das göttliche Auge hab ich erlangt -
dies ist die Frucht der Lampengabe.

432.

Sumedha, so heißt der Vollerwachte,
dreißigtausend Äonen liegt er zurück;
ihm gab ich eine Lampe,
mit heiterem Geist.

433.

Die vier analytischen Erkenntnisse,
auch die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā wurden verwirklicht -
die Lehre des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Anuruddha diese Verse.
Das Apadāna des Thera Anuruddha, das vierte.

434.

Ein Vedakundiger, Hüter der Mantras,
in den drei Veden vollendet und bewährt;
von meinen Schülern umgeben,
trat ich heran an den Höchsten der Menschen.

435.

Padumuttara, der Weltenkundige,
Empfänger der Opfergaben -
er verkündete mein Kamma in Kürze,
der große Muni.

436.

Nachdem ich den Dhamma gehört
und dem Meister meine Verehrung erwiesen,
die Hände faltend,
schied ich mit dem Antlitz gen Süden.

437.

Was ich in Kürze gehört hatte,
trug ich ausführlich vor;
alle Schüler waren hocherfreut,
als sie meine Worte hörten;
sie ließen ihre eigene Ansicht fahren
und richteten den Geist heiter auf den Buddha aus.

438.

Sowohl in Kürze lege ich dar
als auch ausführlich auf dieselbe Weise;
ich bin kundig im Weg des Abhidhamma,
durch Läuterung des Diskursgegenstandes;
nachdem ich alle unterrichtet habe,
lebe ich triebversiegt.

439.

Vor fünfhundert Äonen von hier
gab es vier treffliche Verkünder;
mit sieben Schätzen ausgestattet,
Herren der vier Kontinente.

440.

Die vier analytischen Erkenntnisse,
auch die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā wurden verwirklicht -
die Lehre des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Puṇṇa Mantāṇiputta diese Verse.
Das Apadāna des Thera Puṇṇa Mantāṇiputta, das fünfte.

441.

In der Stadt Haṃsavatī
lebte ein Brahmane namens Sujāta;
achtzig Koṭi angehäuft,
reich an Reichtum und Korn.

442.

Ein Vedakundiger, Hüter der Mantras,
in den drei Veden vollendet und bewährt;
in Merkmalen und Überlieferung
zur Vollkommenschaft gelangt im eigenen Dhamma.

443.

Wandernde Asketen mit einem Haarknoten, Gotamas,
Buddhasāvakas,
umherwandernde Tāpasas -
sie zogen damals über die Erde.

444.

Auch sie ehrten mich,
„der berühmte Brahmane" - so hieß es;
viele Menschen verehrten mich,
doch ich verehrte niemanden.

445.

Keinen erblickte ich, der Verehrung verdiente,
so stolz und starr war ich damals;
das Wort „Buddha" gab es nicht,
solange kein Jina entstanden war.

446.

Mit dem Lauf der Tage und Nächte
erschien einer namens Padumuttara -
nachdem er alle Finsternis vertrieben,
war der Sehende in der Welt entstanden.

447.

Als die Lehre weit verbreitet,
zahlreich und ausgedehnt geworden war,
kam der Buddha heran
zu der Stadt namens Haṃsa.

448.

Für das Wohl seines Vaters
lehrte der Buddha, der Sehende, den Dhamma;
zu jener Zeit umfasste die Versammlung
rings eine Yojana.

449.

Hoch angesehen unter den Menschen war er,
Sunanda, der Tāpasa mit Namen;
solange die Versammlung des Buddha reichte,
bedeckte er sie mit Blüten.

450.

Als er die vier Wahrheiten verkündete,
im herrlichen Blumenpavillon,
erlangte für hundert Koṭi mal tausend
der Dhamma seinen Durchbruch.

451.

Sieben Nächte und Tage ließ der Buddha einen Regenguss des Dhamma strömen;
Am achten Tage, als er gekommen war, pries der Jina den Sunanda.

452.

„Dieser hier, der durch die Existenzen wandert, ob in Götterwelten oder unter Menschen,
Wird, nachdem er unter allen der Vortrefflichste geworden ist, durch die Existenzen wandern.

453.

In hundertausend Äonen wird einer, der dem Geschlecht der Okkāka entstammt,
Als Lehrer in der Welt bestehen, mit dem Familiennamen Gotama.

454.

Ein Erbe seines Dhamma, aus dem Dhamma selbst geboren,
Wird Puṇṇa, der Sohn der Mantāṇī, ein Schüler des Lehrers sein.

455.

So pries der Vollerwachte damals den Asketen Sunanda,
Die Menschen alle mit Freude erfüllend und seine eigene Kraft offenbarend.

456.

Die Menschen verneigten sich mit gefalteten Händen vor dem Asketen Sunanda;
Nachdem er dem Buddha Verehrung erwiesen hatte, läuterte er seinen eigenen Weg.

457.

Da entstand in mir ein Gedanke, nachdem ich die Worte des Weisen vernommen hatte:
„Auch ich will Verehrung erweisen, so wie ich Gotama erblicke."

458.

Nachdem ich so nachgedacht hatte, sann ich über meine Tat nach:
„Welches Kamma soll ich vollziehen auf dem unübertrefflichen Feld des Verdienstes?"

459.

„Dieser Bhikkhu Pāṭhika ist im Sāsana des allhöchsten Meisters
Als Erster im Vinaya gesetzt - nach jenem Rang möge ich streben."

460.

„Dieses mein unermessliches Vermögen, unerschütterlich wie ein Ozean -
Mit diesem Vermögen möge ich für den Buddha einen Hain errichten."

461.

Einen Hain namens Sobhana, östlich der Stadt,
Kaufte ich für hunderttausend und ließ den Saṅghārāma errichten.

462.

Spitzdachhäuser, Paläste, Pavillons, Hallen und Grotten,
Wandelpfade - alles trefflich ausgeführt - ließ ich den Saṅghārāma erbauen.

463.

Ein Schwitzbad, eine Feuerhalle, dazu einen Wasserpavillon,
Ein Badehaus ließ ich errichten und gab es dem Bhikkhu-Saṅgha beständig.

464.

Liegestühle und Sitzmöbel, Gebrauchsgegenstände und Schüsseln,
Gärtner und Heilmittel - all das gab ich hin.

465.

Einen Schutz errichtete ich und ließ eine feste Mauer bauen,
Damit niemand jene stillen, unerschütterlichen Geister belästige.

466.

Für hunderttausend ließ ich die Unterkunft im Saṅghārāma erbauen;
Nachdem ich diese Fülle vollendet hatte, führte ich es dem Vollerwachten zu.

467.

„Der Hain ist von mir fertiggestellt worden - nimm ihn an, du Weiser!
Ich will ihn dir übergeben, du Held - gewähre deine Zustimmung, du Seher!"

468.

Padumuttara, der Kenner der Welt, der Empfänger der Ehrengaben,
Erkannte meinen Wunsch und stimmte zu, der Anführer.

469.

In dem Wissen, dass der Allwissende, der große Weise, zugestimmt hatte,
Bereitete ich Speise zu und meldete ihm die Stunde.

470.

Als die Stunde angezeigt war, näherte sich der Anführer Padumuttara
Mit tausend Triebversiegelten meinem Hain.

471.

Als ich sah, dass er sich gesetzt hatte und die Zeit gekommen war, sättigte ich ihn mit Speise und Trank;
Als er gespeist hatte und ich die Zeit wahrnahm, sprach ich diese Worte:

472.

„Für hunderttausend erworben und für ebenso viel erbaut -
Dieser Hain namens Sobhana: nimm ihn an, du Weiser!"

473.

„Durch diese Schenkung des Haines, durch Willen und Wunsch,
Möge ich, in den Existenzen neu entstehend, das Ersehnte erlangen."

474.

Nachdem der Vollerwachte den trefflich erbauten Saṅghārāma empfangen hatte,
Saß er inmitten des Bhikkhu-Saṅgha und sprach diese Worte:

475.

„Wer es war, der dem Buddha diesen trefflich erbauten Saṅghārāma schenkte,
Den will ich rühmen - hört, was ich zu sprechen habe!"

476.

Elefanten, Pferde, Wagen, Fußsoldaten - ein vierteiliges Heer
Wird ihn stets umgeben: das ist die Frucht des Saṅghārāma.

477.

Sechzigtausend geschmückte Musikinstrumente und Trommeln
Werden ihn stets umgeben: das ist die Frucht des Saṅghārāma.

478.

Sechsundachtzigtausend Frauen, geschmückt und geziert,
In bunten Gewändern und Ornamenten, mit Edelsteingehängen in den Ohren,

479.

Mit geschwungenen Wimpern, mit Grübchen, wohlgestalt, schlanker Taille -
Sie werden ihn stets umgeben: das ist die Frucht des Saṅghārāma.

480.

Dreißigtausend Äonen wird er in der Götterwelt sich erfreuen;
Tausendmal wird er Indra sein und Götterherrschaft ausüben.

481.

Was einem Götterkönig zuteil werden kann,
all das wird er erlangen;
mit unvermindertem Reichtum gesegnet
wird er als Herrscher über das Götterreich walten.

482.

Tausendmal wird er als Weltenherrscher,
als König im Reich regieren;
die Herrschaft über die weite Erde -
unzählig, jenseits aller Zählung.

483.

In hunderttausend Äonen,
aus dem Geschlecht der Okkāka entsprossen,
wird einer namens Gotama dem Stamm nach
als Lehrer in der Welt erscheinen.

484.

Sein Erbe im Dhamma, aus ihm selbst geboren,
geformt aus dem Dhamma -
Upāli wird er mit Namen heißen,
ein Schüler des Lehrers.

485.

Im Vinaya die Vollkommenheit erreichend,
kundig in dem, was möglich ist und nicht,
das Sasana des Siegers hütend,
wird er triebversiegt verweilen.

486.

Dies alles durchschauend,
Gotama, der Stier der Sakyas,
inmitten des Bhikkhu-Saṅgha sitzend,
wird ihn an erster Stelle einsetzen.

487.

Seit unermesslichem Anhaften
strebte ich nach deinem Sasana hin -
dieses mein Ziel ist nun erlangt:
die Vernichtung aller Fesseln.

488.

Wie ein Mensch, der auf einen Pfahl gespießt,
durch königliche Strafe bedrängt wird -
keine Freude am Pfahl findend -
so sehnt er sich nach Befreiung.

489.

Ebenso bin ich, o großer Held,
durch den Pfahl des Daseins bedrängt;
auf den Pfahl des Kammas gespießt,
vom stechenden Schmerz des Verlangens gequält.

490.

Keine Freude finde ich im Dasein,
brennend in drei Feuern;
ich suche nach Befreiung,
wie einer, den königliche Strafe trifft.

491.

Wie ein vergifteter Mensch,
von Gift gepeinigt,
ein Gegenmittel sucht -
zur Heilung, zum Schutz vor dem Gift.

492.

Suchend findet er das Gegenmittel,
das das Gift vernichtet;
es trinkend ist er beglückt,
befreit vom Gift.

493.

Ebenso bin ich, o großer Held,
wie jener vom Gift Getroffene -
von Unwissenheit gepeinigt,
suche ich das Gegenmittel des wahren Dhamma.

494.

Das Dhamma-Gegenmittel suchend
erblickte ich das Sasana der Sakyas -
das Höchste aller Heilmittel,
das alle Pfeile entfernt.

495.

Das Dhamma-Heilmittel trinkend
entfernte ich alles Gift;
das alterslose, todesfreie Erkühltsein -
Nibbāna - berührte ich.

496.

Wie ein Mensch, von einem Geist besessen,
von einem Geistesgreifer gequält,
einen Geistesheiler sucht,
um vom Geist befreit zu werden -

497.

Suchend findet er einen,
kundig in den Künsten der Geistesbannung;
der vernichtet ihm den Geist
und tilgt ihn mitsamt der Wurzel.

498.

Ebenso bin ich, o großer Held,
vom Griff der Finsternis gequält;
ich suche das Licht der Erkenntnis,
um von der Finsternis befreit zu werden.

499.

Da erblickte ich den Sakya-Muni,
den Reiniger der Finsternis der Befleckungen -
er verscheuchte mir die Finsternis,
wie ein Geistesheiler den Geist.

500.

Den Strom des Saṃsāra durchschnitt ich,
den Strom des Durstes hemmte ich;
alles Dasein riss ich heraus,
wie ein Geistesheiler von der Wurzel her.

501.

Wie ein Garuḷa herniederstößt
nach der Schlange als seiner Beute
und auf hundert Yojana ringsum
den großen See aufwühlt -

502.

Die Schlange packt er,
quält sie, den Kopf nach unten hängend;
damit davonfliegend zieht der Vogel fort,
wohin er sich's wünscht.

503.

Ebenso bin ich, o großer Held,
wie jener mächtige Garuḷa -
das Ungestaltete suchend
wusch ich alle Befleckungen fort.

504.

Ich habe den erhabensten Dhamma geschaut,
den unübertrefflichen Ort des Friedens;
ihn fest gepackt verweile ich,
wie der Garuḷa mit der Schlange.

505.

Āsāvatī heißt eine Ranke,
geboren im Wald der Cittalatā -
in tausend Jahren bringt sie
eine einzige Frucht hervor.

506.

Die Götter dienen ihr,
solange die Frucht so fern liegt;
so ist sie den Göttern lieb -
die erhabene Ranke Āsāvatī.

507.

Seit hunderttausend Jahren
pflegte ich den Muni so;
morgens und abends verehrte ich ihn,
wie die Götter die Āsāvatī.

508.

Nicht vergebens war das Dienen,
nicht wirkungslos die Verehrung;
selbst mich, der von weit hergekommen,
verfehlte dieser Augenblick nicht.

509.

Keine neue Verbindung seh ich mehr,
wenn ich die Daseine durchforsche;
ohne Grundlage des Leidens, vollkommen befreit,
stille wandle ich dahin.

510.

Wie die Lotosblume
durch die Strahlen der Sonne aufblüht,
ebenso bin ich, o großer Held,
durch die Strahlen des Buddha aufgeblüht.

511.

Wie in der Art der Balakā-Vögel kein Männchen je gefunden wird -
wenn Wolken donnern, werden jene stets trächtig.

512.

Lang tragen sie die Frucht, solange keine Wolke donnert;
von der Last befreit werden sie, wenn die Wolke Regen bringt.

513.

Als Padumuttara-Buddha mit der Dhamma-Wolke donnerte,
empfing ich durch den Klang der Dhamma-Wolke den Dhamma-Schoß.

514.

Hunderttausend Geburten lang trug ich den Verdienst-Schoß;
nicht befreit wurde ich von der Last, solange die Dhamma-Wolke nicht donnerte.

515.

Als du, Sakyamuni, im lieblichen Kapilavatthu
mit der Dhamma-Wolke donnertest, wurde ich von der Last befreit.

516.

Leere und Zeichenlosigkeit und ebenso das Nicht-Begehren,
sowie alle vier Früchte - so erkannte ich den Dhamma vollständig.
Zweiter Bhāṇavāra.

517.

Seit unermesslichen Geburten erstrebe ich deine Lehre;
jenes Ziel ist mir nun erlangt - der unübertroffene Ort des Friedens.

518.

Im Vinaya die Vollkommenheit erlangt, gleich dem Weisen Pāṭhika -
es gibt mir keinen Ebenbürtigen; ich trage die Lehre.

519.

Im Vinaya, in den Khandhaka, in den Tika- und Pañcaka-Abschnitten -
darin hege ich keinen Zweifel, nicht in Buchstabe noch Silbe.

520.

In Rüge und Wiedergutmachung, in Angemessenem und Unangemessenem erfahren,
in Wiederaufnahme und Entlassung - überall zur Vollkommenheit gelangt.

521.

Im Vinaya wie im Khandhaka jeden Schritt entfaltend,
nach beiden Seiten hin entwirrend, dringe ich bis in den tiefsten Sinn vor.

522.

In Sprachanalyse geschickt, in Sinn und Unsinn erfahren -
nichts ist mir unbekannt; ich bin einspitzig in der Lehre des Meisters.

523.

Ich bin heute ein Kenner der Erscheinungen in der Lehre des Sakyasohnes;
jeden Zweifel zerstreue ich, alle Unsicherheit schneide ich ab.

524.

Satz und Satzteil, Buchstabe und Silbe -
in Anfang und Abschluss bin ich überall erfahren.

525.

Gleichwie ein mächtiger König, der Feinde bezwungen hat,
und der nach dem Sieg im Kampf dort eine Stadt errichtet:

526.

Mauer und Graben, Festpfeiler und Torhaus,
vielerlei Wachtürme - viele lässt er in der Stadt errichten.

527.

Kreuzungen und Plätze, wohlgeordnete Marktviertel,
eine Ratshalle lässt er dort errichten für die Rechtsprechung.

528.

Um Feinde zu zerschmettern und Lücken und Stärken zu kennen,
zum Schutz des Heeres setzt er einen Heerführer ein.

529.

Zum Schutz der Güter setzt er einen in der Vorratshaltung Erfahrenen ein -
„Meine Waren sollen nicht verloren gehen!" - einen Schatzwächter bestellt er.

530.

Wer dem König als Eigener ergeben ist und seinem Gedeihen wünscht,
dem überträgt er ein Amt, damit er als Freund wirkt.

531.

Einen in Vorzeichen, Erscheinungen und Merkmalen Kundigen,
einen rezitierenden Mantrakenner setzt er als Hauspriester ein.

532.

Wer mit diesen Eigenschaften ausgestattet ist, heißt ein Khatiya;
sie schützen den bedrängten König allezeit, wie der Cakkavāka-Vogel sein Weibchen.

533.

Ebenso du, großer Held, gleich einem Khatiya, der Feinde geschlagen hat -
du wirst der Dhamma-König der Welt mit ihren Göttern genannt.

534.

Die Irrlehrer niederwerfend und Māra mit seinem Heer,
jenes finstere Dunkel zerstreuend, hast du die Dhamma-Stadt erbaut.

535.

Sīla ist dort die Mauer, Erkenntnis dein Torhaus,
Vertrauen dein Festpfeiler, Held, und Zurückhaltung dein Torhüter.

536.

Die Satipaṭṭhāna sind deine Wachtürme, Weiser, Paññā deine Hauptstraße,
die Iddhipāda deine Kreuzungen - wohlgebaut ist der Dhamma-Weg.

537.

Suttanta, Abhidhamma und der ganze Vinaya,
das neungliedrige Buddhawort - das ist deine Dhamma-Ratshalle.

538.

Leere und Zeichenlosigkeit, der Aufenthalt ohne Begehren,
Unbeweglichkeit und Erlöschen - das ist deine Dhamma-Hütte.

539.

Der Vorranggipfel der Paññā, in inspirierter Rede erfahren -
Sāriputta ist sein Name, dein Dhamma-Heerführer.

540.

Kundig im Schwinden und Entstehen, zur Vollkommenheit der Iddhi gelangt -
Kolita ist sein Name, dein Hauspriester, Weiser.

541.

Träger des alten Stammesgeistes, von erhabenem Glanz, unnahbar -
Höchster in der Tugend der Dhuta-Praxis, Kenner der Urteile, oh Muni.

542.

Vielgelehrt, ein Hüter des Dhamma, kundig aller Texte im Sāsana -
Ānanda trägt diesen Namen; du aber, oh Muni, bist der Dhammahüter.

543.

All diese überragend, wies mich der Bhagavā an;
er gab mir das Urteil über den Vinaya, wie es der Kundige gelehrt hat.

544.

Welcher Schüler des Buddha auch immer eine Frage zum Vinaya stellt -
kein Nachdenken ist mir nötig: eben jene Bedeutung trage ich vor.

545.

Im ganzen Buddhakkhetta, abgesehen von jenem großen Muni,
gibt es keinen mir Gleichen im Vinaya - wie sollte es mehr geben?

546.

Inmitten der Bhikkhu-Saṅgha sitzend, donnert Gotama so:
„Upāli hat keinesgleichen im Vinaya und in den Khandhaka."

547.

Alles, was der Buddha gesprochen hat - das neungliedrige Sāsana des Lehrers -
ist im Vinaya verwurzelt; das alles erkennt, wer den Vinaya als Wurzel sieht.

548.

Meines Kamma gedenkend, setzte Gotama, der Stier der Sakyas,
inmitten der Bhikkhu-Saṅgha sitzend, mich an die erste Stelle.

549.

Hunderttausend Geburten nehmend, begehrte ich diesen Stand;
jenes Ziel ist mir zuteilgeworden - im Vinaya habe ich die Vollendung erlangt.

550.

Den Sakyas Freude bereitend, war ich einst ein Friseur, Āsaha geheißen;
jene Geburt hinter mir lassend, wurde ich Sohn des großen Weisen.

551.

Im zweitvorigen Äon lebte ein Khattiyo namens Añjasa,
von unendlichem Glanz, grenzenlosem Ruhm, ein Herrscher der Erde, reich an Gut.

552.

Des Königs Sohn war ich, ein Khattiyo namens Candana,
erfüllt von Geburtsübermut, von Ruhm und dem Stolz auf Besitz.

553.

Hunderttausend Elefanten, mit allem Schmuck geziert,
dreifach brünstig - sie umgaben mich stets.

554.

Von meiner ganzen Streitmacht begleitet, wollte ich in den Garten ziehen;
auf Sirika, den Elefanten, gestiegen, verließ ich damals die Stadt.

555.

Vollkommen in rechtem Wandel, mit bewachten Sinnen, wohl gesammelt -
Devala, ein Sambuddha, kam mir entgegen.

556.

Ich trieb Sirika, den Elefanten, an und ließ ihn auf den Buddha zuziehen;
doch jener Elefant, von Zorn gepackt, wollte den Fuß nicht heben.

557.

Den Elefanten mit verstocktem Sinn sehend, hegte ich Zorn gegen den Buddha;
den Sambuddha belästigend, zog ich in den Garten.

558.

Dort fand ich keine Befriedigung - wie ein in Flammen stehendes Haupt;
von brennender Qual verzehrt wurde ich, wie ein Fisch, der an der Angel hängt.

559.

Die Erde bis zum Ozean schien mir, als ob sie loderte;
zum Vater tretend, sprach ich diese Worte:

560.

„Wie eine gereizte Giftschlange, wie eine herannahende Feuersäule,
wie einen brünstigen Elefanten mit Stoßzähnen - so habe ich den Selbst-Erwachten angegangen.

561.

Den Buddha habe ich herausgefordert - den Grimmigen, von erhabenem Asketenglanz, den Sieger;
bevor wir alle zugrunde gehen, lasst uns jenen Muni um Verzeihung bitten.

562.

Wenn wir ihn nicht besänftigen, den Selbstbezähmten, Gesammelten,
wird er innerhalb von sieben Tagen mein Königreich zerstören.

563.

Sumekhala, Kosiya, Siggava und auch Sattaka -
die Seher habend herausgefordert, kamen sie ins Unglück mitsamt ihrem Reich.

564.

Wenn Seher in Zorn geraten, die Bezähmten, die das heilige Leben führen,
vernichten sie mit Göttern alles, mitsamt dem Ozean und den Bergen.

565.

Dreitausend Yojana weit - ich ließ die Menschen des Landes versammeln;
um Verzeihung zu erflehen, trat ich an den Selbst-Erwachten heran.

566.

In nassen Gewändern, mit nassem Haar, alle mit gefalteten Händen -
zu den Füßen des Buddha niederfallend, sprachen sie diese Worte:

567.

„Vergib, du großer Held - das Volk fleht dich an;
wende die brennende Qual ab, vernichte nicht unser Reich.

568.

Alle Götter und Menschen, alle Dānavas und Rakkhasas -
mögen sie mir stets das Haupt mit einem eisernen Hammer zerschmettern:

569.

Im Wasser hält sich kein Feuer, auf Stein wächst kein Samen,
in einem Gegengift gedeiht kein Wurm - Zorn entsteht in einem Buddha nicht.

570.

Wie die Erde unerschütterlich ist, wie unermesslich der Ozean,
wie grenzenlos der Ākāsa - so sind die Buddhas unerschütterlich."

571.

Stets geduldig sind die großen Helden, und Nachsicht üben die Asketen;
Den Geduldigen und Nachsichtigen - kein solcher Weg findet sich für sie.

572.

Dies sprechend, der Vollerwachte, der Glut des Leidens Kühlung bringend,
Vor der großen Menge Menschen stieg er damals auf zum Himmel.

573.

Durch jenes Kamma, o Held, gelangte ich zur niederen Wiedergeburt;
Jene Geburt überwindend, trat ich ein in die Stadt ohne Furcht.

574.

Auch damals, o großer Held, brannte ich - doch wohlgefasst -
Du löschtest das Brennen des Fiebers, und den Selbst-Erwachten bat ich um Verzeihung.

575.

Auch heute noch, o großer Held, brannte ich in drei Feuern -
Du löschtest die drei Feuer und brachtest mich zur Kühle.

576.

Wer von euch offene Ohren hat - höret, was ich spreche;
Den Sinn will ich euch verkünden, so wie mir der Pfad erschien.

577.

Den Selbst-Erwachten, den ruhig Gesinnten, den Gesammelten, missachtete ich -
Durch jenes Kamma bin ich heute darum in niederer Geburt entstanden.

578.

Versäumt nicht euren kostbaren Augenblick - wer den Augenblick verpasst, leidet;
Ringt um das eigene Wohl; der Augenblick ist euch bereitet.

579.

Für manche ist es Erbrechen, für manche Abführen,
Für manche Gift wie Halāhala, für manche aber Heilmittel.

580.

Erbrechen für jene, die diesen Weg beschreiten; Abführen als Frucht für jene;
Heilmittel für die Früchte Erlangenden; Verdienstfeld für die Suchenden.

581.

Für jene, die dem Sāsana widerstreben, gleich Gift wie Halāhala -
Wie eine Schlange mit giftigem Blick verbrennt es so einen Menschen.

582.

Einmal getrunken, das Halāhala, unterbindet es das Leben;
Wer dem Sāsana widerstrebt, brennt durch Koṭis von Äonen.

583.

Durch Geduld, durch Nicht-Verletzen und durch ein Herz voll Güte
Überquert er die Welt samt Göttern - darum seid ihnen nicht entgegen.

584.

An Gewinn und Verlust haften sie nicht, an Ehrung wie an Missachtung -
Den Buddhas gleich der Erde, darum seid ihnen nicht entgegen.

585.

Devadatta dem Mörder, dem Räuber Aṅgulimāla,
Rāhula und Dhanapāla - dem Weisen sind alle gleich.

586.

Diesen gegenüber gibt es keinen Widerwillen, bei ihnen findet sich keine Leidenschaft;
Allen gleich ist der Buddha, dem Mörder wie dem eigenen Sohn.

587.

Wer am Wege ein Ordensgewand erblickt, hingeworfen und mit Schmutz befleckt,
Der falte die Hände über dem Haupt und verehre, was dem Seher entstammt.

588.

Jene Buddhas, die längst vergangen, die gegenwärtigen und künftigen -
Durch dieses Banner werden sie geläutert; darum sind sie zu verehren.

589.

Die dem Lehrer gemäße, wohlgeordnete Vinaya trage ich im Herzen;
Die Vinaya verehrend will ich allezeit verweilen.

590.

Die Vinaya ist meine Zuflucht, die Vinaya mein Stehen und Gehen;
In der Vinaya richte ich mein Wohnen ein, die Vinaya ist mein Bereich.

591.

In der Vinaya die Vollendung erlangt, auch in Samatha erfahren -
Upāli, o großer Held, verneigt sich zu den Füßen des Lehrers.

592.

So will ich wandern, von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt,
Den Vollerwachten verehrend und die rechte Güte des Dhamma.

593.

Die Kilesā habe ich verbrannt, alle Existenzen sind entwurzelt;
Alle Triebflüsse sind versiegt - kein Wiedergeborensein gibt es nun mehr.

594.

Wahrhaft willkommen war mir das Kommen zum erhabenen Erwachten;
Die drei Wissenskräfte sind erlangt, das Sāsana des Buddha ist vollbracht.

595.

Die vier Paṭisambhidā und auch die acht Vimokkhā,
Die sechs Abhiññā sind verwirklicht - das Sāsana des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Upāli diese Verse.
Das Apadāna des Thera Upāli, das sechste.
3-7. Das Apadāna des Thera Aññāsikoṇḍañña

596.

Den Vollerwachten Padumuttara, den Ältesten der Welt, den Führer,
Den auf dem Boden des Buddhawerdens Angekommenen - ihn erblickte ich als Erster.

597.

Soweit die Wurzel des Bodhi reicht, waren alle Yakkhas versammelt;
Den Vollerwachten umgebend verehrten sie ihn mit gefalteten Händen.

598.

Alle Götter, frohen Gemütes, zogen durch den Himmelsraum:
„Dieser Buddha ist angekommen, der Vertreiber von Dunkel und Finsternis."

599.

Da jener Freude Erfüllten erhob sich ein großer Ruf:
„Die Kilesā werden wir verbrennen im Sāsana des Vollkommen Erwachten."

600.

Die Worte der Götter vernehmend, ließ ich meine Stimme freudig erschallen;
Mit frohem, frohem Herzen gab ich das erste Almosen hin.

601.

Meinen Sinn erkennend sprach der Lehrer, unübertroffen in der Welt,
inmitten der Götterversammlung sitzend, diese Strophen:

602.

„Sieben Tage nach dem Auszug gelangte ich zur Bodhi;
dies ist meine erste Mahlzeit, dem Brahmacārin zur Stärkung.

603.

„Wer mir aus Tusita hierher kommend die Almosenspeise brachte,
den will ich rühmen - hört, was ich spreche:

604.

„Dreißigtausend Äonen lang wird er Herrschaft über Götter ausüben;
alle Götter überragend wird er den Dreifachen Himmel bewohnen.

605.

„Aus der Götterwelt herabgestiegen wird er Menschsein erlangen;
tausendfach als Weltenherrscher wird er dort herrschen.

606.

„In hunderttausend Äonen, entstammt dem Geschlecht der Okkāka,
wird der Lehrer in der Welt den Stammesnamen Gotama tragen.

607.

„Jener wird aus dem Dreißig-Götter-Reich herabsteigen und Menschsein erlangen;
aus dem Haus ausziehend wird er sechs Jahre verweilen.

608.

„Dann im siebten Jahr wird der Erwachte die Wahrheit verkünden;
Koṇḍañña mit Namen wird sie als erster verwirklichen.'

609.

Seinem Auszug folgend trat ich aus; wohl vollbracht war meine Anstrengung;
um die Unreinheiten zu verbrennen, trat ich ins Hauslose aus.

610.

Den Allwissenden aufsuchend - der Erwachte in der Welt mit ihren Göttern -
schlug er im Isipatana, im Wildpark, die Trommel des Todlosen.

611.

Ich nun habe das Todlose erlangt, den unübertroffenen Ort des Friedens;
alle Triebflüsse vollständig erkennend, weile ich triebversiegt.

612.

Die vier analytischen Erkenntnisse, ebenso die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā wurden verwirklicht - die Weisung des Erwachten ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Aññāsikoṇḍañña diese Strophen.
Das siebte Apadāna des Thera Aññāsikoṇḍañña.

613.

Padumuttara mit Namen, der Sieger, der Selbst-Erwachte, der Höchste unter den Menschen,
weilte damals vor dem Himalaya auf dem Cittakūṭa.

614.

Furchtlos war ich dort, ein Löwenkönig im freien Vierschritt;
wenn man seinen Ruf vernimmt, erschaudern viele Menschen.

615.

Eine aufgeblühte Lotusblume nehmend, näherte ich mich dem Stier unter den Menschen;
als der Erwachte aus dem Samādhi aufgestiegen war, brachte ich sie dar.

616.

Die vier Himmelsrichtungen verehrend, den besten Erwachten, den Höchsten unter den Menschen,
ließ ich meinen Geist aufklären und ließ den Löwenruf erschallen.

617.

Padumuttara, der Weltkundige, Empfänger der Darbringungen,
auf seinem Sitz sitzend, sprach diese Strophen:

618.

„Den Ruf des Erwachten vernehmend, versammelten sich alle Götter;
der Vortrefflichste unter den Sprechenden ist erschienen - wir werden den Dhamma hören.

619.

„Während jene von Freude erfüllt waren, pries der Weltführer in ihrer Gegenwart
meine Tat - weitblickend, der große Muni.'

620.

Wegen dieser dargebrachten Lotusblume und des ertönten Löwenrufes -
den will ich rühmen - hört, was ich spreche:

621.

„In acht Äonen von jetzt an wird er Weltenherrscher sein,
ausgestattet mit sieben Kleinodien, Herrscher über die vier Kontinente.

622.

„Über vierundsechzig Gebiete der Erde wird er Herrschaft ausüben;
Paduma mit Namen, der mächtige Weltenherrscher.

623.

„In hunderttausend Äonen, entstammt dem Geschlecht der Okkāka,
wird der Lehrer in der Welt den Stammesnamen Gotama tragen.

624.

„Wenn die Botschaft verkündet wird, wird er ein Brahmanenverwandter sein;
der Brahmanentugend folgend, wird er sogleich ins Hauslose ausziehen.

625.

„Zur Anstrengung entschlossen, gestillt, ohne Anhaftung,
wird er, alle Triebflüsse vollständig erkennend, triebversiegt verlöschen.

626.

„In einsamer, abgelegener Lagerstätte, von wilden Tieren bevölkert,
wird er, alle Triebflüsse vollständig erkennend, triebversiegt verlöschen.

627.

Die vier analytischen Erkenntnisse, ebenso die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā wurden verwirklicht - die Weisung des Erwachten ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Piṇḍolabhāradvāja diese Strophen.
Das achte Apadāna des Thera Piṇḍolabhāradvāja.

628.

Die Gaṅgā, Bhāgīrathī genannt, entspringt dem Himalaya;
an einer Furt war ich Fährmann und brachte sie ans diesseitige Ufer.

629.

Padumuttara, der Führer, der vollkommen Erwachte, der Höchste unter den Zweifüßlern,
in Begleitung von hunderttausend, war an das Gaṅgā-Ufer gekommen.

630.

Viele Boote herbeibringend, von Zimmerleuten kunstvoll bereitet,
das Dach des Bootes errichtend, empfing ich ehrerbietig den Stier unter den Menschen.

631.

Der Vollerwachte kam heran und bestieg das Boot;
der Meister, mitten auf dem Wasser stehend,
sprach diese Verse:

632.

„Wer den Vollerwachten übersetzte
und den Saṅgha, den triebversiegelten -
durch die heitere Gesinnung dabei
wird er sich in den Welten der Götter erfreuen.

633.

„Ein wohlgefügtes Boot, bootförmig gebaut,
wird dir entstehen, beständig;
eine Blumendecke im Äther
wird es stets tragen.

634.

„Im achtundfünfzigsten Äon
wird ein Kṣatriya namens Tāraka,
Bezwinger der vier Weltgegenden,
ein Weltenherrscher sein.

635.

„Im siebenundfünfzigsten Äon
wird ein Kṣatriya namens Cammaka,
wie die aufgehende Sonne,
in mächtiger Kraft erstrahlen.

636.

„In hunderttausend Äonen,
geboren aus dem Geschlecht der Okkāka,
wird ein Meister, mit dem Stammesnamen Gotama,
in der Welt erscheinen.

637.

„Jener, aus den Dreißig Göttern herabgestiegen,
wird das Menschsein erlangen;
Revata wird sein Name sein,
ein Verwandter der Brahmanen.

638.

„Aus dem Haus herausgetreten,
von der Verdienstwurzel angetrieben,
wird er im Orden des Erhabenen Gotama
die Pabbajjā empfangen.

639.

„Nach später Ordination,
im Joch der Betrachtung, in Vipassanā geübt,
wird er alle Triebe durchdringen
und triebversiegter Weise verlöschen."

640.

Meine Tatkraft trägt die Last des Joches,
führt zur Sicherheit, was aufgebürdet ward;
ich trage den letzten Leib
im Orden des Vollkommen Erwachten.

641.

Das in hunderttausend Jahren gewirkte Kamma
zeigte mir hier seine Frucht;
befreit wie ein Pfeil im Fluge
verbrannte er meine Unreinheiten.

642.

Als der weltenüberwindende Muni mich sah,
wie ich dem Walde zugeneigt war,
wies der Großsinnige mich
als Ersten unter den waldlebenden Bhikkhus aus.

643.

Die vier analytischen Erkenntnisse,
die acht Vimokkhā -
die sechs Abhiññās sind verwirklicht:
vollbracht ist des Buddha Lehre.
So hat der Ehrwürdige Revata des Akazienwaldes, der Thera, diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Khadiravaniya-Revata, das neunte.

644.

Aus dem Tor des Gartens trat Padumuttara, der große Muni,
ließ den unsterblichen Regen niederströmen,
brachte die Kühlung,
brachte zur Stille die große Menge.

645.

Hunderttausend jener Weisen,
mit sechs Abhiññās, von mächtiger Wirkungskraft,
umgaben den Vollerwachten
gleich einem Schatten, der nicht weicht.

646.

Ich saß auf dem Nacken eines Elefanten,
erblickte den weißen Ehrenschirm, den allerbesten,
von herrlicher, lieblicher Gestalt -
da entstand in mir Freude.

647.

Vom Elefantennacken herabgestiegen,
trat ich heran zu jenem Stier unter den Menschen
und trug meinen aus Edelsteinen gefertigten Schirm
über dem Erhabensten der Buddhas.

648.

Padumuttara, der große Seher,
erkannte meine Gesinnung;
er ließ jene Darlegung ruhen
und sprach diese Verse:

649.

„Wer diesen Schirm trug,
geschmückt mit goldenem Zierrat -
von ihm werde ich künden: hört meine Worte.

650.

„Dieser Mensch wird von hier fortgehend
in Tusita einziehen
und Glück genießen,
umgeben von Himmelsnymphen.

651.

„Vierunddreißig Mal wird er
die Herrschaft der Götter ausüben;
als mächtiger Herrscher wird er achthundert Mal
die Erde bewohnen.

652.

„Achtundfünfzig Mal wird er
ein Weltenherrscher sein;
eine weithin ausgedehnte Teilherrschaft
wird er auf der Erde errichten.

653.

„In hunderttausend Äonen,
geboren aus dem Geschlecht der Okkāka,
wird ein Meister, mit dem Stammesnamen Gotama,
in der Welt erscheinen.

654.

„Als Stammesgenosse des Familienbannträgers der Sakyas,
ein Verwandter unter seinen Nächsten,
wird er mit dem Namen Ānanda
der Begleiter des Großen Weisen sein.

655.

„Eifrig und besonnen,
bewandert in umfangreichem Wissen,
demütig im Wesen, nicht starr -
er wird alle Lehren vollständig innehalten.

656.

„Mit dem Willen auf Überwindung gerichtet,
befriedet, ohne Stützpunkt,
alle Triebe durchdringend,
wird er triebversiegter Weise verlöschen.

657.

„Es gibt Elefanten des Waldes,
sechzigjährige Elefanten,
dreifach brünstige Mātaṅgas
mit Zähnen wie Deichseln, hochgewachsen.

658.

„Viele Hunderttausende,
auch weise und von mächtiger Kraft -
sie alle mögen in deinem Vorsatz
dem Buddhanāga nicht gleichkommen."

659.

In der Frühe verehrte ich ihn,
am Mittag und am Abend;
mit heiterem Herzen, wohlgestimmt,
diente ich dem Erhabensten der Buddhas.

660.

Eifrig und besonnen,
klar erkennend und achtsam -
ich habe die Frucht des Stromeintritts erlangt,
kundig in den Stufen des Lernenden.

661.

Vor hunderttausend Äonen - das Kamma, das ich anstrebte:
Jenen Stand hab ich nun erreicht, unerschütterlich im wahren Dhamma stehend.

662.

Willkommen wahrlich war mir das Sein in der Gegenwart des erhabenen Buddhas;
Die drei Wissen sind erlangt, des Buddhas Botschaft ist erfüllt.

663.

Die vier paṭisambhidā, dazu die acht vimokkhā,
Die sechs abhiññā verwirklicht - des Buddhas Botschaft ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ānanda diese Verse.
Ānandatherassāpadāna, das zehnte.
Uddāna darüber -
Der Buddha, der Paccekabuddha und Sāriputta und Kolita,
Kassapa und Anuruddha, der Thera Puṇṇa und Upāli,
Aññāsikoṇḍañña, Piṇḍola, Revata und der weise Ānanda -
Sechshundert und fünfzig Verse, alle zusammengefasst.
Buddhavagga, der erste Vagga im Apadāna.
## 2. Sīhāsaniyavagga
### 1. Sīhāsanadāyakattheraapadāna

1.

Als der Welthüter ins Nibbāna eingegangen, Siddhattha, der Höchste unter den Zweifüßigen,
Als seine Lehre sich weit verbreitet hatte und das Sāsana für die Vielen erblüht war -

2.

Mit heiterem Herz und freudigem Sinn fertigte ich einen Löwenthron;
Nachdem ich den Löwenthron gefertigt, schuf ich auch eine Fußstütze dazu.

3.

Beim Löwenthron errichtete ich auch ein Haus;
Durch diese Herzensheiterkeit ward ich in Tusita wiedergeboren.

4.

Vierundzwanzig yojana in der Länge war mein prächtig gefertigter Palast,
Vierzehn yojana in der Breite.

5.

Hunderttausend Jungfrauen umgaben mich allzeit;
Ein goldenes Ruhebett war dort für mich herrlich geformt.

6.

Elefantengefährte, Rossgefährte, göttliche Gefährte standen bereit;
Paläste und Sänften entstanden nach Belieben.

7.

Edelsteinerne Ruhebetten und andere, viele aus trefflichem Holz -
Sie alle entstehen mir: dies ist die Frucht des Löwenthrons.

8.

Goldene und silberne, kristallene und vaiḍūryaerne
Sandalen besteige ich - dies ist die Frucht der Fußstütze.

9.

Vor vierundneunzig Äonen vollbrachte ich jenes Kamma;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des heilsamen Kammas.

10.

Vor dreiundsiebzig Äonen gab es drei Menschen namens Inda;
Vor zweiundsiebzig Äonen drei mit dem Namen Sumana.

11.

Vor einundsiebzig Äonen drei namens Varuṇa -
Mit den sieben Schätzen ausgestattet, Herren über die vier Kontinente.

12.

Die vier paṭisambhidā, dazu die acht vimokkhā,
Die sechs abhiññā verwirklicht - des Buddhas Botschaft ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sīhāsanadāyaka diese Verse.
Sīhāsanadāyakattheraapadāna, das erste.
### 2. Ekatthambhikattheraapadāna

13.

Beim Bhagavā Siddhattha gab es eine große Schar von Anhängern;
Zum Buddha hatten sie Zuflucht genommen und vertrauten dem Tathāgata.

14.

Alle kamen zusammen und berieten sich, eine Halle für den Meister zu bauen;
Da sie keine Mittelsäule fanden, suchten sie in einem großen Wald.

15.

Als ich sie im Walde sah, trat ich zu jener Schar heran,
Faltete die Hände und fragte die Gruppe.

16.

Sie antworteten mir auf meine Frage, jene tugendhaften Hausleute:
„Wir möchten eine Halle bauen, doch eine Mittelsäule ist nicht zu finden."

17.

„Gebt mir die Mittelsäule - ich werde sie dem Meister schenken;
Ich werde den Pfeiler herbringen, seid ohne Sorge!"

18.

Sie überreichten mir den Pfeiler, heiter und freudig gestimmt;
Dann kehrten sie um und gingen nach Hause.

19.

Kaum war die Schar fortgegangen, trug ich den Pfeiler dorthin;
Freudig, mit freudigem Herzen, richtete ich ihn zuerst auf.

20.

Durch diese Herzensheiterkeit ward ich in einem Palast wiedergeboren;
Mein Wohngemach ragte empor - siebengeschossig aufgetürmt.

21.

Während die Trommeln schlugen, lebte ich allzeit in Freude;
Vor fünfundfünfzig Äonen war ich König Yasodhara.

22.

Auch dort war mein Wohngemach siebengeschossig aufgetürmt,
Mit einem herrlichen Giebelzimmer versehen, einer Mittelsäule - entzückend.

23.

Vor einundzwanzig Äonen war ein Kṣatriya namens Udena;
Auch dort war mein Wohngemach siebengeschossig aufgetürmt.

24.

In welcher Daseinsform auch immer ich wiedergeboren werde - als Gott oder als Mensch -
Erlebe ich alles Glück: dies ist die Frucht der Mittelsäule.

25.

Vor vierundneunzig Äonen - den Pfeiler, den ich damals schenkte:
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Mittelsäule.

26.

Die vier paṭisambhidā, dazu die acht vimokkhā,
Die sechs abhiññā verwirklicht - des Buddhas Botschaft ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekatthambhika diese Verse.
Ekatthambhikattheraapadāna, das zweite.
### 3. Nandattheraapadāna

27.

Dem Bhagavā Padumuttara, dem Ältesten der Welt, dem Unveränderlichen -
Ein leinenes Gewand wurde von mir gespendet dem Selbst-Erwachten, dem Großen Seher.

28.

Der Buddha, Jalajuttara mit Namen, verkündete mir:
„Durch diese Gabe des Gewandes wirst du von goldener Farbe sein.

29.

„Nachdem du zwei Glückszustände genossen hast, angetrieben durch die Wurzeln des Heilsamen,
wirst du der jüngste Bruder des Erhabenen Gotama sein.

30.

„Von Begehren erfüllt, mit angenehmer Wesensart, verhaftet in Verlangen nach Sinnesgenüssen -
vom Buddha angespornt, wirst du dann in die Hauslosigkeit ausziehen.

31.

„Nachdem du ausgezogen bist, dort angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
alle Triebe vollständig erkennend, wirst du triebversiegt ins Nibbāna eingehen.'

32.

„In sieben Mal tausend Äonen gab es vier namens Ceḷa;
in sechzigtausend Äonen vier mit Namen Upaceḷa.

33.

„In fünftausend Äonen gab es abermals vier mit Namen Ceḷa;
mit sieben Schätzen ausgestattet, Herren über die vier Kontinente.

34.

„Die vier analytischen Erkenntnisse, ebenso die acht Vimokkhās,
die sechs Abhiññās wurden verwirklicht - das Sāsana des Buddha ist vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Nando diese Verse.
Das Apadāna des Thera Nanda, das dritte.
4. Apadāna des Thera Cūḷapanthaka

35.

„Padumuttara, der Sieger mit Namen, Empfänger der Opfergaben -
von der Gemeinschaft zurückgezogen lebte er damals im Himalaya.

36.

„Auch ich wohnte damals im Himalaya in einer Einsiedelei;
den großen Helden, den Wegführer der Welt, der erst kürzlich gekommen war, suchte ich auf.

37.

„Einen Blumenschirm ergreifend, näherte ich mich dem Stier unter den Menschen,
der in Samādhi versunken war - ich bereitete ihm kein Hindernis.

38.

„Mit beiden Händen erhob ich ihn und reichte den Blumenschirm dar;
der Erhabene, Padumuttara, der große Muni, nahm ihn entgegen.

39.

„Alle Götter, frohgemut, strömten zum Himalaya herbei;
sie ließen Beifall erschallen, und der Sehende stimmte freudig zu.

40.

„Dies gesagt habend, traten jene Götter an den Besten unter den Menschen heran,
während ich in der Luft den erhabenen Lotusschirm hoch hielt.

41.

„Den Schirm aus hundertblättrigen Lotus ergreifend, gab ihn der Asket mir
und sprach: ‚Diesen werde ich rühmen - höret meine Worte.

42.

„‚Fünfundzwanzig Äonen wird er über das Reich der Götter herrschen;
vierunddreißig Mal wird er ein Cakkavattī sein.

43.

„‚In welcher Welt auch immer er wandert, sei es unter Göttern oder Menschen -
unter freiem Himmel stehend wird er einen Lotus als Schirm tragen.'

44.

„In hunderttausend Äonen wird einer entstanden aus dem Okkāka-Geschlecht -
Gotama dem Clan nach - als Lehrer in der Welt erscheinen.

45.

„‚Wenn seine Lehre verkündet ist, wirst du Menschendasein erlangen;
in einem geistig geformten Körper wirst du der Höchste sein.

46.

„‚Zwei Brüder wird es geben, beide mit dem Namen Panthaka;
nachdem sie das Höchste Ziel erlangt haben, werden sie das Sāsana erleuchten.'

47.

„Als ich achtzehn Jahre alt war, zog ich in die Hauslosigkeit aus;
doch Besonderes fand ich nicht im Sāsana des Sakya-Sohnes.

48.

„Langsam war mein Fortschritt, zuvor war ich verachtet worden;
mein Bruder wies mich fort: ‚Geh nun wieder in dein eigenes Haus.'

49.

„So fortgewiesen, stand ich betrübt am Tor des Saṅghārāma,
kummervollen Herzens, mit Sehnsucht nach dem Mönchsleben.

50.

„Der Erhabene kam dorthin, strich mir über das Haupt;
er ergriff mich am Arm und führte mich in den Saṅghārāma.

51.

„Aus Mitgefühl gab mir der Lehrer ein Fußtuch;
‚Richte deinen Geist auf dieses Reine' - beiseitegetreten richtete ich ihn darauf aus.

52.

„Dies ergreifend mit meinen Händen, vergegenwärtigte ich mir den roten Lotus;
da löste sich mein Geist - ich erreichte die Arahantschaft.

53.

„In allen geistig geformten Körpern überall das Ziel erreichend,
alle Triebe vollständig erkennend, weile ich triebversiegt.

54.

„Die vier analytischen Erkenntnisse, ebenso die acht Vimokkhās,
die sechs Abhiññās wurden verwirklicht - das Sāsana des Buddha ist vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Cūḷapanthaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Cūḷapanthaka, das vierte.
5. Apadāna des Thera Pilindavaccha

55.

„Als der Welthüter, der erhabene Sumedha, ins Nibbāna eingegangen war,
verehrte ich voll Vertrauen und heiteren Geistes den Stūpa.

56.

„Die Triebversiegten, die dort weilten, mit den sechs Abhiññās und großer Wunderkraft -
sie versammelte ich dort und bereitete der Gemeinschaft eine Mahlzeit.

57.

„Sein Diener hieß damals ebenfalls Sumedha mit Namen;
auch er stimmte freudig zu und billigte das Dargebrachte.

58.

Durch diese Herzensklarheit ward ich in einem himmlischen Palast wiedergeboren;
Sechsundachtzigtausend Nymphen erfreuten mich.

59.

Sie folgten mir, mir allein ergeben,
mit allen Freuden stets zugetan;
Andere Götter überstrahlte ich -
dies ist die Frucht heilsamen Kamma.

60.

Vor fünfundzwanzig Äonen war ein Khattiyo namens Varuṇa -
ich war es, der da als Cakkavattī herrschte, mit reiner Speise.

61.

Sie säen keine Saat, noch führen sie Pflüge aus;
ungepflügten, von selbst gereiften Reis genießen die Menschen dort.

62.

Dort herrschte ich als König und kehrte dann wieder in die Götterwelt zurück;
auch damals erblühte mir solch eine Fülle des Reichtums.

63.

Weder Freunde noch Feinde schaden mir, kein Lebewesen überhaupt;
Allen bin ich lieb und teuer - dies ist die Frucht heilsamen Kamma.

64.

Vor dreißigtausend Äonen gab ich jene Gabe damals;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht des Gandhāla-Aufstrichs.

65.

In diesem gesegneten Äon war ich einst ein Herrscher über das Volk;
ein mächtiger König war ich, ein Cakkavattī von großer Kraft.

66.

Ich, eben jener, hatte viele Menschen in den fünf Sīla gefestigt
und sie zur Wiedergeburt in guter Existenz geführt - so ward ich den Göttern lieb.

67.

Die vier paṭisambhidā, ebenso die acht vimokkhā,
die sechs abhiññā sind verwirklicht - des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Pilindavaccho diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pilindavaccha, das fünfte.
6. Apadāna des Thera Rāhula

68.

Dem Erhabenen Padumuttara, dem Ältesten der Welt, dem Unerschütterlichen -
in einem Palast mit sieben Stockwerken breitete ich einen Spiegel aus.

69.

Der große Muni, umgeben von tausend triebversiegten Mönchen,
näherte sich der Gandhakuṭī - der Herr der Zweifüßler, der Stier unter den Menschen.

70.

Die Gandhakuṭī erleuchtend, der Gott der Götter, Stier unter den Menschen,
stand der Lehrer inmitten des Bhikkhusaṅgha und sprach diese Verse:

71.

„Den, durch den dieses Lager erstrahlt, der den Spiegel so fein ausgelegt -
ihn werde ich rühmen; höret, was ich spreche.

72.

Aus Gold, aus Silber, aus Veḷuriya-Edelstein
werden Paläste entstehen, so viele, wie das Herz begehrt.

73.

Vierundsechzigmal wird er als Götterkönig herrschen,
tausendmal als Cakkavattī - unmittelbar darauf.

74.

Vor einundzwanzig Äonen wird ein Khattiyo namens Vimala erscheinen,
Sieger über die vier Weltgegenden, ein mächtiger Cakkavattī.

75.

Eine Stadt namens Reṇuvatī, aus Ziegeln kunstvoll erbaut,
dreihundert in der Länge, ringsum im Geviert vollkommen.

76.

Ein Palast namens Sudassana, erbaut durch Vissakamma,
mit herrlichen Giebelhallen geschmückt, mit sieben Juwelen geziert.

77.

Frei von den zehn Weltgeräuschen, von Vidyādharas erfüllt,
wird er sein wie die Stadt Sudassana - der Götter eigene Stätte.

78.

Sein Glanz geht aus wie die aufgehende Sonne;
er wird stets leuchten ringsum auf acht Yojana.

79.

Vor hunderttausend Äonen, aus dem Geschlecht der Okkāka entsprossen,
wird ein Lehrer in der Welt erscheinen, Gotama seinem Geschlecht nach.

80.

Er wird aus dem Tusita-Himmel herabsteigen, angetrieben durch die Wurzel des Verdienstes;
er wird der leibliche Sohn des Erhabenen Gotama sein.

81.

Würde er im Hause verbleiben, so würde er ein Cakkavattī -
doch es ist ausgeschlossen, dass ein solch Unerschütterlicher am Hausstand Freude fände.

82.

Aus dem Hause ausgezogen, wird er in die Pabbajjā eintreten, der Tugendreine;
Rāhula wird sein Name sein - ein Arahant wird er werden."

83.

Wie der Kikī sein Ei bewacht, wie die Cāmarī ihren Schweif,
so bewahrte mich der besonnene, sīla-gesegnete große Muni.

84.

Seinen Dhamma erkennend, lebte ich, dem Sāsana ergeben;
alle āsavā vollständig durchschauend, weile ich nun triebversiegt.

85.

Die vier paṭisambhidā, ebenso die acht vimokkhā,
die sechs abhiññā sind verwirklicht - des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Rāhula diese Verse.
Das Apadāna des Thera Rāhula, das sechste.
7. Apadāna des Thera Upasena Vaṅgantaputta

86.

Den Erhabenen Padumuttara, den Ältesten der Welt, den Stier unter den Menschen,
der auf einem Felsvorsprung saß - ich trat heran zu dem Höchsten unter den Menschen.

87.

Eine Kaṇikāra-Blüte erblickend, schnitt ich sie am Stiel ab,
schmückte damit einen Schirm und legte ihn dem Buddha dar.

88.

Einen Almosengang brachte ich dar, höchste Speise, edle Kost;
Dem Buddha als neuntem dortselbst, acht Asketen speiste ich.

89.

Es freute sich der große Held, der Selbst-Erwachte, Höchste unter Menschen;
Durch diese Schirmgabe und das Darbringen höchster Speise -

90.

Durch diese Herzensheiterkeit wirst du Wohlergehen erleben;
Sechsunddreißigmal wird er Indra sein, Herrschaft über Götter ausüben.

91.

Einundzwanzigmal wird er Weltenherrscher sein;
Teilherrschaft, weit ausgedehnt, unzählbar an Zahl.

92.

Nach hunderttausend Äonen, aus dem Geschlecht der Okkāka stammend,
Wird ein Lehrer in der Welt erscheinen, Gotamo nach dem Geschlecht.

93.

Im Gedeihen der Lehre wird er Menschsein erlangen;
Erbe des Dhamma jenes, leiblicher Sohn, durch Dhamma geformt.

94.

Upasena wird er mit Namen heißen, ein Schüler des Lehrers;
Durch seine allseitige Anmut wird er an erster Stelle gesetzt werden.

95.

Meiner letzten Existenz trete ich entgegen, alle Daseinszustände sind ausgerottet;
Ich trage den letzten Körper, nachdem ich Māra samt seinem Gefolge besiegt habe.

96.

Die vier Paṭisambhidā, auch die acht Vimokkhā;
Die sechs Abhiññā verwirklicht - des Buddha Lehre ist getan.
So sprach, wie es heißt, der ehrwürdige Thera Upasena Vaṅgantaputta diese Verse.
Das Apadāna des Thera Upasena Vaṅgantaputta, das siebente.
Dritter Abschnitt des Rezitierens.
8. Das Apadāna des Thera Raṭṭhapāla

97.

Dem Gesegneten Padumuttara, dem Ältesten der Welt, dem Unerschütterlichen,
Schenkte ich einen edlen Elefanten, stoßzahnbewehrt, gewachsen und stark.

98.

Geschmückt mit weißem Schirm, mit Satteldecke, mit Elefantenhaken versehen;
Nachdem ich all das abgeschätzt hatte, ließ ich einen Saṅghārāma errichten.

99.

Vierundfünfzigtausend Palasthallen ließ ich errichten;
Eine große Spende vollbrachte ich und übergab sie dem Großen Weisen.

100.

Es freute sich der große Held, der Selbst-Erwachte, Höchste unter Menschen;
Alle Menschen erfreuend, lehrte er die unsterbliche Stätte.

101.

Jener Buddha prophezeite mir - sein Name war Jalajuttara -
Im Bhikkhu-Saṅgha sitzend, sprach er diese Verse:

102.

„Vierundfünfzigtausend Palasthallen hat dieser errichten lassen;
Ich will die Frucht verkünden - hört meinen Worten zu.

103.

Achtzehntausend Giebelhäuser werden entstehen;
In der höchsten Brahma-Welt geboren, werden sie ganz aus Gold bestehen.

104.

Fünfzigmal wird er Indra sein, Herrschaft über Götter ausüben;
Achtundfünfzigmal wird er Weltenherrscher sein.

105.

Nach hunderttausend Äonen, aus dem Geschlecht der Okkāka stammend,
Wird ein Lehrer in der Welt erscheinen, Gotamo nach dem Geschlecht.

106.

Aus der Götterwelt herabgestiegen, gedrängt durch die Wurzel des Heilsamen,
Wird er alsbald in einer wohlhabenden Familie mit großem Reichtum geboren werden.

107.

Jener wird später in die Hauslosigkeit aufbrechen, gedrängt durch die Wurzel des Heilsamen;
Raṭṭhapāla wird er mit Namen heißen, ein Schüler des Lehrers.

108.

Unermüdlich auf Anstrengung bedacht, still, frei von allem Anhaftungssubstrat,
Alle Triebflüsse vollständig erkennend, wird er triebversiegt ins Nibbāna eingehen."

109.

Aufgestanden und hinausgezogen, habe ich den Reichtum hinter mir gelassen;
Wie ein Klumpen Speichel ist mir der Reichtum - Anhaftung findet sich in mir nicht.

110.

Meine Tatkraft trägt die Hauptlast, das Joch, das zur Sicherheit vom Gebundensein führt;
Ich trage den letzten Körper in der Lehre des Vollkommen Erwachten.

111.

Die vier Paṭisambhidā, auch die acht Vimokkhā;
Die sechs Abhiññā verwirklicht - des Buddha Lehre ist getan.
So sprach, wie es heißt, der ehrwürdige Thera Raṭṭhapāla diese Verse.
Das Apadāna des Thera Raṭṭhapāla, das achte.
9. Das Apadāna des Thera Sopāka

112.

Während ich einen Abhang reinigte im höchsten Bergwald,
Trat der Gesegnete namens Siddhattha in meine Nähe.

113.

Den Buddha erblickend, der herangetreten war, den Ältesten der Welt, den Unerschütterlichen,
Breitete ich eine Sitzunterlage aus und schenkte ihm einen Blumenthron.

114.

Auf dem Blumenthron niedersitzend, Siddhattha, der Weltführer,
Erkannte meinen Geisteszustand und sprach über die Unbeständigkeit.

115.

„Unbeständig fürwahr sind die Gestaltungen, dem Entstehen und Vergehen unterworfen;
Nachdem sie entstanden sind, vergehen sie wieder - ihr Stillewerden ist Glück."

116.

Nachdem der Allwissende dies gesprochen hatte, der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen,
Erhob sich der Held in die Lüfte wie der König der Schwäne in den Himmel.

117.

Meine eigene Ansicht aufgebend, übte ich die Wahrnehmung der Unbeständigkeit;
Einen einzigen Tag übend, verschied ich dort.

118.

Zwei Hochstände genießend, angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
als mein letztes Dasein erreicht war, kam ich in den Schoß einer Candāla-Frau.

119.

Vom Haus fortgehend, trat ich die Pabbajjā an, das Heimatlose;
mit sieben Jahren seit meiner Geburt erreichte ich die Arahantschaft.

120.

Mit erwecktem Eifer, entschlossenen Geistes, in den Sīlas wohl gefestigt -
nachdem ich den großen Nāga erfreut hatte, erlangte ich die Upasampadā.

121.

Vor vierundneunzig Äonen war es die Tat, die ich damals vollbrachte;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Blumengabe.

122.

Vor vierundneunzig Äonen war es die Wahrnehmung, die ich damals entfaltete;
durch das Entfalten jener Wahrnehmung gelangte ich zum Erlöschen der Triebe.

123.

Die vier analytischen Erkenntnisse, auch die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññās verwirklicht - die Weisung des Buddha ist getan.
So hat wahrlich der ehrwürdige Thera Sopāka diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Sopāka, das neunte.

124.

„Ich wollte ein Opfer darbringen, hatte Speise bereitet,
Brahmanen ehrend, stand ich in der weiten Halle.

125.

Da erblickte ich den Vollerwachten, den hochberühmten Piyadassi,
den Leiter aller Welten, den Selbst-Erwachten, den Höchsten der Menschen.

126.

Den Bhagavā, strahlend vor Glanz, von Schülern umgeben,
wie die Sonne leuchtend, auf der Straße dahinschreitend.

127.

Die Hände in Añjali erhoben, klärte ich meinen eigenen Geist;
allein im Herzen lud ich ein: ‚Möge der große Muni kommen.'

128.

Meinen Gedanken erkennend, trat der Meister, unübertroffen in der Welt,
mit Tausenden von Triebversiegten an meine Tür.

129.

Verehrung dir, o Edler unter den Menschen, Verehrung dir, o Höchster der Menschen!
Besteige den Palast und nimm Platz auf dem Löwenthron.

130.

Gezähmt, von Gezähmten umgeben, überquert er selbst, der Beste, der andere überquert -
er bestieg den Palast und saß auf dem erhabenen Thron.

131.

Was auch immer an Gaben in meinem eigenen Hause bereitlag,
das bot ich dem Buddha dar, heiteren Herzens, mit eigenen Händen.

132.

Mit heiterem, freudigem Geist, von Begeisterung erfüllt, die Hände in Añjali gefaltet -
ich verehrte den Höchsten der Buddhas. Oh, wie erhaben ist der Buddha!

133.

Den Acht aufwartend, speisten die vielen Triebversiegten;
dies ist allein deine Wirkkraft - ich nehme Zuflucht zu dir.

134.

Und der Bhagavā Piyadassi, der Älteste der Welt, Stier unter den Menschen,
in der Mitte des Bhikkhu-Saṅghas sitzend, sprach diese Verse:

135.

‚Wer es ist, der den Saṅgha speiste, den aufgerichteten, gefestigten,
und den Tathāgata, den Vollerwachten - hört, was ich spreche.

136.

Siebenundzwanzigmal wird er Herrschaft über die Götter ausüben;
erfreut durch das eigene Kamma wird er in der Götterwelt wohnen.

137.

Achtzehnmal wird er ein Cakkavattī sein;
fünfhundertmal wird er über die Erde herrschen, die Welt bewohnen.'

138.

Den Waldhain als Zuflucht nehmend, den von Tigern bewohnten Forst,
strebend in ernstem Streben, wurden die Kilesās von mir verbrannt.

139.

Vor achtzehntausend Äonen war es die Gabe, die ich damals gab;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Speisegabe.

140.

Die vier analytischen Erkenntnisse, auch die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññās verwirklicht - die Weisung des Buddha ist getan.
So hat wahrlich der ehrwürdige Thera Sumaṅgala diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Sumaṅgala, das zehnte.
Dessen Inhaltsangabe:
Sīhāsanī, Ekathambhī, Nanda und Cūḷapanthaka,
Pilinda, Rāhula eben, Vaṅganta, Raṭṭhapāla,
Sopāka und Sumaṅgala - so zehn im zweiten Vagga;
hundertachtunddreißig Verse wurden hier verkündet.
Der zweite Vagga: Sīhāsaniyavagga.
3. Subhūtivagga

1.

„Unweit des Himavanta liegt ein Berg namens Nisabha;
meine Einsiedelei ist gut gebaut, die Laubhütte wohl errichtet.

2.

Mit Namen Kosiya, ein Asket mit Haarknoten, mit strengen Übungen,
allein, ohne Gefährten, wohnte ich damals auf dem Nisabha.

3.

Früchte, Wurzeln und Blätter aß ich damals nicht;
von dem, was von selbst gefallen war und vergilbt, lebte ich damals.

4.

Ich betrüge nicht meinen Lebensunterhalt, auch wenn ich das Leben aufgäbe;
ich stimme meinen Geist günstig und meide die falsche Suche.

5.

Wenn ein mit Begierde verknüpfter Geist in mir aufsteigt,
schaue ich ihn selbst mit Besinnung an, einspitzig zähme ich ihn.

6.

‚Du begehrst das Begehrenswerte und zürnst dem Verhassten;
du wirst verwirrt durch das Verwirrende - geh fort aus dem Wald!

7.

‚Dies ist der Aufenthaltsort der Reinen, der makellosen Asketen;
beflecke nicht den Reinen - geh fort aus dem Wald!

8.

Wenn du Haushälter wirst und einen Sohn erlangst,
versäume keines von beiden - tritt aus dem Wald heraus.

9.

Wie ein Scheit glühender Asche, das nirgends seinen Zweck erfüllt -
weder im Dorf noch im Walde gilt es noch als Holz.

10.

Einem Scheit glühender Asche gleichst du -
kein Haushälter und auch kein Entsagter;
von beiden Seiten losgelöst bist du heute -
tritt aus dem Wald heraus.

11.

Mag dies wohl so sein oder nicht -
wer kennt das schon an dir?
Du trägst mir das Joch des Glaubens,
und doch bist du reich an Trägheit.

12.

Die Weisen werden dich verabscheuen
wie einen Unreinen aus der Stadt;
die Seher werden dich fortziehen
und dich immer wieder tadeln.

13.

Die Weisen werden von dir sagen,
du habest die Ordnung überschritten;
da du keine Gemeinschaft erlangen wirst -
wie willst du dann leben?

14.

Einen Elefanten im sechzigsten Jahr,
in dreifacher Brunst gebrochen -
ein starker Bulle tritt heran
und führt ihn aus der Herde fort.

15.

Aus der Herde verstoßen
findet er keine Freude, keine Wonne;
er leidet, ist verstört,
brütet nach und zittert.

16.

Ebenso werden die Einsiedler auch jenen Unweisen
hinaustreiben;
von ihnen verstoßen
wirst du keine Freude, keine Wonne finden.

17.

Bei Tag wie bei Nacht
vom Pfeil der Trauer durchbohrt,
wirst du brennen vor Schmerz -
wie ein Elefant, der aus der Herde vertrieben ward.

18.

Wie ein Goldklumpen nirgends leuchtet noch nützt -
so wirst du, bar jeder Sīla,
nirgends mehr in Versenkung gelangen.

19.

Selbst wenn du im Hause wohnst -
wie willst du dann leben?
Weder mütterliches noch väterliches
Vermögen ist dir hinterlegt.

20.

Eigenhändig Arbeit verrichtend,
Schweiß aus den Gliedern fließend -
so würdest du im Haus leben;
das aber gefällt dir nicht.

21.

So wehrte ich dort den Geist ab,
der zur Befleckung hinneigte;
mit mannigfacher Dhamma-Rede
hielt ich den Geist vom Bösen zurück.'

22.

So lebte ich dort,
im Eifer ohne Nachlässigkeit wohnend -
dreißigtausend Jahre
vergingen mir im Walde.

23.

Als er mich erblickte, im Eifer ruhend,
das höchste Ziel suchend,
kam Padumuttara, der Vollerwachte,
in meine Nähe.

24.

Von der Farbe der Timbarūsaka-Frucht leuchtend,
unermesslich, ohnegleichen -
an Gestalt unvergleichlich der Buddha,
wandelte er damals im Luftraum.

25.

Wie der König der Sālabäume in voller Blüte,
wie ein Blitz zwischen Wolken -
an Weisheit unvergleichlich der Buddha,
wandelte er damals im Luftraum.

26.

Ehrfurchtgebietend wie der König der Löwen,
majestätisch wie der König der Elefanten,
kühn wie der König der Tiger -
wandelte er damals im Luftraum.

27.

Von der Farbe des Goldes der Siṅgī-Münze leuchtend,
der glühenden Khadira-Holzkohle gleichend,
strahlend wie ein Juwel -
wandelte er damals im Luftraum.

28.

Rein wie der Kelāsa-Berg,
wie der Mond zur Vollmondnacht,
wie die Sonne zur Mittagsstunde -
wandelte er damals im Luftraum.

29.

Als ich ihn im Himmel wandeln sah,
dachte ich damals so:
„Ist dieses Wesen ein Gott
oder ist es ein Mensch?

30.

„Nie hörte ich von einem solchen Menschen auf Erden,
nie sah ich ihn -
doch gibt es wohl einen Spruch, der besagt:
Dieser wird ein Lehrer sein."

31.

Nachdem ich so nachgedacht hatte,
erheiterte ich meinen Geist;
mannigfache Blumen und Düfte
ließ ich damals zusammenkommen.

32.

Einen Blütensitz bereitend,
vortrefflich und erfreuend das Herz,
sprach ich zu dem Höchsten aller Menschenlenker
dieses Wort:

33.

„Dieser Sitz, o Held, ist dir bereitet,
dir angemessen -
erfreue meinen Geist,
setze dich auf den Blütenthron."

34.

Da setzte sich der Erhabene nieder,
unerschrocken wie ein Löwe mit der Mähne,
der Buddha sieben Nächte und Tage lang
auf dem herrlichen Blütenthron.

35.

Verneigend stand ich da
sieben Nächte und Tage;
als er aus dem Samādhi emportauchte,
der Lehrer, unübertroffen in der Welt,
mein Kamma rühmend,
sprach er dieses Wort:

36.

„Übe die Buddhanussati,
die höchste unter den Übungen;
diese Achtsamkeit übend,
wirst du den Geist erfüllen.

37.

„Dreißigtausend Äonen
wirst du dich in der Götterwelt erfreuen;
achtzig Mal wirst du Indra der Götter sein,
Götterkönigschaft ausübend;
tausend Mal wirst du Weltenherrscher sein,
König im Lande."

38.

Weitreichende Teilherrschaft, unzählbar an Zahl -
all das wirst du genießen,
als Frucht der Buddhānussati.

39.

Von Dasein zu Dasein wandernd im Saṃsāra,
wirst du großen Reichtum erlangen;
kein Mangel wird in deinem Reichtum sein -
Frucht der Buddhānussati.

40.

In hunderttausend Äonen wird einer erscheinen,
entstammt dem Geschlecht der Okkāka;
Gotama mit seinem Clan-Namen -
er wird der Lehrer in der Welt sein.

41.

Achtzig Koṭi zurücklassend -
viele Diener und Arbeiter -
wirst du in das Sāsana des Erhabenen Gotama
die Pabbajjā vollziehen.

42.

Den Vollerwachten verehrend, Gotama,
den Stier der Sakyas,
wird er als Subhūti bekannt sein,
ein Schüler des Lehrers.

43.

Im Bhikkhusaṅgha sitzend,
wird er ihn in der Würde des Gaben-Würdigen
und im Araṇa-Wandel -
in beiden als Ersten einsetzen.‹

44.

Dieses sprechend, der Vollerwachte,
Jalajuttama genannt,
erhob sich kühn in den Himmel -
wie der König der Haṃsas im Äther.

45.

Belehrt vom Welthüter,
dem Tathāgata Ehrerbietung erweisend,
pflege ich stets in Freude
die höchste Buddhānussati.

46.

Durch diese wohlgetane Tat
und durch Absicht und Vorsatz
verließ ich den menschlichen Körper
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

47.

Achtzig Mal war ich Götterkönig
und übte die Herrschaft über die Götter;
tausend Mal war ich König,
ein Cakkavattī.

48.

Weitreichende Teilherrschaft, unzählbar an Zahl -
ich genieße vollkommenes Wohlergehen,
als Frucht der Buddhānussati.

49.

Von Dasein zu Dasein wandernd im Saṃsāra,
erlange ich großen Reichtum;
kein Mangel ist in meinem Reichtum -
Frucht der Buddhānussati.

50.

Seit hunderttausend Äonen,
was ich damals an Kamma vollbrachte -
keine schlechte Wiedergeburt erkenne ich darin.
Frucht der Buddhānussati.

51.

Die vier Paṭisambhidā, die acht Vimokkhā
und die sechs Abhiññā - verwirklicht.
Das Sāsana des Buddha ist vollbracht.‹‹
So sprach der ehrwürdige Thera Subhūti diese Verse.
Das Apadāna des Subhūtithera - das erste.
2. Upavānatheraapadāna

52.

Padumuttara, der Jina,
der alle Dhammā bis zum Grund durchdrungen hat -
wie ein Feuerhaufen hell aufgelodert und erloschen -
der Vollerwachte, trat ins Parinibbāna ein.

53.

Die große Menge versammelte sich,
ehrte den Tathāgata,
errichtete sorgfältig den Scheiterhaufen
und legte den Körper darauf nieder.

54.

Den Leichenritus vollzogen habend,
sammelten sie dort die Reliquien;
alle - Götter und Menschen -
errichteten einen Buddhathūpa.

55.

Die erste Schicht war aus Gold,
die zweite aus Edelstein,
die dritte aus Silber,
die vierte aus Bergkristall.

56.

Ebenso war die fünfte Schicht
aus Lohitaṅga;
die sechste aus Masāragalla -
darüber alles aus Juwelen.

57.

Die Beine waren aus Edelstein,
das Geländer aus Juwelen;
der Thūpa ganz aus Gold -
emporragend eine Yojana in die Höhe.

58.

Die Götter versammelten sich dort
und berieten gemeinsam:
„Lasst auch uns einen Thūpa errichten
dem Welthüter, dem Gleichmütigen."

59.

„Es gibt keine gesonderten Reliquien -
der Leib ist zu einem Ganzen vereint;
an diesem Buddhathūpa
wollen wir eine Hülle errichten."

60.

Mit sieben Juwelen fügten die Götter
eine weitere Yojana hinzu;
der Thūpa ragte nun zwei Yojana empor
und vertrieb die Dunkelheit.

61.

Die Nāgas versammelten sich dort
und berieten gemeinsam:
„Menschen und Götter haben
einen Buddhathūpa errichtet."

62.

„Mögen wir nicht zurückstehen -
eifrig sind die Götter samt ihrem Gefolge;
lasst auch uns einen Thūpa errichten
dem Welthüter, dem Gleichmütigen."

63.

Indanīla, Mahānīla
und strahlende Jotirasaedelsteine -
sie häuften sie zusammen
und bedeckten damit den Buddhathūpa.

64.

Ganz aus Edelstein war nun
das Buddhacetiya bis dahin -
drei Yojana aufragend,
Licht verbreitend in jener Zeit.

65.

Die Garuḷas versammelten sich
und berieten gemeinsam:
„Menschen, Götter und Nāgas
haben einen Buddhathūpa errichtet."

66.

„Mögen wir nicht zurückstehen -
eifrig sind die Götter samt ihrem Gefolge;
lasst auch uns einen Thūpa errichten
dem Welthüter, dem Gleichmütigen."

67.

Den ganzen edelsteingeschmückten Thūpa
versahen sie mit einer Hülle;
um eine Yojana erhoben auch sie ihn -
ausgedehnt das Buddhacetiya.

68.

Vier Yojanas hoch erstrahlt der Buddha-Stūpa;
er erleuchtet alle Himmelsrichtungen
wie die aufgegangene Sataraṃsī mit ihren hundert Strahlen.

69.

Die Kumbhaṇḍas kamen zusammen und berieten sich da gemeinsam;
Menschen und Götter,
Nāgas und Garuḷas gleichermaßen.
Jeder für sich errichtete dem erhabensten der Buddhas
einen vollkommenen Stūpa.

70.

„Mögen wir nicht nachlässig gewesen sein, wir samt den Göttern -
lasst uns achtsam bleiben!
Auch wir wollen einen Stūpa errichten
dem Welthüter, dem Unerschütterlichen;
mit Edelsteinen wollen wir bedecken
das langgestreckte Buddha-Heiligtum."

71.

Um eine Yojana vergrößerten auch sie
das langgestreckte Buddha-Heiligtum;
fünf Yojanas hoch erstrahlte
der Stūpa fortan.

72.

Die Yakkhas kamen dort zusammen und berieten sich gemeinsam -
Menschen, Götter, Nāgas,
Garuḷas und Kumbhaṇḍakas.

73.

Jeder für sich errichtete dem erhabensten der Buddhas
einen vollkommenen Stūpa:
„Mögen wir nicht nachlässig gewesen sein -
lasst uns achtsam bleiben, wir samt den Göttern!

74.

Auch wir wollen einen Stūpa errichten
dem Welthüter, dem Unerschütterlichen;
mit Kristall wollen wir bedecken
das langgestreckte Buddha-Heiligtum."

75.

Um eine Yojana vergrößerten auch sie
das langgestreckte Buddha-Heiligtum;
sechs Yojanas hoch erstrahlte
der Stūpa fortan.

76.

Die Gandharvas kamen zusammen und berieten sich:
„Menschen, Göttergeister, Nāgas,
Garuḷas, Kumbhas und Yakkhas -

77.

alle haben gemeinsam am Buddha-Stūpa gewirkt;
wir aber standen noch nicht als Schaffende dabei.
Auch wir wollen einen Stūpa errichten
dem Welthüter, dem Unerschütterlichen."

78.

Sieben Balustraden errichtend
setzten sie den Ehrenschirm auf;
einen ganz aus Gold erbauten Stūpa
ließen die Gandharvas da entstehen.

79.

Sieben Yojanas hoch erstrahlte
der Stūpa fortan;
Tag und Nacht waren nicht mehr zu unterscheiden -
Licht herrschte allerwärts.

80.

Mond und Sonne mit all ihren Sternen
konnten seinen Glanz nicht überstrahlen;
in einem Umkreis von hundert Yojanas
entflammte keine einzige Lampe mehr.

81.

Wer auch immer in jener Zeit
als Mensch den Stūpa verehrte -
der bestieg den Stūpa nicht zu Fuß;
er ward in die Lüfte emporgehoben.

82.

Ein von den Göttern bestellter Yakkha,
Abhisammata mit Namen,
brachte eine Fahne oder Blumengirlande dar
und legte sie oben auf.

83.

Jene sahen den Yakkha nicht -
nur die Girlande sahen sie, die emporstieg.
Wer dies so erblickte und weiterzog,
gelangte in eine gute Wiedergeburt.

84.

Die der Lehre feindlich gesinnt waren
und die dem Sāsana vertrauensvoll zugetan waren -
beide, die ein Wunder sehen wollten,
verehrten den Stūpa als Menschen.

85.

In der Stadt Haṃsavatī
war ich damals ein Tagelöhner.
Als ich das frohgestimmte Volk erblickte,
dachte ich so bei mir:

86.

„Erhaben ist dieser Gesegnete,
dort wo die Reliquien aufbewahrt werden!
Und diese Menschen hier sind voll Freude -
unermüdlich in ihrem Wirken und Schaffen.

87.

Auch ich will etwas vollbringen
für den Welthüter, den Unerschütterlichen;
ein Erbe seines Dhamma
will ich in künftiger Zeit werden."

88.

Ein Tuch, von einem Wäscher sauber gewaschen,
mein Obergewand -
an einer Bambusrute befestigt
hob ich es als Fahne in den Himmel.

89.

Abhisammataka nahm meine Fahne
und erhob sie in die Lüfte;
als ich die im Winde flatternde Fahne sah,
erfüllte ich das Volk noch mehr mit Freude.

90.

Den Geist dabei in Heiterkeit verankert,
trat ich an einen Samaṇa heran;
diesen Bhikkhu ehrerbietig grüßend,
fragte ich ihn nach dem Ergebnis der Fahne.

91.

Er sprach zu mir, o Ānanda,
und entzündete Begeisterung in mir:
„Die Frucht dieser Fahne
wirst du stets erfahren.

92.

Elefanten, Rosse, Streitwagen, Fußvolk -
ein viergliedriges Heer
wird dich beständig umgeben:
Dies ist die Frucht der Fahnengabe.

93.

Sechzigtausend Musikinstrumente,
festlich geschmückte Trommeln,
werden dich beständig umgeben:
Dies ist die Frucht der Fahnengabe.

94.

Sechsundachtzigtausend Frauen, herrlich geschmückt,
in buntem Gewand und Zierrat,
mit Edelsteinohrringen angetan,

95.

mit Wimpern wie Lotusblätter, mit Lächeln auf den Lippen,
wohlgestaltet, mit schlanker Taille -
werden dich beständig umgeben:
Dies ist die Frucht der Fahnengabe.

96.

Dreißigtausend Äonen
wirst du in der Götterwelt schwelgen;
achtzig Mal wirst du Götterherrscher sein
und Götterherrschaft ausüben.

97.

Tausend Mal wirst du als König
ein Weltenherrscher sein;
Teilherrschaft, weit und ausgedehnt,
ohne Zahl und unberechenbar."

98.

„In hunderttausend Äonen wird einer entstammen dem Geschlecht der Okkākas;
Gotama wird er dem Geschlechtsnamen nach heißen, der Lehrer in der Welt wird er sein.

99.

„Von der Devaloka herabgestiegen, durch die Wurzel des Heilsamen angetrieben;
Mit verdienstlichem Kamma verbunden, wirst du ein Brahmanenverwandter sein.

100.

„Achtzig Koṭis aufgebend, Diener und Arbeiter viele;
Im Sāsana des Erhabenen Gotama wirst du die Pabbajjā empfangen.

101.

„Den Vollerwachten verehrend, den Gotama, den Stier der Sakyas;
Upavāna mit Namen wirst du sein, ein Hörer des Lehrers."

102.

Das in hunderttausend Jahren gewirkte Kamma zeigte mir hier seine Frucht;
Befreit wie ein Pfeil aus dem Bogen verbrannte ich meine Befleckungen vollständig.

103.

Ich, der ruhige Weltenherrscher, Herr der vier Kontinente -
Drei Yojanas rings umher erhoben sich stets meine Banner.

104.

In hunderttausend Äonen das Kamma, das ich damals wirkte -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich; dies ist die Frucht der Bannerspende.

105.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā,
Die sechs Abhiññā verwirklicht - das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Upavāna diese Verse.
Das Apadāna des Thera Upavāna, das zweite.
3. Apadāna des Thera Tisaraṇagamaniya

106.

„In der Stadt Candavatī war ich der Pfleger meiner Eltern;
Blind waren meine Mutter und mein Vater - ich ernährte sie damals.

107.

„In der Einsamkeit sitzend, dachte ich damals so:
Die Eltern ernährend, konnte ich nicht ausziehen zur Pabbajjā.

108.

„Von großer Dunkelheit verhüllt, brennen sie in dreifachem Feuer;
In solch einem Dasein entstanden, gibt es keinen Führer.

109.

„Ein Buddha ist in der Welt aufgegangen, das Sāsana leuchtet nun;
Möglich ist es, sich selbst herauszuziehen für ein Wesen, das Verdienst begehrt.

110.

„Die drei Zufluchtsstätten vollständig aufnehmend, bewahrte ich sie ungeteilt;
Durch dieses wohlgewirkte Kamma werde ich frei von schlechter Wiedergeburt.

111.

„Nisabho mit Namen, ein Samaṇa, des Buddha höchster Schüler -
Ihn aufsuchend nahm ich die Zufluchtnahme an.

112.

„Hunderttausend Jahre lang, so lange die Lebenszeit bestand,
So lange bewahrte ich die Zufluchtnahme nicht vollständig.

113.

„In diesem letzten Dasein gedachte ich jener Zuflucht;
Durch dieses wohlgewirkte Kamma gelangte ich nach Tāvatiṃsa.

114.

„In die Devaloka eingegangen, von verdienstlichem Kamma erfüllt,
In welches Land ich auch wiedergeboren wurde - acht Segnungen erlangte ich.

115.

„In allen Richtungen wurde ich verehrt, scharfsinnig in der Paññā wurde ich;
Alle Götter folgten mir, unbegrenzte Reichtümer erlangte ich.

116.

„Von goldener Farbe überall, strahlend wurde ich;
Unerschütterlich für meine Freunde war ich, mein Ruhm wuchs empor.

117.

„Achtzig Mal war ich Devinda, herrschte als Götterkönig;
Göttliche Freude erlebte ich, von Apsarās umgeben.

118.

„Fünfundsiebzigmal war ich ein Cakkavattī;
Teilherrschaft, ausgedehnt, in unzähliger Zahl.

119.

„Als das letzte Dasein erreicht war, von verdienstlichem Kamma erfüllt,
Wurde ich zuvor in Sāvatthī geboren, in einem wohlhabenden, großen Haus.

120.

„Aus der Stadt heraustretend, von Kindern umgeben,
Fröhlich spielend, gelangte ich zu einem Saṅghārāma.

121.

„Dort erblickte ich einen Samaṇa, befreit, frei von Anhaftung;
Er lehrte mich den Dhamma und gab mir die Zuflucht.

122.

„Ich, der ich dies gehört hatte und der Zuflucht gedachte -
Auf einem einzigen Sitz sitzend, erlangte ich das Arahatta.

123.

„Im siebten Jahr nach der Geburt erlangte ich das Arahatta;
Der Buddha, der Sehende, der meine Qualitäten erkannte, vollzog daraufhin die Upasampadā.

124.

„In unermesslichen Äonen von hier an nahm ich die Zuflucht an;
Davon zeigte mir das wohlgewirkte Kamma hier seine Frucht.

125.

„Wohlbewahrt ist meine Zuflucht, der Geist wohlgerichtet;
Alle Herrlichkeit genossen habend, habe ich das unerschütterliche Ziel erreicht.

126.

„Wer Ohren hat, zu hören - vernehmt, was ich sage;
Ich will euch verkünden den Pfad, den ich selbst geschaut habe.

127.

„Ein Buddha ist in der Welt aufgegangen, das Sāsana des Siegers rollt;
Die Trommel des Unsterblichen wird geschlagen, die den Pfeil des Kummers entfernt.

128.

„Mit der eigenen Kraft, die ihr besitzt,
handelt verdienstvoll im unübertroffenen Verdienstfeld;
so werdet ihr die Erlösung erblicken.

129.

„Nehmt Zuflucht zu den drei Juwelen,
hütet die fünf Sīla sorgfältig;
das Herz zum Buddha hinwendend,
werdet ihr dem Leiden ein Ende bereiten.

130.

„Den Dhamma auf rechte Weise entfaltend,
die Sīla vollständig bewahrend:
alsbald werdet ihr alle
das Arahattschaft erlangen.

131.

„Dreifach-Wissender bin ich, mit Kräften begabt,
erfahren in der Herzensschau;
dein Schüler, großer Held,
verneigt sich vor dem Lehrer, seiner Zuflucht."

132.

„Vor unermeßlichen Äonen nahm ich Zuflucht
beim Buddha -
keine schlechte Wiedergeburt kenn ich seitdem:
das ist die Frucht des Zufluchtsuchens.

133.

„Die vier paṭisambhidā, die acht vimokkhā,
die sechs abhiññā - all das ist verwirklicht;
die Weisung des Buddha ist vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Tisaraṇagamaniyo.
Dies ist das dritte Apadāna.
Das Apadāna des Thera Pañcasīlasamādāniyo:

134.

„In der Stadt Candavatī war ich einstmals ein Tagelöhner;
in des anderen Dienst gespannt,
fand ich keine Möglichkeit, in die Hauslosigkeit zu treten.

135.

„Bedeckt von tiefster Dunkelheit,
verbrannte ich in dreifachem Feuer -
mit welchem Mittel wohl
könnte ich mich davon lösen?

136.

„Kein Gabe-Dhamma steht mir zu Gebote,
ein ärmlicher Tagelöhner bin ich nur -
doch möge ich nun die fünf Sīla
vollständig hüten und bewahren.

137.

„Des Weisen Anomadassī
war Nisabha der Name des Schülers -
zu ihm begab ich mich hin
und nahm die fünf Sikkhāpada auf mich.

138.

„Hunderttausend Jahre
währte damals die Lebensdauer;
so lange hütete ich
die fünf Sīla vollständig und rein.

139.

„Als die Stunde des Todes nahte,
trösteten mich die Götter:
‚Ein mit tausend Pferden bespannter Wagen
steht für dich bereit, Edler.'

140.

„Als mein letztes Bewusstsein sich wandte,
rief ich mir mein Sīla ins Gedächtnis;
durch dieses wohlgetane Kamma
gelangte ich in die Tāvatiṃsa-Welt.

141.

„Dreißigmal übte ich das Königsamt der Götter aus,
genoß himmlisches Glück,
umgeben und geehrt von Himmelsnymphen.

142.

„Fünfundsiebzigmal war ich Weltenherrscher;
dazu Teilkönigsherrschaft in großem Umfang -
deren Zahl war unzählbar.

143.

„Aus der Götterwelt herabgestiegen,
angetrieben von der Wurzel des Heilsamen,
wurde ich zu Vesālī geboren
in einem wohlhabenden, reichen Haushaltsgeschlecht.

144.

„Zur Zeit des Vassā-Beginns,
als die Botschaft des Siegers erstrahlte,
nahmen meine Mutter und mein Vater
die fünf Sikkhāpada auf sich.

145.

„Als ich das Sīla vernommen hatte,
rief ich mir mein eigenes Sīla ins Gedächtnis -
auf einem einzigen Sitz verweilend
erlangte ich das Arahattschaft.

146.

„Im Alter von fünf Jahren
erlangte ich das Arahattschaft;
der Augenkundige Buddha, der meine Tugend erkannte,
vollzog bei mir die upasampadā.

147.

„Weil ich die fünf Sikkhāpada
vollständig gehütet und bewahrt habe,
kenne ich seit unermeßlichen Äonen
keinen Niederfall in die Verdammnis.

148.

„Den Ruhm, den ich erlangte
durch die Kraft dieser Sīla -
selbst wenn ich Koṭis von Äonen lang sänge,
könnte ich nur einen Teil davon besingen.

149.

„Durch das Hüten der fünf Sīla
erlangte ich drei Güter:
langes Leben, großen Reichtum
und scharfe Weisheit.

150.

„Indem ich allen künde
und das Höchste der Menschlichkeit preise,
erlangte ich, durch viele Daseinsformen wandernd,
stets diese Vorzüge.

151.

„Wenn die Schüler des Siegers,
die in unzähligen Sīla wandeln,
in den Daseinsformen Freude fänden -
welche Frucht des Reifens träte dann ein?

152.

„Mein Sīla war wohl vollbracht,
von mir, dem Askese übenden Tagelöhner;
durch dieses Sīla habe ich heute
alle Fesseln gelöst.

153.

„Vor unermeßlichen Äonen hütete ich die fünf Sīla;
keine schlechte Wiedergeburt kenn ich seitdem -
das ist die Frucht der fünf Sīla.

154.

„Die vier paṭisambhidā, die acht vimokkhā,
die sechs abhiññā - all das ist verwirklicht;
die Weisung des Buddha ist vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Pañcasīlasamādāniyo.
Dies ist das vierte Apadāna.
Das Apadāna des Thera Annasaṃsāvaka:

155.

„Den Vollerwachten von goldenem Glanz,
durch die Straßen der Stadt schreitend,
dem Goldblütenbaum gleich erstrahlend,
gezeichnet mit den zweiunddreißig Merkmalen -

156.

„den Siddhatta, das Licht der Welt,
den Unermesslichen, den Unvergleichlichen:
ihn erblickend - den Gezähmten, den Lichtträgenden -
erlangte ich höchste Freude.

157.

„Den Vollerwachten begrüßend
bewirtete ich jenen großen Weisen;
der Großmitleidsvolle in der Welt
freute sich mit mir in jenem Augenblick."

158.

Zu jenem von großem Mitgefühl Erfüllten, dem höchsten Trost Wirkenden,
zum Buddha den Geist erheitert habend, verweilte ich einen Äon lang in Freude in den Himmeln.

159.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich jene Gabe damals;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Spende von Almosenspeise.

160.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā - verwirklicht; das Sāsana des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Annasaṃsāvaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Annasaṃsāvaka, das fünfte.
6. Apadāna des Thera Dhūpadāyaka

161.

Dem Bhagavā Siddhattha, dem Ältesten der Welt, dem Gleichmütigen,
wurde von mir Weihrauch für die Hütte dargebracht, mit heiterem Geist.

162.

In welche Daseinsform auch immer ich wiedergeboren werde, als Gottheit oder als Mensch -
allen bin ich lieb und wert; dies ist die Frucht der Weihrauchspende.

163.

Vor vierundneunzig Äonen bot ich jenen Weihrauch dar damals;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Weihrauchspende.

164.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā - verwirklicht; das Sāsana des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Dhūpadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Dhūpadāyaka, das sechste.
7. Apadāna des Thera Pulinapūjaka

165.

Dem Bhagavā Vipassī, am vortrefflichsten Fuß des Bodhibaumes,
streute ich, alten Sand beiseite legend, reinen Sand darhin.

166.

Vor einundneunzig Äonen bot ich jenen Sand dar;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Sandesspende.

167.

Vor dreißig Äonen von jetzt an war ich König, Herr der Menschen,
mit dem Namen Mahāpulina, ein Weltenherrscher von großer Macht.

168.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā - verwirklicht; das Sāsana des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Pulinapūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pulinapūjaka, das siebte.
8. Apadāna des Thera Uttiya

169.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā war ich damals ein Krokodil,
meiner Weide hingegeben, und so zog ich zur Furt des Flusses.

170.

Siddhattha, jener Selbst-Erwachte, der höchste unter den Menschen,
wollte den Fluss überqueren und trat an die Furt heran.

171.

Als der Vollerwachte herangetreten war, trat auch ich dorthin heran;
und nachdem ich zum Vollerwachten herangetreten war, sprach ich diese Worte:

172.

„Steig auf, großer Held! Ich werde dich hinübertragen.
Hab Erbarmen, großer Muni, mit meinem väterlichen Bereich."

173.

Mein Rufen vernehmend, bestieg der große Muni mich;
freudig und frohgemuten Herzens trug ich den Weltenlenker hinüber.

174.

Am jenseitigen Ufer des Flusses tröstete Siddhattha, der Weltenlenker,
mich dort: „Das Todlose wirst du erlangen."

175.

Aus jenem Leib geschieden, gelangte ich in die Götterwelt;
himmlisches Glück erlebte ich, umgeben von Apsarās.

176.

Siebenmal war ich als Götterkönig Herr über das Götterreich;
dreimal war ich Weltenherrscher, Gebieter über die Erde.

177.

Dem Alleinsein ergeben, besonnen und wohl-gezügelt,
trage ich den letzten Leib im Sāsana des Vollerwachten.

178.

Vor vierundneunzig Äonen trug ich jenen Stier unter den Menschen hinüber;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Hinübersetzens.

179.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā - verwirklicht; das Sāsana des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Uttiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Uttiya, das achte.
9. Apadāna des Thera Ekañjalika

180.

Den Vollerwachten von goldener Farbe, der durch den Markt dahinschritt,
Vipassī, den Führer der Karawane, den Edlen unter den Menschen, den Lenker -

181.

den Bändiger der Ungezähmten, den Gleichmütigen, den großen Redner, den Großgesinnten -
ihn erblickend, heiter und frohgestimmt, faltete ich einmal die Hände.

182.

Vor einundneunzig Äonen, als ich jene Händefaltung vollzog damals,
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Händefaltung.

183.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā - verwirklicht; das Sāsana des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekañjalika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekañjalika, das neunte.
10. Apadāna des Thera Khomadāyaka

184.

In der Stadt Bandhumatī war ich damals ein Kaufmann;
damit ernährte ich meine Familie und bebaute das Saatgut.

185.

Dem großen Weisen Vipassī, der auf der Straße dahinschritt,
reichte ich ein Leinentuch - um Heilsames zu wirken.

186.

Vor einundneunzig Äonen gab ich jenes Leinentuch damals;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Leinentuchspende.

187.

Vor siebzehn Äonen von jetzt an war ich einmal ein König,
ausgestattet mit den sieben Kleinodien, Herr über die vier Kontinente,
bekannt unter dem Namen „der Bändiger der Sindhu-Rosse".

188.

Die vier analytischen Erkenntnisse und die acht Vimokkhā -
die sechs Abhiññās wurden verwirklicht;
die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Khomadāyaka diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Khomadāyaka ist das zehnte.
4. Kuṇḍadhānavagga
1. Apadāna des Thera Kuṇḍadhāna

1.

Sieben Tage lang in Zurückgezogenheit verweilt -
dem Selbst-Erwachten, dem höchsten Menschen,
näherte ich mich heiteren Herzens, frohgestimmt,
und diente dem erhabensten der Buddhas.

2.

Als er hervorgegangen war, erkannte ich die rechte Zeit;
zum großen Muni Padumuttara
trat ich heran, ein mächtiges Bananenblatt in den Händen.

3.

Der Bhagavā, der Allwissende, der Weltenführer,
empfing es und erfreute damit mein Herz -
der große Muni verzehrte es.

4.

Nachdem der Vollerwachte, der unvergleichliche Wegführer,
gegessen hatte, setzte er sich auf seinem Sitz nieder
und sprach diese Verse:

5.

„Welche Yakkhās auch immer auf diesem Berg weilen,
alle Wesen der Vergangenheit und Zukunft im Walde -
sie mögen meine Worte hören."

6.

„Den nun will ich rühmen,
der dem Buddha diente wie ein Löwe, dem König der Tiere -
hört, während ich spreche!"

7.

„Elfmal wird er König der Götter sein;
vierunddreißigmal wird er Weltenherrscher sein.

8.

„In hunderttausend Äonen, aus dem Okkāka-Geschlecht entstammt,
wird ein Lehrer in der Welt sein,
Gotama dem Geschlecht nach.

9.

„Weil er Asketen beschimpfte,
die sittsam und triebversiegt waren,
wird er durch die Reifung schlechter Tat
einen bezeichnenden Namen erhalten.

10.

„Der Dhamma-Erbe jenes Lehrers,
sein leiblicher Sohn, aus dem Dhamma geboren -
als Sāvaka wird er sein,
Kuṇḍadhāna mit Namen."

11.

Der Einsamkeit hingegeben, ein Meditierender, der Jhāna liebt -
den Lehrer erfreut habend,
lebe ich nun triebversiegt.

12.

Von Sāvakas umgeben, vom Saṅgha der Bhikkhus geleitet,
saß der Jina inmitten des Bhikkhu-Saṅghas
und ließ die Stimmzettel austeilen.

13.

Das Gewand über einer Schulter geworfen,
huldigte ich dem Weltenführer;
vor dem Besten unter den Redenden
erlangte ich den ersten Rang.

14.

Durch dieses Kamma ließ der Bhagavā,
der Erschütterer der Zehntausend-Welten,
inmitten des Bhikkhu-Saṅghas sitzend,
mich auf dem höchsten Platz stehen.

15.

Mein Eifer trägt die Last und führt zur Sicherheit vom Joch -
ich trage diesen letzten Körper
in der Lehre des Vollkommen Erwachten.

16.

Die vier analytischen Erkenntnisse und die acht Vimokkhā -
die sechs Abhiññās wurden verwirklicht;
die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Kuṇḍadhāna diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Kuṇḍadhāna ist das erste.
2. Apadāna des Thera Sāgata

17.

Sobhita war mein Name damals -
ein Brahmaṇe war ich;
von meinen Schülern begleitet,
begab ich mich zu einem Ārāma.

18.

Der Bhagavā zu jener Zeit,
vom Bhikkhu-Saṅgha geleitet,
trat aus dem Tor des Ārāma heraus
und stand dort - der Höchste unter den Menschen.

19.

Jenen Vollerwachten erblickte ich,
den Gezähmten, umgeben von Gezähmten;
mein eigenes Herz erhellend,
pries ich den Weltenführer.

20.

„Alle Bäume, die es gibt,
wachsen auf der Erde empor -
so wachsen auch die weisen Wesen
in der Lehre des Jina."

21.

„Du bist der weise Wegführer, der Weise,
der viele Menschen leitet;
die vom Irrweg Abgeirrten herausziehend,
zeigst du ihnen den Pfad."

22.

„Gezähmt, von Gezähmten umgeben,
ein Meditierender, dem Jhāna zugetan -
von Eifrigen, Entschlossenen,
von Stillen und Gleichmütigen begleitet."

23.

„Geschmückt von Versammlungen,
erstrahlt er durch Verdienst und Weisheit;
dein Glanz leuchtet weithin,
wie der Aufgang der Sonne."

24.

Der große Muni Padumuttara,
da er ein heiteres Herz sah,
stand der Lehrer inmitten des Bhikkhu-Saṅghas
und sprach diese Verse:

25.

„Jener Brahmaṇe, der Freude erweckte
und mich pries -
er wird hunderttausend Äonen lang
in der Götterwelt sich erfreuen.

26.

„Aus dem Tusita-Himmel herabgestiegen,
durch die Wurzel des Heilsamen bewogen,
wird er in der Lehre des Bhagavā Gotama
in die Pabbajjā eintreten.

27.

„Durch jene wohlvollbrachte Tat
wird er Arahantschaft erlangen;
Sāgata mit Namen wird er sein,
ein Sāvaka des Lehrers."

28.

In die Pabbajjā eingetreten, mied ich mit dem Körper
schlechtes Handeln;
schlechtes Sprechen aufgebend,
reinigte ich meinen Lebensunterhalt.

29.

So lebend, kundig in den Feuer-Elementen,
alle Triebflüsse vollständig durchschaut habend,
lebe ich nun triebversiegt.

30.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Werk des Erwachten ist vollbracht.
So hat Āyasmā Sāgata Thera diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Sāgata, das zweite.
3. Mahākaccānattheraapadāna

31.

Für das Heiligtum namens „Paduma" des Schutzherrn Padumuttara
ließ ich einen Steinthron errichten und überzog ihn mit Gold.

32.

Einen Schirm aus Edelsteinen erhob ich, den Fliegenwedel in der Hand,
und pflanzte ihn dem Erwachten auf, dem Weltverwandten, dem Unerschütterlichen.

33.

„Alle Erdgottheiten, so weit sie auch weilen, sollen sich versammeln -
die Frucht dieser Edelsteinschirme wird der Lehrer verkünden.

34.

All dies wollen wir hören aus dem Mund des Meisters, der da spricht;
noch größere Freude sollen wir erlangen in der Lehre des Vollerwachten."

35.

Auf goldenem Thron sitzend, der Selbst-Erwachte, der höchste Mensch,
umgeben von der Gemeinschaft der Bhikkhus, sprach er diese Verse:

36.

„Wer diesen Thron darbrachte, golden, aus Edelsteinen gefügt -
den will ich rühmen; höret, was ich spreche:

37.

Dreißig Äonen lang wird er als Götterkönig herrschen,
und hundert Yojanas ringsum wird sein Glanz alles überstrahlen.

38.

Wenn er in die Menschenwelt tritt, wird er ein Weltenherrscher sein;
‚der Strahlende' heißt er mit Namen, von mächtigem Glanz wird er sein.

39.

Bei Tag und bei Nacht, wie die Sonne mit hundert Strahlen aufgegangen,
acht Ratanas ringsum wird der Khattiyo leuchten.

40.

Nach hunderttausend Äonen, aus dem Geschlecht der Okkāka stammend,
wird ein Lehrer in der Welt entstehen, Gotama seinem Geschlechtsnamen nach.

41.

Aus Tusita herabgestiegen, angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
wird er den Namen Kaccāna tragen - ein Verwandter der Brahmanen.

42.

Nachdem er später in die Hauslosigkeit gegangen, wird er ein Arahant sein, triebversiegt;
Gotama, das Licht der Welt, wird ihn an den höchsten Platz stellen.

43.

Eine kurz gestellte Frage wird er ausführlich darlegen;
und indem er jene Frage entfaltet, wird er das tiefste Sinnen erfüllen."

44.

In wohlhabendem Hause geboren, ein Brahmane, des Wissens kundig,
ließ ich Reichtum und Ernte zurück und zog aus ins Hauslose.

45.

Auch wenn man mich kurz befragt, lege ich es ausführlich dar;
ich erfülle ihren tiefsten Sinn und erfreue den Höchsten unter den Zweifüßern.

46.

Der große Held, der Selbst-Erwachte, der höchste Mensch - voll Freude
setzte er mich, inmitten der Bhikkhu-Gemeinschaft, an die erste Stelle.

47.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Werk des Erwachten ist vollbracht.
So hat Āyasmā Mahākaccāna Thera diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Mahākaccāna, das dritte.
4. Kāḷudāyittheraapadāna

48.

Als Padumuttara, der Erwachte, der Älteste der Welt, der Unerschütterliche,
auf dem Pfad des Wanderns unterwegs war und seine Wanderschaft vollzog,

49.

nahm ich eine aufgeblühte Lotusblüte, eine Utpalablüte und eine Mallikā,
nahm feinen Reisbrei und gab ihn dem Meister.

50.

Der große Held kostete den feinen Reisbrei, die köstliche Speise;
und jene Blume nahm er und zeigte sie den Menschen.

51.

„Begehrt, anmutig, teuer der Welt - diese erlesene, im Wasser geborene Blume:
Schweres hat er vollbracht, er, der mir diese Blume darbrachte.

52.

Wer eine Blume darreichte und mir feinen Reisbrei gab -
den will ich rühmen; höret, was ich spreche:

53.

Achtzehnmal wird er das Götterkönigtum ausüben,
mit Utpala und Lotus und auch Mallikā -

54.

durch die Frucht seines Verdienstes, erfüllt von himmlischem Duft,
wird er einen Baldachin im Himmel errichten und ihn tragen, solange es währt.

55.

Fünfundzwanzigmal wird er ein Weltenherrscher sein;
fünfhundert Herrschaften auf dieser Erde, das Land wird er bewohnen.

56.

Nach hunderttausend Äonen, aus dem Geschlecht der Okkāka stammend,
wird ein Lehrer in der Welt entstehen, Gotama seinem Geschlechtsnamen nach.

57.

Durch sein eigenes Kamma beglückt, angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
wird er der Freude der Sakyas, ein Verwandter des Geschlechts sein.

58.

Nachdem er später in die Hauslosigkeit gegangen, angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
wird er alle Triebflüsse vollständig durchschauen und triebversiegt ins Nibbāna eingehen.

59.

Den zur analytischen Erkenntnis Gelangten, den sein Werk Vollbringenden, den Triebversiegten -
ihn, Gotama, den Weltverwandten, wird er an die erste Stelle setzen."

60.

„Dem Bemühen hingegeben, befriedet, ohne Anhaftung -
Udāyī wird sein Name sein,
er wird ein Schüler des Lehrers sein."

61.

„Begierde, Hass und Verblendung,
Dünkel und Missgunst - hinweggefegt;
alle Triebflüsse vollständig erkennend,
lebe ich triebversiegt.

62.

„Ich erfreute auch den Vollerwachten,
eifrig und besonnen;
der Vollerwachte, erheitert,
setzte mich an erste Stelle.

63.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … vollbracht ist des Buddha Weisung."
So sprach der ehrwürdige Thera Kāḷudāyī diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kāḷudāyī ist das vierte.
5. Mogharājattheraapadāna

64.

„Der Bhagavā, der den Wahren Sinn Schauende,
der Selbst-Erwachte, der Unbesiegte -
umgeben von der Schar der Bhikkhus,
schritt er die Straße entlang.

65.

„Umringt von Schülern
trat ich aus dem Hause heraus;
als ich heraustrat, erblickte ich dort
den Führer der Welt.

66.

„Den Vollerwachten verehrend,
auf dem Haupt die gefalteten Hände haltend,
mein Herz in Vertrauen sammelnd,
sprach ich dem Weltführer meinen Lobpreis.

67.

„Wie viele Wesen auch immer Form besitzen,
Formlose oder Nicht-Wahrnehmende -
sie alle sind in deinem Wissen enthalten
und darin versenkt.

68.

„Wer das Wasser mit einem Netz aus feinen Maschen
ringsum umgibt -
welche Lebewesen auch immer im Wasser sind,
sie alle befinden sich im Netz.

69.

„Welche auch immer Absicht haben,
Form besitzend oder formlos -
sie alle sind in deinem Wissen enthalten
und darin versenkt.

70.

„Du hebst diese Welt heraus,
verworren in Dunkelheit;
wer deinen Dhamma gehört hat,
der überquert den Strom des Zweifels.

71.

„In der Welt, verhüllt von Unwissenheit,
bedeckt von Dunkelheit -
wenn dein Wissen leuchtet,
ist die Dunkelheit hinweggefegt.

72.

„Du bist das Auge für alle,
der Vertreiber der großen Finsternis;
wer deinen Dhamma gehört hat,
der erlangt Nibbāna - viele Menschen.

73.

„Einen Behälter gefüllt habend
mit reinem wildem Honig,
hob ich ihn mit beiden Händen
und trug ihn dem Großen Weisen dar.

74.

„Der große Held, der große Weise,
nahm ihn mit eigener Hand entgegen;
nachdem der Allwissende gegessen hatte,
stieg er in die Luft, in den Himmel empor.

75.

„In der Luft stehend, der Lehrer,
der Wahren Sinn Schauende, der Stier unter den Menschen,
mein Herz erheiternd,
sprach er diese Verse:

76.

„‚Durch dieses Lob des Wissens,
durch diesen Preis des besten Buddha -
durch dieses heitere Vertrauen des Herzens
geht er nicht in eine schlechte Wiedergeburt.

77.

„‚Vierzehnmal wird er
die Herrschaft über Götter ausüben;
achthundertmal wird er als Herr
über die Erde herrschen.

78.

„‚Fünfhundertmal
wird er ein Weltenherrscher sein;
unzählige Teilherrschaften
wird er auf der Erde ausüben lassen.

79.

„‚Ein Rezitierender, ein Träger der Mantren,
durchgedrungen bis zum Ufer der drei Veden -
im Sāsana des Bhagavā Gotama
wird er die Pabbajjā vollziehen.

80.

„‚Den tiefen, feinen Sinn
wird er mit Wissen durchforschen;
Mogharāja wird sein Name sein,
er wird ein Schüler des Lehrers sein.

81.

„‚Ausgestattet mit den drei Wissensarten,
seine Aufgabe vollbracht, triebversiegt -
Gotama, der erhabenste Karawanenführer,
wird ihn an erste Stelle setzen.'

82.

„Die menschlichen Fesseln aufgebend,
die Bande des Werdens zerschneidend,
alle Triebflüsse vollständig erkennend,
lebe ich triebversiegt.

83.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … vollbracht ist des Buddha Weisung."
So sprach der ehrwürdige Thera Mogharāja diese Verse.
Das Apadāna des Thera Mogharāja ist das fünfte.
6. Adhimuttattheraapadāna

84.

„Als der Welthüter erloschen war,
der Erhabenste unter denen, die den wahren Sinn schauen,
wartete ich der Schar der Bhikkhus auf
mit heiterem, vertrauensvollem Geist.

85.

„Die Schar der Bhikkhus einladend -
aufrecht und gesammelt -
errichtete ich aus Zuckerrohr einen Pavillon
und bewirtete die höchste Saṅgha.

86.

„In welche Daseinsform ich auch eingehe,
als Gottheit oder als Mensch -
alle Wesen überrage ich;
dies ist die Frucht heilsamen Kamma.

87.

„Achtzehnhundert Äonen sind vergangen
seit jenem Geschenk, das ich damals gab;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Zuckerrohrspende.

88.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … vollbracht ist des Buddha Weisung."
So sprach der ehrwürdige Thera Adhimutta diese Verse.
Das Apadāna des Thera Adhimutta ist das sechste.
7. Lasuṇadāyakattheraapadāna

89.

„Nicht weit vom Himavant entfernt
war ich damals ein Asket;
ich lebte von Knoblauch,
Knoblauch war meine Speise.

90.

Eine Khari füllend ging ich zum Saṅghārāma,
frohen Herzens, frohen Sinnes -
dem Saṅgha gab ich Knoblauch dar.

91.

In der Lehre des Vipassī, des Höchsten unter Menschen,
war ich eifrig hingegeben;
dem Saṅgha Knoblauch schenkend,
weilte ich einen Äon lang in himmlischer Freude.

92.

Vor einundneunzig Äonen gab ich jenen Knoblauch -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich seitdem:
dies ist die Frucht des Knoblauchs.

93.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Lasuṇadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Lasuṇadāyaka-Thera - das siebte.
8. Das Apadāna des Āyāgadāyaka-Thera

94.

Als Sikhī, der Welthüter, ins Nibbāna eingegangen war -
der Vortrefflichste der Redenden -
frohen Herzens, frohen Sinnes
verehrte ich den erhabenen Stūpa.

95.

Zimmerleute beauftragend, ein Kapital gebend,
frohen Herzens, frohen Sinnes,
ließ ich damals einen Votivschrein errichten.

96.

Acht Äonen lang unter Göttern
weilte ich ununterbrochen;
in den übrigen Äonen
wanderte ich mit Unterbrechungen im Kreislauf.

97.

Gift dringt nicht in meinen Körper ein,
Waffen treffen mich nicht;
durch Wasser sterbe ich nicht -
dies ist die Frucht des Votivschreins.

98.

Was immer ich mir an Regen wünsche:
eine große Gewitterwolke lässt es regnen;
auch Götter fügen sich meinem Willen -
dies ist die Frucht der Heilsamen Tat.

99.

Mit den sieben Kostbarkeiten ausgestattet
war ich dreimal ein Weltenherrscher;
niemand blickt auf mich herab -
dies ist die Frucht der Heilsamen Tat.

100.

Vor einunddreißig Äonen ließ ich jenen Votivschrein errichten -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich seitdem:
dies ist die Frucht des Votivschreins.

101.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Āyāgadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Āyāgadāyaka-Thera - das achte.
9. Das Apadāna des Dhammacakkika-Thera

102.

Vor dem Löwenthron des Erhabenen Siddhattha
wurde von mir ein Dhamma-Rad aufgestellt -
wohlgefertigt, von Weisen gerühmt.

103.

Ich erstrahle in anmutiger Farbe,
mit eigenem Gespann, Kraft und Zugtieren versehen;
beständig umgeben mich
viele Nachfolgende in meinem Gefolge.

104.

Von sechzigtausend Musikinstrumenten umgeben
verweile ich stets in Pracht -
ich erstrahle im Gefolge:
dies ist die Frucht der Heilsamen Tat.

105.

Vor vierundneunzig Äonen stellte ich jenes Rad auf -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich seitdem:
dies ist die Frucht des Dhamma-Rades.

106.

Vor elf Äonen von jetzt an gerechnet
gab es Herrscher der Menschen -
unter dem Namen Sahassarāja,
mächtige Weltenherrscher.

107.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Dhammacakkika diese Verse.
Das Apadāna des Dhammacakkika-Thera - das neunte.
10. Das Apadāna des Kapparukkhiya-Thera

108.

Vor dem erhabenen Stūpa des Erhabenen Siddhattha
befestigte ich ein farbenreiches Gewand
und stellte einen Wunschbaum auf.

109.

In welcher Daseinsform auch immer ich wiedergeboren werde -
als Gott oder als Mensch -
steht der Wunschbaum vor meiner Tür
und verschönt sie.

110.

Ich und mein Gefolge,
wer auch immer auf mich angewiesen ist -
dieses Gewand von dort nehmend
kleiden wir uns stets damit.

111.

Vor vierundneunzig Äonen stellte ich jenen Baum auf -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich seitdem:
dies ist die Frucht des Wunschbaums.

112.

Und vor sieben Äonen von jetzt an gerechnet
gab es acht Krieger-Edle mit schönen Gewändern,
mit den sieben Kostbarkeiten ausgestattet,
mächtige Weltenherrscher.

113.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Kapparukkhiya diese Verse.
Das Apadāna des Kapparukkhiya-Thera - das zehnte.
Der Kuṇḍadhāna-Vagga - der vierte.
Zusammenfassung:
Kuṇḍa, Sāgata, Kaccāna, Udāyī, Mogharāja,
Adhimutta, Lasuṇadāyaka, Āyāgī, Dhammacakkika,
Kapparukkhī als zehnter - zweihundertzwölf Verse.
5. Der Upāli-Vagga
1. Das Apadāna des Bhāgineyyupāli-Thera

1.

Von tausend Triebversiegten umgeben -
der Welthüter,
der Einsamkeit zugetan,
ging er fort zur Zurückgezogenheit.

2.

In ein Fell gekleidet war ich,
den Dreistab tragend;
vom Bhikkhu-Saṅgha umringt
erblickte ich den Welthüter.

3.

Das Fell über eine Schulter legend,
die Hände über dem Haupt gefaltet,
den Vollerwachten ehrerbietig grüßend,
sprach ich vertraut zum Welthüter:

4.

„Wie die aus dem Ei Geborenen und die aus Feuchtigkeit Geborenen,
die Spontan-Erscheinenden und die im Mutterleib Gezeugten -
alle Vögel wie Krähen und andere,
die stets durch den Luftraum ziehen;

5.

und alle Lebewesen, die es gibt,
die mit Bewusstsein und die ohne Bewusstsein -
sie alle sind vollständig eingeschlossen
innerhalb deines Wissens.

6.

Die Düfte der Bergwälder,
die im erhabensten Himalaya sind -
sie alle entsprechen nicht einmal einem Bruchteil
deiner Sīla."

7.

Von Verblendung und Dunkel überströmt ist diese Welt mit ihren Göttern;
da dein Wissen erstrahlt, wird das Dunkel zerstreut.

8.

Wie, wenn die Sonne untergeht, die Wesen in Dunkelheit versinken,
so versinkt die Welt in Dunkel, wenn kein Buddha erschienen ist.

9.

Wie die aufgehende Sonne das Dunkel stets vertreibt,
so zerstörst du, bester der Buddhas, das Dunkel stets.

10.

Du bist einer, dessen Geist auf Bemühung ausgerichtet ist, ein Buddha in der Welt mit ihren Göttern;
durch das Gelingen deines Werkes erfreust du die vielen Menschen.

11.

Nachdem Padumuttara, der große Muni, dem allen zugestimmt hatte,
erhob sich der Weise in den Himmel wie der König der Schwäne in den Luftraum.

12.

Nachdem der Vollerwachte, der große Seher Padumuttara, emporgestiegen war,
sprach der Meister, in der Luft stehend, diese Verse:

13.

„Jenes Wissen, das hier gerühmt wurde, mit Gleichnissen verbunden -
das werde ich verkünden; höret, was ich spreche.

14.

„'Achtzehnmal wird jener Götterkönig sein;
dreihundertmal wird er über die Erde, das Reich der Welt, herrschen.

15.

„'Fünfundzwanzigmal wird er Cakkavattī sein;
Teilherrschaft im Überfluss - unzählbar der Rechnung nach.

16.

„'Nach hundert mal tausend Äonen wird einer, der aus dem Okkāka-Geschlecht stammt,
ein Meister in der Welt sein, Gotama seinem Geschlechtsnamen nach.

17.

„'Vom Tusita-Himmel herabgestiegen, getrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
von niedriger sozialer Geburt seiend, wird er Upāli heißen.

18.

„'Nachdem jener dann in die Hauslosigkeit ausgezogen ist und das Böse zum Verschwinden gebracht hat -
alle Triebflüsse durchschauend, wird er ohne Triebflüsse ins Nibbāna eingehen.

19.

„'Und der Buddha Gotama, froh und freudig, der Sakyasohn von großem Ruhm,
wird ihn als Höchsten unter denen, die den Vinaya erlangt haben, einsetzen.'

20.

Aus Vertrauen bin ich in die Hauslosigkeit ausgezogen, habe vollbracht, was zu vollbringen war, bin triebversiegt;
alle Triebflüsse durchschauend, weile ich ohne Triebflüsse.

21.

Der Erhabene hatte Mitgefühl mit mir; im Vinaya bin ich erfahren;
durch das Gelingen meines eigenen Werkes weile ich ohne Triebflüsse.

22.

Gezügelt im Pātimokkha und in den fünf Sinnesvermögen,
trage ich den ganzen Vinaya - eine vollständige Schatzkammer.

23.

Weil der unübertroffene Meister in der Welt meine Tugend erkannte,
setzte er mich, inmitten der Bhikkhu-Saṅgha sitzend, als Höchsten ein.

24.

Die vier analytischen Erkenntnisse, ebenso die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā - verwirklicht; des Buddhas Anweisung ist getan."
So sprach der ehrwürdige Thera Upāli diese Verse.
Das Apadāna des Thera Upāli, des Neffen, ist das erste.
2. Apadāna des Thera Soṇakoḷivisa

25.

Dem Muni Anomadassī, dem Ältesten der Welt, dem Unerschütterlichen,
bereitete ich eine Bestreichung mit Kalk und ließ eine Caṅkama-Bahn anlegen.

26.

Mit Blüten in mannigfachen Farben bestreute ich die Caṅkama-Bahn;
in der Luft einen Baldachin errichtet, speiste ich den erhabenen Buddha.

27.

Die Hände zum Añjali erhoben, verehrte ich den von trefflicher Übung,
und jene lange Halle übergab ich damals dem Erhabenen.

28.

Der unübertroffene Meister in der Welt, der Sehende voll Mitgefühl,
erkannte meine Absicht und nahm sie an.

29.

Nachdem der Vollerwachte, der in der Welt mit ihren Göttern der Darbringungen Würdige, sie angenommen hatte,
sprach er, inmitten der Bhikkhu-Saṅgha sitzend, diese Verse:

30.

„'Jener, der mir mit freudigem Herzen die lange Halle gab -
den werde ich verkünden; höret, was ich spreche.

31.

„'Zur Zeit seines Todes wird diesem, der verdienstlichem Wirken verbunden ist,
sogleich ein Wagen, von tausend Pferden gezogen, erscheinen.

32.

„'Mit jenem Fahrzeug wird dieser Mensch in die Götterwelt gelangen;
die Götter werden sich mitfreuen bei dem, der im heilsamen Dasein angekommen ist.

33.

„'Einen hocherhabenen, herrlichen, besten Palast, mit kostbarem Putz verkleidet,
gekrönt mit einem prächtigen Obergemach - jenen Herrlichen wird er bewohnen.

34.

„'Dreißigtausend Äonen wird er in der Götterwelt sich erfreuen;
fünfundzwanzig Äonen wird er Götterkönig sein.

35.

„'Siebenundsiebzigmal wird er Cakkavattī sein;
alle diese werden den Namen Yasodharā tragen, ein und denselben Namen.

36.

„'Nachdem er beide Glückslagen genossen und den Verdienst-Vorrat angehäuft hat,
wird er nach achtundzwanzig Äonen Cakkavattī sein.

37.

Auch dort wird ein prächtiger Brahma-Palast,
von Vissakamma erbaut,
frei von zehn Geräuschen,
in der Mitte der Stadt verweilen.

38.

Vor unermesslichen Äonen von jetzt an
wird ein mächtiger Fürst der Erde,
mit Namen Okkāka,
König in seinem Reich sein.

39.

Unter sechzehntausend Frauen
wird sie die Vortrefflichste sein -
eine edle Kṣatriya-Gemahlin,
die neun Söhne gebären wird.

40.

Nachdem sie neun Söhne geboren hat,
wird die Kṣatriya-Frau sterben;
eine junge, geliebte Tochter
wird zur Hauptgemahlin gemacht werden.

41.

Nachdem sie Okkāka erfreut hat,
wird die Tochter einen Gunsterweis erlangen;
diesen Gunsterweis erlangt,
wird sie die Söhne in die Hauslosigkeit entlassen.

42.

Alle, die so in die Hauslosigkeit entlassen,
werden zum erhabensten Berg ziehen;
aus Furcht vor der Spaltung ihrer Abstammung
werden sie mit ihren Schwestern zusammenwohnen.

43.

Ein Mädchen aber wird von Krankheiten
umgeben sein;
„Möge unsere Abstammung nicht zerrissen werden" -
so werden die Kṣatriyas sie eingraben.

44.

Ein Kṣatriya, der sie herausgeholt hat,
wird mit ihr zusammenwohnen;
da wird die Abspaltung entstehen,
die vom Okkāka-Stamm ausgeht.

45.

Ihre Nachkommen werden sein
vom Geschlecht der Koḷiyas;
dort werden sie menschliche Güter
in nicht geringer Menge genießen.

46.

Von jenem Dasein abgeschieden,
wird sie in die Götterwelt gelangen;
auch dort wird sie einen prächtigen Brahma-Palast erlangen,
beglückend für das Herz.

47.

Von der Götterwelt abgeschieden,
angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
wird sie wiederkommend als Mensch
mit Namen Soṇa sein.

48.

Mit entfachter Tatkraft, gefestigtem Geist,
bemüht in der Lehre des Lehrers,
wird er alle Triebflüsse vollständig erkannt haben
und triebfrei erlöschen.

49.

Der Erhabene Anantadassī,
Gotama, der Stier der Sakyas,
der Große Held, Kenner des Besonderen,
wird ihn an die höchste Stelle setzen.'

50.

Als der Regen vier Fingerbreit tief gefallen war
und der Wind den grasbedeckten Vorhof bewegte -
da stand ich, hingegeben der Übung eines Bemühten:
darüber hinaus gibt es keine höhere Vollendung.

51.

Im höchsten Zähmen gezähmt,
ist mein Geist wohlausgerichtet;
alle Lasten habe ich abgelegt -
ich bin erloschen, triebfrei.

52.

Aṅgīrasa, der Große Nāga,
von edlem Geschlecht wie ein Löwe -
im Bhikkhu-Saṅgha sitzend
setzte er mich an die erste Stelle.

53.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so weiter) … Das Werk des Buddha ist getan."
So sprach der Ehrwürdige Soṇa Koḷivisa, der Thera, diese Verse.
Das Apadāna des Thera Soṇa Koḷivisa, das zweite.
3. Apadāna des Thera Bhaddhiya, Sohn der Kāḷigodhā

54.

Den vollkommen Erwachten Padumuttara,
den Großen Weisen mit dem Geist der Güte,
sucht alles Volk auf -
den höchsten Führer der ganzen Welt.

55.

Geröstetes Mehl und Reisbällchen,
Speise, Trank und Nahrung -
alle geben sie dem Lehrer,
dem unübertrefflichen Verdienstfeld.

56.

Auch ich will eine Gabe darbringen
dem Gott der Götter, dem Unerschütterlichen;
ich lade den erhabensten Buddha ein
sowie den unvergleichlichen Saṅgha.

57.

Von mir aufgefordert,
luden sie den Tathāgata ein -
den gesamten Bhikkhu-Saṅgha,
das unübertreffliche Verdienstfeld.

58.

Hunderttausend Sitze, aus Gold,
bedeckt mit Ochsenfellen,
mit Decken aus Wolle und Seide,
mit Leinen und Baumwollstoffen -
ein hocherhabenes Lager richtete ich her,
des Buddha würdig.

59.

Padumuttara, der Weltkenner,
Gott der Götter, Stier unter den Menschen,
umgeben vom Bhikkhu-Saṅgha,
kam zu meiner Tür.

60.

Dem Vollerwachten entgegengetreten,
dem Welthüter voller Ruhm,
heiteren Herzens und freudig,
führte ich ihn in mein Haus.

61.

Hunderttausend Bhikkhus
und den Buddha, den Weltführer -
heiteren Herzens und freudig
sättigte ich sie mit erlesener Speise.

62.

Padumuttara, der Weltkenner,
Empfänger von Darbringungen,
im Bhikkhu-Saṅgha sitzend,
sprach diese Verse:

63.

'Der diesen Sitz gegeben hat,
golden, mit Ochsenfellen bedeckt -
ihn will ich preisen;
höret, was ich spreche.

64.

Vierundsiebzigmal wird jener
Götterherrschaft ausüben;
er wird Wohlstand genießen,
von Himmelsmädchen umgeben.

65.

Tausend Teilherrschaften
wird er über die Erde verwalten;
einundfünfzigmal
wird er Weltenherrscher sein.

66.

In allen Daseinsbereichen und Geburtsorten
wird er hochgeborener Familie entstammen;
er wird hernach in die Hauslosigkeit eintreten,
angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen -
mit Namen Bhaddhiya
wird er ein Schüler des Lehrers sein.

67.

„Der Abgeschiedenheit ergeben bin ich, in einsamer Waldklause wohnend;
alle Früchte sind erlangt - heute habe ich die Leidenschaften abgeworfen.

68.

„Alles von mir erkennend, der Allwissende, der Führer der Welt,
ließ er mich, im Bhikkhu-Saṅgha sitzend, an die höchste Stelle setzen.'

69.

„Die vier Paṭisambhidā … [pe] … des Buddha Weisung ist vollbracht."
So in der Tat sprach der ehrwürdige Thera Bhaddiyo, Sohn der Kāḷigodhā, diese Verse.
Das Apadāna des Thera Bhaddiyo Kāḷigodhāputtas, das dritte.
4. Apadāna des Thera Sanniṭṭhāpaka

70.

„Eine Hütte im Walde errichtet, wohne ich zwischen den Bergen;
mit Gewinn und Verlust zufrieden, mit Ruhm und Tadel gleichermaßen.

71.

„Padumuttara, der Weltkenner, Empfänger der Opfergaben,
kam mit hunderttausend Mönchen in meine Nähe.

72.

„Dem herannahenden großen Nāga, dem mit Lotusblüten Geschmückten,
breitete ich ein Strohlager aus und gab es dem Meister hin.

73.

„Heiter im Herzen, freudig gesinnt, gab ich Āmaṇḍa-Speise und Trinkwasser
dem Geradgewandten, mit klarem, lauterem Geist.

74.

„Vor hunderttausend Äonen - was ich damals gab -
kenne ich keine schlechte Wiedergeburt; dies ist die Frucht der Āmaṇḍa-Gabe.

75.

„Vor einundvierzig Äonen war ich allein ein Bezwinger der Feinde,
ausgestattet mit sieben Kleinoden, ein mächtiger Weltenherrscher.

76.

„Die vier Paṭisambhidā … [pe] … des Buddha Weisung ist vollbracht."
So in der Tat sprach der ehrwürdige Thera Sanniṭṭhāpaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sanniṭṭhāpaka, das vierte.
5. Apadāna des Thera Pañcahatthiya

77.

„Der Vollerwachte namens Sumedha schritt durch den Markt,
gesenkten Blickes, maßvoll im Sprechen, achtsam, mit gezügelten Sinnen.

78.

„Fünf Lotusstiele - die ich als Schmuck am Körper trug -
damit verehrte ich den Buddha, freudig ergeben, mit eigenen Händen.

79.

„Die dargebrachten Blüten wurden zum Baldachin über dem Meister;
sie umhüllten den großen Nāga, wie Schüler den Lehrer umgeben.

80.

„Vor dreizigtausend Äonen - was ich damals an Blüten darbrachte -
kenne ich keine schlechte Wiedergeburt; dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

81.

„Von hier vor zweitausend Äonen waren fünf Khattiyas,
mit Namen Hatthiya, mächtige Weltenherrscher.

82.

„Die vier Paṭisambhidā … [pe] … des Buddha Weisung ist vollbracht."
So in der Tat sprach der ehrwürdige Thera Pañcahatthiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pañcahatthiya, das fünfte.
6. Apadāna des Thera Padumacchadaniya

83.

„Als der Weltbeschützer Vipassī, der Höchste unter den Menschen, erloschen war,
nahm ich eine voll erblühte Lotusblüte und legte sie auf den Scheiterhaufen.

84.

„Als der Scheiterhaufen aufgeschichtet war, stieg sie in die Luft empor;
einen Baldachin am Himmel bildend, hielt sie sich über dem Scheiterhaufen.

85.

„Vor einundneunzig Äonen - was ich damals an Blüten darbrachte -
kenne ich keine schlechte Wiedergeburt; dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

86.

„Vor siebenundvierzig Äonen war einer namens Padumissara,
Sieger an den vier Enden der Erde, ein mächtiger Weltenherrscher.

87.

„Die vier Paṭisambhidā … [pe] … des Buddha Weisung ist vollbracht."
So in der Tat sprach der ehrwürdige Thera Padumacchadaniya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Padumacchadaniya, das sechste.
7. Apadāna des Thera Sayanadāyaka

88.

„Dem Erhabenen Siddhattha, dem Liebevollen, dem Unerschütterlichen,
gab ich ein vorzügliches Lager, ausgebreitet mit Stoffen und Tüchern.

89.

„Der Erhabene nahm das geziemende Ruhebett an;
vom Lager sich erhebend, stieg der Siegreiche in die Lüfte auf.

90.

„Vor vierundneunzig Äonen - das Lager, das ich damals gab -
kenne ich keine schlechte Wiedergeburt; dies ist die Frucht des Lagers.

91.

„Vor einundfünfzig Äonen war einer namens Varaka, mit göttlichem Beinamen,
ausgestattet mit sieben Kleinoden, ein mächtiger Weltenherrscher.

92.

„Die vier Paṭisambhidā … [pe] … des Buddha Weisung ist vollbracht."
So in der Tat sprach der ehrwürdige Thera Sayanadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sayanadāyaka, das siebte.
8. Apadāna des Thera Caṅkamanadāyaka

93.

„Für den Weisen Atthadassī, den Ältesten der Welt, den Unerschütterlichen,
schichtete ich Ziegel aufeinander und ließ einen Caṅkama errichten.

94.

„Fünf Ratana hoch war er errichtet, der Caṅkama, trefflich gebaut,
hundert Ellen in der Länge - ein Ort der Übung, entzückend anzuschauen.

95.

„Der Erhabene Atthadassī, Höchster unter den Menschen, nahm ihn an;
mit der Hand eine Handvoll Sand nehmend, sprach er diese Verse:

96.

„‚Durch diese Gabe des Sandes und den trefflich errichteten Caṅkama
wird er Sand der Erde mit sieben Kleinoden genießen.

97.

Drei Äonen lang bei den Göttern wird er Götterherrschaft ausüben;
er wird Wohlstand genießen, von Himmelsnymphen umgeben.

98.

In die Menschenwelt gelangt, wird er König im Lande sein;
dreimal wird er auch Weltenherrscher sein auf dieser Erde.'

99.

Achtzehnhundert Äonen lang - was ich damals an Tat vollbracht -
kenne ich keine schlechte Wiedergeburt; dies ist die Frucht des Gehmeditierens.

100.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Caṅkamanadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Caṅkamanadāyaka, das achte.
9. Apadāna des Thera Subhadda

101.

Padumuttara, der Weltenkundige, Empfänger der Opfergaben,
hat die Menschen erhoben und erlischt, der Hochberühmte.

102.

Als der Vollerwachte erlosch, erbebten zehntausend Welten;
groß war die Menschenmenge, und die Götter kamen zusammen.

103.

Eine Schale gefüllt mit Sandelholz und mit Tagara- und Mallikā-Blüten -
froh und frohgemuten Herzens legte ich sie dem Höchsten der Menschen dar.

104.

Meinen Vorsatz kennend, sprach der Lehrer, unübertroffen in der Welt,
während er, der Vollerwachte, ruhend lag, diese Verse:

105.

'Wer mich in meiner letzten Stunde mit Duft und Blüten bedeckte -
von ihm werde ich künden; höret, was ich spreche.

106.

Wenn dieser Mann von hier scheidet, wird er zu dem Tusita-Körper gelangen;
dort Herrschaft ausübend, wird er nach Nimmāna ziehen.

107.

Auf eben diese Weise, durch den vortrefflichsten Kranz dargebracht,
wird er, erfüllt von seinem eigenen Kamma, Wohlstand genießen.

108.

Wiederum wird dieser Mensch im Tusita-Körper zur Welt kommen;
von jenem Körper scheidend, wird er Menschsein erlangen.

109.

Der Sakyasohn, der große Nāga, höchster in der Welt mit ihren Göttern,
wird viele Wesen erweckt haben und dann erlöschen, der Sehende.

110.

Dann wird jener, still und hinzugetreten, angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
sich dem Vollerwachten nahen und eine Frage stellen.

111.

Der Vollerwachte, der Allwissende, der Weltführer, wird ihn erheitern;
das verdienstliche Werk vollständig durchschauend, wird er die Wahrheiten enthüllen.

112.

Und jene Frage wird aufgenommen; zufrieden, mit einspitzig gewordenem Geist,
wird er den Lehrer verehren und um die Pabbajjā bitten.

113.

Den klaren Geist schauend, durch sein eigenes Kamma befriedigt,
wird jener Buddha ihn in die Pabbajjā entlassen, kundig des höchsten Weges.

114.

Dieser Mensch, im Heilsamen Orden des Vollkommen Erwachten strebend,
alle Triebflüsse vollständig erkennend, wird triebversiegt erlöschen.'
Fünfter Abschnitt des Vortrags.

115.

Durch früheres Kamma verbunden, einspitzig, wohl gesammelt,
bin ich ein leiblicher Sohn des Buddha, durch den Dhamma wohlgeformt.

116.

Den Dhamma-König aufsuchend, stellte ich die höchste Frage;
indem er meine Frage entfaltete, ließ er mich in den Dhamma-Strom eintreten.

117.

Seinen Dhamma erkennend, lebte ich, dem Heilsamen Orden hingegeben;
alle Triebflüsse vollständig erkennend, weile ich triebversiegt.

118.

Vor hunderttausend Äonen erlosch jener Lotusentsprungene, der Führer,
ohne Anhaften erloschen, wie eine Lampe wenn das Öl versiegt.

119.

Es gab einen sieben Yojana hohen Stupa, aus Juwelen gefertigt;
dort verehrte ich eine Fahne, vollkommen günstig und entzückend.

120.

Des Buddha Kassapa war Tissa mit Namen der oberste Schüler;
er war mein leiblicher Sohn, Erbe des Heilsamen Ordens des Siegers.

121.

Ihm gegenüber sprach ich mit geringschätzigem Geist ungünstige Worte;
durch die Reifung jenes Kamma erging es mir danach zum Guten.

122.

Im Sāla-Hain von Upavattana, bei der letzten Ruhestätte des Weisen,
ließ mich der große Held, der hilfreiche, mitfühlende Sieger, die Pabbajjā vollziehen.

123.

Heute erst die Pabbajjā, heute erst die Upasampadā,
heute erst das Parinibbāna - angesichts des Höchsten der Zweifüßigen.

124.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Subhadda diese Verse.
Das Apadāna des Thera Subhadda, das neunte.
10. Apadāna des Thera Cunda

125.

Dem Erhabenen Siddhattha, dem Weltältesten, dem Unerschütterlichen,
bereitete ich eine Ehrengabe und bedeckte sie mit frischgeblühten Blüten.

126.

Die Blüten fertiggestellt, brachte ich sie dem Buddha dar;
die restlichen Blüten aufnehmend, legte ich sie dem Buddha auf.

127.

Dem Goldwert gleich strahlenden Buddha, dem höchsten Führer der Welt,
bot ich mit heiterem Herzen und frohem Sinn
eine Blumenopfergabe dar.

128.

Der Vollerwachte, frei von Zweifel, umgeben von denen, die die Fluten überwunden,
nahm im Kreis des Bhikkhu-Saṅgha seinen Platz
und sprach diese Verse:

129.

„Wer mir diese Blumenopfergabe darbrachte,
die göttlichen Duft verströmt -
von ihm will ich künden; höret meine Worte:

130.

Wenn dieser Mensch von hier geschieden ist,
umgeben vom Gefolge der Götter,
rings bestreut mit frischen Blüten,
wird er in die Götterwelt einziehen.

131.

Sein Palast, hoch aufragend,
aus Gold und Edelstein gefügt,
brahmaähnlich gewaltig wird er erscheinen,
durch die Kraft seines heilsamen Kammas.

132.

Vierundsiebzigmal wird er Götterherrschaft ausüben
und Wohlstand genießen,
umgeben von himmlischen Nymphen.

133.

Dreihundertmal wird er über die Erde herrschen
und die Erde beherrschen;
fünfundsiebzigmal wird er ein Cakkavattī sein.

134.

‚Dujjaya' wird sein Name sein als Menschenfürst;
nachdem er dieses Verdienst genossen,
gestützt auf sein eigenes Kamma,

135.

ohne in schlechte Wiedergeburt zu fallen,
wird er wieder als Mensch erscheinen;
sein angehäuftes Gold, nicht gering,
beläuft sich auf hundert Koṭi.

136.

Er wird in edler Geburt erscheinen,
er wird ein Brahmane sein -
Sohn des Vaṅganta, weise und lieb,
ein leiblicher Sohn der Sāri.

137.

Dann, wenn er hernach in die Hauslosigkeit tritt
im Orden des Aṅgīrasa,
wird er als Cūḷacunda bekannt sein,
ein Schüler des Meisters.

138.

Noch als Novize wird er, der Stille,
triebversiegt sein;
alle Triebflüsse durchschauend,
wird er ohne Triebe ins Nibbāna eingehen."

139.

Ich diente dem großen Helden
und vielen anderen Würdigen;
auch meinem Bruder diente ich,
um das höchste Ziel zu erlangen.

140.

Meinem Bruder gedient habend,
legte ich die Reliquie in die Schale
und führte sie dem Vollerwachten zu,
dem Ältesten der Welt, dem Stier unter den Menschen.

141.

Der Buddha hob sie mit beiden Händen empor
und zeigte diese Reliquie
der Welt mitsamt den Göttern,
lobpreisend den Ersten der Schüler.

142.

Mein Geist ist vollkommen befreit,
mein Vertrauen fest gegründet;
alle Triebflüsse durchschauend,
weile ich triebversiegter.

143.

Die vier analytischen Erkenntnisse sind erlangt,
auch die Vimokkhā sind berührt;
die sechs Abhiññā sind verwirklicht -
getan ist das Werk des Buddha."
So sprach der ehrwürdige Thera Cunda diese Verse.
Das Apadāna des Thera Cunda - das zehnte.
Der Upāli-Vagga - der fünfte.
6. Bījanivagga
1. Das Apadāna des Thera Vidhūpanadāyaka

1.

Dem Padumuttara-Buddha, dem Ältesten der Welt, dem Gleichmütigen,
dem Herrn der Zweibeiner -
von mir wurde eine Bījanikā dargereicht.

2.

Meinen Geist heiterend,
die gefalteten Hände erhebend,
den Vollerwachten verehrend,
ging ich fort, das Gesicht nach Norden gewandt.

3.

Die Bījanikā empfangend,
sprach der Meister, der höchste Führer der Welt,
inmitten des Bhikkhu-Saṅgha stehend,
diese Verse:

4.

„Durch diese Gabe der Bījanikā
und durch die Ausrichtung des Geistes
wird er für hunderttausend Äonen
nicht in schlechte Wiedergeburt gelangen."

5.

Mit erwecktem Eifer und entschlossenem Sinn,
in den Vorzügen des Herzens gesammelt,
im siebten Lebensjahr
erlangte ich die Arahantschaft.

6.

In sechzigtausend Äonen
gab es sechzehn Könige namens Bījamānasa,
mächtige Cakkavattīs.

7.

Die vier analytischen Erkenntnisse sind erlangt,
auch die acht Vimokkhā sind berührt;
die sechs Abhiññā sind verwirklicht -
getan ist das Werk des Buddha."
So sprach der ehrwürdige Thera Vidhūpanadāyaka diese Verse.
2. Das Apadāna des Thera Sataraṃsi

8.

Auf einen hochaufragenden Felsen gestiegen,
saß dort der Erhabenste unter den Menschen;
nicht weit vom Berg entfernt,
ein des Mantra kundiger Brahmane.

9.

Den sitzenden großen Helden,
Gott der Götter, Stier unter den Menschen,
die gefalteten Hände erhebend,
pries er den Führer der Welt:

10.

„Dies ist der Buddha, der große Held,
der den erhabenen Dhamma verkündet;
er leuchtet wie ein Feuerbrand,
umgeben vom Bhikkhu-Saṅgha.

11.

Wie das große Meer aufgewühlt,
wie der Ozean schwer zu überqueren -
andere zum Erschauern bringend gleich dem Löwenkönig,
lehrt der Sehende den Dhamma."

12.

Meine Absicht erkennend,
sprach Padumuttara, der Führer,
der Meister, im Bhikkhu-Saṅgha stehend,
diese Verse:

13.

„Durch diese dargereichten gefalteten Hände
und durch das Lob des erhabensten Buddha -
dreißigtausend Äonen lang
wird er Götterherrschaft ausüben.

14.

In hunderttausend Äonen wird einer, Aṅgīrasa genannt,
der Vollerwachte Vivaṭṭacchada, erscheinen zu jener Zeit.

15.

Sein rechtmäßiger Erbe im Dhamma, aus dem Dhamma selbst geboren,
wird unter dem Namen Sataraṃsī ein Arahant sein.

16.

Mit sieben Jahren trat ich aus, in die Hauslosigkeit;
im Namen Sataraṃsī leuchtet mein Glanz und strahlt.

17.

Im Pavillon oder am Fuße des Baumes verweile ich versunken im Jhāna;
den letzten Leib trage ich in der Lehre des Vollerwachten.

18.

In sechzigtausend Äonen waren vier, die Rāma hießen,
mit sieben Juwelen gesegnet, Weltenherrscher von großer Macht.

19.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der Ehrwürdige Sataraṃsī Thera diese Verse.
Das Apadāna des Sataraṃsī Thera, das zweite.
3. Apadāna des Sayanadāyaka Thera

20.

Dem Padumuttara-Buddha, dem Mitfühlenden aller Welten,
reichte ich ein Lager dar, mit heiterem und klarem Geist.

21.

Durch diese Gabe des Lagers, wie Samen in fruchtbarem Feld,
entfalten sich Reichtümer für jenen - dies ist die Frucht des Lagers.

22.

Im Himmelsraum bereite ich mein Lager, ich trage diese Erde;
Herrschaft über Wesen habe ich - dies ist die Frucht des Lagers.

23.

In fünftausend Äonen waren acht von großer Strahlkraft,
im vierunddreißigsten Jahrhundert der Äonen vier von großer Macht.

24.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der Ehrwürdige Sayanadāyaka Thera diese Verse.
Das Apadāna des Sayanadāyaka Thera, das dritte.
4. Apadāna des Gandhodakiya Thera

25.

Beim großen Fest des Bodhibaumes des Padumuttara-Buddha
nahm ich einen verzierten Krug und reichte Duftwasser dar.

26.

Zur Badezeit des Bodhibaumes ließ eine große Wolke ihren Regen fallen,
und ein gewaltiger Donner ertönte, als der Blitz einschlug.

27.

Durch eben jene Gewalt des Blitzes starb ich dort;
in der Götterwelt weilend, sprach ich, in Stille ruhend, diese Verse:

28.

„O der Buddha! O der Dhamma! O das Glück unseres Lehrers!
Mein Leib ist hingesunken - in der Götterwelt ergötze ich mich.

29.

Mein Palast ragt hoch empor, hundert Stockwerke aufgetürmt;
hunderttausend Himmelsmägde umgeben mich beständig.

30.

Leiden sind mir unbekannt, Kummer kenne ich nicht;
Brennen erblicke ich nicht - dies ist die Frucht des verdienstlichen Kamma.

31.

In zweitausendachthundert Äonen war ich König,
mit sieben Juwelen gesegnet, ein Weltenherrscher von großer Macht."

32.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der Ehrwürdige Gandhodakiya Thera diese Verse.
Das Apadāna des Gandhodakiya Thera, das vierte.
5. Apadāna des Opavayha Thera

33.

Dem Padumuttara-Buddha schenkte ich ein Vollblutross;
nachdem ich es dem Vollerwachten übergeben hatte, kehrte ich nach Hause zurück.

34.

Devala mit Namen, der erste Schüler des Lehrers,
Erbe des erhabenen Dhamma, kam zu mir heran.

35.

„Der Erhabene, mit eigenem Reisebedarf - ein edles Ross schickt sich nicht dafür;
deinen Wunsch erkennend, hat der Sehende zugestimmt."

36.

Nachdem ich das windschnelle, sindhische Pferd von schnellem Lauf schätzen ließ,
reichte ich dem Padumuttara-Buddha einen angemessenen Ersatz dar.

37.

In welche Gebärmutter auch immer ich eingehe, zu Göttern oder zu Menschen,
ersteht mir ein angenehmes, windschnelles Pferd von schöner Gestalt.

38.

Wohl denen, die die Upasampadā empfangen haben - ein wahrhafter Gewinn!
Möchte ich wieder und wieder aufwarten, wäre ein Buddha in der Welt.

39.

Achtundzwanzigmal war ich König von großer Macht,
Bezwinger der vier Himmelsrichtungen, Herrscher des Jambu-Gebietes.

40.

Dies ist mein letztes hier, der letzte Daseinskreislauf läuft ab;
ich habe den unerschütterlichen Ort erlangt, Sieg und Niederlage hinter mir lassend.

41.

In vierunddreißigtausend Äonen war ich ein Krieger von großer Strahlkraft,
mit sieben Juwelen gesegnet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

42.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der Ehrwürdige Opavayha Thera diese Verse.
Das Apadāna des Opavayha Thera, das fünfte.
6. Apadāna des Saparivārāsana Thera

43.

Dem Padumuttara-Buddha reichte ich Piṇḍapāta dar;
ich ging zu jenem beschmutzten Platz und umgab ihn mit Mallikā-Blüten.

44.

Auf jenem Sitz sitzend, der Buddha, der höchste Wegweiser der Welt,
pries den Piṇḍapāta, aufrecht und gesammelt.

45.

Wie auf einem guten Feld ein Same, auch wenn er klein gepflanzt wird,
wenn der rechte Regen fällt, erfreut die Frucht den Bauern.

46.

Ebenso dieser Piṇḍapāta, in gutem Feld von dir gepflanzt -
in jeder Existenz, die entsteht, wird seine Frucht dich beglücken.

47.

Dies gesprochen habend, der Sambuddha, Jalajuttama mit Namen,
nahm den Piṇḍapāta und zog nordwärts davon.

48.

Gezügelt im Pātimokkha und in den fünf Sinnesvermögen,
der Abgeschiedenheit hingegeben lebe ich, triebversiegt.

49.

Die vier Paṭisambhidā … [usw.] … Die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Saparivārāsana diese Verse.
Das Apadāna des Thera Saparivārāsana, das sechste.
7. Apadāna des Thera Pañcadīpaka

50.

Dem Buddha Padumuttara, dem Mitfühlenden gegenüber allen Wesen,
vertrauend dem wahren Dhamma, war ich von gerader Ansicht.

51.

Eine Lampenspende brachte ich dar, die Bodhi ringsum umgebend;
in Vertrauen entzündete ich Lampen, sogleich tat ich es.

52.

In welche Geburt ich auch immer gelange, als Gott oder als Mensch -
am Himmel tragen sie lodernde Fackeln: dies ist die Frucht der Lampenspende.

53.

Durch Mauern hindurch, durch Felsen hindurch, Berge überragend -
auf hundert Yojana ringsum sehe ich klar.

54.

Durch die verbliebene Kraft dieses Kammas habe ich die Versiegung der Triebe erlangt;
ich trage den letzten Körper in der Weisung des Ersten unter den Zweifüßern.

55.

In dreitausendvierhundert Äonen gab es Könige namens Satacakkhu,
von großem Glanz, mächtige Weltenherrscher.

56.

Die vier Paṭisambhidā … [usw.] … Die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Pañcadīpaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pañcadīpaka, das siebte.
8. Apadāna des Thera Dhajadāyaka

57.

Am herrlichsten Baum der Bodhi des Buddha Padumuttara
hisste ich freudig, mit freudigem Herzen, eine Fahne.

58.

Die gefallenen Blätter aufsammelnd warf ich sie hinaus -
innen rein, außen rein, von losgelassener Gesinnung, triebversiegt.

59.

Als wäre er mir gegenwärtig, dem Sambuddha, verneigte ich mich vor der erhabenen Bodhi;
Padumuttara, der Weltkenner, Empfänger der Opfergaben.

60.

Der Lehrer, im Saṅgha der Bhikkhus stehend, sprach diese Verse:
„Durch diese Fahnenspende und durch den Dienst, beide zusammen -

61.

„- wird jener für hunderttausend Äonen keine schlechte Wiedergeburt erleiden;
unter den Göttern wird er göttliche Herrlichkeit in reicher Fülle genießen.

62.

„Viele hundert Male wird er König im Lande sein;
Uggata ist sein Name, ein Weltenherrscher wird er sein.

63.

„Nachdem er Wohlstand genossen und durch die Wurzel des Heilsamen angetrieben,
wird er Freude finden in der Weisung des Erhabenen Gotama."

64.

Der Anstrengung hingegeben, mit entschlossenem Geist, bin ich befriedet, ohne Anhaftungssubstrat;
ich trage den letzten Körper in der Weisung des Vollkommen Erwachten.

65.

In einundfünfzigtausend Äonen gab es einen namens Uggata;
in fünf Millionen Äonen einen Krieger namens Megha.

66.

Die vier Paṭisambhidā … [usw.] … Die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Dhajadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Dhajadāyaka, das achte.
9. Apadāna des Thera Paduma

67.

Die vier Wahrheiten verkündend, der Verkünder des erhabenen Dhamma,
lässt er den Unsterblichkeitsregen niederströmen und kühlt die große Menge.

68.

Eine Lotusblüte mit ihrer Fahne ergreifend, stand ich auf halbem Wege;
dem Muni Padumuttara warf ich sie freudig in die Lüfte.

69.

Als die Lotusblüte heranschwebte, war es sogleich ein Wunder;
meinen Gedanken erkennend, streckte der Beste unter den Redenden die Hand aus.

70.

Mit seiner besten Hand die erhabene Wasserblüte aufnehmend,
sprach der Lehrer, im Saṅgha der Bhikkhus stehend, diese Verse:

71.

„Den, der diese Lotusblüte geworfen hat auf den allwissenden Führer -
ihn will ich rühmen; höret, was ich spreche.

72.

„Dreißig Äonen lang wird er als Götterkönig die Götterherrschaft ausüben;
siebenmal hundert Male wird er auf Erden das Land beherrschen.

73.

„Nachdem er dort Errungenschaften angehäuft, wird er Weltenherrscher sein;
da wird ein Blütenregen vom Himmel herabströmen.

74.

»In hundert mal hunderttausend Äonen wird einer aus dem Geschlecht der Okkāka
kommen; Gotama wird sein Name sein, der Lehrer, der in der Welt erscheinen wird.

75.

»Er wird Erbe des Dhamma sein, leiblicher Sohn, aus dem Dhamma geformt;
alle Triebflüsse durchschauend, wird er, triebversiegt, ins Nibbāna eingehen.«

76.

»Als ich den Mutterschoß verlassen hatte, klar bewusst und achtsam,
erreichte ich, fünf Jahre alt von Geburt, die Arahatschaft.

77.

»Die vier analytischen Erkenntnisse … das Werk des Buddha ist vollbracht.«
So sprach, wie überliefert wird, der ehrwürdige Thera Paduma diese Verse.
Das Apadāna des Thera Paduma, das neunte.
10. Asanabodhiyattherassāpadānaṃ

78.

»Als ich sieben Jahre alt von Geburt war, erblickte ich den Führer der Welt;
mit heiterem, freudigem Herzen trat ich zum Höchsten unter den Menschen heran.

79.

»Dem Erhabenen Tissa, dem Ältesten der Welt, dem Unerschütterlichen,
pflanzte ich mit eigener Hand, frohgemuten Herzens, den erhabenen Bodhi-Baum ein.

80.

»Asana ist der Name dieses erdentsprossenen Baumes;
fünf Jahre lang pflegte ich jenen erhabenen Asana-Bodhi-Baum.

81.

»Als ich den blühenden Baum sah, wunderbar und haarsträubend,
rühmte ich mein eigenes Kamma und trat zum Besten der Buddhas hin.

82.

»Tissa, jener Vollerwachte, der Selbst-Erwachte, der erhabenste unter den Wesen,
saß inmitten der Bhikkhu-Saṅgha und sprach diese Verse:

83.

»›Wer diesen Bodhi-Baum gepflanzt und die Verehrung des Buddha geehrt hat -
diesen will ich preisen; hört, was ich spreche.

84.

»›Dreißig Äonen lang wird er unter den Göttern Götterherrschaft ausüben;
vierundsechzigmal wird er Cakkavattī sein.

85.

»›Dann, aus den Tusita-Himmeln herabgestiegen, durch heilsame Wurzeln angetrieben,
wird er, beide Zustände des Glücks genossen habend, in der Menschenwelt sich erfreuen.

86.

»›Durch Anstrengung im Streben nach Befreiung wird er gestillt und ohne Anhaften sein;
alle Triebflüsse durchschauend, wird er, triebversiegt, ins Nibbāna eingehen.‹

87.

»Der Einsamkeit hingegeben bin ich, gestillt, ohne Anhaften;
wie ein Elefant, der seine Fesseln zerbrochen hat, weile ich, triebversiegt.

88.

»Vor zweiundneunzig Äonen pflanzte ich damals den Bodhi-Baum;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Pflanzens des Bodhi-Baums.

89.

»Vor vierundsiebzig Äonen war ich bekannt als Daṇḍasena,
ausgestattet mit den sieben Kleinodien, damals ein Cakkavattī.

90.

»Vor dreiundsiebzig Äonen gab es sieben Herrscher der Erde
mit dem Namen Samantanemi, Könige, die Cakkavattīs waren.

91.

»Vor fünfundzwanzig Äonen war ein Krieger namens Puṇṇaka,
ausgestattet mit den sieben Kleinodien, ein Cakkavattī von großer Macht.

92.

»Die vier analytischen Erkenntnisse … das Werk des Buddha ist vollbracht.«
So sprach, wie überliefert wird, der ehrwürdige Thera Asanabodhiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Asanabodhiya, das zehnte.
Der sechste Vagga: Bījanivagga.
Dessen Inhaltsangabe -
Bījanī, Sataraṃsī, Sayana und Udakivāha,
Parivāra, die Lampe, die Fahne, der Verehrer des Paduma,
der Bodhi-Baum als zehnter - so verkündet,
und zweiundneunzig Verse insgesamt.
7. Sakacintaniyavaggo
1. Sakacintaniyattherassāpadānaṃ

1.

»Als ich den stillen Hain erblickte, geräuschlos, ungetrübt,
den Asketen gewohnt, ein Empfänger ihrer Opfergaben -

2.

»baute ich aus Sand einen Thūpa, bestreute ihn mit allerlei Blumen
und verehrte den Vollerwachten, als wäre er leibhaftig gegenwärtig, als Abbild.

3.

»Mit den sieben Kleinodien ausgestattet, bin ich König, Herrscher im Reich;
durch mein eigenes Kamma beglückt - dies ist die Frucht der Blumenverehrung.

4.

»Vor einundneunzig Äonen opferte ich jene Blumen;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Blumenverehrung.

5.

»Vor achtzig Äonen war ich von unermesslichem Ruhm, ein Cakkavattī,
ausgestattet mit den sieben Kleinodien, Herrscher über die vier Kontinente.

6.

»Die vier analytischen Erkenntnisse, auch die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā sind verwirklicht - das Werk des Buddha ist vollbracht.«
So sprach, wie überliefert wird, der ehrwürdige Thera Sakacintaniya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sakacintaniya, das erste.
2. Avopupphiyattherassāpadānaṃ

7.

»Als jener aus dem Vihāra heraustrat und auf dem Wandelgang sich erhob,
verkündete er die vier Wahrheiten, das unsterbliche Ziel lehrend.

8.

»Die Rede Sikhis, des besten der Buddhas, des Unerschütterlichen vernehmend,
nahm ich allerlei Blumen und streute sie in den Himmel.

9.

»Durch jenes Kamma, o Höchster der Zweifüßler, Ältester der Welt, Stier unter den Menschen,
habe ich den unverrückbaren Ort erreicht, Sieg und Niederlage hinter mir lassend.

10.

»Vor einunddreißig Äonen streute ich jene Blumen;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Blumenverehrung.

11.

»Vor zwanzig Äonen war ein Krieger namens Sumedha,
ausgestattet mit den sieben Kleinodien, ein Cakkavattī von großer Macht.

12.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so weiter) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Avopupphiya diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Avopupphiya, das zweite.
3. Apadāna des Thera Paccāgamaniya

13.

Am Ufer des Flusses Sindhu war ich damals ein Cakravāka-Vogel;
ich nährte mich von reinem Sevāla-Kraut und hielt mich fern von allem Üblen.

14.

Ich erblickte den makellosen Buddha, der reinen Herzens dahinging;
mit meinem Schnabel hob ich einen Sāla-Ast auf und legte ihn Vipassī dar.

15.

Wer festen, unerschütterlichen Glauben in den Tathāgata hegt,
der wird durch diese Herzensklarheit keine schlechte Wiedergeburt erleiden.

16.

Wahrlich willkommen war mir die Begegnung mit dem erhabenen Buddha;
als stiller Vogel pflanzte ich einen guten Samen.

17.

Einundneunzig Äonen zurück legte ich jene Blüte dar -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

18.

„Sucārudassana" war ihr Name - acht waren es, alle denselben Namen tragend;
im siebzehnten Äon waren sie mächtige Weltenherrscher von großer Kraft.

19.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so weiter) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Paccāgamaniya diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Paccāgamaniya, das dritte.
4. Apadāna des Thera Parappasādaka

20.

Den Stier unter den Menschen, den Erhabenen, den Helden, den großen Weisen, den Sieger,
den Vollerwachten von goldener Farbe - wer könnte ihn schauen und nicht Vertrauen fassen?

21.

Wie der Himalaya unermesslich, wie der Ozean schwer zu überqueren -
ebenso die Jhāna des Buddha: wer könnte ihn schauen und nicht Vertrauen fassen?

22.

Wie die Erde unermesslich, vielfältig und waldbekränzt -
ebenso das Sīla des Buddha: wer könnte ihn schauen und nicht Vertrauen fassen?

23.

Wie die Luft unerschütterlich ruhig, wie der Himmel ungezählt und grenzenlos -
ebenso das Wissen des Buddha: wer könnte ihn schauen und nicht Vertrauen fassen?

24.

Mit diesen vier Strophen pries der Brahmane namens Senā
den erhabensten Buddha, Siddhattho, den Unbesiegten.

25.

Vierundneunzig Äonen lang ward er nicht in schlechter Wiedergeburt geboren;
in guten Geburten genoss er Glück und Fülle in reichem Maße.

26.

Vierundneunzig Äonen zurück pries ich den Weltenführer -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht des Lobpreisens.

27.

Im vierzehnten Äon entstanden vier von edlem Adel,
ausgestattet mit den sieben Kleinodien, mächtige Weltenherrscher von großer Kraft.

28.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so weiter) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Parappasādaka diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Parappasādaka, das vierte.
5. Apadāna des Thera Bhisadāyaka

29.

Vessabhū war sein Name - der dritte unter den Weisen;
in den Wald und das Dickicht zurückgezogen lebte dieser Höchste der Menschen.

30.

Eine Bhisa-Wurzel nehmend ging ich zum Buddha hin
und reichte sie dem Buddha dar mit gläubigen, eigenen Händen.

31.

Von der Hand des erhabenen Vollerwachten Vessabhū berührt -
ein solches Glück kenne ich nicht, das dem gleichkommt, geschweige denn übertrifft.

32.

Mein letztes Dasein läuft ab, alle Geburten sind entwurzelt;
wie ein stiller Elefant habe ich Heilsames gepflanzt.

33.

Einunddreißig Äonen zurück tat ich jenes Werk -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Bhisa-Gabe.

34.

In ihrer Gesamtheit waren es sechzehn Herrscherkönige,
im vierzehnten Äon mächtige Weltenherrscher von großer Kraft.

35.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so weiter) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Bhisadāyaka diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Bhisadāyaka, das fünfte.
6. Apadāna des Thera Sucintita

36.

Ich streifte durch unwegsames Bergland, von edler Geburt wie ein Löwe;
nach dem Töten einer Tierherde lebte ich zwischen den Felsen.

37.

Doch Atthadassī, der Erhabene, der Allwissende, der Beste der Redenden,
begierig, mich zu retten, kam er zu jenem erhabenen Berg.

38.

Ein schönes Wild erschlagen habend, kam ich herbei, es zu verzehren;
der Erhabene aber trat in jenem Augenblick heran, um zu betteln.

39.

Edles Fleisch nehmend reichte ich es jenem Meister dar;
der große Held lobte es zustimmend und kühlte mich dabei ab.

40.

Durch diese Herzensklarheit trat ich in das unwegsame Bergland zurück;
Begeisterung erweckend starb ich dort.

41.

Durch diese Fleischesgabe und durch die Ausrichtung meines Herzens
erfreute ich mich fünfzehnhundert Äonen lang in der Götterwelt.

42.

In den verbleibenden Äonen habe ich Heilsames gesammelt -
durch jene Fleischgabe selbst
und durch das Gedenken an den Buddha.

43.

Im achtunddreißigsten Äon: acht mit Namen Dīghāyuna;
in sechshundert Äonen seit jenem: zwei mit Namen Varuṇa.

44.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sucintita diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sucintita, das sechste.
7. Apadāna des Thera Vatthadāyaka

45.

Als Vogel war ich damals geboren, ein Supaṇṇa, König der Garuḷas;
ich erblickte den makellos reinen Buddha,
der zum Gandhamādana-Gebirge zog.

46.

Das Garuḷa-Gewand ablegend,
nahm ich die Gestalt eines Jünglings an;
ein einziges Gewand schenkte ich
dem Fürsten der Zweifüßer, dem Unerschütterlichen.

47.

Jenes Gewand entgegennehmend -
der Buddha, der höchste Führer der Welt,
in der Luft stehend, der Meister -
sprach diese Verse:

48.

„Durch diese Gewandgabe und durch die Ausrichtung des Geistes
wird er, die Garuḷa-Geburtsart hinter sich lassend,
in der Götterwelt sich erfreuen."

49.

Atthadassī, der Erhabene, der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen,
pries die Gewandgabe
und schritt nordwärts davon.

50.

In den Geburten, die entstehen mögen, stellt sich mir Gewandreichtum ein;
im Himmelsraum entsteht Überdachung -
dies ist die Frucht der Gewandgabe.

51.

Sieben Menschen namens Aruṇavā, Weltenherrscher von großer Macht,
waren im sechsunddreißigsten Äon
Herrscher über die Menschen.

52.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Vatthadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Vatthadāyaka, das siebte.
8. Apadāna des Thera Ambadāyaka

53.

Anomadassī, der Erhabene, saß inmitten der Berge;
mit Liebender Güte durchströmte er die Welt,
grenzenlos, ohne Anhaftung.

54.

Ein Affe war ich damals,
im Himavanta, dem höchsten der Berge;
Anomadassī erblickend,
klärte sich mir der Geist gegenüber dem Buddha.

55.

Nicht weit vom Himavanta trugen damals Mangobäume Früchte;
eine reife davon nehmend,
gab ich die süße Mango dar.

56.

Mir aber verkündete der Buddha,
Anomadassī, der große Weise,
über diese Honiggabe wie auch die Mangogabe - beide zusammen:

57.

„Für siebenundfünfzig Äonen wird er in der Götterwelt sich erfreuen;
in den verbleibenden Äonen wird er vielfältig im Saṃsāra wandern.

58.

Das böse Kamma verzehrend,
mit gereifter Erkenntnis,
ohne in die Niederungszustände zu fallen,
wird er die Triebflüsse verbrennen."

59.

Durch höchste Selbstzucht wurde ich gezähmt
von dem großen Weisen;
ich habe den unerschütterlichen Ort erlangt,
Sieg und Niederlage hinter mir lassend.

60.

In siebenhundertsiebenundsiebzig Äonen gab es vierzehn Könige
namens Ambaṭṭhaja,
Weltenherrscher von großer Macht.

61.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ambadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ambadāyaka, das achte.
9. Apadāna des Thera Sumana

62.

Sumana war mein Name, ein Gärtner war ich damals;
ich erblickte den makellos reinen Buddha,
den Empfänger der Weltopfergabe.

63.

Mit beiden Händen erhob ich
die erhabenste Sumanablüte
und bot sie dar dem Buddha Sikhi,
dem Weltverwandten.

64.

Durch diese Blumenverehrung
und durch Vorsatz und Ausrichtung des Geistes
kenne ich keine schlechte Wiedergeburt -
dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

65.

Vor einunddreißig Äonen war es, als ich die Blume darbrachte;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

66.

Im sechsundzwanzigsten Äon waren vier von großem Ruhm,
mit den sieben Juwelen ausgestattet,
Könige, Weltenherrscher.

67.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sumana diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sumana, das neunte.
10. Apadāna des Thera Pupphacaṅkoṭiya

68.

Wie einen furchtlosen Löwen, wie den Garuḷa, den Adler unter den Vögeln,
wie den erlesenen Tiger-Stier,
wie den edlen, herrschaftsvollen Löwen -

69.

Sikhi, die Zuflucht der drei Welten, den Unbewegten, den Unbesiegten,
den Höchsten unter den Samanas, sitzend,
umgeben vom Bhikkhu-Saṅgha -

70.

in einen Caṅkoṭaka-Behälter legend die erhabene Anoja-Blüte,
schüttete ich sie samt dem Behälter
über den Erhabensten der Buddhas aus.

71.

Durch jene Klärung des Geistes -
Fürst der Zweifüßer, Stier unter den Menschen -
habe ich den unerschütterlichen Ort erlangt,
Sieg und Niederlage hinter mir lassend.

72.

Vor einunddreißig Äonen vollbrachte ich jenes Kamma -
seitdem kenne ich keine schlechte Wiedergeburt:
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

73.

Als dreißig Äonen sich erfüllten, gab es fünf Weltenherrscher
mit dem Namen Devabhūti,
ausgestattet mit den sieben Kostbarkeiten.

74.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Pupphacaṅkoṭiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pupphacaṅkoṭiya ist das zehnte.
Der Sakacintaniya-Vagga ist der siebte.
Dessen Uddāna:
Sakacintī, Avopupphī, Sapaccāgamana,
Parappasādī, Bhisado, Sucintī, Vatthadāyaka,
Ambadāyī, Sumana und Pupphacaṅkoṭaka -
einundsiebzig Verse wurden gezählt von den Kundigen.

1.

Ein Apāṭalī-Blütenblatt, das am großen Weg gefallen lag,
trug ich auf und legte es auf den Thūpa
des Sikhī, des Weltverwandten.

2.

Vor einunddreißig Äonen vollbrachte ich jenes Kamma -
seitdem kenne ich keine schlechte Wiedergeburt:
dies ist die Frucht der Verehrung des Thūpa.

3.

Vor fünfzehn Äonen von hier war ein Kṣatriya namens Bhūmiya,
ein Weltenherrscher von gewaltiger Kraft,
ausgestattet mit den sieben Kostbarkeiten.

4.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā verwirklicht -
das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Nāgasamāla diese Verse.
Das Apadāna des Thera Nāgasamāla ist das erste.

5.

Als ich den Fußabdruck des Tissa, des Sonnenverwandten, erblickte,
freudig und freudig gestimmten Herzens,
richtete ich mein Gemüt in Heiterkeit auf den Fußabdruck aus.

6.

Vor zweiundneunzig Äonen erlangte ich jene Vergegenwärtigung des Fußabdrucks -
seitdem kenne ich keine schlechte Wiedergeburt:
dies ist die Frucht der Vergegenwärtigung des Fußabdrucks.

7.

Vor sieben Äonen von hier war ein Kṣatriya namens Sumedha,
ein Weltenherrscher von gewaltiger Kraft,
ausgestattet mit den sieben Kostbarkeiten.

8.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Padasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Padasaññaka ist das zweite.

9.

Als ich auf einem Baum ein hängendes Paṃsukūla-Gewand des Lehrers erblickte,
faltete ich die Hände
und verneigte mich ehrerbietig vor dem Paṃsukūla.

10.

Vor zweiundneunzig Äonen vollbrachte ich jenes Kamma -
seitdem kenne ich keine schlechte Wiedergeburt:
dies ist die Frucht der Buddha-Vergegenwärtigung.

11.

Vor vier Äonen von hier war ein Kṣatriya namens Dumasāra,
Bezwinger der vier Weltgegenden,
ein Weltenherrscher von gewaltiger Kraft.

12.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Buddhasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Buddhasaññaka ist das dritte.

13.

Den Wald durchdringend lebte ich im Waldesdickicht.
Da erblickte ich den Buddha Vipassī,
den Empfänger der Opfergaben.

14.

Ich reichte ihm Lotussprossen dar
und Wasser zum Händewaschen;
nach der Verneigung zu seinen Füßen mit dem Haupt
schritt ich mit dem Gesicht nach Norden davon.

15.

Vor einundneunzig Äonen reichte ich jene Lotussprossen dar -
seitdem kenne ich keine schlechte Wiedergeburt:
dies ist die Frucht heilsamen Kammas.

16.

Vor drei Äonen von hier war ein Kṣatriya, der Bhisasammata genannt,
ein Weltenherrscher von gewaltiger Kraft,
ausgestattet mit den sieben Kostbarkeiten.

17.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Bhisāluvadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Bhisāluvadāyaka ist das vierte.
Hier beginnt der sechste Rezitationsabschnitt.

18.

Khaṇḍa war sein Name - ein Hauptschüler des Vipassī.
Ihm, dem Empfänger der Weltopfergaben,
gab ich eine einzige Almosengabe.

19.

Durch die Heiterkeit dieses Herzens,
o Stier unter den Menschen, Herr der Zweibeiner -
seitdem kenne ich keine schlechte Wiedergeburt:
dies ist die Frucht jener einen Almosengabe.

20.

Vor vierzig Äonen war ein Kṣatriya namens Varuṇa,
ein Weltenherrscher von gewaltiger Kraft,
ausgestattet mit den sieben Kostbarkeiten.

21.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekasaññaka ist das fünfte.

22.

Nicht fern vom Himalaya lag ein großer natürlicher See,
bedeckt von hundertblättrigen Lotusblüten,
Heimstatt der verschiedensten Vögel.

23.

Nachdem ich darin gebadet und getrunken hatte,
lebte ich nicht weit davon.
Da erblickte ich den Höchsten der Asketen,
der pfadlos wie der Wind dahinging.

24.

Meinen Gedanken erkennend, stieg der Lehrer,
der Unvergleichliche in der Welt,
vom Himmelsraum herab
und stand sogleich auf dem Boden.

25.

Gras mit dem Horn ergreifend
reichte ich eine Sitzunterlage dar;
dort nahm der Bhagavā Platz,
Tissa, der Führer der Welt zum Höchsten.

26.

Mein eigenes Herz in Heiterkeit versetzend,
verneigte ich mich vor dem Weltführer;
dann wich ich vorgebeugt zurück,
den großen Muni betrachtend.

27.

Durch die Heiterkeit dieses Herzens
wurde ich in der Welt der Nimmāṇaratī wiedergeboren -
seitdem kenne ich keine schlechte Wiedergeburt:
dies ist die Frucht der Sitzunterlage.

28.

Vor zwei Äonen war ich ein als hirschgleich angesehener Adeliger,
mit den sieben Juwelen ausgestattet,
ein Weltenherrscher von großer Macht.

29.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … das Werk des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Tiṇasantharadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tiṇasantharadāyaka, das sechste.
7. Apadāna des Thera Sūcidāyaka

30.

Vor dreißigtausend Äonen war da ein Vollerwachter, Weltenführer,
Sumedha war sein Name,
mit zweiunddreißig edlen Merkmalen.

31.

Jenem von goldener Farbe,
dem Herrn der Zweifüßler, dem Unerschütterlichen,
gab ich fünf Nadeln
für die Arbeit am Gewand.

32.

Eben durch diese Nadelgabe
entsprang mir Erkenntnis -
scharfsinnig, tief und leicht,
beglückend und klar.

33.

Meine Triebe sind verbrannt,
alle Existenzen vollständig ausgerissen;
ich trage den letzten Körper
im Sāsana des Vollkommen Erwachten.

34.

Viermal war ich König,
Herrscher der Zweifüßler,
mit den sieben Juwelen ausgestattet,
ein Weltenherrscher von großer Macht.

35.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … das Werk des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Sūcidāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sūcidāyaka, das siebte.
8. Apadāna des Thera Pāṭalipupphiya

36.

Den Vollerwachten von goldener Farbe,
der durch den Marktplatz schritt,
einem goldenen Heiligenschrein gleich leuchtend,
mit zweiunddreißig edlen Merkmalen -

37.

damals war ich der Sohn eines Kaufmanns,
zart und in Wohlstand aufgewachsen;
eine Pāṭali-Blüte im Schoß haltend,
trug ich sie herbei.

38.

Freudig, mit freudigem Geist,
verehrte ich ihn mit Blüten;
Tissa, den Weltkenner, den Beschützer,
den Göttermenschen, ehrte ich.

39.

Vor zweiundneunzig Äonen
tat ich damals jene Tat;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Blütenverehrung.

40.

Vor dreiundsechzig Äonen von hier
trug ich den Namen Abhisammata;
mit den sieben Juwelen ausgestattet,
ein Weltenherrscher von großer Macht.

41.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … das Werk des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Pāṭalipupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pāṭalipupphiya, das achte.
9. Apadāna des Thera Ṭhitañjaliya

42.

Früher war ich Wildtierjäger,
im Wald und Dickicht lebend;
dort erblickte ich den Vollerwachten,
mit zweiunddreißig edlen Merkmalen.

43.

Dort faltete ich die Hände
und zog gen Osten weiter -
nicht weit entfernt saß ich nieder
auf meiner eigenen Laubstreu.

44.

Da traf mich ein Blitzschlag
auf dem Scheitel in jenem Augenblick;
und ich, in der Stunde des Todes,
faltete nochmals die Hände.

45.

Vor zweiundneunzig Äonen
faltete ich damals die Hände;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Händefaltung.

46.

Vor vierundvierzig Äonen
trug ich den Namen Migaketu;
mit den sieben Juwelen ausgestattet,
ein Weltenherrscher von großer Macht.

47.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … das Werk des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Ṭhitañjaliya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ṭhitañjaliya, das neunte.
10. Apadāna des Thera Tipadumiya

48.

Padumuttara, der Sieger, der alle Dhammas durchquert hatte,
der Gebändigte, von Gebändigten umgeben,
verließ damals die Stadt.

49.

In der Stadt Haṃsavatī
war ich damals ein Blumenhändler;
von den besten Blüten dort
nahm ich drei Lotosblüten.

50.

Den makellos Reinen, den Buddha,
erblickte ich auf dem Rückweg durch den Markt;
als ich den Vollerwachten sah,
dachte ich bei mir:

51.

„Was nützen mir diese Blüten,
die ich dem König darbringen würde?
Ein Dorf oder ein Dorffeld
oder tausend Goldstücke könnte ich erlangen.

52.

Den Helden, der Ungezähmte zähmt,
der allen Wesen Glück bringt -
verehre ich den Welthüter,
erlange ich den unsterblichen Schatz."

53.

So dachte ich
und reinigte meinen eigenen Geist;
die drei roten Blüten ergreifend,
warf ich sie in die Luft.

54.

In dem Augenblick, da ich sie geworfen hatte,
entfalteten sie sich im Himmelsraum;
sie schwebten über seinem Haupt,
Stiele nach oben, Kelche nach unten.

55.

Welche Menschen auch immer dies sahen,
brachen in Jubel aus;
Götterheiten im Himmelsraum
ließen Beifallsrufe erschallen.

56.

„Ein Wunder ist in der Welt entstanden
durch die Kraft des Besten der Buddhas;
durch die Kraft der Blüten
werden wir alle den Dhamma hören."

57.

Padumuttara, der Weltkenner,
Empfänger von Opfergaben,
der Stille, auf der Straße stehend,
sprach diese Verse:

58.

Wer als junger Mann den Buddha ehrte mit roten Lotusblüten -
von ihm will ich berichten; höret, was ich spreche.

59.

Dreißigtausend Äonen wird er in der Götterwelt sich erfreuen;
dreißig Äonen lang wird er als Götterkönig herrschen.

60.

Einen Brahmapalast namens Mahāvitthārika wird er haben:
dreihundert Yojana in der Höhe, hundertfünfzig in der Breite.

61.

Vierhunderttausend Zinnen sind kunstreich erbaut,
mit prächtigem Giebelhaus versehen, mit herrlichen Ruhestätten geschmückt.

62.

Hundert Millionen Accharā werden ihn umringen,
geschickt in Tanz und Gesang, gewandt im Spiel der Instrumente.

63.

In solch einem herrlichen Brahmapalast, von Scharen von Frauen erfüllt,
wird stets ein göttlicher, roter Blütenregen fallen.

64.

An Wandelnägeln, Elefantenhaken, Türpfosten und Torbogen
werden rote, scheibenförmige Blüten herabhängen.

65.

Von Blütenblättern bedeckt, von Blütenblättern verhüllt - im Innern dieses Brahmapalastes
ausgebreitet und übergeworfen, werden sie dort ausgerollt liegen.

66.

Den Brahmapalast umgebend, ringsum auf hundert Yojana,
werden jene roten Lotusblüten göttlichen Duft verströmen.

67.

Fünfundsiebzigmal wird er ein Weltenherrscher sein;
Teilherrschaft von großer Fülle - unzählbar ihrer Zahl.

68.

Beide Glückserfüllungen genossen, ohne Unheil, ohne Bedrängnis -
am Ende dieser Glückserfüllungen wird er Nibbāna erlangen.

69.

„Wahrhaft habe ich den Buddha geschaut, die Opfergabe war wohl angelegt;
drei Lotusblüten darbringend, genoss ich dreifaches Glück.

70.

Heute, da ich den Dhamma erlangt und völlig befreit bin,
trage ich auf meinem Scheitel die blühende rote Blüte.

71.

Als der Lehrer Padumuttara mein Kamma verkündete,
kam hunderttausend Wesen die Durchdringung des Dhamma.

72.

Hunderttausend Äonen zurück - damals ehrte ich den Buddha;
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der drei Lotusblüten.

73.

Meine Triebflüsse sind verbrannt, alle Existenzen ausgerissen;
alle Āsavā sind versiegt - kein Wiederwerden gibt es mehr.

74.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Tipadumiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tipadumiya ist das zehnte.
Der Nāgasamāla-Vagga ist der achte.
Sein Uddāna:
Nāgasamāla, Padasaññī, Saññakāluva, Dāyaka,
Ekasaññī, Tiṇasanthāra, Sūcipāṭalipupphiya,
Ṭhitañjalī, Tipadumī - fünfundsiebzig Strophen.
9. Timira-Vagga
1. Apadāna des Thera Timirapupphiya

1.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā zog ich flussabwärts;
da sah ich einen Mönch sitzen, heiter und ungetrübt.

2.

Den Geist dort erheitert, dachte ich damals:
„Dieser hat überquert und wird übersetzen, gezähmt wird er zähmen.

3.

Erquickt wird er erquicken, befriedet wird er befrieden;
befreit wird er befreien, erloschen wird er zum Nibbāna führen."

4.

So bedenkend griff ich eine Timirapflanze in Blüte
und streute sie auf das Haupt des Mahesi Siddhattha.

5.

Die Hände faltend in Añjali, ihn ehrfürchtig umschreitend,
verneigte ich mich vor den Füßen des Lehrers und zog in eine andere Richtung.

6.

Noch kaum hatte ich mich entfernt, da fiel ein Löwe über mich her;
einem Abhang folgend stürzte ich dort in die Tiefe.

7.

Vierundneunzig Äonen zurück - damals brachte ich die Blüte dar;
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Blütenverehrung.

8.

In sechsundfünfzig Äonen waren sieben von hohem Ruhm,
mit den sieben Schätzen gesegnet, mächtige Weltenherrscher.

9.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā verwirklicht - das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Timirapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Timirapupphiya ist das erste.
2. Apadāna des Thera Gatasaññaka

10.

Mit sieben Jahren von Geburt an trat ich aus ins Hauslose;
ich verneigte mich vor den Füßen des Lehrers mit heiterem Geist.

11.

Die Blüten der Sattanaṅgalakī warf ich in die Luft -
dem Buddha Tissa zugewandt, dem Ozean unendlicher Tugenden.

12.

Den Pfad verehrend, dem Sugata nachfolgend, frohgemut,
faltete ich da die Hände in Añjali, voll Vertrauen mit meinen Handflächen.

13.

Zweiundneunzig Äonen zurück - das Kamma, das ich damals tat;
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Buddhahuldigung.

14.

Vor acht Äonen von hier gab es drei Feuergipfel-Könige;
Mit den sieben Kleinodien ausgestattet,
Weltenherrscher von gewaltiger Macht.

15.

Die vier analytischen Erkenntnisse … vollendet ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Gatasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Gatasaññaka, das zweite.
3. Apadāna des Thera Nipannañjalika

16.

Am Fuße eines Baumes saß ich,
Von schwerem Leiden befallen;
Zur höchsten Güte gelangt,
Weilte ich in einem einsamen Waldgehölz.

17.

Von Mitgefühl bewogen
Näherte sich mir der Meister Tissa;
Ich aber, still hingestreckt,
Faltete die Hände über dem Haupt.

18.

Mit heiterem Geist und frohem Sinn
Ehrte ich den Höchsten aller Wesen,
Den Vollerwachten, mit Verneigung -
Und dort verschied ich.

19.

Vor zweiundneunzig Äonen von hier
Ehrte ich den Höchsten der Menschen;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
Dies ist die Frucht der Ehrerbietung.

20.

Vor fünf Äonen von hier
Gab es fünf Großflammen-Könige;
Mit den sieben Kleinodien ausgestattet,
Weltenherrscher von gewaltiger Macht.

21.

Die vier analytischen Erkenntnisse … vollendet ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Nipannañjalika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Nipannañjalika, das dritte.
4. Apadāna des Thera Adhopupphiya

22.

Abhibhū, jener Bhikkhu,
Des Sikhī erster Schüler,
Von großer Macht, dreifachwissend,
Kam zum Himavant-Gebirge.

23.

Auch ich weilte im Himavant,
In einem lieblichen Einsiedel als Weiser;
Ich lebte in den grenzenlosen Geisteszuständen
Und beherrschte die Iddhis.

24.

Wie ein geflügeltes Wesen durch die Lüfte
Überflog ich den Berg;
Eine nach unten hängende Blüte nehmend
Kam ich den Berg hinauf.

25.

Sieben Blüten nehmend
Streute ich sie über das Haupt;
Vom Helden angeblickt,
Schied ich ostwärts gewandt.

26.

Zu meiner Wohnstätte zurückgekehrt,
Erreichte ich den Einsiedel;
Eine Last auf dem Rücken nehmend
Begab ich mich ins Berginnere.

27.

Eine Riesenschlange bedrängte mich,
Furchtbar von Gestalt und von großer Kraft;
Mein früheres Kamma im Sinn,
Verschied ich dort.

28.

Vor einunddreißig Äonen von hier
Darbrachte ich jene Blüte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
Dies ist die Frucht der Blütenverehrung.

29.

Die vier analytischen Erkenntnisse … vollendet ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Adhopupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Adhopupphiya, das vierte.
5. Apadāna des Thera Raṃsisaññaka

30.

Am Himavant-Gebirge
Verbrachte ich einst mein Leben;
Gekleidet in ein Antilopenfell als Obergewand
Wohnte ich im Berginneren.

31.

Den Vollerwachten von goldener Farbe,
Hundertstrahlend wie die Sonne,
Im Waldinnern erblickend,
Gleich dem blühenden Sālakönig -

32.

Mit dem Geist durch seinen Glanz erheitert
Ehrte ich den großen Seher Vipassī;
Die Hände erhebend, verehrte ich ihn,
In der Hocke, das Haupt gesenkt.

33.

Vor einundneunzig Äonen von hier
Vollbrachte ich jenes Kamma;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
Dies ist die Frucht der Strahlenwahrnehmung.

34.

Die vier analytischen Erkenntnisse … vollendet ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Raṃsisaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Raṃsisaññaka, das fünfte.
6. Apadāna des zweiten Thera Raṃsisaññaka

35.

Am Himavant-Gebirge
Trug ich ein Gewand aus Baumrinde;
Auf dem Wandelgang schreitend,
Saß ich nieder, ostwärts gewandt.

36.

Den Sugata am Berg erblickend,
Phussa, versunken in Jhāna,
Erhob ich die gefalteten Hände
Und erheiterte den Geist an seinem Glanz.

37.

Vor zweiundneunzig Äonen von hier
Erlangte ich jene Wahrnehmung;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
Dies ist die Frucht der Strahlenwahrnehmung.

38.

Die vier analytischen Erkenntnisse … vollendet ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Raṃsisaññaka diese Verse.
Das Apadāna des zweiten Thera Raṃsisaññaka, das sechste.
7. Apadāna des Thera Phaladāyaka

39.

Am Himavant-Gebirge,
Gekleidet in ein raues Tierfell,
Erblickte ich Phussa, den besten Sieger,
Und reichte ihm Früchte mit der Hand.

40.

Welche Frucht ich darbrachte
Mit heiterem, klarem Geist -
In jeder weiteren Existenz, die sich entfaltet,
Entfaltet sich Frucht für mich.

41.

Vor zweiundneunzig Äonen von hier
Gab ich jene Frucht;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
Dies ist die Frucht des Fruchtgebens.

42.

Die vier analytischen Erkenntnisse … vollendet ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Phaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Phaladāyaka, das siebte.
8. Apadāna des Thera Saddasaññaka

43.

Am Himavant-Gebirge
Wohne ich auf einem Lauberlager;
Dem Dhamma Phussas lauschend, wie er es sprach,
Erheiterte ich den Geist am Klang.

44.

Vor zweiundneunzig Äonen war es, als ich jene Tat vollbrachte;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht verdienstlicher Tat.

45.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Saddasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Saddasaññaka ist das achte.
9. Apadāna des Thera Bodhisiñcaka

46.

Beim großen Bodhifest des Erhabenen Vipassī
trat ich heran, ein Zurückgezogener, in Frieden verweilend.

47.

Blumenwasser nehmend, besprengte ich den Bodhibaum:
„Der Befreite möge uns befreien, der Erlöschte möge uns löschen."

48.

Vor einundneunzig Äonen, als ich den Bodhibaum besprengte -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Bodhibesprenkens.

49.

Im dreiunddreißigsten Äon, der da verging, gab es Herrscher der Menschen:
Udakasecana mit Namen - diese acht waren Weltenherrscher.

50.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Bodhisiñcaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Bodhisiñcaka ist das neunte.
10. Apadāna des Thera Padumapupphiya

51.

Als ich in einen Lotoswald eintrat und Lotosblüten brach,
erblickte ich dort den Buddha Phussa, gezeichnet von zweiunddreißig erhabenen Merkmalen.

52.

Eine Lotosblüte nehmend, warf ich sie hoch in die Luft;
meiner schlechten Taten eingedenk, trat ich in die Hauslosigkeit.

53.

Nachdem ich ausgetreten war, zügelte ich Körper und Geist,
ließ schlechtes Reden fahren und reinigte meinen Lebensunterhalt.

54.

Vor zweiundneunzig Äonen, als ich jene Blüte darbrachte -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

55.

Padumābhāsa mit Namen - achtzehn Erdherrscher
waren es in achtzehn Äonen, achtundvierzig an der Zahl.

56.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Padumapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Padumapupphiya ist das zehnte.
Der neunte Vagga: Timira-Vagga.
Dessen Uddāna -
Timira, Naṅgalī, Puppha, Nippannañjalī, Adho -
zwei Raṃsisaññī, Phalada, Saddasaññī und Secaka,
Padumapupphī - sechsundfünfzig Verse sind gepriesen.
10. Sudhā-Vagga
1. Apadāna des Thera Sudhāpiṇḍiya

1.

Wer der Verehrung Würdige verehrt - Buddhas oder Schüler -,
die über Verwirrung hinausgegangen, frei von Kummer und Klage:

2.

Wer solche Unerschütterlichen verehrt, Erlöschte, die nichts fürchten -
kein Maß für dieses Verdienst vermag irgendwer zu finden, nicht einmal annähernd.

3.

Wer hier über die vier Kontinente als Herrscher waltet -
einem einzigen Akt der Verehrung kommt das nicht zu einem Sechzehntel nahe.

4.

Am Schrein des Siddhattha, des Höchsten unter den Menschen, in einer Felsspalte
gab ich einen Kalkklumpen dar mit heiterem Geist.

5.

Vor vierundneunzig Äonen war es, als ich jene Tat vollbrachte -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Verehrung.

6.

Dreißig Äonen von hier, Paṭisaṅkhāra mit Namen -
dreizehn mit den sieben Schätzen ausgestattete Weltenherrscher.

7.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā -
die sechs Abhiññā sind verwirklicht; des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sudhāpiṇḍiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sudhāpiṇḍiya ist das erste.
2. Apadāna des Thera Sucintika

8.

Dem Tissa, dem Welthüter, gab ich einen reinen Thron dar -
freudig, mit freudigem Geist, dem Buddha, dem Sonnenverwandten.

9.

Vor achtunddreißig Äonen war ich ein König namens Mahāruci;
Reichtum war reichlich vorhanden und Lagerstätten nicht wenige.

10.

Den Thron dem Buddha darbietend mit heiterem Geist,
genieße ich mein eigenes Kamma, das ich ehedem heilsam vollbracht habe.

11.

Vor zweiundneunzig Äonen, als ich jenen Thron gab -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Throndarbietung.

12.

Vor achtunddreißig Äonen gab es drei Weltenherrscher:
Ruci und Uparuci sowie Mahāruci als dritten.

13.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sucintika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sucintika ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Aḍḍhaceḷaka

14.

Dem Erhabenen Tissa gab ich ein halbes Tuch dar -
von einem Notleidenden dargebracht, bin ich zum höchsten Erbarmen gelangt.

15.

Das halbe Tuch darbietend, freute ich mich einen Äon im Himmel;
in den verbleibenden Äonen wurde von mir Heilsames gewirkt.

16.

Vor zweiundneunzig Äonen, als ich jenes Tuch gab -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Tuchdarbietung.

17.

Im neunundvierzigsten Äon, Weltenherrscher-Könige -
Samantacchadana mit Namen - zweiunddreißig Herrscher der Menschen.

18.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [u. s. w.] … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Aḍḍhaceḷaka diese Verse.
Das dritte Apadāna des Thera Aḍḍhaceḷaka.
4. Apadāna des Thera Sūcidāyaka

19.

„Ein Schmied war ich einst, in jener erhabensten Stadt Bandhumā;
Eine Nadel gab ich dar dem großen Weisen Vipassī.

20.

„Diamantspitzengleich wird Erkenntnis durch solch ein Werk;
Leidenschaftslos bin ich, befreit - die Triebflüsse sind versiegt.

21.

„Alle vergangenen Daseinsformen, gegenwärtige wie künftige -
Mit Erkenntnis durchforschte ich sie alle: dies ist die Frucht des Nadelschenkens.

22.

„Vor einundneunzig Äonen gab es Könige namens Vajira;
Mit den sieben Schätzen ausgestattet, Weltenherrscher von gewaltiger Macht.

23.

„Die vier analytischen Erkenntnisse… [u. s. w.] … des Buddha Sāsana ist vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Sūcidāyaka diese Verse.
Das vierte Apadāna des Thera Sūcidāyaka.
5. Apadāna des Thera Gandhamāliya

24.

„Dem Erhabenen Siddhattha errichtete ich einen Duft-Stupa,
Mit Sumanā-Blüten bedeckt, dem Buddha würdig gestaltet.

25.

„Den Buddha, dem Glanz des Goldes gleich strahlend, den höchsten Führer der Welt,
Leuchtend wie den Indīvara-Lotus, lodernden Flammen gleich.

26.

„Einem Tiger-Stier gleich erhaben, einem edlen Löwen gleich,
Den Höchsten unter den Asketen, sitzend, umringt vom Bhikkhu-Saṅgha.

27.

„Dem Lehrer die Füße verehrend, schied ich nordwärts gewandt von dannen;
Vor vierundneunzig Äonen war es, als ich den Duftblumenkranz darbrachte.

28.

„Durch die Frucht der Tat, die ich dem Buddha erwies -
Keine üble Fährte kenne ich: dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

29.

„In neununddreißig Äonen gab es sechzehn Könige -
Devagandha mit Namen, jene mächtigen Weltenherrscher.

30.

„Die vier analytischen Erkenntnisse… [u. s. w.] … des Buddha Sāsana ist vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Gandhamāliya diese Verse.
Das fünfte Apadāna des Thera Gandhamāliya.
6. Apadāna des Thera Tipupphiya

31.

„Ein Wildtierjäger war ich einst, im Wald, im dichten Dickicht;
Einen blühenden Pāṭali-Baum erblickend, streute ich drei Blüten hin.

32.

„Die gefallenen Blütenblätter aufnehmend, warf ich sie hinaus -
Er, innen rein und außen rein, vollkommen befreit, triebversiegt.

33.

„Den Vollerwachten Vipassī, den Weltführer, gleichsam von Angesicht zu Angesicht -
Den Pāṭali-Baum verehrend, verschied ich an jenem Ort.

34.

„Vor einundneunzig Äonen, als ich den Bodhi-Baum verehrte -
Keine üble Fährte kenne ich: dies ist die Frucht der Bodhi-Verehrung.

35.

„Samantapāsādika mit Namen gab es dreizehn Könige;
Vor dreiunddreißig Äonen Weltenherrscher von gewaltiger Macht.

36.

„Die vier analytischen Erkenntnisse… [u. s. w.] … des Buddha Sāsana ist vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Tipupphiya diese Verse.
Das sechste Apadāna des Thera Tipupphiya.
7. Apadāna des Thera Madhupiṇḍika

37.

„Im Wald, im stillen Dickicht, ohne Lärm und ungestört,
Erblickte ich Siddhattha, den höchsten der Weisen, den Empfänger von Opfergaben.

38.

„Den großen Nāga, der in Stille ruhte, einem edlen Leithengst gleich,
Strahlend wie ein Heilkraut, verehrt von der Schar der Götter -

39.

„Freude erfüllte mich sogleich, Erkenntnis erwachte mir sogleich,
Als ich dem Lehrer Honig reichte, der aus dem Samādhi getreten war.

40.

„Dem Lehrer die Füße verehrend, schied ich ostwärts gewandt von dannen;
Im vierunddreißigsten Äon war ich König Sudassana.

41.

„Honig quillt aus den Lotuswurzeln und in der Speise sogleich;
Ein Honigregen fiel herab - dies ist die Frucht früheren Kammas.

42.

„Vor vierundneunzig Äonen, als ich damals Honig darbot -
Keine üble Fährte kenne ich: dies ist die Frucht der Honigspende.

43.

„Vor vierunddreißig Äonen gab es vier Könige namens Sudassana;
Mit den sieben Schätzen ausgestattet, Weltenherrscher von gewaltiger Macht.

44.

„Die vier analytischen Erkenntnisse… [u. s. w.] … des Buddha Sāsana ist vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Madhupiṇḍika diese Verse.
Das siebte Apadāna des Thera Madhupiṇḍika.
8. Apadāna des Thera Senāsanadāyaka

45.

„Dem Erhabenen Siddhattha gab ich eine Laubstreu als Lager;
Ringsumher brachte ich Gaben dar und streute Blüten hin.

46.

„Palästen gleich, schön und ergötzlich, genieße ich Herrlichkeit von hohem Wert;
Kostbare Blüten strömen mir aus meinem Lager entgegen.

47.

„Auf meinem Lager wende ich mich, bedeckt mit bunten Blütenteppichen;
Ein Blütenregen ergießt sich über das Lager und fällt sogleich darauf herab.

48.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich ein Lager aus Blättern;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Lagers.

49.

Sieben Weltenherrscher, Tiṇasantharaka genannt,
Entstanden als Gebieter der Menschen vor fünf Äonen von hier.

50.

Die vier analytischen Einsichten … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Senāsanadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Senāsanadāyaka, das achte.
9. Apadāna des Thera Veyyāvaccaka

51.

Bei Bhagavā Vipassī war eine große Schar von Anhängern;
Ich war Helfer bei allen Verrichtungen, in allem tätig.

52.

Kein Gegenstand des Gebens gehörte mir beim Vollkommenen, dem Großen Seher;
Den Füßen des Meisters erwies ich Verehrung mit lauterem Geist.

53.

Vor einundneunzig Äonen erbrachte ich diesen Hilfsdienst;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Hilfsdienstes.

54.

Vor acht Äonen von hier war ich König Sucintita,
Mit den sieben Schätzen ausgestattet, ein mächtiger Weltenherrscher.

55.

Die vier analytischen Einsichten … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Veyyāvaccaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Veyyāvaccaka, das neunte.
10. Apadāna des Thera Buddhupaṭṭhāka

56.

Bei Bhagavā Vipassī war ich ein Muschelbläser;
Dem Vollkommenen, dem Großen Seher, war ich stets im Dienst zugetan.

57.

Sieh die Frucht des Dienens beim Welthüter, dem Unerschütterlichen:
Sechzigtausend Musikanten umgeben mich allezeit.

58.

Vor einundneunzig Äonen diente ich dem großen Seher;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Dienens.

59.

Vor vierundzwanzig Äonen von hier trugen sechzehn Könige
Den Namen Mahānigghosa - mächtige Weltenherrscher.

60.

Die vier analytischen Einsichten … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Buddhupaṭṭhāka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Buddhupaṭṭhāka, das zehnte.
Der zehnte Vagga: Sudhāvagga.
Dessen Zusammenfassung:
Sudhā, Sucinti, Ceḷa,
Sūcī und Gandhamālin,
Tipupphiya, Madhusena,
Veyyāvacca und Upaṭṭhaka -
Zweiundsechzig Strophen
Sind in diesem Vagga verkündet.
Dann die Vagga-Zusammenfassung:
Der Buddhavagga ist der erste, Sīhāsanī, Subhūti,
Kuṇḍadhāna, Upāli, Bījanisaka, Cinti,
Nāgasamāla, Timira - mit dem Sudhāvagga sind es zehn;
Vierzehnhundert Strophen und fünfundfünfzig dazu.
Das Zehner-Set des Buddhavagga.
Das erste Hundert ist vollendet.
11. Der Bhikkhadāyi-Vagga
1. Apadāna des Thera Bhikkhadāyaka

1.

Den goldfarben leuchtenden Vollerwachten, Empfänger der Opfergaben,
Den Erhabenen, der ausgezogen war, der aus dem Wald zum Nibbāna gelangte -

2.

Diesem Siddhattha, dem Großen Seher,
Dem Weisen, dem Befriedeten, dem Großen Helden, dem Unerschütterlichen,
Reichte ich eine Handvoll Almosenspeise.

3.

Dem, der Schritt für Schritt voranschritt und die große Menge erleuchtete -
Da entstand in mir hohe Freude
Beim Buddha, dem Sonnenverwandten.

4.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich damals jene Gabe;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Almosengabe.

5.

Vor siebenundachtzig Äonen von hier waren sieben Weltenherrscher
Mit dem Namen Mahāreṇu, mit den sieben Schätzen ausgestattet.

6.

Die vier analytischen Einsichten und die acht Vimokkhā,
Die sechs Abhiññā sind verwirklicht - das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Bhikkhadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Bhikkhadāyaka, das erste.
2. Apadāna des Thera Ñāṇasaññika

7.

Den goldfarben leuchtenden Vollerwachten, gleich einem Leitelefanten in dreifacher Brunst,
Den Edlen, dem besten Stier gleich, den Großen Seher -

8.

Den alle Himmelsrichtungen erleuchtenden, dem vollendeten Mondkönig gleich,
Den auf der Straße Daherschreitenden, den Ältesten der Welt - ihn erblickte ich.

9.

Den Geist im Erkennen ausgerichtet, die Hände zum Añjali erhoben,
Begrüßte ich mit lauterem, freudigem Herzen Siddhattha.

10.

Vor vierundneunzig Äonen tat ich damals jene Tat;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Erkennens.

11.

Vor dreiundsiebzig Äonen von hier waren sechzehn Edle unter den Menschen,
Mit den sieben Schätzen ausgestattet, mächtige Weltenherrscher.

12.

Die vier analytischen Einsichten … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ñāṇasaññika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ñāṇasaññika, das zweite.
3. Apadāna des Thera Uppalahatthiya

13.

In Tivarā lebte ich einst als Blumenhändler;
Den makellosen Buddha Siddhattha, vom Weltall verehrt, erblickte ich.

14.

Mit lauterem, freudigem Herzen gab ich ihm eine Blume in die Hand;
Wo immer ich wiedergeboren werde, durch die Kraft jener Tat -

15.

Genieße ich die ersehnte Frucht meiner einstmals gut vollbrachten Tat;
Umgeben von schönen Blüten - dies ist die Frucht der Blumenspende.

16.

Vor vierundneunzig Äonen legte ich jene Blume dar;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Blumenverehrung.

17.

Von vierundneunzig Äonen an, die gegenwärtige Zeit ausgenommen,
Waren dort fünfhundert Könige mit dem Namen Najjasamasa.

18.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Uppalahatthiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Uppalahatthiya ist das dritte.
4. Apadāna des Thera Padapūjaka

19.

Dem Bhagavā Siddhattha darbot ich Geburtsblumen;
Sieben Blüten zu seinen Füßen streute ich freudig hin.

20.

Durch jenes Kamma überrage ich heute die Menschen in ihren Freuden;
Den letzten Leib trage ich im Sāsana des Vollkommen Erwachten.

21.

Vor vierundneunzig Äonen brachte ich jene Blume dar -
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Blumenverehrung.

22.

Dreizehn Weltenherrscher trugen den Namen Samantagandha;
Im fünften Äon von hier an waren sie Herren der vier Himmelsrichtungen.

23.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Padapūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Padapūjaka ist das vierte.
5. Apadāna des Thera Muṭṭhipupphiya

24.

Sudassana war mein Name, ein Blumenkranzflechter war ich damals;
Ich erblickte den fleckenlosen Buddha, den Ältesten der Welt, den Stier unter den Menschen.

25.

Eine Geburtsblume nehmend verehrte ich den Padumuttara;
Mit reinem Auge und heiterem Sinn gelangte ich zum göttlichen Auge.

26.

Durch diese Blumenverehrung und durch die Ausrichtungen des Geistes
Ward ich hundert mal tausend Äonen lang nicht in schlechter Wiedergeburt geboren.

27.

Sechzehn Könige gab es mit dem Namen Devuttara;
Im sechsunddreißigsten Äon von hier Weltenherrscher von großer Macht.

28.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Muṭṭhipupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Muṭṭhipupphiya ist das fünfte.
6. Apadāna des Thera Udakapūjaka

29.

Den Vollerwachten von goldener Farbe, schreitend, windgleich frei -
Wie eine Ghee-Flamme leuchtend, wie ein entzündetes Opferfeuer strahlend -

30.

Mit der Hand Wasser schöpfend warf ich es in die Luft empor;
Der große Held, der Buddha, der mitfühlende Seher, nahm es entgegen.

31.

Im Luftraum stehend, der Meister, Padumuttara mit Namen,
Mein Sinnen erkennend, sprach er diesen Vers:

32.

„Durch diese Wassergabe und durch die Freude, die sie weckt,
Wirst du auch hunderttausend Äonen lang nicht in schlechter Wiedergeburt geboren."

33.

Durch jenes Kamma habe ich den unerschütterlichen Ort erreicht,
Sieg und Niederlage hinter mir lassend - o Bester der Zweifüßler, Ältester der Welt, Stier unter den Menschen.

34.

Mit dem Namen Sahassarāja - drei Weltenherrscher,
In fünfundsechzig mal hundert Äonen Herren der vier Himmelsrichtungen.

35.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Udakapūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Udakapūjaka ist das sechste.
7. Apadāna des Thera Naḷamāliya

36.

Dem Padumuttara-Buddha, dem Ältesten der Welt, dem Beständigen,
Der auf einem Graslager saß, dem Stillen, dem Beständigen -

37.

Einen Schilfrohr-Kranz nehmend und einen Fliegenwedel bindend
Brachte ich sie dar dem Besten der Zweifüßler, dem Beständigen.

38.

Der Allwissende, der Weltenführer, den Fliegenwedel entgegennehmend,
Mein Sinnen erkennend, sprach er diesen Vers:

39.

„So wie mein Körper abkühlt und kein Brennen mehr zu finden ist -
So möge auch dein Geist von den drei Feuern befreit werden."

40.

Alle Götter kamen zusammen, welche auch immer im Walde wohnen:
„Wir wollen die Worte des Buddha hören, der den Geber erfreut."

41.

Der Bhagavā saß dort, von der Versammlung der Götter umgeben,
Den Geber erfreuend, sprach er diese Verse:

42.

„Durch diese Fliegenwedel-Gabe und durch die Ausrichtungen des Geistes
Wird er ein Weltenherrscher sein mit dem Namen Subbata.

43.

Durch das Verdienst jenes Kammas, angetrieben durch die reine Verdienstwurzel,
Wird er ein Weltenherrscher sein mit dem Namen Māluta."

44.

„Durch diese Fliegenwedel-Gabe und durch die umfassende Verehrung
Wird er auch hunderttausend Äonen lang nicht in schlechter Wiedergeburt geboren."

45.

In dreißigtausend Äonen achtunddreißig Subbatas;
In neunundzwanzigtausend Äonen acht mit dem Namen Māluta.

46.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Naḷamāliya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Naḷamāliya ist das siebte.
Der siebte Bhāṇavāra.
8. Apadāna des Thera Āsanupaṭṭhāhaka

47.

In einen Wald eindringend, in ein stilles, ungestörtes Gehölz,
Gab ich einen Löwenthron dem Beständigen, dem Schauenden des Heils.

48.

Eine Blumengirlande in Händen haltend, sie umrundend im Uhrzeigersinn,
dem Meister huldigend, schritt ich hinweg, nach Norden gewandt.

49.

Durch dieses Kamma, o Führer der Zweibeiner, Ältester der Welt, Stier unter den Menschen,
lösche ich mich selbst aus - alle Existenzen sind mit der Wurzel ausgerissen.

50.

In achtzehnhundert Äonen, welche Gabe ich damals gab -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich; dies ist die Frucht des Löwenthrones.

51.

Vor siebenhundert Äonen von hier war ich ein Khattiyo namens Sannibbāpaka,
ausgestattet mit den sieben Kleinodien, ein Weltenherrscher von großer Kraft.

52.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … Das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Āsanupaṭṭhāhaka diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Āsanupaṭṭhāhaka, das achte.

53.

Nicht weit vom Himalaya lebte ich auf einem Lager aus Laub;
der Begierde nach Nahrung verfallen, war meine Gewohnheit damals das Liegen.

54.

Grabend Kalamba-Wurzeln, Biḷālitakkalā-Früchte,
Brustbeeren, Bhallātaka-Nüsse, Billa-Früchte - herbeigebracht und zubereitet.

55.

Padumuttara, der Weltenkundige, Empfänger der Opfergaben,
meine Absicht erkennend, kam er zu mir heran.

56.

Als der große Nāga herangetreten war, der Gott der Götter, der Stier unter den Menschen,
nahm ich die Biḷālī-Früchte und schüttete sie in seine Schale.

57.

Der große Held genoss sie, mich damals erfreuend;
nachdem er genossen hatte, sprach der Allwissende diese Strophe:

58.

„Indem du deinen eigenen Geist erheitert hast, gabst du mir Biḷālī-Früchte;
hunderttausend Äonen lang wirst du in keine schlechte Wiedergeburt geraten."

59.

Mein letztes Dasein läuft ab, alle Existenzen sind mit der Wurzel ausgerissen;
ich trage den letzten Körper im Sāsana des Vollkommen Erwachten.

60.

Vor vierundfünfzig Äonen war ich ein Khattiyo namens Sumekhali,
ausgestattet mit den sieben Kleinodien, ein Weltenherrscher von großer Kraft.

61.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … Das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Biḷālidāyaka diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Biḷālidāyaka, das neunte.

62.

Den Vollerwachten von goldener Farbe, gleich der hundertstrahlenden Sonne,
alle Himmelsrichtungen erleuchtend, wie der vollendete König der Sterne -

63.

von Schülern wie von Meeren die Erde umgeben -
trat ich an den großen Nāga heran und häufte Vipassī Staub darüber.

64.

Vor einundneunzig Äonen, als ich Staub darbrachte -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich; dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

65.

Vor neunundvierzig Äonen war ich ein Khattiyo namens Reṇu,
ausgestattet mit den sieben Kleinodien, ein Weltenherrscher von großer Kraft.

66.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … Das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Reṇupūjaka diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Reṇupūjaka, das zehnte.
Der Bhikkhadāyī-Vagga, der elfte.

1.

Vipassī mit Namen war der Bhagavā, Ältester der Welt, Stier unter den Menschen;
mit achtundsechzigtausend zog er damals in Bandhumatī ein.

2.

Die Stadt verlassend, begab ich mich zur Insel-Cetiya;
ich erblickte den makellos Reinen Buddha, den Empfänger der Opfergaben.

3.

Vierundachtzigtausend Yakkhas in meiner Nähe -
sie dienen mir ehrerbietig, wie Indra die Scharen der Götter.

4.

Meine Wohnstatt verlassend, ergriff ich damals ein Tuch;
mit dem Haupt verneigte ich mich und gab es dem großen Weisen.

5.

O der Buddha! O der Dhamma! O die Vollkommenheit unseres Meisters!
Durch die Kraft des Buddha erzitterte die Erde.

6.

Dieses Wunderbare erblickend, das Erstaunliche, das Haare-Aufrichtende,
richte ich den Geist heiterer Zuversicht auf den Buddha, den unerschütterlichen Führer der Zweibeiner.

7.

So läuterte ich den Geist und gab dem Meister das Tuch
und nahm Zuflucht, zusammen mit meinen Ministern und meinem Gefolge.

8.

Vor einundneunzig Äonen, das Kamma, das ich damals tat -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich; dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

9.

Von hier vor fünfzehn Äonen gab es sechzehn namens Suvāhana,
ausgestattet mit den sieben Kleinodien, Weltenherrscher von großer Kraft.

10.

Die vier analytischen Erkenntnisse, und auch die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññās verwirklicht - das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Mahāparivāraka diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Mahāparivāraka, das erste.

11.

Atthadassī, der beste Sieger, Ältester der Welt, Stier unter den Menschen,
verließ das Vihāra und trat an den Teich heran.

12.

Nachdem der Vollerwachte gebadet und getrunken hatte, das einzige Gewand angelegt -
Der Erhabene verweilte dort, den Blick in alle Richtungen gewandt.

13.

Im Pavillon sitzend erblickte ich den Führer der Welt;
Frohgemut, mit freudigem Herzen, klatschte ich damals in die Hände.

14.

Strahlend wie die hundertstrahlende Sonne, leuchtend wie Gold -
War ich in Tanz und Gesang versunken, umgeben vom fünfteiligen Saitenspiel.

15.

In welche Geburt ich auch eingehe, als Gottheit oder als Mensch -
Alle Wesen überrage ich, mein Ruhm entfaltet sich weit und groß.

16.

Ehre dir, erlesenster der Menschen, Ehre dir, Höchster unter den Menschen;
Dich selbst beglückend, beglückst du andere, o Muni.

17.

Nachdem er die Gabe angenommen und niedergesessen war, voll Freude, o Tugendhafter -
Den Vollerwachten verehrend, ward ich in Tusita wiedergeboren.

18.

Sechzehnhundert Äonen lang, zweiundzwanzig für sich allein bedacht -
Mit den sieben Juwelen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

19.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so weiter) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sumaṅgala diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sumaṅgala, das zweite.
3. Das Apadāna des Thera Saraṇagamaniya

20.

Ein Kampf zwischen zwei Götterkönigen war ausgebrochen;
Aufmarschiert in Schlachtordnung, erhob sich ein gewaltiges Getöse.

21.

Padumuttara, der Weltenkundige, Empfänger der Opfergaben -
Der Lehrer, im Himmelsraum stehend, erschütterte die große Menge zutiefst.

22.

Alle Götter, befriedigt, die Rüstungen und Waffen niedergelegt -
Den Vollerwachten ehrend, sammelten sie sich alsbald in Stille.

23.

Meinen Gedanken erkennend, erhob er das Wort mit seiner Stimme;
Mitfühlend, der Weltenkundige, löschte er das Leid der großen Menge.

24.

Ein Mensch mit verderbtem Herzen, der auch nur ein einziges Wesen schädigt -
Durch diese Vergiftung des Geistes geht er in eine schlechte Wiedergeburt ein.

25.

Wie ein Elefant an der Spitze der Schlacht, der viele Wesen verletzt -
Befriedet euren eigenen Geist, werdet nicht immer wieder verletzt.

26.

Die Heere beider Yakkha-Könige wurden dadurch bestürzt;
Und sie nahmen Zuflucht beim Ältesten der Welt, dem Geber der Lehre.

27.

Nachdem er die Menschen überzeugt hatte, erhob der Sehende seinen Fuß;
Von den Göttern angeschaut, schritt er mit dem Antlitz nach Norden davon.

28.

Als erster nahm ich Zuflucht beim Unerschütterlichen, dem Fürsten der Zweibeiner;
Hunderttausend Äonen lang verfiel ich in keine schlechte Wiedergeburt.

29.

Mahādundubhi mit Namen - sechzehn waren es, erlesene Wagenherren;
In dreißigtausend Äonen regierten sie als Weltenherrscher.

30.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so weiter) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Saraṇagamaniya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Saraṇagamaniya, das dritte.
4. Das Apadāna des Thera Ekāsaniya

31.

Varuṇa war mein Name damals, ein Götterkönig war ich;
Den Vollerwachten verehrte ich, mit Wagen, Gespann und Streitmacht.

32.

Als der Welthüter Atthadassī, der Erhabenste der Seher, ins Nibbāna eingegangen war,
Nahm ich alle Musikinstrumente und zog zum erhabensten Bodhi-Baum.

33.

Mit Musik und Tanz, zu gleichmäßigem Takt und Klang -
Verehrte ich den erhabensten Bodhi-Baum, als stünde ich vor dem Vollerwachten selbst.

34.

Nachdem ich jenen Bodhi-Baum, den vom Erdreich emporgewachsenen, verehrt hatte,
Saß ich im Lotussitz nieder - und dort verschied ich.

35.

Beglückt durch das eigene Kamma, vertrauensvoll gegenüber dem erhabensten Bodhi-Baum -
Durch diese Klarheit des Geistes ward ich in den Nimmāna-Himmeln wiedergeboren.

36.

Sechzigtausend Musikensembles umgeben mich stets,
Ob unter Menschen oder Göttern, durch alle Daseinsformen hindurch.

37.

Das dreifache Feuer in mir erloschen, alle Daseinsformen ausgerottet -
Den letzten Körper trage ich im Gebot des vollkommen Erwachten.

38.

Subāhu mit Namen - vierunddreißig Male als Khattiya -
Mit den sieben Juwelen ausgestattet, vor fünfhundert Äonen.

39.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so weiter) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekāsaniya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekāsaniya, das vierte.
5. Das Apadāna des Thera Suvaṇṇapupphiya

40.

Der Erhabene namens Vipassī, der Älteste der Welt, Stier unter den Menschen -
Sitzend inmitten der Menschenschar lehrte er den unsterblichen Pfad.

41.

Nachdem ich seinen Dhamma gehört hatte, des Unerschütterlichen, des Fürsten der Zweibeiner,
Legte ich vier goldene Blüten dem Buddha dar.

42.

Mit goldenem Glanz war alles bedeckt,
so weit die Versammlung sich erstreckte;
des Buddha Glanz und Goldeslicht
erfüllten den Raum mit hellem Schein.

43.

Frohen Herzens, heiter gestimmt,
von Begeisterung erfüllt, mit gefalteten Händen -
Entzücken weckte er in der Gemeinde
und brachte denen, die ihn sahen, Glück.

44.

Den Vollerwachten bittend angerufen,
dem Tugendreinen meine Ehrerbietung erwiesen,
Freude im Herzen entzündet -
so kehrte ich in meine Wohnstatt zurück.

45.

In meiner Wohnstatt sitzend
gedachte ich des erhabensten Buddha;
durch diese Klärung des Geistes
wurde ich in Tusita wiedergeboren.

46.

Vor einundneunzig Äonen
war es, als ich jene Blume darbrachte -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

47.

Sechzehn Könige gab es,
die den Namen Nemi trugen, hochgeehrt;
vor dreiundvierzig Äonen von hier -
mächtige Weltenherrscher.

48.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Suvaṇṇapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Suvaṇṇapupphiya, das fünfte.

49.

Ich weilte im Königspalast,
umgeben von Ministern und Gefolge,
als der Erhabene Sikhī, der Weltverwandte,
vollständig ins Nibbāna eingegangen war.

50.

Heiteren Herzens, froh gestimmt,
begab ich mich zum Scheiterhaufen;
ich ließ dort Musik erklingen
und streute Blumengirlanden darüber hin.

51.

Nachdem ich am Scheiterhaufen Verehrung dargebracht
und den Scheiterhaufen verehrt hatte,
kehrte ich heiteren Herzens, froh gestimmt,
in meine Wohnstatt zurück.

52.

In meiner Wohnstatt sitzend
gedachte ich der Verehrung am Scheiterhaufen;
durch dieses Kamma, o Herr der Zweifüßler,
Ältester der Welt, Stier unter den Menschen -

53.

- nach dem Genuss des Wohlstands
unter Göttern und Menschen
habe ich nun den unerschütterlichen Ort erlangt,
Sieg und Niederlage hinter mir lassend.

54.

Vor einunddreißig Äonen von hier
war es, als ich jene Blume darbrachte -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Verehrung am Scheiterhaufen.

55.

Vor neunundzwanzig Äonen von hier -
sechzehn Könige,
mit dem Namen Ugga bekannt -
mächtige Weltenherrscher.

56.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Citakapūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Citakapūjaka, das sechste.

57.

Als Vipassī, der Höchste der Welt,
die Lebensfaktoren aufgab,
erbebte die Erde,
die wasserumgürtete Welt.

58.

Mein Haus, weit und geräumig,
schön geschmückt mit Kranzwerk,
erzitterte ebenfalls
beim Dahinschwinden der Lebensfähigkeit des Buddha.

59.

Da stieg in mir Furcht auf,
als mein Haus erbebte:
„Was bedeutet dieses Zeichen?
Ein weites Licht ist entstanden!"

60.

Vessavaṇa kam hierher
und beruhigte die große Menge:
„Keine Furcht ist für die Lebewesen -
seid einspitzig, gezügelt und ehrfürchtig."

61.

„Wahrlich, der Buddha! Wahrlich, der Dhamma!
Wahrlich, die Vollkommenheit unseres Lehrers -
dass beim Eintritt seines Hinscheidens
die Erde erzittert!"

62.

Die Macht des Buddha preisend
freute ich mich einen Äon lang im Himmel;
in den übrigen Äonen
übte ich Heilsames.

63.

Vor einundneunzig Äonen -
damals erlangte ich jene Buddhawahrnehmung -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Buddhawahrnehmung.

64.

Vor vierzehn Äonen von hier
war ich ein mächtiger König,
mit dem Namen Samita bekannt,
ein gewaltiger Weltenherrscher.

65.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Buddhasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Buddhasaññaka, das siebte.

66.

Die Schüler des Padumuttara-Buddha,
die durch Wälder wanderten,
verirrten sich in einem großen Urwald
und irrten umher wie Blinde.

67.

Den Vollerwachten vor Augen rufend,
den Führer Padumuttara -
doch jene Söhne des Weisen
hatten sich verirrt im großen Wald.

68.

Von meiner Wohnstatt herabgestiegen,
ging ich zu den Bhikkhus hin;
ich wies ihnen den Weg
und gab ihnen auch Speise.

69.

Durch dieses Kamma, o Herr der Zweifüßler,
Ältester der Welt, Stier unter den Menschen -
schon im siebten Lebensjahr
erlangte ich die Arahantschaft.

70.

Mit dem Namen Sacakkhu bekannt -
zwölf Weltenherrscher,
ausgestattet mit den sieben Kleinodien,
vor fünfhundert Äonen von hier.

71.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Maggasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Maggasaññaka, das achte.

72.

Als ich den Wohlgegangenen, den Erloschenen, erblickt hatte,
ward ich sogleich in der Yakkha-Welt wiedergeboren -
und erlangte dort Ansehen und Ruhm.

73.

Schwer gewonnen war mir das, schlecht aufgegangen, übel begonnen:
dass der Weitblickende vollständig erlosch,
während mein Reichtum noch vorhanden war.

74.

Meine Gesinnung erkennend, kam ein Schüler,
Sāgara mit Namen, zu mir heran -
er war willens, mich emporzuziehen.

75.

„Was trauerst du? Fürchte dich nicht!
Wandle im Dhamma, du Kluger.
Die Saat des Verdienstes, vom Buddha ausgeteilt,
gehört allen ohne Ausnahme.

76.

Wenn jemand den Vollerwachten verehrt,
den Weltenführer, der noch weilt,
so verehre er auch eine Reliquie des Erlöschten -
und sei es nur so viel wie ein Senfkorn.

77.

Bei gleichem Herzensvertrauen
ist das Verdienst gleich, und es ist groß.
Darum errichte einen Stupa
und verehre die Reliquien des Siegers."

78.

Die Worte Sāgaras hörend,
ließ ich einen Buddha-Stupa errichten
und pflegte fünf Jahre lang
den erhabenen Stupa des Munī.

79.

Durch dieses Kamma, o Herr der Zweifüßigen,
Ältester der Welt, Stier unter den Menschen,
genoss ich Glück und Gedeihen
und gelangte zur Arahantschaft.

80.

Mit weitreichender Weisheit begabt -
vor siebenhundert Äonen, von jetzt an gerechnet -,
mit den sieben Schätzen versehen,
war ich ein mächtiger cakkavattī.

81.

Die vier paṭisambhidā … [u.s.w.] … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Paccupaṭṭhānasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Paccupaṭṭhānasaññaka ist das neunte.
10. Jātipūjakattheraapadāna

82.

Als Vipassī geboren wurde,
erschien ein weithin strahlender Glanz;
die Erde bebte samt Meer und Bergen.

83.

Die Zeichenkundigen verkündeten:
„Ein Buddha wird in der Welt erscheinen -
der Höchste aller Wesen,
der die Menschen emporziehen wird."

84.

Die Worte der Zeichenkundigen vernehmend,
vollzog ich eine Geburts-Verehrung.
Keine Verehrung ist solcher Art
wie die Verehrung bei der Geburt.

85.

Verdienstliches ansammelnd,
läuterte ich meinen Geist.
Die Geburts-Verehrung darbringend,
schied ich dort aus dem Leben.

86.

In welche Daseinsform ich auch wiedergeboren werde -
göttlich oder menschlich -
überrage ich alle Wesen:
Dies ist die Frucht der Geburts-Verehrung.

87.

Pflegerinnen dienen mir,
meinem Geiste folgend ergeben;
sie vermögen mich nicht in Zorn zu versetzen:
Dies ist die Frucht der Geburts-Verehrung.

88.

Von einundneunzig Äonen her,
seit jener Verehrung, die ich darbrachte,
kenne ich keine schlechte Wiedergeburt:
Dies ist die Frucht der Geburts-Verehrung.

89.

Vierunddreißig Supāricariyā genannte Herrscher,
mächtige cakkavattīs -
im dritten Äon von jetzt an.

90.

Die vier paṭisambhidā … [u.s.w.] … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Jātipūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Jātipūjaka ist das zehnte.
Der Mahāparivāra-Vagga ist der zwölfte.
Dessen Uddāna:
Parivāra, Sumaṅgala,
Saraṇa, Āsana, Pupphiya;
Citapūjī, Buddhasaññī,
Magga, Upaṭṭhāna, Jāti -
neunzig Verse wurden gesprochen,
gezählt von den Verständigen.
13. Sereyyavagga
1. Sereyyakattherassāpadāna

1.

Ein Vedakundiger, Mantrainhaber,
der die drei Veden durchdrungen hatte -
im Freien stehend, still,
erblickte ich den Weltenführer.

2.

Wie einen Löwen, der im Walde wandelt,
wie den König der Tiger, kraftvoll dahinschreitend,
wie einen dreifaltig spaltenden Elefanten -
so sah ich den großen Weisen.

3.

Sereyyaka-Blüten ergreifend,
warf ich sie in die Luft empor;
durch die Macht des Buddha
umgaben sie ihn ringsum nach allen Seiten.

4.

Der große Held, der Allwissende, der Weltenführer -
er verweilte in fester Entschlossenheit;
von allen Seiten fielen Blütendecken
auf den Stier unter den Menschen nieder.

5.

Jenes Blumengewand dann,
innen fest, nach außen geöffnet,
bildete sieben Tage lang ein Dach -
und verschwand danach.

6.

Dieses Wunderbare erblickend,
das Erstaunliche, Haarsträubende,
erweckte ich Vertrauen zum Buddha,
dem Wohlgegangenen, dem Weltenführer.

7.

Durch dieses Herzensvertrauen,
angetrieben von der Verdienstwurzel,
wurde ich hunderttausend Äonen lang
nicht in schlechter Wiedergeburt geboren.

8.

In fünfzehntausend und fünfundzwanzig Äonen -
von Makel befreit -
war ich ein mächtiger cakkavattī.

9.

Die vier paṭisambhidā, die acht vimokkhā -
die sechs abhiññā wurden verwirklicht.
Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sereyyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sereyyaka ist das erste.
2. Pupphathūpiyattheraapadāna

10.

Nicht weit vom Himalaya
liegt ein Berg, Kukkura genannt.
In seiner Mitte wohnte
ein Brahmane, der die Mantras durchdrungen hatte.

11.

Fünftausend Schüler
umgaben mich stets;
sie standen früh auf
und waren erfahren in den Mantras.

12.

Ein Buddha ist in der Welt entstanden - erkennet ihn, ihr Herren!
Er trägt achtzig Nebenzeichen und zweiunddreißig edle Hauptmerkmale.

13.

Der beste Sieger strahlt in Klafter-Aura, gleich der Sonne.
Als seine Schüler dem Brahman, dem Meister der Mantras, solches berichteten,

14.

Verließ er den Āśrama und fragte seine Schüler nach der Himmelsrichtung:
In welchem Lande weilt der Großheld, der Führer der Welt?

15.

Diese Richtung will ich verehren, den Sieger, der ohnegleichen ist.
Mit erhobenem Herzen, freudig gestimmt, ehrte ich den Tathāgata.

16.

Kommt, Schüler, lasst uns gehen, lasst uns den Tathāgata sehen!
Nach der Verehrung der Füße des Lehrers werden wir das Sāsana des Siegers hören.

17.

Als ich jedoch aufgebrochen war, befiel mich eine Krankheit.
Von der Krankheit gequält, ging ich, um in einem Sālawalde zu verweilen.

18.

Alle Schüler zusammenrufend, fragte ich sie über den Tathāgata:
Welcher Art sind die Tugenden des Welthüters, des höchsten Erwachten?

19.

Sie, so befragt, erklärten mir, wie es Wissende kundtun.
Ehrerbietig schilderten sie mir jenen erhabensten Buddha von Angesicht zu Angesicht.

20.

Ihre Worte hörend, klärte ich mein eigenes Herz.
Mit Blumen einen Stupa errichtend, starb ich ebendort.

21.

Sie verbrannten meinen Leib und begaben sich zum Buddha.
Die Hände zur Añjali erhoben, verneigten sie sich vor dem Lehrer.

22.

Mit Blumen einen Stupa für den Sugata, den großen Weisen, errichtend -
Hunderttausend Äonen lang wurde ich nicht in schlechte Wiedergeburt geboren.

23.

In vierzigtausend Äonen waren sechzehn Adlige,
Namens „Dem Feuer gleich", Weltenherrscher von großer Macht.

24.

In zwanzigtausend Äonen gab es Könige, die Weltenherrscher waren -
Achtunddreißig Erdherren, alle „Ghatāsana" geheißen.

25.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Das Sāsana des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Pupphathūpiya diese Verse.
Dies ist das zweite Apadāna des Theras Pupphathūpiya.

26.

Der Vollerwachte von goldenem Glanz, mit zweiunddreißig edlen Hauptmerkmalen,
Trat aus dem Walde hervor, dem Saṅgha der Bhikkhus vorangehend.

27.

Aus einer großen bronzenen Schale hatte ich Reisbrei zubereitet.
Als einer, der ein Opfer darbringen wollte, brachte ich ihm diese Gabe dar.

28.

Der Bhagavā war zu jener Zeit der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen -
Auf dem Wandelgang wohlgegründet, schwebend in der windstillen Luft des Himmels.

29.

Als ich dieses Wunderbare sah, dieses Staunenerweckende, das die Haare sträubt,
Stellte ich die bronzene Schale nieder und verneigte mich vor Vipassī.

30.

Du bist allwissend, für Götter und Menschen zugleich -
Aus Mitgefühl heraus, o großer Muni, nimm an.

31.

Der Bhagavā, der Allwissende, der Welthüter, nahm an.
Der Lehrer, der große Muni in der Welt, kannte meine Gesinnung.

32.

Einundneunzig Äonen zurück - diese Gabe, die ich damals gab -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht des Reisbreies.

33.

Einundvierzig Äonen zurück war ein Krieger-Adliger namens Buddha -
Ausgestattet mit den sieben Juwelen, ein Weltenherrscher von großer Macht.

34.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Das Sāsana des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Pāyasadāyaka diese Verse.
Dies ist das dritte Apadāna des Theras Pāyasadāyaka.

35.

Im erhabenen Palast sitzend, erblickte ich den Sieger Vipassī -
Strahlend wie eine leuchtende Kakudha-Blüte, allwissend, trieblos.

36.

Nicht weit vom Palast entfernt schritt der Welthüter dahin;
Sein Glanz strahlte aus wie jener der hundertstrahlenden Sonne.

37.

Duftendes Wasser ergreifend, besprengte ich den erhabensten Buddha.
Durch diese Herzensheiterkeit starb ich ebendort.

38.

Einundneunzig Äonen zurück - dieses Duftwasser, das ich besprengte -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Buddhahuldigung.

39.

Einunddreißig Äonen zurück gab es einen Adligen namens Sugandha -
Ausgestattet mit den sieben Juwelen, ein Weltenherrscher von großer Macht.

40.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Das Sāsana des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Gandhodakiya diese Verse.
Dies ist das vierte Apadāna des Theras Gandhodakiya.

41.

Als Vipassī geboren wurde, deutete ich das Zeichen:
„Er wird die Menschen vom Brennen befreien - ein Buddha wird in der Welt entstehen.

42.

Bei dessen Geburt zehntausend Welten bebten -
eben jener Erhabene, der Meister, der Sehende,
verkündet nun den Dhamma.

43.

Bei dessen Geburt ein weites Licht erstrahlte -
eben jener Erhabene, der Meister, der Sehende,
verkündet nun den Dhamma.

44.

Bei dessen Geburt die Ströme nicht mehr flossen -
eben jener Erhabene, der Meister, der Sehende,
verkündet nun den Dhamma.

45.

Bei dessen Geburt das Avīci-Feuer nicht entbrannte -
eben jener Erhabene, der Meister, der Sehende,
verkündet nun den Dhamma.

46.

Bei dessen Geburt die Vogelschar nicht umherzog -
eben jener Erhabene, der Meister, der Sehende,
verkündet nun den Dhamma.

47.

Bei dessen Geburt kein Windstoß wehte -
eben jener Erhabene, der Meister, der Sehende,
verkündet nun den Dhamma.

48.

Bei dessen Geburt alle Edelsteine leuchteten -
eben jener Erhabene, der Meister, der Sehende,
verkündet nun den Dhamma.

49.

Bei dessen Geburt er selbst sieben Schritte tat -
eben jener Erhabene, der Meister, der Sehende,
verkündet nun den Dhamma.

50.

Kaum geboren, blickte der Vollerwachte in alle Himmelsrichtungen;
er erhob die Stimme zu würdevollen Worten -
so ist es die Weise der Buddhas.

51.

Nachdem ich die Menschen mit heiligem Schauder erfüllt
und den Führer der Welt gepriesen hatte,
verneigte ich mich vor dem Vollerwachten
und zog fort, das Antlitz nach Osten gewandt.

52.

Den Buddha, den ich vor einundneunzig Äonen gepriesen habe -
durch dieses Preisen kenne ich keine schlechte Wiedergeburt.
Dies ist die Frucht des Lobgesangs.

53.

Vor neunzig Äonen von hier war ein Weltenherrscher,
Sammukhāthavika genannt,
ausgestattet mit den sieben Edelsteinen,
von großer Macht.

54.

Vor neunundachtzig Äonen von hier
ein Weltenherrscher namens Pathavīdundubhi,
ausgestattet mit den sieben Edelsteinen,
von großer Macht.

55.

Vor achtundachtzig Äonen von hier
ein Kṣatriya namens Obhāsa,
ausgestattet mit den sieben Edelsteinen,
ein mächtiger Weltenherrscher.

56.

Vor siebenundachtzig Äonen von hier
ein Weltenherrscher, Saritacchedana genannt,
ausgestattet mit den sieben Edelsteinen,
von großer Macht.

57.

Agginibbāpana mit Namen -
in sechsundachtzig Äonen ein Weltenherrscher,
ausgestattet mit den sieben Edelsteinen,
von großer Macht.

58.

Gatipacchedana mit Namen -
in fünfundachtzig Äonen ein Weltenherrscher,
ausgestattet mit den sieben Edelsteinen,
von großer Macht.

59.

König Vātasama mit Namen -
in vierundachtzig Äonen ein Weltenherrscher,
ausgestattet mit den sieben Edelsteinen,
von großer Macht.

60.

Ratanapajjala mit Namen -
in dreiundachtzig Äonen ein Weltenherrscher,
ausgestattet mit den sieben Edelsteinen,
von großer Macht.

61.

Padavikkamana mit Namen -
in zweiundachtzig Äonen ein Weltenherrscher,
ausgestattet mit den sieben Edelsteinen,
von großer Macht.

62.

König Vilokana mit Namen -
in einundachtzig Äonen ein Weltenherrscher,
ausgestattet mit den sieben Edelsteinen,
von großer Macht.

63.

Girasāra mit Namen -
in achtzig Äonen ein Kṣatriya und Weltenherrscher,
ausgestattet mit den sieben Edelsteinen,
von großer Macht.

64.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sammukhāthavika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sammukhāthavika ist das fünfte.
6. Apadāna des Thera Kusumāsaniya

65.

In der Stadt Dhaññavatī war ich einst ein Brahmane,
bewandert in Zeichen- und Überlieferungskunde,
in Grammatik, Wörterkunde und Prosodie.

66.

Ich war vertraut mit Versmassen und Erklärungen,
kundig in Vorzeichen;
ich lehrte Schüler die Mantras
und hatte die drei Veden durchquert.

67.

Fünf Büschel blauer Lotusblüten
waren auf meinem Rücken aufgehäuft;
ich wollte ein Opfer darbringen
bei der Familienversammlung.

68.

Da kam der Erhabene Vipassī,
dem Saṅgha der Bhikkhus voran,
alle Himmelsrichtungen erleuchtend heran -
der Stier unter den Menschen.

69.

Ich bereitete einen Sitz,
lud den großen Weisen ein,
legte jene Blüten aus
und geleitete ihn in mein Haus.

70.

Was auch immer in meinem Hause
an Speise bereitstand -
das gab ich dem Buddha mit eigenen Händen,
voll innerer Klarheit und Freude.

71.

Als er gespeist hatte und die rechte Zeit erkannte,
überreichte ich ihm den Blumenstrauß.
Nachdem der Allwissende Dankesworte gesprochen hatte,
zog er fort, das Antlitz nach Norden gewandt.

72.

Vor einundneunzig Äonen gab ich damals eine Blüte dar -
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: Dies ist die Frucht der Blumengabe.

73.

Im darauf folgenden Äon war ich ein König namens Varadassana,
Mit den sieben Schätzen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

74.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kusumāsaniya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kusumāsaniya ist das sechste.
7. Apadāna des Thera Phaladāyaka

75.

Ein Vedakundiger, ein Hüter der Mantras, der drei Veden vollständig durchdrungen -
Nicht weit vom Himalaya lebe ich in meiner Einsiedelei.

76.

Ich unterhalte ein Feuer für die Opfergaben, und Puṇḍarīka-Früchte habe ich;
Diese legte ich in einen Blätterbeutel und hängte ihn an einem Waldpfad auf.

77.

Padumuttara, der Weltenkundige, der Empfänger der Opfergaben,
Kam bittend zu mir, mich erheben wollend.

78.

Mit heiterem Geist, frohen Herzens gab ich dem Buddha eine Frucht -
Dies brachte mir Freude und Glück im gegenwärtigen Dasein.

79.

Der Vollerwachte von goldener Farbe, der Empfänger der Opfergaben,
Der Meister, im Luftraum stehend, sprach diese Strophe:

80.

„Durch diese Fruchtgabe und durch Absicht und Entschluss
Wirst du hunderttausend Äonen lang keine schlechte Wiedergeburt erleiden."

81.

Eben durch diese Heilswurzel, nachdem ich die Fülle gekostet,
Habe ich den unerschütterlichen Ort erlangt, Sieg und Niederlage hinter mir lassend.

82.

Vor siebenhundert Äonen von hier war ich ein König namens Sumaṅgala,
Mit den sieben Schätzen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

83.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Phaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Phaladāyaka ist das siebte.
8. Apadāna des Thera Ñāṇasaññika

84.

Im Himalaya-Gebirge lebe ich zwischen den Berghängen;
Als ich einen schönen Sandplatz erblickte, erinnerte ich mich an den erhabensten Buddha.

85.

Im Wissen gibt es nichts Vergleichbares, kein Heer widersetzt sich dem Meister;
Alle Dhammas vollständig erkennend, weilt er im Wissen gefestigt.

86.

Ehre dir, edler Mensch, Ehre dir, erhabenster Mensch -
Im Wissen gibt es keinen dir Gleichen, soweit es höchstes Wissen gibt.

87.

Mein Geist auf das Wissen ausgerichtet, freute ich mich einen Äon lang im Himmel;
In den übrigen Äonen übte ich mich in Heilsamem.

88.

Vor einundneunzig Äonen erlangte ich damals jene Erkenntnis -
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: Dies ist die Frucht der Wissens-Erkenntnis.

89.

Vor dreiundsiebzig Äonen von hier war ich, der Sandblumenmann, ein König -
Mit den sieben Schätzen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

90.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ñāṇasaññika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ñāṇasaññika ist das achte.
9. Apadāna des Thera Gaṇṭhipupphiya

91.

Der Vollerwachte von goldener Farbe, Vipassī, der Würdige,
Trat, von seinen Schülern begleitet, aus dem Garten heraus.

92.

Als ich den erhabensten Buddha erblickte, den Allwissenden, den Fleckenlosen,
Verehrte ich ihn mit heiterem Geist und freudigem Herzen mit einer Blütenschnur.

93.

Durch diesen heiteren Geist gegenüber dem Unerschütterlichen, dem Besten der Zweibeiner,
Wandte ich mich voll Freude und freudigem Herzen abermals dem Tathāgata zu.

94.

Vor einundneunzig Äonen bot ich damals jene Blüte dar -
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: Dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

95.

Vor einundvierzig Äonen war ein Kṣatriya namens Caraṇa -
Mit den sieben Schätzen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

96.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Gaṇṭhipupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Gaṇṭhipupphiya ist das neunte.
10. Apadāna des Thera Padumapūjaka

97.

Nicht weit vom Himalaya liegt ein Berg namens Gotama,
Von mannigfachen Bäumen beschattet, Heimstatt großer Naturwesen in ihrer Schar.

98.

In seiner Mitte war eine Einsiedelei errichtet worden;
Von meinen Schülern umgeben, lebe ich in der Einsiedelei.

99.

„Möge meine Schülerschar kommen, möge sie mir Lotus-Blüten bringen -
Ich will dem Unerschütterlichen, dem Besten der Zweibeiner, Buddha-Verehrung darbringen."

100.

„Ja" - so antworteten sie und brachten mir Lotus-Blüten;
Nachdem ich die Darbietung entsprechend bereitet hatte, bot ich sie dem Buddha dar.

101.

Damals versammelte ich die Schüler und unterwies sie gründlich:
„Seid nicht nachlässig - Achtsamkeit bringt Glück."

102.

So unterwies ich jene Schüler, die dem Wort bereit;
mit der Tugend der Nicht-Nachlässigkeit verbunden, schied ich damals aus dem Leben.

103.

Vor einundneunzig Äonen brachte ich jene Blume dar;
keine schlechte Wiedergeburt kenn ich - dies ist die Frucht der Buddhapūjā.

104.

Vor einundfünfzig Äonen war ich König, der prächtigste;
mit sieben Kleinoden ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

105.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so weiter) … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Padumapūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Padumapūjaka ist das zehnte.
Der Sereyyavagga ist der dreizehnte.
Dessen Inhaltsangabe:
Sereyyaka, Pupphathūpi, Pāyasa, Gandhathomaka,
Āsani, Phalasaññī, Gaṇṭhipaduma, Pupphiya -
fünfhundertfünf Verse, gezählt von den Weisheitsschauenden.
14. Sobhitavagga
1. Apadāna des Thera Sobhita

1.

Padumuttara mit Namen, der Siegreiche, der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen -
er verkündete der großen Menschenmenge den unsterblichen Pfad.

2.

Als ich seine Worte hörte, mit Löwenstimme gesprochen,
faltete ich die Hände und verweilte damals einspitzig im Geist.

3.

So wie das Meer der Weg der Gewässer ist, Neru der erhabene Fels unter den Bergen -
so kommen jene, die dem Geist des Erwachten folgen, dem Wissen des Buddha nicht einmal einem Sechzehntel gleich.

4.

Nachdem er die Ordnung des Dhamma aufgestellt hatte, sprach der mitfühlende Erwachte, der Weise,
im Kreise des Bhikkhusaṅgha diese Verse:

5.

„Wer dieses Wissen verkündet hat beim Buddha, dem Weltenleiter -
der wird hunderttausend Äonen lang keine schlechte Wiedergeburt erleiden.

6.

Die Befleckungen verbrennend, einspitzig im Geist, vollkommen gesammelt -
Sobhita wird sein Name sein, ein Schüler des Lehrers."

7.

In fünfzigtausend Äonen gab es sieben Träger erhabenen Ruhms,
ausgestattet mit sieben Kleinoden, Weltenherrscher von großer Macht.

8.

Die Befleckungen habe ich verbrannt, alle Existenzen mit der Wurzel ausgerissen;
die drei Wissensformen sind erlangt - die Weisung des Buddha ist erfüllt.

9.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Befreiungen -
die sechs Abhiññā sind verwirklicht - die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sobhita diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sobhita ist das erste.
2. Apadāna des Thera Sudassana

10.

Am Ufer des Flusses Vinatā stand ein blühender Pilakkha-Baum;
auf der Suche nach jenem Baum erblickte ich den Weltenleiter.

11.

Als ich die blühende Ketaka-Blüte sah, schnitt ich sie damals am Stiel ab
und brachte sie dem Buddha dar, dem Sikhī, dem Weltverwandten.

12.

Mit jenem Wissen, durch das du den unvergänglichen, unsterblichen Pfad erlangt hast -
dieses Wissen verehre ich, o erhabenster Buddha, großer Muni.

13.

Nachdem ich dem Wissen eine Verehrung dargebracht hatte, sah ich den Pilakkha-Baum;
jene Weisheit habe ich wiedererlangt - dies ist die Frucht der Wissensverehrung.

14.

Vor einunddreißig Äonen brachte ich jene Blume dar;
keine schlechte Wiedergeburt kenn ich - dies ist die Frucht der Wissensverehrung.

15.

Vor dreizehn Äonen von jetzt an gab es zwölf, durch Verdienst Emporgehobene -
ausgestattet mit sieben Kleinoden, Weltenherrscher von großer Frucht.

16.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so weiter) … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sudassana diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sudassana ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Candanapūjanaka

17.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā war ich damals ein Kinnara,
der sich von Blüten ernährte und in Blüten wohnte.

18.

Doch Atthadassī, der Erhabene, der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen,
zog durch den Waldessaum dahin wie ein Schwanenkaiser durch den Himmel.

19.

„Ehre sei dir, du Edler unter den Menschen, dein Geist ist vollkommen gereinigt;
heiter ist deines Antlitzes Glanz, vollkommen lauter sind die Sinne deines Antlitzes."

20.

Herabgestiegen aus dem Luftraum, der tiefweise, der klugbegabte -
er breitete seinen Saṅghāṭi aus und setzte sich im Schneidersitz nieder.

21.

Ich nahm verflüssigtes Sandelholz, trat zum Sieger heran;
heiteren Geistes, frohgemut, brachte ich es dem Buddha dar.

22.

Nachdem ich dem Vollerwachten, dem Ältesten der Welt, dem Stier unter den Menschen, ehrerbietig huldigte,
erfüllte ich mein Herz mit Freude und zog nordwärts von dannen.

23.

In achtzehnhundert Äonen habe ich dieses Sandelholz dargebracht;
keine schlechte Wiedergeburt kenn ich - dies ist die Frucht der Buddhapūjā.

24.

Vor vierzehnhundert Äonen gab es drei von hier;
Rohaṇī mit Namen, Weltenherrscher von großer Macht.

25.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so weiter) … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Candanapūjanaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Candanapūjanaka ist das dritte.
Der achte Rezitationsabschnitt.
4. Apadāna des Thera Pupphacchadaniya

26.

Sunanda war sein Name, ein Brahmane, der die Mantren vollständig kannte,
ein Rezitator und Lehrmeister, der das Vājapeya-Opfer darbrachte.

27.

Padumuttara, der Weltkundige, der höchste mitfühlende Seher -
die Menschen begleitend in Güte, wandelte er damals durch die Lüfte.

28.

Nachdem er gewandelt, der Vollerwachte, Allwissende, Führer der Welt,
durchströmte er die Wesen mit Mettā, grenzenlos, ohne Leidensgrund.

29.

Ein Brahmane, durchdrungen von Wissen, schnitt Blüten von ihren Stängeln,
versammelte all seine Schüler und ließ sie in den Himmel werfen.

30.

Soweit die Stadt sich erstreckte, so weit lag damals die Decke der Blüten -
durch die Kraft des Buddha vergingen sie sieben Tage lang nicht.

31.

Durch eben diese Verdienstwurzel genoss er Fülle und Gedeihen
und erkannte alle Triebflüsse vollständig - so überquerte er das Verstricktsein in der Welt.

32.

In elfhundert Äonen gab es fünfunddreißig Könige des Kriegeradels,
alle Ambaraṃsasa mit Namen - mächtige Weltenherrscher von großer Kraft.

33.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so weiter) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Pupphacchadaniyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pupphacchadaniyo ist das vierte.

34.

Nicht weit vom Himālaya liegt ein Berg namens Vasabha;
am Fuße dieses Berges war ein Einsiedlerheim errichtet.

35.

Dreitausend Schüler lehrte ich damals als Brahmane;
nachdem ich sie versammelt hatte, setzte ich mich abseits nieder.

36.

Abseits niedergesessen, ein Brahmane, durchdrungen von Wissen,
das Wissen des Buddha suchend, klärte ich meinen Geist in der Erkenntnis.

37.

Nachdem ich dort den Geist geklärt, saß ich auf einer Laubmatte;
die Beine gekreuzt, starb ich dort eben.

38.

Einunddreißig Äonen zurück - die Wahrnehmung, die ich damals erlangte:
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - das ist die Frucht der Erkenntnis-Wahrnehmung.

39.

In siebenundzwanzig Äonen war ein König namens Siridhara,
ausgestattet mit sieben Juwelen - ein mächtiger Weltenherrscher von großer Kraft.

40.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so weiter) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Rahosaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Rahosaññaka ist das fünfte.

41.

Wie ein Kaṇikāra-Baum strahlend, sitzend inmitten von Bergen,
alle Richtungen erleuchtend wie ein Heilkraut-Stern -

42.

Drei junge Männer waren da, wohlgeübt in ihrer Kunst;
eine schwere Last tragend, folgten sie mir nach.

43.

Sieben Blüten, in ein Tuch gebunden, von einem Asketen abgelegt -
ich nahm sie und brachte sie mit Ehrerbietung Vessabhū dar.

44.

Einunddreißig Äonen zurück - die Blüte, die ich darbrachte:
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - das ist die Frucht der Verehrung mit Erkenntnis.

45.

In neunundzwanzig Äonen gab es einen namens Vipulābha,
ausgestattet mit sieben Juwelen - ein mächtiger Weltenherrscher.

46.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so weiter) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Campakapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Campakapupphiya ist das sechste.

47.

In einer weiträumigen Halle sitzend erblickte ich den Führer der Welt -
triebversiegt, von Kraft erfüllt, der Gemeinschaft der Bhikkhus vorangestellt.

48.

Hunderttausend Dreiwissenskundige, mit sechsfacher Übernatürlicher Erkenntnis, von großer Macht -
sie umgeben den Vollerwachten: Wer könnte ihn erblicken und nicht froh gestimmt sein?

49.

Dessen Erkenntnis kein Gleichmaß findet in der Welt samt ihrer Götter -
den Vollerwachten mit grenzenlosem Wissen: Wer könnte ihn erblicken und nicht froh gestimmt sein?

50.

Den Dhamma-Körper leuchtend zeigend, eine vollständige Schatzkammer -
den kein Denken zu fassen vermag: Wer könnte ihn erblicken und nicht froh gestimmt sein?

51.

Mit diesen drei Strophen - er, der Nārada genannt wird -
pries er Padumuttara, den Vollerwachten, den Unbesiegten.

52.

Durch jene Heiterkeit des Geistes und durch das Lob des Buddha
wurde ich in hunderttausend Äonen keiner schlechten Wiedergeburt teilhaftig.

53.

Dreihundert Äonen zurück gab es einen Krieger des Adels namens Sumitta,
ausgestattet mit sieben Juwelen - ein mächtiger Weltenherrscher von großer Kraft.

54.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so weiter) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Atthasandassaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Atthasandassaka ist das siebte.

55.

Nārada ist mein Name, Kesava - so kannten mich die Wissenden;
auf der Suche nach Heilsamem und Unheilsamem ging ich zur Gegenwart des Buddha.

56.

Liebevollen Geistes, voller Mitgefühl, auf das Wohl schauend, der große Muni -
die Wesen tröstend lehrte jener Sehende, der Augenbegabte, den Dhamma.

57.

Meinen eigenen Geist zum Vertrauen gebracht, die Hände zum Haupte gefaltet,
den Meister ehrerbietig gegrüßt, schritt ich davon, das Antlitz nach Osten gewandt.

58.

In siebzehnhundert Äonen war ich König, ein Herrscher der Erde,
Amittatāpano mit Namen, ein Weltenherrscher von großer Kraft.

59.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekapasādaniyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekapasādaniyo ist das achte.
9. Apadāna des Thera Sālapupphadāyaka

60.

Ein Löwe war ich damals, von edler Geburt, mit schöner Mähne;
auf der Suche nach einem schwer zugänglichen Bergpfad erblickte ich den Führer der Welt.

61.

Dieser hier, der große Held, befreit die große Menschenmenge;
warum sollte ich nicht verehren den Gott der Götter, den Stier unter den Menschen?

62.

Einen Zweig der Sāla abbrechend, brachte ich die Blüte mitsamt der Hülle herbei;
zum Vollerwachten herantretend, überreichte ich die herrlichste Blüte.

63.

Vor einundneunzig Äonen bot ich jene Blüte dar;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Blumenspende.

64.

Und vor neun Äonen von hier gab es drei Könige namens Virocana,
Weltenherrscher von großer Kraft.

65.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sālapupphadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sālapupphadāyaka ist das neunte.
10. Apadāna des Thera Piyālaphaladāyaka

66.

Eine Taube war ich damals, anderen kein Hindernis bereitend;
in einer Felsnische richtete ich mir ein Lager ein, nicht weit von Sikhin, dem Meister.

67.

Morgens und abends erblickte ich den Buddha, den höchsten Führer der Welt;
und doch besaß ich nichts Darbringungswürdiges für den Ersten der Zweifüßigen, den Gleichmütigen.

68.

Eine Piyāla-Frucht nehmend, trat ich zum Buddha heran;
der Erhabene nahm sie an, der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen.

69.

Von da an folgte ich dem Anführer und diente ihm aufwartend;
durch jenes Vertrauen des Herzens verschied ich dort.

70.

Vor einunddreißig Äonen von hier schenkte ich jene Frucht;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Früchtespende.

71.

Und vor fünfzehn Äonen von hier gab es drei Piyāli-Könige,
mit den sieben Kostbarkeiten ausgestattet, Weltenherrscher von großer Kraft.

72.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Piyālaphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Piyālaphaladāyaka ist das zehnte.
Der Sobhita-Vagga ist der vierzehnte.
Dessen Inhaltsübersicht:
Sobhita und Sudassana, Candana und Pupphachadana,
Raho, Campakapupphī und der mit den acht Darbietungen,
Ekapasādī, der Sāla-Spender, als zehnter der Früchtespender -
zweiundsiebzig Verse, gezählt von den Kundigen.
15. Chatta-Vagga
1. Apadāna des Thera Atichattiyo

1.

Nach dem Parinibbāna des Erhabenen, des Atthadassī, des Besten unter den Redenden,
ließ ich einen Schirm über dem Schirm errichten und brachte ihn am Stupa dar.

2.

Von Zeit zu Zeit herbeigekommen, ehrte ich den Führer der Welt;
eine Blütendecke ausbreitend, legte ich sie auf den Schirm.

3.

Siebzehnhundert Äonen lang übte ich Götterherrschaft;
nicht in den bloßen Menschenstand verfalle ich - dies ist die Frucht der Stupa-Verehrung.

4.

Die vier analytischen Erkenntnisse und die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā - alles verwirklicht: das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Atichattiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Atichattiyo ist das erste.
2. Apadāna des Thera Thambhāropaka

5.

Nach dem Nibbāna des Welthüters, des Dhammadassī, des Stiers unter den Menschen,
errichtete ich einen Flaggenmast am Stupa des besten Buddha.

6.

Eine Leiter errichten lassend, bestieg ich den erhabensten Stupa;
Geburtsblüten in der Hand haltend, legte ich sie auf den Stupa.

7.

O, der Buddha! O, der Dhamma! O, die Vollkommenheit unseres Meisters!
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Stupa-Verehrung.

8.

Vor vierundneunzig Äonen gab es sechzehn Könige namens Thūpasīkha,
Weltenherrscher von großer Kraft.

9.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Thambhāropaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Thambhāropaka ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Vedikāraka

10.

Nach dem Nibbāna des Welthüters, des Piyadassī, des Besten unter den Redenden,
mit heiterem Geist und frohem Sinn errichtete ich eine Perlenbrüstung.

11.

Mit Edelsteinen umkränzt schuf ich die erhabenste Brüstung;
nachdem ich die Brüstung mit großem Aufwand errichtet hatte, verschied ich dort.

12.

In welche Geburt auch immer ich eintreten mag, in die göttliche oder die menschliche -
Edelsteine leuchten im Raum: dies ist die Frucht der verdienstlichen Tat.

13.

Vor sechzehnhundert Äonen gab es sechsunddreißig Könige namens Maṇippabhāsa,
Weltenherrscher von großer Kraft.

14.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Vedikāraka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Vedikāraka ist das dritte.
4. Apadāna des Thera Saparivāriya

15.

Padumuttara mit Namen, der Sieger, Ältester der Welt, Stier unter den Menschen -
aufflammend wie ein Feuerbrand
ging der Vollerwachte ins Parinibbāna ein.

16.

Als der große Held ins Nibbāna eingegangen war,
wurde ein weithin sichtbarer Thūpa errichtet;
von weit her kommen sie, Tag und Nacht,
zu dem vortrefflichsten Reliquienhaus.

17.

Mit heiterem Geist und freudigem Herzen
errichtete ich einen Altar aus Sandelholz;
sichtbar erhob sich da der Körper des Thūpa -
dem Thūpa angemessen war das Werk.

18.

Soweit ich in Daseinsformen Wiedergeburt erlangt habe,
als Götter oder als Menschen -
kein Mangel zeigt sich in mir;
dies ist die Frucht der früheren Tat.

19.

In fünfzehnhundert Äonen
gab es acht Menschen von hier;
alle trugen denselben Namen,
Weltenherrscher von großer Macht.

20.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Saparivāriya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Saparivāriya ist das vierte.
5. Apadāna des Thera Umāpupphiya

21.

Beim Bhagavā Siddhattha,
dem Weltgeehrten, dem Empfänger der Opfergaben,
fand ein großes Fest am Mahāthūpa statt.

22.

Während das Fest des großen Weisen Siddhattha gefeiert wurde,
nahm ich eine Umā-Blüte
und legte sie auf den Thūpa dar.

23.

Vor vierundneunzig Äonen
legte ich jene Blüte dar;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Thūpa-Verehrung.

24.

Und vor neun Äonen von hier
trugen fünfundachtzig Könige
den Namen Somadeva -
Weltenherrscher von großer Macht.

25.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Umāpupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Umāpupphiya ist das fünfte.
6. Apadāna des Thera Anulepadāyaka

26.

Dem Muni Anomadassī
half ich, die Bodhi-Terrasse zu errichten;
indem ich einen Klumpen Kalk darbrachte,
verrichtete ich das Werk mit eigenen Händen.

27.

Als Anomadassī, der Höchste unter den Menschen,
dieses trefflich vollbrachte Werk erblickte,
sprach der Meister, unter dem Bhikkhu-Saṅgha stehend,
diese Strophe:

28.

„Durch dieses Kalkwerk
und durch Absicht und Entschluss
wird er, Glück und Glanz genießend,
dem Leiden ein Ende bereiten."

29.

Mit heiterem Antlitz und strahlender Farbe,
gesammelt und wohl vereint,
trage ich den letzten Körper
in der Lehre des Vollkommen Erwachten.

30.

Vor hundert Äonen war ich,
vollständig und ohne Mangel,
ein König namens Sabbaghana -
ein Weltenherrscher von großer Macht.

31.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Anulepadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Anulepadāyaka ist das sechste.
7. Apadāna des Thera Maggadāyaka

32.

Nachdem er einen kleinen Fluss durchquert hatte,
schritt der Sehende in den Wald;
da erblickte ich den Vollerwachten Siddhattha,
den mit erhabenen Merkmalen Ausgezeichneten.

33.

Eine Hacke und einen Korb ergreifend,
ebnete ich den Pfad;
dem Meister huldigend,
erheiterte ich mein eigenes Herz.

34.

Vor vierundneunzig Äonen
vollbrachte ich jene Tat -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich;
dies ist die Frucht der Pfadgabe.

35.

Vor siebenundfünfzig Äonen
war ich allein ein Herrscher über Menschen,
Suppabuddha mit Namen -
jener Lenker, ein Herr unter Menschen.

36.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Maggadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Maggadāyaka ist das siebte.
8. Apadāna des Thera Phalakadāyaka

37.

Einst war ich ein Wagenbauer,
wohlerfahren im Holzhandwerk;
ein Brett aus Sandelholz fertigend,
schenkte ich es dem Weltverwandten.

38.

Es erstrahlt, dieser Himmelsraum,
meisterhaft aus Gold geformt;
Elefantenwagen, Pferdewagen,
göttliche Wagen stehen bereit.

39.

Paläste und Sänften entstehen
nach meinem Wunsch und Willen;
unerschütterlich ist mein Schatz -
dies ist die Frucht des Brettes.

40.

Vor einundneunzig Äonen
schenkte ich jenes Brett;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht des Brettes.

41.

Vor siebenundfünfzig Äonen
gab es vier, die Nimmita heißen,
mit den sieben Schätzen ausgestattet -
Weltenherrscher von großer Macht.

42.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Phalakadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Phalakadāyaka ist das achte.
9. Apadāna des Thera Vaṭaṃsakiya

43.

Sumedha mit Namen, der Selbst-Erwachte, der Unbesiegte,
die Abgeschiedenheit pflegend und mehrend,
durchdrang den großen Wald.

44.

Als ich einen blühenden Saḷala-Baum erblickte,
band ich einen Blütenkranz
und legte ihn dem Buddha, dem Weltführer,
von Angesicht zu Angesicht dar.

45.

In dreißigtausend Äonen - welche Blüte ich auch dargebracht:
Schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht - dies ist der Frucht der Buddhapūjā Macht.

46.

In knapp neunzehnhundert Äonen, sechzehnmal als Cakkavattī geboren,
mit den sieben Juwelen ausgestattet - Weltenherrscher von großer Kraft.

47.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [usw.] … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So hat der ehrwürdige Thera Vaṭaṃsakiya diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Vaṭaṃsakiya - das neunte.
10. Pallaṅkadāyakattheraapadānaṃ

48.

Dem Bhagavā Sumedha, dem Ältesten der Welt, dem Unerschütterlichen -
ein Ruhebett gab ich darhin, mit Polster und Kopfteil wohl versehen.

49.

Mit den sieben Juwelen geschmückt war jenes Ruhebett damals;
meinen Wunsch erkennend, entsteht es mir stets von neuem.

50.

In dreißigtausend Äonen gab ich damals das Ruhebett hin -
schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht: dies ist des Ruhebetts Frucht.

51.

In zwanzigtausend Äonen - drei von goldenem Glanz,
mit den sieben Juwelen ausgestattet - Weltenherrscher von großer Kraft.

52.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [usw.] … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So hat der ehrwürdige Thera Pallaṅkadāyaka diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Pallaṅkadāyaka - das zehnte.
Der Chattavagga - der fünfzehnte.
Dessen Zusammenfassung:
Schirm, Pfeiler und Terrasse, Gefolge und Umapupphiya,
Salbe und Pfad, Bohle und Vaṭaṃsaka,
und Pallaṅkadāyī - sechsundfünfzig Verse sind verkündet.
16. Bandhujīvakavaggo
1. Bandhujīvakattheraapadānaṃ

1.

Wie der Mond - makellos, rein, klar und ungetrübt,
erschöpft an Freude und Werden, überwunden die Verstrickung in der Welt -

2.

den Muni erblickend, der die Menschen zum Erlöschen führt,
selbst Überquert, andere Überführend, den Vortrefflichen,
der im Walde in Jhāna verweilt, einspitzig, wohl gesammelt -

3.

Bandhujīvaka-Blüten aufgefädelt an einem Faden,
brachte ich dem Buddha dar, dem Sikhī, dem Weltverwandten.

4.

Einunddreißig Äonen zurück - welches Kamma ich damals wirkte:
schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht - dies ist der Frucht der Buddhapūjā Macht.

5.

Im siebten Äon von hier war ich ein Menschenherrscher von großem Ruhm,
Samantacakkhu mit Namen - Weltenherrscher von großer Kraft.

6.

Die vier analytischen Erkenntnisse, und die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā verwirklicht - des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So hat der ehrwürdige Thera Bandhujīvaka diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Bandhujīvaka - das erste.
2. Tambapupphiyattheraapadānaṃ

7.

In fremdem Dienst beschäftigt, hatte ich ein Vergehen begangen;
in den Wald entfloh ich, von Furcht und Feindschaft erfüllt.

8.

Einen blühenden Baum erblickend, wohlgeformt mit Blütendolden,
nahm ich eine rote Blüte und streute sie am Bodhibaum aus.

9.

Jenen Bodhibaum kehrend, den Pāṭali, den edelsten der Bäume,
setzte ich mich, die Beine kreuzend, am Fuß des Bodhi nieder.

10.

Den Weg suchend, den ich gegangen, kamen sie zu mir heran -
als ich jene sah, dort wandte ich mich dem höchsten Bodhi zu.

11.

Den Bodhi ehrend mit klarem Geist,
stürzte ich von vielen Tāla-Palmen ab, im schrecklichen Gebirgsgelände.

12.

In einundneunzig Äonen - welche Blüte ich auch dargebracht:
schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht - dies ist der Frucht der Bodhipūjā Macht.

13.

Im dritten Äon von hier war ich ein König, wohl gezügelt,
mit den sieben Juwelen ausgestattet - Weltenherrscher von großer Kraft.

14.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [usw.] … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So hat der ehrwürdige Thera Tambapupphiya diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Tambapupphiya - das zweite.
3. Vīthisammajjakattheraapadānaṃ

15.

Wie die aufgehende Sonne mit hundert Strahlen, wie die goldstrahlende Leuchte,
wie der Mond am Fünfzehnten - so schritt der Weltenführer dahin.

16.

Achtundsechzigtausend, alle Triebversiegten,
umgaben den Vollerwachten, den Herrn der Zweifüßer, den Stier unter den Menschen.

17.

Jenen Weg kehrend, als der Weltenführer auszog,
hisste ich dort eine Fahne mit klarem Geist.

18.

In einundneunzig Äonen - welche Fahne ich auch gehisst:
schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht - dies ist des Fahnengebens Frucht.

19.

Im vierten Äon von hier war ich ein König von großer Kraft,
in jeder Weise vollkommen - Sudhaja mit Namen, weithin gerühmt.

20.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [usw.] … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So hat der ehrwürdige Thera Vīthisammajjaka diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Vīthisammajjaka - das dritte.
4. Kakkārupupphapūjakattheraapadānaṃ

21.

Als Devaputta weilte ich und verehrte den Führer Sikhī;
eine Kakkāru-Blüte emporhebend, brachte ich sie dem Buddha dar.

22.

Einunddreißig Äonen zurück - welche Blüte ich auch dargebracht:
schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht - dies ist der Frucht der Buddhapūjā Macht.

23.

Vor neun Äonen von jetzt war ich der allererhabenste König,
ausgestattet mit den sieben Kleinodien,
ein Weltenherrscher von großer Kraft.

24.

Die vier analytischen Erkenntnisse… usw. … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kakkārupupphapūjako diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kakkārupupphapūjaka, das vierte.
5. Apadāna des Thera Mandāravapupphapūjaka

25.

Als Gottessohn war ich und verehrte den Führer Sikhin;
mit der Mandārava-Blüte
legte ich sie dem Buddha dar.

26.

Sieben Tage lang war es ein Baldachin,
ein himmlischer Kranz für den Tathāgata;
alle Menschen kamen zusammen
und erwiesen dem Tathāgata ihre Ehrerbietung.

27.

Vor einunddreißig Äonen von jetzt -
welche Blüte ich auch darbrachte -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

28.

Vor zehn Äonen von jetzt war ich König Jutindhara,
ausgestattet mit den sieben Kleinodien,
ein Weltenherrscher von großer Kraft.

29.

Die vier analytischen Erkenntnisse… usw. … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Mandāravapupphapūjako diese Verse.
Das Apadāna des Thera Mandāravapupphapūjaka, das fünfte.
6. Apadāna des Thera Kadambapupphiya

30.

Nicht weit vom Himavant entfernt liegt ein Berg namens Kukkuṭa;
an seinem Fuße
wohnten jene sieben Buddhas.

31.

Als ich den blühenden Kadamba erblickte,
leuchtend wie eine aufgehende Leuchte,
hob ich ihn mit beiden Händen
und streute ihn über die sieben Buddhas aus.

32.

Vor vierundneunzig Äonen von jetzt -
welche Blüte ich auch darbrachte -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

33.

Vor zweiundneunzig Äonen von jetzt
gab es sieben Könige, die den Namen „Blume" trugen,
ausgestattet mit den sieben Kleinodien,
Weltenherrscher von großer Kraft.

34.

Die vier analytischen Erkenntnisse… usw. … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kadambapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kadambapupphiya, das sechste.
7. Apadāna des Thera Tiṇasūlaka

35.

Nicht weit vom Himavant entfernt liegt ein Berg namens Bhūtagaṇa;
dort weilte allein ein Siegreicher,
der Selbst-Erwachte, der die Welt hinter sich gelassen hat.

36.

Einen Grasstängel nehmend
brachte ich ihn dem Buddha dar;
für neunundneunzigtausend Äonen
war ich kein Wesen schlechter Wiedergeburt.

37.

Vor elf Äonen von jetzt
war ich Dharaṇīruha, der Einzige,
ausgestattet mit den sieben Kleinodien,
ein Weltenherrscher von großer Kraft.

38.

Die vier analytischen Erkenntnisse… usw. … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Tiṇasūlako diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tiṇasūlaka, das siebte.
8. Apadāna des Thera Nāgapupphiya

39.

Suvaccha war sein Name -
ein Brahmane, der die Mantras durchdrungen hatte;
von seinen Schülern umgeben
lebte er inmitten der Berge.

40.

Der Siegreiche namens Padumuttara,
Empfänger der Opfergaben -
um mich emporzuheben, kam er
in meine Nähe.

41.

Er wandelte in der Luft im Caṅkama-Schritt,
Rauch stieg auf, Flammen loderten;
meinen Jubel erkennend
zog er seines Weges, das Gesicht nach Osten gewendet.

42.

Dieses Wundersame schauend,
das Erstaunen Erweckende, das die Haare Aufrichtende,
nahm ich eine Nāga-Blüte
und streute sie auf den Weg, den er gegangen war.

43.

Vor hunderttausend Äonen von jetzt -
welche Blüte ich auch ausstreute -
durch jene Herzensheiterkeit
gelangte ich nicht in eine schlechte Wiedergeburt.

44.

In einunddreißig Hunderten von Äonen war ich König, hocherhaben,
ausgestattet mit den sieben Kleinodien,
ein Weltenherrscher von großer Kraft.

45.

Die vier analytischen Erkenntnisse… usw. … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Nāgapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Nāgapupphiya, das achte.
9. Apadāna des Thera Punnāgapupphiya

46.

Tief im Dickicht des Waldes
lebte ich als Jäger;
als ich den blühenden Punnāga erblickte,
gedachte ich des Erhabensten unter den Buddhas.

47.

Jene Blüte pflückend -
wohlduftend, duftschwanger, schön -
erbaute ich einen Thūpa auf dem Sandstrand
und brachte sie dem Buddha dar.

48.

Vor zweiundneunzig Äonen von jetzt -
welche Blüte ich auch darbrachte -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

49.

In einem der neunzig Äonen von jetzt
war ich allein - Tamonuda, der Dunkelvertreiber -
ausgestattet mit den sieben Kleinodien,
ein Weltenherrscher von großer Kraft.

50.

Die vier analytischen Erkenntnisse… usw. … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Punnāgapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Punnāgapupphiya, das neunte.
10. Apadāna des Thera Kumudadāyaka

51.

Nicht weit vom Himavant entfernt lag ein großer See namens Mahājāta,
bedeckt mit Lotos und Wasserrosen,
übersät mit weißen Puṇḍarīka-Blüten.

52.

Kukuṭṭha war mein Name -
ein Vogel war ich dort zu jener Zeit;
sittsam, mit Weisheit begabt,
kundig in Verdienst und Nicht-Verdienst.

53.

Padumuttara, der Weltkenner, Empfänger der Opferspenden,
wandelte unweit des Jātassara-Sees, der Große Muni.

54.

Eine wassergeborene Kumuda-Blüte abschneidend,
brachte ich sie dem Großen Seher dar;
meine Absicht erkennend,
nahm sie der Große Muni entgegen.

55.

Nachdem ich jene Gabe dargereicht hatte,
angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
wurde ich hundertausend Äonen lang
nicht in eine schlechte Wiedergeburt hineingeboren.

56.

In sechzehn mal hundert Äonen
gab es solche mit dem Namen Varuṇa -
acht von diesen waren Herrscher über die Menschen,
mächtige Weltenherrscher.

57.

Die vier analytischen Erkenntnisse ... [und so weiter] ... Die Lehre des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kumudadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kumudadāyaka ist das zehnte.
Der Bandhujīvaka-Vagga ist der sechzehnte.
Dessen Inhaltsangabe:
Bandhujīva, Tambapupphī, Vīthikakkārupupphī,
Mandārava, Kadambī, Sūlaka, Nāgapupphī,
Punnāga, Kumudī - sechsundfünfzig Verse wurden verkündet.
17. Supāricariya-Vagga

1.

Paduma war sein Name - der Herr der Zweibeiner, Stier unter den Menschen;
aus dem Dickicht heraustretend,
lehrte der Sehende den Dhamma.

2.

Es war die Versammlung der Yakkhas,
unweit des Großen Sehers;
für welches Anliegen auch immer sie gekommen waren,
blickten sie alsbald aufmerksam hin.

3.

Die Worte des Buddha vernehmend
und die Unterweisung des Unsterblichen,
heiteren Sinnes und frohgemut,
klatschte ich in die Hände und trat dienend heran.

4.

Sieh die Frucht der Tat: das Aufwarten beim Lehrer -
dreißigtausend Äonen lang
wurde ich nicht in eine schlechte Wiedergeburt hineingeboren.

5.

In weniger als dreißig mal hundert Äonen
trug ich den Namen Samalaṅkata;
mit den sieben Kostbarkeiten ausgestattet,
ein mächtiger Weltenherrscher.

6.

Die vier analytischen Erkenntnisse, und auch die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā - verwirklicht.
Die Lehre des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Supāricariyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Supāricariyo ist das erste.
2. Apadāna des Thera Kaṇaverapupphiya

7.

Siddhattha war der Name des Erhabenen, der Älteste der Welt, Stier unter den Menschen;
von seinen Schülern geleitet,
zog er in die Stadt ein.

8.

Im inneren Palast des Königs war ich Wächter, wohlgeachtet;
im Palast sitzend,
erblickte ich den Führer der Welt.

9.

Kaṇavera-Blüten nehmend,
streute ich sie über die Bhikkhu-Saṅgha;
dem Buddha gesondert darbringend,
streute ich noch mehr.

10.

Vor vierundneunzig Äonen
verehrte ich jene Blüte -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich;
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

11.

Vor siebenundachtzig Äonen
gab es vier von großer Macht,
mit den sieben Kostbarkeiten ausgestattet,
mächtige Weltenherrscher.

12.

Die vier analytischen Erkenntnisse ... [und so weiter] ... Die Lehre des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kaṇaverapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kaṇaverapupphiya ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Khajjakadāyaka

13.

Zur Zeit des Erhabenen Tissa
gab ich einst eine Frucht dar;
auch eine Kokosnuss reichte ich dar,
und eine angesehene Süßspeise.

14.

Nachdem ich dem Buddha, dem Tissa, dem Großen Seher, gegeben hatte,
freue ich mich, nach Wunsch lebend,
und werde geboren, wo immer ich es begehre.

15.

Vor zweiundneunzig Äonen
war es die Gabe, die ich damals gab -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich;
dies ist die Frucht des Fruchtgebens.

16.

Vor dreizehn Äonen von jetzt
war ein König, dem Indra gleich,
mit den sieben Kostbarkeiten ausgestattet,
ein mächtiger Weltenherrscher.

17.

Die vier analytischen Erkenntnisse ... [und so weiter] ... Die Lehre des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Khajjakadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Khajjakadāyaka ist das dritte.
4. Apadāna des Thera Desapūjaka

18.

Atthadassī, der Erhabene, der Älteste der Welt, Stier unter den Menschen,
stieg empor in den Luftraum
und schritt dahin wie der Wind.

19.

An dem Ort, wo der Lehrer stand,
wo der Große Muni emporstieg -
jenen Ort verehrte ich,
andächtig, mit meinen eigenen Händen.

20.

Vor achtzehnhundert Äonen
erblickte ich jenen Großen Muni -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich;
dies ist die Frucht der Orts-Verehrung.

21.

Vor elfhundert Äonen
trug ich den Namen Gosujāta;
mit den sieben Kostbarkeiten ausgestattet,
ein mächtiger Weltenherrscher.

22.

Die vier analytischen Erkenntnisse ... [und so weiter] ... Die Lehre des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Desapūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Desapūjaka ist das vierte.
5. Apadāna des Thera Kaṇikārachattiya

23.

Vessabhū, der Vollerwachte, der Älteste der Welt, Stier unter den Menschen -
der Muni begab sich zur Tagesruhe
und tauchte ein in den großen Wald.

24.

Kaṇikāra-Blüten pflückend,
fertigte ich daraus einen Schirm
und schuf ein Dach aus Blüten,
das ich dem Buddha darbrachte.

25.

Vor einunddreißig Äonen von jetzt
war es die Blüte, die ich darbrachte -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich;
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

26.

Vor zwanzig Äonen waren acht Krieger, goldstrahlend,
mit den sieben Juwelen ausgestattet,
Weltenherrscher, von gewaltiger Macht.

27.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kaṇikārachattiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kaṇikārachattiyo ist das fünfte.
6. Apadāna des Thera Sappidāyaka

28.

Phusso war der Name des Erhabenen, Empfänger der Opfergaben;
Als der Held durch die Straßen zog,
löschte er das Leid der großen Menge.

29.

Allmählich nahte sich der Erhabene meiner Seite;
Da hob ich ihm die Schale entgegen
und gab ihm Ghee und Öl.

30.

Vor zweiundneunzig Äonen war es, als ich jenes Butterschmalz darreichte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Schmalzgabe.

31.

Vor sechsundfünfzig Äonen war einer namens Samodaka,
mit den sieben Juwelen ausgestattet,
Weltenherrscher, von gewaltiger Macht.

32.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sappidāyako diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sappidāyaka ist das sechste.
7. Apadāna des Thera Yūthikapupphiya

33.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā zog ich stromabwärts;
Dort erblickte ich den Selbst-Erwachten,
strahlend wie ein blühender Sāla-König.

34.

Eine Yūthika-Blüte nehmend trat ich zum großen Weisen heran;
Mit heiterem Herzen, freudig gestimmt,
opferte ich sie dem Buddha.

35.

Vor vierundneunzig Äonen war es, als ich jene Blüte darbrachte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

36.

Vor siebenundsechzig Äonen war einer namens Sāmuddhara,
mit den sieben Juwelen ausgestattet,
Weltenherrscher, von gewaltiger Macht.

37.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Yūthikapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Yūthikapupphiya ist das siebte.
8. Apadāna des Thera Dussadāyaka

38.

Einst in der lieblichen Stadt Tivarā war ich Königssohn;
Nachdem ich ein Gastgeschenk erhalten hatte,
gab ich es dem Stillen hin.

39.

Der Erhabene nahm es an und berührte das Gewand mit der Hand;
Siddhattha, nachdem er es angenommen hatte,
stieg empor in den Äther und den Himmel.

40.

Als der Buddha fortzog, flatterten die Tücher hinter ihm her;
Da richtete ich den Geist in Heiterkeit aus:
„Der Buddha ist der Höchste unter den Menschen."

41.

Vor vierundneunzig Äonen war es, als ich jenes Tuch darreichte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Tuchgabe.

42.

Vor siebenundsechzig Äonen war ein Weltenherrscher,
Parisuddho sein Name,
Herr der Menschen, von gewaltiger Macht.

43.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Dussadāyako diese Verse.
Das Apadāna des Thera Dussadāyaka ist das achte.
9. Apadāna des Thera Samādapaka

44.

In der Stadt Bandhumatī gab es eine große Versammlung von Kaufleuten;
Ich war unter ihnen der Vornehmste,
und sie waren mir treu verbunden.

45.

Alle rief ich zusammen und ermunterte sie zu heilsamen Taten:
„Lasst uns eine Halle errichten für den Saṅgha,
das unvergleichliche Feld des Verdienstes."

46.

„Gut so!" sprachen sie und folgten meinem Willen bereitwillig;
Nachdem wir jene Halle vollendet hatten,
schenkten wir sie dem Vipassī.

47.

Vor einundneunzig Äonen war es, als ich jene Halle darreichte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Hallengabe.

48.

Vor neunundsechzig Äonen war ein Herr der Menschen,
Ādeyyo sein Name,
Weltenherrscher, von gewaltiger Macht.

49.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Samādapako diese Verse.
Das Apadāna des Thera Samādapaka ist das neunte.
10. Apadāna des Thera Pañcaṅguliya

50.

Tisso war der Name des Erhabenen, der Älteste der Welt, Stier unter den Menschen;
Er trat in die Duftgemach-Hütte ein,
der im Vihāra Geübte.

51.

Einen wohlduftenden Blumenkranz nehmend, ging ich zum Sieger heran;
Geräuschlos nahte ich mich dem Vollerwachten
und legte ihm einen Pañcaṅguli-Kranz dar.

52.

Vor zweiundneunzig Äonen war es, als ich jenen Duft darbrachte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht des Pañcaṅguli-Kranzes.

53.

Vor zweiundsiebzig Äonen war ich König, Sayampabha mein Name,
mit den sieben Juwelen ausgestattet,
Weltenherrscher, von gewaltiger Macht.

54.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Pañcaṅguliya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pañcaṅguliya ist das zehnte.
Der Supāricariya-Vagga ist der siebzehnte.
Dessen Uddāna:
Supāricari, Kaṇaveri, Khajjaka, Desapūjaka,
Kaṇikāra, Sappidāda, Yūthika, Dussadāyaka,
Māḷa und Pañcaṅgulika - vierundfünfzig Verse.
18. Kumuda-Vagga
1. Apadāna des Thera Kumudamāliya

1.

Im Himalaya-Gebirge gab es einen großen Waldsee;
Dort war ich ein Rakkhasa, dort geboren,
von schrecklicher Gestalt und gewaltiger Stärke.

2.

Kumuda-Blüten blühen dort,
wie Wagenräder groß;
ich pflücke jene Blüten
und bringe sie der Versammlung der Mächtigen.

3.

Doch der Erhabene Atthadassī,
der Stier unter den Menschen, Fürst der Zweibeiner -
als er die zu einem Strauß gebundenen Blüten sah,
kam er zu mir heran.

4.

Den herangekommenen Vollerwachten,
Gott der Götter, Stier unter den Menschen -
all diese Blüten emporhebend,
brachte ich sie dem Buddha dar.

5.

So weit der Himavant reicht,
so groß war damals jene Versammlung;
so weit von Blüten überdacht und beschirmt
schritt der Tathāgata hindurch.

6.

Achtzehnhundert Äonen lang,
seit ich jene Blüten darbrachte -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

7.

Von hier aus, in fünfzehntausend Äonen,
gab es siebenmal Herrscher der Menschen;
Sahassaratha mit Namen waren sie,
mächtige Cakkavattīs.

8.

Die vier analytischen Erkenntnisse,
die acht Vimokkhā -
die sechs Abhiññās sind verwirklicht:
des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Kumudamālī diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kumudamālī ist das erste.

9.

Für den Erhabenen Koṇḍañña,
den Ältesten der Welt, den Gleichmütigen -
damit er einen Palast besteigen könne,
ließ ich eine Treppe errichten.

10.

Durch dieses Aufleuchten des Geistes,
nachdem ich Schätze und Güter genossen -
trage ich nun den letzten Leib
im Sāsana des Vollkommen Erwachten.

11.

In einunddreißigtausend Äonen
gab es, in jenem Tausend, drei:
viele Könige mit Namen,
mächtige Cakkavattīs.

12.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (wie zuvor) … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Nisseṇidāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Nisseṇidāyaka ist das zweite.

13.

Ein Wildtierjäger war ich einst,
in Wald und Wildnis lebend;
da sah ich den Buddha Vipassī,
Gott der Götter, Stier unter den Menschen.

14.

Als ich die nächtlich blühende Kuṭaja-Pflanze sah,
die aus der Erde wuchs,
nahm ich sie mitsamt der Wurzel
und brachte sie dem Großen Seher dar.

15.

Einundneunzig Äonen lang,
seit ich jene Blüten darbrachte -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht des Blumenopfers.

16.

Und vor acht Äonen von hier
trug ich den Namen Suppasanna;
mit den sieben Kleinodien ausgestattet,
war ich ein mächtiger König.

17.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (wie zuvor) … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Rattipupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Rattipupphiya ist das dritte.

18.

Für den Erhabenen Vipassī
wurde von mir ein Brunnen gegraben;
und nachdem ich Piṇḍapāta dargebracht hatte,
übergab ich ihn damals.

19.

Einundneunzig Äonen lang,
seit ich jene Tat vollbracht -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht des Brunnens.

20.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (wie zuvor) … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Udapānadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Udapānadāyaka ist das vierte.

21.

Als der Welthüter erloschen war,
der Führer namens Padumuttara -
mit erleuchtetem Geist, voll Freude,
schenkte ich einen Löwenthron.

22.

Mit vielen Düften und Blumengirlanden,
die schon im gegenwärtigen Dasein Glück bringen -
nachdem dort Verehrung dargebracht war,
erlangten viele Menschen Nibbāna.

23.

Mit erleuchtetem Geist, voll Freude,
den höchsten Bodhibaum verehrend -
hunderttausend Äonen lang
ward mir keine schlechte Wiedergeburt zuteil.

24.

In fünfzehntausend Äonen
gab es acht davon:
Siluccaya mit Namen,
Könige als Cakkavattīs.

25.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (wie zuvor) … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Sīhāsanadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sīhāsanadāyaka ist das fünfte.

26.

Der Erhabene Anomadassī,
Fürst der Zweibeiner, Stier unter den Menschen -
zum Wohle des Glücks im gegenwärtigen Dasein
wandelte er unter freiem Himmel auf dem Caṅkama.

27.

Als er den Fuß hob, blieben Blüten
strahlend auf seinem Scheitel ruhen;
mit erleuchtetem Geist, voll Freude,
verneigte ich mich und streute Blüten.

28.

In zwanzigtausend Äonen
gab es fünf Herrscher:
Pupphacchadaniya mit Namen -
mächtige Cakkavattīs.

29.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (wie zuvor) … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Maggadattika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Maggadattika ist das sechste.

30.

Beim höchsten Bodhibaum des Muni Padumuttara,
beim Saḷala-Baum -
mit erleuchtetem Geist, voll Freude,
schenkte ich eine einzige Lampe.

31.

In allen Geburten, in denen ich erscheine,
da sich Verdienste angesammelt haben -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht des Lampenschenkens.

32.

Vor sechzehntausend Äonen waren jene vier von hier;
Candābhā war ihr Name, gewaltige Weltenherrscher.

33.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [und so weiter] … das Werk des Buddha-Sāsana ist getan.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekadīpiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekadīpiya ist das siebte.
Neunter Abschnitt.
8. Apadāna des Thera Maṇipūjaka

34.

Diesseits des Himavant strömte ein kleiner Fluss dahin;
An seinem angrenzenden Uferfeld verweilte der Selbst-Erwachte damals.

35.

Einen Edelstein ergreifend und einen Thron, lieblich und entzückend,
Mit heiterem Sinn und freudigem Herzen brachte ich sie dem Buddha dar.

36.

Vor vierundneunzig Äonen war es, als ich jenen Edelstein darbrachte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

37.

Vor zwölf Äonen von hier waren jene namens Sataraṃsī;
Acht Könige waren es, mächtige Weltenherrscher.

38.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [und so weiter] … das Werk des Buddha-Sāsana ist getan.
So sprach der ehrwürdige Thera Maṇipūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Maṇipūjaka ist das achte.
9. Apadāna des Thera Tikicchaka

39.

In der Stadt Bandhumatī war ich ein wohlausgebildeter Arzt;
Den Leidenden und Schmerzkranken brachte ich der großen Menge Wohl.

40.

Als ich einen erkrankten Samaṇa sah, sittsam und von großem Glanz,
Da gab ich ihm mit heiterem Sinn und freudigem Herzen Heilmittel.

41.

Durch eben dieses wurde der Samaṇa gesund, beherrscht in seinen Sinnen -
Asoka mit Namen, der Begleiter des Vipassī.

42.

Vor einundneunzig Äonen war es, als ich jene Medizin gab;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Heilmittels.

43.

Vor acht Äonen von hier trug einer den Namen Sabbosadha;
Mit den sieben Juwelen ausgestattet, ein mächtiger Weltenherrscher.

44.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [und so weiter] … das Werk des Buddha-Sāsana ist getan.
So sprach der ehrwürdige Thera Tikicchaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tikicchaka ist das neunte.
10. Apadāna des Thera Saṅghupaṭṭhāka

45.

Beim Erhabenen Vessabhū war ich ein Klosterdiener;
Mit heiterem Sinn und freudigem Herzen diente ich dem höchsten Saṅgha.

46.

Vor einunddreißig Äonen war es, als ich jenes Kamma vollbrachte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Dienens.

47.

Vor sieben Äonen von hier waren sieben namens Samodaka;
Mit den sieben Juwelen ausgestattet, mächtige Weltenherrscher.

48.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [und so weiter] … das Werk des Buddha-Sāsana ist getan.
So sprach der ehrwürdige Thera Saṅghupaṭṭhāka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Saṅghupaṭṭhāka ist das zehnte.
Der Kumuda-Vagga ist der achtzehnte.
Dessen Zusammenfassung:
Kumuda und Nisseni, Rattika, Udapānada,
Sīhāsanī, Maggadada, Ekadīpī, Maṇippada,
Tikicchaka, Upaṭṭhāka - einundfünfzig Strophen.
19. Kuṭajapupphiya-Vagga
1. Apadāna des Thera Kuṭajapupphiya

1.

Den Vollkommen Erwachten von goldener Farbe, aufgegangen wie die Hundert-Strahlen-Sonne,
In alle Richtungen schauend, dahinwandelnd auf ungehindertem Pfad -

2.

Den blühenden Kuṭaja-Baum erblickend, üppig und weithin bedeckt,
Brach ich Blüten vom Baum und brachte sie dem Phussa dar.

3.

Vor zweiundneunzig Äonen war es, als ich jene Blüte darbrachte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

4.

Vor siebzehn Äonen von hier waren drei namens Supupphita;
Mit den sieben Juwelen ausgestattet, mächtige Weltenherrscher.

5.

Die vier analytischen Erkenntnisse und die acht Vimokkhā,
Die sechs Abhiññā verwirklicht - das Werk des Buddha-Sāsana ist getan.
So sprach der ehrwürdige Thera Kuṭajapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kuṭajapupphiya ist das erste.
2. Apadāna des Thera Bandhujīvaka

6.

Siddhatta mit Namen war der Vollkommen Erwachte, der Selbst-Erwachte, von den Edlen gepriesen;
In Samādhi vertieft saß er inmitten der Berge.

7.

An einem Bergsee auf der Suche nach der edlen Wasserblüte
Erblickte ich alsbald die Bandhujīvaka-Blüten.

8.

Mit beiden Händen sie ergreifend, trat ich vor den großen Muni;
Mit heiterem Sinn und freudigem Herzen brachte ich sie dem Siddhatta dar.

9.

Vor vierundneunzig Äonen war es, als ich jene Blüte darbrachte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

10.

Vor vierzehn Äonen von hier war ich einmal ein Herr der Menschen,
Samuddakappa mit Namen, ein mächtiger Weltenherrscher.

11.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [und so weiter] … das Werk des Buddha-Sāsana ist getan.
So sprach der ehrwürdige Thera Bandhujīvaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Bandhujīvaka ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Koṭumbariya

12.

Leuchtend wie der Kaṇikāra-Baum, sitzend inmitten der Berge,
Unermesslich wie der Ozean, weit wie die Erde -

13.

Von der Schar der Götter verehrt, gleich einem edlen Stier,
Froh und frohgemuten Sinnes trat ich heran zum Höchsten der Menschen.

14.

Sieben Blüten emporreckend, reichlich mit Koṭumbara-Blumen bestückt,
darbot ich sie dem Buddha, dem Sikhī, dem Weltverwandten.

15.

Einunddreißig Äonen zurück - welche Blüte ich auch darbrachte -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

16.

Vor zwanzig Äonen von hier gab es einen, Mahānela mit Namen,
einzig an Ausstrahlung und Kraft, ein Weltenherrscher von großer Macht.

17.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Des Buddhas Weisung ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Koṭumbariyo diese Verse.
Das dritte Apadāna des Thera Koṭumbariyo.
4. Das Apadāna des Thera Pañcahatthiya

18.

Tissō war sein Name, der Erhabene, der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen;
umgeben von seinen Jüngern schritt er die Straße entlang.

19.

Fünf in der Hand gehaltene Utpala-Blüten, sorgfältig von mir hingehalten -
ich wollte eine Opfergabe darbringen, streckte sie aus zur Vollendung des Gelübdes.

20.

Den Vollerwachten von goldener Farbe, gehend durch den Markt,
berührten mich die Strahlen des Buddha - ich verehrte den Höchsten der Zweifüßler.

21.

Zweiundneunzig Äonen zurück - welche Blüte ich auch darbrachte -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

22.

Vor dreizehn Äonen von hier gab es fünf, als treffliche Stiere geehrt,
mit den sieben Schätzen ausgestattet, Weltenherrscher von großer Macht.

23.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Des Buddhas Weisung ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Pañcahatthiyo diese Verse.
Das vierte Apadāna des Thera Pañcahatthiyo.
5. Das Apadāna des Thera Isimuggadāyaka

24.

Wie die aufgehende Sonne mit hundert Strahlen, wie das lichtstrahlende Gestirn in gelbem Glanz,
wie der Kakudha-Baum in voller Pracht - so der Führer Padumuttara.

25.

Isimuggā-Linsen mahlend, mit reinem Honig ohne Waben vermengt,
stand ich würdevoll aufgerichtet und gab sie dem Weltverwandten.

26.

Achthunderttausend Jünger des Buddha waren es,
deren Almosenschalen er alle füllte - und noch weit darüber hinaus.

27.

Durch die Klärung des Herzens dabei, angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
bin ich hunderttausend Äonen lang nicht in schlechte Wiedergeburt gefallen.

28.

In vierzigtausend Äonen gab es achtunddreißig von ihnen,
Isimuggā mit Namen, jene Weltenherrscher von großer Macht.

29.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Des Buddhas Weisung ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Isimuggadāyaka diese Verse.
Das fünfte Apadāna des Thera Isimuggadāyaka.
6. Das Apadāna des Thera Bodhiupaṭṭhāka

30.

In der Stadt Rammavati war ich ein Trommler;
ständig im Dienst zugegen, ging ich zur erhabensten Bodhi.

31.

Morgens und abends aufwartend, angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
bin ich in achtzehnhundert Äonen nicht in schlechte Wiedergeburt gefallen.

32.

In fünfzehnhundert Äonen von hier war ich ein Herrscher der Menschen,
Muraja mit Namen, ein Weltenherrscher von großer Macht.

33.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Des Buddhas Weisung ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Bodhiupaṭṭhāka diese Verse.
Das sechste Apadāna des Thera Bodhiupaṭṭhāka.
7. Das Apadāna des Thera Ekacintika

34.

Wenn ein Gott aus der Götterschar durch das Erschöpfen seiner Lebensspanne hinscheidet,
erschallen drei Rufe, während die Götter mitfreudig zustimmen:

35.

„Geh von hier, Verehrter, zu glücklicher Geburt, in die Gemeinschaft der Menschen;
als Mensch geboren, mögest du im wahren Dhamma unübertreffliches Vertrauen erlangen.

36.

„Dieses Vertrauen, wenn es in dir verwurzelt und fest verankert ist,
soll dein Leben lang unerschütterlich sein im wohlverkündeten Dhamma.

37.

„Tue Heilsames mit dem Körper, tue Heilsames in Fülle mit der Rede,
tue Heilsames mit dem Geist - leidlos und ohne Anhaften.

38.

„Nachdem du auf diese Weise viel bedingte Verdienste durch Gabe angehäuft hast,
führe auch andere Sterbliche zum wahren Dhamma, zum heiligen Wandel."

39.

Aus solchem Mitgefühl heraus, wenn die Götter einen Gott erkannt haben,
der im Hinscheiden ist, rufen sie ihm zu: „Komm wieder, o Gott, komm wieder!"

40.

Erschütterung ergriff mich da, als die Götterscharen sich versammelten:
„In welchen Schoß werde ich wohl gelangen, wenn ich von hier geschieden bin?"

41.

Meine Erschütterung erkennend, kam ein Asket von geläuterten Sinnen,
der mich emporzuheben begehrte, zu mir heran.

42.

Sumana mit Namen, ein Jünger des Padumuttara,
unterwies er mich in Sinn und Dhamma und weckte in mir heilsamen Saṃvega.

43.

Seine Worte hörend, klärte ich den Geist im Vertrauen auf den Buddha;
den Weisen verehrend, starb ich dort zur rechten Zeit.

44.

Dort wurde ich wiedergeboren, angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen;
Hunderttausend Äonen lang betrat ich keine schlechte Wiedergeburt.

45.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekacintika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekacintika ist das siebte.
8. Apadāna des Thera Tikaṇṇipupphiya

46.

Als göttliches Wesen war ich einst, von Nymphen umgeben und begleitet;
Ich erinnerte mich an mein früheres Kamma und gedachte des höchsten Buddha.

47.

Eine Tikaṇṇi-Blüte nehmend, erheiterte ich meinen eigenen Geist;
Dem Buddha brachte ich sie dar, dem Vipassī, dem Stier unter den Menschen.

48.

Seit einundneunzig Äonen, wo ich jene Blume darbrachte,
Kenne ich keine schlechte Wiedergeburt - das ist die Frucht der Buddhahuldigung.

49.

Vor dreiundsiebzig Äonen waren es vier höchste Herrscher,
Mit den sieben Juwelen ausgestattet, Weltenherrscher von großer Macht.

50.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Tikaṇṇipupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tikaṇṇipupphiya ist das achte.
9. Apadāna des Thera Ekacāriya

51.

Unter den Göttern des Tāvatiṃsa-Himmels erhob sich damals großes Rufen:
Der Buddha verlischt in der Welt, und wir noch sind voller Begehren.

52.

Von tiefer Erschütterung erfüllt, den Leidespfeil in sich tragend,
Von einer Schar gestützt und getragen, begab ich mich in die Nähe des Buddha.

53.

Eine Mandārava-Blüte nehmend, herrlich und hold erschaffen,
Brachte ich sie dem Buddha dar in der Stunde seines vollständigen Verlöschens.

54.

Alle Götter freuten sich mit, und die Nymphen priesen mich damals;
Hunderttausend Äonen lang betrat ich keine schlechte Wiedergeburt.

55.

Sechzigtausend und sechzehn Äonen von hier
Gab es die Mahāmalla genannten Menschen, Weltenherrscher von großer Macht.

56.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekacāriya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekacāriya ist das neunte.
10. Apadāna des Thera Tivaṇṭipupphiya

57.

Sie betrachteten mich, den Überwältigten, allesamt versammelt;
Denen, die so versunken schauten, entstand brennende Qual.

58.

Sunanda war sein Name - ein Schüler des Buddha damals,
Des Weisen Dhammadassī - er kam zu mir heran.

59.

Die mir als treue Begleiter dienten, reichten mir damals eine Blüte;
Diese Blüte nehmend, brachte ich sie den Schülern dar.

60.

Als ich dort gestorben war, wurde ich wieder geboren;
Achtzehnhundert Äonen lang gelangte ich nicht in den Niedergang.

61.

Dreizehnhundert Äonen waren es acht Dhūmaketu,
Mit den sieben Juwelen ausgestattet, Weltenherrscher von großer Macht.

62.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Tivaṇṭipupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tivaṇṭipupphiya ist das zehnte.
Die Kuṭajapupphiya-Gruppe ist die neunzehnte.
Ihre Zusammenfassung:
Kuṭaja und Bandhujīva, Koṭumbarika und der mit dem Elefanten,
Isimugga und Bodhi, Ekacinti und Tikaṇṇika,
Ekacārī und Tivaṇṭi - zweiundsechzig Verse sind verkündet.
20. Die Tamālapupphiya-Gruppe
1. Apadāna des Thera Tamālapupphiya

1.

Vierundachtzigtausend Säulen waren aus Gold gefügt;
Einem himmlischen Wunderbaum gleich war mein herrlicher Götterpalast erschaffen.

2.

Eine Tamāla-Blüte nehmend, mit heiterem und klarem Geist,
Brachte ich sie dem Buddha dar, dem Sikhī, dem Freund der Welt.

3.

Einunddreißig Äonen sind es her, wo ich jene Tat vollbrachte;
Ich kenne keine schlechte Wiedergeburt - das ist die Frucht der Buddhahuldigung.

4.

Vor zwanzig Äonen von hier gab es einen einzigen namens Candatitta,
Mit den sieben Juwelen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

5.

Die vier analytischen Erkenntnisse und auch die acht Vimokkhā,
Die sechs Abhiññā sind verwirklicht - das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Tamālapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tamālapupphiya ist das erste.
2. Apadāna des Thera Tiṇasanthāraka

6.

Als ein im Walde lebender Weiser Gras für den Meister mähte,
Fielen sie alle zur Erde, sich ehrerbietig nach rechts wendend.

7.

Jenes Gras nehmend, breitete ich es auf dem Erdboden aus;
Drei Tāla-Blätter hatte ich damals herbeigebracht.

8.

Ein Grasdach bereitend, gab ich es dem Siddhattha;
Sieben Tage lang bot es dem Lehrer der Götter und Menschen Schutz.

9.

Vierundneunzig Äonen sind es her, wo ich jenes Gras schenkte;
Ich kenne keine schlechte Wiedergeburt - das ist die Frucht der Grasgabe.

10.

Vor fünfundsechzig Äonen von hier gab es vier von großem Reichtum,
Mit den sieben Juwelen ausgestattet, Weltenherrscher von großer Macht.

11.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Tiṇasanthāraka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tiṇasanthāraka ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Khaṇḍapulliya

12.

Des Erhabenen Phussa Stupa stand einst im großen Walde;
Von Elefanten war er da zerbrochen, Bäume wuchsen dort empor.

13.

Unebenes ebnend, bot ich dar eine Kugel aus Kalkstuck;
Von den Tugenden des Ehrwürdigen der drei Welten war ich tief befriedigt.

14.

Vor zweiundneunzig Äonen war es, als ich jene Tat vollbrachte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Kalkstuck-Kugel.

15.

Im siebenundsiebzigsten Äon von hier waren es sechzehn namens Jitasena,
Mit sieben Schätzen ausgestattet, Weltenherrscher von großer Macht.

16.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Khaṇḍaphulliya diese Verse.
Dies ist das dritte Apadāna des Thera Khaṇḍaphulliya.
4. Apadāna des Thera Asokapūjaka

17.

In der reizenden Stadt Tivara gab es einst einen königlichen Lustgarten;
Ich war dort der Gartenwächter, ein Knecht des Königs, gebunden an seine Pflicht.

18.

Paduma war sein Name, der Selbst-Erwachte, von eigenem Glanze strahlend;
Sitzend auf dem weißen Lotus - des Muni Schatten verließ ihn nicht.

19.

Den blühenden Aśoka erblickend, schwer beladen mit Blüten, wunderanzuschauen,
Brachte ich sie dem Buddha dar, dem Unbeugbaren, dem Ruhmreichen.

20.

Vor vierundneunzig Äonen war es, als ich jene Blüte darbrachte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Buddhapūjā.

21.

Im siebenunddreißigsten Äon von hier waren es sechzehn, die Araṇañjaha hießen,
Mit sieben Schätzen ausgestattet, Weltenherrscher von großer Macht.

22.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Asokapūjaka diese Verse.
Dies ist das vierte Apadāna des Thera Asokapūjaka.
5. Apadāna des Thera Aṅkolaka

23.

Den blühenden Aṅkola erblickend, einen herrlichen Blütenkranz, dicht und voll,
Pflückte ich jene Blüten und ging hin zum Buddha.

24.

Siddhattha in jener Zeit, der große Muni, in sich versunken -
Einen Augenblick ehrend, streute ich die Blüten in der Höhle aus.

25.

Vor vierundneunzig Äonen war es, als ich jene Blüten als Gabe darbrachte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Blütengabe.

26.

Im sechsunddreißigsten Äon von hier war Āseka, gleich dem Donnergrollen der Götter;
Mit sieben Schätzen ausgestattet, Weltenherrscher von großer Macht.

27.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Aṅkolaka diese Verse.
Dies ist das fünfte Apadāna des Thera Aṅkolaka.
6. Apadāna des Thera Kisalayapūjaka

28.

In der Stadt Dvāravatī war ein Blumengarten mein Besitz;
Dort auch ein Brunnen, zum Tränken der Bäume angelegt.

29.

Von Sabalena bedrängt, Siddhattha der Unbesiegte -
Mir Mitleid zeigend, zog er seines Weges durch die reine Luft.

30.

Nichts anderes fand ich, das als Verehrung des Großen Weisen tauge;
Den Aśoka-Spross erblickend, warf ich ihn empor in den Himmel.

31.

Des Buddha Sprossen folgten ihm nach, während er dahinging;
Als ich das sah, ergriff mich Staunen: O wie erhaben ist der Buddha!

32.

Im vierundneunzigsten Äon von hier brachte ich den Spross dar;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Buddhapūjā.

33.

Im siebenunddreißigsten Äon von hier war einer, ein einziger Herr;
Mit sieben Schätzen ausgestattet, Weltenherrscher von großer Macht.

34.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kisalayapūjaka diese Verse.
Dies ist das sechste Apadāna des Thera Kisalayapūjaka.
7. Apadāna des Thera Tindukadāyaka

35.

Ich war ein Affe, der in unwegsamem Berggelände lebte, stark und schnell;
Eine fruchtragende Tinduka-Frucht erblickend, gedachte ich des erhabensten Buddha.

36.

Aufgebrochen nach wenigen Tagen, suchte ich den Führer der Welt;
Reinen Herzens, frohgestimmt fand ich Siddhattha, der die drei Daseinsbereiche überwunden.

37.

Den Gedanken in mir erkennend, kam der Lehrer, unübertroffen in der Welt,
Mit tausend Triebversiegten zu mir heran.

38.

Freude erzeugend im Herzen, trat ich mit der Frucht in der Hand heran;
Der Erhabene, der Allwissende, der Vortrefflichste unter den Sprechenden, nahm sie entgegen.

39.

Vor vierundneunzig Äonen war es, als ich jene Frucht gab;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

40.

Im siebenundfünfzigsten Äon von hier trug einer den Namen Upananda;
Mit sieben Schätzen ausgestattet, Weltenherrscher von großer Macht.

41.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Tindukadāyaka diese Verse.
Dies ist das siebte Apadāna des Thera Tindukadāyaka.
8. Apadāna des Thera Muṭṭhipūjaka

42.

„Sumedha war der Name des Erhabenen, der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen;
aus Mitgefühl für die Späteren spannte der Jina die Kraft des Strebens an.

43.

„Als er auf dem Caṅkama wandelte, der Herr der Zweifüßigen, der Unerschütterliche -
eine Handvoll Blüten des Girinela-Baumes legte ich dem Buddha dar.

44.

„Durch diese Herzensheiterkeit, angetrieben durch die Verdienstwurzel,
bin ich in dreißigtausend Äonen keiner schlechten Wiedergeburt verfallen.

45.

„In zweitausenddreihundert Äonen war ein Kṣatriya namens Sunela,
ausgestattet mit den sieben Juwelen, allein und von großer Macht.

46.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Das Sāsana des Buddha ist getan."
So sprach, wie berichtet wird, der ehrwürdige Thera Muṭṭhipūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Muṭṭhipūjaka ist das achte.
9. Apadāna des Thera Kiṃkaṇikapupphiya

47.

„Mit dem Namen Sumaṅgala - der Selbst-Erwachte, der Unbesiegte -
trat der Jina aus dem Wäldchen hervor und zog in die Stadt ein.

48.

„Nachdem er seinen Bettelgang vollendet hatte, verließ der Muni die Stadt;
wie einer, der seine Aufgabe erfüllt hat, weilte der Sambuddha inmitten des Waldes.

49.

„Eine Kiṃkaṇi-Blüte nehmend, legte ich sie dem Buddha dar,
mit heiterem Herzen und freudigem Sinn, dem Selbst-Erwachten, dem großen Seher.

50.

„Vor vierundneunzig Äonen legte ich jene Blüte dar -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: Dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

51.

„Vor sechsundachtzig Äonen war ich ein Weltenherrscher namens Apilāsi,
ausgestattet mit den sieben Juwelen, von großer Macht.

52.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Das Sāsana des Buddha ist getan."
So sprach, wie berichtet wird, der ehrwürdige Thera Kiṃkaṇikapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kiṃkaṇikapupphiya ist das neunte.
10. Apadāna des Thera Yūthikapupphiya

53.

„Der Jina namens Padumuttara, der Empfänger der Opfergaben -
aus dem Wäldchen hervorgetreten, schritt der Sehende zum Vihāra.

54.

„Mit beiden Händen nahm ich die erlesenste Yūthikā-Blüte
und legte sie dem Buddha dar, dem Mettā-Herzigen, dem Unerschütterlichen.

55.

„Durch diese Herzensheiterkeit, nachdem ich Vollkommenheiten genossen hatte,
bin ich in hunderttausend Äonen keiner schlechten Wiedergeburt verfallen.

56.

„Vor fünfzig Äonen von hier war ich allein Herrscher der Menschen,
namens Samittanandana, ein Weltenherrscher von großer Macht.

57.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Das Sāsana des Buddha ist getan."
So sprach, wie berichtet wird, der ehrwürdige Thera Yūthikapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Yūthikapupphiya ist das zehnte.
Der Tamālapupphiya-Vagga ist der zwanzigste.
Dessen Inhaltsangabe:
Tamāla, Tiṇasanthāra, Khaṇḍaphulli, Asokiya;
Aṅkolakī, Kisalaya, Tinduka, Nelapupphiya;
Kiṃkaṇika, Yūthika - und achtundfünfzig Verse.
Und die Vagga-Inhaltsangabe:
Bhikkhādāyī, Parivāra, Sereyya, Sobhita ebenso;
Chatta und Bandhujīvī und Supāricariya auch.
Kumuda, Kuṭaja und Tamāli als zehnter -
sechshundert Verse und sechsundsechzig dazu.
Das Bhikkha-Vagga-Dekade.
Das zweite Hundert ist vollendet.
21. Kaṇikārapupphiya-Vagga
1. Apadāna des Thera Kaṇikārapupphiya

1.

„Als ich die blühende Kaṇikāra-Blüte erblickte und sie pflückte,
legte ich sie Tissa dar, dem Unerschütterlichen, der die Flut überschritten hat.

2.

„Vor zweiundneunzig Äonen legte ich jene Blüte dar -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: Dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

3.

„Vor fünfunddreißig Äonen war ich, weit gerühmt als Aruṇapāṇī,
ein Weltenherrscher von großer Macht, ausgestattet mit den sieben Juwelen.

4.

„Die vier analytischen Erkenntnisse und die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā sind verwirklicht - Das Sāsana des Buddha ist getan."
So sprach, wie berichtet wird, der ehrwürdige Thera Kaṇikārapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kaṇikārapupphiya ist das erste.
2. Apadāna des Thera Minelapupphiya

5.

„Von goldener Farbe war der Erhabene, strahlend in hundert Strahlen und majestätischer Herrlichkeit;
auf dem Caṅkama wandelnd, mettā-herzig - der Stier unter den Erhabenen.

6.

„Mit heiterem Herzen und freudigem Sinn, den Erhabenen des höchsten Wissens verehrend,
nahm ich eine Minela-Blüte und legte sie dem Buddha dar.

7.

„Vor einunddreißig Äonen legte ich jene Blüte als Verehrung dar -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: Dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

8.

„Im neunundzwanzigsten Äon war ich ein Weltenherrscher von großer Macht,
bekannt unter dem Namen Sumeghāghana, ausgestattet mit den sieben Juwelen.

9.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Das Sāsana des Buddha ist getan."
So sprach, wie berichtet wird, der ehrwürdige Thera Minelapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Minelapupphiya ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Kiṅkaṇipupphiya

10.

„Dem vergoldeten Altar gleich - der Allwissende, der Weltenführer -
trat er an einen See heran und badete, der Weltenführer.

11.

„Eine Kiṅkaṇi-Blüte nehmend, legte ich sie Vipassī dar,
mit erhobenem Herzen und freudigem Sinn, dem Herrn der Zweifüßigen, dem Unerschütterlichen.

12.

„Vor einundneunzig Äonen legte ich jene Blüte dar -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: Dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

13.

„Im siebenundzwanzigsten Äon war ein König namens Bhīmaratha,
ausgestattet mit den sieben Juwelen, ein Weltenherrscher von großer Macht.

14.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Das Sāsana des Buddha ist getan."
So sprach, wie berichtet wird, der ehrwürdige Thera Kiṅkaṇipupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kiṅkaṇipupphiya ist das dritte.
4. Apadāna des Thera Taraṇiya

15.

Der Erhabene Atthadassī, Herr der Zweifüßer, Stier unter den Menschen,
von Jüngern umgeben, gelangte an das Ufer des Gaṅgā.

16.

Voll bis zum Rand, krähentrinkbar tief, war der Gaṅgā, schwer zu überqueren;
ich setzte den Bhikkhu-Saṅgha über und den Buddha, den Höchsten unter den Zweifüßern.

17.

Achtzehnhundert Äonen sind vergangen seit dem Kamma, das ich damals tat;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht des Übersetzens.

18.

Dreizehnhundert Äonen lang war ich fünfmal Weltenherrscher über alles,
mit sieben Schätzen ausgestattet, ein Cakkavattī von großer Macht.

19.

In diesem letzten Dasein ward ich in brahmanischer Familie geboren;
zusammen mit drei Gefährten trat ich fort in des Lehrers Ordnung.

20.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … des Buddha Lehre ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Taraṇiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Taraṇiya, das vierte.
5. Nigguṇḍipupphiyattherassāpadāna

21.

Ich war ein Gärtner des Erhabenen Vipassī;
eine Nigguṇḍī-Blüte ergreifend, brachte ich sie dem Buddha dar.

22.

Einundneunzig Äonen sind vergangen seit der Blüte, die ich da ehrend darbrachte;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

23.

Fünfundzwanzig Äonen von hier zurück war ich einmal Herr der Menschen,
Mahāpatāpa mit Namen, ein Weltenherrscher von großer Macht.

24.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … des Buddha Lehre ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Nigguṇḍipupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Nigguṇḍipupphiya, das fünfte.
6. Udakadāyakattherassāpadāna

25.

Als ich einen Asketen beim Essen sah, heiter und ungetrübt,
nahm ich einen Krug mit Wasser und gab ihn dem Siddhattha.

26.

Makellos bin ich heute, fleckenlos, Zweifel vernichtet;
während ich in den Daseinsformen entstehe, reift meine Frucht heran.

27.

Vierundneunzig Äonen sind vergangen seit dem Wasser, das ich da gab;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Wassergabe.

28.

Einundsechzig Äonen von hier zurück war einmal einer, makellos allein,
mit sieben Schätzen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

29.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … des Buddha Lehre ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Udakadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Udakadāyaka, das sechste.
7. Salalamāliyattherassāpadāna

30.

Wie ein Kaṇikāra-Baum leuchtend, inmitten eines Berges sitzend,
alle Himmelsrichtungen erhellend - so erblickte ich Siddhattha, den Lenker der Menschen.

31.

Den Bogen gleichmäßig gespannt, legte ich damals einen Pfeil an;
eine Blüte samt Stiel abschneidend, brachte ich sie dem Buddha dar.

32.

Vierundneunzig Äonen sind vergangen seit der Blüte, die ich da darbrachte;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

33.

Einundfünfzig Äonen von hier zurück war ich einmal ein Träger des Glanzes,
mit sieben Schätzen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

34.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … des Buddha Lehre ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Salalamāliya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Salalamāliya, das siebte.
8. Koraṇḍapupphiyattherassāpadāna

35.

Als ich den abgedrückten Fußabdruck erblickte, mit dem Rad-Zeichen geschmückt,
folgte ich Schritt für Schritt dem Mahesi Vipassī.

36.

Eine blühende Koraṇḍa-Pflanze erblickend, verehrte ich sie samt Wurzel;
frohgemuten Herzens verneigte ich mich vor dem erhabenen Fußabdruck.

37.

Einundneunzig Äonen sind vergangen seit der Blüte, die ich da ehrend darbrachte;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

38.

Vor siebenundfünfzig Äonen war einmal einer, fleckenlos und allein,
mit sieben Schätzen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

39.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … des Buddha Lehre ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Koraṇḍapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Koraṇḍapupphiya, das achte.
9. Ādhāradāyakattherassāpadāna

40.

Eine Stütze gab ich dem Sikhin, dem Weltverwandten;
ich trage die ganze Erde, diese vollständige Erdscheibe.

41.

Die Befleckungen sind in mir verbrannt, alle Daseinsformen mit der Wurzel ausgerissen;
ich trage den letzten Körper in der Ordnung des Vollkommen Erwachten.

42.

Siebenundzwanzig Äonen von hier zurück waren vier Menschen,
Samantavaraṇa mit Namen, Weltenherrscher von großer Macht.

43.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … des Buddha Lehre ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Ādhāradāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ādhāradāyaka, das neunte.
10. Pāpanivāriyattherassāpadāna

44.

Dem Erhabenen Tissa, dem Gott der Götter, dem Unerschütterlichen,
gab ich einen Einzelschirm mit heiterem Geist.

45.

Bedeckt ist mir das Böse, vollendet die Vollendung im Heilsamen;
Im Äther tragen sie einen Schirm über mir - dies ist die Frucht früheren Kammas.

46.

Die letzte meiner Wanderungen läuft ab, alle Daseinsformen sind ausgehoben;
Ich trage diesen letzten Körper im Sāsana des Vollkommen Erwachten.

47.

Vor zweiundneunzig Äonen schenkte ich damals jenen Schirm;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Schirmgabe.

48.

Im zweiundsiebzigsten Äon standen da Herrn des Volkes,
Mit Namen Mahānidāna, Könige, Weltenherrscher.

49.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Werk des Erwachten ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Pāpanivāriyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pāpanivāriyo ist das zehnte.
Das Kaṇikārapupphiya-Vagga ist das einundzwanzigste.
Dessen Zusammenfassung:
Kaṇikāra, Minela und Kiṅkaṇi, zusammen mit Taraṇa;
Nigguṇḍipupphī, Dakada, Salala und Kuraṇḍaka;
Ādhāraka und Pāpavārī - achtundvierzig Strophen.
22. Hatthivagga
1. Apadāna des Thera Hatthidāyaka

1.

Dem Erhabenen Siddhattha, dem Herrn der Zweibeiner, dem Unerschütterlichen,
Gab ich einen edlen Elefanten, mit Stoßzähnen aus Elfenbein, stattlich.

2.

Das höchste Ziel genieße ich, den unübertrefflichen Friedensort;
Die Elefantengabe schenkte ich dem Wohltäter aller Welten.

3.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich damals jene Elefantengabe;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Elefantengabe.

4.

Im achtundsiebzigsten Äon waren es sechzehn Kṣatriyas,
Mit Namen Samantapāsādika, mächtige Weltenherrscher.

5.

Die vier analytischen Erkenntnisse, und auch die acht Befreiungen,
Die sechs Höheren Erkenntnisse verwirklicht - das Werk des Erwachten ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Hatthidāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Hatthidāyaka ist das erste.
2. Apadāna des Thera Pānadhidāyaka

6.

Einem waldwohnenden Seher, der lange Zeit Askese geübt,
Einem Erwachten mit geläutertem Inneren, gab ich ein Trinkgefäß.

7.

Durch dieses Kamma, o Herr der Zweibeiner, o Ältester der Welt, Stier unter den Menschen,
Genieße ich einen himmlischen Wagen - dies ist die Frucht früheren Kammas.

8.

Vor vierundneunzig Äonen wirkte ich damals diese Tat;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Trinkgefäßes.

9.

Im siebenundsiebzigsten Äon waren es acht Kṣatriyas,
Mit Namen Suyāna, mächtige Weltenherrscher.

10.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Werk des Erwachten ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Pānadhidāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pānadhidāyaka ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Saccasaññaka

11.

Vessabhū damals, von der Bhikkhusaṅgha umgeben,
Lehrte die edlen Wahrheiten, die große Menge erlöschend.

12.

Von höchstem Mitgefühl ergriffen, trat ich zur Versammlung;
Ich saß dort in Stille und hörte den Dhamma des Lehrers.

13.

Nachdem ich seinen Dhamma gehört hatte, gelangte ich in die Welt der Götter;
Dreißig Äonen wohnte ich einst dort unter den Göttern.

14.

Vor einunddreißig Äonen gewann ich damals jene Wahrnehmung;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Wahrheitswahrnehmung.

15.

Im sechsundzwanzigsten Äon war ich ein einziger Herr des Volkes,
Mit Namen Ekaphusita, ein mächtiger Weltenherrscher.

16.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Werk des Erwachten ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Saccasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Saccasaññaka ist das dritte.
4. Apadāna des Thera Ekasaññaka

17.

Auf einem Waldweg sah ich ein paṃsukūla des Lehrers hängen;
Die Hände faltend in añjali, verehrte ich das paṃsukūla.

18.

Vor einunddreißig Äonen gewann ich damals jene Wahrnehmung;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

19.

Im fünfundzwanzigsten Äon war ich ein einziger Herr des Volkes,
Mit Namen Amitābha, ein mächtiger Weltenherrscher.

20.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Werk des Erwachten ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekasaññaka ist das vierte.
5. Apadāna des Thera Raṃsisaññaka

21.

Wie die aufgehende Sonne mit hundert Strahlen, wie der goldenstrahlende Glänzer,
Wie ein herrlicher Tiger-Stier, wohlgeboren im Schoß der Berge -

22.

So strahlte die Herrlichkeit des Erwachten zwischen den Bergen;
Meinen Geist auf seinen Lichtglanz gerichtet, freute ich mich einen Äon im Himmel.

23.

In den verbleibenden Äonen wirkte ich Heilsames -
Getragen von jener Geistesläuterung und dem Gedenken an den Erwachten.

24.

Vor dreißigtausend Äonen gewann ich damals jene Wahrnehmung;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Buddha-Wahrnehmung.

25.

Im siebenundfünfzigsten Äon war ich ein einziger Herr des Volkes,
Mit Namen Sujāta, ein mächtiger Weltenherrscher.

26.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Lehre des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Raṃsisaññaka diese Verse.
Das fünfte Apadāna des Thera Raṃsisaññaka.
6. Apadāna des Thera Sandhita

27.

Am Assattha-Baum, in hellem Grüne leuchtend,
dem hoch gewachsenen, dem mächtigen:
Da erlangte ich, einmal, geistesgegenwärtig,
eine Wahrnehmung, dem Buddha zugewandt.

28.

Vor einunddreißig Äonen, was ich damals
als Wahrnehmung erlangte -
durch die Kraft dieser Wahrnehmung
erlangte ich die Versiegung der Triebe.

29.

Vor dreizehn Äonen von hier
war ein Khattiyo namens Dhaniṭṭha,
mit den sieben Schätzen ausgestattet,
ein Cakkavattī von großer Macht.

30.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Lehre des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Sandhita diese Verse.
Das sechste Apadāna des Thera Sandhita.
7. Apadāna des Thera Tālavaṇṭadāyaka

31.

Einen Fächer aus Palmblatt gab ich
Tissa, dem Sonnenverwandten,
zur Kühlung in der Sommerhitze,
zur Stillung des brennenden Fiebers.

32.

Das Feuer der Begierde lösche ich aus,
und darüber hinaus das Feuer des Hasses;
auch das Feuer der Verblendung lösche ich -
dies ist die Frucht des Palmblattfächers.

33.

Die Kilesās sind in mir verbrannt,
alle Existenzen mit der Wurzel gerissen;
ich trage den letzten Körper
in der Lehre des Vollkommen Erwachten.

34.

Vor zweiundneunzig Äonen vollbrachte ich
damals jene Tat -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht des Palmblattfächers.

35.

Vor achtundsechzig Äonen von hier
trug einer den Namen Mahānāma,
mit den sieben Schätzen ausgestattet,
ein Cakkavattī von großer Macht.

36.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Lehre des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Tālavaṇṭadāyaka diese Verse.
Das siebte Apadāna des Thera Tālavaṇṭadāyaka.
8. Apadāna des Thera Akkantasaññaka

37.

Ein Kusāṭaka nehmend, war ich einst
zusammen mit dem Lehrmeister -
ich übte mich im Mantra-Vortrag,
um die Kunst des Heilens zu erlernen.

38.

Da sah ich den makellosen Buddha,
den Empfänger der Opfergaben,
den Stier, den Erhabenen, den Höchsten -
Tissa, den Buddha, den Größten der Scharen.

39.

Das ausgelegte Kusāṭaka betretend,
schritt der Höchste der Menschen einher -
der aufrecht Stehende, der große Held,
der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen.

40.

Ihn sehend, das Licht der Welt,
makellos, dem Monde gleich,
neigte ich mich zu des Lehrers Füßen
mit heiterem, klarem Geiste.

41.

Vor vierundneunzig Äonen - was ich
damals an Kusāṭaka gab -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht des Kusāṭaka.

42.

Vor siebenunddreißig Äonen von hier
war ich allein ein Herr der Menschen,
Sunanda mit Namen geheißen,
ein Cakkavattī von großer Macht.

43.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Lehre des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Akkantasaññaka diese Verse.
Das achte Apadāna des Thera Akkantasaññaka.
9. Apadāna des Thera Sappidāyaka

44.

Im prächtigen Obergemach sitzend,
umgeben von einer Schar von Frauen,
sah ich einen kranken Samaṇa -
da führte ich ihn zu meinem Haus hin.

45.

Den großen Helden, niedergesetzt,
den Gott der Götter, den Stier unter den Menschen -
Butteröl gab ich ihm,
dem großen Seher Siddhattha.

46.

Ihn sehend, beruhigt von Erschöpfung,
mit heiterem Antlitz und klaren Sinnen,
neigte ich mich zu des Lehrers Füßen
und sprach damals seine Lobpreisung.

47.

Mich sehend, so aufrichtig ergeben,
erhob er sich durch übernatürliche Kraft -
der Weise stieg auf in den Himmel
wie ein Schwanenkönig durch die Lüfte.

48.

Vor vierundneunzig Äonen - die Gabe,
die ich damals gab -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht des Butteröls.

49.

Vor siebzehn Äonen von hier
trug einer den Namen Jutideva,
mit den sieben Schätzen ausgestattet,
ein Cakkavattī von großer Macht.

50.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Lehre des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Sappidāyaka diese Verse.
Das neunte Apadāna des Thera Sappidāyaka.
10. Apadāna des Thera Pāpanivāriya

51.

Den Wandelgang des Erhabenen Piyadassi
reinigte ich
und bedeckte ihn mit Schilfrohr -
zum Schutz vor Wind und Sonnenbrand.

52.

Zur Meidung des Bösen,
zur Vollendung des Heilsamen,
zur Aufgabe der Kilesās
gab ich Mühe in der Lehre des Lehrers.

53.

Vor elf Äonen von hier
war einer weithin bekannt als Aggideva,
mit den sieben Schätzen ausgestattet,
ein Cakkavattī von großer Macht.

54.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Lehre des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Pāpanivāriya diese Verse.
Das zehnte Apadāna des Thera Pāpanivāriya.
Der Hatthi-Vagga ist der zweiundzwanzigste.
Dessen Zusammenfassung:
Hatthi, Pānadhi, Sacca und Ekasaññi und Raṃsika,
Sandhita, Tālavaṇṭa und ebenso Akkantasaññaka,
Sappi und Pāpanivārī - vierundfünfzig Verse.
23. Ālambaṇadāyaka-Vagga
1. Apadāna des Thera Ālambaṇadāyaka

1.

Dem Erhabenen Atthadassī,
dem Ältesten der Welt, dem Solchen,
gab ich eine Stütze -
dem Herrn der Zweifüßler, dem Solchen.

2.

Die weite Erde, jenseits des Meeresstrandes, erlange ich;
Über die Lebewesen herrsche ich, über das Land walte ich.

3.

Die Kilesā wurden von mir verbrannt, alle Existenzen ausgerissen;
Die drei Wissensarten sind erlangt - das Sāsana des Buddha ist erfüllt.

4.

Vor zweiundsechzig Äonen waren drei Khattiyas als Herrscher,
Jene namens Ekāpassa, Weltenherrscher von großer Macht.

5.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā,
Die sechs Abhiññā verwirklicht - das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ālambaṇadāyaka diese Strophen.
Das Apadāna des Thera Ālambaṇadāyaka ist das erste.

6.

Vor einunddreißig Äonen war ich ein Führer einer Gruppe;
Da erblickte ich den fleckenlosen Buddha, den Empfänger der Opfergaben.

7.

Ein Stück Fell gab ich dem Sikhī, dem Freund der Welt;
Durch diese Tat - o Herr der Zweibeiner, Ältester der Welt, Stier unter den Menschen -

8.

Nachdem ich Wohlstand genossen hatte, verbrannte ich die Kilesā;
Den letzten Leib trage ich im Sāsana des Vollkommen Erwachten.

9.

Vor einunddreißig Äonen - das Fell, das ich damals gab -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht des Fells.

10.

Vor fünf Äonen war ich König, ein großer Geber;
Mit den sieben Juwelen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

11.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ajinadāyaka diese Strophen.
Das Apadāna des Thera Ajinadāyaka ist das zweite.

12.

Ein Wildtierjäger war ich einst, im Wald und Dickicht;
Da erblickte ich den fleckenlosen Buddha, den Empfänger der Opfergaben.

13.

Fleischstücke habe ich gegeben dem Vipassī, dem großen Weisen;
In der Welt mit ihren Göttern ließ ich mich als Herr walten.

14.

Durch diese Gabe von Fleisch erwächst mir ein Juwel;
Zwei solcher Juwelen in der Welt dienen der Erlangung des gegenwärtig Erreichbaren.

15.

Alle diese genieße ich durch die Kraft der Fleischgabe;
Mein Körper ist geschmeidig, meine Weisheit fein und durchdringend.

16.

Vor einundneunzig Äonen - das Fleisch, das ich damals gab -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Fleischgabe.

17.

Vor vier Äonen war ich einst allein Herr über die Menschen,
Mahārohita mit Namen, ein Weltenherrscher von großer Macht.

18.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Dverataniyo diese Strophen.
Das Apadāna des Thera Dverataniyo ist das dritte.

19.

Für den Erhabenen Siddhattha ließ ich eine Vedikā errichten;
Einen Schutz habe ich gegeben dem Wohlgegangenen, dem großen Weisen.

20.

Durch diese besondere Tat sah ich nirgends Furcht und Schrecken;
Wo immer ich auch wiedergeboren wurde, kein Bangen war in mir zu finden.

21.

Vor vierundneunzig Äonen - die Vedikā, die ich einst bauen ließ -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Vedikā.

22.

Vor sechs Äonen trug ich den Namen Apassena;
Mit den sieben Juwelen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

23.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ārakkhadāyaka diese Strophen.
Das Apadāna des Thera Ārakkhadāyaka ist das vierte.

24.

Dem Erhabenen Vipassī gab ich eine Feuerhalle;
Auch eine Unterkunft für Kranke und die Entgegennahme von warmem Wasser.

25.

Durch diese Tat ist diese meine Daseinsform herrlich gestaltet;
Keine Krankheit kenne ich - dies ist die Frucht heilsamer Tat.

26.

Vor einundneunzig Äonen - die Halle, die ich damals gab -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Feuerhalle.

27.

Vor sieben Äonen war ich, Aparājita, allein Herr über die Menschen;
Mit den sieben Juwelen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

28.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Abyādhika diese Strophen.
Das Apadāna des Thera Abyādhika ist das fünfte.

29.

Nārada ist mein Name, als Kassapa kennen mich die Weisen;
Da erblickte ich den Ersten unter den Asketen, den Vipassī, von den Göttern verehrt.

30.

Den Buddha, der die Erkennungszeichen trägt, den Empfänger der Opfergaben -
Eine Aṅkola-Blüte ergreifend, brachte ich sie dem Buddha dar.

31.

Vor einundneunzig Äonen - die Blüte, die ich da verehrte -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

32.

Vor vierundsiebzig Äonen war ein Krieger namens Romasa;
mit Blumengirlanden und Schmuck geschmückt, mit eigenen Truppen und Streitkräften versehen.

33.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Des Buddhas Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Aṅkolapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Aṅkolapupphiya, das sechste.
7. Apadāna des Thera Sovaṇṇavaṭaṃsakiya

34.

Als ich zum Lustgarten fuhr, erblickte ich den Führer der Welt;
ich nahm einen Kranz aus feinem Gold, kunstvoll gefertigt.

35.

Rasch bestieg ich den Nacken des Elefanten
und brachte ihn dem Buddha dar, dem Sikhī, dem Weltverwandten.

36.

Vor einunddreißig Äonen war die Blume, die ich dargebracht;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Blumenverehrung.

37.

Vor siebenundzwanzig Äonen war ich allein Herr der Menschen,
unter dem Namen Mahāpatāpa, ein Weltenherrscher von großer Macht.

38.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Des Buddhas Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sovaṇṇavaṭaṃsakiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sovaṇṇavaṭaṃsakiya, das siebte.
8. Apadāna des Thera Miñjavaṭaṃsakiya

39.

Als der Welthüter Sikhī, der Trefflichste unter den Redenden, ins Nibbāna eingegangen war,
vollzog ich die Verehrung des Bodhi-Baumes, reichlich mit Kränzen bedeckt.

40.

Vor einunddreißig Äonen war die Verehrung, die ich damals vollzog;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Bodhi-Verehrung.

41.

Vor sechsundzwanzig Äonen von hier war ich, Meghabbha mit Namen,
mit den sieben Juwelen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

42.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Des Buddhas Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Miñjavaṭaṃsakiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Miñjavaṭaṃsakiya, das achte.
9. Apadāna des Thera Sukatāveḷiya

43.

Asita war mein Name damals - ich war ein Blumenbinder;
ich nahm eine Blütengirlande und machte mich auf, sie dem König zu bringen.

44.

Noch bevor ich den König erreicht hatte, erblickte ich den Anführer Sikhī;
freudig, mit freudigem Herzen, hielt ich sie dem Buddha hin.

45.

Vor einunddreißig Äonen war die Blume, die ich in Verehrung dargebracht;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

46.

Vor fünfundzwanzig Äonen war ich ein König von großer Macht,
Vebhāra mit Namen, ein Weltenherrscher von großer Macht.

47.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Des Buddhas Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sukatāveḷiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sukatāveḷiya, das neunte.
10. Apadāna des Thera Ekavandaniya

48.

Den Stier, den Vorzüglichen, den Helden, den Vessabhū, den Überwinder -
mit heiterer Gesinnung, mit freudigem Sinn verehrte ich den erhabensten Buddha.

49.

Vor einunddreißig Äonen war das Kamma, das ich damals vollzog;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Verehrung.

50.

Im vierundzwanzigsten Äon war ich Vikatānanda mit Namen,
mit den sieben Juwelen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

51.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Des Buddhas Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekavandaniya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekavandaniya, das zehnte.
Der Ālambaṇadāyaka-Vagga, der dreiundzwanzigste.
Dessen Zusammenfassung:
Ālambaṇa und Ajina, der Geber von Fleisch als Schutz,
Abyādhi, Aṅkola, Soṇṇa, Miñja, Āveḷa, Verehrung -
fünfundfünfzig Verse, gezählt von denen, die das Wesen schauen.
24. Udakāsana-Vagga
1. Apadāna des Thera Udakāsanadāyaka

1.

Aus dem Tor des Klostergartens heraustretend, breitete ich eine Matte aus
und reichte Wasser dar, um das Höchste zu erlangen.

2.

Vor einunddreißig Äonen war das Kamma, das ich damals vollzog;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht von Sitz und Wasser.

3.

Vor fünfzehn Äonen von hier war einer namens Abhisāma,
mit den sieben Juwelen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

4.

Die vier analytischen Erkenntnisse und die acht Vimokkhā -
die sechs Abhiññā sind verwirklicht; des Buddhas Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Udakāsanadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Udakāsanadāyaka, das erste.
2. Apadāna des Thera Bhājanapālaka

5.

In der Stadt Bandhumatī war ich damals ein Töpfer;
ich hütete das Gefäß für den Bhikkhu-Saṅgha sogleich.

6.

Vor einundneunzig Äonen hütete ich das Gefäß;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Gefäßes.

7.

Vor dreiundvierzig Äonen von hier war Anantajālī mit Namen,
mit den sieben Juwelen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Macht.

8.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Des Buddhas Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Bhājanapālaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Bhājanapālaka, das zweite.
3. Apadāna des Thera Sālapupphiya

9.

In der Stadt Aruṇavatī war ich damals ein Kuchenbäcker;
den Sieger Sikhī sah ich, wie er an meiner Tür vorüberging.

10.

Die Schale des Buddhas hinhaltend, gab ich ihm eine Sāla-Blüte -
dem vollkommen gegangenen Buddha, mit klarem und heiterem Sinn.

11.

Vor einunddreißig Äonen schenkte ich diese Blüte -
eine Sāla-Blume gab ich damals hin.
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Sāla-Blüte.

12.

Vor vierzehn Äonen von hier
war ich Amitañjala -
mit sieben Schätzen ausgestattet,
ein Weltenherrscher von großer Kraft.

13.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sālapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sālapupphiya, das dritte.
4. Apadāna des Thera Kilañjadāyaka

14.

In Tivarā, der einst so lieblichen Stadt,
war ich damals ein Rohrmacher.
Als Siddhattha, das Licht der Welt, erschien,
war das Volk dort voll vertrauensvoller Andacht.

15.

Für die Verehrung des Welthüters
suchte man eine Matte aus Rohrgeflecht.
Denen, die die Verehrung des Buddha vollzogen,
gab ich eine Kilañja-Matte.

16.

Vor vierundneunzig Äonen
vollbrachte ich jene Tat.
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Kilañja-Matte.

17.

Vor siebenundsiebzig Äonen
war ich König Jaladdhara -
mit sieben Schätzen ausgestattet,
ein Weltenherrscher von großer Kraft.

18.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kilañjadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kilañjadāyaka, das vierte.
5. Apadāna des Thera Vedikāraka

19.

Am vortrefflichsten Fuße des Bodhi-Baumes
des Erhabenen Vipassī,
mit heiterem, wohlgestimmtem Herzen
ließ ich ein Geländer errichten.

20.

Vor einundneunzig Äonen
ließ ich dieses Geländer errichten.
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht des Geländers.

21.

Vor elf Äonen von hier
war ich der Sonne gleich -
mit sieben Schätzen ausgestattet,
ein Weltenherrscher von großer Kraft.

22.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Vedikāraka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Vedikāraka, das fünfte.
6. Apadāna des Thera Vaṇṇakāra

23.

In der Stadt Aruṇavatī
war ich damals ein Färber.
Am Cetiya bemalte ich Tuchgewänder
in mancherlei Farben.

24.

Vor einunddreißig Äonen,
als ich damals jene Farbe auftrug -
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Farbengabe.

25.

Vor dreiundzwanzig Äonen von hier,
Vaṇṇasama mit Namen -
mit sieben Schätzen ausgestattet,
ein Weltenherrscher von großer Kraft.

26.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Vaṇṇakāra diese Verse.
Das Apadāna des Thera Vaṇṇakāra, das sechste.
7. Apadāna des Thera Piyālapupphiya

27.

Einst war ich Wildtierjäger,
im Wald und Dickicht weilend.
Als ich die blühende Piyāla-Blüte erblickte,
warf ich sie auf den Weg des Wandelnden.

28.

Vor einundneunzig Äonen
verehrte ich jene Blüte.
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

29.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Piyālapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Piyālapupphiya, das siebte.
8. Apadāna des Thera Ambayāgadāyaka

30.

Ohne Hochmut auf mein eigenes Handwerk
begab ich mich in den Wald.
Als ich den Vollerwachten dahingehen sah,
gab ich ihm einen Mangobrei.

31.

Vor einundneunzig Äonen,
als ich damals jene Gabe reichte -
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht des Mangobreies.

32.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ambayāgadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ambayāgadāyaka, das achte.
9. Apadāna des Thera Jagatikāraka

33.

Als der Welthüter Atthadassī,
der Vortrefflichste unter den Menschen, ins Parinibbāna eingegangen war,
ließ ich einen gepflasterten Boden errichten
am vortrefflichsten Thūpa des Buddha.

34.

Vor achtzehnhundert Äonen
vollbrachte ich jene Tat.
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht des gepflasterten Bodens.

35.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Jagatikāraka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Jagatikāraka, das neunte.
10. Apadāna des Thera Vāsidāyaka

36.

Einst war ich Schmied
in Tivarā, der vortrefflichsten Stadt.
Ein einziges Beil gab ich
dem Selbst-Erwachten, dem Unbesiegbaren.

37.

Vor vierundneunzig Äonen,
als ich damals jenes Beil schenkte -
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Beilgabe.

38.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Vāsidāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Vāsidāyaka, das zehnte.
Der Udakāsana-Vagga, der vierundzwanzigste.
Dessen Zusammenfassung:
Udakāsana, Bhājana, Sālapupphī, Kilañjaka,
Vedikā, Vaṇṇakāra, Piyāla, Ambayāgada,
Jagatī, Vāsidātā - achtunddreißig Verse.
25. Tuvaradāyaka-Vagga
1. Apadāna des Thera Tuvaradāyaka

1.

Einst war ich Wildtierjäger,
im Wald und Dickicht weilend.
Eine Fuhre Tuvara-Hülsenfrüchte nehmend
gab ich sie dem Saṅgha.

2.

Vor einundneunzig Äonen,
als ich damals jene Gabe reichte -
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Tuvara-Gabe.

3.

Die vier analytischen Erkenntnisse, und auch die acht Vimokkhās -
all das wurde verwirklicht, vollbracht ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Tuvaradāyaka diese Verse.
Tuvaradāyakattherassāpadānaṃ paṭhamaṃ.

4.

Den Bogen spannend, ungeteilt und unbeirrt, drang ich in den Wald hinein;
da sah ich eine Kesara-Blüte, herabgefallen, mit aufgefaltetem Blütenkelch.

5.

Mit beiden Händen hob ich sie empor, legte sie ehrerbietig aufs Haupt -
dem Buddha Tissa, dem Weltverwandten, bot ich sie dar.

6.

Vor zweiundneunzig Äonen war es, dass ich jene Blüte dargebracht;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

7.

Im dreiundsiebzigsten Äon waren sieben, Kesara mit Namen,
mit sieben Schätzen ausgestattet, Weltenherrscher von großer Macht.

8.

Die vier analytischen Erkenntnisse … vollbracht ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Nāgakesariya diese Verse.
Nāgakesariyattherassāpadānaṃ dutiyaṃ.

9.

Inmitten eines natürlichen Sees lebe ich als Wasservogel;
da erblickte ich den Gott der Götter, wie er dahinging, windgleich.

10.

Mit dem Schnabel ergriff ich eine Kesara-Blüte, mit heiterem Geist,
und bot sie dem Buddha Tissa dar, dem Weltverwandten.

11.

Vor zweiundneunzig Äonen war es, dass ich jene Blüte dargebracht;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

12.

Im dreiundsiebzigsten Äon waren sieben, Kesara mit Namen,
mit sieben Schätzen ausgestattet, Weltenherrscher von großer Macht.

13.

Die vier analytischen Erkenntnisse … vollbracht ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Naḷinakesariya diese Verse.
Naḷinakesariyattherassāpadānaṃ tatiyaṃ.

14.

Von tausend Triebversiegten begleitet zog der Weltenführer aus;
eine Virava-Blüte nehmend, bot ich sie dem Buddha dar.

15.

Vor einundneunzig Äonen war es, dass ich jene Blüte dargebracht;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

16.

Die vier analytischen Erkenntnisse … vollbracht ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Viravapupphiya diese Verse.
Viravapupphiyattherassāpadānaṃ catutthaṃ.

17.

Des Bhagavā Siddhattha Hüter und Wächter der Hütte war ich einst;
zur rechten Zeit beräucherte ich sie, in Heiterkeit, mit eigenen Händen.

18.

Vor vierundneunzig Äonen war es, dass ich jenes Kamma vollbracht;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Weihrauchgabe.

19.

Die vier analytischen Erkenntnisse … vollbracht ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Kuṭidhūpaka diese Verse.
Kuṭidhūpakattherassāpadānaṃ pañcamaṃ.

20.

Mit höchster Selbstbezähmung schenkte ich dem großen Seher Siddhattha
eine Almosenschale - dargebracht dem Aufrechten, dem Beständigen.

21.

Vor vierundneunzig Äonen war es, dass ich jene Gabe gegeben;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Schalengabe.

22.

Die vier analytischen Erkenntnisse … vollbracht ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Pattadāyaka diese Verse.
Pattadāyakattherassāpadānaṃ chaṭṭhaṃ.

23.

Als der Welthüter Siddhattha, der Vortrefflichste der Menschen, ins Nibbāna eingegangen war,
gelangte ich in den Besitz einer Reliquie des Beständigen, des Höchsten der Zweifüßler.

24.

Jene Reliquie nehmend verehrte ich sie fünf Jahre lang,
als wäre der Sonnenverwandte, der Buddha, noch leibhaftig zugegen.

25.

Vor vierundneunzig Äonen war es, dass ich jene Reliquie verehrte;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Pflegens der Reliquie.

26.

Die vier analytischen Erkenntnisse … vollbracht ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Dhātupūjaka diese Verse.
Dhātupūjakattherassāpadānaṃ sattamaṃ.

27.

Sieben Sattali-Blüten legte ich damals auf mein Haupt
und bot sie dem Buddha Vessabhu dar, dem Vortrefflichsten der Menschen.

28.

Vor einunddreißig Äonen war es, dass ich jene Blüten dargebracht;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

29.

Die vier analytischen Erkenntnisse … vollbracht ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Sattalipupphapūjaka diese Verse.
Sattalipupphapūjakattherassāpadānaṃ aṭṭhamaṃ.

30.

Padumuttara mit Namen, der Siegreiche, der Selbst-Erwachte, der Höchste unter allen -
er verkündet die vier Wahrheiten und erleuchtet den unsterblichen Pfad.

31.

Bimbijālaka-Blüten in Fülle nehmend bot ich sie damals dar
dem Buddha, dem Höchsten der Zweifüßler, dem Beständigen.

32.

Vor achtundsechzig Äonen waren es vier, Kiñjakesara mit Namen,
mit sieben Schätzen ausgestattet, Weltenherrscher von großer Macht.

33.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Bimbijāliyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Bimbijāliyo ist das neunte.
10. Uddālakadāyaka-Thera-Apadāna

34.

„Kakudha war sein Name,
der Selbst-Erwachte, Unbesiegte;
aus dem Wald heraustretend
gelangte er zum großen Strom.

35.

Eine Uddālaka-Blüte nehmend
bot ich sie dem Selbst-Erwachten dar;
heiteren Herzens war ich,
dem Gezähmten, dem Aufrechten.

36.

Vor einunddreißig Äonen
brachte ich jene Blüte dar;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Blumengabe.

37.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Uddālakadāyako diese Verse.
Das Apadāna des Thera Uddālakadāyako ist das zehnte.
Der Tuvaradāyaka-Vagga ist der fünfundzwanzigste.
Dessen Zusammenfassung:
Tuvara, Nāga, Naḷina,
Viravi, Kuṭidhūpaka,
Patta, Dhātu, Sattaliyo,
Bimbi und Uddālaka -
siebenunddreißig Verse,
gezählt von den Weisen.
26. Thomaka-Vagga
1. Thomaka-Thera-Apadāna

1.

„In der Götterwelt stehend, beim großen Seher Vipassī,
hörte ich den Dhamma und war freudig bewegt,
und sprach diese Worte:

2.

‚Verehrung dir, du edler Mensch,
Verehrung dir, du Höchster der Menschen;
viele befreist du,
indem du den unsterblichen Pfad verkündest.'

3.

Vor einundneunzig Äonen
sprach ich damals diese Worte;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht des Lobpreisens.

4.

Die vier analytischen Erkenntnisse, und auch die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā verwirklicht -
die Weisung des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Thomako diese Verse.
Das Apadāna des Thera Thomako ist das erste.
2. Ekāsanadāyaka-Thera-Apadāna

5.

„Die Göttergestalt aufgebend
kam ich hierher mit meiner Frau;
ich wollte eine Tat vollbringen
in der Weisung des erhabensten Buddha.

6.

Devalo war sein Name,
ein Schüler des Padumuttara;
ihm gab ich Almosenspeise,
mit heiterem, klarem Geist.

7.

Vor hunderttausend Äonen
tat ich damals diese Tat;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht des Piṇḍapāta.

8.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Ekāsanadāyako diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekāsanadāyako ist das zweite.
3. Citakapūjaka-Thera-Apadāna

9.

„Ānanda war sein Name,
der Vollerwachte, der Selbst-Erwachte, Unbesiegte;
im Wald trat er ins Parinibbāna ein,
in einem unwirtlichen Dickicht.

10.

Von der Götterwelt herabkommend
errichtete ich damals einen Scheiterhaufen;
den Leichnam verbrannte ich dort
und erwies ihm Ehrerbietung.

11.

Vor einundneunzig Äonen
tat ich damals diese Tat;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

12.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Citakapūjako diese Verse.
Das Apadāna des Thera Citakapūjako ist das dritte.
4. Ticampakapupphiya-Thera-Apadāna

13.

„Nicht weit vom Himavant
liegt ein Berg namens Vikata;
in seiner Mitte wohnte
ein Asket mit gezähmten Sinnen.

14.

Seinen Gleichmut schauend,
mit heiterem, klarem Geist,
nahm ich drei Campaka-Blüten
und streute sie über ihn aus.

15.

Vor einundneunzig Äonen
brachte ich jene Blüten dar;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

16.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Ticampakapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ticampakapupphiyo ist das vierte.
5. Sattapāṭaliya-Thera-Apadāna

17.

„Den inmitten der Berge Sitzenden,
der leuchtete wie der Kaṇikāra-Baum -
sieben Pāṭali-Blüten
brachte ich dem Buddha dar.

18.

Vor vierundneunzig Äonen
brachte ich damals diese Blüten dar;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

19.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Sattapāṭaliyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sattapāṭaliyo ist das fünfte.
6. Upāhanadāyaka-Thera-Apadāna

20.

„Candana war mein Name,
damals ein Anhänger des Vollerwachten;
einen einzigen Schuh gab ich:
‚Erlange du für mich die Bodhi.'

21.

Vor einundneunzig Äonen
gab ich damals jenes Schuhwerk;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Schuhgabe.

22.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Upāhanadāyako diese Verse.
Das Apadāna des Thera Upāhanadāyako ist das sechste.
7. Mañjaripūjaka-Thera-Apadāna

23.

„Einen Blütenstrauß bindend
begab ich mich auf den Weg;
da erblickte ich den Höchsten der Asketen,
dem Bhikkhu-Saṅgha vorangehend.

24.

Mit heiterem Geist und freudigem Herzen,
von höchster Begeisterung erfüllt,
hob ich ihn mit beiden Händen empor
und brachte ihn dem Buddha dar.

25.

Vor zweiundneunzig Äonen
brachte ich damals jene Blüte dar;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Blütenverehrung.

26.

Vor dreiundsiebzig Äonen war ich ein einziger Erdherrscher;
Jotiyo war mein Name, ein Weltenherrscher von großer Kraft.

27.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Mañjaripūjako diese Verse.
Das Apadāna des Thera Mañjaripūjaka, das siebte.
8. Apadāna des Thera Paṇṇadāyaka

28.

Am Himalaya-Gebirge lebte ich, in Bastgewänder gekleidet;
Von ungesalzenen Blättern ernährte ich mich, in Regeln wohl gezügelt.

29.

Zur Zeit des Morgenessens nahte sich mir Siddhattho;
Da gab ich dem Buddha jene Blätter dar, mit eigenen Händen, voll heiterer Andacht.

30.

Vor vierundneunzig Äonen schenkte ich damals jene Blätter;
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Blättergabe.

31.

Vor siebenundzwanzig Äonen war ich ein König namens Sadatthiya;
Mit den sieben Kleinodien ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Kraft.

32.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Paṇṇadāyako diese Verse.
Das Apadāna des Thera Paṇṇadāyaka, das achte.
9. Apadāna des Thera Kuṭidāyaka

33.

Der Vollerwachte, ein Waldwanderer, weilte damals am Fuße eines Baumes;
Eine Blätterhütte errichtete ich und bot sie dem Unbesiegten dar.

34.

Vor einundneunzig Äonen schenkte ich jene Blatthütte;
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Hüttengabe.

35.

Vor achtundzwanzig Äonen gab es sechzehn Könige;
„Überall lässt er es regnen" - so wurden jene Weltenherrscher genannt.

36.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kuṭidāyako diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kuṭidāyaka, das neunte.
10. Apadāna des Thera Aggapupphiya

37.

Den goldfarben strahlenden Vollerwachten, inmitten eines Gebirges sitzend,
Der mit seinen Strahlen leuchtete wie ein Pfauenrad dem anderen gleicht -

38.

Die erste und frischeste Blüte ergreifend, trat ich heran zum Höchsten der Menschen;
Heiteren Herzens, froh gestimmt, brachte ich sie dem Buddha dar.

39.

Vor einunddreißig Äonen brachte ich jene Blüte als Opfergabe dar;
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Buddhahuldigung.

40.

Vor fünfundzwanzig Äonen war ich einer namens Amitogata;
Mit den sieben Kleinodien ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Kraft.

41.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Aggapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Aggapupphiya, das zehnte.
Der Thomakavagga, der sechsundzwanzigste.
Dessen Inhaltsangabe:
Thomaka, Ekāsana, Citaka, Campaka, Sattapāṭali;
Pānadhi, Mañjarī, Paṇṇa, Kuṭida, Aggapupphiya -
Die Verse wurden hier gezählt: es sind einundvierzig.
27. Padumukkhipavagga
1. Apadāna des Thera Ākāsukkhipiya

1.

Den goldfarbenen Siddhattho, der durch den Markt schritt,
Zwei Lotusblüten ergreifend trat ich heran zum Stier unter den Menschen.

2.

Eine Blüte legte ich zu den Füßen des erhabensten Buddha nieder;
Die andere Blüte hob ich empor und warf sie in den Himmel.

3.

Vor vierundneunzig Äonen brachte ich jene Blüte dar;
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Blütengabe.

4.

Vor sechsunddreißig Äonen war ich ein einziger Erdherrscher;
Antalikkhakara war mein Name, ein Weltenherrscher von großer Kraft.

5.

Die vier analytischen Erkenntnisse, und auch die acht Vimokkhā;
Die sechs Abhiññā wurden verwirklicht - die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ākāsukkhipiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ākāsukkhipiya, das erste.
2. Apadāna des Thera Telamakkhiya

6.

Als der Erhabene Siddhattho, der Stier unter den Menschen, ins Nibbāna eingegangen war,
Bestrich ich damals sogleich die Balustrade des Bodhi-Baumes mit Öl.

7.

Vor vierundneunzig Äonen bestrich ich damals mit jenem Öl;
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht des Bestreichens.

8.

Vor vierundzwanzig Äonen war ich ein Khattiyo namens Succhavi;
Mit den sieben Kleinodien ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Kraft.

9.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Telamakkhiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Telamakkhiya, das zweite.
3. Apadāna des Thera Aḍḍhacandiyo

10.

Beim Bodhi-Baum des Erhabenen Tissa, dem herrlichen Erdgewächs,
Legte ich einen Halbmond nieder mit eigener Hand.

11.

Vor zweiundneunzig Äonen brachte ich jenen Halbmond dar;
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Bodhi-Verehrung.

12.

Vor fünfundzwanzig Äonen war ich ein Khattiyo namens Devala;
Mit den sieben Kleinodien ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Kraft.

13.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Aḍḍhacandiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Aḍḍhacandiyo, das dritte.
4. Apadāna des Thera Padīpadāyaka

14.

Als göttliches Wesen weilte ich dort und stieg zur Erde herab;
Fünf Lampen reichte ich dar mit eigenen Händen, voll heiterer Andacht.

15.

Vor vierundneunzig Äonen schenkte ich damals eine Lampe -
seitdem kenne ich keine schlechte Wiedergeburt:
Dies ist die Frucht der Lampengabe.

16.

Vor fünfundfünfzig Äonen war ich einst ein Weltenherrscher,
mit Namen Samantacakkhu,
ein Cakkavattī von gewaltiger Macht.

17.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Der Auftrag des Buddha ist vollbracht.
So sprach, wie überliefert, der ehrwürdige Thera Padīpadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Padīpadāyaka, das vierte.
5. Apadāna des Thera Biḷālidāyaka

18.

Unweit des Himavant erhebt sich der Berg namens Romasa;
am Fuße jenes Berges lebte ein Samaṇa,
dessen Sinne wohlgezähmt waren.

19.

Eine Katze nehmend, gab ich sie dem Samaṇa -
da freute sich der große Held, der Selbst-Erwachte, der Unbesiegte.

20.

„Die Katze, die du mir mit heiterem Herzen gabst -
wenn du in neuer Existenz erscheinst, reift dir ihre Frucht."

21.

Vor vierundneunzig Äonen schenkte ich damals eine Katze -
seitdem kenne ich keine schlechte Wiedergeburt:
Dies ist die Frucht der Katzengabe.

22.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Der Auftrag des Buddha ist vollbracht.
So sprach, wie überliefert, der ehrwürdige Thera Biḷālidāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Biḷālidāyaka, das fünfte.
6. Apadāna des Thera Macchadāyaka

23.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā war ich damals ein Fischadler;
einen großen Fisch ergreifend, schenkte ich ihn dem Weisen Siddhattha.

24.

Vor vierundneunzig Äonen schenkte ich damals einen Fisch -
seitdem kenne ich keine schlechte Wiedergeburt:
Dies ist die Frucht der Fischgabe.

25.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Der Auftrag des Buddha ist vollbracht.
So sprach, wie überliefert, der ehrwürdige Thera Macchadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Macchadāyaka, das sechste.
7. Apadāna des Thera Javahaṃsaka

26.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā war ich damals ein Waldbewohner;
da erblickte ich den Erwachten Siddhattha,
der ungehindert wie der Wind dahinging.

27.

Die Hände faltend, emporblickend zum großen Weisen,
mein eigenes Herz in Heiterkeit versenkend,
verneigte ich mich vor dem Anführer.

28.

Vor vierundneunzig Äonen verneigte ich mich vor dem Stier unter den Menschen -
seitdem kenne ich keine schlechte Wiedergeburt:
Dies ist die Frucht der Verehrung.

29.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Der Auftrag des Buddha ist vollbracht.
So sprach, wie überliefert, der ehrwürdige Thera Javahaṃsaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Javahaṃsaka, das siebte.
8. Apadāna des Thera Saḷalapupphiya

30.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā war ich damals ein Kinnara;
da erblickte ich den Erwachten Vipassī,
umstrahlt vom Netz seiner Lichtglorie.

31.

Mit heiterem Herzen, frohgemut,
erfüllt von höchster Freude,
ergriff ich eine Saḷala-Blüte und streute sie über Vipassī.

32.

Vor einundneunzig Äonen opferte ich damals jene Blüte -
seitdem kenne ich keine schlechte Wiedergeburt:
Dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

33.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Der Auftrag des Buddha ist vollbracht.
So sprach, wie überliefert, der ehrwürdige Thera Saḷalapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Saḷalapupphiya, das achte.
9. Apadāna des Thera Upāgatāsaya

34.

Inmitten des Himavant lag ein wunderschön geformter See;
dort war ich ein Rakkhasa, von bösartigem Wesen, furchteinflößend.

35.

Voll Mitgefühl und Erbarmen kam Vipassī, der Weltenführer,
in der Absicht, mich zu befreien, zu mir heran.

36.

Dem großen Helden, dem Gott der Götter, dem Stier unter den Menschen,
der zu mir herangetreten war,
trat ich aus meiner Behausung hervor
und verneigte mich vor dem Meister.

37.

Vor einundneunzig Äonen verneigte ich mich vor dem Höchsten unter den Menschen -
seitdem kenne ich keine schlechte Wiedergeburt:
Dies ist die Frucht der Verehrung.

38.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Der Auftrag des Buddha ist vollbracht.
So sprach, wie überliefert, der ehrwürdige Thera Upāgatāsaya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Upāgatāsaya, das neunte.
10. Apadāna des Thera Taraṇiya

39.

Der Vollerwachte Vipassī, goldfarben, würdig der Gaben,
der Meister, stand am Flussufer,
umgeben von der Gemeinschaft der Bhikkhus.

40.

Keine Fähre war dort zu finden auf dem weiten Strom;
da trat ich in den Fluss und setzte den Weltenführer über.

41.

Vor einundneunzig Äonen setzte ich den Höchsten unter den Menschen über -
seitdem kenne ich keine schlechte Wiedergeburt:
Dies ist die Frucht des Übersetzens.

42.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Der Auftrag des Buddha ist vollbracht.
So sprach, wie überliefert, der ehrwürdige Thera Taraṇiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Taraṇiya, das zehnte.
Der Padumukkhipa-Vagga, der siebenundzwanzigste.
Dessen Zusammenfassung:
Ukkhipī, Telacandī, Dīpada und Biḷālida,
Maccha, Java, Saḷalada, Rakkhasa, Taraṇa - zehn;
die Verse hier zählen einundvierzig.
28. Suvaṇṇabibbohanavagga
1. Apadāna des Thera Suvaṇṇabibbohaniya

1.

Einen Einzelsitz schenkte ich, heiter gestimmt, mit eigenen Händen,
und ein Kopfkissen gab ich dar,
um das Höchste zu erlangen.

2.

Vor einundneunzig Äonen schenkte ich damals ein Kopfkissen -
seitdem kenne ich keine schlechte Wiedergeburt:
Dies ist die Frucht des Kopfkissens.

3.

Vor dreiundsechzig Äonen war ein Krieger namens Asama -
mit sieben Juwelen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Kraft.

4.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā - verwirklicht. Des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Suvaṇṇabibbohaniyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Suvaṇṇabibbohaniyo ist das erste.
2. Apadāna des Thera Tilamuṭṭhidāyaka

5.

Meine Absicht erkennend, kam der Meister, der höchste Führer der Welt,
mit einem geistesgefertigten Körper, durch Iddhi heran.

6.

Den herangekommenen Meister, den höchsten der Menschen, ehrte ich;
mit heiterem Herzen und freudigem Sinn gab ich eine Handvoll Sesam.

7.

Vor einundneunzig Äonen gab ich damals jene Gabe -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Handvoll Sesam.

8.

Vor sechzehn Äonen war ein Krieger namens Tantisa -
mit sieben Juwelen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Kraft.

9.

Die vier analytischen Erkenntnisse … Des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Tilamuṭṭhidāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tilamuṭṭhidāyaka ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Caṅkoṭakiya

10.

Am großen Ozean wohnend, zwischen den Bergen,
trat ich entgegen und überreichte einen Caṅkoṭaka-Blütenkorb.

11.

Dem großen Weisen Siddhattha, dem Mitfühlenden gegenüber allen Wesen,
gab ich einen Blütenkorb - einen ganzen Äon freute ich mich im Himmel.

12.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich damals diesen Caṅkoṭaka -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht des Caṅkoṭaka.

13.

Die vier analytischen Erkenntnisse … Des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Caṅkoṭakiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Caṅkoṭakiya ist das dritte.
4. Apadāna des Thera Abbhañjanadāyaka

14.

Dem Gesegneten Koṇḍañña, dem Leidenschaftsfreien, dem Gleichmütigen,
dessen Geist gleich dem Himmel ist, dem Meditierenden ohne gedankliche Ausbreitung -

15.

dem, der alle Verblendung überwunden, der das Wohl aller Welten sucht,
dem höchsten der Zweifüßler, dem Unerschütterlichen - ihm gab ich Salböl.

16.

Vor unermesslichen Äonen gab ich damals jenes Salböl -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht des Salböls.

17.

Vor fünfzehn Äonen war ein Krieger namens Cirappo -
mit sieben Juwelen ausgestattet, ein Weltenherrscher von großer Kraft.

18.

Die vier analytischen Erkenntnisse … Des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Abbhañjanadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Abbhañjanadāyaka ist das vierte.
5. Apadāna des Thera Ekañjalika

19.

Dem, der beim Udumbara-Baum weilte, auf bereiteter Blätterstreu -
ich gab Unterkunft und legte einen Blütenteppich aus, dem großen Weisen der Asketen.

20.

Dem Tissa, dem höchsten der Zweifüßler, dem Welthüter, dem Unerschütterlichen -
die Hände in Añjali erhebend, breitete ich einen Blütenteppich aus.

21.

Vor zweiundneunzig Äonen legte ich jenen Blütenteppich -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht des Teppichlegens.

22.

Vor vierzehn Äonen war ich ein Herrscher über Menschen,
Ekaañjalika mit Namen, ein Weltenherrscher von großer Kraft.

23.

Die vier analytischen Erkenntnisse … Des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekañjalika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekañjalika ist das fünfte.
6. Apadāna des Thera Potthakadāyaka

24.

In Bezug auf den Meister, den Dhamma und den Saṅgha, den großen Weisen -
eine Gabe von Palmblatt-Manuskripten gab ich den unvergleichlichen Würdigen.

25.

Vor einundneunzig Äonen vollbrachte ich damals jenes Kamma -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Manuskript-Gabe.

26.

Die vier analytischen Erkenntnisse … Des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Potthakadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Potthakadāyaka ist das sechste.
7. Apadāna des Thera Citakapūjaka

27.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā zog ich stromabwärts
und legte sieben Māluvā-Blüten auf den Scheiterhaufen.

28.

Vor vierundneunzig Äonen ehrte ich damals den Scheiterhaufen -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Scheiterhaufenverehrung.

29.

Vor siebenundsechzig Äonen waren sieben Weltenherrscher,
Paṭijaggasa mit Namen, mit sieben Juwelen ausgestattet.

30.

Die vier analytischen Erkenntnisse … Des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Citakapūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Citakapūjaka ist das siebte.
8. Apadāna des Thera Āluvadāyaka

31.

Am Himalaya-Gebirge, an dem herrlich anzuschauenden, großen Sindhu -
dort erblickte ich den Leidenschaftsfreien, den strahlend Leuchtenden, den Schönen.

32.

Den im höchsten Frieden Verweilenden sah ich - erfüllt von Staunen -
und gab ihm Āluva-Speise, ergeben, mit meinen eigenen Händen.

33.

Vor einunddreißig Äonen gab ich jene Frucht;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Āluvā-Gabe.

34.

Die vier paṭisambhidā … [vollständig] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Āluvadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Āluvadāyaka ist das achte.
9. Apadāna des Thera Ekapuṇḍarīka

35.

Romasa war sein Name - der Selbst-Erwachte, damals von vollkommener Übung;
eine Puṇḍarīka-Lotosblüte gab ich ihm mit heiterem Geist.

36.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich jene Puṇḍarīka-Blüte;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Puṇḍarīka-Gabe.

37.

Die vier paṭisambhidā … [vollständig] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekapuṇḍarīka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekapuṇḍarīka ist das neunte.
10. Apadāna des Thera Taraṇīya

38.

Auf dem großen, beschwerlichen Weg ließ ich eine Brücke errichten;
zum Überqueren für die Welt erbaute ich sie mit eigenen Händen in heiterer Gesinnung.

39.

Vor einundneunzig Äonen wurde jene Brücke durch mich errichtet;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Brücken-Gabe.

40.

Vor fünfundfünfzig Äonen war ich allein der Samogadha,
ausgestattet mit den sieben Schätzen - ein Weltenherrscher von gewaltiger Kraft.

41.

Die vier paṭisambhidā … [vollständig] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Taraṇīya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Taraṇīya ist das zehnte.
Der Suvaṇṇabibbohanavagga ist der achtundzwanzigste.
Dessen Inhaltsangabe:
Gold, eine Handvoll Sesam, caṅkoṭa, Salböl, Händefaltung,
Buch, Blumenwerk, Āluvā, Ekapuṇḍarī und die Brücke -
zweiundvierzig Verse sind gezählt und erhellt.
Das elfte Rezitationskapitel.
29. Paṇṇadāyakavagga
1. Apadāna des Thera Paṇṇadāyaka

1.

In einer Laubhütte saß ich, mich von Blätternahrung nährend;
während ich so still dasaß, trat der große Seher zu mir heran.

2.

Siddhattha, das Licht der Welt, der Helfer aller Welten -
ihm gab ich ein Blatt, dort wo er auf einer Blattstreu saß.

3.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich jenes Blatt;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Blatt-Gabe.

4.

Die vier paṭisambhidā, die acht vimokkhā,
die sechs abhiññā sind verwirklicht - das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Paṇṇadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Paṇṇadāyaka ist das erste.
2. Apadāna des Thera Phaladāyaka

5.

Dem Sineru gleich an Zufriedenheit, der Erde gleich an Beständigkeit -
er erhob sich aus dem Samādhi und trat zu mir heran zum Almosenmahl.

6.

Harītaka, āmalaka, Mango, Jambū, vibhītaka,
kola, bhallātaka, billa und phārusaka-Früchte -

7.

dem großen Seher Siddhattha, dem Mitfühlenden aller Welten,
all dies gab ich ihm dar mit heiterem Geist.

8.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich jene Früchte;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Früchte-Gabe.

9.

Vor siebenundfünfzig Äonen war ich der Krieger Ekajjha,
ausgestattet mit den sieben Schätzen - ein Weltenherrscher von gewaltiger Kraft.

10.

Die vier paṭisambhidā … [vollständig] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Phaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Phaladāyaka ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Paccuggamaniya

11.

Wie einen im Walde wandelnden Löwen, wie einen edlen Stier,
wie den strahlenden Kakudha-Baum - so sah ich den Stier unter den Menschen heranschreiten.

12.

Siddhattha, das Licht der Welt, den Helfer aller Welten -
ihm ging ich entgegen mit heiterem Geist.

13.

Vor vierundneunzig Äonen ging ich dem Stier unter den Menschen entgegen;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Entgegengehens.

14.

Vor siebenunddreißig Äonen war ich allein Herrscher über das Volk,
Saparivāra mit Namen - ein Weltenherrscher von gewaltiger Kraft.

15.

Die vier paṭisambhidā … [vollständig] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Paccuggamaniya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Paccuggamaniya ist das dritte.
4. Apadāna des Thera Ekapupphiya

16.

Am südlichen Tor war ich damals ein pisāca;
da erblickte ich den fleckenlosen Buddha, strahlend wie die goldfarbene Sonne.

17.

Vipassī, dem Höchsten unter den Menschen, dem Heil aller Welten Suchenden -
eine einzige Blüte gab ich dem Stier unter den Zweifüßern, dem Unerschütterlichen.

18.

Vor einundneunzig Äonen gab ich jene Blüte;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

19.

Die vier paṭisambhidā … [vollständig] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekapupphiya ist das vierte.
5. Apadāna des Thera Maghavapupphiya

20.

Am Ufer des Flusses Nammadā war der Selbst-Erwachte, der Unbesiegte,
in Samādhi versunken - lauter und ungetrübt.

21.

Den Vollerwachten, den Unbesiegten erblickend, ward mein Geist heiter und froh;
da verehrte ich den Selbst-Erwachten mit einer maghava-Blüte.

22.

Vor einundneunzig Äonen - welche Blüte ich dargebracht:
Schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht; dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

23.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Maghavapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Maghavapupphiya, das fünfte.
6. Apadāna des Thera Upaṭṭhākadāyaka

24.

Auf der Straße einhergehend, Empfänger der Opfergaben,
Den Herrn der Zweifüßer, den großen Nāga, den Ältesten der Welt, den Stier unter den Menschen -

25.

Den ließ ich herbeiholen; ihm, dem Wohltäter aller Welten,
Stellte ich Siddhatthas, dem großen Weisen, einen Betreuer zur Verfügung.

26.

Nachdem der Vollerwachte ihn angenommen, wies ihn der große Muni ein;
Von seinem Sitz sich erhebend, zog er fort, das Antlitz gen Osten gewandt.

27.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich damals diesen Betreuer;
Schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht; dies ist die Frucht des Dienens.

28.

Vor siebenundfünfzig Äonen war einer, Balasenasana mit Namen,
Ausgestattet mit sieben Juwelen, ein Weltenherrscher von großer Kraft.

29.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Upaṭṭhākadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Upaṭṭhākadāyaka, das sechste.
7. Apadāna des Thera Apadāniya

30.

Das Apadāna der Vollerwachten, der großen Weisen, habe ich gepriesen;
Ihre Füße mit dem Haupt verehrt, voll Vertrauen mit gefalteten Händen.

31.

Vor zweiundneunzig Äonen von hier pries ich das Apadāna;
Schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht; dies ist die Frucht des Preisens.

32.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Apadāniya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Apadāniya, das siebte.
8. Apadāna des Thera Sattāhapabbajita

33.

Dem Erhabenen Vipassī - der Saṅgha, geehrt und geachtet;
Unglück traf mich, zuvor gab es Entzweiung unter den Meinen.

34.

Die Pabbajjā annehmend, um das Unglück zu stillen,
War ich sieben Tage dort voll Freude - aus Sehnsucht nach des Lehrers Weisung.

35.

Vor einundneunzig Äonen - als ich damals die Pabbajjā annahm:
Schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht; dies ist die Frucht der Pabbajjā.

36.

Vor siebenundsechzig Äonen waren sieben Erdherren,
Als Sunikkhamā bekannt - Weltenherrscher von großer Kraft.

37.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sattāhapabbajita diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sattāhapabbajita, das achte.
9. Apadāna des Thera Buddhupaṭṭhāyika

38.

Veṭambhinī - so war mein Name; in meines Vaters Obhut war ich damals;
Er nahm meine Hand und führte mich zum großen Muni.

39.

„Diesen werden die Buddhas, die höchsten Führer der Welt, nennen" -
Ihnen diente ich sorgfältig, voll Vertrauen mit gefalteten Händen.

40.

Vor einunddreißig Äonen von hier diente ich damals dem Buddha;
Schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht; dies ist die Frucht des Dienens.

41.

Vor dreiundzwanzig Äonen von hier waren vier Khattiyas,
Als Samaṇupaṭṭhāka bekannt - Weltenherrscher von großer Kraft.

42.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Buddhupaṭṭhāyika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Buddhupaṭṭhāyika, das neunte.
10. Apadāna des Thera Pubbaṅgamiya

43.

Vierundachtzigtausend zogen wir aus, ohne Anhaftung;
Ihr Vorausgänger war ich, um das höchste Ziel zu erlangen.

44.

Diese, noch von Begierde und Werden behaftet, doch lauteren, ungetrübten Geistes,
Dienten sorgfältig, voll Vertrauen mit gefalteten Händen.

45.

Triebversiegte, die den Hass abgelegt, ihre Pflicht getan, ohne Triebflüsse -
Sie strahlten mit liebevollem Geist den Selbst-Erwachten, den Unbesiegten, an.

46.

Nachdem ich jenen Vollerwachten gedient, ihrer eingedenk,
Traf mich der Tod, und wir gelangten zur Götterschaft.

47.

Vor vierundneunzig Äonen - welches Sīla ich hütete:
Schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht; dies ist die Frucht der Selbstzucht.

48.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Pubbaṅgamiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pubbaṅgamiya, das zehnte.
Der Paṇṇadāyakavagga, der neunundzwanzigste.
30. Citakapūjakavagga
1. Apadāna des Thera Citakapūjaka

1.

Ajita - so war mein Name; ein Brahmane war ich damals;
Ich wollte Opfer darbringen und brachte vielerlei Blüten zusammen.

2.

Den brennenden Scheiterhaufen des Sikhī, des Weltverwandten, erblickend,
Jene Blüten hinbringend, streute ich sie über den Scheiterhaufen.

3.

Vor einunddreißig Äonen von hier - welche Blüte ich dargebracht:
Schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht; dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

4.

Vor siebenundzwanzig Äonen gab es sieben Menschenherrscher;
Supajjalita war ihr Name, Weltenherrscher von gewaltiger Kraft.

5.

Die vier analytischen Erkenntnisse, und diese acht Vimokkhā -
die sechs Abhiññā wurden verwirklicht, das Sāsana des Buddha vollendet.
So sprach der ehrwürdige Thera Citakapūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Citakapūjaka - das erste.
2. Apadāna des Thera Pupphadhāraka

6.

Ich trug ein Gewand aus Baumrinde, mit einer Antilopenhaut als Obergewand;
die fünf Abhiññā waren entstanden - ich reinigte den Mond.

7.

Als ich Vipassī erblickte, das Weltlicht, der zu mir herangekommen war,
trug ich Blüten des Pāricchattaka-Baumes dem Meister dar.

8.

Vor einundneunzig Äonen weihte ich diese Blüten.
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Tragens.

9.

Vor siebenundachtzig Äonen war ich allein ein Erdherrscher,
Samantadhāraṇa mit Namen, ein Weltenherrscher von gewaltiger Kraft.

10.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Sāsana des Buddha vollendet.
So sprach der ehrwürdige Thera Pupphadhāraka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pupphadhāraka - das zweite.
3. Apadāna des Thera Chattadāyaka

11.

Mein Sohn hatte die Pabbajjā vollzogen, damals in ockerfarbenes Gewand gekleidet;
er erlangte das Buddhātum, erloschen, von der Welt verehrt.

12.

Meinen Sohn suchend, folgte ich ihm nach;
zum Scheiterhaufen des Großen, des Erlöschten, begab ich mich.

13.

Dort hob ich die gefalteten Hände empor und ehrte den Scheiterhaufen;
einen weißen Schirm hob ich hoch und brachte ihn dar.

14.

Vor vierundneunzig Äonen brachte ich diesen Schirm dar.
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Schirm-Gabe.

15.

Vor fünfundzwanzig Äonen gab es sieben Herrscherfürsten;
Mahārahasa war ihr Name, Weltenherrscher von gewaltiger Kraft.

16.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Sāsana des Buddha vollendet.
So sprach der ehrwürdige Thera Chattadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Chattadāyaka - das dritte.
4. Apadāna des Thera Saddasaññaka

17.

Als die Sonne untergegangen war, erhob sich gewaltiger Jubel:
das Erscheinen des höchsten Buddha, des großen Weisen, in der Welt.

18.

Seinen Ruf hörte ich dort - doch den Jina selbst erblickte ich nicht;
als der Tod mich ereilte, rief ich mir die Vorstellung des Buddha ins Gedächtnis.

19.

Vor vierundneunzig Äonen empfing ich damals jene Vorstellung.
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

20.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Sāsana des Buddha vollendet.
So sprach der ehrwürdige Thera Saddasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Saddasaññaka - das vierte.
5. Apadāna des Thera Gosīsanikkhepaka

21.

Aus dem Tor des Gartens tretend, breitete ich Gosīsa-Sandelholz aus;
ich erfahre die Früchte meines eigenen Kamma - dies ist die Frucht früheren Kammas.

22.

Edle Rosse, windschnell, Sindhava-Hengste von rascher Fahrt -
all dies erfahre ich als Frucht des Gosīsa-Sandelholzes.

23.

Welch eine Tat, eine höchste Tat - zur rechten Zeit gut vollbracht!
Die Tat, die dem Saṅgha erwiesen ward, wiegt kein Körnchen anderes auf.

24.

Vor vierundneunzig Äonen bedeckte ich jenes Haupt mit Sandelholz.
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Ausbreitens.

25.

Vor fünfundsiebzig Äonen, Suppatiṭṭhita mit Namen,
war ich allein von großem Glanz, ein Weltenherrscher von gewaltiger Kraft.

26.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Sāsana des Buddha vollendet.
So sprach der ehrwürdige Thera Gosīsanikkhepaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Gosīsanikkhepaka - das fünfte.
6. Apadāna des Thera Pādapūjaka

27.

Im Himalaya-Gebirge war ich einst ein Kinnara;
ich erblickte den fleckenlosen Buddha, leuchtend wie ein goldener Sonnenstrahl.

28.

Ich trat zu jenem Buddha Vipassī, dem Weltführer, heran
und besprengte seine Füße mit Candana und Tagara.

29.

Vor einundneunzig Äonen verehrte ich jene Füße.
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Fußverehrung.

30.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Sāsana des Buddha vollendet.
So sprach der ehrwürdige Thera Pādapūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pādapūjaka - das sechste.
7. Apadāna des Thera Desakittaka

31.

Upasālaka war mein Name, ich war damals ein Brahmane;
in tiefem Waldesdickicht traf ich den Ältesten der Welt, den Stier unter den Menschen.

32.

Ihn erblickend, verneigte ich mich zu seinen Füßen, dem Empfänger der Weltopfergabe;
als er mein heiteres Gemüt erkannte, verschwand der Buddha.

33.

Aus dem Walde heraustretend, rief ich mir den höchsten Buddha ins Gedächtnis;
jene Stätte rühmend, erfreute ich mich einen Äon lang im Himmel.

34.

Vor zweiundneunzig Äonen verkündete ich, was ich zu lehren wusste;
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht des Verkündens.

35.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Desakittaka diese Verse.
Dies ist das siebte Apadāna des Thera Desakittaka.
8. Apadāna des Thera Saraṇagamaniya

36.

Im Himalaya-Gebirge war ich damals ein Jäger;
Den Buddha Vipassī erblickte ich, den Ältesten der Welt, den Stier unter den Menschen.

37.

Den Vollerwachten ehrend und aufwartend leistete ich ihm Dienst;
Zuflucht nahm ich bei dem Unerschütterlichen, dem Herrn der Zweifüßler.

38.

Vor einundneunzig Äonen nahm ich Zuflucht -
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht des Zufluchtnehmens.

39.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Saraṇagamaniya diese Verse.
Dies ist das achte Apadāna des Thera Saraṇagamaniya.
9. Apadāna des Thera Ambapiṇḍiya

40.

Romasa war mein Name, als Dānava weithin bekannt;
Eine Schale Mangos gab ich dem großen Seher Vipassī dar.

41.

Vor einundneunzig Äonen gab ich damals jene Mangos -
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Mangogabe.

42.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ambapiṇḍiya diese Verse.
Dies ist das neunte Apadāna des Thera Ambapiṇḍiya.
10. Apadāna des Thera Anusaṃsāvaka

43.

Als ich auf Almosenrunde ging, erblickte ich den Sieger Vipassī;
Eine Handvoll Speise reichte ich dem Herrn der Zweifüßler, dem Unerschütterlichen.

44.

Mit heiterem Herzen, froh gestimmt, verneigte ich mich damals;
Dem Buddha rief ich Lobpreis zu, um das höchste Ziel zu erlangen.

45.

Vor einundneunzig Äonen rief ich so Lobpreis zu -
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht des Lobpreisens.

46.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Anusaṃsāvaka diese Verse.
Dies ist das zehnte Apadāna des Thera Anusaṃsāvaka.
Der Citakapūjakavagga, der dreißigste.
31. Padumakesaravagga
1. Apadāna des Thera Padumakesariya

1.

In früheren Zeiten war ich in der Schar der Seher ein Mātaṅga-Elefant;
Von Ehrfurcht vor den großen Weisen erfüllt, streute ich Lotusblütenstaub.

2.

Den besten Einzelerwachten, triebbefreiten Unerschütterlichen
Zutiefst ehrend, weilte ich einen Äon lang freudig im Himmel.

3.

Vor einundneunzig Äonen streute ich damals den Blütenstaub -
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

4.

Die vier analytischen Erkenntnisse und die acht Vimokkhā,
Die sechs Abhiññā - all das ist verwirklicht; das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Padumakesariya diese Verse.
Dies ist das erste Apadāna des Thera Padumakesariya.
2. Apadāna des Thera Sabbagandhiya

5.

Einen Kranz aus Düften gab ich dem großen Seher Vipassī dar;
Dem Aufrechten überreichte ich ein feinstes Gewand aus Seide.

6.

Vor einundneunzig Äonen gab ich einstmals jenes Gewand -
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Duftgabe.

7.

Vor fünfzehn Äonen von hier war ein Kṣatriya namens Suceḷa,
Mit den sieben Kleinoden ausgestattet, ein mächtiger Weltenherrscher.

8.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sabbagandhiya diese Verse.
Dies ist das zweite Apadāna des Thera Sabbagandhiya.
3. Apadāna des Thera Paramannadāyaka

9.

Wie ein strahlender Kaṇikāra-Baum, wie die aufgehende Sonne -
Den Buddha Vipassī erblickte ich, den Ältesten der Welt, den Stier unter den Menschen.

10.

Die Hände zur Ehrerbietung gefaltet, lud ich ihn in mein Heim ein;
Nachdem ich den Vollerwachten geführt hatte, reichte ich ihm feinste Milchspeise dar.

11.

Vor einundneunzig Äonen gab ich damals jene feinste Milchspeise -
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Milchspeisengabe.

12.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Paramannadāyaka diese Verse.
Dies ist das dritte Apadāna des Thera Paramannadāyaka.
4. Apadāna des Thera Dhammasaññaka

13.

Dem Erhabenen Vipassī wurde das große Bodhi-Fest gefeiert;
Der Vollerwachte, der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen, thronte am Baum.

14.

Der Erhabene verkündete zu jener Zeit, umgeben von der Bhikkhu-Saṅgha,
Die vier Wahrheiten, eine löwenhafte Stimme erhebend.

15.

Bald gedrängt, bald entfaltet lehrte er -
Der Vollerwachte, der Entdachte, und löschte das Leid der großen Menge.

16.

Nachdem ich seinen Dhamma gehört hatte, den des Ältesten der Welt, des Unerschütterlichen,
Verneigte ich mich zu den Füßen des Lehrers und ging nach Norden davon.

17.

Vor einundneunzig Äonen hörte ich damals jenen Dhamma -
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht des Dhamma-Hörens.

18.

Vor dreiunddreißig Äonen war ich einst ein Herrscher der Erde,
Sutavā war mein Name, ein Weltenherrscher von großer Kraft.

19.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Die Lehre des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Dhammasaññaka diese Verse.
Das vierte Apadāna des Thera Dhammasaññaka.
5. Apadāna des Thera Phaladāyaka

20.

Am Ufer des Flusses Bhāgīrathī befand sich einst eine Einsiedelei;
dorthin ging ich, eine Frucht in der Hand, in Erwartung.

21.

Dort erblickte ich Vipassī, leuchtend wie die goldene Sonne;
alle Früchte, die ich besaß, gab ich dem Meister hin.

22.

Vor einundneunzig Äonen schenkte ich damals jene Frucht;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Fruchtschenkens.

23.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Die Lehre des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Phaladāyaka diese Verse.
Das fünfte Apadāna des Thera Phaladāyaka.
6. Apadāna des Thera Sampasādaka

24.

„Ehre dir, Buddha, du Held - sei gepriesen! Du bist überall befreit;
im Unglück bin ich getroffen - sei du mir Zuflucht."

25.

Siddhattha, ohnegleichen in der Welt, sprach ihm zur Antwort:
„Der Saṅgha gleicht dem großen Ozean - unermesslich, unübertroffen.

26.

„Kläre dort deinen Geist im makellosen Feld von unendlicher Frucht,
dem Saṅgha gegenüber, und pflanze einen guten Samen."

27.

Dies sprechend, der Allwissende, der Älteste der Welt, Stier unter den Menschen,
belehrte mich noch einmal und stieg sodann in die Lüfte empor.

28.

Kaum war der allwissende Stier unter den Menschen fortgegangen,
traf mich der Tod - und ich wurde in Tusita wiedergeboren.

29.

Damals klärte ich meinen Geist im makellosen Feld von unendlicher Frucht,
dem Saṅgha gegenüber, und erfreute mich einen Äon lang im Himmel.

30.

Vor vierundneunzig Äonen erlangte ich damals heitere Zuversicht;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Zuversicht.

31.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Die Lehre des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sampasādaka diese Verse.
Das sechste Apadāna des Thera Sampasādaka.
7. Apadāna des Thera Ārāmadāyaka

32.

Für den Erhabenen Siddhattha pflanzte ich einen Garten an,
mit Bäumen in kühlem Schatten und Vögeln, die in ihrer Nähe ruhten.

33.

Den makellosen Buddha, den Empfänger der Opfergaben, erblickte ich;
den Garten widmete ich dem Ältesten der Welt, dem Stier unter den Menschen.

34.

Freudig, mit freudigem Herzen, gab ich Früchte und Blüten hin;
von dort an, aus entfachtem Vertrauen, übertrug ich jenen Hain.

35.

Was ich dem Buddha schenkte mit heiterem Gemüt -
in Dasein um Dasein, das entsteht, entsteht mir seine Frucht.

36.

Vor vierundneunzig Äonen schenkte ich damals jenen Garten;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Gartens.

37.

Vor siebenunddreißig Äonen gab es sieben sanfte, kühle Herrscher,
mit sieben Juwelen ausgestattet, Weltenherrscher von großer Kraft.

38.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Die Lehre des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ārāmadāyaka diese Verse.
Das siebte Apadāna des Thera Ārāmadāyaka.
8. Apadāna des Thera Anulepadāyaka

39.

Den Schüler des Weisen Atthadassī erblickte ich,
als er Bauarbeiten verrichtete - ich näherte mich der Sīmā.

40.

Als die Bauarbeit vollendet war, reichte ich ihm Salböl dar,
mit heiterem Geist und frohem Sinn, im unübertroffenen Feld des Verdienstes.

41.

Vor achtzehntausend Äonen vollbrachte ich damals diese Tat;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Salböls.

41.

Vor achtzehnhundert Äonen vollbrachte ich damals diese Tat;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Salböls.

42.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Die Lehre des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Anulepadāyaka diese Verse.
Das achte Apadāna des Thera Anulepadāyaka.
9. Apadāna des Thera Buddhasaññaka

43.

Wie die aufgehende Sonne mit hundert Strahlen, leuchtend wie die goldene Sonne -
still verborgen im Innern des Waldes: den Ältesten der Welt, den Stier unter den Menschen,

44.

Siddhattha, den Weltenführer, erblickte ich im Traum;
dort klärte ich meinen Geist und wurde in einer glücklichen Sphäre wiedergeboren.

45.

Vor vierundneunzig Äonen erlangte ich damals jene Vorstellung;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Buddha-Vorstellung.

46.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [vollständig] … Die Lehre des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Buddhasaññaka diese Verse.
Das neunte Apadāna des Thera Buddhasaññaka.
10. Apadāna des Thera Pabbhāradāyaka

47.

Für den Erhabenen Piyadassī reinigte ich eine Felsengrotte
und stellte einen Wasserkrug bereit zum Gebrauch des Tathāgata.

48.

Der Buddha Piyadassī, der große Muni, verkündete mir dies:
„Mit tausend Schäften und hundert Kuppeln, bannergeschmückt und smaragden."

49.

„Diese Stupa wird entstehen, mit reichem Edelsteinschmuck versehen;
Durch das Geben dieser Felsgabe wirst du, freudig, einen Äon im Himmel weilen."

50.

Vor zweiunddreizig Äonen von hier war ich ein Krieger namens Susuddha;
Ausgestattet mit sieben Juwelen, ein Weltenherrscher von großer Macht.

51.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Pabbhāradāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pabbhāradāyaka ist das zehnte.
Der Padumakesaravagga ist der einunddreißigste.
Seine Zusammenfassung:
Kesara und Gandhamanna, Dhammasaññī mit seiner Frucht;
Pasādārāmadāyī und Lepaka, Buddhasaññaka;
Pabbhārada - einundfünfzig Verse sind gepriesen.
32. Ārakkhadāyakavagga
1. Apadāna des Thera Ārakkhadāyaka

1.

„Dem Weisen Dhammadassī ließ ich einen Zaun errichten;
Und Schutz gab ich dem Herrn der Zweibeiner, dem Unerschütterlichen.

2.

„Achthundert Äonen sind vergangen seit dem Kamma, das ich damals tat;
Durch die besondere Kraft jenes Kammas habe ich Triebversiegung erlangt.

3.

„Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā;
Die sechs Abhiññā sind verwirklicht - das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Ārakkhadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ārakkhadāyaka ist das erste.
2. Apadāna des Thera Bhojanadāyaka

4.

„Wie ein Sāla-Schössling von edlem Wuchs, wie der Sobhañjana-Baum emporragend;
Wie ein Indal-Baum am Himmel - so erstrahlt stets der Jina.

5.

„Jenem Gott über den Göttern, dem großen Weisen Vessabhu,
Reichte ich Speise dar mit lauterem Herzen.

6.

„Der Buddha lobte mich dafür, der Selbst-Erwachte, der Unbesiegbare:
‚Möge dir Frucht entstehen in all deinen Wiedergeburten.'

7.

„Einunddreißig Äonen von hier gab ich jene Gabe;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Speise.

8.

„Vor fünfundzwanzig Äonen von hier war ich allein, ohne Feind;
Ausgestattet mit sieben Juwelen, ein Weltenherrscher von großer Macht.

9.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … Das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Bhojanadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Bhojanadāyaka ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Gatasaññaka

10.

„Wie im Himmel keine Spur ist, im wolkenlosen Äther -
Siddhattho, den Jina, erblickte ich, wie er durch die himmlischen Gefilde schritt.

11.

„Als ich das Gewand des Vollkommen Erwachten sah, vom Winde bewegt,
Erfüllte mich sogleich Freude, als ich den Muni so dahingehen sah.

12.

„Vierundneunzig Äonen sind vergangen seit der Geistesregung, die ich damals hatte;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht des Gedenkens an den Buddha.

13.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … Das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Gatasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Gatasaññaka ist das dritte.
4. Apadāna des Thera Sattapadumiyo

14.

„Am Flussufer wohnte ich, ein Jäger namens Nesāda;
Mit hundertblättrigen Blüten hatte ich die Einsiedelei gereinigt.

15.

„Als ich den Vollerwachten Siddhattho, den Weltführer von goldenem Glanz,
Durch die Luft dahinfliegen sah, erwachte in mir Freude.

16.

„Dem Vollerwachten entgegentretend, dem Ältesten der Welt, dem Stier unter den Menschen,
Führte ich ihn durch die Einsiedelei und bestreute ihn mit Lotusblüten.

17.

„Vierundneunzig Äonen sind vergangen, seit ich jene Blüte darbrachte;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

18.

„Vor sieben Äonen von hier waren vier erhabenste Weltenherrscher -
Ausgestattet mit sieben Juwelen, Weltenherrscher von großer Macht.

19.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … Das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Sattapadumiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sattapadumiyo ist das vierte.
5. Apadāna des Thera Pupphāsanadāyaka

20.

„Den Vollerwachten von goldenem Glanz, strahlend wie die leuchtende Sonne,
Siddhattho, den Unbesiegbaren, der nicht weit von hier dahinging -

21.

„Ihm entgegengegangen, ihn in die Einsiedelei geleitet -
Einen Blumensitz gab ich dar mit lauterem Herzen.

22.

„Die Hände zum Añjali gefaltet, von Begeisterung erfüllt,
Richtete ich den Geist auf den Buddha aus und widmete jenes Kamma.

23.

„Was immer an Verdienst ich gewirkt habe beim Selbst-Erwachten, dem Unbesiegbaren -
Durch all dieses Heilsame möge ich makellos sein im Sāsana.

24.

„Vierundneunzig Äonen sind vergangen, als ich jenen Blumensitz gab;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht des Blumensitzes.

25.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … Das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Pupphāsanadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pupphāsanadāyaka ist das fünfte.
6. Apadāna des Thera Āsanasanthavika

26.

„Das erhabene Cetiya des Sikhī, des Weltverwandten -
In einem einsamen Waldgebiet irrte ich damals im Dunkeln umher.

27.

Aus dem Wald heraustretend erblickte ich einen Löwenthron;
Die eine Schulter entblößend und die Hände faltend, pries ich den Weltenführer.

28.

Einen vollen Tag lang den Buddha, den höchsten Führer der Welt, preisend,
Freudig, mit freudigem Herzen, sprach ich diese Worte aus:

29.

„Ehre dir, Edles Pferd unter den Menschen, Ehre dir, Höchster der Menschen;
Allwissend bist du, großer Held, Ältester der Welt, Stier unter den Menschen."

30.

Nachdem ich Sikhi so gepriesen und sein Sitzen als Zeichen genommen hatte,
Verneigte ich mich vor dem Thron und schritt nordwärts davon.

31.

Einunddreißig Äonen zurück - was ich damals gepriesen, den Besten der Redenden -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich; dies ist die Frucht der Lobpreisung.

32.

Siebenundzwanzig Äonen zurück gab es jene sieben Unvergleichlichen;
Mit den sieben Schätzen gesegnet, Weltenherrscher von gewaltiger Macht.

33.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Āsanasanthavika diese Strophen gesprochen.
Das Apadāna des Thera Āsanasanthavika - das sechste.

34.

Sudassana, der große Held, verkündet den Pfad des Unsterblichen;
Umgeben von Schülern weilt er im höchsten Haus.

35.

Mit jener süßen Stimme zieht er die große Menge an;
Weithin erscholl der Klang - Hoffnung für Götter und Menschen.

36.

Den Hall der Stimme Siddhattas, des großen Weisen, vernehmend,
Das Herz heiternd durch den Klang, verneigte ich mich vor dem Weltenführer.

37.

Vierundneunzig Äonen zurück - die Wahrnehmung, die ich damals gewann -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich; dies ist die Frucht der Buddha-Wahrnehmung.

38.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Saddasaññaka diese Strophen gesprochen.
Das Apadāna des Thera Saddasaññaka - das siebte.

39.

Wie einen strahlenden Löwen, wie eine Feuersäule auf dem Berg,
Alle Himmelsrichtungen erleuchtend - so sah ich Siddhattha im Bergtal.

40.

Das Licht der Sonne und ebenso das Licht des Mondes,
Und das Licht des Buddha schauend, erhob sich in mir Begeisterung.

41.

Die drei Lichter schauend - den Vollerwachten, den Höchsten unter den Schülern -
Die eine Schulter entblößend, pries ich den Weltenführer.

42.

Drei sind die Lichtentzünder, die Finsternis der Welt Vertreibenden:
Der Mond und die Sonne dazu, und der Buddha, der Weltenführer.

43.

Den Vergleich aufgezeigt habend, pries ich den großen Weisen;
Die Tugenden des Buddha preisend, erfreute ich mich einen Äon im Himmel.

44.

Vierundneunzig Äonen zurück - wie ich den Buddha gepriesen -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich; dies ist die Frucht der Lobpreisung.

45.

Einundsechzig Äonen zurück gab es einen, der Wissen trug;
Mit den sieben Schätzen gesegnet, Weltenherrscher von gewaltiger Macht.

46.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Tiraṃsiya diese Strophen gesprochen.
Das Apadāna des Thera Tiraṃsiya - das achte.

47.

Am Ufer des Flusses Sindhu war ich damals ein Bauer,
In fremdem Dienst tätig, auf fremde Kost angewiesen.

48.

Den Sindhu entlangwandernd erblickte ich Siddhattha, den Sieger,
Im Samādhi sitzend wie ein aufgeblühter Lotos mit hundert Blättern.

49.

Sieben Kandalī-Blüten schnitt ich damals am Stiel ab
Und legte sie auf das Haupt des Buddha, des Sonnenverwandten.

50.

Den Vollerwachten von goldener Farbe, in stiller Sammlung ruhend,
Majestätisch wie ein Elefant in dreifacher Kraftentfaltung, schwer zu nahen -

51.

Zu ihm herantretend, dem Besonnenen, mit entwickelten Sinnesvermögen,
Die gefalteten Hände erhoben, verneigte ich mich vor dem Lehrer.

52.

Vierundneunzig Äonen zurück - die Blume, die ich dargebracht -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich; dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

53.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Kandalipupphiya diese Strophen gesprochen.
Das Apadāna des Thera Kandalipupphiya - das neunte.

54.

Den Stier, den Edlen, den Helden, den großen Weisen, den Siegreichen,
Vipassin, den großen Held, gleichwie einen strahlenden Löwen -

55.

Auf der Straße dahinschreitend, Empfänger der Opfergaben:
Eine Kumuda-Blütengirlande nehmend, überstreute ich den Besten der Buddhas.

56.

Einundneunzig Äonen zurück - die Blume, die ich da verehrte -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich; dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

57.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [und so weiter] … das Werk des Erwachten ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Kumudamāliya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kumudamāliya ist das zehnte.
Der Ārakkhadāyakavagga ist der zweiunddreißigste.
Dessen Zusammenfassung:
Ārakkhado, Bhojanado, Gatasaññī, Padumiyo,
Pupphāsanī, Santhaviko, Saddasaññī, Tiraṃsiyo,
Kandaliko, Kumudī - siebenundfünfzig Strophen.
33. Umāpupphiyavaggo
1. Das Apadāna des Thera Umāpupphiya

1.

Gesammelt und vertieft, glückverheißend und unbesiegt,
in Samādhi sitzend - so erblickte ich den Höchsten der Menschen.

2.

Eine Umā-Blüte nehmend brachte ich sie dem Erwachten dar;
alle Blüten auf einem Stiel, Stiele aufwärts, Köpfe nach unten gewandt.

3.

Wie kunstvoll gemalt standen sie, ein Blütenteppich im Raum -
durch diese Herzensheiterkeit ward ich im Tusita wiedergeboren.

4.

Vor vierundneunzig Äonen war es, dass ich jene Blüte darbrachte;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Buddhapūjā.

5.

Vor fünfundfünfzig Äonen war ich einst ein mächtiger Erdherrscher,
Samantachadana mit Namen, ein gewaltiger Cakkavattī.

6.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā verwirklicht - das Werk des Erwachten ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Umāpupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Umāpupphiya ist das erste.
2. Das Apadāna des Thera Pulinapūjaka

7.

Wie die Kakudha-Blume, die prächtig erblüht, wie ein edles Vollblutross,
wie ein leuchtendes Heilkraut - so erstrahlte er, der Stier unter den Menschen.

8.

Die Hände zur Añjali gefaltet, verneigte ich mich vor dem Meister;
ich pries den Meister und erfreute ihn durch mein eigenes Wirken.

9.

Reinen Sand nehmend, streute ich ihn auf den Weg des Großen Seers Vipassī -
ihn in den Falten des Gewandes herbeigetragen.

10.

Dann die eine Hälfte des Sandes, mit heiterem Gemüt,
benetzte ich im Mittagsrast-Pavillon des Unerschütterlichen, des Herrn der Zweifüßigen.

11.

Vor einundneunzig Äonen war es, als ich jenen Sand benetzte;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Sandes.

12.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [und so weiter] … das Werk des Erwachten ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Pulinapūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pulinapūjaka ist das zweite.
3. Das Apadāna des Thera Hāsajanaka

13.

Am Wegrand hing ein Paṃsukūla des Meisters - ich erblickte es
und faltete die Hände zur Añjali und hob sie immer wieder empor.

14.

Als ich es von ferne erblickte, stieg Freude in mir auf;
die Hände zur Añjali gefaltet, läuterte ich das Herz noch mehr.

15.

Vor einundneunzig Äonen empfing ich jene Wahrnehmung damals;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Buddha-Wahrnehmung.

16.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [und so weiter] … das Werk des Erwachten ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Hāsajanaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Hāsajanaka ist das dritte.
4. Das Apadāna des Thera Yaññasāmika

17.

Mit sieben Jahren meines Lebens war ich bereits in den Mantras bewandert;
ich trug den Brauch meines Hauses und richtete ein Opfer aus.

18.

Vierundachtzigtausend Tiere wurden damals für mich geschlachtet,
herbeigeführt und bereitgestellt für die Opferfeier.

19.

Wie das lodernde Schmiedefeuer, den glühenden Khadira-Kohlen gleich,
wie die aufgehende Sonne, wie der Vollmond in voller Runde -

20.

so trat Siddhatta, der Allglückverheißende, von den drei Welten geehrt, der Heilbringende,
herantretend der Vollerwachte, und sprach diese Worte:

21.

„Nicht-Verletzen aller Lebewesen, o Jüngling, gefällt mir;
Enthaltung von Stehlen, von Vergehen und von Rauschtrank -

22.

Freude am tugendhaften Wandel, Vielwissen, Dankbarkeit -
diese Dhammas sind lobenswert, hier und in der Zukunft.

23.

Diese Dhammas entfaltend, dem Wohl aller Wesen hingegeben,
das Herz dem Erwachten zugewendet - entfalte den höchsten Weg!"

24.

Dies gesprochen habend, der Allwissende, der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen,
mich so unterweisend, erhob er sich in die Lüfte und entschwand.

25.

Zuvor hatte ich das Herz geläutert, danach das Herz geheitert;
durch diese Herzensheiterkeit ward ich im Tusita wiedergeboren.

26.

Vor vierundneunzig Äonen war es, als ich das Herz dem Erwachten zugewandt;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Buddha-Wahrnehmung.

27.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [und so weiter] … das Werk des Erwachten ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Yaññasāmika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Yaññasāmika ist das vierte.
5. Das Apadāna des Thera Nimittasaññaka

28.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā lebte ich in meiner Einsiedelei;
einen goldenen Hirsch erblickte ich, wie er durch den Wald streifte.

29.

Das Herz durch den Hirsch geheitert, gedachte ich des Höchsten der Welt;
durch diese Herzensheiterkeit gedachte ich weiterer Erwachter.

30.

Die Buddhas der fernen Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft -
sie alle leuchten in gleicher Weise,
wie drei Löwen erstrahlen.

31.

Vor vierundneunzig Äonen empfing ich jene Wahrnehmung;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich seitdem -
dies ist die Frucht der Wahrnehmung des Buddha.

32.

Vor siebenundzwanzig Äonen war ich einst ein Herrscher der Erde,
bekannt als Araññasattho -
ein Weltenherrscher von großer Macht.

33.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … des Buddha Sāsana ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Nimittasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Nimittasaññaka, das fünfte.
6. Apadāna des Thera Annasaṃsāvaka

34.

Den Vollerwachten, goldfarbig leuchtend,
der durch den Marktweg schritt,
dem Goldschmuck gleich in seinem Glanz,
mit zweiunddreißig edlen Merkmalen -

35.

Den Siddhattho, erfüllt in allem,
erschütterungslos und unbesiegt -
dem ich, als er vorüberkam, den Vollerwachten,
jenen großen Muni die Mahlzeit darbrachte.

36.

Der Muni, mitleidsvoll in der Welt,
erleuchtete mich zu jener Zeit;
ich richtete meinen Geist auf den Buddha hin
und freute mich einen Äon lang im Himmel.

37.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich jene Gabe -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich seitdem;
dies ist die Frucht der Almosengabe.

38.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … des Buddha Sāsana ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Annasaṃsāvaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Annasaṃsāvaka, das sechste.
7. Apadāna des Thera Nigguṇḍipupphiya

39.

Wenn ein Gott aus der Götterschar herabfällt,
weil seine Lebenszeit erschöpft ist,
ertönen drei Rufe
als Mitfreude der Götter:

40.

„Gehe, Herr, von hier zu einem guten Geschick,
in die Gemeinschaft der Menschen!
Als Mensch geboren, erlange im Wahren Dhamma
unübertroffenen Glauben!

41.

Dieser Glaube, tief in dir verwurzelt,
gegründet und fest verankert,
möge er unerschütterbar sein, solange du lebst,
im Wahren Dhamma, dem wohlverkündeten!

42.

Heilsames tuend mit dem Körper,
heilsames Reden in großer Fülle,
heilsames vollziehend mit dem Geist -
unbeschädigt, ohne Anhaftung!

43.

Dann, nachdem du durch Geben
viele weltlich bedingte Verdienste angehäuft hast,
führe auch andere Menschen
im Wahren Dhamma, im heiligen Wandel, zur Festigkeit!"

44.

In solchem Mitgefühl jubeln die Götter,
wenn sie den scheidenden Gott unter Göttern erkennen,
dem Fortgehenden freudig zu:
„Komm wieder als Gott, komm wieder!"

45.

Erschütterung erfasste mich damals,
als die Götterversammlung beisammen war:
„Zu welchem Schoß wohl werde ich gelangen,
wenn ich von hier herabfalle?"

46.

Meine innere Erschütterung erkennend,
trat ein Samaṇa mit geläuterten Sinnen
- der mich aufrichten wollte -
zu mir heran.

47.

Sumana war er mit Namen,
ein Schüler des Padumuttara;
er unterwies mich in Sinn und Dhamma
und weckte in mir tiefe Dringlichkeit.
Zwölfter Bhāṇavāra.

48.

Seine Worte vernehmend
richtete ich meinen Geist auf den Buddha aus;
jenem Weisen ehrerbietig begegnet,
starb ich an jenem Ort.

49.

Eben dort wurde ich wiedergeboren,
angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen;
im Mutterleib verweilend,
wurde ich von der Mutter erneut getragen.

50.

Aus jenem Leib hinweggegangen,
wurde ich unter den Dreißig wiedergeboren;
in dieser Zwischenzeit kenne ich
kein Leid und keine Betrübnis.

51.

Aus dem Tāvatiṃsa-Himmel herabgefallen,
trat ich in den Mutterleib ein;
aus dem Leib herausgetreten,
kannte ich Dunkel und Helles noch nicht.

52.

Nur sieben Jahre nach der Geburt
betrat ich den Hain
des Erhabenen Gotama,
des Sakya-Sohnes, des Gleichmütigen.

53.

Im weit entfalteten Ausruf des Dhamma,
im Sāsana, das vielen Menschen gilt,
sah ich die Wirker des Sāsana -
die Bhikkhus des Meisters dort.

54.

Sāvatthī hieß die Stadt,
der König dort war der Kosala-Fürst;
mit einem Wagen, von Elefanten gezogen,
näherte er sich dem höchsten Bodhi-Baum.

55.

Als ich jenen Elefanten sah,
erinnerte ich mich meines früheren Kamma;
die Hände zur Añjali erhoben,
begleitete ich ihn auf dem Weg.

56.

Nur sieben Jahre nach der Geburt
trat ich aus in die Hauslosigkeit -
zu jenem Schüler, der dem Buddha diente:
Ānanda war sein Name.

57.

Kundig im Gehen, standfest,
achtsam und vielbelesen -
den Geist des Königs erfreuend,
wies er ihn hin, der in großem Glanz erstrahlte.

58.

Seinen Dhamma vernehmend,
erinnerte ich mich meines früheren Kamma;
und eben dort, still stehend,
erlangte ich die Arahantschaft.

59.

Das Gewand über eine Schulter gelegt,
die Hände zur Añjali auf dem Haupt erhoben,
dem Vollerwachten ehrerbietig zugeneigt,
sprach ich diese Worte:

60.

Des Padumuttara-Buddha, des Lehrers, Fürsten der Zweifüßer,
eine Nigguṇḍī-Blüte emporhebend,
legte ich sie auf den Löwenthron.

61.

Durch jenes Kamma, Fürst der Zweifüßer,
Ältester der Welt, Stier unter den Menschen,
habe ich den unerschütterlichen Stand erlangt,
Sieg und Niederlage hinter mir lassend.

62.

In fünfundzwanzigtausend Äonen, Herrscher der Menschen,
herrschten je achtmal acht Kṣatriyas -
Abbudas und Nirabbudas von Weltzeitaltern.

63.

Die vier Paṭisambhidās … usw. … das Werk des Buddha ist getan.
So sprach der ehrwürdige Thera Nigguṇḍipupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Nigguṇḍipupphiya, das siebte.

64.

Des Erhabenen Vessabhu, des Ältesten der Welt, des Gleichmütigen -
alle Menschen versammelten sich dort
und bereiteten ihm große Verehrung.

65.

Aus Gips eine Kugel formend,
eine Sumanā-Blüte als Schmuck daran -
vor dem Löwenthron
brachte ich sie dar.

66.

Alle Menschen versammelten sich
und betrachteten die vorzüglichste Blüte:
„Von wem wurde diese Blume dargebracht
dem Erhabensten der Buddhas, dem Gleichmütigen?"

67.

Durch jene Herzensheiterkeit
wurde ich in der Nimmānaratī-Götterwelt wiedergeboren;
ich ernte mein eigenes Kamma,
das ich selbst einst heilsam gewirkt habe.

68.

In welchen Daseinsbereichen ich auch wiedergeboren werde,
im Götterreich oder unter Menschen -
allen bin ich lieb und wert:
dies ist die Frucht der Blütenverehrung.

69.

Ich bin mir nicht bewusst, durch Körper,
durch Rede oder durch Geist
Zurückgezogene, Asketen
geschmäht oder beleidigt zu haben.

70.

Durch jenes tugendhafte Wandeln
und durch die Ausrichtungen meines Geistes
werde ich von allen verehrt -
dies ist die Frucht des Nicht-Schmähens.

71.

Vor einundzwanzig Äonen von hier
war ich tausendmal ein Kṣatriya,
mit den sieben Schätzen ausgestattet,
ein mächtiger Cakkavattī.

72.

Die vier Paṭisambhidās … usw. … das Werk des Buddha ist getan.
So sprach der ehrwürdige Thera Sumanāveḷiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sumanāveḷiya, das achte.

73.

Des Erhabenen Siddhattha, des Ältesten der Welt, des Gleichmütigen,
der die Wahrheit offenbart,
der die Lebewesen zum Erlöschen führt -

74.

eine im Wasser geborene Blüte herbeibringend,
den hundertblättrigen, entzückenden Lotus,
einen Blütenschirm daraus formend,
brachte ich ihn dem Buddha dar.

75.

Siddhattha, der Weltenkenner,
Empfänger der Opfergaben,
der Lehrer, inmitten der Bhikkhusaṅgha stehend,
sprach diesen Vers:

76.

„Wer meinen Geist erheitert hat
und einen Blütenschirm darbrachte -
durch jene Herzensheiterkeit
gelangt er nicht in schlechte Wiedergeburt."

77.

Nachdem der Vollerwachte Siddhattha,
der Weltführer, dies gesprochen hatte,
entließ er die Versammlung
und stieg empor in den Himmelsraum.

78.

Als der Göttermensch aufgestiegen war,
erhob sich auch der weiße Schirm;
vor dem Erhabensten der Buddhas
schritt der vorzügliche Schirm dahin.

79.

In vierundneunzig Äonen,
seit ich jenen Schirm dargebracht habe,
kenne ich keine schlechte Wiedergeburt -
dies ist die Frucht des Blütenschirms.

80.

Im vierundsiebzigsten Äon
gab es acht Feuerlotus-Könige,
mit den sieben Schätzen ausgestattet,
mächtige Cakkavattīs.

81.

Die vier Paṭisambhidās … usw. … das Werk des Buddha ist getan.
So sprach der ehrwürdige Thera Pupphacchattiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pupphacchattiyo, das neunte.

82.

Padumuttara, der Weltenkenner,
Empfänger der Opfergaben,
ließ die Dhamma-Regenfälle strömen
wie Wasserregen im Himmel.

83.

Ich sah diesen Vollerwachten,
wie er den unsterblichen Ort lehrte;
meinen Geist erheiternd
kehrte ich nach Hause zurück.

84.

Einen geschmückten Schirm ergreifend
näherte ich mich dem Trefflichsten der Menschen;
frohgemut, mit freudigem Herzen
hob ich ihn empor in den Luftraum.

85.

Wie ein wohlgelenktes Gefährt,
wie ein gezähmter, edler Elefant -
herannahend zum Vollerwachten
blieb er auf seinem Haupte stehen.

86.

Der mitfühlende, barmherzige Buddha,
der höchste Führer der Welt,
inmitten der Bhikkhusaṅgha sitzend,
sprach diese Verse:

87.

„Wer diesen Schirm gegeben hat,
den geschmückten, entzückenden -
durch jene Herzensheiterkeit
gelangt er nicht in schlechte Wiedergeburt.

88.

Siebenmal wird er im Götterreich
die Götterherrschaft ausüben;
zweiunddreißigmal wird er als König
ein Cakkavattī sein.

89.

In hunderttausend Äonen,
geboren aus dem Stammhaus der Okkāka -
Gotama ist sein Geschlechtsname -,
wird ein Lehrer in der Welt entstehen.

90.

Des Dhamma Erbe, aus dem Dhamma geboren,
wird er, alle Triebflüsse vollständig erkennend,
triebversiegt ins Nibbāna eingehen.

91.

Die Worte des Buddha vernehmend,
mit kräftiger Stimme ausgesprochen,
wurde mein Herz heiter und freudig -
noch größer ward die Freude, die ich mit den Menschen teilte.

92.

Den menschlichen Schoß hinter mir lassend,
gelangte ich in den göttlichen Schoß;
herrlich erstand mein Vimāna,
emporragend und wonnevoll.

93.

Als ich aus dem Vimāna heraustrat,
ward mir ein weißer Schirm gehalten -
da erkannte ich: dies ist die Frucht
des früheren Kamma.

94.

Aus der Götterwelt herabgestiegen,
kehrte ich zum Menschsein zurück;
sechsunddreißigmal ward ich Weltenherrscher,
von siebenhundert Äonen her gerechnet.

95.

Von jenem Leib dahingegangen,
gelangte ich zur Dreißig-Götter-Stadt;
dann wandernd im Kreislauf, nach und nach,
kehrte ich abermals zum Menschsein zurück.

96.

Als ich in den Mutterschoß eingetreten war,
hielten sie mir den weißen Schirm;
mit sieben Jahren nach der Geburt
trat ich in die Hauslosigkeit aus.

97.

Sunanda war er mit Namen -
ein Brahmane, der die Mantras gemeistert hatte;
einen Schirm aus Kristall in der Hand,
dem Vornehmsten der Schüler dargebracht.

98.

Sāriputta, der große Held, der große Redner,
freute sich zustimmend mit;
seiner Zustimmung lauschend,
rief ich mir das frühere Kamma in Erinnerung.

99.

Die gefalteten Hände erhebend,
klärte ich meinen eigenen Geist;
des früheren Kamma eingedenk,
erreichte ich die Arahatschaft.

100.

Von jenem Sitz erhebend,
die gefalteten Hände über das Haupt gehoben,
den Vollerwachten ehrerbietig gegrüßt,
sprach ich diese Worte aus:

101.

Vor hunderttausend Äonen
war ein Buddha in der Welt ohnegleichen -
Padumuttara, der Weltenkenner,
Empfänger der Opfergaben.

102.

Ihm gab ich einen Schirm,
prächtig und festlich geschmückt;
mit beiden Händen nahm ihn der Selbst-Erwachte,
der Erhabenste unter den Menschen.

103.

O, welch ein Buddha! O, welch ein Dhamma!
O, welche Vollkommenheit unseres Lehrers!
Durch die Gabe eines einzigen Schirmes
entfiel ich keiner schlechten Wiedergeburt.

104.

Meine Kilesā sind verbrannt,
alle Existenzen sind mit der Wurzel ausgehoben;
alle Triebflüsse vollständig erkennend,
weile ich triebversiegt.

105.

Die vier analytischen Erkenntnisse … und so weiter … des Buddha Weisung ist vollbracht.
So sprach der Ehrwürdige Saparivārachattadāyaka-Thera diese Verse.
Das Apadāna des Saparivārachattadāyaka-Thera ist das zehnte.
Das Umāpupphiya-Vagga ist das dreiunddreißigste.
Dessen Inhaltsangabe -
Umāpuppha und Pulina, Hāsa, Yañña und Nimittaka,
Saṃsāvaka, Nigguṇḍī, Sumana, Pupphachattaka,
Saparivārachatta - siebenhundert und sieben Verse.
34. Gandhodaka-Vagga
1. Apadāna des Gandhadhūpiya-Thera

1.

Des Gesegneten Siddhattha
darbot ich Wohlgeruch und Räucherwerk,
bedeckt mit Sumanā-Blüten,
dem Buddha angemessen und würdig.

2.

Den Buddha, Führer und Lenker der Welt,
goldgleich strahlend,
leuchtend wie eine blaue Lotosblüte,
entflammt wie ein loderndes Feuer -

3.

edel wie ein Tiger-Stier,
herrlich wie ein wohlgeborener Löwe -
sitzend, der Vornehmste der Asketen,
umgeben von der Schar der Bhikkhus -

4.

diesen erblickend, meinen Geist erheiternd,
die gefalteten Hände erhebend,
die Füße des Lehrers verehrend,
schritt ich fort, das Antlitz nach Norden gewandt.

5.

Vor vierundneunzig Äonen
gab ich damals jenen Wohlgeruch;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Wohlgeruchsverehrung.

6.

Die vier analytischen Erkenntnisse, ebenso die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññās sind verwirklicht -
des Buddha Weisung ist vollbracht.
So sprach der Ehrwürdige Gandhadhūpiya-Thera diese Verse.
Das Apadāna des Gandhadhūpiya-Thera ist das erste.
2. Apadāna des Udakapūjaka-Thera

7.

Den Vollerwachten von der Farbe des Goldes,
einhergehend, windstill und ungehindert,
leuchtend wie ein loderndes Butterfeuer,
entflammt wie ein brennendes Opferfeuer -

8.

mit der Hand Wasser nehmend,
warf ich es in die Luft empor;
der große Held nahm es an -
der Buddha, der mitfühlende Seher.

9.

Im Himmelsraum stehend, der Lehrer,
Padumuttara mit Namen,
meinen Gedanken erkennend,
sprach er diese Strophe:

10.

„Durch diese Wassergabe
und durch das Erwecken von Freude
wirst du auch in hunderttausend Äonen
keiner schlechten Wiedergeburt verfallen."

11.

Durch jenes Kamma, o Herr der Zweifüßer,
Ältester der Welt, Stier unter den Menschen,
habe ich den unerschütterlichen Ort erlangt,
Sieg und Niederlage hinter mir lassend.

12.

Mit dem Namen Sahassarāja,
als drei Weltenherrscher,
in sechstausend-fünfhundert Äonen,
Gebieter über die vier Enden der Erde.

13.

Die vier analytischen Erkenntnisse … und so weiter … des Buddha Weisung ist vollbracht.
So sprach der Ehrwürdige Udakapūjaka-Thera diese Verse.
Das Apadāna des Udakapūjaka-Thera ist das zweite.
3. Apadāna des Punnāgapupphiya-Thera

14.

Den Wald durchdringend, im Dickicht lebend,
war ich ein Jäger;
eine blühende Punnāga-Blüte erblickend,
rief ich mir den erhabenen Buddha ins Gedächtnis.

15.

Diese Blüte pflückte ich,
wohlduftend, herrlich, schön;
auf einem Sandufer errichtete ich einen Thūpa
und brachte sie dem Buddha dar.

16.

Vor zweiundneunzig Äonen
bot ich diese Blüte als Verehrung dar -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich seither:
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

17.

In einem einzigen der neunzig Äonen
war ich ein Vertreiber der Dunkelheit, ohne Gleichen -
mit den sieben Juwelen ausgestattet,
ein mächtiger Cakkavattī.

18.

Die vier Paṭisambhidā … [und so weiter] … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Punnāgapupphiya diese Strophen.
Das Apadāna des Thera Punnāgapupphiya, das dritte.
4. Apadāna des Thera Ekadussadāyaka

19.

In der Stadt Haṃsavatī war ich ein Grassammler;
vom Sammeln von Gras lebte ich
und ernährte damit meine Kinder.

20.

Der Siegreiche namens Padumuttara,
der alle Dhammas durchdrungen hatte -
er vertrieb die umhüllende Dunkelheit
und erschien als Führer der Welt.

21.

In meinem eigenen Haus sitzend,
sann ich damals so:
„Der Buddha ist in der Welt erschienen,
doch ich besitze nichts Darreichenswürdiges.

22.

„Dieses eine Gewand ist alles, was ich habe,
kein anderer Geber ist mir zur Seite;
die Berührung der Hölle ist schmerzhaft -
ich werde eine Gabe darbringen."

23.

So dachte ich und klärte meinen Geist;
ein Gewand nehmend,
gab ich es dem Erhabensten der Buddhas.

24.

Nachdem ich das eine Gewand gegeben hatte,
brach ich in Jubel aus:
„Bist du wahrhaftig ein Buddha, o Held,
so führe mich hinüber, großer Muni."

25.

Padumuttara, der Weltkundige,
Empfänger der Opfergaben -
er pries meine Gabe
und freute sich mit mir.

26.

„Durch dieses eine Gewand
und durch die Absicht dieser Hingabe
wird er für hunderttausend Äonen
keinen Niedergang erleiden.

27.

„Sechsunddreißigmal wird er Herr der Götter sein
und das Reich der Götter ausüben;
dreiunddreißigmal wird er als König
ein Cakkavattī sein;
Teilherrschaft in Fülle -
unzählbar viele Male.

28.

„Ob du in der Götterwelt oder unter Menschen
durch die Daseinsformen wanderst -
von strahlender Gestalt, mit Verdiensten gesegnet,
mit unversehrtem Leib;
unerschütterlich viel und maßlos an Gewand
wirst du erlangen, was immer du wünschst."

29.

So sprach der Vollerwachte, der Heldenhafte,
dessen Name „Lotos-Überragend" lautet,
und stieg in den Himmel empor -
gleich dem König der Schwäne im Äther.

30.

In welcher Daseinsform auch immer ich wiedergeboren werde,
ob in göttlicher oder menschlicher Existenz -
kein Mangel an Reichtümern ist mir bekannt:
dies ist die Frucht des einen Gewandes.

31.

An jedem Türpfosten, an jedem Türpfosten
entsteht mir ein Gewand -
unten stehe ich auf Gewand,
oben ist es mein Dach.

32.

Den Cakkavāḷa, mitsamt seinen Wäldern und Bergen,
könnte ich, wenn ich es jetzt wollte,
mit Gewändern bedecken.

33.

Durch eben jenes eine Gewand,
wandernd durch Dasein um Dasein -
von goldener Farbe werdend
durchstreife ich die Existenzen.

34.

Das Reifen jenes einen Gewandes -
nirgendwo fand ich sein Ende;
dies ist meine letzte Geburt:
noch hier reift es für mich.

35.

Vor hunderttausend Äonen
gab ich jenes Gewand -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich seither:
dies ist die Frucht des einen Gewandes.

36.

Die Triebe sind in mir verbrannt,
alle Daseinsformen sind mit der Wurzel ausgerissen;
wie ein Elefant, der seine Fesseln zerbrochen hat,
weile ich ohne Triebe.

37.

Die vier Paṭisambhidā … [und so weiter] … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekadussadāyaka diese Strophen.
Das Apadāna des Thera Ekadussadāyaka, das vierte.
5. Apadāna des Thera Phusitakampiya

38.

Vipassī - so heißt er überall -
der Vollerwachte, der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen,
zusammen mit den Triebversiegten,
wohnte er damals im Klostergarten.

39.

Aus dem Tor des Klostergartens heraustretend,
Vipassī, der Weltenführer -
zusammen mit hunderttausend
Triebversiegten war er.

40.

In ein Antilopenfell gekleidet war ich,
auch Bastgewand tragend;
Blütenwasser nehmend,
trat ich zum Vollerwachten heran.

41.

Meinen Geist klärend,
von Begeisterung erfüllt, mit gefalteten Händen -
Blütenwasser nehmend,
besprengte ich den Buddha.

42.

Durch jene Tat - der Vollerwachte,
„Lotos-Überragend" genannt -
preiste meine Tat
und ging dorthin, wohin es ihm gefiel.

43.

Fünftausend Besprengte waren es,
mit denen ich den Sieger verehrte;
dreitausendfünfhundertmal
übte ich das Reich der Götter aus.

44.

Dreitausendfünfhundertmal war ich ein Cakkavattī;
durch das verbleibende Kamma
erlangte ich die Arahatschaft.

45.

Als ich Götterkönig war, als ich Herrscher über Menschen war,
trug ich eben diesen Namen - Phusita war mein Name.

46.

Ob ich als Himmelswesen lebte oder aber als Mensch -
rings um mich her, eine Armspanne weit, regnete es Tropfen nieder.

47.

Meine Daseine sind abgestreift, meine Kilesā verbrannt -
alle Triebflüsse versiegt: dies ist die Frucht des Phusita.

48.

Wie Sandelholz strömt von meinem Körper Duft heraus;
von meinem Leib breitet sich Duft über eine halbe Kosa-Wegstrecke aus.

49.

Da göttlicher Duft ausströmt, da Verdienste-Kamma vollkommen vorhanden ist -
wenn sie den Duft wahrnehmen, wissen sie: Phusita ist hier eingetroffen.

50.

Äste, Blätter, Holzstücke und auch alles Gras -
wenn sie meinen Gedanken wahrnehmen, entsteht im Nu der Duft.

51.

Vor hunderttausend Äonen brachte ich Sandelholz dar -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht des Phusita.

52.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [usw.] … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Phusitakampiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Phusitakampiyo - das fünfte.
6. Apadāna des Thera Pabhaṅkara

53.

Des Erhabenen Padumuttara, des Ältesten der Welt, des Unerschütterlichen -
in der Wildnis gab es einen Stūpa, von wilden Tieren rings bevölkert.

54.

Niemand wagte dorthin zu gehen, den Stūpa zu verehren;
von Gras, Holz und Lianen überwachsen und verfallen lag der Stūpa.

55.

Damals war ich Waldarbeiter, aus väterlichem Erbe lebend;
ich sah in der Wildnis den Thūpa, verwittert, von Gras und Ranken überwuchert.

56.

Als ich den Buddha-Thūpa sah, nahte ich mich ihm mit ehrfürchtigem Herzen:
„Dieser Thūpa des Besten der Buddhas liegt verfallen im Walde.

57.

Es ziemt sich nicht, es ist nicht würdig für einen, der Tugend und Fehler kennt,
den Buddha-Thūpa ungereinigt zu lassen und sich anderem Tun zuzuwenden."

58.

Gras, Holz und Ranken am Stūpa gereinigt,
verneigte ich mich achtmal und ging ehrerbietig hinweg.

59.

Durch diese wohlgetane Tat, durch Absicht und Entschluss,
ließ ich den menschlichen Leib zurück und gelangte nach Tāvatiṃsa.

60.

Dort war mein wohlverdientes Gemach ein goldener Palast, strahlend leuchtend,
sechzig Yojana in der Höhe, dreißig Yojana in der Breite.

61.

Dreihundert Mal übte ich Götterherrschaft aus;
fünfundzwanzig Mal war ich ein Cakkavattī.

62.

Von Dasein zu Dasein wandernd erlangte ich großen Reichtum;
an Reichtümern mangelt es mir nicht - dies ist die Frucht der Reinigung.

63.

Wenn ich auf einer Sänfte, auf dem Rücken eines Elefanten, durch die Wildnis ziehe,
in welche Richtung auch immer ich gehe - der Wald räumt sich frei vor mir.

64.

Baumstümpfe oder Dornen erblicke ich nicht mit dem Auge;
durch die Kraft verdienstvoller Taten werden sie von selbst beiseitegeräumt.

65.

Aussatz, Geschwüre, Flechte, Epilepsie und Krätze,
Ekzem und Juckreiz - das alles kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Reinigung.

66.

Noch ein weiteres Wunder bei der Reinigung des Buddha-Thūpa:
ich kenne an meinem Körper keine aufgetretene Pustel oder Pickel.

67.

Noch ein weiteres Wunder, da der Buddha-Thūpa gereinigt wurde:
nur in zwei Daseinsformen wandere ich - als Gottheit und als Mensch.

68.

Noch ein weiteres Wunder, da der Buddha-Thūpa gereinigt wurde:
überall bin ich von goldener Farbe, strahlend leuchtend.

69.

Noch ein weiteres Wunder, da der Buddha-Thūpa gereinigt wurde:
das Unangenehme weicht zurück, das Angenehme tritt herzu.

70.

Noch ein weiteres Wunder, da der Buddha-Thūpa gereinigt wurde:
mein Geist wird rein, einspitzig, wohl gesammelt.

71.

Noch ein weiteres Wunder, da der Buddha-Thūpa gereinigt wurde:
auf einem einzigen Sitz niedergesessen, erlangte ich die Arahantschaft.

72.

Vor hunderttausend Äonen - welches Kamma ich damals vollbrachte -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Reinigung.

73.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [usw.] … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Pabhaṅkara diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pabhaṅkara - das sechste.
7. Apadāna des Thera Tiṇakuṭidāyaka

74.

In der Stadt Bandhumatī war ich ein Lohnarbeiter,
beschäftigt mit Lohnarbeit, abhängig vom Brot anderer.

75.

Allein zurückgezogen sitzend, dachte ich damals so:
„Ein Buddha ist in der Welt erschienen, doch habe ich kein Verdienst vollbracht.

76.

Es ist Zeit, meinen Weg zu läutern, ein günstiger Augenblick ist mir dargeboten;
Schmerzlich ist die Berührung der Hölle für Wesen ohne Verdienst.

77.

Nachdem ich so nachgedacht hatte, trat ich zu meinem Arbeitgeber heran;
Einen Tag Arbeit erbeten habend, betrat ich den Wald.

78.

Gras und Holz und Ranken herbeibringend damals,
Auf einem Dreistab-Gerüst aufgestellt, baute ich eine Grashütte.

79.

Diese kleine Hütte dem Saṅgha darbietend,
Kehrte ich noch am selben Tag zurück und trat zu meinem Arbeitgeber hin.

80.

Durch dieses wohlvollbrachte Kamma gelangte ich in die Tāvatiṃsa-Welt;
Dort erschien mir ein himmlischer Palast, herrlich gewirkt durch die Grashütte.

81.

Tausend Zinnen, hundert Kuppeln, mit Fahnen geziert, aus leuchtendem Smaragdgrün -
Hunderttausend Giebel erschienen mir an jenem Palast.

82.

In welche Daseinsform ich auch hineingeboren werde, göttlich oder menschlich,
Erscheint ein Palast, der meinen Wünschen entspricht.

83.

Furcht oder Erschrecken oder Gänsehaut - all das kenne ich nicht;
Dies ist die Frucht der Grashütte.

84.

Löwen, Tiger, Leoparden, Bären, Hyänen -
Sie alle meiden mich - dies ist die Frucht der Grashütte.

85.

Kriechgetier und Geister, Schlangen, Kumbhaṇḍas und Rakkhasa -
Auch sie meiden mich - dies ist die Frucht der Grashütte.

86.

Selbst an böse Träume erinnere ich mich nicht;
Meine Achtsamkeit ist gefestigt - dies ist die Frucht der Grashütte.

87.

Eben durch jene Grashütte, die Segnungen genießend,
Verwirklichte ich den Dhamma des Erhabenen Gotama.

88.

Einundneunzig Äonen zurück - das Kamma, das ich damals tat -
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Grashütte.

89.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so weiter) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Tiṇakuṭidāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tiṇakuṭidāyaka, das siebte.
8. Apadāna des Thera Uttareyyadāyaka

90.

In der Stadt Haṃsavatī war ich damals ein Brahmane,
Ein Vedakundiger, Mantra-Träger, der drei Veden vollständig durchdrungen habend.

91.

Von Schülern umgeben, von edler Herkunft und wohlunterwiesen,
Verließ ich damals die Stadt, um eine Wasserweihe vorzunehmen.

92.

Der Siegreiche namens Padumuttara, der alle Dhammas völlig durchdrungen hatte,
Betrat die Stadt, umgeben von tausend Triebversiegten.

93.

Sein schön geformtes Antlitz schauend, gleichsam einem Unbeweglichen gleich,
Von Arahantas umgeben ihn sehend, reinigte sich mein Geist.

94.

Mit gefalteten Händen am Haupt verneigend, ehrte ich den Tugendhaften;
Mit geläutertem Herzen und freudvollem Sinn schenkte ich meinen Umhang.

95.

Mit beiden Händen aufnehmend hob ich das Tuch empor;
So weit wie die Buddhaversammlung sich erstreckte, so weit bedeckte das Tuch.

96.

Als er beim Almosengang unter der großen Bhikkhu-Schar schritt,
Stand ich da, ihm Schatten spendend, und wurde dabei von Freude erfüllt.

97.

Als der Selbst-Erwachte, die vortrefflichste Person, das Haus verließ,
Stand der Lehrer mitten auf der Straße und sprach seine Mitfreude zu mir aus.

98.

„Mit geläutertem Herzen und freudvollem Sinn - wer mir diesen Umhang gab,
Den werde ich rühmen - hört, was ich euch verkünde:

99.

'Dreißigtausend Äonen wird er sich in der Götterwelt erfreuen;
Fünfzigmal wird er Götterherrscher sein und Götterherrschaft ausüben.

100.

'Weilend in der Götterwelt, der Verdienstkamma-Vollständige -
Auf hundert Yojana ringsum wird er mit Stoffen bedeckt sein.

101.

'Sechsunddreißigmal wird er als König, als Weltenherrscher, auftreten;
Teilherrschaft, weit und ausgedehnt, unzählbar oft.

102.

'Durch die Daseinsformen wandernd, der Verdienstkamma-Vollständige -
Alles, was er im Geist erstrebt, wird sich sogleich verwirklichen.

103.

'Seiden- und Wollgewänder, Leinen- und Baumwollstoffe,
Sowie kostbare Tücher - all das wird dieser Mensch erlangen.

104.

'Alles, was er im Geist erstrebt, wird dieser Mensch erlangen;
Die Frucht eines einzigen Tuches wird er allezeit genießen.

105.

„Später, in die Hauslosigkeit getreten, von der Wurzel des Heilsamen angetrieben,
wird er den Dhamma des Erhabenen Gotama verwirklichen."

106.

„Oh, welch heilsames Kamma habe ich vollbracht, dem großen Weisen, dem Allwissenden!
Ein einziges Gewand dargebracht - und nun habe ich das Unsterbliche erreicht.

107.

„Ob ich in einem Pavillon weile, an einer Baumwurzel oder in einem leeren Haus -
ein Tuchgewand umhüllt mich allseitig, eine Armspanne weit.

108.

„Ohne zu betteln bewohne ich es; das Gewand ist mir Requisit;
Empfänger von Speise und Trank bin ich - dies ist die Frucht des Uttareyya-Gewandes.

109.

„Vor hunderttausend Äonen vollbrachte ich jenes Kamma;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Gewandspende.

110.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So sprach, wie berichtet wird, der ehrwürdige Thera Uttareyyadāyaka diese Strophen.
Das Apadāna des Thera Uttareyyadāyaka, das achte.
9. Apadāna des Thera Dhammasavaniya

111.

„Der Siegreiche namens Padumuttara, der das Ufer aller Dhammas erreicht hatte,
ließ die vier Wahrheiten leuchten und führte viele Menschen über.

112.

„Ich war zu jener Zeit ein Asket mit Jaṭā-Locken, von harter Askese gezeichnet;
die Bastgewänder schüttelnd, schritt ich damals durch die Lüfte.

113.

„Über dem Erhabensten der Buddhas hindurchzugehen wagte ich nicht;
wie ein Vogel, der gegen einen Felsen stößt, vermochte ich nicht weiterzufliegen.

114.

„Noch nie zuvor war mir diese Störung meines Ganges widerfahren -
wie einer, der aus dem Wasser auftaucht, so pflegte ich durch die Lüfte zu schreiten.

115.

„Ein erhabener Mensch wird hier unten sitzen - auf, ich will ihn aufsuchen,
vielleicht erlange ich einen Nutzen."

116.

„Herabsteigend aus dem Luftraum hörte ich die Stimme des Meisters,
der über die Vergänglichkeit sprach - und ich nahm sie damals auf.

117.

„Die Wahrnehmung der Vergänglichkeit erfassend, kehrte ich zu meiner Einsiedelei zurück;
nachdem ich dort bis zum Ende meines Lebens geweilt hatte, schied ich dahin.

118.

„Im letzten Umlauf des Saṃsāra erinnerte ich mich an jenes Hören des Dhamma;
durch jenes wohlvollbrachte Kamma gelangte ich in die Tāvatiṃsa-Welt.

119.

„Dreißigtausend Äonen freute ich mich in der Götterwelt;
einundfünfzigmal übte ich die Herrschaft der Götter aus.

120.

„Einundsiebzigmal war ich ein Weltenherrscher;
Teilherrschaft in Fülle - deren Zahl ist unzählbar.

121.

„Im Vaterhaus sitzend, ein Mönch mit gezügelten Sinnen,
ließ er in einer Strophe die Vergänglichkeit aufleuchten.

122.

„Ich erinnere mich an jene Wahrnehmung, durch Daseinsformen wandernd;
ich durchdringe nicht den Grund des Saṃsāra - Nibbāna, das unvergängliche Ziel.

123.

„Vergänglich fürwahr sind die Gestaltungen, dem Entstehen und Vergehen unterworfen;
entstanden, vergehen sie wieder - ihre Stille ist Glück.

124.

„Nachdem ich die Strophe gehört hatte, erinnerte ich mich an das frühere Kamma;
auf einem Sitz verharrend, erlangte ich die Arahantschaft.

125.

„Mit sieben Jahren Lebensalter erlangte ich die Arahantschaft;
der Buddha, der Sehende, erkennend meinen Wert, vollzog meine Upasampadā.

126.

„Noch ein Kind, vollendete ich das zu Tuende;
was bleibt mir noch zu tun heute in der Lehre des Sakya-Sohnes?

127.

„Vor hunderttausend Äonen vollbrachte ich jenes Kamma;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - die Frucht des Hörens des wahren Dhamma.

128.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So sprach, wie berichtet wird, der ehrwürdige Thera Dhammasavaniya diese Strophen.
Das Apadāna des Thera Dhammasavaniya, das neunte.
10. Apadāna des Thera Ukkhittapadumiya

129.

„In der Stadt Haṃsavatī war ich damals ein Gärtner;
in einen Lotusteich tauchend, pflückte ich Hundertblatt-Lotusblüten.

130.

„Der Siegreiche namens Padumuttara, der das Ufer aller Dhammas erreicht hatte,
zusammen mit Hunderttausenden - mit solchen von stillem Geist,

131.

„Triebversiegten, Reinen, mit den sechs Abhiññās begabten Meditierenden -
auf mein Gedeihen bedacht, kam er zu mir heran.

132.

„Als ich den Göttergott erblickte, den Selbst-Erwachten, den Weltenführer,
schnitt ich den Hundertblatt-Lotus am Stiel ab und hob ihn hoch in die Lüfte.

133.

„Bist du der Buddha, o Held, der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen,
so mögen die Hundertblatt-Lotusblüten, von selbst hinfliegend, auf deinem Haupte ruhen.

134.

„Bestimme es, o großer Held, Ältester der Welt, Stier unter den Menschen!"
Durch die Macht des Buddha ruhten sie auf seinem Haupte.

135.

Durch jene heilsame Tat, durch Absicht und Entschluss,
verließ ich den menschlichen Leib
und gelangte zu den Tāvatiṃsa.

136.

Dort war mein herrlicher Brahmapalast,
„Satapatta" genannt -
sechzig Yojana in die Höhe,
dreißig Yojana in der Breite.

137.

Tausendmal regierte ich als Götterkönig
das Götterreich;
fünfhundertmal auch
war ich ein Cakkavattī.

138.

Teilkönigtum in Fülle,
unzählbar der Zahl nach -
so erfahre ich mein eigenes Kamma,
das ich einst heilsam gewirkt habe.

139.

Durch eben dieses eine Lotos
die Güter genießend,
habe ich des Erhabenen Gotama
Dhamma selbst verwirklicht.

140.

Meine Kilesā sind verbrannt,
alle Existenzen mit der Wurzel ausgehoben;
wie ein Elefant, der die Fessel zerbricht,
lebe ich triebversiegt.

141.

Vor hunderttausend Äonen
habe ich jene Blüte dargebracht -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht eines einzigen Lotos.

142.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ukkhittapadumiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ukkhittapadumiyo ist das zehnte.
Der Gandhodakavagga ist der vierunddreißigste.
35. Ekapadumiyavagga
1. Apadāna des Thera Ekapadumiyo

1.

Padumuttara, der Siegreiche,
zu allen Dhammas gelangt ans andere Ufer -
er ließ Sein um Sein aufleuchten
und befreite viele Menschen.

2.

Damals war ich ein Haṃsarāja,
der Vortrefflichste unter den Geflügelten;
ich tauchte in den Jātassara
und spielte das Haṃsaspiel.

3.

Padumuttara, der Wissende der Welt,
Empfänger der Opfergaben -
über den Jātassara kam
der Siegreiche just in jenem Moment.

4.

Als ich den Gott der Götter erblickte,
den Selbst-Erwachten, den Weltenführer,
schnitt ich am Stiel einen Lotos,
die reizvolle hundertblättrige Blüte.

5.

Mit dem Schnabel hob ich sie empor,
in Vertrauen dem Weltenführer zugetan,
und hob sie in den Himmel -
so ehrte ich den Höchsten der Buddhas.

6.

Padumuttara, der Wissende der Welt,
Empfänger der Opfergaben -
im Zwischenraum des Himmels stehend,
freute sich der Meister mit mir.

7.

„Durch diesen einen Lotos
und durch Absicht und Entschluss
wirst du hunderttausend Äonen lang
in keinen Verfall gelangen."

8.

Dies sprach der Vollerwachte,
der den Namen „Jalajuttama" trägt;
er rühmte mein Kamma
und ging, wohin er strebte.

9.

Vor hunderttausend Äonen
habe ich jene Tat getan -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

10.

Die vier analytischen Erkenntnisse,
auch die acht Vimokkhā -
die sechs Abhiññā sind verwirklicht:
das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekapadumiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekapadumiyo ist das erste.
2. Apadāna des Thera Tīṇuppalamāliyo

11.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā
war ich damals ein Affe;
ich erblickte den makellosen Buddha,
sitzend zwischen den Bergen.

12.

Er ließ alle Himmelsrichtungen erstrahlen
wie ein blühender Sālarājakönig,
mit Merkmalen und Kennzeichen ausgestattet -
ihn zu sehen, erfüllte mich mit Freude.

13.

Frohen Herzens, wohlgemut,
mit vor Pīti begeistertem Sinn,
legte ich drei Uppalablüten
auf sein Haupt.

14.

Nachdem ich die Blüten aufgelegt hatte
auf den des Vipassī, den Großen Weisen,
neigte ich mich in Ehrfurcht
und ging nordwärts davon.

15.

Gehend, nach vorn geneigt,
mit heiterem Geist -
fiel ich zwischen die Felsen
und erreichte das Ende des Lebens.

16.

Durch jene heilsame Tat, durch Absicht und Entschluss,
verließ ich den menschlichen Leib
und gelangte zu den Tāvatiṃsa.

17.

Dreihundertmal regierte ich
das Götterreich;
fünfhundertmal
war ich ein Cakkavattī.

18.

Vor einundneunzig Äonen
habe ich jene Blüte dargebracht -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

19.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Tīṇuppalamāliyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tīṇuppalamāliyo ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Dhajadāyako

20.

Tissa war der Name des Meisters,
der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen;
als er die Vernichtung der drei Grundlagen vollendet hatte,
ließ ich eine Fahne aufstellen.

21.

Durch jene heilsame Tat, durch Absicht und Entschluss,
verließ ich den menschlichen Leib
und gelangte zu den Tāvatiṃsa.

22.

Dreihundertmal regierte ich
das Götterreich;
fünfhundertmal
war ich ein Cakkavattī.

23.

Eine ausgedehnte Teilherrschaft, unzählbar in der Zählung -
ich erlebe mein eigenes Kamma, zuvor gut vollbracht von mir selbst.

24.

Vor zweiundneunzig Äonen, welches Kamma ich damals tat -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht des Fahnenopfers.

25.

Ich, der ich heute wünsche, den Wald mitsamt den Bergen
mit feinem Leinengewand zu bedecken - dies wäre die Frucht für das damals von mir Vollbrachte.

26.

Die vier Paṭisambhidā … (usw.) … die Weisung des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Dhajadāyaka diese Verse.
Das dritte Apadāna des Thera Dhajadāyaka.
4. Apadāna des Thera Tikiṅkaṇipūjaka

27.

Nicht weit vom Himavant entfernt liegt ein Berg namens Bhūtagaṇa;
dort erblickte ich ein Paṃsukūla, hängengeblieben im Wipfel eines Baumes.

28.

Drei Kiṅkaṇi-Blüten pflückte ich da,
und freudig, mit begeistertem Herzen, verehrte ich das Paṃsukūla.

29.

Vor einunddreißig Äonen, welches Kamma ich damals tat -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der drei Blüten.

30.

Die vier Paṭisambhidā … (usw.) … die Weisung des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Tikiṅkaṇipūjaka diese Verse.
Das vierte Apadāna des Thera Tikiṅkaṇipūjaka.
5. Apadāna des Thera Naḷāgārika

31.

Nicht weit vom Himavant entfernt liegt ein Berg namens Hārita;
der Selbst-Erwachte namens Nārada weilte damals am Fuße eines Baumes.

32.

Eine Hütte aus Schilf errichtend, bedeckte ich sie mit Gras;
den Wandelgang reinigend, schenkte ich es dem Selbst-Erwachten.

33.

In vierzehn Äonen erfreute ich mich in der Götterwelt;
vierundsiebzigmal ließ ich Götterherrschaft walten.

34.

Vierundsiebzigmal war ich ein Cakkavattī;
eine ausgedehnte Teilherrschaft, unzählbar in der Zählung.

35.

Hoch aufragte mein Gemach, emporgewachsen wie der Indra-Stamm,
mit tausend Säulen, unvergleichlich, ein leuchtender Himmelspalast.

36.

Nachdem ich beide Glücksgüter genossen, angespornt durch die Wurzel des Heilsamen,
trat ich in die Pabbajjā ein unter Gotamas, des Erhabenen, Sāsana.

37.

Auf Anstrengung gerichtet ist mein Sinn, gestillt, ohne Anhaftung;
wie ein Elefant, der seine Fessel zerbrochen hat, weile ich, triebversiegt.

38.

Die vier Paṭisambhidā … (usw.) … die Weisung des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Naḷāgārika diese Verse.
Das fünfte Apadāna des Thera Naḷāgārika.
6. Apadāna des Thera Campakapupphiya

39.

Nicht weit vom Himavant entfernt liegt ein Berg namens Jāpala;
ein Buddha namens Sudassana verweilte einst zwischen den Bergen.

40.

Eine goldfarbene Blüte nehmend, schritt ich durch die Lüfte dahin;
da erblickte ich den makellosen Buddha, den Flut-Überquerten, Triebversiegten.

41.

Sieben Campaka-Blüten legte ich damals auf sein Haupt
und darbrachte sie dem Buddha, dem Selbst-Erwachten, dem Großen Seher.

42.

Vor einunddreißig Äonen, welche Blüte ich darbrachte -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

43.

Die vier Paṭisambhidā … (usw.) … die Weisung des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Campakapupphiya diese Verse.
Das sechste Apadāna des Thera Campakapupphiya.
7. Apadāna des Thera Padumapūjaka

44.

Nicht weit vom Himavant entfernt liegt ein Berg namens Romasa;
ein Buddha namens Sambhava weilte damals unter freiem Himmel.

45.

Aus meiner Behausung heraustretend, trug ich eine Lotosblüte;
einen Tag lang trug ich sie und kehrte dann wieder zur Behausung zurück.

46.

Vor einundneunzig Äonen, welche Blüte ich darbrachte -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

47.

Die vier Paṭisambhidā … (usw.) … die Weisung des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Padumapūjaka diese Verse.
Das siebte Apadāna des Thera Padumapūjaka.
Der dreizehnte Abschnitt der Rezitation.
8. Apadāna des Thera Tiṇamuṭṭhidāyaka

48.

Nicht weit vom Himavant entfernt liegt ein Berg namens Lambaka;
der Vollerwachte namens Upatissa schritt unter freiem Himmel auf dem Wandelgang.

49.

Ich war damals ein Wildtierjäger im Walde, im Dickicht;
als ich jenen Gott der Götter erblickte, den Selbst-Erwachten, den Unbesiegten,

50.

da schenkte ich, mit heiterem Herzen, jenem Großen Seher
eine Handvoll Gras als Sitzunterlage für den Buddha.

51.

Nachdem ich dem Gott der Götter gegeben hatte, reinigte ich den Sinn noch mehr;
den Vollerwachten verehrend, ging ich nordwärts davon.

52.

Kaum war ich gegangen, da schlug mich der Löwenkönig nieder;
vom Löwen zu Boden gestreckt, verschied ich an jenem Ort.

53.

Vollbracht war die Tat, ganz nahe dem Trieblosen,
dem erhabenen Buddha - befreit wie die Schnelle des Pfeils
schoss ich empor in den Bereich der Götter.

54.

Dort stand eine herrliche Stele,
durch verdienstliches Wirken entstanden -
tausend Stangen, hundert Kuppeln,
mit Fahnen geschmückt, aus leuchtendem Gold.

55.

Von ihr strahlte ein Glanz wie von der Sonne,
wenn sie mit hundert Strahlen aufgeht;
umgeben von Göttermädchen
erfreute ich mich nach Herzenslust.

56.

Aus der Götterwelt herabgefallen,
von der Wurzel des Heilsamen angetrieben,
gelangte ich wieder ins Menschendasein
und erreichte die Versiegung der Triebe.

57.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich
eine Sitzunterlage aus Grashalmen -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht der Handvoll Gras.

58.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Tiṇamuṭṭhidāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tiṇamuṭṭhidāyaka, das achte.
9. Apadāna des Thera Tindukaphaladāyaka

59.

Wie ein Kaṇikāra-Baum, der aufleuchtet,
saß er inmitten der Berge -
den makellos Reinen erblickte ich, den Buddha,
den Flutüberwundenen, Triebversiegten.

60.

Eine Tinduka-Frucht sah ich, reif und voll,
brach sie auf mitsamt ihrer Hülle;
mit heiterem Sinn und freudigem Herzen
darbrachte ich sie dem Selbst-Erwachten.

61.

Vor einundneunzig Äonen gab ich
jene Frucht zu jener Zeit -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

62.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Tindukaphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tindukaphaladāyaka, das neunte.
10. Apadāna des Thera Ekañjaliya

63.

Romasa mit Namen war der Vollerwachte -
er weilte damals am Ufer eines Flusses;
ich erblickte den makellos Reinen, den Buddha,
strahlend wie die Sonne mit gelbem Strahlenglanz.

64.

Wie aus dem Schmelzofenmund herausgeschlagen,
wie glühende Khadira-Kohlen anzuschauen,
wie ein Heilkraut leuchtend -
da faltete ich einmal die Hände.

65.

Vor vierundneunzig Äonen
faltete ich da die Hände -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht der Händefaltung.

66.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekañjaliya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekañjaliya, das zehnte.
Der Ekapadumiya-Vagga, der fünfunddreißigste.
Dessen Inhaltsübersicht:
Padumī, Uppalamālī, Dhaja, Kiṅkaṇika, Naḷa,
Campaka, Paduma, Muṭṭhi, Tinduka und Ekañjali -
sechsundsechzig Verse, gezählt von den Weisen.
36. Saddasaññaka-Vagga
1. Apadāna des Thera Saddasaññaka

1.

Ein Wildtierjäger war ich einst,
in Wald und Dickicht lebend -
dort sah ich den Vollerwachten,
umgeben von der Götterschar.

2.

Er lehrte die vier edlen Wahrheiten
und zog die große Menschenmenge heraus;
ich hörte seine süße Stimme,
dem Ruf des Karavīka-Vogels gleich.

3.

Beim Klang der Brahma-Stimme des Weisen,
des Sikhī, des Weltverwandten,
klärte sich mein Geist,
und ich erreichte die Versiegung der Triebe.

4.

Vor einunddreißig Äonen
vollbrachte ich diese Tat -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht der Herzensklärung.

5.

Die vier analytischen Erkenntnisse und die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā sind verwirklicht -
das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Saddasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Saddasaññaka, das erste.
2. Apadāna des Thera Yavakalāpiya

6.

In der Stadt Aruṇavatī
war ich damals ein Gerstenbauer;
auf dem Weg erblickte ich den Vollerwachten
und breitete ein Bündel Gerste aus.

7.

Der Mitfühlende, der Erbarmungsreiche -
Sikhī, der höchste Führer der Welt -
erkannte meinen Wunsch
und setzte sich auf das Gerstenlager.

8.

Als ich den Makellosen, den Versenkungsgewaltigen,
den Anführer sitzen sah,
entflammte Freude in mir,
und dort trat der Tod an mich heran.

9.

Vor einunddreißig Äonen
vollbrachte ich diese Tat -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht der Gerstenstreu.

10.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Yavakalāpiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Yavakalāpiya, das zweite.
3. Apadāna des Thera Kiṃsukapūjaka

11.

Eine blühende Kiṃsuka-Blüte erblickend,
hob ich die gefalteten Hände -
des Buddha Siddhattha gedenkend,
verehrte ich ihn in der Luft.

12.

Vor vierundneunzig Äonen
verehrte ich jene Blüte -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

13.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … Das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kiṃsukapūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kiṃsukapūjaka, das dritte.
4. Apadāna des Thera Sakosakakoraṇḍadāyaka

14.

Den Fußabdruck des Sikhī, des Weltverwandten,
erblickend -
das Gewand auf einer Schulter gerafft,
verneigte ich mich vor dem erhabensten Fuß.

15.

Einen blühenden Koraṇḍa-Baum,
aus der Erde gewachsen, erblickend,
nahm ich ihn mitsamt der Hülle
und verehrte damit das Fuß-Rad.

16.

Vor einunddreißig Äonen
vollbrachte ich diese Tat -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht der Fußverehrung.

17.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sakosaka, der Schenker der Koraṇḍa-Blüte, diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sakosakakoraṇḍadāyaka, das vierte.

18.

„In den Wald eintauchend, ins Dickicht,
fällte ich damals einen Bambus;
als Stütze ihn bereitend,
gab ich ihn dem Saṅgha hin.

19.

Mit diesem heiteren Herzen
verehrte ich den Tugendsamen
und nachdem ich die Stütze dargebracht,
zog ich fort, das Gesicht nach Norden gewandt.

20.

Vor vierundneunzig Äonen
gab ich jene Stütze dahin -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht des Stützen-Schenkens."

21.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Daṇḍadāyaka, der Stöcke-Schenker, diese Verse.
Das Apadāna des Thera Daṇḍadāyaka, das fünfte.

22.

„Sataraṃsī mit Namen, der Vollerwachte,
der Selbst-Erwachte, der Unbesiegte -
aus dem Samādhi sich erhebend,
kam er zu mir um Almosenspeise.

23.

Den Paccekabuddha erblickend,
gab ich ihm Mango-Reisschleim -
mit geklärtem Geist, mit heiterem Herzen,
so gab ich, der Geläuterte, dem Geläuterten.

24.

Vor vierundneunzig Äonen
vollbrachte ich jene Tat -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht des Mango-Reisschleims."

25.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ambayāgudāyaka, der Schenker des Mango-Reisschleims, diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ambayāgudāyaka, das sechste.

26.

„Aus der Tages-Meditationsstätte herausgetreten -
Vipassī, der Weltführer -,
als er umherging für Almosenspeise,
kam er zu mir heran.

27.

Da froh und frohen Sinnes,
dem erhabenen Vollerwachten, dem Gleichmütigen,
reichte ich ihm ein Salzpäckchen
und ergötzte mich einen Äon lang im Himmel.

28.

Vor einundneunzig Äonen
gab ich jenes Päckchen -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht des Päckchens."

29.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Supuṭakapūjaka, der Verehrer mit dem Salzpäckchen, diese Verse.
Das Apadāna des Thera Supuṭakapūjaka, das siebte.

30.

„Dem Erhabenen Vipassī,
dem Ältesten der Welt, dem Gleichmütigen,
gab ich eine Ruhestatt,
heiter, mit ehrerbietig erhobenen Händen.

31.

Zu Elefantenfahrzeugen, Pferdefahrzeugen,
zu göttlichen Fahrzeugen gelangte ich;
durch jene Gabe der Liege
habe ich die Versiegung der Triebe erlangt.

32.

Vor einundneunzig Äonen
gab ich jene Liegestatt -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht des Liege-Schenkens."

33.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Mañcadāyaka, der Schenker der Liege, diese Verse.
Das Apadāna des Thera Mañcadāyaka, das achte.

34.

„Wir bestiegen damals ein Schiff,
ein Bhikkhu, ein Ājīvaka und ich;
als das Schiff zu zerbrechen drohte,
gab mir der Bhikkhu Zuflucht.

35.

Vor einunddreißig Äonen
gab er mir jene Zuflucht -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht des Zufluchtsnehmens."

36.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Saraṇagamaniyo, der zur Zuflucht Gegangene, diese Verse.
Das Apadāna des Thera Saraṇagamaniyo, das neunte.

37.

„Tissa mit Namen war der Vollerwachte,
er weilte damals im Waldesdickicht;
aus Tusita herabgekommen,
reichte ich ihm Almosenspeise.

38.

Den Vollerwachten, den ruhmreichen Tissa,
verehrend,
erhob ich mein Herz in Heiterkeit
und kehrte nach Tusita zurück.

39.

Vor zweiundneunzig Äonen
gab ich jene Gabe -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Almosenspeise."

40.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Piṇḍapātika, der Träger der Almosenspeise, diese Verse.
Das Apadāna des Thera Piṇḍapātika, das zehnte.
Der Saddasaññaka-Vagga, der sechsunddreißigste.
Dessen Inhaltsübersicht:
Saddasaññī, Yavasika, Kiṃsuka, Koraṇḍapupphiya,
Ālambana, Ambayāgu, Supuṭī, Mañcadāyaka,
Zuflucht, Piṇḍapāta - dreiundvierzig Verse insgesamt.
Der Mandāravapupphiya-Vagga, der siebenunddreißigste.

1.

„Aus den Tāvatiṃsa-Himmeln hierhergekommen,
Maṅgala mit Namen, ein junger Mann,
nahm eine Mandārava-Blüte
für Vipassī, den großen Seher.

2.

Ihn, der im Samādhi saß,
hielt ich sie auf seinem Haupte -
sieben Tage lang sie haltend,
kehrte ich dann in die Götterwelt zurück.

3.

Vor einundneunzig Äonen
verehrte ich jene Blüte -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

4.

Die vier analytischen Erkenntnisse, acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā verwirklicht -
das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Mandāravapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Mandāravapupphiya, das erste.

5.

„Die Yāma-Götter kamen hierher,
zu Gotama, dem Strahlend-Ruhmreichen;
eine Kakkāru-Blumengirlande erhebend,
darbrachte ich sie dem Buddha.

6.

Vor zweiundneunzig Äonen
verehrte ich jenen Buddha -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha."

7.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kakkārupupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kakkārupupphiyo, das zweite.
3. Apadāna des Thera Bhisamuḷāladāyaka

8.

„Phusso war sein Name, der Vollerwachte, der alle Dhammas durchquert hatte;
der Einsamkeit zugetan, allwissend, kam er zu mir heran.

9.

„Mit heiterem Geist dem Großmitleidigen, dem Siegreichen zugeneigt,
bot ich eine Lotuswurzel dar und gab sie dem Erhabensten der Buddhas.

10.

„Vor zweiundneunzig Äonen war es, als ich diese Wurzel schenkte -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Gabe der Lotuswurzel.

11.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Bhisamuḷāladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Bhisamuḷāladāyaka, das dritte.
4. Apadāna des Thera Kesarapupphiya

12.

„Ein Vijjādhara war ich damals im Himalaya-Gebirge;
ich erblickte den makellosen Buddha, den hochberühmten, der auf und ab schritt.

13.

„Drei Kesara-Blüten auf das Haupt legend als Ehrerbietung,
trat ich dann zum Vollerwachten Vessabhū hin und erwies ihm Verehrung.

14.

„Vor einunddreißig Äonen war es, als ich diese Tat vollbrachte -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

15.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kesarapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kesarapupphiya, das vierte.
5. Apadāna des Thera Aṅkolapupphiya

16.

„Paduma war sein Name, der Vollerwachte, der damals am Cittakūṭa weilte;
als ich diesen Buddha erblickte, den Selbst-Erwachten, den Unbesiegten, näherte ich mich ihm.

17.

„Eine blühende Aṅkola-Blüte erblickend, pflückte ich sie damals
und trat zum Vollerwachten hin, um dem siegreichen Paduma Verehrung zu erweisen.

18.

„Vor einunddreißig Äonen war es, als ich diese Blüte darbrachte -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

19.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Aṅkolapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Aṅkolapupphiya, das fünfte.
6. Apadāna des Thera Kadambapupphiya

20.

„Den Vollerwachten von goldener Farbe, der durch den Marktplatz schritt,
dem Goldgeschmeide gleich leuchtend, mit den zweiunddreißig erhabenen Merkmalen -

21.

„im Obergemach eines herrlichen Palastes sitzend, erblickte ich den Führer der Welt;
eine Kadamba-Blüte ergreifend, erwies ich Vipassī Verehrung.

22.

„Vor einundneunzig Äonen war es, als ich diesem Buddha Verehrung erwies -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

23.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kadambapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kadambapupphiya, das sechste.
7. Apadāna des Thera Uddālakapupphiya

24.

„Anoma war sein Name, der Vollerwachte, der damals am Ufer des Gaṅgā weilte;
eine Uddālaka-Blüte nehmend, erwies ich dem Unbesiegten Verehrung.

25.

„Vor einunddreißig Äonen war es, als ich diese Blüte darbrachte -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

26.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Uddālakapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Uddālakapupphiya, das siebte.
8. Apadāna des Thera Ekacampakapupphiya

27.

„Der Vollerwachte Upasanta weilte inmitten der Berge;
eine einzige Campaka-Blüte nehmend, trat ich zum Höchsten unter den Menschen hin.

28.

„Heiter im Geist und frohgemut, dem erhabensten Paccekamuṇi zugetan,
hob ich mit beiden Händen die Blüte empor, dem Unbesiegten sie darbringend.

29.

„Vor fünfundsechzig Äonen war es, als ich diese Blüte darbrachte -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

30.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekacampakapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekacampakapupphiya, das achte.
9. Apadāna des Thera Timirapupphiya

31.

„Am Ufer des Flusses Candabhāgā zog ich stromabwärts meines Weges
und erblickte den makellosen Buddha, der erstrahlte wie ein blühender Sālarāja.

32.

„Heiter im Geist und frohgemut, dem erhabensten Paccekamuṇi zugetan,
nahm ich eine Timira-Blüte und streute sie ihm aufs Haupt.

33.

„Vor einundneunzig Äonen war es, als ich diese Blüte darbrachte -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

34.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Timirapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Timirapupphiya, das neunte.
10. Apadāna des Thera Saḷalapupphiya

35.

„Am Ufer des Flusses Candabhāgā war ich damals ein Kinnara;
dort erblickte ich den Gott der Götter, den Stier unter den Menschen, der auf und ab schritt.

36.

„Saḷala-Blüten pflückend, gab ich sie dem Buddha als Gabe;
der große Held beroch das Saḷala, das von göttlichem Duft war.

37.

Als der Vollerwachte, Vipassī, der Weltführer, es empfangen hatte,
roch er daran, der große Held,
während ich schaute, aufmerksam dabei.

38.

Mit klarem Geist, heiteren Sinnes,
nachdem ich den Höchsten der Zweifüßler verehrt hatte,
die Hände gefaltet erhoben -
bestieg ich wieder den Berg.

39.

Vor einundneunzig Äonen war es, als ich diese Blume darbrachte;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

40.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Saḷalapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Saḷalapupphiyo, das zehnte.
Der Mandāravapupphiya-Vagga, der siebenunddreißigste.
Dessen Inhaltsverzeichnis:
Mandārava und Kakkāru, Bhisakesarapupphiyo,
Aṅkolako und Kadambī, Uddālī, Ekacampako,
Timira und Saḷala - dies sind die Verse, dreiundvierzig an der Zahl.
38. Bodhivandana-Vagga

1.

Einen Pāṭali-Baum erblickend, grünend, aus der Erde gewachsen,
die eine Schulter freigemacht und die Hände gefaltet,
verehrte ich den Pāṭali.

2.

Die Hände gefaltet erhoben,
den Geist ehrfürchtig gestimmt -
den innen Reinen, außen Reinen,
vollkommen Befreiten, Triebfreien:

3.

Vipassī, den von der Welt Verehrten,
den Ozean aus Mitgefühl und Erkenntnis,
gleichsam als stünde der Vollerwachte vor mir -
so verehrte ich den Pāṭali.

4.

Vor einundneunzig Äonen war es, als ich den Bodhi-Baum verehrte;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht dieser Verehrung.

5.

Die vier analytischen Erkenntnisse, auch die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā verwirklicht -
das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Bodhivandako diese Verse.
Das Apadāna des Thera Bodhivandako, das erste.

6.

Bhagavā mit Namen Vipassī, der Selbst-Erwachte, der Höchste der Menschen,
von seinen Schülern umgeben,
zog er ein, der Siegreiche, in Bandhumatī.

7.

Drei Pāṭali-Blüten lagen mir im Schoß;
wie einer, der das Haupt zu waschen begehrt,
ging ich zum Ufer des Flusses.

8.

Als ich aus Bandhumatī heraustrat, erblickte ich den Weltführer -
leuchtend wie eine blaue Lotosblüte,
gleich einer entfachten Flamme.

9.

Einem Tiger-Stier gleich, erhaben,
einem edlen Löwen gleich,
schritt er dahin, der Höchste der Asketen,
vom Saṅgha der Bhikkhus umgeben.

10.

Vertrauensvoll in ihm, dem Wohlgegangenen,
dem Abwascher des Schmutzes der Triebe,
nahm ich die drei Blüten
und brachte sie dem Besten der Buddhas dar.

11.

Vor einundneunzig Äonen war es, als ich diese Blume darbrachte;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

12.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Pāṭalipupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pāṭalipupphiyo, das zweite.

13.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā war ich damals ein Affe;
ich erblickte den fleckenlosen Buddha,
sitzend zwischen den Bergen.

14.

Alle Himmelsrichtungen erleuchtend,
einem blühenden Sāla-König gleich,
mit Merkmalen und Kennzeichen ausgestattet -
als ich ihn sah, war ich hocherfreut.

15.

Mit erhobenem Geist, heiteren Sinnes,
das Herz von Freude bewegt,
legte ich drei Uppalas
auf meinem Haupt nieder.

16.

Nachdem ich dem großen Weisen Phusso
die Blüten dargebracht hatte,
trat ich ehrfürchtig
nach Norden gewandt den Rückweg an.

17.

Gehend, nach vorne gebeugt,
mit klarem Geist,
fiel ich zwischen die Felsen
und fand das Ende des Lebens.

18.

Durch diese wohlvollbrachte Tat,
durch Absicht und Vorsatz,
ließ ich die frühere Geburt zurück
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

19.

Dreimal hundert Male
übte ich die Herrschaft der Götter aus;
fünfmal hundert Male
war ich ein Cakkavattī.

20.

Vor zweiundneunzig Äonen war es, als ich diese Blume darbrachte;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

21.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Tīṇuppalamāliyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tīṇuppalamāliyo, das dritte.

22.

Als der Vollerwachte, der große Weise Padumuttara,
ins Nibbāna eingegangen war,
versammelten sich alle Menschen
und trugen seinen Leichnam fort.

23.

Während man den Leichnam hinaustrug,
während die Trommeln erklangen,
brachte ich mit klarem, heiterem Geist
eine Paṭṭi-Blüte dar.

24.

Vor hunderttausend Äonen war es, als ich diese Blume darbrachte;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Verehrung des Leichnams.

25.

Die Triebe sind in mir verbrannt,
alle Existenzen von Grund auf beseitigt;
wie ein Elefant, der die Fesseln zerbrochen hat,
weile ich triebfrei.

26.

Wahrlich, ein Glück war es für mich,
dass ich in die Nähe meines Buddha gelangte;
die drei Wissensarten sind erlangt -
das Gebot des Buddha ist erfüllt.

27.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Paṭṭipupphiya diese Verse.
Das vierte Apadāna des Thera Paṭṭipupphiya.
5. Apadāna des Thera Sattapaṇṇiya

28.

Ein Vollerwachter namens Sumana erstand, der Weltenführer;
Mit heiterem Herzen, frohgestimmt, verehrte ich die Sattapaṇṇī-Blüte.

29.

Vor hunderttausend Äonen verehrte ich die Sattapaṇṇī-Blüte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Sattapaṇṇī-Verehrung.

30.

Meine Kilesā sind verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegt.

31.

Willkommen war mir wahrlich … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

32.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sattapaṇṇiya diese Verse.
Das fünfte Apadāna des Thera Sattapaṇṇiya.
6. Apadāna des Thera Gandhamuṭṭhiya

33.

[Hier scheint ein halber Vers zu fehlen.] Als der Scheiterhaufen errichtet ward und vielerlei Wohlgerüche zusammengetragen,
Mit heiterem Herzen, frohgestimmt, verehrte ich eine Handvoll Duft.

34.

Vor hunderttausend Äonen verehrte ich jenen Scheiterhaufen;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Scheiterhaufen-Verehrung.

35.

Meine Kilesā sind verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegt.

36.

Willkommen war mir wahrlich … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

37.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Gandhamuṭṭhiya diese Verse.
Das sechste Apadāna des Thera Gandhamuṭṭhiya.
7. Apadāna des Thera Citakapūjaka

38.

Als der Erhabene Parinibbāna erlangt hatte - Jalajuttama war sein Name -
Und der Scheiterhaufen aufgeschichtet ward, verehrte ich ihn mit einer Sālā-Blüte.

39.

Vor hunderttausend Äonen verehrte ich jene Blüte auf das Höchste;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Scheiterhaufen-Verehrung.

40.

Meine Kilesā sind verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegt.

41.

Willkommen war mir wahrlich … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

42.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Citakapūjaka diese Verse.
Das siebte Apadāna des Thera Citakapūjaka.
8. Apadāna des Thera Sumanatālavaṇṭiya

43.

Dem Erhabenen Siddhattha gab ich einen Fächer aus Tāla-Blatt,
Mit Sumana-Blüten bedeckt - ich trage ihn, von großem Wert.

44.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich jenen Tāla-Fächer;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Tāla-Fächers.

45.

Meine Kilesā sind verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegt.

46.

Willkommen war mir wahrlich … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

47.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sumanatālavaṇṭiya diese Verse.
Das achte Apadāna des Thera Sumanatālavaṇṭiya.
9. Apadāna des Thera Sumanadāmiya

48.

Dem Erhabenen Siddhattha, dem badenden Asketen,
Fertigte ich einen Kranz aus Sumana-Blüten und trug ihn, vor ihm stehend.

49.

Vor vierundneunzig Äonen trug ich jenen Kranz;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Tragens der Sumana-Blüten.

50.

Meine Kilesā sind verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegt.

51.

Willkommen war mir wahrlich … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

52.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sumanadāmiya diese Verse.
Das neunte Apadāna des Thera Sumanadāmiya.
10. Apadāna des Thera Kāsumāriphala­dāyaka

53.

Wie einen leuchtenden Kaṇikāra-Baum sah ich ihn sitzen inmitten der Berge -
Den makellos Reinen, den Buddha, den Ältesten der Welt, den Stier unter den Menschen.

54.

Mit heiterem Herzen, frohgestimmt, die gefalteten Hände erhoben zum Haupt,
Nahm ich eine Kāsumārī-Frucht und gab sie dem Erhabensten der Buddhas.

55.

Vor einunddreißig Äonen gab ich jene Frucht;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Frucht-Gabe.

56.

Meine Kilesā sind verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegt.

57.

Willkommen war mir fürwahr … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

58.

Die vier paṭisambhidā … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kāsumāriphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kāsumāriphaladāyaka ist das zehnte.
Der Bodhivandanavagga ist der achtunddreißigste.
Dessen Inhaltsangabe:
Bodhi, Pāṭali, Uppalī, Paṭṭi und die Sattapaṇṇi;
Gandhamuṭṭhi und Citaka, Tāla, Sumanadāmaka;
Kāsumāriphalī - neunundfünfzig Verse sind es.
39. Avaṭaphalavagga
1. Das Apadāna des Thera Avaṭaphaladāyaka

1.

„Sataraṃsi war sein Name, der Erhabene,
der Selbst-Erwachte, Unbesiegte;
die Abgeschiedenheit begehrend, der Vollerwachte,
brach er zur Almosenrunde auf.

2.

„Eine Frucht in Händen haltend, sah ich ihn und trat heran
zu jenem Stier unter den Menschen;
mit heiterem Gemüt und freudigem Herzen
reichte ich ihm die Avaṭa-Frucht.

3.

„Vor vierundneunzig Äonen war es,
dass ich jene Frucht darbrachte -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Fruchtenspende.

4.

„Meine Kilesas sind verbrannt,
alle Daseine sind mit der Wurzel ausgerissen;
wie ein Elefant, der die Fessel zerbrochen hat,
weile ich triebversiegt.

5.

„Willkommen war mir fürwahr
in der Nähe meines Buddha;
die drei Wissen sind erlangt,
das Gebot des Buddha ist erfüllt.

6.

„Die vier paṭisambhidā und die acht vimokkhā,
die sechs abhiññā sind verwirklicht -
das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Avaṭaphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Avaṭaphaladāyaka ist das erste.
2. Das Apadāna des Thera Labujadāyaka

7.

„In der Stadt Bandhumatī war ich damals
ein Gärtner im Park;
ich erblickte den makellos Reinen Buddha,
der den unbefleckten Pfad dahinschritt.

8.

„Eine Labuja-Frucht ergreifend,
reichte ich sie dem erhabensten Buddha dar;
in der Luft stehend und still
nahm sie der Hochberühmte an.

9.

„Mir Freude bereitend, Glück bringend im gegenwärtigen Dasein -
nachdem ich die Frucht dem Buddha gegeben hatte
mit heiterem, lauterem Herzen,

10.

„erlangte ich damals Entzücken,
ausgedehnte und höchste Seligkeit;
wie ein Juwel entstand ich, wo immer
ich wiedergeboren wurde.

11.

„Vor einundneunzig Äonen war es,
dass ich jene Frucht darbrachte -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Fruchtenspende.

12.

„Meine Kilesas sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

13.

„Willkommen war mir fürwahr … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

14.

„Die vier paṭisambhidā … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Labujadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Labujadāyaka ist das zweite.
3. Das Apadāna des Thera Udumbaraphaladāyaka

15.

„Am Ufer des Flusses Vinatā
weilte der Höchste unter den Menschen;
ich erblickte den makellos Reinen Buddha,
einspitzig und tiefgesammelt.

16.

„Meinen Geist auf ihn gerichtet, voller Vertrauen,
der er alle Schmutzflecken der Kilesas abwäscht,
ergriff ich eine Udumbara-Frucht
und reichte sie dem erhabensten Buddha dar.

17.

„Vor einundneunzig Äonen war es,
dass ich jene Frucht darbrachte -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Fruchtenspende.

18.

„Meine Kilesas sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

19.

„Willkommen war mir fürwahr … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

20.

„Die vier paṭisambhidā … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Udumbaraphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Udumbaraphaladāyaka ist das dritte.
4. Das Apadāna des Thera Pilakkhaphaladāyaka

21.

„Im Waldinnern erblickte ich den Buddha,
den Heilsschauenden, den Hochberühmten;
mit heiterem Gemüt und freudigem Herzen
gab ich ihm eine Pilakkha-Frucht.

22.

„Vor achtzehnhundert Äonen war es,
dass ich jene Frucht darbrachte -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Fruchtenspende.

23.

„Meine Kilesas sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

24.

„Willkommen war mir fürwahr … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

25.

„Die vier paṭisambhidā … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Pilakkhaphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pilakkhaphaladāyaka ist das vierte.
5. Das Apadāna des Thera Phārusaphaladāyaka

26.

„Dem Vollerwachten von goldener Farbe,
dem Empfänger der Opfergaben,
der auf der Straße dahinschritt -
ihm reichte ich eine Phārusa-Frucht dar.

27.

„Vor einundneunzig Äonen war es,
dass ich jene Frucht darbrachte -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Fruchtenspende.

28.

„Meine Kilesas sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

29.

„Willkommen wahrlich war mir …usw.… vollbracht ist des Buddha Weisung.

30.

„Die vier analytischen Erkenntnisse …usw.… vollbracht ist des Buddha Weisung."
So sprach der ehrwürdige Thera Phārusaphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Phārusaphaladāyaka, das fünfte.
6. Apadāna des Thera Valliphaladāyaka

31.

„Alle Menschen kamen zusammen
und zogen damals in den Wald;
auf der Suche nach Früchten
fanden sie dort keine Frucht.

32.

„Da erblickte ich den Vollerwachten,
den Selbst-Erwachten, den Unbesiegten;
heiteren Herzens, freudig gestimmt,
reichte ich ihm eine Rankenfrucht.

33.

„Einunddreißig Äonen zurück -
welche Frucht ich damals gab -,
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht des Früchtegebens.

34.

„Meine Kilesā sind verbrannt …usw.… ich weile triebversiegt.

35.

„Willkommen wahrlich war mir …usw.… vollbracht ist des Buddha Weisung.

36.

„Die vier analytischen Erkenntnisse …usw.… vollbracht ist des Buddha Weisung."
So sprach der ehrwürdige Thera Valliphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Valliphaladāyaka, das sechste.
7. Apadāna des Thera Kadaliphaladāyaka

37.

„Wie eine leuchtende Kaṇikāra-Blüte,
wie der Mond in seiner Fülle,
wie ein strahlender Fackelbaum -
so erblickte ich den Führer der Welt.

38.

„Eine Kadalī-Frucht in die Höhe haltend
reichte ich sie dem Meister dar;
heiteren Herzens, freudig gestimmt,
verneigte ich mich und zog fort.

39.

„Einunddreißig Äonen zurück -
welche Frucht ich damals gab -,
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht des Früchtegebens.

40.

„Meine Kilesā sind verbrannt …usw.… ich weile triebversiegt.

41.

„Willkommen wahrlich war mir …usw.… vollbracht ist des Buddha Weisung.

42.

„Die vier analytischen Erkenntnisse …usw.… vollbracht ist des Buddha Weisung."
So sprach der ehrwürdige Thera Kadaliphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kadaliphaladāyaka, das siebte.
8. Apadāna des Thera Panasaphaladāyaka

43.

„Ajjuna mit Namen war der Vollerwachte,
der damals im Himavant weilte;
an Wandel vollkommen,
ein im Samādhi kundiger Muni.

44.

„Eine krugroße Panasa-Frucht, göttlich duftend,
nahm ich in die Hände;
auf Schirm-Blätter gebettet
reichte ich sie dem Meister dar.

45.

„Einunddreißig Äonen zurück -
welche Frucht ich damals gab -,
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht des Früchtegebens.

46.

„Meine Kilesā sind verbrannt …usw.… ich weile triebversiegt.

47.

„Willkommen wahrlich war mir …usw.… vollbracht ist des Buddha Weisung.

48.

„Die vier analytischen Erkenntnisse …usw.… vollbracht ist des Buddha Weisung."
So sprach der ehrwürdige Thera Panasaphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Panasaphaladāyaka, das achte.
9. Apadāna des Thera Soṇakoṭivīsa

49.

„In der Lehre des Vipassī
baute ich eine Grotte
für den Saṅgha der vier Himmelsrichtungen,
in Bandhumā, der Königsstadt.

50.

„Den Boden der Grotte mit Tüchern ausgelegt
und sie hingegeben -
erhobenen Herzens, freudig gestimmt,
tat ich damals einen Wunsch kund:

51.

„Möge ich den Vollerwachten erfreuen,
möge ich die Pabbajjā erlangen;
möge ich das unübertreffliche Nibbāna berühren,
den höchsten Frieden.

52.

„Durch eben diese Wurzel des Heilsamen
wanderte ich neunzig Äonen;
als Gottheit und als Mensch geboren,
Verdienste wirkend, erstrahlte ich.

53.

„Dann, durch den Rest des Kammas,
hier in dieser letzten Existenz,
wurde ich in Campā als Einzelkind
des Obersten der Kaufleute geboren.

54.

„Als er hörte, dass ich geboren war,
entstand im Vater dieser Wunsch:
‚Ich gebe dem Knaben
volle zwanzig Koṭi.'

55.

„Vier Fingerbreit lange Haare
wuchsen mir an beiden Fußsohlen,
fein, von sanfter Berührung,
schön wie Baumwollflocken.

56.

„Neunzig vergangene Äonen
und dieser eine darüber hinaus -
nie kenne ich meine Füße
auf unbedeckten Boden gesetzt.

57.

„Den Vollerwachten erfreut habend,
trat ich in die Hauslosigkeit aus;
Arahantschaft habe ich erlangt,
erloschen bin ich, vollkommen still.

58.

„Als Erster unter den mit aufgebrachtem Eifer
wurde ich vom Allsehenden benannt;
triebversiegt bin ich, ein Arahant,
mit den sechs Abhiññās, von großer Kraft.

59.

Vor einundneunzig Äonen gab ich jene Gabe;
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Gabe einer Unterkunft.

60.

Die Kilesā sind von mir verbrannt … [usw.] … ich weile triebversiegt.

61.

Willkommen wahrlich war mir [der Eintritt] … [usw.] … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

62.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

63.

Der Thera Soṇa Koṭivīsa, an der Spitze der Bhikkhu-Saṅgha -
über eine Frage befragt, gab er Antwort am großen See Anotatta.
So sprach der ehrwürdige Thera Soṇa Koṭivīsa diese Verse.
Das Apadāna des Thera Soṇa Koṭivīsa ist das neunte.
10. Pubbakammapilotika-Buddha-Apadāna

64.

Am Ufer des Sees Anotatta, auf schönem Felsgrund -
von mancherlei Juwelen erleuchtet, inmitten mannigfaltiger Duftgehölze -

65.

umgeben von der großen Bhikkhu-Saṅgha,
saß dort der Weltführer und legte seine eigenen früheren Kamma dar.

66.

„Hört, ihr Bhikkhus, welches Kamma von mir getan wurde:
Das Kamma des Lumpens reift noch im Buddhatum nach.
[1]

67.

„Munāḷi war ich einst, ein Taugenichts, in früheren Geburten;
einen Paccekabuddha, den Duftenden, verleumdete ich, den Schuldlosen.

68.

„Durch die Reife jenes Kamma zog ich lange durch die Hölle;
viele hunderttausend Jahre erfuhr ich leidvolle Empfindung.

69.

„Durch den Rest jenes Kamma erntete ich in diesem letzten Dasein
Verleumdung - wegen der Sundarikā.
[2]

70.

„Des Buddhas Sabbābhibhu war Nanda ein Schüler;
durch Verleumdung gegen ihn zog ich lange durch die Hölle.

71.

„Zehntausend Jahre irrte ich lange in der Hölle;
als ich Menschendasein erlangte, erntete ich vielfache Verleumdung.

72.

„Durch den Rest jenes Kamma bezichtigte mich Ciñcamāṇavikā
vor der Menschenmenge mit Falschem.
[3]

73.

„Ein gelehrter Brahmane war ich, geehrt und verehrt;
im großen Wald lehrte ich fünfhundert Studenten die Mantras.

74.

„Ein furchtgebietender Seher kam dorthin, mit fünf Abhiññā, von großer Macht;
als ich ihn ankommen sah, verleumdete ich ihn, den Schuldlosen.

75.

„Darauf sprach ich zu meinen Schülern: ‚Dieser Seher ergötzt sich an Sinnesgenüssen';
und meinen Worten stimmten die Studenten bei.

76.

„Darauf sagten jene Studenten beim Betteln von Haus zu Haus der ganzen Menschenmenge:
‚Dieser Seher ergötzt sich an Sinnesgenüssen.'

77.

„Durch die Reife jenes Kamma ernteten diese fünfhundert Bhikkhus allesamt
Verleumdung - wegen der Sundarikā.
[4]

78.

„Einen Bruder von anderer Mutter erschlug ich einst des Reichtums wegen;
ich warf ihn in eine Bergschlucht und zermalmte ihn mit einem Felsblock.

79.

„Durch die Reife jenes Kamma schleuderte Devadatta einen Stein;
Felstrümmer zermalmten mir den Zeh am Fuß.
[5]

80.

„Einst war ich ein Knabe, der auf einem großen Weg spielte;
als ich einen Paccekabuddha sah, warf ich einen Steinspan auf den Weg.

81.

„Durch die Reife jenes Kamma hetzte Devadatta in diesem letzten Dasein
einen Mörder gegen mich.
[6]

82.

„Ein Elefantenführer war ich einst; einen höchsten Paccekabuddha,
der beim Almosengang umherzog, griff ich mit dem Elefanten an.

83.

„Durch die Reife jenes Kamma kam in Giribbaja, der herrlichen Stadt,
der rasende, grimmige Elefant Nāḷāgiri auf mich zu.
[7]

84.

„Ein König, ein Herrscher war ich; mit dem Speer erschlug ich einen Mann;
durch die Reife jenes Kamma litt ich schwer in der Hölle.

85.

„Durch den Rest jenes Kamma riss mir nun am ganzen
Fuß die Haut auf - Kamma vergeht wahrlich nicht.
[8]

86.

„Ich war in einem Fischerdorf, ein Fischerskind;
als ich Fische getötet sah, empfand ich Freude daran.

87.

„Durch die Reife jenes Kamma befiel mich Kopfschmerz;
und alle Sākyas wurden erschlagen, als Viṭaṭūbha schlug.
[9]

88.

„In der Lehrverkündigung des Phussa schmähte ich die Schüler:
‚Esst und verzehrt Gerste - verzehrt aber nicht weißen Reis!'

89.

Durch die Reife jenes Kammas war ich drei Monate lang auf Gerste angewiesen;
Eingeladen von einem Brahmanen, verweilte ich damals in Verañjā.

90.

Als ein Ringkampf im Gange war, störte ich einen Mallasohn;
Durch die Reife jenes Kammas traf mich Schmerz im Rücken.

91.

Ich war ein Arzt und gab dem Sohn eines Kaufmanns ein Abführmittel;
Durch die Reife jenes Kammas befiel mich Durchfall.

92.

Ich - als Jotipāla - sprach damals zum Sugata Kassapa:
„Woher sollte dem Kahlköpfigen Bodhi kommen? Bodhi ist das Allerschwierigste."

93.

Durch die Reife jenes Kammas übte ich vieles Schwere;
Sechs Jahre in Uruvelā - dann erst erreichte ich die Bodhi.

94.

Nicht durch diesen Weg erreichte ich die höchste Bodhi;
Auf einem Irrweg suchend, war ich durch früheres Kamma gehemmt.

95.

Verdienst und Schuld erschöpft, allem Brennen enthoben,
Ohne Kummer, ohne Qual - triebversiegt werde ich verlöschen.

96.

So sprach der Siegreiche vor der Gemeinschaft der Bhikkhus,
Der alle Kräfte der Abhiññā erlangt hatte, am großen See Anotatta.
So sprach der Erhabene sein eigenes früheres Wirken aus - die Dhammalehrdarlegung namens Kammapilotika im Buddhāpadāna.
Das zehnte Buddhāpadāna heißt Pubbakammapilotika.
Der neununddreißigste Vagga: Avaṭaphalavagga.
Dessen Uddāna:
Avaṭa und Labujafrüchte, Udumbara und Pilakkhu,
Phāru, Vallī und Kadalī, Panasa und Koṭivīsaka,
Pubbakammapiloti - das Apadāna des Großen Weisen;
Einundneunzig Verse, gezählt von den Einsichtigen.
Das vierzehnte Bhāṇavāra.
40. Pilindavacchavagga
1. Apadāna des Thera Pilindavaccha

1.

In der Stadt Haṃsavatī war ich ein Torhüter;
Unerschöpflichen, unermesslichen Reichtum hatte ich daheim angehäuft.

2.

Ich setzte mich allein in der Stille nieder, erheiterte meinen Geist
Und saß im prächtigen Obergemach; so dachte ich damals nach:

3.

„Viele Güter sind bei mir zu Hause angehäuft, mein Palast erblüht;
Auch der König, Herr der Erde, lud mich freundlich ein.

4.

Dieser Buddha ist erschienen, der Muni, der aus sich selbst Erwachte;
Und da mir Güter vorhanden sind, werde ich dem Lehrer eine Gabe darbringen.

5.

Der Königssohn Paduma schenkte dem Siegreichen eine erlesene Gabe:
Elefanten, Palankine und Lehnenpolster, nicht wenig.

6.

Auch ich will dem Saṅgha, der vorzüglichsten Schar, eine Gabe darbringen;
Was andere noch nie gegeben haben - ich will der Erste sein.

7.

Nachdem ich vielfältig überlegt hatte, welche Gabe glückliche Frucht trägt,
Erkannte ich die Gabe von Bedarfsgegenständen als Erfüllung meines Vorsatzes.

8.

Bedarfsgegenstände will ich dem Saṅgha, der vorzüglichsten Schar, darbringen;
Was andere noch nie gegeben haben - ich will der Erste sein."

9.

Ich ging zu den Rohrmachern und ließ sogleich Schirme anfertigen;
Hunderttausend Schirme ließ ich zusammenbringen.

10.

Hunderttausend Gewänder ließ ich zusammenbringen;
Hunderttausend Almosenschalen ließ ich zusammenbringen.

11.

Beile und Messer sowie Scherchen zum Nagelschneiden -
Ließ ich unter den Schirmen aufstellen, wie es sich gebührte.

12.

Fächer zum Wedeln, Palmblattfächer, Pfauenfedern und Yakhaarwedel,
Seihtücher und Ölbehälter - ließ ich anfertigen, wie es sich gebührte.

13.

Nadelbehälter mit Schulterriemen und auch Leibgurte,
Sowie Ständer, sorgfältig gefertigt - ließ ich anfertigen, wie es sich gebührte.

14.

Gebrauchsgefäße und auch kupferne Schüsseln,
Mit Heilmitteln gefüllt, stellte ich unter den Schirmen auf.

15.

Vaca, Usīra, Laṭṭhimadhu, Pipphalī und Pfeffer,
Harītakī, Ingwer - alles füllte ich in die Gefäße.

16.

Sandalen und Schuhe sowie Wasserabtrockentücher,
Stöcke und sorgfältig gefertigte Stäbe - ließ ich anfertigen, wie es sich gebührte.

17.

Augensalbe, Salbenröhrchen, Sonden und chirurgische Instrumente,
Schlüssel in fünf Farben, in Schlüsselhäuschen eingenäht.

18.

Rauchröhren für Inhalationen und auch Lampenhalter,
Tumbaka-Behälter und Körbe - ließ ich anfertigen, wie es sich gebührte.

19.

Zangen, Körbchen sowie auch Schmutzentferner,
Und auch Arzneibeutel - ließ ich anfertigen, wie es sich gebührte.

20.

Liegestühle und Hocker, Palankine mit vier Füßen,
Ließ ich anfertigen, wie es sich gebührte, und stellte sie unter den Schirmen auf.

21.

Wollmatten, Baumwollmatten und auch Hocker-Matten,
Sowie sorgfältig gefertigte Kopfkissen - ließ ich anfertigen, wie es sich gebührte.

22.

Kuruvinda-Stein, Bienenwachs, Öl zur Erwärmung der Hände,
Sipāṭi-Holzbrettchen, Nadeln, Betten samt Bettdecke.

23.

Im Quartier: ein Fußabtreter, Bett- und Sitzmöbel-Stecken,
Zahnputzholz und Āṭalī, Kopfsalbe und Duftmittel.

24.

Feuerstab und Fruchtsockel, Deckel für Schale und Teller,
Wasserschöpflöffel dazu, Puder und Färbemittel.

25.

Kehrgerät und Wassertopf, ebenso das Regengewand,
Sitzmatte und Kratzentuch, sodann das Untergewand.

26.

Obergewand und Saṅghāṭī, Nasenspülung und Mundwasser,
Biḷaṅga-Salz in reichem Maß, Honig und ein Quark-Getränk.

27.

Weihrauch, Wachs und Lappentuch, Mundabwisch-Schnürchen dazu -
was auch immer zu geben ist, was dem Meister ziemt und taugt:

28.

Dies alles zusammengebracht, trat ich zu Ānanda hin,
trat vor den König, den Vater des großen Weisen,
neigte das Haupt in Verehrung und sprach diese Worte:
(Bitte um eine Schenkungsgelegenheit)

29.

„Von gleichem Ursprung aufgewachsen, ein Sinn in beiden,
in Freude wie in Leid geteilt, einander zugetan -

30.

es gibt einen Herzensschmerz, der dir gehört, du Feindebändiger;
wenn du vermagst, diesen Schmerz zu tilgen, so tilge ihn, Kṣatriya.

31.

Dein Schmerz ist mein Schmerz, unser beider Sinn ist eines;
versteh es als vollbracht - das Meine liegt bei dir, wenn du willst.

32.

Wisse es, großer König: Mein Schmerz ist schwer zu lindern;
da du die Macht hast, verkünde - ein Wunsch, der schwer zu gewähren ist.

33.

Was auch immer in deinem Reich vorhanden ist, so lange mein Leben währt -
davon, wenn du dessen bedarfst, werde ich unerschütterlich geben."

34.

„Was du so verkündet hast, Herr, das hast du vollmundig verkündet -
ich werde dich heute erkennen als im wahren Dhamma gefestigt.

35.

Allzu stark drückst du auf mich, der ich bereit bin zu geben;
was nützt dir mein Bedrängen - sag mir, was du dir wünschst."

36.

„Ich wünsche, großer König, den Erhabenen, den besten Buddha,
ich möchte den Vollerwachten bewirten - mein Leben soll kein Hindernis sein.

37.

Einen anderen Wunsch gewähre ich dir - begehre nicht den Tathāgata;
dem Buddha gebietet keiner, wie ein Juwel, das aus sich selbst leuchtet."

38.

„Hast du nicht verkündet, Herr, bis zur Grenze deines eigenen Lebens?
Wer das Leben verschenkt, dem ziemt es, auch den Tathāgata zu geben.

39.

Der große Held ist unantastbar, dem Jina gebietet keiner -
der Buddha untersteht nicht meiner Verfügung; wähle unbegrenzte Schätze."

40.

„Lasst uns eine Entscheidung herbeiführen, lasst uns in der Entscheidung fragen;
wie es sich verhält, werden sie darlegen - lass uns so befragen."

41.

Den König bei der Hand nehmend, begab ich mich zur Entscheidungsstätte;
vor den Schiedsrichtern sprach ich dieses Wort:

42.

„Hört mich, ihr Schiedsrichter: Der König hat mir eine Gabe versprochen,
nichts zurückhaltend, sogar das Leben hat er angeboten.

43.

Aus dieser versprochenen Gabe habe ich den besten Buddha gewählt;
ist mir der Buddha rechtmäßig gegeben - zerschneidet meinen Zweifel."

44.

„Wir werden dein Wort hören, König und Landesbeschützer;
nach Anhörung beider Worte werden wir den Zweifel hier zerschneiden.

45.

Alles, Herr, hast du gegeben, für ihn alles umfassend -
nichts zurückhaltend, sogar das Leben hast du angeboten.

46.

Einer, der in Not geraten, hat den erhabensten Wunsch erfleht;
diesen tief Leidenden erkennend, gabst du alles umfassend.

47.

Besiegt bist du, Herr - der Tathāgata ist ihm zu geben;
beider Zweifel ist zerschnitten: Verharrt bei dem, wie es sich verhält."

48.

Der König, eben dort stehend, sprach zu den Schiedsrichtern:
„Gebt auch mir in rechter Weise - ich möge den Buddha nochmals empfangen."

49.

„Nachdem du deinen Entschluss erfüllt und den Tathāgata bewirtet hast,
gib den Vollerwachten danach auch dem Ānanda, dem Ruhmreichen."
(Das Einladen)

50.

Den Schiedsrichtern verneigt, und auch dem Kṣatriya Ānanda,
froh und von Freude erfüllt, trat ich zum Vollerwachten hin.

51.

Zum Vollerwachten hintretend, dem die Fluten Überwundenen, Triebversiegten,
neigte ich das Haupt in Verehrung und sprach diese Worte:

52.

„Mit hundert Gefährten nimm unsere Einladung an, du Sehender;
mein Herz mit Freude erhellend, komm in meine Behausung."

53.

Padumuttara, der Weltkenner, Empfänger der Opfergaben -
meinen Wunsch erkennend, nahm er ihn an, der Sehende.

54.

Seine Zustimmung erkennend, verneigte ich mich vor dem Meister;
froh und hochgestimmt kehrte ich nach Hause zurück.
(Zubereitung des Mahles)

55.

Freunde und Gefährten zusammenrufend, sprach ich diese Worte:
„Schwer zu erlangen ward mir Erlangtes - wie ein leuchtend strahlender Juwel.

56.

„Wie sollen wir ihn ehren, der unermesslich ist, ohne Vergleich,
unübertroffen, ohnegleichen, weise, der Sieger, ohne seinesgleichen?

57.

„Unvergleichlich in sich selbst, einzigartig, ohne zweiten, Stier unter den Menschen -
schwer ist es, eine Ehrbezeigung zu vollbringen, wie es eines Buddha würdig ist.

58.

„Lasst uns vielerlei Blüten sammeln und einen Blütenpavillon errichten -
das sei des Buddha würdig, das sei die höchste aller Ehrungen."

59.

Blaue Lotosblüten, rote Lotosblüten, Jasmin, Adhimuttaka,
Campaka-Blüten und Nāga-Blüten - einen Pavillon ließ ich errichten.

60.

Hundert mal tausend Sitze bereitete ich, beschattet von Schirmen;
mein eigener Sitz übertraf die anderen hundertfach an Wert.

61.

Hundert mal tausend Sitze bereitete ich, beschattet von Schirmen;
Speise und Trank bereitend, verkündete ich die Stunde.

62.

Als die Stunde verkündet war, trat Padumuttara, der große Muni,
von hundert mal tausend Mönchen begleitet, in mein Haus.

63.

Unter dem hoch gehaltenen Schirm, im blühenden Blütenpavillon,
saß er nieder, der Höchste unter den Menschen, umgeben von hundert mal tausend Mönchen.

64.

„Hundert mal tausend Schirme, hundert mal tausend Sitze -
das Schickliche, das Tadellose: nimm es entgegen, Sehender!"

65.

Padumuttara, der Weltkenner, Empfänger der Opfergaben -
mich befreien wollend, nahm er es an, der große Muni.
(Gespräch über die Gabe)

66.

Jedem einzelnen Mönch gab ich je eine Almosenschale;
die irdenen Schalen legten sie ab, Schalen aus Metall trugen sie hinfort.

67.

Sieben Tage und Nächte saß der Buddha im Blütenpavillon,
viele Wesen erweckend, das Dhamma-Rad in Bewegung setzend.

68.

Das Dhamma-Rad in Bewegung setzend, unterhalb des Blütenpavillons -
vierundachtzigtausend war die Zahl derer, die den Dhamma durchdrangen.

69.

Am siebten Tage, da er erschienen war, sprach Padumuttara, der große Muni,
im Schatten des Schirmes sitzend, diese Strophen:
(Verkündigung)

70.

„Die vorzügliche, vollständige Gabe, die mir der junge Mann dargebracht hat -
die will ich preisen; hört mich sprechen.

71.

„Elefanten, Rosse, Wagen, Fußtruppen - ein Heer aus vier Gliedern -
werden ihn stets umgeben: das ist die Frucht dieser höchsten Gabe.

72.

„Elefantensänften, Rossgefährte, Sänften und Palankine
werden ihm stets aufwarten: das ist die Frucht dieser höchsten Gabe.

73.

„Sechzigtausend Streitwagen, geschmückt mit allem Zierat,
werden ihn stets umgeben: das ist die Frucht dieser höchsten Gabe.

74.

„Sechzigtausend Musikinstrumente, Trommeln, festlich geziert,
werden für ihn stets erklingen: das ist die Frucht dieser höchsten Gabe.

75.

„Sechsundachtzigtausend Frauen, festlich geschmückt,
in bunten Gewändern und Zierrat, mit Juwelen-Ohrringen -

76.

„mit langen Wimpern, lächelnd, wohlgestaltig, schmalleibig -
werden ihn stets umgeben: das ist die Frucht dieser höchsten Gabe.

77.

„Dreißigtausend Äonen wird er sich in der Götterwelt erfreuen;
tausendmal wird er Götterkönig sein, Herrscher über die Götterwelt.

78.

„Tausendmal wird er König sein, ein Weltenherrscher;
Teilherrschaft in Fülle, zahllos, nicht zu zählen.

79.

„Weilend in der Götterwelt, mit heilsamen Taten gesegnet,
wird ihm bis an den Rand der Götterwelt der Juwelenschirm getragen sein.

80.

„Wann immer er Schatten begehrt - den Baldachin aus Stoff und Blüten -
seinen Sinn erkennend, wird er ihn beständig umhüllen.

81.

„Von der Götterwelt herabgestiegen, angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
verbunden mit dem Kamma guter Taten, wird er als Brahmanensohn geboren sein.

82.

„In hundert mal tausend Äonen, entsprossen dem Geschlecht der Okkāka,
wird Gotama - so sein Gotra-Name - Meister in der Welt sein."

83.

„Dies alles durchschauend, Gotama, der Stier der Sakyas,
wird im Kreis der Bhikkhus sitzend ihn an die höchste Stelle setzen.

84.

„Als Pilindavaccha wird er heißen, ein Schüler des Meisters,
geehrt von Göttern, Asuras und Gandhabben.

85.

„Unter Bhikkhus und Bhikkhunīs und ebenso den Haushältern
wird er, allen lieb geworden, triebversiegt verweilen."
(Rede über die Verdienste der Gabe)

86.

„Ein Kamma, getan vor hunderttausend Äonen, zeigt mir hier seine Frucht;
wie ein Pfeil befreit, verbrannte es meine Triebe.

87.

„Wie wohl getan war mein Kamma im unvergleichlichen Verdienstfeld!
Indem ich dort die Tat vollbrachte, habe ich das unerschütterliche Ziel erlangt.

88.

„Vollständig war die höchste Gabe, die jener junge Brahmane darbrachte;
er war der Erste und Vorderste - dies ist die Frucht jener Gabe.
(1. Verdienst des Schirms)

89.

„Indem ich dem Gesegneten einen Schirm gab, und dem Saṅgha, der erhabenen Schar,
genieße ich acht Verdienste, meinem Kamma gemäß.

90.

„Kälte und Hitze kenne ich nicht, Staub und Schmutz haften mir nicht an;
frei von Unheil und Bedrängnis, werde ich stets verehrt.

91.

„Zart ist meine Haut, klar ist mein Geist -
während ich durch hunderttausend Existenzen wandere.

92.

„Mit allem Schmuck versehen - durch die Kraft jenes Kammas -
tragen sie mich auf dem Haupt in jeder Geburt, ausgenommen dieser.

93.

„Warum trägt man mir in dieser Geburt keinen Schirm?
All mein Kamma ist vollbracht für die Erlangung des Befreiungsschirms.
(2. Verdienst des Tuches)

94.

„Indem ich dem Gesegneten Tücher gab, und dem Saṅgha, der erhabenen Schar,
genieße ich acht Verdienste, meinem Kamma gemäß.

95.

„Goldfarben, makellos, strahlend und leuchtend,
glatt sind meine Glieder, während ich durch die Existenzen wandere.

96.

„Hunderttausend Tücher - weiße, gelbe und rote -
tragen sie mir auf dem Haupt: dies ist die Frucht der Tuchgabe.

97.

„Seidene und wollene Gewänder, leinene und baumwollene -
all das erlange ich überall als Ausstrahlung jenes Kammas.
(3. Verdienst der Schale)

98.

„Indem ich dem Gesegneten eine Schale gab, und dem Saṅgha, der erhabenen Schar,
genieße ich zehn Verdienste, meinem Kamma gemäß.

99.

„Aus goldenen Schalen, aus Juwelenschalen, aus silbernen Schalen,
aus Schalen aus rotem Kupfer - stets esse ich daraus.

100.

„Frei von Unheil und Bedrängnis, werde ich stets verehrt;
ich erlange Speise, Trank, Gewand und Lager.

101.

„Mein Wohlstand vergeht nicht, gefestigt bleibe ich im Geist;
stets bin ich dem Dhamma zugetan, triebarm und triebversiegt.

102.

„In der Götterwelt oder unter Menschen begleiten mich diese Vorzüge,
wie der Schatten eines Baumes - überall verlassen sie mich nicht.
(4. Verdienst des Beils)

103.

„Viele Beile, am Griff gebunden und gut gearbeitet,
gab ich dem erhabenen Buddha und ebenso dem Saṅgha.

104.

„Acht Verdienste genieße ich, meinem Kamma gemäß:
Ich bin tapfer und gewandt, vollkommen in den Selbstsicherheiten.

105.

„Beharrlich und voller Tatkraft bin ich, stets aufgerichtet im Geist;
ein feines, unvergleichliches, reines Wissen zum Abschneiden der Triebe
erlange ich überall als Ausstrahlung jenes Kammas.
(5. Verdienst des Messers)

106.

„Viele sanfte, unraue, gut geschliffene Messer
gab ich mit heiterem Geist dem Buddha und ebenso dem Saṅgha.

107.

„Fünf Verdienste genieße ich, meinem Kamma gemäß:
einen guten Freund, Tatkraft, Geduld und das Messer der Güte.

108.

„Da der Pfeil des Verlangens durchschnitten ist, erlange ich das unvergleichliche Schwert der Weisheit,
ein Wissen gleich dem Vajra, das Dunkel zerschlagend - dies erlange ich als Ausstrahlung jener Taten.
(6. Verdienst der Nadel)

109.

„Indem ich dem Gesegneten Nadeln gab, und dem Saṅgha, der erhabenen Schar,
genieße ich fünf Verdienste, meinem Kamma gemäß.

110.

„Kein Zweifel, kein Zögern, von anmutiger Gestalt und reich,
bin ich stets scharfsinnig, während ich durch Existenz um Existenz wandere.

111.

„Den tiefen, feinen Sachverhalt erblickte ich mit Wissen;
ein Wissen, scharf wie eine Diamantspitze, ist mir das Dunkel zerschlagend.
(7. Verdienst des Nagelschneidens)

112.

„Indem ich dem Gesegneten die Nagelschere schenkte und dem Saṅgha, der erhabenen Schar,
genieße ich fünf Verdienste, meinem Kamma gemäß.

113.

Dienerinnen, Diener, Rinder und Lohnarbeiter,
Wächter in großer Zahl -
Bademeister, Köche und Küchenpersonal:
In allem, überall, erlange ich Fülle.
(8. Der Verdienst des Wedelfächerns und Palmwedelns)

114.

Dem Gesegneten Wedel zum Lüften dargebracht,
und auch den schönen Palmwedel -
acht Früchte des Verdienstes genieße ich nun,
meinem Kamma gemäß, das mir eignet.

115.

Kälte und Hitze kenne ich nicht mehr,
brennender Schmerz ist nicht zu finden;
Unruhe kenne ich nicht,
noch das Glühen des Herzens.

116.

Das Feuer der Begierde, Hass und Verblendung,
das Feuer des Dünkels und das der falschen Ansicht -
alle diese Feuer sind in mir erloschen
durch den Ausfluss jenes Kamma.
(9. Der Pfauenfederwedel)

117.

Den Pfauenfederwedel dem Saṅgha,
der erhabenen Gemeinschaft, dargebracht -
mit gestillten Geistesflecken weile ich,
makellos und frei.
(10. Das Wasserseihtuch und der Wasserfilter-Behälter)

118.

Ein Wasserseihtuch dem Gesegneten,
einen erhabenen Wasserfilter-Behälter dargebracht -
fünf Früchte des Verdienstes genieße ich nun,
meinem Kamma gemäß, das mir eignet.

119.

Alle überragend erlange ich göttliches Leben;
stets bin ich schwer zu überwältigen
für Feinde wie Räuber und Diebe.

120.

Durch Waffe oder Gift
wird mir kein Schaden zugefügt;
kein vorzeitiger Tod trifft mich -
durch den Ausfluss jenes Kamma.
(11. Der Verdienst des Ölgießens)

121.

Einen Ölstrom dem Gesegneten,
dem Saṅgha, der erhabenen Gemeinschaft, dargebracht -
fünf Früchte des Verdienstes genieße ich nun,
meinem Kamma gemäß, das mir eignet.

122.

Von schöner, anmutiger Gestalt, wohlgestimmt,
mit klar erhobenem Geist -
unzerstreuten Sinnes bin ich,
von allen Hütern bewacht und geschützt.
(12. Der Verdienst des Nadelbehälters)

123.

Einen Nadelbehälter dem Gesegneten,
dem Saṅgha, der erhabenen Gemeinschaft, dargebracht -
drei Früchte des Verdienstes genieße ich nun,
meinem Kamma gemäß, das mir eignet.

124.

Freude des Herzens, Freude des Leibes,
Freude, die aus den Körperhaltungen entsteht -
diese Güter erlange ich
durch den Ausfluss jenes Kamma.
(13. Der Verdienst des Schulterbandes)

125.

Ein Schulterband dem Sieger,
dem Saṅgha, der erhabenen Gemeinschaft, dargebracht -
drei Früchte des Verdienstes genieße ich nun,
meinem Kamma gemäß, das mir eignet.

126.

Im wahren Dhamma finde ich festen Grund,
ich erinnere mich an frühere Existenzen;
überall bin ich von schönem Teint -
durch den Ausfluss jenes Kamma.
(14. Der Verdienst des Leibgurtes)

127.

Einen Leibgurt dem Sieger,
dem Saṅgha, der erhabenen Gemeinschaft, dargebracht -
sechs Früchte des Verdienstes genieße ich nun,
meinem Kamma gemäß, das mir eignet.

128.

In den Samādhis wanke ich nicht,
ich bin Meister der Samādhis;
meine Gemeinschaft ist untrennbar geeint,
und mein Wort wird stets gehört.

129.

Stets bin ich achtsam gegenwärtig,
Furcht ist in mir nicht zu finden;
in der Götter- wie in der Menschenwelt
folgen mir diese Güter nach.
(15. Der Verdienst des Traggestells)

130.

Ein Traggestell dem Sieger,
dem Saṅgha, der erhabenen Gemeinschaft, dargebracht -
in fünffarbiger Pracht bin ich Erbe,
von niemandem zu erschüttern.

131.

Welche Dhammas ich auch gehört habe,
die Gedächtnis und Wissen erwecken -
sie bleiben mir erhalten und gehen nicht verloren,
sie werden klar und wohl entschieden bewahrt.
(16. Der Verdienst des Schüsseldarbietens)

132.

Schüsseln zum Gebrauch dem Buddha,
der erhabenen Gemeinschaft, dargebracht -
drei Früchte des Verdienstes genieße ich nun,
meinem Kamma gemäß, das mir eignet.

133.

Aus Gold und aus Edelstein gefertigt,
auch aus reinem Bergkristall,
aus rotem Edelstein gefügt -
solche Schüsseln erlange ich.

134.

Eine Gemahlin, Dienerinnen und Diener,
Elefanten, Wagen, Rosse und Fußsoldaten,
dazu eine treue, ergebene Frau -
Güter zum Gebrauch allezeit.

135.

Wissen, Mantras und Sprüche,
mannigfaltige Überlieferungen in großer Zahl -
alle Künste schaue ich klar,
Güter zum Gebrauch allezeit.
(17. Der Verdienst des Tellers)

136.

Einen Teller dem Gesegneten,
dem Saṅgha, der erhabenen Gemeinschaft, dargebracht -
drei Früchte des Verdienstes genieße ich nun,
meinem Kamma gemäß, das mir eignet.

137.

Aus Gold und aus Edelstein gefertigt,
auch aus reinem Bergkristall,
aus rotem Edelstein gefügt -
solche Teller erlange ich.

138.

Aus Assattha-Frucht geformt,
aus Lotosblatt gefertigt,
als Honigtrankmuschel -
solche Teller erlange ich.

139.

In Pflichten, in Tugenden und in der Praxis,
im rechten Verhalten und Tun -
diese Güter erlange ich
durch den Ausfluss jenes Kamma.
(18. Der Verdienst des Heilmittels)

140.

Ein Heilmittel dem Gesegneten,
dem Saṅgha, der erhabenen Gemeinschaft, dargebracht -
zehn Früchte des Verdienstes genieße ich nun,
meinem Kamma gemäß, das mir eignet.

141.

Lang an Leben, stark und weise,
von schöner Gestalt, voll Ansehen und Glück,
frei von Unheil und Widrigkeiten,
stets verehrt und geachtet -
kein Verlust geliebter Menschen trifft mich,
durch den Ausfluss jenes Kamma.
(19. Der Verdienst der Sandalen)

142.

Sandalen dem Sieger,
dem Saṅgha, der erhabenen Gemeinschaft, dargebracht -
drei Früchte des Verdienstes genieße ich nun,
meinem Kamma gemäß, das mir eignet.

143.

Elefantenwägen, Pferdewägen, Sänften und Tragsessel -
sechzig mal hunderttausend
umschweben mich beständig.

144.

Aus Edelstein und Kupfer, aus Gold und Silber die Sandalen -
sie entstehen an den Fußsohlen,
wann immer ich durch die Existenz wandere.

145.

Sie eilen geradeaus, sobald ich den Weg nehme,
zur Reinigung von Vergehen und Wandel -
diese Tugenden erlange ich als Ausfluss davon.
(20. Frucht der Sandalen)

146.

Dem Sugata Sandalen darbringend,
dem Saṅgha, der erlesensten Schar -
auf dem Fahrzeug der Iddhi aufgestiegen
weile ich, wie es mir beliebt.
(21. Frucht des Handtuchs zum Wasserabwischen)

147.

Ein Tuch zum Abtrocknen des Wassers
dem Buddha darbringend, dem Besten der Scharen -
fünf Früchte erlebe ich,
dem Kamma gemäß, das mir eigen ist.

148.

Goldfarben, makellos, strahlend, leuchtend -
geschmeidig ist mein Leib,
Staub und Schmutz haftet nicht an ihm -
diese Tugenden erlange ich als Ausfluss davon.
(22. Frucht des Klopfstocks)

149.

Den Klopfstock dem Sugata darbringend,
dem Saṅgha, der erlesensten Schar -
sechs Früchte erlebe ich,
dem Kamma gemäß, das mir eigen ist.

150.

Viele Söhne sind mir beschieden, Furcht aber kenne ich nicht;
stets bin ich unbeschwert, von allen Schutzgottheiten behütet;
auch ein Straucheln kenne ich nicht, unerschüttert mein Geist.
(23. Frucht von Heilmittel und Augensalbe)

151.

Heilmittel und Augensalbe dem Buddha, dem Saṅgha,
der erlesensten Schar darbringend -
acht Früchte erlebe ich,
dem Kamma gemäß, das mir eigen ist.

152.

Weit sind meine Augen, weiß und rot ihr Glanz,
klar und rein ihr Blick, frei von jeglicher Krankheit.

153.

Das himmlische Auge erlange ich,
das unvergleichliche Auge der Paññā -
diese Tugenden erlange ich als Ausfluss davon.
(24. Frucht des Schlüssels)

154.

Dem Sugata einen Schlüssel darbringend,
dem Saṅgha, der erlesensten Schar -
den Schlüssel der Erkenntnis erlange ich,
der das Tor des Dhamma öffnet.
(25. Frucht des Schlüsselkorbes)

155.

Einen Korb voller Schlüssel dem Buddha, dem Saṅgha,
der erlesensten Schar darbringend -
zwei Früchte erlebe ich,
dem Kamma gemäß, das mir eigen ist:
Wenig Zorn und wenig Mühsal,
wann immer ich durch die Existenz wandere.
(26. Frucht der Jochbügel)

156.

Jochbügel dem Sugata darbringend,
dem Saṅgha, der erlesensten Schar -
fünf Früchte erlebe ich,
dem Kamma gemäß, das mir eigen ist.

157.

Im Samādhi bleibe ich unerschütterlich, meisterlich im Samādhi;
meine Gemeinschaft ist ungeteilt, mein Wort stets angenommen;
Reichtumsfülle entsteht mir,
wann immer ich durch die Existenz wandere.
(27. Frucht des Rauchrohres)

158.

Ein Rauchrohr dem Jina darbringend,
dem Saṅgha, der erlesensten Schar -
drei Früchte erlebe ich,
dem Kamma gemäß, das mir eigen ist.

159.

Gerade ist meine Achtsamkeit, fest gefügt meine Sehnen;
das himmlische Auge erlange ich als Ausfluss davon.
(28. Frucht des Lampenhaltens)

160.

Eine Lampe dem Jina darbringend,
dem Saṅgha, der erlesensten Schar -
drei Früchte erlebe ich,
dem Kamma gemäß, das mir eigen ist.

161.

Von edler Geburt, vollkommen an Gliedern, weise,
vom Erwachten geachtet -
diese Tugenden erlange ich als Ausfluss davon.
(29. Der Kürbis und der Korb)

162.

Kürbisse und Körbe dem Buddha,
der erlesensten Schar darbringend -
zehn Früchte erlebe ich,
dem Kamma gemäß, das mir eigen ist.

163.

Wohlbehütet, im Glück geborgen, von hohem Ruhm beim Tathāgata;
frei von Ungemach, zart an Wesen, von allem Unheil bewahrt.

164.

Vielfältige Tugenden empfange ich, gleichmäßig mein Schreiten;
frei von Angst und Drangsal - solches bringt Kürbis und Korb.

165.

Viererlei Pracht erlange ich, Schätze von Elefanten und Rossen;
sie vergehen mir nicht - dies ist die Frucht des Kürbis-Gebens.
(30. Frucht des Schmutzabwischers)

166.

Schaber dem Buddha, dem Saṅgha,
der erlesensten Schar darbringend -
fünf Früchte erlebe ich,
dem Kamma gemäß, das mir eigen ist.

167.

Mit allen Merkmalen ausgestattet, mit langer Lebensdauer und Paññā versehen,
von jeglicher Mühsal befreit - so ist mein Leib allezeit.
(31. Frucht der Pippala-Früchte)

168.

Mit dünner, scharf geschliffener Klinge dem Saṅgha Pippala-Früchte darbringend -
die Erkenntnis, die Befleckungen schneidet, erlange ich,
unvergleichlich, rein.
(32. Frucht der Zange)

169.

Eine Zange dem Sugata darbringend,
dem Saṅgha, der erlesensten Schar -
die Erkenntnis, die Befleckungen zerbricht, erlange ich,
unvergleichlich, rein.
(33. Frucht des Behälters)

170.

Einen Behälter dem Sugata darbringend,
dem Saṅgha, der erlesensten Schar -
acht Früchte erlebe ich,
dem Kamma gemäß, das mir eigen ist.

171.

Saddhā, Sīla und Hiri,
sodann Ottappa als Tugend,
Gelehrsamkeit, Großmut und Geduld -
Paññā als achte Tugend ist mein.
(34. Frucht des Hockers)

172.

Einen Hocker dem Sugata darbringend,
dem Saṅgha, der erlesensten Schar -
fünf Früchte erlebe ich,
dem Kamma gemäß, das mir eigen ist.

173.

In hohem Geschlecht werde ich geboren, großen Reichtum erlange ich;
Alle erweisen mir Ehrerbietung, mein Ruhm erstrahlt in die Höhe.

174.

Hunderttausend Äonen lang umgeben mich
Viereckige Ruhebetten beständig - in Freigebigkeit erfreue ich mich.
(35. Bhisiānisaṃso)

175.

Dem Gesegneten Sitzkissen schenkend, dem Saṅgha, der höchsten Schar,
Erfahre ich sechs Früchte des Segens, meinem Kamma gemäß.

176.

Ebenmäßig und wohlgestaltet, sanft und von lieblichem Anblick bin ich;
Ich erlange Weisheit als Gefolgschaft - dies ist die Frucht des Sitzkissendānas.

177.

Wattierte Decken, kunstvoll gemacht, bunte in großer Zahl,
Beste Tücher und Wolldecken - ich erlange sie in Mannigfalt.

178.

Feine weiche Tücher, weiche Hirschfell-Matten,
Verschiedene Unterlagen erlange ich - dies ist die Frucht des Sitzkissendānas.

179.

Solange ich mich meiner erinnere, solange ich zur Vernunft gelangt bin,
Bin ich ein Freudiger auf dem Jhāna-Sitze - dies ist die Frucht des Sitzkissendānas.
(36. Bibbohanānisaṃso)

180.

Dem Sieger Kopfkissen schenkend, dem Saṅgha, der höchsten Schar,
Erfahre ich sechs Früchte des Segens, meinem Kamma gemäß.

181.

Mit Wolle und Lotosblüten, auch mit rotem Sandelholz -
Sind die Kopfkissen gefüllt, die ich stets meinem höchsten Haupt unterlege.

182.

Im achtfachen edlen Pfad, in den vier Früchten des Asketenstandes -
Dort Wissen erzeugend weile ich beständig zu aller Zeit.

183.

Im Geben, in der Zügelung und Enthaltsamkeit, in den grenzenlosen Geisteshaltungen -
Dort Wissen erzeugend weile ich zu jeder Zeit.

184.

Im Wandel, in Tugenden und geistiger Übung, in Sitte und Handeln -
Dort Wissen erzeugend weile ich allezeit.

185.

Im Caṅkama oder in der Bemühung, in der Stärke des Erwachungspfades -
Dort Wissen erzeugend weile ich nach freiem Willen.

186.

Sīla, Samādhi, Paññā und die unübertreffliche Befreiung -
Dort Wissen erzeugend weile ich in Glück.
(37. Phalapīṭhānisaṃso)

187.

Dem Sieger einen Obstsitz schenkend, dem Saṅgha, der höchsten Schar,
Erfahre ich zwei Früchte des Segens, meinem Kamma gemäß.

188.

Aus Gold gemacht, aus Juwelen, aus dem Kern des Elfenbeins, viele -
Die besten Polsterbetten erlange ich - dies ist die Frucht des Obstsitzdānas.
(38. Pādapīṭhānisaṃso)

189.

Dem Sieger einen Fußschemel schenkend, dem Saṅgha, der höchsten Schar,
Erfahre ich zwei Früchte des Segens, meinem Kamma gemäß;
Ich erlange viele Fahrzeuge - dies ist die Frucht des Fußschemeldānas.

190.

Sklavinnen und Sklaven und Gemahlin und alle anderen, die von mir abhängen -
Sie dienen mir recht und wohl - dies ist die Frucht des Fußschemeldānas.
(39. Telabbhañjanānisaṃso)

191.

Dem Saṅgha, der höchsten Schar, Öl zur Salbung schenkend,
Erfahre ich fünf Früchte des Segens, meinem Kamma gemäß.

192.

Frei von Krankheit, von schöner Gestalt, rasch vernehmend den Dhamma,
Versehen mit Speise und Trank - langes Leben als fünfte Frucht ist mein.
(40. Sappitelānisaṃso)

193.

Dem Saṅgha, der höchsten Schar, Butterschmalzöl schenkend,
Erfahre ich fünf Früchte des Segens, meinem Kamma gemäß.

194.

Kräftig, von Gestalt gesegnet, stets von freudigem Leibe;
Frei von Krankheit und ungetrübt bin ich - dies ist die Frucht des Butterschmalzdānas.
(41. Mukhasodhanakānisaṃso)

195.

Mundreinigungsmittel schenkend dem Buddha, dem Saṅgha, der höchsten Schar,
Erfahre ich fünf Früchte des Segens, meinem Kamma gemäß.

196.

Reine Kehle, süße Stimme, frei von Husten und Auswurf;
Lotosduft strömt aus meinem Munde stets hervor.
(42. Dadhiānisaṃso)

197.

Vorzüglichen Quark schenkend dem Buddha, dem Saṅgha, der höchsten Schar,
Genieße ich unsterbliche Speise und erlange die beste Körperachtsamkeit.
(43. Madhuānisaṃso)

198.

Honig, versehen mit Farbe, Duft und Geschmack, der Siegerschar schenkend,
Trinke ich den unvergleichlichen, unübertrefflichen Trank der Befreiung.
(44. Rasānisaṃso)

199.

Echten Geschmack schenkend dem Buddha, dem Saṅgha, der höchsten Schar,
Erfahre ich vier Früchte, meinem Kamma gemäß.
(45. Annapānānisaṃso)

200.

Speise und Trank schenkend dem Buddha, dem Saṅgha, der höchsten Schar,
Erfahre ich zehn Früchte des Segens, meinem Kamma gemäß.

201.

Lang an Leben, stark, weise, von schöner Gestalt, rühmlich, glücklich;
Versehen mit Speise und Trank, mutig und stets von Einsicht -
Diese Vorzüge erlange ich, durch Existenzen wandernd.
(46. Dhūpānisaṃso)

202.

Dem Gesegneten Weihrauch schenkend, dem Saṅgha, der höchsten Schar,
Erfahre ich zehn Früchte des Segens, meinem Kamma gemäß.

203.

Wohlduftend von Leib, angesehen und ruhmreich,
scharfsinnig, weitgespannt im Geist -
vier Weisheitsattribute ihm innewohnend:
Heiterkeit, Tiefe, Schärfe, Fülle.

204.

Weit ausgreifend und flink die Weisheit,
durch Dasein um Dasein wandernd hindurch -
durch eben diese Kraft nun habe ich erlangt
das stille Glück des Friedens, das Heilsame.
(Gemeinsamer Nutzen)

205.

Die Kilesā habe ich verbrannt,
alle Existenzen sind entwurzelt;
wie ein Elefant, der die Fessel zerbrochen,
weile ich nun als Triebversiegter.

206.

Willkommen wahrlich war es mir,
in die Nähe meines Buddha zu kommen;
die drei Wissens sind erlangt,
das Gebot des Buddha ist erfüllt.

207.

Die vier Paṭisambhidā,
die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā sind verwirklicht -
das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Pilindavaccha diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pilindavaccha, das erste.
2. Apadāna des Thera Selā

208.

In der Stadt Haṃsavatī war ich
Herr einer Stadtstraße.
Meine Verwandten versammelnd,
sprach ich diese Worte:

209.

„Ein Buddha ist in der Welt erschienen,
das unvergleichliche Verdienstfeld;
er war für die ganze Welt da,
der Empfänger der Darbringungen.

210.

„Khattiyas und Stadtbürger,
reiche Brahmanen -
mit heiterem Herzen, freudig gestimmt,
vollbrachten jene die gemeinsame Verdiensttat.

211.

„Elefantenreiter und Fußtruppen,
Wagenkämpfer und Infanteristen -
mit heiterem Herzen, freudig gestimmt,
vollbrachten jene die gemeinsame Verdiensttat.

212.

„Hohe Herren und Königssöhne,
Händler und Brahmanen -
mit heiterem Herzen, freudig gestimmt,
vollbrachten jene die gemeinsame Verdiensttat.

213.

„Köche und Friseure,
Bademeister und Blumenbinder -
mit heiterem Herzen, freudig gestimmt,
vollbrachten jene die gemeinsame Verdiensttat.

214.

„Färber und Weber,
Gerber und Barbiere -
mit heiterem Herzen, freudig gestimmt,
vollbrachten jene die gemeinsame Verdiensttat.

215.

„Pfeilmacher und Drechsler,
Lederarbeiter und Zimmerer -
mit heiterem Herzen, freudig gestimmt,
vollbrachten jene die gemeinsame Verdiensttat.

216.

„Schmiede und Goldschmiede,
Zinn- und Bronzearbeiter dazu -
mit heiterem Herzen, freudig gestimmt,
vollbrachten jene die gemeinsame Verdiensttat.

217.

„Lohnarbeiter und Knechte,
viele Sklaven und Tagelöhner -
nach ihrer eigenen Kraft
vollbrachten jene die gemeinsame Verdiensttat.

218.

„Wasserträger und Holzträger,
Bauern und Grasschneider -
nach ihrer eigenen Kraft
vollbrachten jene die gemeinsame Verdiensttat.

219.

„Blumenverkäufer und Kranzbinder,
Blattwarenverkäufer und Fruchtträger -
nach ihrer eigenen Kraft
vollbrachten jene die gemeinsame Verdiensttat.

220.

„Kurtisanen und Wasserschöpferinnen,
Kuchenverkäuferinnen und Fischverkäuferinnen -
nach ihrer eigenen Kraft
vollbrachten jene die gemeinsame Verdiensttat.

221.

„Kommt alle zusammen,
schließt euch als eine Gemeinschaft zusammen;
lasst uns eine Hingabetat vollbringen
im unvergleichlichen Verdienstfeld.'

222.

Jene hörten meine Worte
und schlossen sich alsbald zusammen;
eine wohlerbaute Empfangshalle
ließen sie für den Bhikkhu-Saṅgha errichten.

223.

Nachdem jene Halle vollendet war,
freudig und mit erfülltem Herzen,
umgeben von all diesen Menschen,
ging ich zum Vollerwachten hin.

224.

Zum Vollerwachten hingetreten,
zum Welthüter, dem Stier unter den Menschen,
die Füße des Lehrers verehrend,
sprach ich diese Worte:

225.

„Diese dreihundert Männer,
o Held, als eine Gemeinschaft vereint -
eine wohlerbaute Empfangshalle
übergeben sie dir, o Muni.'

226.

Vor dem Bhikkhu-Saṅgha
nahm der Sehende sie entgegen
und sprach vor den dreihundert Menschen
diese Verse:

227.

„Die dreihundert und ich als ihr Ältester
folgten gemeinsam einem Weg;
durch das Erlangen dieser Wohltat
werden alle es erfahren:

228.

„Im letzten Dasein angelangt,
die höchste Kühle erreichend -
das alterlose, unsterbliche, stille
Nibbāna werden sie berühren."

229.

So verkündete der Buddha,
der Allwissende, der höchste Asket;
die Worte des Buddha hörend,
empfand ich tiefe Freude.

230.

Dreißigtausend Äonen lang
erfreute ich mich in den Götterwelten;
als Herr der Götter fünfhundert Mal
übte ich die Herrschaft der Götter aus.

231.

Tausend Mal war ich König,
ein Cakkavattī-Weltenherrscher;
während ich die Götterherrschaft ausübte,
verneigten sich die großen Götter vor mir.

232.

Hier in der menschlichen Herrschaft
sind einstige Versammlungsgenossen die Verwandten;
im letzten Dasein angelangt,
bin ich ein Brahmane namens Vāseṭṭha.

233.

Achtzig Koṭi war sein Vermögen - sein Sohn war ich;
Selo war mein Name, in den sechs Gliedern zur Vollkommenheit gelangt.

234.

Wandernd zu Fuß, von Schülern umgeben,
traf ich den Asketen namens Keṇiya,
der schwere Jaṭā-Lasten trug.

235.

Als ich die bereitete Opfergabe sah, sprach ich dieses Wort:
„Ist es eine Hochzeit oder Heirat, oder hast du einen König eingeladen?"

236.

„Ich möchte eine Opfergabe darbringen den göttlich verehrten Brahmanen -
keinen König lade ich ein, keine Opfergabe gibt es für einen König.

237.

Weder Hochzeit noch Heirat ist bei mir;
er, der den Sakyern Freude bringt, ist der Höchste in der Welt mit ihren Göttern.

238.

Zum Wohl aller Welten, Glück bringend allen Wesen -
er wurde heute von mir eingeladen; für ihn ist dies die Bereitung.

239.

Von der Farbe der Timbarūsa-Frucht, unermesslich, unvergleichlich,
der Buddha, in Gestalt ohnegleichen - er ist es, der morgen eingeladen ist.

240.

Wie die Spitze einer Fackel strahlend, dem glühenden Khadira-Kohlenfeuer gleich,
dem Blitz vergleichbar - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

241.

Wie eine Flamme auf dem Gipfel eines Berges, wie der Vollmond,
dem Feuer im Schilf vergleichbar - dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

242.

Unerschrocken, jenseits der Furcht, der Muni, der das Werden beendet,
dem Löwen vergleichbar - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

243.

Kundig in den Buddha-Dhammas, unüberwindlich für andere,
dem Nāga vergleichbar - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

244.

Gewandt im Wandel des wahren Dhamma, der Buddha-Nāga ohne Gleichen,
dem Stier vergleichbar - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

245.

Von unendlichem Glanz und unbegrenztem Ruhm, geschmückt mit allen herrlichen Merkmalen,
dem Sakka vergleichbar - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

246.

Beherrscht, führend, mächtig, strahlend und unnahbar,
dem Brahmā vergleichbar - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

247.

Zur Vollkommenheit des Dhamma gelangt, der Zehnkräftige, jenseits aller Kräfte gegangen,
der Erde vergleichbar - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

248.

Durchdrungen von den Wogen des Sīla, bewegt durch das Bewusstsein des Dhamma,
dem Ozean vergleichbar - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

249.

Unnahbar, unbezwingbar, unbeweglich, erhaben und groß,
dem Neru vergleichbar - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

250.

Von unendlichem Wissen, ohne Gleichen, zum Höchsten gelangt,
dem Himmel vergleichbar - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

251.

Zuflucht für die von Furcht Bedrängten, Schutz für die Zuflucht Suchenden,
Trost spendend - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

252.

Stütze der Klugen, Verdienstfeld der Glücksucher,
eine Schatzkammer - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

253.

Trost gewährend, Erkenntnis bringend, Früchte der Askese schenkend,
der Wolke vergleichbar - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

254.

Auge der Welt, von großem Glanz, der alle Finsternis vertreibt,
der Sonne vergleichbar - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

255.

Der Muni, der in den Ārammaṇa-Befreiungen das wahre Wesen der Dinge schaut,
dem Mond vergleichbar - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

256.

Der Buddha, erhaben in der Welt, mit Merkmalen geschmückt,
unermesslich - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

257.

Dessen Wissen unermesslich, dessen Sīla unvergleichlich,
dessen Befreiung ohne Gleichen - dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

258.

Dessen Ausdauer ohnegleichen, dessen Kraft unvorstellbar,
dessen Streben das höchste - dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

259.

Begierde, Hass und Verblendung - all diese Gifte wurden ausgerissen;
dem Heilmittel vergleichbar - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

260.

Der alle Finsternis aus Kilesa, Krankheit und vielfachem Leid vertreibt,
dem Arzt vergleichbar - der große Held, dieser Buddha wurde von mir eingeladen.

261.

„Buddha!" - so sprachst du, dieser Klang ist überaus selten zu hören;
als ich „Buddha, Buddha!" hörte, entstand in mir Verzückung.

262.

Da die Verzückung nicht im Inneren zu fassen war, strömte sie nach außen heraus;
so sprach ich, still und freudenerfüllten Sinnes, dieses Wort.

263.

Wo weilt er nun, der Erhabene, der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen?
Dorthin will ich gehen und ihm huldigen, dem Geber der Früchte des Mönchtums.

264.

Den rechten Arm ausstreckend, von Erkenntnis ergriffen, mit gefalteten Händen -
zeige mir den Dhamma-König, der den Pfeil des Kummers herauszieht.

265.

Gleich einer aufsteigenden, großen, dunklen Wolke, dem Kollyrium ähnlich,
dem Ozean vergleichbar weit - sieh diesen großen Wald.

266.

Dort weilt der Buddha, der Bezähmer der Unbezähmten, der Weise,
der die Belehrbaren lenkt, sie in den Bodhipakkhiyadhammā erweckt.

267.

Wie Durstende nach Wasser, wie Hungernde nach Speise,
wie eine Kuh, die nach dem Kalb verlangt - so suchte ich den Sieger.

268.

Kundig im Umgang und im Benehmen, in Zurückhaltung gemäß dem Dhamma,
unterweise ich meine eigenen Schüler, die zum Sieger aufbrechen.

269.

Schwer nahbar sind die Erhabenen, wie Löwen, die allein wandeln -
Schritt für Schritt setzend möget ihr kommen, ihr Jünglinge.

270.

Wie eine grimmige Giftschlange, wie der Löwe, der Fellmähnige,
wie ein brünstiger Elefant, der Stoßzähnige - so sind die Buddhas schwer nahbar.

271.

Räuspern und Spucken übergehe gleichmütig, ihr Jünglinge;
Schritt für Schritt setzend nähert euch dem Buddha.

272.

Der Versenkung zugetan, geräuscharm, schwer nahbar -
schwer anzunähern sind die Buddhas; ehrwürdig sind sie in der Welt samt ihren Göttern.

273.

Wenn ich eine Frage stelle oder den Gruß erwidere -
seid dann geräuschlos, stehet wie zu Weisen geworden.

274.

Was der Vollerwachte lehrt, zum Heil, zum Erlangen des Nibbāna -
diesen Sinn allein vernehmet: das Hören des wahren Dhamma ist Glück.

275.

Den Vollerwachten aufsuchend, freute ich mich mit dem Weisen;
nachdem ich das Gespräch mit ihm geführt, prüfte ich die Zeichen.

276.

An zwei Zeichen zweifle ich - ich sehe dreißig Zeichen;
durch übernatürliche Kraft zeigte der Weise das im Futteral verborgene Glied.

277.

Die Zunge ausstreckend, in die Ohröffnungen und die Nasenflügel -
er bedeckte rückwärts die Stirn ganz damit: so verhüllte sie der Sieger.

278.

Nachdem ich seine Zeichen gesehen, vollständig mit allen Merkmalen,
gelangte ich zur Gewissheit: „Er ist ein Buddha" - und trat aus mit meinen Schülern.

279.

Von dreihundert begleitet trat ich aus dem Haus ins Hauslose;
noch ehe ein halber Monat vergangen war, erlangten wir alle das Verlöschen.

280.

Gemeinsam hatten wir Kamma vollbracht auf dem unübertrefflichen Verdienstfeld;
gemeinsam in der Welt gewandert, wandten sie sich gemeinsam ab.

281.

Dachsparren darbietend, weilte ich in der Gemeinschaft der Ordinierung;
durch diese wohlvollbrachte Tat erlange ich acht Früchte.

282.

In allen Himmelsrichtungen werde ich verehrt, unermessliche Schätze gehören mir;
ich bin eine Zuflucht für alle, Schrecken ist bei mir nicht zu finden.

283.

Krankheiten gibt es bei mir nicht, langes Leben bewahre ich;
zarte Haut habe ich - im ersehnten Wohnort weile ich.

284.

Acht Dachsparren darbietend, weilte ich in der Gemeinschaft der Ordinierung;
die Paṭisambhidā und die Arahantschaft - das ist mein weiterer Gewinn.

285.

Alles vollendet und abgeschlossen, was zu tun war getan, triebversiegt -
Aṭṭhagopānasī ist mein Name, deiner Sohn, o großer Weiser.

286.

Fünf Stützpfeiler darbietend, weilte ich in der Gemeinschaft der Ordinierung;
durch diese wohlvollbrachte Tat erlange ich fünf Früchte.

287.

Unerschütterlich bin ich in der liebenden Güte, an keinem Glied gebricht es mir;
meine Worte finden Gehör, ich werde nicht herabgesetzt.

288.

Mein Geist ist nicht verwirrt, gegen niemanden bin ich verhärtet;
durch diese wohlvollbrachte Tat bin ich makellos in der Lehre.

289.

Ehrfurchtsvoll und bescheiden, was zu tun war getan, triebversiegt -
dein Schüler, o großer Held, dieser Bhikkhu verneigt sich vor dir, o Weiser.

290.

Einen wohlgefertigten Sitz bereitend, legte ich ihn in einer Halle bereit;
durch diese wohlvollbrachte Tat erlange ich fünf Früchte.

291.

In hohem Geschlecht geboren, bin ich reich an Gütern;
mit allem Glück gesegnet bin ich, Geiz ist bei mir nicht zu finden.

292.

Wenn ich aufzubrechen begehre, steht mir ein Thron bereit;
zusammen mit dem herrlichsten Thron gehe ich, wohin ich begehre.

293.

Durch diese Schenkung eines Sitzkissens vertrieb ich alle Finsternis;
zur Kraft allen Überwissens gelangt, verehrt der Thera jenen Muni.

294.

Die Angelegenheiten anderer, die eigenen Angelegenheiten, alle Angelegenheiten vollbrachte ich;
durch dieses wohlgetane Kamma trat ich in die Stadt ohne Furcht ein.

295.

Als der Sāla-Baum in voller Reife dastand, gab ich eine Gabe zum Gebrauch;
durch dieses wohlgetane Kamma gelangte ich zum höchsten Rang.

296.

Welche Bändiger es auch immer in der Welt gibt, die Elefanten und Pferde bändigen -
sie bändigen jene mit harten Mitteln, nachdem sie vielerlei Disziplinen angewandt haben.

297.

Nicht so bändigst du, o großer Held, Männer und Frauen;
ohne Stock, ohne Schwert bändigst du im höchsten Bändigen.

298.

Den Lobpreis der Gabe verkündend, der Muni, kundig in der Unterweisung -
nur eine einzige Frage besprechend, erweckte der Muni dreihundert zur Einsicht.

299.

Gebändigt sind wir durch den Wagenlenker, wohlbefreit, triebversiegt;
zur Kraft allen Überwissens gelangt, sind wir erloschen im Schwinden der Grundlagen.

300.

Vor hunderttausend Äonen - jene Gabe, die ich damals gab:
alle Schrecken sind überwunden - dies ist die Frucht der Sāla-Spende.

301.

Verbrannt sind meine Befleckungen … er weilt triebversiegt.

302.

Willkommen war mir wahrlich … vollbracht ist die Weisung des Buddha.

303.

Die vier analytischen Erkenntnisse … vollbracht ist die Weisung des Buddha.
So sprach der ehrwürdige Sela zusammen mit seiner Gefolgschaft in Gegenwart des Erhabenen diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sela, das zweite.
3. Das Apadāna des Thera Sabbakittika

304.

Gleich dem Kaṇikāra-Baum in flammendem Leuchten, gleich dem Dīpa-Baum in hellem Strahlen,
gleich einem Heilkraut, das aufleuchtet, wie der Blitz am Himmel -

305.

Furchtlos, unerschrocken, gleich dem Löwen, dem Mähnentier,
das Licht der Erkenntnis ausstrahlend, die Scharen der Andersgläubigen niedertretend -

306.

Diese Welt emporhebend, alle Zweifel zerschneidend,
donnernd gleich dem Löwen - so erblickte ich den Weltenführer.

307.

Ich trug Jatahaare und Fell, war groß, aufrecht, von strahlender Würde;
ich nahm ein Rindengewand und breitete es zu seinen Füßen aus.

308.

Kāḷānusārī-Salbe nehmend, salbte ich den Tathāgata;
nachdem ich den Vollerwachten gesalbt hatte, pries ich den Weltenführer.

309.

Du hebst diese Welt empor, o großer Muni, der die Fluten überschritten hat;
mit dem Licht der Erkenntnis leuchtest du durch das unübertroffene, höchste Wissen.

310.

Das Dhammacakka hast du in Bewegung gesetzt, die Andersgläubigen niedertretend;
ein Stier, der die Schlacht gewonnen hat, hast du die Erde erzittern lassen.

311.

Im großen Ozean brechen die Wellen am Ufer;
ebenso brechen in deiner Erkenntnis alle Ansichten zusammen.

312.

Wenn mit einem feinen Fischernetz ein Teich überspannt wird,
sind die Lebewesen, die ins Netz geraten, sogleich bedrängt.

313.

Ebenso sind die Andersgläubigen in der Welt, die sich auf viele Glaubenslehren stützen,
in deinem erhabenen Wissen gefangen, o Ehrwürdiger.

314.

Ein Halt für die im Strom Treibenden, du bist der Beschützer der Verlassenen,
die Zuflucht der von Furcht Bedrängten, das letzte Ziel derer, die Befreiung suchen.

315.

Ein einziger Held, unvergleichlich, ein Quell von Mettā und Karuṇā,
ohne Gleichen, vollkommen friedvoll, beherrscht, gleichmütig, siegreich.

316.

Besonnen, frei von Verwirrung, leidenschaftslos, ohne Zweifel,
dem Hass entsagt, makellos, gezügelt, lauter.

317.

Über die Gemeinschaft hinausgegangen, den Hochmut zerstört, mit den drei Wissen, über die drei Daseinsbereiche hinaus,
über Grenzen hinausgegangen, dem Dhamma ergeben, zum eigenen Ziel gelangt, dessen Nutzen wunderbar offenkundig ist.

318.

Ein Retter wie ein Schiff, gleich einem Schatz, der Regen schenkt,
furchtlos wie ein Löwe, gleich einem stolzen Elefantenkönig.

319.

Nachdem ich den hochberühmten Padumuttara mit zehn Strophen gepriesen,
die Füße des Lehrers verehrt hatte, stand ich damals schweigend.

320.

Padumuttara, der Weltenkundige, Empfänger der Opfergaben,
der Lehrer, mitten in der Bhikkhu-Saṅgha stehend, sprach diese Verse:

321.

„Wer mein Sīla, mein Wissen und den wahren Dhamma gerühmt hat -
den werde ich rühmen; höret, was ich spreche.

322.

„Sechzigtausend Äonen wird er in der Götterwelt sich erfreuen;
andere Götter übertreffend, wird er als Herrscher walten.

323.

„Später, zum Orden gegangen, angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
wird er im Sāsana des Erhabenen Gotama die Pabbajjā empfangen.

324.

„Nachdem er die Pabbajjā empfangen hat, meidet er mit dem Leib böses Kamma;
alle Triebflüsse vollständig erkennend, wird er erlöschen, triebversiegt."

325.

Wie eine Wolke, die donnert, diese Erde sättigt,
so hast auch du, großer Held, mich mit dem Dhamma durchdrungen.

326.

Sīla, Paññā und Dhamma preisend am Leiter der Welt,
habe ich den höchsten Frieden erlangt, Nibbāna, die unerschütterliche Stätte.

327.

O möge jener Erhabene, der Sehende, lange verweilen;
die Unwissenden mögen erkennen und die unsterbliche Stätte berühren.

328.

Dies ist meine letzte Geburt, alle Existenzen sind entwurzelt;
alle Triebflüsse vollständig erkennend, weile ich triebversiegt.

329.

Vor hunderttausend Äonen pries ich jenen Buddha -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht des Preisens.

330.

Meine Befleckungen sind verbrannt, alle Existenzen entwurzelt;
alle Triebflüsse völlig erschöpft - es gibt kein Wiederwerden mehr.

331.

Willkommen fürwahr war mir … u.s.w. … die Lehre des Buddha ist erfüllt.

332.

Die vier Paṭisambhidā … u.s.w. … die Lehre des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sabbakittika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sabbakittika, das dritte.
4. Apadāna des Thera Madhudāyaka

333.

Am Ufer des Flusses Sindhu befand sich mein wohlgelegener Āsama;
dort lehrte ich Schüler den Itihāsa mit seinen Kennzeichen.

334.

Dhamma-begierig, wohlunterwiesen, begierig, das gute Sāsana zu hören,
in den sechs Teilen zur Vollkommenheit gelangt, lebten sie am Ufer der Sindhu.

335.

Kundig in Vorzeichen und Zeichen, im Aufgehen wie im Niedergehen der Gestirne,
das Höchste suchend, lebten sie damals im Walde.

336.

Der Sambuddha mit Namen Sumedha erschien in der Welt zu jener Zeit;
aus Mitgefühl für uns nahte der Führer heran.

337.

Als der große Held Sumedha, der Leiter der Welt, herankam,
breitete ich Gras als Unterlage aus und gab es dem Ersten der Welt.

338.

Aus dem Walde nahm ich Honig und gab ihn dem erhabensten Buddha;
nachdem der Sambuddha ihn genossen hatte, sprach er dieses Wort:

339.

„Wer mir diesen Honig dargab, mit frohem Herzen und eigenen Händen -
von ihm werde ich künden; hört meine Rede:

340.

„Durch diese Honigspende und durch die Grasunterlage
wird er dreißigtausend Äonen in der Götterwelt sich erfreuen.

341.

„Nach dreißigtausend Äonen, aus dem Geschlecht der Okkāka stammend,
wird ein Lehrer in der Welt sein, Gotama mit Namen nach seinem Geschlecht.

342.

„Ein Erbe seines Dhamma, ein leiblicher Sohn aus dem Dhamma gezeugt,
wird er alle Triebflüsse vollständig erkennend erlöschen, triebversiegt.

343.

„Von der Götterwelt hierher kommend, als er in den Mutterschoß eintrat,
regnete es Honig herab, die Erde mit Honig bedeckend."

344.

Als ich soeben aus dem Mutterschoß - so schwer zu verlassen - herausgekommen war,
auch dort regnete es mir Honig, immerfort, zu jeder Zeit.

345.

Das Haus verlassend, trat ich in die Hauslosigkeit aus;
Empfänger von Speise und Trank - so reich belohnt durch die Frucht der Honigspende.

346.

Mit allen Wünschen erfüllt, unter Göttern und Menschen geweilt -
durch eben jene Honigspende habe ich die Erschöpfung der Triebflüsse erlangt.

347.

Wenn es geregnet hat und das Gras vier Fingerbreit steht, von blühenden Erdgewächsen bedeckt,
in leerem Hause, an Pavillonbäumen, weile ich beständig, glücklich, triebversiegt.

348.

Mittlere, große und niedere Existenzen - alle Existenzen habe ich überwunden;
heute sind meine Triebflüsse erschöpft, es gibt kein Wiederwerden mehr.

349.

Vor dreißigtausend Äonen gab ich jene Gabe -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Honigspende.

350.

Meine Befleckungen sind verbrannt, alle Existenzen entwurzelt;
alle Triebflüsse völlig erschöpft - es gibt kein Wiederwerden mehr.

351.

Willkommen fürwahr war mir … u.s.w. … die Lehre des Buddha ist erfüllt.

352.

Die vier Paṭisambhidā … u.s.w. … die Lehre des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Madhudāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Madhudāyaka, das vierte.
5. Apadāna des Thera Padumakūṭāgāriya

353.

Piyadassī war der Name des Erhabenen, der Selbst-Erwachte, Weltenführer;
Der Vollerwachte, der Abgeschiedenheit liebte, der kundige Muni des Samādhi.

354.

In einen Waldhain eingetreten, der große Muni Piyadassī,
Ein Paṃsukūla ausbreitend, ließ sich nieder der Höchste unter den Menschen.

355.

Ein Wildtierjäger war ich einst, im Wald, im dichten Gehölz;
Wild suchend und jagend, streifte ich damals umher.

356.

Dort erblickte ich den Vollerwachten, den Flutüberquerer, Triebversiegt;
Wie einen blühenden Königssālā, wie die hundertstrahlende Sonne aufgegangen.

357.

Als ich den Gott der Götter erblickte, Piyadassī von großem Ruhm,
Suchte ich einen natürlichen See auf und brachte damals einen Lotus herbei.

358.

Einen Lotus herbeigebracht, hundertblättrig und entzückend,
Errichtete ich ein Kūṭāgāra und bedeckte es mit dem Lotus.

359.

Mitfühlend, voller Erbarmen, der große Muni Piyadassī -
Sieben Nächte und Tage wohnte der Erwachte, der Jina, im Kūṭāgāra.

360.

Das Verwelkte wegwerfend, bedeckte ich es neu mit frischen Blüten;
Die Hände zur Añjali erhoben, stand ich da unverzüglich.

361.

Aus dem Samādhi sich erhebend - der große Muni Piyadassī,
Die Himmelsrichtungen ringsum betrachtend, ließ sich der Weltenführer nieder.

362.

Da war Sudassana mit Namen, der Aufwärter von großer Wirkmacht;
Den Geist des Erwachten, des Lehrers Piyadassī, erkennend -

363.

Von achtzigtausend Bhikkhus begleitet,
Näherte er sich dem Weltenführer, der behaglich am Waldesrand saß.

364.

Wie viele Gottheiten auch im Waldhain wohnten -
Alle, den Geist des Erwachten erkennend, versammelten sich damals.

365.

Als die Yakkhas zusammenkamen, die Kumbhaṇḍas mitsamt den Rakkhasas,
Und die Gemeinschaft der Bhikkhus eingetroffen war, sprach der Jina diese Verse:

366.

„Wer mich sieben Tage verehrte und mir eine Behausung schuf -
Den werde ich preisen; höret, was ich spreche.

367.

„Das Schwerschaubare, Feinste, Tiefe, Klargelegte -
Mit Erkenntnis werde ich es preisen; höret, was ich spreche.

368.

„Vierzehn Äonen wird er Götterkönigschaft ausüben -
Er, dessen Kūṭāgāra, das große, mit Lotosblüten bedeckt war.

369.

„In der Luft wird dies die Frucht des Blütenwerks tragen;
In zweitausendvierhundert Kappas wird er, umhüllt, im Saṃsāra wandeln.

370.

„Dort wird ein aus Blüten gefügter Baldachin in der Luft getragen werden -
Wie auf einem Lotosblatt das Wasser nicht haftet,

371.

„So werden Befleckungen an seiner Erkenntnis nicht haften;
Dieser wendet mit dem Geist die fünf Hindernisse ab.

372.

„Den Geist im Entsagen formend, wird er das Haus verlassen und ausziehen;
Dann wird er, den aus Blüten gefügten Baldachin tragend, ausziehen.

373.

„Einem am Fuße eines Baumes Weilenden, dem Bedächtigen, Achtsamen,
Wird dort der aus Blüten gefügte Baldachin über dem Haupt getragen.

374.

„Gewand, Almosenspeise, Bedarf und Lagerstatt -
Nachdem er der Bhikkhu-Saṅgha gegeben hat, wird er, triebversiegt, ins Nibbāna eingehen."

375.

Durch das Ausziehen zur Pabbajjā wandelte er unter dem Kūṭāgāra;
Auch dem am Fuße eines Baumes Weilenden wird der Baldachin getragen.

376.

Bei Gewand und Almosenspeise findet sich in mir keine Absicht;
Mit heilvollem Kamma verbunden, erlange ich die Vollendung.

377.

Unzählbar viele, nicht zu berechnen - viele Koṭis von Kappas für mich;
Leer sind jene vergangen, dahingegangen die Weltenführer.

378.

In achtzehnhundert Kappas war Piyadassī der Anführer;
Ihn verehrend und aufwartend, bin ich in diese Daseinsform gelangt.

379.

Hier erblicke ich den Vollerwachten, den Sehenden namens Anoma;
Zu ihm herantretend, zog ich in die Hauslosigkeit aus.

380.

Der Erwachte, der Jina, Beender des Leidens, wies mir den Weg;
Seinen Dhamma gehört habend, habe ich das unerschütterliche Ziel erlangt.

381.

Den Vollerwachten Gotama, den Stier der Sakyas, erfreuend,
Alle Triebe vollständig durchschauend, weile ich triebversiegt.

382.

In achtzehnhundert Kappas - welchen Erwachten ich da verehrte -
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: Dies ist die Frucht der Buddhahuldigung.

383.

Meine Triebe sind verbrannt,
alle Daseinsformen ausgerissen von der Wurzel;
alle Triebflüsse vollständig versiegt -
es gibt keine Wiedergeburt mehr.

384.

Willkommen wahrlich war mir … [usw.] … vollbracht ist des Buddha Weisung.

385.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach, wie überliefert wird, der ehrwürdige Thera Padumakūṭāgāriya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Padumakūṭāgāriya, das fünfte.
6. Apadāna des Thera Bākula

386.

Nicht weit vom Himavant entfernt
liegt ein Berg namens Sobhita;
mein Einsiedlergehöft war wohlerbaut,
mit meinen Schülern habe ich es errichtet.

387.

Viele Pavillons waren dort,
blühende Sinduvāra-Sträucher;
viele Kapittha-Bäume waren dort,
blühende Jīvajīvaka - Vögel jener Gegend.

388.

Viele Nigguṇḍī-Sträucher dort,
Badara- und Āmalaka-Früchte;
Phārusaka und Flaschenkürbisse,
und weiße Puṇḍarīka-Lotosblüten.

389.

Āḷaka- und Beluvā-Bäume dort,
Kadalī- und Mātuluṅga-Pflanzen;
viele Mahānāma-Bäume dort,
Ajjuna und Piyaṅgu.

390.

Kosamba, Saḷala, Nimba,
Nigrodha und Kapittha-Bäume -
so war mein Einsiedlergehöft,
mit meinen Schülern lebte ich dort.

391.

Anomadassī, der Erhabene,
der Selbst-Erwachte, Weltführer,
nach Stille und Zurückgezogenheit suchend,
kam er zu meinem Gehöft.

392.

Als er, der große Held,
der ruhmreiche Anomadassī, nahte,
erhob sich in einem Augenblick
beim Weltbeschützer eine Windkrankheit.

393.

Durch den Wald streifend
erblickte ich den Weltführer;
ich trat heran zum Vollerwachten,
dem Sehenden von großem Ruhm.

394.

Seine Haltung betrachtend
erkannte ich ihn in jenem Moment:
Zweifellos hatte sich beim Buddha
eine Krankheit eingestellt.

395.

Rasch kehrte ich zum Gehöft zurück,
zu meinen Schülern hin;
da ich Arznei bereiten wollte,
sprach ich die Schüler an.

396.

Meine Worte vernehmend
versammelten sich alle Schüler ehrerbietig
an einem Ort zusammen -
aus meiner Ehrfurcht vor dem Meister heraus.

397.

Rasch bestieg ich den Berg
und trug alle Heilkräuter zusammen;
einen Trank bereitend
gab ich ihn dem Vortrefflichsten der Buddhas.

398.

Als er, der große Held,
der Allwissende, Weltführer, getrunken hatte,
legte sich der Wind rasch,
beim Wohlgegangenen, dem großen Seher.

399.

Die Ruhe und das Nachlassen der Beschwerden sehend,
der ruhmreiche Anomadassī,
nahm auf seinem Sitz Platz
und sprach diese Verse:

400.

„Wer mir die Arznei gereicht
und meine Krankheit gestillt hat -
von ihm werde ich künden;
höret meine Rede.

401.

Hunderttausend Äonen lang
wird er in der Götterwelt sich erfreuen;
bei klingendem Saitenspiel dort
wird er stets in Freude weilen.

402.

In die Menschenwelt zurückgekehrt,
angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
wird er tausendmal als König,
als Weltenherrscher, erscheinen.

403.

Im fünfundfünfzigsten Äon
ein Krieger namens Anoma -
Herrscher über die vier Enden der Erde,
Gebieter über den Jambu-Kontinent.

404.

Ausgestattet mit den sieben Schätzen,
ein Weltenherrscher von großer Kraft -
selbst die Tāvatiṃsa-Götter erschütternd
wird er Herrschaft ausüben.

405.

Ob als Gott oder als Mensch geboren -
frei von Krankheit wird er sein;
Besitz und Anhaftung meidend
wird er Krankheit in der Welt überwinden.

406.

In unermesslichen Äonen von jetzt an,
aus dem Geschlecht der Okkāka entsprossen,
wird ein Lehrer in der Welt erscheinen,
Gotama dem Geschlechternamen nach.

407.

Seines Dhamma Erbe,
aus dem Herzen des Dhamma geboren -
alle Triebflüsse vollständig erkennend
wird er erlöschen, triebbefreit.

408.

Die Triebe verbrennend
wird er den Strom des Durstes durchqueren;
Bākula dem Namen nach
wird er des Lehrers Schüler sein.

409.

All dies erkennend
wird Gotama, der Stier der Sakyas,
inmitten der Bhikkhu-Saṅgha sitzend
ihn an die erste Stelle setzen."

410.

Anomadassī, der Erhabene,
der Selbst-Erwachte, Weltführer,
die Abgeschiedenheit überblickend,
kam er zu meinem Gehöft.

411.

Den herangekommenen großen Helden,
den Allwissenden, Weltführer,
labte ich mit allen Heilkräutern,
in Andacht, mit eigenen Händen.

412.

Mein wohlgetanes Kamma -
Saatgut auf wohlbereitetem Feld -
es erschöpfen konnte ich nicht;
so wohlgetan war es damals durch mich.

413.

Gewinn ward mir, wohl gewonnen ist mir,
dass ich den Führer erblickte;
durch jenen Rest des Kammas
hab ich den unerschütterlichen Zustand erlangt.

414.

All dies durchschauend, Gotama,
der Stier unter den Śākyas,
setzte mich, nachdem er im Bhikkhu-Saṅgha gesessen,
an die erste Stelle.

415.

In unermesslichen Äonen vor dieser Zeit,
das Kamma, das ich damals tat -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht jener Arznei.

416.

Die Kilesās sind in mir vernichtet,
alle Existenzen gänzlich entwurzelt;
alle Āsavas vollständig versiegt -
es gibt kein Wiedergeborensein mehr.

417.

Wahrhaftig willkommen war mir … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

418.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach, wie überliefert wird, der ehrwürdige Thera Bākula diese Verse.
Das Apadāna des Thera Bākula - das sechste.
7. Apadāna des Thera Girimānanda

419.

Meine Gattin ist gestorben,
mein Sohn zum Leichenfeld gegangen;
Mutter, Vater, Bruder, alle tot -
auf einer einzigen Verbrennungsstätte verbrennen sie zusammen.

420.

Von jenem Kummer verzehrt,
mager und bleich wurde ich;
Geistesverwirrung kam über mich,
von jenem Gram gepeinigt.

421.

Ich, von Kummersspeeren durchbohrt,
trat in die Waldmitte ein;
gefallene Früchte verspeisend,
lebte ich am Fuße eines Baumes.

422.

Sumedha, der Vollerwachte mit Namen,
der Sieger, der dem Leiden ein Ende setzt -
er, der mich erretten wollte,
kam zu meiner Seite.

423.

Als ich den Schritt des großen Weisen Sumedha vernahm,
erhob ich meinen Kopf
und blickte auf zum großen Muni.

424.

Als der große Held herantrat,
erwachte Freude in mir;
eingesinnt war ich da,
als ich jenen Weltführer erblickte.

425.

Nachdem ich zur Besinnung zurückgekehrt war,
reichte ich eine Handvoll Blätter;
der Erhabene, der Sehende, setzte sich dort nieder
aus Mitgefühl.

426.

Dort sitzend, der Erhabene,
Sumedha, der Weltführer -
der Buddha lehrte mir den Dhamma,
den Trost, der den Kummersspeer entfernt.

427.

„Ungerufen kamen sie von dort her,
ohne Erlaubnis gingen sie von hier fort;
wie sie kamen, so gingen sie -
was ist da zu beklagen?

428.

Gleichwie Wanderer, die unterwegs sind,
wenn ein Regenguß herniederströmt,
mit ihrem Gepäck Zuflucht suchen,
wenn der Regen niederfällt -

429.

wenn der Regen aufgehört hat,
ziehen sie fort, wohin sie wollen:
so ist es mit deiner Mutter und deinem Vater -
was ist da zu beklagen?

430.

Wie Gäste, wie Empfangene,
bewegt, geschüttelt, erschüttert -
so ist es mit deiner Mutter und deinem Vater:
was ist da zu beklagen?

431.

Wie eine Schlange ihr altes,
verbrauchtes Hautkleid abstreift und geht -
so lassen Mutter und Vater
hier den Leib zurück."

432.

Die Worte des Buddha vernehmend,
wich ich vom Kummersspeer ab;
Freude erzeugend,
verneigte ich mich vor dem erhabensten Buddha.

433.

Den großen Nāga verehrend,
brachte ich einen Bergblütenstrauß dar,
dem göttlichen Duft entströmend -
Sumedha, dem Weltführer.

434.

Den Vollerwachten verehrend,
die gefalteten Hände ans Haupt legend,
gedachte ich der höchsten Tugenden
und pries den Weltführer.

435.

„Du bist hinübergegangen, großer Held,
Allwissender, Weltführer;
alle Wesen rettest du heraus
mit deinem Wissen, o großer Muni.

436.

Zweifel und Unentschlossenheit
zerschneidest du, o großer Muni;
du hast mir den Weg gewiesen
durch dein Wissen, o Sehender.

437.

Arahants, die volle Meisterschaft erlangt haben,
mit sechs Abhiññās, von großer Kraft,
weise Wanderer durch den Luftraum -
sie umgeben dich sogleich.

438.

Auf dem Weg Schreitende und Sekhas,
Schüler, die in Frucht-Zuständen verweilen -
wie Lotusblüten beim Aufgang der Sonne
erblühen deine Schüler.

439.

Wie der große Ozean unerschütterlich,
unermesslich, schwer zu überqueren -
so bist du, mit Wissen ausgestattet,
unermesslich, o Sehender.

440.

Den Weltsieger verehrend,
den Sehenden von großem Ruhm,
nach allen Seiten Ehrerbietung zeigend,
kehrte ich in tiefer Verbeugung zurück.

441.

Aus der Götterwelt hinabgestiegen,
klar bewusst und achtsam,
trat ich in den Mutterleib ein,
durch Dasein um Dasein wandernd.

442.

Das Haus verlassend,
trat ich in die Hauslosigkeit aus;
eifrig, besonnen, in Jhāna versunken,
im Rückzug und Alleinsein weilend.

443.

Nach vollbrachter Anstrengung, den großen Muni erfreuend,
Bin ich befreit wie der Mond aus dichten Wolken -
So wandle ich stets umher.

444.

Der Abgeschiedenheit hingegeben bin ich,
Gestillt, ohne Anhaften;
Alle Triebflüsse durchschauend,
Weile ich triebversiegt.

445.

In dreißigtausend Äonen habe ich den Buddha verehrt;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
Dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

446.

Die Kilesās sind von mir verbrannt,
Alle Existenzen mit der Wurzel ausgerissen;
Alle Triebflüsse vollständig versiegt -
Es gibt kein Wiedergeborensein mehr.

447.

Willkommen war mir wahrlich die Ankunft... u.s.w. ... die Weisung des Buddha ist erfüllt.

448.

Die vier analytischen Erkenntnisse... u.s.w. ... die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Girimānanda diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Girimānanda - das siebte.
8. Apadāna des Thera Saḷalamaṇḍapiya

449.

Als Kakusandha erloschen war -
Ich, ein Brahmane, zur Vollendung Gelangt -
Nahm ich einen Saḷala-Blumenkranz
Und ließ einen Maṇḍapa errichten.

450.

Gelangt in die Tāvatiṃsa-Welt, erlange ich
Das höchste, weitreichende Ansehen;
Andere Götter überrage ich -
Dies ist die Frucht des heilsamen Werkes.

451.

Bei Tag und auch bei Nacht,
Ob ich wandle oder stehe,
Bin ich bedeckt von Saḷala-Blüten -
Dies ist die Frucht des heilsamen Werkes.

452.

In eben diesem Äon habe ich den Buddha verehrt;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
Dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

453.

Die Kilesās sind von mir verbrannt... u.s.w. ... weile ich triebversiegt.

454.

Willkommen war mir wahrlich die Ankunft... u.s.w. ... die Weisung des Buddha ist erfüllt.

455.

Die vier analytischen Erkenntnisse... u.s.w. ... die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Saḷalamaṇḍapiya diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Saḷalamaṇḍapiya - das achte.
9. Apadāna des Thera Sabbadāyaka

456.

Den großen Ozean durchdringend,
Ward meine Wohnstätte herrlich gestaltet;
Herrlich gestaltet der Teich,
Erfüllt vom Rufen der Cakravāka-Vögel.

457.

Bedeckt von Maṇḍālaka-Blüten
Und von Lotussen und Utpala-Blumen;
Ein Fluss fließt dort sanft dahin,
Mit schönem Ufer, entzückend anzuschauen.

458.

Bedeckt von Fischen und Schildkröten,
Übersät von mannigfaltigem Geflügel;
Pfauen und Kraniche rufen laut,
Mit holden Stimmen von Kuckucken und anderen.

459.

Tauben, Flamingos und Schwäne,
Cakravākas, die am Fluss umherwandern;
Dindibhas, Māynas, Pammakās,
Jīvajīvakas sind dort auch.

460.

Schwäne und Kraniche, die tönen,
Und viele Eulen von gelblicher Farbe;
Mit sieben Edelsteinen versehen,
Der Sand aus Juwelen und Perlen.

461.

Alle Bäume aus purem Gold,
Von mannigfaltigem Duft durchweht;
Sie erleuchten bei Tag und Nacht
Die Wohnstätte zu jeder Zeit.

462.

Sechzigtausend Musikinstrumente
Erklingen am Abend und am Morgen;
Sechzehntausend Frauen
Umgeben mich stets.

463.

Aus der Wohnstätte hinausgetreten,
Dem weisen Sumedha, dem Weltführer entgegen,
Mit heiterem Geist, frohgemut,
Verehrte ich den Hochberühmten.

464.

Den Vollerwachten ehrerbietig gegrüßt,
Lud ich ihn samt dem Saṅgha ein;
Der Weise nahm die Einladung an -
Sumedha, der Weltführer.

465.

Nachdem er mir den Dhamma verkündet hatte,
Entließ mich der große Muni;
Den Vollerwachten ehrerbietig gegrüßt,
Kehrte ich zu meiner Wohnstätte zurück.

466.

Ich wandte mich an mein Gefolge:
„Versammelt euch alle hier;
Am Morgen wird der Buddha
Zur Wohnstätte kommen."

467.

„Glück ist uns zuteil, wohl erlangt,
Die wir in deiner Nähe wohnen;
Auch wir wollen dem erhabenen Buddha,
Dem Lehrer, Verehrung darbringen."

468.

Speise und Trank bereitgestellt,
Meldete ich die Zeit an;
Mit hunderttausend Bhikkhus
Nahte der Weltführer.

469.

Mit fünfteiligen Musikinstrumenten
Ging ich ihm entgegen;
Auf einem Thron aus purem Gold
Setzte sich der Höchste der Menschen nieder.

470.

Ein Baldachin war darüber gespannt,
Alles aus purem Gold zu jener Zeit;
Fächer wehten sanft
Inmitten der Saṅgha der Bhikkhus.

471.

Mit reichlicher Speise und reichlichem Trank
Sättigte ich die Saṅgha der Bhikkhus;
Je zwei Gewänder, paarweise,
Gab ich der Saṅgha der Bhikkhus.

472.

Jener, den sie Sumedha nennen,
Der Empfänger der Weltopfer,
In der Mitte der Bhikkhu-Saṅgha sitzend,
Sprach diese Verse:

473.

Wer mich mit Speise und Trank, all jene hier erfreute -
von ihm will ich künden: hört, was ich spreche.

474.

Achtzehnhundert Äonen wird er in den Götterwelten sich erfreuen;
tausendmal wird er König sein, ein Weltenherrscher.

475.

In welchem Schoß er auch erscheint, als Gott oder als Mensch -
stets, in jeder Weise, wird er Gewänder von goldenem Glanz tragen.

476.

In dreißigtausend Äonen, aus dem Heilsamen des Okkāka-Geschlechts entsprossen,
wird der Lehrer in der Welt erscheinen, Gotama mit Namen nach seinem Clan.

477.

Dessen Dhamma-Erbe, leiblicher Sohn, aus dem Dhamma geformt -
nach vollständiger Durchdringung aller Triebe wird er triebversiegt erlöschen.

478.

„Im Bhikkhu-Saṅgha sitzend wird er den Löwenruf erschallen lassen;
am Scheiterhaufen haltet den Ehrenschirm - unter dem Schirm möget ihr ihn bestatten."

479.

Das Mönchsleben ist mir zugekommen, die Unreinheiten hab ich verbrannt;
in der Halle oder am Fuße des Baumes - Bedrängnis kenne ich nicht mehr.

480.

In dreißigtausend Äonen, welche Gabe ich damals gab -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich; dies ist die Frucht aller Gaben.

481.

Die Unreinheiten sind verbrannt von mir … ich weile triebversiegt.

482.

Wahrlich willkommen war mir … des Buddha Weisung ist erfüllt.

483.

Die vier analytischen Erkenntnisse … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sabbadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sabbadāyaka, das neunte.
10. Ajitattheraapadāna

484.

Der Siegreiche namens Padumuttara, der in allen Dhammas ans andere Ufer Gelangte -
in den Himalaya eingetaucht, ließ er sich nieder, der Weltenführer.

485.

Den Vollerwachten hatte ich nicht erblickt, noch hörte ich seine Stimme;
auf der Suche nach meiner Nahrung streifte ich durch den Wald.

486.

Dort erblickte ich den Vollerwachten mit den zweiunddreißig erhabenen Merkmalen;
ihn schauend, gelangte ich zu einem Gemütszustand der Freude: Was mag dieses Wesen in der Welt sein?

487.

Die Merkmale betrachtend, rief ich mein Wissen ins Gedächtnis -
denn dies hatte ich vernommen aus dem wohlgesprochenen Wort der Weisen und Alten:

488.

Gemäß ihrem Wort wird dieser der Buddha sein;
möge ich ihn ehren - er wird meinen Weg läutern.

489.

Rasch zum Assama gehend, nahm ich Honig und Öl;
eine Ölschale nehmend, trat ich heran zum Wegweiser.

490.

Einen Dreifußständer nehmend, stellte ich ihn ins Freie;
eine Lampe entzündend, ehrte ich ihn achtmal.

491.

Sieben Nächte und Tage saß der Buddha, der Erhabenste der Menschen;
dann, am Ende der Nacht, erhob sich der Weltenführer.

492.

Frohgestimmt und heiter, all jene Nächte und Tage,
widmete ich dem Buddha die Lampe, ergeben mit eigenen Händen.

493.

All die dufterfüllten Wälder am Berg Gandhamādana -
durch die Macht des Buddha strömten ihre Düfte herbei in des Buddha Nähe.

494.

Welche immer blühenden Bäume, beladen mit Blüten und Düften,
auf der Erde sprießen - durch des Buddha Kraft versammelten sie sich alle.

495.

So viele im Himalaya, Nāgas und Garuḷas beide -
vom Dhamma zu hören begehrend, kamen sie in des Buddha Nähe.

496.

Der Asket namens Devala, des Buddha Hauptschüler,
kam mit hundert Tausend Mönchen in des Buddha Nähe.

497.

Padumuttara, der Weltenkenner, Empfänger der Gaben -
im Bhikkhu-Saṅgha sitzend sprach er diese Verse:

498.

„Wer mir die Lampe entzündete, ergeben mit eigenen Händen -
von ihm will ich künden: hört, was ich spreche.

499.

Sechzigtausend Äonen wird er in den Götterwelten sich erfreuen;
tausendmal wird er König sein, ein Weltenherrscher.

500.

Sechsunddreißigmal wird er Götterkönig sein, Herrschaft über die Götterwelt ausübend;
auf der Erde wird er siebenhundertmal weitreichende Herrschaft ausüben.

501.

Teilherrschaft, weitreichend, unzählbar der Zahl nach -
durch diese Lampengabe wird er das himmlische Auge erlangen.

502.

Allseitig acht Meilen weit wird er stets schauen,
wenn jenes Wesen aus den Götterwelten scheidet und wieder erscheint.

503.

„Wer bei Tag oder in der Nacht
eine Lampe hält und brennend trägt -
dem Wesen, das zur Welt kommt,
reich an gesammeltem Verdienstkamma,

504.

so weit die Stadt sich erstreckt,
so weit wird es leuchten;
in welche Wiedergeburt es auch eingeht -
als Gottheit oder als Mensch.

505.

Wie der Lohn des Lampendarbringens
aus dem Verdienst aller acht Lampen -
so werden jene Wesen dieses Wesen nicht übertreffen:
Dies ist die Frucht des Lampendarbringens.

506.

In hundert mal tausend Äonen
wird der aus dem Okkāka-Geschlecht Entstandene,
Gotama dem Geschlechternamen nach,
als Lehrer in der Welt erscheinen.

507.

Seines Dhamma rechtmäßiger Erbe,
aus dem Dhamma hervorgebracht, leibhaftig -
alle Triebflüsse vollständig erkennend,
wird er, triebversiegt, ins Nibbāna eingehen.

508.

Den Vollerwachten, Gotama,
den Stier unter den Sakyern, erfreut habend,
wird jener, ‚Ajita' mit Namen,
ein Schüler des Lehrers sein.'

509.

Sechzigtausend Äonen
weilte ich in der Götterwelt;
auch dort leuchteten mir hundert Lampen
unablässig und beständig.

510.

In der Götterwelt wie unter den Menschen
wich mein Glanz nicht;
den Höchsten der Buddhas im Sinn,
weckte ich Freude unter den Wesen in Fülle.

511.

Aus Tusita herabgestiegen,
trat ich in den Mutterschoß ein;
bei der Geburt dieses Wesens
war ein weites Leuchten zugegen.

512.

Das Haus verlassend,
zog ich aus ins hauslose Leben;
zu Bāvarī tretend,
empfing ich den Stand des Schülers.

513.

Im Himalaya weilend
vernahm ich vom Weltenlenker;
das Höchste suchend,
trat ich an den Wegweiser heran.

514.

Gezähmt, ein Buddha, bezähmend,
die Fluten überschritten, frei von den Stützen des Daseins -
der Buddha lehrte das Nibbāna,
die Befreiung von allem Leiden.

515.

Mein Kommen dorthin war von Erfolg gekrönt -
erfüllt bin ich durch den Großen Muni;
die drei Wissen sind erlangt,
die Weisung des Buddha ist vollbracht.

516.

Vor hundert mal tausend Äonen
gab ich damals jene Lampe hin;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht des Lampendarbringens.

517.

Die Befleckungen wurden von mir verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

518.

Glücklich war wahrlich mein Kommen … usw. … die Weisung des Buddha ist vollbracht.

519.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … die Weisung des Buddha ist vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Ajita diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ajita - das zehnte.
Der Pilindavaccha-Vagga - der vierzigste.
Dessen Uddāna -
Pilindavaccha und Sela sowie Sabbakitti und Madhuṃdada;
Kūṭāgārī und Bākula sowie Giri und Saḷala mit Namen.
Sabbada und Ajita ebenso - die Verse sind hier gezählt:
fünfhundert Verse und darüber hinaus zwanzig.
Dann das Vagguddāna -
Padumārakkhada sowie Umā, mit Gandhodaka;
Ekapadma, Saddasaññī, Mandāra, Bodhivandaka.
Avaṭa und Pilindi - die Verse sind hier gezählt:
vierundsiebzig Verse und elfhundert.
Der Paduma-Vagga-Zehner.
Das vierte Hundert ist vollendet.
41. Metteyya-Vagga
1. Das Apadāna des Thera Tissameteyya

1.

„An einen Felsvorsprung gelehnt
lebte ein Asket namens Sobhita;
von Früchten sich nährend,
wohnte er inmitten der Berge.

2.

Holz zum Feuer herantragend,
entzündete ich es damals;
das Höchste suchend,
um in der Brahmā-Welt wiedergeboren zu werden.

3.

Padumuttara, der Weltenkundige,
Empfänger der Opfergaben -
er, der mich erheben wollte,
kam zu mir heran.

4.

‚Was tust du, du Hochverdienstlicher?
Gib mir das Feuerholz;
ich pflege das Feuer -
so wird meine Reinheit entstehen.'

5.

‚Gesegnet bist du unter den Menschen,
du erkennst die Götter -
du pflegst das Feuer;
wohlan, hier ist dir das Feuerholz.'

6.

Da nahm der Jina das Holz
und entfachte das Feuer;
doch das Holz dort verbrannte nicht -
ein Wunder des Großen Weisen.

7.

‚Nicht entflammt dein Feuer,
keine Opfergabe findet sich bei dir;
vergeblich wahrlich ist dein Mühen -
pflege lieber mein Feuer.'

8.

‚Wie beschaffen ist es, o Großheld,
was du dein Feuer nennst?
Erkläre auch mir dieses,
damit wir beide es pflegen.'

9.

‚Zum Erlöschen von Ursache und Wirkung,
zur Stillung der Befleckungen -
Neid und Geiz aufgebend:
diese drei sind meine Opfergaben.'

10.

‚Wer bist du, o Großheld,
welchem Geschlecht gehörst du an, Verehrungswürdiger?
Deine Haltung und deine Praxis
gefallen mir sehr wohl.'

11.

‚Ich bin in der Kriegerkaste geboren,
gelangt zur Vollendung der Überwissen;
alle Triebflüsse vollkommen versiegt -
es gibt jetzt keine Wiederkehr mehr.'

12.

‚Bist du ein Buddha, ein Allwissender,
Lichtspender, Vertreiber der Dunkelheit -
so werde ich dir huldigen, o Göttlicher:
du bist der Beender des Leidens.'

13.

Ein Hirschfell ausbreitend,
reichte ich ihm einen Sitzplatz dar:
‚Setze dich nieder, allwissender Herr -
ich werde dir aufwarten.'

14.

Der Erhabene saß dort, auf dem ausgebreiteten Antilopenfell;
Den Vollerwachten einladend, bestieg ich mit ihm den Berg.

15.

Eine Khāri-Last füllend, brachte ich Tinduka-Früchte herbei;
Mit Honig vermischt, gab ich dem Buddha diese Frucht.

16.

Während ich ihn tief betrachtend versunken war, verzehrte damals der Sieger meine Gabe;
Dort klärte sich mein Geist, den Weltführer schauend.

17.

Padumuttara, der Weltkenner, der Empfänger von Gaben,
Saß in meiner Einsiedelei nieder und sprach diese Verse:

18.

„Wer mich mit Früchten erfreut hat, heiteren Sinnes mit eigenen Händen -
Den werde ich rühmen; hört, was ich spreche:

19.

Fünfundzwanzigmal wird er die Herrschaft der Götter ausüben;
Tausendmal wird er als König, als Weltenherrscher, aufsteigen.

20.

Seiner Absicht gewahr, dem sein früheres Kamma eigen ist,
Werden Speise und Trank und Gewand und kostbares Lager

21.

Verbunden mit verdienstvollem Kamma - ihm alsbald entstehen;
Stets erfreut wird er sein und frei von Krankheit.

22.

In welche Geburt er auch eintritt, ob als Gott oder als Mensch -
Überall beglückt, wird er zur Menschheit gelangen.

23.

Ein Vedakundiger, ein Mantraträger, der die drei Veden durchquert hat,
Den Vollerwachten aufsuchend, wird er ein Arahant werden."

24.

Soweit ich mich meiner selbst entsinne, seit ich zur Einsicht gelangt bin,
Mangelt es mir nicht an Gütern - dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

25.

Den erhabenen Dhamma erlangt habend, habe ich Begierde und Hass entwurzelt;
Alle Triebflüsse vollständig versiegt - keine Wiedergeburt gibt es mehr für mich.

26.

Meine kilesā sind verbrannt, alle Daseine entwurzelt;
Wie ein Elephant, der die Fessel zerbrochen hat, lebe ich triebfrei.

27.

Wahrlich, willkommen war mir, was mir in der Nähe des Buddha widerfuhr;
Die drei Wissen sind erlangt, des Buddha Weisung ist vollbracht.

28.

Die vier paṭisambhidā, die acht vimokkhā,
Die sechs abhiññā sind verwirklicht - des Buddha Weisung ist vollbracht.
So haben in Wahrheit der ehrwürdige Thera Tissametteyya diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Tissametteyya ist das erste.
2. Das Apadāna des Thera Puṇṇaka

29.

Nahe einem Felsenvorsprung weilte der Selbst-Erwachte, der Unbesiegte,
Jener Buddha, leidend, im Innern des Berges.

30.

Vom Bereich meiner Einsiedelei her erhob sich da ein Lärm;
Als der Buddha das Nibbāna erlangte, brach ein Licht hervor.

31.

So weit der Waldhain sich erstreckte, alle Bären, Kokas (eine Vogelart), Hyänen,
Alle wilden Tiere und Löwen brüllten alsbald.

32.

Dieses Vorzeichen erblickend, begab ich mich zum Felsenvorsprung;
Dort erblickte ich den Vollerwachten, den Unbesiegten, der das Nibbāna erlangt hatte.

33.

Wie ein vollblühender Sālakönig, wie die aufgegangene Hundertstrahlsonne,
Wie Kohle ohne Flamme - so der Unbesiegte, der das Nibbāna erlangt hatte.

34.

Gras und Holz häufend, errichtete ich dort einen Scheiterhaufen;
Den Scheiterhaufen wohl bereitet, verbrannte ich den Leib.

35.

Den Leib verbrannt habend, besprengte ich ihn mit Duftwasser;
Ein Yakkha, der im Himmelsraum stand, rief sogleich meinen Namen:

36.

„Was du vollbracht hast für den Selbst-Erwachten, den großen Weisen -
Mit dem Namen Puṇṇaka sei du stets bekannt, o Stiller."

37.

Von jenem Leib dahingegangen, gelangte ich in die Götterwelt;
Dort strömt göttlicher Duft aus dem Himmelsraum herab.

38.

Auch dort war mein Name damals Puṇṇaka;
Als Götter- oder Menschenwesen erfülle ich meinen Vorsatz.

39.

Dies ist mein letztes Dasein, der allerletzte Lebenslauf vollzieht sich;
Auch hier leuchtet der Name Puṇṇaka auf.

40.

Den Vollerwachten, Gotama, den Stier der Sākyas, erfreut habend,
Alle Triebflüsse vollständig erkannt habend, lebe ich triebfrei.

41.

Vor einundneunzig Äonen vollbrachte ich jenes Kamma damals;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht dieser geringen Tat.

42.

Meine kilesā sind verbrannt … er lebt triebfrei.

43.

Wahrlich, willkommen war mir … des Buddha Weisung ist vollbracht.

44.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Werk des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Puṇṇaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Puṇṇaka, das zweite.
3. Apadāna des Thera Mettagū

45.

Nicht fern vom Himalaya, ein Berg mit Namen Asoka -
dort stand mein Einsiedlerplatz, von Vissakamma erbaut.

46.

Sumedha, der Vollerwachte, höchster Muni der Güte,
hatte sich am frühen Morgen gekleidet und kam zu mir um Almosen.

47.

Den Großen Helden Sumedha, den Weltführer, der herangetreten war,
empfing ich, hob die Schale des Wohlgegangenen und füllte sie mit Ghee und Öl.

48.

Nachdem ich dem Besten der Buddhas, Sumedha, dem Weltführer,
gegeben und die Hände gefaltet hatte, erweckte ich noch mehr Freude.

49.

Durch diese Gabe von Ghee und durch Absicht und Entschluss
erlange ich, ob Gott oder Mensch geboren, reiches Glück.

50.

Den Niedergang meidend, wandere ich durch Sein um Sein -
dort den Geist ausrichtend, erlange ich den unbeweglichen Stand.

51.

„Glücklich bist du, wohl gewonnen hast du es, dass du mich sahst, o Brahmane -
durch das Erschauen von mir wird Arahattschaft dein sein.

52.

Sei getrost, fürchte dich nicht, du wirst großen Ruhm erlangen;
denn indem du mir Ghee gegeben hast, wirst du aus der Geburt befreit sein.

53.

Durch diese Gabe von Ghee und durch Absicht und Entschluss
wirst du, ob Gott oder Mensch geboren, reiches Glück erlangen.

54.

Durch diese Gabe von Ghee und durch den Sinn voll Mettā
wirst du in achtzehnhundert Äonen in der Götterwelt dich erfreuen.

55.

Achtunddreißigmal wirst du König der Götter sein;
weitreichende Regionalherrschaft wirst du unzählig oft erlangen.

56.

Einundfünfzigmal wirst du ein Weltenherrscher sein,
Sieger über vier Himmelsrichtungen, Herr des Jambu-Landes.

57.

Wie der Große Ozean aufgewühlt, wie die schwer zu tragende Erde -
so werden auch deine Reichtümer unermesslich sein."

58.

Sechzig Koṭi Goldstücke verschenkend, trat ich in die Hauslosigkeit -
was nach Heilsamem suchend, wandte ich mich an Bāvari.

59.

Dort lernte ich die Mantras, die Kunst der sechsgliedrigen Zeichen -
da zerstreutest du, Großer Muni, jenes Dunkel, das mich umhüllte.

60.

Dich zu sehen begehrend kam ich her, o Großer Muni -
deine Lehre gehört habend, erreichte ich den unbeweglichen Stand.

61.

In dreißigtausend Äonen gab ich dem Buddha Ghee -
in dieser ganzen Zeit erkenne ich nicht, dass ich je um Ghee hätte bitten müssen.

62.

Mein Verlangen kennend, entsteht, was immer ich wünsche;
was dem Geist entsprechend entsteht - alle erfreue ich damit.

63.

O die Buddhas, o der Dhamma, o die Vollkommenheit unseres Lehrers -
durch ein wenig Ghee gegeben erlange ich Unermessliches.

64.

So viel Wasser im Großen Ozean, so weit Meru reicht -
es käme nicht an einen Bruchteil meines Ghees heran.

65.

So weit der Bereich der Weltenkreise sich erstreckt, der aufgehäufte Vorrat -
für die Stätten meiner Wiedergeburten würde der Raum nicht ausreichen.

66.

Der Himalaya, König der Berge, selbst ein erhabener Felsenhaufen -
er käme dem Duft des mir gesalbten Gutes nicht gleich.

67.

Gewand und Duft und Ghee und anderes Weltliches,
und das Ungeschaffene, Nibbāna - dies ist die Frucht der Gabe von Ghee.

68.

Im Satipaṭṭhāna ruhend, in Samādhi und Jhāna weidend,
von den Bojjhaṅgas genährt heute - dies ist die Frucht der Gabe von Ghee.

69.

Die Kilesas wurden von mir verbrannt … ich weile triebversiegt.

70.

Willkommen war mir wahrlich … das Werk des Buddha ist vollbracht.

71.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Werk des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Mettagū diese Verse.
Das Apadāna des Thera Mettagū, das dritte.
4. Apadāna des Thera Dhotaka

72.

Die Gaṅgā, Bhāgīrathī mit Namen, vom Himalaya entsprungen,
fließt durch das Tor von Haṃsavatī und strömt dort entlang.

73.

Ein Hain mit Namen Sobhita, am Ufer der Gaṅgā schön erbaut -
dort weilt der Buddha Padumuttara, der Weltführer.

74.

Wie Indra unter den Dreiunddreißig,
von Menschen umgeben und verehrt -
so saß dort der Erhabene,
furchtlos wie ein Löwe.

75.

In der Stadt Haṃsavatī
lebte ich einst als Brahmane;
Chaḷaṅga war mein Name -
so heiße ich, o großer Weise.

76.

Achtzehenhundert Schüler
umgaben mich zu jener Zeit;
von diesen Schülern begleitet
näherte ich mich dem Ufer des Gaṅgā.

77.

Dort sah ich die Asketen -
untadelig, von Makel gereinigt -
den Bhāgīrathī überquerend,
und alsobald dachte ich so:

78.

„Morgens und abends beim Überqueren
plagen sich diese ruhmreichen Buddhasöhne;
sie bereiten sich selbst Beschwernis -
so mühsam ist ihnen das Übersetzen."

79.

„Als Höchster in der Welt samt Göttern
wird der Buddha gepriesen;
ich aber habe kein verdienstliches Tun,
das den Weg zur Befreiung reinigt.

80.

„Möchte ich doch für den besten der Buddhas
eine Brücke über den Gaṅgā errichten;
durch dieses vollbrachte Werk
werde ich dieses Dasein sicher durchqueren."

81.

Nachdem ich hunderttausend gegeben hatte,
ließ ich die Brücke errichten;
im Glauben vollbracht, wird dieses Werk
mir großes Gedeihen bringen.

82.

Nachdem ich jene Brücke hatte errichten lassen,
trat ich vor den Führer der Welt;
die Hände über dem Haupte gefaltet,
sprach ich diese Worte:

83.

„Mit einem Aufwand von hunderttausend,
von mir errichten lassen -
diese mächtige Brücke zu deinem Nutzen,
o großer Weise, nimm sie an."

84.

Padumuttara, der Weltkenner,
Empfänger der Opfergaben,
saß inmitten des Bhikkhusaṅgha nieder
und sprach diese Strophen:

85.

„Wer mir diese Brücke errichtet hat,
in Vertrauen mit eigenen Händen -
den werde ich preisen;
höret, was ich spreche.
(Früchte der Brückenspende)

86.

„Ob er von einer Klippe,
einem Berg oder Baum gefallen sei -
selbst Gestürzter wird er Halt finden:
dies ist die Frucht der Brückenspende.

87.

„Wie einen Nigrodhbaum mit fest gewurzeltem Stamm
der Wind nicht bezwingt -
so werden Feinde ihn nicht überwältigen:
dies ist die Frucht der Brückenspende.

88.

„Diebe werden ihn nicht bezwingen,
Khattiyā werden ihn nicht verachten;
alle Feinde wird er überwinden:
dies ist die Frucht der Brückenspende.

89.

„Wer im Freien weilt,
gepeinigt von harter Glut -
durch das Verdienst dieser Tat verbunden,
wird ihn keine Qual der Hitze treffen.

90.

„In der Götterwelt oder unter Menschen
wird ihm ein prächtig gestaltetes Elefantengefährt entstehen;
gemäß seinem Sinnen und Wünschen
wird es sich alsobald zeigen.

91.

„Tausend windschnelle Sindhu-Rosse,
behende Gefährte von rascher Fahrt -
morgens und abends werden sie kommen:
dies ist die Frucht der Brückenspende.

92.

„Wenn er wieder in die Menschenwelt gelangt,
wird er in Glück leben;
durch die Lüfte wird er dahingleiten
wie ein Mensch auf einem Elefantengefährt.

93.

„In hunderttausend Äonen
wird ein Sproß des Okkāka-Geschlechts erstehn;
Gotama ist sein Geschlechtsname -
als Lehrer wird er in der Welt sein.

94.

„Sein Erbe in den Dhammas,
aus dem Dhamma geboren, sein wahrhafter Sohn -
alle Triebflüsse vollständig erkennend,
wird er ins Nibbāna eingehen, triebversiegt."

95.

O, welch wohlgetanes Kamma ist mir gelungen,
vollbracht an jenem namenlosen Wasserweg;
durch das dort vollbrachte Werk
habe ich die Versiegung der Triebe erlangt.

96.

Mit Eifer strebe ich, gefestigt im Geiste,
gestillt, ohne Anhaften;
wie ein Elefant, der die Fesseln zerrissen hat,
lebe ich triebversiegt.

97.

Meine Befleckungen sind verbrannt … [usw.] … ich lebe triebversiegt.

98.

Willkommen war mir fürwahr … [usw.] … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

99.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach wahrlich der ehrwürdige Thera Dhotaka diese Strophen.
Das Apadāna des Thera Dhotaka - das vierte.
5. Apadāna des Thera Upasīva

100.

Nicht weit vom Himavant entfernt
liegt ein Berg namens Anoma;
meine Einsiedelei ist wohlgestaltet,
die Laubhütte trefflich errichtet.

101.

Ein Fluss fließt dort dahin,
mit schönem Ufergelände und lieblichem Anblick;
am sanft abfallenden Ufer erblühen
viele Lotosblüten und Wasserlilien in Fülle.

102.

Pāṭhīna- und Pāvusa-Fische,
Bala-, Muñja- und Rohita-Fische -
von Fischen und Schildkröten übersät
fließt das Flüsschen dahin.

103.

Timira-Bäume blühen dort,
Asokas und kleine Khuddamālaka-Sträucher;
Punnāga- und Giripunnāga-Bäume
duften rings um meine Einsiedelei.

104.

Kuṭaja-Bäume dort in Blüte, Stachelgräser, Wälder dicht;
Sāla-Bäume, Saḷala-Bäume, Campaka-Bäume blühend reich.

105.

Ajjuna und Atimuttā, Mahānāma in voller Blüt';
Asana, süß im Dufte strömend, blühen alle in meinem Āsrama.

106.

Uddālaka und Pāṭalī, Yūthikā und Piyaṅgukā;
Von Bimbijālaka-Ranken bedeckt ringsum, eine halbe Yojana weit.

107.

Mātaggāra, Sattalī, Pāṭalī, Sinduvāraka;
Viele Aṅkolaka-Bäume dort, Tālakuṭṭhi in Blüte prächtig;
Viele Seleyyaka-Bäume dort, blühend in meinem Āsrama.

108.

Inmitten dieser blühenden Geschlechter erstrahlen viele Bäume hell;
Von diesem Dufte ringsum durchwehend, duftet mein Āsrama allerwärts.

109.

Harītaka, Āmalaka, Amba, Jambū, Vibhītaka;
Kolā, Bhallātaka, Billā, und die Früchte des Phārusaka.

110.

Tinduka und Piyāla auch, Madhuka, Kāsumārayo;
Labuja, Panasa dort, Kadalī und Badarī-Früchte.

111.

Viele Āmbaṭaka-Bäume dort, und die Früchte des Vallikāra;
Bījapūra, reif und saftig, tragen Frucht in meinem Āsrama.

112.

Āḷaka, Isimuggā, und viele Modaphala dort;
Gruben randvoll mit gereiften Früchten, Pilakkha und Udumbara.

113.

Pipphilī und Marīca dort, Nigrodha und Kapittha;
Viele Udumbaraka-Bäume, Kaṇḍupaṇṇā und Harī.

114.

Diese und viele andere tragen Früchte in meinem Āsrama;
Auch viele Blütenbäume blühen in meinem Āsrama.

115.

Āluva und Kaḷamba, Biḷālī und Takkala;
Āḷaka und Tālaka finden sich in meinem Āsrama.

116.

Nicht weit von meinem Āsrama war ein großer, edler See;
Das Wasser klar und kühl, mit schönem Ufer, lieblich anzuschaun.

117.

Viele Paduma und Uppala dort, mit Puṇḍarīka vereint;
Von Mandālaka-Blüten bedeckt, von mannigfachem Duft bewegt.

118.

Manche Lotosblüten sind noch in der Knospe, andere Kesarī erblühen;
Hochaufgeblüht mit Blatt und Blüte stehen viele Lotoskelche dort.

119.

Honig fließt aus den Bhisa-Stängeln, Milch und Ghee aus den Lotos-Wurzeln;
Von diesem Dufte ringsum durchwehend, von mannigfachem Duft belebt.

120.

Kumuda und Ambagandha, Nayitā sind zahlreich zu sehn;
Dem See gemäß sind Ketaka-Blüten in Fülle aufgeblüht.

121.

Prächtig blühend Bandhujīva, Setavārī, wohlduftend schön;
Kumbhīla und Susumāra leben und gedeihen dort.

122.

Uggāhaka und Ajagarā, viele im See dort wohnend;
Pāṭhīna, Pāvusa-Fische, Balajā, Muñjarohitā.

123.

Von Fischen und Schildkröten bedeckt, auch von Papaṭaka dicht;
Pārevatā, Ravihaṃsa, Kukuttha, die im Strome ziehn.

124.

Dindibha, Cakkavāka, Pampaka, Jīvajīvaka;
Kalandaka und Ukkusa, viele Senaka und Uddhara.

125.

Koṭṭhaka, Suka, Pota, Tuliyā, viele Camara;
Kārenī und Tilaka, sie leben von diesem See.

126.

Löwen, Tiger und Leoparden, Accha, Kokataracchaka;
Affen und Kinnara auch sind zu sehn in meinem Āsrama.

127.

Diese Düfte einatmend, Früchte kostend, ich, der ich hier lebe;
Wohlduftiges Wasser trinkend, weile ich in meinem Āsrama.

128.

Eṇī-Rehe, Varāha, Pasadā, klein von Gestalt;
Aggikā und Jotikā auch wohnen in meinem Āsrama.

129.

Haṃsa, Koñca, Pfauen, Sālikā und Kokila;
Viele Majjārikā dort, Kosika, Poṭṭhasīsaka.

130.

Pisāca, Dānava, Kumbhaṇḍa, viele Rakkhasa;
Garuḷa und Pannaga auch wohnen in meinem Āsrama.

131.

Weise von großer Kraft, stillen Geistes, geistig gesammelt;
Alle die Kamaṇḍalu tragen, in Ajina-Fell als Obergewand gekleidet;
Beladen mit schwerem Jaṭā-Haar, wohnen sie in meinem Āsrama.

132.

Den Blick nur auf Armeslänge gerichtet, besonnen, stillen Wandels;
Zufrieden mit Gewinn und Nichtgewinn, wohnen sie in meinem Āsrama.

133.

Baumrindenkleider schüttelnd, das Ajina-Fell abklopfend;
Von der ganzen Schar begleitet, zogen sie damals durch die Lüfte.

134.

Sie bringen ihm kein Wasser her, kein Holz, kein Brennholz;
doch sind sie selbst damit versehen - dies ist die Frucht der Wunderkraft.

135.

Eine eiserne Schüssel nehmend, weilen sie mitten im Wald;
wie Elefanten, große Nāgas, wie Löwen ohne Furcht.

136.

Manche ziehen nach Aparagoyāna, manche nach Pubbavidehaka,
manche nach Uttarakuru - jeder gestützt auf seine eigene Kraft.

137.

Dann, Almosenspeise herantragend, genießen sie gemeinsam;
wenn alle aufbrechen - die von hohem Glanz, die Unerschütterlichen.

138.

Vom Rascheln der Hirschledergewänder hallt der Wald wider;
solche, o großer Held, sind meine Schüler, von erhabenem Tapas.

139.

Umgeben von ihnen weile ich in meiner Einsiedelei;
zufrieden mit ihrer eigenen Tat, kommen auch die Unterwiesenen zusammen.

140.

Diese haben mich erfreut, begierig nach ihrer eigenen Tat;
tugendhaft und klug, erfahren in den Unermesslichkeiten.

141.

Padumuttara, der Weltkundige, Empfänger der Darbringungen -
die rechte Zeit erkennend, trat der Anführer heran.

142.

Herangetreten, der Vollerwachte, der Eifrige, kluge Muni,
die Schale vorhaltend, kam er zu mir um Almosen.

143.

Den herangekommenen großen Helden, den höchsten Führer, den Lotusgeborenen -
ein Graspolster bereitend, bestreute ich ihn mit Sālā-Blüten.

144.

Den Vollerwachten zum Sitzen einladend, froh und mit bewegtem Herzen,
stieg ich schnell einen Berg hinan und ergriff Agaruholz.

145.

Einen Krug voll nehmend von der Brotfrucht, göttlich duftend,
auf die Schulter legend, trat ich zum Anführer hin.

146.

Dem Buddha die Frucht gebend, salbte ich mit Agaruholz;
mit klarem, freudvollem Herzen verneigte ich mich vor dem erhabenen Buddha.

147.

Padumuttara, der Weltkundige, Empfänger der Darbringungen,
mitten unter den Weisen sitzend, sprach diese Verse:

148.

„Wer mir Frucht und Agaruholz, wer mir auch einen Sitz gegeben hat -
den werde ich preisen; hört meine Worte.

149.

Im Dorf oder im Wald, an Hängen oder in Höhlen -
den Gedanken dieses Menschen erkennend, wird Nahrung entstehen.

150.

In der Götterwelt oder unter Menschen, wo auch immer dieser Mensch geboren wird,
wird er die Versammlung mit Speisen und Gewändern erfreuen.

151.

In welche Existenzform er auch eintritt, als Gottheit oder als Mensch -
mit unerschütterlichem Reichtum ausgestattet, wird dieser Mensch wandern.

152.

Dreißigtausend Äonen wird er in der Götterwelt sich erfreuen;
tausendmal wird er König sein, ein Weltenherrscher.

153.

Einundsiebzigmal wird er Götterherrschaft üben;
Teilherrschaft, weitumfassend, unzählbar an Zahl.

154.

In hunderttausend Äonen, aus dem Geschlecht der Okkāka entstammt,
wird ein Lehrer in der Welt sein, Gotama dem Geschlecht nach.

155.

Als Erbe seiner Dhamma-Lehre, sein leiblicher Sohn, vom Dhamma erschaffen,
alle Triebflüsse vollständig erkennend, wird er triebversiegt weilen."

156.

Wahrhaft glücklich gewann ich diesen Gewinn - ich, der ich den Anführer sah;
die drei Wissenskräfte sind erlangt, des Buddhas Weisung vollbracht.

157.

Im Dorf oder im Wald, an Hängen oder in Höhlen -
meinen Gedanken erkennend, entsteht mir stets Nahrung.

158.

Meine Triebflüsse sind verbrannt … weile triebversiegt.

159.

Wahrlich willkommen war mir … des Buddhas Weisung vollbracht.

160.

Die vier analytischen Erkenntnisse … des Buddhas Weisung vollbracht.
So hat es, wie überliefert wird, der ehrwürdige Thera Upasīva in diesen Versen gesprochen.
Das Apadāna des Thera Upasīva - das fünfte.
6. Apadāna des Thera Nandaka

161.

Ein Wildtierjäger war ich einst, im Wald, im Dickicht;
auf der Suche nach Hirschen traf ich auf den Selbst-Erwachten.

162.

Anuruddha mit Namen, der Vollerwachte, Selbst-Erwachte, Unbesiegte -
nach Abgeschiedenheit verlangend, jener Weise, tauchte er damals in das Waldinnere ein.

163.

Vier Stöcke nehmend, an vier Stellen aufstellend,
einen kunstvoll gefertigten Pavillon errichtend, bedeckte ich ihn mit Lotosblüten.

164.

Einen Pavillon überdacht habend, verneigte ich mich vor dem Selbst-Erwachten;
Dort selbst legte ich den Bogen nieder und trat aus dem Haus in die Hauslosigkeit.

165.

Kurz nach meinem Eintreten in die Hauslosigkeit befiel mich eine Krankheit;
An früheres Kamma denkend, starb ich dort zu jener Zeit.

166.

Durch früheres Kamma verbunden, zog ich nach Tusita ein;
Dort entsteht ein goldener Himmelspalast nach meinem Wunsch.

167.

In ein göttliches Fahrzeug, gezogen von tausend Pferden, gestiegen,
Fahre ich, in jenem Wagen thronend, wohin es mir beliebt.

168.

Wenn ich dann fortgezogen werde, bin ich ein Gottgewordener -
Rings um hundert Yojana hält sich mein Pavillon.

169.

Ich ruhe gebettet auf einem blumenbedeckten Lager;
Aus dem Äther regnen unaufhörlich Lotusblüten herab.

170.

Wenn die Hitze flimmert und der Sonnenbrand brennt,
Sengt mich die Glut nicht - dies ist die Frucht des Pavillons.

171.

Die schlechte Wiedergeburt habe ich überwunden, die Abgründe sind mir verschlossen;
Ob im Pavillon oder am Fuß eines Baumes - kein Brennen findet sich bei mir.

172.

Mit der Erd-Wahrnehmung ausgerüstet, überquere ich das Salzwasser;
Dies ist die Frucht meines gut vollbrachten Kamma, der Verehrung des Buddha.

173.

Auch wo kein Pfad ist, mache ich einen Pfad und gehe dahin ungehindert;
Wahrlich, mein Kamma ist gut vollbracht - dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

174.

Frühere Geburten kenne ich, das göttliche Auge ist geläutert;
Meine Triebflüsse sind vollständig versiegt - dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

175.

Die frühere Geburt ist verlassen, ich bin ein leiblicher Sohn des Buddha;
Ich bin Erbe des wahren Dhamma - dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

176.

Ich habe den Wohlgegangenen erfreut: Gotama, den Stier der Sakya;
Dhamma-Fahnenträger, Dhamma-Erbe - dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

177.

Dem Vollerwachten aufgewartet, Gotama, dem Stier der Sakya,
Fragte ich den Weltenführer nach dem Pfad, der ans andere Ufer führt.

178.

Gebeten lehrte der Buddha tiefgründige, feinsinnige Worte;
Seinen Dhamma gehört habend, habe ich die Versiegung der Triebflüsse erlangt.

179.

Wahrlich, mein Kamma ist gut vollbracht - befreit bin ich von Geburt;
Alle Triebflüsse völlig versiegt - kein erneutes Werden gibt es mehr.

180.

Die Befleckungen sind von mir verbrannt worden … ich lebe triebfrei.

181.

Wahrhaft willkommen war mir … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

182.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Nandaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Nandaka ist das sechste.
7. Das Apadāna des Thera Hemaka

183.

An einen Felsgipfel gelehnt lebte ein Asket namens Anoma;
Seinen Āśrama sorgfältig errichtet habend, wohnte er damals in einer Laubhütte.

184.

Seine Askese war vollbracht, er hatte Vollendung in eigener Kraft erreicht;
In seinem eigenen Ordensleben ausgezeichnet, war er eifrig, ein besonnener Muni.

185.

Kundig in der eigenen Lehre, gewandt in fremden Lehren;
Erfahren in Vorzeichen auf Erde und in der Luft, verständig in Himmelserscheinungen.

186.

Kummerfrei, ohne Anstrengung nach außen, von wenig Speise, nicht gierig;
Mit Gewinn und Verlust zufrieden, ein versenkter, in Jhāna erfreuter Muni.

187.

Der Vollerwachte namens Piyadassī, der höchste, mitfühlende Muni -
Um die Wesen hinüberzuführen, durchdrang er sie damals mit Mitgefühl.

188.

Den Erweckungsfähigen unter den Menschen erblickend, der große Muni Piyadassī,
Ging er auch durch tausend Weltkreise und unterwies die Wesen.

189.

Um mich herauszuführen, kam er zu meinem Āśrama;
Den Jina hatte ich zuvor nie gesehen, noch von irgendjemand gehört.

190.

Vorzeichen und Träume deuteten sich mir, Zeichen wurden klar offenbar;
Erfahren in Vorzeichen auf Erde und in der Luft, kundig in den Sternenpfaden.

191.

Ich nun, des Buddha Worte hörend, ließ dort meinen Geist sich erheitern;
Stehend oder sitzend - ich erinnerte mich unaufhörlich und beständig.

192.

Während ich so in Erinnerung verweilte, gedachte auch der Bhagavā meiner;
Im Erinnern des Buddha entstand in mir sogleich Entzücken.

193.

Zu einer Zeit kam der große Muni wieder und näherte sich mir;
Auch als er eintraf, erkannte ich ihn nicht: dieser ist der Buddha, der große Muni.

194.

Mitfühlend, voll Erbarmen, hold anzuschauen, der große Muni -
er gab sich zu erkennen: „Ich bin der Buddha, samt den Göttern."

195.

Den Vollerwachten erkennend, Piyadassī, den großen Muni,
reinigte ich meinen Geist und sprach diese Worte:

196.

„Andere sitzen auf Stühlen, Thronen und auf Sesseln -
du aber, Allsehender, nimm Platz auf dem Juwelen-Thron."

197.

Sogleich erschuf ich durch magische Kraft einen Thron aus reinen Juwelen
und schenkte ihn dem Muni Piyadassī.

198.

Als er auf dem juwelenen Thron, dem durch Magie erschaffenen, saß,
da reichte ich ihm alsbald eine kumbha-große Jambu-Frucht.

199.

Er erweckte Freude in mir und kostete davon, der große Muni.
Da reinigte ich meinen Geist und neigte mich vor dem Lehrer.

200.

Piyadassī aber, der Erhabene, Ältester der Welt, Stier unter den Menschen,
auf dem Juwelen-Thron sitzend, sprach diese Verse:

201.

„Wer mir den juwelenbesetzten Thron und die Amata-Frucht dargebracht hat -
von ihm will ich künden; höret meine Worte.

202.

Siebenundsiebzig Äonen lang wird er in der Götterwelt sich erfreuen;
fünfundsiebzigmal wird er ein Weltenherrscher sein.

203.

Zweiunddreißigmal wird er als Götterkönig über das Reich der Götter herrschen;
Teilherrschaft, weit und reich, unzählbar an Zahl.

204.

Throne aus Gold, aus Silber, wohlgefertigt, in großer Zahl,
aus Koralle sowie aus Juwelen - diese wird er erlangen.

205.

Auch wenn er als Mensch, mit verdienstlichem Kamma begabt, einhergeht,
werden zahllose Throne ihn damals umringen.

206.

Giebelhallen und Paläste und ein Lager von höchstem Wert -
die entstehen auf der Stelle, sobald sein Sinn es wünscht.

207.

Sechzigtausend Elefanten, mit allem Schmuck geziert,
mit goldenen Brustpanzern, edle Mātaṅgas in goldbestickten Gewändern -

208.

bestiegen von Führern, die Stachel und Haken in Händen tragen,
werden diesem dienen - das ist die Frucht des Juwelen-Thrones.

209.

Sechzigtausend Pferde, mit allem Schmuck geziert,
von edler Rasse, Sindhava-Renner, schnell von Lauf -

210.

bestiegen von Führern, die Lanzen und Bogen tragen,
auch diese werden ihm dienen - das ist die Frucht des Juwelen-Thrones.

211.

Sechzigtausend Wagen, mit allem Schmuck geziert,
mit Löwen-Standarten und auch mit Tiger-Zeichen, gerüstet, mit Fahnen erhoben -

212.

bestiegen von Führern, gepanzert, Bogen in Händen,
werden diesen stets umringen - das ist die Frucht des Juwelen-Thrones.

213.

Sechzigtausend Milchkühe, melkbar, von einem Stierochsen geführt,
werden Kälber gebären - das ist die Frucht des Juwelen-Thrones.

214.

Sechzehntausend Frauen, mit allem Schmuck geziert,
in bunten Gewändern und Zieraten, angetan mit Juwelen-Ohrringen -

215.

mit langen Wimpern, lächelnden Mündern, wohlgeformt, schlanktailliert,
werden diesen stets umringen - das ist die Frucht des Juwelen-Thrones.

216.

Nach achtzehnhundert Äonen wird einer namens Gotama, der Sehende,
jenes blinde Dunkel zerstreuen und als Buddha in der Welt erscheinen.

217.

In seine Gegenwart kommend wird er ausziehen, besitzlos;
den Lehrer erfreuend wird er im Sāsana Freude finden.

218.

Seinen Dhamma hörend wird er die Befleckungen vernichten;
alle Triebflüsse vollständig durchschauend wird er erlöschen, triebversiegt."

219.

Mein Eifer trägt die Jochlast, führt zur Sicherheit des Heils;
das höchste Ziel anstrebend weile ich im Sāsana.

220.

Dies ist mein letztes - der letzte Daseinskreislauf vollzieht sich;
alle Triebflüsse sind versiegt, kein Wiedersein gibt es nun mehr.

221.

Befleckungen wurden von mir verbrannt … ich weile triebversiegt.

222.

Willkommen wahrlich war mir … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

223.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Hemaka diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Hemaka, das siebte.
Der siebzehnte Abschnitt.
8. Das Apadāna des Thera Todeyya

224.

König Ajitañjaya war sein Name, in Ketumatī, der herrlichsten Stadt;
Ein Held, mit Tapferkeit gesegnet, bewohnte er damals die Mitte der Burg.

225.

Als jener König nachlässig geworden war, erhoben sich die Waldstämme;
Spione und Räuber zugleich verwüsteten damals das Reich.

226.

Als die Grenzlande aufbegehrten, versammelte der Bezwinger der Feinde schnell
Söldner wie auch Truppführer und unterwarf damals den Feind.

227.

Elefantenreiter und Heerführer, tapfere Schildkämpfer,
Bogenschützen und Helden - alle versammelten sich damals.

228.

Köche und Barbiere, Bademeister und Blumenwinder,
Helden, erprobt im Kampf - alle versammelten sich damals.

229.

Männer mit Schwertern in den Händen, Gepanzerte mit Bögen,
erfahrene Jäger, erprobt im Kampf - alle versammelten sich damals.

230.

Dreifach brünstige Elefanten, Riesenbullen von sechzig Jahren,
mit goldenen Brustpanzern geschmückt - alle versammelten sich damals.

231.

Beständige in Kälte wie Hitze, auch im Tragen von Fackeln,
Krieger von Beruf, in ihrem Werk bewährt - alle versammelten sich damals.

232.

Den Klang der Muscheln, den Klang der Trommeln, und auch den Lärm der Hörner -
mit diesen ihn erfreuend, versammelten sich alle damals.

233.

Mit dreizackigen Speeren und Lanzen bewehrt,
die Schlagenden und Niederwerfenden - alle versammelten sich damals.

234.

Kaum hatte König Ajitañjaya dies vernommen,
ließ er sechzigtausend lebende Wesen damals auf Pfähle aufspießen.

235.

Die Menschen erhoben den Ruf: „Ach, dieser König ist gesetzlos!"
Für den im Niraya Bratenden - wann wird da ein Ende sein?

236.

Mich auf dem Lager wälzend, schaue ich damals das Niraya;
Ich schlafe weder bei Tag noch Nacht - mit Pfählen durchbohren sie mich.

237.

Was nützt mir Nachlässigkeit, das Königtum, Reittiere und Streitmacht?
Sie reichen nicht aus, es zu halten - sie quälen mich allezeit.

238.

Was nützen mir Söhne, Frauen und das Königtum insgesamt?
Möchte ich doch fortziehen und den Pfad zum Ziel reinigen.

239.

Sechzigtausend Elefanten, mit allem Schmuck versehen,
mit goldenen Brustpanzern, in goldene Decken gekleidet -

240.

Von Heerführern bestiegen, Lanzen und Stachelstöcke in den Händen,
auf kampferfahrenem Gelände - all das ließ ich zurück ohne Bedauern;
vom eigenen Kamma getrieben, trat ich aus ins Obdachlose.

241.

Sechzigtausend Pferde, mit allem Schmuck versehen,
edle Vollblüter ihrer Rasse, Sindhava-Rosse von schnellem Gang -

242.

Von Heerführern bestiegen, Bögen in den Händen, Gepanzerte -
all diese verließ ich und trat aus ins Obdachlose.

243.

Sechzigtausend Streitwagen, mit allem Schmuck versehen,
mit Löwen- und Tigermotiven geziert, gerüstet und mit erhobenen Bannern -
all diese meidend, zog ich fort ins Obdachlose.

244.

Sechzigtausend Kühe, alle mit bronzenen Melkeimern versehen -
auch diese verließ ich und zog fort ins Obdachlose.

245.

Sechzigtausend Frauen, alle mit Schmuck versehen,
in bunten Gewändern und Zierrat, mit aufgelegtem Edelsteinschmuck und Ohrringen -

246.

Mit langen Wimpern, schönem Lachen, von anmutigem Sinn, schlanker Taille -
diese ließ ich weinend zurück und zog fort ins Obdachlose.

247.

Sechzigtausend Dörfer, allesamt vollständig ausgestattet -
dieses Königtum verließ ich und zog fort ins Obdachlose.

248.

Aus der Stadt herausgetreten, wandte ich mich zum Himavant;
Am Ufer des Bhāgīrathī-Stromes errichtete ich mir eine Einsiedelei.

249.

Eine Laubhütte bauend, errichtete ich ein Feuerhaus;
Mit angestrengtem Eifer und entschlossenem Geist lebe ich in der Einsiedelei.

250.

Im Pavillon, am Fuße eines Baumes oder in einem leeren Gemach versunken in Jhāna -
kein Schrecken findet sich bei mir, kein Furchtbares und Erschreckendes sehe ich.

251.

Sumedha mit Namen, ein Vollerwachter, der höchste mitfühlende Weise,
mit dem Licht der Erkenntnis strahlend, erstand damals in der Welt.

252.

In der Nähe meiner Einsiedelei lebte ein Yakkha von großer Macht;
Als der erhabenste Buddha erschienen war, verkündete er es mir damals.

253.

„Ein Buddha ist in der Welt erschienen, Sumedha mit Namen, der Sehende;
Er führt alle Menschen hinüber - auch dich wird er hinüberführen."

254.

Als ich die Worte des Yakkha hörte, ergriff mich sogleich tiefes Erschauern;
„Der Buddha, der Buddha" - so sinnend ordnete ich meine Einsiedelei.

255.

Das Feuerholz beiseitelegend, das Lager in Ordnung bringend,
verneigte ich mich zum Abschied vor der Einsiedelei und trat aus dem Waldesdickicht heraus.

256.

Dann nahm ich Sandelholz und zog von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt,
den Gott der Götter suchend, bis ich zum Anführer der Wesen gelangte.

257.

Der Erhabene zu jener Zeit, der weise Weltführer,
die vier Wahrheiten enthüllend, erweckte er viele Menschen.

258.

Die gefalteten Hände erhebend, das Sandelholz auf dem Haupt,
dem Vollerwachten meine Ehrerbietung erweisend, sprach ich diese Strophen:

259.

„Wenn die Vassikā-Blüten aufgeblüht sind und in der Nähe ihr Duft weht -
du, Held, verbreitest mit dem Duft deiner Tugenden alle Himmelsrichtungen.

260.

Bei den blühenden Campaka-Bäumen, den Nāgavanī-Gewächsen, den Atimuttaka und Ketaka,
bei den blühenden Sāla-Bäumen weht der Duft mit dem Wind.

261.

Deinen Duft vernehmend kam ich hierher vom Himavant;
ich verehre dich, großer Held, Ältester der Welt, von großem Ruhm."

262.

Mit vorzüglichem Sandelholz salbte ich den Weisen, den Weltführer;
mein Herz in Heiterkeit versenkend, stand ich sodann in Stille.

263.

Der Erhabene, namens Sumedha, Ältester der Welt, Stier unter den Menschen,
inmitten der Bhikkhu-Saṅgha sitzend, sprach diese Strophen:

264.

„Der meine Tugenden gepriesen und Sandelholz dargebracht hat -
von ihm werde ich nun sprechen; höret, was ich sage.

265.

Einer, dessen Wort beherzigt wird, brahmanisch edel, aufrecht, strahlend -
fünfundzwanzig Äonen lang wird er voller Glanz sein.

266.

Sechsundzwanzig Mal hundert Äonen wird er sich in den Götterwelten erfreuen;
tausendmal wird er König sein, ein Weltenherrscher.

267.

Dreiunddreißigmal wird er als Götterkönig Götterherrschaft ausüben;
Teilherrschaft in großem Ausmaß - unzählig nach der Zahl.

268.

Von dort versterbend wird dieser Mensch zur Menschheit gelangen;
mit heilsamem Kamma verbunden wird er ein Brahmanenverwandter sein.

269.

Ein Vedakundiger, Mantra-Beherrschender, in den drei Veden bewandert,
mit den drei Merkmalen versehen - Bāvarī wird der Brahmane heißen.

270.

Als dessen Schüler wird er in den Mantras vollkommen sein;
zum Vollerwachten tretend, zu Gotama, dem Edlen der Sakyas,

271.

tiefgründige Fragen stellend, den geraden Weg entfaltend,
alle Triebflüsse vollständig durchschauend, wird er als Triebversiegter verweilen."

272.

Das dreifache Feuer ist bei mir erloschen, alle Existenzen von Grund auf ausgerottet;
alle Triebflüsse vollständig durchschauend, verweile ich triebversiegt.

273.

Die Befleckungen sind bei mir verbrannt… usw. … ich verweile triebversiegt.

274.

Wahrlich willkommen war mir dies… usw. … des Buddha Weisung ist vollbracht.

275.

Die vier analytischen Erkenntnisse… usw. … des Buddha Weisung ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Todeyya diese Strophen.
Das Apadāna des Thera Todeyya - das achte.
9. Apadāna des Thera Jatukaṇṇi

276.

In der Stadt Haṃsavatī war ich der Sohn eines Kaufmannsherrn;
versehen mit den Sinnesfreuden pflegte ich mich damals zu vergnügen.

277.

Dann einen Palast besteigend, die großen Genüsse ausschöpfend,
mit Tanz und Gesang pflegte ich mich damals dort zu vergnügen.

278.

Musik erklang für mich, gut abgestimmt und zusammengefügt;
tanzende Frauen, alle zusammen, zogen mir das Herz davon.

279.

Schleierträgerinnen und Geschmückte, Bucklige und Schlankleibige,
Tänzerinnen und in Trauer Versunkene - sie umgaben mich stets.

280.

Vetāḷī-Sängerinnen, Wasserkrugträgerinnen, viele Schauspieler und Tänzer,
Komödianten und Dramatiker - sie umgaben mich stets.

281.

Friseure, Badediener, Köche, Blumenmacher und Betelzubereiter,
Ringkämpfer und Athleten - sie alle umgaben mich stets.

282.

Während ich mich mit diesen vergnügte, in Künsten und zeremoniellen Sitten geschult,
wusste ich Tag und Nacht nicht, wie Indra unter den Dreiunddreißig.

283.

Reisende und Wanderer, alle Bittenden, viele Hilfesuchende -
sie kamen stets und bettelten an meinem Haus.

284.

Asketen und Brahmanen gleichermaßen, unübertroffene Felder des Verdienstes,
mein Verdienst mehrend, kommen sie zu meinem Haus.

285.

Paṭagas, Laṭukas alle zusammen, Nigaṇṭhas, Blumengewand-Träger,
Dreistock-Träger, Einschopf-Träger - sie kommen zu meinem Haus.

286.

Ājīvakas, in zerrissenen Kleidern, Godhammas, Devadhammikas,
diese Staub-und-Schmutz-Tragenden - sie kommen zu meinem Haus.

287.

Parittakas, Santipattās, zahlreiche Kodhapuggankas,
Asketen und Waldwanderer - sie kommen zu meinem Haus.

288.

Oḍḍakas, Damiḷas gleichfalls, Sākulās, Malavāḷakas,
Savarās, Yonakas ebenso - sie kommen zu meinem Haus.

289.

Andhakas, Muṇḍakas alle zusammen, Koṭalās, Hanuvindakas,
die aus dem Lande Ārāvacīna - sie kommen zu meinem Haus.

290.

Alasandakas, Pallawakas, Dhammaras, Niggamānus,
Gehikas, Cetaputtas gleichfalls - sie kommen zu meinem Haus.

291.

Mādhurakas, Kosalakas, Kaliṅgas, Hatthiporikas,
Isiṇḍas, Makkalas ebenso - sie kommen zu meinem Haus.

292.

Celāvakas, Ārabbhas gleichfalls, viele Oghuḷhas, Meghalas,
Khuddakas, Suddakas ebenso - sie kommen zu meinem Haus.

293.

Rohaṇas, Sindhavās gleichfalls, Citakas, Ekakaṇṇikas,
Suraṭṭhas, Aparantas ebenso - sie kommen zu meinem Haus.

294.

Suppārakas, Kumāras gleichfalls, Mallasovaṇṇabhūmikas,
Vajjītaṅgas, sie alle zusammen - sie kommen zu meinem Haus.

295.

Rohrmacher, Weber, Gerber und Zimmerer,
Schmiede, Töpfer gleichfalls - sie kommen zu meinem Haus.

296.

Edelsteinschleifer, Metallarbeiter, Goldschmiede und Wollweber,
Zinnarbeiter, sie alle - sie kommen zu meinem Haus.

297.

Pfeilmacher, Drechsler, Weber und Parfümeure,
Färber, Schneider gleichfalls - sie kommen zu meinem Haus.

298.

Ölpresser, Holzträger, Wasserträger und Boten,
Suppenkrämer, Suppenköche ebenso - sie kommen zu meinem Haus.

299.

Türhüter, Krieger, Gebundene, Blumenstreuer,
Elefantenreiter, Elefantenpfleger - sie kommen zu meinem Haus.

300.

Dem Großkönig Ānanda, der für mein Wohl sorgte, gab ich nicht zu wenig;
mit Juwelen in siebenfacher Farbe stillte ich seinen Mangel.

301.

All die von mir Genannten, die Menschen vielfältiger Art -
ihre Sinnesart erkennend, erfreute ich sie mit Juwelen.

302.

Während liebliche Stimmen erklangen, Trommeln geschlagen wurden,
während Muscheln geblasen wurden, erfreute ich mich in meinem eigenen Haus.

303.

Der Erhabene damals, der Anführer Padumuttara,
war von hunderttausend Bhikkhus mit versiegten Trieben umgeben.

304.

Mit Bhikkhus zusammen betrat der Sehende eine Straße,
alle Richtungen erleuchtend, leuchtend wie ein Fackelbaum.

305.

Alle Trommeln erschallen, wenn der Weltenführer vorüberschreitet;
sein Glanz strahlt heraus wie die aufgegangene Hundertstrahlende.

306.

Auch durch den Türspalt drang ein Lichtstrahl herein,
und ein großes Leuchten entstand sogleich in den inneren Gemächern.

307.

Den Glanz des Buddha sehend, sprach ich zu meinen Begleitern:
„Ohne Zweifel ist der erhabenste Buddha auf diese Straße gekommen."

308.

Schnell stieg ich vom Palast herab und ging in die Marktstraße;
den Vollerwachten ehrend, sprach ich diese Worte:

309.

„Möge der Buddha, der Beste der Lotusgeborenen, Mitgefühl für mich haben;
von hunderttausend seiner Gefolgsleute umgeben, möge jener Muni einwilligen."

310.

Den Vollerwachten einladend, führte ich ihn in mein eigenes Haus;
dort stillte ich den großen Muni mit Speise und Trank.

311.

Als der Trefflichste der Buddhas, der Unerschütterliche, gespeist hatte und die rechte Zeit erkannte,
bediente ich den Trefflichsten der Buddhas mit hundertgliedriger Musik.

312.

Padumuttara, der Weltenkundige, der Empfänger der Darbringungen,
sitzend im inneren Gemach, sprach diese Strophen:

313.

„Wer mich mit Musik aufgewartet hat und mir Speise und Trank gegeben hat -
ihn werde ich rühmen; höret meine Worte.

314.

Reich an Speise und versehen mit Gold und Nahrung -
dieser Mensch wird über die vier Kontinente
eine einige Herrschaft errichten.

315.

Die fünf Tugendregeln angenommen
und darauf die zehn Pfade des Heilsamen -
sie aufnehmend und lebend wird er
die Versammlung in der Übung unterweisen.

316.

Hunderttausend Musikinstrumente,
festlich geschmückte Trommeln -
diese werden für ihn immerzu erklingen:
die Frucht seines Aufwartens.

317.

Dreißigtausend Äonen lang wird er
in der Götterwelt sich erfreuen;
vierundsechzigmal wird er als Götterkönig
die Gottesherrschaft ausüben.

318.

Vierundsechzigmal wird er als König,
als Weltenherrscher erstehen;
regionale Herrschaft in Fülle -
an Zahl unzählbar.

319.

Nach hundert mal tausend Äonen
wird einer aus dem Geschlecht der Okkākas geboren;
Gotama dem Geschlechtsnamen nach -
der Lehrer wird er in der Welt sein.

320.

In welche Existenzform er auch eintritt,
ob Götterdasein oder Menschendasein -
stets ungemindert an Wohlstand
wird er zum Menschsein gelangen.

321.

Als Vedarezitant wird er
die drei Veden meistern;
das Höchste suchend
wird er diese Erde durchstreifen.

322.

Er wird danach in die Hauslosigkeit aufbrechen,
getrieben von der Wurzel des Heilsamen;
im Sāsana des Erhabenen Gotama
wird er sich erfreuen.

323.

Den Vollerwachten Gotama,
den Stier der Sakyas, verehrt,
die Befleckungen verbrannt -
ein Arahant wird dieser werden.'

324.

Wie ein Tigerkönig im Dickicht,
wie ein Löwe, der Mähnenträger -
furchtlos weile ich heute
im Sāsana des Sakya-Sohnes.

325.

In der Götterwelt oder unter Menschen,
in Armut oder in schlechter Wiedergeburt -
keine solche Geburt sehe ich für mich:
die Frucht des Aufwartens.

326.

Dem Rückzug ergeben bin ich,
befriedet, ohne Anhaftungsgrundlage;
wie ein Elefant, der die Fessel zerbrochen hat,
weile ich triebversiegt.

327.

Die Befleckungen habe ich verbrannt … usw. … weile ich triebversiegt.

328.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … vollbracht ist des Buddha Sāsana.

329.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … vollbracht ist des Buddha Sāsana.'
So sprach der ehrwürdige Thera Jatukaṇṇi diese Verse.
Das Apadāna des Thera Jatukaṇṇi - das neunte.
10. Apadāna des Thera Udena

330.

Nicht weit vom Himavant entfernt
liegt ein Berg namens Paduma;
mein Āsama wurde trefflich errichtet,
die Laubhütte wohl gestaltet.

331.

Flüsse fließen dort umher,
mit schönen Fährstellen, erfreuend das Herz;
klaren Wassers, mit kühlen Fluten -
stets fließen dort die Flüsse.

332.

Pāṭhīna, Pāvusa, Fische,
Bala, Muñja, Rohita -
diese Fischarten zieren die Flüsse,
wohnen stets in den Flüssen.

333.

Mit Mango und Jambu überdacht,
Karerī und Tilaka ebenso;
Uddālaka und Pāṭalī
schmücken meinen Āsama.

334.

Aṅkolaka, Bimbijāla,
Māyākārī in voller Blüte -
Wohlgeruch verbreitend
schmücken sie meinen Āsama.

335.

Atimuttā, Sattalikā,
Nāga und Sāla in voller Blüte -
göttlichen Duft ausströmend
schmücken sie meinen Āsama.

336.

Kosamba, Saḷala, Nīpa,
Aṭṭhaṅga in reicher Blüte -
göttlichen Duft ausströmend
schmücken sie meinen Āsama.

337.

Harītaka, Āmalaka,
Mango, Jambu, Vibhītaka;
Kola, Bhallātaka, Billa -
viele Früchte im Āsama.

338.

Kalamba und Kandalī
blühen dort in meinem Āsama;
göttlichen Duft ausströmend
schmücken sie meinen Āsama.

339.

Asoka, Piṇḍivārī
und Nimba-Bäume in voller Blüte -
göttlichen Duft ausströmend
schmücken sie meinen Āsama.

340.

Punnāga, Giripunnāga,
Timira blühend dort -
göttlichen Duft ausströmend
schmücken sie meinen Āsama.

341.

Nigguṇḍī, Sirinigguṇḍī,
Campa-Bäume dort in Blüte -
göttlichen Duft ausströmend
schmücken sie meinen Āsama.

342.

Nicht weit entfernt ein Lotusteich,
vom Ruf der Cakkavāka-Vögel erfüllt;
mit Mandālaka bedeckt,
mit Paduma und Uppala.

343.

Klaren Wassers, mit kühlen Fluten,
mit schönen Fährstellen, erfreuend das Herz -
klar wie Bergkristall -
sie schmücken meinen Āsama.

344.

Lotosblüten blühen dort, weiße Lotos und blaue Seerosen;
von Mandālaka-Blüten bedeckt,
verschönen sie meine Einsiedelei.

345.

Pāṭhīna- und Pāvusa-Fische, Balaja, Muñja und Rohita -
sie wandeln dort umher
und verschönen meine Einsiedelei.

346.

Krokodile, Gaviale
und viele Seeungeheuer und Schildkröten,
Tauchtiere und Riesenschlangen -
sie verschönen meine Einsiedelei.

347.

Tauben und Sonnengänse,
Cakravāka-Vögel, die am Fluss wandeln,
Dindibha-Vögel und Stare dort -
sie verschönen meine Einsiedelei.

348.

Nayitā-Pflanzen und Ambagandhī,
und dort die blühenden Ketaka-Blüten,
die himmlischen Duft verströmen -
sie verschönen meine Einsiedelei.

349.

Löwen, Tiger und Leoparden,
Bären, Wölfe und Hyänen,
die durch das Dickicht streifen -
sie verschönen meine Einsiedelei.

350.

Die mit schwerer Haarflechte geziert,
mit Antilopenfell bekleidet,
die durch das Dickicht wandern -
sie verschönen meine Einsiedelei.

351.

Diese, die Antilopenfell tragen,
besonnen und still in ihrem Wandel,
alle mit geringer Nahrung -
sie verschönen meine Einsiedelei.

352.

Eine Khari-Last nehmend,
in den Wald eindringend,
Wurzeln und Früchte verzehrend -
so wohnen sie in der Einsiedelei.

353.

Sie bringen weder Holz noch Wasser
zum Füßewaschen herbei;
durch die Kraft und Würde aller Asketen
wird es von selbst herbeigebracht.

354.

Vierundachtzigtausend
Seher haben sich hier versammelt;
sie alle üben Jhāna,
auf der Suche nach dem höchsten Ziel.

355.

Asketen, die ein heiliges Leben führen,
einzig auf die Versenkung gerichtet und angetrieben,
sie alle, die im Äther wandeln,
wohnen dort in meiner Einsiedelei.

356.

Alle fünf Tage versammeln sie sich,
einspitzig und still in ihrem Wandel;
einander ehrerbietig grüßend,
ziehen sie in alle Himmelsrichtungen fort.

357.

Der Jina namens Padumuttara,
der alle Dhammas durchdrungen hat -
der Jina erschien, um jenes Dunkel zu zerstreuen,
und entstand genau zur rechten Zeit.

358.

In der Nähe meiner Einsiedelei
weilte ein Yakkha von großer Macht;
er teilte mir mit vom Vollerwachten,
dem erhabenen Führer, dem Lotusentsprossenen.

359.

„Dieser Buddha ist erschienen,
Padumuttara, der große Muni;
eile hin zum Vollerwachten
und verehre ihn, o Herr."

360.

Als ich die Worte des Yakkha vernommen hatte,
mit heiterem und klarem Geist,
brachte ich die Einsiedelei in Ordnung
und verließ damals das Gehölz.

361.

Als wäre die Einsiedelei in Flammen -
so eilig verließ ich sie;
eine Nacht verweilend zog ich weiter
und nahte mich dem Wegbereiter.

362.

Padumuttara, der Weltenkundige,
Empfänger der Opfergaben,
die vier Wahrheiten offenbarend,
lehrte er den unsterblichen Pfad.

363.

Eine voll erblühte Lotosblüte nehmend,
näherte ich mich dem Großen Weisen;
mit heiterem Geist und freudigem Herzen
brachte ich sie dem Buddha dar.

364.

Den Vollerwachten verehrend,
den erhabenen Führer, den Lotusentsprossenen,
legte ich das Antilopenfell auf eine Schulter
und pries den Weltenführer.

365.

„Das Wissen, durch das der Vollerwachte hier weilt,
triebversiegter -
dieses Wissen will ich preisen;
höret, was ich spreche.

366.

„Du hast den Strom des Saṃsāra durchschnitten
und alle Lebewesen hinübergeführt;
wer deinen Dhamma gehört hat,
der überquert den Strom des Verlangens.

367.

„Du bist Lehrer und Leuchtzeichen,
Fahne und Pfeiler für die Lebewesen,
höchste Zuflucht und Stütze
und Licht, o Erhabener unter den Zweibeinern.

368.

„So weit es Anführer von Scharen auf der Welt gibt,
die man Karawanenführer nennt -
du bist der Erste unter allen, der Allwissende;
sie alle sind in dir enthalten.

369.

„Durch dein allwissendes Wissen
führst du die vielen Menschen hinüber;
wer zu deiner Anschauung gelangt,
der wird dem Leiden ein Ende setzen.

370.

„Welche Düfte auch immer auf der Welt
wehen, o Seher -
keiner ist deinem Duft vergleichbar,
auf dem Feld des Verdienstes, großer Muni."

371.

„Aus dem Tierschoß und der Hölle
hast du befreit, o Seher;
das ungestaltete, stille Ziel
hast du gelehrt, großer Muni."

372.

Padumuttara, der Weltenkundige,
Empfänger der Opfergaben,
in der Mitte der Bhikkhu-Saṅgha sitzend,
sprach diese Verse:

373.

„Wer mein Wissen ehrte,
mit heiterem Herzen und eigenen Händen -
den will ich preisen;
höret, was ich spreche.

374.

„Dreißigtausend Äonen lang wird er in der Götterwelt sich erfreuen;
tausendmal wird er König sein,
ein Weltenherrscher."

375.

„Wahrlich erlangt habe ich einen wohl erlangten Gewinn,
nachdem ich den Tugendhaften erfreut habe;
alle Triebflüsse vollständig durchschaut habend,
weile ich triebversiegt.

376.

„Meine Befleckungen sind verbrannt worden … usw. … ich weile triebversiegt.

377.

„Wahrlich, ein Willkommen erging mir … usw. … die Botschaft des Buddha ist erfüllt.

378.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … die Botschaft des Buddha ist erfüllt."
So hat der ehrwürdige Thera Udena diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Udena ist das zehnte.
Der Metteyya-Vagga ist der einundvierzigste.
Sein Inhaltsverzeichnis:
Metteyyo, Puṇṇako Thero, Mettagū, auch Dhotako;
Upasīva und Nando, Hemako als siebter dort.
Todeyyo, Jatukaṇṇī, und Udeno von großem Ruhm;
dreihundert Verse sind es hier, achtzig und drei dazu.
42. Bhaddāli-Vagga
1. Apadāna des Thera Bhaddāli

1.

„Sumedha mit Namen, ein Vollerwachter,
der höchste, mitfühlende Weise;
der Weltenhöchste, nach Abgeschiedenheit strebend,
begab sich zum Himavant.

2.

„Tief in den Himavant eintretend,
Sumedha, der Weltenführer;
die Beine im Lotossitz verschränkend,
saß der Höchste unter den Menschen.

3.

„In Samādhi versunken,
Sumedha, der Weltenführer;
sieben Tage und Nächte saß der Buddha,
der Höchste unter den Menschen.

4.

„Eine Last von Khāri-Maß tragend,
zog ich mitten in den Wald;
dort erblickte ich den Vollerwachten,
der den Strom überschritten hatte und triebversiegt war.

5.

„Einen Besen nehmend, fegte ich
die Einsiedelei rein;
vier Pfosten aufstellend,
errichtete ich damals einen Pavillon.

6.

„Sāla-Blüten herbeitragend,
bedeckte ich den Pavillon damit;
mit heiterem Gemüt und freudigem Herzen
verneigte ich mich vor dem Tathāgata.

7.

„Der als Sumedha bekannte,
von weitreichender Weisheit, weise -
im Kreis des Bhikkhu-Saṅgha sitzend,
sprach er diese Verse:

8.

„‚Die Worte des Buddha vernehmend,
kamen alle Götter zusammen;
ohne jeden Zweifel verkündet der beste Buddha,
der Sehende, den Dhamma.

9.

„‚Sumedha mit Namen, ein Vollerwachter,
Empfänger von Opfergaben;
in der Götterversammlung sitzend,
sprach er diese Verse:

10.

„‚Wer mir sieben Tage lang den Pavillon
mit Sāla-Blüten bedeckt gehalten hat -
ihn werde ich preisen;
hört, was ich spreche.

11.

„‚Als Gott geboren oder als Mensch
wird er goldglanzig sein;
reich an Besitz werdend,
wird er die Sinnesgüter genießen.

12.

„‚Sechzigtausend Elefanten,
mit allem Schmuck geziert;
goldgepanzerte, edle Tiere,
mit goldenem Gewand bekleidet.

13.

„‚Beritten von Dorfoberhäuptern,
Lanzen und Haken in den Händen;
morgens und abends zur Aufwartung
werden sie zu diesem Mann kommen;
von jenen Elefanten umgeben,
wird dieser Mann sich erfreuen.

14.

„‚Sechzigtausend Pferde,
mit allem Schmuck geziert;
Edelrösser von Geburt,
Sindhu-Rosse von schnellem Lauf.

15.

„‚Beritten von Dorfoberhäuptern,
die Speere und Bögen tragen;
beständig werden sie ihn umgeben -
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

16.

„‚Sechzigtausend Streitwagen,
mit allem Schmuck geziert;
mit Lampen und auch mit Tigerfellen,
gerüstet und mit erhobenen Bannern.

17.

„‚Beritten von Dorfoberhäuptern,
gepanzerten Bogenschützen;
beständig werden sie ihn umgeben -
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

18.

„‚Sechzigtausend Dörfer,
in allem vollständig und ganz;
reich an Gütern und Korn,
in allem wohlgedeihend;
stets werden sie erscheinen -
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

19.

„‚Elefanten, Pferde, Wagen, Fußsoldaten,
ein vierteiliges Heer;
beständig werden sie ihn umgeben -
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

20.

„‚Achtzehnhundert Äonen lang
wird er in der Götterwelt sich erfreuen;
tausendmal wird er König sein,
ein Weltenherrscher.

21.

„‚Dreihundertmal wird er
die Herrschaft der Götter ausüben;
Teilherrschaft in Fülle,
unzählbar der Zahl nach.

22.

„‚In dreißigtausend Äonen,
aus dem Okkāka-Geschlecht entsprossen,
Gotama dem Namen nach -
der Lehrer wird in der Welt sein.

23.

„‚Ein Erbe seines Dhamma,
leiblich aus dem Dhamma hervorgegangen,
wird er alle Triebflüsse vollständig durchschaut haben
und triebversiegt weilen.'

24.

„In dreißigtausend Äonen
erblickte ich den Weltenführer;
von diesem Augenblick an
suchte ich den unsterblichen Ort.

25.

„Gewinn ist mir, wohl erlangt habe ich es,
dass ich die Botschaft erkannte;
die drei Wissensarten sind erlangt,
die Botschaft des Buddha ist erfüllt."

26.

Ehre dir, du edles Rennpferd unter den Menschen, Ehre dir, du Höchster unter den Menschen;
Indem ich dein Wissen gerühmt habe, habe ich den unerschütterlichen Zustand erlangt.

27.

In welche Existenz ich auch wiedergeboren werde, ob göttlich oder menschlich -
überall bin ich glücklich; das ist die Frucht des Rühmens deines Wissens.

28.

Dies ist mein letzter Aufenthalt, die letzte Existenz nimmt ihren Lauf;
Wie ein Nāga, der seine Fesseln zerschlagen hat, weile ich triebversiegend.

29.

Meine Kilesas sind verbrannt, alle Existenzen sind mit der Wurzel ausgehoben;
Wie ein Nāga, der seine Fesseln zerschlagen hat, weile ich triebversiegend.

30.

Wahrhaftig willkommen war es mir, in der Nähe meines Buddha zu sein;
Die drei Wissenskräfte sind erlangt, des Buddha Weisung ist vollbracht.

31.

Die vier Paṭisambhidā, ebenso die acht Vimokkhā -
die sechs Abhiññā sind verwirklicht; des Buddha Weisung ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Bhaddālitta diese Verse.
Das Apadāna des Thera Bhaddālitta ist das erste.
2. Apadāna des Thera Ekachattiya

32.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā liegt meine Einsiedelei, wohl erbaut;
mit reinstem Sand bestreut, die Laubhütte kunstreich errichtet.

33.

Mit flachem Ufer strömt das Flüsschen, mit schönem Übergang, bezaubernd;
voll von Fischen und Schildkröten, von Susumāras aufgesucht.

34.

Bären, Leoparden und Pfauen, Karavīka-Vögel und Stare -
sie rufen beständig alle und schmücken meine Einsiedelei.

35.

Kuckucke mit anmutigem Gesang und Schwäne mit süßer Stimme -
sie singen dort ihr Lied und schmücken meine Einsiedelei.

36.

Löwen, Tiger und Eber, Bären, Hyänen und Stachelschweine -
sie rufen in dem schwer zugänglichen Gebirge und schmücken meine Einsiedelei.

37.

Eṇi-Hirsche und Sarabha-Antilopen, Schakale und viele Wildschweine -
sie rufen in dem schwer zugänglichen Gebirge und schmücken meine Einsiedelei.

38.

Uddālaka- und Campaka-Bäume, Pāṭalī- und Sinduvāra-Gewächse,
Atimuttā und Asoka - sie schmücken meine Einsiedelei.

39.

Aṅkola und Yūthikā, ebenso Sattalī und Bimbijālikā;
Kaṇikāra-Bäume blühen und schmücken meine Einsiedelei.

40.

Nāga-Bäume, Sāla-Bäume und Saḷala, Puṇḍarīka-Lotusblüten erblühen hier;
himmlischen Duft verströmend, schmücken sie meine Einsiedelei.

41.

Ajjuna und Asana blühen hier, ebenso Mahānāma;
Sāla-Bäume und Kaṅgu-Blüten schmücken meine Einsiedelei.

42.

Mangobäume, Jambū und Tilaka, Nimba und Sālakalyāṇī -
himmlischen Duft verströmend, schmücken sie meine Einsiedelei.

43.

Asoka und Kapiṭṭha, Girimālā blühen hier;
himmlischen Duft verströmend, schmücken sie meine Einsiedelei.

44.

Kadamba und Kadalī-Palmen, ebenso gepflanzte Isimuggā -
sie tragen beständig Früchte und schmücken meine Einsiedelei.

45.

Harītaka und Āmalaka, Mango, Jambū und Vibhītaka;
Kola, Bhallātaka und Billa - Fruchtbäume in meiner Einsiedelei.

46.

Unweit liegt ein Teich, mit schönem Übergang, bezaubernd;
bedeckt von Mandālaka-Pflanzen, von Lotusblüten und Wasserlilien.

47.

Manche Lotusblüten nehmen die Knospe an, andere blühen auf als Kesarī;
Opattakaṇṇikā blühen auf in meiner Einsiedelei.

48.

Pāṭhīna-, Pāvusa-Fische, Balaja-, Muñja- und Rohita-Fische -
im klaren Wasser umherschweifend, schmücken sie meine Einsiedelei.

49.

Nayitā-Pflanzen und solche mit Mangoduft sowie Ketaka am sanften Ufer -
himmlischen Duft verströmend, schmücken sie meine Einsiedelei.

50.

Süßes strömt aus den Lotosrhizomen, Milch und Butterschmalz aus den Muḷālī-Wurzeln;
himmlischen Duft verströmend, schmücken sie meine Einsiedelei.

51.

Die Sandbänke sind herrlich dort, übersät und vom Wasser bespült;
mit Blüten bestreut liegen sie da und schmücken meine Einsiedelei.

52.

Beladen mit dem Gewicht der Jaṭā-Locken, in Hirschhäute gekleidet,
alle in Bastgewänder gehüllt - sie schmücken meine Einsiedelei.

53.

Nur auf Armeslänge vor sich blickend, besonnen und stillen Lebenswandels,
ohne Verlangen nach Sinnesgenüssen - sie weilen in meiner Einsiedelei.

54.

Mit lang gewachsener Achsel- und Körperbehaarung, mit schlammbedeckten Zähnen und staubbedecktem Haupt,
alle staub- und schlammbedeckt - sie weilen in meiner Einsiedelei.

55.

Die Vollendung der Abhiññā erlangt habend, durch die Lüfte schwebend,
steigen sie empor in den Himmel und schmücken meine Einsiedelei.

56.

Von jenen Schülern umgeben,
lebte ich damals im Walde;
Tag und Nacht kannte ich nicht -
stets in Jhāna versunken.

57.

Der Erhabene zu jener Zeit,
Atthadassī, der große Muni -
jenes Dunkel vertreibend,
trat er auf, der Weltlenker.

58.

Da kam einer seiner Schüler
zu mir heran,
begierig, die sechsgliedrige Merkmalskunde
zu erlernen.

59.

„Ein Buddha ist in der Welt erschienen,
Atthadassī, der große Muni -
die vier Wahrheiten erklärend,
lehrt er den Pfad des Unsterblichen."

60.

Freudig, begeistert, entzückt,
mit dem Dhamma zugewandtem Gemüt -
aus der Einsiedelei tretend,
sprach ich diese Worte:

61.

„Ein Buddha ist in der Welt erschienen,
mit zweiunddreißig erhabenen Merkmalen;
kommt alle, wir wollen gehen
zum vollkommen Erwachten hin."

62.

Jene, dem Rat gehorsam handelnd,
die im wahren Dhamma zur Vollendung gelangten -
„Gut so!" nahmen sie es an,
die nach dem Höchsten Suchenden.

63.

Jene, mit Asketenflechten beschwert,
mit Antilopenfellen bekleidet,
das Höchste suchend,
verließen damals den Wald.

64.

Der Erhabene zu jener Zeit,
Atthadassī, ruhmreicher -
die vier Wahrheiten erklärend,
lehrte er den Pfad des Unsterblichen.

65.

Einen weißen Schirm nehmend,
trug ich ihn für den erhabenen Buddha;
einen Tag lang ihn getragen,
verneigte ich mich vor dem erhabenen Buddha.

66.

Atthadassī aber, der Erhabene,
Ältester der Welt, Stier unter den Menschen -
im Kreis der Bhikkhu-Saṅgha sitzend,
sprach er diese Verse:

67.

„Wer mir den Schirm getragen hat,
ergeben, mit eigenen Händen -
den will ich rühmen;
hört auf meine Worte:

68.

„Diesem, wenn er geboren wird,
in göttlicher oder menschlicher Welt,
wird stets ein Schirm gehalten sein -
das ist die Frucht des Schirmgebens.

69.

„Sieben mal siebzig Äonen
wird er in der Götterwelt sich erfreuen;
tausendmal wird er als König
ein Weltenherrscher sein.

70.

„Sieben mal siebzig Mal
wird er Götterherrschaft ausüben;
Teilherrschaft, weitumfassend,
unzählbar nach der Zahl.

71.

„In achtzehnhundert Äonen
wird Gotama, der Stier der Sakyas,
jenes Dunkel vertreibend,
erscheinen - der Sehende.

72.

„Dessen rechtmäßiger Erbe im Dhamma,
leiblicher Sohn, aus dem Dhamma geboren -
alle Triebe vollständig durchschauend,
wird er triebversiegt verweilen."

73.

Von der Zeit an, da ich das Kamma tat,
den Schirm für den Buddha tragend -
in all dieser Zwischenzeit
wurde mir ein weißer Schirm gehalten.

74.

Dies ist mein letztes -
die letzte Existenz schreitet voran;
das Schirmtragen besteht auch jetzt
fort, unablässig.

75.

O, wohl vollbracht ist mein Kamma
für Atthadassī, den Unerschütterlichen;
alle Triebe sind völlig versiegt -
es gibt kein Wiedergeborensein mehr.

76.

Meine Befleckungen sind verbrannt … usw. … ich verweile triebversiegt.

77.

Willkommen war mir wahrlich … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

78.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekachattiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekachattiyo - das zweite.
3. Tiṇasūlakachādaniyattherapadāna

79.

Geburt, Alter und Tod -
ich schaute sie damals tief an;
allein aufbrechend,
trat ich aus in die Hauslosigkeit.

80.

Wandernd, nach und nach,
gelangte ich ans Ufer des Gaṅgā;
dort erblickte ich Erde,
am Gaṅgā-Ufer erhöht.

81.

Dort eine Einsiedelei erbauend,
lebte ich in der Einsiedelei;
wohlgestaltet mein Wandelpfad,
belebt von mancherlei Vogelschwärmen.

82.

Sie kommen zu mir, vertrauensvoll,
und singen bezaubernd;
mit ihnen mich freuend,
lebe ich in der Einsiedelei.

83.

Nahe meiner Einsiedelei
ein Löwe, schreitend im Viererschritt -
aus seinem Lager hervortretend,
brüllte er wie ein Donnerstrahl.

84.

Als der Löwe brüllte,
erwachte Heiterkeit in mir;
den Löwen suchend,
erblickte ich den Weltlenker.

85.

Als ich ihn sah, den Gott der Götter,
Tissa, den höchsten Weltführer -
freudig, frohen Herzens,
verehrte ich ihn mit Nāgakesara-Blüten.

86.

Wie die aufgehende Sonne, wie der blühende Sāla-König,
wie ein leuchtendes Heilkraut - so pries ich den Weltführer.

87.

„Durch dein Wissen, Allwissender, befreist du diese Welt mit ihren Göttern;
durch deine Verehrung werden sie aus der Geburt erlöst.

88.

„Durch das Nicht-Erblicken der allwissenden Buddhas, der Allsehenden,
stürzen die von Gier und Hass Überwältigten in die Vīci-Hölle.

89.

„Wer zu deiner Schau gelangt, Allwissender, Weltführer,
wird von allen Existenzen befreit und berührt das unsterbliche Ziel.

90.

„Wenn Buddhas, die Sehenden, Lichtspender, erscheinen,
verbrennen sie die Kleśas und zeigen das Licht."

91.

Nachdem ich so den Vollerwachten Tissa, den Höchstführer der Welt, gepriesen hatte,
bot ich freudig und mit freudigem Herzen ein Grasbüschel als Opfergabe dar.

92.

Meinen Vorsatz erkennend, nahm Tissa, der Höchstführer der Welt,
auf seinem Sitz Platz und sprach diese Verse:

93.

„Wer mich mit Blumen bedeckt hat, mit heiteren Händen zugewandt -
ihn werde ich preisen; hört, was ich spreche.

94.

„Fünfundzwanzigmal wird er Götterherrschaft ausüben;
fünfundsiebzigmal wird er ein Weltenherrscher sein.

95.

„Regionales Königtum in Fülle, unzählbar der Zahl nach -
durch den Ausfluss seines Kamma und durch die Verehrung mit Blumen.

96.

„Wenn dieser Mensch, am Haupt gebadet, nach Blumen verlangt,
wird es ihm, durch sein Verdienst-Kamma verbunden, vor Augen erscheinen.

97.

„Was immer er an Sinnesfreuden begehrt, es wird ihm erscheinen;
den Entschluss erfüllend, wird er triebversiegt ins Nibbāna eingehen."
(Achtzehnter Abschnitt.)

98.

Die Kleśas verbrennend, klar wissend und achtsam,
auf einem Sitz verweilend, erlangte ich die Arahantschaft.

99.

Ob ich gehe, liege, sitze oder stehe -
den erhabensten Buddha stets in Erinnerung haltend, weile ich immerzu.

100.

Bei Cīvara, Piṇḍapāta, bei Bedarfsgegenständen und Schlafplatz -
daran fehlt es mir nicht: Dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

101.

Er hat nun das Unsterbliche erlangt, das stille, unübertreffliche Ziel;
alle Triebflüsse vollständig durchschauend, weile ich triebversiegt.

102.

Vor zweiundneunzig Äonen von hier verehrte ich diese Blume;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

103.

Meine Kleśas sind verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegt.

104.

Willkommen wahrlich war mir dies … (usw.) … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

105.

Die vier Paṭisambhidā … (usw.) … die Weisung des Buddha ist erfüllt."
So sprach der Ehrwürdige Tiṇasūlakachādaniya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tiṇasūlakachādaniya, das dritte.
4. Apadāna des Thera Madhumaṃsadāyaka

106.

In der Stadt Bandhumatī war ich ein Schweinezüchter;
ein Stück Fleisch kochend, übergoss ich es mit Honig.

107.

Zur Versammlung gehend, nahm ich eine Schale;
sie füllend, gab ich sie der Bhikkhu-Saṅgha.

108.

Der älteste Bhikkhu dort sprach damals zu mir:
„Mögest du durch diese volle Schale reichliches Glück erlangen.

109.

„Zwei Glückszustände genießend, angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
wird er in der letzten Existenz die Kleśas verbrennen."

110.

Meinen Geist dort zur Heiterkeit bringend, gelangte ich nach Tāvatiṃsa;
dort genoss und trank ich und erlangte reichliches Glück.

111.

In einem Pavillon oder am Fuße eines Baumes rief ich mir die frühere Tat in Erinnerung -
Speise und Trank regneten auf mich nieder sogleich.

112.

Dies ist meine letzte Existenz; diese, die äußerste, vollzieht sich;
auch hier regnen mir Speise und Trank zu allen Zeiten.

113.

Durch eben jene Honiggabe durch die Existenzen gewandert,
alle Triebflüsse vollständig durchschauend, weile ich triebversiegt.

114.

Vor einundneunzig Äonen gab ich jene Gabe damals;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Honiggabe.

115.

Meine Kleśas sind verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegt.

116.

Willkommen war mir wahrlich… usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.

117.

Die vier paṭisambhidā… usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Madhumaṃsadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Madhumaṃsadāyaka, das vierte.
5. Apadāna des Thera Nāgapallava

118.

In der Stadt Bandhumatī, im königlichen Lustgarten weilte ich;
Unweit meiner Einsiedelei
saß nieder der Weltenlenker.

119.

Einen Nāga-Trieb nehmend
legte ich ihn dem Buddha dar;
Mit heiterem, freudigem Geist
grüßte ich den Wohlgegangenen.

120.

Vor einundneunzig Äonen war es, als ich jenen Trieb verehrte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

121.

Meine Kilesās sind verbrannt… usw. … ich lebe triebversiegt.

122.

Willkommen war mir wahrlich… usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.

123.

Die vier paṭisambhidā… usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Nāgapallava diese Verse.
Das Apadāna des Thera Nāgapallava, das fünfte.
6. Apadāna des Thera Ekadīpiya

124.

Als der Wohlgegangene ins Parinibbāna eingegangen war,
Siddhattha, der Weltenlenker,
verehrten alle, Götter und Menschen,
den Höchsten der Zweifüßigen.

125.

Als der Scheiterhaufen errichtet war
für Siddhattha, den Weltenlenker,
verehrten sie, jeder nach seinen Kräften,
den Scheiterhaufen des Lehrers.

126.

Unweit des Scheiterhaufens
entzündete ich eine Lampe;
So lange bis die Sonne aufging,
leuchtete meine Lampe fort.

127.

Durch diese wohlgetane Tat,
durch Absicht und Entschluss,
ließ ich den menschlichen Leib zurück
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

128.

Dort, bekannt unter dem Namen „Ekadīpī",
war mein Glanz in der Brahma-Welt leuchtend;
Hunderttausend Lampen
erstrahlten in meiner Brahma-Welt.

129.

Wie die aufgehende Sonne
leuchtet mein Leib beständig;
Vom Glanz des Körpers durchdrungen,
ist mir Licht zu jeder Zeit.

130.

Durch Mauern, durch Fels hindurch,
selbst über Berge hinweg -
auf hundert Yojana ringsum
sehe ich mit meinem Auge.

131.

Siebenundsiebzig Mal
erfreute ich mich in der Götterwelt;
Einunddreißig Mal
führte ich Götterherrschaft.

132.

Achtundzwanzig Mal
war ich ein Cakkavattī;
Regionale Königsherrschaft, weitgespannt,
über unzählige Gebiete.

133.

Aus der Götterwelt herabgestiegen,
wurde ich im Mutterschoß geboren;
Selbst noch im Mutterschoß
schloss mein Auge sich nicht.

134.

Mit vier Jahren nach der Geburt
trat ich aus dem Haus in die Hauslosigkeit;
Noch ehe ein halber Monat vergangen war,
erreichte ich die Arahantschaft.

135.

Das himmlische Auge läuterte ich,
alle Daseinsbereiche sind ausgerissen;
Alle Kilesās sind abgeschnitten -
dies ist die Frucht einer einzigen Lampe.

136.

Durch Mauern, durch Fels,
selbst durch den ganzen Berg hindurch
schaue ich hindurch -
dies ist die Frucht einer einzigen Lampe.

137.

Was uneben war, wird mir eben,
Dunkelheit gibt es nicht;
Kein Trübnis erblicke ich -
dies ist die Frucht einer einzigen Lampe.

138.

Vor vierundneunzig Äonen
war es, als ich jene Lampe darbrachte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht einer einzigen Lampe.

139.

Meine Kilesās sind verbrannt… usw. … ich lebe triebversiegt.

140.

Willkommen war mir wahrlich… usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.

141.

Die vier paṭisambhidā… usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekadīpiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekadīpiya, das sechste.
7. Apadāna des Thera Ucchaṅgapupphiya

142.

In der Stadt Bandhumatī
war ich damals ein Blumenhändler;
Meinen Schoß gefüllt mit Blüten,
zog ich durch die Marktstraße.

143.

Der Erhabene zu jener Zeit,
an der Spitze der Bhikkhu-Saṅgha,
zog in großer Herrlichkeit
der Weltenlenker einher.

144.

Ich erblickte das Licht der Welt,
Vipassī, den Retter der Welt;
Eine Blüte aus dem Schoß erhebend,
verehrte ich den Höchsten der Buddhas.

145.

Vor einundneunzig Äonen
war es, als ich jene Blüte verehrte;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

146.

Meine Triebe sind verbrannt … [usw.] … ich weile triebversiegt.

147.

Willkommen wahrlich war mir … [usw.] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

148.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ucchaṅgapupphiya diese Verse.
Dies ist das siebte Apadāna: das Apadāna des Thera Ucchaṅgapupphiya.
8. Apadāna des Thera Yāgudāyaka

149.

Als ich einst meinen Reiseproviant genommen hatte und ins Dorf ging,
erblickte ich einen voll angeschwollenen Fluss und näherte mich dem Saṅghārāma.

150.

Waldbewohner, Träger der Reinheitsübungen, in Versenkung versunken, in groben Roben -
Weise, der Stille zugeneigt, weilten sie dort im Saṅghārāma.

151.

Ihr Weg war abgeschnitten - jener Vollbefreiten, der Gleichmütigen -
zum Piṇḍapāta gingen sie nicht, denn der Fluss hatte die Furt versperrt.

152.

Mit heiterem Herzen, freudig gestimmt, von Entzücken erfüllt, die Hände gefaltet,
nahm ich Reis und spendete Reisbrei als Gabe.

153.

Nachdem ich mit eigenen Händen fünfen Reisbrei gespendet und voll Vertrauen gegeben hatte,
wurde ich durch mein eigenes Kamma beglückt und gelangte zu den Tāvatiṃsa-Göttern.

154.

Ein Edelsteinpalast entstand mir in der Götterschar der Dreiunddreißig;
umgeben von Scharen von Frauen erfreue ich mich an jenem erhabensten Palast.

155.

Dreiunddreißigmal herrschte ich als Götterkönig über das Reich der Götter;
dreißigmal war ich Cakkavattī und übte die große Königsherrschaft.

156.

Teilkönigsherrschaft in Fülle, unzählbar an Zahl -
all dies genoss ich selbst, ob in der Götterwelt oder unter Menschen.

157.

Als mein letztes Dasein herannahte, trat ich in die Hauslosigkeit ein;
im Augenblick, da das Haar abrasiert wurde, durchdrang ich alles vollständig.

158.

Indem ich den Körper als Zerfall und Vergehen betrachtete,
erlangte ich aufgrund früherer Annahme der Übungsregeln die Arahantschaft.

159.

Vortrefflich wurde meine Gabe gespendet, wie ein Handel wohlausgerichtet -
durch eben jene Reisbrei-Spende habe ich das unverrückbare Ziel erreicht.

160.

Kummer, Klage, Krankheit, Bedrängnis und Herzensqual -
keines davon kenne ich als entstanden: dies ist die Frucht der Reisbrei-Spende.

161.

Nachdem ich dem Saṅgha, dem unvergleichlichen Verdienstfeld, Reisbrei gespendet hatte,
genieße ich fünffachen Gewinn - o wie wohl geopfert ist der Reisbrei!

162.

Frei von Krankheit, von schöner Gestalt, rasch im Erfassen des Dhamma,
mit Speise und Trank versorgt - langes Leben ist das fünfte Gut für mich.

163.

Wer immer Entzücken erweckend dem Saṅgha Reisbrei spendet,
der Weise möge diese fünf Güter empfangen.

164.

Alles Zu-Tuende ist getan, Dasein um Dasein wurde von mir aufgehoben;
alle Triebflüsse sind vollständig versiegt - es gibt kein Wiedergeborensein mehr.

165.

So werde ich wandern, von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt,
den Vollerwachten verehrend und die edle Reinheit des Dhamma.

166.

Vor dreißigtausend Äonen spendete ich jene Gabe;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Reisbrei-Spende.

167.

Meine Triebe sind verbrannt … [usw.] … ich weile triebversiegt.

168.

Willkommen wahrlich war mir … [usw.] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

169.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Yāgudāyaka diese Verse.
Dies ist das achte Apadāna: das Apadāna des Thera Yāgudāyaka.
9. Apadāna des Thera Patthodanadāyaka

170.

Einst war ich ein Waldbewohner, stets im Walddienst tätig;
Reisbrei genommen habend, ging ich an meine Arbeitsstätte.

171.

Dort erblickte ich den Vollerwachten, den Selbst-Erwachten, den Unbesiegten,
der aus dem Walde zum Piṇḍapāta auszog - ihn sehend, klärte sich mein Geist.

172.

Im Dienst fremder Arbeit beschäftigt, ist mir kein Verdienst zur Hand;
doch dieser Reisbrei ist vorhanden - ich werde den Weisen damit speisen.

173.

Den Reisbrei nehmend, spendete ich ihn dem Selbst-Erwachten;
während er mich anschaute, genoss der Weise da die Speise.

174.

Durch jenes wohlgetane Kamma und durch Gesinnung und Vorsatz
verließ ich den menschlichen Körper und gelangte zu den Tāvatiṃsa-Göttern.

175.

Sechsunddreißigmal herrschte ich als Götterkönig über das Reich der Götter;
dreiunddreißigmal war ich auch Cakkavattī.

176.

Weitreichende Teilherrschaft, unzählbar der Zahl -
ich lebte in Glück und Ruhm;
dies ist die Frucht des gespendeten Reisbreies.

177.

Von Dasein zu Dasein wandernd, erlange ich unbegrenzten Reichtum;
kein Mangel an Gütern trifft mich -
dies ist die Frucht des gespendeten Reisbreies.

178.

Wie der Strom eines Flusses strömen mir Güter zu;
zu messen vermag ich sie nicht -
dies ist die Frucht des gespendeten Reisbreies.

179.

„Iß dies, genieße dies,
auf diesem Lager ruh!" -
dadurch lebe ich in Glück;
dies ist die Frucht des gespendeten Reisbreies.

180.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich jenes Geschenk;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht des gespendeten Reisbreies.

181.

Meine Triebflüsse sind verbrannt … ich weile triebversiegt.

182.

Willkommen wahrlich war mir … vollbracht ist des Buddha Weisung.

183.

Die vier analytischen Erkenntnisse … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Patthodanadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Patthodanadāyaka, das neunte.
10. Mañcadāyakattheraapadānaṃ

184.

Als der mitfühlende Siddhattha, der Weltführer,
ins Parinibbāna eingegangen war -
seine weithin leuchtende Lehre
von Göttern und Menschen verehrt -

185.

war ich ein Caṇḍāla dort, ein Handwerker,
der Sessel und Hocker fertigte;
von dieser Arbeit lebte ich
und ernährte damit meine Kinder.

186.

Einen schön gearbeiteten Sessel fertigend,
frohen Herzens, mit eigenen Händen,
trat ich selbst heran
und schenkte ihn dem Bhikkhu-Saṅgha.

187.

Durch jenes heilsame Kamma
und durch meine Absicht und Entschlossenheit
verließ ich den menschlichen Leib
und gelangte in den Tāvatiṃsa-Himmel.

188.

In die Götterwelt gelangt, erfreue ich mich
in der Schar der Dreiunddreißig;
kostbare Lager entstehen mir,
ganz wie ich es wünsche.

189.

Fünfzigmal war ich Götterkönig,
ließ die Götterherrschaft walten;
achtzig Mal war ich König,
ein Weltenherrscher.

190.

Weitreichende Teilherrschaft, unzählbar der Zahl -
ich lebte in Glück und Ruhm;
dies ist die Frucht der Sesselspende.

191.

Aus der Götterwelt herabgekommen,
trete ich in menschliches Dasein ein -
prachtvolle, edle Lager
entstehen mir von selbst.

192.

Dies ist mein letztes,
mein abschließendes Dasein;
noch heute, zur Stunde des Schlafens,
stellt sich ein Lager bereit.

193.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich jenes Geschenk;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Sesselspende.

194.

Meine Triebflüsse sind verbrannt … ich weile triebversiegt.

195.

Willkommen wahrlich war mir … vollbracht ist des Buddha Weisung.

196.

Die vier analytischen Erkenntnisse … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Mañcadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Mañcadāyaka, das zehnte.
Der Bhaddāli-Vagga, der dreiundvierzigste.
43. Sakiṃsammajjakavagga
1. Sakiṃsammajjakattheraapadāna

1.

Den Pāṭali-Baum, den erhabenen Bodhi-Baum
des Erhabenen Vipassī erblickend,
richtete ich dort den Geist auf jenen erhabenen Baum
und erweckte Vertrauen in mir.

2.

Einen Besen nehmend,
fegte ich sogleich jenen Bodhi-Baum;
nachdem ich ihn gefegt hatte,
verneigte ich mich vor dem Pāṭali-Baum.

3.

Den Geist dort heiter gestimmt,
die gefalteten Hände zum Haupt erhoben,
jenen Bodhi-Baum verehrend,
kehrte ich zurück.

4.

Auf jenem Wege gehend,
gedenkend des höchsten Bodhi-Baumes,
bedrängte mich eine Riesenschlange,
furchtbar anzusehen, von gewaltiger Kraft.

5.

Das unmittelbar zuvor vollbrachte heilsame Kamma
erfreute mich mit seiner Frucht;
während sie meinen Leib verschlang,
weilte ich in Freude in der Götterwelt.

6.

Ungetrübt ist mein Geist,
stets rein und strahlend -
den Pfeil des Kummers kenne ich nicht,
keine Herzensbrennung trifft mich.

7.

Aussatz, Geschwüre und Hautflecken,
Epilepsie und Krätze -
Juckreiz und Räude befallen mich nicht;
dies ist die Frucht des Fegens.

8.

Kummer und Wehklagen
finden sich nicht in meinem Herzen;
aufrecht und gerade ist der Geist -
dies ist die Frucht des Fegens.

9.

In Samādhi versinke ich nicht,
heiter und klar bleibt der Geist;
welchen Samādhi auch immer ich anstrebe,
eben jener gelingt mir.

10.

Am Verführerischen verführe ich mich nicht, und auch nicht am Abscheulichen;
Am Betörenden betöre ich mich nicht - das ist die Frucht des Aufkehrens.

11.

Vor einundneunzig Äonen war es, dass ich jene Tat vollbrachte;
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - das ist die Frucht des Aufkehrens.

12.

Die Kilesās sind in mir verbrannt, alle Daseine bis zur Wurzel getilgt;
Wie ein Elefant, der seine Fesseln zerbrochen hat, weile ich triebversiegt.

13.

Willkommen wahrlich war mir das, was mir beim Erwachten zuteil wurde;
Die drei Wissensarten sind erlangt, das Geheiß des Erwachten erfüllt.

14.

Die vier analytischen Erkenntnisse und auch die acht Vimokkhās,
Die sechsfachen Abhiññās sind verwirklicht - das Geheiß des Erwachten erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sakiṃsammajjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sakiṃsammajjaka ist das erste.
2. Apadāna des Thera Ekadussadāyaka

15.

In der Stadt Haṃsavatī war ich ein Grasmäher;
Vom Grasholen lebte ich und ernährte damit meine Kinder.

16.

Padumuttara mit Namen, der Siegreiche, der alle Dhammas durchdrungen hat -
Jener Weltenführer, der die Finsternis vernichtet, trat ins Dasein.

17.

In meinem eigenen Hause sitzend, erwog ich da sogleich:
„Ein Erwachter ist in der Welt erschienen - eine Opfergabe habe ich nicht.

18.

„Dieses eine Gewand besitze ich, keinen Geber gibt es für mich;
Schmerzhaft ist die Berührung der Hölle - ich werde eine Gabe darbringen."

19.

So überdachte ich dies und brachte meinen Geist zur Heiterkeit;
Ein Gewand nehmend gab ich es dem Erhabensten der Erwachten.

20.

Ein Gewand dargeboten habend, ließ ich Jubelrufe erschallen:
„Bist du wahrhaft der Erwachte, o Held, so führe mich hindurch, o Großer Muni."

21.

Padumuttara, der Weltkenner, Empfänger der Darbietungen -
Meine Gabe verkündend, zeigte er mir seine Mitfreude.

22.

„Durch dieses eine Gewand und durch Absicht und Entschluss
Wirst du hunderttausend Äonen lang nicht in den Niedergang gehen.

23.

„Sechsunddreißigmal wirst du Indra sein und Götterherrschaft ausüben;
Dreiunddreißigmal wirst du als König ein Weltenherrscher sein.

24.

„Teilherrschaft in Fülle, ungezählt der Zahl nach,
In der Götterwelt wie auch unter Menschen wirst du, wandernd, weilen.

25.

„Von schöner Gestalt, mit Vorzügen ausgestattet, mit einem Leib, dem nichts fehlt,
Wirst du unerschöpfliches, grenzenloses Gewand erlangen, so viel du begehrst."

26.

Dies gesprochen habend, der Vollerwachte, der den Namen „Lotusbekränzt" trägt,
Stieg er empor in den Himmel, der Held, wie ein Schwanenkönig im Äther.

27.

In welche Daseinsform auch immer ich hineingeboren werde, in göttliche oder menschliche -
An Gütern mangelt es mir nicht; das ist die Frucht des einen Gewandes.

28.

An jedem Eingang, an jedem Eingang entsteht mir ein Gewand;
Unterhalb des Tuches stehe ich, das Tuch ist mein Überdach.

29.

Den gesamten Weltenkreis, mit seinen Wäldern und Gebirgen -
Wenn ich wollte, könnte ich ihn heute noch mit Gewändern bedecken.

30.

Durch eben dieses eine Gewand, von Dasein zu Dasein wandernd,
Bin ich von goldener Hautfarbe durch die Daseinsformen gezogen.

31.

Den Reifeverlauf des einen Gewandes fand ich nirgends erschöpft;
Dies ist meine letzte Geburt - auch hier reift er noch für mich.

32.

Vor hunderttausend Äonen war es, dass ich jenes Gewand gab;
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - das ist die Frucht des einen Gewandes.

33.

Die Kilesās sind in mir verbrannt … ich weile triebversiegt.

34.

Willkommen wahrlich war mir das … das Geheiß des Erwachten erfüllt.

35.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Geheiß des Erwachten erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekadussadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekadussadāyaka ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Ekāsanadāyaka

36.

Nicht weit vom Himalaya entfernt liegt ein Berg namens Gosita;
Meine Einsiedelei ist gut gebaut, die Laubhütte wohlgestaltet.

37.

Nārada war mein Name, Kassapa kannten mich die Wissenden;
Den Weg der Reinheit suchend, weilte ich damals auf dem Gosita.

38.

Padumuttara mit Namen, der Siegreiche, der alle Dhammas durchdrungen hat -
Der Vollerwachte, der Abgeschiedenheit liebte, kam geradewegs heran.

39.

Als er zur Waldspitze ging und ich den Glanz des Großen Sehers erblickte,
Stellte ich ein hölzernes Lager bereit und breitete ein Antilopenfell darauf aus.

40.

Einen Sitz bereitend, die gefalteten Hände zum Haupt erhebend,
Freude im Herzen kundgebend, sprach ich diese Worte:

41.

„O großer Held, Pfeilzieher, Heiler der Leidenden -
mir, der ich von Krankheit befallen bin, gib Heilung, o Führer.

42.

Die dich, o bester Buddha, o Muni, zur rechten Zeit erblicken,
erlangen beständige Vollendung des Zieles - möge Alter von ihnen fernbleiben.

43.

Ich habe kein Gabe-Gut, denn ich esse Früchte, die von selbst gefallen;
dieser Sitz hier ist mein - setze dich nieder auf der Holzliege."

44.

Da setzte sich der Erhabene dorthin, furchtlos wie ein Löwe;
einen Augenblick verweilen lassend, sprach er diese Worte:

45.

„Sei unbesorgt, fürchte dich nicht - du hast den Lichtsaft erlangt;
was auch immer du dir wünschst, wird sich in Zukunft ganz erfüllen.

46.

Nicht vergebens ist das, was du getan hast im unübertrefflichen Verdienstfeld;
man vermag sich selbst zu befreien, wessen Geist ausgerichtet ist.

47.

Durch diese Gabe des Sitzes und durch Vorsatz und Entschluss
wirst du hunderttausend Äonen lang nicht in niedere Geburt gelangen.

48.

Fünfzigmal wirst du als Götterkönig die Götterherrschaft ausüben;
achtzig Male wirst du als König ein Weltenherrscher sein.

49.

Vielfältige Teilherrschaft, unzählbar an Zahl -
überall glücklich werdend, wirst du im Saṃsāra weiterziehen."

50.

Dies sprechend erhob sich der Vollerwachte namens Jalajuttama,
der Held stieg in den Himmel empor wie der König der Schwäne in den Äther.

51.

Elefantengespanne, Rossgespanne, mitsamt Wagen und Tragsänften -
all das erlange ich, dies ist die Frucht dieses einen Sitzes.

52.

Betrete ich auch einen Wald und wünsche mir einen Sitz,
so stellt sich, meinen Gedanken erkennend, ein Thronsessel vor mich hin.

53.

Weile ich mitten im Wasser und wünsche mir einen Sitz,
so stellt sich, meinen Gedanken erkennend, ein Thronsessel vor mich hin.

54.

In welche auch immer Daseinsform ich eintrete, göttlich oder menschlich -
hunderttausend Thronsesselumringen mich stets.

55.

In zwei Daseinsformen wandere ich: in der göttlichen und der menschlichen;
in zwei Ständen werde ich geboren: im Kṣatriya- und im Brahmanenstand.

56.

Einen einzigen Sitz geschenkt habend im unübertrefflichen Verdienstfeld,
nehme ich nun den Dhamma-Thronsessel ein und weile triebversiegt.

57.

Vor hunderttausend Äonen gab ich damals jene Gabe -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht jenes einen Sitzes.

58.

Die Triebe sind von mir verbrannt … ich weile triebversiegt.

59.

Willkommen wahrlich war mir … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

60.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So also hat der ehrwürdige Thera Ekāsanadāyaka diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Ekāsanadāyaka, das dritte.
4. Apadāna des Thera Sattakadambapupphiya

61.

Nicht weit vom Himavant, ein Berg namens Kadamba -
an jenem Bergfuß wohnten sieben Buddhas.

62.

Eine blühende Kadamba-Blume erblickend, die gefalteten Hände erhebend,
nahm ich sieben Blumengirlanden und streute sie mit frommem Sinn.

63.

Durch jene wohlgetane Tat und durch Vorsatz und Entschluss
ließ ich den menschlichen Leib hinter mir und gelangte nach Tāvatiṃsa.

64.

Vor vierundneunzig Äonen tat ich damals jene Tat -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

65.

Die Triebe sind von mir verbrannt … ich weile triebversiegt.

66.

Willkommen wahrlich war mir … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

67.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So also hat der ehrwürdige Thera Sattakadambapupphiya diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Sattakadambapupphiya, das vierte.
5. Apadāna des Thera Koraṇḍapupphiya

68.

Einst war ich ein Waldarbeiter, von Vater und Mutter abhängig;
vom Töten der Tiere lebte ich - heilsames Tun fand sich nicht bei mir.

69.

In meiner Nähe zeigte der Weltführer, der dreifach Höchste,
der Sehende, aus Mitgefühl drei Fußabdrücke.

70.

Den betretenen Fußabdruck des Meisters namens Tissa erblickt -
mit freudigem, heiterem Herzen
neigte ich den Geist dem Fußabdruck zu
und brachte ihm meine Heiterkeit dar.

71.

Den Koraṇḍa-Baum erblickt, blühend,
den Baum, der aus der Erde wächst,
nahm ich ihn mit seiner Hülle
und verehrte den herrlichsten Fußabdruck.

72.

Durch diese wohlgetane Tat
und durch Entschluss und Absicht
ließ ich den menschlichen Körper zurück
und gelangte zu den Tāvatiṃsa-Göttern.

73.

In welche Geburt ich auch eingehe,
sei es Gottheit oder Mensch -
stets bin ich von der Farbe der Koraṇḍa-Blüte,
erstrahle ich in herrlichem Glanz.

74.

Zweiundneunzig Äonen von hier zurück -
die Tat, die ich damals vollbrachte:
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Fußabdruck-Verehrung.

75.

Meine Triebflüsse sind verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegt.

76.

Willkommen wahrlich war mir … (usw.) … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

77.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Koraṇḍapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Koraṇḍapupphiya, das fünfte.
6. Apadāna des Thera Ghatamaṇḍadāyaka

78.

Den Erhabenen - in frommer Gesinnung bedacht -
den Ältesten der Welt, den Stier unter den Menschen,
der im großen Wald saß,
gequält von Windkrankheit -

79.

ihn erblickend, den Geist aufheiternd,
brachte ich ihm Butterschaum dar.
Durch die vollbrachte und angehäufte Tat
ward dieser Gaṅgā, die Bhāgīrathī -

80.

vier große Ozeane
wurden mir zu Butterfett;
diese gewaltige, grenzenlose, unzählbare Erde -

81.

meine Gesinnung erkennend,
wurden dir Honig und Zucker dargeboten;
die Bäume der vier Kontinente,
die Gewächse, die aus der Erde wachsen -

82.

meine Gesinnung erkennend,
wurden sie zu Wunschbäumen.
Fünfzigmal hat mich der Götterkönig
über ein Götterreich herrschen lassen.

83.

Einundfünfzigmal war ich Weltenherrscher;
eine weitreichende Teilherrschaft -
in ihrer Zahl unzählbar.

84.

Vierundneunzig Äonen von hier zurück -
die Gabe, die ich damals gab:
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht des Butterschaums.

85.

Meine Triebflüsse sind verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegt.

86.

Willkommen wahrlich war mir … (usw.) … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

87.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ghatamaṇḍadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ghatamaṇḍadāyaka, das sechste.
7. Apadāna des Thera Ekadhammassavaniya

88.

Der Siegreiche namens Padumuttara,
der alle Dhammas durchdrungen hatte,
die vier Wahrheiten erhellend,
ließ viele Menschen hinübergelangen.

89.

Ich war zu jener Zeit
ein Asket mit Haargeflecht, streng glühend,
mein Baumrindenkleid abschüttelnd,
und schritt durch den Luftraum dahin.

90.

Über dem Besten der Buddhas
wagte ich nicht hinwegzufliegen;
wie ein Vogel, der gegen einen Felsen stößt,
fand ich keinen Durchgang.

91.

Ins Wasser hinabgetaucht,
gelangte ich so durch die Luft -
nie zuvor war mir solche
Veränderung der Körperhaltung widerfahren.

92.

„Wohlan, ich will dies erforschen,
vielleicht erlange ich einen Sinn darin."
Herabsteigend aus dem Zwischenraum
vernahm ich die Stimme des Meisters.

93.

Mit einer bezaubernden, anhörenswerten,
lieblichen, wohlklingenden Stimme
lehrte er die Unbeständigkeit -
genau dies nahm ich damals auf;
die Wahrnehmung der Unbeständigkeit aufgreifend,
kehrte ich zu meiner Einsiedelei zurück.

94.

So lange lebend, wie das Leben währte,
und dort aus der Zeit getreten -
in der letzten Existenz erinnerte ich mich
an das Hören des wahren Dhamma.

95.

Durch diese wohlgetane Tat
und durch Entschluss und Absicht
ließ ich den menschlichen Körper zurück
und gelangte zu den Tāvatiṃsa-Göttern.

96.

Dreißigtausend Äonen
erfreute ich mich in den Götterwelten;
einundfünfzigmal
ließ ich ein Götterreich walten.

97.

Einundzwanzigmal war ich Weltenherrscher;
eine weitreichende Teilherrschaft -
in ihrer Zahl unzählbar.

98.

Ich genieße mein eigenes Verdienst,
glücklich in Dasein um Dasein;
ich erinnere mich an jene Wahrnehmung,
im Kreislauf von Dasein zu Dasein wandernd -
doch die Spitze durchdringe ich noch nicht:
Nibbāna, den unvergänglichen Ort.

99.

Im Haus des Vaters sitzend,
ein Mönch mit entwickelten Sinnen,
eine Rede erhellend,
sprach er die Unbeständigkeit aus.

100.

Vergänglich wahrlich sind die Gestaltungen, dem Entstehen und Vergehen unterworfen;
Was entsteht, das vergeht - ihr Zur-Ruhe-Kommen ist Glück.

101.

Als ich diese Strophe hörte, erinnerte ich mich an meine frühere Wahrnehmung;
Auf einem Sitz sitzend gelangte ich zur Arahantschaft.

102.

Im Alter von sieben Jahren gelangte ich zur Arahantschaft;
Der Buddha vollzog meine Upasampadā - dies ist die Frucht des Dhamma-Hörens.

103.

Vor hunderttausend Äonen hörte ich damals jenen Dhamma;
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht des Dhamma-Hörens.

104.

Die Kilesā sind von mir verbrannt worden … ich weile triebversiegt.

105.

Willkommen wahrlich war mir … die Unterweisung des Buddha ist erfüllt.

106.

Die vier Paṭisambhidā … die Unterweisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekadhammassavaniya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekadhammassavaniya, das siebte.
8. Sucintitattheraapadānaṃ

107.

In der Stadt Haṃsavatī war ich damals ein Bauer;
Vom Ackerbau lebte ich, damit ernährte ich meine Kinder.

108.

Trefflich gedieh damals mein Feld, mein Getreide trug reiche Frucht;
Als die Erntezeit herangekommen war, dachte ich damals also:

109.

Es geziemt sich nicht, es ist nicht recht für einen, der Tugend und Fehler kennt,
Dass ich, ohne dem Saṅgha gegeben zu haben, selbst das Erlesenste genösse.

110.

Dieser Buddha ist ohnegleichen, geschmückt mit zweiunddreißig erhabenen Merkmalen;
Von ihm strahlt der Saṅgha aus - das unübertroffene Verdienstfeld.

111.

Dort werde ich wieder und wieder das neue Getreide als Gabe darbringen;
So bedachte ich es und war froh, erfüllt von Freude im Herzen.

112.

Das Getreide vom Feld herbeibringend, näherte ich mich dem Vollerwachten;
Den Vollerwachten, den Ältesten der Welt, den Stier unter den Menschen aufsuchend,
Verbeugte ich mich zu den Füßen des Lehrers und sprach dieses Wort:

113.

„Das neue Getreide ist prächtig gediehen - an diesem Opferort bist du erschienen, o Muni;
Aus Mitgefühl mögest du es annehmen, o Sehender."

114.

Padumuttara, der Weltkenner, der Empfänger der Opfer,
Meine Absicht erkennend, sprach dieses Wort:

115.

„Vier sind auf dem Weg, vier stehen in der Frucht -
Dieser Saṅgha ist aufrecht, mit Paññā und Sīla ausgestattet;
Für die Menschen, die opfern, für die Wesen, die nach Verdienst suchen.

116.

Das Verdienst, das heilswirksam ist und dem Saṅgha gespendet wird, trägt große Frucht;
Dem Saṅgha allein soll gegeben werden - dein Getreide und alles andere.

117.

Lade aus dem Saṅgha Bhikkhus ein, führe sie in dein Haus;
Was daheim bereitsteht, das gib dem Bhikkhusaṅgha."

118.

Aus dem Saṅgha Bhikkhus einladend, führte ich sie in mein Haus;
Was bei mir daheim bereitstand, das gab ich dem Bhikkhusaṅgha.

119.

Durch jenes wohlvollbrachte Kamma und durch Absicht und Entschluss
Verließ ich den menschlichen Leib und gelangte nach Tāvatiṃsa.

120.

Dort erstand für mich ein prächtig vollendeter Palast, golden und strahlend leuchtend,
Sechzig Yojana hoch, dreißig Yojana breit.

121.

Mein Palast ist belebt, erfüllt von Scharen von Frauen;
Dort essend und trinkend weile ich im Dreißig-Götter-Reich.

122.

Dreihundertmal übte ich die Herrschaft der Götter aus;
Fünfhundertmal war ich ein Cakkavattī;
Die Teilherrschaft, die umfangreiche, ist ohne Zahl zu zählen.

123.

Durch Dasein um Dasein wandernd erlange ich grenzenlosen Reichtum;
An Genüssen fehlt es mir nicht - dies ist die Frucht des neuen Getreides.

124.

An Elefantengefährten, Pferdegefährten, Sänften und Wagen -
All das erlange ich - dies ist die Frucht des neuen Getreides.

125.

Neue Gewänder, neue Früchte, Speisen von erlesenem frischen Geschmack -
All das erlange ich - dies ist die Frucht des neuen Getreides.

126.

Seidenstoffe, Wolldecken, Leinen- und Baumwollgewebe -
All das erlange ich - dies ist die Frucht des neuen Getreides.

127.

Scharen von Dienerinnen, Scharen von Dienern und geschmückte Frauen -
All das erlange ich - dies ist die Frucht des neuen Getreides.

128.

Kälte trifft mich nicht, Hitze nicht, auch Brennen ist nicht zu finden;
Und seelisches Leid findet sich nicht in meinem Herzen.

129.

„Koste das, genieße dies, schlafe auf diesem Lager" -
All das erlange ich - dies ist die Frucht des neuen Getreides.

130.

Dies ist nun mein letztes,
mein allerletzes Dasein, das sich entfaltet;
Noch heute trägt mein Gabe-Dhamma Frucht,
beglückt mich allezeit.

131.

Nachdem ich frische Ernte dem Saṅgha gereicht,
der höchsten aller Versammlungen,
genieße ich acht Segnungen -
entsprechend meinem Kamma.

132.

Schön von Gestalt und ruhmereich bin ich,
reich an Gütern, frei von Verlust;
Von großem Anhang bin ich stets,
mit unzerteilter Gefolgschaft immerdar.

133.

Alle erweisen mir Ehrerbietung,
wer immer auf Erden weilt;
Und was auch immer als Gabe-Dhamma da ist -
ich empfange es an Ort und Stelle.

134.

Inmitten des Bhikkhu-Saṅgha
und im Angesicht des höchsten Buddha -
alle anderen übergehend,
geben mir allein die Gebenden.

135.

Frische Ernte zuerst dem Saṅgha geschenkt,
der höchsten Versammlung der Edlen -
diese Segnungen genieße ich nun:
dies ist die Frucht der frischen Ernte.

136.

Seit hunderttausend Äonen jene Gabe,
die ich damals dargebracht -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht der frischen Ernte.

137.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

138.

Wahrlich willkommen war mir … usw. … des Buddha Weisung ist erfüllt.

139.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sucintita diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sucintita, das achte.
9. Apadāna des Thera Sovaṇṇakiṅkaṇiya

140.

Im Vertrauen aufgebrochen,
trat ich in die Hauslosigkeit ein;
Ein Träger von Rindenbast war ich,
der Askese hingegeben.

141.

Doch der Erhabene, Atthadassī,
der Älteste der Welt, Stier unter den Menschen -
er entstand in jener Zeit
und führte die große Menge hinüber.

142.

Meine Kraft war durch schwere Krankheit erschöpft;
indem ich des höchsten Buddha gedachte,
errichtete ich am Sandgestade
einen erhabenen Thūpa.

143.

Mit freudigem Herzen schüttete ich
mit eigener Hand darüber hin -
Blüten von goldenen Glöckchen;
erhobenen Sinnes war ich dabei.

144.

Als wäre es dem Vollerwachten selbst gegenüber,
pflegte ich den Thūpa ehrend;
durch diese innere Heiterkeit
gegenüber Atthadassī, dem Unerschütterlichen -

145.

zur Götterwelt gegangen,
gewann ich weitreichendes Glück;
von goldener Farbe war ich dort:
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

146.

Achtzig Koṭī Frauen,
mit Schmuck gezieret -
stehen mir allezeit bei:
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

147.

Sechzigtausend Musikinstrumente,
Pauken und Handtrommeln,
Muscheltrompeten und Becken -
und Kesselpauken erklingen dort in sanftem Hall.

148.

Vierundachtzigtausend Elefanten,
mit Schmuck gezieret -
dreifach gezeichnete Großelefanten,
Herren des Waldes, sechzigjährig.

149.

Mit goldenen Netzen überspannt,
treten sie mir zu Diensten;
an Stärke und an Elefantenmacht
mangelt es mir nicht.

150.

Die Frucht der Sovaṇṇakiṅkaṇī-Blüten
koste ich aus:
Achtundfünfzigmal
ließ ich Götterherrschaft walten.

151.

Einundsiebzigmal war ich
ein Weltenherrscher;
hundertfache Herrschaft über die Erde
ließ ich über das Land walten.

152.

Nun habe ich das Todlose erlangt,
das Ungestaltete, schwer zu Schauende;
mit aufgelösten Fesseln -
es gibt kein Wiederwerden mehr.

153.

In achtzehnhundert Äonen,
seit ich jene Blüte dargebracht -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

154.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

155.

Wahrlich willkommen war mir … usw. … des Buddha Weisung ist erfüllt.

156.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sovaṇṇakiṅkaṇiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sovaṇṇakiṅkaṇiya, das neunte.
10. Apadāna des Thera Soṇṇakontarika

157.

Den Buddha, würdig der Herzensbildung,
selbst gezähmt und gesammelt,
wandelnd auf dem Brahma-Pfad,
ergötzt an der Stille des Geistes -

158.

den Vollerwachten, der den Strom überschritten,
den meditierenden Muni, der im Jhāna wohnt,
der nahend herangetreten war,
strahlend wie ein Blatt der blauen Lotusblüte -

159.

einen Wasser-Flaschenkürbis in den Händen,
trat ich an den höchsten Buddha heran;
des Buddha Füße abgewaschen,
überreichte ich ihm den Kürbis als Gabe.

160.

Der Vollerwachte, Padumuttara mit Namen, gebot mir:
„Nimm mit diesem Behälter Wasser und stelle es mir zu Füßen."

161.

Aus Ehrerbietung gegenüber dem Lehrer stimmte ich zu: „So sei es" -
und trat, eine Kürbisflasche mit Wasser nehmend, zum erhabensten Buddha heran.

162.

Der große Held stimmte freudig zu, meinen Geist erfrischend:
„Durch diese Gabe einer Kürbisflasche möge dein Vorhaben gedeihen."

163.

Fünfzehn Äonen lang erfreute ich mich in der Götterwelt;
dreißigmal war ich König, ein Weltenherrscher.

164.

Ob ich bei Tag oder bei Nacht schreite oder stehe -
ein goldener Wasserbehälter bleibt stets vor mir.

165.

Weil ich dem Buddha eine Kürbisflasche darreichte, empfange ich den goldenen Behälter;
auch eine geringe Tat trägt reiche Frucht bei solchen wie ihm.

166.

Hunderttausend Äonen - was ich damals an Kürbisflasche gab -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Kürbisflasche.

167.

Meine Triebflüsse sind verbrannt … ich lebe triebversiegt.

168.

Wahrlich, willkommen war mir … die Lehre des Buddha ist erfüllt.

169.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Lehre des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Soṇṇakontarika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Soṇṇakontarika ist das zehnte.
Der Sakiṃsammajaka-Vagga ist der dreiundvierzigste.
Dessen Zusammenfassung:
Sakiṃsammajjaka Thera, Ekadussī, Ekāsanī,
Kadamba- und Koraṇḍaka-Geber, und auch Ghataassavanika.
Sucintika, Kiṅkaṇika, und auch Soṇṇakontarika -
einhundert und einundsiebzig Verse sind hier enthalten.
44. Ekavihāri-Vagga
1. Apadāna des Thera Ekavihārika

1.

In diesem gesegneten Äon entstand der Brahmanenverwandte von großem Ruhm,
Kassapa nach seinem Geschlecht, der Beste unter den Sprechenden.

2.

Ohne Umschweife, ohne Stützpunkt, mit einem Geist gleich dem Äther,
oft in der Leerheit verweilend, jener Gleichmütige, vertieft in das Zeichenlose.

3.

Ungebunden im Geist, makellos, unberührt in Familie und Gemeinschaft -
großmütig, kühn, kundig in Disziplin und Geschick.

4.

Eifrig tätig für das Wohl anderer, belehrend samt den Göttern
den Weg, der zum Nibbāna führt, den Pfad, der den Sumpf austrocknet -

5.

das Unsterbliche von höchstem Wohlgeschmack, das Abwehren von Alter und Tod -
inmitten großer Versammlung saß er, der Retter der Welt.

6.

Wie der Ruf des Karavīka-Vogels ist die Stimme des Nātho, der Tathāgata mit Brahma-Klang,
der die Verirrten und Führerlosen aus tiefem Elend heraushebt.

7.

Den reinen Dhamma verkündend - so erblickte ich den Weltenführer;
nachdem ich seinen Dhamma gehört hatte, trat ich aus dem Haus in die Hauslosigkeit aus.

8.

Nachdem ich so ausgetreten war, sann ich über die Lehre des Siegers nach
und weilte allein in einem lieblichen Wald, bedrängt von sozialer Verstrickung.

9.

Die Loslösung von der Persönlichkeitsansicht wurde mir zur Ursache;
dem Geist, der sich zurückzog, zeigte sich die Gefahr der Zerstreuung.

10.

Meine Triebflüsse sind verbrannt, alle Existenzen sind ausgerissen;
wie ein Elefant, der seine Fessel zerbricht, lebe ich triebversiegt.

11.

Wahrlich willkommen war mir das Nahen zu meinem Buddha;
die drei Wissensarten sind erlangt, die Lehre des Buddha ist erfüllt.

12.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā sind verwirklicht - die Lehre des Buddha ist erfüllt."
So sprach der ehrwürdige Thera Ekavihārika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekavihārika ist das erste.
2. Apadāna des Thera Ekasaṅkhiya

13.

Beim Bhagavā Vipassī war ein großes Bodhi-Fest;
viele Menschen kamen zusammen und verehrten den erhabensten Bodhi-Baum.

14.

„Wahrlich nicht gering, so meine ich, wird jener erhabenste Buddha sein,
dessen Bodhi-Baum so verehrenswürdig ist, des Lehrers."

15.

Daraufhin nahm ich eine Muschel und trat zum Bodhi-Baum heran,
blies den ganzen Tag und ehrte den erhabensten Bodhi-Baum.

16.

Die in der Nähe vollbrachte Tat ließ mich die Götterwelt erreichen;
mein Körper fiel dahin - ich erfreue mich in der Götterwelt.

17.

Sechzigtausend Musikgruppen, froh, begeistert und hochgestimmt,
warten mir stets auf - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

18.

Vor einundsiebzig Äonen war ich ein König namens Sudassana,
Herrscher an den vier Grenzen, Gebieter über das Jambu-Rund.

19.

Darüber hinaus umringen mich stets hundertgliedrige Musikkapellen -
ich genieße die Früchte meiner eigenen Tat: dies ist die Frucht des Aufwartens.

20.

In welche Existenz ich auch wiedergeboren werde, göttlich oder menschlich -
selbst wenn ich noch im Mutterschoß liege, erklingen stets Trommeln.

21.

Nachdem ich dem Vollerwachten aufgewartet und die Erfüllung genossen hatte,
das Heilvolle, das Glückselige, das Unsterbliche -
so habe ich das unerschütterliche Ziel erlangt.

22.

Einundneunzig Äonen zurück war es die Tat, die ich damals vollbrachte;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

23.

Meine Befleckungen sind verbrannt … ich lebe triebversiegt.

24.

Wahrhaftig willkommen war mir … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

25.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekasaṅkhiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekasaṅkhiya - das zweite.
3. Apadāna des Thera Pāṭihīrasaññaka

26.

Padumuttara mit Namen - der Siegreiche, Empfänger der Opfergaben -
zog damals in die Stadt ein, gefolgt von hunderttausend Asketen.

27.

Als er, der Stille, der Unerschütterliche, in die Stadt einzog,
leuchteten die Juwelen auf, und sogleich erhob sich ein Getöse.

28.

Durch die Wirkmacht des Buddha erklangen Trommeln, von Blitzen erschüttert;
von selbst erhoben die Lauten ihre Stimme, als der Buddha die Stadt betrat.

29.

Ich verehrte den Erhabensten unter den Buddhas, den großen Muni Padumuttara;
als ich das Wunder erblickte, reinigte ich dort meinen Geist.

30.

O wundersam der Buddha! O wundersam der Dhamma!
O wundersam die Vollkommenheit unseres Lehrers!
Selbst leblose Instrumente erhoben von selbst ihre Stimme.

31.

Hunderttausend Äonen zurück war es die Wahrnehmung, die ich damals gewann;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Wahrnehmung des Buddha.

32.

Meine Befleckungen sind verbrannt … ich lebe triebversiegt.

33.

Wahrhaftig willkommen war mir … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

34.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Pāṭihīrasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pāṭihīrasaññaka - das dritte.
4. Apadāna des Thera Ñāṇatthavika

35.

Wie ein leuchtender Kaṇikāra-Baum, wie ein strahlender Leuchtturm,
wie gleißendes Gold - so erblickte ich den Erhabensten unter den Zweifüßlern.

36.

Ich stellte meinen Wasserkrug beiseite, den Bastmantel und den Trinknapf,
legte das Gazellenfell über eine Schulter und pries den Erhabensten unter den Buddhas.

37.

„Du, der du die finstere Dunkelheit zerstreust -
durchwoben vom Netz des Wahns -
indem du das Licht des Wissens zeigst,
hast du die Welt überquert, großer Muni.

38.

Du hebst diese ganze Welt heraus, ausnahmslos und unübertroffen;
für dein Wissen gibt es kein Gleichnis, soweit diese Welt sich erstreckt.

39.

Durch dieses Wissen heißt er der Allwissende - so wird der Buddha gepriesen;
ich verneige mich vor dir, großer Held, allwissend und ungehindert."

40.

Hunderttausend Äonen zurück pries ich den Erhabensten unter den Buddhas;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht des Lobpreises auf das Wissen.

41.

Meine Befleckungen sind verbrannt … ich lebe triebversiegt.

42.

Wahrhaftig willkommen war mir … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

43.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ñāṇatthavika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ñāṇatthavika - das vierte.
5. Apadāna des Thera Ucchukhaṇḍika

44.

In der Stadt Bandhumatī war ich einst Torwächter;
da erblickte ich den fleckenlosen Buddha, den das Jenseits aller Dhammas Erreichten.

45.

Ein Stück Zuckerrohr nahm ich und gab es dem Erhabensten unter den Buddhas -
mit geklärtem Geist und freudigem Herzen dem großen Seher Vipassī.

46.

Einundneunzig Äonen zurück gab ich damals das Zuckerrohr;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht des Zuckerrohrstückes.

47.

Meine Befleckungen sind verbrannt … ich lebe triebversiegt.

48.

Wahrhaftig willkommen war mir … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

49.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ucchukhaṇḍika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ucchukhaṇḍika - das fünfte.
6. Apadāna des Thera Kaḷambadāyaka

50.

Der Vollerwachte namens Romasa weilte inmitten der Berge;
voll Vertrauen gab ich ihm mit eigenen Händen Kaḷamba.

51.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich jene Gabe;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Kaḷamba-Gabe.

52.

Meine Befleckungen sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

53.

Willkommen war mir wahrlich … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

54.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kaḷambadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kaḷambadāyaka, das sechste.
7. Apadāna des Thera Ambāṭakadāyaka

55.

Im Walde sah ich den Buddha, den Selbst-Erwachten, den Unbesiegten;
eine Ambāṭaka-Frucht nehmend
gab ich sie dem Selbst-Erwachten.

56.

Vor einunddreißig Äonen gab ich jene Frucht;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

57.

Meine Befleckungen sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

58.

Willkommen war mir wahrlich … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

59.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ambāṭakadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ambāṭakadāyaka, das siebte.
8. Apadāna des Thera Harītakadāyaka

60.

Harītaka, Āmalaka,
Ambā, Jambū, Vibhītaka,
Kola, Bhallātaka, Billa -
diese trug ich selbst herbei.

61.

Ich sah den Weisen, der im Felsenschutz weilte,
versunken in Jhāna, dem Jhāna ergeben,
von Krankheit gepeinigt -
den großen Weisen, der ohne Begleiter war.

62.

Eine Harītaka-Frucht nehmend
gab ich sie dem Selbst-Erwachten;
kaum hatte er die Arznei genossen,
da ließ die Krankheit sogleich nach.

63.

Der Buddha, frei von Qual,
freute sich mit mir mit:
„Durch diese Gabe von Arznei
und durch das Nachlassen der Krankheit -

64.

mögest du, ob als Göttergeborener oder als Mensch,
ob in dieser oder in einer anderen Geburtsform,
überall beglückt sein,
und Krankheit möge dich nicht treffen."

65.

Dies sprechend stieg der Vollerwachte,
der Selbst-Erwachte, der Unbesiegte,
der Weise, empor in den Himmel,
gleich dem Königsschwan im Luftraum.

66.

Seit jenem Tag, da die Harītaka-Frucht
dem großen Weisen, dem Selbst-Erwachten, gegeben ward,
ist mir von jener Geburt an
keine Krankheit mehr widerfahren.

67.

Dies ist meine letzte, meine allerletzte Existenz;
die drei Wissenskräfte sind verwirklicht,
das Gebot des Buddha ist erfüllt.

68.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich jene Arznei;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Arzneigabe.

69.

Meine Befleckungen sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

70.

Willkommen war mir wahrlich … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

71.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Harītakadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Harītakadāyaka, das achte.
9. Apadāna des Thera Ambapiṇḍiya

72.

Einst war ich ein Elefantenkönig,
mit elfenbeinenen Stoßzähnen, hochgewachsen;
durch den großen Wald streifend
erblickte ich den Führer der Welt.

73.

Eine Handvoll Mangos nehmend
gab ich sie dem Meister;
der große Held empfing sie,
Siddhatta, der Weltführer.

74.

Während ich kontemplierend dasaß und ihn betrachtete,
aß der Siegreiche damals;
das Herz darin heiternd
ward ich in Tusita wiedergeboren.

75.

Von dort herabgestiegen
wurde ich ein Weltenherrscher;
eben durch diesen Weg
genoß ich Vollkommenheit um Vollkommenheit.

76.

Beharrlich in der Bemühung,
still, ohne Anhaftung bin ich nun;
alle Triebflüsse vollständig erkennend
weile ich triebversiegt.

77.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich jene Frucht;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

78.

Meine Befleckungen sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

79.

Willkommen war mir wahrlich … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

80.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ambapiṇḍiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ambapiṇḍiya, das neunte.
10. Apadāna des Thera Ambaphaliya

81.

Als Padumuttara-Buddha, der Weltälteste, der Unerschütterliche,
umherwanderte, um Almosen zu sammeln, da trug ich seinen höchsten Ruhm.

82.

Die erste Frucht nehmend, mit heiterem Herzen,
gab ich sie dem Opferwürdigen, dem Helden, dem Lehrer.

83.

Durch dieses Kamma, o Herr der Zweifüßler, Weltältester, Stier unter den Menschen,
habe ich den unerschütterlichen Stand erlangt, Sieg und Niederlage hinter mir lassend.

84.

Vor hunderttausend Äonen gab ich jene Gabe -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der höchsten Gabe.

85.

Meine Triebe sind verbrannt … ich weile triebversiegt.

86.

Willkommen wahrlich war mir … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

87.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach, wie überliefert wird, der ehrwürdige Thera Ambaphaliyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ambaphaliyo, das zehnte.
Der Ekavihāri-Vagga, der vierundvierzigste.
Dessen Inhaltsangabe:
Der Thera Ekavihārī, Saṅkhiya, Pāṭihīraka,
Thavika, Ucchukhaṇḍī, und der Geber von Kaḷamba-Āmbaṭaka,
Harītaka, Ambapiṇḍī und der Spender von Ambas, der zehnte Wanderer -
sechsundachtzig Verse, von den Weisen gezählt.
45. Vibhītaka-Vagga
1. Apadāna des Thera Vibhītakamiñjiya

1.

Kakusandha, der große Held, der alle Dhammas durchquert hat -
abgeschieden von der Gemeinschaft zog er in die Waldeinsamkeit.

2.

Den Samenkern des Vibhītaka nehmend, reihte ich ihn auf eine Ranke;
der Erhabene weilte in jener Zeit versunken im Jhāna zwischen den Bergen.

3.

Als ich den Gott der Götter erblickte, mit heiterem Herzen,
gab ich dem Opferwürdigen, dem Helden, den Vibhītaka-Samenkern.

4.

Noch in diesem Äon - als ich jenen Kern damals gab -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht des Vibhītaka-Samenkerns.

5.

Meine Triebe sind verbrannt, alle Daseinszustände entwurzelt;
wie ein Elefant, der die Fessel zerbrochen hat, weile ich triebversiegt.

6.

Willkommen wahrlich war mir das Hinzutreten zum Buddha;
die drei Wissen sind erlangt, die Weisung des Buddha ist erfüllt.

7.

Die vier analytischen Erkenntnisse und die acht Vimokkhās,
die sechs Abhiññās sind verwirklicht - die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach, wie überliefert wird, der ehrwürdige Thera Vibhītakamiñjiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Vibhītakamiñjiya, das erste.
2. Apadāna des Thera Koladāyaka

8.

Mit einem Fell bekleidet war ich damals, Rindengewänder tragend;
einen Khārī-Korb füllend, brachte ich Kolafrüchte zu meiner Einsiedelei.

9.

Zu jener Zeit war Sikhī, der Buddha, allein, ohne Begleiter;
er kam zu meiner Einsiedelei, alles und jederzeit wissend.

10.

Mein Herz heiterend, den Wohlpraktizierenden verehrend,
reichte ich mit beiden Händen dem Buddha die Kolafrüchte.

11.

Vor einunddreißig Äonen - als ich jene Frucht damals gab -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Kola-Gabe.

12.

Meine Triebe sind verbrannt … ich weile triebversiegt.

13.

Willkommen wahrlich war mir … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

14.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach, wie überliefert wird, der ehrwürdige Thera Koladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Koladāyaka, das zweite.
3. Apadāna des Thera Billiya

15.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā lag meine wohlgestaltete Einsiedelei,
von Billa-Bäumen umstanden, von mancherlei Bäumen umgeben.

16.

Eine wohlduftende Frucht erblickend, gedachte ich des erhabenen Buddha;
einen Khārī-Korb füllend, frohgestimmt und tief bewegt im Herzen.

17.

Zu Kakusandha hinzutretend, gab ich ihm das Billa-Fruchtfleisch,
dem Helden, dem Verdienstfeld, mit heiterem Herzen.

18.

Noch in diesem Äon - als ich jene Frucht damals gab -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

19.

Meine Triebe sind verbrannt … ich weile triebversiegt.

20.

Willkommen wahrlich war mir … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

21.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach, wie überliefert wird, der ehrwürdige Thera Billiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Billiya, das dritte.
4. Apadāna des Thera Bhallātadāyaka

22.

Den Vollerwachten von goldener Farbe, mit den zweiunddreißig Glückszeichen versehen,
am Waldesrand daherschreitend wie einen blühenden Śāla-König -

23.

ein Graslager bereitend, bat ich den erhabenen Buddha:
„Der Buddha möge Mitleid mit mir haben - ich möchte Almosen geben."

24.

Voller Mitgefühl, voller Erbarmen, den Nutzen schauend, von großem Ruhm -
er erkannte mein Sinnen und stieg herab zu meiner Einsiedelei.

25.

Herabgestiegen setzte sich der Vollerwachte auf eine Unterlage aus Blättern;
eine Bhallātaka-Frucht nehmend, gab ich sie wahrhaftig dem Erhabensten der Buddhas.

26.

Während ich noch betrachtend versunken war, nahm der Jina sie an;
mein Herz darin zur Heiterkeit geklärt, verneigte ich mich tief vor dem Jina.

27.

Achthundert Äonen liegt es zurück, dass ich jene Frucht darbrachte -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

28.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile triebversiegt.

29.

Wahrlich willkommen war mir … die Weisung des Buddha ist vollbracht.

30.

Die vier Paṭisambhidā … die Weisung des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Bhallātadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Bhallātadāyaka, das vierte.
5. Apadāna des Thera Uttalipupphiya

31.

An einem Nigrodha-Baum, grün leuchtend, hoch emporgewachsen,
hob ich einen Uttali-Blütenkranz empor und bot ihn dem Bodhi-Baum dar.

32.

Noch in diesem Äon, als ich den Bodhi so verehrte -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Bodhi-Verehrung.

33.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile triebversiegt.

34.

Wahrlich willkommen war mir … die Weisung des Buddha ist vollbracht.

35.

Die vier Paṭisambhidā … die Weisung des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Uttalipupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Uttalipupphiya, das fünfte.
6. Apadāna des Thera Ambāṭakiya

36.

In einen herrlich blühenden Sāla-Hain eintretend, verweilte der Weise Vessabhū
in bergigen Schluchten, wie ein Kesarī-Löwe in seinem Element.

37.

Heiter im Herzen, freudig gestimmt, brachte ich ihm eine Ambāṭaka-Frucht dar -
dem unübertrefflichen Feld des Verdienstes, in heiterer Andacht mit eigenen Händen.

38.

Einunddreißig Äonen liegt es zurück, dass ich jene Frucht darbrachte -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

39.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile triebversiegt.

40.

Wahrlich willkommen war mir … die Weisung des Buddha ist vollbracht.

41.

Die vier Paṭisambhidā … die Weisung des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Ambāṭakiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ambāṭakiya, das sechste.
7. Apadāna des Thera Sīhāsanika

42.

Dem Erhabenen Padumuttara, der das Wohl aller Wesen sucht,
heiter im Herzen, freudig gestimmt, gab ich wahrhaftig einen Löwenthron.

43.

In der Götterwelt oder unter Menschen, wo immer ich auch weile -
ich erlange weitstrahlenden Glanz: dies ist die Frucht des Löwenthrons.

44.

Aus Gold, aus Silber, aus rotem Kupfer, viele,
aus Edelsteinen gefügte Ruhebetten entstehen mir stets.

45.

Einen Thron beim Bodhi-Baum zu errichten für den Ungebeugten mit dem Lotuszeichen -
in hohem Geschlecht werde ich geboren: o wie herrlich ist die Dhamma-Trefflichkeit!

46.

Vor hunderttausend Äonen errichtete ich wahrhaftig jenen Löwenthron -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht des Löwenthrons.

47.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile triebversiegt.

48.

Wahrlich willkommen war mir … die Weisung des Buddha ist vollbracht.

49.

Die vier Paṭisambhidā … die Weisung des Buddha ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Sīhāsanika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sīhāsanika, das siebte.
8. Apadāna des Thera Pādapīṭhiya

50.

Der Vollerwachte namens Sumedha, der erhabenste, erbarmungsvolle Weise -
er hatte viele Wesen hinübergeführt und trat in Nibbāna ein, von großem Ruhm.

51.

In der Nähe des Löwenthrons des großen Weisen Sumedha,
heiter im Herzen, freudig gestimmt, ließ ich einen Fußschemel anfertigen.

52.

Jenes heilsame Kamma vollbracht - reif in Glück, aufgehend in Glück -
von heilsamem Kamma begleitet, gelangte ich nach Tāvatiṃsa.

53.

Dort, während ich verweilte, mit heilsamem Kamma ausgestattet,
wurden mir, wenn ich meine Schritte hob, goldene Schemel zuteil.

54.

Ein Gewinn für sie, wahrhaft gut erlangt -
wer dem Erlöschten zuhört,
Ehrerbietung erweist dem Eingekehrten,
der erlangt ausgedehntes Glück.

55.

Auch durch mich wurde heilsames Kamma gewirkt,
ein Handel wohlbedacht und recht vollbracht;
nachdem ich ein Fußgestell gefertigt hatte,
erlange ich nun einen goldenen Sitz.

56.

In welche Himmelsrichtung ich auch aufbreche,
aus welchem Grunde auch immer,
schreite ich auf goldenem Sitz -
dies ist die Frucht des verdienstlichen Kammas.

57.

Vor dreißigtausend Äonen wirkte ich jenes Kamma;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht des Fußgestells.

58.

Die Kilesā wurden in mir verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegt.

59.

Willkommen war mir wahrlich … (usw.) … vollbracht ist des Buddha Weisung.

60.

Die vier Paṭisambhidā … (usw.) … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Pādapīṭhiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pādapīṭhiya, das achte.
9. Apadāna des Thera Vedikāraka

61.

Zu Füßen des Bodhi-Baumes des Erhabenen Padumuttara,
des Höchsten unter den Zweifüßigen,
fertigte ich ein wohl gearbeitetes Geländer
und läuterte meinen eigenen Geist.

62.

Kostbare Güter, verfertigt und unverfertigt,
strömen herab aus dem Luftraum -
dies ist die Frucht des Geländers.

63.

Im beidseitig aufgereihten Schlachtgetümmel,
vorwärtsstürmend im Schrecklichen,
sehe ich keine Furcht und kein Grauen -
dies ist die Frucht des Geländers.

64.

Meine Gedanken vorauserkennend
wird aus dem Brahma-Bereich das Schöne erschaffen;
Ruhestätten von hohem Wert -
dies ist die Frucht des Geländers.

65.

Vor hunderttausend Äonen ließ ich jenes Geländer errichten;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht des Geländers.

66.

Die Kilesā wurden in mir verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegt.

67.

Willkommen war mir wahrlich … (usw.) … vollbracht ist des Buddha Weisung.

68.

Die vier Paṭisambhidā … (usw.) … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Vedikāraka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Vedikāraka, das neunte.
10. Apadāna des Thera Bodhigharadāyaka

69.

Dem Erhabenen Siddhattha, dem Herrn der Zweifüßigen, dem Unerschütterlichen,
in heiterem Geist und frohem Herzen
erbaute ich ein Bodhi-Haus.

70.

Im Tusita-Reich bin ich wiedergeboren,
ich weile in einem Juwelen-Haus;
weder Kälte noch Hitze berührt mich,
kein Wind streift meinen Leib.

71.

Vor fünfundsechzig Äonen war ich ein Weltenherrscher;
eine Stadt namens Kāsika
wurde durch Vissakamma erbaut.

72.

Zehn Yojana in der Länge,
acht Yojana in der Breite -
in jener Stadt gab es kein Holz,
keine Ranke, keinen Lehm.

73.

Ein Yojana in der Quere,
ein halbes Yojana in der Breite -
ein Palast namens Maṅgala,
durch Vissakamma errichtet.

74.

Vierundachtzigtausend Säulen
waren aus Gold gefertigt;
die Zinnen aus Juwelen,
das Dach aus Silber.

75.

Ein ganz aus Gold erbautes Haus,
durch Vissakamma errichtet -
von mir bewohnt ward dieses:
dies ist die Frucht des Hausgeschenkes.

76.

Nachdem ich all das genossen hatte
in göttlichen und menschlichen Daseinen,
habe ich Nibbāna erreicht,
den Friedensort, den unübertrefflichen.

77.

Vor dreißigtausend Äonen erbaute ich das Bodhi-Haus;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht des Hausgeschenkes.

78.

Die Kilesā wurden in mir verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegt.

79.

Willkommen war mir wahrlich … (usw.) … vollbracht ist des Buddha Weisung.

80.

Die vier Paṭisambhidā … (usw.) … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Bodhigharadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Bodhigharadāyaka, das zehnte.
Der Vibhītaka-Vagga, der fünfundvierzigste.
46. Jagatidāyaka-Vagga
1. Apadāna des Thera Jagatidāyaka

1.

Zu Füßen des Bodhi-Baumes des Weisen Dhammadassi,
in heiterem Geist und frohem Herzen,
ließ ich ein Bodenpflaster errichten.

2.

Ob ich von einer Kluft falle, von einem Berg
oder von einem Baum herabstürze -
beim Aufprall finde ich festen Halt:
dies ist die Frucht des Bodenpflasters.

3.

Räuber bedrängen mich nicht,
Khattiyā verachten mich nicht;
alle Feinde überwinde ich -
dies ist die Frucht des Bodenpflasters.

4.

In welche Geburt ich auch eintreten mag, göttlich oder menschlich -
überall werde ich verehrt: dies ist die Frucht des Bodenbelag-Schenkens.

5.

Eintausendachthundert Äonen lang ließ ich Bodenbeläge legen;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Bodenbelag-Schenkens.

6.

Meine Kilesā sind verbrannt, alle Existenzen ausgerissen;
wie ein Elefant, der seine Fesseln gesprengt hat, weile ich triebversiegt.

7.

Willkommen war mir wahrhaftig die Nähe meines Buddha -
die drei Wissensformen sind erlangt, des Buddha Weisung ist vollbracht.

8.

Die vier analytischen Erkenntnisse, dazu die acht Vimokkhā -
die sechs Abhiññās sind verwirklicht, des Buddha Weisung ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Jagatidāyaka diese Verse.

9.

Eine Pfauenfeder nehmend trat ich zum Führer der Welt heran;
mit heiterem Herzen, freudig gesinnt, schenkte ich die Pfauenfeder.

10.

Durch diese Pfauenfeder und durch Absicht und Entschlossenheit
sind die drei Feuer erloschen - ich erlange weitreichendes Glück.

11.

Oh der Buddha! Oh der Dhamma! Oh die Vollkommenheit unseres Lehrers!
Indem ich die Pfauenfeder schenkte, erlange ich weitreichendes Glück.

12.

Die drei Feuer sind mir erloschen, alle Existenzen ausgerissen;
alle Triebflüsse sind versiegt - kein Wiederwerden gibt es nun mehr.

13.

Einunddreißig Äonen zurück, was ich damals als Gabe gegeben -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Pfauenfeder.

14.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile triebversiegt.

15.

Willkommen war mir wahrhaftig … des Buddha Weisung ist vollbracht.

16.

Die vier analytischen Erkenntnisse … des Buddha Weisung ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Morahatthiya diese Verse.

17.

Dem Bhagavā Tissa verneigte ich mich vor dem Bodhi-Baum;
dort einen Schössling emporhebend, pflanzte ich ihn als Samen des Löwenthrons.

18.

Zweiundneunzig Äonen zurück pflanzte ich diesen Samen;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Samen-Pflanzens.

19.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile triebversiegt.

20.

Willkommen war mir wahrhaftig … des Buddha Weisung ist vollbracht.

21.

Die vier analytischen Erkenntnisse … des Buddha Weisung ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Sīhāsanabījiya diese Verse.

22.

Beim vortrefflichsten Stammbaum des Bodhi des Buddha Padumuttara
hielt ich mit heiterem Herzen, freudig gesinnt, drei Fackeln empor.

23.

Hunderttausend Äonen zurück trug ich diese Fackeln;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Fackel-Schenkens.

24.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile triebversiegt.

25.

Willkommen war mir wahrhaftig … des Buddha Weisung ist vollbracht.

26.

Die vier analytischen Erkenntnisse … des Buddha Weisung ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Tiṇukkadhāriya diese Verse.

27.

Dem weisen Kakusandha, dem das heilige Leben Vollendenden,
der zum Tagesaufenthalt aufbrach, schenkte ich eine Fußmatte.

28.

Noch in diesem selben Kappa, was ich damals als Gabe gegeben -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Fußmatte.

29.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile triebversiegt.

30.

Willkommen war mir wahrhaftig … des Buddha Weisung ist vollbracht.

31.

Die vier analytischen Erkenntnisse … des Buddha Weisung ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Akkamanadāyaka diese Verse.

32.

Dem Bhagavā Siddhattha, dem Ältesten der Welt, dem Unerschütterlichen,
nahm ich einen Wald-Koraṇḍa und brachte ihn dem Buddha dar.

33.

Vierundneunzig Äonen zurück - welche Blüte ich dargebracht -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

34.

Meine Befleckungen sind verbrannt… usw. … ich weile triebfrei.

35.

Willkommen wahrlich war mir… usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.

36.

Die vier analytischen Erkenntnisse… usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Vanakoraṇḍiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Vanakoraṇḍiya ist das sechste.
Der zwanzigste Abschnitt des Vortrags.
7. Apadāna des Thera Ekachattiyo

37.

Die Erde war wie glühende Kohlen, der Boden von Asche durchdrungen;
Der Erhabene Padumuttara wandelte im Freien umher.

38.

Einen weißen Schirm in der Hand haltend, zog ich meines Weges;
Als ich dort den Vollerwachten erblickte, entstand in mir Freude.

39.

Vom Flimmern der Sonnenstrahlen war die Erde bedeckt, gleich einem Glutfeld der Boden;
Starke Winde wehten, dem Körper Ungemach bereitend.

40.

Abwehrend Kälte und Hitze, schützend vor Wind und Sonnenbrand -
Nimm diesen Schirm an, damit du Erfrischung verspürst.

41.

Mitfühlend und voll Erbarmen, Padumuttara von großem Ruhm -
Den Gedanken meines Herzens erkennend, nahm ihn damals der Jina entgegen.

42.

Dreißig Äonen lang war ich Götterkönig, herrschte über das Götterreich;
Und fünfhundertmal war ich ein Weltenherrscher.

43.

Die Teilherrschaft, die gewaltige, genieße ich zahllos ohne Maß -
So ernte ich mein eigenes Kamma, das ich einst selbst heilsam gewirkt.

44.

Dies ist meine letzte Geburt, der allerletzte Daseinslauf vollzieht sich;
Noch heute wird mir stets der weiße Schirm getragen, zu jeder Zeit.

45.

Vor hunderttausend Äonen gab ich damals jenen Schirm -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: Dies ist die Frucht der Schirmspende.

46.

Meine Befleckungen sind verbrannt… usw. … ich weile triebfrei.

47.

Willkommen wahrlich war mir… usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.

48.

Die vier analytischen Erkenntnisse… usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Ekachattiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ekachattiyo ist das siebte.
8. Apadāna des Thera Jātipupphiya

49.

Als der Erhabene Padumuttara von großem Ruhm vollständig erloschen war,
Fertigte ich einen Blumenkranz und legte ihn auf den Leichnam.

50.

Den Geist dort geheitert und beruhigt, gelangte ich in die Welt der Nimmānaratī;
In die Götterwelt eingegangen, gedenke ich des heilsamen Kammas.

51.

Aus dem Äther regnet es mir Blumen, zu jeder Zeit unaufhörlich;
Wenn ich unter Menschen wandere, bin ich ein König von großem Ruhm.

52.

Dort ergießt sich mir ein Blumenregen stets und allezeit herab -
Durch die Kraft eben jener Blumenverehrung, als Ehrung des Allsehenden.

53.

Dies ist mein letzter Daseinslauf, der allerletzte vollzieht sich;
Noch heute ergießt sich mir ein Blumenregen stets und allezeit.

54.

Vor hunderttausend Äonen legte ich damals jene Blume dar -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: Dies ist die Frucht der Leibesverehrung.

55.

Meine Befleckungen sind verbrannt… usw. … ich weile triebfrei.

56.

Willkommen wahrlich war mir… usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.

57.

Die vier analytischen Erkenntnisse… usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Jātipupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Jātipupphiya ist das achte.
9. Apadāna des Thera Paṭṭipupphiya

58.

Als der Leichnam hinausgetragen wurde und die Trommeln erschallten,
Verehrte ich mit heiterem und freudigem Geist die Paṭṭi-Blume.

59.

Vor hunderttausend Äonen verehrte ich damals jene Blume -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: Dies ist die Frucht der Leibesverehrung.

60.

Meine Befleckungen sind verbrannt… usw. … ich weile triebfrei.

61.

Willkommen wahrlich war mir… usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.

62.

Die vier analytischen Erkenntnisse… usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Paṭṭipupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Paṭṭipupphiya ist das neunte.
10. Apadāna des Thera Gandhapūjaka

63.

Als Scheiterhaufen errichtet wurden und vielerlei Düfte zusammengebracht -
Verehrte ich mit heiterem und freudigem Geist eine Handvoll Wohlgeruch.

64.

Vor hunderttausend Äonen verehrte ich den Scheiterhaufen des Yama;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Scheiterhaufen-Verehrung.

65.

Meine Befleckungen sind verbrannt … alle Existenzen ausgerissen;
Wie ein Elefant, der die Fessel zerbrochen, weile ich triebversiegt.

66.

Willkommen war mir wahrlich … beim Erhabenen, meinem Buddha;
Die drei Wissen sind erlangt, erfüllt ist des Buddha Weisung.

67.

Die vier analytischen Erkenntnisse … acht Vimokkhā;
Sechs Abhiññās verwirklicht - erfüllt ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Gandhapūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Gandhapūjaka ist das zehnte.
Der Jagatidāyaka-Vagga ist der sechsundvierzigste.
Sein Inhaltsverzeichnis:
Jagatī, Morāhatthī, Āsanī, Ukkadhāraka,
Akkami, Vanakoraṇḍi, Chattada, Jātipūjaka,
der Thera Paṭṭipupphī und als zehnter Gandhapūjaka -
siebenundsechzig Strophen sind es, gezählt von den Kundigen.
47. Sālakusumiya-Vagga

1.

Als der Erhabene vollständig erloschen war, Jalajuttama mit Namen,
und der Scheiterhaufen errichtet worden war, verehrte ich ihn mit Sāla-Blüten.

2.

Vor hunderttausend Äonen brachte ich jene Blüte dar;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Scheiterhaufen-Verehrung.

3.

Meine Befleckungen sind verbrannt, alle Existenzen ausgerissen;
Wie ein Elefant, der die Fessel zerbrochen, weile ich triebversiegt.

4.

Willkommen war mir wahrlich das Nahen zu meinem Buddha;
Die drei Wissen sind erlangt, erfüllt ist des Buddha Weisung.

5.

Die vier analytischen Erkenntnisse und die acht Vimokkhā;
Sechs Abhiññās verwirklicht - erfüllt ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Sālakusumiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sālakusumiyo ist das erste.

6.

Als der Erhabene Sikhi, der Weltverwandte, in Flammen stand,
legte ich acht Campaka-Blüten auf den Scheiterhaufen.

7.

Vor einunddreißig Äonen brachte ich jene Blüte dar;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Scheiterhaufen-Verehrung.

8.

Meine Befleckungen sind verbrannt … alle Existenzen ausgerissen;
Wie ein Elefant, der die Fessel zerbrochen, weile ich triebversiegt.

9.

Willkommen war mir wahrlich … beim Erhabenen, meinem Buddha;
Die drei Wissen sind erlangt, erfüllt ist des Buddha Weisung.

10.

Die vier analytischen Erkenntnisse … acht Vimokkhā;
Sechs Abhiññās verwirklicht - erfüllt ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Citakapūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Citakapūjaka ist das zweite.

11.

Als der Körper des großen Weisen Vessabhū verbrannte,
nahm ich Wohlgeruch-Wasser und löschte den Scheiterhaufen.

12.

Vor einunddreißig Äonen löschte ich jenen Scheiterhaufen;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Wohlgeruch-Wassers.

13.

Meine Befleckungen sind verbrannt … alle Existenzen ausgerissen;
Wie ein Elefant, der die Fessel zerbrochen, weile ich triebversiegt.

14.

Willkommen war mir wahrlich … beim Erhabenen, meinem Buddha;
Die drei Wissen sind erlangt, erfüllt ist des Buddha Weisung.

15.

Die vier analytischen Erkenntnisse … acht Vimokkhā;
Sechs Abhiññās verwirklicht - erfüllt ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Citakanibbāpaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Citakanibbāpaka ist das dritte.

16.

Dem Erhabenen Vipassī, der auf dem Wandelgang schritt,
ließ ich mit heiterem Herzen, freudig gestimmt, in seiner Gegenwart eine Brücke errichten.

17.

Vor einundneunzig Äonen ließ ich jene Brücke errichten;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Brücken-Schenkung.

18.

Meine Befleckungen sind verbrannt … alle Existenzen ausgerissen;
Wie ein Elefant, der die Fessel zerbrochen, weile ich triebversiegt.

19.

Willkommen war mir wahrlich … beim Erhabenen, meinem Buddha;
Die drei Wissen sind erlangt, erfüllt ist des Buddha Weisung.

20.

Die vier analytischen Erkenntnisse … acht Vimokkhā;
Sechs Abhiññās verwirklicht - erfüllt ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Setudāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Setudāyaka ist das vierte.

21.

Dem Erhabenen Siddhattha schenkte ich einen Tālavanta-Fächer,
mit Sumana-Blüten bedeckt - ihm, der von großem Ruhm ist.

22.

Vor vierundneunzig Äonen schenkte ich jenen Tālavanta-Fächer;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Tālavanta-Fächers.

23.

Meine Befleckungen sind verbrannt … alle Existenzen ausgerissen;
Wie ein Elefant, der die Fessel zerbrochen, weile ich triebversiegt.

24.

Willkommen war mir wahrlich … beim Erhabenen, meinem Buddha;
Die drei Wissen sind erlangt, erfüllt ist des Buddha Weisung.

25.

Die vier analytischen Erkenntnisse … acht Vimokkhā;
Sechs Abhiññās verwirklicht - erfüllt ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Sumanatālavaṇṭiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sumanatālavaṇṭiya ist das fünfte.

26.

Sataraṃsī war der Name des Erhabenen, der Selbst-Erwachte, der Unbesiegte;
der Vollkommen Erwachte, der Abgeschiedenheit liebte, trat heraus zum Almosengang.

27.

Mit Früchten in den Händen sah ich ihn und näherte mich dem Stier unter den Menschen;
Mit heiterem Geist und freudigem Herzen gab ich die Avaṭa-Frucht dar.

28.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich jene Frucht damals;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Fruchtspende.

29.

Meine Geistesbefleckungen sind verbrannt … usw. … ich lebe triebversiegt.

30.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … vollbracht ist des Buddha Unterweisung.

31.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … vollbracht ist des Buddha Unterweisung.
So sprach, wie berichtet wird, der ehrwürdige Thera Avaṭaphaliyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Avaṭaphaliyo, das sechste.
7. Apadāna des Thera Labujaphaladāyaka

32.

In der Stadt Bandhumatī war ich damals ein Parkwächter;
Ich sah den makellosen Buddha, der unbehindert seinen Weg ging.

33.

Eine Labuja-Frucht nehmend gab ich sie dem Trefflichsten der Buddhas;
Ruhig im Raum stehend nahm der Hochberühmte sie entgegen.

34.

Freude erweckend für mich, Glück im gegenwärtigen Dasein bringend -
Nachdem ich dem Buddha die Frucht mit vollkommen heiterem Geist gegeben hatte,

35.

Erlangte ich damals tiefe Begeisterung, ausgedehntes, höchstes Glück;
Ein Juwel entsteht mir überall dort, wo ich auch wiedergeboren werde.

36.

Vor einundneunzig Äonen gab ich jene Frucht damals;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Fruchtspende.

37.

Meine Geistesbefleckungen sind verbrannt … usw. … ich lebe triebversiegt.

38.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … vollbracht ist des Buddha Unterweisung.

39.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … vollbracht ist des Buddha Unterweisung.
So sprach, wie berichtet wird, der ehrwürdige Thera Labujaphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Labujaphaladāyaka, das siebte.
8. Apadāna des Thera Pilakkhaphaladāyaka

40.

Im Inneren des Waldes sah ich den Buddha, den das Wahre Schauenden, den Hochberühmten;
Mit heiterem Geist und freudigem Herzen gab ich die Frucht des Pilakkha-Baumes dar.

41.

Vor achtzehenhundert Äonen gab ich jene Frucht damals;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Fruchtspende.

42.

Meine Geistesbefleckungen sind verbrannt … usw. … ich lebe triebversiegt.

43.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … vollbracht ist des Buddha Unterweisung.

44.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … vollbracht ist des Buddha Unterweisung.
So sprach, wie berichtet wird, der ehrwürdige Thera Pilakkhaphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pilakkhaphaladāyaka, das achte.
9. Apadāna des Thera Sayaṃpaṭibhāniya

45.

Wie der Kakudha-Baum in voller Blüte - der Gott der Götter, der Stier unter den Menschen,
Wenn er die Straße entlangschreitet - wer könnte ihn sehen ohne Vertrauen zu fassen?

46.

Der die Finsternis des Unwissens vertreibt, der die vielen Wesen hinüberführt,
Der mit dem Licht des Wissens leuchtet - wer könnte ihn sehen ohne Vertrauen zu fassen?

47.

Den von Hunderttausenden Gefolgsleuten geleiteten Weltführer,
Der die vielen Wesen erhebt - wer könnte ihn sehen ohne Vertrauen zu fassen?

48.

Der die Dhamma-Trommel schlägt, der die Scharen der Andersgläubigen niedertritt,
Der den Löwenruf erschallen lässt - wer könnte ihn sehen ohne Vertrauen zu fassen?

49.

Wann immer aus der Brahma-Welt kommend die Brahmas mit ihrem Gefolge
Tiefgründige Fragen stellen - wer könnte ihn sehen ohne Vertrauen zu fassen?

50.

Den die Götter mit gefalteten Händen verehren und um Hilfe bitten -
Durch ihn erleben sie Verdienst - wer könnte ihn sehen ohne Vertrauen zu fassen?

51.

Wenn alle Menschen zusammenkommen und den Augenträger einladen,
Erschüttert er sich nicht, der Angerufene - wer könnte ihn sehen ohne Vertrauen zu fassen?

52.

Wenn er in die Stadt einzieht und viele Trommeln erschallen,
Wenn betrunkene Elefanten trompeten - wer könnte ihn sehen ohne Vertrauen zu fassen?

53.

Wenn er durch die Straßen geht und alle Glanzerscheinungen stets erstrahlen,
Wenn Erhöhtes und Ebenes gleich werden - wer könnte ihn sehen ohne Vertrauen zu fassen?

54.

Wenn der Buddha spricht, hallt es bis zum Weltkreis hin;
Er macht alle Wesen verständig - wer könnte ihn sehen ohne Vertrauen zu fassen?

55.

Vor hunderttausend Äonen pries ich jenen Buddha;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht des Rühmens.

56.

Meine Geistesbefleckungen sind verbrannt … usw. … ich lebe triebversiegt.

57.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … Die Botschaft des Buddha ist erfüllt.

58.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … Die Botschaft des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sayampaṭibhāniyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sayampaṭibhāniyo ist das neunte.
10. Das Apadāna des Thera Nimittabyākaraṇiyo

59.

Eingedrungen in den Himalaya, lehrte ich dort die heiligen Texte;
Vierundfünfzigtausend
Schüler standen mir zur Seite.

60.

Alle hatten die Veden studiert und gemeistert, in den sechs Gliedern zur Vollendung gelangt;
auf das Wissen ihrer eigenen Tradition pochend,
wohnten sie im Himalaya.

61.

Aus dem Tusita-Himmel herabgestiegen,
der göttergleiche Sohn von großem Ruhm,
ward er geboren in dem Schoß der Mutter,
in vollem Bewusstsein, achtsam und gesammelt.

62.

Als der Vollerwachte zur Welt kam,
erzitterten zehntausend Welten;
die Blinden empfingen ihr Augenlicht,
als der Führer erschien.

63.

In jeder Weise bebte diese ganze Erde;
als die Menschenmenge den donnernden Klang vernahm,
wurden sie aufgeschreckt.

64.

Alle Menschen kamen zusammen
und traten vor mich hin:
„Die Erde hat gebebt -
was wird die Frucht davon sein?"

65.

Da sprach ich zu ihnen:
„Fürchtet euch nicht, keine Gefahr droht euch;
seid alle ohne Sorge -
dieses Erscheinen bringt großes Heil."

66.

Aus acht Ursachen bebt die Erde;
ebenso erscheinen diese Zeichen,
ein großes, weithin strahlendes Licht.

67.

Ohne Zweifel wird der erhabenste Buddha erstehen,
der Sehende mit dem Auge der Erkenntnis.
Ich unterwies die Menschen
und lehrte sie die fünf Sīlas.

68.

Nachdem sie die fünf Sīlas vernommen hatten
und das seltene Erscheinen eines Buddha,
wurden sie aufgewühlt und frohen Mutes,
erfreut und begeistert.

69.

Vor zweiundneunzig Äonen verkündete ich jenes Zeichen;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Verkündigung.

70.

Die Kilesā sind in mir verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

71.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … Die Botschaft des Buddha ist erfüllt.

72.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … Die Botschaft des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Nimittabyākaraṇiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Nimittabyākaraṇiyo ist das zehnte.
Der Sālakusumiya-Vagga ist der siebenundvierzigste.
Dessen Inhaltsangabe:
Der Thera Sālakusumiyo, die Opferdarbringung, der Löschende,
Setudo und Tālavaṇṭī, Avaṭalabujappado,
Pilakkhapaṭibhāṇī und der Zweimal-Geborene Veyyākaraṇiyo -
zweiundsiebzig Verse, gezählt von den Verständigen.
48. Der Naḷamāli-Vagga
1. Das Apadāna des Thera Naḷamāliyo

1.

Den Vollerwachten von goldenem Glanz,
den Empfänger der Opferdarbringungen,
sah ich durch den Waldessaum dahingehen,
den Führer der Welt.

2.

Einen Naḷa-Blumenkranz nehmend,
gerade im Begriff aufzubrechen,
erblickte ich da den Vollerwachten,
den Überwinder der Fluten, triebversiegt.

3.

Heiteren Herzens und frohgemut
bot ich den Naḷa-Kranz als Gabe dar,
dem Würdigsten der Ehrung, dem großen Helden,
dem Mitfühlenden gegenüber aller Welt.

4.

Vor einunddreißig Äonen bot ich jenen Kranz dar;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

5.

Die Kilesā sind in mir verbrannt,
alle Existenzen vollständig ausgerissen;
wie ein Elefant, der die Fessel zerrissen hat,
weile ich triebversiegt.

6.

Willkommen wahrlich war mir
das Nahen zum Buddha;
die drei Wissen sind erlangt,
die Botschaft des Buddha ist erfüllt.

7.

Die vier analytischen Erkenntnisse und die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā sind verwirklicht -
die Botschaft des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Naḷamāliyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Naḷamāliyo ist das erste.
2. Das Apadāna des Thera Maṇipūjakā

8.

Padumuttara, der Siegreiche,
am anderen Ufer aller Dhammas,
der Vollerwachte, der Einsamkeit liebend,
wandelte dahin auf wolkenlosem Pfad.

9.

Nicht fern vom Himalaya
war ein großer Bergsee;
dort war meine Wohnstätte,
verknüpft mit heilsamen Taten.

10.

Aus der Wohnstätte heraustretend
erblickte ich den Führer der Welt,
leuchtend wie eine blaue Lotusblüte,
strahlend wie loderndes Feuer.

11.

Keine gepflückte Blüte fand ich, um sie dem Führer darzubringen;
da klärte ich meinen Geist
und verneigte mich vor dem Meister.

12.

Das Juwel von meinem Haupt nehmend,
verehrte ich den Führer der Welt:
„Möge durch diese Juwelen-Verehrung
ein segensreicher Vipāka entstehen."

13.

Padumuttara, der Weltenkenner,
der Empfänger der Opferdarbringungen,
der Meister, in der Luft stehend,
sprach diese Strophe:

14.

„Möge dein Vorhaben gedeihen,
mögest du reiches Glück erlangen;
durch diese Juwelen-Verehrung
genieße großen Ruhm."

15.

Dies sprach der Erhabene - Jalajuttama war sein Name -,
der höchste Buddha schritt dorthin,
wohin sein Geist gerichtet gewesen war.

16.

Sechzig Äonen regierte ich das Götterreich,
herrschte als Götterkönig;
und viele hundert Male
war ich ein Weltenherrscher.

17.

Wenn ich meines früheren Kammas gedenke,
ich, der zum Gott Gewordene,
entsteht mir ein Juwel,
das mir Licht spendet.

18.

Sechsundachtzigtausend Frauen
umgaben mich als mein Gefolge,
geschmückt mit bunten Gewändern und Zierrat,
mit Juwelenohrringen versehen.

19.

Mit langen geschwungenen Wimpern, lächelndem Mund,
von schöner Gestalt und schlanker Mitte -
sie umgeben mich stets;
dies ist die Frucht der Juwelenverehrung.

20.

Aus Gold, aus Edelstein,
aus rotem Korall gefertigt -
mein Schmuck ist fein gearbeitet,
welche Zier auch immer ich mir wünsche.

21.

Giebelpaläste, herrliche Hallen,
und ein Lager von höchstem Wert -
meinen Wünschen entsprechend
entstehen sie nach meinem Begehren.

22.

Glück haben jene, und wahrlich Gutes haben sie erlangt,
die Gelegenheit finden zuzuhören -
dem Verdienstfeld der Menschen,
der Arznei für alle Lebewesen.

23.

Auch ich habe gutes Kamma gewirkt,
da ich den Anführer erblickte;
vom Verderben bin ich befreit,
das unerschütterliche Ziel habe ich erlangt.

24.

In welche Daseinsform auch immer ich eintrete,
als Gott oder als Mensch -
bei Tag wie bei Nacht
ist mir stets Licht gegenwärtig.

25.

Eben durch diese Juwelenverehrung,
nachdem ich Fülle genossen hatte,
erblickte ich das Licht der Erkenntnis -
das unerschütterliche Ziel habe ich erlangt.

26.

Vor hunderttausend Äonen
verehrte ich jenes Juwel;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht der Juwelenverehrung.

27.

Meine Triebflüsse sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

28.

Wahrhaftig willkommen war mir … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

29.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Maṇipūjaka diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Maṇipūjaka, das zweite.
3. Apadāna des Thera Ukkāsatika

30.

Kosika war der Name des Erhabenen,
der damals am Cittakūṭa weilte;
ein Versunkener, der Jhāna liebte - der Buddha,
ein Weiser, der die Abgeschiedenheit liebte.

31.

In den Himavant eingetaucht,
umgeben von einer Schar von Frauen,
erblickte ich den Buddha Kosika -
wie den Vollmond in voller Pracht.

32.

Fackeln ergreifend und haltend
verweilte ich mit meinem Gefolge sieben Nächte und Tage;
am achten Tage ging ich fort.

33.

Den aus dem Samādhi erwachten Buddha Kosika,
den Selbst-Erwachten, den Unbesiegten,
verehrte ich heiteren Gemütes und gab ihm
eine einzige Mahlzeit.

34.

Durch dieses Kamma, o Erster der Zweifüßer,
Ältester der Welt, Stier unter den Menschen,
wurde ich im Tusita-Reich geboren -
dies ist die Frucht einer einzigen Mahlzeit.

35.

Bei Tag wie bei Nacht
ist mir stets Licht gegenwärtig;
nach allen Seiten hin
durchstrahle ich hundert Yojanas mit meinem Glanz.

36.

Vor fünfundfünfzig Äonen
war ich ein Weltenherrscher,
ein Sieger über die vier Himmelsrichtungen,
Herr über das Jambumaṇḍa.

37.

Meine Stadt war damals
prächtig, blühend und wohlerrichtet;
dreißig Yojanas in die Länge
und zwanzig in der Breite.

38.

Sobhaṇa war der Name der Stadt,
von Vissakamma erbaut;
frei von den zehn Arten des Lärms,
erfüllt vom Klang der rechten Trommel.

39.

Kein Gestrüpp und kein Lehm
findet sich in jener Stadt;
ganz aus Gold gefügt
erstrahlt sie ohne Unterlass.

40.

Von vier Mauern umgeben,
drei davon aus Juwelen -
inmitten davon Reihen von Palmenhallen,
von Vissakamma errichtet.

41.

Zehntausend Teiche,
bedeckt mit Lotus und Seerosen,
verhüllt von weißen Lotusblüten,
durchwirkt von mannigfachem Duft.

42.

Vor vierundneunzig Äonen
trug ich jene Fackel;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht des Fackeltragens.

43.

Meine Triebflüsse sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

44.

Wahrhaftig willkommen war mir … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

45.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Werk des Buddha-Sāsana vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Ukkāsatika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ukkāsatika ist das dritte.
4. Apadāna des Thera Sumanabījani

46.

„Am Fuße des Bodhibaumes
des Erhabenen Vipassī -
Sumana ergriff einen Bodhi-Samen
und pflanzte ihn beim höchsten Bodhibaum.

47.

Vor einundneunzig Äonen pflanzte ich einen Samen beim höchsten Bodhibaum;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht des Säens.

48.

„Meine Kilesā sind verbrannt … [und so weiter] … ich verweile triebversiegt.

49.

„Willkommen wahrlich kam mir … [und so weiter] … das Werk des Buddha-Sāsana vollbracht.

50.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Werk des Buddha-Sāsana vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Sumanabījani diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sumanabījani ist das vierte.
5. Apadāna des Thera Kummāsadāyaka

51.

„Als der große Seher Vipassī
auf Wanderschaft unterwegs war,
sah ich seine leere Almosenschale
und füllte sie mit Hirsekuchen.

52.

Vor einundneunzig Äonen -
welche Almosenspeise ich damals gab -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht des Hirsekuchens.

53.

„Meine Kilesā sind verbrannt … [und so weiter] … ich verweile triebversiegt.

54.

„Willkommen wahrlich kam mir … [und so weiter] … das Werk des Buddha-Sāsana vollbracht.

55.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Werk des Buddha-Sāsana vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Kummāsadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kummāsadāyaka ist das fünfte.
6. Apadāna des Thera Kusaṭṭhakadāyaka

56.

„Dem Erhabenen Kassapa,
dem Brahmanen, dem Vollendeten,
reichte ich mit heiterem, freudigem Herzen
acht Kusa-Grasbüschel dar.

57.

In eben diesem Äon noch
gab ich jene acht Kusa-Grasbüschel;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
dies ist die Frucht des Kusa-Grases.

58.

„Meine Kilesā sind verbrannt … [und so weiter] … ich verweile triebversiegt.

59.

„Willkommen wahrlich kam mir … [und so weiter] … das Werk des Buddha-Sāsana vollbracht.

60.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Werk des Buddha-Sāsana vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Kusaṭṭhakadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kusaṭṭhakadāyaka ist das sechste.
7. Apadāna des Thera Giripunnāgiya

61.

„Sobhita mit Namen, der Vollerwachte,
weilte damals auf dem Cittakūṭa;
ich ergriff die Giripunnāga-Blüte
und verehrte den Selbst-Erwachten.

62.

Vor vierundneunzig Äonen -
den Buddha, den ich damals verehrte -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

63.

„Meine Kilesā sind verbrannt … [und so weiter] … ich verweile triebversiegt.

64.

„Willkommen wahrlich kam mir … [und so weiter] … das Werk des Buddha-Sāsana vollbracht.

65.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Werk des Buddha-Sāsana vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Giripunnāgiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Giripunnāgiya ist das siebte.
8. Apadāna des Thera Vallikāraphaladāyaka

66.

„Sumana mit Namen, der Vollerwachte,
weilte damals in Takkara;
eine Vallikāra-Frucht ergreifend,
reichte ich sie dem Selbst-Erwachten dar.

67.

Vor einunddreißig Äonen -
welche Frucht ich damals gab -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht der Fruchtenspende.

68.

„Meine Kilesā sind verbrannt … [und so weiter] … ich verweile triebversiegt.

69.

„Willkommen wahrlich kam mir … [und so weiter] … das Werk des Buddha-Sāsana vollbracht.

70.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … das Werk des Buddha-Sāsana vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Vallikāraphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Vallikāraphaladāyaka ist das achte.
9. Apadāna des Thera Pānadhidāyaka

71.

„Der Erhabene Anomadassī,
der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen -
der Sehende verließ seinen Tagesaufenthalt
und bestieg zuerst das Gefährt.

72.

„Ich nahm einen wohlgefertigten Wasserbehälter
und betrat den Weg;
dort erblickte ich den Vollerwachten,
zu Fuß gehend, von schönem Anblick.

73.

„Mein Herz in Heiterkeit versenkend,
brachte ich den Wasserbehälter hervor;
zu seinen Füßen niedergelegt,
sprach ich folgende Worte:

74.

„‚Steige auf, großer Held,
Sugata, Fürst der Sugatās, Führer;
die Frucht davon werde ich empfangen -
möge mir dieses Ziel gelingen.'

75.

Anomadassī, der Erhabene, der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen,
erhob sich beim Wassergefäß und sprach diese Worte:

76.

„Wer mir das Wassergefäß dargereicht hat, fromm mit seinen eigenen Händen -
den will ich rühmen; höret, was ich spreche."

77.

Beim Hören der Worte des Buddha versammelten sich alle Götter,
hocherhobenen Herzens, freudig gestimmt, von Freude ergriffen, mit gefalteten Händen.

78.

„Durch die Gabe des Wassergefäßes wird dieser in Glück verweilen;
fünfundfünfzigmal wird er Herrschaft über die Götter ausüben.

79.

„Tausendmal wird er König sein, ein Weltenherrscher;
Teilherrschaft in Fülle, unzählbar an Zahl.

80.

„In unermesslichen Äonen von jetzt an, dem Geschlecht der Okkāka entstammend,
wird ein Lehrer namens Gotama in der Welt erscheinen.

81.

„Sein Dhamma-Erbe, leiblicher Sohn, aus dem Dhamma hervorgebracht -
nachdem er alle Triebflüsse vollständig erkannt hat, wird er triebfrei ins Nibbāna eingehen.

82.

„In der Götterwelt oder unter Menschen wiedergeboren, voller Verdienst,
wird er ein Gefährt erlangen, dem Götterweg entsprechend.

83.

„Paläste, Sänften, Tragwagen, festlich geschmückte Elefanten,
Streitwagen mit edlen Rossen bespannt - stets erscheinen sie mir.

84.

„Selbst als ich das Haus verließ, fuhr ich auf einem Wagen hinaus;
als mein Haar abgeschnitten wurde, erlangte ich die Arahantschaft.

85.

„Gewinn ist mir zuteil, wohl gewonnen ist mir, der Handel wohlverwendet -
durch die Schenkung eines einzigen Wassergefäßes habe ich den unerschütterlichen Zustand erlangt.

86.

„In unermesslichen Äonen von jetzt an, seit ich das Wassergefäß schenkte,
kenne ich keine schlechte Wiedergeburt - dies ist die Frucht des Wassergefäßes.

87.

„Die Kilesā sind mir verbrannt … ich verweile triebfrei.

88.

„Willkommen wahrlich war mir … die Weisung des Buddha vollbracht.

89.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Pānadhidāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pānadhidāyaka, das neunte.
10. Pulinacaṅkamiyattheraapadāna

90.

„Ein Jäger war ich einst, im Wald, im Dickicht;
auf der Suche nach einem windschnellen Tier erblickte ich einen Wandelgang.

91.

„In meinen Schoß Sand aufnehmend, streute ich ihn auf den Wandelgang,
mit heiterem Herzen, freudig gestimmt, für den Gesegneten, den Glanzvollen.

92.

„Vor einunddreißig Äonen streute ich den Sand;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht des Sandes.

93.

„Die Kilesā sind mir verbrannt … ich verweile triebfrei.

94.

„Willkommen wahrlich war mir … die Weisung des Buddha vollbracht.

95.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Pulinacaṅkamiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pulinacaṅkamiyo, das zehnte.
Der Naḷamālivagga, der achtundvierzigste.
Dessen Uddāna:
Naḷamālī, Maṇidada, Ukkāsatika, Bījanī,
Kummāsa und Kusaṭṭha, auch Giripunnāgī,
Vallikāra, Pānadhida, dann Pulinacaṅkama -
fünfundneunzig Verse, gezählt von den Erleuchteten.
49. Paṃsukūlavagga
1. Paṃsukūlasaññakattheraapadāna

1.

„Tissa war der Name des Erhabenen, der Selbst-Erwachte, der höchste der Menschen;
ein Paṃsukūla ablegend, betrat der Überwinder das Kloster.

2.

„Den Bogen in die Hand nehmend, wanderte ich auf Nahrungssuche;
den Bogenbogen fassend, betrat ich das Dickicht.

3.

„Da erblickte ich das Paṃsukūla, an einem Baum hängend;
den Bogen eben dort niederlegend, faltete ich die Hände über dem Haupt.

4.

„Mit heiterem Herzen, freudig gestimmt und von weitreichender Freude erfüllt,
des erhabensten Buddha gedenkend, neigte ich mich vor dem Paṃsukūla.

5.

„Vor zweiundneunzig Äonen neigte ich mich vor dem Paṃsukūla;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Verehrung.

6.

„Die Kilesā sind mir verbrannt, alle Existenzen ausgerissen;
wie ein Elefant, der die Fesseln zerbrochen hat, verweile ich triebfrei.

7.

„Willkommen wahrlich war mir das Dasein in der Nähe meines Buddha;
die drei Wissen sind erlangt, die Weisung des Buddha vollbracht.

8.

„Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā verwirklicht - die Weisung des Buddha vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Paṃsukūlasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Paṃsukūlasaññaka, das erste.
2. Buddhasaññakattheraapadāna

9.

„Ein Vedakundiger, des Mantra mächtig, über die drei Veden hinübergegangen,
in Merkzeichen und Überlieferung, in Grammatik und Wörterbuch gelehrt -

10.

Wie ein Strom, der strömt, kamen damals Schüler zu mir;
Ich lehrte sie die Lehren, bei Nacht und bei Tag, unermüdlich.

11.

Da erhob sich in der Welt der Vollerwachte namens Siddhattha;
Er vertrieb das finstere Dunkel und entfaltete das Licht des Wissens.

12.

Einer meiner Schüler berichtete den anderen Schülern davon;
Nachdem jene dies gehört hatten, teilten sie es mir zu jener Zeit mit.

13.

„Ein Buddha ist in der Welt entstanden, der Allwissende, der Führer der Welt;
Die Menschen folgen ihm nach - kein Gewinn verbleibt uns mehr."

14.

„Unverursacht erscheinen die Buddhas, sehend, von großem Ruhm;
Möge ich doch den erhabensten Buddha, den Führer der Welt, schauen."

15.

Ich nahm mein Antilopenfell, mein Rindengewand und meinen Wasserbecher,
verließ die Einsiedelei und rief meine Schüler zusammen.

16.

„Wie eine Blüte des Udumbara-Baumes, wie der Hase im Mond,
wie Milch für Krähen - so selten ist ein Führer der Welt."

17.

„Ein Buddha ist in der Welt entstanden; auch das Menschsein ist schwer zu erlangen;
Sind aber beide vorhanden, so ist das Hören noch schwerer zu erlangen."

18.

„Ein Buddha ist in der Welt entstanden - wir werden in dieser Existenz das Auge gewinnen;
Kommt alle, lasset uns gehen in die Gegenwart des vollkommen Erwachten."

19.

Alle trugen ihren Wasserbecher, gekleidet in raues Tierfell;
Mit Jaṭā-Flechten schwer beladen, brachen sie damals aus dem Wald auf.

20.

Nur auf die nächste Schrittlänge blickend, das höchste Ziel suchend,
frei von Anhaftung und Hass, furchtlos wie ein Löwe.

21.

Mit wenigen Pflichten, ohne Gier, besonnen, stillen Wandels,
von Almosen lebend, näherten sie sich dem erhabensten Buddha.

22.

Anderthalb Yojana noch entfernt befiel mich Krankheit;
Den erhabensten Buddha gedenkend, schied ich dort dahin.

23.

Vor vierundneunzig Äonen erlangte ich jene Wahrnehmung;
Ich kenne keine schlechte Wiedergeburt - dies ist die Frucht der Buddha-Wahrnehmung.

24.

Meine Triebflüsse sind verbrannt … ich verweile triebversiegt.

25.

Wahrhaftig willkommen war mir … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

26.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Buddhasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Buddhasaññaka - das zweite.
3. Apadāna des Thera Bhisadāyaka

27.

„In einen Teich tauchend, der von mancherlei Elefanten besucht wird,
zog ich dort Lotuswurzeln heraus, um mich damals zu ernähren."

28.

Zu jener Zeit kam der Erhabene, der Padumuttara heißt,
der Buddha, gekleidet in rotes Gewand, des Weges daher.

29.

Die Paṃsukūla-Gewänder ausschüttelnd, hörte ich damals seinen Klang;
Aufblickend schaute ich den Führer der Welt.

30.

Dort, eben wo ich stand, bat ich den Führer der Welt;
Süßes fließt aus den Lotuswurzeln, Milch, Schmalz und Muḷāli.

31.

„Der sehende Buddha möge meine Gabe aus Mitgefühl annehmen."
Da stieg der mitfühlende Lehrer, von großem Ruhm, herab.

32.

Der Sehende nahm aus Mitgefühl meine Gabe an;
Nachdem der Vollerwachte sie empfangen hatte, sprach er seinen Dank für mich.

33.

„Mögest du glücklich sein, du großes Verdienst, möge dein Weg gedeihen;
Durch diese Gabe der Lotuswurzeln erlange vielfältiges Glück."

34.

Dies gesagt habend, der Vollerwachte, Padumuttara dem Namen nach,
nahm der Erhabene die Almosenspeise und kam durch die Luft dahin.

35.

Dann nahm ich die Lotuswurzeln und kehrte in meine Einsiedelei;
Die Lotuswurzeln am Baum hängend, gedachte ich meiner Gabe.

36.

Ein gewaltiger Wind erhob sich und erschütterte den Wald;
Der Himmel erdröhnte, als der Blitz niederfuhr.

37.

Dann traf mich ein Blitzschlag auf dem Scheitel;
Ruhig sitzend, schied ich dort dahin.

38.

Mit heilsamen Taten verknüpft, wurde ich im Tusita wiedergeboren;
Als mein Körper dahingefallen war, erfreute ich mich in der Götterwelt.

39.

Sechsundachtzigtausend geschmückte Frauen
warten auf mich am Abend und am Morgen - dies ist die Frucht der Gabe von Lotuswurzeln.

40.

Als Mensch zur Welt gekommen,
war ich stets von Glück erfüllt;
An Reichtum kannte ich keinen Mangel -
dies ist die Frucht der Gabe von Lotuswurzeln.

41.

Von jenem mit Mitgefühl bedacht,
dem Göttergott, dem Unerschütterlichen:
Alle Triebflüsse sind versiegt -
kein Wiederwerden gibt es mehr.

42.

Vor hunderttausend Äonen
gab ich damals jene Lotuswurzel;
Eine schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht -
dies ist die Frucht der Gabe von Lotuswurzeln.

43.

Meine Triebe wurden verbrannt … [usw.] … ich lebe triebversiegt.

44.

Willkommen war mir wahrlich … [usw.] … des Buddha Weisung ist vollbracht.

45.

Die vier analytischen Erkenntnisse … [usw.] … des Buddha Weisung ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Bhisadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Bhisadāyaka - das dritte.
4. Apadāna des Thera Ñāṇathavika

46.

Im Süden des Himalaya
lag wohlgebaut mein Einsiedelort;
Das Höchste strebend zu erlangen,
wohnte ich damals im Waldgebirge.

47.

Zufrieden mit Gewinn und Nicht-Gewinn,
mit Wurzeln und mit Früchten,
Auf der Suche nach einem Lehrer
lebte ich allein.

48.

Da erschien in der Welt ein Vollerwachter,
Sumedha mit Namen;
Er ließ die vier Wahrheiten erstrahlen
und hob die große Menschenschar empor.

49.

Ich hörte nichts vom Vollerwachten,
niemand berichtete mir von ihm;
Erst nach acht vergangenen Jahren
vernahm ich vom Weltenführer.

50.

Brennholz heraustragend,
den Einsiedelort reinfegend,
Eine Traglast auf mich nehmend,
brach ich aus dem Waldgebirge auf.

51.

Eine Nacht verweilend
in Dörfern und in Marktflecken,
Kam ich nach und nach nach Candavatī -
dorthin begab ich mich damals.

52.

Der Erhabene war zu jener Zeit,
Sumedha, der Weltenführer,
Viele Wesen emporhebend,
und lehrte den unsterblichen Pfad.

53.

Die Menschenmenge durchquerend,
verneigte ich mich vor dem Sieger, dem Ozean,
Das Antilopenfell über eine Schulter legend
pries ich den Weltenführer:

54.

„Du bist Lehrer und Feldzeichen,
Banner und Pfeiler für alle Wesen;
Zuflucht, Stütze und Leuchte -
du Höchster unter den Zweifüßlern.

55.

„Geschickt im Schauen, o Held,
rettest du die Menschheit;
Keinen anderen Retter gibt es in der Welt,
der dir überlegen wäre, o Schweiger.

56.

„Mit einem Grashalm mag man
den erhabensten Ozean ausmessen -
niemals aber lässt sich
dein allwissendes Wissen ermessen.

57.

„Auf eine Waagschale mag man
die Erde zu legen vermögen -
niemals aber lässt sich
deiner Weisheit Maß bestimmen, o Sehender.

58.

„Den Himmel mag man messen
mit einer Schnur oder einem Finger -
niemals aber lässt sich
deine allwissende Tugend ermessen.

59.

„Das Wasser des großen Ozeans,
der Himmel und die Erde -
Diese sind noch messbar;
unermesslich aber bist du, o Sehender."

60.

Mit sechs Strophen den Allwissenden,
den hochberühmten, gepriesen habend,
Hielt ich die Hände gefaltet
und stand da in Stille.

61.

Was man Sumedha nennt -
den tiefweisen, hochsinnigen -
Der saß im Bhikkhu-Saṅgha
und sprach diese Worte:

62.

„Wer mein Wissen gepriesen hat
mit heiterem, lauterem Geist -
Den werde ich preisen;
höret, was ich spreche:

63.

„Siebenundsiebzig Äonen lang
wird er in Götterreichen weilen;
Tausendmal wird er Götterkönig sein
und über Götterreiche herrschen.

64.

„Viele Male hundertfach
wird er ein Weltenherrscher sein;
Teilherrschaft in Fülle
wird er unzählige Male genießen.

65.

„Als Gottheit oder als Mensch,
erfüllt von heilsamen Taten,
Mit makelloser Gedankenabsicht
wird er von scharfer Weisheit sein."

66.

Nach dreißigtausend Äonen,
aus dem Geschlecht der Okkāka stammend,
Gotama heißt er dem Geschlecht nach -
er wird als Lehrer in der Welt erscheinen.

67.

Das Haus verlassend
wird er als Besitzloser in die Hauslosigkeit ziehen;
Sieben Jahre nach dem Auszug
wird er die Arahantschaft berühren.

68.

Soweit ich meiner selbst gedenke,
soweit ich die Weisung erlangt habe:
In dieser ganzen Zeit kenne ich
keine unfreudige Absicht.

69.

Durch alle Daseinsformen gewandert,
habe ich Gedeihen erfahren;
An Reichtum kannte ich keinen Mangel -
dies ist die Frucht des Preisens des Wissens.

70.

Drei Feuer sind in mir erloschen, alle Existenzen ausgerissen;
Alle Triebflüsse versiegt -
es gibt kein Wiedergeborensein mehr.

71.

Vor dreißigtausend Äonen pries ich das Wissen;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
das ist die Frucht des Preisens von Wissen.

72.

Meine Kilesās sind verbrannt … usw. … ich verweile triebfrei.

73.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … die Unterweisung des Buddha vollbracht.

74.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … die Unterweisung des Buddha vollbracht.
So haben diese Verse der ehrwürdige Ñāṇathavika-Thera gesprochen.
Das Apadāna des Thera Ñāṇathavika - das vierte.
5. Apadāna des Thera Candanamāliya

75.

Die fünf Arten sinnlichen Begehrens aufgebend,
das Liebliche und Entzückende;
Achtzig Koṭis verlassend,
trat ich in die Hauslosigkeit aus.

76.

Nach dem Ausgetreten-Sein mied ich körperlich
böses Handeln;
Schlechtes Reden der Sprache aufgebend,
lebte ich am Ufer eines Flusses.

77.

Als ich einsam weilte,
nahte mir der Erhabenste unter den Buddhas;
Ich wusste nicht: „Das ist ein Buddha" -
doch ich bereitete ihm einen Empfang.

78.

Nachdem ich den Empfang bereitet hatte,
fragte ich nach Namen und Clan:
„Bist du eine Gottheit, ein Gandhabba,
oder Sakka, der Städtebezwinger?

79.

„Oder wer bist du, wessen Sohn,
ein Großer Brahmā, hierher gekommen?
Du erstrahlst in alle Richtungen
wie die aufgehende Sonne.

80.

„Tausend Speichenräder erscheinen an deinen Füßen,
Edler;
Wer bist du, wessen Sohn?
Wie sollen wir dich erkennen?
Teile uns Namen und Clan mit,
beseitige meinen Zweifel."

81.

„Ich bin keine Gottheit, kein Gandhabba,
auch nicht Sakka, der Städtebezwinger;
Brahmā-Sein ist mir nicht eigen -
ich überrage diese alle.

82.

„Ihr Bereich liegt hinter mir;
ich habe die Fesseln des Begehrens zerrissen;
Alle Kilesās verbrennend,
habe ich das höchste Saṃbodhi erlangt."

83.

Seine Worte hörend, sprach ich
dieses Wort:
„Wenn du der allwissende Buddha bist,
so setze dich nieder, großer Muni.

84.

„Ich werde dich verehren,
denn du bist der Beender des Leidens."
Eine Tierhaut ausbreitend,
gab ich sie dem Meister.

85.

Der Bhagavā saß dort nieder
wie ein Löwe in einer Berghöhle;
Rasch bestieg ich den Berg
und pflückte die Frucht des Mango.

86.

Die schöne Blüte des Sāla-Baumes
und das kostbare Sandelholz -
rasch nahm ich all das zusammen
und trat zum Lenkenden der Welt.

87.

Dem Buddha die Frucht darbietend,
verehrte ich ihn mit der Sāla-Blüte;
Mit Sandelholz ihn salbend,
verbeugte ich mich vor dem Meister.

88.

Mit heiterem Geist und frohem Herzen,
von ausgedehnter Freude erfüllt,
saß ich auf der Tierhaut nieder -
so verkündete Sumedha, der Lenkende der Welt, mein Kamma.

89.

Mich damals erfreuend, sprach er:
„Durch dieses Darreichen von Früchten
und durch beide Gaben - Duft und Blumengirlande -

90.

„In fünfundzwanzig Äon-Hunderten
wirst du in der Götterwelt dich erfreuen;
Mit unverminderten Entschlüssen
wirst du ein Vasavattī sein.

91.

„In sechsundzwanzig Äon-Hunderten
wird Menschsein erreicht werden;
Es wird ein Cakkavattī entstehen,
machtvoll, über die vier Erdteile herrschend.

92.

„Eine Stadt namens Vebhāra,
vom Götterbaumeister errichtet,
wird ganz aus Gold sein,
mit mannigfachen Juwelen geschmückt.

93.

„Auf eben diesem Wege
wird er durch die Existenzen wandern;
Allüberall verehrt werdend,
unter Göttern und unter Menschen.

94.

„Im letzten Dasein angelangt,
wird er ein Brahmanenverwandter sein;
Aus dem Haus hinaustretend,
wird er ein Hausloser werden;
Zu den Ufern der Abhiññā gelangt,
wird er triebfrei ins Nibbāna eingehen."

95.

Dies sprechend, schritt der Vollerwachte,
Sumedha, der Lenkende der Welt,
fort, während ich noch versunken war -
rein wie der Wind.

96.

Durch jenes wohlvollbrachte Kamma,
durch Absichten und Vorsätze,
ließ ich den menschlichen Körper zurück
und gelangte zu den Tāvatiṃsa.

97.

Vom Tusita-Himmel herabgestiegen,
entstand ich in einem Mutterleib;
An Schätzen war kein Mangel für mich,
im Schoß, in dem ich weilte.

98.

Während ich im Mutterleib weilte,
entstand Speise, Trank und Nahrung
ganz nach meinem eigenen Wunsch,
was immer ich begehrte.

99.

Im fünften Jahr nach der Geburt
trat ich in die Hauslosigkeit aus;
Als mein Haar geschoren war,
erlangte ich die Arahatschaft.

100.

Mein früheres Kamma erforschend, fand ich keines, das davor lag;
In dreißigtausend Äonen erinnerte ich mich meines Kammas.

101.

Verehrung dir, du edler Mensch, Verehrung dir, du Höchster unter Menschen;
Durch deine Lehre gelangt, habe ich das unerschütterliche Ziel erreicht.

102.

In dreißigtausend Äonen, wo ich den Buddha ehrte und verehrte -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Buddhahuldigung.

103.

Die Kilesā in mir sind verbrannt … usw. … ich verweile triebversiegt.

104.

Wahrhaft willkommen war mir … usw. … vollbracht ist des Buddha Sāsana.

105.

Die vier Paṭisambhidā … usw. … vollbracht ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Candanamāliya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Candanamāliya ist das fünfte.
6. Dhātupūjakattheraapadānaṃ

106.

Als der Welthüter, der Vollendete, der Weltführer Siddhattha, ins Nibbāna eingegangen war,
versammelte ich meine Verwandten und vollzog eine Dhātu-Verehrung.

107.

Vor vierundneunzig Äonen, wo ich die Dhātu verehrte und ehrte -
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Dhātu-Verehrung.

108.

Die Kilesā in mir sind verbrannt … usw. … ich verweile triebversiegt.

109.

Wahrhaft willkommen war mir … usw. … vollbracht ist des Buddha Sāsana.

110.

Die vier Paṭisambhidā … usw. … vollbracht ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Dhātupūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Dhātupūjaka ist das sechste.
7. Pulinuppādakattheraapadānaṃ

111.

Im Himāvanta-Gebirge lebte ein Asket namens Devala;
Dort war mein Wandelpfad, von nichtmenschlichen Wesen erbaut.

112.

Beladen mit dem schweren Geflecht der Jaṭās, stets den Kamaṇḍalu tragend,
das Höchste suchend, verließ ich damals den Wald.

113.

Vierundachtzigtausend Schüler standen mir zur Seite;
Ihrem eigenen Kamma hingegeben, wohnten sie damals im Walde.

114.

Den Āsama verlassend, errichtete ich ein Pulina-Cetiya;
Mannigfaltige Blüten zusammentragend, verehrte ich jenes Cetiya.

115.

Dort den Geist klärend, kehrte ich in den Āsama zurück;
Alle Schüler, zusammenkommend, fragten mich nach dem Sinn.

116.

„Ein Thūpa aus Sand - was ist es, das du, o Herr, da verehrst?
Auch wir möchten es wissen; befragt, erkläre es uns."

117.

„Die im Lehrwort Gezeigten, mit klarem Blick, von hohem Ruhm -
Jene verehre ich: die erhabensten Buddhas von großem Ruhm."

118.

„Wie sind jene Großhelden, die Allwissenden, die Weltführer?
Von welcher Farbe, von welchem Sīla, wie sind sie, die Hochberühmten?"

119.

„Die Buddhas tragen zweiunddreißig Merkmale und vierzig Zähne dazu;
Ihre Augen sind wie die der Gazelle, dunkel wie Jiñjuka-Früchte."

120.

„Wenn die Buddhas gehen, schauen sie nur eine Jochlänge weit;
Ihre Knie knarren nicht, kein Gelenkgeräusch ist zu hören."

121.

„Die Sugatā schreiten dahin, die Schritte gleichsam hebend;
Zuerst den rechten Fuß - dies ist der Buddhas Dhammatā."

122.

„Unerschrocken sind jene Buddhas, wie der Löwe, der Migarāja;
Sie erheben sich nicht über sich selbst, noch verachten sie lebende Wesen."

123.

„Frei von Anmaßung und Geringschätzung, allen Wesen gegenüber gleichmütig -
Ohne Selbsterhöhung sind die Buddhas: dies ist der Buddhas Dhammatā."

124.

„Wenn die Sambuddhas entstehen, zeigen sie das Licht;
Auf sechsfache Weise erschüttern sie diese ganze Erde."

125.

„Wenn sie die Hölle schauen, erlischt die Hölle alsbald;
Es regnet der große Wolkenregen - dies ist der Buddhas Dhammatā."

126.

„So sind jene Großen Nāgas, unvergleichlich und von großem Ruhm;
In ihrer Qualität unübertroffen, sind die Tathāgatā unermesslich."

127.

„Alle Schüler stimmten meinen Worten ehrerbietig zu;
Und so übten sie sich, nach ihren Kräften und Fähigkeiten."

128.

Sie verehrten das Pulina, erfüllt vom Verlangen nach ihrem Kamma,
meinen Worten glaubend, mit dem Geist auf den Buddha gerichtet.

129.

Damals, nach dem Ableben aus dem Tusita-Reich, der Devasohn von großem Ruhm,
erschien er im Mutterschoß - zehntausend Welten erbebten.

130.

Beim Wandelgang, nicht weit vom Āśrama,
stand ich und hielt inne an dem Ort;
da kamen alle Schüler herbei versammelt
und traten näher zu mir hin heran.

131.

Wie ein Stier ließ ich die Erde dröhnen,
wie ein Löwe brüllte ich mein Lied;
wie ein Krokodil ließ ich es hallen -
welche Frucht des Kammas wird das sein?

132.

Den Vollerwachten, den ich einst gepriesen
beim Sandstupen-Heiligtum, eben jener -
der erhabene Lehrer kam nun wieder
und trat ein in den Mutterschoß.

133.

Nachdem ich ihnen Dhamma-Rede sprach
und den Großen Muni hochgepriesen,
entließ ich meine eigenen Schüler
und saß dann nieder im Lotossitz.

134.

Meine Kraft war wahrlich schon geschwunden
durch eben jene schwere Krankheit hin;
des höchsten Buddha gedenkend, schied ich
und starb genau an jenem selben Ort.

135.

Alle Schüler kamen dort zusammen
und errichteten den Scheiterhaufen;
sie nahmen meinen Leichnam auf und legten
ihn auf den Scheiterhaufen hin.

136.

Den Scheiterhaufen rings umstehend,
die Hände zum Gruß ans Haupt erhoben,
von des Kummers Pfeil durchdrungen, weinten
sie, die Versammelten, laut auf.

137.

Zu ihnen in ihrer Trauer
kam ich zum Scheiterhaufen hin und sprach:
„Ich bin euer Lehrer - klagt nicht,
ihr Weisen, um meinetwillen nicht!

138.

Strengt euch im eigenen Ziel an,
bei Tag und Nacht, ohne Lässigkeit;
seid nicht nachlässig - der Augenblick
ist euch bereitgestellt."

139.

Nachdem ich so meine Schüler unterwiesen,
kehrte ich wieder in die Götterwelt;
achtzehn Äonen lang erfreute ich mich
der Freuden in der Götterwelt.

140.

Hundert Mal und fünfmal ward ich
Weltenherrscher über diese Erde;
und noch viele hundert Male übte ich
die Herrschaft in den Götterwelten aus.

141.

In den übrigen Äonen wanderte ich umher,
durchkreiste ich den Saṃsāra hin und her;
schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht -
dies ist die Frucht des Stupa-Errichtens.

142.

Wie im Monat Komudī die Bäume
in ihrer Fülle Blüten tragen,
so erblühte auch ich zur rechten Zeit
durch den großen Sucher des Heils.

143.

Meine Tatkraft trägt die Last des Joches,
führt hin zur Sicherheit jenseits des Joches;
wie ein Elefant, der seine Fessel sprengt,
lebe ich, triebversiegt und frei.

144.

Vor hunderttausend Äonen pries ich
den Buddha mit erhebendem Lob;
schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht -
dies ist die Frucht des Preisens.

145.

Verbrannt sind meine Befleckungen … usw. … ich lebe triebversiegt und frei.

146.

Willkommen war mir wahrlich … usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.

147.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So hat der ehrwürdige Thera Pulinuppādaka diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Pulinuppādaka, das siebte.
8. Apadāna des Thera Taraṇiya

148.

Atthadassī, der Erhabene,
der Selbst-Erwachte, Weltführer -
zum Ufer des Flusses Vinatā
trat der Tathāgata heran.

149.

Aus dem Wasser emportauchend,
eine Schildkröte, des Wassers Bewohner,
wollte ich den Buddha übersetzen
und näherte mich dem Weltführer.

150.

„Besteige mich, o Buddha,
Atthadassī, großer Muni!
Ich werde dich hinüberführen -
du bist der, der dem Leiden ein Ende macht."

151.

Meinen Vorsatz erkennend,
Atthadassī, von großem Ruhm,
bestieg er meinen Rücken
und stand da, der Weltführer.

152.

Soweit ich mich erinnere,
soweit ich zur Erkenntnis gelangt bin -
solche Freude kenne ich nicht,
wie beim Berühren seiner Fußsohlen.

153.

Nachdem der Vollerwachte, Atthadassī,
von großem Ruhm, hinübergegangen,
stand er am Flussufer
und sprach diese Verse:

154.

„Solange der Geist sich bewegt,
überquere ich den Strom des Gaṅgā;
dieser Schildkrötenkönig aber,
der Weise, hat mich hinübergetragen.

155.

Durch dieses Hinübersetzen des Buddha
und durch die Kraft des liebenden Geistes
wird er achtzehnhundert Äonen lang
sich in der Götterwelt erfreuen.

156.

Aus der Götterwelt hierher kommend,
angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
wird er, in einem Sitz niedersitzend,
den Strom des Zweifels überwinden.

157.

Wie auf einem guten Feld
auch wenig gesäter Same,
wenn der rechte Regen fällt,
dem Bauern reiche Frucht beschert -

158.

so auch dieses Buddha-Feld,
gelehrt vom vollkommen Erwachten:
wenn der rechte Regen fällt,
wird mir die Frucht Freude bereiten."

159.

Entschlossen zur Anstrengung bin ich,
gestillt, ohne Anhaftung;
alle Triebflüsse vollständig durchschauend,
lebe ich triebversiegt und frei.

160.

Vor achzehnhundert Äonen vollbrachte ich jene Tat;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich seither - dies ist die Frucht des Überquerens.

161.

Meine Kilesā sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

162.

Wahrlich willkommen war mir … usw. … des Buddha Weisung ist erfüllt.

163.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach, wie überliefert, der ehrwürdige Thera Taraṇiya diese Verse.
Das achte Apadāna - das des Thera Taraṇiya.
9. Apadāna des Thera Dhammaruci

164.

Als Dīpaṅkara Buddha, der Sieger, den Sumedha prophezeite:
„Nach unzähligen Äonen von hier wird dieser ein Buddha sein.

165.

„Seine gebärende Mutter wird Māyā heißen,
sein Vater Suddhodana - dieser wird Gotama sein.

166.

„Nachdem er Anstrengung auf sich genommen und schwere Askese vollbracht,
wird der Weitberühmte als Vollerwachter am Fuße des Assattha-Baumes erwachen.

167.

„Upatissa und Kolita werden seine vornehmsten Schüler sein;
Ānanda dem Namen nach wird diesem Sieger aufwarten.

168.

„Khemā und Uppalavaṇṇā werden die vornehmsten Schülerinnen sein;
Citta und Āḷavaka werden die vornehmsten Laienanhänger sein.

169.

„Khujjuttarā und Nandamātā werden die vornehmsten Laienschülerinnen sein;
der Bodhibaum dieses Helden heißt Assattha.'

170.

Als sie diese Worte des Unvergleichlichen, des großen Suchers, hörten,
da freuten sich Menschen und Götter und verneigten sich mit gefalteten Händen.

171.

Damals war ich ein junger Brahmane namens Megha, wohlerfahren in der Lehre;
nachdem ich die erhabene Prophezeiung des großen Weisen Sumedha gehört hatte,

172.

trat ich in Verbindung mit Sumedha, dem Hort des Mitgefühls,
und als jener Held in die Hauslosigkeit auszog, zog ich gemeinsam mit ihm aus.

173.

Gehütet durch das Pātimokkha und durch die fünf Sinne,
reinen Lebensunterhalts, achtsam, mutig, des Siegers Weisung befolgend -

174.

so weilte ich, doch durch einen bösen Gefährten irgendwie
zur Unzucht verleitet, vom rechten Pfad hinabgestürzt.

175.

Den Gedanken verhaftet, wich ich von der Weisung ab;
danach wurde ich von jenem schlechten Freund zur Mutter-Tötung veranlasst.

176.

Ich vollbrachte eines der fünf Verbrechen mit unmittelbarer kammischer Folge, tötete mit verdorbenem Sinn;
danach fiel ich hinab und wurde in der großen Avīci-Hölle geboren, überaus furchtbar.

177.

In die Unterwelt gestürzt, wanderte ich leidend lange umher im Saṃsāra;
nie wieder erblickte ich den Helden Sumedha, den Stier unter den Menschen.

178.

In diesem Äon war ich im Ozean ein Timiṅgala-Fisch;
ich sah ein Schiff auf dem Meer und näherte mich ihm als Angreifer.

179.

Die Kaufleute sahen mich und erschraken - sie gedachten des erhabenen Buddha;
als ich den gewaltigen Ruf „Gotama!" von ihnen ertönen hörte,

180.

da rief ich meine frühere Wahrnehmung in Erinnerung, und dann starb ich;
in Sāvatthī wurde ich in einem wohlhabenden brahmanischen Geschlecht geboren.

181.

Ich hieß Dhammaruci, abgeneigt allem Bösen;
ich erblickte das Weltlicht, als ich sieben Jahre alt war.

182.

Ich ging zum großen Jetavana und zog aus in die Hauslosigkeit;
dreimal suchte ich den Buddha auf, bei Nacht und bei Tag.

183.

Damals sah mich der Weise und sprach: „Lange liebst du den Dhamma" - so zu mir;
da sprach ich zum Buddha, von der Kraft früherer Taten bewegt:

184.

„Lange schon trägst du die Merkmale hundertfacher Verdienste,
mit makelloser Unterstützung seit alters gereinigt;
ich schaue heute auf deine unvergleichliche Gestalt,
herrlich dem Auge offen, o Großer.

185.

„Lange schon habe ich durch dich die innere Dunkelheit zerstreut,
durch langes Hüten ist der Strom getrocknet;
lange schon gereinigt und makellos -
das Auge aus Erkenntnis, o großer Weiser.

186.

„Seit langer Zeit bin ich dir begegnet, lange nicht wieder verloren gegangen zwischendurch;
nun heute wieder dir begegnet - wahrlich, was getan ist, vergeht nicht, o Gotama."

187.

Meine Kilesā sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

188.

Wahrlich willkommen war mir … usw. … des Buddha Weisung ist erfüllt.

189.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach, wie überliefert, der ehrwürdige Thera Dhammaruci diese Verse.
Das neunte Apadāna - das des Thera Dhammaruci.
10. Apadāna des Thera Sālamaṇḍapiya

190.

Tief in den Sālawald eingedrungen, war meine Einsiedelei wohlgebaut;
Von Sālāblüten übergossen, lebte ich damals im Dickicht des Waldes.

191.

Piyadassī, der Erhabene, der Selbst-Erwachte, der Höchste unter den Menschen;
Ein Vollerwachter, der Einsamkeit liebte, kam zu diesem Sālawald.

192.

Aus meiner Einsiedelei heraustretend, ging ich allein in den Wald;
Wurzeln und Früchte suchend, streifte ich damals durch den Wald.

193.

Dort erblickte ich den Vollerwachten, den ruhmreichen Piyadassī;
Wohlversunken im Samādhi sitzend, leuchtend im großen Wald.

194.

Vier Pfosten aufgerichtet habend, errichtete ich über dem Buddha
Einen wohlgebauten Pavillon und bedeckte ihn mit Sālāblüten.

195.

Sieben Tage lang hielt ich den mit Sālāblüten gedeckten Pavillon aufrecht;
Dort heitere Andacht im Geist erweckend, verehrte ich den erhabensten Buddha.

196.

Der Erhabene erhob sich zu jener Zeit aus dem Samādhi;
Eine Jochweite vor sich niederschauend, saß der Höchste unter den Menschen.

197.

Ein Schüler namens Varuṇa, des Meisters Piyadassī,
Näherte sich dem Wegführer mit hunderttausend Gefolgsleuten.

198.

Piyadassī, der Erhabene, der Älteste der Welt, der Stier unter den Menschen;
Im Saṅgha der Bhikkhus sitzend, ließ der Jina ein Lächeln erscheinen.

199.

Anuruddha, der Aufwärter des Meisters Piyadassī,
Das Gewand über eine Schulter werfend, befragte er den großen Weisen:

200.

„Was ist der Grund, o Erhabener, für das Lächeln des Meisters?
Wenn ein Grund besteht, lässt der Meister ein Lächeln erscheinen."

201.

„Sieben Tage lang trug dieser junge Mann für mich das Dach aus Sālāblüten;
Seiner Tat gedenkend, ließ ich das Lächeln erscheinen.

202.

Keinen Ort sehe ich, wo seine Verdienste nicht zur Reife kämen;
Weder in der Götterwelt noch unter Menschen - nirgendwo bleibt sein Verdienst ohne Wirkung.

203.

Solange er in der Götterwelt weilt, ausgestattet mit verdienstvollem Kamma,
So weit sich seine Gemeinschaft erstreckt, wird sie mit Sālāblüten bedeckt sein.

204.

Dort wird er, stets in Ruhe, mit himmlischen Tänzen, Gesängen und Musik
Erfreut werden, erfüllt von seinem verdienstvollem Kamma.

205.

Solange sich seine Gemeinschaft erstreckt, wird sie vom Duft des Sālā erfüllt sein;
Ein Regen von Sālāblüten wird dort niederströmen.

206.

Wenn dieser Mensch von dort scheidet, wird er unter Menschen wiedergeboren werden;
Auch hier wird er das Sālādach zu jeder Zeit tragen.

207.

Hier werden Tanz und Gesang, zusammen mit wohlklingendem Trommelspiel,
Mich beständig umgeben - dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

208.

Wenn die Sonne aufgeht, regnet der Sālā herab;
Verbunden mit verdienstvollem Kamma, regnet er zu allen Zeiten.

209.

Nach achtzehnhundert Äonen wird einer vom Geschlecht der Okkāka entstammen;
Gotama wird er dem Geschlecht nach heißen, der Meister in der Welt.

210.

Seines Dhamma Erbe, leiblicher Sohn, aus dem Dhamma hervorgebracht -
Er wird alle Triebflüsse vollständig durchschauend, triebversiegt ins Nibbāna eingehen.

211.

Wenn er den Dhamma vollständig durchdringt, wird Sālādach über ihm sein;
Wenn sein Scheiterhaufen brennt, wird auch dort die Bedeckung sein."

212.

Nachdem er die Frucht des Kamma gepriesen hatte, lehrte Piyadassī, der große Weise,
Der Gemeinschaft den Dhamma, sie mit dem Regen des Dhamma sättigend.

213.

Dreißig Äonen lang regierte ich über Götter die Herrschaft der Götter;
Und siebenundsechzigmal war ich Weltenherrscher.

214.

Aus der Götterwelt hierher kommend, genieße ich umfassendes Glück;
Auch hier ist das Sālādach - dies ist die Frucht des Pavillons.

215.

Dies ist meine letzte Existenz, die abschließende läuft gerade ab;
Auch hier wird das Sālādach zu jeder Zeit sein.

216.

Den großen Weisen, Gotama, den Besten der Sakya, erfreut habend,
Habe ich den unerschütterlichen Ort erreicht, Sieg und Niederlage hinter mir lassend.

217.

Nach achtzehnhundert Äonen verehrte ich den Buddha -
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

218.

Meine Kilesā sind verbrannt worden … er lebt ohne Triebflüsse.

219.

Willkommen wahrlich war mir … die Unterweisung des Buddha ist erfüllt.

220.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sālamaṇḍapiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sālamaṇḍapiyo ist das zehnte.
Der Paṃsukūla-Vagga ist der neunundvierzigste.
Dessen Inhaltsangabe:
Paṃsukūla und Buddhasaññī, Bhisado und Ñāṇakittako;
Candanī und Dhātupūjī, und auch Pulinuppādako.
Taraṇo und Dhammaruciko, ebenso Sālamaṇḍapiyo -
zweihundert Verse sind es, weniger neunzehn.
50. Kiṅkaṇipuppha-Vagga
1. Apadāna des Thera Tikiṅkaṇipupphiyo

1.

Wie einen leuchtenden Kaṇikāra-Baum
erblickte ich ihn, sitzend zwischen den Bergen -
den makellosen Buddha Vipassī,
den Weltenführer, ohne Flecken.

2.

Drei Kiṅkaṇi-Blüten ergreifend
darbrachte ich sie dem Vollerwachten;
ihn ehrend, wandte ich mein Antlitz
gen Süden und zog meines Weges.

3.

Durch jene heilsam gewirkte Tat,
durch Willen und innige Ausrichtung,
ließ ich den menschlichen Leib zurück
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

4.

Einundneunzig Äonen zurück
ehrte ich jenen Buddha -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
Dies ist die Frucht der Buddhapūjā.

5.

Meine Kilesā sind verbrannt,
alle Daseinszustände ausgerissen;
wie ein Elefant, der die Fessel gesprengt,
weile ich triebversiegt.

6.

Wahrhaftig war mir Heil beschieden
in der Nähe meines Buddhas -
die drei Wissen sind erlangt,
das Gebot des Buddha ist erfüllt.

7.

Die vier analytischen Erkenntnisse,
die acht Vimokkhā ebenso,
die sechs Abhiññā sind verwirklicht -
das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Tikiṅkaṇipupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tikiṅkaṇipupphiyo ist das erste.
2. Apadāna des Thera Paṃsukūlapūjako

8.

Nicht fern vom Himavanta
liegt ein Berg namens Udaṅgaṇa -
dort sah ich ein Paṃsukūla-Gewand,
das an einem Baumast hing.

9.

Drei Kiṅkaṇi-Blüten pflückend,
freudig, mit freudigem Herzen,
verehrte ich jenes Paṃsukūla-Gewand.

10.

Durch jene heilsam gewirkte Tat,
durch Willen und innige Ausrichtung,
ließ ich den menschlichen Leib zurück
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

11.

Einundneunzig Äonen zurück
wirkte ich jene Tat -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
Dies ist die Frucht der Verehrung des Arahat-Banners.

12.

Meine Kilesā sind verbrannt … weile ich triebversiegt.

13.

Wahrhaftig war mir Heil beschieden … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

14.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Paṃsukūlapūjako diese Verse.
Das Apadāna des Thera Paṃsukūlapūjako ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Koraṇḍapupphiyo

15.

Früher war ich ein Waldarbeiter,
mit Vater und Mutter versehen -
ich lebte vom Töten von Tieren,
kein Heilsames war in mir zu finden.

16.

In meiner Nähe zeigte der Buddha Tissa,
der höchste Weltenführer,
drei seiner Fußabdrücke -
der Seher, aus Mitgefühl.

17.

Als ich die Fußabdrücke des Lehrers namens Tissa erblickte,
freudig, mit freudigem Herzen,
richtete ich meinen Geist voll Vertrauen
auf jene Fußabdrücke.

18.

Einen blühenden Koraṇḍa-Baum erblickend,
der aus der Erde gewachsen,
nahm ich ihn samt Knospen
und verehrte damit den erhabenen Fußabdruck.

19.

Durch jene heilsam gewirkte Tat,
durch Willen und innige Ausrichtung,
ließ ich den menschlichen Leib zurück
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

20.

In welche Daseinsform ich auch eingehe,
als Gottheit oder als Mensch -
ich besitze die Hautfarbe des Koraṇḍa
und bin von herrlichem Glanz erfüllt.

21.

Zweiundneunzig Äonen zurück
wirkte ich jene Tat -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
Dies ist die Frucht der Verehrung des Fußabdrucks.

22.

Meine Kilesā sind verbrannt … weile ich triebversiegt.

23.

Wahrhaftig war mir Heil beschieden … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

24.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Koraṇḍapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Koraṇḍapupphiyo ist das dritte.
4. Apadāna des Thera Kiṃsukapupphiyo

25.

Einen blühenden Kiṃsuka-Baum erblickend,
die Hände zur Añjali erhoben,
gedachte ich des erhabensten Buddha
und verehrte ihn im freien Raum.

26.

Durch jene heilsam gewirkte Tat,
durch Willen und innige Ausrichtung,
ließ ich den menschlichen Leib zurück
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

27.

Einunddreißig Äonen zurück
wirkte ich jene Tat -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
Dies ist die Frucht der Buddhapūjā.

28.

Meine Kilesā sind verbrannt … weile ich triebversiegt.

29.

Wahrhaftig war mir Heil beschieden … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

30.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Werk des Buddha ist vollbracht.
So fürwahr sprach der ehrwürdige Thera Kiṃsukapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kiṃsukapupphiya, das vierte.
5. Apadāna des Thera Upaḍḍhadussadāyaka

31.

Des Erhabenen Padumuttara
war Sujāta der Name des Schülers;
auf der Suche nach Paṃsukūla
durchstreifte er damals Schutthalden.

32.

In der Stadt Haṃsavatī
war ich Lohnarbeiter für andere;
ein halbes Tuch darreichend,
verneigte ich mich mit dem Haupt.

33.

Durch diese wohlvollbrachte Tat
und durch Absicht und Vorsatz
verließ ich den menschlichen Leib
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

34.

Dreiunddreißigmal war ich Götterherrscher
und übte die Herrschaft der Götter aus;
siebenundsiebzigmal
war ich Weltenherrscher.

35.

Gebietsherrschaft in Fülle,
unzählbar über jede Zählung -
durch die Gabe des halben Tuches
erfreue ich mich, ohne Furcht von irgendwo.

36.

Wenn ich heute wollte,
könnte ich das Land mit seinen Wäldern und Bergen
mit Khoma-Tüchern bedecken -
das ist die Frucht des halben Tuches.

37.

Vor hunderttausend Äonen
gab ich jene Gabe damals;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
das ist die Frucht des halben Tuches.

38.

Die Kilesas sind in mir verbrannt … ich weile triebversiegt.

39.

Willkommen wahrlich war mir … das Werk des Buddha ist vollbracht.

40.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Werk des Buddha ist vollbracht.
So fürwahr sprach der ehrwürdige Thera Upaḍḍhadussadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Upaḍḍhadussadāyaka, das fünfte.
6. Apadāna des Thera Ghatamaṇḍadāyaka

41.

Den Erhabenen, wohlbedacht,
den Ältesten der Welt, den Stier unter den Menschen,
sah ich im großen Wald sitzend,
gepeinigt von einem Windleiden.

42.

Ihn erblickend, das Herz erheitert,
brachte ich Butterschmalzrahm dar;
durch die Kraft vollbrachter und angehäufter Taten
ist dieser Gaṅgā-Bhāgīrathī geworden:

43.

Die vier großen Ozeane
werden mir zu Butterschmalz;
diese gewaltige, unermessliche,
unzählbare Erde -

44.

Meinen Vorsatz erkennend,
werden diese mir zu Honig und Zucker;
die Bäume der vier Kontinente,
die aus der Erde sprießenden Pflanzen -

45.

Meinen Vorsatz erkennend,
werden sie zu Wunschbäumen für mich.
Fünfzigmal war ich Götterherrscher
und übte die Herrschaft der Götter aus.

46.

Einundfünfzigmal
war ich Weltenherrscher;
Gebietsherrschaft in Fülle,
unzählbar über jede Zählung.

47.

Vor vierundneunzig Äonen
gab ich jene Gabe damals;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
das ist die Frucht des Butterschmalzrahms.

48.

Die Kilesas sind in mir verbrannt … ich weile triebversiegt.

49.

Willkommen wahrlich war mir … das Werk des Buddha ist vollbracht.

50.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Werk des Buddha ist vollbracht.
So fürwahr sprach der ehrwürdige Thera Ghatamaṇḍadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ghatamaṇḍadāyaka, das sechste.
7. Apadāna des Thera Udakadāyaka

51.

Im unvergleichlichen Bhikkhu-Saṅgha
des Buddha Padumuttara
schenkte ich mit heiterem, freudigem Herzen
einen Krug mit Trinkwasser.

52.

Ob auf dem Gipfel eines Berges, auf schlechtem Weg,
in der Luft oder auf der Erde -
wann immer ich Wasser begehre,
entsteht es mir schnell.

53.

Vor hunderttausend Äonen
gab ich jene Gabe damals;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich -
das ist die Frucht der Wassergabe.

54.

Die Kilesas sind in mir verbrannt … ich weile triebversiegt.

55.

Willkommen wahrlich war mir … das Werk des Buddha ist vollbracht.

56.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Werk des Buddha ist vollbracht.
So fürwahr sprach der ehrwürdige Thera Udakadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Udakadāyaka, das siebte.
8. Apadāna des Thera Pulinathūpiya

57.

Nicht weit vom Himavant entfernt
liegt ein Berg namens Yamaka;
meine Einsiedelei war wohl erbaut,
die Laubhütte kunstvoll errichtet.

58.

Nārada war mein Name,
ein Asket mit aufgebundenen Haaren, von strengem Glühen;
vierzehntausend
Schüler pflegten mir aufzuwarten.

59.

In Zurückgezogenheit sitzend, still,
dachte ich damals so:
„Alle Menschen ehren mich,
doch ich ehre nichts und niemanden.

60.

Niemand ist, der mich belehrt, kein Mahner ist zu finden;
Ohne Lehrer, ohne Aufseher - in den Wäldern will ich weilen.

61.

Wenn ich einen verehre, dem ich in Ehrerbietung dienen kann,
gibt es keinen solchen Lehrer für mich - das Waldleben ist sinnlos.

62.

Eine Verehrungsstätte will ich suchen, einen Verehrungswürdigen, dem ich mich anvertraue;
Unter seinem Schutz will ich wohnen - niemand wird mich tadeln.

63.

Ein Flüsschen mit flachem Ufer, leicht zugänglich und entzückend,
mit reinen Sandbänken bestreut - nicht weit von meiner Einsiedelei.

64.

Den Fluss namens Amarikā aufsuchend damals,
formte ich eine Sandbank und errichtete ein Sandbank-Heiligtum.

65.

Jene, die Vollerwachte waren, Weise, die dem Dasein ein Ende setzten -
für sie ein solcher Stupa - dies als Zeichen errichte ich.

66.

Einen Stupa aus Sand errichtet, ließ ich einen goldenen fertigen;
Dreitausend goldene Glöckchenblüten opferte ich dargebracht.

67.

Abends und morgens verehrte ich, von Andacht erfüllt mit gefalteten Händen;
Den Vollerwachten vor Augen gleichsam, verneigte ich mich vor dem Sandbank-Heiligtum.

68.

Wenn Befleckungen entstehen, Gedanken auf das Hausleben gerichtet,
erinnere ich mich des wohlgemachten Stupa - und betrachte ihn sogleich.

69.

Den Anführer, den Führer stets als Stützpunkt nehmend -
mit Befleckungen zusammenzuleben ziemt dir nicht, Ehrwürdiger.

70.

Sobald ich mich des Stupa entsinne, entsteht in mir Ehrfurcht sogleich;
Üble Gedanken vertrieb ich - gleich einem Elefanten, der auf den Stachel des Mahouts reagiert.

71.

So während ich verweilte, überwältigte mich der König des Todes;
Dort, nach dem Hinscheiden, gelangte ich in die Brahma-Welt.

72.

Die volle Lebensspanne dort verbringend, wurde ich in den Dreißiger-Himmeln wiedergeboren;
Achtzig Mal war ich Indra der Götter und übte die Herrschaft über Götter aus.

73.

Dreihundert Mal war ich Rad-drehender König;
Teilherrschaft, weitreichend, unzählig der Zahl nach.

74.

Den Fruchtreichtum der goldenen Glöckchenblüten genieße ich;
Hunderttausende von Pflegerinnen umgeben mich in jedem Dasein.

75.

Durch die beständige Pflege des Stupa haftet kein Staub und Schmutz an mir;
Kein Schweiß tritt aus meinem Körper - strahlend leuchtend bin ich.

76.

Oh, wie wohlgemacht mein Stupa! Wohlgesehen der Fluss Amarikā!
Einen Stupa aus Sand errichtet habend, habe ich das unwandelbare Ziel erreicht.

77.

Für ein Wesen, das Heilsames tun will, das nach dem Wesentlichen greift -
es gibt kein Feld und kein Nichtfeld: Allein die Praxis ist das Vollbringende.

78.

Gleichwie ein kräftiger Mann, der einen Ozean überqueren will,
ein kleines Holzstück nimmt und in das große Gewässer springt -

79.

So werde ich, dieses Holz als Stütze nehmend, den großen Ozean überqueren;
Mit Ausdauer und Tatkraft vermag der Mensch das Meer zu durchqueren.

80.

Ebenso ist mein gewirktes Kamma - gering und nur wenig -
doch dieses Kamma als Stütze nehmend, überschritt ich den Kreislauf der Existenz.

81.

Im letzten Dasein angelangt, angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
wurde ich in Sāvatthī geboren, in einem wohlhabenden Haushalt von großem Reichtum.

82.

Gläubig sind Mutter und Vater, die beim Buddha Zuflucht genommen haben;
Beide sind sie Sehende des Zieles und folgen der Lehre.

83.

Einen Bodhi-Baumschössling nehmend, ließen sie einen goldenen Stupa errichten;
Abends und morgens verehrten sie ihn angesichts des Sohnes der Sakyas.

84.

Am Uposatha-Tag brachten sie den goldenen Stupa heraus;
Die Tugenden des Buddha preisend, verbrachten sie drei Nachtwachen.

85.

Als ich den Stupa erblickte, erinnerte ich mich des Sandbank-Heiligtums;
An einem Sitz niedergesetzt, erlangte ich die Arahatschaft.
Zweiundzwanzigster Lesungsabschnitt.

86.

Den Helden suchend erblickte ich den Dhamma-General;
Das Haus verlassend, zog ich bei ihm in die Hauslosigkeit aus.

87.

Im siebten Lebensjahr erlangte ich die Arahatschaft;
Der Buddha, der Sehende, vollzog die Aufnahme, meine Tugenden erkennend.

88.

Still wie ein Kind sitzend, ist das Werk von mir vollendet;
Was zu tun war, das ist heute getan - im Sāsana des Sakya-Sohnes.

89.

Jenseits aller Feindschaft und Furcht, jenseits aller Fesseln, der Weise -
Dein Schüler, großer Held, dies ist die Frucht des goldenen Stupa.

90.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich lebe ohne Triebflüsse.

91.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

92.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Pulinathūpiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Pulinathūpiyo ist das achte.
9. Apadāna des Thera Naḷakuṭidāyaka

93.

Nicht weit vom Himalaya entfernt liegt ein Berg namens Hārita;
der Selbst-Erwachte, Nārada genannt, weilte damals am Fuße eines Baumes.

94.

Ein Hüttchen aus Schilf errichtend, bedeckte ich es mit Gras;
den Wandelgang reinigend, übereignete ich es dem Selbst-Erwachten.

95.

Durch jene wohlvollbrachte Tat und durch Absicht und Entschlossenheit
verließ ich den menschlichen Leib und gelangte nach Tāvatiṃsa.

96.

Dort war mir ein herrlicher Brahma-Prachtbau aus Schilf entstanden,
sechzig Yojana hoch und dreißig Yojana breit.

97.

Vierzehn Äonen lang ergötzte ich mich in der Götterwelt;
einundsiebzigmal übte ich Götterherrschaft aus.

98.

Vierunddreißigmal war ich ein Weltenherrscher;
Teilherrschaft in Fülle - jenseits jeder Zählung.

99.

Den Dhamma-Palast ersteigend, vollkommen in aller Gestalt,
lebe ich nach eigenem Willen in der Weisung des Sākyasohnes.

100.

Einunddreißig Äonen zurück ist die Tat, die ich damals vollbrachte;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Schilf-Hütte.

101.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich lebe ohne Triebflüsse.

102.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

103.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Naḷakuṭidāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Naḷakuṭidāyaka ist das neunte.
10. Apadāna des Thera Piyālaphaladāyaka

104.

Ein Wildtierjäger war ich einst, im Walde umherstreifend;
da erblickte ich den makellosen Buddha, der das Ziel aller Dhammas erreicht hatte.

105.

Eine Piyāla-Frucht nehmend, gab ich sie dem Besten der Buddhas;
mit gläubigem Herzen, mit eigenen Händen, dem heldenhaften Verdienstfeld.

106.

Einunddreißig Äonen zurück ist die Frucht, die ich damals gab;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

107.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich lebe ohne Triebflüsse.

108.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

109.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Piyālaphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Piyālaphaladāyaka ist das zehnte.
Der Kiṅkaṇipuppha-Vagga ist der fünfzigste.
51. Kaṇikāra-Vagga
1. Apadāna des Thera Tikaṇikārapupphiya

1.

Sumedha war der Name des Vollerwachten, gezeichnet mit zweiunddreißig Vorzugsmerkmalen;
der Vollerwachte, der die Abgeschiedenheit liebte, kam zum Himalaya.

2.

Den Himalaya durchdringend, der höchste, mitleidsvolle Muni,
die Beine im Lotossitz gefaltet, setzte sich nieder, der Höchste unter den Menschen.

3.

Ein Vidyādhara war ich damals, durch die Lüfte schwebend;
den wohlgeschmiedeten Dreizack fassend, fuhr ich durch den Himmel.

4.

Wie Feuer auf dem Gipfel eines Berges, wie der Mond in der Vollmondnacht,
so erstrahlte der Buddha im Walde, gleich dem blühenden König der Sāla-Bäume.

5.

Aus den Wipfeln des Waldes hervortretend, eilte ich hin zu den Strahlen des Buddha -
golden-flammend wie brennendes Schilf leuchteten sie -; beim Anblick klärte sich mein Geist.

6.

Suchend fand ich eine Blüte, die Kaṇikāra-Blüte von göttlichem Duft;
drei Blüten nehmend, verehrte ich damit den Besten der Buddhas.

7.

Durch die Kraft des Buddha wandten sich jene drei Blüten damals
mit Stielen nach oben, Blättern nach unten, und spendeten Schatten dem Meister.

8.

Durch jene wohlvollbrachte Tat und durch Absicht und Entschlossenheit
verließ ich den menschlichen Leib und gelangte nach Tāvatiṃsa.

9.

Dort war mir ein herrlicher Brahma-Prachtbau entstanden, bekannt als „der Kaṇikāra-Palast";
sechzig Yojana hoch und dreißig Yojana breit.

10.

Mit tausend Zinnen, hundert Kuppeln, mit Flaggen aus leuchtendem Gold geschmückt;
hunderttausend Giebel erstrahlten mir in jenem Prachtbau.

11.

Aus Gold gemacht und Juwelen gefügt,
auch aus rotem Korall erschaffen -
Ruhebetten aus Kristall dazu,
ganz nach Wunsch und Belieben.

12.

Ein Lager von höchstem Werte,
mit Daunenkissen reich bestückt,
von Wolle oben dicht besetzt,
mit weichen Polstern ausgestattet.

13.

Wenn ich den Palast verlasse
und meinen göttlichen Rundgang halte,
wohin ich auch zu gehen wünsche -
geleitet von einer Götterschaar.

14.

Unter dem Blütenbaum steh ich,
mein Baldachin wölbt sich darüber;
ringsum auf hundert Yojanas
von Kaṇikāra-Blüten beschattet.

15.

Sechzigtausend Spieler kamen,
morgens und abends mir zu dienen;
sie umringen mich beständig,
bei Nacht und Tag unermüdlich.

16.

Dort erfreue ich mich am Tanz,
am Gesang und an Trommelklängen,
am Saitenspiel und an Freudenspielen -
ich ergötze mich an Sinnesgenüssen.

17.

Dort isst und trinkt man in Freude,
mitten unter den Dreißig Göttern;
umgeben von Scharen von Frauen
erfreue ich mich in den höchsten Höhen.

18.

Fünfhundertmal übte ich Herrschaft
über Götter aus;
dreihundertmal
war ich ein Weltenherrscher;
Teilherrschaft, weit ausgedehnt,
unzählbar nach jeder Zählung.

19.

Von Dasein zu Dasein wandernd
erlange ich großen Reichtum stets;
an Gütern mangelt mir nichts -
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

20.

In zwei Bereichen wandere ich wieder:
in göttlicher Welt und in menschlicher;
andere Geschicke kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

21.

In zwei Sippen werde ich geboren:
unter Khattiyas wie auch Brahmanen;
in niederer Sippe werde ich nicht geboren -
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

22.

Elefantenwagen, Pferdewagen,
Sänfte und rollende Kutsche -
dies alles erlange ich vollständig:
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

23.

Scharen von Dienerinnen und Dienern,
mit Schmuck gezierte Frauen -
dies alles erlange ich vollständig:
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

24.

Seidenstoffe und Wollgewebe,
Leinen und Baumwollstoffe dazu -
dies alles erlange ich vollständig:
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

25.

Neue Gewänder, frische Früchte,
Speisen von erlesenstem Geschmack -
dies alles erlange ich vollständig:
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

26.

„Koste dies, genieße das,
und schlafe auf diesem Lager hier" -
dies alles erlange ich vollständig:
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

27.

Überall bin ich verehrt,
mein Ruhm erstrahlt in die Höhe;
stets habe ich großen Anhang,
stets eine unspaltbare Gemeinschaft;
unter den Verwandten bin ich der Höchste -
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

28.

Kälte und Hitze kenne ich nicht,
Brennen ist mir nicht bekannt;
auch geistiger Schmerz
findet sich nicht in meinem Herzen.

29.

Von goldener Farbe geworden
wandere ich von Dasein zu Dasein;
Entstellung kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

30.

Aus der Götterwelt herabgekommen,
von der Verdienstwurzel angetrieben,
wurde ich in Sāvatthī geboren,
in einem wohlhabenden, reichen Haus.

31.

Die fünf Stränge der Sinnesfreude aufgebend,
trat ich aus ins Hauslose;
im siebten Lebensjahr
erreichte ich die Arahantschaft.

32.

Der Buddha, das Auge der Welt,
gab mir die Upasampadā und erkannte meine Tugend;
jung war ich, doch verehrungswürdig -
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

33.

Reines Himmelsauge besitze ich,
im Samādhi bin ich erfahren;
die Vollendung der Abhiññā habe ich erreicht -
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

34.

Die Paṭisambhidā habe ich erlangt,
in den Iddhipādas bin ich kundig;
in den Dhammas habe ich Vollendung erreicht -
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

35.

Vor dreißigtausend Äonen
verehrte ich jenen Buddha vollständig;
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

36.

Die Kilesā habe ich verbrannt,
alle Existenzen bis zur Wurzel beseitigt;
wie ein Elefant, der die Fesseln zerbrochen,
weile ich triebversiegt.

37.

Glücklich willkommen war mir wahrlich
mein Kommen in die Nähe des Buddha;
die drei Wissenskräfte habe ich erlangt,
des Buddha Weisung ist vollbracht.

38.

Die vier Paṭisambhidā,
ebenso die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā verwirklicht -
des Buddha Weisung ist vollbracht.
So hat der Ehrwürdige Tikaṇikārapupphiya Thera
diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Tikaṇikārapupphiya, das erste.
2. Apadāna des Thera Ekapattadāyaka

39.

In der Stadt Haṃsavatī
war ich einst ein Töpfer;
ich erblickte den makellosen Buddha,
den Flutüberquerten, Triebversiegten.

40.

Eine wohlgeformte Tonschale
gab ich dem Besten der Buddhas;
die Schale dem Erhabenen darbietend,
dem Aufrechten, dem Unerschütterlichen.

41.

In jeder Geburt, die mir zuteilwurde, erlangte ich goldene Schalen,
Goldgefäße in schöner Form und Tabletts aus Edelstein.

42.

Aus solchen Schalen speiste ich - dies ist die Frucht heilsamen Kamma;
An Ruhm und Reichtum war ich der Erste unter den Menschen.

43.

Wie auf einem guten Feld ein Same, auch wenn er gering,
wenn der rechte Regen fällt, Frucht trägt, die den Bauern erfreut -

44.

So wird diese Schalen-Gabe, gepflanzt im Buddhafeld,
wenn der Regen der Freude strömt, Frucht tragen, die mich erfreut.

45.

Von allen Feldern, die es gibt, Saṅghas wie auch anderen Gemeinschaften -
keines gleicht dem Buddhafeld, das Glück bringt allen Wesen.

46.

Verehrung dir, edles Ross der Menschen, Verehrung dir, Höchster der Menschen!
Durch das Schenken einer einzigen Schale habe ich das unerschütterliche Ziel erlangt.

47.

Vor einundneunzig Äonen gab ich jene Schale damals;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Schalengabe.

48.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich lebe als Triebfreier.

49.

Wahrlich willkommen war mir … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

50.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach, wie überliefert wird, der ehrwürdige Thera Ekapattadāyaka diese Verse.
Das zweite Apadāna des Thera Ekapattadāyaka.
3. Apadāna des Thera Kāsumāraphaliyo

51.

Wie den Kaṇikāra-Baum, der leuchtet, sah ich ihn sitzen inmitten der Berge -
den makellosen Buddha, den Ältesten der Welt, den Stier unter den Menschen.

52.

Mit heiterem Geist und frohem Herzen, die gefalteten Hände zum Haupt erhoben,
nahm ich eine Kāsumārika-Frucht und gab sie dem Erhabensten der Buddhas.

53.

Vor einunddreißig Äonen gab ich jene Frucht damals;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

54.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich lebe als Triebfreier.

55.

Wahrlich willkommen war mir … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

56.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach, wie überliefert wird, der ehrwürdige Thera Kāsumāraphaliyo diese Verse.
Das dritte Apadāna des Thera Kāsumāraphaliyo.
4. Apadāna des Thera Avaṭaphaliyo

57.

Der Gesegnete, der Tausendstrahlige, der Selbst-Erwachte, der Unbesiegte -
aus der meditativen Abgeschiedenheit sich erhebend, zog er zum Almosengang aus.

58.

Ich, eine Frucht in der Hand, näherte mich dem Stier unter den Menschen;
mit heiterem Geist und frohem Herzen gab ich ihm die Avaṭa-Frucht.

59.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich jene Frucht damals;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

60.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich lebe als Triebfreier.

61.

Wahrlich willkommen war mir … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

62.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach, wie überliefert wird, der ehrwürdige Thera Avaṭaphaliyo diese Verse.
Das vierte Apadāna des Thera Avaṭaphaliyo.
5. Apadāna des Thera Pādaphaliyo

63.

Dem Vollerwachten von goldener Farbe, dem Empfänger der Opfergaben,
der die Straße entlangschritt, gab ich eine Pādaphala-Frucht.

64.

Vor einundneunzig Äonen gab ich jene Frucht damals;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

65.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich lebe als Triebfreier.

66.

Wahrlich willkommen war mir … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

67.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach, wie überliefert wird, der ehrwürdige Thera Pādaphaliyo diese Verse.
Das fünfte Apadāna des Thera Pādaphaliyo.
6. Apadāna des Thera Mātuluṅgaphaladāyaka

68.

Wie den leuchtenden Kaṇikāra-Baum, wie den Mond in der Vollmondnacht,
wie einen flammenden Leuchtbaum sah ich den Weltführer.

69.

Eine Mātuluṅga-Frucht nehmend, gab ich sie dem Meister,
dem würdigen Helden, mit eigenen Händen und heiterem Sinn.

70.

Vor einunddreißig Äonen gab ich jene Frucht damals;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

71.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

72.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

73.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Mātuluṅgaphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Mātuluṅgaphaladāyaka, das sechste.
7. Apadāna des Thera Ajeliphaladāyaka

74.

Ajjuna war der Name des Vollerwachten, der damals im Himalaya weilte;
An Verhalten vollkommen, ein Muni, erfahren im Samādhi.

75.

Eine krugroße Frucht des Jīvajīvaka nehmend
Und ein schirmgleiches Blatt nehmend, gab ich sie dem Meister.

76.

Vor vierundneunzig Äonen - welche Frucht ich damals gab -
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht; dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

77.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

78.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

79.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ajeliphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ajeliphaladāyaka, das siebte.
8. Apadāna des Thera Amodaphaliya

80.

Dem Vollerwachten von goldener Farbe, dem Empfänger der Opfergaben,
Der auf der Straße seinen Weg ging, gab ich eine Amodā-Frucht.

81.

Vor einundneunzig Äonen - welche Frucht ich damals gab -
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht; dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

82.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

83.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

84.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Amodaphaliya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Amodaphaliya, das achte.
9. Apadāna des Thera Tālaphaladāyaka

85.

Sataraṃsī war der Name des Erhabenen, der Selbst-Erwachte, der Unbesiegte;
Aus der Einsamkeit hervortretend, begab er sich zum Almosengang.

86.

Als ich ihn sah - eine Frucht in der Hand -, trat ich an den Stier unter den Menschen heran;
Mit heiterem Geist und frohem Herzen gab ich ihm eine Tāla-Frucht.

87.

Vor vierundneunzig Äonen - welche Frucht ich damals gab -
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht; dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

88.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

89.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

90.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Tālaphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tālaphaladāyaka, das neunte.
10. Apadāna des Thera Nāḷikeraphaladāyaka

91.

In der Stadt Bandhumatī war ich damals ein Klosterbediensteter;
Ich erblickte den makellos reinen Buddha, der ungehindert seinen Weg ging.

92.

Eine Kokosnuss nehmend, gab ich sie dem erhabensten Buddha;
Im Luftraum stehend, nahm der Hochberühmte sie entgegen.

93.

Erfüllung schenkend mir, Glück im gegenwärtigen Dasein herbeiführend -
Nachdem ich dem Buddha die Frucht gegeben hatte, mit heiterem Geist,

94.

Erlangte ich damals Verzückung, weitreichend und höchstes Glück;
Wie ein Juwel entstand es mir überall, wo immer ich wiedergeboren wurde.

95.

Vor einundneunzig Äonen - welche Frucht ich damals gab -
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht; dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

96.

Mein himmlisches Auge ist geläutert, erfahren bin ich im Samādhi;
Den Gipfel der Abhiññā erreichend - dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

97.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

98.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

99.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Nāḷikeraphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Nāḷikeraphaladāyaka, das zehnte.
Der Kaṇikāra-Vagga, der einundfünfzigste.
Dessen Inhaltsangabe:
Kaṇikāra, Ekapatta, Kāsumārī, Āvaṭa,
Pāda und Mātuluṅga, sowie Ajeli und Amodā,
Tāla und ebenso Nāḷikera - die Verse wurden hier gezählt;
Es sind genau einhundert Verse, ohne Mehr und ohne Minder.
52. Phaladāyaka-Vagga
1. Apadāna des Thera Kurañciyaphaladāyaka

1.

Einst war ich ein Wildtierjäger, der im Wald umherzog;
Ich erblickte den makellos reinen Buddha, den über alle Dhammas Hinübergegangenen.

2.

Eine Kurañciya-Frucht ergreifend, bot ich sie damals dar
dem Erhabensten der Buddhas, dem Solchartigen,
dem Verdienstfeld - mit eigenen Händen, voll Vertrauen.

3.

Einunddreißig Äonen sind es, seit ich damals diese Frucht darbrachte;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

4.

Meine Kilesā sind verbrannt, alle Existenzen ausgerissen;
wie ein Elefant, der seine Fessel zerbrochen hat,
weile ich als Triebversiegter.

5.

Wahrlich willkommen war mir die Begegnung
in der Nähe des Erhabensten der Buddhas;
die drei Wissen sind erlangt, des Buddhas Lehre vollbracht.

6.

Die vier Paṭisambhidā, die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā - all das ist verwirklicht;
des Buddhas Lehre ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Kurañciyaphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kurañciyaphaladāyaka - das erste.
2. Apadāna des Thera Kapitthaphaladāyaka

7.

Den Vollerwachten, goldfarben leuchtend, Empfänger der Opfergaben,
als er die Straße entlangschritt -
ihm bot ich eine Kapittha-Frucht dar.

8.

Einundneunzig Äonen sind es, seit ich damals diese Frucht darbrachte;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

9.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile als Triebversiegter.

10.

Wahrlich willkommen war mir … des Buddhas Lehre ist vollbracht.

11.

Die vier Paṭisambhidā … des Buddhas Lehre ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Kapitthaphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kapitthaphaladāyaka - das zweite.
3. Apadāna des Thera Kosambaphaliyo

12.

Den Strahlenden gleich einer Kakudha-Blüte, den Gott der Götter, den Stier unter den Menschen,
als er die Straße entlangschritt -
ihm bot ich damals eine Kosamba-Frucht dar.

13.

Einunddreißig Äonen sind es, seit ich damals diese Frucht darbrachte;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

14.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile als Triebversiegter.

15.

Wahrlich willkommen war mir … des Buddhas Lehre ist vollbracht.

16.

Die vier Paṭisambhidā … des Buddhas Lehre ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Kosambaphaliyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kosambaphaliyo - das dritte.
4. Apadāna des Thera Ketakapupphiyo

17.

Am Ufer des Flusses Vinatā weilte er, der Höchste unter den Menschen;
ich erblickte den makellosen Buddha,
einspitzig gesammelt, tief versunken.

18.

Mit der süßduftenden Blüte der Ketaka-Pflanze
verehrte ich damals, frohen Geistes, heiteren Herzens,
den Erhabensten der Buddhas.

19.

Einundneunzig Äonen sind es, seit ich diese Blüte darbrachte;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

20.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile als Triebversiegter.

21.

Wahrlich willkommen war mir … des Buddhas Lehre ist vollbracht.

22.

Die vier Paṭisambhidā … des Buddhas Lehre ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Ketakapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ketakapupphiyo - das vierte.
5. Apadāna des Thera Nāgapupphiyo

23.

Den Vollerwachten, goldfarben leuchtend, Empfänger der Opfergaben,
als er die Straße entlangschritt -
ihm brachte ich eine Nāga-Blüte zur Verehrung dar.

24.

Einundneunzig Äonen sind es, seit ich diese Blüte darbrachte;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

25.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile als Triebversiegter.

26.

Wahrlich willkommen war mir … des Buddhas Lehre ist vollbracht.

27.

Die vier Paṭisambhidā … des Buddhas Lehre ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Nāgapupphiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Nāgapupphiyo - das fünfte.
6. Apadāna des Thera Ajjunapupphiyo

28.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā war ich damals ein Kinnara;
ich erblickte den makellosen Buddha,
den Selbst-Erwachten, den Unbesiegten.

29.

Frohen Geistes, heiteren Herzens, von Begeisterung erfüllt, die Hände gefaltet,
nahm ich eine Ajjuna-Blüte
und verehrte damit den Selbst-Erwachten.

30.

Durch diese gute Tat und durch Absicht und Aspiration dabei
verließ ich den Kinnara-Leib
und gelangte in die Tāvatiṃsa-Welt.

31.

Sechsunddreißigmal herrschte ich als Götterkönig
über das Reich der Götter;
zehnmal war ich Weltenherrscher
und übte große Königsherrschaft.

32.

Teilherrschaft in Fülle, unzählbar an Zahl -
ein Same, gesät ins gute Feld
beim Selbst-Erwachten: oh, welche Gnade ward mir zuteil.

33.

Heilsames ist in mir entstanden,
ich trat aus in die Hauslosigkeit;
würdig der Verehrung bin ich heute
in der Lehre des Sākyasohnes.

34.

Meine Befleckungen sind verbrannt … ich lebe triebversiegt.

35.

Wahrlich willkommen war mir … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

36.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ajjunapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ajjunapupphiya, das sechste.

37.

Nicht fern vom Himavant erhebt sich ein Berg,
Vasala mit Namen;
ein Buddha namens Sudassana
weilt inmitten jenes Berges.

38.

Eine Blüte aus dem Himavant nehmend,
stieg ich durch die Lüfte empor;
dort erblickte ich den Vollerwachten,
den die Fluten Überschritten Hat, den Triebversiegten.

39.

Eine Kuṭaja-Blüte nehmend,
legte ich sie mit gefalteten Händen aufs Haupt
und bot sie dem Buddha dar,
dem Selbst-Erwachten, dem großen Seher.

40.

Einunddreißig Äonen vor dieser Zeit -
welche Blüte ich da verehrend darbrachte:
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht,
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

41.

Meine Befleckungen sind verbrannt … ich lebe triebversiegt.

42.

Wahrlich willkommen war mir … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

43.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kuṭajapupphiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kuṭajapupphiya, das siebte.

44.

Einst war ich ein Wildtierjäger,
im tiefen Waldesdickicht;
ich sah den makellosen Buddha,
umgeben von der Schar der Götter.

45.

Er lehrte die vier Wahrheiten
und wies den unsterblichen Ort;
ich hörte den süßen Dhamma
des Sikhī, des Freundes der Welt.

46.

Im Klang erweckte ich Vertrauen
zu dem Unvergleichlichen;
durch dieses Vertrauen überwand ich
das schwer zu überwindende Werden.

47.

Einunddreißig Äonen vor dieser Zeit -
jene Wahrnehmung, die ich damals gewann:
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht,
dies ist die Frucht der Klang-Wahrnehmung.

48.

Meine Befleckungen sind verbrannt … ich lebe triebversiegt.

49.

Wahrlich willkommen war mir … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

50.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Ghosasaññaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Ghosasaññaka, das achte.

51.

Varuṇa war mein Name -
ein Brahmane, vollendeter Kenner der Mantras;
ich ließ zehn Söhne zurück
und tauchte damals in die Waldesmitte ein.

52.

Ich richtete eine wohlgebaute Einsiedelei ein,
schön gegliedert und anmutig;
ich errichtete eine Laubhütte
und lebte im Wald.

53.

Padumuttara, Kenner der Welt,
Empfänger der Opfergaben -
er, der mich befreien wollte,
kam zu meiner Einsiedelei.

54.

Soweit der Waldhain reichte,
erschien ein mächtiger Lichtglanz;
durch die Strahlkraft des Buddha
erstrahlte der Wald in Helligkeit.

55.

Als ich dieses Wunderzeichen sah
des erhabensten Buddha, des Gleichmütigen,
nahm ich einen Behälter aus Blättern
und verehrte ihn mit Früchten.

56.

Ich trat an den Vollerwachten heran
und brachte ihm eine Khari-Last Früchte;
der Buddha, mir zugeneigt,
sprach da diese Worte:

57.

„Nimm die Khari-Last auf den Rücken
und folge mir nach;
wenn der Saṅgha gespeist ist,
wird es dir zu Verdienst gereichen."

58.

Ich nahm das volle Bündel
und gab es dem Bhikkhu-Saṅgha;
im Vertrauen darauf gesammelt,
ward ich in Tusita wiedergeboren.

59.

Dort, mit himmlischen Tänzen,
Gesängen und Musikklängen,
genieße ich beständig Glück,
verbunden mit dem Werk meines Verdienstes.

60.

In welche Daseinsform ich auch wiedergeboren werde -
als Gottheit oder als Mensch -
an Genüssen mangelt es mir nicht:
dies ist die Frucht des Früchte-Schenkens.

61.

Soweit sich die vier Kontinente erstrecken,
mit Meeren und Bergen -
durch das Schenken von Früchten an den Buddha
herrsche ich als Gebieter über all das.

62.

Soweit Vogelscharen sich
in die Lüfte erheben -
auch sie folgen mir gehorsam:
dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

63.

Soweit im Walddickicht
Yakkhas, Bhūtas und Rakkhasas,
Kumbhaṇḍas wie auch Garuḷas -
sie alle dienen mir bereitwillig.

64.

Kumbhas, Hunde, Honigbienen,
Bremsen und Mücken allesamt -
auch sie folgen mir gehorsam:
dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

65.

Supaṇṇa heißen jene Vögel,
geflügelte von mächtiger Kraft -
auch sie nehmen Zuflucht bei mir:
dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

66.

Die langlebigen Nāgas,
mit Macht begabt und hochgeehrt -
auch sie folgen mir gehorsam:
dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

67.

Löwen, Tiger und Leoparden,
Bären, Schakale und Hyänen -
auch sie folgen mir gehorsam:
dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

68.

Die im Heilkrautgras Wohnenden
und die in den Lüften Hausenden -
alle nehmen Zuflucht bei mir:
dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

69.

Das schwer zu Schauende, Feinste,
das Tiefe, klar Dargelegte -
ich habe es berührt und weile darin:
dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

70.

Die acht Vimokkhās berührend
weile ich triebversiegt;
glühend eifrig und besonnen -
dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

71.

Die Buddhassöhne, die die Frucht erstreben,
frei von Makel, hochgeehrt -
ich bin einer unter ihnen:
dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

72.

Zur Vollendung der Abhiññā gelangt,
von der Verdienstwurzel angetrieben,
alle Triebflüsse durchschauend
weile ich triebversiegt.

73.

Die Tevijjā-Begabten, die Iddhi-Erlangten,
Buddhassöhne von großem Ruhm,
ausgestattet mit dem himmlischen Gehör -
ich bin einer unter ihnen.

74.

Vor hunderttausend Äonen
gab ich damals jene Frucht -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht der Fruchtgabe.

75.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

76.

Wahrlich willkommen war mir … usw. … des Buddha Weisung ist erfüllt.

77.

Die vier Paṭisambhidās … usw. … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Sabbaphaladāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sabbaphaladāyaka ist das neunte.
10. Das Apadāna des Thera Padumadhārika

78.

Nicht weit vom Himavant entfernt
liegt der Berg namens Romasa;
auch ein Buddha namens Sambhava
weilte damals unter freiem Himmel.

79.

Aus meiner Behausung heraustretend
trug ich eine Lotosblüte;
einen Tag lang trug ich sie
und kehrte dann wieder heim.

80.

Vor einunddreißig Äonen
ehrte ich jenen Buddha -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich:
dies ist die Frucht der Buddhahuldigung.

81.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

82.

Wahrlich willkommen war mir … usw. … des Buddha Weisung ist erfüllt.

83.

Die vier Paṭisambhidās … usw. … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Padumadhārika diese Verse.
Das Apadāna des Thera Padumadhārika ist das zehnte.
Der Phaladāyaka-Vagga ist der zweiundfünfzigste.
53. Tiṇadāyaka-Vagga
1. Das Apadāna des Thera Tiṇamuṭṭhidāyaka

1.

Nicht weit vom Himavant entfernt
liegt der Berg namens Lambaka;
dort wandelte der Sambuddha Tissa
auf einem Caṅkama unter freiem Himmel.

2.

Ein Jäger war ich einst,
im Wald, im dichten Forst;
als ich jenen Gott der Götter sah,
gab ich ihm eine Handvoll Gras.

3.

Zum Sitzen für den Buddha dargebracht,
erheiterte ich damit meinen Geist;
den Sambuddha ehrerbietig gegrüßt,
zog ich von dannen, das Antlitz nach Norden.

4.

Kaum war ich fortgegangen,
fiel ein Löwe über mich her;
vom Löwen niedergeschlagen,
starb ich eben dort.

5.

Das Kamma, das ich vollbracht,
dem triebversiegten, erhabenen Buddha nah -
schnell wie ein Pfeil befreit
gelangte ich zur Götterwelt.

6.

Dort war eine herrliche Stele,
durch Verdienstkamma hervorgebracht:
tausendspeichig, mit hundert Kuppeln,
fahnengeschmückt, von goldgrünem Glanz.

7.

Ihr Schein erstrahlte weithin,
wie die aufgehende Hundertstrahlensonne;
von Göttertöchtern umgeben,
ergötzte ich mich nach Herzensluft.

8.

Von der Götterwelt herniedergekommen,
von der Verdienstwurzel angetrieben,
zum Menschsein zurückgekehrt,
habe ich die Triebversiegung erlangt.

9.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich eine Sitzmatte;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht des Grasbüschels.

10.

Meine Kilesā sind verbrannt, alle Existenzen von Grund auf getilgt;
Wie ein Elefant, der seine Fesseln gesprengt hat, weile ich, triebversiegt.

11.

Wahrlich willkommen war mir der Eintritt in die Nähe meines Buddha;
Die drei Wissensarten sind erlangt, des Buddha Sāsana ist vollbracht.

12.

Die vier Paṭisambhidā, ebenso die acht Vimokkhā,
Die sechs Abhiññā sind verwirklicht - des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Tiṇamuṭṭhidāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Tiṇamuṭṭhidāyaka ist das erste.
2. Apadāna des Thera Mañcadāyaka

13.

Dem Erhabenen Vipassī, dem Ältesten der Welt, dem Unerschütterlichen,
Gab ich eine Liege mit heiterer Gesinnung, mit eigener Hand.

14.

Zu Elefantengefährten, Rossegefährten und göttlichen Gefährten gelangte ich;
Durch jene Gabe der Liege habe ich die Versiegung der Triebflüsse erlangt.

15.

Vor einundneunzig Äonen gab ich damals jene Liege;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Liegengabe.

16.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile, triebversiegt.

17.

Wahrlich willkommen war mir … des Buddha Sāsana ist vollbracht.

18.

Die vier Paṭisambhidā … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Mañcadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Mañcadāyaka ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Saraṇagamaniya

19.

Damals bestiegen wir ein Schiff - ein Bhikkhu und ich, ein Ājīvika;
Als das Schiff zu zerschellen drohte, gab mir der Bhikkhu Zuflucht.

20.

Vor einunddreißig Äonen, als er mir jene Zuflucht gab -
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht des Zufluchtnehmens.

21.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile, triebversiegt.

22.

Wahrlich willkommen war mir … des Buddha Sāsana ist vollbracht.

23.

Die vier Paṭisambhidā … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Saraṇagamaniya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Saraṇagamaniya ist das dritte.
4. Apadāna des Thera Abbhañjanadāyaka

24.

In der Stadt Bandhumatī weilte ich im königlichen Lustgarten;
Ein Fellgewandeter war ich damals, einen Kamaṇḍalu tragend.

25.

Ich erblickte den makellosen Buddha, den Selbst-Erwachten, den Unbesiegten,
Den mit festem Willen dem Streben Hingegebenen, den Versenkten, den im Jhāna Ergötzten, den Beherrschten.

26.

Ihn, dem alles Ersehnte gelungen ist, der die Fluten durchquert hat, triebversiegt -
Ihn erblickend, heiteren Herzens und freudig gestimmt, reichte ich ihm Salböl dar.

27.

Vor einundneunzig Äonen gab ich damals jene Gabe;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht des Salböls.

28.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile, triebversiegt.

29.

Wahrlich willkommen war mir … des Buddha Sāsana ist vollbracht.

30.

Die vier Paṭisambhidā … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Abbhañjanadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Abbhañjanadāyaka ist das vierte.
5. Apadāna des Thera Supaṭadāyaka

31.

Als Vipassī, der Weltführer, aus seiner Tagesruhe heraustrat,
Gab ich ihm rasch einen Reiskuchen und freute mich einen Äon lang im Himmel.

32.

Vor einundneunzig Äonen gab ich jenen Reiskuchen;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht des Reiskuchens.

33.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile, triebversiegt.

34.

Wahrlich willkommen war mir … des Buddha Sāsana ist vollbracht.

35.

Die vier Paṭisambhidā … des Buddha Sāsana ist vollbracht.
So sprach der ehrwürdige Thera Supaṭadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Supaṭadāyaka ist das fünfte.
6. Apadāna des Thera Daṇḍadāyaka

36.

In den Wald eingedrungen, fällte ich damals Bambus
Und fertigte Stützstäbe an, die ich dem Saṅgha in großer Zahl darbot.

37.

Mit jenem heiteren Geist, den Tugendhaften ehrerbietig grüßend,
Gab ich die Stützstäbe und zog mit dem Gesicht nach Norden gewandt davon.

38.

Vor vierundneunzig Äonen gab ich damals jene Stäbe;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Stäbegabe.

39.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich weile triebfrei.

40.

Wahrlich, mir war es ein Willkommen … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

41.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Daṇḍadāyaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Daṇḍadāyaka ist das sechste.
Das dreiundzwanzigste Bhāṇavāra.
7. Das Apadāna des Thera Girinelapūjaka

42.

Einst war ich ein Wildtierjäger, der durch den Wald streifte;
da erblickte ich den makellosen Buddha,
den das Jenseits aller Dhammas Erreichten.

43.

Zu jenem, dem Großmitleidsvollen,
dem am Wohl aller Wesen Erfreuten,
verehrte ich mit heiterem, freudigem Herzen
eine Nela-Blüte.

44.

Vor einunddreißig Äonen
war es, dass ich jene Blüte darbrachte;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht -
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

45.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich weile triebfrei.

46.

Wahrlich, mir war es ein Willkommen … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

47.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Girinelapūjaka diese Verse.
Das Apadāna des Thera Girinelapūjaka ist das siebte.
8. Das Apadāna des Thera Bodhisammajjaka

48.

Einst fand ich im Vorhof eines Heiligtums
ein weggeworfenes Bodhiblatt;
ich nahm es auf und legte es beiseite -
dafür empfing ich zwanzigfache Frucht.

49.

Durch die Kraft jener Tat,
wandernd durch Dasein um Dasein,
wandere ich durch zwei Sphären:
durch Göttlichkeit und durch Menschsein.

50.

Aus der Götterwelt herabgestiegen,
ins menschliche Dasein gelangt,
werde ich in zwei Geschlechtern geboren:
in dem der Khattiya und dem der Brahmanen.

51.

Mit vollständigen Gliedern gesegnet,
mit rechtem Wuchs und Umfang,
bin ich anmutig und rein,
vollkommen geformt und ohne Mangel.

52.

In der Götterwelt oder unter Menschen,
wo auch immer ich geboren werde,
bin ich in jedem Dasein von Goldfarbe,
dem geklärten Feingold gleich.

53.

Weich, geschmeidig und glatt,
zart und fein von Natur -
stets ist meine Haut so beschaffen,
weil ich das Bodhiblatt sorgsam hinweggefegt.

54.

Woher auch immer aus den Daseinsbahnen
ein Körper entsteht:
Staub und Schmutz haften ihm nicht an -
Frucht des hinweggefegten Blattes.

55.

Bei Hitze, Wind und Sonnenglut,
auch durch Feuersbrunst:
kein Schweiß tritt aus seinen Gliedern -
Frucht des hinweggefegten Blattes.

56.

Lepra, Geschwür, Weißfleckigkeit,
Leberflecken und Pusteln ebenso,
Hautflechte entsteht nicht am Leib -
Frucht des hinweggefegten Blattes.

57.

Noch eine weitere Tugend entfaltet sich
in Dasein um Dasein:
Krankheiten befallen den Leib nicht -
Frucht des hinweggefegten Blattes.

58.

Noch eine weitere Tugend entfaltet sich
in Dasein um Dasein:
kein geistgebundenes Leid entsteht -
Frucht des hinweggefegten Blattes.

59.

Noch eine weitere Tugend entfaltet sich
in Dasein um Dasein:
keine Feinde erwachsen ihm -
Frucht des hinweggefegten Blattes.

60.

Noch eine weitere Tugend entfaltet sich
in Dasein um Dasein:
unerschöpfter Reichtum ist ihm beschieden -
Frucht des hinweggefegten Blattes.

61.

Noch eine weitere Tugend entfaltet sich
in Dasein um Dasein:
keine Gefahr durch Könige, Diebe
oder durch Wasser droht ihm.

62.

Noch eine weitere Tugend entfaltet sich
in Dasein um Dasein:
Mägde, Knechte und Begleiter
folgen willig seinem Sinn.

63.

In welchem Lebensmaß auch immer
er im menschlichen Dasein geboren wird,
von diesem Maß mindert sich seine Lebenszeit nicht -
er weilt, solange sein Leben währt.

64.

Einheimische und Auswärtige,
Stadtbewohner und Landbewohner:
alle dienen ihm und sind
auf sein Wohl und Glück bedacht.

65.

Reich und angesehen bin ich,
von Glanz und Verwandtenkreis umgeben;
frei von Furcht und Bedrängnis
bin ich in allen Daseinsformen überall.

66.

Götter, Menschen, Asuras,
Gandhabben, Yakkhas und Rakkhasas -
sie alle schützen ihn beständig,
solange er durch die Daseinsformen wandert.

67.

Nachdem er in Götterwelt und Menschenwelt
beiderlei Ruhm gekostet hat,
erlangt er am Ende Nibbāna,
das beglückende, unübertreffliche.

68.

Wer, auf den Vollerwachten verweisend
oder auf den Bodhi-Baum seines Lehrers,
Verdienst entstehen lässt -
was sollte ihm schwer erreichbar sein?

69.

In Pfaden, Früchten, Zugängen, in Jhāna, Abhiññā und anderen Vorzügen
den anderen überlegen,
erlösche ich, triebversiegt.

70.

Was früher beim Bodhi-Baum erlangt wurde,
hab ich aufgegeben, frohen Sinnes -
mit diesen zwanzig Merkmalen
bin ich stets vollkommen ausgestattet.

71.

Meine Kilesas sind verbrannt … [usw.] … ich weile, triebversiegt.

72.

Willkommen fürwahr war mir … [usw.] … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

73.

Die vier Paṭisambhidā … [usw.] … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der Ehrwürdige Bodhisammajjako Thera diese Verse.
Das Apadāna des Bodhisammajjako Thera ist das achte.
9. Apadāna des Āmaṇḍaphaladāyaka Thera

74.

Padumuttara, der Siegreiche mit Namen,
der alle Dhammas durchdrungen hat -
aus dem Samādhi erhoben,
wandelte der Weltenführer auf dem Caṅkama-Pfad.

75.

Als ich eine schwere Khāri-Last trug
und Früchte herbeitrug,
erblickte ich den makellosen Buddha,
den großen Muni, der auf dem Caṅkama-Pfad wandelte.

76.

Heiter im Herzen, froh gestimmt,
die Hände zum Añjali über dem Haupt erhoben,
dem Vollerwachten meine Ehrerbietung erweisend,
reichte ich ihm eine Āmaṇḍa-Frucht dar.

77.

Vor hunderttausend Äonen war es,
als ich jene Frucht darreichte -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Āmaṇḍa-Gabe.

78.

Meine Kilesas sind verbrannt … [usw.] … ich weile, triebversiegt.

79.

Willkommen fürwahr war mir … [usw.] … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

80.

Die vier Paṭisambhidā … [usw.] … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der Ehrwürdige Āmaṇḍaphaladāyaka Thera diese Verse.
Das Apadāna des Āmaṇḍaphaladāyaka Thera ist das neunte.
10. Apadāna des Sugandha Thera

81.

In diesem glückseligen Äon
erhob sich Brahmabandhu, der Hochberühmte -
Kassapa nach seinem Geschlecht,
der Vorzüglichste unter den Redenden.

82.

Mit sekundären Merkmalen versehen,
mit zweiunddreißig erhabenen Hauptmerkmalen,
umhüllt vom Glanz einer Körperlänge ringsum,
überbreitet vom Netz der ausstrahlenden Lichtstrahlen.

83.

Tröstend wie der Mond,
leuchtend wie die Sonne,
kühlend wie die Regenwolke,
ein Schatz der Tugenden gleich dem Ozean.

84.

In der Sīla der Erde gleich,
im Samādhi dem Himalaya gleich,
in der Paññā dem Himmel gleich,
ohne Anhaften wie der Wind.

85.

Einst, der große Held,
gewandt inmitten der Versammlungen,
verkündete er die Wahrheiten,
die große Menschenmenge emporhebend.

86.

Damals nun in Bārāṇasī
ein Kaufmannssohn von großem Ruhm,
reich an Reichtum und Korn,
in überreicher Fülle.

87.

Auf einem Spaziergang in der Gegend umherstreifend,
begab ich mich zum Migadāya-Park
und erblickte den makellosen Buddha,
der den unsterblichen Pfad lehrte.

88.

Mit klarer, angenehmer Stimme,
dem Laut des Karavīka-Vogels gleich,
mit dem Klang von Haṃsa-Rufen hallend,
die große Menschenmenge unterweisend.

89.

Den Gottheit-über-Gottheiten erblickend,
die süße Stimme vernehmend,
gab ich unzählige Güter auf
und trat fort ins Hauslose.

90.

So ausgezogen, war ich in kurzer Zeit
von großem Wissen -
ich wurde ein Dhamma-Prediger,
mit vielfältigem Geist und Beredsamkeit ausgestattet.

91.

Inmitten großer Versammlungen,
frohen Herzens, immer wieder,
pries ich das Ansehen des Goldglänzenden,
kundig im Schildern des Lobenswerten.

92.

Dieser Buddha ist triebversiegt,
leidlos, mit durchtrennetem Zweifel,
hat den Zerfall aller Kamma erlangt,
befreit beim Versiegen der Grundlagen.

93.

Er ist der Bhagavā, der Buddha,
er ist der Löwe, der Unübertreffliche,
für die Welt mit ihren Gottheiten
der Dreher des höchsten Rades.

94.

Gezähmt, ein Bändiger; friedvoll,
ein Befriediger; ein erlöschter Seher;
unbesorgt und tröstend,
ein Tröster der großen Menschenmenge.

95.

Held, Krieger und Tapferer,
weise, mitfühlend, selbstbeherrscht;
siegreich, dieser Siegreiche,
ohne Anmaßung, ohne Anhaften.

96.

Unbewegt, fest, weise,
ohne Verblendung, unvergleichlich, der Muni;
lastentragend, der Stier, der Nāga,
ein Löwe, ehrwürdig selbst bei den Würdigen.

97.

Leidenschaftslos, makellos, der Brahmā,
redend, heldenhaft, den Streit aufgebend;
frei von Härte und frei von Pfeilen,
unvergleichlich, gezügelt, rein.

98.

Brahmane, Samaṇa, Beschützer,
Arzt, Pfeilzieher;
Kämpfer, Buddha, weithin bekannt,
unerschütterlich, freudig, gefestigt.

99.

Träger und Haltender, Friedvoller und Schöpfer, Führer, Erleuchteter;
Begeisternder und Zerstörer, Durchschneider, Hörender, Gepriesener.

100.

Frei von Starrheit, frei von Dornen, leidlos, zweifelsfrei;
Unerschütterlich, staubfrei, Schöpfer, Wohlriechender, Redender, Gepriesener.

101.

Hinüberführender, Ziel-Verwirklichender, Vollendender, weit Ausbreitender;
Erreichender, Einender, Lieblicher, Vernichtender, Glühender, Asket.

102.

Gleichmütig, gleichmäßig, ohne Gefährten, Hort des Mitgefühls;
Ohne Verblendung, ohne Trug, Handelnder - der siebte der Seher.

103.

Frei von Zweifeln, frei von Hochmut, unermesslich, unvergleichlich;
Jenseits aller Wortpfade - der Siegreiche, der zum Ziel des Wahren gelangte.

104.

Vertrauen zu jenem, dem Besten der Siebenheiten, bringt Unsterblichkeit;
Darum ist der Glaube an den Buddha, den Dhamma und den Saṅgha von großem Nutzen.

105.

Mit solchen und derartigen Tugenden pries ich das höchste Zufluchtsziel der drei Welten
Und hielt inmitten der Versammlung eine Dhamma-Rede.

106.

Dann schied ich von dort und lebte in Tusita, genoss großes Glück;
Daraus scheidend wurde ich unter Menschen geboren als Wohlduftender.

107.

Mein Atemduft, der Duft meines Mundes und der Duft meines Leibes ebenso,
Der Duft meines Schweißes - beständig ist mir alles wie Wohlduft.

108.

Der Duft meines Mundes gleicht stets Lotus, Seerosenblüte und Campaka;
Er strömt rings aus, beständig weht er - und mein Leib ebenso.

109.

All das ist die Frucht des Preisens der Tugenden, höchst wunderbar -
Mit gesammeltem Geist hört nun alle zu, ich werde es darlegen.

110.

Die Tugend des Buddha verkündend, zum Wohl ohne Gleichen -
War ich überall beglückt, und der Saṅgha war mit dem Helden vereint.

111.

Berühmt, beglückt, geliebt, strahlend, wohlgefällig anzuschauen;
Ein Redender, nicht verachtet, makellos und weise zudem.

112.

Für die Verehrer des Buddha, wenn ihr Leben endet, ist Nibbāna leicht erreichbar;
Den Grund dafür werde ich verkünden - hört zu, wie es wirklich ist.

113.

Den Ruhm des Erhabenen verehrend nach gebührender Weise,
Wo immer ich auch wiedergeboren wurde, war ich dadurch ruhmvoll.

114.

Den Buddha, der dem Leiden ein Ende bereitet, und den Dhamma, der still und unerschaffen ist,
Preisend war ich ein Spender von Freude, und die Wesen waren dadurch beglückt.

115.

Die Tugend des Buddha verkündend, erfüllt von Buddha-Freude,
Erweckte ich eigene Schönheit und die Schönheit anderer - dadurch wurde ich schön.

116.

Der Siegreiche, der die Irrlehrer überwunden hat, inmitten ihrer Scharen -
Dessen Tugend verkündend leuchtete ich auf als Strahlender, den Führer rühmend.

117.

Die Tugend des Vollerwachten preisend, der dem Volke Liebes wirkte,
War ich einem Herbstvollmond gleich - dadurch war ich wohlgefällig anzuschauen.

118.

Nach dem Maß meiner Kraft pries ich den Wohlgegangenen mit allen Worten;
Dadurch wurde ich, Vāgīsa, mit trefflicher, vielgestaltiger Redegewandtheit.

119.

Jene Toren, die in Zweifel gerieten und den Großen Schweiger verachteten,
Die wies ich zurecht mit dem wahren Dhamma - nicht wurde ich dadurch verachtet.

120.

Mit dem Preis des Buddha trieb ich bei den Wesen die Befleckungen fort;
Dadurch wurde mein Geist frei von Befleckungen durch die Kraft dieser Tat.

121.

Den Hörenden brachte ich Wachstum, als Verkünder der Buddhānussati;
Dadurch war ich weise, scharf im Durchschauen tiefer Bedeutungen.

122.

Alle Triebflüsse versiegt, den Ozean des Saṃsāra durchquert -
Wie eine erloschene Flamme, ohne Haften, werde ich Nibbāna erreichen.

123.

In genau diesem Äon, als ich den Siegreichen pries,
Kenne ich keine schlechte Wiedergeburt - dies ist die Frucht des Buddha-Preisens.

124.

Meine Triebe sind verbrannt worden … ich lebe triebversiegt.

125.

Wohl bin ich gekommen … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

126.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der Ehrwürdige Thera Sugandha diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sugandha, das zehnte.
Der Tiṇadāyaka-Vagga, der dreiundfünfzigste.
Dessen Inhaltsangabe:
Tiṇadāyaka, Mañcadāyaka, Saraṇabbhañjana, Appadāyaka;
Supaṭa, Daṇḍadāyaka, Nelapūjaka ebenso;
Bodhisammajjaka, Maṇḍa und Sugandha als zehnter;
Einhundertsiebenundzwanzig Verse - so sind sie hier insgesamt gezählt.
54. Kaccāyana-Vagga
1. Apadāna des Thera Mahākaccāyana

1.

Padumuttara war der Name des Siegreichen - unerschütterlich, unbezwungen, siegreich;
Vor hunderttausend Äonen erschien dieser Führer.

2.

Der Held mit Lotusblatt-Augen, mit Antlitz rein wie der Mond;
Gleich einem goldenen Berg, strahlend wie der leuchtende Sonnenschein.

3.

Das Gemüt der Wesen entzückend durch seine Augen, geschmückt mit erlesenen Merkmalen,
jenseits aller Sprachpfade, verehrt von Menschen und Göttern.

4.

Der Vollerwachte, Wesen zum Erwachen führend, Herr der Rede mit süßem Klang,
sein Wesen durchwirkt von Mitgefühl, in Versammlungen gewandt.

5.

Er verkündet den süßen Dhamma, vereint mit den vier Wahrheiten,
und hebt die Lebewesen heraus, die im Schlamm des Wahns versunken sind.

6.

Da war ich einst ein Einsiedler, allein umherwandernd, am Himalaya wohnend;
durch den Himmel zur Menschenwelt ziehend, erblickte ich den Sieger.

7.

Zu ihm herantretend, in seine Nähe, hörte ich die Dhamma-Unterweisung,
da er die großen Tugenden seines Schülers, des Helden, pries.

8.

„Was ich kurz zusammengefasst habe, legt er ausführlich dar;
die Versammlung und mich erfreut er - so wie dieser Kaccāyana."

9.

„Keinen anderen Schüler sehe ich hier von solcher Art;
darum sei er der Erste unter ihnen - so sollt ihr es, ihr Bhikkhus, wissen."

10.

Da war ich von Staunen ergriffen, als ich diese erfreuliche Botschaft gehört hatte;
zum Himalaya gegangen, sammelte ich eine Fülle von Blüten.

11.

Den Weltzuflucht verehrend, erstrebte ich jenen Rang;
da erkannte er mein innerstes Begehren und sprach, der den Kampf Verlassende:

12.

„Sehet diesen erhabenen Weisen, von geläutertem Goldglanz der Haut,
mit aufgerichteten Haaren, wohlgeschultertem Leib, unbeweglich mit gefalteten Händen stehend.

13.

„Heiter mit vollends leuchtenden Augen, sein Sinn auf die Tugenden des Buddha gerichtet,
das Dhamma mit erhobenem Herzen empfangend, gleich einem mit Nektar der Unsterblichkeit Begossenen."

14.

Kaccānas Tugenden vernehmend, erstand ich dort, jenen Rang erstrebend,
in der Zeit, die noch kommen wird, beim großen Muni Gotama.

15.

„Seinem Dhamma ein Erbe, ein leiblicher Sohn, aus dem Dhamma hervorgegangen,
Kaccāna dem Namen nach wird er des Lehrers Schüler sein.

16.

„Vielgelehrt, von großem Wissen, kundig der Absichten, o Muni -
er wird jenen Rang erreichen, so wie er von mir verkündet ward."

17.

Vor hunderttausend Äonen wirkte ich jenes Kamma;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

18.

In zwei Bereichen wandere ich weiter, im göttlichen und im menschlichen;
zu keiner anderen Existenz gehe ich - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

19.

In zwei Geschlechtern werde ich geboren, im kriegerischen und im brahmanischen;
in niederem Geschlecht werde ich nicht geboren - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

20.

Nun aber, in meiner letzten Geburt, wurde ich in der Stadt Ujjenī geboren,
als Sohn des aufbrausenden Pajjota, Oberpriester unter den Zweimalgeborenen.

21.

Sohn des Tiriṭivaccha, bewandert und des Veda kundig bis zum letzten Grund;
meine Mutter heißt Candimā - ich, Kaccāna, von edlem Teint.

22.

Vom Landesherrscher entsandt, um den Buddha zu prüfen,
erblickte ich den Führer, Schatz der Tugenden, Tor zur Stadt der Befreiung.

23.

Und als ich das makellose Wort gehört hatte, das den Sumpf des Wandelns austrocknet,
gelangte ich zum stillen Unsterblichen, zusammen mit den sieben anderen.

24.

Kundig der Absichten geboren, von tiefer Einsicht des Vollendeten begabt,
in jenem Rang eingesetzt, mit vollends erfülltem Herzenswunsch.

25.

Die Befleckungen sind von mir verbrannt, alle Daseinszustände ausgerissen;
gleich einem Elefanten, der das Seil zerrissen hat, weile ich triebversiegt.

26.

Wahrlich, willkommen war mir mein Kommen in die Nähe meines Buddha;
die drei Wissen sind erlangt, des Buddha Weisung ist erfüllt.

27.

Die vier analytischen Erkenntnisse, auch die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññās sind verwirklicht - des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Mahākaccāyana diese Verse.
Das Apadāna des Thera Mahākaccāyana, das erste.
2. Vakkalittheraapadāna

28.

Vor hunderttausend Äonen entstand ein Führer;
von untadeligem Namen, unermesslich, Padumuttara dem Namen nach.

29.

Sein Antlitz gleich einer Lotosblüte, von Lotos-Reinheit seine lichtvolle Haut;
von der Welt unberührt wie die Lotosblüte vom Wasser.

30.

Der Held mit lotosblattgleichen Augen, hold wie ein Lotos;
mit dem Duft des Padumuttara - darum heißt er Padumuttara.

31.

Der Weltälteste ohne Gleichen, wie ein Auge für die Blinden,
von stillem Wesen, Schatz der Tugenden, Ozean des Mitgefühls-Nektars.

32.

Einst war jener große Held, verehrt von Brahmās, Asuras und Göttern,
inmitten von Menschen und Göttern, der Höchste der Sieger.

33.

Mit wohlriechendem Munde, mit melodischer und süßer Stimme
begeisterte er die ganze Versammlung
und pries seinen eigenen Schüler.

34.

„Glaubensdurchdrungen, klug,
voll Sehnsucht, mich zu schauen -
keiner ist ihm gleich:
dieser Bhikkhu Vakkali."

35.

Da war ich in Haṃsavatī,
ein Brahmanensohn in jener Stadt;
als ich jene Worte gehört hatte,
freute ich mich herzlich an diesem Ort.

36.

Den Tathāgata samt seinen Schülern,
den Makellosen, lud ich ein;
sieben Tage lang bewirtete ich ihn
und hüllte ihn in Gewänder.

37.

Sein Haupt vor ihm beugend,
vor ihm, dem Ozean unzähliger Tugenden,
versunken, von Freude erfüllt,
sprach ich diese Worte:

38.

„Jener, den du gepriesen hast,
der Weise - in sieben Leben von hier -
der Bhikkhu, der Höchste unter den Glaubensvollen,
möge ich so sein, o Muni."

39.

Als der Große Held, der Allschauende,
der große Muni, so angesprochen wurde,
sprach er dieses Wort
inmitten der Versammlung:

40.

„Schaut diesen jungen Mann an,
in gelbem, sorgfältig getragenem Untergewand,
mit goldgeschmückten Gliedern,
das Entzücken der Herzen der Menschen.

41.

Dieser wird in kommenden Zeiten
als Schüler des großen Weisen Gotama
der Höchste unter den Glaubensvollen sein -
dieser Schüler hier.

42.

Als Gottheit oder als Mensch,
frei von allem Brennen,
mit allem Wohlstand ausgestattet,
wird er glücklich durch die Daseinskreise wandeln.

43.

In hunderttausend Äonen von hier,
aus dem Geschlecht der Okkāka entsprossen,
wird ein Lehrer in der Welt erscheinen,
Gotama dem Geschlecht nach.

44.

Ihm im Dhamma als Erbe geboren,
ein leiblicher Sohn, aus dem Dhamma geformt,
Vakkali wird sein Name sein,
ein Schüler des Lehrers."

45.

Durch die Besonderheit jenes Kammas
und durch Absicht und Entschlossenheit
verließ ich den menschlichen Leib
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

46.

Überall glücklich,
durch Dasein um Dasein wandernd,
wurde ich in Sāvatthī geboren,
in einer gewissen Familie.

47.

Zart wie Butter,
weich wie ein eben aufgegangenes Blatt,
schwach auf dem Rücken liegend -
von Dämonenfurcht gequält,

48.

legten sie mich bedrückten Herzens
zu Füßen des großen Weisen:
„Diesen geben wir dir, o Herr -
sei du sein Zuflucht, o Führer."

49.

Da nahm mich jener Muni an,
die Zuflucht der Verängstigten,
mit der netzgezeichneten, radgekennzeichneten Hand -
weich und zart.

50.

Von da an war ich,
der eigentlich keines Schutzes bedarf, geschützt;
frei von aller Feindschaft,
in Glück aufgewachsen.

51.

Getrennt vom Gesegneten
sehnte ich mich Augenblick um Augenblick;
im Alter von sieben Jahren
trat ich in die Hauslosigkeit.

52.

Seine Gestalt, aus allen Pāramīs erwachsen,
mit blauen Lotusaugen,
von vollendeter Schönheit durchstrahlt -
ungesättigt verweilte ich darin.

53.

Als der Siegreiche erkannte, dass ich Freude an Buddhas Gestalt fand,
unterwies er mich damals:
„Genug, Vakkali - was ergötzst du dich
an der Gestalt, der Freude der Toren?

54.

Wer den Saddhamma erblickt,
der erblickt mich, der Weise;
wer den Saddhamma nicht erblickt,
erblickt mich nicht, auch wenn er mich anschaut.

55.

Unzählige Gefahren birgt der Körper,
einem Giftbaum zu vergleichen;
er ist die Herberge aller Krankheiten,
ein schlichter Haufen von Dukkha.

56.

Losgelöst von der Gestalt,
sieh Entstehen und Vergehen der Khandhas;
sieh der Befleckungen Ende -
mit Leichtigkeit wirst du das Ende des Saṃsāra erreichen."

57.

So von ihm unterwiesen,
vom Führer, der mein Wohl suchte,
bestieg ich den Gijjhakūṭa
und versank in Jhāna in einer Bergschlucht.

58.

Am Fuße des Berges stehend,
sprach der große Muni ermutigend -
„Vakkali" - rief der Siegreiche;
als ich das hörte, wurde ich freudig.

59.

Ich sprang von einer Felsenklippe,
viele hundert Männerlängen tief;
da, durch die Macht des Buddha,
gelangte ich sanft auf die Erde.

60.

Abermals lehrte er den Dhamma,
Entstehen und Vergehen der Khandhas;
diesen Dhamma erkennend,
erreichte ich die Arahantschaft.

61.

Inmitten einer großen Versammlung
bezeichnete mich da der große Weise,
der das Ende des Wandelns erreicht hat,
als Höchsten unter den Glaubensvollen.

62.

Jenes Kamma, das ich damals tat,
vor hunderttausend Äonen -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

63.

Meine Befleckungen sind verbrannt… [usw.] … ich weile triebversiegt.

64.

Wahrlich, willkommen war mir… [usw.] … des Buddha Weisung ist erfüllt.

65.

Die vier analytischen Erkenntnisse… [usw.] … des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Vakkalī diese Verse.
Das Apadāna des Thera Vakkalī, das zweite.
3. Apadāna des Thera Mahākappina

66.

Padumuttara, der Sieger mit Namen, der alle Dhammas durchdrungen hat,
aufgegangen am wolkenlosen Himmel wie die Sonne am Herbsthimmel.

67.

Durch das Licht seiner Worte erweckt er die Lotusblüten der Belehrbaren;
der Anführer trocknet den Schlamm der Befleckungen mit den Strahlen seiner Einsicht.

68.

Den Ruhm der Irrlehrer vernichtet er, wie die Sonne das Leuchtkäferlicht;
den Glanz der Wahrheitsbedeutung enthüllt er, wie die Sonne das Edelsteinlicht.

69.

Quell der Tugenden, dem Meer der Edelsteine gleich,
regnet er mit der Dhamma-Wolke auf die Wesen nieder wie Parjanya.

70.

Damals war ich Richter in der Stadt namens Haṃsa;
ich trat heran und hörte den Dhamma des Lotusäugigen, des Unbeugbaren.

71.

Als er die Tugend des Schülers verkündete - jenes Anweisers der Mönche,
der getan hatte, was zu tun war - da wurde mein Geist gestillt.

72.

Ich hörte, war erfreut und frohgemut, lud den Tathāgata ein,
ließ ihn mit seinen Schülern speisen und begehrte jenen Zustand.

73.

Damals, dem Haṃsa gleich an Gestalt, mit dem Klang des Haṃsa-Paukenschlags -
seht diesen Großen, kundig in der Urteilsfindung,

74.

der zu meinen Füßen niedergesunken war, mit aufgerichteten Körperhaaren,
von wolkendunkler Farbe, mit mächtigen Schultern, mit klaren Augen und klarem Antlitz.

75.

Von großem Gefolge umgeben, königlich geehrt, hochberühmt -
dieser begehrt, voll frohen Sinnes, den Zustand des Vollenders.

76.

„Durch diese Verehrung, durch Freigebigkeit und Gelübde
wird er hunderttausend Äonen lang nicht in schlechte Wiedergeburt fallen.

77.

Unter Göttern wird er göttliche Herrlichkeit genießen, unter Menschen Erhabenheit;
das Verbleibende auskostend wird er Nibbāna erlangen.

78.

In hunderttausend Äonen wird einer aus dem Geschlecht der Okkāka entstammen;
Gotama dem Geschlechtsnamen nach wird er als Lehrer in der Welt sein.

79.

Als Erbe seines Dhammas, als leiblicher Sohn, aus dem Dhamma geboren,
wird er Kappina mit Namen heißen, ein Schüler des Lehrers."

80.

Daraufhin vollbrachte ich gute Werke im Sasana des Siegers,
ließ den menschlichen Leib zurück und zog mit anderen zum Tusita.

81.

Göttliche und menschliche Reiche regierte ich hundertfach;
geboren in der Nähe von Bārāṇasī in der Familie Keniya,

82.

mit tausend Gefolgsleuten, mitsamt meiner Gemahlin,
bediente ich fünfhundert Paccekabuddhas.

83.

Drei Monate hindurch speisten wir sie und bekleideten sie mit den drei Roben;
dann schieden wir alle und gelangten zu den Dreiunddreißig.

84.

Von dort schieden wir erneut und kehrten ins Menschendasein zurück;
geboren in der Stadt Kukkuṭa an den Hängen des Himalaya.

85.

Kappina war ich mit Namen, ein Königssohn von großem Ruhm;
die im Geschlecht der verbleibenden Minister Geborenen umgaben mich.

86.

In großes königliches Glück gelangt, mit allem Begehren erfüllt,
hörte ich von Kaufleuten verkündet, dass ein Buddha erschienen sei.

87.

„Ein Buddha ist in der Welt erschienen, unvergleichlich, ein einzigartiger Mensch;
er verkündet den wahren Dhamma, das unsterbliche, höchste Glück.

88.

Seine Schüler sind wohl gefügt, wohl befreit und triebversiegt."
Als ich ihre guten Worte gehört und die Kaufleute geehrt hatte,

89.

verließ ich das Königreich mitsamt meinen Ministern, trat heraus, dem Buddha ergeben;
ich erblickte den großen Mahācanda-Fluss, voll und bis an den Rand gefüllt.

90.

Ohne Halt, ohne Stütze, schwer zu durchqueren, rasch strömend -
die Tugend des Buddha im Sinne tragend, überquerte ich ihn wohlbehalten.

91.

„Hat der Buddha den Strom des Werdens durchquert, der Wissende, der das Ende der Welt erreicht hat,
so möge durch diese Wahrheitsaussage mein Übergang gelingen.

92.

Gibt es einen Weg zum Frieden, eine Befreiung, ein dauerhaftes Glück,
so möge durch diese Wahrheitsaussage mein Übergang gelingen.

93.

„Ist der Saṅgha, der Fähre durch die Wildnis, das unübertreffliche Verdienstfeld -
durch diesen Wahrspruch möge mein Übergang gelingen."

94.

Sobald der edle Wahrspruch gesprochen war, wich das Wasser vom Pfad zurück;
darauf stieg ich glücklich heraus ans liebliche Ufer des Flusses.

95.

Dort sah ich den Buddha sitzend, gleich der aufgehenden, Licht verbreitenden Sonne,
strahlend wie ein goldener Felsen, leuchtend wie ein Fackelbaum.

96.

Dem Monde gleich, von Sternen begleitet, von seinen Schülern umgeben,
wie Vasava regnen lassend inmitten seines Lehrregens.

97.

Ich verneigte mich, und gemeinsam mit meinen Gefährten setzte ich mich abseits nieder;
da erkannte der Buddha unsere Neigung und lehrte uns den Dhamma.

98.

Nachdem wir den makellosen Dhamma gehört hatten, sprachen wir zum Sieger:
„Lass uns ausziehen, großer Held - wir sind des Werdens überdrüssig."

99.

„Gut verkündet ist der Dhamma, ihr Bhikkhus, euch zum Ende des Leidens -
wandelt das heilige Leben" - so sprach der Höchste der Weisen.

100.

Noch mit dem Wort waren wir alle in Bhikkhu-Gewänder gehüllt;
wir wurden Ordinierte und Stromeinsgetretene im Sāsana.

101.

Darauf zog ich nach Jetavana; dort unterwies mich der Anführer;
belehrt vom Sieger, erreichte ich die Arahantschaft.

102.

Dann unterwies ich meinerseits Tausende von Bhikkhus;
auch jene, die meiner Unterweisung folgten, wurden Triebversiegte.

103.

Der Sieger, erfreut über diese Tugenden, setzte mich an die Spitze
als den Vornehmsten unter den Bhikkhu-Unterweisern in der großen Gemeinschaft.

104.

Das Kamma, das hunderttausend Äonen zuvor getan wurde, zeigte mir hier seine Frucht;
befreit wie ein Pfeil in seinem Flug verbrannte ich meine Befleckungen.

105.

Die Befleckungen sind verbrannt von mir … (usw.) … ich lebe triebversiegt.

106.

Wahrlich willkommen war mir … (usw.) … das Werk des Buddha vollendet.

107.

Die vier Paṭisambhidā … (usw.) … das Werk des Buddha vollendet.
So sprach der ehrwürdige Thera Mahākappina diese Verse.
Dies ist das dritte Apadāna des Thera Mahākappina.
4. Dabbamallaputtattheraapadāna

108.

Der Sieger namens Padumuttara, der alles wissende Weise, der Sehende -
vor hunderttausend Äonen entstand er in dieser Welt.

109.

Unterweisend, erklärend, Fähre für alle Lebewesen,
ein im Lehren meisterhafter Buddha, führte er viele Menschen hinüber.

110.

Mitfühlend, voller Erbarmen, das Wohl aller Lebewesen suchend -
als alle Andersgläubigen kamen, ließ er sie im fünffachen Sīla Wurzel fassen.

111.

So war jenes Reich leer von Andersgläubigen
und vielfältig von Arahants, die Meister ihrer selbst und gleichmütig waren.

112.

Achtundfünfzig Ratana hoch ragte jener große Weise empor,
von goldenem Glanz, mit den zweiunddreißig edlen Merkmalen.

113.

Hunderttausend Jahre währte damals sein Leben;
solange er weilte, führte er viele Menschen hinüber.

114.

Da war ich in Haṃsavatī, ein Kaufmannssohn von großem Ruhm;
ich trat vor das Licht der Welt und hörte seine Lehrrede.

115.

Als er den Bhikkhus die Unterkunftsplätze zuwies, hörte ich die Worte,
mit denen er jene Stellung rühmte - und war freudig bewegt.

116.

Nachdem ich dem großen Weisen gemeinsam mit dem Saṅgha eine Stiftung bereitet hatte,
legte ich zu seinen Füßen mein Haupt nieder und ersehnte jene Stellung.

117.

Da verkündete jener große Held mein Kamma und sprach:
„Der hier, der den Weltführer mit seinem Saṅgha sieben Tage lang bewirtet hat -

118.

„dieser hier, mit Augen gleich Lotusblättern, dem Schwan gleich, mit goldenem Teint,
fiel zu meinen Füßen nieder und wünschte sich die höchste Stellung.

119.

„Hunderttausend Äonen von hier an, aus dem Geschlecht der Okkāka entsprossen,
wird ein Lehrer in der Welt sein, Gotama dem Geschlechtsnamen nach.

120.

„Ein Schüler jenes Buddha wird, berühmt unter dem Namen Dabba,
der Vornehmste unter den Zuweisern der Unterkunftsplätze sein."

121.

Durch jenes wohl vollbrachte Kamma und durch die Absicht und den Wunsch
verließ ich den menschlichen Leib und gelangte in die Tāvatiṃsa-Welt.

122.

Dreimal hundert Male übte ich Götterherrschaft aus,
fünfmal hundert Male war ich ein Weltenherrscher.

123.

Vielfältige Teilherrschaft, unzählbar an Umfang -
durch die Kraft jenes Kammas war ich überall beglückt.

124.

Vor einundneunzig Äonen erschien ein Führer namens Vipassī,
von lieblichem Anblick, Schauer aller Dhammas.

125.

Mit verderbtem Geist schmähte ich einen Schüler jenes Unerschütterlichen -
obwohl ich erkannt hatte, dass er alle Triebflüsse versiegt hatte und rein war.

126.

Eben jenem Helden unter den Menschen, dem großen Weisen,
reichte ich eine Essensmarke und gab Milchreis.

127.

In diesem gesegneten Äon erschien von großem Ruhm der Brahmanenverwandte,
mit dem Geschlechtsnamen Kassapa, der Erlesenste der Redenden.

128.

Er ließ das Sāsana erstrahlen, überwand die Irrlehrer,
führte die Lehrbaren zur Zucht - und er erlosch samt seinen Schülern.

129.

Als der Meister mit seinen Schülern erloschen und das Sāsana im Verglimmen war,
weinten die Götter voll Erschütterung, mit aufgelöstem Haar und tränenüberströmten Gesichtern.

130.

„Der Dhamma-Verkünder wird erlöschen, den Tugendhaften werden wir nicht mehr erblicken;
den wahren Dhamma werden wir nicht mehr hören - ach, wie arm sind wir an Verdienst!"

131.

Da bebte die ganze Erde, die sonst Unbewegliche - sie schwankte und erzitterte;
auch der Ozean stimmte wie in Trauer eine klagende Stimme an.

132.

Nach allen vier Himmelsrichtungen ließen unmenschliche Wesen Trommeln erdröhnen;
von allen Seiten sprangen Blitze furchtbar auf.

133.

Feuerbälle fielen vom Himmel, Kometenschweife wurden gesehen;
rauchende Flammenwirbel loderten auf, und die Tiere schrien ein klagendes Lied.

134.

Als wir diese schlimmen Vorzeichen sahen, die das Ende des Sāsana ankündeten,
bedachten wir sieben Mönche, erschüttert, dies damals.

135.

„Ohne das Sāsana - was nützt uns noch das Leben?
Lasst uns in den großen Wald eintreten und das Sāsana des Siegers üben."

136.

Wir erblickten damals im Wald einen hervorragenden, hochaufragenden Felsen;
wir stiegen eine Leiter hinauf und stießen die Leiter hinab.

137.

Da ermahnte uns der Thera: „Das Erscheinen eines Buddha ist überaus selten;
durch Vertrauen haben wir das Überaus-Seltene erlangt, und noch verbleibt ein Rest des Sāsana.

138.

Wer den günstigen Moment versäumt, versinkt im endlosen Ozean des Leidens;
darum ist Anstrengung geboten, solange das Wort des Munis Bestand hat."

139.

Jener Thera war ein Arahat, sein Gefolge Nicht-Wiederkehrer;
die übrigen, tugendhaft und eifrig, gingen wir in die Götterwelt.

140.

Erloschen und den Saṃsāra überwunden - einer allein in der Suddhāvāsa -
ich selbst, und Pakkusāti, und Sabhiya, und Bāhiya ebenso,

141.

sowie Kumārakassapa: dort und dort wurden wir geboren,
von den Fesseln des Saṃsāra befreit, von Gotama mit Mitgefühl geleitet.

142.

Unter den Mallern, in Kusinārā, wurde ich noch im Mutterleib bewusst;
meine Mutter starb und wurde auf den Scheiterhaufen gelegt - da ward ich herausgenommen.

143.

Auf einen Reisighaufen gefallen, ward ich daher „Dabba" genannt;
durch die Kraft der Brahmacharins wurde ich mit sieben Jahren befreit.

144.

Durch die Kraft des Milchreises hatte ich die fünf Glieder erlangt;
wegen der Schmähung der Triebversiegten ward ich von Schlechten vielfach angeklagt.

145.

Beides, Verdienst wie Unverdienst, habe ich nun überschritten;
die höchste Stille erlangt, weile ich triebversiegt.

146.

Ich richtete Sitze ein und erfreute damit den Tugendhaften;
der Sieger, zufrieden mit jenen Verdiensten, setzte mich an die erste Stelle.

147.

Meine Befleckungen sind verbrannt … ich weile triebversiegt.

148.

Fürwahr, es war ein gutes Ankommen für mich … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

149.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Dabbamallaputta diese Verse.
Das Apadāna des Thera Dabbamallaputta, das vierte.
5. Apadāna des Thera Kumārakassapa

150.

Vor hunderttausend Äonen erschien ein Führer,
ein Held zum Wohl aller Welten, namens Padumuttara.

151.

Damals war ich ein Brahmaṇe, berühmt und in den Veden bewandert;
bei meinem Tagesaufenthalt wandernd, erblickte ich den Weltführer,

152.

der die vier Wahrheiten verkündete, die Welt samt den Göttern erweckte
und vor der großen Menge den Vortrefflichsten der vielseitigen Redner auszeichnete.

153.

Da war mein Herz von Freude erfüllt, ich lud den Tathāgata ein
und schmückte den Pavillon mit Gewändern in vielerlei Farben.

154.

Mit Leuchten aus mannigfachen Edelsteinen ließ ich ihn dort mit dem Saṅgha speisen;
sieben Tage lang bewirtete ich ihn mit Speisen von verschiedenstem erlesenem Geschmack.

155.

Mit Blumen in bunten Farben ehrte ich ihn und seine Schüler;
dann neigte ich mich zu seinen Füßen nieder und ersehnte mir jenen Rang.

156.

Da sprach der erhabene Weise, dessen Wesen einzig Mitgefühl war:
„Seht diesen edelsten der Vögel, mit lotosgesichtigen Augen -

157.

„- reich an Freude und Entzücken, mit gesträubten Körperhaaren,
mit weitgeöffneten Augen, heiter lächelnd, dem Lehrgehalt meiner Lehre zugetan -

158.

„- der an meinen Füßen niedergesunken ist, eingesinnt und klaren Geistes;
er erstrebt jenen Rang, der durch kunstvolle Rede erlangt wird.

159.

„Hundert Tausend Äonen von nun an wird einer aus dem Geschlecht der Okkāka entstehen;
dem Stamm nach Gotama genannt, wird er als Lehrer in der Welt sein.

160.

„Sein Sohn im Dhamma, aus dem Dhamma hervorgebracht, sein rechtmäßiger Erbe -
Kumārakassapa mit Namen, wird er ein Schüler des Lehrers sein.

161.

„Durch das Darbringen bunter Blumen und Tücher sowie von Edelsteinen
wird er den höchsten Rang unter jenen erlangen, die in kunstvoller Rede glänzen."

162.

Durch jenes wohltätige Kamma und durch Absicht und Vorsatz
verließ ich den menschlichen Leib und gelangte in die Tāvatiṃsa-Welt.

163.

Treibend durch Dasein um Dasein, gleich einem Tänzer in der Mitte der Bühne,
ward ich als Junges des Sākha-Hirschs und trat in den Schoß einer Hirschkuh ein.

164.

Als ich im Mutterleib lag, nahte die Zeit der Schlachtung;
Sākha ließ meine Mutter fahren, sie nahm zum Nigrodha Zuflucht.

165.

Durch jenen König der Tiere wurde sie dem Tod entrissen;
er ließ das Lebewesen frei und unterwies mich damals so:

166.

„Folge allein dem Nigrodha, halte dich nicht beim Sākha auf;
besser ist der Tod beim Nigrodha als das Leben beim Sākha."

167.

So belehrt vom Anführer des Hirschrudels, zogen wir -
ich, meine Mutter und die anderen -
zum lieblichen Bereich der Tusita-Götter und kehrten heim wie in die eigene Wohnung.

168.

Wieder, als die Lehre des Helden Kassapa ihrem Ende entgegenging,
bestieg ich einen Felsgipfel und übte mich in der Botschaft des Siegers.

169.

Jetzt wurde ich in Rājagaha in einer Kaufmannsfamilie geboren;
meine Mutter, die schwanger war, trat die Hauslosigkeit an.

170.

Als man erfuhr, dass sie das Kind in sich trug, brachte man sie zu Devadatta;
er sprach: „Vernichtet diese böse Bhikkhunī."

171.

Doch beschützt durch den Siegreichen, den Herrn der Weisen,
gebar meine Mutter mich glücklich in der Unterkunft der Bhikkhunīs.

172.

Als der König von Kosala, der Hüter der Erde, davon erfuhr, zog er mich auf;
mit fürstlicher Fürsorge gab er mir den Namen Kassapa.

173.

Zu Mahākassapa hingekommen, war ich Kumārakassapa;
ich hörte den vom Buddha gelehrten Vergleich mit dem Ameisenhügel.

174.

Da löste sich mein Geist, gänzlich ohne Anhaften;
ich zähmte den Pāyāsi und erlangte diesen höchsten Rang.

175.

Die Triebflüsse sind in mir verbrannt … ich weile triebversiegt.

176.

Wohl bin ich hergekommen … die Botschaft des Buddha ist erfüllt.

177.

Die vier Paṭisambhidā … die Botschaft des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kumārakassapa diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kumārakassapa, das fünfte.
Das vierundzwanzigste Rezitationskapitel.
6. Apadāna des Thera Bāhiya

178.

Hundert Tausend Äonen von hier entstand ein Führer,
von großem Glanz, höchster der drei Welten, Padumuttara mit Namen.

179.

Als der Weise die Tugenden eines Bhikkhu von schneller Durchdringung rühmte,
erhob sich mein Geist voll Freude, und ich erwies dem Großen meine Ehrerbietung.

180.

Ich gab dem Weisen und seinem Schüler sieben Tage lang Gaben,
verneigte mich vor dem Vollerwachten und ersehnte mir damals jenen Rang.

181.

Da verkündete der Buddha über mich: „Seht diesen Brahmanen,
der an meinen Füßen niedergesunken ist, mit prüfendem Blick -

182.

„- dessen Glieder wie durch ein goldenes Opfer gepflegt erscheinen, mit hellleuchtendem feinen Körper,
mit herabhängenden roten Lippen wie Bimba-Früchte, mit Zähnen weiß und scharf -

183.

Mit einer Fülle von Tugenden ausgestattet, das Körperhaar aufgerichtet,
Ein Behälter der Flut der Tugenden, das Antlitz erblüht in Pīti.

184.

„Dieser erstrebt die Stätte des Bhikkhu, der rasch zur Erkenntnis gelangt;
In zukünftiger Zeit wird der große Held erscheinen, Gotamo mit Namen.

185.

Seinem Dhamma rechtmäßig entsprossen, aus dem Dhamma selbst geformt,
Bāhiya wird sein Name sein, der Schüler des Lehrers."

186.

Da erhob er sich erfreut und erwies bis an sein Lebensende
Dem großen Weisen Verehrung; gestorben, gelangte er in den Himmel wie in seinen eigenen Garten.

187.

Als Götter oder Menschen geboren, beglückt durch jenes Kamma,
Bin ich in Wogen durch das Saṃsāra gezogen und habe Wohlergehen genossen.

188.

Dann, als das Sāsana des tapferen Kassapa im Erlöschen begriffen war,
Bestieg ich den Gipfel eines Felsens und widmete mich dem Sāsana des Siegers.

189.

Mit reinem Sīla und Weisheit begabt, das Sāsana des Siegers ausführend,
Schieden fünf von dort und gelangten in die Götterwelt.

190.

Dann wurde ich als Bāhiya geboren, in Bhārukaccha, der vortrefflichsten Stadt;
Von dort bestieg ich ein Schiff und fuhr über das Meer zu fernem Ziel.

191.

Dann zerbrach das Schiff, nachdem es einige Tage gefahren war;
Da stürzte ich in das erschreckende, grauenvolle Meer der Meeresungeheuer.

192.

Da kämpfte ich und schwamm durch den großen Ozean;
Ich erreichte den herrlichen Hafen von Suppāra, erschöpft und entkräftet.

193.

Ein Gewand aus Baumrinde anlegend, betrat ich das Dorf zur Almosenspeise;
Da war das Volk entzückt und sprach: „Ein Arahant ist hier unter uns erschienen."

194.

„Mit Speise und Trank, mit Gewändern und Lager,
Mit Heilmitteln werden wir ihn ehren und werden glücklich sein."

195.

Empfänger der Almosen, von ihnen geehrt und geachtet,
Erweckte ich den Gedanken: „Ich bin ein Arahant" - und das ohne rechtes Erkennen.

196.

Da erkannte eine frühere Gottheit meinen Geist
Und mahnte mich: „Du kennst nicht den Weg der Mittel - wie könntest du ein Arahant sein?"

197.

Durch sie gemahnt und erschüttert, befragte ich sie da:
„Wer sind diese in der Welt, die Arahants, die Höchsten unter den Menschen?"

198.

„In Sāvatthī, in der Halle Kosala, weilt der Sieger,
Reich an Weisheit, von überlegenstem Scharfsinn;
Jener Sakya-Sohn, triebversiegter Arahant,
Lehrt den Dhamma zur Erlangung der Arahantschaft.

199.

„Dessen Wort vernehmend, war ich tief entzückt,
Wie ein Armer, der einen Schatz gefunden hat, erstaunt;
Hochgestimmt, um die höchste Arahantschaft,
Die klar erkennbare, von unbegrenztem Bereich zu erblicken.

200.

„Da aufbrechend, um zum Lehrer zu gelangen,
Möge ich stets den Sieger mit dem makellosen Antlitz sehen;
In den reizvollen Wald namens Vijita gelangt,
Fragte ich die Vögel: Wo weilt der Freudenbringer der Welt?

201.

„Da sprachen sie: Er, der von Göttern und Menschen verehrt wird,
Ist in die Stadt gegangen, um Speise zu suchen;
Wie ein Hase - eile nun, den Muni zu schauen begierig,
Tritt heran und verehr jenen höchsten unter den Wesen."

202.

Da eilte ich sogleich nach Sāvatthī, der vortrefflichsten Stadt,
Und erblickte ihn, den Umherwandelnden, frei von Gier nach Almosenspeise.

203.

Mit der Almosenschale in der Hand, ohne Unruhe im Blick,
Die goldene Helle ausstrahlend,
An Erscheinung wie eine Wohnstätte des Glanzes,
Das Antlitz strahlend wie die Sonne.

204.

Zu ihm herantretend und mich niederbeugend,
Sprach ich diese Worte:
„Auf dem Irrweg verirrt -
Sei du mir Zuflucht, Gotama!

205.

„Um mein Leben zu retten,
Wandere ich zur Almosenspeise;
Jetzt ist nicht die Zeit zur Dhamma-Rede" -
So sprach der Höchste der Weisen.

206.

Da bat ich den Buddha immer wieder,
Voller Verlangen nach dem Dhamma;
Er lehrte mir den Dhamma,
Den tiefen Pfad der erhabenen Leerheit.

207.

Seinen Dhamma vernehmend,
Erlangte ich die Vernichtung der Triebe;
Mein Leben war aufgezehrt - o wie voller Mitgefühl ist der Lehrer!

208.

Die Triebe wurden in mir verbrannt … und so weiter … ich lebe triebversiegelt.

209.

Wahrlich willkommen war es mir … und so weiter … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.

210.

Die vier analytischen Erkenntnisse … und so weiter … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.

211.

So legte der Thera Zeugnis ab, Bāhiya Dārucīriya;
Er war auf einem Abfallhaufen zu Fall gekommen, getötet durch eine geistbesessene Kuh.

212.

Nachdem er, der Großgesinnte, seine frühere Lebensführung gerühmt hatte,
Trat jener Thera in Sāvatthī, der vortrefflichsten Stadt, ins Parinibbāna ein.

213.

Als er die Stadt verließ, erblickte ihn, den siebten der Seher,
Der weise Bāhiya, Träger des Rindenbastgewandes, der von fern Angelangte.

214.

Hingesunken auf die Erde, gebändigt, gleich einem gefällten Indra-Banner,
Das Leben ausgegangen, die Triebe vertrocknet, ein Vollbringer der Lehre des Jina.

215.

Da wandte sich der Meister an die Jünger, die in der Lehre sich freuten:
„Nehmt ihn, bringt ihn fort und verbrennt den Leib eures Mitordensbruders.

216.

„Errichtet einen Thūpa, verehrt ihn - erloschen ist er, der Hochsinnige;
Schnell in der Erkenntnis war er vortrefflich, mein Jünger, der meinem Wort gehorcht hat.

217.

„Und wären es tausend Strophen, gefügt aus nichtigen Worten -
Besser ist eine einzige Strophe, nach deren Hören man zur Ruhe kommt.

218.

„Wo Wasser und Erde, Feuer und Wind keinen Halt finden,
Dort leuchten die Sterne nicht, die Sonne erleuchtet nicht.

219.

„Dort scheint kein Mond, und Dunkelheit wird dort nicht gefunden;
Wenn aber ein Brahmane durch sich selbst erkennt, durch das Schweigen des Weisen -

220.

„Dann wird er befreit von Form und Formlosem, von Lust und Schmerz."
So sprach der Beschützer, der Muni, Zuflucht der drei Welten.
So wurden diese Verse gesprochen vom ehrwürdigen Thera Bāhiya.
Das Apadāna des Thera Bāhiya, das sechste.
7. Das Apadāna des Thera Mahākoṭṭhika

221.

Der Jina namens Padumuttara, der allwissende Muni,
Erstand mit sehenden Augen vor hundert tausend Äonen.

222.

Ratgeber und Belehrender, Retter aller Lebewesen,
Der im Lehren kundige Buddha führte zahlreiche Menschen hinüber.

223.

Mitfühlend, voll Erbarmen, das Wohl aller Lebewesen suchend,
Ließ er alle Tīrthakas, die gekommen waren, in den fünf Sīlas Fuß fassen.

224.

So wurde es frei von Verwirrung, frei von den Anderslehrenden,
Geschmückt von Arahants, den Beherrschten, den Gleichmütigen.

225.

Achtundfünfzig Ratana hoch ragte er, der große Muni,
Goldfarbig leuchtend, mit zweiunddreißig erhabenen Merkmalen.

226.

Hunderttausend Jahre betrug damals die Lebensspanne;
So lange weilend, führte er zahlreiche Menschen hinüber.

227.

Damals war ich in Haṃsavatī ein Brahmane, durchdrungen von den Veden,
Ich trat an den Allerhöchsten heran und hörte die Dhamma-Unterweisung.

228.

Damals setzte der Held einen Jünger, dessen Geist aufgebrochen und weit,
Kundig in Bedeutung, Dhamma, Sprache und Eingebung,

229.

An die Spitze dieser Gruppe. Als ich das hörte, erfreut,
Bewirtete ich sieben Tage lang den besten Jina mit seinen Jüngern.

230.

Nachdem ich ihn, den Ozean der Weisheit mit seinen Schülern, in Tücher gekleidet,
Verneigte ich mich zu seinen Füßen und begehrte jene Stellung.

231.

Da sprach der Höchste der Welt: „Schaut diesen Besten unter den Zweimalgeborenen,
Der sich demütig zu meinen Füßen geneigt hat, leuchtend wie der Kern einer Lotusblüte.

232.

„Dieser begehrt die Stellung des vortrefflichsten Bhikkhu unter den Buddhajüngern;
Durch diesen Glauben, diese Freigebigkeit und das Hören des wahren Dhamma.

233.

„Allüberall von Glück erfüllt, durch Daseinsformen kreisend,
Wirst du in einer fernen Zukunft diesen Herzenswunsch erlangen.

234.

„In hundert tausend Äonen, entstammt dem Okkāka-Geschlecht,
Wird ein Meister in der Welt sein, Gotama dem Geschlecht nach.

235.

„Ein Erbe seines Dhamma, aus ihm selbst geboren, geformt durch den Dhamma,
Wird Koṭṭhika dem Namen nach sein, ein Jünger des Meisters."

236.

Als ich das hörte und mich freute, diente ich dem Jina bis zum Lebensende
Mit liebevollem Geist, achtsam, mit Paññā und Samādhi.

237.

Durch die Reifung jenes Kammas und durch Absicht und Entschluss
Ließ ich den menschlichen Körper zurück und gelangte nach Tāvatiṃsa.

238.

Dreihundert Mal übte ich das Königtum der Götter;
Fünfhundert Mal war ich ein Cakkavattī.

239.

Teilherrschaft, ausgedehnt, zahlenmäßig unzählbar -
Überall war ich von Glück erfüllt, durch die Kraft jenes Kammas.

240.

Zwischen zwei Daseinsformen kreise ich, zwischen Götterdasein und Menschsein;
Zu keiner anderen Existenz gehe ich - dies ist die Frucht wohlvollbrachter Tat.

241.

In zwei Geschlechtern werde ich geboren, unter Khattiyā und Brahmanen;
In einem niedrigen Geschlecht werde ich nicht geboren - dies ist die Frucht wohlvollbrachter Tat.

242.

Als die letzte Existenz herannahte, war ich ein Brahmanenverwandter,
In Sāvatthī, in einer Brahmanenfamilie wiedergeboren, wohlhabend und angesehen.

243.

„Meine Mutter hieß Candavatī,
mein Vater war Assalāyano;
als der Buddha meinen Vater lehrte
und ihn zur vollkommenen Reinheit führte,

244.

da wurde ich vertrauensvoll im Sugata
und trat aus dem Haus in die Hauslosigkeit;
Moggallāno war mein Lehrer,
Sārisambhava mein Upajjhāya.

245.

Als mir das Haar geschoren ward,
wurde die Ansicht mit der Wurzel abgeschnitten;
noch während ich das Safrangewand anlegte,
erlangte ich die Arahantschaft.

246.

In Bedeutung, Dhamma, Sprache und Eingebung
war mein Geist aufgegangen -
der Weltgipfel, der Erhabene, setzte mich
in der höchsten Rangstufe darin ein.

247.

Was noch nicht gesehen worden war, erklärte ich,
befragt von Upatissa;
so wurde ich darin, in den Paṭisambhidās,
der Höchste in des Sambuddha Lehrordnung.

248.

Die Kilesās wurden in mir verbrannt … u.s.w. …
ich weile ohne Triebe.

249.

Willkommen war mir wahrlich … u.s.w. …
vollbracht ist des Buddha Weisung.

250.

Die vier Paṭisambhidās … u.s.w. …
vollbracht ist des Buddha Weisung."
So sprach der ehrwürdige Thera Mahākoṭṭhika diese Verse aus.
Das Apadāna des Thera Mahākoṭṭhika, das siebte.
8. Das Apadāna des Thera Uruveḷakassapa

251.

„Ein Sieger namens Padumuttara,
ein Muni, der die ganze Welt kennt -
vor hundert tausend Äonen
erstand der mit dem reinen Blick.

252.

Ratgebend und belehrend,
ein Retter für alle Lebewesen,
der Buddha, gewandt in der Unterweisung,
führte viele Menschen ans andere Ufer.

253.

Mitfühlend und voll Erbarmen,
auf das Wohl aller Lebewesen bedacht,
gründete er alle ankommenden Asketen
in den fünf Sīlas.

254.

So war jene Zeit unverwirrt,
leer von Andersgläubigen,
geschmückt von Arahants,
jenen Gleichmütigen, die sich beherrscht hatten.

255.

Achtundfünfzig Armlängen ragte
jener große Muni empor,
dem goldenen Schmuck gleich schimmernd,
mit den zweiunddreißig edlen Merkmalen.

256.

Hunderttausend Jahre
dauerte seine Lebensspanne damals;
so lange verweilend
führte er viele Menschen ans Ufer.

257.

Da war ich in Haṃsavatī
ein Brahmin, allgemein geachtet;
ich trat vor das Weltlicht
und hörte die Dhamma-Unterweisung.

258.

Als ich sah, wie er inmitten der großen Versammlung,
vor der großen Schülerschaft,
jemanden in dieser höchsten Rangstufe einsetzte,
wurde mein Herz froh davon.

259.

Mit einem großen Gefolge lud ich
den großen Sieger ein;
gemeinsam mit tausend Brahmins
gab ich Gaben dar.

260.

Nachdem ich große Gaben gegeben
und dem Anführer gehuldigt hatte,
stand ich beiseite, freudig,
und sprach diese Worte:

261.

‚Durch das Vertrauen in dich, du Held,
und durch die Kraft meiner Verdienste -
möge mir eine große Gemeinde beschieden sein,
wo immer ich geboren werde.'

262.

Da wandte er sich an die Versammlung,
mit einer Stimme wie das Rollen des Donners,
wie der Ruf des Karavīka-Vogels, der Meister:
‚Seht diesen Brahmin!

263.

‚Den von goldener Farbe, mit mächtigen Armen,
mit lotusgleichem Antlitz und Augen,
mit schlankem, aufgerichtetem Körper, freudig,
voll Vertrauen in meine Tugenden.

264.

‚Dieser begehrt den Rang des Bhikkhu Sīhaghosa;
in einem zukünftigen Zeitalter
wirst du jenen Herzenswunsch erfüllt erlangen.

265.

‚Vor hundert tausend Äonen
wird einer aus dem Geschlecht der Okkāka entstammen;
Gotama mit Namen und Stamm -
er wird der Meister in der Welt sein.

266.

‚Sein Erbe im Dhamma,
sein leiblicher Sohn, aus dem Dhamma geboren,
Kassapa dem Stamm nach -
er wird des Meisters Schüler sein.'

267.

Vor zweiundneunzig Äonen
lebte jener unvergleichliche Meister,
ohne Gleichen, ohne Gegenbild -
Phusso, der Weltgipfel, der Anführer.

268.

Jener vernichtete alle Dunkelheit,
entwirkte das große Dickicht,
ließ den Unsterblichkeitsregen niederfallen
und stillte den Durst der Welt mit ihren Göttern.

269.

Damals waren wir in Bārāṇasī
Könige, Fürsten miteinander;
wir waren drei Brüder alle,
befreundete Könige.

270.

Heldengleich von Gestalt, kraftvoll,
im Kampf unbesiegt -
da sprach zu uns der König,
bedroht von der aufständischen Grenzmark:

271.

‚Gehet und bringet die Grenzmark in Ordnung,
beruhiget die Waldkrieger,
machet sie sicher und bezwungen,
dann kehret zurück - so saget er.'

272.

Da sprachen wir:
‚Wenn du uns den Anführer gibst,
dass wir ihm aufwarten mögen,
dann werden wir es für euch vollbringen.'"

273.

Da empfingen wir die Erlaubnis und wurden vom Landesherrschen entsandt;
wir legten die Waffen nieder an der Grenze, kehrten zurück und traten vor ihn hin.

274.

Wir baten um die Gunst, dem Lehrer zu dienen,
dem König, dem Weltführer;
den mutigen Weisen gewinnend,
verehrten wir ihn das ganze Leben lang.

275.

Kostbare Gewänder und erlesene Speisen,
angenehme Unterkünfte und heilsame Arzneien -

276.

- dies gaben wir dem Weisen samt dem Saṅgha,
rechtmäßig von uns erworben;
tugendhaft, mitfühlend,
mit dem Geist der Übung erfüllt.

277.

In Ehrfurcht pflegten wir den Führer
mit gläubigem und liebendem Herzen;
als jener Höchste der Welt ins Nibbāna eingegangen war,
erwiesen wir ihm Verehrung nach Kräften.

278.

Von dannen geschieden, gelangten wir in den Tusita-Himmel
und erlebten dort großes Glück -
dies erlebten wir alle:
die Frucht der Verehrung des Buddha.

279.

Wie ein Zauberkünstler auf der Bühne
vielerlei Verwandlungen zeigt,
so wanderte ich durch die Daseinsformen
und war Herrscher über Videha.

280.

Durch die Rede des Guṇāceḷa
neigte mein Sinn zu falscher Ansicht;
auf dem Weg zur Hölle befindlich,
geschah mir dies durch meine Tochter Rucā.

281.

Den Rat des Brahma Nārada nicht annehmend,
trieb ich vielmals im Saṃsāra umher -
doch schließlich ließ ich die verderbliche Ansicht fallen.

282.

Die zehn Handlungspfade vollständig erfüllend,
verließ ich diesen Leib
und gelangte in den Himmel wie in einen lichten Hain.

283.

In meiner letzten Existenz angelangt,
war ich ein Brahmanenverwandter,
geboren in Bārāṇasī, der blühenden Stadt,
in einem großen Brahmanenclan.

284.

Erschreckt von Tod, Krankheit und Alter,
trat ich in den großen Wald ein;
das Nibbāna als höchstes Ziel suchend,
lebte ich als Jaṭila unter den Haarflechtenden.

285.

Damals traten meine zwei Brüder
zusammen mit mir in die Hauslosigkeit aus;
in Uruveḷā errichteten wir eine Einsiedelei -
dort lebte ich.

286.

Kassapa war mein Familienname,
ich wohnte in Uruveḷā -
daher entstand meine Benennung:
Uruveḷakassapa.

287.

Mein Bruder am Flussufer
hieß Nadīkassapa;
nach dem Ort seines Lebens
hieß einer in Gayā: Gayākassapa.

288.

Zweihundert Schüler hatte der Jüngste,
dreihundert der mittlere Bruder,
und mir folgten nahezu fünfhundert -
alle mir ergeben.

289.

Da näherte sich mir der Buddha,
vollbrachte für mich vielerlei
Wundertaten, der Höchste der Welt,
und lenkte mich, der Wagenlenker der Menschen.

290.

Mit tausend Gefolgsleuten
wurde ich zum „Komm-Bhikkhu" aufgenommen;
zusammen mit eben diesen allen
erlangte ich die Arahantschaft.

291.

Jene und viele andere Schüler
umgaben mich;
ich war fähig zu unterweisen -
daher stellte mich der Buddha, der Siebente der Seher,

292.

in der großen Versammlung
als den Höchsten unter ihnen auf.
Oh, die Tat, die dem Buddha getan wurde -
sie wurde mir fruchtbar!

293.

Meine Triebflüsse sind verbrannt … (usw.) … ich lebe triebversiegt.

294.

Willkommen wahrlich war mir … (usw.) … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

295.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Uruveḷakassapa diese Verse -
so wird überliefert.
Dies ist das achte Apadāna des Thera Uruveḷakassapa.
9. Apadāna des Thera Rādha

296.

Padumuttara mit Namen war der Sieger,
der alleskundige Weise, allsehend -
vor hundert mal hunderttausend Äonen
erschien er, der Augenkundige.

297.

Ratgebend, belehrend,
Befreier aller Wesen -
der Buddha, gewandt in der Unterweisung,
führte viele Menschen hinüber.

298.

Mitfühlend, voller Erbarmen,
das Wohl aller Wesen suchend -
all jene Wanderer, die zu ihm kamen,
gründete er in den fünf Sīlas.

299.

So war es ungetrübt,
von Tīrthakas geleert,
und bunt bevölkert von Arahants,
von jenen Gleichmütigen, die Meisterschaft erlangt hatten.

300.

Achtundfünfzig Ratana in die Höhe ragte der große Weise,
dem Gold gleichend im Glanz,
geschmückt mit den zweiunddreißig erhabenen Merkmalen.

301.

Hunderttausend Jahre
währte damals sein Leben;
solange er weilte,
führte er viele Menschen hinüber.

302.

Damals war ich in Haṃsavatī
ein Brahmane, kundig der Sprüche;
zu jenem Besten der Menschen tretend,
vernahm ich seine Dhamma-Unterweisung.

303.

Den großen Helden, der in Versammlungen lehrt,
gewandt im Wort, ohne Zagen -
den Bhikkhu, hervorragend in spontaner Beredsamkeit,
setzte der Führer als Ersten in dieser ein.

304.

Da erwies ich dem Weltenführer mit dem Saṅgha
meine Ehrerbietung,
beugte mein Haupt zu seinen Füßen nieder
und ersehnte jenes Amt.

305.

Da sprach der Bhagavā zu mir,
strahlend wie ein Goldstück aus siṅgī-Gold,
mit einer Stimme, die das Herz bewegt,
die allen Befleckungsschmutz hinwegträgt:

306.

„Mögest du glücklich sein und lange leben,
dein Vorhaben möge sich erfüllen!
Die Ehrerbietung, die du mir mit dem Saṅgha erwiesen hast,
ist von dir überaus reichlich dargebracht worden.

307.

In hunderttausend Äonen von hier aus
wird einer, dem Okkāka-Geschlecht entstammt,
Gotamo von Namen dem Geschlecht nach,
als Lehrer in der Welt erscheinen.

308.

Ein Erbe seines Dhamma, aus ihm geboren,
aus dem Dhamma geformt -
mit dem Namen Rādha
wird er des Lehrers Schüler sein.

309.

Er, der Sakyasohn, der Stier unter den Menschen,
erfreut an deinen verdienstlichen Qualitäten,
wird dich als Ersten in spontaner Beredsamkeit
der Führer einsetzen."

310.

Als ich das hörte, wurde mein Herz froh,
und ich diente dem Sieger bis an mein Lebensende
mit liebevollem Geist,
achtsam, in Weisheit und Samādhi gesammelt.

311.

Durch jenes wohlgetane Kamma,
durch Gesinnung und Vorhaben,
ließ ich den menschlichen Körper zurück
und gelangte zu den Tāvatiṃsa-Göttern.

312.

Dreihundertmal übte ich die Herrschaft der Götter aus,
fünfhundertmal war ich Cakkavattī.

313.

Die Teilherrschaft in ihrer Fülle,
unzählbar an Zahl -
überall war ich beglückt
durch die Wirkung jenes Kammas.

314.

Als das letzte Dasein herangekommen war,
in Giribbaja, der erhabensten der Städte,
wurde ich in einer armen Brahmanenfamilie geboren,
ohne ausreichende Kleidung und Lagerstätte.

315.

Ich reichte Sāriputta, dem Gleichmütigen,
einen Löffel voll Almosenspeise.
Als ich dann alt und gebrechlich geworden war,
kam ich in den Ārama.

316.

Niemand ordinierte mich,
alt, schwach und kraftlos wie ich war.
Daher war ich betrübt, blass an den Gliedern,
und Kummer hatte mich damals befallen.

317.

Da sah mich der Großbarmherzige,
der große Muni sprach zu mir:
„Warum bist du, mein Sohn, von Kummer geplagt?
Nenn mir den Schmerz, der dir aus dem Herzen kommt."

318.

„Die Pabbajjā erlange ich nicht, o Held,
in deiner so wohl verkündeten Lehre.
Von diesem Kummer bin ich betrübt -
sei du mein Zuflucht, o Führer."

319.

Da versammelte der beste der Munis die Bhikkhus
und fragte:
„Wer sich an sein Verdienst erinnert,
der spreche es aus."

320.

Sāriputta sprach daraufhin:
„Ich erinnere mich an sein Verdienst -
er ließ mir, als ich auf Almosengang ging,
einen Löffel voll Almosenspeise geben."

321.

„Wohl, wohl, du bist dankbar, Sāriputta!
Lass diesen alten Brahmanen in den Orden eintreten -
er wird ein edles Pferd sein."

322.

Da erlangte ich die Pabbajjā,
die Upasampadā durch die Kammavācā -
und nicht lange dauerte es,
bis ich die Versiegung der Triebe erreichte.

323.

Seit ich der Worte des Munis aufmerksam
und freudig zuhöre,
hat der Sieger mich als Ersten in spontaner Beredsamkeit
eingesetzt.

324.

Meine Triebe sind verbrannt …(usw.)… ich lebe triebversiegter.

325.

Fürwahr, willkommen war mir …(usw.)… die Weisung des Buddha ist erfüllt.

326.

Die vier analytischen Erkenntnisse …(usw.)… die Weisung des Buddha ist erfüllt."
So hat der Ehrwürdige, der Thera Rādha,
diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Rādha, das neunte.
10. Apadāna des Thera Mogharāja

327.

Der Sieger namens Padumuttara,
der Muni, allwissend in allen Welten -
vor hunderttausend Äonen von jetzt
erschien er, der Sehende.

328.

Ratgeber und Erklärer,
Überführer aller Lebewesen -
der Buddha, gewandt in der Unterweisung,
führte viele Menschen ans andere Ufer.

329.

Mitfühlend, voller Erbarmen,
das Wohl aller Lebewesen suchend,
ließ er alle angekommenen Irrlehrer
sich in den fünf Sīla festgründen.

330.

So wurde es frei von Unordnung,
leer von Irrlehrern,
geschmückt von Arahants -
von jenen Gleichmütigen, die Meisterschaft erlangt hatten.

331.

Achtundfünfzig Ratanas hoch
ragte jener große Muni empor,
wie Gold von Wert strahlend,
mit den zweiunddreißig erhabenen Merkmalen.

332.

Hunderttausend Jahre
währte seine Lebenszeit.
Solange er weilte,
führte er viele Menschen ans andere Ufer.

333.

Damals war ich in Haṃsavatī,
in irgendeiner gewöhnlichen Familie geboren;
dem Dienst für andere hingegeben,
besaß ich keinerlei Reichtum.

334.

In einer Rasthalle weilend,
auf dem gestampften Boden,
entzündete ich dort ein Feuer -
es loderte stark, und schwarz war seine Flamme fürwahr.

335.

Da rühmte der Beschützer, der Verkünder der vier Wahrheiten,
inmitten der Versammlung
einen Schüler,
der zerschlissene Gewänder trug.

336.

Erfreut über dessen Tugenden,
verneigte ich mich vor dem Tathāgata
und begehrte den höchsten Stand,
den Vorzug des Tragens zerschlissener Gewänder.

337.

Da sprach Bhagavā Padumuttara
zu den Schülern:
„Schaut diesen Mann an,
ärmlich gekleidet, mit schmalem Leib.

338.

„Sein Antlitz leuchtet vor Freude und Heiterkeit,
ausgestattet mit dem Reichtum des Vertrauens;
aufgerichtet der Körper, frohgemut,
unerschütterlich wie ein aufgetürmter Sāla-Baum.

339.

„Dieser begehrt jenen Stand
des Bhikkhu Saccasena,
des Trägers zerschlissener Gewänder -
sein Herz ist auf dessen Ruhm gerichtet."

340.

Als ich dies gehört hatte, frohgemut,
neigte ich mein Haupt vor dem Jina
und vollbrachte, solange ich lebte,
heilsame Taten im Sāsana des Jina.

341.

Durch diese wohltätig vollbrachte Tat
und durch Absicht und Entschluss
verließ ich den menschlichen Leib
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

342.

Durch die Tat des Entzündens des Feuers
in der Rasthalle auf dem Boden
verbrannte ich ein volles Jahrtausend in der Hölle,
gepeinigt von Schmerzen.

343.

Durch den Rest jener Tat
wurde ich in fünfhundert Leben
als Mensch von edler Abstammung geboren,
durch karmische Merkmale gezeichnet.

344.

Ebenfalls in fünfhundert Geburten
wurde ich mit Aussatz befallen;
großes Leid erfuhr ich
als Frucht jener Tat.

345.

In diesem gesegneten Äon
erfrischte ich einstmals den Ruhmvollen
mit Almosenspeise,
mit heiterem Sinn.

346.

Durch die Vortrefflichkeit jener Tat
und durch Absicht und Entschluss
verließ ich den menschlichen Leib
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

347.

Als mein letztes Dasein herannahte,
wurde ich in einer Khattiya-Familie geboren;
nach dem Tod meines Vaters
wurde mir ein großes Königreich zuteil.

348.

Von Aussatz befallen,
fand ich weder Freude noch Glück;
da das Königreich leer von Glück war,
heiße ich daher Mogharāja.

349.

Den Fehler des Körpers erkennend,
trat ich in die Hauslosigkeit ein
und wurde Schüler des Brahmanen Bāvari,
des zweimal Geborenen.

350.

Mit großem Gefolge
trat ich vor den Führer der Menschen
und fragte ihn mit feiner Frage,
jenen Helden, den Bezwinger von Streitgesprächen.

351.

„Diese Welt, jene Welt,
die Brahma-Welt mitsamt den Göttern -
die Sichtweise des ruhmvollen Gotama
vermag ich nicht zu erkennen.

352.

„Zu ihm, dem so herrlich Schauenden,
bin ich mit Fragen gekommen:
Wie soll einer die Welt betrachten,
damit der Todes-König ihn nicht sieht?"

353.

„Betrachte die Welt als leer,
Mogharāja, stets achtsam;
die Ansicht eines Selbst herausreißend -
so wirst du den Tod überschreiten.

354.

„So die Welt betrachtend
sieht ihn der Todes-König nicht" -
so sprach der Buddha zu mir,
der Heiler aller Krankheiten.

355.

Am Ende der Strophe
war ich frei von Haar und Bart;
in Ocker-Gewänder gekleidet,
war ich Bhikkhu - und das zu Recht.

356.

In den gemeinsamen Klosterhallen
wohnte ich nicht, von Krankheit gepeinigt;
„Das Kloster möge nicht befleckt werden!" -
so litt ich, von Windkrankheiten gequält.

357.

Von Müllhaufen herbeibringend,
von Leichenfeldern und Straßen,
fertigte ich daraus eine Saṅghāṭi
und trug das zerschlissene Gewand.

358.

Der große Arzt, der Lenker,
erfreut über diese meine Tugend,
setzte mich an der Spitze
der Träger zerschlissener Gewänder ein.

359.

Verdienst und Schuld erschöpft,
frei von allen Krankheiten,
ohne Anhaften wie eine Flamme,
werde ich verlöschen, triebversiegt.

360.

Meine Triebe sind verbrannt … (usw.) … ich lebe triebversiegt.

361.

Willkommen war mir wahrlich … (usw.) … das Gebot des Buddha erfüllt.

362.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Gebot des Buddha erfüllt.
So also sprach der ehrwürdige Thera Mogharāja diese Verse.
Das Apadāna des Thera Mogharāja ist das zehnte.
Der Kaccāyana-Vagga ist der vierundfünfzigste.
Dessen Inhaltsangabe:
Kaccāna und der Thera Vakkalī,
der mit Namen Mahākappina genannt;
Dabba und der mit Namen Kumāra,
Bāhiya, Koṭṭhika, der Beherrschte.
Uruvelakassapa, Rādha
und Mogharāja, der Weise -
dreihundert Strophen sind es hier,
zweiundsechzig zusammengefasst.
55. Bhaddiya-Vagga
1. Das Apadāna des Thera Lakuṇḍabhaddiya

1.

Padumuttara, der Siegreiche, allsehend in allen Dhammas -
vor hundertausend Äonen erstand der Anführer.

2.

Damals war ich in Haṃsavatī
der Sohn eines Kaufmanns, wohlhabend und reich;
auf Wanderschaft umherziehend
gelangte ich zum Klostergarten des Saṅgha.

3.

Da lehrte der Anführer, das Licht der Welt,
den Dhamma und pries
einen seiner Schüler als den Höchsten
unter denen mit lieblicher Stimme.

4.

Als ich dies gehört hatte, wurde ich freudig
und erwies dem Großen Weisen Verehrung;
nachdem ich die Füße des Meisters verehrt hatte,
erstrebte ich jene Stellung.

5.

Da verkündete der Buddha, der Anführer,
inmitten des Saṅgha seine Weissagung:
„In der noch kommenden Zeit
wirst du diesen Herzenswunsch erlangen.

6.

„Hundertausend Äonen von jetzt an
wird einer, dem Okkāka-Geschlecht entstammt,
namens Gotama nach seinem Geschlecht
als Lehrer in der Welt erscheinen.

7.

„Als Erbe seines Dhammas,
als leiblicher Sohn, aus dem Dhamma geformt,
wird einer namens Bhaddhiya
Schüler dieses Meisters sein."

8.

Durch diese wohlvollbrachte Tat,
durch Absicht und Entschlossenheit,
verließ ich den menschlichen Körper
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

9.

Vor zweiundneunzig Äonen von jetzt
erstand Phussa als Anführer -
unnahbar, unbezwinglich,
der Siegreiche, höchster aller Welten.

10.

Vollkommen im Wandel, hehr und aufrecht, strahlend,
das Wohl aller Wesen suchend,
befreite er viele aus den Fesseln.

11.

In Nandārāmas Hain war ich da
ein Kuckuck des Phussa-Buddha -
ich wohnte in einem Mangobaum
nahe der Gandhakuṭi.

12.

Als ich den höchsten Siegreichen, den Würdigen,
beim Bettelgang vorübergehen sah,
erheiterte ich mein Herz
und rief mit lieblichem Laut.

13.

Dann begab ich mich in den Königsgarten,
nahm eine reife, goldschalige Mangofrucht
und brachte sie dem Vollerwachten dar.

14.

Da erkannte der mitfühlende Siegreiche,
der Anführer voll großen Mitgefühls,
meinen Geisteszustand
und streckte die Almosenschale aus des Begleiters Hand entgegen.

15.

Mit freudigem Herzen legte ich,
o großer Weiser, die Mangofrucht in die Schale -
mit den Flügeln ehrerbietig gefaltet -
und sang mit lieblichem Ton.

16.

Mit einer Stimme, die entzückt,
die zu hören ist, die anmutig klingt,
sang ich zur Verehrung des Buddha
und flog dann zum Nest, um zu ruhen.

17.

Da kam ein Raubvogel herbei
und tötete mich in boshafter Gesinnung -
mich, dessen Herz freudig war
und von Zuneigung zum Buddha erfüllt.

18.

Daraufhin, von dort geschieden, gelangte ich in den Tusita-Himmel
und genoss dort großes Glück;
durch die Kraft jener Tat
kehrte ich in die Menschenwelt zurück.

19.

In diesem glückseligen Äon
erstand Kassapa, von hochgerühmtem Ruhm,
ein Brahmanenverwandter nach Geschlecht,
der Vorzüglichste unter den Redenden.

20.

Er ließ das Sāsana erstrahlen,
überwand die Häretiker,
leitete die Lenkbaren zur Reife
und erlosch zusammen mit seinen Schülern.

21.

Als jener Höchste der Welt erloschen war,
versammelten sich viele erfreute Menschen,
um den Buddha zu ehren,
und errichteten dem Meister einen Thūpa.

22.

„Einen sieben Yojana hohen Thūpa,
mit sieben Juwelen geschmückt -
diesen wollen wir dem Großen Weisen errichten",
so berieten sie miteinander.

23.

Ich war damals der Heerführer
des Königs Kiki von Kāsī;
und ich setzte das Maß fest
für den als maßlos geplanten Thūpa.

24.

Da errichteten sie gemäß meinem Wort
den Thūpa von einer Yojana Höhe
zu Ehren des Heldenmenschen,
geschmückt mit vielfältigen Juwelen.

25.

Durch diese wohlvollbrachte Tat,
durch Absicht und Entschlossenheit,
verließ ich den menschlichen Körper
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

26.

Nun aber, in dieser letzten Existenz,
bin ich in einer Kaufmannsfamilie geboren
in Sāvatthī, der vorzüglichen Stadt,
wohlhabend, blühend und reich.

27.

Als ich den Vollendeten beim Einzug in die Stadt sah,
erfüllte mich Staunen im Herzen;
ich trat in die Hauslosigkeit und erlangte
ohne langen Verzug die Arahantschaft.

28.

Weil ich das Maß des Thūpa bestimmt hatte
durch jene Tat,
ward ich mit einem kleinen Körper geboren -
Lakuṇḍaka, der Verachtung ausgesetzt.

29.

Indem ich mit süßer Stimme
den Siebten der Weisen verehrte,
erlangte ich den höchsten Rang
unter den Bhikkhus mit lieblicher Stimme.

30.

Durch das Darbringen von Früchten an den Buddha
und durch das Besinnen auf seine Tugenden
lebe ich erfüllt mit der Frucht des Samana-Lebens,
triebversiegt.

31.

Meine Triebe sind verbrannt, alle Daseine ausgerissen;
Wie ein Elefant, der seine Fesseln zerbrochen hat, weile ich triebversiegt.

32.

Wahrlich willkommen war mir die Begegnung mit dem erhabensten Buddha;
Die drei Wissen sind erlangt, die Weisung des Buddha ist erfüllt.

33.

Die vier Paṭisambhidā, und auch die acht Vimokkhā;
Die sechs Abhiññā sind verwirklicht, die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Lakuṇḍabhaddiyo diese Verse.
Das Apadāna des Thera Lakuṇḍabhaddiyo ist das erste.
2. Apadāna des Thera Kaṅkhārevata

34.

Ein Jina namens Padumuttara, mit Auge für alle Dhammas;
Vor hunderttausend Äonen erstand der Führer in der Welt.

35.

Mit Löwenkinn und brahmagleicher Stimme, mit dem Klang von Schwan und Trommel;
Mit dem Gang eines schreitenden Elefanten, strahlend wie Mond und Sonne.

36.

Großsinnig, großtapfer, tief im Jhāna, von großer Kraft;
Ein Beschützer von großem Mitgefühl, der große Dunkelheit zerstreut.

37.

Jener, der Gipfel der drei Welten, lehrte den Dhamma
Vielen Belehrbaren - der Vollerwachte, der Weise, der die Neigungen der Wesen kennt.

38.

Den Versunkenen, dem Jhāna hingegeben, den Helden, den Stillen, den Ungetrübten
Rühmend inmitten der Versammlung, erfreute der Jina die Versammlung.

39.

Da war ich in Haṃsavatī ein Brahmane, ein Kenner der Veden;
Den Dhamma hörend, freudig, begehrte ich jenen Stand.

40.

Da sprach der Jina, der Führer, mitten in der Gemeinschaft:
„Sei froh, o Brahmane, du wirst diesen Wunsch erlangen.

41.

„Vor hunderttausend Äonen, aus dem Geschlecht der Okkāka geboren,
Wird einer namens Gotama, nach seinem Stammesnamen, als Lehrer in der Welt erscheinen.

42.

„Ein Erbe seines Dhammas, ein leiblicher Sohn, aus dem Dhamma geformt,
Namens Revata, wird er ein Schüler des Lehrers sein."

43.

Durch jenes wohlvollbrachte Kamma und durch Absicht und Entschluss
Verließ ich den menschlichen Leib und gelangte nach Tāvatiṃsa.

44.

Und nun in meiner letzten Geburt wurde ich in der Stadt der Koliya geboren,
In einem edlen Khattiya-Geschlecht, reich, blühend und von großem Reichtum.

45.

Als der Buddha in Kapilavatthu den Dhamma lehrte,
Da, vertrauend dem Gesegneten, trat ich in die Hauslosigkeit aus.

46.

Vielfältig war mein Zweifeln, von Äon zu Äon hier und dort;
All das beseitigte der Buddha, indem er den erhabenen Dhamma lehrte.

47.

Dann, den Saṃsāra durchquert, stets der Freude des Jhāna ergeben,
Weilte ich - da sah mich der Buddha und sprach diese Worte:

48.

„Welcher Zweifel auch immer hier oder anderswo,
Bezüglich eigener Erfahrung oder der Erfahrung anderer:
All diese lassen die Jhāna-Übenden hinter sich,
Die Eifrigen, die das heilige Leben führen."

49.

Das Kamma, vollbracht vor hunderttausend Äonen, zeigte mir hier seine Frucht;
Vollständig befreit verbrannte ich meine Triebe - rasch wie ein Pfeil im Flug.

50.

Da sah der Buddha, der Weise, der das Ende der Welt ergründet hat, den im Jhāna Versunkenen;
Der Großsinnige erhob ihn zum Ersten unter den Bhikkhus, die dem Jhāna hingegeben sind.

51.

Meine Triebe sind verbrannt … weile ich triebversiegt.

52.

Wahrlich willkommen war mir … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

53.

Die vier Paṭisambhidā … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Kaṅkhārevata diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kaṅkhārevata ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Sīvalī

54.

Ein Jina namens Padumuttara, mit Auge für alle Dhammas;
Vor hunderttausend Äonen erstand der Führer in der Welt.

55.

Sein Sīla war unzählbar, sein Samādhi diamantgleich;
Unzählbar sein erhabenes Wissen, und seine Vimutti ohnegleichen.

56.

Bei der Versammlung der Menschen, Nāgas und Brahmā-Götter,
Erfüllt von Samaṇas und Brahmanen, lehrte der Führer den Dhamma.

57.

Den großen Empfänger mit seinen Schülern, den Verdiensterfüllten, den Glanzträger
Stellte er als Ersten in der Versammlung auf - gewandt in der Mitte der Menge.

58.

Da war ich ein Khattiya in der Stadt namens Haṃsavatī;
Als ich des Jina Rede gehört hatte, die vielfältigen Tugenden des Schülers,

59.

Lud ich für sieben Tage ein, bewirtete ihn mit seinen Schülern;
Nachdem ich ein großes Geschenk gegeben hatte, begehrte ich jenen Stand.

60.

Als er mich zu seinen Füßen geneigt sah, sprach jener Stier unter den Menschen,
Der Held, mit gewaltiger Stimme diese Worte:

61.

Da wollte die große Menschenmenge die Worte des Siegers hören;
Götter, Dānavas und Gandhabben
und Brahmas von großer Macht.

62.

Samaṇas und Brahmanen gleichermaßen verneigten sich mit gefalteten Händen:
„Ehre dir, du Edler unter den Menschen,
Ehre dir, du Höchster unter den Menschen.

63.

„Durch den Khattiya wurde eine große Verdienstgabe gegeben,
für sieben Tage und mehr für euch;
Wir wünschen die Frucht davon zu hören -
verkünde sie, o großer Muni."

64.

Da sprach der Bhagavā: „Höret meine Worte:
Gegründet auf den unermesslichen Buddha
zusammen mit dem Saṅgha ist diese Verdienstgabe.

65.

„Wer könnte den Wert jener Verdienstgabe ermessen?
Unermessliche Früchte trägt sie.
Und auch wenn jener von großem Reichtum ist
und den höchsten Stand begehrt -

66.

„- ein Empfänger reicher Gaben mögest du werden,
wie der schönanzusehende Bhikkhu:
So auch wirst du sein -
dies wirst du in Zukunft erlangen.

67.

„In hunderttausend Äonen wird, aus dem Geschlecht der Okkāka stammend,
einer namens Gotama dem Geschlecht nach
als Lehrer in der Welt entstehen.

68.

„Ein Erbe seines Dhamma, leibhafter Sohn, aus dem Dhamma geschaffen -
Sīvali mit Namen
wird er ein Schüler des Lehrers sein."

69.

Durch jene wohlvollbrachte Tat und durch Absicht und Wunsch
verließ ich den menschlichen Leib
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

70.

Vor einundneunzig Äonen entstand Vipassī,
der Weltenführer,
der Lieblichanzusehende, der alle Dhammas durchschaut.

71.

Damals war ich in Bandhumatī,
in der Familie eines Gewissen,
ein Geliebter und Vertrauter,
in Geschäfte vertieft.

72.

Damals machte eine Gruppe von Anhängern
für Vipassī, den großen Seher,
eine Speisung von gewaltigem, weitbekanntem Ausmaß.

73.

Als das große Geschenk vollendet war, gaben sie
mit Süßigkeiten versehene Gaben;
frischen Quark und Honig jedoch
fanden sie trotz Suche nirgendwo mehr.

74.

Da nahm ich jenen frischen Quark und auch den Honig
und ging zum Haus des Besitzers;
sie suchten mich und sahen mich.

75.

Obwohl tausend gegeben hatten,
erhielten sie Quark und Honig nicht.
Da dachte ich bei mir: „Das wird nicht gering sein.

76.

„Wie alle diese Menschen
dem Tathāgata Ehrerbietung erweisen,
so werde auch ich dem Weltenführer
mitsamt dem Saṅgha dienen."

77.

So nachdenkend damals
vermischte ich Quark und Honig miteinander
und gab sie dem Weltenherrn
zusammen mit dem Saṅgha.

78.

Durch jene wohlvollbrachte Tat und durch Absicht und Wunsch
verließ ich den menschlichen Leib
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

79.

Dann aber wurde ich in Bārāṇasī
ein König von großem Ruhm;
einem Asketen gegenüber erzürnt
ließ ich das Stadttor sperren.

80.

Da wurden die Asketen eingeschlossen
und für einen Tag festgehalten;
durch die Frucht jener Tat
fiel ich in eine schwere Hölle.

81.

Nun aber in meiner letzten Existenz
bin ich in der Stadt der Koliya geboren;
Suppavāsā ist meine Mutter,
Mahāli der Licchavī ist mein Vater.

82.

Als Khattiya, durch verdienstliches Wirken,
doch belastet durch das Sperren des Tores,
weilte ich sieben Jahre leidend
im Mutterleib.

83.

Sieben Tage war ich am Tor eingeklemmt,
mit großem Schmerz erfüllt;
meine Mutter litt durch ihre erzwungene Einwilligung
selbst so sehr.

84.

Glücklich geboren herausgekommen,
durch des Buddha Mitgefühl begünstigt,
am selben Tag des Herauskommens selbst
trat ich in die Hauslosigkeit ein.

85.

Sāriputta war mein Upajjhāya,
Moggallāna der Mächtige;
während er mir das Haar abschnitt,
unterwies mich der Großgeistige.

86.

Noch während das Haar abgeschnitten wurde,
erlangte ich Arahantschaft;
Götter, Nāgas und Menschen
bringen mir Requisiten dar.

87.

Padumuttara den Nātha
und Vipassī den Anführer -
denen ich freudig gedient hatte,
besonders mit Requisiten -

88.

durch den hervorragenden Vorzug jener Taten,
die reichste und erhabenste Frucht,
empfange ich Gaben überall,
im Wald, im Dorf, im Wasser, auf dem Land.

89.

Wenn der Anführer aufbricht,
um Revata zu besuchen,
mit dreißigtausend Bhikkhus gemeinsam,
der höchste Weltenführer -

90.

da werden mir von Göttern dargebrachte Requisiten,
vom großen Helden, dem Großgeistigen,
dem Weltenführer mitsamt dem Saṅgha,
zu meinem Nutzen gereicht.

91.

Ich wartete dem Buddha auf, er ging und sah Revata;
Von dort zog er ins Jetavana - und stellte mich an die erste Stelle.

92.

„Unter den Empfängern von Gaben ist Sīvalī der Erste,
unter meinen Schülern, ihr Bhikkhus" -
So pries mich der Lehrer, der Wohltäter aller Welten,
in den Versammlungen.

93.

Meine Kilesas sind verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegt.

94.

Willkommen wahrlich war mir … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

95.

Die vier Paṭisambhidā … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So hat der ehrwürdige Thera Sīvalī diese Verse gesprochen.
Das Apadāna des Thera Sīvalī, das dritte.
4. Apadāna des Thera Vaṅgīsa

96.

Ein Sieger namens Padumuttara, der in allen Dhammas sehend war -
vor hundert mal hunderttausend Äonen erstand dieser Anführer.

97.

Wie Wellen im Ozean, wie Sterne am Himmel -
so zahlreich war seine Lehre, von den Arahants verehrt.

98.

Von Göttern, Asuras und Nāgas, von Menschen umgeben,
inmitten der Menschen, wo Samaṇas und Brahmanen sich drängten,
stand er, der Erhabenste der Sieger.

99.

Mit seinem Glanz die Welt erhellend, der Jina, der bis zu den Weltenden gelangt,
erweckte er mit seinem Wort die Lotosblüten der zu Leitenden.

100.

Mit vier Unerschrockenheiten ausgestattet, der Beste der Menschen,
furchtlos in seiner Kühnheit, zur Sicherheit gelangt, gefestigt.

101.

Den erhabenen Standpunkt des Stiers, das vollständige Buddhā-Gefilde -
dieses beansprucht der Höchste der Welt; nirgends findet sich ein Zweifler.

102.

Den Löwenruf, ohne Zittern, des Gleichmütigen, der ihn erschallen lässt -
ob Gott, Mensch oder Brahmā: keiner findet sich, der ihn widerlegt.

103.

Den erhabenen Dhamma lehrend, die Welt mit ihren Göttern überquerend,
setzt er das Dhamma-Rad in Bewegung, gefestigt inmitten der Versammlungen.

104.

Den höchsten Schüler unter denen mit Redegewandtheit,
allgemein als trefflich anerkannt -
nachdem er viele Vorzüge gepriesen hatte, stellte er ihn an die erste Stelle.

105.

Da war ich ein Brahmane in Haṃsavatī, allgemein geachtet,
ein Kenner aller Veden, Vāgīsa, der Bezwinger der Redner.

106.

Als ich zu jenem großen Helden herantrat und seine Dhamma-Unterweisung gehört hatte,
erlangte ich erlesene Freude, entzückt von den Vorzügen des Schülers.

107.

Den Sugata mitsamt dem Saṅgha, die Freude der Welt, einladend,
speiste ich sie sieben Tage lang und hüllte sie damals in Gewänder.

108.

Das Haupt neigend zu seinen Füßen, Bereitschaft zeigend, mit gefalteten Händen,
stand ich freudig beiseite und lobte den höchsten Jina.

109.

„Ehre sei dir, Bezwinger der Redner! Ehre sei dir, der Siebte der Seher!
Ehre sei dir, Höchster aller Welten! Ehre sei dir, der Furcht vertreibt!

110.

Ehre sei dir, Bezwinger des Māra! Ehre sei dir, Auslöscher der Ansichten!
Ehre sei dir, der Frieden und Glück schenkt! Ehre sei dir, der Zuflucht gewährt!

111.

Den Schutzlosen bist du der Schützer, den Erschreckten der Spender von Furchtlosigkeit;
den Friedvollen Ruhestatt, den Zufluchtssuchenden Zuflucht."

112.

Nachdem ich so und in weiterer Weise den Vollerwachten von großen Vorzügen gepriesen hatte,
sprach ich: Ich erlange das Ziel eines Bhikkhu, der die Redner bezwingt.

113.

Da sprach der Bhagavā, der von grenzenlosem Ausdruck war:
„Wer den Buddha zusammen mit seinen tausend Schülern sieben Tage lang gespeist hat

114.

und meine Vorzüge gepriesen hat, vertrauensvoll, mit eigenen Händen -
dieser erstrebt den Stand des Bhikkhu, des Bezwingers der Redner.

115.

Im künftigen Zeitenlauf wirst du jenen Herzenswunsch erlangen;
die Fülle des Glücks von Göttern und Menschen wirst du in reichem Maße genießen.

116.

Nach hundert mal hunderttausend Äonen, aus dem Geschlecht der Okkākas entstammt,
wird ein Lehrer in der Welt erscheinen, dem Geschlecht nach Gotama genannt.

117.

Als sein Erbe im Dhamma, als sein leiblicher Sohn, aus dem Dhamma geformt,
wird er Schüler des Lehrers sein, Vaṅgīsa mit Namen."

118.

Das hörend, wurde ich freudig und wartete von da an lebenslang dem Jina auf,
mit zugewandtem Herzen dem Tathāgata, mit allem Notwendigen.

119.

Durch jene wohlgetane Tat und durch Absicht und Vorsatz
verließ ich den menschlichen Körper und gelangte in den Tusita-Himmel.

120.

Nun, in meiner letzten Geburt, wurde ich in einer Brahmanen-Familie geboren;
und als ich geboren wurde, zählte ich sieben Jahre.

121.

Aller Veden kundig geboren, in der Disputationskunst gewandt;
Meister des Redens, glänzend im Sprechen, Zermalmer fremder Lehren.

122.

„Im Vaṅga-Land geboren" - so Vaṅgīsa, „Herr der Rede" - ebenso;
Vaṅgīsa war mein Name, in der Welt allgemein bekannt.

123.

Als ich zur Reife gelangt war, im ersten Aufblühen der Jugend,
da sah ich in Rājagaha, der schönen Stadt, Sāriputta.
Fünfundzwanzigster Bhāṇavāra.

124.

Beim Piṇḍapāta wanderte er, die Schale in der Hand, wohlgesammelt;
ohne Begehren im Blick, maßvoll im Sprechen, den Blick eine Jochweite vor sich gesenkt.

125.

Ihn schauend, ergriffen von Staunen, sprach ich, wie es meiner Art entsprach,
einen Vers, reich wie ein Kaṇikāra-Baum in voller Blüte.

126.

Er wies mir den Meister, den Vollerwachten, den Führer der Welt;
da sprach jener Weise, jener Held, noch mehr zu mir.

127.

Eine von Leidenschaftslosigkeit durchdrungene Rede, schwer zu ergründen, höchste -
durch vielfältig strahlende Eingebung erfreute mich jener Unerschütterliche.

128.

Mit dem Haupt zu seinen Füßen niederfallend bat ich: „Ordiniere mich!"
Da führte mich jener Hochweise zum Erhabensten unter den Buddhas hin.

129.

Mit dem Haupt zu seinen Füßen niederfallend saß ich beim Meister;
zu mir sprach der Vortrefflichste unter den Redenden: „Weißt du, Vaṅgīsa -

130.

irgendeine Kunst?" Da antwortete ich ihm: „Ich weiß eine."
Einen Totenkopf, im Wald weggeworfen, auch wenn er zwölf Jahre alt -
durch deinen besonderen Wissensschatz: vermag es zu sprechen, wenn du es kannst.

131.

Als mein „Ja" angenommen war, zeigte er mir drei Schädel;
die in Niraya, Mensch- und Götterreich Wiedergeborenen ließ ich sprechen.

132.

Da zeigte der Anführer den Schädel eines Triebversiegten;
darauf wurde mein bisheriges Streben erschüttert, und ich bat um die Pabbajjā.

133.

Nach der Pabbajjā zum Sugata preise ich ihn hier und dort;
deshalb nennen die Bhikkhus mich „Dichterherzigen" und tadeln mich.

134.

Da sprach der Buddha, der Lenker, zu mir, um mich zu prüfen:
„Diese Verse sind bloß spekulativ - sie kommen dir nicht aus spontaner Eingebung."

135.

„Kein Dichterherziger bin ich, Held - aus spontaner Eingebung kommen sie mir."
„Wohlan denn, Vaṅgīsa: preise mich nun aus spontaner Eingebung."

136.

Da pries ich den Helden, den Siebten unter den Weisen, mit Versen aus dem Stand;
zufrieden mit mir in jenem Augenblick stellte mich der Sieger an die erste Stelle.

137.

Durch Eingebung und Geist übertraf ich andere;
vom Tadel der Tugendhaften bewegt, erlangte ich die Arahantschaft.

138.

„Der Erste unter denen mit spontaner Eingebung -
kein anderer ist gefunden wie dieser Bhikkhu Vaṅgīsa:
So sollt ihr es halten, Bhikkhus."

139.

Das in hunderttausend Äonen gewirkte Kamma zeigte mir hier seine Frucht;
mit der Wucht eines Pfeils verbrannte ich meine Triebe.

140.

Verbrannt sind meine Triebe … ich weile triebversiegt.

141.

Wahrhaft willkommen war mir … vollendet ist des Buddha Weisung.

142.

Die vier Paṭisambhidā … vollendet ist des Buddha Weisung."
So sprach also der ehrwürdige Vaṅgīsa Thera diese Verse.
Das Apadāna des Vaṅgīsa Thera, das vierte.
5. Apadāna des Nandaka Thera

143.

Padumuttara, so heißt der Sieger, allsehend in allen Dhammas;
hunderttausend Äonen von hier entfernt erstand der Anführer.

144.

Zum Wohl aller Wesen, zum Glück der Vortrefflichste unter den Redenden;
zum Nutzen der edlen Menschen, gewandelt in der Welt mit ihren Göttern.

145.

Zu höchstem Ruhm gelangt, strahlend, mit Ruhm und Glanz genährt, der Sieger;
von aller Welt verehrt, in allen Himmelsrichtungen berühmt.

146.

Überwunden hatte er den Zweifel, hinweggesetzt alle Ungewissheit;
vollkommen in Vorsatz und Gesinnung, erlangt hatte er das höchste Erwachen.

147.

Des noch nicht entstandenen Pfades Erwecker, der Vortrefflichste unter den Menschen;
was nicht verkündet war, das verkündete er, was nicht hervorgebracht war, das brachte er hervor.

148.

Pfadkundiger, Pfadwissender, Pfadweiser, Stier unter den Menschen;
im Pfade erfahrener Meister, der Vortrefflichste unter den Lenkern.

149.

Da predigte der von großem Mitgefühl Erfüllte, der Anführer, den Dhamma;
die im Schlamm der Sinnenlust Versunkenen zog er, die Lebewesen, heraus.

150.

In der Unterweisung der Bhikkhunīs als erster Schüler anerkannt -
ihn rühmend für diesen Vorrang setzte der große Muni ihn ein.

151.

Als ich das hörte, war ich voll Freude; ich lud den Tathāgata ein,
bewirtete ihn mitsamt dem Saṅgha und begehrte den höchsten Stand.

152.

Da sprach der freudig gestimmte Herr, der große Seher, zu mir:
„Mögest du glücklich sein, langes Leben haben - du wirst diesen Herzenswunsch erlangen.

153.

„In hundert Mal hunderttausend Äonen, aus dem Geschlecht der Okkāka entsprossen,
wird einer namens Gotama dem Geschlecht nach als Lehrer in der Welt erscheinen.

154.

„Seines Dhamma Erbe, aus ihm selbst geboren, durch den Dhamma geformt -
Nandaka mit Namen wird der Schüler des Lehrers sein."

155.

Durch jenes wohlgetane Kamma und durch Absicht und Wunsch
verließ ich den menschlichen Leib und gelangte in die Tāvatiṃsa-Welt.

156.

Nun aber, in dieser letzten Geburt, bin ich in eine Kaufmannsfamilie geboren,
in der herrlichen, blühenden, reich begüterten Stadt Sāvatthī.

157.

Als ich beim Einzug in die Stadt den Sugata erblickte, war mein Geist von Staunen erfüllt;
bei der Annahme des Jetavana trat ich in die Hauslosigkeit aus.

158.

In nicht langer Zeit erlangte ich die Arahantschaft;
so überquerte ich den Saṃsāra, unterwiesen vom Allsehenden.

159.

Den Bhikkhunīs trug ich Dhamma-Gespräche vor und nahm ihre Fragen entgegen;
von mir unterwiesen, wurden sie alle triebversiegt.

160.

Fast fünfhundert - da stellte mich der große Wohltäter, voll Freude,
unter die Ersten derer, die die Bhikkhunīs unterweisen.

161.

Das Kamma, das in hunderttausend Äonen gewirkt wurde, ließ hier seine Frucht erscheinen;
befreit wie ein Pfeil im Flug, verbrannte ich meine Unreinheiten.

162.

Meine Unreinheiten sind verbrannt … ich weile triebversiegt.

163.

Wahrlich, ein Willkommensein war mir beschieden … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

164.

Die vier analytischen Erkenntnisse … das Gebot des Buddha ist erfüllt."
So wurden diese Verse vom ehrwürdigen Thera Nandaka gesprochen.
Das Apadāna des Thera Nandaka, das fünfte.
6. Kāḷudāyittheraapadānaṃ

165.

Padumuttara, der Siegreiche, der in allen Dhammas sehend war -
vor hundertmal hunderttausend Äonen erschien dieser Führer.

166.

Der erlesene Lehrer unter den Führern, der Siegreiche, der Tugend und Untugend kennt,
dankbar und des Empfangenen eingedenk, führt er die Wesen zur Überfahrt.

167.

Mit dem Wissen der Allwissenheit wägend, von Mitgefühl bewegt,
verkündet er den erhabenen Dhamma, eine Fülle unendlicher Tugenden.

168.

Einst, der große Held, inmitten einer unzähligen Menschenversammlung,
lehrte er den süßen Dhamma, der die vier Wahrheiten umfasst.

169.

Als jene ihn hörten - den vorzüglichen Dhamma, am Anfang, in der Mitte und am Ende strahlend -
da geschah der Dhamma-Durchbruch für hundertmal hunderttausend Wesen.

170.

Die Erde erbebte, die Wolken donnerten,
Götter, Brahmas, Menschen und Asuras brachten Beifallsrufe hervor.

171.

„O wie mitfühlend ist der Lehrer! O wie trefflich ist die Verkündung des wahren Dhamma!
O wie hat der Siegreiche die im Meer des Werdens Versunkenen herausgezogen!"

172.

Als so Jubel aufgestiegen war unter Menschen, Göttern und Brahmas,
pries der Siegreiche den ersten Schüler, der Familien Freude bringt.

173.

Damals war ich in Haṃsavatī in einer Fischerfamilie geboren,
anmutig und schön anzusehen, reich an Gütern und Getreide.

174.

Ich begab mich zum Haṃsārāma, ehrte den Tathāgata,
hörte den süßen Dhamma und zollte dem Unerschütterlichen Ehrerbietung.

175.

Zur Erde niedergebeugt zu seinen Füßen sprach ich diese Worte:
„Der Erste, der Familien Freude bringt - er, den du gepriesen hast, o Weiser -

176.

„möge ich so sein, o Held, in der Lehre des höchsten Buddha."
Da sprach der Großmitleidige, gleichsam mich mit Nektar begießend,

177.

zu mir: „Steh auf, mein Sohn, du wirst diesen Herzenswunsch erlangen.
Wie könnte einer, der dem Siegreichen Ehrerbietung erwiesen hat, leer ausgehen?

178.

„In hundert Mal hunderttausend Äonen, aus dem Geschlecht der Okkāka entsprossen,
wird einer namens Gotama dem Geschlecht nach als Lehrer in der Welt erscheinen.

179.

„Seines Dhamma Erbe, aus ihm selbst geboren, durch den Dhamma geformt -
Udāyi mit Namen wird der Schüler des Lehrers sein."

180.

Als ich das gehört hatte, war ich voll Freude und diente dem Siegreichen
sein Leben lang mit liebevoller Gesinnung, indem ich den Führer mit dem Nötigen versorgte.

181.

Durch jenes Kamma-Fruchtwerden, durch Absicht und Entschluss,
verließ ich den menschlichen Leib und gelangte zu den Tāvatiṃsa.

182.

In meiner letzten Existenz nun, in der schönen Kapilavatthu-Stadt,
ward ich geboren in großem Adelsgeschlecht, unter Suddhodanas Herrschaft.

183.

Damals wurde Siddhattha geboren, im schönen Hain von Lumbinī,
zum Wohl aller Welten, dem Glück, er, der Stier unter den Menschen.

184.

An eben jenem Tag wurde ich geboren, mit ihm gemeinsam aufgewachsen,
ein lieber, vertrauter, teurer Freund, klug und kundig in der Staatsweisheit.

185.

Mit neunundzwanzig Jahren trat er aus dem Haus heraus,
verbrachte sechs Jahre, dann war er der Buddha, der Führer.

186.

Māra samt seinem Heer bezwingend, die Triebflüsse vernichtend,
den Ozean des Werdens durchquerend, ward er Buddha in der Welt der Götter.

187.

Zur Stätte der Seher gegangen, schulte er die Fünfgruppe,
dann lehrte der Erhabene, von Ort zu Ort gehend, dort und dort.

188.

Die Belehrbaren belehrend, die Welt mit Göttern beglückend,
kam er zum Berge in Magadha - dort weilte damals der Jina.

189.

Da wurde ich von Suddhodana, dem Erdenhüter, ausgesandt;
ich ging, sah den Zehntaugendstarken, trat in die Pabbajjā ein und ward ein Arahant.

190.

Damals bat ich den Großen Weisen; ich brachte ihn nach Kapilavatthu -
zuvor zu ihm gegangen, erweckte ich das Vertrauen des Großgeschlechts.

191.

Der Jina, erfreut über jene Tugend, erklärte mich vor der großen Versammlung -
als Ersten unter denen, die Vertrauen im Geschlecht erwecken, benannte mich der Führer.

192.

Meine Triebe sind verbrannt ... usw. ... ich weile triebversiegt.

193.

Wahrlich, willkommen war mir ... usw. ... die Weisung des Buddha ist vollbracht.

194.

Die vier analytischen Erkenntnisse ... usw. ... die Weisung des Buddha ist vollbracht.
So sprach, wie überliefert wird, der ehrwürdige Thera Kāḷudāyi diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kāḷudāyi, das sechste.
7. Abhayattheraapadāna

195.

Padumuttara mit Namen, der Jina, sehend in allen Dhammas,
vor hunderttausend Äonen entstand der Anführer.

196.

Den einen wies der Tathāgata in der Zufluchtnahme ein,
den anderen wies er in der Sīla ein, im zehnfachen Handlungspfad, dem höchsten.

197.

Jenem einen gibt der Held die höchste Frucht der Askese,
ebenso die acht Erreichungen, die drei Wissen verkündet er.

198.

Den einen führt er zu den sechs Abhiññā, er, der Erste der Menschen,
jenem anderen gibt der Beschützer die vier analytischen Erkenntnisse.

199.

Die zu Erweckenden unter den Menschen erblickend, auch unzählige Yojanas entfernt,
in einem Augenblick herankommend, schult er sie, der Lenker der Menschen.

200.

Damals war ich in Haṃsavatī ein Brahmanensohn,
kundig in allen Veden, bewandert in der Exegese.

201.

Gewandt in der Sprachlehre, erfahren in der Synonymik,
ein Kenner der Grammatik, Meister der metrischen Analyse.

202.

Umherwandelnd auf meinen Wanderungen, kam ich zum Haṃsārāma-Hain
und erblickte den Höchsten, den Vortrefflichsten, umgeben von der großen Menge.

203.

Den makellosen Dhamma lehrend - da hatte ich einen widerstrebenden Sinn;
doch herantretend zu seinem Guten, hörte ich das Unbefleckte.

204.

Widerlegt, wiederholt oder unerwünscht, sinnlos -
nichts dergleichen erblickte ich beim Weisen; da trat ich in die Pabbajjā ein.

205.

Schon nach kurzer Zeit, erfahren in allem, was alle Wesen betrifft,
kundig in der Rede des Buddha, galt ich als Tugendhafter.

206.

Damals fasste ich vier Verse in Worte, wohlgegliedert,
lobte den Höchsten der drei Welten und trug sie Tag für Tag vor:

207.

„Du bist leidenschaftslos, großer Held, wohnend im furchtbaren Saṃsāra;
doch aus Mitgefühl verlöschtest du nicht - daher bist du der mitfühlende Muni.

208.

Alternden Weltlingen gleich dem Äußeren nach, doch nicht unter der Herrschaft der Triebe;
voll klarem Bewusstsein und Achtsamkeit - daher ist er unbegreiflich.

209.

Schwach sind die Triebe, welche in seiner Neigung verweilen;
vom Feuer des Wissens verbrannt, schwanden sie - das ist das Wunderbare.

210.

Der die Ehrwürdigkeit aller Welten ist, dem gegenüber die Welt ebenso ehrwürdig ist -
dennoch ist er Lehrer der Welt, und die Welt folgt ihm nach."

211.

So und auf ähnliche Weise den Vollerwachten preisend, seine Dhamma-Unterweisung -
Bis ans Ende meines Lebens dies vollbracht, ging ich in den Himmel, und von dort schied ich.

212.

Vor hunderttausend Äonen pries ich diesen Buddha -
Keine schlechte Wiedergeburt kannte ich seither; dies ist die Frucht des Preisens.

213.

Im Götterreich herrschte ich über ein großes Königreich, goldwert und kostbar;
Als Cakkavattī genoss ich in Fülle ein großes Königreich.

214.

In zwei Daseinsbereichen wurde ich geboren, im göttlichen und im menschlichen;
Eine andere Fährte kannte ich nicht - dies ist die Frucht des Preisens.

215.

In zwei Geschlechtern wurde ich geboren, im Kriegeradel und bei den Brahmanen;
In einem niedrigen Geschlecht wurde ich nicht geboren - dies ist die Frucht des Preisens.

216.

In meiner letzten Existenz nun, in Giribbaja, der erhabensten Stadt,
Bin ich der Sohn König Bimbisāras, Abhaya mit Namen.

217.

In die Gewalt falscher Freunde geraten, durch einen Nigaṇṭha verwirrt,
Wurde ich von Nāṭaputta ausgesandt, um zum Erhabensten der Buddhas zu gehen.

218.

Ich stellte eine tiefgründige Frage und hörte die erhabenste Erklärung;
Kurz nach der Ordensaufnahme erlangte ich die Arahantschaft.

219.

Den Siegreichen preisend, wurde ich selbst stets gepriesen;
Wohlduftend an Leib und Antlitz, war ich mit Glück erfüllt.

220.

Von raschem Verstand und scharfem Geist, von großer Weisheit ebenso;
Und von vielfältigem Auffassungsvermögen - durch die Wirkung jener Tat.

221.

Den Padumuttara pries ich, froh gestimmt, den unvergleichlichen Selbst-Erwachten;
Durch die Kraft jener Tat gelangte ich hunderttausend Äonen nicht in die Bereiche des Unheils.

222.

Meine Triebflüsse sind verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegt.

223.

Wahrlich willkommen war mir … (usw.) … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

224.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Abhaya diese Verse.
Dies ist das Apadāna des Thera Abhaya, das siebte.
8. Apadāna des Thera Lomasakaṅgiya

225.

In diesem gesegneten Äon, von brahmanenverwandtem Geschlecht und großem Ruhm -
Kassapa mit Familiennamen, der Trefflichste unter den Redenden, erstand.

226.

Damals war ich Candana; nachdem ich in seiner Ordensgemeinde in die Hauslosigkeit gezogen war,
Befolgte ich die Lehre bis zum letzten Atemzug.

227.

Von dort scheidend, wurden wir beide im Tusita-Himmel wiedergeboren;
Dort erfreuten wir uns an göttlichem Tanz, Gesang und Instrumentenspiel.

228.

Die übrigen übertreffend in den zehn Merkmalen der Form und anderem,
Wohnten wir dort bis zum Ende unserer Lebensspanne und genossen großes Wohlsein.

229.

Von dort scheidend, wurde Candana in den Tāvatiṃsa-Himmeln wiedergeboren;
Ich aber wurde in Kapilavatthu geboren, ein Sohn der Sakya.

230.

Als der Weltführer auf Bitten des Thera Udāyin,
Aus Mitgefühl mit den Sakya, nach dem Ort namens Kapila kam -

231.

Waren die Sakya damals hochmütig, die Vorzüge des Buddha nicht kennend;
Sie verneigten sich nicht vor dem Vollerwachten - von Geburtsstolz verhärtet, ehrlos.

232.

Ihre Gesinnung erkennend, schritt der Siegreiche in der Luft auf und ab;
Er rauschte wie ein Gewittergott, er flammte auf wie ein Feuerrad.

233.

Nachdem er eine unvergleichliche Erscheinung gezeigt hatte, verschwand er wieder;
Einer geworden, ward er viele - dann war er wieder einer.

234.

Dunkelheit und Licht auf mannigfache Weise zeigend,
Vollbrachte der Muni Wunder und bändigte seine Verwandten.

235.

Wie eine große Wolke, die alle vier Erdteile überspannt, ließ er es regnen -
Da lehrte der Buddha alsdann das Jātaka von Vessantara.

236.

Da legten alle jene Kriegeradeligen den Hochmut ihrer Geburt nieder
Und nahmen beim Buddha Zuflucht; Suddhodana aber sprach:

237.

„Zum dritten Mal verneige ich mich vor deinen Füßen, du von tiefgründiger Weisheit,
Du Allsehender - als du geboren wurdest und die Erde erbebte,
Und als der Jambu-Baum seinen Schatten nicht von dir wandte."

238.

Damals, beim Anblick der Kraft des Buddha, mit staunendem Geist,
Trat ich dort in die Hauslosigkeit und verweilte, die Mutter ehrend.

239.

Der Göttliche Candana trat zu mir heran und fragte mich
Damals nach dem Sinn des Bhaddekaratta, in Kürze und in Ausführlichkeit.

240.

Von ihm aufgefordert, ging ich zum Führer der Menschen;
Nachdem ich das Bhaddekaratta gehört hatte, ergriff mich tiefe Erschütterung - ich, der Waldbewohner.

241.

Da fragte ich die Mutter: „In den Wald will ich allein gehen."
„Du bist zart," sprach meine Mutter - sie hielt mich damals davon ab.

242.

Kāsa-Gras und Kusa-Halme, Poṭakila, Usīra,
Muñja und Babbaja - mit der Brust werde ich sie beiseite schieben,
während ich die Abgeschiedenheit entfalte.

243.

Da trat ich in den Wald ein, des Jina Lehre im Sinne,
die Unterweisung von der einen gesegneten Nacht -
und erlangte die Arahantschaft.

244.

„Das Vergangene soll man nicht verfolgen,
das Zukünftige nicht erhoffen;
was vergangen ist, das ist schon aufgegeben,
und das Zukünftige ist noch nicht erlangt.

245.

Wer den gegenwärtigen Dhamma
hier und da klar erschaut -
unverrückbar, unerschütterlich -
der Wissende möge ihn entfalten.

246.

Noch heute ist Eifrigkeit am Werk;
wer kennt den Tod von morgen?
Wahrlich, kein Pakt ist uns gegeben
mit dem Großen Heer des Todes.

247.

Wer so verweilt, eifrig bemüht,
unermüdlich bei Tag und Nacht -
den nennt der Friedvolle, der Muni,
‚einer, der eine gesegnete Nacht verbringt'."

248.

Meine Kilesas sind verbrannt … u.s.w. … ich verweile triebversiegt.

249.

Willkommen war mir wahrlich … u.s.w. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

250.

Die vier Paṭisambhidā … u.s.w. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Lomasakaṅgiya diese Verse.
Das Apadāna des Thera Lomasakaṅgiya, das achte.
9. Vanavacchattheraapadāna

251.

In diesem gesegneten Äon erschien Brahmabandhu, von großem Ruhm,
Kassapa mit Namen, aus edlem Clan -
der Beste unter denen, die sprechen.

252.

Da trat ich aus in die Hauslosigkeit, in seiner, des Buddha, Weisung;
das heilige Leben führte ich bis ans Ende meines Lebens -
und verschied sodann von dort.

253.

Durch jenes gut getane Kamma,
durch Gesinnung und Ausrichtung des Geistes,
ließ ich den menschlichen Körper hinter mir
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

254.

Von dort verschieden, wurde ich im Wald als Taube geboren - dort lebte ich,
nahe einem Bhikkhu, mit Tugenden erfüllt,
der stets in der Freude am Jhāna weilte.

255.

Von liebevollem Herzen, voller Mitgefühl,
stets mit heiterer Miene,
gleichmütig, von großer Kraft,
kundig in den Unermeßlichen.

256.

Mit Geist, frei von Hindernissen,
auf das Wohl aller Wesen ausgerichtet,
wurde ich bald innig vertraut
mit jenem Hörer des Vollendeten.

257.

Ich näherte mich und saß zu seinen Füßen,
dort in seinem Āsama;
bisweilen gab er mir Speise,
ein anderes Mal lehrte er den Dhamma.

258.

Da, in tiefer, weiter Zuneigung,
dem Sohn des Jina aufwartend,
verschied ich von dort und stieg zum Himmel auf -
wie ein Reisender, der heimkehrt.

259.

Vom Himmel verschieden, unter Menschen wiedergeboren
durch heilsames Kamma,
gab ich das Haus auf
und trat viele Male in die Hauslosigkeit ein.

260.

Als Samaṇa, als Asket, als Brahmane,
als Wanderasket lebte ich so;
im Wald verweilte ich
viele Hunderte Male.

261.

Nun aber, in der letzten Existenz,
im lieblichen Kapilavatthu:
Vacchagotta, ein Zweimalgeborener - durch seine Gattin
wurde ich in seiner Familie empfangen.

262.

Meiner Mutter, als ich noch im Mutterleib weilte,
kam das Verlangen;
schon beim Herannahen der Geburt
war der Entschluss gefasst, im Wald zu wohnen.

263.

So gebar mich meine Mutter
im lieblichen Innern des Waldes;
als ich aus dem Mutterleib trat,
empfingen sie mich mit einem Kasāya-Gewand.

264.

Dann wurde der Prinz Siddhattha geboren,
das Kleinod des Sakya-Geschlechts;
ihm war ich ein lieber Freund,
vertraut und hochgeschätzt.

265.

Als er das Wesentliche hinter sich ließ und auszog,
großen Ruhm aufgebend -
auch ich trat in die Hauslosigkeit ein
und begab mich zum Himalaya.

266.

Kassapa, den Waldbewohner, den zu Verehrenden,
den Dhuta-Übenden,
sah ich, hörte vom Erscheinen des Jina
und näherte mich dem Lenker der Menschen.

267.

Er lehrte mich den Dhamma,
alles vollständig erklärend;
da trat ich aus und kehrte
wiederum in eben den Wald zurück.

268.

Dort, unermüdlich verweilend,
verwirklichte ich die sechs Abhiññā.
Wahrhaftig, welch glücklicher Gewinn ist mir zuteil -
vom guten Freund mit Mitgefühl bedacht!

269.

Meine Kilesas sind verbrannt … u.s.w. … ich verweile triebversiegt.

270.

Willkommen war mir wahrlich … u.s.w. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

271.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … [und so weiter] … vollbracht ist des Buddha Weisung."
So sprach der ehrwürdige Ältere Vanavaccha diese Verse.
Das Apadāna des Ältesten Vanavaccha, das neunte.
10. Das Apadāna des Ältesten Cūḷasugandha

272.

In diesem glückseligen Äon erschien er, weithin berühmt -
Kassapa seinem Geschlecht nach, ein Verwandter des Brahma,
der Vortrefflichste unter denen, die sprechen.

273.

Mit Nebenzeichen ausgestattet, mit den zweiundreißig edlen Kennzeichen,
von einem Strahlennetz umgeben,
von einem Lichtergeflecht übergossen.

274.

Ein Tröster gleich dem Mond, strahlend wie die Sonne,
ein Kühler gleich der Regenwolke, ein Schatz der Tugenden gleich dem Ozean.

275.

Der Erde gleich an Sīla, dem Himalaya gleich an Samādhi,
dem Himmel gleich an Paññā, schrankenlos wie der Wind.

276.

Da war ich in Bārāṇasī geboren, in einer großen Familie,
reich an Schätzen und Getreide, angehäuft an allerlei Juwelen.

277.

Den Führer der Welt, umgeben von großem Gefolge,
suchte ich auf und hörte den Dhamma, entzückend wie Unsterblichkeit.

278.

Er trug die zweiundreißig Zeichen, gleich dem Mond inmitten der Sterne,
mit Nebenzeichen ausgestattet, wie ein blühender Sāla-König.

279.

Von einem Strahlennetz umgeben, leuchtend wie ein goldener Berg,
von einem Lichtschein umhüllt, gleich der hundertstrahlenden Tagessonne.

280.

Goldenen Antlitzes, jener edle Sieger, wie ein Fels aus Gestein,
mit einem Herzen voll Mitgefühl, an Tugenden gleich dem Ozean.

281.

Weithin berühmt sein Ruhm, wie der Sineru, der Beste der Berge,
an Ansehen ausgebreitet, der heldenhafte Muni, dem Himmel gleich.

282.

An Geist ungehaftet überall, gleich dem Wind der Führer,
Zuflucht aller Wesen, wie die Erde, der siebte unter den Munis.

283.

Unbefleckt von der Welt, wie der Lotus vom Wasser,
leuchtend wie ein Feuerballen, wohin er auch geht.

284.

Wie eine Tiefe, überall ohne Grund, ein Vernichter des Giftes der Kilesā,
wie der Gandhamādana-Fels, mit dem Duft der Tugenden geschmückt.

285.

Ein Quell der Tugenden, der Held, gleich dem Ozean an Juwelen,
wie der Sindhu für die Waldkronen, ein Hinwegspüler des Schmutzes der Kilesā.

286.

Wie ein Triumphator, ein großer Krieger, ein Niederschmetternder der Māra-Heere,
wie ein Cakkavattī-König, ein Herr des Juwels der Bojjhaṅgas.

287.

Einem großen Arzt gleich, ein Heiler der Krankheit des Hasses,
wie ein geschickter Wundarzt, ein Aufbrecher der Geschwüre der falschen Ansichten.

288.

Er war das Licht der Welt, verehrt von Menschen, Göttern und Asuras,
inmitten der Versammlung, die Sonne unter den Menschen - der Jina lehrt den Dhamma.

289.

„Durch Geben gelangt, wer viel besitzt, durch Sīla zur Sugati,
und durch Bhāvanā tritt er ins Nibbāna ein" - so lehrte er.

290.

Diese Lehrrede von großer Süße, am Anfang, in der Mitte und am Ende schön,
hört die ganze Versammlung, wie Unsterblichkeit von höchstem Geschmack.

291.

Den so süßen Dhamma gehört habend, voll Vertrauen in des Jina Weisung,
nahm ich Zuflucht beim Sugata und ehrte ihn mein Leben lang.

292.

Das Erdreich um die Gandhakuṭī des Muni
überhäufte ich damals mit viererlei Düften, acht Tage im Monat.

293.

Mit dem Wunsch nach wohlriechendem Körper für jenen, dessen Leib üblen Geruch ausströmte,
da weissagte der Jina: er werde einen wohlduftenden Körper erlangen.

294.

„Wer auch immer den Boden dieser Gandhakuṭī
auch nur einmal mit Duft überhäuft -
durch die Frucht jenes Kammas, wo auch immer geboren,

295.

wird jener Mensch überall einen wohlduftenden Leib haben;
ausgestattet mit dem Duft der Tugenden, wird er ins Nibbāna eingehen, triebversiegt."

296.

Durch jenes wohlgetane Kamma, durch Absicht und Wunsch,
verließ ich den menschlichen Körper und gelangte in den Tāvatiṃsa.

297.

Und nun in meiner letzten Geburt bin ich in einer Brahmanenfamilie geboren;
während ich im Mutterleib weilte, war die Mutter durch meinen Körper wohlduftend.

298.

Und als ich aus dem Mutterschoß heraustrat, da wehte die Stadt
wie durchduftet von allen Wohlgerüchen Sāvatthīs.

299.

Ein Blumenregen, süß und wohlriechend, von himmlischem Duft, entzückend,
und kostbare Räucherwerke strömten alsbald herzu.

300.

Und die Götter mit allen Düften, mit Räucherwerk und Blumen, jenes Haus,
in dem ich geboren wurde, erfüllten sie mit Wohlgeruch.

301.

Als er noch jung und strahlend war, im ersten Aufblühen der Jugend stehend,
unterwies der Lenker der Menschen die Übrigen samt ihrem Gefolge.

302.

Von allen jenen umgeben, kam er nach Sāvatthī.
Da sah ich die Herrlichkeit des Buddha und trat in die Hauslosigkeit ein.

303.

Sīla, Samādhi und Paññā sowie die unübertreffliche Befreiung entfaltend,
diese vier Dhammas pflegend, gelangte ich zur Vernichtung der Triebflüsse.

304.

Als ich in die Hauslosigkeit eintrat, als ich ein Arahat wurde,
und als ich ins Nibbāna eingehen sollte - da fiel ein Duftplatzregen nieder.

305.

Der Duft meines Leibes überwältigt stets alle anderen -
höchst kostbares Sandelholz, Campaka und Utpala.
Ebenso alle übrigen Düfte in jeglicher Richtung
übertreffend, wehe ich von dort hierhin und dorthin.

306.

Die Kilesā sind von mir verbrannt worden… usw. … ich weile triebversiegend.

307.

Wahrlich willkommen war mir dieser Eintritt… usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

308.

Die vier analytischen Erkenntnisse… usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Cūḷasugandha diese Verse.
Das Apadāna des Thera Cūḷasugandha ist das zehnte.
Der Bhaddiya-Vagga ist der fünfundfünfzigste.
Dessen Inhaltsverzeichnis:
Bhaddiyo, Revato, der Thera, Mahālābhī und Sīvalī,
Vaṅgīso, Nandako ebenso, Kāḷudāyī und dann Abhayo,
Lomaso, Vanavaccho, und Sugandho als der zehnte -
dreihundert Verse sind es dort, und sechzehn darüber hinaus.
Dann das Vagga-Inhaltsverzeichnis:
Kaṇikāra-genannter Vagga, Phalado, Tiṇadāyako,
Kaccāno, Bhaddiya-Vagga - diese Verse sind gezählt.
Neunhundert Verse hier, und vierundachtzig dazu,
fünfhundertundfünfzig Apadānas sind bekundet.
Zusammen mit den Udāna-Versen sind es sechstausend zweihundertachtzehn.
56. Der Yasa-Vagga
1. Das Apadāna des Thera Yasa

1.

Den großen Ozean überquerend, war meine Wohnstätte wunderbar erbaut,
wunderbar erbaut ein Lotusteich, erfüllt vom Ruf der Wasservögel.

2.

Mit Mandāraka-Blüten bedeckt, mit Paduma- und Uppala-Blüten;
dort fließt ein Fluss, mit schönen Furten, anmutig und erfreuend.

3.

Von Fischen und Schildkröten bedeckt, von mannigfaltigem Geflügel durchstreut,
von Pfauen und Reihern beschrien, vom lieblichen Ruf der Kuckucke.

4.

Tauben, Sonnenvögel, Gänse, Cakkavākas, die am Fluss leben,
Rebhühner, Stare, Pāvakas, Jīvaṃjīvakas.

5.

Von Schwänen und Kranichruf erfüllt, viele Eulen und Piṅgalas;
mit sieben Juwelen geschmückt, mit Edelstein, Perle und Koralle.

6.

Alle Bäume waren aus Gold, mit vielfältigen Stämmen bewegt;
sie erleuchteten Tag und Nacht die Wohnstätte zu jeder Zeit.

7.

Sechzigtausend Musikkapellen erklangen morgens und abends;
sechzehntausend Frauen umgaben mich stets.

8.

Aus der Wohnstätte herauskommend, betrachtete ich Sumedha, den Weltführer;
mit lauterem Geist, freudig gestimmt, huldigte ich dem Hochberühmten.

9.

Den Vollerwachten ehrerbietig begrüßend, lud ich ihn samt dem Saṅgha ein;
der Weise Sumedha, der Weltführer, nahm die Einladung an.

10.

Nachdem der Große Muni für mich eine Dhamma-Rede gehalten hatte, entließ er mich;
den Vollerwachten ehrerbietig begrüßend, kehrte ich zu meiner Wohnstätte zurück.

11.

Ich rief mein Gefolge an: „Alle mögen sich jetzt versammeln -
zur Zeit des Vormittags wird der Buddha zur Wohnstätte kommen."

12.

„Wahrlich ein Gewinn für uns, wohl erworben,
dass wir in deiner Nähe wohnen dürfen -
auch wir werden den erhabensten Buddha, den Meister, verehren."

13.

Speise und Trank bereitend, ließ ich die Zeit verkünden;
mit hunderttausend Mönchen näherte sich der Weltführer.

14.

Mit fünfteiligem Musikwerk bereitete ich den Empfang;
auf einem ganz aus Gold gefertigten Sitz ließ sich der Höchste der Menschen nieder.

15.

Ein Baldachin war da, ganz aus Gold,
Fächerwedel wehten über dem unübertrefflichen Bhikkhu-Saṅgha.

16.

Mit reichlicher Speise und reichlichem Trank sättigte ich den Bhikkhu-Saṅgha;
je zwei Kleider einzeln reichte ich dem Bhikkhu-Saṅgha dar.

17.

Was Sumedha, der Empfänger der Opfergaben, sprach -
im Bhikkhu-Saṅgha sitzend, sprach er diese Verse:

18.

„Wer mich und alle diese hier mit Speise und Trank gesättigt hat,
den werde ich rühmen - höret, was ich sage.

19.

„Achtzehnhundert Äonen wird er in der Götterwelt sich freuen;
tausendmal wird er als König, als Weltenherrscher, herrschen.

20.

„In welche Wiedergeburt er auch eingeht, ob als Gott oder als Mensch,
ein Baldachin, ganz aus Gold, wird ihn bedecken.

21.

„Nach dreißigtausend Äonen, entstammt dem Geschlecht der Okkākas,
wird ein Meister namens Gotama nach seinem Geschlecht in der Welt erscheinen.

22.

„Als dessen Erbe im Dhamma, leiblicher Sohn, aus dem Dhamma hervorgegangen,
wird er alle Triebflüsse vollständig erkennend ins Nibbāna eingehen, triebversiegend.

23.

„Im Bhikkhu-Saṅgha sitzend, wird er den Löwenruf erschallen lassen" -
Auf dem Scheiterhaufen halten sie den Ehrenschirm; darunter, unter dem Schirm, wird er verbrannt.

24.

„Das Mönchsein habe ich erlangt, die Kilesas habe ich verbrannt;
In einer Halle oder am Fuß eines Baumes - Schrecken ist in mir nicht zu finden.

25.

„Vor dreißigtausend Äonen gab ich damals jene Gabe;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht aller Gaben.

26.

„Die Kilesas sind in mir verbrannt, alle Daseine völlig ausgerissen;
Wie ein Elefant, der die Fessel durchbrochen, weile ich triebversiegt.

27.

„Willkommen war es mir wahrlich, dass ich in die Nähe meines Buddha kam;
Die drei Erkenntnisse habe ich erlangt, des Buddha Sāsana ist vollbracht.

28.

„Die vier analytischen Erkenntnisse, auch die acht Vimokkhā -
Die sechs Abhiññā sind verwirklicht, des Buddha Sāsana ist vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Yasa diese Verse.
Das Apadāna des Thera Yasa ist das erste.
2. Apadāna des Thera Nadīkassapa

29.

„Als der Erhabene Padumuttara, der Älteste der Welt, der Gleichmütige,
Auf Almosengang unterwegs war, mit höchstem Ansehen versehen -
Nahm ich die erste Frucht und gab sie dem Meister hin.

30.

„Durch jene Tat habe ich den unwandelbaren Ort erlangt,
Sieg und Niederlage hinter mir lassend.

31.

„Vor hunderttausend Äonen gab ich damals jene Frucht;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der höchsten Gabe.

32.

„Die Kilesas sind in mir verbrannt … (usw.) … weile ich triebversiegt.

33.

„Willkommen war es mir wahrlich … (usw.) … des Buddha Sāsana ist vollbracht.

34.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … des Buddha Sāsana ist vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Nadīkassapa diese Verse.
Das Apadāna des Thera Nadīkassapa ist das zweite.
3. Apadāna des Thera Gayākassapa

35.

„In ein Antilopenfell gekleidet trug ich damals eine Khāri-Last;
Nachdem ich den Korb hatte tragen lassen, brachte ich dem Einsiedlerwald eine Jujube-Frucht.

36.

„Der Erhabene, der Siegreiche, allein und ohne Begleiter zu jener Zeit,
Kam zu meinem Einsiedlerwald und ließ alles erstrahlen zu allen Zeiten.

37.

„Nachdem ich meinen eigenen Geist erheitert und dem Trefflich-Übenden meine Ehrerbietung erwiesen,
Hob ich mit beiden Händen die Jujube-Frucht empor und gab sie dem Buddha.

38.

„Vor einunddreißig Äonen gab ich damals jene Frucht;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Gabe einer Jujube-Frucht.

39.

„Die Kilesas sind in mir verbrannt … (usw.) … weile ich triebversiegt.

40.

„Willkommen war es mir wahrlich … (usw.) … des Buddha Sāsana ist vollbracht.

41.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … des Buddha Sāsana ist vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Gayākassapa diese Verse.
Das Apadāna des Thera Gayākassapa ist das dritte.
4. Apadāna des Thera Kimila

42.

„Als Kakusandha ins Nibbāna gegangen war, jener Brahmane, der das heilige Leben vollendet hatte,
Nahm ich einen Kranz aus Salalā-Blüten und ließ einen Pavillon errichten.

43.

„Nachdem ich zu Tāvatiṃsa gelangt war, erlangte ich den höchsten brahmagleichen Glanz;
Die anderen Götter überstrahlte ich - dies ist die Frucht heilsamen Kamma.

44.

„Ob am Tag oder bei Nacht, beim Wandeln oder im Stehen,
War ich bedeckt von Salalā-Blüten - dies ist die Frucht heilsamen Kamma.

45.

„In eben diesem Äon, da ich den Buddha hochverehrt hatte,
Kenne ich keine schlechte Wiedergeburt - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

46.

„Die Kilesas sind in mir verbrannt … (usw.) … weile ich triebversiegt.

47.

„Willkommen war es mir wahrlich … (usw.) … des Buddha Sāsana ist vollbracht.

48.

„Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … des Buddha Sāsana ist vollbracht."
So sprach der ehrwürdige Thera Kimila diese Verse.
Das Apadāna des Thera Kimila ist das vierte.
5. Apadāna des Thera Vajjīputta

49.

„Der Erhabene mit den tausend Strahlen, der Selbst-Erwachte, der Unbesiegte,
Trat aus der Abgeschiedenheit heraus und ging fort zum Almosengang.

50.

„Ich, eine Frucht in der Hand haltend, trat heran an den Stier unter den Menschen;
Mit heiterem, freudigem Geist gab ich die Frucht samt Stiel hin.

51.

„Vor vierundneunzig Äonen gab ich damals jene Frucht;
Keine schlechte Wiedergeburt kenne ich - dies ist die Frucht der Gabe einer Frucht.

52.

„Die Kilesas sind in mir verbrannt … (usw.) … weile ich triebversiegt.

53.

Willkommen war mir wahrlich … [usw.] … vollendet ist des Buddha Weisung.

54.

Die vier Paṭisambhidā … [usw.] … vollendet ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Vajjīputta diese Verse.
Das Apadāna des Thera Vajjīputta, das fünfte.
6. Uttarattheraapadāna

55.

Sumedha mit Namen, der Vollerwachte, mit zweiunddreißig erhabenen Merkmalen geziert -
nach Einsamkeit verlangend, betrat der Gesegnete den Himalaya.

56.

Tief in den Himalaya eingetaucht, der höchste, mitfühlende Weise,
faltete er die Beine zum Pallaṅka und ließ sich nieder, der Erhabenste der Menschen.

57.

Ein Vijjadhara war ich damals, durch die Lüfte gleitend;
den Sugata mit einem Dreizack ehrend, zog ich damals durch den Äther.

58.

Wie Feuer auf dem Gipfel eines Berges, wie der volle Mond in seiner Fülle -
so erleuchtete der Buddha den Wald, gleich einem blühenden Sāla-König.

59.

Aus den Waldwipfeln herauseilend, strömten die Strahlen des Buddha hervor,
gleich der Farbe der Rohrflamme - diesen schauend, wurde mein Geist erheitert.

60.

Suchend erblickte ich eine Blüte, die Kaṇikāra-Blume, göttlich duftend;
drei Blüten nehmend, brachte ich sie dem Erhabensten der Buddhas dar.

61.

Durch die Wirkkraft des Buddha blieben jene drei Blüten mir damals:
mit aufgerichteten Stielen, herabgeneigten Blättern, schatteten sie dem Meister.

62.

Durch dieses wohlgetane Kamma und durch Vorsatz und Ausrichtung des Willens
verließ ich den menschlichen Leib und gelangte nach Tāvatiṃsa.

63.

Dort war mein wohlgestaltetes Himmelspalais bekannt als „die Kaṇikārī";
sechzig Yojana in der Höhe, dreißig Yojana in der Breite.

64.

Mit tausend Zinnen, hundert Türmen, mit Bannern versehen, aus leuchtendem Gold gefügt -
Hunderttausende von Schmuckbekränzungen erschienen an meinem Himmelspalais.

65.

Aus Gold gemacht, aus Juwelen gefügt, aus rotem Korallenstein,
auch aus Bergkristall - Sitze, wie man sie begehrt, was immer man wünscht.

66.

Ein kostbares Lager, mit Daunen und weichen Decken ausgestattet,
ganz mit hochflorigen Zotteln, versehen mit prächtigen Kopfstützen.

67.

Aus dem Palais herausschreitend, wandernd auf des Deva-Pfaden,
wohin immer ich zu gehen wünsche, voran die Schar der Devas.

68.

Unterhalb der Blüte weile ich - mein Dach von oben her:
ringsum auf hundert Yojana mit Kaṇikāra-Blüten bedeckt.

69.

Sechzigtausend Musikkapellen stehen mir morgens und abends zur Seite;
sie umringen mich beständig, ohne zu ermüden, Tag und Nacht.

70.

Dort erfreue ich mich an Tanz, Gesang, Takt und Klang der Instrumente;
ich ergötze mich an Spiel und Freude, ich genieße die Wunscheslüste.

71.

Dort essend und trinkend, freue ich mich im Himmel der Dreißig;
inmitten von Scharen von Frauen erfreue ich mich im erhabenen Himmelspalais.

72.

Fünfmal über hundert Male übte ich die Herrschaft der Götter aus,
dreimal über hundert Male war ich ein Cakkavattī;
weiträumige Teilherrschaft - in ihrer Zahl ohne Ende.

73.

Durch Dasein um Dasein wandernd, erlange ich großen Reichtum;
keine Verminderung des Reichtums kenne ich - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

74.

Nur in zwei Bereichen wandere ich: im Götterdasein und im menschlichen;
einen anderen Weg kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

75.

In zwei Geschlechtern werde ich geboren: im Kshatriya- und im Brahmanengeschlecht;
in niedrigem Geschlecht werde ich nicht geboren - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

76.

Elefantengespanne, Rossegespanne, Sänften und Rollwagen -
all dies erlange ich - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

77.

Scharen von Sklavinnen, Scharen von Sklaven, Frauen reich geschmückt -
all dies erlange ich - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

78.

Seidengewänder, Wollgewänder, Leinen und Baumwollstoffe -
all dies erlange ich - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

79.

Neue Gewänder, neue Früchte, Speisen von neuem erlesenen Geschmack -
all dies erlange ich - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

80.

„Iss dieses, genieß jenes, ruh auf diesem Lager aus" -
all dies erlange ich - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

81.

Überall werde ich verehrt, mein Ruhm ist emporgestiegen;
stets bin ich von großem Einfluss, stets ist mein Gefolge ungeteilt;
unter den Verwandten bin ich der Höchste - dies ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

82.

Kälte und Hitze kenne ich nicht, kein Brennen ist vorhanden;
auch geistiges Leid ist in meinem Herzen nicht zu finden.

83.

In goldener Farbe wandere ich durch Dasein um Dasein;
Farblosigkeit kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

84.

Von der Götterwelt herabgestiegen, angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
wurde ich in Sāvatthī geboren, unter den Reichen der Großkaufleute.

85.

Die fünf Arten des Sinnesgenusses aufgebend, zog ich aus ins Hauslose;
im Alter von sieben Jahren erreichte ich die Arahantschaft.

86.

Der Buddha selbst - der Sehende - erkannte meine Vorzüge und gab mir die Upasampadā;
noch jung bin ich, doch verehrungswürdig - dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

87.

Mein himmlisches Auge ist geläutert, ich bin erfahren im Samādhi;
ich habe das höchste Ziel der Abhiññā erreicht - dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

88.

Ich habe die Paṭisambhidā erlangt, bin kundig in den Iddhipādas;
in den Dhammas habe ich das höchste Ziel erreicht - dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

89.

Vor dreißigtausend Äonen verehrte ich einen Buddha;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Buddhaverehrung.

90.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich verweile triebversiegter.

91.

Willkommen war mir wahrlich … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

92.

Die vier Paṭisambhidā … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Uttara diese Verse.
Das Apadāna des Thera Uttara - das sechste.
7. Aparauttarattherassāpadāna

93.

Als der Welthüter ins Nibbāna eingegangen war - Siddhattha, der Weltführer -
versammelte ich meine Angehörigen und vollzog die Verehrung der Reliquien.

94.

Vor vierundneunzig Äonen verehrte ich jene Reliquie;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Reliquienverehrung.

95.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich verweile triebversiegter.

96.

Willkommen war mir wahrlich … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

97.

Die vier Paṭisambhidā … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach der ehrwürdige Thera Aparauttara diese Verse.
Das Apadāna des Thera Aparauttara - das siebte.
8. Bhaddajittheraapadāna

98.

In einen Teich tauchend, der von mancherlei Elefanten aufgesucht wird,
hob ich dort Lotuswurzeln heraus, nach Nahrung suchend.

99.

Der Erhabene - zu jener Zeit Padumuttara mit Namen -
der Buddha, gekleidet in rotes Gewand, schritt daher, ungehindert.

100.

Der Buddha schüttelte seine Paṃsukūla-Gewänder; diesen Laut vernahm ich damals,
den Blick aufwärts gerichtet erblickte ich den Weltführer.

101.

Dort stehend bat ich den Weltführer um folgendes:
Honig zusammen mit Lotuswurzeln, Milch, Ghee und die zarten Triebe der Lotuspflanze -

102.

„Möge der Buddha, der Sehende, es aus Mitgefühl von mir empfangen!"
Da stieg der mitfühlende, hochberühmte Meister herab

103.

und empfing meine Gabe aus Mitgefühl, der Sehende.
Nachdem der Sambuddha sie empfangen hatte, sprach er sein Mitfreuen aus:

104.

„Mögest du glücklich sein, du mit großem Verdienst - dein Weg möge gedeihen!
Durch diese Gabe von Lotuswurzeln mögest du umfassendes Glück erlangen."

105.

Dies sprechend - der den Namen Jalajuttama trägt - nahm der Sambuddha die Gabe
und kehrte auf dem Luftweg zurück, der Siegreiche.

106.

Dann nahm ich die Lotuswurzeln und kehrte zu meiner Einsiedelei zurück;
die Wurzeln an den Baum hängend, rief ich mir meine Gabe in Erinnerung.

107.

Da erhob sich ein starker Wind und erschütterte den Wald;
der Himmel erdröhnte, und ein Blitz schlug nieder.

108.

Darauf fiel mir ein Blitzschlag auf den Scheitel;
und ich, still dasitzend, starb dort.

109.

Durch das Verdienst meiner Tat wurde ich in Tusita wiedergeboren;
mein Körper lag gefallen, doch ich erfreute mich in der Götterwelt.

110.

Sechsundachtzigtausend geschmückte Frauen
dienen mir morgens und abends - dies ist die Frucht der Gabe von Lotuswurzeln.

111.

Wenn ich in die Menschenwelt komme, bin ich stets glücklich;
meinen Gütern fehlt es an nichts - dies ist die Frucht der Gabe von Lotuswurzeln.

112.

Von ihm, dem Göttergott, dem Gleichmütigen, mit Mitgefühl bedacht,
sind alle Triebflüsse vollständig versiegt - es gibt keine Wiedergeburt mehr.

113.

Vor hunderttausend Äonen gab ich damals ein Lotusrhizom dar;
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Lotusrhizomgabe.

114.

Meine Kilesā sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

115.

Willkommen war mir wahrlich … usw. … getan ist des Buddha Sāsana.

116.

Die vier Paṭisambhidā … usw. … getan ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Bhaddajit diese Verse.
Das Apadāna des Thera Bhaddajit, das achte.
9. Apadāna des Thera Sivakat

117.

Als Vipassī, der große Seher, auf Wanderschaft unterwegs war,
sah ich seine leere Schale und füllte sie mit Hirsekuchen.

118.

Vor einundneunzig Äonen gab ich damals Almosen dar;
Eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht des Hirsekuchens.

119.

Meine Kilesā sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

120.

Willkommen war mir wahrlich … usw. … getan ist des Buddha Sāsana.

121.

Die vier Paṭisambhidā … usw. … getan ist des Buddha Sāsana.
So sprach der ehrwürdige Thera Sivakat diese Verse.
Das Apadāna des Thera Sivakat, das neunte.
10. Apadāna des Thera Upavāna

122.

Der Siegreiche namens Padumuttara, der alle Dhammas durchdringt,
erlosch wie ein lodernder Feuerbrand - der Vollerwachte trat ins Parinibbāna ein.

123.

Die große Menge versammelte sich, ehrte den Tathāgata,
errichtete den Scheiterhaufen für den Sugata und legte seinen Leib darauf.

124.

Nachdem sie die Bestattungsriten vollzogen hatten, sammelten sie dort die Reliquien;
alle Götter und Menschen errichteten dann einen Buddha-Thūpa.

125.

Der erste war aus Gold gefügt, der zweite aus Edelsteinen,
der dritte aus Silber, der vierte aus Kristall.

126.

Der fünfte war dort aus Karneol,
der sechste aus Masāragalla - und über allem war alles aus Juwelen.

127.

Der Stūpakörper war aus Edelsteinen, die Balustrade aus Juwelen;
ganz aus Gold war der Thūpa, nach oben eine Meile emporragend.

128.

Die Götter versammelten sich dort und berieten gemeinsam:
„Lasst auch uns einen Thūpa errichten für den Welthüter, den Unerschütterlichen.

129.

„Es gibt keine gesonderte Reliquie, der Leib ist zu einer Einheit zusammengefasst;
für diesen Buddha-Thūpa wollen wir einen Mantel anfertigen."

130.

Die Götter erhöhten ihn mit sieben Juwelen um eine weitere Meile;
der Thūpa ragte zwei Meilen empor und vertrieb alle Finsternis.

131.

Die Nāgas versammelten sich dort und berieten gemeinsam:
„Menschen und Götter haben bereits einen Buddha-Thūpa errichtet.

132.

„Lasst uns nicht nachlässig sein - aufmerksam wie die Götter!
Lasst auch uns einen Thūpa errichten für den Welthüter, den Unerschütterlichen."

133.

Indanīla, Mahānīla und strahlende Jotirasajuwelen
häuften sie zusammen und überkleideten damit den Buddha-Thūpa.

134.

Ganz aus Edelsteinen war nun das gesamte Buddha-Cetiya,
drei Meilen in die Höhe ragend, Licht ausstrahlend damals.

135.

Die Garuḷas versammelten sich und berieten gemeinsam:
„Menschen, Götter und Nāgas haben dem Buddha Verehrung erwiesen.

136.

„Lasst uns nicht nachlässig sein - aufmerksam wie die Götter!
Lasst auch uns einen Thūpa errichten für den Welthüter, den Unerschütterlichen."

137.

Ganz aus Edelsteinen fertigten sie einen Mantel für den Thūpa;
auch sie erhöhten um eine Meile das weitgedehnte Buddha-Cetiya.

138.

Vier Meilen in die Höhe erstrahlte der Buddha-Thūpa,
erhellte alle Himmelsrichtungen wie die aufgegangene hundertstrahlende Sonne.

139.

Die Kumbhaṇḍas versammelten sich und berieten gemeinsam:
„Menschen und Götter, Nāgas und Garuḷas ebenso -

140.

„jeder für sich hat dem erhabenen Buddha einen herrlichen Thūpa errichtet.
Lasst uns nicht nachlässig sein - aufmerksam wie die Götter!

141.

„Lasst auch uns einen Thūpa errichten für den Welthüter, den Unerschütterlichen;
mit Juwelen wollen wir das weitgedehnte Buddha-Cetiya bekleiden."

142.

Auch sie erhöhten um eine Meile das weitgedehnte Buddha-Cetiya;
fünf Meilen ragte der Thūpa empor und erstrahlte damals.

143.

Die Yakkhas versammelten sich dort und berieten gemeinsam in jener Zeit:
„Menschen, Götter und Nāgas,
Garuḷas und Kumbhaṇḍakas -

144.

sie haben dem erhabensten Paccekabuddha
einen höchsten Stūpa errichtet.
Lasst uns nicht nachlässig sein,
wachsam, wir samt den Göttern.

145.

Auch wir wollen einen Stūpa errichten
dem Welthüter, dem Unerschütterlichen;
mit Kristall werden wir bedecken
das weitgespannte Heiligtum des Buddha."

146.

Auch sie erweiterten um eine Yojana
das weitgespannte Heiligtum des Buddha;
sechs Yojanas maß die Höhe -
der Stūpa erstrahlte damals.

147.

Die Gandhabhas versammelten sich und berieten gemeinsam in jener Zeit:
„Menschen, Götter, Nāgas,
Kumbhaṇḍas und Garuḷas ebenso -

148.

alle haben den Buddha-Stūpa errichtet,
und wir wären hier ohne Werk;
auch wir wollen einen Stūpa errichten
dem Welthüter, dem Unerschütterlichen."

149.

Sieben Umfriedungen anlegend,
errichteten sie Banner und Schirme;
ganz aus Gold den Stūpa ließen
die Gandhabhas damals bauen.

150.

Sieben Yojanas maß die Höhe -
der Stūpa erstrahlte damals;
Nacht und Tag waren nicht mehr zu unterscheiden,
Licht herrschte zu jeder Zeit.

151.

Mond und Sonne mitsamt den Sternen
vermochten seinen Glanz nicht zu überstrahlen;
in einem Umkreis von hundert Yojanas
entfachte sich keine Lampe mehr.

152.

Wer in jener Zeit als Mensch
den Stūpa verehrte -
der wurde emporgehoben in die Luft,
ohne selbst hinaufzusteigen.

153.

Ein von den Göttern eingesetzter Yakkha,
Abhisammatanāmaka genannt,
brachte ein Banner oder einen Blumenkranz
weiter oben darauf dar.

154.

Jenen Yakkha sahen sie nicht,
doch sahen sie den Kranz sich entfernen;
wer dies sah und weiterzog,
gelangte in eine gute Wiedergeburt.

155.

Die dem Buddhawort Widerspenstigen
wie die dem Sāsana Vertrauensvollen -
wer ein Wunder zu sehen begehrte,
verehrte den Stūpa, der Mensch.

156.

In der Stadt Haṃsavatī
war ich damals ein Lohnarbeiter;
als ich das jubelnde Volk sah,
dachte ich so in jener Zeit:

157.

„Groß ist dieser Erhabene,
dessen Dhātu-Schrein weithin leuchtet -
diese Menschen hier sind erfreut
und lassen nicht ab, ehrend tätig zu sein.

158.

Auch ich will Ehrung erweisen
dem Welthüter, dem Unerschütterlichen;
ein Erbe seines Dhamma
werde ich in zukünftigen Zeiten sein."

159.

Vom Weber rein gewaschen
nahm ich mein Tuch;
an einer Bambussspitze befestigend
hob ich ein Banner in die Luft.

160.

Abhisammataka ergriff es
und ließ mein Banner in die Höhe steigen;
als ich das im Wind flatternde Banner sah,
brachte ich noch mehr Heiterkeit im Volk hervor.

161.

Dort den Geist zur Heiterkeit gestimmt,
trat ich an einen Samaṇa heran;
diesen Bhikkhu ehrerbietig grüßend,
fragte ich nach der Frucht des Banners.

162.

Er sprach zu mir, der Freudvolle,
mir Entzücken bereitend:
„Die Frucht dieses Banners
wirst du allezeit genießen.

163.

Elefanten, Pferde, Streitwagen und Gerätschaft,
ein viergliedriges Heer -
sie werden dich beständig umgeben:
dies ist die Frucht der Banner-Gabe.

164.

Sechzigtausend Musikkapellen
mit wohlgeschmückten Trommeln
werden dich beständig umgeben:
dies ist die Frucht der Banner-Gabe.

165.

Sechsundachtzigtausend Frauen,
wohlgeschmückt,
in bunten Gewändern und Schmuck gekleidet,
mit aufgelegten Juwelenohringen -

166.

mit langen Wimpern, lachenden Lippen,
wohlgestaltet, schlanker Taille -
sie werden dich beständig umgeben:
dies ist die Frucht der Banner-Gabe.

167.

Dreißigtausend Äonen
wirst du in der Götterwelt genießen;
achtzig Mal wirst du Indra sein,
über ein Götterreich herrschend.

168.

Tausend Mal wirst du König sein,
ein Weltenherrscher;
Teilherrschaft in Fülle,
unzählbar an Zahl.

169.

In hundert mal tausend Äonen,
aus dem Geschlecht der Okkāka stammend,
wird ein Lehrer in der Welt erscheinen,
Gotama dem Geschlecht nach.

170.

Aus der Götterwelt herabgestiegen,
angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
verbunden mit verdienstvollem Kamma,
wirst du ein Brahmabandhu sein.

171.

Achtzig Koṭis aufgebend -
Sklaven, Arbeiter in Menge -
in das Sāsana des Erhabenen Gotama
wirst du als Pabbajita eintreten.

172.

Den Vollerwachten Gotama,
den Edlen der Sākyas, erfreuend,
wirst du unter dem Namen Upavāṇa
ein Schüler des Lehrers sein."

173.

Das Kamma, vollbracht vor hunderttausend Äonen,
zeigte mir hier seine Frucht;
befreit wie ein Pfeil, der von der Sehne schießt,
verbrannte ich meine Befleckungen.

174.

Ich, Gebieter über vier Erdteile,
ein ruhender Weltenherrscher -
rings drei Yojana weit
ragen meine Banner stets empor.

175.

Vor hunderttausend Äonen
vollbrachte ich jenes Kamma;
keine schlechte Wiedergeburt kenn ich mehr -
dies ist die Frucht des Bannergeschenks.

176.

Meine Befleckungen sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

177.

Willkommen fürwahr war mir … usw. … getan ist des Buddha Weisung.

178.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … getan ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Upavāna diese Verse.
Upavānattherassāpadāna, das zehnte.
11. Raṭṭhapālattheraapadāna

179.

Dem Erhabenen Padumuttara, dem Ältesten der Welt, dem Unerschütterlichen,
schenkte ich einen edlen Nāga-Elefanten -
elfenbeinzahnig, mit hoch gewachsenen Schultern.

180.

Geschmückt mit weißem Schirm, mit Satteltuch und beigeselltem Elefanten,
ließ ich, nachdem ich alles schätzen ließ,
ein Kloster errichten.

181.

Vierundfünfzigtausend Pavillons
ließ ich erbauen;
und nachdem ich eine große Gabe dargebracht,
überreichte ich es dem Großen Weisen.

182.

Der große Held, der Selbst-Erwachte, der Erhabene unter den Menschen,
stimmte freudig zu,
erfreute alle Wesen
und verkündete den unsterblichen Pfad.

183.

Jener Buddha prophezeite mir -
er, der Jalajutta mit Namen -
sitzend inmitten des Bhikkhu-Saṅgha,
sprach er diese Verse:

184.

„Vierundfünfzigtausend Pavillons ließ dieser errichten;
ich will die Frucht verkünden -
höret meine Rede.

185.

Achtzehntausend Gipfelhallen werden entstehen,
in der höchsten Brahmā-Welt errichtet,
allesamt aus Gold.

186.

Fünfzigmal wird er als Götterkönig
die Götterherrschaft ausüben,
achtundfünfzigmal wird er ein Weltenherrscher sein.

187.

Nach hunderttausend Äonen
wird einer aus dem Geschlecht der Okkāka
entstehen - Gotama mit dem Geschlechtsnamen,
ein Lehrer in der Welt.

188.

Von der Götterwelt herabgestiegen,
angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
wird er in wohlhabender Familie mit großem Reichtum
wiedergeboren werden.

189.

Dieser wird hernach in die Hauslosigkeit ziehen,
angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen;
als Raṭṭhapāla mit Namen
wird er ein Schüler des Lehrers sein.

190.

Mit Eifer und entschlossenem Geist, befriedet, ohne Anhaften,
wird er alle Triebflüsse vollständig durchschauen
und triebversiegt ins Nibbāna eingehen."

191.

Aufgestanden und ausgezogen, den Reichtum dahingegeben -
wie ein Speichelklumpen ist mir Reichtum,
keine Zuneigung finde ich darin.

192.

Meine Tatkraft trägt das Joch der Last,
zum Sicherheitsort jenseits der Fesseln führend;
ich trage den letzten Leib
in der Lehre des Vollkommen Erwachten.

193.

Meine Befleckungen sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

194.

Willkommen fürwahr war mir … usw. … getan ist des Buddha Weisung.

195.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … getan ist des Buddha Weisung.
So sprach der ehrwürdige Thera Raṭṭhapāla diese Verse.
Raṭṭhapālattherassāpadāna, das elfte.
Yasavagga, der sechsundfünfzigste.
Dessen Zusammenfassung:
Yaso, Nadīkassapa und Gayākimila sowie Vajji,
die beiden Uttarā, Bhaddajī,
Sivaka, Upavāna;
Raṭṭhapāla - hundert Verse und fünfundneunzig.
Therāpadāna, vollendet.
Hiermit sind das Buddhāpadāna, das Paccekāpadāna und das Therāpadāna vollendet.
Namo tassa bhagavato arahato sammāsambuddhassa
Khuddakanikāye
Therīapadānapāḷi
1. Sumedhāvagga
1. Sumedhātherīapadāna
Nun höret die Apadāna der Therīs:

1.

Als der Erhabene Koṇāgamana wirkte,
im Klosterbezirk, in einer neu errichteten Stätte,
wir drei Freundinnen, Frauen,
schenkten eine Vihāra-Gabe.

2.

Zehnmal, hundertmal, tausendmal,
ja hundert mal hundert Male
wurden wir unter den Göttern wiedergeboren -
was erst zu sagen von menschlichem Dasein!

3.

Unter den Göttern waren wir von großer Macht -
was erst zu sagen von menschlichem Dasein!
Ich wurde das Frauenjuwel,
die Hauptgemahlin des Königs der sieben Juwelen.

4.

Hier mit angehäuftem Heilsamen,
aus wohlgedeihender Familie entsprossen,
waren wir drei Personen:
Dhanañjānī, Khemā und ich.

5.

Nachdem wir ein wohlgebautes Kloster errichtet,
mit allen Gliedern geschmückt,
und es dem Saṅgha mit dem Buddha an der Spitze übergeben hatten,
freuten wir uns.

6.

Wo immer ich wiedergeboren werde,
durch die Tragkraft jenes Kammas,
erlange ich den höchsten Rang unter Göttern
wie gleicherweise unter Menschen.

7.

In eben diesem Äon
entstand der Brahmanaverwandte von großem Ruhm,
Kassapa mit dem Geschlechtsnamen,
der Beste der Redenden.

8.

Der Aufwärter des großen Sehers war damals
ein Herr der Menschen -
König Kiki von Kāsi mit Namen,
in der erhabenen Stadt Bārāṇasī.

9.

Jener hatte sieben Töchter,
Königstöchter, in Freude aufgewachsen;
dem Dienst am Buddha hingegeben,
führten sie das brahmacariya.

10.

Ihnen zur Gefährtin geworden,
im Sīla wohl gesammelt,
gab ich Gaben mit Bedacht
und lebte die Übung wie eine Laiin im Haus.

11.

Durch jene wohltätige Tat,
durch Absicht und Entschlossenheit,
ließ ich den menschlichen Leib zurück
und gelangte zu den Tāvatiṃsa.

12.

Von dort gefallen, gelangte ich zu den Yāma,
von dort kam ich zu den Tusita;
dann zu den Nimmānarati,
dann zur Stadt der Vasavatti.

13.

Wo immer ich wiedergeboren ward,
durchdrungen von heilsamem Kamma,
dort, eben dort, ließ ich mich
zur Hauptgemahlin der Könige machen.

14.

Von dort gefallen in den Menschenbereich,
wurde ich Hauptgemahlin
der cakkavattī-Könige
und der Könige der Kreisherrschaften.

15.

Nachdem ich Wohlstand genossen hatte
unter Göttern wie unter Menschen,
überall beglückt,
wanderte ich durch viele Geburten.

16.

Dies war die Ursache, dies der Ursprung,
dies die Wurzel - Duldsamkeit im Sāsana;
jener erste Anknüpfungspunkt,
jene Dhamma-Freude führte zum Nibbāna.

17.

Die Kilesas sind in mir verbrannt,
alle Existenzen bis auf den Grund beseitigt;
wie eine Elefantenkuh, die die Fessel zerschnitten,
lebe ich triebversiegt.

18.

Wahrlich, ein willkommenes Kommen war es mir,
in die Nähe meines Buddha;
die drei Wissen sind erlangt,
das Sāsana des Buddha ist erfüllt.

19.

Die vier Paṭisambhidā,
auch die acht Vimokkhā,
die sechs Abhiññā sind verwirklicht -
das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach die Bhikkhunī Sumedhā diese Verse.
Das Apadāna der Therī Sumedhā, das erste.
2. Apadāna der Therī Mekhalādāyikā

20.

Ich ließ einen Stupa für den Erhabenen Siddhattha errichten;
einen Gürtelschmuck gab ich
für den Neubau des Lehrers.

21.

Als der große Stupa vollendet war,
gab ich abermals einen Gürtelschmuck,
dem Muni, dem Beschützer der Welt,
mit heiteren eigenen Händen.

22.

Vor vierundneunzig Äonen
gab ich damals jenen Gürtelschmuck -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht des Stupa-Bauens.

23.

Die Kilesas sind in mir verbrannt … ich lebe triebversiegt.

24.

Wahrlich, ein willkommenes Kommen war es mir … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.

25.

Die vier Paṭisambhidā … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach die Bhikkhunī Mekhalādāyikā diese Verse.
Das Apadāna der Therī Mekhalādāyikā, das zweite.
3. Apadāna der Therī Maṇḍapadāyikā

26.

Einen Pavillon ließ ich errichten für den Buddha Koṇāgamana;
beständig gab ich das dreiteilige Gewand
dem Buddha, dem Freund der Welt.

27.

Welches Land auch immer ich bereise,
Märkte und Königsstädte -
überall werde ich geehrt:
dies ist die Frucht des heilsamen Kammas.

28.

Die Kilesas sind in mir verbrannt … ich lebe triebversiegt.

29.

Wahrlich, ein willkommenes Kommen war es mir … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.

30.

Die vier Paṭisambhidā … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach die Bhikkhunī Maṇḍapadāyikā diese Verse.
Das Apadāna der Therī Maṇḍapadāyikā, das dritte.
4. Apadāna der Therī Saṅkamanatthā

31.

Als der Erhabene Vipassī,
der Älteste der Welt, der Gleichmütige,
auf der Straße dahinging
und die Lebewesen hinüberführte -

32.

Ich trat aus dem Haus heraus
und legte mich mit dem Gesicht nach unten;
der mitfühlende Welthüter
trat auf mein Haupt.

33.

Nachdem er auf das Haupt getreten,
schritt der Weltenführer weiter;
durch jene Herzensklarheit
gelangte ich zu den Tusita.

34.

Die Kilesas sind in mir verbrannt … ich lebe triebversiegt.

35.

Wahrlich, ein willkommenes Kommen war es mir … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.

36.

Die vier Paṭisambhidā … das Sāsana des Buddha ist erfüllt.
So sprach die Bhikkhunī Saṅkamanatthā diese Verse.
Das Apadāna der Therī Saṅkamanatthā, das vierte.
5. Apadāna der Therī Naḷamālikā

37.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā
war ich damals eine Kinnarī;
ich erblickte den makellosen Buddha,
den Selbst-Erwachten, den Unbesiegten.

38.

Mit heiterem Geist und freudigem Herzen, innerlich bewegt, die Hände gefaltet,
Nahm ich einen Rohrblumenkranz und verehrte den Selbst-Erwachten.

39.

Durch jene heilsam vollbrachte Tat, durch Absicht und Entschluss,
Ließ ich den Körper der Kinnari hinter mir und gelangte zur Welt der Dreißig Götter.

40.

Sechsunddreißig Götterkönigen war ich als Hauptgemahlin gesetzt;
Zehn Weltenherrschern war ich als Hauptgemahlin gesetzt.
Da erschütterte sich mein Herz, und ich zog aus ins Hauslose.

41.

Die Kilesā in mir sind niedergebrannt, alle Existenzen restlos ausgerissen;
Alle Triebflüsse völlig versiegt - es gibt kein Wiederwerden mehr.

42.

Vor vierundneunzig Äonen opferte ich jene Blüte;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Blumenverehrung.

43.

Die Kilesā in mir sind niedergebrannt … ich weile triebbefreit.

44.

Wahrlich willkommen war mir … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

45.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach die Therī Naḷamālikā diese Verse.
Das Apadāna der Therī Naḷamālikā, das fünfte.

46.

In der Stadt Bandhumatī lebte ein Khattiya namens Bandhuma;
Dieses Königs Gattin war ich - und ich lebte einträchtig mit ihm.

47.

Zurückgezogen saß ich nieder und sann in jener Zeit:
„Nichts Heilsames habe ich vollbracht, das ich zum Weggang mitnehmen könnte.

48.

„Die Hölle, voll gewaltiger Glut, bitter, von grauenerregender Gestalt, überaus schrecklich -
Dorthin werde ich wohl gelangen, daran habe ich keinen Zweifel."

49.

Ich trat zum König heran und sprach ihm dieses Wort:
„Gib mir einen Asketen, o Khattiya - ich will ihn speisen."

50.

Der Großkönig gab mir einen Asketen, einen, dessen Sinne geläutert waren;
Sein Almosenschälchen nahm ich und füllte es mit vorzüglichem Reisbrei.

51.

Nachdem ich es mit dem Reisbrei gefüllt hatte, bestrich ich es mit Wohlgeruch,
Bedeckte es mit einem Netz und hüllte es in ein Gewandpaar.

52.

Dieses Objekt halte ich im Gedächtnis, mein ganzes Leben lang;
Mit darin beruhigtem Geist gelangte ich zu den Tāvatiṃsa-Göttern.

53.

Dreißig Götterkönigen war ich als Hauptgemahlin gesetzt;
Was mein Geist erstrebte, das entfaltete sich nach Wunsch.

54.

Zwanzig Weltenherrschern war ich als Hauptgemahlin gesetzt;
So angehäuft an Verdienst, wanderte ich durch Existenzen.

55.

Befreit von allen Fesseln bin ich, die Anhaftung ist von mir gewichen;
Alle Triebflüsse völlig versiegt - es gibt kein Wiederwerden mehr.

56.

Vor einundneunzig Äonen gab ich damals jene Gabe;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht des Piṇḍapāta.

57.

Die Kilesā in mir sind niedergebrannt … ich weile triebbefreit.

58.

Wahrlich willkommen war mir … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

59.

Die vier analytischen Erkenntnisse … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach die Bhikkhunī Ekapiṇḍapātadāyikā diese Verse.
Das Apadāna der Therī Ekapiṇḍapātadāyikā, das sechste.

60.

Als er auf Almosenrunde ging - der Lehrer namens Tissa -
Hob ich einen Löffel Almosenspeise empor und gab ihn dem Besten der Buddhas.

61.

Der Vollerwachte Tissa, der höchste Führer der Welt, nahm es entgegen;
Der Lehrer, am Weg stehend, sprach mir seine Mitfreude aus.

62.

„Weil du einen Löffel Almosenspeise gegeben hast, wirst du zu den Tāvatiṃsa-Göttern gelangen;
Sechsunddreißig Götterkönigen wirst du als Hauptgemahlin gesetzt sein.

63.

„Fünfzig Weltenherrschern wirst du als Hauptgemahlin gesetzt sein;
Alles, was dein Geist erstrebt, wirst du stets erlangen.

64.

„Nachdem du Glück genossen hast, wirst du ohne Anhaftung ausziehen;
Alle Triebflüsse vollständig erkennend, wirst du triebbefreit ins Nibbāna eingehen."

65.

Nachdem der Vollerwachte Tissa, der höchste Führer der Welt, dies gesprochen hatte,
Stieg der Held auf in den Himmel, gleich dem König der Schwäne im Äther.

66.

Wohl gegeben ist meine überragende Gabe, wohl dargebracht ist die Gabe des Opferfestes;
Indem ich einen Löffel Almosenspeise gab, habe ich die unerschütterliche Stätte erlangt.

67.

Vor zweiundneunzig Äonen gab ich damals jene Gabe;
Schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der Almosengabe.

68.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich lebe triebfrei.

69.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.

70.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach die Ehrwürdige Kaṭacchubhikkhādāyikā diese Verse.
Das siebte Apadāna der Ehrwürdigen Kaṭacchubhikkhādāyikā.
8. Apadāna der Ehrwürdigen Sattuppalamālikā

71.

In der Stadt Aruṇavatī lebte ein König namens Aruṇa;
seine Gemahlin war ich, ich ließ ihn wandern, ließ ihn ziehen.

72.

Sieben Blumengirlanden nehmend, Lotosblüten von göttlichem Duft,
saß ich in dem herrlichen Palast und sann in jenem Augenblick:

73.

„Was nutzen mir diese Kränze, auf meinem Haupt getragen?
Besser ist es, dargebracht im Wissen des erhabensten Buddha."

74.

Den Vollerwachten erwartend, saß ich nahe beim Tor:
„Wenn der Vollerwachte kommt, will ich den großen Weisen ehren."

75.

Wie der Kakudha-Baum erstrahlend, wie der Löwe, der König der Tiere,
kam der Sieger die Straße entlang, begleitet vom Bhikkhusaṅgha.

76.

Den Glanz des Buddha erblickend, freudig und bewegt im Herzen,
öffnete ich das Tor und ehrte den erhabensten Buddha.

77.

Sieben Lotosblüten, ausgestreut im Himmelsraum,
bildeten für den Buddha ein Dach, getragen über seinem Haupte.

78.

Erhobenen Herzens, freudig, von Entzücken erfüllt, mit gefalteten Händen -
den Geist dort erheitert habend, gelangte ich nach Tāvatiṃsa.

79.

Ein Dach aus dem großen Nela-Baum wird über meinem Haupt getragen;
göttlichen Duft verbreite ich - das ist die Frucht der sieben Lotosblüten.

80.

Wann immer ich einst weggeleitet wurde, begleitet von der Schar der Verwandten,
so weit mein Gefolge reichte, wurde das Mahānela-Dach getragen.

81.

Siebzig Götterkönigen war ich Hauptgemahlin;
überall als Herrin weilend, wanderte ich durch Dasein um Dasein.

82.

Dreiundsechzig Weltenherrschern war ich Hauptgemahlin;
alle folgten mir, mein Wort galt und wurde befolgt.

83.

Meiner Haut ist die Farbe des Lotos eigen, und sein Duft strömt von mir aus;
Hässlichkeit kenne ich nicht - das ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

84.

Geübt in den Iddhipāda, ergeben der Entfaltung der Bojjhaṅga,
habe ich die Vollendung der Abhiññā erlangt - das ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

85.

Geübt im Satipaṭṭhāna, im Bereich von Samādhi und Jhāna,
dem Sammappadhāna hingegeben - das ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

86.

Mein Eifer trägt die Last wie ein Jochochse und führt zur Sicherheit vom Joch;
alle Triebe vollständig versiegt - es gibt kein Wiedergeborensein mehr.

87.

Einunddreißig Äonen zurück verehrte ich jene Blüte;
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - das ist die Frucht der Buddha-Verehrung.

88.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich lebe triebfrei.

89.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.

90.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach die Bhikkhunī Sattuppalamālikā diese Verse.
Das achte Apadāna der Ehrwürdigen Sattuppalamālikā.
9. Apadāna der Ehrwürdigen Pañcadīpikā

91.

In der Stadt Haṃsavatī war ich damals auf Wanderschaft;
von Hain zu Hain zog ich umher, auf der Suche nach dem Heilsamen.

92.

An einem Tag in der dunklen Monatshälfte erblickte ich den erhabenen Bodhi-Baum;
den Geist dort erheitert habend, saß ich am Fuße des Bodhi-Baumes.

93.

Ehrfurchtsvolles Gemüt erhebend, die Hände zu einem Añjali am Haupte gefaltet,
Freude kundtuend, sann ich in jenem Augenblick:

94.

„Wenn der Buddha von unermesslichen Tugenden, ohnegleichen unter den Menschen,
mir ein Wunderwirken zeige - möge dieser Bodhi-Baum erstrahlen."

95.

Sobald ich meinen Geist darauf gerichtet hatte, erstrahlte der Bodhi-Baum alsogleich;
er wurde ganz wie aus Gold, alle Himmelsrichtungen leuchteten hell.

96.

Sieben Tage und Nächte saß ich dort am Fuße des Bodhi-Baumes;
als der siebte Tag erreicht war, vollzog ich die Darbringung von Lampen.

97.

Den Sitzplatz ringsum umgebend, entzündeten sich fünf Lampen;
bis die Sonne aufging, brannten meine Lampen in jener Zeit.

98.

Durch jene wohlgetane Tat, durch Wille und entschlossene Gesinnung,
verließ ich diesen Menschenleib und gelangte zu den Tāvatiṃsa.

99.

Dort war mein wohlgeschaffener Palast - „Fünf-Lichter" wird er genannt -
sechzig Yojana in der Höhe, dreißig Yojana in der Breite.

100.

Unzählige Lampen leuchteten in meinem Gefolge;
so weit das Götterreich sich erstreckt, erstrahlte es im Glanz dieser Lichter.

101.

Mit frontal gewandtem Antlitz sitzend, wollte ich dennoch schauen:
nach oben, unten und zur Seite - alles sah ich mit meinem Auge.

102.

Wohin immer ich begehrte zu blicken auf Glückliche und Unglückselige,
kein Hindernis war dort - weder in Bäumen noch in Bergen.

103.

Ich wurde Hauptgemahlin von achtzig Götterkönigen,
ich wurde Hauptgemahlin von hundert Weltenherrschern.

104.

In welche Daseinsform ich auch wiedergeboren wurde, ob als Gottheit oder Mensch -
hunderttausend Lampen leuchteten in meinem Gefolge.

105.

Aus den Götterreichen herkommend, entstand ich im Mutterleib;
schon im Mutterschoß ruhend in Stille, schloss mein Auge sich nicht.

106.

Hunderttausend Lampen leuchteten, erfüllt von verdienstvollem Kamma,
im Geburtsgemach - dies ist die Frucht der Fünf Lichter.

107.

Als mein letztes Dasein herankam, wandte ich den Geist ab vom Werden;
das Ungealterte, Unsterbliche, das leidenschaftslos Kühle - Nibbāna - berührte ich.

108.

Im siebten Lebensjahr erreichte ich die Arahantschaft;
der Buddha Gotama, meine Tugend erkennend, vollzog meine Upasampadā.

109.

In einem Maṇḍapa, am Fuße eines Baumes, in Palästen oder Höhlen,
in einem leeren Haus verweilend - fünf Lichter leuchten mir.

110.

Das göttliche Auge ist mir geläutert, ich bin kundig im Samādhi;
die Vollendung der Abhiññā ist erreicht - dies ist die Frucht der Fünf Lichter.

111.

Alles vollendet und abgeschlossen, die Aufgabe getan, triebversiegt -
ich, Pañcadīpā, verehre die Füße des Sehenden, o großer Held.

112.

Vor hunderttausend Äonen gab ich jenes Licht damals -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht der Fünf Lichter.

113.

Die Triebflüsse sind in mir verbrannt … ich weile triebversiegt.

114.

Wahrlich, ein glückliches Kommen war mir zuteil … des Buddha Sāsana ist erfüllt.

115.

Die vier analytischen Erkenntnisse … des Buddha Sāsana ist erfüllt.
So sprach die Bhikkhunī Pañcadīpikā diese Strophen.
Das Apadāna der Therī Pañcadīpikā - das neunte.
10. Udakadāyikātherī-Apadāna

116.

In der Stadt Bandhumatī war ich eine Wasserträgerin;
durch das Wassertragen lebte ich und ernährte damit meine Kinder.

117.

Kein Geschenk hatte ich für das unübertreffliche Verdienstfeld;
doch trat ich an das Wasserbehältnis heran und bot Wasser dar.

118.

Durch jene wohlgetane Tat gelangte ich zu den Tāvatiṃsa;
dort war mein wohlgeschaffener Palast durch das Wassertragen erschaffen.

119.

Unter tausend Nymphen war ich damals die Vortrefflichste;
in zehn Belangen übertraf ich sie alle beständig.

120.

Ich wurde Hauptgemahlin von fünfzig Götterkönigen,
ich wurde Hauptgemahlin von zwanzig Weltenherrschern.

121.

Nur in zwei Daseinsformen wandere ich umher - als Gottheit und als Mensch;
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht des Wasserschenkens.

122.

Auf Bergesgipfeln, auf unwegsamen Pfaden, im Luftraum und auf der Erde -
wann immer ich Wasser begehre, erlange ich es alsbald.

123.

Keine Himmelsrichtung ist ohne Regen, keine sengt noch glüht in sengender Hitze;
meine Gesinnung erkennend, lässt die große Wolke es regnen.

124.

Wenn ich einst irgendwohin geführt wurde vom Kreis meiner Verwandten,
und ich Regen wünschte - da erhob sich eine große Wolke.

125.

Weder Hitze noch brennender Durst findet sich in meinem Leib;
kein Staub haftet an meinem Körper - dies ist die Frucht des Wasserschenkens.

126.

Mit geläutertem Geist nun, frei von allem Unheilsamen,
alle Triebflüsse versiegt - keine Wiedergeburt gibt es mehr für mich.

127.

Vor einundneunzig Äonen gab ich jenes Wasser damals -
keine schlechte Wiedergeburt kenne ich: dies ist die Frucht des Wasserschenkens.

128.

Meine Kilesās sind verbrannt … u. s. w. … ich weile triebfrei.

129.

Willkommen wahrlich war mir … u. s. w. … vollbracht ist des Buddha Weisung.

130.

Die vier analytischen Erkenntnisse … u. s. w. … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach die Bhikkhunī Udakadāyikā diese Verse.
Das Apadāna der Therī Udakadāyikā, das zehnte.
Der Sumedhā-Vagga, der erste.
Dessen Zusammenfassung:
Sumedhā, die Schenkerin des Gürtels, die Schenkerin des Pavillons und des Steges,
Naḷamālī, die Schenkerin von Speise, die Schenkerin des Schöpflöffels und der Seerose,
die Schenkerin der Lampe und die Schenkerin des Wassers - so wurden hier die Verse gezählt:
einhundert Verse und dreißig darüber hinaus.
2. Der Ekūposathikā-Vagga
1. Das Apadāna der Therī Ekūposathikā

1.

In der Stadt Bandhumatī lebte Bandhumā, ein Krieger vom Khattiyas-Geschlecht;
am Tage des Vollmonds hielt er den Uposatha-Fasttag ein.

2.

Ich war zu jener Zeit dort eine Krugdienerin;
als ich das Heer mit dem König sah, dachte ich damals so:

3.

„Selbst der König hat sein Königreich aufgegeben und hält den Uposatha-Fasttag ein -
gewiss ist diese Tat fruchttragend, das Volk ist voller Freude."

4.

Tief bedenkend den schlechten Weg und die Armut,
erhob ich meinen Geist und hielt den Uposatha-Fasttag ein.

5.

Nachdem ich den Uposatha gehalten hatte gemäß der Weisung des Vollkommen Erwachten,
gelangte ich durch diese heilsam vollbrachte Tat nach Tāvatiṃsa.

6.

Dort war mir ein herrliches Gemach, emporragend um zwei Yojana,
versehen mit einem prächtigen Giebelbau, geschmückt mit einem herrlichen großen Thron.

7.

Hunderttausend Himmelsnymphen stehen mir stets zur Seite;
die anderen Götter überstrahlend, leuchte ich allezeit.

8.

Vierundsechzig Götterkönigen war ich als höchste Gemahlin gemacht;
dreiundsechzig Weltenherrschern war ich als höchste Gemahlin gemacht.

9.

Mit goldener Gestalt wandere ich durch die Existenzen;
überall bin ich die Vornehmste - dies ist die Frucht des Uposatha.

10.

Elefantenfahrzeuge, Pferdefahrzeuge, Wagenfahrzeuge und Sänften -
all dies erlange ich, dies ist die Frucht des Uposatha.

11.

Was aus Gold, was aus Silber und was aus Kristall,
was aus rotem Edelstein - all das erlange ich.

12.

Seide und Wollgewebe, Leinen und Baumwollstoffe
und kostbarste Gewänder - all das erlange ich.

13.

Speise, Trank, Gekautes, Kleidung und Unterkunft -
all dies erlange ich, dies ist die Frucht des Uposatha.

14.

Erlesene Düfte, Blumengirlanden, Puder und Salbe -
all dies erlange ich, dies ist die Frucht des Uposatha.

15.

Giebelbau und Palast, Pavillon, Söller und Grotte -
all dies erlange ich, dies ist die Frucht des Uposatha.

16.

Im siebten Jahr meiner Geburt trat ich in die Hauslosigkeit aus;
bevor ein halber Monat vergangen war, erlangte ich die Arahantschaft.

17.

Meine Kilesās sind verbrannt, alle Existenzen sind mit der Wurzel ausgerissen;
alle Triebflüsse sind versiegt - kein Wiederwerden gibt es mehr.

18.

Vor einundneunzig Äonen vollbrachte ich damals jene Tat -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: Dies ist die Frucht des Uposatha.

19.

Meine Kilesās sind verbrannt … u. s. w. … ich weile triebfrei.

20.

Willkommen wahrlich war mir … u. s. w. … vollbracht ist des Buddha Weisung.

21.

Die vier analytischen Erkenntnisse … u. s. w. … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprach die Bhikkhunī Ekūposathikā diese Verse.
Das Apadāna der Therī Ekūposathikā, das erste.
2. Das Apadāna der Therī Saḷalapupphikā

22.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā war ich damals eine Kinnarī;
ich erblickte den Gott der Götter, den Stier unter den Menschen, beim Wandeln auf dem Caṅkama-Pfad.

23.

Ich pflückte eine Saḷala-Blüte und gab sie dem Besten der Buddhas;
der große Held atmete den Saḷala-Blumenduft ein, der wie Götterduft war.

24.

Nachdem der Vollkommen Erwachte Vipassī, der Weltenführer, sie empfangen hatte,
atmete der große Held sie ein, während er mich anblickte.

25.

Die Hände zur Verehrung erhoben, dem Höchsten unter den Zweibeinigen gehuldigt,
meinen Geist geläutert, stieg ich danach den Berg hinan.

26.

Vor einundneunzig Äonen gab ich damals jene Blüte -
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: Dies ist die Frucht der Verehrung des Buddha.

27.

Meine Kilesās sind verbrannt … u. s. w. … ich weile triebfrei.

28.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … erfüllt ist des Buddha Weisung.

29.

Die vier Paṭisambhidā … usw. … erfüllt ist des Buddha Weisung.
So sprach die Bhikkhunī Saḷalapupphikā diese Verse.
Das zweite Apadāna der Therī Saḷalapupphikā.
3. Apadāna der Therī Modakadāyikā

30.

In der Stadt Bandhumatī war ich einst eine Krugdienerin;
meinen Anteil nehmend
ging ich, um Wasser zu holen.

31.

Auf dem Wege erblickte ich einen Samaṇa,
stillen Geistes, gesammelt;
mit heiterem Herzen, freudig gestimmt,
gab ich ihm drei Reiskuchen.

32.

Durch jene heilsame Tat
und durch Absicht und Entschluss
gelangte ich einundneunzig Äonen lang
nicht in schlechte Wiedergeburt.

33.

Jenes Verdienst wirkend,
genoss ich es in allem;
drei Reiskuchen habend gegeben,
erlangte ich das unerschütterliche Ziel.

34.

Meine Triebe sind verbrannt … usw. … ich weile triebversiegt.

35.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … erfüllt ist des Buddha Weisung.

36.

Die vier Paṭisambhidā … usw. … erfüllt ist des Buddha Weisung.
So sprach die Bhikkhunī Modakadāyikā diese Verse.
Das dritte Apadāna der Therī Modakadāyikā.
4. Apadāna der Therī Ekāsanadāyikā

37.

In der Stadt Haṃsavatī war ich einst ein junges Mädchen;
meine Mutter und mein Vater
gingen beide zur Arbeit fort.

38.

Zur Mittagsstunde erblickte ich einen Samaṇa,
der durch die Gasse schritt;
ich bereitete ihm einen Sitzplatz.

39.

Meinen Sitz ausgebreitet
mit Gonaka-Decken und Steppkissen,
sprach ich mit heiterem Herzen, freudig gestimmt,
diese Worte:

40.

„Glühend heiß und siedend ist der Boden,
die Sonne steht im Mittag;
kein Wind weht -
die Zeit ist gekommen, hier zu weilen.

41.

Dieser Sitz ist bereitet
für dich, großer Muni;
aus Mitgefühl mögest du
auf meinem Sitze Platz nehmen."

42.

Dort setzte sich der Samaṇa nieder,
wohlgebändigt, reinen Geistes;
seine Schale nehmend
gab ich, soviel vorhanden war.

43.

Durch jene heilsame Tat
und durch Absicht und Entschluss
verließ ich den menschlichen Leib
und gelangte zu den Tāvatiṃsa-Göttern.

44.

Dort war mein göttlicher Thron,
durch den Sitz herrlich entstanden -
sechzig Yojana in der Höhe,
dreißig Yojana in der Breite.

45.

Aus Gold, aus Edelsteinen,
und auch aus Kristall,
aus Koralle und mehr -
vielgestaltig waren meine Ruhebetten.

46.

Mit Tūlikā-Decken, Steppdecken
und Kaṭṭissa-Mustertüchern,
mit Fransen und Decken von einseitigem Flor -
meine Ruhebetten waren wohlbereitet.

47.

Wann immer ich auszugehen wünschte,
erfüllt von Freude und Spiel,
fuhr ich mit dem vortrefflichen Ruhebett
dorthin, wohin ich begehrte.

48.

Achtzig Götterkönigen
wurde ich zur Hauptgemahlin;
siebzig Weltenherrschern
wurde ich zur Hauptgemahlin.

49.

Von Dasein zu Dasein wandernd
erlangte ich großen Reichtum;
kein Mangel war in meinen Gütern -
dies ist die Frucht eines einzigen Sitzes.

50.

In zwei Bereichen wandere ich:
als Gottheit und als Mensch;
andere Existenzen kenne ich nicht -
dies ist die Frucht eines einzigen Sitzes.

51.

In zwei Geschlechtern werde ich geboren,
unter Khattiya und Brahmaṇen;
überall von hoher Herkunft -
dies ist die Frucht eines einzigen Sitzes.

52.

Kummer kenne ich nicht,
kein Brennen des Geistes;
Entstellung kenne ich nicht -
dies ist die Frucht eines einzigen Sitzes.

53.

Ammen umsorgen mich,
viele Bucklige und Fächerträgerinnen;
von Arm zu Arm werde ich getragen -
dies ist die Frucht eines einzigen Sitzes.

54.

Andere waschen mich und speisen mich,
andere ergötzen mich stets;
andere salben mich mit Duft -
dies ist die Frucht eines einzigen Sitzes.

55.

Im Pavillon, am Fuße eines Baumes
oder in einem leeren Gemach verweilend -
mein Wunsch wird erkannt
und ein Ruhebett tritt hervor.

56.

Dies ist mein letztes,
mein abschließendes Dasein;
noch heute habe ich die Herrschaft aufgegeben
und bin in die Hauslosigkeit ausgezogen.

57.

Hunderttausend Äonen zurück
gab ich jenen einen Sitz als Gabe -
schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht:
dies ist die Frucht eines einzigen Sitzes.

58.

Meine Triebe sind verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegten Geistes.

59.

Willkommen wahrlich war mir … (usw.) … vollbracht ist des Buddhas Weisung.

60.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … vollbracht ist des Buddhas Weisung.
So sprach, wie überliefert wird, die Bhikkhunī Ekāsanadāyikā diese Verse.
Das vierte Apadāna: das Apadāna der Therī Ekāsanadāyikā.
5. Apadāna der Therī Pañcadīpadāyikā

61.

In der Stadt Haṃsavatī war ich einst auf Wanderschaft;
von Hain zu Hain zog ich umher, dem Heilsamen zugewandt.

62.

An einem Tag der dunklen Monatshälfte erblickte ich den erhabenen Bodhi-Baum;
dort beruhigte ich meinen Geist und setzte mich am Fuße des Bodhi-Baumes nieder.

63.

Mit ehrfürchtigem Herzen, die gefalteten Hände zum Haupte erhoben,
von Freude erfüllt, sann ich in diesem Augenblick:

64.

„Wenn der Buddha von unermesslichen Tugenden und ohnegleichen ist,
so möge er mir ein Wunder erweisen, möge dieser Bodhi-Baum erstrahlen."

65.

Kaum hatte ich dies bedacht, da entflammte der Bodhi-Baum sogleich;
ganz aus lauterem Gold ward er, und alle Himmelsrichtungen erstrahlten.

66.

Sieben Nächte und Tage saß ich dort am Fuße des Bodhi-Baumes;
als der siebte Tag erreicht war, vollzog ich eine Lichtdarbringung.

67.

Den Sitzplatz umringend, entzündete ich fünf Lampen;
bis die Sonne aufging, brannten mir die Lampen ohne Unterlass.

68.

Durch diese wohlvollbrachte Tat und durch Wille und Entschluss
ließ ich den menschlichen Leib zurück und gelangte nach Tāvatiṃsa.

69.

Dort ward mein Palast, schön gebaut, „Fünf Lampen" genannt;
sechzig Yojana in der Höhe, dreißig Yojana in der Breite.

70.

Ungezählte Lampen leuchteten in meinem Gefolge;
so weit das Götterreich reichte, erstrahlte es im Glanz der Lichter.

71.

Mit vorwärts gewandtem Antlitz, wenn ich schauen wollte,
erblickte ich mit meinem Auge alles - oben, unten und ringsum.

72.

So weit ich begehrte zu sehen, Wesen in guten und schlechten Geburten,
war dort kein Hindernis, weder durch Bäume noch durch Berge.

73.

Achtzig Götterköniginnen war ich als Hauptgemahlin;
hundert Weltherrscher begleitete ich als erste Gemahlin.

74.

In welche Geburt immer ich einging, als Göttergestalt oder als Mensch,
da brannten in meinem Gefolge hunderttausend Lampen.

75.

Aus der Götterwelt herabgestiegen, entstand ich im Mutterschoß;
noch im Mutterschoß weilend, schloss sich mein Auge nicht.

76.

Durch verdienstvolles Kamma begabt, leuchteten hunderttausend Lampen
im Geburtsgemach - dies ist die Frucht der fünf Lampen.

77.

Als die letzte Geburt gekommen war, wandte ich den Geist ab;
das Alterslose, Unsterbliche, das Kühle - Nibbāna - berührte ich.

78.

Mit sieben Jahren seit meiner Geburt erreichte ich die Arahantschaft;
der Buddha Gotama ließ mich ordinieren, meine Tugend erkennend.

79.

In einem Pavillon, am Fuße eines Baumes oder in einem leeren Gemach weilend -
stets brennt eine Lampe: dies ist die Frucht der fünf Lampen.

80.

Mein himmlisches Auge ist geläutert, ich bin geübt im Samādhi;
die Vollendung der Abhiññā habe ich erlangt - dies ist die Frucht der fünf Lampen.

81.

Alle Pflichten erfüllt, das Werk getan, triebversiegten Geistes -
o großer Held, o Sehender, ich, Pañcadīpā, verehre deine Füße.

82.

Vor hunderttausend Äonen schenkte ich jene Lampe;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht - dies ist die Frucht der fünf Lampen.

83.

Meine Triebe sind verbrannt … (usw.) … ich weile triebversiegten Geistes.

84.

Willkommen wahrlich war mir … (usw.) … vollbracht ist des Buddhas Weisung.

85.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … vollbracht ist des Buddhas Weisung.
So sprach, wie überliefert wird, die Bhikkhunī Pañcadīpadāyikā diese Verse.
Das fünfte Apadāna: das Apadāna der Therī Pañcadīpadāyikā.
6. Apadāna der Therī Naḷamālikā

86.

Am Ufer des Flusses Candabhāgā war ich einst eine Kinnari;
da erblickte ich den fleckenlosen Buddha, den Selbst-Erwachten, den Unbesiegten.

87.

Heiteren Herzens, freudig gestimmt, von Verzückung erfüllt, die Hände gefaltet,
nahm ich einen Naḷa-Kranz und opferte ihn dem Selbst-Erwachten.

88.

Durch jene wohlvollbrachte Tat, durch Absicht und Gelübde,
verließ ich den Leib der Kinnara und gelangte nach Tāvatiṃsa.

89.

Sechsunddreißig Götterkönigen war ich als Hauptgemahlin;
was ich im Geiste ersehnte, entfaltete sich ganz nach meinem Wunsch.

90.

Zehn Weltenherrschern war ich als Hauptgemahlin;
geläuterten Geistes wanderte ich so durch die Daseinskreise.

91.

Das Heilsame ist in mir; ich trat aus ins Hauslose;
würdig der Verehrung bin ich heute in der Lehre des Sakyasohnes.

92.

Mit geläutertem Geist heute, befreit von allem Bösen im Sinn,
alle Triebflüsse vollständig versiegt - kein Wiederdasein mehr.

93.

Vor vierundneunzig Äonen ehrte ich einen Buddha;
schlechte Wiedergeburt kenn ich nicht - dies ist die Frucht der Naḷamālā.

94.

Die Befleckungen habe ich verbrannt … ich weile triebfrei.

95.

Willkommen wahrlich war mir … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

96.

Die vier Paṭisambhidā … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach die Bhikkhunī Naḷamālikā diese Strophen.
Naḷamālikātheriyāpadānaṃ, das sechste.
7. Mahāpajāpatigotamītherīapadānaṃ

97.

Einst, das Licht der Welt, im Großen Hain bei Vesāli,
im Kūṭāgāra, in der schönen Halle - da weilte der Lenker der Menschen.

98.

Damals lebte die Mutterschwester des Siegers,
die Bhikkhunī Mahāgotamī, im zuvor erbauten, lieblichen Bhikkhunī-Kloster.

99.

Während sie allein in der Stille weilte, fern von den fünfhundert befreiten Bhikkhunīs,
entstand in ihrem Geiste dieser Gedanke:

100.

„Das Parinibbāna des Buddha,
oder das der beiden Hauptschüler -
das des Rāhula, Ānanda, Nanda -
werde ich nicht erleben dürfen."

101.

Beim Parinibbāna des Buddha
oder der beiden Hauptschüler -
des Mahākassapa, Nanda,
des Ānanda und Rāhula -

102.

möchte ich die Lebenskräfte aufgeben,
in Stille vorgehen
und mit Erlaubnis des Welthüters, des großen Weisen,
zur Befreiung gelangen.

103.

Ebenso entstand in den Gedanken der fünfhundert Bhikkhunīs
derselbe Gedanke - auch bei Khemā und den anderen war es eben dieser Gedanke.

104.

Damals bebte die Erde, die Göttertrommeln erschallten;
die Schutzgottheiten des Klosters, von Schmerz bedrückt,

105.

weinten mit tiefem Mitleid und vergossen dort Tränen.
Die Bhikkhunīs traten zu Gotamī heran

106.

und legten ihr Haupt zu ihren Füßen nieder; diese Worte sprachen sie:
„Wir waren abgeschieden, mit Weihwasser besprengt, dort, o Ehrwürdige.

107.

Die Erde bebte und bewegte sich, die Göttertrommeln hallten,
Klagerufe sind zu hören - was bedeutet das nur, Gotamī?"

108.

Da sprach jene alles, wie sie es bei sich gedacht hatte;
auch jene alle sprachen es, wie sie es bei sich gedacht hatten.

109.

„Wenn es euch, Ehrwürdige, gefällt - das höchste Nibbāna, das höchste Heil -
so werden wir alle Nibbāna eingehen, mit Billigung des Buddha, o Tugendreiche.

110.

Gemeinsam sind wir ausgezogen aus dem Haus und aus dem Dasein;
gemeinsam werden wir eingehen in Nibbāna, die höchste Stätte."

111.

„Was soll ich sagen denen, die zum Nibbāna gehen?" - so sprach sie;
und gemeinsam mit allen verließ sie das Bhikkhunī-Kloster.

112.

„Die Gottheiten, die diesem Kloster vorstehen, mögen mir vergeben -
dies ist mein letzter Anblick des Bhikkhunī-Klosters.

113.

Wo es kein Alter, keinen Tod, kein Zusammentreffen mit dem Unlieben,
keine Trennung vom Lieben gibt - dorthin werde ich gehen, zum Ungestalteten."

114.

Die, die noch nicht frei von Begehren waren, hörten die Worte, entstammt dem Munde des Sugata,
und von Schmerz überwältigt, klagten sie: „Ach, wie wenig verdienstvoll sind wir!"

115.

Das Bhikkhunī-Kloster ist nun leer ohne jene;
wie Sterne im Morgengrauen sind die Töchter des Siegers nicht mehr zu sehen.

116.

Gotamī geht zum Nibbāna mit fünfhundert Bhikkhunīs -
wie der Gaṅgā, begleitet von fünf Strömen, gemeinsam zum Ozean.

117.

Die gläubigen Laienfrauen, die sie auf der Straße dahingehen sahen,
traten aus ihren Häusern hervor, neigten sich zu ihren Füßen nieder und sprachen dies:

118.

„Sei gnädig, du von großem Reichtum, verlass uns nicht, die Schutzlosen;
Ohne dich ist es uns nicht möglich zu erlöschen" - so klagten sie, voll Sehnsucht.

119.

Um ihren Schmerz zu stillen, sprach sie mit sanfter Stimme:
„Genug des Weinens, ihr Töchter - heute ist die Zeit eurer Freude.

120.

„Das Leid habe ich vollständig erkannt, die Ursache des Leides gemieden;
Das Aufhören habe ich verwirklicht, und der Pfad ist von mir wohl entfaltet.
Erstes Lesestück.

121.

„Der Lehrer ist von mir vollständig verehrt worden, das Gebot des Buddha erfüllt;
Die schwere Last ist niedergelegt, das Führungsseil des Werdens ausgerissen.

122.

„Zu dem Ziel, dessentwegen ich aus dem Haus in die Hauslosigkeit ausgetreten bin -
dieses Ziel habe ich erlangt: die Vernichtung aller Fesseln.

123.

„Solange der Buddha und sein wahrer Dhamma ungemindert fortbestehen,
bis dahin ist für mich die Zeit des Erlöschens - trauert nicht um mich, ihr Töchterchen.

124.

„Koṇḍañña, Nanda, Ānanda und die anderen stehen fest, der Sieger und Rāhula;
Der Saṅgha ist froh und vereint, die Irrlehrer mit vernichteten Mitteln.

125.

„Der Ruhm des Okkāka-Geschlechts ist erhoben, der Māra-Bezwinger;
Wahrlich, jetzt ist meine Zeit, zum Nibbāna zu gelangen, ihr Töchterchen.

126.

„Was ich seit langem erstrebt habe, das gelingt mir heute;
Dies ist die Stunde des freudigen Festtrommels - wozu eure Tränen, ihr Töchterchen?

127.

„Wenn ihr Zuneigung zu mir habt, wenn Dankbarkeit in euch ist -
so setzt euch alle mit festem Eifer für den Bestand des wahren Dhamma ein.

128.

„Die Ordination der Frauen hat der Vollerwachte auf meine Bitte gewährt;
Darum folgt dem Pfad so, dass ich Freude an euch finden kann."

129.

Nachdem sie diese so unterwiesen hatte, von Bhikkhunīs umgeben,
trat sie zum Buddha vor, verneigte sich und sprach diese Worte:

130.

„Ich bin deine Mutter, o Sugata, und du, o Held, bist mein Vater;
Du Herr, der du Freude am wahren Dhamma schenkst - durch dich bin ich geboren, o Gotama.

131.

„Diesen deinen körperlichen Leib, o Sugata, habe ich aufgezogen;
Den Dhamma-Leib jedoch - diesen hast du in mir aufgezogen.

132.

„Nur einen Moment lang habe ich dich mit durstlöschender Milch genährt;
Du jedoch hast mich gesättigt mit der Dhamma-Milch des ewigen Friedens.

133.

„An meiner Fürsorge und meinem Schutz trägst du keine Schuld, o großer Muni;
Frauen, die sich einen Sohn wünschen - mögen sie einen solchen Sohn erlangen.

134.

„Ich war die Mutter von Mandhāta und anderen Fürstenkönigen im Daseinsmeer;
Du aber, mein Sohn, hast mich Versunkene aus dem Ozean des Werdens herausgezogen.

135.

„Den Namen ‚Königsmutter' oder ‚Hauptgemahlin' - ein solcher Name ist für eine Frau leicht zu erlangen;
Doch der Name ‚Buddhamutter' - dieser ist von höchster Seltenheit.

136.

„Jenen Namen habe ich erlangt, o großer Held, durch mein Gelübde, das du erfüllt hast;
Was auch immer ich gelobt habe, Kleines oder Großes - alles das habe ich erfüllt.

137.

„Ich wünsche, vollständig zu erlöschen und diesen Leib zu verlassen;
Gib mir deine Zustimmung, o Held, o Führer, der du dem Leid ein Ende setzt.

138.

„Die weichen Lotusfüße, geziert mit Rädern, Stacheln und Bannern -
zu diesen strecke ich mich hin zur Verneigung, dir will ich huldigen, o bester der Söhne.

139.

„Mach deinen Körper sichtbar, einem goldenen Berg gleich;
Wenn ich deinen Leib klar gesehen habe, gehe ich in den Frieden, o Führer."

140.

Den mit zweiunddreißig Merkmalen gezierten, herrlich strahlenden Leib
zeigte der Sieger seiner Mutterschwester, gleich der Abenddämmerung, die den Mond enthüllt.

141.

An den Fußsohlen, die blühenden Lotussen gleichen und im Glanz der aufgehenden Sonne leuchten,
an den mit Rädern gezeichneten Sohlen - da fiel sie nieder mit dem Haupt.

142.

„Ich verneige mich vor dem Sonnenmenschen, dem Panier des Sonnengeschlechts;
In meinem letzten Sterben sehe ich dich nicht mehr wieder.

143.

„Frauen gelten in der Welt als Quellort aller Fehler -
wenn auch ein Fehler in mir ist, vergib ihn, o Barmherziger.

144.

„Die Ordination der Frauen - ich bat darum immer und immer wieder;
Wenn dabei ein Fehler in mir ist, vergib ihn, o Stier unter den Menschen.

145.

„Die Bhikkhunīs, o Held, habe ich mit deiner Erlaubnis geleitet;
Wenn dabei Irrtum war, vergib ihn, o Herr der Geduld.

146.

„Was unverzeihlich scheint, das ist zu verzeihen - was bleibt da, du Geschmückter mit Tugend?
Was soll ich dir noch sagen, die ich nun zum Nibbāna aufbreche?

147.

„In meinem reinen, ungeminderten Saṅgha der Bhikkhunīs - möge die Welt von hier aus entrinnen;
Wenn in der Morgendämmerung man die Leidgeprüften sieht,
so möge sie herausführen wie die aufgehende Mondsichel."

148.

Da folgten jene anderen Bhikkhunīs dem Besten der Sieger,
wie Sterne dem Mond folgen zum Sumeru;
sie umschritten ihn ehrerbietig, neigten sich zu seinen Füßen,
und standen dort, sein Antlitz betrachtend.

149.

„Nie ward ich satt vom Schauen deiner Gestalt,
nie satt das Auge, nie das Ohr von deinen Worten;
nur mein Herz, ganz allein und einzig,
fand Stille, vom Dhamma-Geschmack durchdrungen.

150.

„Der du in der Versammlung tönend lehrst,
dessen Stimme trägt wie ein Instrument -
die deinen Mund erblicken dürfen,
die sind gesegnet, du Stier unter den Menschen.

151.

„Du mit den langen Fingern, kupferroten Nägeln,
mit schönen, wohlgestalteten Fersen -
wer sich vor deinen Füßen neigt,
auch der ist gesegnet, du Träger der Tugenden.

152.

„Süß und heiter, frei von Bitterkeit,
heilsam - wer deine Worte hören darf,
auch der ist gesegnet, du Höchster der Menschen.

153.

„Gesegnet bin ich, großer Held,
hingegeben der Verehrung deiner Füße;
durchquert das Dickicht des Saṃsāra
durch die schönen Worte des Strahlenden."

154.

Nachdem sie so gesprochen und auch den Bhikkhu-Saṅgha
angewiesen hatte, die tugendfeste,
verneigte sie sich vor Rāhula, Ānanda und Nanda
und sprach diese Worte:

155.

„Wie ein Nest giftiger Schlangen,
wie eine Wohnstatt der Krankheit ist dieser Leib;
ich bin des Leidens überdrüssig, dieser Anhäufung von Dukkha,
diesem Bereich von Alter und Tod.

156.

„Durchzogen von allerlei Flecken und Unreinheit,
fremdbestimmt, ohne eigene Kraft -
darum begehre ich, darin zu erlöschen;
gestattet es mir, meine Söhne."

157.

Nanda und der edle Rāhula,
frei von Kummer, triebversiegt,
fest und unerschütterlich in ihrem Stand,
bedachten das Wesen des Dhamma:

158.

„Pfui sei dem Bedingten, dem Unsteten,
dem Wesenlosen, dem Bananengleichen,
dem Täuschung-Fata-Morgana-Gleichen,
dem Vergänglichen, das keinen Halt gewährt!

159.

„Da sogar hier die Muttertante des Siegers,
die den Buddha aufgezogen hat -
Gotamī - dem Tod entgegengeht:
Unbeständig ist alles Bedingte."

160.

Ānanda aber, damals noch ein Lernender,
von Kummer erfüllt, dem Sieger zugetan,
ließ dort Tränen fallen
und klagte voll Mitgefühl:

161.

„Ach, Gotamī geht zur Stille ein -
gewiss wird auch der Buddha bald zur Erlöschung gelangen,
nicht lange mehr, wie ein Feuer
ohne Brennstoff erlischt."

162.

Zu dem so klagenden Ānanda
sprach Gotamī:
„Du, tief wie ein Ozean des Gehörten,
hingegeben dem Aufwarten beim Buddha -

163.

„Nicht ziemt es sich zu trauern, mein Sohn,
da die Zeit der Freude herangebrochen ist;
durch dich habe ich Zuflucht gefunden, mein Sohn -
Nibbāna ist es, das ich nun erreiche.

164.

„Durch dich, mein Kind, wurde ich darum gebeten,
uns die Ordination zu gewähren;
sei nicht betrübt, mein Sohn -
deine Mühe hat Frucht getragen.

165.

„Was von alten Lehrern der anderen Schulen
nicht geschaut ward -
jenes Ziel haben wir zarten Frauen
in sieben Jahren erkannt.

166.

„Bewahre die Lehre des Buddha -
dies ist deine letzte Begegnung mit mir;
dahin gehe ich jetzt, mein Sohn,
wohin man geht und nicht mehr gesehen wird.

167.

„Als einst der höchste Führer der Welt
den Dhamma lehrend sprach,
richtete ich da eine Bitte an ihn,
von Mitgefühl bewegt:

168.

'Lebe lange, großer Held,
verweile einen Äon, großer Weiser;
zum Wohl aller Welten
sei du frei von Alter und Tod.'

169.

„Zu mir, die so gesprochen hatte,
sprach der Buddha diese Worte:
'Nicht so, Gotamī, soll man den Buddha verehren,
wie du ihn verehrst.

170.

'Wie soll man denn den Allwissenden,
den Tathāgata, wahrhaft verehren?
Wie soll man den Buddha nicht verehren?
Erkläre mir das, ich frage dich.'

171.

„Da antwortete ich: 'Schau auf die Schüler,
die mit Tatkraft ausgestattet, hingegeben,
stets mit festem Streben einträchtig versammelt -
das ist das Verehren des Buddha.'

172.

„Da begab ich mich in meine Unterkunft
und bedachte es allein:
Der Beschützer, der die drei Daseinsebenen überschritten hat,
strebte vorwärts, die Versammlung in Eintracht führend.

173.

„'Wohlan, ich will vollständig erlöschen,
damit ich seinen Niedergang nicht erlebe' -
so dachte ich, und nachdem ich
den siebten unter den Weisen geschaut hatte,

174.

„zeigte ich dem Lenker
den Zeitpunkt meines Parinibbānas an;
da stimmte er zu:
'Erkenne die Zeit, Gotamī.'

175.

„Meine Triebflüsse sind verbrannt… usw. … ich weile triebversiegt.

176.

„Willkommen wahrlich war mir… usw. … die Lehre des Buddha ist vollendet.

177.

„Die vier analytischen Erkenntnisse… usw. … die Lehre des Buddha ist vollendet."

178.

„Bei der Dhamma-Verwirklichung der Frauen,
die, töricht, in Zweifel geraten sind -
zum Aufgeben der falschen Ansichten
zeig deine Macht, Gotamī!"

179.

Da neigte sie sich vor dem Vollerwachten,
stieg auf in den Äther und zeigte,
durch des Buddha Erlaubnis ermutigt,
vielfältige Wunderkräfte, Gotamī.

180.

Als eine ward sie zu vielen,
als viele wieder zu einer;
sie ließ Erscheinen und Verschwinden sehen,
durchdrang Mauern und Berge.

181.

Ungehindert schritt sie dahin,
tauchte in die Erde ein;
über ungeteiltem Wasser ging sie,
als wäre es festes Land.

182.

Wie ein Vogel im Himmel bewegte sie sich
im Schneidersitz durch den Raum;
mit ihrem Leib übte sie Herrschaft aus,
bis hin zur Wohnstatt Brahmās.

183.

Den Sineru nahm sie als Stab,
die große Erde als Schirm,
drehte sie mitsamt der Wurzel um
und wandelte damit im Himmelsraum.

184.

Wie beim Aufgang von sechs Sonnen
ließ sie die Welt in Dunst erscheinen;
wie am Ende eines Weltzeitalters
hüllte sie alles in Flammengirlanden.

185.

Den Mucalinda-Felsen, den großen,
im Felsspalt am Fuße des Meru,
all diese fasste sie zusammen
wie Senfkörner in einer Faust.

186.

Mit der Fingerspitze bedeckte sie
Sonne und Saturn;
Tausende von Monden und Sonnen
trug sie wie eine Kette.

187.

Das Wasser der vier Ozeane
hielt sie in einer einzigen Hand;
dann ließ sie fallen wie den Regen
am Ende einer Weltperiode, gewaltig.

188.

Im Himmelsraum ließ sie erscheinen
einen Weltenherrscher mit seinem Gefolge,
zeigte den Garuḷa, den Elefanten, den Löwen,
brüllend und donnend.

189.

Als eine einzige erschuf sie
eine unermessliche Schar von Bhikkhunīs,
ließ sie verschwinden und kehrte zurück -
als eine allein sprach sie zum Weisen:

190.

„Deine Mutterschwester, großer Held,
die Vollzieherin deiner Lehre -
sie hat ihr eigenes Ziel erreicht;
ich verneige mich an deinen Füßen, du Seher."

191.

Nachdem sie vielfältige Wunderkräfte gezeigt,
stieg sie herab vom Himmelsraum,
verehrte das Licht der Welt
und setzte sich abseits nieder.

192.

„Ich bin hundertzwanzig Jahre alt
nach meiner Geburt, großer Muni;
dies genügt, o Held -
ich werde erlöschen, o Führer."

193.

Da sprachen alle, von Staunen ergriffen,
die Versammlung mit gefalteten Händen:
„Sage, Ehrwürdige, wie kam es,
dass du solch unvergleichliche Wunderkraft gewannst?"

194.

„Der Sieger namens Padumuttara,
der Seher in allen Dhammas -
vor hundertausend Äonen
erschien dieser Führer in der Welt.

195.

„Damals wurde ich in Haṃsavatī
in einer Adelsfamilie geboren,
in einem reich gesegneten Haushalt,
blühend, angesehen, von großem Besitz.

196.

„Einst begab ich mich mit meinem Vater,
umgeben von einer Schar von Dienerinnen,
mit großem Gefolge,
zu diesem Stier unter den Menschen.

197.

„Wie Vāsava, der Regen sendet,
wie eine trieblose Dhamma-Wolke,
gleich der Herbstsonne,
strahlend im Netz seiner Strahlen -

198.

„als ich ihn sah und den Geist erheiterte,
seine wohlartikulierte Rede hörte
und den Menschenführer sah, wie er
eine Bhikkhunī als Mutterschwester in erste Stellung setzte -

199.

„als ich dies vernommen und ein großes Geschenk gegeben,
sieben Tage lang dem Beständigen,
dem Herren unter den Menschen mit seinem Saṅgha,
viele Versorgungsgüter dargebracht -

200.

„da neigte ich mich an seinen Füßen nieder
und erflehte diese Stellung für mich.
Darauf sprach vor der großen Versammlung
der siebente unter den Weisen:

201.

‚Wer den Weltführer mit seinem Saṅgha
sieben Tage lang gespeist hat -
sie will ich preisen:
hört, was ich spreche!

202.

‚Nach hunderttausend Äonen
wird aus dem Geschlecht der Okkākas
einer namens Gotama vom Klan
als Lehrer in der Welt erscheinen.

203.

‚Eine Erbin seiner Dhammas,
aus ihm selbst heraus geboren,
namens Gotamī mit Namen,
wird des Lehrers Schülerin sein.

204.

‚Sie wird die Mutterschwester jenes Buddha sein,
die ihm das Leben gab -
und unter den erfahrenen Bhikkhunīs
den ersten Rang erlangen.'

205.

„Als ich das gehört und mich gefreut hatte,
diente ich dem Sieger, solange ich lebte,
mit Versorgungsgütern -
dann starb ich.

206.

„Unter den Göttern im Tāvatiṃsa,
reich an allen Freuden,
wurde ich wiedergeboren und übertraf
die anderen in zehn Merkmalen:

207.

„An Gestalt und Klang und Duft,
an Geschmack und Tastsinn,
an Lebenszeit und Schönheit,
an Glück und Ruhm."

208.

So auch erlangte ich Vorherrschaft und erstrahlte darin;
ich war die geliebte Hauptgemahlin des Königs der Unsterblichen.

209.

Im Saṃsāra wandernd, vom Wind des Kamma getrieben,
wurde ich im Gebiet des Königs Kāsi in einem Sklavendorf geboren.

210.

Vierhundertfünfundachtzig Sklaven wohnten damals dort;
des ältesten von ihnen ward ich die Gemahlin.

211.

Fünfhundert Mönche des Sayambhū kamen in das Dorf zum Piṇḍapāta;
als ich sie sah, war ich voller Freude zusammen mit all den Frauen.

212.

Alle zusammengekommen, warteten wir ihnen vier Monate lang auf;
nachdem wir die drei Gewänder gespendet hatten, wanderten wir weiter im Saṃsāra mit unseren Gatten.

213.

Von dort dahingeschieden, gelangten wir alle in die Tāvatiṃsa-Welt;
nun aber, in der letzten Geburt, wurden wir in der Stadt Devadaha geboren.

214.

Mein Vater war Añjanasakkha, meine Mutter Sulakkhaṇā;
von dort ging ich in das Haus des Suddhodana in Kapilavatthu.

215.

Die übrigen wurden im Sakya-Geschlecht geboren, kamen in die Häuser der Sakyas;
ich, die Vornehmste unter allen, wurde die Pflegemutter des Siegers.

216.

Mein Sohn zog aus und ward der Buddha, der Führer;
danach trat ich aus zusammen mit fünfhundert anderen.

217.

Zusammen mit weisen Sākyafrauen berührte ich den Frieden und das Glück;
jene, die damals in früheren Geburten unsere Herren gewesen waren -

218.

gemeinsam Verdienste Wirkende, Stifter des großen Mahāsamaya -
sie erlangten das Arahattschaft, berührt vom Mitleid des Sugata.

219.

Jene anderen Bhikkhunīs stiegen auf zum Himmelsgewölbe;
wie zusammenströmende Sterne erstrahlten sie in großer Kraft.

220.

Sie zeigten vielerlei Iddhis, wie Schmuck und Verwandlung,
wie ein Goldschmied, der in seinem Handwerk wohl geübt ist.

221.

Nachdem sie viele bunte, mannigfaltige Wundertaten gezeigt
und den besten der Redner, den Muni, samt seiner Versammlung, erfreut hatten,

222.

stiegen sie herab vom Himmel, verneigten sich vor dem siebten der Seher
und setzten sich, mit Erlaubnis des höchsten Menschen, an ihren Plätzen nieder.

223.

„O Gotamī, wie mitfühlend warst du seit langer Zeit für uns alle;
genährt von deinen Verdiensten haben wir die Versiegung der Triebflüsse erlangt.

224.

Die Kilesās sind uns verbrannt, alle Existenzen völlig entwurzelt;
wie eine Elefantenkuh das Band zerreißend, leben wir triebversiegt.

225.

Wahrhaftig, willkommen war uns das Kommen in die Nähe des erhabenen Buddha;
die drei Wissenserkenntnisse sind erlangt, des Buddhas Weisung erfüllt.

226.

Die vier analytischen Erkenntnisse, die acht Vimokkhās -
die sechs Abhiññās sind verwirklicht, des Buddhas Weisung erfüllt.

227.

In den Iddhis sind wir meisterhaft, im himmlischen Gehörelement,
in der Kenntnis der Herzensregungen anderer sind wir meisterhaft, o großer Muni.

228.

Wir kennen frühere Existenzen, das himmlische Auge ist geläutert;
alle Triebflüsse vollständig versiegt - kein Wiederdasein gibt es mehr.

229.

In Bedeutung, Dhamma, Sprache und Geistesgewandtheit
ist uns Erkenntnis aufgegangen, o großer Held, in deiner Nähe.

230.

Wir haben dir gedient mit liebevollem Herzen, o Führer;
gib allen deine Erlaubnis zum Nibbāna, o großer Muni."

231.

„Ihr sollt verlöschen" - was soll ich denen sagen, die so sprechen?
„Zu wessen Zeit es euch nun gebührt, das ermesst ihr selbst" - so sprach der Sieger.

232.

Damals verneigten jene Bhikkhunīs, von Gotamī angeführt, den Sieger,
erhoben sich von ihrem Sitz und gingen fort.

233.

Mit einer großen Menge von Menschen folgte der höchste Weltenführer,
der Held, seiner Muttertante bis zum Torhaus.

234.

Da warf sich Gotamī nieder zu den Füßen des Lokabandhū,
zusammen mit all jenen, als letzte Fußverehrung.

235.

„Dies ist mein letzter Anblick des Welthüters;
nicht mehr werde ich dein Antlitz sehen, das unsterblicher Art ist.

236.

Meine Verehrung, o Held, wird deine zarten Füße
nicht mehr berühren, o Höchster der Welt - heute gehe ich zur Stille ein."

237.

„Was nützt dir diese Gestalt, die du in der Wirklichkeit des Dhamma gesehen hast?
All dies ist nur Gestaltetes, trostlos und gering."

238.

Sie ging mit jenen dorthin zu ihrer Bhikkhunī-Unterkunft
und setzte sich auf den höchsten Sitz,
den halben Schneidersitz einnehmend.

239.

Da kamen die Laiengläubigen, die dem Sāsana des Buddha zugetan waren,
und als sie von der Wendung vernommen hatten,
traten sie heran, die Füße zu verehren.

240.

Mit den Händen sich an die Brust schlagend, wie abgehauene Ranken hinfallend,
weinend mit klagevollem Laut,
von Trauer überwältigt, zu Boden gesunken.

241.

„Verlasse uns nicht, o Zufluchtgebende, o Beschützerin,
und geh ins Erlöschen -
wir werfen uns nieder und flehen dich an,
alle mit dem Haupte zur Erde."

242.

Jene unter ihnen, die an Bemühen hervorragendste,
an Vertrauen und Weisheit die erste der Laiengläubigen,
strich ihr über das Haupt
und sprach dieses Wort:

243.

„Genug, Kinder, mit dem Verzagen,
dem Werkzeug in Māras Hand -
alles Zusammengesetzte ist unbeständig,
endet in Trennung, schwankend und unstetig."

244.

Dann entließ sie jene
und trat ein in das erste Jhāna, das erhabene,
in das zweite und das dritte,
und gelangte in das vierte.

245.

Die Sphäre des Raumes
und die Sphäre des Bewusstseins ebenfalls,
die Sphäre der Nichtsheit und die Sphäre der Weder-Wahrnehmung-noch-Nicht-Wahrnehmung -
sie durchschritt sie in geordneter Folge.

246.

In umgekehrter Reihenfolge durchschritt die Jhānas
Gotamī,
vom ersten Jhāna
bis hin wieder zum vierten.

247.

Dann trat sie heraus und erlosch,
triebversiegt wie eine Lampenflamme.
Ein gewaltiges Erdbeben erschütterte alles,
und Blitze durchzuckten den Himmel.

248.

Pauken ertönten, die Gottheiten klagten laut,
und ein Blütenregen strömte herab aus dem Himmelsgewölbe,
ergoss sich auf die Erde.

249.

Selbst der Merukönig erbebte
wie ein Tänzer inmitten der Bühne,
und der Ozean stieß vor Trauer
einen klagenden Laut aus.

250.

Götter, Nāgas, Asuras, Brahmās -
alle erschauerten in jenem Augenblick:
„Wahrlich, unbeständig sind die Saṅkhāras -
schau, wie diese dahingeschwunden ist."

251.

Auch jene, die mich umgaben,
die das Sāsana des Lehrers ausübten -
auch sie erloschen, ohne Anhaftung,
wie eine Lampenflamme.

252.

„Ach, das Verbundensein endet in Trennung!
Ach, alles Zusammengesetzte ist unbeständig!
Ach, das Leben vergeht!" -
So ging die Klage.

253.

Dann handelten Götter und Brahmās,
dem Lauf der Weltgegebenheiten folgend,
nach dem rechten Zeitmaß,
als sie zum Siebten der Weisen herantraten.

254.

Da wandte sich der Lehrer an Ānanda,
den Ozean des Gehörten:
„Geh, Ānanda, und verkünde
den Bhikkhus das Erlöschen der Mutter."

255.

Da stand Ānanda, freudenlos,
die Augen voller Tränen,
und sprach mit bebender Stimme:
„Mögen die Bhikkhus zusammenkommen!

256.

Mögen die Bhikkhus im Osten, im Süden,
im Westen und nahe dem Norden
meine Worte vernehmen -
ihr Bhikkhus, Kostende des Wohlgegangenen!

257.

Sie, die mit großer Sorgfalt den letzten Leib des Munis
hat heranwachsen lassen,
Gotamī ist eingegangen in den Frieden
wie ein Stern beim Aufgang der Sonne.

258.

Nachdem sie die Benennung ‚Buddhamutter' abgelegt hatte,
schied sie dahin, als wäre sie spurlos hingeschwunden -
an einen Ort, den selbst der Anführer
mit fünf Augen nicht zu erblicken vermag.

259.

Wer Vertrauen in den Wohlgegangenen hegt
und wem der große Muni lieb ist,
der erweise der Mutter des Buddha
Ehrerbietung - ihr Kostenden des Wohlgegangenen!"

260.

Auch von weit her, sobald sie es vernommen hatten,
kamen die Bhikkhus rasch herbei -
manche durch die Wirkkraft des Buddha,
manche als Meister der Iddhi.

261.

In dem herrlichen, prächtigen Kūṭāgāra,
ganz aus Gold, wunderschön,
richteten sie ein Ruhebett auf,
worauf Gotamī entschlafen war.

262.

Die vier Welthüter trugen es
auf ihren Schultern;
die übrigen Götter, Sakka und andere,
ergriffen es gemeinsam im Kūṭāgāra.

263.

Alle Kūṭāgāras, fünfhundert an der Zahl,
hatten die Farbe der Herbstsonne -
das Werk Vissakammas.

264.

Alle jene Bhikkhunīs lagen
auf ihren Ruhebetten entschlafen;
von Göttern auf den Schultern getragen,
wurden sie der Reihe nach hinausgebracht.

265.

Der Himmelsraum war gänzlich bedeckt
von einem Baldachin,
mit Sternen, Mond und Sonne,
geprägt aus purem Gold.

266.

Viele Banner wurden erhoben,
Blütenhüllen ausgebreitet;
Lotosblüten stiegen herab aus dem Himmel,
und Blüten schossen aus dem Erdboden empor.

267.

Mond und Sonne leuchteten hell,
die Sterne erstrahlten,
und obwohl die Sonne in der Mitte stand,
brannte sie nicht - wie der Mond.

268.

Götter ehrten sie mit himmlischen Düften,
mit wohlriechenden Blumengewinden,
mit Musik und Tanz
und mit Gesang.

269.

Nāgas, Asuras und Brahmās,
jeder nach seinem Vermögen und seiner Kraft,
ehrten sie beim Ausfahren -
die Erlöschte, die Mutter des Buddha.

270.

Alle Nonnen wurden vorausgeführt,
Erloschene, genährt vom Saft des Sugata;
Gotamī aber wird danach hinausgetragen,
geehrt, die Pflegerin des Buddha.

271.

Voran schreiten Götter und Menschen,
samt Nāgas, Asuras und Brahmās;
dahinter geht der Buddha mit seinen Schülern,
der Mutter zu Ehren.

272.

Das Parinibbāna des Buddha
war nicht so wie
das Parinibbāna der Gotamī -
dieses war von unvergleichlicher Wunderkraft.

273.

Beim Nibbāna des Buddha, o Bhikkhus,
war kein Buddha zu sehen;
beim Nibbāna der Gotamī aber
war der Buddha da, sowie Sāriputta und die anderen.

274.

Scheiterhaufen errichteten sie
aus allem Räucherwerk,
streuten Duftstoffpulver darauf
und verbrannten sie dort.

275.

Die verbleibenden Teile verbrannten,
nur die Gebeine blieben überall zurück;
da sprach Ānanda
ein Wort, das Erschütterung weckt:

276.

„Gotamī ist in den Tod gegangen,
ihr Leib wird verbrannt -
dies zeigt an: das Nibbāna des Buddha
wird nicht lange auf sich warten lassen."

277.

Darauf brachte Ānanda,
vom Buddha aufgefordert,
die Reliquien der Gotamī,
in eine Schale gelegt, dem Beschützer dar.

278.

Mit seinen Händen empfing sie der Siebte der Seher
und sprach:
„Wie ein großer, kernreicher Baum,
der noch aufrecht steht -

279.

wenn dessen mächtiger Stamm
durch Vergänglichkeit zerbricht:
so ist Gotamī ins Parinibbāna eingegangen
aus dem Bhikkhunī-Saṅgha.

280.

O Wunder! Auch bei meiner Mutter,
die erloschen ist,
bleibt nur der Leib zurück -
kein Schmerz, kein Wehklagen.

281.

Sie ist nicht zu beweinen von anderen,
denn sie hat den Ozean des Saṃsāra durchquert,
frei von Qual,
erkaltet, vollkommen erloschen.

282.

Weise war sie, von tiefer Einsicht,
von weitreichender Weisheit ebenso;
als Erfahrene unter den Bhikkhunīs
sollt ihr sie so im Gedächtnis halten, Bhikkhus.

283.

Gotamī war Meisterin der Iddhi-Kräfte,
des göttlichen Ohrelements,
und des Wissens um anderer Herzgedanken
war sie Meisterin.

284.

Sie kannte die früheren Aufenthaltsorte,
das göttliche Auge war geläutert;
alle Triebflüsse waren versiegt -
kein Wiederdasein mehr für sie.

285.

In Bedeutung, Dhamma, Sprache
und in der Gegenwärtigkeit des Geistes
war ihr Wissen rein geworden -
daher ist sie nicht zu beweinen.

286.

Wie bei einem glühenden Feuer,
das ein eiserner Hammer bearbeitet hat
und das sich allmählich beruhigt -
sein Weg ist nicht mehr zu erkennen:

287.

ebenso ist für die, die wahrhaft befreit sind,
die das Fluten der Kāma-Fesseln überwunden haben,
kein Weg mehr anzuzeigen -
sie haben das unverrückbare Glück erlangt.

288.

Seid euch selbst eine Insel,
wandelt im Bereich der Satipaṭṭhānas,
entfaltet die sieben Bojjhaṅgas -
so macht ihr dem Leiden ein Ende."
So sprach in der Tat Mahāpajāpatigotamī diese Verse.
Das Apadāna der Theri Mahāpajāpatigotamī, das siebte.
8. Apadāna der Theri Khemā

289.

Ein Jina namens Padumuttara,
sehend in allen Dhammas,
erschien als Anführer
vor hunderttausend Äonen.

290.

Damals wurde ich in Haṃsavatī
in einem Kaufmannsgeschlecht geboren,
erleuchtet von vielerlei Juwelen,
beschenkt mit großem Glück.

291.

Ich trat vor diesen Großen Helden hin,
hörte die Dhamma-Unterweisung,
und aus entstandener Vertrauensfreude heraus
nahm ich meine Zuflucht zum Jina.

292.

Nachdem ich Mutter und Vater gebeten
und den Führer eingeladen hatte,
speiste ich sieben Tage lang
ihn zusammen mit seinen Schülern.

293.

Als die sieben Tage verstrichen waren,
setzte der Wagenlenker der Menschen
eine Bhikkhunī an erste Stelle
als höchste unter den Tiefeinsichtigen.

294.

Als ich das hörte, erfüllt von Freude,
verrichtete ich erneut jenem Großen Weisen
eine Ehrerweisung und legte
voll Verehrung ein Gelübde nieder.

295.

Darauf sprach der Jina zu mir:
„Dein Gelübde möge sich erfüllen!
Die Ehrerweisung, die du mir und dem Saṅgha erwiesen hast,
trägt für dich unermessliche Frucht.

296.

Nach hunderttausend Äonen
wird ein Lehrer in der Welt erscheinen,
entstammt dem Geschlecht der Okkāka,
Gotama von Namen.

297.

Unter denen, die am Dhamma jenes Lehrers
geerbt haben, die aus dem Dhamma Geborenen:
als die Erste an diesem Platz erreicht
wird eine erscheinen namens Khemā."

298.

Durch jene wohlgetane Tat und durch Vorsatz und Entschluss
verließ ich diesen Menschenleib und zog in die Tāvatiṃsa-Welt.

299.

Von dort entschwunden kam ich zur Yāma-Welt, dann zog ich in die Tusita-Welt;
dann in die Nimmānaratī, dann in die Stadt von Vasavattī.

300.

Wo immer ich auch wiedergeboren ward, durch jener Tat Gewicht,
dort machte ich mich jeweils zur Hauptgemahlin der Könige.

301.

Von dort entschwunden und als Mensch ward ich bei Weltenherrschern
und bei den Königen der Kreise Hauptgemahlin stets gemacht.

302.

Nachdem ich Wohlstand hatte genossen bei Göttern und bei Menschen,
überall beglückt und froh, wanderte ich durch manche Äonen.

303.

Vor einundneunzig Äonen erschien Vipassī, der Weltführer,
der Herrlichanzuschauende, der alle Dhammas klar durchschaut.

304.

Ich trat zu jenem Weltführer heran, dem Lenker der Menschen,
hörte den Dhamma vortragen und trat aus in die Hauslosigkeit.

305.

Zehntausend Jahre lang in jenes Helden Lehre
wandelten wir das brahmacariya, hingebungsvoll und vielgelernt.

306.

Kundig in den bedingten Entstehungsgründen, versiert in den vier Wahrheiten,
feinsinnige Rednerinnen des Geistes, ausübend des Lehrers Weisung.

307.

Von dort entschwunden ward ich in Tusitā wiedergeboren, reich an Ruhm;
durch die Frucht des brahmacariya übertraf ich dort die anderen.

308.

Wo immer ich auch wiedergeboren war, von großem Reichtum und Besitz,
klug und sittenrein, mit einer wohldisziplinierten Gemeinschaft.

309.

Durch jene Tat und Eifer in des Siegers Lehre
sind mir alle Güter leicht zugänglich, dem Herzen lieb und wert.

310.

Welcher auch mein Gatte sein mag, wohin ich auch gegangen bin -
niemand erniedrigt mich, durch die Kraft meiner Praxis.

311.

In diesem glückverheißenden Äon erschien Brahmabandhu, hochberühmt,
Koṇāgamana mit Namen, der Vortrefflichste der Redenden.

312.

Damals in Bārāṇasī, aus wohlgedeihendem Geschlecht entsprossen,
waren Dhanañjānī und Sumedhā und ich - wir drei Personen.

313.

Wir errichteten gemeinsam ein Saṅghārāma, Gefährtinnen der Gabe von alters;
und einen Vihāra für den Saṅgha widmeten und bauten wir.

314.

Von dort entschwanden wir alle und zogen in die Tāvatiṃsa-Welt;
wir erlangten Vorrang durch Ruhm, und ebenso auch unter Menschen.

315.

Noch in diesem selben Äon erschien Brahmabandhu, hochberühmt,
der nach der Klan-Linie Kassapa hieß, der Vortrefflichste der Redenden.

316.

Der Verehrer der Hauptgemahlin war damals der Fürst der Menschen,
der König von Kāsī, Kikī mit Namen, der Beste von Bārāṇasī.

317.

Ich war seine älteste Tochter, Samaṇī, weithin bekannt;
ich hörte den Dhamma des Siegerfürsten und gefiel mir im Ausscheiden.

318.

Unser Vater gab uns keine Erlaubnis, so verweilten wir damals
im Haus und wanderten zwanzigtausend Jahre lang unermüdlich.

319.

Das brahmacariya von Kindheit an - Königstöchter, in Freude aufgewachsen,
dem Aufwarten des Buddha hingegeben und freudig: sieben Töchter.

320.

Samaṇī, Samaṇaguttā, Bhikkhunī, Bhikkhudāyikā,
Dhammā und Sudhammā - die Siebte war die Saṅghadāyikā.

321.

Ich, Uppalavaṇṇā, Paṭācārā und Kuṇḍalā,
Kisāgotamī, Dhammadinnā - Visākhā ist die Siebte.

322.

Einst verkündete jener Sonnenherr unter den Menschen den wunderbaren Dhamma;
das Mahānidāna-Suttanta hörte ich und lernte es auswendig.

323.

Durch jene wohlgetanen Taten und durch Vorsatz und Entschluss
verließ ich diesen Menschenleib und zog in die Tāvatiṃsa-Welt.

324.

Nun in meinem letzten Dasein, in der vortrefflichen Stadt Sākalā,
bin ich die Tochter des Königs Madda, geliebt, begehrt und lieb.

325.

Als ich geboren ward, ward Frieden in jener Stadt -
daher entstand mein Name Khemā aus meiner guten Eigenschaft.

326.

Als ich die Jugend erreichte, geschmückt mit schöner Gestalt und Anmut,
da gab mich mein Vater dem König Bimbisāra zur Gemahlin.

327.

Ich war ihm sehr zugetan und ergötzte mich am Hain Rūpaka;
als eine, die Fehler der Formen verkündet, trat ich nicht zum Großerbarmer.

328.

König Bimbisāra damals, in seiner Güte mir zugetan,
pries den Veḷuvana-Hain und ließ die Sänger mir zu Ehren singen.

329.

„Wer den entzückenden Veḷuvana, den Wohnsitz des Wohlgegangenen, nicht gesehen hat,
der hat auch Nandana nicht gesehen" - so meinen wir.

330.

Wer den Veḷuvana gesehen hat, die Freude der Freude der Menschen,
der hat wahrlich Nandana gesehen, das herrliche Entzücken des Götterkönigs.

331.

Die Götter, die Nandana verlassen und auf die Erde herabgestiegen sind,
sehen den entzückenden Veḷuvana - und werden nicht satt, von Staunen erfüllt.

332.

Entstanden durch das Verdienst des Königs, geschmückt durch das Verdienst des Buddha -
wer könnte die gesamte Fülle der Vorzüge dieses Haines vollständig beschreiben?

333.

Als ich jene blühende Beschreibung des Haines gehört hatte, die mein Ohr und Herz entzückte,
da teilte ich dem König meinen Wunsch mit, diesen Garten zu sehen.

334.

Mit großem Gefolge sandte mich damals jener Herr der Erde
voll Eifer zu jenem Garten, damit ich ihn erblicken möge.

335.

„Geh und schau, du Großbegüterte, den Hain - ein Augen-Labsal,
der stets in Glanz erstrahlt, erleuchtet von den Strahlen des Wohlgegangenen."

336.

Gerade als der Muni zur Almosenwanderung in Giribbaja, die vortrefflichste Stadt, eingetreten war,
kam auch ich, um den Hain zu sehen.

337.

Da war jener blühende Wald, erfüllt vom Summen verschiedener Bienen,
begleitet vom Gesang der Kuckucke, belebt vom Tanz der Pfauenscharen.

338.

Still und ungedrängt, geziert von mancherlei Wandelpfaden,
überall mit Hütten und Pavillons, glänzend von edlen Übenden.

339.

Wandernd darin erachtete ich meine Augen für fruchtbar beschenkt;
dort erblickte ich auch einen jungen Bhikkhu, versunken in Andacht, und sann:

340.

„In diesem entzückenden Wald steht er in der Blüte der Jugend,
ausgestattet mit Anmut und Gestalt gleich dem Frühling.

341.

Am Fuße eines Baumes sitzend, kahlgeschoren, in die Saṅghāṭī gehüllt -
wahrlich, dieser Bhikkhu verweilt im Jhāna, hat die Freude der Sinnesobjekte aufgegeben.

342.

Könnte nicht ein Haushälter erst die Sinnesfreuden nach Belieben genießen
und erst später, wenn er alt geworden ist, diesen edlen Dhamma üben?"

343.

Da ich erkannte, dass das Dufthaus - die Stätte des Siegers - leer war,
trat ich zum Sieger heran und erblickte ihn wie die aufgehende Sonne.

344.

Als ich ihn allein in seliger Stille sitzen sah, von einer trefflichen Frau gefächert,
dachte ich bei mir: „Dieser Stier unter den Menschen ist wahrlich nicht grob."

345.

Jenes Mädchen - goldfarben leuchtend, mit lotusähnlichem Gesicht und Augen,
mit Lippen wie Bimba-Früchte, mit Kunda-Blüten-weißen Zähnen, Augen und Geist erquickend -

346.

mit Ohren wie goldene Schaukeln, mit Brüsten wohlgeformt wie Knospen,
mit einer Taille schlank wie eine Opferplattform, mit Schenkeln wie Bananenstauden, prächtig geschmückt -

347.

gekleidet in rotes Gewand mit feinem Obertuch, in glattem blauen Untergewand,
mit einer Gestalt, die nie sättigt, erfüllt von Anmut und Lieblichkeit.

348.

Sie so erblickend dachte ich: „Ach, wie schön ist sie!
Niemals zuvor hatte ich mit diesen Augen solches gesehen."

349.

Dann aber, vom Alter überwältigt, war sie fahl und entstellt im Gesicht,
mit zerbrochenen Zähnen, weißem Haar, sabbernd, der Mund unrein.

350.

Mit zusammengezogenen Ohren, trüben Augen, hängenden, unschönen Brüsten,
den ganzen Leib von Falten überzogen, die Haut durchzogen von Adern.

351.

Gebückt, auf einen Stock gestützt, mit hervortretenden Rippen, abgemagert,
zitternd und zusammengebrochen, immer wieder aufseufzend.

352.

Da ergriff mich Saṃvega - wunderbar und schauererregend:
„Pfui über diese unreine Gestalt, an der sich die Toren erfreuen!"

353.

Da sah der Großmitleidsvolle meinen aufgewühlten Geist,
und der Wohlgegangene, hochgestimmt, sprach diese Verse:

354.

„Schau, o Khemā, diesen von Krankheit befallenen, unreinen, faulenden Körper -
triefend und sickernder Feuchtigkeit, von den Toren begehrt.

355.

Entfalte den Geist hin zum Unschönen, einspitzig, wohlgesammelt;
Achtsamkeit auf den Körper sei dir eigen - sei reich an Abkehr.

356.

Wie dieses, so auch jenes; wie jenes, so auch dieses -
sowohl innen als auch außen: tilge das Begehren nach dem Körper.

357.

Entfalte auch das Zeichenlose, wirf den Anusaya der Überheblichkeit ab;
durch die Überwindung der Überheblichkeit wirst du in Stille wandeln."

358.

Die vom Begehren Berauschten fallen in den Strom,
ins selbstgesponnene Netz wie die Spinne;
doch wer dies durchtrennt hat, wandert weiter -
ohne Blick zurück, die Sinneslust aufgebend.

359.

Da erkannte der Lenker der Menschen
meinen empfänglichen Geist
und lehrte mich das Mahānidāna-Suttanta,
zur Läuterung des meinen.

360.

Als ich jenes erhabenste Suttanta gehört hatte,
rief ich mir frühere Eindrücke ins Gedächtnis;
fest darin stehend, in Stille,
reinigte ich das Dhamma-Auge.

361.

Sogleich warf ich mich nieder
zu den Füßen des Großen Weisen
und sprach, um mein Vergehen zu bekennen,
diese Worte:

362.

Ehre dir, du Alleschauender,
Ehre dir, du Quell des Mitgefühls,
Ehre dir, du den Saṃsāra Durchquert-Habenden,
Ehre dir, du Geber des Todlosen.

363.

Die in das Dickicht der Ansichten Gestürzten,
von Sinnesbegehren Verblendeten -
durch dich wurden sie, mit rechtem Mittel,
geführt zur Freude an der Zucht.

364.

Weil sie solche Großen Weisen nicht erblicken,
sind sie ihrer beraubt;
die Wesen erleiden großes Leid
im Ozean des Saṃsāra.

365.

Als ich dich, die Zuflucht der Welt,
den Konfliktlosen, den bis ans Ende Konfliktfreien,
nicht sah - doch warst du nicht fern -,
bekannte ich dieses mein Vergehen.

366.

Dich, der du Großes Heil bringst, der Gaben schenkst,
hielt ich irrtümlich für nicht wohlwollend;
versunken in Sinnesformen wandte ich mich nicht zu dir -
ich bekenne dieses mein Vergehen.

367.

Da sprach der mit süßem Klang,
der große Mitfühlende, der Jina:
„Steh auf, sei sicher" -
und benetzte mich mit dem Todlosen.

368.

Da neigte ich das Haupt,
umwandelte ihn ehrerbietig
und trat zum König hin;
ich sprach diese Worte:

369.

Oh, welch rechtes Mittel hast du erdacht,
du Bezwinger der Feinde!
Den Weisen erblickte ich im Hinblick auf Nibbāna,
während ich nur den Wald sehen wollte.

370.

Wenn es dir gefällt, o König,
in der Lehre jenes Unerschütterlichen -
so werde ich entsagen diesen Formen,
ernüchtert durch die Rede des Weisen.
Ende des zweiten Abschnitts.

371.

Die gefalteten Hände erhebend
sprach da jener Herr der Erde:
„Ich gebe dir die Erlaubnis, Gesegnete -
möge deine Pabbajjā gelingen."

372.

So war ich entsagt; und als nach einem halben Monat
das Lampenfest und sein Ende erschien,
erblickte ich es mit erschüttertem Geist.

373.

Ernüchtert von allen Saṅkhāras,
kundig im Bedingungsgefüge,
überwand ich die vier Fluten
und erlangte die Arahantschaft.

374.

Meisterin ward ich in den Iddhi-Kräften,
im göttlichen Gehörelement;
Meisterin bin ich auch
in der Erkenntnis der Gedanken anderer.

375.

Ich kenne frühere Daseinsformen,
das göttliche Auge ist gereinigt;
alle Triebflüsse sind versiegt -
kein weiteres Werden gibt es mehr.

376.

In den Bedeutungen, im Dhamma, in der Sprache
und gleicherweise in der Geistesklarheit
ist mein Wissen rein geworden,
entstanden in der Lehre des Buddha.

377.

Kundig bin ich in den Reinheiten,
gewandt in den Gesprächsgegenständen;
kennend den Weg des Abhidhamma,
habe ich Meisterschaft erlangt in der Lehre.

378.

Dann wurde ich am Toraṇa-Ort
vom König, dem Herrn von Kosala,
mit tiefsinnigen Fragen befragt
und antwortete wahrheitsgemäß.

379.

Da begab sich jener König zum Sugata
und fragte ihn ebenso;
der Buddha antwortete genau so,
wie ich ihm geantwortet hatte.

380.

Der Jina, erfreut über jene Vorzüge,
stellte mich an die erste Stelle -
„Unter denen mit großer Paññā"
sprach der Vortrefflichste der Menschen zu den Bhikkhunīs.

381.

Die Befleckungen habe ich verbrannt … usw. … ich lebe triebfrei.

382.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … die Lehre des Buddha ist vollbracht.

383.

Die vier Paṭisambhidā … usw. … die Lehre des Buddha ist vollbracht.
So hat wahrlich die Bhikkhunī Khemā diese Verse gesprochen.
Dies ist das Apadāna der Therī Khemā, das achte.
9. Apadāna der Therī Uppalavaṇṇā

384.

Die Bhikkhunī Uppalavaṇṇā, gelangt zur Vollendung in den Iddhi-Kräften,
verneigte sich vor den Füßen des Lehrers
und sprach diese Worte:

385.

Hindurchgegangen durch den Saṃsāra der Geburten,
habe ich den unerschütterlichen Stand erlangt;
alles Leid ist von mir versiegt -
ich verkünde es, du Großer Weiser.

386.

Alle Versammlungen, die in der Lehre des Jina
voller Vertrauen sind -
wer auch immer von mir gefehlt wurde,
möge es vergeben in Gegenwart des Jina.

387.

Während ich im Saṃsāra wanderte,
wenn mir irgendein Fehltritt unterlaufen ist -
ich verkünde es dir, Großer Held,
vergib mir dieses Vergehen.

388.

„Zeige auch die Übernatürliche Kraft, die meine Lehre vollbringt;
Die vier Versammlungen heute - zerstreue ihren Zweifel vollends.

389.

„Deine Tochter, o Großer Held, Trägerin von Weisheit und Glanz -
Viel Schweres und noch Schwereres hab ich getan, Äußerstes vollbracht.

390.

„Wie die Farbe der blauen Lotusblüte ist mein Angesicht,
Mit Namen Uppalanāmikā - deine Schülerin, o Großer Held,
verehre ich deine Füße, o Sehender.

391.

„Rāhula und ich - wir wurden in vielen Hunderten von Geburten
In einem und demselben Dasein geboren, gleichen Sinnes und Strebens.

392.

„Gemeinsam entstand das Werden, gemeinsam auch die Geburt;
Im letzten Dasein angekommen, entstanden wir beide getrennt.

393.

„Der Sohn heißt Rāhula, die Tochter trägt den Namen Uppala -
Sieh, o Held, meine Macht; ich zeige dem Lehrer meine Stärke.

394.

„In den großen Ozean warf sie die hohle Hand,
Das Öl, das in der Hand lag - wie ein spielendes Kind es hält.

395.

„Die Erde kehrte sie um und warf sie in die hohle Hand,
Wie ein junger Knabe das Mark aus dem Muñja-Gras herauszieht.

396.

„Die Hand, gleich dem Cakkavāḷa-Gebirge, legte sie über das Haupt,
Ließ wieder und wieder Tropfen in mannigfachen Farben regnen.

397.

„Die Erde zum Mörser machend, Getreide zum Mahlgut,
Den Sineru zum Stößel - wie ein junges Mädchen, das stampft.

398.

„Ich bin die Tochter des höchsten Buddha, mit Namen Uppalā -
Meisterin in den Übernatürlichen Kräften, Vollstreckerin deiner Lehre.

399.

„Mannigfaltige Verwandlungen vollbracht, dem Weltführer gezeigt,
Namen und Geschlecht kundgetan - verehre ich deine Füße, o Sehender.

400.

„In den Übernatürlichen Kräften bin ich meisterhaft, im himmlischen Gehörelement,
Im Wissen um die Gedanken anderer bin ich meisterhaft, o Großer Muni.

401.

„Ich kenne frühere Daseinsformen, das himmlische Auge ist geläutert;
Alle Triebflüsse sind versiegt - es gibt kein erneutes Werden mehr.

402.

„Im Wissen um Bedeutung, Dhamma, Sprache und Einsicht -
Mein Wissen ist makellos und rein, der Natur des Großen Suchers gemäß.

403.

„Die Begegnung mit den früheren Siegern habe ich dir gezeigt;
Mein großes Verdienst, o Großer Muni, stand in deinem Dienst.

404.

„Was immer ich an heilsamem Kamma erfüllte - gedenke dessen, o Muni;
Für dich, o Großer Held, habe ich Verdienst angehäuft.

405.

„Das Unzugehörige meidend, das Fehlerhafte abwehrend -
Für dich, o Großer Held, gab ich selbst das höchste Leben hin.

406.

„Zehntausend Koṭi Leben gab ich hin;
Aufgegeben wurden sie - für dich, o Großer Muni.

407.

„Da staunten alle, ehrerbietig die Hände über dem Haupt gefaltet,
Und sprachen: ‚Wie kam es, o Edle, zu dieser unvergleichlichen Kraft und Tatkraft?'

408.

„Vor hundert-tausend Äonen war ich damals eine Nāga-Jungfrau,
Vimalā mit Namen, von den Jungfrauen hochgeachtet.

409.

„Ein mächtiger Mahoraga, ein großer Nāga, ergeben der Lehre des Siegers,
Lud Padumuttara, den Herrlichen, mit seinen Schülern ein.

410.

„Ein Pavillon aus Edelstein, ein Thron aus Edelstein,
Edelstein-bestreuter Sand, Gebrauchsgegenstände aus Edelstein -

411.

„Den Weg bereitete er vor, mit Juwelenbannern geschmückt;
Dem Vollerwachten entgegentretend, ehrte er ihn mit Musik.

412.

„Von den vier Versammlungen umgeben, der Weltführer -
Im Hause des Mahoraga saß er auf dem höchsten Thron.

413.

„Speise, Trank und Festes, Mahlzeit von höchstem Wert,
Bestes nach Bestem gab er, der Nāgakönig von großem Ruhm.

414.

„Nachdem der Vollerwachte gespeist und den Almosenbehälter achtsam gewaschen,
Hielt die Nāga-Jungfrau von großer Macht die Freudensbekundung.

415.

„Die Nāga-Jungfrau von großem Ruhm erblickte das Aufblühen des Allwissenden,
Den zugewandten Geist des Lehrers, den fest-gebundenen Sinn -

416.

„Meinen Gedanken erkennend - einem Lotusgeist gleich, im Wasser geboren -
Zeigte der Große Held in jenem Augenblick die Bhikkhunī mit Übernatürlicher Kraft.

417.

„Viele Übernatürliche Kräfte zeigte jene Bhikkhunī, gewandt und erfahren;
Hocherfreut, von Begeisterung erfüllt, sprach sie zum Lehrer also:

418.

„Ich sah diese Kraft, auch an jener Sumana -
wie wurde sie, o Held, so sehr gewandt in der Iddhī?"

419.

„Als leibliche Tochter, aus meinem Munde geboren,
meine Tochter, reich an Macht, die meinen Unterweisungen folgte,
gewandt in der Iddhī."

420.

Des Buddha Wort vernehmend, da wünschte ich mir eben so:
„Auch ich sei eine solche, gewandt in der Iddhī."

421.

Froh war ich, Sumana, wünschend mit erhabenem Sinn:
„In der Zeit, die noch nicht kam, möge ich so sein, o Führer."

422.

Auf einem Throne aus Juwelen, in einem strahlenden Pavillon,
sättigte ich mit Speise und Trank den Weltenführer samt dem Saṅgha.

423.

Die erlesene Blüte der Nāgas, die Lotosblume genannt Aruṇa -
solche Schönheit möge mir werden: so verehrte ich den Weltenführer.

424.

Durch diese wohl vollbrachte Tat, durch Wille und Wunschentschluss,
ließ ich den menschlichen Leib zurück und zog nach Tāvatiṃsa.

425.

Von dort fiel ich unter die Menschen und ward geboren beim Selbst-Erwachten;
mit Lotosblumen bedeckt gab ich ihm die Almosspeise dar.

426.

Vor einundneunzig Äonen erschien ein Führer namens Vipassī,
von anmutigem Anblick, der Sehende in allen Dhammas.

427.

Als Tochter eines Kaufmanns in Bārāṇasī, der ersten Stadt,
lud ich den Vollerwachten, den Weltenführer, samt dem Saṅgha ein.

428.

Eine große Gabe spendend, den Führer mit Lotos ehrend,
da erbat ich mir mit ganzem Herzen die leuchtende Schönheit.

429.

In diesem gesegneten Äon erschien Brahmabandhu, von großem Ruhm -
Kassapa war sein Geschlechtsname, der Erhabenste der Redenden.

430.

Der Aufwärter des großen Weisen war damals ein Herr der Menschen,
ein König von Kāsī namens Kikī, in Bārāṇasī, der ersten Stadt.

431.

Ich war seine zweite Tochter, Samaṇaguttā mit Namen;
den Dhamma des Siegers hörend, stimmte ich der Pabbajjā zu.

432.

Unser Vater gewährte uns die Erlaubnis nicht - so verweilten wir damals im Haus
und übten zwanzigtausend Jahre lang unermüdlich.

433.

In jungfräulicher Brahmacariyā, als Königstöchter wohlerzogen,
dem Aufwarten beim Buddha hingegeben - freudig, sieben Schwestern.

434.

Samaṇī und Samaṇaguttā, Bhikkhunī und die Geberin an Bhikkhus,
Dhammā und Sudhammā - die Siebte die Schenkerin an den Saṅgha.

435.

Ich, Khemā, und die weise Paṭācārā sowie Kuṇḍalā,
Kisāgotamī, Dhammadinnā - Visākhā ist die Siebte.

436.

Durch diese wohl vollbrachten Taten, durch Wille und Wunschentschluss,
ließ ich den menschlichen Leib zurück und zog nach Tāvatiṃsa.

437.

Von dort fiel ich unter die Menschen und ward in einem großen Geschlecht geboren;
ein gelbes, geglättetes, edles Gewand gab ich einem Arahant.

438.

Von dort fiel ich in Ariṭṭhapura, in einem Brahmanengeschlecht, geboren -
die Tochter des Tiriṭivaccha, Ummādantī, die Herzgewinnende.

439.

Von dort fiel ich auf dem Lande in irgendein anderes Geschlecht;
in einer wohlhabenden Familie geboren, hütete ich damals den Reis.

440.

Einen Paccekabuddha erblickend, gab ich ihm fünfhundert Handvoll Puffreis,
bedeckt mit Lotosblüten.

441.

Ich wünschte es, und auch sie wünschten es, Honig darbietend dem Selbst-Erwachten;
von dort schied ich dahin und ward in einem Wald im Innern einer Lotosblume geboren.

442.

Als Hauptgemahlin des Kāsī-Königs, geehrt und verehrt,
gebar ich Königssöhne, nicht weniger als fünfhundert.

443.

Als jene das Jugendalter erreichten und im Wasserspiel spielten,
sahen sie aufsteigende Lotosblumen - da wurden sie zu Paccekanāyakas.

444.

Ich, von jenen heldenhaften Söhnen getrennt, in Trauer versunken,
schied dahin am Hang des Isigili und ward in einem Dorf geboren.

445.

Als eine, die des Buddha Lehre vernommen hatte, weise und besonnen,
nahm sie Reissuppe und ging zu acht Paccekanāyakas.

446.

Als sie die Bettelnden ins Dorf ziehen sah, erinnerte sie sich an die Söhne;
ein Strom von Milch floss heraus - aus Mutterliebe zu den Söhnen.

447.

Da gab ich ihnen die Reissuppe mit heiteren eigenen Händen;
von dort schied ich dahin und ward in Tāvatiṃsa, im Nandana, wiedergeboren.

448.

Lust und Leid erfahren habend, durch Dasein und Dasein gewandert -
zu deinem Zweck, o großer Held, wurde sogar das Leben hingegeben.

449.

So vielfältiges Leiden und vielerlei Glück erfahrend -
als das letzte Dasein nahte, wurde ich in Sāvatthī geboren,

450.

im Hause eines reichen Kaufherrn, behaglich und wohl ausgestattet,
erstrahlend in mancherlei Edelsteinen, erfüllt von allem Begehren.

451.

Geehrt und verehrt, hochgeschätzt und geachtet,
mit Schönheit und Anmut gesegnet, in Familien höchst willkommen.

452.

Überaus begehrt war ich, durch Gestalt, Reichtum und Glanz -
begehrt von Kaufmannssöhnen, vielen Hunderten gar.

453.

Das Haus aufgebend, trat ich aus ins Heimatlose;
noch ehe ein halber Monat verging, verwirklichte ich die vier Wahrheiten.

454.

Durch Iddhi einen viereckigen Wagen erschaffend,
neigte ich mich zu den Füßen des Buddha, des Welthüters, des Unerschütterlichen.

455.

„Herantretend an einen Baum mit herrlich blühenden Wipfeln,
stehst du allein da, am Fuße des Sāla-Baumes.
Und niemand ist als zweiter bei dir -
törichtes Mädchen, fürchtest du dich nicht vor Schurken?"

456.

„Kämen auch hundert Tausende solcher Schurken zusammen,
ein Haar würde ich nicht rühren, nicht erzittern -
was kannst du mir tun, Māra, der du allein bist?

457.

Ich kann verschwinden, in deinen Bauch eindringen -
zwischen deinen Brauen stehend wirst du mich nicht erblicken.

458.

Über den Geist bin ich Meisterin, die Iddhipādas gut entfaltet;
von allen Fesseln befreit - dich, Freund, fürchte ich nicht.

459.

Den Sinnesfreuden gleichen Speerspitzen, das Zerhacken der Aggregate -
was du Lust an Sinneserfahrung nennst, das ist mir nun Unlust.

460.

Überall ist Freude zerbrochen, der Dunkelklotz gesprengt.
So wisse es, du Böser: du bist besiegt, o Endmacher."

461.

Der Sieger, erfreut über jene Tugenden, setzte mich in die Vorrangsstellung:
„Die Erste unter den Wunderbegabten" - so der Führer vor der Versammlung.

462.

Dem Lehrer wurde von mir gedient, des Buddha Weisung ausgeführt;
die schwere Last ist abgelegt, das Sein-Gespinst ist ausgerissen.

463.

Das Ziel, um dessentwillen ich vom Haus ins Heimatlose ausgetreten -
jenes Ziel ist mir erreicht: die Vernichtung aller Fesseln.

464.

Gewänder, Almosenspeise, Bedarfsgüter und Unterkunft -
in einem Augenblick bringen sie Tausende von allen Seiten herbei.

465.

Die Triebflüsse sind von mir verbrannt… usw. … ich weile triebversiegt.

466.

Willkommen wahrlich war mir… usw. … des Buddha Weisung ist ausgeführt.

467.

Die vier analytischen Erkenntnisse… usw. … des Buddha Weisung ist ausgeführt."
So sprach die Bhikkhunī Uppalavaṇṇā diese Verse.
Das Apadāna der Therī Uppalavaṇṇā - das neunte.
10. Das Apadāna der Therī Paṭācārā

468.

Padumuttara mit Namen, der Sieger, der alle Dhammas durchdrungen -
vor hundert Tausend Äonen entstand der Anführer.

469.

Damals wurde ich in Haṃsavatī geboren, im Hause eines Kaufherrn,
in mancherlei Edelsteinen erstrahlend, mit großem Glück erfüllt.

470.

Zum großen Helden tretend, hörte ich die Dhamma-Unterweisung;
von da an, mit aufgestiegenem Vertrauen, nahm ich beim Sieger Zuflucht.

471.

Darauf pries der Anführer die Erste unter den Vinaya-Trägerinnen,
jene Bhikkhunī mit Schamgefühl, die Unerschütterliche, kundig in Erlaubtem und Unerlaubtem.

472.

Damals, freudigen Herzens, jene Stellung begehrend,
lud ich den Zehnkräftigen ein, den Welthüter mit dem Saṅgha,

473.

speiste ihn sieben Tage lang und gab die drei Gewänder -
dann verneigte ich mich mit dem Haupt zu seinen Füßen und sprach dieses Wort:

474.

„Die du gepriesen hast, o Held, jene Weise im achten Äon von jetzt -
so eine möchte ich werden, wenn es gelingt, o Anführer."

475.

Da sprach der Lehrer zu mir: „Treffliche, fürchte nicht, sei getröstet -
in der zukünftigen Zeit wirst du jenen Herzenswunsch erlangen.

476.

Nach hundert Tausend Äonen, dem Okkāka-Geschlecht entstammt,
wird ein Lehrer in der Welt entstehen, Gotama mit dem Familiennamen.

477.

Erbin seines Dhammas, leiblich aus ihm hervorgegangen, aus Dhamma geformt -
Paṭācārā mit dem Namen wird sie sein, eine Schülerin des Lehrers."

478.

Da wurde ich von Freude erfüllt und diente dem Sieger,
solange ich lebte,
mit liebevollem Herzen pflegte ich ihn,
den Weltführer, mitsamt dem Saṅgha.

479.

Durch jenes wohlgetane Kamma
und durch Absicht und Gelöbnis
verließ ich den menschlichen Leib
und gelangte nach Tāvatiṃsa.

480.

In diesem gesegneten Äon
erschien der Brahmanenverwandte, von großem Ruhm,
Kassapa mit seinem Stammesnamen,
der Trefflichste unter den Redenden.

481.

Der Pfleger des Großweisen
war damals der Herr der Menschen,
der König von Kāsī, Kikī genannt,
in der erhabenen Stadt Bārāṇasī.

482.

Dessen dritte Tochter war ich,
bekannt als Bhikkhunī;
als ich den Dhamma des Siegerhöchsten gehört hatte,
gefiel mir die Pabbajjā.

483.

Doch unser Vater gestattete es nicht -
so lebten wir damals im Haus,
zwanzigtausend Jahre lang
wandelten wir unermüdlich.

484.

Jungfräuliches Brahmacariya lebten
die Königstöchter, in Glück aufgewachsen,
dem Dienst am Buddha hingegeben -
sieben Töchter, freudig alle.

485.

Samaṇī und Samaṇaguttā,
Bhikkhunī und Bhikkhudāyikā,
Dhammā und Sudhammā,
die Siebte - die Saṅgha-Geberin.

486.

Ich selbst, Uppalavaṇṇā,
Khemā, Bhaddā die Bhikkhunī,
Kisāgotamī, Dhammadinnā -
Visākhā ist die Siebte.

487.

Durch jene wohlgetanen Kammas
und durch Absicht und Gelöbnis
verließen wir den menschlichen Leib
und gelangten nach Tāvatiṃsa.

488.

Nun aber, in der letzten Geburt,
wurde ich geboren in einer Kaufmannsfamilie,
in Sāvatthī, der erhabenen Stadt,
blühend, gedeihend, von großem Reichtum.

489.

Als ich in der Jugend stand,
dem Sinnen hingegeben,
sah ich einen Mann als Liebhaber
und ging mit ihm davon.

490.

Ich gebar einen Sohn,
ein zweiter war in meinem Schoß -
da wollte ich es meinen Eltern kundtun,
so hatte ich es fest beschlossen.

491.

Meinem Gatten sagte ich es nicht,
als er damals abwesend war;
allein verließ ich das Haus,
um nach Sāvatthī, der Erhabenen, zu gehen.

492.

Da kam mein Gemahl und traf mich
auf dem Wege an;
da überfielen mich die Geburtswehen,
schmerzhaft und überaus heftig.

493.

Eine große Wolke erhob sich
zur Zeit meiner Niederkunft;
mein Gemahl ging, um Reisig zu holen,
und wurde von einer Schlange getötet.

494.

Da war ich, von Geburtsschmerzen gequält,
schutzlos und verlassen,
und sah einen angeschwollenen Fluss -
auf dem Weg zum Haus meiner Familie.

495.

Das kleine Kind nahm ich und überquerte,
das andere ließ ich am jenseitigen Ufer;
nachdem ich den Säugling, meinen Sohn, gestillt hatte,
kehrte ich zurück, um den anderen zu holen.

496.

Ein Geier aber hatte das weinende Kleinkind entführt;
den anderen hatte die Strömung davongetragen -
so war ich dem Kummer preisgegeben.

497.

Als ich nach Sāvatthī gelangte,
vernahm ich, dass meine Angehörigen gestorben seien;
da sprach ich, vom Kummer niedergedrückt,
von gewaltigem Schmerz überwältigt:

498.

„Beide Söhne sind dahingegangen,
auf dem Weg starb mein Gatte;
Mutter, Vater und Bruder -
alle verbrennen auf einem Scheiterhaufen."

499.

Da, abgemagert und bleich,
schutzlos, gebrochenen Herzens,
irrte ich hierhin und dorthin
und erblickte den Lenker der Menschen.

500.

Da sprach der Lehrer zu mir:
„Trauere nicht um die Söhne, beruhige dich;
suche dir selbst Zuflucht -
warum quälst du dich vergeblich?

501.

‚Söhne sind kein Schutz,
nicht Verwandte, nicht Angehörige;
für den vom Tod Überwältigten
gibt es keinen Schutz bei Verwandten.'"

502.

Als ich des Weisen Wort gehört hatte,
erlangte ich die erste Frucht;
bald darauf trat ich aus dem Haus aus
und erreichte das Arahantschaft.

503.

In übernatürlichen Kräften bin ich gewandt,
im göttlichen Gehörelement;
fremde Gedanken kenne ich -
die Weisung des Lehrers führe ich aus.

504.

Frühere Geburten kenne ich,
das göttliche Auge ist geläutert;
alle Triebflüsse verzehrt -
ich bin geläutert, makellos rein.

505.

Dann erlernte ich den gesamten Vinaya
vollständig im Detail
in der Gegenwart des Allsehenden
und trug ihn vor, so wie er ist.

506.

Der Sieger, erfreut über jene Vorzüge,
setzte mich an die erste Stelle
unter den Bewahrenden des Vinaya -
wie Paṭācārā, die Unvergleichliche.

507.

Den Meister habe ich verehrt,
die Weisung des Buddha erfüllt;
die schwere Last ist abgelegt,
das Führende zum Werden ist ausgerissen.

508.

Das Ziel, um dessentwillen ich aus dem Haus
in die Hauslosigkeit gegangen bin -
dieses Ziel ist mir nun erreicht:
die Vernichtung aller Fesseln.

509.

Die Kilesās sind von mir verbrannt worden … usw. … ich weile triebfrei.

510.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … vollendet ist des Buddha Unterweisung.

511.

Die vier Paṭisambhidā … usw. … vollendet ist des Buddha Unterweisung.
So sprach die Bhikkhunī Paṭācārā diese Verse.
Das Apadāna der Therī Paṭācārā, das zehnte.
Der zweite Vagga, der Ekūposathika-Vagga.
Dessen Inhaltsangabe:
Ekūposathikā sowie Saḷalā, dann Modakā,
Ekāsanā, Pañcadīpā und Naḷamālī sowie Gotamī,
Khemā, Uppalavaṇṇā und die Bhikkhunī Paṭācārā -
fünfhundert neun Verse insgesamt.
3. Der Kuṇḍalakesī-Vagga
1. Das Apadāna der Therī Kuṇḍalakesī

1.

Padumuttara mit Namen, der Siegreiche,
aller Dhammas Meister -
vor hundert mal hunderttausend Äonen
entstand der Anführer in der Welt.

2.

Damals wurde ich in Haṃsavatī geboren,
im Hause eines Kaufmanns -
umleuchtet von mannigfachem Edelsteinglanz,
mit großem Glück ausgestattet.

3.

Ich trat vor jenen großen Helden
und hörte seine Dhamma-Unterweisung;
da entstand in mir Vertrauen,
und ich suchte Zuflucht beim Siegreichen.

4.

Der damals großmitleidsvolle,
Padumuttara mit Namen,
setzte die treffliche Bhikkhunī
als Erste unter denen mit rascher Erkenntnis ein.

5.

Dies hörend, wurde ich von Freude erfüllt,
gab dem großen Weisen eine Gabe,
verneigte mein Haupt zu seinen Füßen
und wünschte mir jene Stellung.

6.

Der große Held stimmte zu:
„Edle, was du dir gewünscht hast,
das alles wird sich erfüllen -
sei glücklich, sei erloschen.

7.

„Nach hundert mal hunderttausend Äonen
wird einer aus dem Geschlecht der Okkāka
entstehen - Gotama dem Stamme nach -
als Lehrer in der Welt.

8.

„Als leibliche Erbin seines Dhamma,
durch den Dhamma geformt,
wird sie als Bhaddā Kuṇḍalakesā
Schülerin jenes Lehrers sein."

9.

Durch jenes wohlgetane Kamma
und durch Absicht und Wunsch
ließ ich den menschlichen Körper hinter mir
und gelangte zu den Tāvatiṃsa-Göttern.

10.

Von dort scheidend, kam ich zu den Yāma-Göttern,
dann gelangte ich zu den Tusita-Göttern,
dann zu den Nimmānaratī,
dann zur Stadt Vasavattī.

11.

Wo auch immer ich wiedergeboren wurde,
getragen von jenem Kamma,
dort stieg ich zur Hauptgemahlin
der Könige auf.

12.

Von dort scheidend, wurde ich unter Menschen
zur Hauptgemahlin der Weltenherrscher
und der Könige über die Kreisgebiete.

13.

Nachdem ich Glück genossen hatte
unter Göttern und unter Menschen,
wanderte ich viele Äonen hindurch
überall in Freude.

14.

In diesem glückverheißenden Äon
entstand Brahmabandhu, der Ruhmreiche -
Kassapa dem Stamme nach -,
der Vortrefflichste der Redenden.

15.

Der Verehrer des großen Weisen
war damals der Herr der Menschen,
der König Kikī von Kāsī,
in der erhabenen Stadt Bārāṇasī.

16.

Dessen vierte Tochter war ich,
bekannt als „Bhikkhudāyī" -
die Unterweisung des Siegesfürsten gehört habend,
wurde mir die Entsagung lieb.

17.

Unser Vater gestattete es uns nicht -
so verharrten wir damals im Haus
und wandelten zwanzigtausend Jahre
unermüdlich.

18.

Jungfräuliches Brahmacariya pflegend,
als Königstöchter in Behagen aufgewachsen,
dem Dienst am Buddha hingegeben,
in Freude - sieben Töchter.

19.

Samaṇī, Samaṇaguttā,
Bhikkhunī, Bhikkhudāyikā,
Dhammā und Sudhammā -
die siebte: Saṅghadāyikā.

20.

Khemā, Uppalavaṇṇā,
Paṭācārā - ich war damals dabei -,
Kisāgotamī, Dhammadinnā,
Visākhā war die siebte.

21.

Durch jene wohlgetanen Kammas
und durch Absicht und Wunsch
ließ ich den menschlichen Körper hinter mir
und gelangte zu den Tāvatiṃsa-Göttern.

22.

Nun aber, in der letzten Existenz,
in der erhabenen Stadt Giribbaja,
wurde ich in einem wohlhabenden Kaufmannshaus geboren -
als ich ins Jugendalter gelangt war,

23.

sah ich einen Räuber, der zum Tod geführt wurde,
und wurde von Begehren für ihn ergriffen;
mein Vater befreite ihn um tausend
vom Tode.

24.

Mein Vater gab mich ihm,
meinen Sinn erkennend;
ich war ihm ganz hingegeben,
überaus geliebt und ihm verbunden.

25.

Er aber, gierig nach meinem Schmuck,
von übler Gesinnung,
führte mich zum Räubersturz am Felsen
und plante meinen Tod.

26.

Da verneigte ich mich vor ihm,
dem Feind, mit ehrerbietig gefalteten Händen -
mein Leben zu schützen sinnend -
und sprach diese Worte:

27.

„Dies goldene Armband, viele Perlen und Vaiḍūrya -
nimm alles, Ehrwürdiger, und verkünde, dass ich deine Sklavin bin."

28.

„Beruhige dich, Schöne, klage nicht so heftig;
ich erkenne nicht, dass ich diesen Reichtum durch Töten erworben hätte."

29.

„Solange ich mich meiner selbst entsinne, solange ich zur Vernunft gelangt bin,
erkenne ich keinen, der mir teurer wäre als du."

30.

„Komm, ich will dich umarmen, dich ehrend umschreiten -
doch nun gibt es keine Begegnung mehr für mich und dich.

31.

„Nicht an allen Orten ist ein Mann ein Weiser;
auch eine Frau ist weise, die dort und da scharfsinnig ist.

32.

„Nicht an allen Orten ist ein Mann ein Weiser;
auch eine Frau ist weise, die rasch das Wesentliche erdenkt.

33.

„Rasch und behend fasste ich nahe dem Abgrund einen Plan -
wie eine Wollfalle für Wild: so erschlug ich damals den Feind.

34.

„Wer den entstandenen Vorteil nicht rasch erkennt,
der kommt zu Schaden, schwachen Geistes, wie ein Dieb in einer Bergschlucht.

35.

„Wer den entstandenen Vorteil rasch erkennt,
befreit sich aus des Feindes Bedrängnis - so wie ich damals vom Feind."

36.

So stürzte ich damals den Feind in die felsige Schlucht
und trat heran zu den Weißgekleideten und trat in die Pabbajjā ein.

37.

Mit einer Zange raufte man mir die Haare vollständig aus;
nachdem ich die Pabbajjā vollzogen hatte, lehrten sie mich den Dhamma unablässig.

38.

Diesen dann erlernend, saß ich allein nieder
und erwog jenen Dhamma, während ein Hund eine Menschenhand herbeitrug.

39.

Eine abgehackte Hand nahe bei mir -
man hatte sie hingeworfen und war fortgegangen; ich erblickte sie und gewann ein Zeichen
an jener Hand, wimmelnd von Maden.

40.

Da stand ich auf, erschüttert, und fragte die Ordensgeschwister;
sie sagten, die sakyanischen Bhikkhus verstünden jene Sache.

41.

Diese Sache will ich erfragen, indem ich zu des Buddhas Jüngern trete -
sie nahmen mich mit zu dem Erhabensten der Buddhas.

42.

Er lehrte mich den Dhamma: die Khandhas, Āyatanas, Dhātus,
das Unreine, das Unbeständige, das Leidvolle und das Nicht-Selbst - so der Führer.

43.

Nachdem ich seinen Dhamma gehört hatte, reinigte ich das Dhamma-Auge;
daraufhin, den wahren Dhamma erkennend, vollzog ich Pabbajjā und Upasampadā.

44.

Auf Bitte sprach der Führer damals: „Komm, Gesegnete!" -
so empfing ich die Upasampadā und erblickte das geringe Wasser.

45.

Beim Waschen der Füße erkannte ich das Entstehen und Vergehen -
ebenso alle Saṅkhāras: so bedachte ich es damals.

46.

Daraufhin befreite sich mein Geist, ohne irgendwo zu haften;
den Weg rascher Erkenntnis wies mir damals der Jina auf.

47.

Über die Iddhi-Kräfte erlange ich Macht, über das göttliche Gehörselement;
ich erkenne die Gedanken anderer - dem Auftrag des Meisters gemäß handelnd.

48.

Ich kenne frühere Daseinsformen, das göttliche Auge ist geläutert;
alle Āsavas vernichtend, bin ich rein, makellos klar geworden.

49.

Der Meister wurde von mir verehrt, des Buddhas Sāsana erfüllt;
die schwere Last ist abgelegt, die Führerin zur Wiedergeburt ist ausgerissen.

50.

Um dessentwillen, für den ich aus dem Haus in die Hauslosigkeit gegangen bin -
dieses Ziel ist mir erreicht: das Erlöschen aller Fesseln.

51.

In Bedeutung, Dhamma, Sprache und Inspiration -
rein und lauter ist mein Wissen im Sāsana des Erhabensten der Buddhas.

52.

Die Kilesās sind von mir verbrannt, alle Existenzen ausgerissen;
wie eine Elefantenkuh, die die Fesseln zerbrochen hat, weile ich triebversiegt.

53.

Wahrlich, willkommen war mir das Nahesein des Buddhas;
die drei Vijjās sind erlangt, des Buddhas Sāsana erfüllt.

54.

Die vier Paṭisambhidās, auch die acht Vimokkhās,
die sechs Abhiññās - verwirklicht; des Buddhas Sāsana erfüllt.
So sprach die Bhikkhunī Bhaddā Kuṇḍalakesā diese Verse.
Das Apadāna der Therī Kuṇḍalakesā - das erste.
2. Das Apadāna der Therī Kisāgotamī

55.

„Der Jina namens Padumuttara, der alle Dhammas durchdrungen hat -
vor hunderttausend Äonen entstand dieser Führer.

56.

„Damals wurde ich in Haṃsavatī in einer gewissen Familie geboren;
ich trat zu jenem Besten der Menschen heran und nahm Zuflucht bei ihm.

57.

Ich hörte seinen Dhamma an, auf die vier Wahrheiten gestützt,
süß und von höchstem Geschmack, Glück der Stillung des Kreislaufs bringend.

58.

Da lobte jener Held, der Höchste unter den Menschen,
eine Bhikkhunī im groben Gewand
und stellte sie an die erste Stelle.

59.

Große Freude erzeugend im Herzen, als ich die Tugenden der Bhikkhunī vernommen,
erwies ich dem Buddha Ehrerbietung,
nach Vermögen und nach Kraft.

60.

Mich vor dem besten der Weisen neigend,
erstrebte ich jenen Rang.
Der Vollerwachte, der Führer, stimmte zu,
dass ich diesen Rang erlangen möge.

61.

„In hunderttausend Äonen von jetzt,
aus dem Geschlecht der Okkāka geboren,
wird ein Lehrer in der Welt erscheinen,
Gotama seinem Geschlecht nach.

62.

Als Erbin seines Dhamma, aus ihm geboren, durch Dhamma geformt,
wird eine Schülerin des Lehrers sein,
Kisāgotamī mit Namen."

63.

Als ich das gehört, war ich voller Freude;
solange ich lebte, diente ich dem Sieger
mit liebevollem Herzen, dem Führer,
mit allem, was er benötigt.

64.

Durch dieses wohlgetane Kamma und durch Vorsatz und Ausrichtung
verließ ich den menschlichen Leib
und gelangte zu den Tāvatiṃsa.

65.

In diesem gesegneten Äon
erschien der Brahmanenverwandte, von großem Ruhm,
Kassapa seinem Geschlecht nach,
der Beste unter den Redenden.

66.

Der Herr der Menschen damals,
Kiki mit Namen, König von Kāsi,
war der Betreuer jenes Großen Weisen
in der erhabenen Stadt Bārāṇasī.

67.

Ich war seine fünfte Tochter, bekannt als Dhammā;
als ich den Dhamma des höchsten Siegers gehört,
freundete ich mich mit der Entsagung an.

68.

Unser Vater erlaubte es uns nicht;
so lebten wir damals im Hause selbst,
zwanzigtausend Jahre lang
wandelten wir unermüdlich.

69.

Keuschheit wie in jungen Jahren übten
die Königstöchter, in Wohlstand aufgewachsen,
sieben Töchter, der Pflege des Buddha hingegeben,
voller Freude.

70.

Samaṇī und Samaṇaguttā,
Bhikkhunī und Bhikkhudāyikā,
Dhammā und Sudhammā,
die Siebte war Saṅghadāyikā.

71.

Khemā und Uppalavaṇṇā,
Paṭācārā und Kuṇḍalā,
ich selbst und Dhammadinnā,
Visākhā ist die Siebte.

72.

Durch jene wohlgetanen Taten,
durch Vorsatz und Ausrichtung,
verließ ich den menschlichen Leib
und gelangte zu den Tāvatiṃsa.

73.

Nun, in diesem letzten Dasein,
wurde ich in einer Kaufmannsfamilie geboren,
in Armut und ohne Besitz;
ich kam dann in eine begüterte Familie.

74.

Alle außer meinem Gatten hielten mich gering,
sagten, ich sei mittellos.
Doch als ich ein Kind zur Welt gebracht,
war ich da allen teuer.

75.

Als jener zarte, liebe Knabe,
sanftgliedrig, in Wohlstand aufgewachsen,
mir so lieb wie das Leben selbst,
in die Gewalt des Todes fiel -

76.

Von Trauer befallen, mit trübem Gesicht,
mit tränenerfüllten Augen, weinenden Mundes,
nahm ich die tote Leiche und ging klagend
von Haus zu Haus.

77.

Da trat mir ein Vertrauter entgegen und sprach:
„Geh hin zum Höchsten unter den Sakya."
Ich trat vor ihn und bat:
„Gib mir ein Heilmittel, das meinen Sohn wieder lebendig macht."

78.

„Bring von dort Senfkörner her,
aus einem Haus, in dem noch niemand gestorben ist" -
so sprach der Sieger, kundig im Weg der Führung.

79.

Da ging ich nach Sāvatthī
und fand kein solches Haus.
Wo hätte ich Senfkörner herholen sollen?
Da erlangte ich Besinnung.

80.

Den Leichnam zurücklassend,
trat ich vor den Führer der Welt.
Er sah mich schon von ferne
und sprach mit honigsüßer Stimme:

81.

„Wer hundert Jahre lebt,
ohne Entstehen und Vergehen zu sehen -
ein einziger Tag gelebten Lebens
ist besser, wenn man Entstehen und Vergehen schaut.

82.

Es ist nicht das Gesetz des Dorfes,
noch das Gesetz des Marktes,
noch das Gesetz nur einer Familie:
Für alle Welt mit ihren Göttern gilt dieses Gesetz -
nämlich Unbeständigkeit."

83.

Ich, die ich diese Verse gehört,
klärte das Auge des Dhamma.
Dann, den wahren Dhamma erkannt,
trat ich in die Hauslosigkeit ein.

84.

So in die Hauslosigkeit eingetreten,
mich im Heilandsauftrag übend,
gelangte ich nicht lange danach
zur Arahatschaft.

85.

Über übernatürliche Kräfte erlangte ich Herrschaft,
über das göttliche Gehörelement,
die Gedanken anderer erkenne ich -
die Weisung des Lehrers befolgend.

86.

Ich kenne frühere Existenzen,
das göttliche Auge ist geläutert;
alle Triebflüsse versiegt,
bin ich rein, makellos.

87.

Dem Meister bin ich nah gewesen, des Buddha Weisung hab ich ausgeführt;
Die schwere Last ist abgelegt, der Leitfaden des Werdens ausgerissen.

88.

Weshalb ich ausgezogen bin, vom Haus ins Hauslose -
Dieses Ziel hab ich erreicht: der Zerfall aller Fesseln.

89.

In Bedeutung, Dhamma, Sprache, in der Einsichtsfähigkeit ebenso:
Mein Wissen ist makellos, rein - durch die Kraft des höchsten Buddha.

90.

Vom Müllhaufen herbeigetragen, vom Leichenfeld und von der Straße -
Daraus hab ich ein Saṅghāṭi gemacht, ein raues Gewand trag ich.

91.

Der Jina, froh über diese Tugend, das Tragen des rauen Gewandes,
Setzte mich an erste Stelle, der Leiter, inmitten der Versammlung.

92.

Die Triebflüsse sind mir verbrannt … ich weile triebversiegt.

93.

Willkommen wahrlich war mir … des Buddha Weisung hab ich ausgeführt.

94.

Die vier Paṭisambhidā … des Buddha Weisung hab ich ausgeführt.
So sprach die Bhikkhunī Kisāgotamī diese Verse.
Das Apadāna der Therī Kisāgotamī, das zweite.
3. Apadāna der Therī Dhammadinnā

95.

Der Jina namens Padumuttara, vollendet in allen Dhammas -
Vor hunderttausend Äonen erschien der Anführer in der Welt.

96.

Damals lebte ich in Haṃsavatī, in einer bestimmten Familie;
Ich war im Dienst anderer tätig, besonnen und in Sīla gefestigt.

97.

Der erste Schüler des Padumuttara-Buddha, der vortreffliche Sujāta,
Verließ das Kloster und ging aus, um Piṇḍapāta zu empfangen.

98.

Mit einem Krug in der Hand ging ich damals als Wasserträgerin;
Als ich ihn sah, gab ich ihm Kuchen, frohen Herzens, mit eigenen Händen.

99.

Er empfing es und saß gleich dort und verzehrte es;
Dann führte ich ihn zum Haus und gab ihm eine Mahlzeit.

100.

Daraufhin war mein Großvater erfreut und machte mich zu seiner Schwiegertochter;
Gemeinsam mit der Schwiegermutter ging ich und verbeugte mich vor dem Vollerwachten.

101.

Da pries er jene Bhikkhunī, die Meisterin der Dhamma-Rede,
Und setzte sie an erste Stelle - als ich das hörte, war ich voller Freude.

102.

Ich lud den Sugata ein, mit dem Saṅgha, den Weltenführer,
Gab eine große Gabe und erstrebte jenen Rang.

103.

Da sprach der Sugata zu mir mit tief donnernder Stimme:
„Du, die du dem Dienst an mir hingegeben bist, dem Saṅgha Speise reichst,

104.

„Im Hören des wahren Dhamma geübt, mit einem auf Verdienst ausgerichtetem Herzen -
Sei gesegnet, sei voller Freude! Du wirst die Frucht deines Wunsches erlangen.

105.

„Nach hunderttausend Äonen wird einer aus dem Okkāka-Geschlecht erscheinen;
Gotama mit Namen dem Geschlecht nach wird er als Lehrer in der Welt sein.

106.

„Als rechtmäßige Erbin seines Dhamma, aus dem Dhamma geboren -
Unter dem Namen Dhammadinnā wird sie die Schülerin des Lehrers sein."

107.

Als ich das gehört und mich gefreut hatte, diente ich dem großen Muni
Mein ganzes Leben lang mit liebevollem Herzen, dem Leiter mit Bedarfsgaben.

108.

Durch dieses heilsam vollbrachte Kamma, durch Absicht und Wunsch -
Ließ ich den menschlichen Körper zurück und gelangte nach Tāvatiṃsa.

109.

In diesem glückseligen Äon erschien der Brahmanenverwandte von großem Ruhm,
Kassapa mit Namen dem Geschlecht nach - der Vortrefflichste unter den Redenden.

110.

Der Unterstützer des großen Weisen war damals der Herr der Menschen,
Der König von Kāsi, Kikī mit Namen, in der erhabenen Stadt Bārāṇasī.

111.

Als sechste Tochter seiner war ich bekannt als Sudhammā;
Den Dhamma des Jina-Führers hörend, entschloss ich mich zur Pabbajjā.

112.

Unser Vater erlaubte es uns nicht - so lebten wir alle sieben im Haus,
Zwanzigtausend Jahre lang wandelten wir, unermüdlich.
Das dritte Bhāṇavāra.

113.

Jungfräuliches Brahmachariya pflegend - Königstöchter, in Wohlstand aufgewachsen,
Dem Dienst am Buddha hingegeben, freudig: sieben Töchter.

114.

Samaṇī und Samaṇaguttā, Bhikkhunī und Bhikkhudāyikā,
Dhammā und Sudhammā - die siebte: Saṅghadāyikā.

115.

Khemā und Uppalavaṇṇā, Paṭācārā und Kuṇḍalā,
Gotamī und ich selbst - und Visākhā als siebte.

116.

Durch jene heilsam vollbrachten Kammas, durch Absicht und Wunsch -
Ließ ich den menschlichen Körper zurück und gelangte nach Tāvatiṃsa.

117.

In meiner letzten Geburt nun, in der vorzüglichsten Bergstadt,
wurde ich geboren in einem reichen Kaufmannsgeschlecht,
gesegnet mit allem Gewünschten.

118.

Als ich, ausgestattet mit Schönheit und Anmut,
in der ersten Blüte der Jugend stand,
da zog ich ein in ein anderes Haus
und lebte hingegeben an Glück und Freude.

119.

Mein Gatte, von feinem Verstand,
suchte Zuflucht bei der Weltzuflucht,
hörte die Dhamma-Unterweisung
und erlangte die Frucht des Nicht-Wiederkehrers.

120.

Da gab ich ihm meine Zustimmung
und trat aus in die Hauslosigkeit.
Nicht lange dauerte es,
bis ich die Arahantschaft erreichte.

121.

Da kam jener Laiengefährte zu mir
und fragte mich über tiefe, feine Fragen -
alle diese beantwortete ich ihm.

122.

Der Jina, erfreut über diese Tugenden,
setzte mich an die erste Stelle:
„Eine Bhikkhunī, die so im Dhamma zu sprechen versteht,
sehe ich keine andere gleich ihr.

123.

Wie die weise Dhammadinnā - so sollt ihr sie achten, Bhikkhus."
So wurde ich zur Klugen, vom Führer mit Mitgefühl bedacht.

124.

Den Meister habe ich beständig gepflegt,
die Weisung des Buddha habe ich erfüllt.
Die schwere Last ist niedergelegt,
der Drang zum Werden ist ausgerissen.

125.

Das Ziel, um dessentwillen ich auszog
aus dem Haus in die Hauslosigkeit -
dieses Ziel ist mir erreicht:
die Auflösung aller Fesseln.

126.

Ich übe Herrschaft über die Iddhi-Kräfte,
habe das göttliche Gehörelement,
kenne die Gedanken anderer -
ich handle gemäß der Weisung des Meisters.

127.

Ich kenne frühere Daseinsformen,
das göttliche Auge ist geläutert;
alle Triebflüsse habe ich verbrannt -
ich bin rein, makellos strahlend.

128.

Die Triebflüsse sind von mir verbrannt … usw. … ich weile ohne Triebflüsse.

129.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.

130.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … die Weisung des Buddha ist erfüllt.
So sprach die Bhikkhunī Dhammadinnā diese Verse.
Das Apadāna der Therī Dhammadinnā, das dritte.
4. Apadāna der Therī Sakulā

131.

Ein Jina namens Padumuttara,
der alle Dhammas durchdrungen hatte -
vor hunderttausend Äonen
erschien dieser Führer in der Welt.

132.

Zum Heil aller Wesen,
zum Glück - der Beste der Lehrenden -,
als Kenner der edlen Menschen zum Nutzen der Welt
wandelte er in der Welt mit ihren Göttern.

133.

Höchsten Ruhm hatte er erlangt, mit Glanz gesegnet,
von strahlender Erscheinung, der Jina,
von aller Welt verehrt,
in allen Himmelsrichtungen bekannt.

134.

Er, der Zweifel überwunden hatte,
der alle Ungewissheit hinter sich gelassen hatte,
dessen Gedankenabsicht vollkommen erfüllt war -
er hatte das höchste Erwachen erlangt.

135.

Den noch nicht entstandenen Pfad
ließ er entstehen, der Beste unter den Menschen;
was noch nicht verkündet war, das verkündete er,
was noch nicht hervorgebracht war, das brachte er hervor.

136.

Kenner des Weges und Wissender des Weges,
Weiser des Weges, Stier unter den Menschen -
ein geschickter Meister des Weges,
der Höchste unter den Wagenführern.

137.

Der Meister, reich an großem Mitgefühl,
der Führer lehrte den Dhamma;
die im Sumpf der Sinnenlust Versunkenen
zog er heraus, die Lebewesen.

138.

Damals war ich in Haṃsavatī geboren
als Tochter aus edlem Kriegergeschlecht,
von schöner Gestalt, mit Reichtum versehen,
geliebt und von strahlendem Glanz.

139.

Tochter des mächtigen Königs Ānanda,
von höchster Schönheit,
und Halbschwester mütterlicherseits
jenes, der den Namen Padumuttara trug.

140.

Gemeinsam mit den Königstöchtern,
mit allem Schmuck geschmückt,
näherte ich mich dem großen Helden
und hörte die Dhamma-Unterweisung.

141.

Da pries jener Weltehrwürdige
eine Bhikkhunī mit dem göttlichen Auge
inmitten der Versammlung
und setzte sie an die erste Stelle.

142.

Als ich das hörte, war ich freudig erregt;
ich gab Gaben dem Meister,
ehrte den Vollerwachten
und wünschte mir das göttliche Auge.

143.

Da sprach der Meister zu mir:
„Nande, du wirst erlangen, was du dir gewünscht hast -
dies ist die sichere Frucht
des Spendens von Licht und Dhamma.

144.

„Nach hunderttausend Äonen
wird aus dem Geschlecht der Okkāka
ein Meister in der Welt erscheinen,
Gotama von der Stammeslinie.

145.

„Eine Erbin seines Dhamma,
aus ihm selbst hervorgebracht, dem Dhamma entstammt -
Sakulā wird sie mit Namen heißen,
eine Schülerin des Meisters."

146.

Durch jene wohlgetane Tat,
durch die Absicht und den Entschluss,
ließ ich den menschlichen Körper zurück
und gelangte in den Tāvatiṃsa-Himmel.

147.

In diesem gesegneten Äon erstand, von höchstem Ruhm,
ein Brahma-Verwandter - Kassapa war sein Geschlechtsname -
als Vortrefflichster unter denen, die sprechen.

148.

Eine Paribbājakā war ich damals, als Alleingängerin;
nachdem ich um Almosen gewandert war,
erhielt ich ein wenig Öl.

149.

Damit entzündete ich eine Lampe
und trat vor den, der alle Sinne gezügelt,
vor das Heiligtum des Höchsten unter den Zweifüßigen,
mit heiterem Geiste.

150.

Durch jene heilsam vollbrachte Tat,
durch Absicht und Entschlossenheit,
verließ ich den menschlichen Leib
und gelangte in die Tāvatiṃsa-Welt.

151.

Wo auch immer ich wiedergeboren wurde,
getragen von der Kraft jener Tat -
an jedem solchen Ort, wohin ich auch gelangte,
loderten gewaltige Lichter auf.

152.

Durch Wände hindurch, durch Felsen hindurch,
über Berge hinweg -
was immer ich sehen wollte, schaute ich:
dies ist die Frucht der Lampenstiftung.

153.

Reines Auge ward mir zuteil,
und in Ruhm erstrahle ich;
mit Vertrauen und Weisheit begabt -
dies ist die Frucht der Lampenstiftung.

154.

Nun aber, in meinem letzten Dasein,
wurde ich in einer edlen Familie geboren,
reich an Gütern und Korn,
in einer frohen, vom König verehrten Familie.

155.

Mit allen Gliedern vollkommen ausgestattet,
mit allem Schmuck geschmückt,
stand ich am Fenster,
als der Sugata in die Stadt einzog.

156.

Ich sah ihn erstrahlen in Ruhm,
verehrt von Göttern und Menschen,
ausgestattet mit den Nebenzeichen,
geziert mit den Merkmalen.

157.

Hochgemut und frohen Herzens
erwog ich den Auszug in die Hauslosigkeit;
und nicht nach langer Zeit
erlangte ich die Arahantschaft.

158.

In den Iddhis bin ich Meisterin,
im göttlichen Gehörelement;
ich erkenne die Gedanken anderer -
so erfülle ich die Weisung des Meisters.

159.

Ich kenne die früheren Aufenthalte,
das göttliche Auge ist geläutert;
alle Triebflüsse ausgebrannt -
ich bin rein und makellos.

160.

Den Meister habe ich verehrt,
die Weisung des Buddha vollbracht;
die schwere Last abgelegt,
der Führungsfaden ins Dasein entwurzelt.

161.

Das Ziel, um dessentwillen ich auszog
aus dem Haus in die Hauslosigkeit -
dieses Ziel ist mir erreicht:
die Auflösung aller Fesseln.

162.

Da setzte mich der Großmitleidsvolle
an die höchste Stelle:
„Unter jenen, die das göttliche Auge besitzen,
ist Sakulā die Erste" - so sprach der Höchste der Menschen.

163.

Meine Befleckungen sind verbrannt … usw. … ich lebe triebversiegend.

164.

Willkommen wahrlich war mir … usw. … die Weisung des Buddha vollbracht.

165.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … die Weisung des Buddha vollbracht.
So sprach die Bhikkhunī Sakulā diese Verse.
Das Apadāna der Therī Sakulā, das vierte.
5. Apadāna der Therī Nandā

166.

Der Sieger namens Padumuttara,
der über alle Dhammas zum jenseitigen Ufer Gelangte -
vor hunderttausend Äonen
erstand dieser Anführer.

167.

Unterweisend und erklärend,
ein Retter aller Wesen;
dieser im Lehren kundige Buddha
befreite viele Scharen von Menschen.

168.

Mitfühlend, von großem Erbarmen,
das Wohlergehen aller Wesen suchend,
ließ er alle angekommenen Wanderasketen
in den fünf Sīlas Fuß fassen.

169.

So war jenes frei von Verwirrung
und leer von Wanderasketen,
doch vielgestaltig von Arahants -
von jenen Bezähmten, den Gleichmütigen.

170.

Mit achtundfünfzig Juwelen-Ehrengaben versehen,
erhob sich der große Muni,
dem Gold an Glanz vergleichbar,
geschmückt mit den zweiunddreißig erhabenen Merkmalen.

171.

Hunderttausend Jahre
betrug damals seine Lebensspanne;
solange er weilte,
befreite er viele Scharen von Menschen.

172.

Damals war ich in Haṃsavatī
in einer Kaufmannsfamilie geboren,
mit mannigfachem Glanz der Juwelen,
mit großem Glück reichlich bedacht.

173.

Ich trat zu jenem Großhelden heran
und hörte die Dhamma-Darlegung -
das Unsterbliche, von höchstem Geschmack,
das das Höchste offenbart.

174.

Da lud ich den Weltanführer
mitsamt dem Saṅgha ein,
gab ihm die große Gabe,
heiteren Herzens mit eigenen Händen.

175.

Den höchsten Rang unter den meditierenden Bhikkhunīs
erstrebte ich,
indem ich das Haupt neigte vor dem Weisen,
dem Weltanführer mitsamt dem Saṅgha.

176.

Da sprach jener Bändiger der Ungezähmten,
Zuflucht der drei Welten, der Herr,
der Lenker der Menschen, eine Weissagung aus:
„Du wirst das erlangen, was du wohlerwogen angestrebt hast.

177.

Vor hunderttausend Äonen, aus dem Geschlecht der Okkāka entsprossen,
wird einer namens Gotama dem Clan nach
als Lehrer in der Welt entstehen.

178.

„Als Erbinnen seines Dhamma, leibliche Töchter, aus dem Dhamma geformt -
eine namens Nandā
wird des Lehrers Schülerin sein."

179.

Als ich das gehört hatte, war mein Herz voller Freude;
solange ich lebte, diente ich dem Sieger
mit liebevollem Sinn und versorgte den Führer mit den nötigen Dingen.

180.

Durch diese wohlgetane Tat
und durch Absicht und Entschluss
verließ ich den menschlichen Leib
und gelangte in die Tāvatiṃsa-Welt.

181.

Von dort wiedergegangen, gelangte ich zu den Yāma-Göttern,
von dort zu den Tusita-Göttern,
dann zur Nimmānarati-Welt,
dann zur Stadt der Vasavatti-Götter.

182.

Wo immer ich wiedergeboren wurde,
durch die Kraft jener Tat,
dort stets wurde ich Hauptgemahlin der Könige.

183.

Von dort wiedergegangen, im Menschsein,
wurde ich Hauptgemahlin
der Weltherrscher-Könige
und der Könige umgrenzter Reiche.

184.

Nachdem ich solche Glücksfülle genossen hatte
unter Göttern und Menschen,
überall beglückt,
wanderte ich durch viele Äonen.

185.

Als mein letztes Dasein gekommen war,
in der wunderschönen Stadt namens Kapilavatthu,
war ich die untadelige Tochter
des Königs Suddhodana.

186.

Als man mich erblickte, strahlend wie Śrī,
war jenes Geschlecht voller Freude;
daher war Nandā mein schöner, vortrefflicher Name.

187.

Unter allen jungen Frauen
war ich bekannt als die Schöne;
in jener herrlichen Stadt -
abgesehen von Yasodharā -

188.

war mein ältester Bruder der Höchste der drei Welten,
ein Arahant der nächste;
ich allein, eine Haushälterin,
wurde von der Mutter angetrieben.

189.

„Im Sākya-Geschlecht geboren,
bist du eine jüngere Schwester des Buddha;
nachdem du auch ohne Nanda geblieben bist -
was willst du im Hause sitzen?

190.

Die Jugend endet im Alter,
die Gestalt gilt als unrein,
auch Gesundheit endet in Krankheit,
das Leben hat den Tod als Grenze.

191.

Auch diese deine schöne Gestalt,
mondglanzhold und herzberückend,
ein Schmuck des Schmuckes,
dem Blütenkranz des Glückes gleich -

192.

wie aufgehäufte Weltkostbarkeit,
ein Labsal für die Augen,
Ruhm und Verdienst erzeugend,
Wonne des Okkāka-Geschlechts -

193.

in nicht langer Zeit
wird das Alter sie überwältigen.
Verlasse das Haus, o Gütige,
und wandle im untadeligen Dhamma."

194.

Nachdem ich der Mutter Worte gehört hatte,
trat ich aus dem Haus ins Hauslose -
mit dem Körper, nicht mit dem Geist,
besessen von Gestalt und Jugendglanz.

195.

Mit großer Mühe strebte ich
nach höchster Jhāna-Vertiefung -
doch meiner Mutter Mahnung, so zu handeln,
fand in mir keinen Eifer.

196.

Da sah mich der große Mitgefühlsvolle,
wie ich an Sinnenglanz hing;
um mir Leid an der Gestalt zu erwecken,
trat der Sieger in meinen Gesichtskreis.

197.

Durch seine eigene Kraft
ließ er eine strahlende Frauengestalt erscheinen,
wunderschön anzusehen,
noch schöner gestaltet als ich selbst.

198.

Ich blickte auf sie und war verwirrt,
über jene in höchstem Maß Berückende;
ich dachte: „Fruchtbringend ist mir
der menschliche Gewinn der Augen."

199.

„Komm her, Schöne - sag mir,
was du begehrst;
dein Geschlecht, deinen Namen und Clan -
sag mir, wenn es dir lieb ist."

200.

„Nicht Zeit zum Fragen, Schöne -
bette mich in deinen Schoß;
meine Glieder sinken gleichsam dahin -
lass mich einen Augenblick ruhen."

201.

Da legte sie ihr Haupt auf meinen Schoß
und schloss die schönen Augen.
Auf ihrer Stirn fiel nieder
ein Parasit, grausig und verderbend.

202.

Mit seinem Niederfallen
entstanden Beulen,
es sickerten hervor und barsten:
Verwesung, Eiter und Blut.

203.

Auch das Antlitz war geborsten,
ein Leichnam, übelriechend,
aufgebläht und verfärbt,
auch der Körper von Eiter durchdrungen.

204.

Sie, an allen Gliedern zersetzt,
atmete immer wieder stoßweise,
litt ihren eigenen Schmerz
und klagte jämmerlich.

205.

„Im Leiden bin ich leidgeplagt,
und Schmerzen berühren mich;
in großem Leid bin ich versunken -
sei mir Zuflucht, Freundin."

206.

„Wo ist dein strahlendes Antlitz,
wo deine hohe Nase,
deine Lippen, roten Früchten gleich -
wo ist dein Gesicht hingegangen?

207.

Wo ist nun das mondgleiche Antlitz, wo der Hals wie eine Muschel hin?
Die Ohren, einst schaukelnd bewegt - ins Farblose verfallen.

208.

Die Brüste, einst wie Knospen der Lotosblüte -
nun aufgebrochen, stinkende Verwesung, im Gestank des Faulens angelangt.

209.

Die schlanke Mitte wie ein Altarrand, nun wie ein Schlachthaus, ausgeleert und leer,
entstanden voll von Unreinem - ach, wie vergänglich ist diese Gestalt!

210.

Der ganze Körper, dem Verfall entsprungen, übelriechend, furchteinflößend,
ekelhaft wie ein Leichenfeld - und doch ergötzen sich die Toren daran.

211.

Da sprach zu mir - mein Bruder, der Großmitleidige, der Weltenführer -
als er mein erschüttertes Herz sah, diese Verse:

212.

„Sieh, Nandā, diese leidensbeladene, verwesende, übelriechende Zusammensetzung!
Entwickle den Geist in der Unschönheit, gesammelt, einspitzig, wohl gefestigt.

213.

Wie dieses, so jenes - wie jenes, so dieses:
übel riechend, faulend duftet es, von den Toren heiß begehrt.

214.

Indem du es so schaust, Tag und Nacht ohne Trägheit,
wirst du durch deine eigene Weisheit, losgelöst, klar erkennen."

215.

Da, tief erschüttert, nachdem ich die wohlgesprochenen Verse vernommen hatte,
verharrte ich eben dort - und erlangte die Arahattschaft.

216.

Wo immer ich saß, stets dem Jhāna hingegeben -
der Sieger, erfreut über jene Tugend, setzte mich an die höchste Stelle.

217.

Meine Kilesas sind verbrannt ... usw. ... ich weile ohne Triebflüsse.

218.

Wahrlich ein gesegnetes Kommen war mir ... usw. ... des Buddha Weisung ist erfüllt.

219.

Die vier analytischen Erkenntnisse ... usw. ... des Buddha Weisung ist erfüllt.
So sprach die Bhikkhunī Nandā, die Schöne des Landes, diese Verse.
Das Apadāna der Therī Nandā, das fünfte.
6. Soṇātherīapadāna

220.

„Der Sieger namens Padumuttara, der alle Dhammas durchdrungen hat -
vor hunderttausend Äonen erschien dieser Führer in der Welt.

221.

Damals wurde ich in einer Kaufmannsfamilie geboren, in Glück, verehrt und geliebt;
ich trat zu jenem Höchsten der Weisen hin und vernahm seine süße Rede.

222.

Die Bhikkhunī, die sich in unermüdlicher Energie auszeichnete, pries der Sieger -
als ich das hörte, wurde ich freudig bewegt und erwies dem Lehrer Ehrerbietung.

223.

Ich verneigte mich vor dem Vollerwachten und begehrte damals jenen Rang;
der Große Held stimmte zu: „Möge dein Wunsch in Erfüllung gehen.

224.

In hunderttausend Äonen wird einer vom Geschlecht der Okkāka erscheinen;
Gotama wird er dem Geschlecht nach heißen - er wird als Lehrer in der Welt sein.

225.

Unter seinen Dhamma-Erben, leiblich aus dem Dhamma geboren,
wird eine namens Soṇā als Schülerin des Lehrers sein."

226.

Als ich das hörte, wurde ich freudig und diente dem Sieger zeitlebens
mit liebevollem Herzen, dem Lenker mit Gaben zur Seite stehend.

227.

Durch jenes wohlgetane Kamma, durch Absicht und Wunsch,
verließ ich den menschlichen Leib und gelangte in die Tāvatiṃsa-Welt.

228.

Nun aber, in meinem letzten Dasein, wurde ich in einer Kaufmannsfamilie geboren,
in Sāvatthī, der erlesenen Stadt, reich, blühend und wohlhabend.

229.

Als ich ins Jugendalter trat und in das Haus des Gatten zog,
gebar ich zehn Söhne, an Schönheit besonders herausragend.

230.

Sie alle wuchsen in Glück auf, die Freude des Herzens ihrer Mutter,
selbst den Feinden willkommen - mir, ihrer Mutter, umso teurer.

231.

Dann zog mein Gatte, ohne meinen Willen, von zehn Söhnen umgeben,
in die Hauslosigkeit aus, unter die Weisung des Gottes der Götter.

232.

Da saß ich allein und dachte: Was nützt mir noch dieses Leben,
verlassen von Gatten und Söhnen, ich Arme, nun gealtert?

233.

Auch ich werde dorthin gehen, wohin mein Gatte gelangt ist -
so bedachte ich es und trat aus ins hauslose Leben.

234.

Da ließen mich die Bhikkhunīs in einer Bhikkhunī-Unterkunft zurück
und gingen fort, nur dies als Auftrag hinterlassend: „Heize das Wasser."

235.

Da trug ich das Wasser herbei, schöpfte es in den Krug,
setzte ihn auf den Herd, saß nieder - und sammelte den Geist.

236.

Die Aggregate als vergänglich schauend, als Leiden und als Nicht-Selbst,
verbrannte ich alle Triebflüsse und erlangte die Arahattschaft.

237.

Da kamen Bhikkhunīs und fragten nach warmem Wasser;
durch Entschlossenheit in der Feuer-Dhātu
erhitzte ich das Wasser rasch.

238.

Staunend trugen sie dem erhabenen Sieger diese Sache vor;
als er es hörte, sprach der Herr voller Freude
folgende Strophe:

239.

„Wer auch hundert Jahre lebt,
träge und von schwachem Eifer,
dem ist ein einziger Tag des Lebens vorzuziehen,
wenn er sich mit festem Eifer aufmacht."

240.

Den großen Helden habe ich durch rechtes Üben erfreut;
er, der große Muni, nannte mich
höchste unter denen, die Eifer entfalten.

241.

Meine Kilesas sind verbrannt … (usw.) … ich lebe ohne Triebflüsse.

242.

Willkommen war mir wahrlich … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

243.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So wurden diese Verse von der Bhikkhunī Soṇā gesprochen.
Das sechste Apadāna der Therī Soṇā.
7. Bhaddakāpilānītherīapadānaṃ

244.

Der Sieger mit Namen Padumuttara, der das andere Ufer aller Dhammas erreicht hat,
der Anführer, erschien
vor hundert Mal hunderttausend Äonen.

245.

Damals in Haṃsavatī
war da ein Kaufmann namens Videha,
an Edelsteinen überreich -
dessen Ehefrau war ich.

246.

Einst näherte er sich, von seiner Gefolgschaft begleitet,
der Sonne unter den Menschen
und hörte den Dhamma des Buddha,
der alle Furcht vor Leid vertreibt.

247.

Der Anführer pries einen Schüler
als höchsten unter denen, die die Dhuta-Praktiken befolgen;
als der Kaufmann es hörte, gab er sieben Tage lang Gaben
dem Buddha, dem Gleichmütigen.

248.

Das Haupt zu den Füßen niedergebeugt,
begehrte er jenen Stand;
da erfreute der Stier unter den Menschen die Versammlung

249.

und sprach aus Mitgefühl für den Kaufmann
diese Strophen:
„Du wirst den erstrebten Stand erlangen -
sei befriedet, mein Sohn.

250.

„Nach hundert Mal hunderttausend Äonen,
aus dem Geschlecht der Okkāka entsprossen,
wird einer namens Gotama, dem Stammesnamen nach,
als Lehrer in der Welt erscheinen.

251.

„Erbe des Dhammas jenes Lehrers,
aus dem Dhamma selbst geboren,
wird ein Schüler des Lehrers sein,
Kassapa dem Stammesnamen nach."

252.

Das hörend, voller Freude,
pflegte er den Sieger sein Leben lang
liebevollen Herzens
und versorgte den Führer mit allem Notwendigen.

253.

Nachdem jener die Lehre zum Leuchten gebracht,
die Irrlehrer niedergeworfen
und die Belehrbaren belehrt hatte,
trat er samt seinen Schülern ins Nibbāna ein.

254.

Als jener Weltgipfel ins Nibbāna eingegangen war,
versammelte der Kaufmann Verwandte und Freunde,
um dem Lehrer Verehrung zu erweisen,
und schuf zusammen mit ihnen:

255.

Einen sieben Yojana hohen Stupa,
emporragend, aus Edelsteinen,
strahlend wie hundert Sonnenstrahlen,
blühend wie ein Sāla-König.

256.

Sieben Mal hunderttausend Schalen
ließ er dort aufstellen,
leuchtend wie brennendes Schilf,
gleichsam aus den sieben Edelsteinen.

257.

Mit Duftöl gefüllt
entzündete er dort Lampen
zur Verehrung des Großen Sehers,
des Mitfühlenden für alle Wesen.

258.

Sieben Mal hunderttausend gefüllte Krüge
ließ er anfertigen,
mit Edelsteinen gefüllt,
zur Verehrung des Großen Sehers.

259.

Zwischen jeweils acht und acht Krügen
erhoben sich goldene Tragstangen;
sie erstrahlten an Glanz
wie die Sonne in der Herbstzeit.

260.

An den vier Toren glänzten
Torbögen aus Edelsteinen;
erhoben und reizvoll die Tafeln,
glänzend, aus Edelsteinen gefügt.

261.

Rings umgeben erstrahlten
kunstreich gearbeitete Bekränzungen;
erhobene Fahnen
strahlten von Edelsteinen.

262.

Tiefrot, kunstreich ausgeführt,
der Schrein aus Edelsteinen -
er erstrahlte an Glanz
wie die Sonne mit dem Abendrot.

263.

Die drei Terrassen des Stupas
füllte er mit Auripigment,
eine mit Realgar,
eine weitere mit Collyrium.

264.

Solch reizvolle Verehrung vollbracht habend
für den Verkünder des Erhabenen,
gab er der Saṅgha Gaben
sein Leben lang, nach Kräften.

265.

Gemeinsam mit jenem Kaufmann
vollbrachte ich all jene Verdienste
mein Leben lang -
gemeinsam gingen wir zu einer guten Wiedergeburt.

266.

Menschliches und göttliches Wohlergehen genießend,
wanderte ich im Saṃsāra
stets an seiner Seite,
wie ein Schatten dem Körper folgt.

267.

Vor einundneunzig Äonen trat ein Anführer auf,
Vipassī mit Namen, von strahlender Erscheinung,
Schauer aller Dhammas.

268.

Damals lebte in Bandhumatī ein Brahmane, wohlangesehen,
wohlhabend und an Güte reich, doch an weltlichem Besitz sehr arm.

269.

Ich war damals seine Brahmanin, gleichen Geistes;
einst begegnete jener edle Zweimalgeborene dem großen Muni.

270.

Er sah ihn sitzen inmitten einer Menschenschar,
den Pfad des Todlosen verkündend;
freudig hörte er den Dhamma und schenkte ihm ein Gewand.

271.

Mit nur einem Gewand kehrte er nach Hause und sprach zu mir:
„Freue dich mit an diesem großen Verdienst -
das Gewand, das dem Buddha gegeben ward."

272.

Da faltete ich die Hände und stimmte freudig zu:
„Wohl gegeben ist das Gewand, o Herr,
dem Unerschütterlichen, dem Besten der Buddhas."

273.

Beglückt und geschmückt zog er durch Dasein um Dasein;
in der schönen Stadt Bārāṇasī ward er König, Herrscher der Erde.

274.

Ich war damals seine Hauptgemahlin,
die Vornehmste der Frauenschar,
ihm innig zugetan durch frühere Zuneigung.

275.

Als acht Paccekabuddha-Führer zum Almosengehen umherwandelten,
erblickte er sie, ward freudig und reichte ihnen hochwürdige Speise.

276.

Dann lud er sie erneut ein und ließ einen Pavillon aus Juwelen errichten;
einen vom Schmied gefertigten Becher aus echtem Gold - so kostbar.

277.

Er ließ sie alle versammeln und gab ihnen Gaben,
mit eigenen Händen, ergeben, als sie auf goldenen Sitzen Platz genommen hatten.

278.

Auch ich schenkte damals gemeinsam mit dem König von Kāsī;
abermals wurde ich in Bārāṇasī geboren, in einem Dorf im Kāsī-Land.

279.

In einer wohlhabenden Bürgerfamilie, beglückt und mit Geschwistern -
ich war die Gattin des älteren Bruders, eine treue Ehefrau.

280.

Als ein Paccekabuddha zum jüngeren Bruder meines Gatten kam,
gab ich ihm meinen Anteil und sagte es jenem, als er heimkam.

281.

Doch er freute sich nicht über die Gabe; da brachte er einen Topf
mit jener Speise herbei und gab sie abermals jenem Paccekabuddha.

282.

Er aber warf jene Speise fort; da war ich erzürnt auf ihn
und reichte jenem Unerschütterlichen den Becher, mit Schlamm gefüllt.

283.

Als ich sah, wie er gleichen Gemüts und Antlitzes blieb -
beim Geben wie beim Nehmen, beim Empfangen wie beim Beleidigen -
da erschauerte ich tief.

284.

Dann nahm ich den Becher wieder, reinigte ihn mit wohlriechendem Duft,
und mit heiterem Herzen füllte ich ihn und gab ihm Butterschmalz mit Zucker.

285.

Wo immer ich auch wiedergeboren werde - durch das Geben bin ich von schöner Gestalt;
doch durch die Beleidigung des Buddhas bin ich mit übelriechendem Mund behaftet.

286.

Abermals, als der tapfere Kassapa einen Stupa errichtete,
schenkte ich freudig einen kostbaren goldenen Ziegelstein.

287.

Nachdem ich jenen Ziegelstein mit dem Viergewürzduft umhüllt hatte,
ward ich befreit vom Makel des üblen Geruchs,
mit allen Gliedern vollkommen wohlgestaltet.

288.

Siebentausend Schalen ließ ich herstellen,
gefüllt mit Butterschmalz, aus sieben Juwelen,
und tausende von Dochten.

289.

Ich legte sie hinein, entzündete sie
und stellte sieben Reihen auf,
zur Verehrung des Welthüters, mit vollkommen heiterem Sinn.

290.

An jenem Verdienst handelte auch meine Schwester in besonderer Weise mit;
abermals in Kāsī geboren, war sie bekannt als Sumittā.

291.

Ich war seines Gatten Gemahlin - beglückt, geschmückt, geliebt;
damals schenkte ich einem Pacceka-Muni ein dichtes Tuch.

292.

Auch an jenem Verdienst war ich ihre Schwester, mitfreuend über die höchste Gabe;
abermals wurde ich im Lande Kāsī geboren, aus dem Geschlecht der Koliyā.

293.

Damals, zusammen mit fünfhundert Söhnen der Koliyā,
diente ich fünfhundert Paccekabuddhas.

294.

Drei Monate lang labte ich sie und schenkte die drei Gewänder;
seine Gattin war ich damals, dem Pfad heilsamen Wirkens folgend.

295.

Von dort scheidend, ward er König - Nanda mit Namen, von großem Ruhm;
auch seine Hauptgemahlin war ich, in Erfüllung aller Wünsche.

296.

Damals, als König Brahmadatta Herrscher der Erde war,
den Pacceka-Munis, den Söhnen der Padumavatī -

297.

Wohl fünfhundert [Mönche] pflegte ich, mein ganzes Leben lang;
Im Königsgarten ließ ich sie wohnen und verehrte die Erloschenen.

298.

Nachdem wir Cetiya-Stätten hatten errichten lassen, traten wir beide in die Hauslosigkeit ein;
Wir entfalteten die Unermesslichkeiten und gelangten in die Brahma-Welt.

299.

Von dort herabgestiegen, ward er am großen Furt wiedergeboren: Sujāta Pipphalāyana;
Sumanadevi hieß die Mutter, der Vater ein Zweigeborener vom Kosigotta-Geschlecht.

300.

Ich aber, im Lande der Madda, in Sākala, der herrlichsten Stadt,
War Tochter des Zweigeborenen Kappila, und Sucīmati war der Name meiner Mutter.

301.

Mein Vater ließ ein Abbild von mir gießen aus massivem Gold
Und gab mich dem weisen Kassapa, der die Sinnenlüste gemieden hatte.

302.

Einst, als jener Mitleidsvolle losgezogen war, um die Arbeiten zu besehen,
Erschrak er tief, als er Lebewesen sah, die von Krähen und dergleichen gefressen wurden.

303.

Ich selbst sah daheim, wie Sesam im Wachsen von der Sonne gebrannt,
Von Würmern und Krähen gefressen wurde - da erlangte ich tiefes Erschrecken.

304.

Da trat jener Weise in die Hauslosigkeit ein, und ich folgte ihm nach;
Fünf Jahre lang verweilte ich auf dem Weg des Wanderlebens.

305.

Als Gotamī, die Pflegerin des Siegers, in die Hauslosigkeit getreten war,
Begab ich mich zu ihr und wurde vom Erwachten unterwiesen.

306.

In nicht langer Zeit gelangte ich zur Arahantschaft -
Oh, wie heilsam war die Freundschaft mit dem glorreichen Kassapa!

307.

Kassapa, Sohn und Erbe des Erwachten, wohlgesammelt,
Kennt die früheren Geburten, schaut Himmel und Abgründe.

308.

Und der die Vernichtung des Geborenwerdens erlangt hat, der durch Abhiññā vollendete Weise -
Durch diese drei Wissen ist ein Brahmane ein Dreiwissender.

309.

Ebenso ist Bhaddakāpilānī, die Dreiwissende, die den Tod überwindet;
Sie trägt den letzten Leib, nachdem sie Māra samt seinem Gefolge besiegt hat.

310.

Beide sahen wir die Gefahr in der Welt und traten in die Hauslosigkeit ein;
Wir sind Triebversiegte, Gezähmte, erkaltet sind wir, erloschen.

311.

Die Triebflüsse sind in mir verbrannt … (und so fort) … ich weile ohne Triebe.

312.

Willkommen war mir wahrlich … (und so fort) … das Gebot des Erwachten ist erfüllt.

313.

Die vier analytischen Erkenntnisse … (und so fort) … das Gebot des Erwachten ist erfüllt.
So hat die Bhikkhunī Bhaddakāpilānī diese Verse gesprochen.
Das Apadāna der Therī Bhaddakāpilānī - das siebte.
8. Apadāna der Therī Yasodharā

314.

Zu einer Zeit, in der anmutigen, blühenden Stadt Rājagaha,
Auf einem vorzüglichen Felsvorsprung, wo der Führer der Menschen verweilte -

315.

In jener Stadt, in der anmutigen Bhikkhunī-Unterkunft,
Entstanden in der Bhikkhunī Yasodharā folgende Gedanken:

316.

„Der Großkönig Suddhodana und Gotamī Pajāpati,
Die bekannten großen Theras und die Therīs mit großer Wirkkraft -

317.

Sie alle sind zum Frieden gegangen, erloschen wie Lampenflammen, triebfrei;
Während der Welthüter noch weilt, werde auch ich den seligen Zustand

318.

Erlangen" - so bedenkend, sah sie die Spanne ihres eigenen Lebens;
Als sie die Lebenskräfte gesehen hatte, erkannte sie: noch an diesem Tag endet es.

319.

Sie nahm Schale und Gewand, trat aus ihrer Unterkunft heraus,
Von Hunderten und Tausenden von Bhikkhunīs geleitet.

320.

Mit großer Wirkkraft, mit großer Weisheit näherte sie sich dem Vollerwachten;
Sie ehrte den Vollerwachten, betrachtete die Radzeichen des Lehrers,
Setzte sich abseits nieder und sprach diese Worte:

321.

„Achtundsiebzig Jahre - das letzte Lebensalter schreitet fort;
Ich bin an den Felsvorsprung gelangt und melde es dir, o großer Muni.

322.

Mein Lebensalter ist gereift, kurz ist mein Leben noch;
Euch verlassend werde ich gehen - für mich selbst ist die Zuflucht erlangt.

323.

Im letzten Stadium des Alters bedrängt mich der Tod;
Noch diese Nacht, o großer Held, werde ich das Nibbāna erreichen.

324.

Nicht mehr gibt es Geburt, Alter, Krankheit und Tod, o großer Muni;
In die Stadt ohne Altern und Tod, das Ungestaltete, werde ich einziehen.

325.

Soweit es eine Versammlung gibt, die dem Lehrer aufwartet -
Vergib mir, o Muni, wenn ich unwissentlich gefehlt habe, hier vor deinem Angesicht.

326.

Wandernd durch den Saṃsāra, wenn ich je dir gegenüber gestrauchelt bin -
Ich melde es dir, o großer Held: vergib mir das Vergehen."

327.

Als er ihre Worte vernommen hatte, sprach der Herr der Weisen dies:
„Was soll ich dir noch sagen - du, die du zum Nibbāna gehst?

328.

Zeige auch die Wunderkraft den Ausübenden meiner Lehre
und löse allen Versammelten jeden Zweifel, soweit er besteht."

329.

Als die Bhikkhunī Yasodharā die Worte des Weisen vernommen hatte,
verneigte sie sich vor dem König der Weisen und sprach diese Worte:

330.

„Yasodharā bin ich, Held - in deinem Hause deine Gemahlin,
im Geschlecht der Sākyas geboren, in Frauenwürde fest gegründet.

331.

Von hundert mal hunderttausend Frauen - sechsundneunzig mal hunderttausend -
war ich, Held, in deinem Hause die Oberste, Herrin über alle.

332.

An Schönheit und edlen Eigenschaften reich, in der Blüte der Jugend, lieblich im Wort -
alle erwiesen mir Ehrerbietung, Menschen wie Götter.

333.

An der Spitze von hunderttausend Jungfrauen in der Wohnstätte des Sākyasohnes,
in gleichem Glück und Leid vereint - wie Göttinnen im Nandana-Hain.

334.

Die Kāmadhātu übersteigend, in der Rūpadhātu gegründet,
gab es an Schönheit keine Gleiche - abgesehen vom Führer der Welt.

335.

Den Vollerwachten verehrend, zeigte sie dem Meister die Wunderkraft;
mannigfach und in verschiedener Gestalt ließ Yasodharā große Wunderkraft erscheinen.

336.

Einen dem Weltenring gleichen Leib - den Kopf nach oben hin,
beide Schwingen als zwei Inseln, Jambudīpa als ihr Körper:

337.

Den südlichen See als Schweifgefieder, vielzweigige Blätter als Geäst,
Mond und Sonne als Augen, den Meru-Berg als Scheitel,

338.

Den Cakkavāla-Berg als Schnabel, den Jambu-Baum mitsamt den Wurzeln -
so heranfliegend in Vogelgestalt verehrte sie den Weltführer.

339.

Elefantengestalt, ebenso Pferdegestalt, Berg und Meer,
Mond und Sonne, den Meru - auch die Gestalt des Sakka zeigte sie.

340.

Yasodharā bin ich, Held - ich verehre deine Füße, du Sehender;
mit aufgeblühten Lotusblüten bedeckte sie tausend Weltensphären.

341.

Ein brahmagleiches Wesen erschaffend, lehrte sie den Dhamma der Leerheit.
Yasodharā bin ich, Held - ich verehre deine Füße, du Sehender.

342.

In den Wunderkräften bin ich Meisterin, im göttlichen Gehörelement,
in der Erkenntnis der Herzensregungen anderer bin ich Meisterin, großer Muni.

343.

Die frühere Daseinsfolge kenne ich, das göttliche Auge ist geläutert;
alle Triebflüsse sind versiegt - kein Wiederwerden gibt es mehr.

344.

In Wahrheit und Dhamma, in Sprache und Ausdruck sowie in spontaner Beredsamkeit
ist in mir Erkenntnis entstanden, großer Held, in deiner Gegenwart.

345.

Das Zusammenkommen mit den Welthütern der Vorzeit wurde dir von mir gezeigt;
vielfältiges Verdienst ist meins - um deinetwillen, großer Muni.

346.

Das Werk, das von mir vollbracht wurde, das Heilsame - gedenke dessen, Muni;
um deinetwillen, großer Held, wurde Verdienst von mir angehäuft.

347.

Das Unzugehörige meidend, das Untunliche abwehrend -
um deinetwillen, großer Held, wurde das Leben von mir geopfert.

348.

Viele Tausende von Koṭis gab man mich als Ehefrau weiter;
ich war dabei nicht betrübt - um deinetwillen, großer Muni.

349.

Viele Tausende von Koṭis gab man mich als Dienende weiter;
ich war dabei nicht betrübt - um deinetwillen, großer Muni.

350.

Viele Tausende von Koṭis gab man mich der Nahrung wegen weiter;
ich war dabei nicht betrübt - um deinetwillen, großer Muni.

351.

Viele Tausende von Koṭis von Leben habe ich hingegeben:
„Sie werden Befreiung von Schrecken bewirken" - so gab ich mein Leben.

352.

Körperlichen Schmuck, Gewänder mannigfacher Art in großer Fülle -
den Frauenzierrat verhehlte ich nicht, um deinetwillen, großer Muni.

353.

Den Verzicht auf Reichtum und Korn, auf Dörfer und Märkte,
auf Felder, Söhne und Töchter - alles wurde hingegeben, großer Muni.

354.

Elefanten, Pferde, Rinder dazu, Dienerinnen und Begleiterinnen -
um deinetwillen, großer Held, unzählig viele hingegeben.

355.

Was immer mich Bittende ersuchten: „Gib eine Gabe dem Bedürftigen" -
ich sehe keine Betrübnis in mir, wenn ich die höchste Gabe gebe.

356.

Vielfältiges, mannigfaches Leid im Saṃsāra vielerlei Art -
um deinetwillen, großer Held, ist Unzähliges von mir durchlitten worden.

357.

Ich freue mich mit denen, die Glück erlangt haben, und bin nicht betrübt über Leid;
überall bleibe ich ausgeglichen - um deinetwillen, großer Muni.

358.

Auf demselben Weg schritt der Vollerwachte, den Dhamma verkündend, den er hervorbrachte;
Glück und Leid durchlebend, erlangte der große Muni die Bodhi.

359.

Den Vollerwachten Brahmadeva, und den Gotama, den Weltenführer -
mit anderen Weltbeschützern vielfach bin ich dir begegnet.

360.

Große Verdienste habe ich erworben um deinetwillen, großer Muni;
auf der Suche nach dem Buddha-Dhamma war ich deine Dienerin.

361.

Vor hunderttausend Äonen und vier unzählbaren Äonen
erschien Dīpaṅkara, der große Held, als Weltenführer.

362.

In einem Grenzgebiet eingeladen, den Tathāgata,
reinigten sie den Weg für sein Kommen, erfüllten Herzens.

363.

Zu jener Zeit war er ein Brahmane namens Sumedha,
und er bereitete den Weg vor, weithin ausgedehnt, für den Allsehenden.

364.

Zu jener Zeit war ich ein brahmanisches Mädchen,
Sumittā mit Namen, und ich trat zur Versammlung heran.

365.

Acht Lotosblüten in den Händen, zur Verehrung des Meisters bestimmt -
ich nahm sie und erblickte inmitten der Menschenmenge den Seher, hervorgetreten.

366.

Den lang Ersehnten, den Geliebten, den Vorausgeschrittenen, den Bezaubernden -
als ich ihn sah, dachte ich damals: Mein Leben ist fruchtbringend.

367.

Diese fruchtbringende Kühnheit des Sehers erblickte ich damals;
durch das frühere Kamma klärte sich auch mein Geist hin zum Vollerwachten.

368.

Noch mehr klärte ich den Geist, gerichtet auf den Seher von erhabenem Sinn:
„Keine andere Gabe sehe ich - dir gebe ich, Seher, diese Blumen.

369.

Fünf sollen dir gehören, drei sollen mir gehören, Seher;
gemeinsam mögen sie gleich sein - zur Erlangung der Bodhi dir, Seher."

370.

Der Seher nahm die Blumen und trat vor den Ruhmreichen hin;
er verehrte ihn inmitten der Menschenmenge um der Bodhi willen, der große Seher.

371.

Dīpaṅkara, der große Muni, ihn mitten in der Menschenmenge schauend,
sprach der große Held eine Prophezeiung über den Seher von erhabenem Geist.

372.

In unzählbaren Äonen von jetzt an hatte Dīpaṅkara, der große Muni,
mein Kamma als geradlinig verkündet, der große Muni:

373.

„Mit gleichem Geist, gleichen Taten, gleichem Wirken wird sie sein;
durch ihr Kamma wird sie geliebt sein - um deinetwillen, großer Seher.

374.

Schön anzusehen, sehr liebenswürdig, angenehm, lieblich sprechend -
an seinen Dhammas als Erbin wird sie wohnen, an Macht reich.

375.

Wie man eine Schatzkiste für den Herrn bewacht,
so wird sie die heilsamen Dhammas behüten.

376.

Mit Mitgefühl für ihn wird sie die Pāramīs erfüllen;
wie ein Löwe, der den Käfig bricht, wird sie die Bodhi erlangen."

377.

In unzählbaren Äonen von jetzt an - was der Buddha über mich prophezeite -
dieser Aussage mich mitfreuend, ward ich zur solcherart Handelnden.

378.

Für jene wohlvollbrachte Tat klärte ich dort meinen Geist
und durchlebte unzählige Wiedergeburten in göttlichen und menschlichen Welten.

379.

Glück und Leid durchlebend unter Göttern und Menschen,
gelangte ich, als das letzte Dasein eintraf, im Geschlecht der Sākiyas zur Geburt.

380.

Von schöner Gestalt, mit Reichtum gesegnet, mit Ruhm und Sīla versehen -
mit Vollkommenheit aller Glieder bin ich in den Familien geehrt.

381.

Gewinn, Ruhm, Ehrerweisung, das Begegnen mit den Weltbedingungen -
mein Geist ist nicht bekümmert; ich lebe ohne Furcht von irgendwoher.

382.

Denn das hat der Bhagavā damals im Frauengemach des Königs gesagt
und im Fürstensaal, o Held, den Beistand aufgezeigt:

383.

Die Frau, die Beistand leistet, und die Frau, die in Glück und Leid da ist,
die Frau, die Sinnvolles spricht, und die Frau, die mitfühlend ist -

384.

Fünfhundert Koṭis von Buddhas und neunhundert Koṭis -
diesen Göttern der Götter habe ich große Gaben dargebracht.

385.

Große Verdienste habe ich - Dhamma-König, höre mich an:
Elfhundert Koṭis und zwölf Koṭis von Buddhas -

386.

Diesen Göttern der Götter habe ich große Gaben dargebracht;
große Verdienste habe ich - Dhamma-König, höre mich an.

387.

Zwanzig Koṭī mal hundert Buddhas, dreißig Koṭī mal hundert dazu -
diesen Göttern der Götter habe ich großes Geben gespendet.

388.

Mein großes Verdienst, Dhamma-König, vernimm es von mir:
vierzig Koṭī mal hundert, fünfzig Koṭī mal hundert -

389.

diesen Göttern der Götter habe ich großes Geben gespendet;
mein großes Verdienst, Dhamma-König, vernimm es von mir.

390.

Sechzig Koṭī mal hundert Buddhas, siebzig Koṭī mal hundert dazu -
diesen Göttern der Götter habe ich großes Geben gespendet.

391.

Mein großes Verdienst, Dhamma-König, vernimm es von mir:
achtzig Koṭī mal hundert Buddhas, neunzig Koṭī mal hundert -

392.

diesen Göttern der Götter habe ich großes Geben gespendet;
mein großes Verdienst, Dhamma-König, vernimm es von mir.

393.

Hundert Koṭī mal tausend sind es, die höchsten Weltführer -
diesen Göttern der Götter habe ich großes Geben gespendet.

394.

Mein großes Verdienst, Dhamma-König, vernimm es von mir:
neun Koṭī mal tausend sind es, weitere Leiter der Welt -

395.

diesen Göttern der Götter habe ich großes Geben gespendet;
mein großes Verdienst, Dhamma-König, vernimm es von mir.

396.

Hundert Koṭī mal tausend der großen Seher, fünfundachtzig an der Zahl,
fünfundachtzig Koṭī mal hundert und siebenunddreißig Koṭī -

397.

diesen Göttern der Götter habe ich großes Geben gespendet;
mein großes Verdienst, Dhamma-König, vernimm es von mir.

398.

Paccekabuddhas, leidenschaftsbefreit, achtmal acht Koṭī -
mein großes Verdienst, Dhamma-König, vernimm es von mir.

399.

Triebversiegt, fleckenlos, unzählige Buddhasāvakas -
mein großes Verdienst, Dhamma-König, vernimm es von mir.

400.

So wohl Geübten im Dhamma, die stets im Dhamma wandeln:
wer im Dhamma wandelt, ruht in Glück, in dieser Welt und in der jenseitigen.

401.

Den Dhamma soll man gut vollziehen, nicht übel vollziehen -
wer im Dhamma wandelt, ruht in Glück, in dieser Welt und in der jenseitigen.

402.

Vom Saṃsāra abgewandt, trat ich in die Hauslosigkeit ein;
von tausend Begleitern umgeben, trat ich aus, ohne Anhaftung.

403.

Das Haus verlassend, trat ich in die Hauslosigkeit ein;
noch ehe ein halber Monat vergangen, erlangte ich die vier Wahrheiten.

404.

Gewand und Piṇḍapāta, Bedürfnisse und Lagerstatt -
viele Menschen bringen sie dar, wie Wellen ans Meer.

405.

Meine Befleckungen sind verbrannt … ich lebe triebversiegt.

406.

Willkommen wahrlich war mir … die Weisung des Buddha ist vollbracht.

407.

Die vier Paṭisambhidās … die Weisung des Buddha ist vollbracht.

408.

So vielfältiges Leiden und vielerlei Errungenschaften -
zur Reinheit gelangt, erlange ich alle Vollkommenheit.

409.

Wer aus sich selbst heraus dem großen Seher gibt um Verdienst willen,
dem wird die Gefährtenschaft zum Segen - das ungestaltete Nibbāna-Ziel.

410.

Vergangenes ist erschöpft, Gegenwärtiges und Zukünftiges -
all mein Kamma ist versiegt; ich verneige mich zu Füßen des Erleuchteten.
So sprach die Bhikkhunī Yasodharā diese Verse vor dem Angesicht des Erhabenen.
Das Apadāna der Therī Yasodharā, das achte.
9. Apadāna der zehntausend Bhikkhunīs um Yasodharā als Führende

411.

In hundert Koṭī mal tausend Äonen und vier unzählbaren -
da erstand der Siegreiche namens Dīpaṅkara, der Leiter der Welt.

412.

Dīpaṅkara, der große Held, der Anführer, sprach eine Prophezeiung:
für Sumedha und Sumitta, die Leid und Freude teilten.

413.

Die Götter und die Welt durchschauend, durch die Götterwelt wandernd -
uns preisend trat er heran zur Versammlung.

414.

Sei du Gatte uns allen in der künftigen Begegnung -
alle sollen deine Gattinnen sein, angenehm und liebreiche Redende.

415.

Geben, Sīla-Übung insgesamt, und Bhāvanā, wohl kultiviert -
dies alles, lange Zeit hindurch, ward geopfert, o großer Muni.

416.

Duft, Salböl, Blumenkranz, Licht aus Edelsteinen -
was immer man ersehnte, das alles ward geopfert, o großer Muni.

417.

Auch anderes Kamma haben wir gewirkt und menschliche Genüsse gekostet;
All das haben wir für lange Zeit hingegeben, o großer Muni.

418.

Durch viele Geburten hindurch im Saṃsāra haben auch wir viel Verdienst gewirkt;
Herrschaft genießend, durch Dasein um Dasein wandernd.

419.

Im letzten Dasein angelangt, im Haus des Sakyasohnes,
aus verschiedenen Familien stammend - als Apsaras von bezaubernder Erscheinung.

420.

Durch höchsten Gewinn zu Ansehen gelangt, verehrt und allseits geachtet,
versehen mit Speise und Trank, stets geehrt waren wir.

421.

Das Haus aufgebend, gingen wir in die Hauslosigkeit;
Noch ehe ein halber Monat vergangen war, erreichten wir alle das Erlöschen.

422.

Versehen mit Speise und Trank, mit Gewändern und Unterkunft,
kommen alle Bedürfnisse zu uns, stets geehrt und verehrt.

423.

Die Kilesā sind in uns verbrannt … und so weiter … wir verweilen triebversiegt.

424.

Willkommen war uns fürwahr … und so weiter … vollbracht ist des Buddha Weisung.

425.

Die vier Paṭisambhidā … und so weiter … vollbracht ist des Buddha Weisung.
So sprachen diese Verse zehntausend Bhikkhunīs mit Yasodharā an ihrer Spitze vor dem Angesicht des Erhabenen.
Das Apadāna der zehntausend Bhikkhunīs mit Yasodharā an ihrer Spitze - das neunte.
10. Apadāna der achtzehntausend Bhikkhunīs mit Yasodharā an ihrer Spitze

426.

Achtzehntausend Bhikkhunīs, aus dem Sakyageschlecht geboren,
mit Yasodharā an ihrer Spitze, traten vor den Vollerwachten hin.

427.

Achtzehntausend, alle von großer Iddhi,
verneigen sich zu den Füßen des Muni und berichten, so gut sie vermögen:

428.

„Geburt ist versiegt, Alter, Krankheit und Tod, o großer Muni;
Zum triebversiegten, stillen, unsterblichen Ort gehen wir, o Anführer.

429.

Was auch immer an Verfehlungen früher begangen worden sein mag, für uns alle, o großer Muni -
ohne es als Vergehen erkannt zu haben - vergib es uns, o Wegweiser.

430.

Lass auch Iddhi sehen, o du, deren Weisung wir befolgen;
Schneide den Zweifel für alle Versammelten dort ab, wie weit er auch reicht.

431.

Yasodharā, o großer Held, ist liebenswert und angenehm anzuschauen;
Alle sind sie deine, o großer Held, einst Gemahlinnen im Haus.

432.

Von Frauen in Hunderttausenden - sechsundneunzig an der Zahl -
waren wir im Haus, o Held, die Führenden, alle die Gebietenden.

433.

Mit den Vorzügen des Formbereichs begabt, in der Blüte der Jugend, lieblich redend -
Alle erweisen uns Ehrerbietung, Menschen wie Götter gleichermaßen.

434.

Achtzehntausend, alle aus dem Sakyageschlecht,
mit Yasodharā an der Spitze in Tausenden - die Führenden, die Gebietenden damals.

435.

Die Sinnenbereichssphäre überwindend, im Formbereich gefestigt -
An Gestalt war uns keine gleich unter den Tausenden, o großer Muni.

436.

Den Vollerwachten verehrt habend, zeigten sie dem Lehrer ihre Iddhi;
Viele und vielgestaltige, auch große Iddhi zeigten sie.

437.

Den Leib so groß wie das Cakkavāḷa, das Haupt nach oben gerichtet;
Beide Flügel - zwei Kontinente, aus dem Körper Jambudīpa.

438.

Den rechten Flügel - ein Pfauenschwanz, die Blätter verschiedene Äste;
Mond und Sonne als Augen, der Gipfel vom Merugipfel.

439.

Den Cakkavāḷagipfel als Schnabel, den Jambubäum mit Wurzeln -
Samen streuend herankommend, verneigten sie sich vor dem Weltenführer.

440.

Die Gestalt eines Elefanten, ebenso eines Pferdes, eines Berges, eines Ozeans,
Mond und Sonne, Meru und die Gestalt des Sakka - dies zeigten sie.

441.

Wir, Yasodharā, o Held, verneigen uns zu deinen Füßen, o Sehender;
Durch deine lang gewirkte Kraft sind wir vollendet worden, o Menschenführer.

442.

In der Iddhi waren wir mächtig, im göttlichen Gehörselement;
Im Wissen um das Denken anderer waren wir mächtig, o großer Muni.

443.

Das frühere Wohnen kennen wir, das himmlische Auge ist geläutert;
Alle Triebflüsse vollständig versiegt - es gibt nun keine Wiederkehr mehr.

444.

In Bedeutung, Dhamma, Sprachkunde und Geistesgewandtheit
ist uns das Wissen aufgegangen, o großer Held, in deiner Nähe.

445.

Das Zusammentreffen mit früheren Welthütern wurde uns gezeigt;
Viele Dienste haben wir erwiesen, o großer Muni, dir zuliebe.

446.

Das Kamma, das wir vollgebracht haben - das Heilsame -, dessen erinnere dich, o Muni;
Dir zuliebe, o großer Held, hat sich Verdienst in uns angehäuft.

447.

Ungeeignete Orte meidend, wehrten wir das Unziemliche ab;
Um deinetwillen, großer Held, haben wir viele Leben dahingegeben.

448.

Viele Tausende von Koṭis gaben wir hin für die Versorgung der Gattin;
Dabei waren wir nicht betrübt - um deinetwillen, großer Muni.

449.

Viele Tausende von Koṭis gaben wir hin für den Dienst;
Dabei waren wir nicht betrübt - um deinetwillen, großer Muni.

450.

Viele Tausende von Koṭis gaben wir hin für die Speisung;
Dabei waren wir nicht betrübt - um deinetwillen, großer Muni.

451.

Viele Tausende von Koṭis an Leben gaben wir hin;
Um Befreiung von Furcht zu bewirken, opferten wir das Leben.

452.

Körperschmuck, Gewänder mannigfacher Art, zahlreich -
Weibliches Gut verbargen wir nicht, um deinetwillen, großer Muni.

453.

Reichtum und Korn verschenkten wir, Dörfer und Marktflecken dazu,
Felder, Söhne und Töchter - alles dahingegeben, großer Muni.

454.

Elefanten, Pferde und Rinder, Dienerinnen und Bedienstete -
Um deinetwillen, großer Held, Unzählbares wurde dahingegeben.

455.

Was du uns angewiesen hast - Gabe dem Bittenden zu schenken -
Da sahen wir keine Niedergeschlagenheit, wenn wir die höchste Gabe gaben.

456.

Mannigfaches, vielfältiges Leid im Saṃsāra, der vielgestaltigen -
Um deinetwillen, großer Held, Unzählbares wurde erfahren.

457.

Am erreichten Glück freuen wir uns mit, und am Leid sind wir nicht bedrückt;
In allem erwiesen wir uns als ausgeglichen - um deinetwillen, großer Muni.

458.

Dem Weg folgend, den der Sambuddha als Dhamma hervorgebracht hat,
Glück und Leid durchlebend, hast du die Bodhi erlangt, großer Muni.

459.

Brahmadeva und Sambuddha, Gotama, den Weltenführer,
Und andere Welthüter - mit denen hatten wir viele Begegnungen.

460.

Großen Dienst haben wir geleistet, um deinetwillen, großer Muni,
Als wir, den Buddha-Dhamma suchend, deine Begleiterinnen waren.

461.

Vor hunderttausend Kappas und vier unermesslichen Äonen
Erschien Dīpaṅkara, der große Held, als Weltenführer.

462.

In einem Grenzgebiet eingeladen, den Tathāgata,
Bereiteten sie den Weg für sein Kommen, frohen Herzens.

463.

Zu jener Zeit war er ein Brahmane namens Sumedha;
Er bereitete den Weg für den Allsehenden, der von weither kam.

464.

Zu jener Zeit waren wir alle von brahmanischer Herkunft;
Wir brachten Thalūdaja-Blumen zusammen für die Begegnung.

465.

In jenem Augenblick verkündete der Buddha Dīpaṅkara, der Ruhmreiche,
Der große Held, die Weisung über den Seher mit erhobenem Geist.

466.

Die Erde bebte und dröhnte, erschütterte samt der Götterwelt,
Als seines Kammas Ruhm verkündet wurde, des Sehers mit erhobenem Geist.

467.

Göttliche Töchter und Menschen und auch wir mit der Götterwelt -
Nachdem wir mannigfache Verehrungsgaben dargebracht hatten, hegten wir Wünsche.

468.

Jenen verkündete der Buddha: „Jotidīpa ist sein Name;
Was heute begehrt wird, das wird sich verwirklichen."

469.

Über unermessliche Kappas hin, was der Buddha uns verkündete -
Dieser Rede zustimmend, handelten wir so.

470.

Durch jenes wohlvollbrachte Kamma erhellten sich ihre Geister;
In göttlichen und menschlichen Geburten erlebten sie Unzählbares.

471.

Glück und Leid erfahrend unter Göttern und Menschen,
Sind wir, das letzte Dasein erreichend, geboren im Sakya-Geschlecht.

472.

Von schöner Gestalt, begütert, von Ruhm und Tugend gezeichnet -
Mit allen Vollkommenheiten ausgestattet, in den Familien hochgeachtet.

473.

Gewinn, Ehre und Ansehen, Begegnung mit den Weltdingen -
Und unser Geist ist nicht betrübt; wir wohnen ohne Furcht von irgendwoher.

474.

Dies wurde vom Erhabenen gesagt, damals im Frauengemach des Königs:
Der Held wies den Khattiyas im Palast den Wohldienst auf.

475.

Die Frau, die Wohltaten erweist, die Frau in Glück und Leid,
Die Frau, die Nutzen aufzeigt, und die Frau, die Mitgefühl zeigt -

476.

Sie soll den Dhamma üben, wohlgeübt, nicht schlecht geübt soll sie ihn üben;
Wer den Dhamma übt, schläft glücklich, in dieser Welt und in der anderen.

477.

Das Haus verlassend zogen wir fort in die Hauslosigkeit;
Noch bevor ein halber Monat vergangen, verwirklichten wir die vier Wahrheiten.

478.

Roben und Almosspeise, Bedarf und Schlafstätte -
Viele tragen sie uns dar, wie die Wellen des Ozeans.

479.

Die Kilesās sind in uns verbrannt, alle Daseinssphären ausgerissen;
Wie eine Elefantenkuh das Fesselband zerrissen, weilen wir triebversiegt.

480.

Willkommen war es uns fürwahr, in die Nähe meines Buddha zu kommen;
Die drei Wissenskräfte sind erlangt, die Weisung des Buddha vollendet.

481.

Die vier Paṭisambhidā, und auch die acht Vimokkhā -
Die sechs Abhiññā sind verwirklicht, die Weisung des Buddha vollendet.

482.

So vielfältiges Leiden und vielfältiges Gedeihen -
Den Zustand der Reinheit erlangt habend, erlangen wir alle Vollkommenheit.

483.

Jene, die der Großen Weisen wegen für eigenes Verdienst geben,
erlangen Gemeinschaft in der Vollkommenheit - das ungestaltete Ziel des Nibbāna.

484.

Das Vergangene ist erschöpft, das Gegenwärtige und Zukünftige -
Auch all unser Kamma ist erschöpft; wir verehren die Füße des Sehenden.

485.

Was sollen wir euch noch weiter sagen, euch, die ihr zum Nibbāna sprecht?
Die Mängel des Gestalteten zur Ruhe gebracht, habt ihr den unsterblichen Ort erlangt.
So haben fürwahr achtzehntausend Bhikkhunīs mit Yasodharā an der Spitze diese Strophen vor dem Erhabenen gesprochen.
Das Apadāna der achtzehntausend Bhikkhunīs mit Yasodharā an der Spitze ist das zehnte.
Der Kuṇḍalakesī-Vagga ist der dritte.
Dessen Zusammenfassung:
Kuṇḍalā, Gotamī ebenso, Dhammadinnā und Sakulā;
Varanandā und Soṇā, Kāpilānī und Yasodharā -
Die Zehntausend-Bhikkhunī und die Achtzehntausend;
Vier hundert Strophen, sechsundsiebzig dazu.
4. Der Khattiyā-Vagga
1. Das Apadāna der achtzehntausend Bhikkhunīs mit Yasavatī an der Spitze

1.

Alle Daseinsweisen sind erschöpft, von den Daseinsweisen sind wir befreit;
Alle Āsavā sind in uns nicht mehr - das verkünden wir dir, Großer Weiser.

2.

Das frühere heilsame Kamma, was auch immer gut erstrebt war -
Als Gabe des Genusses gegeben, zu deinem Nutzen, Großer Weiser.

3.

Was für die Buddhas, Paccekabuddhas und für die Schüler erstrebt war -
Als Gabe des Genusses gegeben, zu deinem Nutzen, Großer Weiser.

4.

Das Kamma von Hoch und Niedrig, für Bhikkhus gut erstrebt -
Der Dienst an edlen Geschlechtern - so ward es getan, Großer Weiser.

5.

Eben durch jene Verdienstwurzel, angetrieben durch die Vollkommenheit des Kamma,
wurden sie, das Menschliche überschreitend, in Khattiya-Geschlechtern geboren.

6.

Nachdem das Kamma vollbracht und die Geburt gemeinsam erlebt -
im letzten Leben zusammen geboren: Khattiyā, aus edlem Geschlecht.

7.

Schön von Gestalt, reich an Besitz, durch Gewinn, Ehre und Verehrung geehrt,
im inneren Palast, Großer Held, wie Götter im Nandana-Garten.

8.

Vom Haus abgewandt, zogen wir fort in die Hauslosigkeit;
In wenigen Tagen haben wir alle das Nibbuta erlangt.

9.

Roben und Almosspeise, Bedarf und Schlafstätte -
Viele tragen sie uns dar, stets mit Ehrfurcht verehrt.

10.

Die Kilesās sind in uns verbrannt, alle Daseinssphären ausgerissen;
Wie eine Elefantenkuh das Fesselband zerrissen, weilen wir triebversiegt.

11.

Willkommen war es uns fürwahr, in die Nähe meines Buddha zu kommen;
Die drei Wissenskräfte sind erlangt, die Weisung des Buddha vollendet.

12.

Die vier Paṭisambhidā, und auch die acht Vimokkhā -
Die sechs Abhiññā sind verwirklicht, die Weisung des Buddha vollendet.
So haben fürwahr achtzehntausend Khattiya-Mädchen-Bhikkhunīs mit Yasavatī an der Spitze diese Strophen vor dem Erhabenen gesprochen.
Das Apadāna der achtzehntausend Bhikkhunīs mit Yasavatī an der Spitze ist das erste.
2. Das Apadāna der vierundachtzigtausend Bhikkhunīs

13.

Vierundachtzigtausend, aus Brahmanenfamilien stammend,
mit zarten Händen und Füßen - einst vor dir, Großer Weiser.

14.

In reinen Vessa-Geschlechtern geboren - Götter, Nāgas und Kinnaras,
viele Töchter der vier Erdteile - einst vor dir, Großer Weiser.

15.

Manche sind fortgezogen, sie alle waren Schauer der Wahrheit;
Götter, Kinnaras und Nāgas werden in der Zukunft berühren.

16.

Nachdem sie alle Herrlichkeit genossen und alle Vollkommenheit erlangt haben,
durch dich Vertrauen gewonnen habend, werden sie in der Zukunft erwachen.

17.

Wir aber, Brahmanentöchter, aus Brahmanenfamilien stammend -
Vor deinen Augen, Großer Held, verehren wir die Füße des Sehenden.

18.

Alle Daseinssphären sind erschüttert, der Wurzel-Durst ausgerissen,
die Anusayās sind abgeschnitten, die kammischen Gestaltungen zerspalten.

19.

Wir alle im Bereich des Samādhi, Meisterinnen der Samāpattis geworden,
durch Jhāna und Dhamma-Freude werden wir stets weilen.

20.

Den Daseinstrieb und die Unwissenheit, auch die Gestaltungen sind verzehrt;
Den schwer zu sehenden Ort erlangt habend - wir stimmen zu, Anführer.

21.

Ihr habt mir lange Zeit Förderung erwiesen;
Den Zweifel an den vier durchschneidend, mögen alle zum Nibbuta gelangen.

22.

Nachdem sie die Füße des Munis verehrt, entfalten sie übernatürliche Verwandlungen:
Die einen zeigen Helligkeit, Dunkelheit zeigen die anderen.

23.

Sie zeigen Mond und Sonne, den Ozean mit seinen Fischen;
den Sineru und seinen Umkreis, sie zeigen den Pārichattaka-Baum.

24.

Die Tāvatiṃsa-Halle und das Yāma-Reich zeigen sie durch Iddhis;
Tusita, die durch Iddhi erschaffenen Götter, die Vasavattī-Herrschenden.

25.

Brahma-Welten zeigen manche, und den kostbaren Wandelgang;
Die Brahma-Gestalt herbeibildend, lehren sie den Dhamma der Leere.

26.

Mannigfaltige Verwandlungen vollziehend, zeigen sie dem Lehrer ihre Iddhis;
Alle zeigten sie ihre Kraft und verneigten sich zu den Füßen des Lehrers.

27.

In den Iddhis waren wir geübt, im göttlichen Gehörselement;
Im Erkennen der Gedanken anderer waren wir geübt, o großer Muni.

28.

Wir kennen frühere Daseinsformen, das göttliche Auge ist geläutert;
Alle Triebflüsse sind erschöpft - es gibt nun keine Wiedergeburt mehr.

29.

In Bedeutung, Dhamma, Sprache und Redegewandtheit ebenso -
Das Wissen ist in uns, o großer Held, in deiner Gegenwart entstanden.

30.

Das Zusammentreffen mit früheren Welthütern wurde uns gezeigt;
Vielfältige Hingabe für dich, o großer Muni, haben wir vollbracht.

31.

Was wir an heilsamem Kamma getan - erinnere dich daran, o Muni;
Für dich, o großer Held, haben wir Verdienste angehäuft.

32.

Vor hunderttausend Äonen, der große Muni Padumuttara -
Eine Stadt namens Haṃsavatī war die Heimstatt des Vollerwachten.

33.

Durch das Tor von Haṃsavatī fließt der Gaṅgā allezeit;
Vom angeschwollenen Fluss konnten die Bhikkhus nicht überqueren.

34.

Zwei, drei Tage und schließlich sieben Tage, einen Monat,
sogar volle vier Monate - sie konnten nicht hindurchgehen.

35.

Da war ein Mensch von trefflichem Wesen, ein Jaṭila, ein Bürger;
Als er die Bhikkhus am Ufer aufgehalten sah, ließ er eine Brücke über den Gaṅgā bauen.

36.

Mit Hunderttausenden ließ er die Brücke über den Gaṅgā bauen;
Für den Saṅgha ließ er am nahen Ufer auch ein Vihāra errichten.

37.

Frauen und Männer, aus hohen wie niederen Familien -
sie alle trugen zu seiner Brücke und dem Vihāra gleichmäßig bei.

38.

Wir und andere Menschen, mit heiterem Geist,
wurden in jenen Dhammas seine Erben, in Städten und auf dem Lande.

39.

Frauen, Männer, Knaben und viele Mädchen -
sie streuten Sand auf die Brücke und den Vihāra.

40.

Die Straße gefegt, Bananenstauden und gefüllte Krüge, Fahnen aufgestellt,
Weihrauch, Blütenstaub und Blumengirlanden darbietend für den Lehrer.

41.

Nachdem Brücke und Vihāra errichtet, den Anführer eingeladen,
große Spenden gegeben worden waren, ersehnte er die Vollerwachung.

42.

Padumuttara, der große Held, Retter aller Wesen -
der große Muni sprach seine Mitfreude aus für den Jaṭila.

43.

„Wenn hunderttausend Äonen vergangen sind, wird ein heilsamer Kappa kommen;
Nach Dasein um Dasein wandelnd, wird er die Bodhi erlangen.

44.

Die Frauen und Männer, die irgendeine Handreichung geleistet haben -
in der noch nicht gekommenen Zeit werden sie alle ihm gegenüberstehen."

45.

Durch die Reifung jenes Kammas und durch geistigen Entschluss und Vorsatz
sind sie in die Götterheimstatt geboren worden - deine Dienerinnen sind sie.

46.

Göttliche Freude, unzählbar, und menschliche Freude, unzählbar -
dir dienend wanderten wir in Dasein um Dasein.

47.

Vor hunderttausend Äonen eine wohlgelungene Kamma-Fülle -
zart und fein unter den Menschen und auch in edlen Götterstädten.

48.

Gestalt, Reichtum, Ansehen und gepriesenen Ruhm -
all das erlangen wir beständig durch die wohlgelungene Kamma-Fülle.

49.

Als das letzte Dasein herannahte, wurden wir in brahmanischem Geschlecht geboren,
mit zarten Händen und Füßen, in der Wohnstatt des Sakya-Sohnes.

50.

Zu keiner Zeit sahen wir die Erde holprig und uneben,
schlammigen Boden und Unreinheit sahen wir nicht, o großer Muni.

51.

Während wir im Haus lebten, brachten sie uns zu jeder Zeit alle Ehrerbietung dar -
stets alles darbietend durch die Frucht unseres früheren Kammas.

52.

Das Haus verlassend, fortgezogen ins Hauslose -
den Pfad des Saṃsāra durchquert, leidenschaftsfrei sind wir.

53.

Robe und Piṇḍapāta, Bedarf und Lagerstätte -
stets bringen sie uns Tausende, von hier und dort.

54.

Die Befleckungen verbrannt... wir verweilen ohne Triebflüsse.

55.

Willkommen war uns wahrlich... die Botschaft des Buddha erfüllt.

56.

Die vier Paṭisambhidā... die Botschaft des Buddha erfüllt.
So sprachen vierundachtzigtausend Brahmanen-Töchter-Bhikkhunīs diese Strophen vor dem Angesicht des Erhabenen.
Das Apadāna der Vierundachtzigtausend Bhikkhunīs - das zweite.
3. Apadāna der Therī Uppaladāyikā

57.

In der Stadt Aruṇavatī war ein Kṣatriya namens Aruṇa;
dieses Königs Gattin war ich, und ich wandelte einmütig mit ihm.

58.

Allein zurückgezogen sitzend, da dachte ich so:
„Nichts Heilsames habe ich getan, das ich mit mir nähme.

59.

„Glutheiß und bitter, von schrecklicher Gestalt, überaus grauenvoll -
fürwahr, ich gehe in die Hölle; daran hege ich keinen Zweifel."

60.

Als ich so nachgedacht und den Geist ermutigt hatte,
trat ich zum König hin und sprach diese Worte:

61.

„Wir Frauen, o Herr, sind den Männern nachgeordnet;
gib mir einen Samaṇa, o Kṣatriya - ich werde ihn speisen."

62.

Da gab mir der König einen Samaṇa mit gezähmten Sinnesvermögen;
ich nahm seine Schale und füllte sie mit erlesenem Mahl.

63.

Erlesenes Mahl samt wohlriechendem Duftbalsam füllend,
mit einem großen Tuch bedeckend, gab ich es hin mit freudigem Herzen.

64.

Durch jene wohlvollbrachte Tat und durch die Vorsätze des Willens
verließ ich den menschlichen Körper und gelangte nach Tāvatiṃsa.

65.

Von tausend Götterkönigen wurde ich zur Hauptgemahlin gemacht;
von tausend Weltenherrschern wurde ich zur Hauptgemahlin gemacht.

66.

Ausgedehnte Teilherrschaft, an Zahl unzählbar,
von vielerlei Art und vieles andere - dies die Frucht jener Tat.

67.

Wie die Farbe einer Lotosblume war meine Erscheinung, anmutig und schön anzusehen;
mit allen Vorzügen einer Frau versehen, strahlend und leuchtend.

68.

Als mein letztes Dasein herangekommen war, wurde ich im Śākya-Geschlecht geboren;
ich, die Führerin unter tausend Frauen, zugehörig dem Sohn des Suddhodana.

69.

Der Häuser überdrüssig geworden, zog ich aus ins Hauslose;
am siebten Abend nach der Ankunft gelangte ich zu den vier Wahrheiten.

70.

Robe und Piṇḍapāta, Bedarf und Lagerstätte -
zu ermessen vermag ich es nicht: dies ist die Frucht des Piṇḍapāta.

71.

Was an Tat durch mich erfüllt, was an Heilsamen du dich erinnerst, o Muni -
um deinetwillen, o Großheld, wurde von mir vieles hingegeben.

72.

Einunddreißig Äonen von jetzt an zurück - jene Gabe, die ich da gab;
eine schlechte Wiedergeburt kenne ich nicht: dies ist die Frucht des Piṇḍapāta.

73.

Zwei Ziele kenne ich: das Göttersein und das Menschsein;
ein anderes Ziel kenne ich nicht: dies ist die Frucht des Piṇḍapāta.

74.

In hohem Geschlecht werde ich geboren, in großhäusigem, in reichem;
in anderem Geschlecht werde ich nicht geboren: dies ist die Frucht des Piṇḍapāta.

75.

In Dasein um Dasein umherwandernd, angetrieben durch die Wurzel des Heilsamen,
sehe ich nichts Unangenehmes - dies die Freude wirkende Frucht.

76.

Über die Wunderkräfte bin ich Herrin geworden, und über das göttliche Gehörelement;
über das Wissen der Gedankenergründung bin ich Herrin geworden, o großer Muni.

77.

Die früheren Daseinsörter kenne ich, das göttliche Auge ist gereinigt;
alle Triebflüsse völlig versiegt - es gibt nun keine Wiedergeburt mehr.

78.

In Bedeutung, Dhamma, Sprache und Intuition -
mein Wissen, o Großheld, ist entstanden in deiner Nähe.

79.

Die Befleckungen verbrannt... ich verweile ohne Triebflüsse.

80.

Willkommen war mir wahrlich... die Botschaft des Buddha erfüllt.

81.

Die vier Paṭisambhidā... die Botschaft des Buddha erfüllt.
So sprach die Bhikkhunī Uppaladāyikā diese Strophen vor dem Angesicht des Erhabenen.
Das Apadāna der Therī Uppaladāyikā - das dritte.
4. Apadāna der Therī Siṅgālamātu

82.

Padumuttara, der Siegreiche, kundiger Durchdringer aller Dhammas -
vor hundertausend Äonen erschien dieser Anführer in der Welt.

83.

Damals war ich in Haṃsavatī geboren, im Geschlecht eines Ministers,
in einem von mannigfachen Juwelen erleuchteten, blühenden und reichbegüterten Haus.

84.

Mit dem Vater zusammen, von einer großen Volksmenge vorangetragen,
hörte ich den Dhamma des Erwachten und trat in die Hauslosigkeit aus.

85.

Nach dem Austreten mied ich durch den Körper schlechte Taten,
legte falsches Reden ab und läuterte meinen Lebensunterhalt.

86.

Im Erwachten vertrauensvoll, im Dhamma ebenso, dem Saṅgha in tiefer Ehrerbietung -
dem Hören des wahren Dhamma hingegeben, begierig nach dem Anblick des Erwachten.

87.

Von einer Bhikkhunī hörte ich damals: sie sei die Erste unter denen,
die durch Vertrauen befreit sind. Dieses Ziel ersehnend, erfüllte ich die dreifache Übung.

88.

Da sprach der Sugata zu mir, dessen Gesinnung von Mitgefühl durchdrungen ist:
„Wessen Vertrauen in den Tathāgata unerschütterlich und fest gegründet ist,
wessen Sīla schön ist, von den Edlen gerühmt und geliebt -

89.

„wessen heitere Zuversicht in den Saṅgha besteht und wessen Sehen geradlinig ist:
den nennt man nicht arm; dessen Leben ist nicht vergeblich.

90.

„Darum möge der Weise Vertrauen, Sīla, heitere Zuversicht und Dhamma-Sehen
eifrig pflegen, eingedenk der Weisung der Buddhas."

91.

Als ich dies gehört hatte, freudig erregt, fragte ich nach meinem Wunsch.
Da verkündete der unvergleichliche, unermessliche Anführer:
„Du Edle, die du Vertrauen in den Erwachten hegst, wirst das wahrhaft Ersehnte erlangen.

92.

„Nach hundertausend Äonen, entstammt dem Geschlecht der Okkāka,
wird einer namens Gotama vom Geschlecht - ein Lehrer - in der Welt sein.

93.

„Als Erbin seines Dhamma, herzgeboren, durch den Dhamma geformt,
wirst du als Siṅgālakas Mutter Schülerin dieses Lehrers sein."

94.

Als ich dies gehört hatte, mit Freude erfüllt, diente ich dem Siegreichen
solange ich lebte mit liebendem Geist, dem Anführer durch treue Praxis folgend.

95.

Durch jene wohlvollbrachte Tat, durch Absicht und Wunsch,
verließ ich den menschlichen Körper und gelangte nach Tāvatiṃsa.

96.

Nun, in meiner letzten Geburt, in Giribbaja, der erhabensten Stadt,
wurde ich geboren in einem blühenden Kaufmannsgeschlecht mit großer Anhäufung von Kostbarkeiten.

97.

Mein Sohn namens Siṅgālaka erfreute sich am falschen Weg,
in das Dickicht der Ansichten gestürzt, eifrig darauf bedacht, die Himmelsrichtungen zu verehren.

98.

Als er die verschiedenen Richtungen verehrend in die Stadt zog,
sah ihn der Erwachte und belehrte ihn, der Anführer, auf dem Weg stehend.

99.

Als er den Dhamma lehrte, entstand ein Staunen und ein Erschauern:
bei zwei Koṭi von Männern und Frauen kam es zum Dhamma-Durchbruch.

100.

Da trat ich in die Versammlung, hörte die Worte des Sugata
und erreichte die Frucht des Stromeintretens - darauf trat ich in die Hauslosigkeit aus.

101.

Nicht lange danach, begierig nach dem Anblick des Erwachten,
entwickelte ich jene Buddha-Achtsamkeit und gelangte zur Arahattaschaft.

102.

Um den Erwachten zu sehen, gehe ich stets dorthin;
sehe ich seine augenergötzliche Erscheinung, bin ich nie gesättigt.

103.

In seiner aus allen Vollkommenheiten geborenen, dem Glück als Wohnstatt dienenden Erhabenheit -
seine von allem Schönen durchdrungene Erscheinung betrachtend, verweile ich ungesättigt.

104.

Der Siegreiche, entzückt von diesen Tugenden, stellte mich an die erste Stelle:
„Siṅgālakas Mutter - sie ist die Erste unter denen, die durch Vertrauen befreit sind."

105.

In übernatürlichen Kräften bin ich Meisterin, im göttlichen Gehörelement,
im Wissen um die Herzensregungen anderer bin ich Meisterin, o großer Muni.

106.

Frühere Daseinsformen kenne ich, das göttliche Auge ist geläutert;
alle Triebflüsse sind versiegt - kein Wiedersein gibt es nun mehr.

107.

In Bedeutung, Dhamma, Sprache und Eingebung -
dieses Wissen, o großer Held, ist bei mir in deiner Nähe entstanden.

108.

Die Befleckungen sind von mir verbrannt worden … ich verweile triebfrei.

109.

Wahrhaftig war mir das Willkommen … das Gebot des Erwachten ist erfüllt.

110.

Die vier Arten analytischer Erkenntnis … das Gebot des Erwachten ist erfüllt.
So sprach die Bhikkhunī Siṅgālamātā diese Verse.
Das Apadāna der Therī Siṅgālamātā, das vierte.
5. Apadāna der Therī Sukkā

111.

Vor einundneunzig Äonen erschien ein Anführer namens Vipassī,
von lieblichem Anblick, Durchschauer aller Dhammas.

112.

Damals wurde ich in Bandhumatī geboren, in einer anderen Familie;
Den Dhamma des Weisen gehört habend, trat ich in die Hauslosigkeit aus.

113.

Vielbewandert, eine Hüterin des Dhamma, und dazu voller Geist und Wort,
von mannigfaltiger Rede, handelnd im Sinne des Siegers Lehre.

114.

Nachdem ich damals Dhamma-Rede gehalten zum Wohl der vielen Menschen,
schied ich von dort und wurde in Tusita wiedergeboren, an Ruhm strahlend.

115.

Vor einunddreißig Äonen erschien Sikhī, der Sieger, gleich einer Flamme,
die Welt mit seinem Ruhm erwärmend - der Vortrefflichste unter den Sprechern.

116.

Auch damals trat ich aus, kundig in der Lehre des Buddha,
ließ die Worte des Siegers leuchten und gelangte von dort in den Himmel.

117.

Ebenso in jenem einunddreißigsten Äon: Vessabhū mit Namen war der Anführer,
von großem Wissen, der erschien - und auch damals war es bei mir genauso.

118.

Ausgetreten, eine Hüterin des Dhamma, ließ ich die Lehre des Siegers leuchten;
zur herrlichen Stadt Maru gelangt, genoss ich großes Glück.

119.

In diesem glückseligen Äon erschien Kakusandha, der höchste Sieger,
die Zuflucht der Menschen - und auch damals war es bei mir genauso.

120.

Ausgetreten, des Weisen Erkenntnis leuchtend gemacht, so weit mein Leben reichte,
schied ich von dort und gelangte in den Himmel, in seine lichten Haine.

121.

In eben diesem Äon erschien Koṇāgamana, der Anführer,
die Zuflucht der Welt, friedvoll, zum Unsterblichen gelangt.

122.

Auch damals trat ich in seiner Lehre aus, jenes Unerschütterlichen,
vielbewandert, eine Hüterin des Dhamma, ließ ich die Lehre des Siegers leuchten.

123.

In eben diesem Äon erschien Kassapa, der höchste Weise,
die Zuflucht der Welt, friedvoll, der den Tod überwunden hat.

124.

Auch in der Lehre jenes Helden unter den Menschen ausgetreten,
gründlich im guten Dhamma, gewandt im Befragen -

125.

tugendhaft, bescheiden, erfahren in den drei Schulungen,
viele Dhamma-Reden haltend, zeitlebens, o großer Weiser.

126.

Durch die Frucht jener Kamma, und durch Vorsatz und Entschluss,
den menschlichen Leib aufgebend, gelangte ich nach Tāvatiṃsa.

127.

Nun in der letzten Geburt, in der herrlichsten Stadt Giribbaja,
in einem blühenden Kaufmannshaus geboren, reich an großem Reichtum.

128.

Als der Weltführer, begleitet von tausend Bhikkhus,
nach Rājagaha kam, gerühmt vom Tausendäugigen -

129.

„Gezähmt mit den Gezähmten, den einstigen Jatila-Asketen,
befreit mit den Befreiten, von der Farbe des Goldnikkha -
in Rājagaha trat der Erhabene ein."

130.

Den Glanz des Buddha schauend, die Fülle seiner Tugenden hörend,
den Geist zum Buddha heiternd, verehrte ich ihn nach meinen Kräften.

131.

Zu späterer Zeit sodann, bei Dhammadinnā,
das Haus verlassend, trat ich in die Hauslosigkeit aus.

132.

Während meine Haare geschnitten wurden, verbrannte ich die Befleckungen;
die gesamte Lehre ergriff ich, bald nachdem ich ausgetreten war.

133.

Dann lehrte ich den Dhamma in einer großen Menschenversammlung;
als der Dhamma gelehrt wurde, entstand das Durchdringen des Dhamma.

134.

Als ein Yakkha dies erkannte - staunend über die vielen tausend Wesen -
sehr hingezogen zu mir, wanderte er um Giribbaja herum:

135.

„Was haben die Menschen in Rājagaha mir gegenüber getan -
sie jubeln wie solche, die Honig getrunken haben -
die nicht zu jener Lauteren gehen, die den unsterblichen Pfad lehrt?"

136.

„Unwiderstehlich, lauter in seiner Essenz -
so trinken es die Klugen, meint man,
wie Reisende eine Regenwolke."

137.

In den Wunderkräften bin ich Meisterin, im göttlichen Gehörelement;
im Wissen um die Gedanken anderer bin ich Meisterin, o großer Weiser.

138.

Die früheren Daseinsformen kenne ich, das göttliche Auge ist geläutert;
alle Triebflüsse sind vollständig versiegt - es gibt kein Wiederdasein mehr.

139.

In Bedeutung, Dhamma, Sprache und Eingebung -
das Wissen, o großer Held, ist bei mir entstanden in deiner Nähe.

140.

Die Befleckungen sind von mir verbrannt … ich lebe triebfrei.

141.

Wahrlich willkommen war mir … die Lehre des Buddha ist erfüllt.

142.

Die vier analytischen Erkenntnisse… (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So hat die Bhikkhunī Sukkā diese Verse gesprochen.
Das Apadāna der Therī Sukkā ist das fünfte.
Das fünfte Bhāṇavāra.
6. Abhirūpanandātherīapadāna

143.

Vor einundneunzig Äonen erschien ein Führer,
Vipassī mit Namen, hold anzuschauen,
mit dem Auge für alle Dhammas begabt.

144.

Damals ward ich in Bandhumatī geboren,
in einem blühenden, mächtigen Geschlecht,
schön gestaltet, geliebt, verehrt vom Volk.

145.

Ich trat hin zum großen Helden Vipassī,
dem Weltführer, hörte den Dhamma
und nahm Zuflucht beim Führer der Menschen.

146.

In den Regeln der Tugend gesammelt,
als der Erhabenste unter den Menschen erloschen war,
brachte ich einen goldenen Schirm dar
über dem Reliquien-Thūpa.

147.

Freigebig, tugendhaft, so lange ich lebte -
von dort sterbend,
den menschlichen Leib hinter mir lassend,
gelangte ich in die Tāvatiṃsa-Welt.

148.

Da überstrahlte ich in zehnfacher Weise
alle übrigen vollständig:
an Gestalt und Klang, an Duft,
an Geschmack und an Berührung.

149.

An Lebenszeit und Glanz,
an Glück und Ruhm,
und ebenso an Vorherrschaft -
so erstrahlte ich in allem.

150.

In meiner letzten Geburt nun
wurde ich in der Stadt Kapilavatthu geboren,
die Tochter des Sakya Khemaka,
bekannt unter dem Namen Nandā.

151.

Auch die Vollkommenheit schöner Gestalt war mir eigen,
ein Zeichen von Anmut -
als ich in die Jugend getreten war,
geschmückt mit Schönheit und Lieblichkeit.

152.

Damals entstand unter den Sakyas um meinetwillen
ein gewaltiger Streit;
da ließ mein Vater mich in den Orden eintreten:
„Die Sakyas sollen nicht zugrunde gehen!"

153.

Nach meiner Ordination sollte ich zum Tathāgata,
dem Erhabensten unter den Menschen - doch ich scheute seine Gestalt;
obwohl ich gehört hatte, ging ich nicht hin,
aufgeblasen durch meine eigene Schönheit.

154.

Auch zur Unterweisung ging ich nicht,
aus Scheu, den Buddha zu sehen.
Da führte der Siegreiche mich mit einer Methode
in seine Gegenwart.

155.

Der im Weg Erfahrene zeigte durch Wunderkraft
drei Frauen:
eine Apasarā-gleiche Jungfrau,
dann eine Gealterte, dann eine Tote.

156.

Als ich die drei erblickte, ward ich tief erschüttert,
abgewandt vom Leib.
Ich stand in Überdruss am Dasein -
da sprach der Führer zu mir:

157.

„Sieh, Nandā, dieses Gebilde -
leidend, unrein, faulend,
heraussickernd, tropfend,
den Toren zur Freude gereicht.

158.

Kultiviere den Geist im Unschönen,
einspitzig, wohlgesammelt:
Wie dieses, so jenes -
wie jenes, so dieses.

159.

Diese so betrachtend,
Tag und Nacht ohne Trägheit,
wirst du dann durch eigene Weisheit
durchdringend heraustreten."

160.

So, unermüdlich und umsichtig,
betrachtete ich diesen Leib von Grund auf -
wie er wirklich ist, innen wie außen.

161.

Da ward ich des Leibes überdrüssig,
innerlich frei von Leidenschaft;
unermüdlich, gelöst,
bin ich zur Stille gelangt, erloschen.

162.

Über die Wunderkräfte erlange ich Meisterschaft,
über das himmlische Ohr;
über das Wissen vom Geist anderer
erlange ich Meisterschaft, o großer Muni.

163.

Ich kenne frühere Wohnstätten,
das himmlische Auge ist geläutert;
alle Triebflüsse vollständig versiegt -
kein Wiederentstehen gibt es mehr.

164.

In der Bedeutung, im Dhamma, in der Sprache,
ebenso in der Eingebung -
mein Wissen, o großer Held,
ist in deiner Gegenwart erwacht.

165.

Die Kilesas sind von mir verbrannt… (usw.) … ich weile triebversiegend.

166.

Willkommen war mir wahrlich… (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

167.

Die vier analytischen Erkenntnisse… (usw.) … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So hat die Bhikkhunī Abhirūpanandā diese Verse gesprochen.
Das Apadāna der Therī Abhirūpanandā ist das sechste.
7. Aḍḍhakāsitherīapadāna

168.

In diesem glückverheißenden Äon
erschien der Brahmasverwandte, hochberühmt,
Kassapa seinem Geschlecht nach,
der Vortrefflichste unter den Sprechenden.

169.

Damals trat ich aus in seinem Sāsana,
in der Gemeinschaft dieses Buddha;
gesammelt im Pātimokkha
und in den fünf Sinnesvermögen.

170.

Mäßig beim Essen, ergeben dem Wachen,
dem ernsthaften Üben hingegeben -
so lebend in beharrlichem Einsatz,
war jene Bhikkhunī frei von allen Triebflüssen.

171.

Ich, bösen Geistes, schalt sie,
nannte sie „Kurtisane" damals;
durch diese schlechte Tat
büßte ich in der Hölle.

172.

Durch den Rest jener Tat ward ich in einer Hetärenfamilie geboren;
Vielfach abhängig von anderen, auch noch in der letzten Geburt.

173.

In Kāsī aus einem Kaufmannsgeschlecht geboren - durch die Kraft früheren reinen Wandels
War ich an Schönheit wie eine Himmelsnymphe unter den Göttern.

174.

Als man mich, die Anmutige, in Giribbaja, der herrlichsten Stadt, erblickte,
Zwangen sie mich durch Gewalt und Schmähung in die Hetärenschaft.

175.

Doch ich, nachdem ich den Saddhamma gehört hatte, verkündet vom vortrefflichsten Buddha,
Ausgestattet mit früheren Neigungen, trat ich aus ins Hauslose.

176.

Auf dem Weg zur Upasampadā, als ich mich zum Jina begab,
Von Schurken auf dem Weg aufgehalten - empfing ich die Upasampadā durch einen Boten.

177.

Alles Kamma ist erschöpft, Verdienst wie auch Schuld gleichermaßen;
Allem Saṃsāra entstiegen, ist die Hetärenschaft vergangen.

178.

Über die Iddhi bin ich Herrin, über das göttliche Ohr;
Über das Wissen von anderem Geist bin ich Herrin, o großer Muni.

179.

Frühere Geburten kenne ich, das göttliche Auge ist geläutert;
Alle Triebflüsse erschöpft - es gibt kein Wiedergeborensein mehr.

180.

In Bedeutung, Dhamma, Sprache und Eingebung
Ist mir das Wissen aufgegangen, o großer Held, in deiner Nähe.

181.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile ohne Triebflüsse.

182.

Willkommen war mir wahrlich … das Gebot des Buddha ist erfüllt.

183.

Die vier Paṭisambhidā … das Gebot des Buddha ist erfüllt.
So sprach die Bhikkhunī Aḍḍhakāsī diese Verse.
Dies ist das siebte Apadāna der Therī Aḍḍhakāsī.
8. Apadāna der Therī Puṇṇikā

184.

Beim Erhabenen Vipassī, bei Sikhī und Vessabhū,
Beim Muni Kakusandha, beim gleichmäßigen Koṇāgamana,

185.

Auch beim Buddha Kassapa - in seinem Sāsana ausgezogen,
War ich eine Bhikkhunī, vollkommen in Sīla, besonnen, mit gezügelten Sinnen.

186.

Vielgelehrt, den Dhamma haltend, nach Sinn und Dhamma fragend,
Aufnehmend die Dhammas, lauschend und ehrerbietig dienend.

187.

Den Dhamma lehrend in der Mitte der Menschen, war ich im Sāsana des Jina;
Durch dieses Vielvissen verachtete ich hochmütig die Tugendhaften.

188.

In meiner letzten Geburt nun, in Sāvatthī, der herrlichsten Stadt,
Ward ich im Haus des Anāthapiṇḍika als Sklavenmädchen Kumbhadāsī geboren.

189.

Gegangen zum Wasserholen, traf ich an der Furt einen Brahmanen;
Im kalten Wasser im Fluss - ihn sehend, sprach ich dieses:

190.

„Wasserholen muss ich stets im Kalten, täglich steig ich ins Wasser,
Aus Angst vor dem Stock der Herren, gepeinigt von Angst vor tadelnden Worten."

191.

„Wessen, o Brahmane, fürchtest du dich, dass du täglich ins Wasser steigst,
Mit zitternden Gliedern das Kalte so tief empfindest?"

192.

„Du weißt es wohl, Herrin Puṇṇikā, und fragst mich dennoch -
Ich tue heilsames Kamma, das vergangene böse Kamma tilgend.

193.

Wer auch immer, alt oder jung, böse Taten verübt,
Durch das Besprengen mit Wasser wird er von böser Tat befreit."

194.

Ihm, der aus dem Wasser stieg, sprach ich das Wort voll Sinn und Dhamma;
Der aber, es hörend, tief erschüttert, trat aus und ward ein Arahant.

195.

Fast hundert Existenzen erfüllend, war ich im Sklavinnengeschlecht entstanden;
Daher gaben sie mir den Namen Puṇṇā und machten mich zur Freien.

196.

Nachdem der Kaufmann zugestimmt hatte, trat ich aus ins Hauslose;
Nicht nach langer Zeit erreichte ich die Arahatschaft.

197.

Über die Iddhi bin ich Herrin, über das göttliche Ohr;
Über das Wissen von anderem Geist bin ich Herrin, o großer Muni.

198.

Frühere Geburten kenne ich, das göttliche Auge ist geläutert;
Alle Triebflüsse erschöpft - es gibt kein Wiedergeborensein mehr.

199.

In Bedeutung, Dhamma, Sprache und Eingebung
Ist mir das Wissen rein und makellos durch die Gunst des vortrefflichsten Buddha.

200.

Durch Entfaltung groß an Weisheit, durch Hören eine Meisterin des Gehörten;
Durch Hochmut in niedrigem Geschlecht geboren - wahrlich, Kamma vergeht nicht.

201.

Meine Kilesā sind verbrannt … ich weile ohne Triebflüsse.

202.

Willkommen wahrlich war mir [die Ankunft] … usw. … vollendet ist des Buddha Weisung.

203.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … vollendet ist des Buddha Weisung.
So sprach die Bhikkhunī Puṇṇikā diese Verse.
Das Apadāna der Therī Puṇṇikā, das achte.
9. Apadāna der Therī Ambapālī

204.

Phassa, der große Muni, dessen Strahlen den Bambus berührten -
seine Schwester war ich einst,
geboren in einem Kṣatriya-Geschlecht.

205.

Seinen Dhamma hörend, mit heiterem Geist,
gab ich eine große Gabe
und strebte nach Vollkommenheit der Gestalt.

206.

Einunddreißig Äonen vor jetzt
erschien Sikhī, der höchste Führer der Welt,
das Licht der Welt aufgehend,
der Sieger, Zuflucht der drei Welten.

207.

Damals, in der schönen Stadt Aruṇa,
aus einer brahmanischen Familie geboren,
fluchte ich voll Zorn einer Bhikkhunī -
jener, die einen befreiten Geist besaß.

208.

„Wie eine Dirne, zügellos,
Schänderin der Weisung des Siegers" -
so schalt ich sie, und durch diese böse Tat,

209.

ging ich in eine grausame Hölle, mit schwerem Leiden erfüllt.
Von dort abgeschieden, wurde ich unter Menschen
als Büßerin wiedergeboren.

210.

Zehntausend Geburten lang
lebte ich als Kurtisane.
Von jener bösen Tat wurde ich nicht frei -
wie einer, der vergiftete Speise genossen hat.

211.

Das heilige Leben beschloss ich zu führen in Kassapas Siegerweisung.
Durch die Frucht jener Tat
wurde ich in der Stadt der Dreißig wiedergeboren.

212.

Als die letzte Existenz nahte,
entstand ich als Spontangeborene,
zwischen den Ästen eines Mangobaums geboren -
darum heiße ich Ambapālī.

213.

Umgeben von Millionen von Wesen,
trat ich fort in der Weisung des Siegers.
Ich habe das unerschütterliche Ziel erlangt,
eine leibliche Tochter des Buddha.

214.

In den Mächten bin ich erfahren, o großer Muni,
in der Reinheit des Gehörelements,
in der Erkenntnis des Gedankenlesens
bin ich erfahren.

215.

Ich kenne die früheren Wohnstätten,
das himmlische Auge ist geläutert;
alle Triebflüsse vollständig versiegt -
keine Wiedergeburt mehr gibt es jetzt.

216.

In Bedeutung, Dhamma, Sprache und Geistesblitz
ist mein Wissen makellos und rein,
getragen vom erhabensten Buddha.

217.

Die Kilesas wurden von mir verbrannt … usw. … ich weile triebversiegelt.

218.

Willkommen wahrlich war mir [die Ankunft] … usw. … vollendet ist des Buddha Weisung.

219.

Die vier analytischen Erkenntnisse … usw. … vollendet ist des Buddha Weisung.
So sprach die Bhikkhunī Ambapālī diese Verse.
Das Apadāna der Therī Ambapālī, das neunte.
10. Apadāna der Therī Pesalā

220.

In diesem glückseligen Äon
erschien der Brahmanaverwandte von großem Ruhm,
Kassapa mit Namen nach dem Geschlecht,
der Beste unter denen, die sprechen.

221.

In der vortrefflichen Stadt Sāvatthī,
in einer Upāsaka-Familie geboren ich,
erblickte jenen Siegeserhabenen
und hörte seine Lehrdarlegung.

222.

Zu jenem Helden als Zuflucht gehend,
nahm ich auch die Sīlas auf mich.
Einst versammelte jener große Held
eine große Schar von Menschen um sich.

223.

Da verkündete der Stier unter den Menschen
sein eigenes Vollerwachen
über die vormals nie gehörten Dhammas,
beginnend mit dem Leiden und anderem.

224.

Auge, Wissen, Weisheit
und das Licht der Erkenntnis - das entstand mir.
Dies hörend nahmen die Bhikkhus es auf
und befragten ihn weiter.

225.

Durch jene wohlvollbrachte Tat,
durch Absicht und Vorsatz,
verließ ich den menschlichen Körper
und gelangte zu den Tāvatiṃsa.

226.

In meiner letzten Existenz nun,
geboren in einem großen Kaufmannsgeschlecht,
näherte ich mich dem Buddha und dem echten Dhamma,
hörte das, was auf die Wahrheit ausgerichtet ist.

227.

Kurz nach dem Forttreten
erwog ich die Wahrheiten der Dinge;
alle Triebflüsse vertilgend,
erlangte ich die Arahantschaft.

228.

In den Mächten bin ich erfahren, o großer Muni,
im himmlischen Gehörelement,
in der Erkenntnis des Gedankenlesens
bin ich erfahren.

229.

Ich kenne die früheren Wohnstätten,
das himmlische Auge ist geläutert;
alle Triebflüsse vollständig versiegt -
keine Wiedergeburt mehr gibt es jetzt.

230.

In Bedeutung, Dhamma, Sprache und Geistesblitz
ist mein Wissen makellos und rein,
getragen vom erhabensten Buddha.

231.

Die Kilesas wurden von mir verbrannt,
alle Existenzen mit der Wurzel ausgerissen;
wie eine Elefantenkuh, die die Fesseln zerbrochen hat,
weile ich triebversiegelt.

232.

Ein Glück wahrlich war es mir,
in der Nähe meines Buddha zu sein;
die drei Wissen sind erlangt,
die Lehre des Buddha ist erfüllt.

233.

Die vier paṭisambhidā,
dazu die acht vimokkhā -
die sechs abhiññā sind verwirklicht,
die Lehre des Buddha ist erfüllt.

Zur Entstehung dieser Übersetzung

Diese deutsche Übersetzung des Therāpadāna aus dem Pali wurde von Jean-Michel Munderich in Auftrag gegeben und verantwortet.

Wie im Dhamma ein Weg durch viele Schritte der Läuterung führt, so entstand auch diese Übersetzung in mehreren Durchgängen des Prüfens und Verfeinerns: Zunächst wurde der Pali-Text Vers für Vers in die deutsche Sprache übertragen. Sodann wurde jede Übertragung mit dem Original verglichen und bewertet - gleich einem aufmerksamen Schüler, der die Worte des Lehrers prüft. In einem weiteren Durchgang wurden alle erkannten Unschärfen behutsam geglättet, und schließlich wurde das Ganze nochmals gesichtet und verfeinert, bis der Text dem Anspruch sehr gut so nahe wie möglich kam.

Dieser Prozess des Übersetzens, Prüfens und Verfeinerns wurde von einem maschinellen Sprachsystem ausgeführt - einem Werkzeug, das, wie ein geübter Kopist der Vergangenheit, mit Sorgfalt und ohne Eigeninteresse seinen Dienst verrichtete. Die inhaltliche Verantwortung und die letzte Entscheidung über Sinn und Würde des Textes liegt allein beim Menschen.

Möge das Verdienst dieser Arbeit allen Wesen zugutekommen.


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